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  Umbra et Malleus Log 31 - Richard
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Apr-Sun-2021, 08:24 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: die Personen aus der anderen Realität sind kursiv gesetzt.

RPG:
*** Im Nexus ***

Richard starrte seinem Gegenüber - sich selbst - ins Gesicht. Er versuchte, den Anderen mental zu sondieren, konnte aber nur eine diffuse Wolke psychopathischen Chaos' erfassen. Die Situation war derlei Aktionen auch nicht sehr förderlich.

"Wurde auch Zeit," zischte Richard. "Ich dachte schon, ich habe den alten Schwachkopf Constantius umsonst ins Jenseits befördert! Seit fast zwei Jahren warten wir! Aber nun bist du hier ... und wir haben eine Brücke in euer Universum!"

"Das Imperium wird kurzen Prozess mit euch machen," erwiderte Richard mit soviel Contenance, wie er aufbringen konnte. "Wer auch immer ihr seit."

Richard lachte. "Das Imperium! Das Imperium wird vor den Wesen aus dem fluiden Raum (=Spezies 8472) genauso zusammen brechen wie ALLES ANDERE! Ihr seit Würmer, reif zum Zertreten! Und dann... kommen wir und sammeln die Reste auf!"

"Was quatschst du so lange?! Durchsuch' ihn nach seinem Transphasenstabilisator!"

Die Stimme kam ihm bekannt vor. Im nächsten Moment schälte sich eine dunkle Silhouette aus einem der gleißenden Lichttore, kondensierte zu einer spitzohrigen Frau in Lederkampfdress, an dem eine reichliche Menge Hieb- und Stichwaffen untergebracht war. Nalae!?

"Na, man begegnet sich ja nicht alle Tage selber!" antwortete Richard mit einem bösartigen Lächeln. "Und was für ein smarter Typ, fein frisiert und rasiert... nicht das kleinste Implantat...."

"Durchsuch' ihn und mach' ihn kalt!" fauchte Nalae. "Zwei von euch kann das Universum nicht verkraften!"

"Hm.... aber du kannst doch sonst nicht genug von mir kriegen, he?"

Der Inquisitor nutzte die kurze Ablenkung und ließ sich gegen den Arm des Anderen fallen, um ihm den Disruptor zu entwinden. Jener war bedeutend kräftiger als er selbst, wie er sofort feststellen musste. Der Versuch endete mit einem Faustschlag, der ihn gegen eines der absonderlichen pulsierenden Paneele schleuderte. In der nächsten Sekunde blitzte eine gezackte Klinge vor seinen Augen und Nalae flüsterte: "Her - mit - dem - Stabilisator!"

Eine Hand riss sie zurück, und Richard erkannte Frank Hammerton, gekleidet in einen abgerissenen Kampfdress, mit einer reichlich kruden Armprothese, in der allerdings eine Waffe montiert war, die jetzt auf Richard zielte. "Könnt ihr einmal euer Gehirn einschalten, ihr triebgesteuerten Irren?!"

"Halt's Maul! Ohne mich wärst du noch auf diesem Schlammklumpen von Terra!"

"Und du seit fünf Jahren exekutiert!"

"Fass' ihn an und ich schneide Gagh aus dir!" keuchte Nalae mit zornfunkelnden Augen und ging dazwischen.

Richard nutzte die Gunst des Augenblicks und brachte sich hastig wenigstens einige Meter außer Reichweite, zwischen die zahlreichen, sanft leuchtenden Tentakel der baumartigen Zentral'konsole'. Während er versuchte, sich irgendwie zu verbergen, merkte er, dass sein rechter Arm in das 'Gewebe' oder was immer es war, eindrang, als sei es lediglich Luft. Er verlor den Halt - und fand sich plötzlich einer anderen Szenerie gegenüber. Nein... nicht gegenüber... Er SAH sein anderes Ich nicht nur, er sah die Welt mit dessen Augen: er saß an einem Tisch, bei Kerzenschein, vor einem exquisiten Dinner und hielt die Hand einer Frau... einer Romulanerin?! Nein, Nalae war es definitiv nicht, Deo Gratias! Aber was bei der Heiligen Dreifaltigkeit war das Ganze für ein Teufelswerk???

Im nächsten Moment wurde er unsanft in die Realität zurück gerissen, als ihn eine Hand packte. Durch einen Teppich elektrischer Entladungen erkannte er kurz Hammerton, dann löste sich alles in einem grellen weißblauen Blitz auf.

....( hier sieht Hammerton ihn jetzt wieder aus dem Nexus auftauchen, wie im letzten Log beschrieben)....

*** Später ***

Richard rappelte sich hoch. Er fühlte sich noch immer etwas benommen und desorientiert, aber die eisige Kälte und der widerwärtige Regen ließen ihn rasch wieder zu sich kommen. Ein paar Meter weiter lag eine Gestalt ausgestreckt, Frank Hammerton, wie er gleich darauf feststellte. Er rüttelte ihn.
"Colonel?"

Der Militär wachte mit einem undeutlichen Fluch auf den Lippen auf, schnellte hoch und hatte Richard im selben Augenblick von den Beinen gerissen. "Den achten Artikel des Glaubensbekenntnisses!" stieß er auf Latein hervor und
fixierte den Inquisitor mit der Mündung seines Disruptors.

"Es gibt nur sieben."

"Gut. Sie scheinen der Echte zu sein..." Hammerton ließ die Waffe etwas sinken.

"Sie sind sich sicher?"

"Nach alldem bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich lebe oder tot bin. Apropos Tod: ziehen Sie sich was über, oder Sie holen sich denselbigen." Der Colonel stand auf und wandte sich in Richtung Zelt. "Wissen Sie, was hier passiert ist?" Er entdeckte den Leichnahm des anderen Frank Hammerton - oder zumindest, was nach dem auf Streufeuer gestellten Disruptor noch übrig war.

"Ich weiß, das wir es zerstören müssen. Oder doch wenigstens unzugänglich machen."

"Wir haben diese ganze Mühsal auf uns genommen, nur um etwas zu zerstören?!"

"Es ist ein ... nun... eine Art Nexus. Ein Gateway zum Multiversum. Welches Volk auch immer es erschaffen hat, ist uns um Millionen Jahre voraus, wenn es noch existiert."

"Ein Gateway zu unendlichen Ressourcen und unendlichen Möglichkeiten der Mission?"

