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  Umbra et Malleus Log 38 - Richard und Sokar
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Jul-Sat-2021, 09:20 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** ISS Dark Mirror / Quartier von Richard von Rabenstein ***

Richard betrachtete den Amtsring an seinem Finger und konnte den Ärger über Robert Vandenberg und dessen Wissenschaftler nicht gänzlich unterdrücken, obwohl es natürlich unprofessionell war, sich an solchen Minimalitäten festzuhalten. Immerhin war der Stein mit dem Siegel über 1500 Jahre alt - er wurde von Amtsinhaber zu Amtsinhaber weiter gegeben, lediglich die Fassung erneuert. Wie konnte man also über diese erhabene Reliquie sich derart disrespektierlich äußern?! Nun, er konnte diesen Kretin nicht exkommunizieren, dafür fehlte die juristische Handhabe (und wahrscheinlich würde es den Kerl auch nicht interessieren).

Richard holte tief Atem und stand auf. Aus dem Fenster seines Quartiers blickte auf die unspektakulären Ausläufer des Velconnia-Asteriodengürtels und die schwach leuchtenden Schwaden eines planetaren Nebel in der Ferne. Das Omegamolekül als Antwort? Erneut überdachte er ihre bisherigen Funde. Es ist nicht logisch... Valentinian findet dieses Portal... erkennt sein Gefahrenpotential... beauftragt mich mit seiner Vernichtung - und die einzige Option liegt in der seltensten Substanz des Universums, derer habhaft zu werden JAHRE dauern könnte?!

"Ego sum Alpha et Omega, Principium et Finis. Alpha et Omega.... Quid profari voluistis, Valentinian?!"


*** Zwei Stunden später ***

Richard war zu Vandenbergs Quartier marschiert und bedachte die beiden dort stehenden Ordonnanzoffiziere mit eisigem Blick. "Sie öffnen umgehend."

"Nur nach Ihrer Sicherheitsfreigabe."

"Ich kann Sie jederzeit von Ihrem Posten entbinden, aus Gründen der Obstruktion meiner Absichten. Und allem sonst, was mir einfällt." Er trat an den Posten vorbei und streckte die Hand Richtung Türöffner aus, was der Soldat mit einem raschen Griff zu vereiteln wusste. Richard prallte mit dem Rücken gegen die Tür - und das störte Vandenberg auf. Einen Augenblick darauf glitten die Flügel zurück und er starrte gereizt auf die Szenerie.

"Kann man hier nicht mal in Ruhe schlafen?! Was gibt es?"

"Dringende Angelegenheiten."

"Haben Sie auch mal NICHT dringende Angelegenheiten?!" Der Kommandant schloss seinen Morgenmantel und bedeutete der Ordonnanz, wieder auf Posten zu gehen. Dann schloss er die Tür und wies auf die Sitzgruppe unter dem Fenster.

"Ego sum Alpha et Omega, Principium et Finis."

"Ja, das ist mir bekannt."

"Ich spreche von der Heiligen Schrift."

"Wovon dachten Sie, spreche ich?!"

„Worauf ich hinaus will: In der Heiligen Schrift verwendet der Allmächtige diese Worte, um sich selbst zu beschreiben. Und in der Tat könnte dieses Portal beinahe als eine göttliche Manifestation gesehen werden. Die Perfektion. Der Urgrund des Seins, der Vielfalt der Universen… Anfang und Ende….“

„Nun.“ Vandenberg räusperte sich dezent. „Es war IHRE Idee, es zu zerstören.“

„Es muss auch zerstört werden, denn es ist nicht der Urgrund des Seins, sondern seine Antithese. Die Möglichkeit der Vernichtung allen Seins. Nicht Gott, sondern der Antichrist, wenn Sie so wollen.“

„Ich möchte eigentlich meine täglichen vier Stunden Schlaf,“ brummte Vandenberg, „also kommen Sie zur Sache und halten mir hier keine Predigt!“

„Es ist eine Einheit. Alpha et Omega. Was uns der selige Valentinian Constantius sagen wollte, ist, dass das Omegamolekül DORT ist, im Velconnia-Belt. Und nach allem, was ich vermute, sogar auf dem Planeten selbst. Es ist die Energiequelle des Portals.“

„Die einzige gelungene Zerstörung eines Omegamoleküls ist von Admiral Janeway überliefert. Sie nutzte eine Harmonikresonanz und einen gravimetrischen Torpedo.“

„Gut. Das dürfte auch das Netz der Quantenverschränkung genug destabilisieren.“

„Spielen Sie gern Armageddon, Exzellenz?“

„Nur, wenn es unvermeidlich ist. – Lassen Sie Kurs zurück setzen. Die genauen Flugdaten sind im Computer unseres Shuttles gespeichert. Wir können-„

Die bordinterne Kom unterbrach den Großinquisitor mit einem Alarmsignal. Dann meldete sich Offizier aus dem Arrestbereich. Mehr als + Notfall, Unterstütz….+ war aber nicht mehr zu unterscheiden. Die Stimme erstarb in einem Röcheln, dem unverkennbare Geräusche eines harten Aufpralles folgten, in den sich das Zischen von Disruptorstrahlen mischte. Vandenberg fluchte und kontaktierte die Brücke.

+Wir haben den Kontakt verloren. Sensoren offline. Einsatzkommando schon unterwegs, Sir!+ tönte es von dort.


*** Arrestbereich ***

Mort Caldred löste sich mit einem gewissen Widerwillen von dem Wachmann, den er eben zur Strecke gebracht hatte. Leider konnte er ihn nur einmal töten… Als er in einmal innerhalb der Zelle hatte, diesen terranischen Idioten, war alles ein Kinderspiel gewesen.

„Los, beeil dich!“ schrie Sokar aus einer der Zellen. Es war klar, dass bald Verstärkung eintreffen würde. Mort packte den Disruptor des Wachmanns und feuerte eine Salve über eine ganze Reihe elektronischer Paneele, die sich mit Blitzen und dezenten Rauchwölkchen ins Computernirwana verabschiedeten. Die Kraftfelder vor den Zellen brachen zusammen.

Sokar hechtete aus seiner heraus, fing die zweite Waffe auf, die sein Leibwächter ihm zuwarf. In diesem Moment öffnete sich die Tür des Lifts und die nichtsahnende Wachablösung starrte paralysiert in die Mündung des Disruptors. Sokar schoss ohne weitere Überlegung und bereicherte seine Waffenausrüstung um ein weiteres Exemplar. „Runter zur Shuttlebay! Das ist eine Caesarion-Klasse, ich kenne den Aufbau!“ Das Syndikat hatte unter anderem mit den Schemata der Schiffe gedealt.

Caldred war mit ein paar Sätzen hinter ihm, als Sokar noch etwas einfiel.
Er stürzte zurück an die Hauptkonsole des Arrestbereichs, die nur noch zur Hälfte Funktionstüchtigkeit signalisierte.

„Was tust du?!“ fauchte Caldred.

„Ich muss wissen, wo mein Sohn ist! Ich gehe nicht ohne ihn!“

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  Umbra et Malleus / Log 37 / Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jun-Sun-2021, 12:10 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

ISS Dark Mirror / Wissenschaftsabteilung

Der Raum war durchsetzt von Hologrammen wie ein feuchter Boden von den Spuren von Schnecken. Doktor Brenner, der zuständige Spezialist hatte das Auftauchen von Vandenberg, von Rabenstein und XO Pizer nur mit einem Brummen reagiert. Ohne auf eine Einleitung von Vandenberg zu warten, wandte sich Richard direkt an Brenner.

RR: Sie haben jetzt 13 Stunden damit verbracht, Valentinians Ring zu untersuchen, Doktor. Was haben Sie gefunden, oder haben Sie nur meine Zeit verschwendet?
Doktor Brenner lächelte dünn.
Br: Ich habe meine Zeit mit wirklich aufschlussreichen Forschungen zu gebracht. Und ich glaube, es war keine Zeitverschwendung, zumindest nicht für mich.
RR: Dann haben Sie wohl auch die Güte, mir davon zu berichten.
Br: Wenn ich damit nicht Ihre Zeit verschwende?
RR: Das entscheide ich, nicht Sie.

Vandenberg schnaubte.

Va: Kommen wir zur Sache!
Br: Nun gut. Dann wollen wir einmal.

Mit genießerischer Langsamkeit aktivierte Brenner ein Holo des Querschnitts von Valentinians Ring. Die einzelnen Komponenten des Rings fächerten sich auf, wie eine exotische Blume.

Br: Der Ring selbst, ist für sich genommen nichts Besonderes. Der Ring besteht aus Gold, ein wenig Mangan und anderen Unwichtigkeiten. Der Ring ist nichts als Tineff. Den könnte man auch aus einem Kaugummiautomaten in Hollywood bekommen.
Va: Aus einem WA?
Br: Wissenschaftlerscherze! Aber machen wir weiter. Der Ring selbst ist also wenig interessant. Viel interessanter ist das, was sich unter der lächerlichen Goldauflage befindet.

Das Holo zoomte auf Molekularebene.

Br: Unter der Goldauflage befindet sich eine dünne Cadmium-Schicht. Und darunter eine Schicht Andesit. Und diese Schicht Andesit ist so geformt, dass sie sich als Datenspeicher eignet. Genauer gesagt als chemisch codierter Speicher.
RR: Chemisch codiert?
Br: Ja, der Zugang ist nur möglich, wenn eine chemische Reaktion einen Isolator über der Andesit-Schicht aufgelöst hat. Und in diesem Falle wird die Reaktion durch eine bestimmte DANN-Struktur ausgelöst, welche als Katalysator dient.
Va: Und um welche Struktur handelt es sich?
Br: Nun, zum Aufspielen der Informationen wurde diese DNA bereits benötigt. Wir haben also Spuren davon gefunden. Und konnten diese DANN dann isolieren. Es handelt sich um aldiranische DNA.
RR: Das ist sicherlich ein schöner Wissensgewinn, aber für uns völlig nutzlos, da die Aldiraner während des Aldiran-Kreuzzuges völlig ausgelöscht wurden.
Va: Ja, durch die Inquisition.
RR: Es gab gewisse Notwendigkeiten.
Va: Die gibt es immer.
Br: Nun, Valentinian hat die Information aber erst vor ca. 10 Jahren aufgespielt. Also nach dem Kreuzzug.
RR: Woher wissen Sie das?
Br: Dazu kommen wir noch. Valentinian hat sicherlich über Proben aldiranischer DNA verfügt. Wir nicht. Aber es gibt eine DANN, welche identisch genug ist, um die gleiche Reaktion auszulösen. Karyansiche DANN. Und wir haben einen Karyaner ja an Bord.

