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KI Die Dritte - Romulaner...
Forum: *** Visuelle Kommunikation ***
Letzter Beitrag: Sareth
Jul-Thu-2026, 11:20 AM
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BdZ Log 7 Sareth
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Sareth
Jun-Sun-2026, 08:52 PM
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BdZ Log 7 Sareth
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Sareth
Jun-Sun-2026, 08:51 PM
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BdZ Log 6 / LaSalle / NPC
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Sareth
Jun-Mon-2026, 10:23 AM
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KI die ZWEITE
Forum: *** Visuelle Kommunikation ***
Letzter Beitrag: Sareth
May-Sat-2026, 09:43 PM
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BdZ Log 5 - Sareth
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Sareth
Apr-Thu-2026, 04:24 PM
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BdZ Log 4 / LaSalle / NPC...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Apr-Sat-2026, 12:00 AM
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Redneck Star Trek =)
Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Apr-Tue-2026, 11:33 AM
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Lifeblog von der ARTEMIS ...
Forum: *** Science News ***
Letzter Beitrag: Sareth
Apr-Sun-2026, 07:46 PM
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KI bemüht
Forum: *** Visuelle Kommunikation ***
Letzter Beitrag: Sareth
Apr-Sun-2026, 07:31 PM
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| Umbra et Malleus / Log 18 / Joint Log Hammerton/Vandenberg/NPC |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jan-Sat-2021, 10:23 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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An Bord des Shuttles
Richards Verachtung für Agatheas Auftauchen war aus seinen Worten deutlich heraus zu hören.
Doch auch Agatheas Antwort zeugte nicht gerade von Hochachtung für Richard.
Ag: Das aus den Worten einen selbstsüchtigen und atemberaubend arroganten Möchtegern-Geistlichen, welcher der Meinung ist, er stünde über allen Menschen. Ich zumindest strebe nicht nach Macht.
Richard lächelte freudlos.
RR: Macht...nein wohl nicht. Aber nach Reichtum. Was zahlt Ihnen LaSalle für meine Auslieferung?
Ag: LaSalle? LaSalle zahlt mir nichts. Im Gegenteil, LaSalle hätte gerne meinen Kopf. Nein, hier geht es um etwas völlig anderes.
RR: Und das soll ich Ihnen glauben? Einer Person glauben, welche sich die Identität einer Ordensschwester angeeignet hat. Wen im Order haben Sie bestochen?
Ag: Ich müsste niemanden bestechen. Ich war einst Teil des Ordens, ich habe Agathea gekannt.
RR: Ahhhh ich ahne........Sie gehören dieser Sekte an, welche Glaubensfreiheit anstrebt.
Ag: Das, was der Glaube wirklich befiehlt.
RR: Sakrileg.
Ag: Glauben Sie doch was Sie wollen. Aber...
Agathea fuchtelte mit dem Disruptor und wies auf ein Rohr an der Wand.
Ag: Stehen Sie auf , Euer Exzellenz und stellen Sie sich an das Rohr. Und Sie Colonel lassen Ihre Flossen schön an den Kontrollen. Oder ich zünde das hier.
Agathea wies auf einen leuchtenden Gegenstand an Ihrem Gürtel.
Hammerton grinste.
FH: Ein 52er Thermaldetonator. Das würde uns alle ins Paradies befördern,
Ag: Eben.
Agathea schubste Richard an das massive Rohr einer Plasmaleitung, nahm eine Handschelle von ihrem Gürtel und fesselte Richard an das Rohr. Dann wandte Sie sich an Hammerton.
Ag: Sie fliegen uns jetzt nach Willard 13. Dort wird einer meiner Vorgesetzten das Schiff übernehmen. Sie können dort von Bord. Und unserer geschätzte Exzellenz wird uns dann begleiten.
FH: Willard 13? Soviel Treibstoff haben wir nicht.
Ag: Ihr Problem. Besorgen Sie welchen.
FH: Na schön.
Ag: Abflug!
Das Shuttle änderte langsam seinen Kurs.
RR: Glauben Sie, dass Sie damit durch kommen?
Ag: Es würde Ihre Intelligenz beleidigen, wenn ich auf diesen Standardsatz antworten würde.
Für eine Weile herrschte Ruhe. Dann räusperte sich Hammerton.
FH: Sagen Sie, Schwester Agathea, oder wie auch immer ihr Name ist, haben Sie schon einmal Übertragungen von Raumrennen gesehen?
Ag: Ich befasse mich nicht mit solchen Profanitäten.
FH: Sie Euer Exzellenz?
RR: Als Kind. Heimlich.
Wieder herrschte eine Weile Ruhe.
FH: Kennen Sie Windsgate-Worley?
Ag: Ihre Urlaubsorte interessieren nicht. Es sei denn, es gibt dort Treibstoff.Fliegen Sie weiter.
Hammerton nickte gleichmütig. 10 min. später murmelte er wieder vor sich hin und wandte sich an Richard.
FH: Stehen Euer Exzellenz eigentlich auf festen Füßen?
Richard hatte plötzlich ein sehr ungutes Gefühl.
RR: In der Regel ja.
FH: Jaja, die weiten Ebenen von Windsgate-Worley. Der weite Kreis der Sterne.
Ag: Sie nerven, Hammerton. Machen Sie Ihre Arbeit.
FH: Wenn es Ihnen nicht passt, steuern Sie doch das Shuttle.
Ag: Ich bin Kämpferin, keine Pilotin. Und nun machen Sie schon voran.
FH: Wie Sie wünschen.
Hammerton Hände schienen fast zu verschwimmen, als er die Retarder abschaltete, die künstliche Schwerkraft deaktivierte und das Shuttle in eine scharfe Spirale riss.
Agathea wurde gegen die Decke geschleudert, Material wirbelte wie in einem Strudel durch das Cockpit und dann fiel die Beleuchtung aus.
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Ortswechsel:
ISS Dark Mirror/ Brücke
Vandenberg Blick verweilte nur kurz auf der Meldung. Dann schüttelte er den Kopf.
Va: Wir können uns jetzt nicht mit Agathea befassen Ed gibt wichtigeres. Gibt es etwas Neues vom Shuttle?
Charles Pizer, Vandenbergs XO, schüttelte den Kopf.
CP: Negativ Sir.
Va: Nun gut. Was ist mit unseren Quellen auf Formost?
CP: Nun, es scheint sich Widerstand innerhalb des Militärs gegen Van Malnen zu regen. So hat sich zuletzt ein Captain McGregor kritisch gegenüber dem Generalstab geäußert und zwischen den Zeilen wohl einen Militärputsch gefordert. Aber man scheint eher über ihn zu lachen.
Va: Nun McGregor galt schon immer als absonderlich. Ein Querulant. Daher sollte man ihn ernst nehmen. Halten Sie mich über ihn auf dem Laufenden. Was ist mit den Vorbereitungen zu unserer Aktion?
CP: Die Werften von Carridan sind derzeit nur schwach gesichert. Deshalb könnten wir dort jetzt zuschlagen.
Va: Und genau aus diesem Grund werden wir nicht Carridan angreifen, sondern Mollan IV. Denn dort liegt unser Ziel. Ein nagelneue Fregatte der Wolf-Klasse.
CP: Ich werde alles vorbereiten.
Va: Ach ja. Wir benötigen noch eine Crew. Und die besorgen wir uns von den Sklavenhaltern auf Xilar.
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Ortswechsel:
Erde / Paris / Palast des Kanzlers / Speisesaal
Die beiden Personen anwesenden Personen verloren sich fast im Speisesaal.
