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  MNK Log10 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Nov-Sat-2021, 11:06 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (2)

Erde / Berlin / HQ der DIA / LaSalles Büro

Müde? Abgespant? Trink heißen Raktajino, verbrenne Dir die Zunge und werde wach.
Nein, dieser Werbespruch eines Raktajino-Importeurs half LaSalle nachts um 3 Uhr auch nicht weiter. Immer wieder hatte er alle Fakten, denen man bisher habhaft werden konnte, gegeneinander abgeglichen, durchleuchtet und wieder verworfen. Nichts passte zusammen in diesem Fall. Handelte es sich hier wirklich nur um einen Scherz? Und wenn ja, warum machte sich jemand eine solche Mühe? Und warum ausgerechnet die Person Kirk? Und immer nur im Gebäude des Sternenflotten-HQs? Es gab nirgendwo Anhaltspunkte. Aber evtl. übersah man ja einen entscheidenden Punkt. Oder man musste das Pferd von hinten aufzäumen? Wo sollte man anfangen?
LaSalle wurde in seinen Gedanken durch das Summen des Holocoms unterbrochen. Auf dem Screen wurde jetzt das Gesicht von Leorin Sodran sichtbar. LaSalle war etwas überrascht.

LS: Miss Sodran, was kann ich für Sie tun?

Leorin grinste.

Le: Nun Sir, ich glaube, ich kann evtl. etwas für Sie tun.
LS: Ich höre?
Le: Mir ist die Sache mit Kirk nicht aus dem Kopf gegangen. Vor allem die Schilderung dieses Captains, dass er zuerst wie durch Wasser gegriffen hätte, bevor er Materie gefühlt hätte.
LS: Richtig. Captain Erskines genaue Aussage war: Zuerst hatte ich das Gefühl, dass meine Hand wie durch Wasser glitt, dann jedoch fühlte ich feste Materie.
Le: Und eben diese Aussage kam mir bekannt vor.
LS: Und?
Le: Dies ist das typische Verhalten eines tragbaren Holoemitters, wenn er das zu übetragende Signal nicht selbst generiert, sondern über einen Transceiver empfängt. Dabei kann es zu Verzögerungen kommen.
LS: Seit wann benutzt man Transceiver für Holo-Projektionen?

Leorin grinste böse.

Le: Wenn man im tragbaren Holoemitter nicht genügend Rechenpower unterbringen kann um die benötigte Qualität des Holobildes zu garantieren, dann nutzt man eine separate, externe Quelle und überträgt das Signal über einen oder mehrere Transceiver an den Holoemitter. Der letzte Transceiver darf aber nicht weiter als 100 Meter vom Holoemitter entfernt sein, sonst beginnt das Bild zu flackern.
LS: Mhmm und wie sähe ein solcher Transceiver aus?
Le: Oh da gibt es verschiedene Möglichkeiten. In der Regel sind diese Geräte etwa 50x50 cm groß und gitterförmig, damit sie besser gekühlt werden können.
LS: Gekühlt…gitterförmig…eventuell wie die Lüftungsgitter einer Klimaanlage?
Le: Ja, würde passen. Und hätte den Vorteil, gut gekühlt zu sein.
LS: Ich danke Ihnen Miss Sodran. Ich glaube, Sie haben mir weiter geholfen.
Le: Immer wieder gerne. Einen schönen Abend…äh Morgen noch.

Das Bild wurde dunkel. LaSalle grinste gehässig. Konnte es sein, dass wer immer dieses Spektakel veranstaltete, sich Zugriff auf das Lüftungssystem im HQ verschafft hatte? Dann würden auch die Sperren der Transportersysteme im HQ nichts nutzen. Nun das ließ sich ja herausfinden.
LaSalle blickte auf die Wanduhr. Nun evtl. hatte er ja Glück.

LS: Computer, eine Verbindung zum internen Gebäude-Wartungsdienst des HQs der Sternenflotte in San Franscisco.

Nach wenigen Sekunden erschien das Gesicht eines mürrisch drein schauenden Wartungstechnikers. Unter seinem Gesicht wurde der Name des Mannes eingeblendet: Wallter Koslowsky-Strobelmann, leitender Wartungstechniker.

WS:Hausmeischdarservice, was kann ich´n für Se tun?
LS: Guten Abend Mr. Koslowksky-Strobelmann.
WS:Strobelmann, nur Strobelmann, wenn ich bidde darf.
LS: Nun gut. Ich habe eine Frage.
WSUltragrinsann frachen se doch!
LS: Wurden in der letzten Zeit Wartungsarbeiten am Klimasystem des HQs durchgeführt?
WS:Es gab ein paar, jo. Awwer dann sachen Se auch bitte in welchem Bereich?
LS: Haupteingangsbereich, bis zu 1. Etage des Hauptgebäudes.
WS:Joaa, vor ca. 1 Monat. Da wurde die Klimaanlache gewartet.
LS: Und was wurde gewartet?
WS: Da Übliche. Filterwechsel, Gittertausch.
LS: Und gab es etwas Besonderes bei den Arbeiten?
WS:Lassen se mich überlegen…ja, wir hatten intern einen Personalengpass, also haben wir ein externes Unternehmen engagiert. Ein junger Mann namens Charles Pendleton Milverton.
LS: Und?
WS: Naja, die Arbeit war einwandfrei. Aber er hat ein Lüftungsgitter im Eingangsbereich ausjetauscht. Aber er hat nich erklärt, warum.
LS: Inwiefern wäre das wichtig?
WS:Er hatte angegeben, dass die Aufhängung des Gitters gebrochen sei.
LS: Und?
WSUltragrinsem war nicht so. Dumm ist nur, dass wir diesen Kerl nicht fragen können.
LS: Nicht?
WS:Er ist nicht erreichbar. Verschwunden. Reagiert seit 5 Tagen auf keine Anfrage.
LS: Haben Sie denn seine Adresse?
WS: Kann ich Ihnen weiter leiten. Aber warum fragen Sie nach ihm? Hat er was ausjefressen?
LS: Sagen wir, es gibt da sicherheitstechnische Fragen.
WS:Ok. Sie sind ohnehin nicht erste, der nach Milverton fragt.
LS: Interessant. Wer hat denn nach ihm gefragt?
WS: Das San Francisco Police Department.
LS: Nun gut. Ich danke Ihnen.
WS: Ja, wenns jefällt. Jute Nacht