XO Pizer schnaubte.

Pi: Ich werde nicht versuchen, diesem Berserker eine Blutprobe zu entnehmen.
Br: Das benötigen wir auch nicht. Ich konnte genug Material aus den Handschellen des Karyaners sammeln.
Va: Dann könnte man also mit dieser DNA Zugang zu den Informationen erhalten?
Br: Man könnte nicht nur, man kann. Und ich war so frei, dies zu tun. Ich habe die Daten auf den Schiffscomputer überspielt.
RR: Ein Wissenschaftler, welcher mit denkt. Selten genug bei dieser Zunft.
Br: Captain Vandenberg, muss ich mir so etwas von einem Laien anhören?
Va: Machen Sie sich nichts daraus. Seine Exzellenz drückt damit seine grenzenlose Anerkennung und Dankbarkeit aus.
RR: Haben Sie die Daten eingesehen?
Br: Nein, sie sind DNA- codiert
Va: Aber sie sind lesbar?
Br: Durchaus.
RR: Aufrufen!

Brenner blickte auf Vandenberg, doch dieser nickte nur langsam.

Brenner aktivierte ein weiteres Holo, auf welchem nun in flammendem Rot die Worte DNA-CHECK zu lesen war. Brenner übergab Richard grinsend eine dünne Injektionsnadel.

Br: Gute Verrichtung!

Richard riss Brenner die Nadel förmlich aus der Hand und stach sich wortlos in den Zeigefinger. Dann begab er sich zu dem nun aufgetauchtem Scannerstrahl und hielt seinen Finger in das rötlich Licht.Augenblicklich erschien eine blaue Warnmeldung auf dem Holo:



CAUTIO!

Vamdenberg wandte sich an Brenner und die gesamte Crew der Wissenschaftsstation.

Va: Alle verlassen jetzt bitte umgehend den Raum.
Br: Mit dem größten Vergnügen.

Kaum hatten die Offiziere den Raum verlassen, wandte sich Richard an Vandenberg.

RR: Worauf warten Sie? Verlassen Sie den Raum!
Va: Wohl kaum. Dies ist mein Schiff und mein Computer!
RR: Aber die Infos sind für Mitglieder der Inquisition!
Va: Nun gut, wenn Sie es so wollen, dann gehe ich und schalte vorher den Computer ab.

Richard seufzte.

RR: Ich glaube, das würden Sie wirklich tun. Nun gut, was solls.
Va: Computer, Raum verschließen und abschirmen.
Der Raum wurde gesichert. Dann atmete Richard tief durch und aktivierte das Programm. Es erschien das Symbol der Inquisiition dann das Wort

ALPHA!

Und dann liefen eine Fülle von Daten durch.
Vandenberg brummte ungläubig.

Va: Wenn man den Daten glauben schenkt, dann ist dieses Portal eine Art Tunnel, welche durch ein Netz von Quantenverschränkungen stabilisiert wird. Das Problem ist scheinbar, dass ein Durchtritt durch einen Transportvorgang durchgeführt wird, Der Sperrstrahl muss jedoch in einem sehr engen Frequenzbereich moduliert werden. Und das geht nur aus dem Inneren des Sperrstrahls. Und dazu muss eine Art Rückkopplung zum Emitter erfolgen. Durch den Tunnel hindurch, Sonst geht die Kohäsion verloren und das Objekt im Sperrstrahl löst sich auf.
RR: Daher auch die Notwendigkeit eines Transphasenstabilisators.
Va: Mhmmm….die Quantenverschränkungen sind extrem stabil, Wenn ich mir die Daten so anschaue, dann würde selbst ein Hagel von Quantentorpedos nichts ausrichten.
RR: Schlecht. Temporalsprengköpfe?
Va: Hätten wohl keine Wirkung. Aber…

Vandenbergs Blicke rasten über die Holodaten.

RR: Aber?
Va: Mhmmm es wäre möglich , aber es ist äußerst komplex und sehr gefährlich. Aber Valentinian schlägt genau dies vor.
RR: Ich verstehe nicht, was Sie meinen?
Va: Für Valentinian gibt es nur eine Energiequelle, welche das Portal zerstören kann. Und genau dies steht am Ende des Datensatzes. Wenn man Valentinian nur als Kleriker sieht, findet man die Info nicht, Aber wenn man weiter denkt….
RR: Bitte etwas genauer!
Va: Der Datensatz beginnt mit den Worten Alpha. Und mit welchen Worten endet der Datensatz?
RR: „So gibt es nur eine ultimate Antwort. OMEGA.“
Va: Und zu was bringt uns das? Nun?

Richard wurde noch bleicher als sonst.

RR: Sanctissima Trinitas! Omega…..das Omega-Molekül!

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  Umbra et Malleus Log 36 - Richard
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Jun-Sun-2021, 06:40 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

***ISS Dark Mirror / Shuttlebay ***

Richard von Rabenstein eilte auf den XO der Dark Mirror zu, ohne sich mit einem Gruß an den seitliche stehenden Vandenberg aufzuhalten. "Ist die Wissenschaftsabteilung bereit?"

"Exzellenz, Captain Vandenberg hat angeordnet, dass Sie zunächst bei ihm die Erlaubnis einholen müssen, ehe die Entscheidung über eine Benutzung unserer Wissenschaftsabteilung gefällt werden kann." Pizer verlagerte nervös das Gewicht von einem Fuß auf den anderen, als fürchte er wegen Blasphemie gleich vom Blitz getroffen zu werden.

Richard wandte sich mit schmalen Augen zu Vandenberg. "Was soll diese Impertinenz? Glauben Sie, ich hätte keine validen Gründe für meine Forderung?"

"Gründe hin oder her, die Inquisition hat auf diesem meinem Schiff keine Befehlsgewalt."

"Sie versuchen seit Beginn Ihrer Einmischung in meine Angelegenheiten alles zu sabotieren."

"Sie bezeichnen die Rettung Ihrer Person als Einmischung? Nett."

"Hören Sie auf, sich dieses altruitische Mäntelchen umzuhängen. Ihnen ging es darum zu erfahren, was im Velconnia-Belt ist, und sonst nichts. Nun, ich kann Ihnen sagen, was dort ist, könnte das Ende der Galaxis bedeuten, die wir kennen."

"Die von Ihnen beschworene Apokalypse ist vermutlich schon eingetreten," entgegnete Vandenberg säuerlich. "Wir haben Subraumtransmissionen aufgefangen und einige weitere Vorkommnisse zu verzeichnen, die den Verdacht nahelegen, dass wir nicht mehr in dem Universum sind, in dem wir vorher waren."

Die helle Haut des Großinquisitors wurde noch eine Spur weißer. "Sanctissima Trinitas!"

"Was haben Sie angestellt, wenn ich fragen darf?"

"Auf einem der Planeten befindet sich eine Art Portal in andere Universen, ein Ort, an dem die Quantenbarriere zu den übrigen Teilen des Multiversums durchlässig gemacht werden kann. Wir hatten Kontakt zu Personen... zu unseren Doppelgängern, um genau zu sein, aus einem dieser anderen Universen. Es ist anzunehmen, dass ab einem bestimmten Punkt der technologischen Entwicklung möglich sein wird, eine Invasionsflotte durch das Portal zu schicken und alles auszuradieren." Richards Stimme war immer leiser geworden. Er stand jetzt genau vor Vandenberg und fixierte ihn mit einem kalten Blick aus seinen eisblauen Augen. "Das Portal muss zerstört werden. Umgehend. Und daher brauche ich Zugang zu Ihrer Wissenschaftsabteilung." Er wandte sich Richtung Lift.

Aber die beiden Männer wurden durch einen lauten Wortwechsel in ihrem Rücken aufgehalten. Während Colonel Hammerton sich zu einer Kom-Einheit begeben hatte, um sich mit seiner Einheit in Verbindung zu setzen, hatte ihr Gefangener Howy offenbar versucht, sich an eine junge Offizierin heran zu werfen und so seine Chancen zu baldigem Entkommen zu erhöhen. Die Dame hatte ihn immobilisiert und funkelte ihn wütend an.

"Ihre Befehle bezüglich des Gefangenen, Exzellenz?" rief Pizer durch den Hangar.

"Setzen Sie ihn in ein Shuttle und lassen Sie ihn seiner Wege ziehen. Wir haben keine Zeit für solche Marginalien."
Damit war für den Großinquisitor die Angelegenheit erledigt und er wandte sich wieder zum Lift. "Captain? Tempus fugit."

Die beiden betraten den Lift und die Türen schlossen sich hinter ihnen mit einem leisen, fast bösartigem Zischen. "Wissenschaft!" orderte Vandenberg. Als der Lift sich in Bewegung setzte, fuhr er fort: "Apropos Marginalien. Eine weitere sitzt in meiner Arrestzelle und trägt den Namen Robert Maximilian von Rabenstein."

Richard verzog keine Miene.


*** Wissenschaftsabteilung ***

Richard hatte die Tricorder, die sie im Velconnia-Belt benutzt hatten, auf der Ablage neben der Analysestation platziert. "Das sind alle Aufzeichnung, die Colonel Hammerton und ich machen konnten. Ich vermute, das die Barrieren zwischen den Universen auf künstliche Art durchlässig gemacht wurde, in dem die Quantenfluktuation minimiert wurde."

Der Wissenschaftsoffizier, ein Asiate mit kahlgeschorenem Kopf, nickte nachdenklich, während er den ersten Tricorder auf Übertragungsmodus schaltete. "Das wäre möglich, falls ein kontinuierliches Tachyonfeld aufgebaut wird... aber der Verteronflux darf auf keinen Fall über---" überlegte er.

"Wie auch immer," unterbrach ihn Richard. "Das Portal existiert und muss unschädlich gemacht werden." Er zog seinen Amtsring vom Finger und legte ihn neben die Tricorder. "Prüfen Sie, ob die Kristallstruktur dieses Ringes einen Transphasenstabilisator enthält."