Großkanzler van Malnen speiste gerne spartanisch, aber lange. Seit 2 Stunden nahm er ein karges Mahl ein, während sein Adjutant, Minister Edwardson, geduldig wartete.
Van Malnen wischte sich genüsslich das Kinn ab, dann wandte er sich an Edwardson.
VM: Ich möchte, dass sowohl LaSalle, als auch DeRaaf bei der Parade anwesend sind. Es darf keine Anzeichen eines Dissents zwischen der Inquisition und der Flotte geben.
Edwardson räusperte sich.
Ed: Nun Sir, DeRaaf liess bereits verlauten, das er zwar Besseres zu tun habe, er aber kommen würde. LaSalles Sprecher gab bekannt, dass der Großinquisitor leider verhindert sei.
Van Malnen lächelte böse. Dann wandte er sich mit liebenswürdiger Stimme an Edwardson.
VM: Dann erinnern Sie LaSalle bitte daran, daß ICH ihn zu dem gemacht habe, was er heute ist und wenn er nicht gehorcht, lass ich seine kopflose Leiche zum Ausbluten in Rom vom Kapitol baumeln.
Ed: Sehr wohl.
VM: Und informieren Sie bitte Captain M.R. Von Rabenstein, daß sowohl LaSalle, als auch DeRaaf vor Ort sein werden.
Ed: Warum ausgerechnet er, Sir?
VM: Nun, er wird sich um die Sicherheit der beiden kümmern.
Ed: Wie sich wünschen.
Van Malnen lächelte. Es begann sich alles zu fügen.
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| Umbra et Malleus Log 17 - Richard, NPCs |
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Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Dec-Sun-2020, 08:12 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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NRPG: nach den ganzen Special Effects im letzten Log brauchten wir mal eine "Billigfolge", ein Kammerspiel Im nächsten Log können sie dann ja langsam im Velconnia Belt ankommen.
RPG:
*** An Bord des Shuttles ***
Die Tore des Hangars hatten sich hinter dem Shuttle geschlossen und Colonel Hammerton, der im Pilotensitz saß, steuerte das schnittige kleine Gefährt in einem weiten Bogen über die Flotte.
"Das war ein gekonntes Ablenkungsmanöver," kommentierte Richard von Rabenstein.
"Was?"
"Scannen sie nach Tachyonemissionen!"
"Wozu?"
In diesem Augenblick gab es in einigen Kilometern Entfernung eine heftige Explosion. Grünliche und giftgelbe Wolken zeigten an, dass hier Warpplasma im Spiel war. Ein anderes kleines Schiff also, getarnt allerdings.
"Nun, das hat sich erübrigt." Richard lehnte sich in seinem Sitz zurück und presste die Lippen zusammen.
Hammerton scannte die Überreste und Emissionen, die sich rings um die Flotte verteilten. "Woher wussten Sie, dass da etwas ist, wenn ich fragen darf?"
"Was wir eben erlebt haben, war eine psionische Projektion. An Bord dieser seltsamen Schiffe waren keinerlei Lebenszeichen zu spüren. Es war ein Ablenkungsmanöver, allein dazu da, unsere Köpfe und unsere Sensoren zu beschäftigen, während sich jemand mit einem tatsächlichen Shuttle davon machte," antwortete der Inquisitor mit einem Blick auf die Anzeige vor Hammerton.
"Warum haben Sie das nicht gleich gesagt?"
"Weil ich nicht weiß, wem an Bord zu trauen war UND weil ich wissen wollte, wer dahinter steckt. - Setzen Sie Kurs, ich möchte, dass die Hinterbliebenen denken, wir hätten nichts bemerkt."
"Wenn das eine psionische Projektion war..." Hammerton schluckte den obszönen Fluch, der ihm auf der Zunge lag, im letzten Moment.
"Ich habe Ihnen doch erzählt, dass LaSalle das PsiCorps wiederzubeleben wünscht. Es scheint, dass er er mit diesem blasphemischen Unterfangen gute Fortschritte erziehlt hat."
"Aber für eine Projektion dieses Ausmaßes muss der Täter ganz in der Nähe gewesen sein."
"Exakt. Auf der ISS Dark Mirror, um es zu präzisieren." Richard wies auf die Flugbahnberechnungen, die eingefroren auf Hammertons Bildschirm zu sehen waren. "Und er oder sie muss über eine entsprechende Ausrüstung verfügt haben."
Der Colonel verzog unbehaglich das Gesicht und rieb sich über die Stirn. "Ich nehme an, dass erklärt auch unsere 'Alpträume'."
"In gewisser Weise. Trotzdem hätte Ihr Arzt die Beeinflussung feststellen müssen. Es ist also doch möglich, dass er uns belogen hat. Oder, dass er dazu gezwungen wurde."
"Aber wenn LaSalle einen Spitzel unter uns hatte - warum ist er dann noch nicht hier? Und warum hat niemand versucht, Sie zu entführen?"
Richard seufzte und wandte den Kopf auf das unspektakuläre Bild, das der vordere Schirm präsentierte. "Ich bin kein Hellseher, Colonel."
"Nun, meine Herren...." (Die beiden Männer im Cockpit fuhren simultan zu der weiblichen Stimme herum.) "Dann will ich Ihnen auf die Sprünge helfen. Aus dem Schatten des hinteren Schlaf- und Arbeitsbereiches trat - Schwester Agathea. Einen Disruptor mit bösartig rot glühender Anzeige in der Hand. "Ihr Transporter bedarf übrigens der Feinjustierung. Der Fernlogin war etwas kompliziert."
Richard bedachte sie mit einem ungerührten, eisigen Blick.
"Die selbstlose Dissidentin, die sich dem Ex-Flottenkommissar für seinen kleinen Privatfeldzug zur Verfügung stellt hat also ihre Agenda etwas modifiziert. Sieh an."
...
*** Erde / Amtsgemächer des Großkanzlers Van Malnen ***
"LaSalle treibt was er will! Panox-B! In die verbotene Zone! Er ist vollkommen verrückt geworden!" fauchte Van Malnen und starrte mit unterdrücktem Zorn auf seinen Gast: Captain Maximilian Robert von Rabenstein.
"Das ist nichts Neues," erwiderte der ohne viel Anteilnahme an dem Problem. "Sie haben Ihn in diese Position manövriert, obwohl jeder wusste, dass er ein instabiler, wahngesteuerter Egomane ist!"
"Soll ich Sie in die Dilithiumminen nach Rura Penthe verbannen, Von Rabenstein?!" Der Großkanzler war nahe daran, den Militär am Uniformkragen zu packen.
"Weil ich Ihnen wage, die Wahrheit zu sagen? Seien Sie dankbar, dass Sie nicht nur von Speichelleckern umringt sind wie der Prätor auf Romulus!"
Van Malnen brauchte einen Moment, sich wieder unter Kontrolle zu bekommen. In der Tat, Von Rabenstein von der Bildfläche verschwinden zu lassen, würde die Probleme nur verschlimmern. "Sie wissen, warum Sie hier sind?"
"Weil ich ein persönlicher Feind der Inquisition bin?"
Van Malnen lächelte maliziös. "Das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere ist, dass ich Sie in der Hand habe."
Von Rabensteins Augen verengten sich. "Meine Frau war eine Feindin des Imperiums. Ich hatte das Recht, sie zu exekutieren."
"Nun, aber es gibt Stimmen, die behaupten, Sie war eine eifrige Dienerin des Imperiums und Sie ein Verräter. Ich habe Zugang zu den Archiven des geschätzten verstorbenen Großinquisitors Constantius, vergessen Sie das nicht. Und nachdem sich die Dinge so wunderbar fügen..." Er fixierte den Flottencaptain. "Schaffen Sie mir LaSalle vom Hals, wie ist mir egal. Und wenn wir schon einmal dabei sind: DeRaaf gleich mit."