Das Bild wurde wurde dunkel. LaSalle musste grinsen. Lag hier die Verbindung?
Die Daten über Milverton liefen ein.
…………………………………..
<Auszug aus dem Melderegister der Handelskammer von San Francisco>
Name: Charles Pendleton Milverton
Alter: 26 Jahre
Adresse: Appledore Towers, Appartment 36 b, North Plywood Road 244, Northern Borrough, San Francisco/ Erde
Ausbildung:
Absolvent Aerodynamik Sorbonne/ Paris
Absolvent Xenopolitik SFTU San Francisco
Master: Kommunikationstechnik SFTU San Francsico
Abgebrochen: Akademie der Sternenflotte
Derzeitige Beschäftigung: Inhaber Milverton Home Maintenance.

………………………………………………………..

LaSalles Gesicht zierte ein Totenkopflächeln. Hier ergab sich mehr als nur eine Spur. LaSalle sandte eine Nachricht an Sareth ab und kontaktierte dann eine ganz bestimmte Person.

------------------------------------------------------------------------------------------

Ortswechsel:
Vor der Tür: Appledore Towers, North Plywood Road 244, Northern Borrough, San Francisco/ Erde

Zeit: 16 Stunden später

Sareth traute ihren Augen nicht. Vor einem knallrosanen Gleiter, welcher aussah, als ob man einem antiken Cadillac die Räder abmontiert hätte, stand ein etwas untersetzter Mann in einem grünen Trenchcoat , gelbem Hemd und einer spinatfarbenen Hose. Den Kopf des Mannes zierte ein riesiger Afro, dessen vordere Hälfte blau, die hintere Hälfte aber weiß gefärbt war. Am Kinn des Mannes klebte ein struppiger Ziegenbart. Und obwohl es dunkel und neblig war, trug der Mann eine Sonnenbrille.
LaSalle hatte Sareth den Mann als Lt. Mike Elias Stone vom SFPD vorgestellt. Und Stone hielt auch nicht hinterm Berg, als LaSalle ihn auffordernd anblickte.

MS: Nun Rufuslein. Hat mich schon gewundert, als Du mich kontaktiert hast. Ist ja ewig her. Aber wir beide scheinen hinter dem gleichen Kerl her zu sein. Milverton ist seit 4 Tagen als vermisst gemeldet.
LS:Können wir jetzt in seine Wohnung uns begeben?
MS: Immer eilig, was? Nun gut.

Da der Aufzug defekt war, mussten die 3 Besucher eine ausgetretene Trepe in den 3. Stock nehmen und standen einige Minuten später vor der Tür von Appartment 36b. Stone nahm seine Sonnenbrille ab und fischte aus seiner Manteltasche einen magnetischen Türöffner. Dann platzierte er das Gerät am Türrahmen und begann mit einer ruhigen, fast hypnotischen Stimme einen Sprechgesang.

MS: Lasst es einfach laufen. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Nur lauter fröhliche, kleine Fehler.

Sareth musste lächeln.

Sa: Wo haben Sie denn den kennen gelernt?

LaSalle schnaubte.

LS: War ein Klassenkamerad von mir in der Grundschule. Hatte damals schon diesen Bob Ross Gedächtnis-Haarschnitt.
Sa: Bob Ross?
LS: Ah private joke.
Sa: Sie kennen ihn also aus der Schulzeit. Daher auch das Rufuslein.
LS: Das ist .....eine lange Geschichte.

Stone war indessen erfolgreich gewesen. Mit einem scharfen Klacken sprang die Tür auf.

MS: Thereeeee. Herein spaziert.

Am Ende eines schummrig beleuchteten Korridors prangte ein riesiges Poster mit dem Gesicht von James T. Krik. Darunter stand zu lesen:

Join Star-Fleet.


Stone grinste und deutete mit einem Finger auf eine Wand des Korridors. Diese war förmlich mit Bildern Kirks gepflastert.

MS: Oh und da sind lauter Freunde des Posters.

LaSalle schnaubte erneut.

LS: Das sind wohl auch "hapy little accidents“?!

Je tiefer die 3 in das Apartment vor drangen, desto mehr hatte man den Eindruck, dass es sich hier um eine Sammlung von Kirk-Memorabilien, oder besser noch um ein veritables Kirk-Museum handelte.
Überall hingen, standen oder schwebten Statuen, Bücher, Poster und sonstige Informationen über Kirk herum. In einer Vitrine hing sogar ein seltenes Faksimile jener Huldigung Kirks, als dem größten Friedensbringer der Galaxis

MS: Ein Kirkiseum.
LS: Ja und das ist kein „hapy little accident“.

Sareths Blick streifte durch die Zimmer.

