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  Landung von "Perseverance" auf dem Mars
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Feb-Thu-2021, 02:09 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

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  Umbra et Malleus Log 23 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - Feb-Sun-2021, 11:28 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** Teriman / Raumhafen des Flottenstützpunkts / Dispatcherbüro ***

 
Sokar schob die quer über dem Pult hängende Leiche zur Seite und blickte durch das Visir der Atemmaske auf die holographischen Displays, die bis auf eines soeben in den Sicherheitslockdown versetzt worden waren. Die Gasgranate hatte nicht schnell genug gewirkt!
Mort Caldred, der Sokar auf diesem Kommandounternehmen begleitet hatte, zischte unheilverkündend. Seine gelben Augen glänzten und seine giftstachelbewehrte Schwanzspitze zuckte. Aber im Augenblick gab es hier niemanden, an dem er seinen Zorn abreagieren konnte. Sokar machte eine Kopfbewegung in Richtung Tür, und der Karyaner bezog Stellung, ein Disruptorgewehr im Anschlag.
 
Sokar schob seine gestohlene ID-Karte in den vorgesehenen Slot, aber der Computer war auf terranische DNA geeicht und schaltete sich in den Alarmzustand, sobald die Hand des Vulkaniers den Sensor berührte. Jetzt blinkten in den Holodisplays die Ziffern des Countdowns bis zur automatischen Benachrichtigung der Polizeibehörde. Er fluchte, packte dann den Arm des eben zu Boden gestoßenen Toten und presste dessen Hand gegen den Sensor. Millisekunden verstrichen. Sokar hielt den Atem an, starrte auf den Countdown. Die sonore Computerstimme verkündete einen 'fehlerhaften Abgleich'.
 
"Wir sollten verschwinden," knurrte Caldred. "Ich habe Perimeteralarm. Wenn Sie die Transportersperren aktivieren, sitzen wir in der Falle."
 
Sokar antwortete nicht. Es konnte nicht JETZT enden! Die vergangenen Wochen hatte er die Spur jenes terranischen Beamten und seines vulkanischen Sklaven durch alle möglichen Datenbanken verfolgt. Um so hartnäckiger, nachdem er den Namen des Sklaven in Erfahrung gebracht hatte. Kevak. Kevak, wie sein Sohn! Vor drei Wochen hatte er im zentralen Register ein Freistellungszertifikat ausfindig gemacht. Scheinbar war der vulkanische Sklave vor etwa 5 Jahren freigelassen worden. Das war auf Iridian Prime gewesen. Aber in den Wirren des Borgkrieges hatten sich alle Spuren in Nichts aufgelöst. Alles schien umsonst gewesen! Bis er vor einer Woche durch Zufall in einer dieser widerlichen Propagandafeeds des Militärs das Gesicht eines jungen Vulkaniers entdeckt hatte. In einer imperialen Uniform!
 
Das holographische Display des Hauptframes fiel in sich zusammen. Der Countdown war bei 50 Sekunden angekommen. Sokar riss die ID-Karte heraus, drückte die Hand des Toten erneut gegen den Sensor. 40 Sekunden.
"DNA-Check positiv. Validieren Sie sind!"
 
Caldred warf einen Blick auf die Anzeige die in seinem linken Ärmel implementiert war. Im selben Moment war über Lautsprecher eine Anfrage zu hören.
 
"Melde ihnen, dass wir einen Computerfehler haben!" rief Sokar und durchsuchte in panischer Hast die Taschen des Toten nach dessen Karte.  Er musste sie doch bei sich haben, verflucht noch mal!
 
"Validieren Sie sich!" 10 Sekunden! Da, endlich! Sokar stieß die Karte in den Slot. Der Countdown stoppte - die Holodisplays erwachten wieder zum Leben.
 
Offenbar erhielten auch die Sicherheitskräfte eine entsprechende Anzeige, den Caldred meldete kein weiteres Vordringen. "Wir haben alles im Griff," gab er sicherheitshalber über die Komanlage aus.
 
Sokar widmete sich den Crewlisten, die jetzt in den Displays angezeigt wurden. In der Nachrichtensendung war die Rede von einem Transporter der Caesarion-Klasse, auf den der "vulkanische Vorzeigeoffizier" versetzt worden war... Er meinte noch immer die Stimme des Sprechers zu hören, sie schnitt ihm durch Mark und Bein, durch seine Seele. War es tatsächlich Kevak? SEIN Kevak?
Die Suchroutine stoppte. Zeigte ein Schiff an.... Sokars Augen glitten über die einzelnen Zeilen. Der Kommandostab, die MACOs... terranische Namen! Alles terranische Namen! Verflucht! War das Schiff von einem anderen Stützpunkt aus gestartet?! Teriman war der nächstliegende, aber -- Er stoppte, ohne den Gedanken je zu Ende gebracht zu haben. Lt. Kevak, SSOPS stand dort. Für einen Moment war er wie erstarrt, dann brach die Realität sich Bahn. Mit einer raschen Handbewegung die Suchanfrage eliminierend, fuhr der Vulkanier zu seinem  Begleiter herum.
 
"Raus hier!"
 
Sie nahmen Aufstellung Rücken an Rücken. Sokar aktivierte eine Handgranate und im selben Moment den tragbaren Transporter. Während sich das Transferfeld um sie schloss, löste sich die Welt in einer grellweißen Explosion auf...
 
*** Wenig später in einem Shuttle im Orbit ***
 
Sokar riss die Schutzmaske vom Gesicht, glitt in den Pilotensitz und leitete die Startsequenz ein. In nur wenigen Minuten würde hier die Hölle los sein - und dann mussten sie verschwunden sein.
 
"Ich hätte gern ein paar gekillt," zischte Caldred, während er sich neben  ihm anschnallte.
 
"Wir haben ein paar Dutzend in den Tod befördert!"
 
Der Karyaner fauchte nur. "Unbefriedigend. Tod ohne Handanlegen! - Und, wohin ist das verdammte Schiff geflogen?"
 
"Mollan IV."
 
--
(PS: ich dachte mir, bei Vandenbergs Aktion dort ist auch Sokars Sohn festgesetzt worden und ist jetzt auf der Dark Mirror. Und wenn Sokar sich auf den Weg dahin macht, ist er auch endlich wieder mit von der Partie! - Wollt ihr noch was schreiben zu Maximilian von Rabenstein und wie der desertiert, ist ja eigentlich nicht mein Chara.... Der sollte dann auch irgendwie sich in die Richtung bewegen...)

[Bild: Sokar-Spiegel.jpg]

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  Umbra et Malleus / Log 22 / F. Hammerton
Geschrieben von: FMalleus - Feb-Sat-2021, 07:32 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

Im Shuttle

Das Farbenspiel hatte etwas hypnotisierendes an sich. Man wurde scheinbar in andere Welten entführt. Selbst Richard von Rabenstein konnte sich der Wirkung dessen, was sich ihm präsentierte, nicht gänzlich entziehen.

RR: Diese Pracht erinnert uns an das, wohin der Mensch streben kann, was ihm möglich sein kann, wenn er seinen Verstand richtig einsetzt. Aus Kohlenstoff kann ein Diamant werden

Frank Hammerton grunzte.