"Vielleicht hat es Valentinian Constantius so gesehen. Vielleicht auch nicht. Vielleicht hatte er das Gefahrenpotential dieses Ortes erkannt und wollte, dass wir für seine Vernichtung sorgen."

"Wie sollen wir etwas vernichten, was nicht einmal in unserer Wirklichkeit existiert?"

Richard blieb stehen und ließ den Blick über die trostlose Umgebung wandern. "Ich weiß es nicht. Noch nicht. Ich kann Ihnen jedenfalls versichern, in einigen dieser Universen lauern höchst unangenehme Dinge, denen wir nicht gewachsen sind. Schon gar nicht im derzeitigen Zustand unserer Quadranten."

"Ich bin kein Fachmann... aber hieß es nicht immer in der offiziellen Theologie, von einem Multiversum zum anderen gäbe es keinen Übertritt?"

"Es kann offenbar so etwas wie eine Brücke geschaffen werden, wenn ein gleichzeitiger Zugriff erfolgt. Zumindest habe ich... hat mein anderes Ich... das gesagt. Und irgendwas von einem Transphasenstabilisator. - Lassen Sie uns zum Shuttle zurückkehren und Kontakt mit Vandenberg aufnehmen." Er schlug die Zeltplane zurück.

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  Umbra et Malleus / Log 30 / Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Apr-Fri-2021, 02:26 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

Auf Sokars Schiff / Brücke

Sokar hatte Robert Maximilian von Rabenstein durch Caldred erst einmal in einen Lagerraum „verbringen“ lassen. Er würde sich mit dem Kerl später beschäftigen. Jetzt galt es sich erst einmal um die Warpsignatur auf Warpresonanzspur auf Vektor 76,8 x 244,7 x 93,1 zu kümmern. Sokar hatte sein als Frachter getarntes Schiff ganz unspektakulär STE02421 getauft. Und mit diesem Schiff würde er eventuell eine Chance haben, sollte sich jenes Schiff, welches die Warpspur verursachte, als nicht größer als ein Patrouillienschiff heraus stellen. Anderenfalls jedoch, wären sie, sowie Mort Caldred sich so treffend ausgedrückt hatte, geliefert.
Seit 8 Stunden raste Sokars Schiff jetzt auf das Ziel zu, doch noch schien die Quelle der Warpspur sich erfolgreich zu verstecken. Doch wenn es so etwas wie eine Vorahnung gab, dann hatte Sokar diese jetzt. Auch wenn sich sein Intellekt dagegen sträubte.

Der Yridianer an der Ops gab ein kurzes Grunzen von sich.

YD: Äh Boss. Da kommt etwas angeflogen.
So: Und was kommt da angeflogen?
YD: Grob gesagt sind das 2 Dingerchen.

Sokars Stimme wurde gefährlich leise.

So: Was kommt da genau angeflogen?
YD: Was weiß ich..äh?

Sokar sprang ohne ein weiteres Wort an die Ops, riss den Yridianer von den Füßen und schleuderte ihn gegen eine Schottwand. Dann blickte er auf die Daten der Ops-Konsole.

So: Terranisch. 2 Angriffsshuttles Typ IV. Mit aktiven Waffensystemen.

Caldred war wie ein Schatten neben Sokar erschienen und blickte auf die Konsole.

Ca: Mit denen können wir es knapp aufnehmen.
So: Waffentechnisch vielleicht. Aber wenn ich mir den Vektor anschaue, dann sind das keine Shuttles der Inquisition. Diese Kerle sind auf direktem Angriffskurs. Das sind Marines!
Ca: Scheiße. Diese Typen machen aus dem Rest unserer Crew Hackfleisch
So: Abgesehen davon. Shuttles dieses Typs sind so tief im All nie alleine. Es gibt irgendwo ein Mutterschiff. Und mit dem werden wir kaum fertig.

Rivkin meldete sich in diesem Augenblick.

Rv: Wir werden gerufen.
So: Lass hören!

Aus den Wandlautsprechern drang eine herrische Stimme.

Au: Hier spricht Lt. Austin, Group Commander des 1. Aufklärungsgeschwaders der NTF. Bereiten Sie sich darauf vor, dass wir an Bord kommen. Deaktivieren Sie Schilde und Antrieb. Jeglicher Widerstand wird mit dem Tode bestraft.

In diesem Augenblick ertönte ein dumpfes Geräusch und ein lautes Triumphgeheul aus der Kehle des Yridianers. Dieser, an der Waffenkonsole stehend, hatte soeben einen Quantentorpedo abgefeuert.

Yd: YIHAAAA frisst das, Ihr Bastarde!

Das Jubelgeschrei des Yridianers verwandelte sich in einen Schmerzensschrei. Sokar hatte kurzerhand seinen Disruptor gezogen und dem Yridianer gezielt in den rechten Arm geschossen.

So: Du dämliches Stück Müll. Der nächste Schuss geht direkt in Deinen Kopf! Schafft ihn weg! Rivkin, Status?
Rv: Sie greifen an. Und..

Rivkin wurde unterbrochen. Mit einem infernalischen Krachen schlugen 2 Schleppharpunen in den Rumpf des Frachters ein. Zischend entwisch Sauerstoff aus dem betroffenen Bereich.

Ca: Die machen keine halben Sachen
So: Korrekt. Aber wir auch nicht. Nun gut. Alle! Bereit machen zur Enterabwehr! Wir..

Sokar wurde unterbrochen. Ein grelles Licht breitete sich vom Zentrum des Systems aus und strahlte durch die Cockpitfenster des schiffes. STE02421 erbebte unter einem enormen Hieb und dann schien sich alles in einer grellen Explosion aufzulösen.

----------------------------------------------------


Ortswechsel:

ISS Dark Mirror / Brücke

Vandenbergs Blick folgte den Anzeigen auf der Taktikkonsole.
Die beiden Angriffsshuttles hatten sich dem unbekannten Frachter genähert und auf ihre Aufforderung zu stoppen, den Abschuss eines Quantentorpedos als Antwort erhalten. Jedoch schien der Torpedo nicht korrekt programmiert gewesen zu sein, flog er doch harmlos an den Shuttles vorbei.

Va: Mhm..interessant.

XO Pizer schüttelte den Kopf.

Pi: Was für eine Art von Taktik ist das denn?
Va: Keine Taktik. Und genau das ist eben das Ungewöhnliche. Jeder dahergelaufene Schmuggler oder Pirat würde versuchen zu verhandeln, zu kämpfen oder zu flüchten. Hier ist etwas faul.