Sa: Abhandlungen über Temporalphysik, Kommunikationstechnik und Subraum-Technik.
MS: Ernsthaft übergebildet der Mann. Aber was hat der nur mit diesem Horatio Hornblower des Raumflugzeitalters?
Sa: Mhm..Milverton scheint auch ein glühender Verehrer der Sternenflotte zu sein. Ich sehe hier fast ausschließlich Informationen über die positiven Aspekte der Sternenflotte, Werbematerial und Infos über die Geschichte der Sternenflotte.
LS: Wenn Milverton so ein Genie ist und die Sternenflotte so liebt, warum hat er dann die Sternenflotten-Akademie abgebrochen?
MS: Gute Frage. Denn die Akademie haben schon wesentlich dümmere Personen geschafft, nicht wahr Rufuslein?
LS: Mhmmm

Sareths Blick blieb an einer gläsernen Planungstafel hängen. Dort standen zwei Datumseinträge.

Sa: Interessant. Das erste Datum deckt sich exakt mit jenem Tag, an dem ich Kirk gesehen hatte. Aber das zweite?
LS: Das was wir hier sehen, würde bedeuten, dass Milverton hinter der Geschichte mit Kirk stecken könnte.
Sa: Ja aber warum, wozu dieser gigantische Aufwand?
MS: Eventuell ist er ja von der Akademie geflogen und will sich an Euch Flyboys- and girls rächen?
Sa: Laut den Unterlagen der Akademie, hat er diese mitten im dritten Semester freiwillig verlassen.

LaSalles Blick fiel auf Padd, welches unter einem Stapel Poster hervor ragte.

LS: Mhmm, eventuell war Milverton doch nicht nur ein reiner Verehrer der Flotte. Schaut Euch das an.

LaSalle hob das aktivierte Pad hoch. Auf dem Display prangte deutlich der Titel eines Dokumentes:
-------------------------------------------------------------------
DIE OBERSTE DIREKTIVE GILT FÜR ALLE!
DIE STERNENFLOTTE MUSS UMKEHREN!

Implikationen und Wege zur Rückführung der Sternenflotte auf ihre eigentliche und einzige Aufgabe: Der Forschung.

Eine Streitschrift von Charles Pendleton Milverton
--------------------------------------------------------------------

LS: Interessanter Text.
Sa: Das zweite Datum. In 2 Tagen. Die Feier zur Indienststellung der neuen USS Enterprise. Enterprise=Kirk
LS: Und Kirk=Kirks Hologram
Sa: Exakt. Und Kirks Hologramm=Milverton.

LaSalle hüstelte.

LS: Um es mit einem antiken Text zu sagen: Ich habe ein verdammt mieses Gefühl bei der Sache.

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  MNK Log 9 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Oct-Sun-2021, 03:40 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: habe noch mal alles bisschen zusammen gefasst, was wir bisher schon gefunden hatten in dieser Story. Wir sollten auf jeden Fall vermeiden, dass es Zeitrisse, andere Universen, aber auch irgendwelche Bösebolde sind, die irgendwen ersetzen wollen - das hatten wir öfters schon, bzw. grade im Spiegel. Kirk muss auch irgendwie schon "Materie" haben, da er ja Sachen in der Hand hatte, oder Leute anrempelte. Hab auch noch keine wirkliche Idee, versuche aber so ein paar Richtungen aufzuzeigen.

RPG:
*** Daystrom Institute / Büro der Leiterin ***

Endlich war Leorin Sodran, die derzeitige Leiterin des berühmten Daystrom Institute, zurück. Über zwanzig Jahre war es jetzt her, dass sie als Ingenieurin auf der USS Saipan unter meinem Kommando gedient hatte. Aber wenn sie lachte, dann schien sie noch immer der jungenhafte Feuerkopf von damals, trotz der weißen Strähnen im roten Haar.

Rufus und ich setzten ihr die einzelnen Teile unseres 'Kirk-Puzzles' gerade auseinander. "... nach allen Beschreibungen die wir bisher von den fünf Begegnungen hatten, trägt dieser Kirk die selbe Kleidung und hat das selbe Alter, also kurz bevor er an Bord der Enterprise C für deren Jungfernflug ging. Es sind aber nicht immer dieselben Verhaltensmuster oder Gespräche, also auf keinen Falle eine Wiederholung."

"Keine Schallplatte mit Sprung..." sinnierte Leorin.

"Keine was?"

"Oh, so ein antiker Datenträger. Mein Sohn hat ja historische Musikwissenschaften studiert, und in der Sammlung, in der er gerade arbeitet, gibt es diese runden, schwarzen riesigen Scheiben. Und wenn sie einen Kratzer oder einen Sprung hatten, kam das Abspielgerät nicht weiter und spielte immer die selbe Sequenz. -- Aber wie gesagt, das ist hier offenbar nicht der Fall."

"Wir haben das Problem bis auf die Zwischenlagerung der Transportermusterpuffer zurück verfolgt," nahm Rufus LaSalle den Faden auf. "Und die Ausmusterung und Abgabe der alten Hardware an die Wallace Corporation, die sie für Trainingszwecke nutzt."

"Ja, die Wallace. Das muss noch unter meinem Vorgänger gewesen sein. Kurz nachdem ich den Posten übernommen hatte, gab es einige unangenehme Sachen mit der Firma, weshalb wir uns einen anderen Kontraktpartner gesucht haben."

"Unangenehm in wiefern?" Der Detektiv in Rufus war ernsthaft erwacht.

"Unlauterer Wettbewerb. Außerdem munkelte man etwas über Verbindungen zum Orionsyndikat. Daher haben wir uns von ihnen getrennt. Unterdessen gab es allerlei Umstrukturierungen in der Firma. Das gehört wohl alles der Vergangenheit an."

"Oder auch nicht..." meinte ich. "Wir vermuteten, dass die Sache irgendetwas mit getunten Holoprogrammen zu tun hat. Dass sich jemand Zugang zu den Originaldaten aus den Musterpuffern verschafft und diese dann in Programmen für den Schwarzen Markt verwendet."