FH: Was glitzert, kann auch schneiden.
RR: Eine Weisheit Ihres geschätzten Vaters?
FH: Nein, Bischoff Himilkon IV, als er die Massenexekutionen auf Vulkan anordnete.
RR: Nun, Himilkon war ein, nun ja, er war ein, gelinde gesagt, besonderer Mensch.

Hammerton blickte auf das Navigationsholo und schaltete dann auf die Daten der Sensoren um.

FH: Mhmm, äußerst interessant, äußerst merkwürdig und nicht ungefährlich.
RR: Was meinen Sie?
FH: Die Sensoren zeigen einige massive Chroniton-Ansammlungen an. Die Raumzeit ist wild fragmentiert. Da gibt es Zonen mit langsamer ablaufender Zeit, Zonen mit absolutem Stillstand und sogar Zonen in den die Zeit um einige Sekunden rückwärts läuft. Und alles nur wenige Kilometer von einander entfernt. Teilweise überlappen sich die Zonen. Das widerspricht allen Gesetzen der bisher bekannten Temporalphysik.
RR: Klingt ungesund.
FH: Ja, ein wahres occulus maleficorum.
RR: Wusste gar nicht, dass Sie Neo-Latein sprechen?
FH: Schon vergessen Euer Exzellenz? Ich arbeite seit Jahrzehnten für die Inquisition.
RR: Kommen wir an diesen Anomalien vorbei?
FH: Ja, aber das wird uns Stunden kosten.
RR: Was würde passieren, wenn wir direkt durchfliegen?
FH: Rein theoretisch könnten wir, wenn wir in die Scherzonen zwischen den einzelnen Zeitzonen geraten, in Stücke zerteilt werden, Aber...

Hammerton zog die Sensorauswertung zu Rate.

FH: Es gibt einen sicheren Weg in Richtung der Koordinaten des Planetensystems. Dieser Weg führt um den gesamten Cluster herum. Wir würden in ca. 72 Stunden die Koordinaten erreichen.
Das wäre der sichere, der logische Weg.
RR: Und aus genau diesem Grund habe ich das Gefühl, wir sollten diesen Weg NICHT nehmen. Denn was immer sich dort befindet, scheint für Constantinus von allergrößter Wichtigkeit gewesen zu sein. Und so etwas lässt man nicht ungeschützt.
FH: Es gäbe da noch einen anderen Weg. Er führt zwischen 2 der Temporalzonen hindurch. 

Hammertons Finger wies auf einen grell pulsierenden Punkt auf dem Analyse-Holo.

FH: Man muss den Startzeitpunkt genau einhalten. In etwa 25 min. Dann fliegt man direkt zwischen den Zonen durch und auf den Mittelpunkt einer Gravitationslinse zu. Wenn man den Winkel korrekt trifft, reisst einem die Gravitationslinse auf den richtigen Vektor. Dann heisst es Vollgas geben und durch. Nach exakt 3 min.  heisst es „Voller Stop“ und man ist im System. Theoretisch!
RR: Dann sollten wir die Theorie in die Praxis umsetzen.
FH: Nun gut. Ich programmiere den Kurs. Ich hoffe, Sie mögen hohe G-Kräfte. Denn die SIF/TDF-Felder werden nicht alle Kräfte kompensieren können.
RR: Machen Sie sich um mich keine Sorgen!

Hammerton zuckte mit den Schultern und gab die Navigationsdaten ein. 10min. später teilte der Computer mit, dass die Berechnungen abgeschlossen seien.

FH: Nun gut, Wir haben noch 5 min. Schnallen Sie sich an Euer Exzellenz, das wird ein heißer Ritt.

Richard nickte nur, dann konzentrierte er sich auf das Bild vor ihm, bohrte seinen Blick förmlich in das Farbenspiel vor ihm und...

...wurde abrupt aus seinen Gedanken gerissen, als das Shuttle förmlich wie von einer Kanone geschossen, abflog. Man hörte nur das Aufheulen der Feldgeneratoren, die Alarmsignale diverse Systemmeldungen und das überlastete Knarren des Schiffsrumpfes. Dies alles mischte sich, mit dem vor dem Cockpit-Screen wirbelnden Farben und den wechselnden Lasten auf dem Körper zu einer Kakophonie, die man durchaus als höllisch bezeichnen konnte. Das Shuttle raste jetzt auf die Gravitationslinse zu und wurde von ihr in Richtung eines wabernden Gasnebels gerissen. Wie ein Pfeil raste das Shuttle durch den Nebel und bremste dann scharf ab.

Der Druck auf Richards Brust hatte nachgelassen. Das Atmen fiel wieder leichter. Im Cockpit war es, bis auf das leise Surren des Klimasystems Ruhe.
Richard drehte vorsichtig den Kopf in Richtung Hammerton, dessen Blick auf das Navigationsholo konzentriert war. Hammerton rieb sich brummend das Kinn.

FH: Wir sind da. Ich versuche gerade die Außenkameras wieder online zu bringen.
RR: Warum fahren Sie die Panzerung vor den Cockpitfenstern nicht weg?
FH: Die Servos sitzen fest.
RR: Ah nun.
RR: Soooo wir sind wieder online.

Auf dem Holoscreen leuchtete jetzt das Bild der Außenansicht auf. Ein unglaublicher Anblick:

5 Planeten, in gleichmäßigen Abständen von einer zentralen Sonne entfernt, zogen auf exakt synchronen Bahnen, ihre Wege um die Sonne. 

FH: Das sieht nicht natürlich aus.
RR: Da muss ich Ihnen recht geben. Es sieht konstruiert aus!
FH: Wer kann denn ein Sonnensystem konstruieren und warum?
RR: Wer auch immer die gebaut haben sollte, er ist uns um Jahrtausende voraus.
FH: Wie auch immer, das System an sich ist zwar sehenswert, aber was gibt es hier was so wichtig ist?

Richards Geist riss sich nur widerwillig von der Perfektion des Systems los.

RR: Es muss etwas...nun..außergewöhnliches sein.
FH: Mhm...auf dem vierten Planeten wird eine atembare Atmosphäre angezeigt,
RR: Eventuell finden wir dort Hinweise. Nehmen Sie Kurs auf den Planeten.
FH: Ich hoffe, Sie mögen Nässe, Euer Exzellenz?
RR: Warum?
FH: Auf dem Planeten herrschen Dauerregen und max. 9 Grad Celsius.

Richard zuckte nur mit den Schultern

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  Umbra et Malleus Log 21
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Feb-Sat-2021, 10:28 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** Im Shuttle ***
 
Frank Hammerton stieß einen gotteslästerlichen Fluch aus, während er durch das Cockpitfenster des Shuttles auf das starrte, was sich ihm darbot. Es war kein besonders spektakulärer Anblick. Eher ein… besonders langweiliger: ein dicht gepackter Asteroidengürtel beträchtlichen Ausmaßes, dessen einzelne Bestandteile träge ein unkenntliches Massezentrum umkreisten.