Auf dem Screen war jetzt zu erkennen, wie die Schleppharpunen in die Backbordseite des Frachters einschlugen.

Pi: Sir, der Kommandant der Entereinheit meldet, dass er jetzt zum Entern ansetzt.

Vandenbergs Blick fixierte das Symbol des Frachtes. Sein Blick bohrte sich förmlich in das Holobild.

Va: Hier stimmt etwas nicht. STOP! SOFORT ABBRECHEN!
Pi: Sir?
Va: Sie haben mich schon richtig verstanden. ABBRUCH!
Pi: Aber…

Pizer wurde durch das Brüllen einer Alarmsirene unterbrochen.
Die leidenschaftlose Stimme des Bordcomputers ertönte:

<Energetische Schockwelle nähert sich. Stärke +94.4. ETA 10 Sekunden>

Va: Schilde hoch und…

Ein grellblaues Leuchten fraß den Himmel auf.
Um Vandenberg herum waberten die scheußlichsten Farben, Farben die Vandenberg noch nie gesehen hatte. Ein donnerndes Dröhnen erfüllte die Ohren und merkwürdige Bilder, welche wie ein Film abliefen, erschienen vor seine Augen. Er sah sich selbst in einer fremden Uniform, er sah LaSalle friedlich neben einem Klingonen stehen, er sah eine Romulanerin in einer fremden Uniform und er sah Gesichter wie Schemen vor seinen Augen vorbei rasen. Die Bilder raten immer schneller vorbei, bis sich Geräusche und Bilder zu einem Übelkeit erregenden Wirbel vereinten.

-------------------------------------------------------------------------------------------

Ortswechsel:

Irgendwo/Irgendwann

Der Tau war heute wieder mit einem widerlichen Geräusch auf die Wiese gefallen. Die rote Sonne ging langsam hinter dem grün wogenden Waldozean auf. Die Jagdzeit konnte beginnen.
Molon Volon keuchte. Der Aufstieg auf den Grashalm war schwer gewesen, doch jetzt war der Meisterjäger am Ziel. Er zog sein Schwert und ließ die Klinge in der Sonne blitzen. Sie würde den Leib der Thulis-Spinne mühelos durchbohren. Diesmal würde dieses Monster ihm nicht entkommen.
Ein hallendes Donnern unterbrach Molon. Ein greller Blitz leuchtete auf und eine merkwürdig regelmäßige Metallform raste über den Himmel . Die Druckwelle fegte über den Boden und zog eine Schneise der Verwüstung durch die Wiese, bevor das Objekt in einem grellen Blitz wieder verschwand. Und während Molon durch die Luft gewirbelt wurde, versuchte sein Geist fieberhaft zu ergründen, was er da gerade gesehen hatte. Er würde jedoch nie die Wahrheit erfahren.

------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ortswechsel:

ISS Dark Mirror / Brücke

Das Geräusch des Wideranlaufens der Systeme paarte sich mit dem Geruch verschmorter Isolierungen.
Vandenberg kroch, nicht sehr elegant, unter einer Konsole hervor. Der Aufschlag der Druckwelle hatte Vandenberg nicht nur aus seinem Sessel befördert, sondern auch den Sessel aus der Verankerung gerissen.
Vandenberg streckte sich und warf einen Blick auf das Statusholo.

Va: Status!

XO Pizer lehnte an einer Wand. Er wirkte benommen. Vandenberg packte den XO an den Schultern und schüttelte ihn mitleidlos.

Va: Ich sagte: STATUS!
Pi: Äh ja Sir. Systeme fahren wieder an. Die Sensoren sind zu 50% funktionsfähig, Waffensysteme nur zu 50% online. Wir arbeiten daran.
Va: Status des Frachters und der Angriffsshuttles?

Pizer drehte sich stöhnend zur Taktikkonsole um.

Pi: Sir, die Shuttles sind nicht mehr im Scanradius. Und auch den Frachter kann ich nicht lokalisieren. Aber….
Va: Aber was?
Pi: Ein Schiff unbekannten Typs befindet sich auf einem Asteroiden, etwa 1, 2 Millionen km von uns entfernt. Hat wohl eine Bruchlandung gemacht. Masse entspricht dem Frachter.
Va: Wo kommt der Asteroid her? Er war vor dem Aufprall der Schockwelle nicht auf den Scannern. Na schön. Weiter im Auge behalten. Gehen Sie ins Med-Center und lassen Sie Ihre Kopfverletzung behandeln. Ihr Blut verursacht noch einen Kurzschluss in der Konsole. Und dann lassen Sie hier aufräumen.
Pi: Jawohl Sir.

Pizer blickte auf den Nav-Screen.

Pi: Ähm Sir…da ist noch etwas.
Va: Was ?
Pi: Wir sind nicht dort, wo wir sein sollten.
Va: Bitte?
Pi: Nun ja, das System in dem wir uns befinden, steht in keiner unserer Sternenkarten. Und auch die Konstellationen, welche die Scanner erfassen, sind nirgends verzeichnet.
Va: Schöne Überraschung.

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  Neues Teilchen im CERN entdeckt!
Geschrieben von: Sareth - Apr-Thu-2021, 02:24 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

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  Umbra et Malleus Log 29 - Richard von Rabenstein
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Apr-Thu-2021, 01:11 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: wurde inspiriert von "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" - die Szene mit der Brücke

RPG:
*** Im Velconnia-Belt / Auf dem Planeten ***

Richards Blick ruhte auf dem Disruptor und wanderte dann wieder zu der ominösen Sprengfalle. Frank Hammerton hatte sich unterdessen in Richtung eines sanft ansteigenden Hügels in Bewegung gesetzt, von dem er sich eine etwas bessere Aussicht versprach.

"Exzellenz? Ich fürchte, dass ist nicht der richtige Moment für eine Meditation. Wir müssen mit Feindkontakt rechnen."

"Hier stimmt etwas nicht," antwortete Richard, ohne sich von der Stelle zu bewegen.

"Nun, das haben wir ja gerade festgestellt."

"Nein, das meine ich nicht. Bedenken Sie die Probleme, die ich hatte, diesen Ort überhaupt ausfindig zu machen, geschweige denn ihn zu erreichen. Er wurde wie ein Arkanum höchster Stufe behandelt, geheimer als der Aufbewahrungsort der Krönungsinsignien des Kaisers. Valentinian Constantius hat alles so verschlüsselt, dass ICH ALLEIN in der Lage bin, den Code überhaupt zu öffnen. Verstehen Sie, Colonel?"