"Stimmt, von solchen Deals habe ich auch schon gehört. Sollen sie kürzlich auf Ferenginar einen Schmugglering hochgenommen haben. - Haben Sie schon die Personen abgeprüft, die von der Wallace aus Zugang hatten?"

"Noch nicht, meine Abteilung arbeitet daran, Durchsuchungsbefehle zu erstellen. Aber da gibt es auch noch ein Problem: dass jemand die Transportermuster für illegale Holoprogramme nutzt, ist eine Sache. Aber WARUM um alles in der Welt lässt er seine Kreationen hier im Oberkommando los, so dass wir ja auf die Angelegenheit aufmerksam werden?" fragte Rufus und lehnte sich zurück. "Da ist irgendetwas, was wir übersehen."

"Vielleicht ein Unfall beim Hantieren mit dem Daten? Ein Racheakt von jemandem, der sich übergangen fühlte?" Ich hob ratlos die Hände.

"Ich werde auf jeden Fall alle Mitarbeiter überprüfen, die mit der Installation der Transportersysteme im Oberkommando zu tun hatten," versprach Leorin.

"Wir müssen der Sache so schnell wie möglich auf den Grund gehen," betonte Rufus. "Früher oder später wird die Presse davon Wind bekommen, und dann sehe ich schon die Schlagzeilen "Geister im Oberkommando". Im Hinblick auf die kommenden Wahlen zur Föderationspräsidentschaft sicher nicht gerade förderlich."

"Ich könnte die Transporter aufgrund einer allgemeinen Sicherheitsüberprüfung deaktivieren lassen und nur für Notfallzugänge öffnen."

Rufus und ich nickten. Eine gute Idee...


*** Richard von Rabensteins Wohnsitz ***

Ich sah mich um in dem geräumigen Wohnzimmer, von dem aus elegant geschwungene Stufen in die übrigen Etagen führten. Die großen ovalen Fenster gaben den Blick frei über das südchinesische Meer, das sich etwa 50 Meter unterhalb des Felsvorsprungs erstreckte. Eine aparte Lage. Innerhalb dieser Wohnoase war alles in warmen Holz- und Goldtönen gehalten, aus denen die ornamentalen Reliefs in Blaugrün über der Couch und dem Bücherregal hervorstachen.
"Die Arbeiten eines bolianischen Künstlers," erklärte Richard, während er aus der exquisiten Hausbar eine exquisite Flasche nahm. "Es freut mich, dass du kommen konntest, zur Einweihung meines neuen Domizils, sozusagen."

"Nun, nach dieser ganzen Geisterjagd und den Budgetsitzungen..."

"...wärst du in jede Hütte gekommen?" Er lächelte und reichte mir ein Glas mit Champagner.

"Nun... das hätte ich mir überlegt. Aber das ist schon ein Wahnsinnsplatz hier, muss ich zugeben. Etwas anderes als die Dienstwohnungen in San Francisco!"

"Ich habe lange mit dem Architektenbüro über den Plänen gesessen. Aber ich denke, es kommt meiner Vision eines geistigen Refugiums nahe. - Und wie steht es mit dem James T. Kirk - Problem im Oberkommando?"

Ich seufzte. "Leider sind wir nicht wirklich weiter gekommen. Vor allem, was das Motiv betrifft... sollte es KEIN Unfall sein. Wer, warum, wieso lässt Kirk auftauchen? Ehrlich gesagt, das verursacht mir schlaflose Nächte. LaSalle ermittelt, aber darüber darf ich natürlich nicht sprechen."

"Könnte es sein, dass jemand versucht, auf irgendwelche Missstände in der Föderation oder der Flotte aufmerksam zu machen, indem an die 'gute alte Zeit' unter Kirk erinnert wird?" überlegte Richard. "Was sagt dieser Kirk denn?"

"Nichts, was in diese Richtung denken lassen könnte. Einfach Belanglosigkeiten, die man austauschen würde, wenn man Kollegen auf dem Flur begegnet. Dass heißt... einer der Zeugen, ein Kadett, sagte, Kirk hätte ein Shuttle geordert...." War das ein Ansatzpunkt?

"Hat schon jemand versucht, an so einer Sichtung Messungen vorzunehmen? Wahrscheinlich eine redundante Frage, aber..."

"Dafür waren alle Begegnungen zu kurz. Und bisher hatte niemand zweimal das Vergnügen."

"Hm... Das ist fast wie eines dieser antiken Mysteryspiele!"

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  MNK Log 8 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Oct-Fri-2021, 11:08 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (3)

Erde / San Francisco / Oberkommando der Sternenflotte / Osteingang

Edward Paul Bartholomew Erskine, seines Zeichens Kommandant der USS Mayflower-C, betrat nach 2 Jahren, 4 Monaten, 12 Tagen und 8 Stunden, wieder das Foyer des Sternenflotten-HQs. Nach einer über 2 Jahre langen Mission im Beta-Quadranten schritt er nun mit 124 Schritten seines linken und 125 Schritten seines rechten Fußes in Richtung der Ansammlung an Aufzügen, als von rechts ein Mann in der Uniform eines Captains ihn anrempelte. Captain Erskine war derart rüpelhaftes Benehmen nicht gewoht.

CE: Sagen Sie einmal, muss das sein?

Der angesprochene Offizier zuckte entschuldigend mit den Schultern.

Unbekannter: Sorry
CE: Mehr haben Sie nicht zu sagen?
Unbekannter: Nun ja, ich war in Gedanken. Und ach….entschuldigen Sie das Missgeschick.
CE: Mit wem habe ich denn das Vergnügen?
Unbekannter: Kirk. Mein Name ist Kirk.