Der Wissenschaftsoffizier hob ungläubig die Augenbrauen und räusperte sich dezent. "Was... bringt Sie zu der Annahme, dass das der Fall sein könnte, Exzellenz?" Es war klar ersichtlich, dass er mit seinem kleinen Team nicht noch eine Aufgabe übernehmen wollte, noch dazu eine, die ihm äußerst abwegig erschien.

"Dieser Ring ist der Schlüssel. Er hat mich zum Velconnia-Belt und unbeschadet durch das Portal gebracht."

"Also wusste der selige Valentinian Constantius von diesem herzerfrischenden Ort," ließ sich Robert Vandenberg vernehmen und musterte das Artefakt, dessen zentraler Stein im Licht der Deckenbeleuchtung glitzerte.

"Und welcher Platz zur Aufbewahrung dieses Geheimnisses hätte besser sein können, als der Amtsring."

"Nun... mir würden einige weniger kryptische einfallen... Aber die Inquisition kann nicht genug Mystizismus walten lassen, ist es nicht so, Exzellenz? - Ich frage mich nur, nach allem, was Sie mir vorhin erzählt haben: müssten WIR uns nicht ebenso auflösen, wir der unglückliche Hammerton-Counterpart? Schließlich sind wir ganz offensichtlich nicht mehr in unserem Universum."

"Ich bin kein Wissenschaftler. Aber es ist offensichtlich, dass unsere Quantenmatrix stabil ist. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass wir IN der Schockwelle gereist sind, ähnlich wie in einer Warpblase." Richard nickte dem Wissenschaftsteam zu. "Ich überlasse Sie jetzt Ihren Aufgaben. - Captain, wenn Sie mir Freigabe für den Arrestbereich erteilen würden?" Trotz der Frage klang es nach einem Befehl.


*** ISS Dark Mirror / Arrestbereich ***

Eine Zeitlang hatten Vater und Sohn gemustert, ohne das ein Wort gefallen war. Dann ergriff Richard das Wort: "Ich war etwas besorgt, als ich von deiner Anwesenheit erfuhr. Ich fürchtete, LaSalle hätte dich auf mich gehetzt. Oder das Flottenkommando. Aber so wie die Dinge stehen, ist meine Besorgnis irrelevant."

"Wie ich sehe, befähigt dich deine Empathie anderen Menschen gegenüber bestens für das Amt, in das Constantius dich manövriert hat. - Aber immerhin hat der hinterhältige alte Geier recht behalten mit seinem Gefasel über die Vielzahl der Universen."

Die Äußerung sorgte dafür, dass Robert Maximilian zumindest den Ansatz einer gefühlsmäßigen Reaktion im Gesicht seines Sohnes entdeckte. "Was weißt du darüber?"

"Nicht besonders viel. Außer dass deine werte Mutter mir eines Tages klar gemacht hat, was für ein minderbemittelter Idiot ich im Vergleich mit ihrem angebeteten Valentinian Constantius war."

"Und dabei kam das Portal ins Gespräch?! Wann war das?"

"Oh, habe ich dich aus deiner Contenance gebracht? Verzeihung. Nein, nicht direkt ein Portal. Zumindest erinnere ich mich nicht. Aber es war kurz nach deinem Einzug ins Seminar, also etwa vor 20 Jahren."

"Zur Zeit des Aldiran-Kreuzzuges..." Richard schenkte seinem Vater keine Beachtung weiter. Die Aldiran, eine Spezies, die sich zunächst zum wahren Glauben bekannt hatte, in den folgenden Jahrhunderten aber immer mehr in den Verdacht unerlaubter magischer Praktiken geriet, zu denen auch einiges gehörte, was nun im Licht des Multiversenportals, erstaunlich Sinn machte! Der Großinquisitor eilte aus dem Arrestbereich Richtung Wissenschaft.

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  Umbra et Malleus / Log 35 / Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jun-Fri-2021, 08:08 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

ISS Dark Mirror / Brücke

Vandenberg blickte seinen XO durchdringend an.

Va: Er hat WAS gesagt?

XO Pizer fühlte sich sichtlich unwohl.

Pi: Seine Exzellenz von Rabenstein hat angeordnet, dass das SCI-Center unter Dr. Selleck ihm sofort zur Verfügung gestellt wird.
Va: Soso, hat er das?
Pi: Jawohl Sir. Ich habe das natürlich sofort umgesetzt.
Va: Haben Sie das?
Pi: Jawohl.
Va: Mr. Pizer, merken Sie sich bitte folgendes: Seine Exzellenz hat hier NICHTS anzuordnen. Ist das klar?
Pi: Ich dachte….
Va: Sie dachten in diesem Falle falsch! Teilen Sie bitte seiner Exzellenz mit, dass Doktor Sellecks Team ihm zur Verfügung steht. NACHDEM seine Exzellenz MIR erklärt hat, wozu er das Team benötigt.
Pi: Das wird ihm nicht gefallen.
Va: Besser das, als Sie erleben gewisse Dinge, wenn etwas mir nicht gefällt.
Pi: Ich verstehe, Sir.
Va: Sobald von Rabensteins Shuttle wieder an Bord ist, informieren Sie mich. Ich bin bei unserem speziellen Gast.

-----------------------------------------------------

Ortswechsel:

ISS Dark Mirror / Arresttrakt

Sokar saß in seiner Arrestzelle auf dem Boden, die Augen geschlossen, in einer für Menschen extrem unbequemen Meditationspose. Er war wach, aber er schien auf Vandenbergs Anwesenheit nicht zu reagieren. Doch dies schien Vandenberg nicht zu stören.

Va: Wie ich sehe, haben Sie Ihre Fassung wieder gefunden. Sehr aufschlussreich, der kleine, hysterische Anfall heute morgen.

Sokar antwortete nicht.

Va: Ich frage mich natürlich, ob Ihre Reaktion nicht nur Show war. Aber das wäre ja nicht logisch.
So: Sie reden über etwas, was Ihrer Zivilisation fremd ist: Logik.
Va: Soso. Aber die Vulkanier sind reine Logiker. Und wohin hat es sie gebracht?
So: Schweigen Sie. So wie es sich für Barbaren gehört.
Va: Ah ja. Daher weht der Wind. Das ist es also. Wir sind Barbaren. Nett.
So: Wer hat Vulkan überfallen? Wer hat unsere Kultur ausgelöscht? Als wir Euch auf Eurer herunter gekommenen, von Kriegen verwüsteten Welt fanden, boten wir Euch das Licht der Logik und unserer Hilfe an. Und was tatet Ihr? Ihr habt das Schiff gestürmt, die Besatzung getötet und das Schiff ausgeplündert. Wir hätten Euch auslöschen sollen, als noch Zeit dazu war.
Va: Oh, das hattet Ihr ja ohnehin geplant…..
So: Falsch
Va: Unterbrechen Sie mich nicht. Und was Barbarei betrifft, so waren Sie selbst ja auch nicht untätig. Das Massaker auf Virel IV. Ich sage nur: 120 Zivilisten einer Agrarkolonie. Sehr heroisch. Und auch von hohem militärischen Wer.
So: Alle Terraner sind Feinde.
Va: Jaja, eine heroische Tat. Unter den Toten waren 42 Kinder
So: Ihr Terraner habt den Krieg begonnen. Wir haben uns nur gewehrt.
Va: Gewehrt, soso. .immer die gleiche alte Leier. Die bösen, primitiven Terraner. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Ja, man hat das vulkanische Kontaktschiff gekapert, ja man hat die Crew getötet. Aber erst, nachdem der vulkanische Missionsleiter verkündet hatte, dass die Erde von nun an ein Protektorat Vulkans sei und jegliche Opposition unlogisch sein und daher neutralisiert werden würde.
So: Das ist nicht wahr. Wir wollten Euch…

Vandenberg schnitt Sokar scharf das Wort ab.

Va: Ihr wolltet uns versklaven! Es wurden an Bord des Kontaktschiffes Unterlagen gefunden, in welchen eine Klassifikation der Erdbewohner dokumentiert war. Ich zitiere: „ Die Terraner sind als eine Zivilisation anzusehen, welche bestenfalls der Stufe 3 angehört und für einfache Arbeiten kollektiviert werden sollte. Die Bemühungen der Terranet zur Entwicklung einer interplanetaren Raumfahrt, oder gar einer interstellaren Raumfahrt sollten gebremst oder besser noch, unterbunden werden. Diese Zivilisation ist gefährlich. Es sollte hier eine Übernahme der Kontrolle für einen Zeitraum von mind. 1000 Jahren durchgeführt werden. Sollte dies nicht möglich sein, so rät der Wissenschaftsrat zu einer Neutralisierung der Erdbewohner“.
Diesen Satz kennt heute jedes Kind. Ich wiederhole: .Sollte dies nicht möglich sein, so rät der Wissenschaftsrat zu einer Neutralisierung der Erdbewohner.“ Neutralisierung bedeutet nichts anderes als Auslöschung.
So: Das entspricht nicht der Wahrheit.
Va: Jedes Wort ist wahr. Das wissen Sie so gut wie ich. Ihr ach so verehrter Wissenschaftsrat hat dies sogar bestätigt, als die terranische Flotte Vulkan angriff. In seiner absoluten Hybris verstieg sich der Rat zur Behauptung, die Terraner wären keine Gefahr für Vulkan. Ja, man weigerte sich sogar, Verteidigungsanstrengungen zu unternehmen, denn es sei ja unlogisch, dass die Terraner irgendeinen Erfolgt haben könnten. Der Rest ist Geschichte.
Neutralisierung. Fragt sich, mit wie vielen Völkern die Vulkanier dieses Spiel getrieben haben.

Sokar schwieg.

Va: Ja, schweigen Sie nur. Aber Sie werden der Wahrheit ins Auge sehen müssen.
So: Werden Sie nicht theatralisch.

Vandenberg begann zu lachen. Lachen um zu strafen.