"Der verstorbene Großinquisitor - Friede seiner Seele - war für seine Paranoia bekannt."

"Nein, Sie verstehen nicht! Die Lage dieses Planeten war über mein genetisches Profil verschlüsselt. Niemand hätte hier her kommen können. Nur Valentinian Constantius selbst. Und hätte er eine solch primitive Falle errichtet, nach allem, was diesem Moment unserer Existenz vorausgegangen ist?"

"Ich gestehe, ich verliere den Zusammenhang. Außerdem giest es inn Strömen und ich versinke im Matsch."

Richard nahm diese Unbill der Umgebung gar nicht wahr. "Es ist eine Prüfung. Ein logisches Spiel."

Hammerton war nicht nach scholastischen Übungen zumute. Er glaubte etwas gehört zu haben und warf einen prüfenden Blick durch den optischen Scanner.

"Wir sehen etwas, auf das wir glauben, auf eine gewisse Weise reagieren zu müssen. Aber das ist falsch. Der Fallstrick sind unsere Sinne. Wer ihnen folgt, geht in die Irre. Wichtig ist, den Geist über das zu erheben, was unsere Sinne wahrnehmen... Wir haben Angst, angegriffen zu werden und aktivieren unsere Waffen... Aber darum geht es nicht." Mit diesen Worten legte der Inquisitor seinen Disruptor zu Boden und löste die Regenschutzkleidung von den Schultern. Dann ließ er vor dem kopfschüttelnden Colonel noch Jacke und Hemd folgen, bis er nur noch in der Hose im Regen stand - das Inquistionstattoo auf der linken Brustseite gut sichtbar.

"Sie sind verrückt, wenn Sie mir die Bemerkung gestatten." Und das war die freundlichste Version dessen, was Hammerton dachte.

Richard ging langsam auf die vermeintlich tödliche Sprengfalle zu - er wäre auch von einem Felsgipfel ins Nichts getreten. Sola Fides... Einen Sekundenbruchteil leuchtete ein blendend weißer Strahl auf, einer gewaltigen Klinge aus Licht nicht unähnlich - und Richard von Rabenstein war verschwunden.

Hammerton fluchte, fischte den Disruptor aus dem feuchten Gras und sah sich um. In der Tat, eine Explosion war das nicht gewesen. Der Tricorder zeigte weder Energierestsignaturen noch Biosignale außer seinen eigenen an.

...

Richard fand sich einer atemberaubenden surrealen Umgebung wieder. Vor ihm befand sich eine Art Konsole, die aus pastellfarbenen, organisch anmutenden Materialien und Formen bestand. Tentakelgleiche Auswüche wucherten nach allen Seiten, schienen sich ins Unendliche zu verzweigen. Und zwischen Ihnen, wie Seifenblasen, Fenster in andere Realitäten. Einige der Szenerien und Gesichter, die dort auftauchten, kamen ihm bekannt vor, andere waren völlig fremdartig. Zwischen allen floss ein glänzendes glitzerndes Energienetz hin und her.
Vorsichtig streckte er die Hand nach einem der Knotenpunkte aus und wurde von dem Glitzern eingeüllt. Und im nächsten Moment - stand er sich selbst gegenüber, oder zumindest einem Zerrbild seiner Selbst. Der Mann hatte wirr ins Gesicht fallende Haare und ein bionisches Augenimplantat. Aus den Lumpen seiner Kleidung schälte sich ein offenbar aus mehreren Teilen zusammengesetzter andorianischer Disruptor, wanderte nach oben und zielte auf Richards Kopf.

"Willkommen in deiner Hölle."

...

Colonel Hammerton hatte getan, was ein Soldat in solchen Fällen tun musste: mithilfe einer Plane ein behelfsmäßiges Basiscamp eingerichtet, unter dem er jetzt dabei war, seinen Tricorder zu modifizieren, sowie sämtliche Waffen in Feuerbereitschaft zu versetzen und zu koppeln, so dass er sie allein bedienen konnte. Noch während er damit beschäftigt war, drang von draussen ein seltsames Knistern wie von einer feuchten Stromleitung zu ihm. Einen der Disruptoren in der Hand, lugte er hinter der Zeltplane hervor.
Vor ihm entfaltete sich ein absurdes Schauspiel: aus dem Nichts, oder besser aus dem Nebel blitzte es hier und da auf und Fragmente irgendwelcher Gegenstände oder Körperteile waren zu erkennen. Aber alles ging so schnell, dass er kein Muster ausmachen konnte. Ja, sie waren definitiv NICHT allein hier. Aber WAS war das?

Er angelte nach hinten, um seinen Tricorder zu greifen, als einer der Blitze sich weitete, ein ohrenbetäubendes Krachen über die Landschaft hallte, und aus dem gleißenden Licht drei Personen stürzten. Einer von ihnen der vermisste Inquisitor - die anderen beiden .... Hammerton starrte in sein Spiegelbild.

---
(PS: das wird uns letztlich die Möglichkeit eröffnen, in ein anderes Universum mit ganz leichten Veränderungen zu wechseln und da weiter zu spielen, ohne von den Ereignissen der alten Spiegelstaffeln behelligt zu sein.)

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  Warpantrieb mit konventionellen Energien möglich?
Geschrieben von: Sareth - Mar-Sun-2021, 06:51 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

Spannende Grundlagenforschung in Göttingen (Video wird interessant ab 6. Minute, für die, die es eilig haben...)

(Anm. Aber natürlich wird in 50 Jahren der Warpantrieb erfunden sein... 2063 First Contact mit den Vulcaniern *fg*)

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  Großartiges Foto von der Galaxis
Geschrieben von: Sareth - Mar-Thu-2021, 08:12 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

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  Umbra et Malleus Log 28 - Sokar / NPC
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Mar-Mon-2021, 09:40 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: Ich habe versucht, unsere drei Handlungsstränge einmal in eine zeitliche Kontinuität zu bringen, musste daher meinen Plan leicht ändern. Ich dachte mir auch, Sokar als Ex-Terrorist und jetziger Syndikats-Topmann wird nicht einfach in einem Frachter reisen *fg*

RPG:

*** VOR Vandenbergs letztem Log / Auf Mallon IV ***

Bereits aus dem Orbit waren die Zerstörungen zu erfassen: der Angreifer hatte gezielt die Generatoren, Zuleitungen und die Sauerstoffreservoirs unter Beschuss genommen, sowie die Startbahn in ein Kraterfeld verwandelt. Hier waren Profis am Werk gewesen, das war unverkennbar. Was die Sensoren nicht erfasst hatten, waren Lebenszeichen, schon gar keine vulkanischen. Und auch keine vulkanischen DNA-Spuren...