Damit verschwand die Person im Gewimmel der Menschen im Foyer. Doch Erskine war nicht so schnell abzuschütteln.

CE: Wie bitte? Kirk? Das kann doch wohl…

Erskine rannte hinter dem Unbekannten her und schaffte es gerade noch, ihn an der Schulter zu berühren, bevor der Unbekannte in einen der Aufzüge stieg und verschwand. Erskine lief es kalt den Rücken herunter. Er hatte soeben eine Person berührt, welche seit Jahrzehnten tot war. Diese Erkenntnis ließ ihn seine Schritte beschleunigen und führte ihn 2 Stunden später in LaSalles „Ghostbusters-Büro“.

----------------------------------------------

Ortswechsel:

Erde / Berlin / Oberkommando der DIA / LaSalles Büro
Zeit: 2 Stunden später

LaSalles Blick sprach Bände. Das was Captain Erskine ihm da aufgetischt hatte, war eigentlich hahnebüschend. Eigentlich.

LS: Es war also wirklich Kirk?
CE: So wahr die Hölle ist.
LS: Und Sie haben ihn berührt?

Erskine nickte heftig und setzte einen Blick auf, als müsste er einem Rekruten die Bedienung eines Replikator erklären.

CE: Wenn ich es Ihnen doch sage…Sir
LS: Und wie hat sich das angefühlt?
CE: Jedenfalls nicht ein Geist, wenn Sie darauf hinaus wollen.
LS: Auch nicht wie ein materialisiertes Hologramm?
CE: Nein. Es war….
LS: Es war?
CE: Nun, zuerst hatte ich das Gefühl, dass meine Hand wie durch Wasser glitt, dann jedoch fühlte ich feste Materie.
LS: Interessant.
CE: Was werden Sie unternehmen? Es kann doch nicht sein, dass so eine Kopie des defunkten Kirk hier rum läuft.
LS: Nun ich werde……Moment, was haben Sie da gerade gesagt?
CE: Ich fragte, was Sie zu tun gedenken.
LS: Nein, Sie sagten das es doch nicht sein, dass so eine Kopie des defunkten Kirk hier rum läuft. Captain Erskine, Sie haben mich weiter gebracht.
CE: Äh ich?
LS: Ja Sie, Captain. Wenn Sie mich auf die richtige Spur gebracht haben, werde ich Sie zur Beförderung vorschlagen. Ich habe nun die Ehre, Ihnen einen guten Tag zu wünschen. Ich danke Ihnen Captain.

2 Stunden später hatte LaSalle sich sämtliche Logbücher der USS Enterprise unter Kirk aus dem Archiv geladen und nach Transporterproblemen durchsucht. Und siehe da:

< Sternzeit 1672,1-1673,1, Durch eine Transporterfehlfunktion wird Captain Kirk in zwei Individuen aufgespalten, der eine freundlich aber unsicher, der andere böse und brutal. Eine Existenz des einen ohne den anderen ist nicht möglich. Beide werden wieder vereint.>

LS: Computer, wurden Muster zwischengespeichert?
<Positiv>
LS: Computer, wurden diese Daten in das Zentralregister übertragen?
<Es liegen keine Daten darüber vor>
Das war ungewöhnlich. LaSalle beschloss, sich noch einmal mit dem Daystrom-Institut in Verbindung zu setzen.

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  THE ORVILLE ab März 2022
Geschrieben von: Sareth - Sep-Sat-2021, 06:25 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Keine Antworten

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  MNK Log 7 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Sep-Fri-2021, 07:29 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** San Francisco / Oberkommando der Sternenflotte / Cafeteria ***

Wieder einmal hatten Rufus und ich uns in der Cafeteria getroffen, um den 'Fall Kirk' zu besprechen, der offiziell noch kein Fall war.

"Ich habe dem CEO der Walley Replication Systems einen Besuch abgestattet, wie geplant," berichtete ich. "Sie benutzen die alten Transportersysteme und Musperpuffer zum Training ihrer Azubis. Die Unterlagen, die mir vorgelegt wurden, schienen soweit korrekt zu sein. Für tiefergehende Recherchen oder die Aushändigung des besagten Musterpuffers brauchten wir einen Anhaltspunkt für irgendeine Rechtswidrigkeit, das wissen Sie ja besser als ich."

"Allerdings. Ich möchte mit der Rechtsabteilung von WRS kein Problem wegen Formalitätenfehlern bekommen." Er zog den ziemlich reichlichen Eisbecher heran. "Wenn wir des Öfteren solche Arbeitsessen veranstalten, muss ich mich vermutlich um eine neue Uniform kümmern..." murmelte er mit einem kurzen Grinsen. "Andererseits, man gönnt sich ja sonst nichts. - Haben Sie etwas von Charles gehört?"

"Allerdings, und vielleicht hilft uns das sogar bei unserer 'Geisterjagd'. Charlie sitzt immer noch fest, genau wie der Rest der Delegation. Die Regierung verhandelt derzeit, ob sie ausgeflogen werden können oder nicht. Wie es scheint, hängt alles von der Unterstützung der Föderation für den lokalen Kandidaten für das Parlament ab. Er will gewinnen, also natürlich seine Bevölkerung vor einem Ausbruch der Epedemie schützen," antwortete ich. "Aber worauf ich hinaus wollte: Rollo Vega hat ihm von einem Kumpel erzählt, der auf Ferenginar hopps genommen wurde, weil er mit getunten Holodeckprogrammen handelte..."

"Getunte Holoprogramme? Was versteht man darunter? Ohne Sicherheitsprotokolle?"