Va: Ihr Vulkanier seid keinen Deut besser als der Rest der Galaxis. Ihr seid genauso fortgeschritten, brutal und primitiv wie die Vulkanier, oder die Terraner. Ihr seid auch nur Menschen!
So: Es gibt keinen Grund, beleidigend zu werden.
Va: Beleidigend. Sehr aufschlussreich. Sie verstehen es nicht, was? Ihre Überheblichkeit und Arroganz hat in diesem Universum zu nichts als Krieg und Zerstörung geführt. Und Sie von jener Person entzweit, die Sie in Lt. Kevak sehen. Genauso wie unserer Überheblichkeit, oder die der Romulaner. Jeder hält sich für etwas Besseres. Dabei sind wir alle nur primitives Gewürm, mit welchem gewisse Personen ihre Spielchen treiben. Sie, ich, wir alle, Sokar. Wir alle.
So: Sind Sie jetzt fertig? Ich möchte weiter meditieren.
Va: Ja, ich bin fertig. Aber nur für heute. Ich bin mit Ihnen noch lange nicht fertig. Ich habe noch gar nicht richtig angefangen.

Vandenberg verließ den Zellentrakt.

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  Log 34 Umbra et Malleus - Richard
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - May-Mon-2021, 09:47 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: Richard und Hammerton wissen noch nichts über die „Universumsverschiebung“, die die andren ja schon festgestellt haben.

RPG:
*** Auf dem Planeten im Velconnia-Belt ***

„Was für ein plötzliches Interesse an Ihrem Vater,“ kommentierte Frank Hammerton, während er den Gefangenen sicherte und dann das kleine Basislager demontierte. Die selbstorganisierenden Nanofibre-Strukturen ließen sich im Handumdrehen in handliche Pakete falten, ein entsprechender elektronischer Befehl genügte.

„Interesse an Informationen,“ korrigierte Richard und brachte sein Äußeres wieder in annehmbare Form. „Mein Vater war Captain der Imperialen Flotte, Leiter des Sicherheitsdienstes und die rechte Hand von DeRaaf. Was hat er jetzt mit den Terroristen zu schaffen? Das Wissen darum könnte uns viel über den derzeitigen Zustand im Imperium vermitteln.“

„Haben wir nicht genug andere Probleme derzeit? Die Zerstörung dieses Multiversenportals, wie Sie gerade sagten?“

„Colonel…“ Richard lächelte sanft. „Informationen können gegen nichts aufgewogen werden. „Besonders dann nicht, wenn sie meine Gegner betreffen. – Was ist DAS da?“ Der Inquisitor wies auf die Leiche des Hammerton aus dem anderen Universum, die seltsam zu verschwimmen begann.

„Das gefällt mir nicht…“ Hammerton beugte sich mit dem Tricorder über den Toten. " Ich bin kein Experte, aber es scheint, dass seine Quanten-Matrix sich destabilisiert. Jedenfalls sinken die Werte in allen Koheränzbereichen."

"Das bedeutet, dass seine Materie vermutlich nicht lang in diesem Universum existieren kann. Unsere ‚Doppelgänger‘ sagten etwas von einem Transphasenstabilisator, der zum Durchqueren des Portals nötig ist. Er hatte offenbar keinen. – Was ist mit mir?"

Hammerton führte den Scanner über den Inquisitor. "Sie sind stabil. Im Moment jedenfalls."

"Warum?“
„Nun, Sie sind im richtigen Universum, er nicht. – Sind Sie fertig zum Transfer?“

Oder ich habe einen Transphasenstabilisator…. Richard blickte auf den Amtsring. Er hatte all die codierten Informationen über diesen Ort enthalten. Ein Wegweiser. Aber was nützte ein Wegweiser, wenn man dann vor verschlossener Tür stand? Also hätte er einen Schlüssel gebraucht, der das Portal öffnete. Er würde das prüfen lassen, sobald Sie wieder an Bord der „Dark Mirror“ waren!


*** Im Shuttle ***

Es erwies sich von Vorteil, dass die gepanzerten Shuttles des bewaffneten Armes der Inquisition stets auch einen Bereich zum Gefangenentransport hatten - schließlich wurden sie auch eingesetzt, um häretische Subjekte in sicheren Gewahrsam zu bringen! In diesem kleinen Abteil hockte Howy nun, medizinisch basisversorgt und mit Arm- und Fußfesseln gesichert.
Während der vergangenen fünf Minuten hatte er ein erstes Repertoire an Flüchen über dem vor ihm stehenden Inquisitor ausgeleert, nun starrte er ihn wütend an. "Sag schon, was du willst, du Lackaffe!" blaffte er nach weiteren fünf Minuten, während denen Richard ihn einfach nur gemustert hatte.

„Du bist mit meinem Vater gereist, behauptest du? Wieso?“

„In einem imperialen Shuttle der Luxusklasse! Nur das Bordmenü ließ etwas zu wünschen übrig… Eminenz. – Also, wie stehts mit meinem Rückflugticket? War grad auf dem Weg nach Risa, wenn dir das was sagt.“

"Das hängt ganz von deiner Kooperationsbereit ab."

„Und was sonst? Da lässt du wieder den Brutalinski ran, was? Good Cop, Bad Cop. Altes Spielchen. Ich hab nichts zu erzählen, oder willst du den Tagesablauf im Flottengefängnis von Charon hören?“

Richard blickte ihn ohne jede spürbare Regung an. Volle weitere fünf Minuten lang. Dann sagte er: "Ich kann dafür sorgen, dass du leidest, wie noch nie in deinem miserablen Leben, glaube mir. Colonel Hammerton kann dir vielleicht alle Knochen im Leib brechen…" Der Inquisitor streckte vorsichtig seine mentalen Fühler aus. „Aber ICH breche deinen Geist.“

"Glaubst du, du kannst mir Angst machen mit diesen Kinderspielchen?! Was ich alles mitgemacht hab, da kannst du mich bestimmt nicht beeindrucken! Du so wenig wie dein Alter!"

Richard konzentrierte sein Potenzial auf gewisse Bereiche des Hirns - falls man die synaptische Aktivität seines Gegenüber so bezeichnen konnte! Er brauchte sich nicht einmal sonderlich anstrengen. Sein Gefangener hatte keinerlei geistige Disziplin.

„Nun. Ich frage nochmals: was für Geschäfte hatte Captain Robert von Rabenstein mit dir abzuwickeln?“

Howy spuckte aus. „Frag ihn selber, Sohnematz!“

Richard streckte die rechte behandschuhte Hand aus und legte die Finger an die Schläfe des Gefangenen. Das Blut pochte fast hörbar in der Ader.

"Nimm deine Pfoten von mir!!!"

„Was für Geschäfte hatte Robert von Rabenstein mit dir?“

Howy schnappte nach Luft und zog unbehaglich an den in der Wand verankerten Fesseln. „Er hat mich aus dem Knast geholt, damit ich ihn bei einem alten Kumpel einführe, und das wars!“

„Hatte er einen Auftrag?“

„Ha! Kaum, was?! Nen Auftrag, sich unbeliebt zu machen, vielleicht! Das halbe rechtgläubige Imperium war hinter ihm her, wenn ich die Funksprüche richtig erinnere!“

„Erinnere dich ‚richtig‘!“

„Meine Fresse, ich hab nicht so genau---ahh, was ist das?! Wieso bewegen sich die Wände auf mich zu?! Seit ihr alle irre?! Lasst mich sofort hier raus!“

„Platzangst ist recht unangenehm, nicht wahr? Ja, aber du hast lange im Shuttle mit meinem Herrn Vater gesessen. Je schneller du mir sagst, was es für Funksprüche waren, desto eher geht es dir besser.“

„Er hat sie überwacht! Die Funksprüche! --- Ich kriege keine Luft mehr! --- Wie hoch das Kopfgeld ist, wie weit… wie weit das Abfangkommando ist…“

„Kopfgeld?“

„Es hieß, er wollte… wollte… den Großkanzler ermorden… oder LaSalle! Mehr habe ich nicht mitbekommen!“

„Du lügst. Jemand hat ihn beauftragt. WER hat ihn beauftragt?“

„Ich weiß nicht!!!“

„Denke nach! Denke besser nach! Ich will jedes kleine Detail! Alles, was sich in diesem Shuttle abgespielt hat, und davor in deiner Zelle auf Charon!“

...

Der Inquisitor trat zurück ins Cockpit und zog die Handschuhe von den Fingern.

"Etwas ermattet?" fragte Hammerton aus dem Pilotensessel.

"Im Gegenteil, es war erquickend, einmal wieder meine Profession ausüben zu können." Er trat an die Replikatoreinheit und orderte ein Mineralwasser.

"Und, was haben Sie rausbekommen?“

„Scheinbar hatte der Großkanzler meinem Vater den Auftrag erteilt, LaSalle von der Bildfläche zu tilgen. Ich bin mir nicht ganz sicher, das war ziemlich tief in Mr. Edzardus‘ Unterbewusstsein. Wahrscheinlich hat er im Schlaf irgendein Selbstgespräch oder einen Funkspruch mitbekommen. Auf jeden Fall ist meinem Vater offenbar etwas unbehaglich geworden und er zog es vor zu desertieren, zu den Resten der Terroreinheit des ‚Patriarchen‘. Jetzt ist ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt.“

„Nun… das ist…“ Hammerton wusste offensichtlich nicht wirklich, was er dazu sagen sollte. „….betrüblich.“

„In der Tat, das ist es.“ Richard setzte sich und ließ den Blick durch das spartanische Cockpit wandern. „Hätte mein Vater das Vorhaben umgesetzt, wären einige Sorgen aus der Welt geschafft. – Ist Vandenberg schon unterwegs? Ich brauche seine Wissenschaftsoffiziere.“

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  Log 33 Umbra et Malleus - Sokar / Robert von Rabenstein
Geschrieben von: Sokar - May-Sat-2021, 07:15 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

*** Auf der Dark Mirror / Arresttrakt ***

Lt. Reginald Kevak, dessen vulkanisches Äußeres einen momentan sehr zornigen terranischen Offizier umhüllte, starrte Sokar an. „Mein Vater ist tot. Und er starb von einem Terroristen ermordet!“ zischte er und drehte sich zu Vandenberg um. „Gestatten Sie mir, diesen Abschaum zu exekutieren, Sir!“

„Hier exekutiert nur einer, und das bin ich, mein junger Freund.“

„Er ist ein Feind des Imperiums, ein Massenmörder, der es nicht anders verdient!“

Vandenberg hob in einer fast vulkanisch anmutenden Geste seine Augenbrauen. „Ja, das Feuer der Jugend. Ergreifend, nicht wahr, Sokar?“

Der ältere Vulkanier musterte die vor dem Kraftfeld stehenden Personen, und wenn Blicke sich durch die Energiebarriere hätten brennen können, wäre sie innerhalb von Sekundenbruchteilen in sich zusammen gefallen.