Sokar war mit einem kleinen Kommando in die Struktur gebeamt, um sich selbst einen Eindruck von der Lage zu verschaffen. Über ineinander verkeilte, halb geschmolzene Metallstrukturen, Polymerplatten und Leichen hatten sie sich bis in die Leitzentrale einen Weg gebahnt. Mort Caldred zog das verbeulte, angesengte Schott mit kaum spürbarer Anstrengung weit genug auf, dass sie sich durch den Spalt ins Innere drücken konnten. Die Risse in der Duraniumkuppel hatten dafür gesorgt, dass eisige Luft der Umgebung eingedrungen war. Auf den leblosen Körpern, den Sesseln und Konsolen hatte sich bereits eine Schicht Reif gebildet.

Sokar brachte eine mobile Energiezelle auf der Konsole im Zentrum an und aktivierte sie. Mit etwas Glück bekam er Zugriff auf das Logbuch des Außenpostens und brachte so in Erfahrung, wer und wann ihn überfallen hatte. Der Bildschirm vor ihm sprang knisternd an. Zwar schien der Hauptspeicher beschädigt, denn ab und an löste sich das Bild in Pixel und der Ton in verzerrte Fragmente auf, aber immerhin, er bekam Zugriff! Der letzte Logbucheintrag war etwas über 34 Stunden alt. Der Kommandant des Außenpostens hatte offenbar noch versucht, einen Notruf abzusenden. + .... werden angegriffen! ... Unbekannt! Wiederhole ... An alle imperialen Einheiten! Hier ist Mollan IV....+

Wenn der Notruf durchgekommen ist, haben wir bald ein Recon-Team des TE am Hals! Sokar kontaktiere seinen OPS oben im Schiff: "Irgendwelche verdächtigen Energiesignaturen oder Schiffsbewegungen in der Nähe?"

+Nichts, Boss. Blos 'n paar olle Trümmer.+

"Holographische Tarnung ist stabil?"

+Klar, Boss. Wir sind ein oller Frachter, sonst nichts."

Auf dem Bildschirm entfaltete sich unterdessen das Drama des Untergangs. Zwischen hin- und her zischenden Disruptorstrahlen und Wolken kristallisierender Luft erkannte Sokar mehrere gepanzerte Männer, die auf die Führungscrew vordrangen, während der Kommandant eiligst versuchte, die Subroutinen zu sperren. Die Angreifer bewegten sich präzise. Ganz sicher war das kein rivalisierendes Grüppchen aus dem Syndikat. Das waren geschulte Militärs! Aber er konnte keinerlei Abzeichen an den Panzerungen und Helmen entdecken. Irgendein Warlord? Wer auch immer den Überfall geführt hatte - sie hatten offensichtlich eine Anzahl Gefangene gemacht, denn die Zahl der Toten war viel zu gering für einen solchen Außenposten. Und die würden sie vermutlich auf dem nächstbesten Sklavenmarkt anbieten!
Der letzte Logbucheintrag endete mit einem unspektakulären Zischen, als ein Waffenstrahl die Konsole traf. Sokar wandte sich zu seinem Team um und hob die Hand: "Sammeln zum Retransfer!"


*** Im Orbit / Sokars Schiff ***

Mit raschen Schritten brachte Sokar die wenigen Meter bis auf die Brücke hinter sich. Der OPS, ein Yridianer, hing im Captains Chair, die Beine auf der Konsole vor ihm, und setzte gerade einen Flachmann an die Lippen. Nichtsnutziges verdammtes Pack! dachte Sokar, schlug dem Mann die Pulle aus der Hand und riss ihn dann am Kragen aus dem Sitz. "Status!"

"Alter...! Ich hab' alles unter Kontrolle."

"Du hast nicht mal DICH unter Kontrolle, du Stück Dreck!" Sokar ließ sich auf seinen Platz fallen. "Auf deinen Posten! Und sag mir, ob es noch irgendwelche Restenergie-Signaturen oder Warpplasmarückstände im System gibt, denen wir uns auf die Spur heften können!"

Der Yridianer rappelte sich hoch und beugte sich über seine eigene Station, während sich die übrige Brückencrew verteilte. "Ja, da ist was, Boss. Ziemlich schwach allerdings... Ne Warpresonanzspur auf Vektor 76,8 x 244,7 x 93,1. Der Rechner wird 'ne Weile brauchen, wegen der Fragmentierung."

"Gib es mir trotzdem auf den Schirm. Extrapoliere die Hauptdaten! Nav? .... Rivkin?!" Die Navigatorin, eine Orionerin, schlenderte mit lasziver Langsamkeit an ihm vorbei als sei sie auf dem Laufsteg. "Rivkin, Kurs korrelieren mit den Daten der Resonanzspur, ständige Abgleichung. Verstanden??"

Sie öffnete den Mund zu einer Antwort, aber der Yridianer an der Ops kam ihr zuvor: "Habe eine Fluktuation im Transwarpbereich! Kommt näher!" rief er aufgeregt. "Scheisse, da hält was direkt auf uns zu!"

"Die Terraner?"

"Die Bastarde senden keine Kennung, Boss! - Jetzt sind sie auf Impuls! Ist ein kleines Schiff, so wie's aussieht, höchstens 'n Speeder."

"Wann sind sie in Waffenreichweite?"

"Knapp über einer Minute!"

"Feuerbereit machen und auf meinen Befehl warten. Bis dahin verhalten wir uns unauffällig."

"Ein Quantentorpedo, und die sind erledigt!" schrie der Yridianer, und Mort grinste lüstern bei der Vorstellung.

"NEIN, habe ich gesagt."

"Die ... rufen uns!"

Sokar bemerkte, wie Morts stachelbewehrte Schwanzspitze hin und herzuckte, und sein Lächeln jetzt die spitzen Fangzähne entblößte. Aber er hatte keine Zeit für Kampfspielchen! Jede Minute, die sie hier vergeudeten, gab dem Gegner mehr Zeit zu entkommen! Und mit ihm mein Sohn!

"Soll ich sie abschießen, Boss?"