"Nein, Programme, die Abbilder von echten Personen benutzen, illegal aufgenommene Holodateien und so weiter, natürlich aufgrund des Personen- und Datenschutzes überall ein Rotes Tuch. Jedes Jahr klagen Leute aus dem Entertainment Business deshalb, und die Hersteller und Vertreiber kontrollieren alles, ob nicht irgendwer von den Mitarbeitern irgendwelche speziellen echten Szenen von echten Leuten da untergebracht hat. Trotzdem boomt das Geschäft. Denn welcher Youngster möchte nicht wenigstens in einer Holosuite mit einer doch fast echten Kopie seiner Lieblingssängerin vereint werden? Außerdem spart es ja Programmierarbeit, wenn sie die Daten von echten Personen einspeisen können. Und was wäre besser geeignet, als umfassende Daten aus alten Transporterpuffern, insofern sie da ran kommen... Vielleicht hat jemand da herum gespielt, und dabei sind ihm oder ihr einige Terabytes in die offiziellen Systeme des Oberkommandos gerutscht..."

"Hm... allerdings." Rufus LaSalle legte den Löffel zur Seite und ließ seinen Blick sinnierend über die anderen Tische schweifen. "Ein Abenteuerprogramm mit dem echten Kirk? Oder dem echten Picard? Damit dürfte vor allem auf dem Schwarzmarkt einiges zu holen sein. - Hoffentlich kommt niemand auf die Idee, zur Belustigung illegale Filme mit der Admiralität zu drehen!"

Wir lachten, etwas gequält allerdings, denn wissen konnte man ja nie. "Besser also, Sie achten auf Ihre Figur!"

"Ja. - Nun, aber die Angelegenheit ist ein interessanter Ansatz. Ich werde die Datenbank sondieren, ob es irgendwelche Einträge zu Holoprogramm-Kriminalität und den Angestellten von WRS gibt. Falls ich da nicht fündig werde, müssen wir weiter sehen."

"Ich habe so ein Gefühl, dass wir jetzt auf der heißen Spur sind."

"Ja, vielleicht sollten wir eine Detektei gründen..."

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  MNK Log 6 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Sun-2021, 04:10 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

Erde/Berlin/HQ der DIA/LaSalles Büro

Commodore Giulianis Blick sprach Bände. Selbst im Bild des Holo-Coms war ihr Widerwille zu erkennen.
CB: Mit allem notwendigen Respekt Sir, aber die Daten sind unter Verschluss und selbst wenn ich wollte, ich dürfte die Daten zu den Musterpuffern nur im Notfall herausgeben. Und bis Commodore Sodran zurück ist, werden noch etliche Wochen vergehen.

LaSalle grummelte vor sich hin.

LS: Sie wollen mir also nicht helfen?
CB: Wenn es sich um ein Sicherheitsrisiko handeln würde, ich meine um ein reales Risiko und nicht um Geisterjagd, dann könnte ich evtl. eine Möglichkeit finden. Aber so? Und wenn es Geistererscheinungen im HQ geben sollte, warum ruft man dann nach der DIA und nicht nach den Ghostbusters?
LS: Sehr witzig Commodore, sehr witzig.
CB: Nun Sir, ich glaube, Sie haben noch mindestens so viel Arbeit vor sich wie ich. Mit Ihrer Erlaubnis, einen schönen Tag noch.

Das Bild wurde dunkel. LaSalle gab ein wütendes Knurren von sich. Commodore Giulianis Spitzname war korrekt gewählt: Cerberus Giuliani.

-----------------------------------------------------

Ortswechsel:

Erde/Berlin/HQ der DIA/Verhörraum 24
Zeit: 4 Stunden später.

Melvin Caro, der junge Mann in Kadettenuniform, welcher Commander Hastings gegenüber saß, wirkte blass und erschöpft. 2 Stunden Verhör durch den alten Hasen Hastings hatte ihre Spuren hinter lassen.
LaSalle beobachtete das Verhör durch eine doppelte Wand aus einseitig transparentem Stahl. Eigentlich wäre dieser Fall weit „unter seinem Niveau“, doch LaSalle wollte sicher gehen, dass Commander Hastings nicht wieder „die Pferde durchgingen“.
Hastings hatte sich in seinem Sessel zurück gelehnt und blickte Caro feindselig an.

CH: Soso. Sie wollen mir also erzählen, dass Sie nicht auf eigene Faust das Shuttle von Admiral Wattley entwendet haben?

Melvin Caro gab ein erschöpftes Stöhnen von sich.

MC: Sir, wie oft denn noch? Ich habe das Shuttle nicht gestohlen. Ich habe auf Befehl eines Admirals gehandelt.
CH: Ohne Flugbefehl?
MC: Nun Sir, als Kadett kann man ja wohl kaum die Autorität einer Anweisung in Frage stellen, wenn einem ein Admiral diese Anweisung gibt.
CH: Dann nennen Sie mir den Namen dieses Admirals.
MC: Sir, ich habe ihn nicht nach seinem Namen gefragt.
CH: Und woher wussten Sie dann, dass es sich um einen Admiral handelte?
MC: Er trug eine Admiralsuniform. Sir, ich habe alle diese Fragen doch bereits dem Offizier der SFS beantwortet. Warum muss ich…
CH: Weil ich es so will.…Sie haben also einer Person in Admiralsuniform gegenüber gestanden. Dann…identifizieren Sie ihn hiermit. Darauf befinden sich die Bilddateien aller Personen mit Admiralitätsrang.

Hastings schob Caro ein Pad über den Tisch zu. Caro rief 15 Minuten Daten ab, nickte dann und schob das Pad wieder zu Hastings herüber.

MC: Das ist er, Sir. Diese Person können Sie fragen.