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| Umbra et Malleus / Log 16 / Vandenberg |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Dec-Sat-2020, 07:59 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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ISS Dark Mirror / Brücke
Die taktische Anzeige brachte es sehr deutlich zum Ausdruck: Das mutmaßlich romulanische Schiff war auf direktem Angriffskurs. Dies war eigentlich nichts Besonderes. Rogue-Einheiten tendierten dazu, alles und jeden anzugreifen, um ihr eigenes Kollektiv zu bilden. Aber die Geschwindigkeit des T´Rel war ungewöhnlich, wenn man von einem Angriffsversuch ausging. Aber der T´Rel beschleunigte immer weiter. Für einen Angriff eine aberwitzige Taktik.
Vandenberg gab sich selbst wenig Zeit zu wundern. Er ließ einen Kanal an alle Schiffe der kleinen Flotte öffnen.
Va: Vandenberg an alle. Ich übernehme die Koordination. Gruppe öffnen. Zonale Stuktur, Schirme und Schilde hoch, noch kein Waffeneinsatz.
Die entsprechenden Bestätigungen liefen ein. Vandenbergs Blick fiel wieder auf das Taktikholo. Der T´Rel war jetzt auch über die optischen Sensoren erkennbar. Er raste auf die Schiffsgruppe zu und mitten zwischen den Schiffen hindurch. Weiter beschleunigend verschwand der T´Rel in einem kleinen Nebel, ohne sich für die Schiffsgruppe zu interessieren.
Hammertons Gesicht auf dem Com-Screen zeigte eine gewisse Form von Verblüffung.
FH: Was zum….
Va: Volle Sensor-Sweep des umgebenden Raumes.
Mit einem grellen Flackern erschienen 2 Schiffe, aus verschiedenen Richtungen: Ein romulanisches Schiff von Fregattengröße, welches eindeutig auf Verfolgungskurs des T´rel war und knapp dahinter ein terranischer Zerstörer der Hawk-Klasse. Beide lieferten sich ein heftiges Gefecht, während sie scheinbar dem T´Rel folgten.
Va: Gruppe auflösen! Äußerste Vorsicht!
Die beiden Kontrahenten lieferten sich ein ungewöhnliches Breitseitengefecht, während sie an Vandenbergs und Hammertons Einheiten vorbeirasten, ohne irgendein Interesse für diese zu zeigen. Dann verschwanden die Kontrahenten ebenfalls im Nebel.
Hammerton rieb sich die Augen.
FH: Was zur Hölle war das denn?
Richard von Rabenstein, dessen Gesicht auf dem Holoscreen deutlich zu sehen war, lächelte fein.
RR: Schiffe aus der Hölle sehen gewiss anders aus.
FH: Sie müssen es ja wissen. Ich habe ein ganz mieses Gefühl bei der Sache.
Va: Ein berühmter Satz. Aber ich gebe Ihnen recht.
Vandenbergs Blick blieb lange auf dem Taktikholo liegen. Seine Nackenhaare begannen sich zu sträuben. Dann schlug seine Hand förmlich auf den Com-Kontakt.
Va: Vandenberg an alle Einheiten. Alle Systeme abschalten. Sofort.
FH: Aber…
Va: Tun Sie es!
RR: Nun machen Sie schon!
Hammerton zuckte mit den Schultern und deaktivierte die Systeme seines Schiffes.
Und mit einem blauen Aufflackern erschien ein riesiges Schiff. Das einem schlanken Dreieck mit abgerundeten Spitzen ähnelnde Schiffe hatte eine Länge von gut 4 Kilometern und glitt, wie ein grauer Aal durch den Raum. Scheinbar gemächlich bewegte es sich in Richtung des Nebels und verschwand darin.
Erst 10 Minuten später fuhren die Schiffe der Gruppe ihre Systeme wieder hoch.
Hammerton atmete hörbar zischend aus.
FH: Die Sensor-Readings sind merkwürdig. Dieses Monster ist bis an die Zähne bewaffnet, ich sehe hier aber keinerlei Scan-Aktivitäten.
Va: Dieser Schiffstyp ist etwas völlig Neues. Wer baut so etwas?
Richards Gesichtsausdruck zeugte von großem Unbehagen.
RR: LaSalle! Dieses Schiff benötigt keine klassischen Scanner. Und dieses Ding ist nur der Anfang. Vandenberg, wir müssen in den Velconnia-Belt. Denn was immer dort vorgeht, dieses „Ding“ ist nur ein Symptom davon.
Va: Mhmm…ich stimme Ihnen zu.
FH: Wir können dort aber nicht mit der Tür ins Haus fsllen.
RR: Was schlagen Sie vor?
FH: Ein Vorauskommando in einem getarnten Shuttle. Zur Aufklärung.
RR: Ich werde dann mit fliegen!
Va: Bei allem notwendigen Respekt, Herr Großinquisitor i.E., aber Sie haben keine Kampfausbildung.
RR: Ich bewundere Ihre Auffassungsgabe. Aber ich glaube, der Feind dort, wenn es einen gibt, ist eher esoterischer, denn materieller Natur. Und gegen einen solchen Gegner kann man nur wenig mit konventionellen Mitteln ausrichten.
Va: Dann werde ich mitfliegen. Damit Sie keinen Unsinn treiben.
RR: Bei allem notwendigen Respekt, Herr Flotten-Hochkommisar, aber wenn es dort wirklich Gefahren materieller Natur gibt, ist Colonel Hammerton eine deutlich bessere Begleitung als Sie. Und Sie wollen ja wohl die Flotte nicht alleine lassen, oder?
Va: Har…nun gut. Aber wagen Sie es nicht, Spielchen mit mir zu treiben.
Richard blickte düster scheinbar in Nichts.
RR:. Ich glaube, jemand anderes treibt im Velconnia-Belt ein ganz besonderes Spiel.
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| Umbra et Malleus Log 15 - Sokar |
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Geschrieben von: Sokar - Nov-Sat-2020, 11:13 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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*** Beta Phönizis / Albacore City / Lagerhalle ***
Zwischen Containern, Fässern und Käfigen undefinierbaren Inhalts stehend, versuchten die drei Gangster – zwei Terraner und ein weiblicher Chamäleonid – seit einer halben Stunde, ihr Versagen bei der letzten Operation zu rechtfertigen. Der Überfall auf das Munitionsdepot der Sektorpolizei war so gründlich schief gegangen, wie nur irgendetwas schief gehen konnte. Sie hatten keine der hocheffizienten Energiezellen erbeutet und überdies noch sechs Mann verloren, von denen zwei womöglich noch in der Lage gewesen waren, beim Verhör kompromittierendes Wissen auszuplaudern!