In diesem Moment formte sich auf dem Hauptbildschirm das Gesicht eines Mannes mittleren Alters, mit bajoranischen Nasenfalten und Ohrring. + Imperialer Frachter, ergib dich! Wenn deine Crew meine Anweisungen befolgt, habt ihr nichts zu befürchten! +

Sokar glaubte nicht richtig zu sehen. "Schalte mich auf visuelle Verbindung!" rief er dann in Richtung der Kom-Station.

Einen Augenblick später war es an dem Bajoraner, ein ungläubiges Gesicht zu machen. + Sokar??? Das ist nicht etwa ein Trick der Pah-Geister? Wir dachten alle, du bist tot!+

"Ich war in einem Straflager, aber ein Angriff der Borg kam günstig genug, mir die Flucht zu ermöglichen. Und was machst du hier, Utal?"

+Ein wenig meine Hardware updaten. Der Rebellion geht's nicht sonderlich gut, falls das noch nicht zu dir gedrungen sein sollte.+

"Dafür haben wir keine Zeit. Jeden Augenblick kann das TE hier sein! Wieviele Leute hast du drüben?"

+Fünf.+

"Wir holen euch an Bord."

+Moment mal, weder ich noch meine Leute gehen irgendwohin.+

"Was soll das heißen?!"

Das Gesicht des Bajoraners näherte sich drohend und füllte fast den ganzen Bildschirm aus. +Du warst lange weg, Sokar. Es hat sich eine Menge getan. Du hast hier nichts mehr zu sagen.+

Sokars Augen verengten sich. Er gab dem OPS einen knappen Befehl, einen Quantentorpedo scharf zu machen.
"Du schließst dich mir an, oder du stirbst mit deinen Leuten. Ich kann mir nicht leisten, Zeugen zurück zu lassen."

+ Du bluffst.+

"Prüfe deine Sensoranzeigen, und du weißt, dass das nicht der Fall ist. Ein Tastendruck genügt und du und dein Schiff seit subatomare Partikel. Deine Zeit läuft ab!"

+ Du warst schon immer ein Irrer! +

"Boss, sie fahren die Waffensysteme hoch!"

Sokars rechte Hand senkte sich über die eigenen Waffenkontrollen, berührte sie fast - als die Sichtverbindung zum gegnerischen Schiff kurz zusammen brach, dafür aus den Lautsprechern untrügliche Kampfesgeräusche klangen. Dann flackerte der Bildschirm ins Leben zurück, und ein hagerer Terraner starrte Sokar an. +Wir kommen rüber.+

"Was ist mit Utaul?"

+Es gab einen kleinen Wechsel in der Kommandostruktur.+ Der Terraner fuhr kurz herum, einen Disruptor in der Hand. Im Hintergrund war ein klingonisches Gesicht zu sehen, aber es kam nicht näher.

"Gut, der war überfällig. Und du?"

+Ich hege kein Verlangen, auf das Eintreffen des TE zu warten, das reicht.+

Gut, wenigstens ein Mann, der die Zeichen der Zeit erkennt! Das Gesicht kam Sokar bekannt vor, aber im Moment konnte er dieser Intuition nicht nachgeben. "Macht euch bereit zum Transfer. - Mort, ab zum Transporterraum; sorge dafür, dass sie keinen Mist machen. Rivkin, wir gehen auf Warp,sobald alle an Bord sind!"

...

Als Robert Maximilian von Rabenstein im Transporterraum des "Frachters" materialisierte und sich einem halbnackten Karyaner gegenüber sah, in dessen über der Brust gekreuzten Lederbändern ein erkleckliches Arsenal von Messern steckte, fragte er sich, ob seine Entscheidung so intelligent gewesen war. Andererseits waren seine Optionen auch reichlich begrenzt gewesen. Einer terranischen Einheit die Hände zu fallen, hätte ein wirklich unangenehmes Ende für ihn bedeutet. Die Akte Sokars, eines der meistgesuchten Terroristen des Imperiums, kannte er aus seinem Dienst. Und WENN es jemanden gab, der ihn vor dem Exekutionskommando bewahren konnte, dann vermutlich dieser Mann! Immerhin schienen Utauls alte Gefolgsleute das genauso zu sehen - vorerst jedenfalls.


[Bild: Sokar-Spiegel.jpg]

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  Umbra et Malleus / Log 27/ Joint Log /Vandenberg /Hammerton
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Mar-Sun-2021, 12:12 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

Dark Mirror / Brücke

Der Platz, den Vandenberg gerade als sein Büro nutzte, war lediglich ein Bereich in einer Ecke der Brücke des Schiffes. Spartanisch, eher an der Bequemlichkeit des Geistes, als an jener des Körpers orientiert. Und dort hatte Vandenberg Platz genommen und blickte bei einem dampfenden Tee, welchen Vandenberg aus einem eher schmucklosen Metallbecher zu sich nahm, nach draußen, auf die langsam vorbeiziehenden Sterne.
Die Einsatzgruppe um die Dark Mirror, hatte den Bereich um Mollan verlassen und flog jetzt langsam in Richtung des Rendezvous-Punktes mit dem anderen Teil der Flotte. Die gesamte Einsatzflotte wirkte auf normale Raumreisende völlig unspektakulär, sollte man sie überhaupt auf die Scanner bekommen. Ein pfeilspitzenförmiges elegant extravagant wirkendes, dunkelgraues Schiff von der Größe einer Fregatte , umgeben von anderen Schiffen, wie zwei Frachter und einigen, eher wie schwere Shuttle wirkenden Schiffen. Entsprechend unspektakulär waren die Energiesignaturen der Schiffe. Doch schon alleine die Dark Mirror hatte genügend Feuerkraft, um es mit imperialen Korvetten und Fregatten aufzunehmen
Vandenberg war nicht unzufrieden. Er hatte zwar kein weiteres Kriegsschiff erbeuten können, jedoch neben Munition und Lebensmitteln, auch einen äußerst interessanten Gefangenen gemacht. Und um dessen weiterer Befragung würde sich Vandenberg in den nächsten Tagen kümmern.
XO Charles Pizer trat an Vandenberg heran.

CP: Sir!
Va: Was gibt es denn schönes?
CP: Nun Sir, INN hat in schönster Propagandasprache die neusten Nachrichten verkündet: Der Renegat Robert Maximilian von Rabenstein, wurde wegen crimen laesae imperialis proscribiert. Daneben wurde ein gewisser Hohardus Edzardus erwähnt, in dessen Begleitung sich von Rabenstein befände. Dieser Edzardus sei zur sofortigen Entköperung frei gegeben worden.

Vandenberg grinste.

