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Umbra et Malleus / Log 16 / Vandenberg - Druckversion

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Umbra et Malleus / Log 16 / Vandenberg - Robert Vandenberg - Dec-Sat-2020

ISS Dark Mirror / Brücke

 
Die taktische Anzeige brachte es sehr deutlich zum Ausdruck: Das mutmaßlich romulanische Schiff war auf direktem Angriffskurs. Dies war eigentlich nichts Besonderes. Rogue-Einheiten tendierten dazu, alles und jeden anzugreifen, um ihr eigenes Kollektiv zu bilden. Aber die Geschwindigkeit des T´Rel war ungewöhnlich, wenn man von einem Angriffsversuch ausging. Aber der T´Rel beschleunigte immer weiter. Für einen Angriff eine aberwitzige Taktik.
Vandenberg gab sich selbst wenig Zeit zu wundern. Er ließ einen Kanal an alle Schiffe der kleinen Flotte öffnen.
 
Va: Vandenberg an alle. Ich übernehme die Koordination. Gruppe öffnen. Zonale Stuktur, Schirme und Schilde hoch, noch kein Waffeneinsatz.
 
Die entsprechenden Bestätigungen liefen ein. Vandenbergs Blick fiel wieder auf das Taktikholo. Der T´Rel war jetzt auch über die optischen Sensoren erkennbar. Er raste auf die Schiffsgruppe zu und mitten zwischen den Schiffen hindurch. Weiter beschleunigend verschwand der T´Rel in einem kleinen Nebel, ohne sich für die Schiffsgruppe zu interessieren.
Hammertons Gesicht auf dem Com-Screen zeigte eine gewisse Form von Verblüffung.

FH: Was zum….
Va: Volle Sensor-Sweep des umgebenden Raumes.

Mit einem grellen Flackern erschienen 2 Schiffe, aus verschiedenen Richtungen: Ein romulanisches Schiff von Fregattengröße, welches eindeutig auf Verfolgungskurs des T´rel war und knapp dahinter ein terranischer Zerstörer der Hawk-Klasse. Beide lieferten sich ein heftiges Gefecht, während sie scheinbar dem T´Rel folgten.

Va: Gruppe auflösen! Äußerste Vorsicht!

Die beiden Kontrahenten lieferten sich ein ungewöhnliches Breitseitengefecht, während sie an Vandenbergs und Hammertons Einheiten vorbeirasten, ohne irgendein Interesse für diese zu zeigen. Dann verschwanden die Kontrahenten ebenfalls im Nebel.
Hammerton rieb sich die Augen.

FH: Was zur Hölle war das denn?
 
Richard von Rabenstein, dessen Gesicht auf dem Holoscreen deutlich zu sehen war, lächelte fein.
 
RR: Schiffe aus der Hölle sehen gewiss anders aus.
FH: Sie müssen es ja wissen. Ich habe ein ganz mieses Gefühl bei der Sache.
Va: Ein berühmter Satz. Aber ich gebe Ihnen recht.
 
Vandenbergs Blick blieb lange auf dem Taktikholo liegen. Seine Nackenhaare begannen sich zu sträuben. Dann schlug seine Hand förmlich auf den Com-Kontakt.

Va: Vandenberg an alle Einheiten.  Alle Systeme abschalten. Sofort.
FH: Aber…
Va: Tun Sie es!
RR: Nun machen Sie schon!

Hammerton zuckte mit den Schultern und deaktivierte die Systeme seines Schiffes.
 
Und mit einem blauen Aufflackern erschien ein riesiges Schiff. Das einem schlanken Dreieck mit abgerundeten Spitzen ähnelnde Schiffe hatte eine Länge von gut 4 Kilometern und glitt, wie ein grauer Aal durch den Raum. Scheinbar gemächlich bewegte es sich in Richtung des Nebels und verschwand darin.
Erst 10 Minuten später fuhren die Schiffe der Gruppe ihre Systeme wieder hoch.
Hammerton atmete hörbar zischend aus.

FH: Die Sensor-Readings sind merkwürdig. Dieses Monster ist bis an die Zähne bewaffnet, ich sehe hier aber keinerlei Scan-Aktivitäten.
Va: Dieser Schiffstyp ist etwas völlig Neues. Wer baut so etwas?
 
Richards Gesichtsausdruck zeugte von großem Unbehagen.
 
RR: LaSalle! Dieses Schiff benötigt keine klassischen Scanner. Und dieses Ding ist nur der Anfang. Vandenberg, wir müssen in den Velconnia-Belt. Denn was immer dort vorgeht, dieses „Ding“ ist nur ein Symptom davon.
Va: Mhmm…ich stimme Ihnen zu.
FH: Wir können dort aber nicht mit der Tür ins Haus fsllen.
RR: Was schlagen Sie vor?
FH: Ein Vorauskommando in einem getarnten Shuttle. Zur Aufklärung.
RR: Ich werde dann mit fliegen!
Va: Bei allem notwendigen Respekt, Herr Großinquisitor i.E., aber Sie haben keine Kampfausbildung.
RR: Ich bewundere Ihre Auffassungsgabe. Aber ich glaube, der Feind dort, wenn es einen gibt, ist eher esoterischer, denn materieller Natur. Und gegen einen solchen Gegner kann man nur wenig mit konventionellen Mitteln ausrichten.
Va: Dann werde ich mitfliegen. Damit Sie keinen Unsinn treiben.
RR: Bei allem notwendigen Respekt, Herr Flotten-Hochkommisar, aber wenn es dort wirklich Gefahren materieller Natur gibt, ist Colonel Hammerton eine deutlich bessere Begleitung als Sie. Und Sie wollen ja wohl die Flotte nicht alleine lassen, oder?
Va: Har…nun gut. Aber wagen Sie es nicht, Spielchen mit mir zu treiben.
 
Richard blickte düster scheinbar in Nichts.
 
RR:. Ich glaube, jemand anderes treibt im Velconnia-Belt ein ganz besonderes Spiel.