„Der Velconnia-Belt“, bemerkte Richard ohne größere Erregung. „Was haben Sie geglaubt, vorzufinden?“

„Sagen wir… etwas weniger Hinderliches. Wie stellen Sie sich vor, da durchzukommen, wo wir nicht einmal genau unser anvisiertes Ziel kennen?“

Richard zog seinen Siegelring vom Finger. „Geben Sie mir Ihren Dolch.“

Hammerton warf dem Inquisitor einen skeptischen Blick zu. „Wenn Sie auf Harakiri aus sind, da weiß ich schnellere Wege…“

„Ersparen Sie mir Ihren düsteren Humor. Geben Sie mir die Waffe. In dem Ring ist etwas gespeichert, was ich für ein Navigationssystem halte. Und ich kann ihn nur mit meinem genetischen Profil aktivieren.“

Kurz blitzte die Klinge im bläulichen Cockpitlicht auf. Hammerton beobachtete fasziniert, wie das Blut auf das eingravierte Signet der Inquisition tropfte, und sich aus diesem ein Hologramm entfaltete, das entfernt an ein vulkanisches Cal-To in seiner komplexesten Form erinnerte. Richard schob den Ring auf das Holo-Interface der Navigationskontrolle. Im selben Moment huschten Zahlenkolonnen über die Matrix des Shuttles. Die Hologramme verschmolzen ineinander und offenbarten schließlich eine aus hunderten Koordinationsangaben bestehende Trajektion.

„Bei allen Mächten der Finsternis…!“

Richard lächelte. „In der Tat… ein Wegweiser.“ All die letzten Monate hatte er geglaubt und geahnt – und jetzt sah er mit eigenen Augen. Er war hier, hier wie es Valentinian Constantius offenbar gewollt hatte! Er war hier, um sein Vermächtnis zu erfüllen – was auch immer das sein mochte…

„Solange er uns nicht in die Hölle führt?!“

„Das liegt ganz im Sinne des Betrachters, Colonel.“ Richard faltete ein Taschentuch um den Schnitt in seinem Finger. „Jetzt stellen Sie den Autopiloten ein.“

Hammerton schnaufte, nahm aber die notwendigen Einstellungen vor, und das Shuttle setzte sich langsam in Bewegung, beängstigend auf einen der größeren Gesteinsbrocken zu. „Wissen Sie, vor ein paar Stunden hatte ich den kurzen Eindruck, dass sich unter Ihrer Amtstracht ein normales menschliches Wesen befindet, mit normalen menschlichen Schwächen und Bedürfnissen.“
Das Shuttle steuerte haarscharf an der Außenkante eines Kraters vorbei und machte sofort eine scharfe Kurskorrektur, die es ebenso knapp über ein erdnussförmiges Objekt brachte.

„Wir stehen alle in einem ständigen Kampf mit den niederen Instinkten unserer Leiblichkeit,“ antwortete Richard. „Das heißt nicht, dass wir immer siegreich sind. Aber wir sollten es anstreben.“

Die Warnleuchte für strukturelle Integrität leuchtete kurz während des nächsten Manövers auf, ging dann jedoch wieder auf Normalstatus. „Und wenn wir das Erstrebte erreichen, was dann – dann sind wir wie die Borg. Maschinen. Oder – wie Gott. Unfehlbar. Ist das nicht eine Blasphemie?“

Richard musterte den altgedienten Elitesoldaten auf dem Nachbarsessel. Die erzwungene Untätigkeit schien ihn zu allerlei philosophischen Betrachtungen anzuregen. Er selbst hatte nicht unbedingt das Bedürfnis nach Konversation. Zumal er sicher war, dass Hammerton die Tiefen der Theologie keinesfalls ergründen konnte. „Blasphemie, mein Lieber,“ antwortete er, „ist zu GLAUBEN, dass Sie die Unfehlbarkeit erreichen werden oder erreicht haben. Nicht das Streben nach ihr.“

„Mein Vater hat mir beigebracht, immer mit beiden Füßen auf dem Boden zu bleiben, eine Hand immer an der Waffe zu haben, und wenn möglich, alles um mich herum im Blick.“

„Er war ein weiser Mann, wie mir scheint. – Mein Vater hat mir … zu verstehen gegeben, dass ich ein wertloses Nichts bin, als ich ihn zuletzt sah vor 20 Jahren. – Wir haben den Asteroidengürtel bald hinter uns.“

Tatsächlich zeichnete sich im Navigationsholo eine Änderung ab. Zu sehen war allerdings noch immer nur eine bedrohliche Masse an großen und kleinen Brocken rings um das zerbrechlich wirkende Shuttle. Letztlich dauerte es immerhin noch weitere 35 nervenzehrende Minuten, ehe das Shuttle in den freien Raum vorstieß.

Und jetzt – jetzt bot sich seinen Insassen auch ein atemberaubender Anblick. Wolken und Fontänen rötlich und grün leuchtenden Gases umgaben ein Gebilde, das strahlend hell wie eine Speerspitze in den Raum ragte. Das Navigationsholo zeigte ein Planetensystem in der Nähe an, doch zu sehen war hinter den  tanzende Schleiern aus Energie nichts.

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  Umbra et Malleus / Log 20 / Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Feb-Sat-2021, 04:56 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

Orbit um Mollan IV / ISS Dark Mirror / Brücke
 
Vandenbergs Blick schien seit Minuten auf dem Taktikscreen zu verweilen. Er wirkte fast so, als ob er in Trance wäre. XO Pizer wagte es nicht, seinen Kommandanten zu stören, man konnte nie wissen, wie Vandenberg reagieren würde.
In Vandenbergs Geist rasten die letzten 4 Stunden wie in einem schlechten Holoeroman immer wieder von Anfang an durch, als ob man sie unter einer Lupe sehen würde.
Die Dark Mirror, die ISS Vespasian, sowie der Frachter ISS Verganon waren, wie von Vandenberg geplant, blitzartig aus dem Warptransfer aufgetaucht. Während der Dark Mirror die orbitale Verteidigungsplattform attackiert hatte, waren die Vespasian und die Verganon zu den Docks vorgedrungen und hatten dort, sehr zu Vandenbergs Überraschung, nur eine kleine Garnison vorgefunden. Trotzdem dauerte das Gefecht 4 Stunden und endete mit der vollständigen Zerstörung der kleinen Werft und mit der Tatsache, dass weder die erhoffte Fregatte, noch Munition oder Ersatzteile vor Ort zu finden waren. Ein absolutes Desaster.
Vandenberg gab ein erbostes Zischen vom sich und wandte sich dann an  XO Pizer.

Va: Ja?

Pizer war sich nicht sicher, wie sein Vorgesetzter die folgende Nachricht aufnehmen würde.

Pi:  Nun Sir, wir konnten nur wenig aus den Gefangenen heraus holen. Scheinbar wurden die Fregatte und etliche Frachter die Werft verlassen. Auf allerhöchsten Befehl. Leider sind alle Datenbanken gelöscht.
Va: Fast so, als ob unsere Ankunft bekannt gewesen wäre.  Nun gut. Kümmern Sie sich um die Gefangenen. Gibt es neue Nachrichten vom Shuttle?
Pi:  Negativ Sir. Aber es wurde ja auch Funkstille vereinbart.
Va: Mhmm…wegtreten.
Pizer beeilte sich, den Befehl zu befolgen. So konnte Vandenberg weiter in den Tiefen seines Zorns brüten. Doch noch nicht einmal dieser Moment war im vergönnt.  Edward Morley, Hammertons Adjutant, trat jetzt neben Vandenberg.
EM: Tolle Show, muss ich schon sagen. Eine absolute Pleite.
Va: Erzählen Sie mir lieber etwas, was ich noch nicht weiß.
EM: Etwa, dass die Performance Ihrer Leute bei etwa 12% der Werte unserer Crew liegen? Und zwar durch die Bank?
Va: Im Gegensatz zu den erfahrenen Kriegsveteranen, aus denen Ihre Crew besteht, sind meine Mannen eher Söldner und Freiwillige.