Va: Soso, Hohardus Edzardus. Die Welt ist klein. Aber von Rabenstein? Das ist einmal eine Neuigkeit. Es scheint, als ob die Flotte mehr und mehr ihre Leistungsträger verliert. Da wird DeRaaf wieder toben und Van Malnen seinen Kopf schütteln und nur traurig, traurig murmeln. Gibt es weitere Nachrichten?
CP: Jawohl Sir. Einheiten des imperialen Militärs haben den Inquisitionsstützpunkt auf Dalanis Prime gestürmt und Inquisitor Alvern fest genommen. Ihm werden wohl die Vorbereitung eines Putsches gegen den lokalen Gouverneur vorgeworfen.
Va: Nun, das wird ihn den Kopf kosten. Man wird ihn….

Ein Signalton unterbrach Vandenberg. Von der Konsole der Raumüberwachung meldete sich en Offizier.

Va: Ich höre, Lt. Barley?
Ba: Sir, da kommt etwas angeflogen.
Va: Lt. Barley, wir sind hier nicht auf dem Viehmarkt von Shaun Hye Drücken Sie sich bitte etwas genauer aus. Das da etwas angeflogen kommt, hat uns die Sensorik ja bereits ausreichend deutlich mit geteilt.
Ba: Uh oh ja Sir. Grob gesagt, es handelt sich um einen älteren Frachter.
Va: Kurs?
Ba: In Richtung Mollan.
Va: Hat er uns schon auf dem Scanner?
Ba: Nein Sir.
CP: Sir, wenn das ein getarnter, imperialer Scout ist…
Va: Die beiden Sturmshuttle sollen ihn abfangen. Lassen Sie ein Enterteam an Bord gehen, die Crew betäuben und gefangen nehmen. Schwere Panzerung.
CP: Jawohl Sir.
Va: Interessant. Warten wir einmal ab, wer zum Essen kommt.

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Ortswechsel:

Im Velconnia Belt / auf dem Planeten

Zur gleichen Zeit

Hammertons Blick schweifte über die Landschaft. Diese hatte den Charme eines schottischen Hochmoors nach einem Moorbrand angenommen. Der Geruch feuchten Morastes hing schwer in der Luft. Jeder Schritt wurde schwerer und schwerer, da die beiden, einsamen Wanderer immer tiefer in den Boden einsanken. Und die Bäume in der Ferne schienen nicht näher zu kommen. In etwa 10 Meter Entfernung tauchten jetzt einige knorrige Büsche mit riesigen Blättern auf. Bhansgrek-Büsche, welche sich wie Unkraut in der gesamten Galaxis verbreitet hatten. Richard von Rabenstein hatte zu Hammerton aufgeschlossen und blieb jetzt neben ihm stehen.
Ha: Nun Euer Exzellenz? Irgendwelche erhellenden Ideen?

Richard schüttelte den Kopf.

RR: Nein, bisher noch nicht. Es ist mir ein Rätsel. Lassen Sie uns weiter gehen.

Hammerton nickte und beide setzten ihren Marsch fort. Nach einigen hundert Metern senkte sich das Gelände ab. Aus dem Nebel schälte sich jetzt der Saum eines Waldes heraus. Richard wies auf den Waldrand.

RR: Lassen Sie uns dort uns neu orientieren.

Der Boden wurde jetzt etwas fester, das Buschwerk jedoch dichter und erschwerte des Vorankommen jetzt deutlich.. Richard bahnte sich seinen Weg jetzt nachhaltig durch die immer höher werdenden Büsche, als Hammerton ihn plötzlich am Arm packte und mit einem scharfen STOPP zum Stehen brachte.

RR: Was soll das?
Ha: Werde ich Ihnen in ein paar Sekunden sagen können. Sehen Sie den Bhansgrek-Busch da vorne?
RR: Ich bin nicht blind, Colonel.
Ha: Bhansgrek-Büsche blühen bei jedem Regen. Aber es blüht nur an jenen Ästen, welche direkt dem Regen ausgesetzt sind. Äste welche von anderen Ästen verdeckt sind, tragen keine Blüten. Und hier hat es wohl in letzter Zeit stark geregnet Was man ja unschwer an den blühenden Büschen erkennen kann.
RR: Ich bin weder Biologe, noch Gärtner, aber das ist selbst mir bekannt.

Hammerton wies auf einen Busch in etwa 5m Entfernung.

Ha: Dann Euer Exzellenz, erklären Sie mir doch einmal, warum bei diesem Busch an dem Ast über dem Boden so viele Blüten hängen. Und warum diese so trocken wirken, obwohl die Umgebung so feucht ist.
RR: Das ist in der Tat ungewöhnlich.
Ha: Es gibt dafür eine Erklärung. Der Ast gehört nicht zu diesem Busch.
Hammerton zückte ein Fernglas und betrachtete sich den Busch aus der Ferne genau.
Ha: Ein alter Rebellentrick. Habe ich schon des Öfteren gesehen. Und…ja..das habe ich mir gedacht.

Hammerton reichte Richard das Fernglas. Und was Richard sah, war nicht sehr erfreulich. Verdeckt durch einen abgeschnittenen Ast konnte man jetzt schemenhaft ein zylinderförmiges Objekt sehen.

Ha: Ja Euer Exzellenz, eine Nadion-Granate mit Annäherungszünder. Funktioniert wie ein überladener Phaser. Wären wir da durch marschiert, würden wir jetzt Teil des Materials sein, dessen Sprengung einen Krater von 50x20 Metern verursacht hätte.
RR: Nun….
Ha: Wir sind also nicht alleine hier.
RR: Es könnte also noch Überraschungen geben.
Ha: Exakt. Und zu diesem Behufe….Können Sie mit Waffen umgehen, Euer Exzellenz?
RR: Ich bin kein Meister darin.
Ha: Nun, Sie müssen ja keine Heldentaten eines Scharfschützen erbringen.

Hammerton beförderte aus den Untiefen seines Mantels ein Objekt hervor und reichte es Richard.

Ha: Romulanischer Disruptor. Eine einfache Waffe. Typisch romulanisch. Geradlinig und tödlich.

Richard nahm die Waffe entgegen und atmete tief ein, während Hammerton deutlich sein Fusions-Phaser-Gewehr in Anschlag brachte.
Ja, sie waren hier eindeutig nicht willkommen.