Vandenberg fuhr fort: „Aber, Lt. Kevak, in der derzeitigen Lage möchte ich mich auch zum Thema Freund und Feind des Imperiums nicht wirklich äußern. Zumal wir nicht einmal wissen, in welchem Imperium wir sind.“

„Sir!“ Kevak hielt nur mühsam an sich.

Sokars Blick hielt den vor Wut beinahe vibrierenden jungen Mann fest. Es war sein Sohn, gar kein Zweifel! Er sah seiner Mutter sehr ähnlich… Und diese verfluchten Terraner hatten ihn auf eine Weise getötet, die schlimmer war als die Vernichtung durch Bomben und Strahlung!
Sokar trat so nah an das Energiefeld, dass es knisterte und sich die ersten elektrischen Ladungen über seinem Körper verteilten. In den ganzen letzten Wochen hatte er der wahnsinnigen Hoffnung nachgejagt, das letzte Mitglied seiner Familie wieder zu finden, das letzte, unversehrte Stück heile Welt, den letzten Rest Schönheit in diesen verabscheuungswürdigen, dem Untergang geweihten Universum! Und jetzt – hatte sich die schillernde Verheißung, die Fata Morgana der Hoffnung, in ihr schwärzestes Gegenteil verwandelt. Dieses Gegenteil starrte ihn an, aus eisigen Augen. Sokar trat einen Schritt zurück, und sprang, alle Kräfte mobilisierend mit einem wütenden Schrei in das Kraftfeld. Er war so erfüllt von Hass und Zorn, das jegliches Schmerzempfinden ausgeschaltet war, kein Gedanke mehr in ihm Raum hatte, als Kevak zu packen und zu schütteln – bis jener aus der Gehirnwäsche aufwachte oder starb!

Vandenberg fuhr herum zu dem wachhabenden Offizier. „Leiten Sie das Betäubungsgas in Einheit 2! Los! Diese Familiendramen zehren an meinen Nerven!“

Sokar kämpfte, gegen die Energie des Kraftfeldes wie die Wirkung des Gases. Aber es dauerte eine geraume Weile, bis sein Körper aufgab und zusammen sank.

In diesem Moment kam eine Meldung von der Brücke herein. +Sir! Wir haben eine Meldung von Seiner Exzellenz von Rabenstein! Erbittet Rendezvous an den vereinbarten Koordinaten, Sir! Höchste Dringlichkeit.+

„Wie weit sind wir entfernt nach unseren …. kleinen Zwischenfall?“

+Kursabweichung 1,34 Lichtjahre, Sir. Bei Maximalgeschwindigkeit können wir den Rendezvouspunkt in sechs Stunden erreichen.+

„Dann starten wir sofort. Geben Sie Nachricht an den Rest des Verbandes!“



Robert Maximilian von Rabenstein hatte die Auseinandersetzung verfolgt und über die unkalkulierbaren Wechselfälle des Schicksals spekuliert. Nur eines schien zur Gewohnheit zu werden: er saß hinter irgendwelchen Kraftfeldern fest! Nun gut, aber immerhin war es die Arrestzelle eines Renegaten, und nicht die der imperialen Flotte – oder der Inquisition! Der Gedanke brachte ihn zu seinem Sohn. Er war also hier. Oder noch nicht ganz, aber zumindest Teil dieser ganzen Inszenierung! Er wunderte sich nicht. Der Herr Inquisitor… oder nein, Inquisitor Maximus Electus - hatte schon immer einen Sensus für Theatralik bewiesen, genau wie sein Amtsvorgänger. Das hatte er sich wohl von ihm abgeschaut.

Aber diese ganze Angelegenheit mit der Schockwelle und Vandenbergs Vermutung, sie könnten sich in einem anderen Universum befinden, verursachte dem Ex-Captain ein ausgesprochen ungutes Gefühl. Er erinnerte sich an eine der zahllosen Auseinandersetzungen mit seiner ‚geliebten Gemahlin‘…

.........“Hast du schon wieder bei diesem Lackaffen in seinem Brokatrock rumgelungert, Catherine?!“

„Ich war zur Beichte!“ fauchte sie zurück und pfefferte ihren Ausgehmantel an den Haken. „Was geht es dich an?!“

„Zweimal die Woche?! - Du bist MEINE Frau, die Frau von Lt.-Cmdr. Robert Maximilian von Rabenstein, Adjutor des Oberkommandanten!“

„Ich bin nicht deine Sklavin!“

„Scheinbar hast du diese Bedenken bei Seiner Exzellenz Valentinian Constantius keineswegs,“ gab er ätzend zurück. „Die halbe Flotte macht sich über meine fromme Gattin lustig!“

„DU machst dich lächerlich!“

„Was findest du an dem Kerl?! Ist es nicht genug, dass er mir meinen Sohn abspenstig gemacht hat?!“

„Vielleicht möchte ich einfach einmal ein INTELLIGENTES Gespräch führen, Robert! Dein Verstand endet ja offenbar bei der Reichweite deines Disruptors!“

„Ein intelligentes Gespräch, das ich nicht lache! Ihr sitzt also in seinem Amtszimmer und philosophiert über das Universum, ja?!“

„Über die Vielzahl der Universen! Es gibt Dinge, von denen hast du nicht einmal die blasseste Vorstellung, mit deinem beschränkten Soldatenhirn!“
..............

Die Vielzahl der Universen, soso. Über was hast du mit ihm geplaudert, damals? Sehen wir das heute?

--
(Etwas kurz, aber siehe mein Problem, dass ich unter dem vorhergehenden Log geschildert habe…)

[Bild: Sokar-Spiegel.jpg]

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  Log 32 / Joint Log / Hammerton/Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - May-Fri-2021, 10:37 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (7)

Im Velconnia-Belt / Auf dem Planeten

"Ihr geht nirgendwohin. Ihr bringt MICH zurück, wo ich hingehöre!"

Aus dem Dunkel eines dichten Busches trat jetzt die Person hervor, zu der die Stimme gehörte: Howardus Edzardus. Eine große Platzwunde an seiner Stirn schien sich förderlich auf seine Aggressivität ausgewirkt zu haben. In seiner Hand hielt er einen großkalibrigen Disruptor, mi dessen Spitze er jetzt in Richtung Richard von Rabenstein und Hammerton fuchtelte.

HE: Flossen hoch, alle beide. Sie an, sieh an. Unser Oberpfaffe nebst Begleitung. Lange nicht gesehen, Euer Exzellenz.

Richard lächelte maliziös.

RR: Auch ich freue mich ungemein, Sie wieder zu sehen, Mister Edzardus. Eigentloch dachte ich, Sie wären schon längst terminiert worden.
HE: Da war Ihr werter Vater davor.

Richards Gesicht zeigte eine Spur von Missfallen.
HE: Ja, da staunen Sie. Ich war mit Ihrem werten Herrn Erzeuger ein paar Tage unterwegs. Er hat mich aus dem Knast geholt und zusammen sind wir zu den Freiheitskämpfern geflohen.
RR: Freiheitskämpfer? Eher wohl Terroristen.
HE: Das ist Ansichtssache.

Hammerton lachte dröhnend.
Ha: Dieser Spruch ist so alt, dass er schon wieder ein Comeback feiert.
HE: Wen stellen wir denn da, Mr. Quadratschädel? Ein Klugscheißer in Uniform.

Howardus wird auf Hammertons Phasergewehr, welches noch immer auf seinem Rücken hing.

HE: Das Ding da auf den Boden. Und dann zu mir rüberschieben. Oder mein Finger wird nervös. Und glaub mir. Ich treffe.

Hammerton zuckte mit den Schultern und legte die Waffe auf den Boden.

HE: Na also, geht doch. Einfach nur Befehle befolgen. Soooo

Howy nahm die Waffe auf und richtete sie auf Hammerton.

HE: So du Zinnsoldat. 5 Schritte zurück und keine Heldentaten. Sonst schmelze ich Dich zusammen wie eben einen Zinnsodaten.

Howy lehnte sich grinsend an einen Baum.

HE: Ich könnte Euch beide jetzt ja erschießen, aber leider benötige ich Euch, um von hier weg zu kommen. Warum auch immer ich hier bin.
RR: Und wie kommen Sie auf die Idee, dass wir Ihnen helfen könnten?
HE: Nun, ich kenne Ihren Alten, flüchtig. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Und wer so wie Sie, Euer Exzellenz studiert hat, kann den ganzen Scheiss hier evtl. durchschauen.
Ha: Soso,
HE: Das so etwas über deinen Horizont geht, Zinnsoldat, ist mir klar. Du hast ja schließlich nur ein Kraftprotzerei promoviert. Könnt Ihr überhaupt addieren und subtrahieren?
RR: Sie sprachen von meinem Vater. Wo ist er?
HE: Was weiß ich? Wir hatten uns ein paar Tage vor dieser Schockwelle getrennt. Ich bin so schön in der Gegend herum gegondelt, plötzlich BÄNG! Dann war ich hier und als ich ein paar Stunden hier herum gestiefelt bin habe ich plötzlich Eure schönen Stimmchen gehört und 5min. später Ihr bezauberndes Gesicht gesehen. Aber von Rabenstein ist von Rabenstein. Einer so gut wie der andere. Also wenn Sie nur halb so schlau wie Ihr alter Herr sind, dann bringen Sie mich runter von diesem Drecksplaneten, dann lasse ich Sie vielleicht am Leben.
RR: Und was dann?
HE: Dann lasse ich Sie irgendwo laufen und mache mich vom Acker. Und dann, willkommen Freiheit irgendwo im All. Ohne Euch Scheisskerle.
RR:Sie haben eine bezaubernde Ausdrucksweise.

Hammerton begann zu kichern.

HE: Was keckerst Du so herum? Was ist da so witzig?
Ha: Oh ich dachte nur wie witzig das aussehen wird, wenn Sie das Phasergewehr abfeuern. So wie Sie da stehen, wirft Sie der Rückstoß 10m weit durch die Luft und bricht Ihnen den Arm.
HE: Hahaha, irre komisch. Selbst so ein Vollidiot wie Du sollte wissen, daß eine Energiewaffe keinen Rückstoss erzeugt.
Ha: Eine Energiewaffe nicht, aber…ich!