Man konnte nur zu deutlich das Murren von Vandenbergs Brückenoffizieren hören
 
Va:  Und wenn die Performance Ihrer Crews so hoch war, warum hat es dann 4 Stunden gedauert, bis wir eine so winzige Garnison geknackt haben? Warum haben Ihre Supersoldaten solange gebraucht? Was haben Sie getrieben?
EM: Mhmmm……Mr. Vandenberg, auf ein Wort. Unter vier Augen,
Va: Nun gut.
 
Vandenberg wandte sich an die Brückencrew.

Va: Brücke räumen, sofort.

Es dauerte eine Weile, bis die Brücke leer war. Dann aktivierte Vandenberg die Abhörsicherung und wandte sich an Morley.

Va: Nun? Ich höre.
EM: Nun, so schlecht unsere Performance auch war, so bemerkenswert ist die Tatsache, dass weder die avisierten Schiffe, noch die voraus gesagte Anzahl von Streitkräften vor Ort warne.
Va: Meine Informanten waren zuverlässig.
EM: Nun, dann wurde die Werft vorgewarnt.
Va: Sie glauben, wir haben einen Maulwurf an Bord?
EM: Ich glaube eher, dass die Werft als Köder für uns dienen sollte.
Va: Wozu?
EM: Vielleicht sollten wir hier, statt an einem weit wichtigeren Ort sein?
Va: Der Velconnia-Belt.
EM: Wir sollten uns sofort zum Rendezvous-Punkt begeben.
Va: Genau das sollten wir nicht!
EM: Bitte?
Va: Erstens kann Ihr Kommandant schon auf sich alleine aufpassen und zweitens, sollten wir tatsächlich einen Maulwurf an Bord haben, würde genau dies das Von Rabensteins und Hammertons Mission aufdecken. Aber…
EM: Aber?
Va: Ich denke da an den Anfang unseres Gesprächs. An die schlechte Performance meiner Crew und an Ihre Kritik daran. Sind sie eigentlich ein guter Schauspieler?
EM: Was soll die Frage?
Va: Nun ja, Sie wollen doch bestimmt nicht weiter mit solchen Versagern zusammen arbeiten und werden die Vespasian abziehen? Ich kann ja dann meinen privaten Kreuzzug fortsetzen.
 
Morley lächelte bösartig.

EM: Ich verstehe. Ein eventuell vorhandener Maulwurf wurde auf ein Ende der Zusammenarbeit schließen.
Va: Ganz recht. Und die Vespasian könnte dann…
EM: ….sich zum Velconnia-Belt begeben und sich dort zum Eingreifen bereit halten.
Va: Exakt.
EM: Wir können dies umgehend umsetzen.
Va: Tun Sie das. Eine Bitte. Wenn Sie Hammerton und Von Rabenstein treffen, informieren Sie nur Hammerton über den wahren Grund des "Endes der Zusammenarbeit".
EM: Ich verstehe.
Va: Nun…dann lassen Sie uns mit dem Zerwürfnis beginnen.

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  Umbra et Malleus Log 19
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Jan-Sun-2021, 05:10 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: da wir ja sowohl LaSalle, DeRaaf als auch Robert von Rabenstein überleben lassen müssen....

RPG:

*** Terra / San Angeles Megalopolis***
 
Die bläulichweiße Nachtbeleuchtung zeichnete harte Kontraste um die spartanische Einrichtung des Büros und spiegelte sich in bizarren Mustern in der großen Panzerglasscheibe des Fensters. Dahinter stand Captain Robert Maximilian von Rabenstein, den Schatten der Deckenleuchten auf dem Rücken wie ein überdimensionales Fadenkreuz. Er wandte sich um, wurde sich des makabren Lichtspiels  bewusst und lächelte düster. In der Tat - er war so gut wie tot.
 
Auf seinem Schreibtisch lag das Pad mit den jüngsten Befehlen des Großkanzlers. Für die Sicherheit LaSalles und DeRaafs bei der Parade in zwei Wochen sollte er sorgen, wie die offizielle Order lautete. In beinahe mechanischen Handlungsabläufen hatte er bisher die Schutzfeldgeneratoren an der Tribüne überprüfen lassen und auf ein alternierendes Muster gesetzt, dessen Codesequenz ihm allein bekannt war.
 
Ich bin so gut wie tot - so oder so. dachte er erneut, mit dem inoffiziellen Auftrag vor Augen. Natürlich würde es relativ leicht sein, LaSalle und DeRaaf bei der Parade zu eliminieren und das Ganze auch noch nach einem Unfall aussehen zu lassen. Allerdings würde Van Malnen sehr genau wissen, dass es kein Unfall war, und da er es sich weder leisten konnte, es mit der Inquisition noch mit der Flotte gänzlich zu verderben ohne selbst über die Klinge zu springen, würde er einen Sündenbock brauchen... Den für die offenkundig mangelhafte Sicherheit bei dieser Parade verantwortlichen Captain Robert Maximilian von Rabenstein... Dann war der Großkanzler ganz elegant alle losgeworden, die ihm momentan schwer im Magen lagen.
 
Wenn ich DeRaaf die Angelegenheit hinterbringe, lässt er mich ohne Frage ebenfalls beseitigen. Einem Verräter war bekanntlich nicht zu trauen. Und außerdem lungert dieser McGregor die letzte Zeit viel zu oft im Oberquartier herum, der wartet auch nur darauf, etwas gegen mich in die Hand zu bekommen...
 
Blieb die Möglichkeit, den Plan des Großkanzlers an LaSalle zu verraten. Aber das konnte Von Rabenstein nicht über sich bringen. Ganz abgesehen davon, dass  er dem Großinquisitor, den er als geistig umnachtet betrachtete, höchstens zutraute, ihn in irgendeinem Folterkeller verschwinden zu lassen, um möglichst alles irgendwie Verwertbare aus ihm heraus zu bekommen. Oder ganz einfach, um seinen Frust abzureagieren, dass er an den Inquisitor Maximus Electus Richard von Rabenstein nicht  herankam! Der Flottencaptain fluchte und nahm seine Wanderung durch das nächtliche Büro wieder auf. Es konnte keinen Zweifel geben, das ihn repräsentierende Figürchen war im Begriff, vomo Schachbrett der imperialen Politik gestoßen zu werden!
 
Eine unbestimmte Zeit später verhielt Robert von Rabenstein plötzlich mitten in der Bewegung und starrte auf das ominöse Gitterkreuz aus Lichtlinien auf dem Boden. Ganz allmählich begann sich in seinen hageren, blassen Zügen ein Lächeln abzuzeichnen. Er aktivierte das Licht über seinem Schreibtisch und dann das Computerterminal. Kurz überprüfte er, ob ihn seine Erinnerung bezüglich eines ganz bestimmten Gefangenen nicht trog. Dann stellte er eine Verbindung mit dem Flottengefängnis auf Charon her.
 