Sokar widerte die ganze Angelegenheit an. Seine Gedanken waren bei jener Information aus dem terranischen Sklavenregister, die er vor nunmehr gut zwei Wochen gefunden hatte: Kurz nach der Strafexpedition in Vulcana Regar, bei der seine Familie ums Leben kam, war auf dem Sklavenmarkt von Ildrusa ein vierjähriger vulkanischer Junge verkauft worden. Überdies: er war von einem Leutnant der Black Ops der Dritten Flotte verkauft worden, der Einheit, die die Strafexpedition durchgeführt hatte! Wäre Sokar in der Disziplin der Logik unterrichtet worden, hätte er vielleicht die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei diesem Kind um seinen Sohn handelte, als zu gering eingestuft, um weitere Maßnahmen zu rechtfertigen. Doch der letzte Meister der Logik war gute 50 Jahre vor Sokars Geburt hingerichtet worden. Und so verließ er sich auf seine Intuition…
„… jedenfalls hatten sie ihren Schichtplan geändert, und damit—„
Ich habe es SATT! Sokar schnellte hoch und stieß die vor ihm stehende Kiste mit dem Fuß zur Seite. „Ich will nichts weiter hören! NICHTS! Verstanden?! Ihr seid ein Haufen unfähiger Idioten! Ich will euch sagen, warum dieser Einsatz schief gegangen ist! Weil ihr keine Disziplin habt und eure Leute noch weniger!“
„He, wir—„
„Maul halten!“ Sokar hatte seinen Disruptor auf die Chamäloidin gerichtet. „DU, Elva, hattest Zeit, dich dem persönlichen Safe des PD-Chiefs zu widmen, etwas, was nicht geplant war!“ Die Waffenmündung schwenkte auf einen der beiden Terraner, einen bulligen, bärtigen Typ. „Und du Stück Dreck hattest Zeit für eine Vergewaltigung! Ich dulde das nicht länger. Wenn ich eine Operation plane, hat sie EXAKT nach meinem Befehl ausgeführt zu werden!“
„Was, Alter, lässt dich sonst Mylady nich mehr—„ Die Rede des Terraners erstarb in einem unzeremoniellem Ächzen, als Sokar feuerte.
„Von nun an werden ihr und eure Leute meine Befehle befolgen. Oder ich liefere euch eigenhändig an die Inquisition aus! Ich will eine Armee! Eine Armee, die in der Lage ist, der imperialen Flotte die Stirn zu bieten! Keinen Haufen gieriger Ferengi, die mich später mit Ausflüchten langweilen! Ist das klar?“
Der verbliebene Terraner starrte an ihm vorbei, die Chamäloidin deutete so etwas wie ein Nicken an.
„Ob das klar ist, habe ich gefragt? Oder habt ihr Lust, euch eurem Partner anzuschließen?“ Er deutete auf die Verbrennungsspuren auf dem Boden der Lagerhalle.
Der Terraner spuckte aus. „Klar. Sir.“
Die Chamäloidin ließ ein kurzes Fauchen hören und drehte ihre Haare zwischen den Fingern. „Wenn’s dich high macht, Darling: klar, SIR.“
Der Vulkanier widerstand dem Impuls, ihr Lebenslicht ebenfalls auszublasen. Aber eine tote Armee war noch schlechter als eine schlechte Armee! „Ich will euch mit allen Leuten morgen früh sechs Uhr in der Holohalle unseres Estates zum Training sehen.“ Damit berührte er den Ort- zu-Ort Transporter an seinem Arm und transferierte sich einige Kilometer weiter südlich in die Stadt.
*** Irgendwo in der Stadt ***
Sokar machte sich keine Illusionen darüber, dass Lady Ashinyas Syndikat niemals, beim besten Willen nicht – den sie eben nicht einmal hatten – eine Armee wie seine Rebellengruppe werden würde. Es fehlte ihnen ein ganz entscheidender Faktor: Fanatismus. Seine Leute waren bereit gewesen, für den Untergang des Imperiums nicht nur andere zu opfern, sondern notfalls auch sich selbst. Sie waren bereit gewesen, sich in Selbstmordattentaten in die Luft zu sprengen, wenn er es befahl. Und manchmal auch, ohne dass er es befahl. Die Mitglieder des Syndikats aber waren erbärmliche kleine Würstchen, im Grunde nur auf eines aus: Geld und Vergnügen, und das mit möglichst wenig Aufwand. Wenn er sie auch nur halbwegs dahin bringen wollte, wo er sie haben wollte, würde er selbst eines sehr dringend brauchen: einen verlässlichen Leibwächter!
Während er durch die Bazarstraße lief, drangen immer vernehmlicher die die unverkennbaren Geräusche eines Kampfes an seine Ohren. Keiner der üblichen Streetfights zwischen Gangs oder gelangweilten Jugendlichen, sondern mehr eines sportlichen Ereignisses, wie die Pfiffe und Rufe anzeigten. Dazwischen immer wieder Grunzen, Fauchen und Knurren. Wer oder was trat dort gegeneinander an?
Sokar schritt schneller aus. An der nächsten Ecke hatte er die behelfsmäßige Arena erreicht. Dicht gepackt drängten sich die Zuschauer; einige hingen an den Balkonen der umliegenden Häuser. Der Vulkanier schob einen Andorianer zur Seite, der ihm zornig den Ellenbogen in die Seite rammte. „Was soll das, Spitzohr? Hier steh‘ ich! Such dir einen anderen Ausguck!“
Der Mann drehte sich wieder dem Geschehen in der Arena zu – fühlte noch einen unangenehmen Griff im Genick, und brach zusammen. Niemand der Umstehenden nahm Notiz. Sokar stieg über den Bewusstlosen, und hatte nun endlich die Kontrahenten im Blick. Es waren ein sicher über zwei Meter großer Nausikaaner in Kriegsbemalung und ein Karyaner, unter dessen blaugrüner Schuppenhaut geschmeidige Muskeln spielten.
„Ist sein achter Kampf heute, aber der Kerl ist nicht klein zu kriegen!“ zischte eine Stimme an seiner Seite, und Sokar erkannte einen kleinen dürren Typ irgendeiner vogelartigen Spezies. „Wie sind deine Wetten, Freund?“
„Ich wette nicht und ich bin nicht dein Freund.“
Der Nausikaaner hieb eine enorme Faust gegen den Brustkorb seines Gegners und brachte ihn zu Fall.
„Ahh, wer nicht will, der hat schon!“ Der befiederte Buchmacher quetschte sich durch das Gedränge.
„Mach ihn fertig!“ brüllte es von irgendwo, aber noch ehe der Nausikaaner zum nächsten Schlag ausgeholt hatte, war der Karyaner wieder auf den Beinen. Die andere Seite der Zuschauer johlte. Violettes Blut spritzte auf den Mann neben Sokar, der sich übers Gesicht wischte, ohne die Augen vom Kampf zu nehmen. Seinen zusammen gebissenen Zähnen nach zu urteilen, hatte er auf einen der beiden eine hohe Summe gesetzt.
Jetzt traf den Nausikaaner ein Fußtritt, er verlor das Gleichgewicht, stolperte. Aber noch im Fallen packte er das rechte Bein seines Gegners. Im nächsten Moment rollten die Kämpfer ineinander verkeilt im Sand. Regeln gab es offenbar keine. Es wurde gekratzt und getreten. Die Zuschauer brüllten frenetisch für ihren jeweiligen Favoriten, der Buchmacher sammelte hüpfend die letzten Wetten ein.
Als sich der Staub für einen Augenblick legte, sah Sokar die spitzen giftigen Fangzähne des Karyaners nur millimeterweit vom Hals des Nausikaaners. Jetzt!!! Nein – der Körper des Nausikaaners bäumte sich auf, er schüttelte den Gegner ab, und der Tanz ging weiter. Erst eine halbe Stunde später war es vorbei: letztlich hatte der Karyaner den seinen Widersacher mit dem Schwanz erdrosselt, wie eine Riesenpython. Nun stand er blut- und dreckverkrustet in der Arena, ein triumphierendes Blitzen in den orangefarbenen Reptilaugen. Sokar war überzeugt, seinen Leibwächter gefunden zu haben.
Er bahnte sich den Weg zu dem fetten Pakled, der eben den Sklavenkragen am Hals des Karyaners aktivierte.