Hammerton reagierte unheimlich schnell. Der von Hammertons Fuß in Richtung Howy geschleuderte Stein traf Howy an der linken Hand. Howy riss seine Waffe hoch doch Hammerton hatte ihn bereits angesprungen und
Howardus mit einem wuchtigen Tritt gegen die Brust zu Boden geworfen. Mit einem donnernden Krachen feuerte das Phasergewehr , aber an Hammerton vorbei. Dieser packte die Waffen jetzt von der Seite am Lauf und zerrte so heftig a dass diese Howy entrissen wurde, wobei der Zeigefinger im Abzug hängen blieb und mit einem deutlichen Knacken gebrochen wurde. Mit einem noch deutlicheren Geräusch landete der Griff der Waffe, auf der Schulter Howys, welche dem Hieb nicht standhielt und brach.

Ha: Das war für den Zinnsoldaten und das Bübchen, ist für den Idioten.

Krachend landete Hammertons Faust auf Howys Nase und schickte ihn ins Reich der Träume.
Hammerton zerrte den Bewusstlosen zu Seite und fesselte Howy mit dessen eigenen Gürtel und dem Riemen des Phasergewehres. an Händen und Füssen. Dann stand Hammerton auf und schüttelte den Kopf.
Ha: Diese Hobby-Revoluzzer sind einfach nur lästig.
RR: Das war riskant.
Ha: Ja, aber kalkulierbar.
RR: Vielleicht weiß er noch etwas über den Aufenthaltsort meines Vaters. Aber Sie mussten ihn ja gleich schlafen legen.
Ha: Oh ich entschuldige mich für meine Grobheit. Euer Exzellenz. Aber ich konnte diesen Kerl nicht vorher um Genehmigung bitten. Aber keine Sorge. Der wird schon bald wieder wach sein.
RR: Nun, evtl. kann er uns ja anschließend etwas erzählen. Ich habe da gewisse Methoden.
Ha: Davon gehe ich aus. Und falls Sie mit den feinen Methoden nicht weiter kommen, dann kenne ich noch ein paar etwas rustikalere Vorgehensweisen!

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Ortswechsel: ISS Dark Mirror / Arrestbereich

Drei Personen, welche man aus dem , auf den Asteroiden abgestürzten Schiff geborgen hatte, standen in den Einzelzellen, hinter starken Sperrfeldern eingesperrt:
Ein schweigend dastehender, älterer Vulkanier, ein halbnackter, vor Wut brüllender Karyaner und ein Terraner, welcher scheinbar tief in Gedanken war.
Vandenberg kannte zumindest 2 dieser Personen. Er wandte sich zuerst an den Terraner.

Va: Robert Maximilian von Rabenstein, willkommen an Bord. Wie ich hörte, ist der Preis auf Ihren Kopf mindestens 1000 mal höher, als die Belohnung, welche auf mich ausgesetzt ist. Glückwunsch. Damit sind Sie zum Staatsfeind Nummer 2 avanciert. Direkt nach Ihrem Sohn.

Robert Maximilian von Rabenstein grinste böse.

RM: Vandenberg im Zentrum des Sturms. Das hätte ich mir denken können. Nur Sie würden so eine Sache auf diese Art und Weise durchziehen. Gratulation. Aber in einer Sache haben Sie sich geirrt. Ich habe keinen Sohn.
Va: Das ist Ansichtssache.

Vandenberg wandte sich jetzt an den Vulkanier.

Va: Sokar von Vulkan. Der Alte vom Berge, Papa Terror und wie man Sie noch nennt. Eigentlich dachte ich, mann hätte Sie nicht schon längst terminiert, sondern auch entkörpert.

Sokar zog eine Augenbraue hoch.

So: Das habe ich auch über Sie gedacht.
Va: Ich könnte mich jetzt fragen, was Sie hier zu suchen haben, aber ich habe das Gefühl, dass die Antwort nicht weit liegt.
So: Ein Gefühl mag unlogisch sein, aber es ist etwas, was ein Lebewesen hat. Und Sie Vandenberg, das gesamte terranische Imperium , nein Ihre gesamte Rasse sind keine Lebewesen und werden bald Geschichte sein.
Va: Ach wissen Sie Sokar, dies habe ich so oft schon gehört.
So: Die Dinge ändern sich. Schon bald.

Der Karyaner in der Nachbarzelle brüllte plötzlich auf und warf sich gegen das Sperrfeld, erntete dabei jedoch nur 2 gleißende Lichtbögen und schmerzhafte Krämpfe, welche durch seinen Körper rasten.

Va: Ich nehme an, dass dieser Karyaner so etwas wie Ihr Leibwächter ist. Sein Gebahren ist bemerkenswert. Ich dachte immer. Karyaner würden kühl und überlegt handeln. Nun ja. Worüber sprachen wir?
So: Über Ihr Ende, Sie Utensil.
Va: Mhm...nett…ich bin noch nie als Utensil bezeichnet worden. Interessant. Aber da wir von Veränderung sprachen, ich glaube Sie sollten sich dieses Audio-File anhören, welches wir vor 2 Stunden aufgenommen haben. Während dieser Zeit haben Sie 3 im Übrigen ein Schläfchen gehalten. Hören Sie.

Aus den Wandlautsprechern drang die typische Stimme eines INN-Nachrichtenspreches.

<……hat das Hauptquartier des terranischen Militärs verlauten lassen, dass Imperator VanMalnen noch immer auf der Flucht ist. Großinquisitor LaSalle wurde, obwohl er der neuen Militärregierung unter Admiral O´Toole Treue geschworen hat, unter Hausarrest gestellt. Admiral DeRaaf hast damit begonnen, die neuen Gesetze auf den Zentralwelten durchzusetzen. Die romulanische Regierung nannte den Militärputsch auf der Erde eine so wörtlich“..lange überfällige Reaktion auf den Eigennutz VanMalnens“. Die Suche nach dem Renegaten Robert Maximilian von Rabenstein wird derzeit fortgesetzt>

Va: Nun, wie Sie hörten, haben sich gewisse Dinge verändert.
RM: Das ist unmöglich. Diese „Meldung“ wurde von Ihnen produziert. VanMalnens offizieller Titel war nie Imperator.
Va: Ich versichere Ihnen, ich habe hier nichts produziert. Aber ich freue mich, dass Sie die kleine Nuance erkannt haben. Nun meine Herren. Eine dimensionale Schockwelle, VanMalnen als Imperator und auf der Flucht, ein Militärputsch und ein Asteroid, der plötzlich auftaucht und auf denen sich das Wrack eines Schiffes befindet aus welchem wir Sie 3 heraus befördert haben. Könnte es sein, dass wir evtl. uns nicht mehr unbedingt in dem uns bekannten Universum befinden?
RM: Faseln Sie ruhig weiter.
Va: Soso, ich fasele. Aber evtl. Könnten Sie sich ja die Mühe machen, einmal über meine Hypothese nachdenken.
RM: Das….ist….unmöglich.
So: Selbst wenn es so wäre, es wäre irrelevant. Unwichtig.
Va: Das mag sein. Aber wenn dies unwichtig ist, was ist dann so wichtig für Sie, dass Sie hier her geflogen sind ? Was nur ? Aber ich glaube eine Ahnung zu haben, warum Sie hier sind.
So: Glauben ist nicht wissen und wer Ahnungen hat, sollte zum Arzt gehen.
Va: Ist Ihre Ablehnung der Eventualitäten nicht evtl. unlogisch?
So: Was wissen Sie von Logik? Und was die Wichtigkeit betrifft, so sind bestimmt nicht Sie der Grund für mein Hiersein

Vandenberg lächelte gehässig.

Va: Nun, wir werden sehen. Mr. Pizer, bringen Sie unseren Gast.

Pizer nickte und kam 2 Minuten später mit einem jungen Vulkanier, in der Uniform der terranischen Flotte, zurück. Vandenberg wandte sich an die 3 Personen in den Arrestzellen.

Va: Gentlemen, darf ich vorstellen: Reginald Kevak, Lt. Raumflotte des terranischen Imperiums, Reg. Nr. 8201181. Und das Lt. Kevak….

Vandenberg wies auf Sokar.

Va: ist.....

Der junge Vulkanier unterbrach Vandenberg unwirsch.

RK: Ich weiß um welche Person es hier handelt. Sokar von Vulkan. Ein Terrorist, ein Mörder, Abschaum den man schon längst hätte verdampfen sollen.

Sokar starrte Kevak sekundenlang starr an. Sein Mund formte lautlos nur zwei Worte auf vulkanisch.

So:Mein Sohn!?

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  Im Auftrag Seiner Exzellenz Log 2
Geschrieben von: Sareth - May-Wed-2021, 01:40 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Erde / Paris / Regierungsbezirk der Föderation / Amt für Extra-Quadrantenforschung ***

Ich verließ den Sitzungssaal in Begleitung von Sokar. "Ah, den Elementen sei Dank! Sechs Stunden! Das war eine der längsten Sitzungen der letzten Wochen! Budgetverteilungen sind wirklich eine Folter. Allein schon die Probleme jedesmal, um uns auf die diversen monetären Systeme einzustellen..."Ja, manchmal war es in der Tat nicht besonders praktisch, dass die Föderation die Geldwirtschaft abgeschafft hatte und statt dessen in bestimmten Bereichen mit virtuellen Credits rechnete - das Romulanische Imperium zum Beispiel jedoch noch die Geldwirtschaft besaß. "Aber ich denke, Ihre Ansprache hat die Wirkung nicht verfehlt und wir können mit dem Aufbau kleinerer Relaistationen in Richtung der Ha'thrith beginnen."

"Das würde ich als äußerst positiv betrachten," antwortete der Vulkanier, während wir die große geschwunge Treppe in die Cafeteria hinunterstiegen. "Ich lese an der Akademie gerade über "Aushandlungskomponenten postapokalyptischer Gesellschaften", und es ist erstaunlich, wie viele Ähnlichkeiten es zum Beispiel zwischen jenem Planeten gibt, auf dem meine Crew und ich in den Außenbezirken der Galaxis stießen, und der Erde nach dem Dritten Weltkrieg. Eine ausgesprochene soziologische Fundgrube - dies allein."

"Ja, ich hörte, Ihre Vorlesung sei sehr gut besucht!"