In der Holomatrix neben dem Terminal formte sich das zackig salutierende Bild des Kommandanten. + Commander Marconi zu Diensten! Lang lebe das Imperium! +
 
Zur Hölle damit. "Captain Von Rabenstein hier, Flottensicherheit. Ich habe den begründeten Verdacht, dass us Ihrer Institution Kontakt zu regierungsfeindlichen Gruppierungen aufgenommen wurde. Ich muss eine sofortige Überprüfung einleiten."
 
Selbst im Hologramm war zu sehen, wie der Gegenüber erbleichte. +Hier?! - Selbstverständlich, Sir! Ich werde Sie nach Kräften unterstützen, um diese perfide-- +
 
"Sie werden überhaupt nichts. Sie sind ab sofort suspendiert." Collateralschäden gab es überall. Robert von Rabenstein hatte da wenig Skrupel, solange es sich bei den Collateralschäden nicht um ihn selbst handelte! "Ich komme persönlich. Erwarten Sie mich in 12 Stunden." Er beendete die Übertragung.
 
Zwölf Stunden bedeutete, er hatte 9 Stunden zur Verfügung! In diesen 9 Stunden verfasste er zuallererst ein offizielles Kommuniqué, dass er eine Sicherheitslücke enttarnt habe, deren Spur sich zum Flottengefängnis zurück verfolgen ließ. Das Schreiben leitete er an DeRaaf und VanMalnen. Die anschließende Zeit nutzte er, in der Datenbank einige Files zu modifizieren, die Verdachtsmomente gegen Personen unter dem Wachpersonal auf Io erhärten konnten.
 
Im Morgengrauen trat er seinen Weg zum Shuttleterminal an, äußerlich eisige Ruhe wie stets, im Inneren angespannt wie ein Vulkan vor der Eruption. Jedem seiner Schritte lauschte er nach - es würde das letzte Mal sein, dass er diesen Weg nahm, das letzte Mal, dass  er die abscheulichen pathetischen Gemälde in der großen Halle sah... So oder so. Wie in Trance grüßte er die wachhabenden Posten, ging weiter durch die sich automatisch öffnenden Türflügel. Widerwärtige neblige Kühle wogte ihm entgegen. Er verabscheute Nebel. Ein Morgen wie dieser war es gewesen, als er Isabel in Rom--
 
"Sir! Ihr Shuttle steht auf Platform 4, Sir! Ich eskortiere Sie, Sir!"
 
"Nicht nötig. Bleiben Sie auf Ihrem Posten, Ensign! Lang lebe das Imperium!"
 
 
*** Flottengefängnis auf Charon ***
 
Es war eine einfache, unspektakuläre Zelle, mit einer Pritsche aus Stahl und einem eingebauten Sanitärbereich, hellerleuchtet und kameraüberwacht. Robert Maximilian von Rabensteins erste Handlung beim Betreten der Zelle war daher gewesen, den kleinen Störsender zu aktivieren, den er am Arm trug. Dann wandte er sich dem Insassen der Zelle zu, der für die Dauer des Verhörs mit elektronischen Fesseln an der Wand fixiert war.
 
"Mr. Edzardus. Wie erfreulich, Sie bei guter Gesundheit zu finden."
 
Der Gefangene ließ ein Schnauben hören. Seine wasserblauen Augen starrten mit unverholenem Hass auf den 'Gast'.
 
"Ich bin Captain Robert Maximilian von Rabenstein."
 
"Was hat wieder das Interesse so einen Lamettaträgers wie Ihnen an mir erweckt, nachdem ich hier seit drei Jahren hocke? Ich habe meinen Aussagen nichts hinzuzufügen."
 
"Das bezweifle ich." Von Rabensteins Gesicht war dem des Gefangenen so nahe, dass er die Haar- und Bartstoppeln des Gegners glaubte zählen zu können. "Die Inquisition wäre sicher in der Lage, Sie zu einigen weiteren Aussagen zu überzeugen."
 
"Und? Warum schicken Sie mich dann nicht rüber zu den Krähen? Was quatschen Sie mir die Ohren voll?!"
 
"Sie scheinen sich nicht über Ihre Lage im Klaren zu sein." Von Rabenstein überhörte den obszönen Fluch und sprach weiter.
Die widerliche Ratte vor ihm war sein einziger Rettungsanker! "Ich brauche nur meinen Fingerabdruck unter den entsprechenden Befehl setzen, Mr. Edzardus. Und Sie wandern in die berüchtigten Folterkeller auf dem Mars. Ich versichere Ihnen, dass alles, was man bisher mit Ihnen angestellt hat, nur nette Spielchen dagegen waren. Ich habe Beweise, dass Sie über einen Wachposten mit dem Widerstand in Kontakt stehen, der die Ermordung des Großinquisitors plant."
 
Jetzt weiteten sich die Augen des Gefangenen. "Was? Ich hab' mit Niemandem--"
 
Gut, er war aus seinem "Harter-Hund"-Konzept gebracht! "Hören Sie gut zu. Der Einzige, der zwischen Ihnen und der Inquisition steht, bin ich. ICH kann dafür sorgen, dass sie hier herauskommen, eine neue Identität erhalten und in die blockfreie Zone verschwinden können. ICH, Mr. Edzardus."
 
Der Gefangene musterte ihn mit schmalen Augen und spuckte dann aus. "Und Sie haben Ihren spendablen Tag, oder was? Was soll die ganze Scheiße?" Aber dann grinste er plötzlich. "Ahhh, ich kapiere... "
 
Von Rabenstein löste die Disziplinierungsroutine aus und ein Elektroschock schüttelte Edzardus. "Sie kapieren noch gar nichts, mein Freund."
 
 
*** Im Shuttle ***
 
Eine Taschenlampe blitzte auf. Frank Hammerton betätigte einige Schaltflächen auf der Cockpitkonsole und das schräg im Raum hängende Shuttle begann sich langsam wieder zu stabilisieren. Er löste die Sicherheitsgurte und bahnte sich einen Weg nach hinten, dabei den Disruptor von Agathea aufsammelnd. Das Blut unter dem Kopf der Verräterin ließ keinen Zweifel, dass er sich um ihr 'Wohlergehen' nicht mehr kümmern musste.
 
"Exzellenz?" Die Taschenlampe riß die Gestalt des Inquisitors aus dem Dunkel. Richard hing bewusstlos in seinen Fesseln. Hammerton durchtrennte die Spange, die die Handschellen zusammenhielt und fing den Inquisitor auf. "Aufwachen! Zeit für die Morgenandacht!"
 
"Ahhh... Maledictus Infernus...." Richard versuchte die Arme zu bewegen und wurde von einem durchdringenden Schmerz attackiert. "Sie ... Meine rechte Hand! Ah, und mein Arm! Wollten Sie mich umbringen?!"
 
Mit der Taschenlampe zwischen den Zähnen überprüfte Hammerton die Lage. "Nur eine ausgekugelte Schulter. Haben wir gleich. Und ein gebrochenes Handgelenk sollte für das Medkit kein Problem sein." Er packte den Inquisitor mit geübtem Griff. Richard wurde erneut schwarz vor Augen.
 
Als er wieder zu sich kam, lag er im Copilotensessel. "Sind wir wieder auf Kurs?"
 
"Ja, seit einer halben Stunde."
 