Hastings blickte auf das Bild und atmete zischend aus. Sein Gesicht verfärbte sich rot. Dann brüllte er los.

CH: WOLLEN SIE MICH VERARSCHEN, KADETT? Dieser Mann ist seit fast 100 Jahren tot. Das ist James T. Kirk. Und Sie wollen von ihm einen Befehl erhalten haben? Da lachen ja die Vulkanier!
MC: Aber Sir, ich versichere Ihnen…
CH: Ich versichere IHNEN jetzt Etwas: Sie gehen solange in den Bau zurück, bis Sie mir keinen solchen Kaminif mehr auftischen. Wache, führen Sie den Mann zurück in seine Zelle.

Der schwer bewaffnete Wachposten salutierte und zerrte den am Boden zerstörten Caro aus dem Raum.
LaSalle konnte es nicht glauben. Schon wieder Kirk? Nun galt es zu handeln. LaSalle aktivierte das Com.

LS: Commander Hastings, LaSalle hier. Schicken Sie bitte das Verhörprotokoll in mein Büro. Danke.

------------------------------------------------------------------

Ortswechel:
Erde/Berlin/HQ der DIA/LaSalles Büro

Zeit: 2 Stunden später

Commodore Giulianis Blick war eine Abfolge aus Unglauben, Empörung und Resignation. LaSalle hingegen grinste gehässig.

CG: Nun gut Sir. Wenn es der Strafverfolgung dient….ich habe Ihnen die Containerdaten rüber gesandt. Das wird aber Commodore Sodran nicht davon abhalten, sich zu beschweren.
LS: Dann kann sie sich bei mir beschweren. Ich danke Ihnen für Ihre Kooperation.
CG: Einer Anweisung des OBH kann man ja schlecht widersprechen. Möchte wissen, wie Sie das fertig gebracht haben.
LS: Ich bin eben ein politisch interessierter Mensch. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend Commodore.
CG: Ähm ja Ihnen auch, Sir.

Das Holo-Bild verwandelte sich in ein besonders fröhliches, schwarzes Quadrat. LaSalle war äußerst zufrieden.
Die Zufriedenheit war eine Stunde später einer aggressiven Frustration gewichen. LaSalle war die kilometerlangen Listen durchgegangen, welche jeweils Ursprungsort, Lagerdauer und Verbleib unzähliger Musterpuffer von Föderationsschiffen aufzeigten. Aber selbst eine Computersuche nach James T. Kirk und Enterprise hatten keinerlei Ergebnisse zu Tage gefördert.
LaSalle war von Tee zu Ractajino als Getränk gewechselt. Es war schließlich schon weit nach 23:00 Uhr. Und man musste ja irgendwie wach bleiben. Der nächste Computerdurchlauf hatte erneut kein Ergebnis gebracht. LaSalle warf die Tasse in den Recycler an der Wand und versuchte es mit einer erneuten Modifikation der Anfrage.

LS: Computer. Verbindungssuche im Datensatz. Parameter: Puffer, Muster, Kirk, Enterprise.

Der Computer antwortete umgehend.

<Es stehen folgende Datengruppen zur Verfügung: Speisepläne der Kantine, Raumausstattung, Personaldaten, Schiffsregister, Ersatzteil-Recycling>

Das war interessant.

LS: Ersatzteilrecycling. Parameter: Wie bei voran gegangener Anfrage.
< Suche läuft. 1 Ergebnis>
LS: Anzeigen.

Auf dem Holodisplay war jetzt eine Zeile zu lesen:

Reg No: 83024774NCC1701SCGA Eingang: 24.08. 2270 Herkunft: Ersatzmusterpuffer Shuttle Gallileo II (F-Klasse, NCC1701/7) Ausgang: 25.02.2304. Empfänger: Zvil. Walley Replication Systems Inc. Verbleib: Unbekannt. File Ende.

Eine interessante Information.

LS: Computer, bitte Basis- Informationen über die Walley Replication Systems Inc. anzeigen.

Auf dem Schirm erschienen nun einige Daten:

Name: Walley Replication Systems Inc.
Bereich: Entwicklung und Herstellung von zivilen Replikations-und Transportsystemen
Sitz: Norfolk/ Erde
Gegründet: 2246
Mitarbeiter: 4216
Referenzkunden: Clarington Construction Company, TGS, NPL, UFP-StarFleet Construction Department, Council of San Francisco-Urban facility department, SFPD

LaSalle lehnte sich zurück. Damit konnte man doch etwas anfangen. Mit einem genüsslichen Grinsen leitete er die Daten an Fleet-Admiral t´Khellian weiter.

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  MNK Log 5 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Sep-Wed-2021, 08:33 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** San Francisco / Oberkommando der Sternenflotte / Cafeteria ***

Ich seufzte und rührte in meinem Cappucino. "Nun, auf jeden Fall, Rufus, Charlie bekommt keine Ausnahmegenehmigung zur Ausreise aus dem Quarantänegebiet, auch nach negativem Test nicht, weil der Grund nicht unter die Prioritätenkategorie fällt."

"Ja, kann ich mir denken. Sichtung von Captain Kirk...."

"Ich hatte es als temporales Diskontinuitätsproblem deklariert," erwiderte ich mit einem schwachen Lächeln. "Aber Sie wissen, wie die Behörden sind. Und das Daystrom Institute will keinen Zugang ermöglichen, ohne das ein persönliches Erscheinen und Irisscan vorliegen, nebst Bioscan. Die Transporter-Musterpuffer und ihre Einlagerung unterliegen besonderen Persönlichkeitsschutzdirektiven, und Abteilung drei hat da kein Erbarmen."