"Wir mussten sogar eine Teilnehmerbeschränkung für den großen Hörsaal einführen, und die Zugriffsraten über den Streamingdienst sind auch sehr hoch."

"Ich muss unbedingt einmal reinhören," versprach ich. "Wenn nicht gerade wieder eine Sitzung ansteht...."

Es war ein sonniger Spätnachmittag, und die Cafeteria lag gebadet im warmen Licht, das durch die getönten Klimascheiben ein noch intensiveres Urlaubsgefühl hervorrief. Die vielen Grünpflanzen aus irdischen und außerirdischen Gefilden reckten sich der Sonne entgegen. Cluster von autonomen Leuchtelementen, die erst im Dunkeln ihre volle Tätigkeit entfalteten, verbreiteten jetzt ein sanftes mystisches Glimmen in einigen Bereichen. Die Sitzgruppen mit ihren herrlichen ergonomischen Polstern in Beige und Hellgrün --- waren fast alle leer! Ich wandte mich erstaunt zu Sokar, der ebenfalls überrascht die Brauen hob. Zu dieser Tageszeit herrschte hier doch sonst Hochbetrieb!

Einen Moment später standen wir an der Replikatortheke und stellten fest, dass die Anzeigetafeln sämtlichst deaktiviert waren. Eine der Komponenten war geöffnet und neben ihr hockte ein Mann im Technikeroverall. "Tut mir leid, die Replis im gesamten Komplex sind offline. Wir haben gestern ein Update gefahren, mit klingonischem Essen. Nach dem Friedensvertrag, da ist ja damit zu rechnen, dass da auch mal welche kommen, wissen Sie, und... naja..." Er zog einen Chip aus der Verankerung. "Dabei muss es irgendwie zu einer Überlastung gekommen sein, oder was auch immer. Ich würde mich ja auch überlasten mit klingonischer Küche, hehe! Jedenfalls gab es irgenwo einen Kurzschluss. Wir rechnen damit, dass wir heute abend die Systeme wieder hochfahren können."
Sein Kopf verschwand in den Eingeweiden der Replikatortheke.

"Nun gut, da lässt sich nichts machen," sagte ich. "Aber draussen stehen auch immer ein paar Imbisswagen. Ich habe heute morgen auf dem Weg zur Sitzung einen gesehen, der eine Mischung aus vulkanischer und terranisch-orientalischer Küche anbot. Vulkanisches Brot mit Hummus und Olivenöl."

"Ja, den habe ich auch gesehen. Dann wollen wir seine Kreationen einmal testen!"

Wir verließen das Gebäude und durchquerten den herrlichen Garten, von dem aus man den Eiffelturm sehen konnte. Kaum zu glauben, dass diese frühe Meisterleistung irdischer Ingenieurskunst nur dreißig Jahre nach seinem Bau wieder abgerissen werden sollte - wegen Baufälligkeit! Nun stand das Wahrzeichen schon Jahrhunderte, natürlich in intensiver denkmalschützerischer Pflege, aber immerhin! Die diversen mobilen Imbisse, die sich hier stets einfanden, waren heute wirklich gut besucht. Viele Terraner umlagerten einen Wagen, der "Hot Dogs like in the 20th century" verhieß. Der musste auch neu sein. Andere standen am Crêpes-Imbiss.
"Das wäre etwas für unsere Bordärztin gewesen," meinte Sokar und wies auf den Hot Dog - Stand. "Sie hatte so einen Faible für terranische Speisen des 20. Jahrhunderts entwickelt."

"Wie geht es ihr überhaupt?"

"Das letzte Mal, dass ich von ihr hörte, ist schon einige Wochen her. Da hatte sie sich mit Mahan gerade um einen Posten auf der neuen Joint-Venture Station der Rihannsu mit den Klingonen beworben."

Wenig später saßen wir auf einer der Bänke auf der Promenade unter den raschelnden Platanen und genossen unsere Interspezies-Imbisskreation. Ich hielt sie für vorzüglich, und auch Sokar ließ keine subtilen Anzeichen eines Missfallens erkennen. Wir waren fast fertig, als ich aus der Richtung des Hot Dog - Standes eine Person nahen sah, die mir bekannt vorkam.... Als er die Straße in unsere Richtung überquerte, erkannte ich Rufus LaSalle.

"Gut, dass ich von der DIA einen hervorragenden Biosignaldetektor habe," grinste er und schob das kleine Gerät in die Tasche. "Sonst hätte ich Sie nicht so schnell lokalisieren können, Admiral." Er reichte mir die Hand. "Captain Sokar."

"Guten Abend, Commodore- ah, Admiral! Ich habe mich noch nicht an die neuen Ränge gewöhnt!"

"Ich mich auch nicht." Er zog mit einem leisen Seufzer an seinem Kragen. "Ich habe leider ein sensitives Anliegen, dass ich mit Admiral T'Khellian unter vier Augen besprechen muss."

Sokar nickte. "Ich verstehe. Nun - es war bereichernd, Sie wieder einmal getroffen zu haben. Leben Sie lang und in Frieden!" Er verabschiedete sich mit einer höflichen Verbeugung zu uns beiden und strebte wieder dem Gebäude zu.

LaSalle und ich setzen uns wieder. "Also, was für ein Problem ist aufgetaucht? Bitte nach dieser Mammutsitzung keines, was die Galaxis in ihren Grundfesten erschüttern könnte..."

"Oh... nun ja. Sehen Sie, es geht um einen Verwandten von Prätor Tr'Kaleh, daher auch die Diskretion." Er schilderte mir die Vorkommnisse. "....und da es eine heikle Angelegenheit ist, die zu politischen Missstimmigkeiten innerhalb des Imperiums führen könnte mit gerade der oppositionellen Gruppe, mit der Seine Exzellenz eine Einigung wünscht, haben wir die Investigation am Hals. Sozusagen."

"Könnte es möglich sein, dass die ganze Angelegenheit inszeniert ist, um genau diese Missstimmigkeiten hervorzurufen?"

"Das habe ich mich auch schon gefragt." Rufus LaSalle beobachtete, wie sich eine Handvoll Tauben um zu Boden gefallene Krümel stritten. "Ob jemand den Jungen benutzt.... Wir müssen uns unbedingt mit ihm unterhalten, aber das allein wird nichts bringen, falls dieser Fall der Fälle zutrifft."

"Oder - wenn es keine Hinweise auf die Nutzung eines Transporters gibt..." überlegte ich, den Blick auf die mir bekannten Zwillinge aus dem Pressebüro gerichtet, die sich gerade am Crêpesstand einfanden, "...dann handelt es sich vielleicht nicht um dieselbe Person."

LaSalle folgte meiner Handbewegung. "Hm. Die Personaldaten wurden geprüft, also soweit ich weiß, hat der Bursche keinen Zwilling. Aber vielleicht... ist es doch ein Ansatz."

"Auf jeden Fall werden wir uns vor Ort umsehen müssen."

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  Im Auftrag seiner Exzellenz / Teil 1
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Apr-Sun-2021, 02:35 AM - Forum: *** UFP *** - Antworten (1)

Im Auftrag seiner Exzellenz

Teil 1

Essen und Mall im Eimer, einer ist immer der Heiner

Erde / Berlin / HQ der DIA / Kantine

LaSalle frage sich zum wiederholen Male, welche Strafe hart genug für die Unform-Designer sein könnte. Wer dachte sich bitte schön die Größe der Rankpins und damit die Höhe des Kragens aus? Immer wenn LaSalles Bart mit dem Kragen kollidierte, riss er sich ein Haar aus. Das hatte es früher nicht gegeben. Früher ja, da war LaSalles Uniformkragen ja auch noch schön leer gewesen. Jetzt prangte da neben den goldenen Rankpins eines Commodore, auch noch der silberne Pin des Vice-Admirals. Und im Rand dieses Pins verhakte sich LaSalles Bart. Einfach widerlich.

Nur der Anblick seines am Tisch ihm gegenüber sitzenden Kollegen, Vice-Admiral Edwin Winter, konnten LaSalles düstere Gedanken derzeit aufhellen. Das Gesicht von LaSalles Kollegen war eine interessante Mischung aus Ekel, Abscheu aber auch professionellem Interesse. Fast so, als ob Winter vom Richterstuhl aus, einen Massenmörder begutachten würde. Doch Winters Blick galt lediglich einem Stück eines Steaks, welches er auf seine Gabel aufgespießt hatte. Winter schüttelte den Kopf und wandte sich dann an LaSalle.

Wi: Sagen Sie Rufus, ist Ihnen irgendein Gesetz bekannt, welches den Replikator-Programmierer dieses Steaks gerecht bestrafen würde?

LaSalle schüttelte dem Kopf.

LS: Nein. Aber ich bin mir sicher, derjenige ist auf mindestens 12 Planeten zum Tode verurteilt.

LaSalle griff sich wieder an den Kragen.

LS: Was im Übrigen auch für den Uniformdesigner gelten sollte.

Winter grinste gehässig.

Wi: Sehen Sie Kollege, aus genau jenem Grund habe ich mir schon als Commander den Bart abrasiert.
LS: Nein, nein , nein, ich bin da stur. Ich habe mir den Bart wachsen lassen, als ich die Akademie abgeschlossen habe und habe zum heiligen Murphy geschworen, ihn erst abzurasieren, wenn ich in Pension gehe.
Wi: Ah, das erklärt einiges.
LS: Und was?
Wi: Warum Sie im Kampf gegen Beförderungen immer nur zweiter Sieger sind. Ihr ständiger Fight gegen den Aufstieg hat sich in der halben Flotte herum gesprochen. Aber wenn Sie ja Murphy etwas geschworen haben, muss es ja immer schief gehen. Ich dagegen habe mich meinem Schicksal ergeben, seit dem ich Commander wurde. Und die Sache mit Ihrem Bart erklärt auch, warum ich so interessante Sachen machen darf, wie ellenlange Gesetzestexte zu interpretieren, während Sie so langweilige Dinge machen müssen, wie Ermittlungen durchführen und Festnahmen vorbereiten.
LS: Was bitte hat das mit meinem Bart zu tun?
Wi: Einfach. Wenn man keinen Bart hat, klemmt man sich diesen nicht in einem Gesetzesbuch ein. Nur bartlose Menschen sind geeignet, mit staubigen Gesetzestexten zu arbeiten.