"Was ist mit der Häretikerin?" Richard stellte erleichtert fest, dass seine Hand wieder funktionstüchtig war.
 
"Bereichert den Weltraummüll."
 
"Den Regularien gemäß hatte ihre sterbliche Hülle verbrannt werden müssen."
 
"Dafür war keine Zeit. Sie hatte möglicherweise ihre Gesinnungsgenossen informiert."
 
Richard nickte. Für solche Unterbrechungen war in der Tat keine Zeit. "Wie weit noch?"
 
"Wir erreichen die ersten Ausläufer in etwa zwei Stunden. Sie können sich noch etwas erholen, Euer Exzellenz, nach all den Strapazen."
 
Richard starrte nach vorn und unterdrückte seinen Ärger. Wenn er etwas verabscheute, dann war das, vor anderen Menschen irgendwelche Schwächen zu offenbaren. "Machen Sie sich über mich lustig?"
 
"Dazu habe ich keine Veranlassung." Hammerton wandte sich kurz in seine Richtung. "Glauben Sie mir, ich habe ganz andere Leute bei banaleren Dingen umkippen sehen."
 

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  Umbra et Malleus / Log 18 / Joint Log Hammerton/Vandenberg/NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jan-Sat-2021, 10:23 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

An Bord des Shuttles
 
Richards Verachtung für Agatheas Auftauchen war aus seinen Worten deutlich heraus zu hören.
Doch auch Agatheas Antwort zeugte nicht gerade von Hochachtung für Richard.
 
Ag: Das aus den Worten einen selbstsüchtigen und atemberaubend arroganten Möchtegern-Geistlichen, welcher der Meinung ist, er stünde über allen Menschen. Ich zumindest strebe nicht nach Macht.
 
Richard lächelte freudlos.
 
RR: Macht...nein wohl nicht. Aber nach Reichtum. Was zahlt Ihnen LaSalle für meine Auslieferung?
Ag: LaSalle? LaSalle zahlt mir nichts. Im Gegenteil, LaSalle hätte gerne meinen Kopf. Nein, hier geht es um etwas völlig anderes.
RR: Und das soll ich Ihnen glauben? Einer Person glauben, welche sich die Identität einer Ordensschwester angeeignet hat. Wen im Order haben Sie bestochen?
Ag: Ich müsste niemanden bestechen. Ich war einst Teil des Ordens, ich habe Agathea gekannt.
RR: Ahhhh ich ahne........Sie gehören dieser Sekte an, welche Glaubensfreiheit anstrebt. 
Ag: Das, was der Glaube wirklich befiehlt.
RR: Sakrileg.
Ag: Glauben Sie doch was Sie wollen. Aber...
 
 
Agathea fuchtelte mit dem Disruptor und wies auf ein Rohr an der Wand.
 
Ag: Stehen Sie auf , Euer Exzellenz und stellen Sie sich an das Rohr. Und Sie Colonel lassen Ihre Flossen schön an den Kontrollen. Oder ich zünde das hier.
 
Agathea wies auf einen leuchtenden Gegenstand an Ihrem Gürtel.
Hammerton grinste.
 
FH: Ein 52er Thermaldetonator. Das würde uns alle ins Paradies befördern,
Ag: Eben.
 
Agathea schubste Richard an das massive Rohr einer Plasmaleitung, nahm eine Handschelle von ihrem Gürtel und fesselte Richard an das Rohr. Dann wandte Sie sich an Hammerton.
 
Ag: Sie fliegen uns jetzt nach Willard 13. Dort wird einer meiner Vorgesetzten das Schiff übernehmen. Sie können dort von Bord. Und unserer geschätzte Exzellenz wird uns dann begleiten.
FH: Willard 13? Soviel Treibstoff haben wir nicht.
Ag: Ihr Problem. Besorgen Sie welchen.
FH: Na schön.
Ag: Abflug!
 
Das Shuttle änderte langsam seinen Kurs. 
 
RR: Glauben Sie, dass Sie damit durch kommen?
Ag: Es würde Ihre Intelligenz beleidigen, wenn ich auf diesen Standardsatz antworten würde.
 
Für eine Weile herrschte Ruhe. Dann räusperte sich Hammerton.
 
FH: Sagen Sie, Schwester Agathea, oder wie auch immer ihr Name ist, haben Sie schon einmal Übertragungen von Raumrennen gesehen?
Ag: Ich befasse mich nicht mit solchen Profanitäten.
FH: Sie Euer Exzellenz?
RR: Als Kind. Heimlich.
 
Wieder herrschte eine Weile Ruhe.
 
FH: Kennen Sie Windsgate-Worley?
Ag: Ihre Urlaubsorte interessieren nicht. Es sei denn, es gibt dort Treibstoff.Fliegen Sie weiter.
 
Hammerton nickte gleichmütig. 10 min. später murmelte er wieder vor sich hin und wandte sich an Richard.
 
FH: Stehen Euer Exzellenz eigentlich auf festen Füßen?
 
Richard hatte plötzlich ein sehr ungutes Gefühl.
 
RR: In der Regel ja.
FH: Jaja, die weiten Ebenen von Windsgate-Worley. Der weite Kreis der Sterne.
Ag: Sie nerven, Hammerton. Machen Sie Ihre Arbeit.
FH: Wenn es Ihnen nicht passt, steuern Sie doch das Shuttle.
Ag: Ich bin Kämpferin, keine Pilotin. Und nun machen Sie schon voran.
FH: Wie Sie wünschen.
 
Hammerton Hände schienen fast zu verschwimmen, als er die Retarder abschaltete, die künstliche Schwerkraft deaktivierte und das Shuttle in eine scharfe Spirale riss. 
Agathea wurde gegen die Decke geschleudert, Material wirbelte wie in einem Strudel durch das Cockpit und dann fiel die Beleuchtung aus.
 
 
———————————————-
 
 
Ortswechsel: 
 
ISS Dark Mirror/ Brücke
 
Vandenberg Blick verweilte nur kurz auf der Meldung. Dann schüttelte er den Kopf.
 
Va: Wir können uns jetzt nicht mit Agathea befassen Ed gibt wichtigeres. Gibt es etwas Neues vom Shuttle?
 
Charles Pizer, Vandenbergs XO, schüttelte den Kopf.
 
CP: Negativ Sir.
Va: Nun gut. Was ist mit unseren Quellen auf Formost?
CP: Nun, es scheint sich Widerstand innerhalb des Militärs gegen Van Malnen zu regen. So hat sich zuletzt ein Captain McGregor kritisch gegenüber dem Generalstab geäußert und zwischen den Zeilen wohl einen Militärputsch gefordert. Aber man scheint eher über ihn zu lachen.
 Va: Nun McGregor galt schon immer als absonderlich. Ein Querulant. Daher sollte man ihn ernst nehmen. Halten Sie mich über ihn auf dem Laufenden. Was ist mit den Vorbereitungen zu unserer Aktion?
CP: Die Werften von Carridan sind derzeit nur schwach gesichert. Deshalb könnten wir dort jetzt zuschlagen.
Va: Und genau aus diesem Grund werden wir nicht Carridan angreifen, sondern Mollan IV. Denn dort liegt unser Ziel. Ein nagelneue Fregatte der Wolf-Klasse.
CP: Ich werde alles vorbereiten.
Va: Ach ja. Wir benötigen noch eine Crew. Und die besorgen wir uns von den Sklavenhaltern auf Xilar.
 