„Dein Eigentum? – Ich kaufe ihn.“
„Ohooo, Mort ist nicht zu verkaufen.“ Der Pakled lachte glucksend. „Ich mache ja ein Vermögen mit ihm.“
„Und du zahlst bestimmt keine Dividende an das Syndikat, oder?“
„Das Syndikat, welches Syndikat? Ich bin heute hier und morgen—„
Sokar hatte ihn am Kragen gepackt. „Das Syndikat, das dir das Leben zur Hölle machen wird, wenn du nicht kooperierst! – Her mit der Steuerung für den Kragen! Ich zahle einen fairen Preis!“
„12.000 imperiale Credits!“ Er überschätzte offensichtlich seine Verhandlungsposition.
„Abzüglich der vergessenen Dividenden – also 5000. – Und jede Minute, die du hier weiter meine Zeit stielst, geht der Preis weiter runter. Und meine Laune wird immer schlechter. Vielleicht erlöse ich dich einfach aus deiner Misere?!“
Fluchend warf ihm der Pakled jetzt die Steuerung vor die Füße.
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| Umbra et Malleus Log 14 |
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Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Nov-Sun-2020, 10:01 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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NRPG: Kurze Erinnerung, wir haben eine Staatskirche, in der der Imperator Kirchenoberhaupt ist.
RPG:
*** ISS Vespasian / Krankenstation ***
„Meine Pläne? – Nun, da Sie so darauf insistieren: Ich habe keine, Colonel.“
Hammerton machte sich keine Mühe, sein Unbehagen zu maskieren.
Richard von Rabenstein sah an ihm vorbei auf den letzten Scan, der in der holographischen Anzeige verblieben war, als Dr. Selick den Raum verlassen hatte. „Wir sollten unsere Unterhaltung nicht hier fortsetzen.“
„Sie trauen meinen Doc nicht? Ich verbürge mich –„
„In diesen Zeiten sollten wir alle vorsichtig sein mit Bürgschaften, meinen Sie nicht?“ Er wies zur Tür der Krankenstation. „Nach Ihnen, Colonel.“
*** Quartier Richard von Rabensteins ***
„Schalten Sie die Abhörsicherung ein!“
Hammerton streifte den Ärmel zurück, betätigte ein kleines Gerät, das seinen Unterarm umschloss, und ein kurzes, feines Summen war zu hören. Dann nahmen die beiden Männer Platz.
„Ihren Worten entnehme ich immer wieder, dass LaSalle Ihre Hauptsorge ist. Ihre und offenbar auch die von unserem … Geschäftspartner. Lassen Sie mich Ihnen eines sagen: LaSalle ist ein Ärgernis von höchstem Rang, aber das wahre Problem der Kirche ist die Vakanz des Imperatorenthrons. Ohne einen neuen Imperator wird die Kirche zerfallen.“
Hammerton stieß ein kurzes Schnauben aus. „Ich bin verhältnismäßig sicher, dass sich eine ganze Reihe Anwärter schon um den Alabasterthron balgt, einschließlich Van Malnen UND LaSalle!“
Richard lächelte. „Wie ich sehe, haben Sie das inhärente Problem erfasst. Nun… zurück zu meinen ‚Plänen‘: Ich will in den Velconnia-Belt. Und erst, wenn ich weiß, was dort ist, werde ich irgendwelche Pläne formulieren können.“
„Ich muss Ihnen sagen, als Soldat bin ich kein sonderlicher Freund von solchen… Fahrten ins Blaue.“
„Ich kann Ihnen einen Begriff geben. Taminus. Und ich weiß, dass es etwas mit der alten damalanischen Zivilisation zu tun hat. Mehr nicht. Ich habe bestimmte Initialinformationen, die auf den Velconnia-Belt verweisen, aber das vollständige Arkanum liegt in den Archiven der Inquisition.“
„Hm…“ Hammerton rieb die Finger der rechten Hand an seinem Disruptorholster, wie immer, wenn ihm etwas nicht behagte. „Eminenz, ich tauge schlecht zum Gralsritter.“
„Colonel, was auch IMMER uns dort erwartet, ist von solch immenser Wichtigkeit, dass der selige Valentinian Constantius es allein seinem rechtmäßigen Nachfolger anvertrauen wollte und dass er es mit der höchsten Sicherheitsstufe verschlüsselte. LaSalle ist auf der Jagd nach dem Geheimnis von Taminus. Deshalb lässt er auf Damalan graben. Vandenberg ist ebenfalls auf der Spur. Deshalb lässt er jede erreichbare Borgdrohne sezieren und ihre Kortikalknoten durchforsten. Er WEISS, dass ich etwas weiß, oder er glaubt zumindest zu wissen, dass ich etwas weiß, und das ist der Grund, warum er mich aus dem Gefängnis auf Eridani retten ließ. Und in dieser Sache hat er mich von Anfang an belogen. Sie ebenso, nehme ich an. Soviel zum Thema ‚Vertrauen‘. Aber es scheint, dass Sie ja auch Ihre Bedenken hatten, oder warum ließen Sie sich nach Nanosonden scannen?“
Hammerton seufzte, schien einen Moment zu überlegen und sagte dann geradeheraus: „Träume. Eher unangenehmer Natur.“
„Seit wann?“
„Seit wir unterwegs sind.“
Richard nickte. Das war zu viel des Zufalls… „Aber es wurde festgestellt, dass wir beide nicht mit Nanosonden infiziert sind. – Ich frage Sie nochmals, in wie weit können wir Dr. Selick trauen? Ist er überhaupt der, der er behauptet zu sein?“
„Meine Leute müssen aller zwei Tage durch eine Überprüfung. Da halten wir uns an die alten Formwandler-Regularien von vor 60 Jahren. Selick ist ohne Zweifel der grummelige, unhöfliche Bursche, der seit 12 Jahren zu meiner Truppe gehört, und ja, ich würde für ihn bürgen. Er ist ein Mensch ohne jegliche Hinweise auf irgendeine Fremdbeeinflussung. – Sie müssen zugeben, dass er mit seiner Diagnose vielleicht nicht ganz unrecht hat. Niemand konnte Sie auf das vorbereiten, was Sie die letzten Jahre erlebt haben.“
„Ja, das stimmt, niemand konnte mich darauf vorbereiten.“
Richard sah Bruder Albertus vor sich, der im Morka-Cluster gestorben war, um ihm den Amtsring zu bringen. Und jenen Archivar, der ihm zur Flucht auf Eridani verholfen hatte… „Aber Gott bürdet einem nicht mehr auf, als man in der Lage ist, zu ertragen.“ Er holte tief Atem. „Es mag Fremdbeeinflussungen geben, die so leicht nicht festzustellen sind, Colonel. Ich kenne diese Methoden, und ich weiß, dass es Menschen gibt, die sie zur Anwendung bringen können.“
„Ah ja?“ Frank Hammerton klopfte auf seinen Holster.
„Ich zum Beispiel.“
„Nun, Sie scheiden aus.“
„In der Tat. Aber wenn es hier oder an Bord der Dark Mirror jemanden gibt, der in der Lage ist, uns mental zu manipulieren, und sagen wir, nur in soweit, dass wir bestimmte Fehler zu einer bestimmten Zeit machen, so ist das fatal.“
In diesem Augenblick meldete sich die Brücke. + Wir haben ein Schiff auf direktem Kurs in unsere Richtung, Sir. Sendet keine Identifikation. Den ersten Scandaten zufolge könnte es eine assimilierte romulanische T’Rel sein. +
Hammerton fluchte ohne Rücksicht auf den anwesenden Großinquisitor und schnellte Richtung Tür. „Irgendwelche Hive-Signale?“
+Negativ, Sir. Scheint ein Rogue zu sein.+
„Kontaktieren Sie Vandenberg. Ich bin gleich auf der Brücke! – Sie, Eminenz, bleiben besser hier.“
Richard dachte nicht daran. Sich aus dem Zentrum des Geschehens fernzuhalten, war immer der erste Schritt, sich selbst abzusägen.