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  Noch immer eine Menge Wasser im Marsgestein - neue Studie
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Mar-Fri-2021, 06:40 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

www.youtube.com/watch?v=HZpGL-Szykw

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  Umbra et Malleus Log 26 Richard und Robert von Rabenstein
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Mar-Mon-2021, 09:31 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** Tesfaloria / Rebellenstützpunkt ***

Robert Maximilian von Rabenstein, Ex-Captain des Terranischen Imperiums, hockte in einer Ecke des Verschlages aus Wellblech und geflickten Kunststoffplanen und war sich definitiv sicher, den Tiefpunkt seines Lebens erreicht zu haben. Aber ein Zurück gab es nicht mehr. Ein offizieller Suchbefehl war erlassen worden. Er galt offiziell als Renegat, und was das bedeutete, hatte er selbst oft unterzeichnet: er war zum Abschuss freigegeben. Unter Umständen näherte sich sein Kopfgeld bereits dem seines dreimal vermaledeiten Sohnes!

Ein paar Schritte weiter, auf einem rosten Fass, saß der bajoranische Führer der kleinen Rebellengruppe und putzte seine Projektilwaffe. Er hatte Rabenstein erst vor einigen Minuten zu verstehen gegeben, dass er sich bisher nicht sonderlich nützlich erwiesen hatte, und man den zusätzlichen Fresser beseitigen würde, wenn sich das nicht bald änderte. Aber was sollte er tun? Je mehr Zeit verstrich, um so wertloser wurden seine Informationen. Und was Richard anbelangte, so wusste er nicht, wo er war! Das Imperium, Van Malnen, LaSalle, die Inquisition im Allgemeinen, die Rebellen - von ihm aus die ganze Galaxis!!!

Von draußen klangen Stimmen in den Unterstand, und einen Moment später traten eine Frau und ein Mann in den Unterstand, beides Klingonen. Sie nahmen ihre Atemmasken ab und klopften den Staub von der Kleidung.
"Der Außenposten auf Mollan IV ist von irgendwelchen Maraudern überfallen worden," berichtete die Frau. "Hörte es von einem iridianischen Frachter-Captain. Er wollte gerade Lebensmittel anliefern, als es losging, und da hat er sich rasch verdünnisiert."

"Was für Marauder?" Der Bajoraner legte die Waffe ab und griff unbeeindruckt nach der nächsten, um sie in ihre Einzelteile zu zerlegen.

"Was weiß ich, sollen zwei bis vier Schiffe gewesen sein, ohne Kennzeichen. Haben alles kurz und klein geschossen und die Besatzung massakriert und sind auf Warp gegangen. Ein imperiales Bergungs- und Polizeikommando soll unterwegs sein, aber wenn wir uns beeilen, können wir da noch ein paar wertvolle Rohstoffe und vor allem Softwarekomponenten raus bekommen. Die brauchen wir dringend."

"Erzähl' mir nicht, was wir brauchen! Das weiß ich selber!" Er stand auf, trat zu einer Kiste und aktivierte den altersschwachen Holoprojektor, der darauf stand. Das Bild flackerte, aber die Karte des galaktischen Sektors war noch einigermaßen zu erkennen. "Verdammtes Schrott-Teil! – Mollan IV, sagst du? Das schaffen wir selbst mit unserer schnellen Fregatte nicht unter zwei Tagen. Es sei denn..." Er starrte auf die Anzeige im Hologramm. "Es sei denn, wir benutzen den Transwarptunnel..." Damit wandte er sich Robert von Rabenstein zu.
"Du wirst so nett sein, und uns die Eintrittscodes mitteilen, nehme ich an?"

"Die sind möglicherweise schon geändert worden."

"Das geht nicht so schnell," ließ der Klingone verlauten, und Rabenstein wunderte sich, dass diese niedere Kreatur von solchen Dingen überhaupt eine Ahnung haben konnte. "Selbst wenn sie gleich nach seiner Desertion die Implementierung neuer Codes veranlasst haben, muss an jedem einzelnen Transwarp-Feldgenerator die Umprogrammierung vorgenommen werden. Die Chancen stehen ziemlich gut, dass die Codes noch funktionieren."

"Also?! Freundchen?"

Robert von Rabenstein stand auf. "Es ist kein einzelner Code, es ist ein Algorithmus. Ich kann die Basisdaten einspeisen, aber ich brauche direkten Zugang zum Navigationscomputer."

Der Bajoraner nickte und machte eine Handbewegung in Richtung des Klingonen. "Du gehst mit und passt auf, dass er keine Tricks versucht. Solltest du ihn bei irgendwas erwischen, bläst du ihn um, kapiert?"

Ein knappes Nicken war die Antwort.


*** Im Velconnia Belt / Etwa zur gleichen Zeit ***

Frank Hammerton und Richard von Rabenstein stapften über das weiche, vom Wasser vollgesogene Moos, das die übliche Vegetation hier darzustellen schien. Etwas weiter nördlich allerdings waren die Silhouetten größerer Pflanzen auszumachen. Die tief hängenden violett-gräulichen Wolken schienen in den aufsteigenden Bodennebel überzugehen und tauchten alles in ein diffuses mattes Magentalicht. Die Anzeigen auf Hammertons Tricorder waren so unspektakular wie die Umgebung der beiden einsamen, in militärische wasserabweisende Plaids gehüllten Wanderer.

"Exzellenz..." sagte Hammerton in einem Tonfall, der seinen Unmut kaum verbarg. "Ich will nicht blasphemisch werden - aber was bei der ewigen Verdammnis der hochwürdige Valentinian Constantius auf diesem feuchten Schwamm so Wertvolles verbergen wollte erschließt sich mir nicht."

Richard stieß hörbar die Luft aus. "Das Shuttle ist jedenfalls automatisch über diesem Areal in einen geostationären Orbit eingeschwenkt. Bei diesem Pflanzenbewuchs kann sich eine ganze ausgestorbene Zivilisation unter unseren Füßen verbergen."

"Nun - die Scans aus dem Orbit haben nichts angezeigt." Hammerton nieste. "Und leider hat sich auch bei Ihrem Erscheinen kein wundersames Portal geöffnet, um den Kronprinz einzulassen in die heiligen Hallen."

"Wir übersehen etwas. Ich übersehe etwas..." Richard starrte in die Nebelschwaden, versuchte sich nicht von der feuchten Kälte ablenken zu lassen und den Geist zu fokussieren.

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(PS: Vandenbergs kleiner Verband ist nicht mehr GANZ in der Nähe von Mollan IV, aber man kann sicher ihre Warptrails verfolgen....Zwinker)

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