—————————————————-
 
 
Ortswechsel:
 
Erde / Paris / Palast des Kanzlers / Speisesaal
 
Die beiden Personen anwesenden Personen verloren sich fast im Speisesaal.
Großkanzler van Malnen speiste gerne spartanisch, aber lange. Seit 2 Stunden nahm er ein karges Mahl ein, während sein Adjutant, Minister Edwardson, geduldig wartete.
 
Van Malnen wischte sich genüsslich das Kinn ab, dann wandte er sich an Edwardson.
 
VM: Ich möchte, dass sowohl LaSalle, als auch DeRaaf bei der Parade anwesend sind. Es darf keine Anzeichen eines Dissents zwischen der Inquisition und der Flotte geben.
 
Edwardson räusperte sich.
 
Ed: Nun Sir, DeRaaf liess bereits verlauten, das er zwar Besseres zu tun habe, er aber kommen würde. LaSalles Sprecher gab bekannt, dass der Großinquisitor leider verhindert sei.
 
Van Malnen lächelte böse. Dann wandte er sich mit liebenswürdiger Stimme an Edwardson.
 
VM: Dann erinnern Sie LaSalle bitte daran, daß ICH ihn zu dem gemacht habe, was er heute ist und wenn er nicht gehorcht, lass ich seine kopflose Leiche zum Ausbluten in Rom vom Kapitol baumeln.
Ed: Sehr wohl.
VM: Und informieren Sie bitte Captain M.R. Von Rabenstein, daß sowohl LaSalle, als auch DeRaaf vor Ort sein werden.
Ed: Warum ausgerechnet er, Sir?
VM: Nun, er wird sich um die Sicherheit der beiden kümmern.
Ed: Wie sich wünschen.
 
Van Malnen lächelte. Es begann sich alles zu fügen.
 

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  Umbra et Malleus Log 17 - Richard, NPCs
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Dec-Sun-2020, 08:12 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: nach den ganzen Special Effects im letzten Log brauchten wir mal eine "Billigfolge", ein Kammerspiel Zwinker Im nächsten Log können sie dann ja langsam im Velconnia Belt ankommen.
 
RPG:
*** An Bord des Shuttles ***
 
Die Tore des Hangars hatten sich hinter dem Shuttle geschlossen und Colonel Hammerton, der im Pilotensitz saß, steuerte das schnittige kleine Gefährt in einem weiten Bogen über die Flotte.
 
"Das war ein gekonntes Ablenkungsmanöver," kommentierte Richard von Rabenstein.
 
"Was?"
 
"Scannen sie nach Tachyonemissionen!"
 
"Wozu?"
 
In diesem Augenblick gab es in einigen Kilometern Entfernung eine heftige Explosion. Grünliche und giftgelbe Wolken zeigten an, dass hier Warpplasma im Spiel war. Ein anderes kleines Schiff also, getarnt allerdings.
 
"Nun, das hat sich erübrigt." Richard lehnte sich in seinem Sitz zurück und presste die Lippen zusammen.
 
Hammerton scannte die Überreste und Emissionen, die sich rings um die Flotte verteilten. "Woher wussten Sie, dass da etwas ist, wenn ich fragen darf?"
 
"Was wir eben erlebt haben, war eine psionische Projektion. An Bord dieser seltsamen Schiffe waren keinerlei Lebenszeichen zu spüren. Es war ein Ablenkungsmanöver, allein dazu da, unsere Köpfe und unsere Sensoren zu beschäftigen, während sich jemand mit einem tatsächlichen Shuttle davon machte," antwortete der Inquisitor mit einem Blick auf die Anzeige vor Hammerton.
 
"Warum haben Sie das nicht gleich gesagt?"
 
"Weil ich nicht weiß, wem an Bord zu trauen war UND weil ich wissen wollte, wer dahinter steckt. - Setzen Sie Kurs, ich möchte, dass die Hinterbliebenen denken, wir hätten nichts bemerkt."
 
"Wenn das eine psionische Projektion war..." Hammerton schluckte den obszönen Fluch, der ihm auf der Zunge lag, im letzten Moment.
 
"Ich habe Ihnen doch erzählt, dass LaSalle das PsiCorps wiederzubeleben wünscht. Es scheint, dass er er mit diesem blasphemischen Unterfangen gute Fortschritte erziehlt hat."
 
"Aber für eine Projektion dieses Ausmaßes muss der Täter ganz in der Nähe gewesen sein."
 
"Exakt. Auf der ISS Dark Mirror, um es zu präzisieren." Richard wies auf die Flugbahnberechnungen, die eingefroren auf Hammertons Bildschirm zu sehen waren. "Und er oder sie muss über eine entsprechende Ausrüstung verfügt haben."
 
Der Colonel verzog unbehaglich das Gesicht und rieb sich über die Stirn. "Ich nehme an, dass erklärt auch unsere 'Alpträume'."
 
"In gewisser Weise. Trotzdem hätte Ihr Arzt die Beeinflussung feststellen müssen. Es ist also doch möglich, dass er uns belogen hat. Oder, dass er dazu gezwungen wurde."
 
"Aber wenn LaSalle einen Spitzel unter uns hatte - warum ist er dann noch nicht hier? Und warum hat niemand versucht, Sie zu entführen?"
 
Richard seufzte und wandte den Kopf auf das unspektakuläre Bild, das der vordere Schirm präsentierte. "Ich bin kein Hellseher, Colonel."
 
"Nun, meine Herren...." (Die beiden Männer im Cockpit fuhren simultan zu der weiblichen Stimme herum.) "Dann will ich Ihnen auf die Sprünge helfen. Aus dem Schatten des hinteren Schlaf- und Arbeitsbereiches trat - Schwester Agathea. Einen Disruptor mit bösartig rot glühender Anzeige in der Hand. "Ihr Transporter bedarf übrigens der Feinjustierung. Der Fernlogin war etwas kompliziert."
 
Richard bedachte sie mit einem ungerührten, eisigen Blick.
"Die selbstlose Dissidentin, die sich dem Ex-Flottenkommissar für seinen kleinen Privatfeldzug zur Verfügung stellt hat also ihre Agenda etwas modifiziert. Sieh an."
 
...
 
*** Erde / Amtsgemächer des Großkanzlers Van Malnen ***
 
"LaSalle treibt was er will! Panox-B! In die verbotene Zone! Er ist vollkommen verrückt geworden!" fauchte Van Malnen und starrte mit unterdrücktem Zorn auf seinen Gast: Captain Maximilian Robert von Rabenstein.
 
"Das ist nichts Neues," erwiderte der ohne viel Anteilnahme an dem Problem. "Sie haben Ihn in diese Position manövriert, obwohl jeder wusste, dass er ein instabiler, wahngesteuerter Egomane ist!"
 
"Soll ich Sie in die Dilithiumminen nach Rura Penthe verbannen, Von Rabenstein?!" Der Großkanzler war nahe daran, den Militär am Uniformkragen zu packen.
 
"Weil ich Ihnen wage, die Wahrheit zu sagen? Seien Sie dankbar, dass Sie nicht nur von Speichelleckern umringt sind wie der Prätor auf Romulus!"
 