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PS: dachte mir, ihr wollt vielleicht mal bisschen Action. Falls ihr irgendwelche Pläne habt, wer hinter den „Träumen“ steckt, gebt mir irgendwie plotintern Hinweise, damit ich nicht in andere Richtungen wandere.
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| Umbra et Malleus / Log 13 / F. Hammerton |
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Geschrieben von: FMalleus - Nov-Sat-2020, 05:57 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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ISS Vespasian / Krankenstation
Die massige Gestalt des Mediziners schien sich in leichtem Amüsement zu schütteln. Die Frage „Könnten Sie Ihren Wunsch bitte wiederholen?“ hing wie eine unausgesprochene Verhöhnung im Raum. Richard von Rabenstein blickte den Mann mit großer Strenge an.
RR: Sind Sie ein MHM oder übersteigt mein Wunsch nach einer Prüfung aus Infektion mit Borg-Nanotechnologie Ihre medizinische Kompetenz?
Der Mediziner lächelte böse.
Richard tippte auf das Namensschild, welches an der Uniform des Mannes prangte.
RR: Also, Doktor Waldon Selick?
WS: Ich bin beileibe kein Hologramm. Oder haben Sie einmal ein so schlecht aussehendes Hologramm gesehen?
RR: Ich habe vieles gesehen. Und das Aussehen gewisser Personen spiegelt ihre Tätigkeit wieder
WS: Nun Euer Eminenz. Es gibt ein altes Sprichwort: Hübsch ist, wer hübsch Ding tut.
Richard blickte den Arzt für einen kurzen Moment feindselig an, dann lächelte er.
RR: Sie sind echt, Doktor. Keine KI könnte so respektlos sein.
Selick seufzte und wies auf eine Liege im Raum
WS: Also schön, Euer Eminenz. Machen Sie es sich bequem.
Der Scan wurde gestartet. Richard verspürte ein Prickeln, nicht unbedingt unangenehm, aber doch spürbar. Ein Zeichen für einen Tiefenscan.
Auf einem Holo, welches neben der Liege schwebte, rasten Scandaten vorbei, wurden Schnittbilder sichtbar und erschienen Kurven, Dann, nach 15 min. klappte Selick den Scanemitter zurück.
WS: Leiden Sie in letzter Zeit unter Stress, Euer Eminenz?
RR: Unter Stress leiden nur Personen, welche sich auf ihre Aufgaben nicht richtig vorbereitet haben.
WS: Wenn Sie meine Meinung hören wollen, dann sind ihre Hormone völlig außer Kontrolle. Aber das hat nichts mit Bord-Technologie zu tun.
RR: Dann bin ich sauber?
WS: Zumindest was Ihren Körper betrifft, ja. Und wenn das so weiter geht, werde ich wohl bald einen Nebenjob anfangen können: Borg-Verseuchungsscanner.
RR: Wie meinen Sie das, Doktor?
WS: Sie sind diese Woche schon der Zweite, der gescannt werden wollte.
RR: Und, darf ich fragen, wer Ihr erster Patient war?
Eine tiefe Stimme erklang aus dem Dunkel der KS: Es war Hammertons Stimme.
FH: Das war meine Wenigkeit, Euer Eminenz.
Richard schwang sich von der Lehne.
RR: Ich nehme an, auch Sie waren sauber?
FH: Oh ja. Aber darf ich fragen, aus welchem Grund Sie sich scannen ließen?
RR: Ich hatte da einen gewissen Verdacht.
FH: Lassen Sie mich raten. Sie trauen einer gewissen Person nicht.
RR: Trauen Sie Ihrem Geschäftspartner denn?
FH: Misstrauen gehört zu meinem Geschäft. Aber so sehr Vandenbergs Methoden fragwürdig sind, so sehr ist er ein absoluter Realist. Und er würde nie Resourcen verschwenden, wenn er seine Ziele nicht auch mit weniger Aufwand erreichen könnte.
RR: Mhmmmm nun gut. Derzeit arbeiten Sie mit ihm zusammen. Warum?
FH: Euer Eminenz, meine Ziele sind derzeit die gleichen, wie die Ihren und Vandenbergs. LaSalle los zu werden. Und dann, nun wir werden sehen.
RR: Sie sind erstaunlich offen gegenüber meiner Person. Und meine Authorität scheint Sie in keinster Weise abzuschrecken.
FK: Wissen Sie, Euer Eminenz. Ich war lange Zeit im Feld, auf mich alleine gestellt. Aber ich habe immer Befehle befolgt. Und ich werde auch Ihre Anweisungen befolgen. Aber ich sehe dies als Arbeitsverhältnis an. Nicht als Leibeigenschaft. Um Befehle zu befolgen, sollte man seinen Vorgesetzten respektieren. Aber nicht mögen.
RR: Sie mögen mich also nicht?
FH: Emotionen sind im Krieg fehl am Platz. Und in der Inquisition schon allemal.
RR: Interessante Sicht der Dinge.
FH: Nun denn Euer Eminenz, reden wir vom Geschäft. Was planen Sie als Nächstes?
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| Umbra et Malleus Log 12 |
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Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Nov-Tue-2020, 11:04 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Antworten (2)
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*** Erde / San Angeles Megapolis / Provinzialat der Inquisition / Büro des örtlichen Hochinquisitors ***
In dem schmucklosen Rund des Büros des Hochinquisitors verschmolzen die dunklen Schemen der bewaffneten Posten mit den harten Schatten der Wandstreben, die sich in der Mitte des Raumes um einen kalten Neonstrahler trafen. Ein Licht, wie es über einem Seziertisch leuchten mochte.
Captain Robert Maximilian von Rabenstein überflog das Dokument in der holographischen Anzeige. "Ich habe in meiner ganzen Laufbahn noch nie von einem solchen Erlass gehört!"
"Nun, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Sie kennen dieses Dictum doch." LaSalle, der hinter dem Schreibtisch saß, legte die Fingerspitzen aneinander und beobachtete wachsam sein Gegenüber. "Sie sind Leiter der Stabsstelle für Rekrutierung, Captain. Sie tragen die Verantwortung, dass die Truppen des terranischen Imperiums auch aus Terranern bestehen."
"Seit wann obliegt das dem Interesse der Inquisition?"
"Aber Captain!" LaSalle spielte den Entrüsteten. "Man darf die Perlen nicht vor die Säue werfen - ergo auch den wahren Glauben nur denen predigen, die ihn verdienen."
Sein unfreiwilliger Gast schnaubte. "Das ist absurd!" Er legte den kleinen Holoemitter auf den Schreibtisch zurück. "Sie können nicht erwarten, dass ich eine genetische Überprüfung der ganzen imperialen Flotte anordne! Und womöglich die --- einen Teil ihrer Mitglieder entlasse, weil ihr Profil nicht dem eines 400 Jahre alten Wischs entspricht! Das ist Wehrkraftzersetzung! Und ich glaube kaum, dass Großkanzler Van Malnen etwas gutheißen würde, was unsere Verteidigungsfähigkeit unterminiert. Oder... irre ich mich da?" Während der letzten Worte hatte sich Robert von Rabenstein auf den Schreibtisch gestützt und starrte drohend auf den Großinquisitor.
