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Umbra et Malleus / Log 13 / F. Hammerton - FMalleus - Nov-Sat-2020 ISS Vespasian / Krankenstation Die massige Gestalt des Mediziners schien sich in leichtem Amüsement zu schütteln. Die Frage „Könnten Sie Ihren Wunsch bitte wiederholen?“ hing wie eine unausgesprochene Verhöhnung im Raum. Richard von Rabenstein blickte den Mann mit großer Strenge an. RR: Sind Sie ein MHM oder übersteigt mein Wunsch nach einer Prüfung aus Infektion mit Borg-Nanotechnologie Ihre medizinische Kompetenz? Der Mediziner lächelte böse. Richard tippte auf das Namensschild, welches an der Uniform des Mannes prangte. RR: Also, Doktor Waldon Selick? WS: Ich bin beileibe kein Hologramm. Oder haben Sie einmal ein so schlecht aussehendes Hologramm gesehen? RR: Ich habe vieles gesehen. Und das Aussehen gewisser Personen spiegelt ihre Tätigkeit wieder WS: Nun Euer Eminenz. Es gibt ein altes Sprichwort: Hübsch ist, wer hübsch Ding tut. Richard blickte den Arzt für einen kurzen Moment feindselig an, dann lächelte er. RR: Sie sind echt, Doktor. Keine KI könnte so respektlos sein. Selick seufzte und wies auf eine Liege im Raum WS: Also schön, Euer Eminenz. Machen Sie es sich bequem. Der Scan wurde gestartet. Richard verspürte ein Prickeln, nicht unbedingt unangenehm, aber doch spürbar. Ein Zeichen für einen Tiefenscan. Auf einem Holo, welches neben der Liege schwebte, rasten Scandaten vorbei, wurden Schnittbilder sichtbar und erschienen Kurven, Dann, nach 15 min. klappte Selick den Scanemitter zurück. WS: Leiden Sie in letzter Zeit unter Stress, Euer Eminenz? RR: Unter Stress leiden nur Personen, welche sich auf ihre Aufgaben nicht richtig vorbereitet haben. WS: Wenn Sie meine Meinung hören wollen, dann sind ihre Hormone völlig außer Kontrolle. Aber das hat nichts mit Bord-Technologie zu tun. RR: Dann bin ich sauber? WS: Zumindest was Ihren Körper betrifft, ja. Und wenn das so weiter geht, werde ich wohl bald einen Nebenjob anfangen können: Borg-Verseuchungsscanner. RR: Wie meinen Sie das, Doktor? WS: Sie sind diese Woche schon der Zweite, der gescannt werden wollte. RR: Und, darf ich fragen, wer Ihr erster Patient war? Eine tiefe Stimme erklang aus dem Dunkel der KS: Es war Hammertons Stimme. FH: Das war meine Wenigkeit, Euer Eminenz. Richard schwang sich von der Lehne. RR: Ich nehme an, auch Sie waren sauber? FH: Oh ja. Aber darf ich fragen, aus welchem Grund Sie sich scannen ließen? RR: Ich hatte da einen gewissen Verdacht. FH: Lassen Sie mich raten. Sie trauen einer gewissen Person nicht. RR: Trauen Sie Ihrem Geschäftspartner denn? FH: Misstrauen gehört zu meinem Geschäft. Aber so sehr Vandenbergs Methoden fragwürdig sind, so sehr ist er ein absoluter Realist. Und er würde nie Resourcen verschwenden, wenn er seine Ziele nicht auch mit weniger Aufwand erreichen könnte. RR: Mhmmmm nun gut. Derzeit arbeiten Sie mit ihm zusammen. Warum? FH: Euer Eminenz, meine Ziele sind derzeit die gleichen, wie die Ihren und Vandenbergs. LaSalle los zu werden. Und dann, nun wir werden sehen. RR: Sie sind erstaunlich offen gegenüber meiner Person. Und meine Authorität scheint Sie in keinster Weise abzuschrecken. FK: Wissen Sie, Euer Eminenz. Ich war lange Zeit im Feld, auf mich alleine gestellt. Aber ich habe immer Befehle befolgt. Und ich werde auch Ihre Anweisungen befolgen. Aber ich sehe dies als Arbeitsverhältnis an. Nicht als Leibeigenschaft. Um Befehle zu befolgen, sollte man seinen Vorgesetzten respektieren. Aber nicht mögen. RR: Sie mögen mich also nicht? FH: Emotionen sind im Krieg fehl am Platz. Und in der Inquisition schon allemal. RR: Interessante Sicht der Dinge. FH: Nun denn Euer Eminenz, reden wir vom Geschäft. Was planen Sie als Nächstes? |