Van Malnen brauchte einen Moment, sich wieder unter Kontrolle zu bekommen. In der Tat, Von Rabenstein von der Bildfläche verschwinden zu lassen, würde die Probleme nur verschlimmern. "Sie wissen, warum Sie hier sind?"
 
"Weil ich ein persönlicher Feind der Inquisition bin?"
 
Van Malnen lächelte maliziös. "Das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere ist, dass ich Sie in der Hand habe."
 
Von Rabensteins Augen verengten sich. "Meine Frau war eine Feindin des Imperiums. Ich hatte das Recht, sie zu exekutieren."
 
"Nun, aber es gibt Stimmen, die behaupten, Sie war eine eifrige Dienerin des Imperiums und Sie ein Verräter. Ich habe Zugang zu den Archiven des geschätzten verstorbenen Großinquisitors Constantius, vergessen Sie das nicht. Und nachdem sich die Dinge so wunderbar fügen..." Er fixierte den Flottencaptain. "Schaffen Sie mir LaSalle vom Hals, wie ist mir egal. Und wenn wir schon einmal dabei sind: DeRaaf gleich mit."

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  THE ORVILLE - es wird wieder gefilmt!
Geschrieben von: Sareth - Dec-Fri-2020, 11:44 AM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Keine Antworten

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen... aber immerhin! Dreharbeiten für THE ORVILLE, 3. Staffel, sind angelaufen:

https://tvseriesfinale.com/tv-show/the-o...fi-series/

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  Umbra et Malleus / Log 16 / Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Dec-Sat-2020, 07:59 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

ISS Dark Mirror / Brücke

 
Die taktische Anzeige brachte es sehr deutlich zum Ausdruck: Das mutmaßlich romulanische Schiff war auf direktem Angriffskurs. Dies war eigentlich nichts Besonderes. Rogue-Einheiten tendierten dazu, alles und jeden anzugreifen, um ihr eigenes Kollektiv zu bilden. Aber die Geschwindigkeit des T´Rel war ungewöhnlich, wenn man von einem Angriffsversuch ausging. Aber der T´Rel beschleunigte immer weiter. Für einen Angriff eine aberwitzige Taktik.
Vandenberg gab sich selbst wenig Zeit zu wundern. Er ließ einen Kanal an alle Schiffe der kleinen Flotte öffnen.
 
Va: Vandenberg an alle. Ich übernehme die Koordination. Gruppe öffnen. Zonale Stuktur, Schirme und Schilde hoch, noch kein Waffeneinsatz.
 
Die entsprechenden Bestätigungen liefen ein. Vandenbergs Blick fiel wieder auf das Taktikholo. Der T´Rel war jetzt auch über die optischen Sensoren erkennbar. Er raste auf die Schiffsgruppe zu und mitten zwischen den Schiffen hindurch. Weiter beschleunigend verschwand der T´Rel in einem kleinen Nebel, ohne sich für die Schiffsgruppe zu interessieren.
Hammertons Gesicht auf dem Com-Screen zeigte eine gewisse Form von Verblüffung.

FH: Was zum….
Va: Volle Sensor-Sweep des umgebenden Raumes.

Mit einem grellen Flackern erschienen 2 Schiffe, aus verschiedenen Richtungen: Ein romulanisches Schiff von Fregattengröße, welches eindeutig auf Verfolgungskurs des T´rel war und knapp dahinter ein terranischer Zerstörer der Hawk-Klasse. Beide lieferten sich ein heftiges Gefecht, während sie scheinbar dem T´Rel folgten.

Va: Gruppe auflösen! Äußerste Vorsicht!

Die beiden Kontrahenten lieferten sich ein ungewöhnliches Breitseitengefecht, während sie an Vandenbergs und Hammertons Einheiten vorbeirasten, ohne irgendein Interesse für diese zu zeigen. Dann verschwanden die Kontrahenten ebenfalls im Nebel.
Hammerton rieb sich die Augen.

FH: Was zur Hölle war das denn?
 
Richard von Rabenstein, dessen Gesicht auf dem Holoscreen deutlich zu sehen war, lächelte fein.
 
RR: Schiffe aus der Hölle sehen gewiss anders aus.
FH: Sie müssen es ja wissen. Ich habe ein ganz mieses Gefühl bei der Sache.
Va: Ein berühmter Satz. Aber ich gebe Ihnen recht.
 
Vandenbergs Blick blieb lange auf dem Taktikholo liegen. Seine Nackenhaare begannen sich zu sträuben. Dann schlug seine Hand förmlich auf den Com-Kontakt.

Va: Vandenberg an alle Einheiten.  Alle Systeme abschalten. Sofort.
FH: Aber…
Va: Tun Sie es!
RR: Nun machen Sie schon!

Hammerton zuckte mit den Schultern und deaktivierte die Systeme seines Schiffes.
 
Und mit einem blauen Aufflackern erschien ein riesiges Schiff. Das einem schlanken Dreieck mit abgerundeten Spitzen ähnelnde Schiffe hatte eine Länge von gut 4 Kilometern und glitt, wie ein grauer Aal durch den Raum. Scheinbar gemächlich bewegte es sich in Richtung des Nebels und verschwand darin.
Erst 10 Minuten später fuhren die Schiffe der Gruppe ihre Systeme wieder hoch.
Hammerton atmete hörbar zischend aus.

FH: Die Sensor-Readings sind merkwürdig. Dieses Monster ist bis an die Zähne bewaffnet, ich sehe hier aber keinerlei Scan-Aktivitäten.
Va: Dieser Schiffstyp ist etwas völlig Neues. Wer baut so etwas?
 
Richards Gesichtsausdruck zeugte von großem Unbehagen.
 
RR: LaSalle! Dieses Schiff benötigt keine klassischen Scanner. Und dieses Ding ist nur der Anfang. Vandenberg, wir müssen in den Velconnia-Belt. Denn was immer dort vorgeht, dieses „Ding“ ist nur ein Symptom davon.
Va: Mhmm…ich stimme Ihnen zu.
FH: Wir können dort aber nicht mit der Tür ins Haus fsllen.
RR: Was schlagen Sie vor?
FH: Ein Vorauskommando in einem getarnten Shuttle. Zur Aufklärung.
RR: Ich werde dann mit fliegen!
Va: Bei allem notwendigen Respekt, Herr Großinquisitor i.E., aber Sie haben keine Kampfausbildung.
RR: Ich bewundere Ihre Auffassungsgabe. Aber ich glaube, der Feind dort, wenn es einen gibt, ist eher esoterischer, denn materieller Natur. Und gegen einen solchen Gegner kann man nur wenig mit konventionellen Mitteln ausrichten.
Va: Dann werde ich mitfliegen. Damit Sie keinen Unsinn treiben.
RR: Bei allem notwendigen Respekt, Herr Flotten-Hochkommisar, aber wenn es dort wirklich Gefahren materieller Natur gibt, ist Colonel Hammerton eine deutlich bessere Begleitung als Sie. Und Sie wollen ja wohl die Flotte nicht alleine lassen, oder?
Va: Har…nun gut. Aber wagen Sie es nicht, Spielchen mit mir zu treiben.
 
Richard blickte düster scheinbar in Nichts.
 
RR:. Ich glaube, jemand anderes treibt im Velconnia-Belt ein ganz besonderes Spiel.

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