"Ja, dem Recht genüge zu leisten bedeutet mancherlei Widrigkeiten in Kauf zu nehmen. Das ist das Los meines Amtes," entgegnete der nur. "Aber die Benefizien der ewigen Seligkeit--"
"Ich bin kein Freund religiöser Plattitüden, Eminenz. Das ist Ihnen sicher geläufig. Sparen Sie sich also solche Worte!"
LaSalle seufzte und blickte wieder auf das Dekret. Dann, als sei ihm just in diesem Augenblick der Gedanke gekommen, sagte er: "Religiöse Plattitüden... dabei fällt mir ein, wie geht es eigentlich Ihrem ... Herrn Sohn?"
"Ich habe keinen Sohn!"
Der Großinquisitor war nun doch leicht überrascht. "Captain, wenn ich mir erlauben darf, der bedauerlicherweise irregeführte Bruder Ricardus ist Ihnen doch wie aus dem Gesicht geschnitten." 'Bruder' war das Maximum, mit dem er Richard von Rabenstein zu titulieren gewillt war.
"Mein Sohn starb vor 24 Jahren," zischte der alte Rabenstein leise. "Als meine geschätzte Gemahlin ihn im Kloster von Santa Maria ad Penitentes abgab und Constantius ihn zu seinem persönlichen Schoßhündchen abrichtete!" Er holte tief Atem. "Sie sehen, ich hege keinerlei Sympathie für Ihre ... Behörde."
"Ah... Ihre Gemahlin sah das offensichtlich anders. Ich nehme an, der Kontakt zu ihr ist ebenso abgerissen?"
"Es sei denn, Sie können mit den Toten kommunizieren? - ICH kann Ihnen bei der Lösung Ihrer kleinen Machtrangeleien jedenfalls nicht helfen, Eminenz."
…
*** ISS Vespasian / Richards Quartier ***
Die kleine Flotte war seit 4 Tagen unterwegs in den Velconnia-Belt.
Der Alptraum hatte Richard schon mehrfach in immer neuen Nuancen heimgesucht seit seiner Zeit auf Riva Prime: er wanderte allein über eine hügelige, im Halbdunkel liegende Landschaft, einem Lichtschein am Horizont zu. Aber als er den Blick nach unten richtete, erkannte er, dass der Boden unter ihm aus den Körpern Toter bestand. So weit sein Auge reichte, schritt er über ein groteskes Totenfeld. Manche Gesichter glaubte er zu erkennen, doch verschwamm plötzlich alles in einem rötlichen Glühen, dass sich unter den Leibern ausbreitete wie ein an die Oberfläche brechender Magmastrom.
Richard wusste, dass es ein Traum war und er versuchte sich mit aller Anstrengung aus seinen Klauen zu befreien. Das Glühen unter seinen Füßen wurde heller und blendender, es tastete und griff nach ihm und hüllte ihn schließlich ein. Zahlen und Symbole wirbelten um ihn, die wie ein Zerrbild der Informationen aus seinem Ring wirkten, er verlor den Boden unter den Füßen und fiel – das war meist der Moment, an dem er hochfuhr. Diesmal wachte er von seinem eigenen Schrei auf. Nach Atem ringend starrte er in sein mattes Spiegelbild in den metallenen Wänden der kleinen Kabine und tastete unwillkürlich nach seinem Tattoo, das in seinem Traum wie Feuer geglüht hatte.
Der Türmelder summte. „Euer Eminenz? Alles in Ordnung?“ kam die Stimme des Wachpostens, den Hammerton ihm abgeordnet hatte, um eventuellen Attentätern vorzubeugen.
„Alles in Ordnung.“
Ich muss diese Träume unter Kontrolle bekommen! Er stand auf, ging in die kleine Naßzelle und aktivierte die Schalldusche. Es war alles eine Frage der mentalen Disziplin. Das hatte er von Valentinian Constantius sehr früh gelernt. Mentale Disziplin war das Erste und Wichtigste, was ein Inquisitor zu lernen hatte. Denn nur, wer Meister seines eigenen Geistes und damit seines eigenen Körpers war, konnte in der Lage sein, andere zu führen, oder den Feind zu durchleuchten.
Während der Großinquisitor darüber nachdachte, fiel ihm auf, dass die ominösen Zahlen und Symbole erst seit relativ kurzer Zeit zu den düsteren Gefilden seiner Horrorträume über die Ermordeten gehörten. Seit er an Bord der Vespasian war, um es präzise zu sagen… Richard deaktivierte die Schalldusche.
Was, wenn der Feind schon IN mir ist? Der plötzliche Verdacht durchbohrte ihn wie eine eisige Klinge. Vandenberg ließ mit Borgdrohnen experimentieren. Das bedeutete auch: mit Nanosonden!
Er könnte irgendetwas in meinen Kopf gepflanzt haben, um mich auf diese Weise auszuhorchen! Infernus maledictus! Womöglich während des Transportervorgangs hier her?!
Hastig kleidete er sich an. Dafür hätte nur ein entsprechendes Unterprogramm im Transporter abgespeichert sein müssen, das im Falle seines Transfers aktiviert wurde! Er stürmte aus der Tür und kollidierte beinahe mit dem Wachposten.
„Euer Eminenz, gibt es—„
„Bringen Sie mich zur Krankenstation!“
(PS: mir ist noch aufgefallen, dass im letzten Log etwas von externer Flotte der Inquisition steht, Hammerton oder Vandenberg weiter vorne aber sagen, dass die Inquisition keine Schiffe hat, außer dieser Spezialtruppe Malleus.... Das sollten wir vielleicht auch so lassen. Also die Black Ops Fleet des Imperiums ist ja schon heftig genug)
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| Umbra et Malleus / Log 11 / Joint-Log Vandenberg / Hammerton |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Nov-Sun-2020, 12:55 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Antworten (1)
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Erde / San Angeles Megapolis / Administratum der Raumflotte
LaSalle musste zugeben, dass Reisen mit großer Entourage zwar eindrucksvoll aussahen, aber trotzdem sehr umständlich waren. Und dies nicht nur aufgrund der langwierigen Sicherheitschecks seiner Mitreisenden beim Eintritt in das Flottenhauptquartier. Und auch LaSalles Identität selbst, wurde von den holographischen Inspektionssystemen erst einmal festgestellt. Und nur LaSalle allein war es erlaubt, in die interne Operationszentrale einzutreten.
Ein Ordonanzoffizier salutierte knapp. Dieser Mann salutierte tatsächlich. Warum? Wusste er nicht, saß man dem Großinquisitor die Hand küsste, nachdem man vor ihm in die Knie gegangen war? Nein, wusste er natürlich nicht. Flottenhengste war hier noch zu milde ausgedrückt. Nun eigentlich hätte LaSalle dieser Kreatur eine kleine Nachhilfe in Sachen Benehmen geben können. Ein Agonieinduktor war dafür immer zur Hand. Aber LaSalle befand sich hier auf DeRaafs Gebiet, also war hier etwas Vorsicht angeraten. Außerdem gab es wichtigere Dinge, als sich mit subalternem Personal abzugeben. LaSalle wandte sich an die Ordonanz.
LS: Sagen Sie mein Sohn, wo finde ich wohl Captain Robert Maximilian von Rabenstein?
Der Ordonanzoffizier schluckte.
OO: Nun Sir, er gehört...nun er ist....nun...er ist derzeit in einer Sitzung des Ausschusses für Xeno-Angelegenheiten.