LS: Sehr witzig.

Winter blickte sich im Raum um und hielt sich dann die Gabel an sein Kinn. Ein eindeutiger Hinweis auf Winters berühmte Parodie von „Admiral O´Toole beim Essen“. Diese hatte ihm als Kadett nicht nur einen Verweis, sondern auch einen großen Bekanntheitsgrad eingebracht.


Wi: DAS ist witzig.

LaSalle schnaubte.

LS: Was mich zu einem wichtigen Thema bringt. Die Budget-Sitzung morgen mit Admiral VanDiel.
Wi: Bei allen Weltraumölen, erinnern Sie mich bitte nicht daran. Das wird wieder eine längere Geschichte, so wie ich VanDiel kenne.
LS: Immerhin ist Admiral VanDiel ein Mensch, der auf Details achtet.
Wi: Ich würde ihn eher als sympathischen Pedanten bezeichnen.
LS: Er ist ein sehr bemerkenswerter Vorgesetzter.
Wi: Bemerkenswerter Vorgesetzter, soso. Sie kennen doch das alte Sprichwort: „Gewohnheiten sind Vorgesetzte, die man nicht bemerkt. Vorgesetzte die man bemerkt, sollten nicht zur Gewohnheit werden.
LS: Jaja, dieses Sprichwort ist mind. so alt, wie „Arbeit ist der Fluch der trinkenden Klasse“. Und ist daher…

LaSalle wurde vom Signal seines Kommunikators unterbrochen.

LS: LaSalle hier.
< HQ der Sternenflotte Sir, Commander Lesley hier. Der OBH bittet um eine Unterredung mit Ihnen. Wäre heute 1500 für Sie in Ordnung?>
LS: Ich werde da sein, Commander. Worum geht es?
< Das möchte Ihnen der OBH persönlich mitteilen, Sir.>
LS: Nun gut. 15:00 Uhr. LaSalle Ende.
<Ich danke Ihnen Sir. Lesley Ende>

Winter pfiff durch die Zähne.

Wi: Wow, ein Date mit dem OBH.
LS: Was mich eher wundert, ist die Höflichkeit des Commanders. Früher hieß das noch: LaSalle, in 15 min. beim Captain!
Wi: Warum wundert Sie das? Mit dem Rang kommt das Alter. Und dem Alter begegnet man mit Respekt.
LS: Darum fühle ich mich immer so alt, wenn ich ins HQ soll.
Wi: Kollege, Sie fühlen sich nicht nur alt, sondern Sie sind es. Genau wie ich.
LS: Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit. Immer wieder erfrischend.
Wi: Das tue ich doch gerne.
LS: Dessen bin ich mir sicher.

LaSalle stand auf.

LS: So, dann wollen wir uns einmal nach San Francisco begeben.
Wi: Muss wichtig sein, wenn der OBH nur Ihnen persönlich mitteilen will, worum es geht.
LS: Eventuell geht es ja um meine Pensionierung.
Wi: Das würde ich Ihnen NICHT gönnen.
LS: Wie nett. Darf ich fragen warum?
Wi: Warum soll es Ihnen besser gehen, als mir?
LS: Na denn, bis morgen zur Budget-Sitzung.
Wi: Wird sich nicht vermeiden lassen, Kollege. Bis morgen.

LaSalle nickte und begab sich zum nächsten Transporter.

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Ortswechsel:

Erde / San Francisco / HQ der Sternenflotte / Büro des OBH

OBH Paul Sandford wirkte ein wenig ermüdet. Er schien zunächst LaSalles Meldung gar nicht gehört zu haben. Also wiederholte LaSalle seine Meldung.

LS: Commod…äh Vice-Admiral LaSalle meldet sich wie befohlen, Sir.

Sandford blickte auf.

Sd: Ah LaSalle. Nehmen Sie bitte Platz.
LS: Danke Sir, worum geht es?
Sd: Sie haben sich an Ihren Rang noch nicht gewöhnt, oder?
LS: Nein Sir und ich werde mich auch nie daran gewöhnen.
Sd: Nun, ging mir genauso, aber irgendwann werden evtl. Sie hier in meinem Sessel sitzen und dann haben Sie den Salat.
LS: Da sei Gott davor.
Sd: Das habe ich auch immer gehofft, aber…nun gut. Kommen wir zum Thema. Warum habe ich Sie rufen lassen? Nun pikante Sache. Sie sind hier aufgrund des persönlichen Wunsches einer gewissen, romulanischen Persönlichkeit. Die ebenfalls gewünschte Person wird gerade von Verteidigungsminister DeRaaf persönlich informiert. Ich sehe schon vor mir, wie DeRaaf seine Brille intensiv putzt.
LS: So schlimm?
Sd: Schlimm in einer gewissen Form, ja. Irritierend, peinlich und merkwürdig. Und deswegen streng geheim. Eine Zwischenfrage LaSalle.
LS: Sir?
Sd: Sie kennen DeRaaf länger als ich. Stimmt es eigentlich, dass DeRaafs Brille einige Datendisplays, oder einen eingebauten Phaser enthält? Einige Gerüchte gibt es darüber ja. Die Brille ist legendär und wenn er sie zu recht rückt, hat man immer das Gefühl, eine düstere Aura der Macht würde ihn umgeben.
LS: Nun Sir, ich habe leider keine Informationen über eventuelle Einbauten in der Brille des Verteidigungsministers vorliegen. Und was die düstere Aura betrifft: Nun ich glaube, es ist einfach seine langjährige Erfahrung, die sich da manifestiert.
Sd: Mhmmm nun gut. Zurück zum Thema.

Sandford überreichte LaSalle ein Pad. Auf dem Holoscreen war das Gesicht eines jungen Romulaners zu sehen.

Sd: Darf ich vorstellen? Malan tr´Kaleh. Kennen Sie ihn?
LS: Nicht das ich wüsste. Das Haus s´Kaleh ist mir aber umso mehr bekannt.
Sd: Ja und das macht die Sache so delikat. Malan tr´Kaleh ist ein entfernter Verwandter des derzeitigen Prätors des romulanischen Reiches. Reichlich entfernter Verwandter, aber immerhin Verwandter. Und seine Exzellenz der Prätor hat sich deswegen, über seine Kanäle an DeRaaf gewant und dieser sich an mich.
LS: Welche Probleme gibt es denn mit diesem Mahan tr´Kaleh?
Sd: Nun, der junge „Mann“ ist der Sohn von Tingram tr´Kaleh, einem bekannten Gegner des Prätors, obwohl mit ihm verwandt und außerdem Techniker auf der Salgar, einem Frachter der Handelsflotte des Hauses s´Olur.
LS: Er ist nicht bei der Galae?
Sd: Nein, da stand ihm wohl die Opposition seines Vaters gegen den Prätor im Weg. Wie auch immer, die Salgar hatte einen Frachtflug zur Erde beendet und befand sich vor 5 Tagen zum Betanken auf dem Raumhafen von Miami. Kurz vor dem Abflug wurde fest gestellt, dass Mahan tr´Kaleh sich nicht mehr an Bord befand und wohl unerlaubt das Schiff verlassen hatte. Aufgrund von Mahans Abstammung wollte der Kommandant des Frachters die Sache nicht an die große Glocke hängen, aber nachdem Mahan nach 24 Stunden nicht wieder aufgetaucht war und auch eine Suche der Hafenbehörde nichts brachte, gab der Kommandant bei der Polizeibehörde eine Vermisstenanzeige auf und musste dann ohne seinen 3. Techniker abfliegen.
24 Stunden später gab es in Mulligan/Texas einen Verkehrsunfall. Ein gestohlener Gleiter war ungebremst in eine Mall in der Innenstadt gerast. Es gab 2 Leichtverletzte und jede Menge zersplittertes Glas. Und raten Sie, wer am Steuer des Gleiters saß?
LS: Mahan tr´Kaleh?
Sd: Exakt. Der örtliche Sheriff, ein gewisser Wayne Cooper, erkannte die Brisanz der Sache und nahm Mahan fest, bevor jemand erkannte, dass es sich beim Fahrer um einen Romulaner handelte. Er machte im Übrigen einen völlig desorientierten Eindruck. Er konnte im Verhör weder angeben, wie er von Miami nach Mulligan gekommen war, noch wie er am Steuer des Gleiters sitzen konnte. Der Sheriff kontaktierte die FLEA und diese die romulanische Botschaft. Und dann geriet die Sache ins Rollen.
LS: Ich nehme an, man hat die Transporterprotokolle im Hafen und in Miami überprüft?
Sd: Korrekt. Negativ. Keine Spur einer Nutzung. Auch wurden keine Shuttleflüge oder Taxis genutzt. Sie können sich vorstellen, dass das Büro des Prätors hier ein wenig besorgt reagierte.
LS: Nun, die Sache klingt schon merkwürdig, aber Mahan ist kein Mitglied der Galae, sondern Zivilist. Was also hat die Sternenflotte damit zu tun?
Sd: Nun, es ist wohl der persönliche Wusch des Prätors, dass die Sache so diskret wie möglich behandelt wird. Und er möchte, aus mir nicht bekannten Gründen , den Tal Shiar NICHT auf die Sache ansetzen. Er fragte explizit nach Ihnen und einer zweiten Person. Sie beide sollen das Rätsel lösen. Ich habe dazu die Freigabe aller Ressourcen durch DeRaaf erhalten. Und DeRaaf war gegenüber mir sehr deutlich. Die Sache muss aufgeklärt werden, bevor die Presse davon Wind kriegt. Sie haben also den gesamten Apparat der Sternenflotte zur Verfügung, solange Sie kein orbitales Bombardement beantragen.
LS: Gut Sir. Ich werde mich um die Sache kümmern. Da muss wohl die morgige Budget-Sitzung ausfallen.
Sd: Ich werde Admiral VanDiel informieren. Nun gut. Begeben Sie sich bitte heute noch nach Paris ins Verteidigungsministerium. Sie werden dort die 2. Person treffen
LS: Sir, darf ich fragen, um wen es sich bei der zweiten Person handelt?
Sd: Sie kennen sie. Die Oberkommandierende der 1. Flotte. Fleet-Admiral Sareth ´tKhellian.

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  Signale von Aliens ? Infos von Harald Lesch!
Geschrieben von: Sareth - Apr-Mon-2021, 06:34 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

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