LaSalle lächelte innerlich. Solange DeRaaf seinen Blick auf die internen Angelegenheiten der Flotte gerichtet hielt, kam LaSalle nur schwer an Flottenoffiziere heran. Schon gar nicht ohne Haftbefehl. Und umso schwerer war es bei Mitgliedern der Geheimausschüsse der Flotte. Aber jetzt war DeRaaf mit einigen klingonischen Rebellen beschäftigt. Das würde zwar nur ein paar Tage dauern, aber genau diese Zeitspanne genügte LaSalle, um einer gewissen Person habhaft zu werden.
LS: Nun mein Sohn, hätten Sie die Güte in herbei zu holen?
OO: Ähm Sir, ich weiss nicht ob....
LaSalle aktivierte ein Holo und hielt den darin enthaltenen Haftbefehl wegen „Verdacht auf Erschleichen von Amtsbefugnissen in der imperialen Flotte nach § 298a“ dem verblüfften Offizier vor die Nase..
LS: Wie Sie sehen, können Sie. Ich warte.
LaSalle musste lächeln, Die wenig salbungsvolle Sprache der Flotte hatte scheinbar auf ihn abgefärbt. Nun gut. Sei’s drum.
4 min. später erschien ein Mann in der schwarzen Uniform des Flottengeheimdienstes. Dieser Mann sah wirklich aus, wie eine ergraute Version des Richard von Rabenstein,
Captain Robert Maximilian von Rabenstein salutierte und schaffte es dabei, gelangweilt und angewidert zu gleich zu wirken.
CR: Euer Eminenz wollten mich sprechen?
LS: In der Tat Captain, das wollte ich. Nun, ich habe etwas Wichtiges mit Ihnen zu besprechen.
CR: Bei allem notwendigen Respekt, aber ich habe viel zu tun.
LS: Das haben wir alle.
LaSalle hielt dem Captain den Haftbefehl vor die Nase. Von Rabenstein las den Text mit ausdruckslosem Gesicht.
CR: Nun Euer Eminenz, das ist lächerlich.
LS: Wir werden sehen, Captain. Ich darf Sie jetzt bitten, sich zum Haupteingang zu begeben. Ohne Aufsehen bitte. Und...nach Ihnen.
Von Rabenstein wandte sich an die Ordonanz.
CR: Nun, dann bleibt mir nichts anderes übrig. Commander Edwards, Sie wissen was zu tun ist.
OO: Jawohl Sir.
Von Rabenstein verließ den Raum, dicht gefolgt von LaSalle. Von Rabenstein wandte sich an LaSalle.
CR: Euer Eminenz, ich muss Sie darauf aufmerksam machen, daß dieser Vorgang Folgen haben wird.
LS: Davon gehe ich aus. Nun, wir beide werden jetzt unsere Schritte beschleunigen. Wir haben viel zu tun.
LaSalle privater Kommunikator summte. Mit einem bösartigen Grinsen aktivierte LaSalle das Gerät.
LS: Ja?
DeRaafs Stimme war zu hören. Und an dem tiefen Grollen war deutlich zu erkennen, daß der Großadmiral nicht erbaut war.
DR: Was im Namen der Dreifaltigkeit soll das, LaSalle?
LS: Nun, ich gehe meiner Pflicht nach.
DR: Und gehört es auch zu Ihren Pflichten meine Offiziere zu belästigen?
LS: Ich handelte nach dem Gesetz.
DR: Das glaube ich kaum.
LaSalle grinste gehässig.
LS: Ich folge den Gesetzen. Und wie Sie wissen gehört es auch zu meinen Aufgaben, für die Reinheit und Ehre der Flotte zu sorgen. Etwas was Ihre Behörde in letzter Zeit wohl etwas versäumt hat.
DR: Ehre und Reinheit der Flotte? So ein Blödsinn. Warum haben Sie Captain von Rabenstein festgenommen?
LS: § 298a.
DR: Nie gehört.
LS: Ich lasse Ihrem Sekretariat gerne den Haftbefehl, sowie den Gesetzestext zu kommen. Mildtätigkeit und Amtshilfe sind mein Credo.
DH: Mildtätigkeit? Das ist ja wohl...eines sage ich Ihnen LaSalle. Wenn das wieder eines Ihrer Ränkespiele ist, wird das diesmal Folgen für Ihren ganzen Laden haben!
Die Verbindung wurde beendet. LaSalle konnte sich vorstellen, wie DeRaaf jetzt toben würde. Nun, mochte er auch toben, er konnte nur wenig tun. Dafür konnte LaSalle jetzt umso mehr tun. Ja, die Mühe würde sich lohnen. Bald schon..bald....
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Ortswechsel:
ISS Vespasian / Brücke
Vandenbergs Blick war eine Mischung aus Unglauben und Zorn,
Seine Stimme donnerte aus den Wandlautsprechern.
Va: Sind Sie vom wilden Affen gebissen, von Rabenstein? Was sollen wir im Velconnia-Belt?
Richard von Rabenstein lächelte freudlos.
RR: Was Sie im Velconnia-Belt wollen, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich werde dort Antworten finden.
Va; Ich habe nicht vor, dort irgendwelchen Geschäften nachzugehen.
RR: Was Sie tun, ist mir gleichgültig. Ich benötige Ihre Unterstützung nicht.
Va: So viel also zur Dankbarkeit für Ihre Rettung.
RR: Oh ich bin Ihnen dankbar. Sie haben mir schließlich zu meiner kleinen Flotte verholfen.
Va: Ihre Flotte?
RR: Diese Schiffe sind immerhin Teil der Inquisitionsflotte. Und ich bin Inquisitor.
Va: Ja, aber diese Einheiten sind nicht auf Sie vereidigt.
RR: Nein, aber sie sind auf die Institution vereidigt. Und ich bin der höchste Vertreter dieser Institution. Sie können ja gerne Ihrer Wege gehen, aber ich werde mich zum Velconnia-Belt begeben.
Frank Hammerton räusperte sich.
FH: Ähm, meine Herren, wenn ich auch einmal etwas dazu sagen dürfte?
RR: Natürlich!
FH: Euer Eminenz wollen zum Velconnia-Belt? Das wird schwierig. Man kann nicht in das Gebiet einfliegen, ohne entdeckt zu werden. Dort operiert die 4. Flotte des Empires, die sogenannte Black-Fleet und die Extern-Flotte der sogenannten Inquisition. Man müsste sich schon den Weg frei kämpfen.
RR: Nun Commodore Hammerton, Sie haben ja Kampferfahrung.
FH: Ich bin Soldat. Kein Flottenstratege.
Vandenberg lächelte gehässig.
Va: Da wird sicherlich seine Eminenz, der wahre Großinquisitor, keinerlei Schwierigkeiten haben, eine solche Flottenoperation zu leiten.
Richard musste zugeben, daß er dieses Teil des Problems wohl übersehen hatte. Aber es gab dafür auch eine Lösung.
RR: In der Tat. Ich habe keinerlei Erfahrung in Sachen Flottenoperationen. Aber es gibt jemand, der diese Fähigkeiten hat.
Va: Und der wäre?
RR: Sie!
Va.: Und warum sollte ich Ihnen helfen, nach allem was Sie hier abziehen?
RR: Weil es im Velconnia-Belt Antworten auf gewisse Fragen gibt. Und diese Antworten finden Sie garantiert nicht auf Delmaran, inmitten einer Ausgrabung. Es sei denn, Sie sind Amateuerarchäologe.
Vandenberg grinste bösartig.
Va: Nun gut. Ich schließe mich Ihrer kleinen Reisegruppe an. Und sei es nur um zu sehen, dass Sie sich täuschen.
Richards Gesichtsausdruck verdunkelte sich.
RR: Besser Sie beten, dass ich mich irre. Denn sollte ich mich nicht irren, dann könnte der jüngste Tag bald anbrechen.
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