Rufus LaSalle lächelte ebenfalls gequält. "Ja, ich kenne Commodore Giuliani gut. Sie würde aus Datenschutzgründen nicht einmal eine Fotografie der Urgroßmutter einer Person aus zwanzig Meter Entfernung betrachten lassen - es sei denn, man hat alle Formulare in dreifacher Ausfertigung dabei, unterzeichnet vom Präsidenten persönlich."

"Ich habe auch im Büro von Commodore Sodran nachgefragt, schließlich ist sie die Leiterin des Daystrom. Leider ist sie gerade zu einer Einweihungszeremonie auf Phalan, und das Vorzimmer will es sich mit Abteilung drei nicht verderben."

"Ja, kann ich mir vorstellen."

"Aber - so rasch gebe ich nicht auf! Ich habe einen alten Bekannten zu Rate gezogen, der auf mehreren Schiffen im Transporterraum Dienst getan hat, darunter auf der Enterprise F und der Saipan. Was er von der Theorie hält, dass sich Reste aus einem inaktiven Musterpuffer irgendwie in ein aktives Transportersystem 'schleichen' könnten."

"Lieutenant a.D. Cavik Amuti?" fragte LaSalle.

"Ja, genau er."

"Nun, der dürfte zumindest die neueren Anlagen der letzten 50 Jahre bestens kennen. Er ist ja sowas wie eine Legende, nach der Rettungsaktion auf Mora Prime. - Und, was meint er?"

"Dass es ungefähr so wahrscheinlich ist, wie wenn man eine Ladung Buchstaben in den Computer füttert und wartet, dass sie zufällig eine Ode von Byron ergeben," antwortete ich. "Es ist also theoretisch möglich: insofern 1. der alte Musterpuffer nicht korrekt gelöscht wurde, 2. das Siegel auf irgendeine Weise durchlässig wurde oder gelöst wurde, und 3. die Matrix des modernen Transportersystems im richtigen Moment die gleiche Varianz aufwies, um eine Signalübertragung zu ermöglichen. Außerdem müssen die Sicherheitssperren des modernen Transportersystems außer Kraft gewesen sein, denn die sollen ja gerade das Einschleusen irgendwelcher Fremdsignale verhindern."

"Das heißt, ohne Mitwirkung von dritter Hand - unmöglich," konstatierte LaSalle, und schien sich gleich in den polizeilichen Gefilden des DIA etwas wohler zu fühlen. "Wir müssen unbedingt an die Dienstpläne und die Einlagerungsprotokolle des Daystrom kommen! Wann ist Commodore Sodran zurück?"

"Nicht vor einer Woche. Und falls das Quarantänegebiet ausgeweitet wird..."

"Ich möchte dieses potenzielle Sicherheitsrisiko in unseren Transportersystemen oder irgendwelche temporalen Phänomen auch nicht auf die lange Bank schieben. Also müssen wir den ganzen Fall auf eine höhere Prioritätsebene heben, so dass Abteilung drei ausgehebelt wird. Andererseits..."

"Andererseits möchten wir die Presse heraushalten, die sich ja sowieso besonders gern üer irgendwelche Flottensachen auslässt, seit dem Debakel mit dem letzten OBH," entgegnete ich.

"Korrekt. Und insbesondere im Wahljahr. Da wollen wir nicht gerade eine Lachnummer abgeben für gewisse Kreise." Wir aßen schweigend unsere Sandwiches und grübelten. Plötzlich grinste Rufus LaSalle sein berüchtigtes übles Grinsen und mir war klar, dass sich ihm gerade ein Ausweg gezeigt hatte... oder doch wenigstens ein Weg zum Ausweg: "Richard von Rabenstein."

"Wieso? Was hat er damit zu tun?"

"Als ich letztens mit Madame Giuliani aneinander geriet, wegen irgendeiner Aktenfreigabe, erklärte sie, Zitat 'sie wolle kein Theater, es reicht ihr, wenn ihre Tochter Theaterwissenschaften studiere'."

"Nun...."

"Im Laufe des Gesprächs wurde aber klar, dass ihr geliebtes Töchterchen ihr Ein und Alles ist, sozusagen. Trotz der entsetzlichen Berufswahl, für die ich sie natürlich gebührend bedauert habe. Aber es kann ja nicht jeder in der Sternenflotte für Datensicherheit sorgen. Gott sei Dank. Aber was, wenn wir der kleinen Giuliani ein Exklusiv-Interview mit Literaturnobelpreisträger Richard von Rabenstein ermöglichen?"

"Rufus, Sie sind ein intriganter--" Ich schüttelte lächelnd den Kopf.

"Ich gehe lediglich alle erreichbaren Wege, um ein Ziel zu erlangen," erwiderte er. "Also auch Umwege. Manchmal sind Umwege die schnellsten Wege."

"Durchaus."

"Also glauben Sie, Sie können unseren vielbeschäftigten, medienscheuen Preisträger zu einer freundlichen Starthilfe für eine junge Aspirantin der Kunst bewegen?"

"Ich will es versuchen. Hoffentlich ist er nicht auch gerade unterwegs. Ich habe ihn zuletzt vor vier Tagen gesehen."

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  Dreharbeiten zur 3. Staffel von THE ORVILLE abgeschlossen
Geschrieben von: Sareth - Sep-Sun-2021, 06:57 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (2)

https://www.netzwelt.de/serien/the-orvil...prime.html

*Sekt für alle*

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  MNK Log 4 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Fri-2021, 10:02 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (1)

Erde/San Francisco/HQ der Sternenflotte/Zentralarchiv für Flottenangelegenheiten (Verwaltung)

Es war Nacht. Tiefe Nacht. Und obwohl es in den Räumen des Zentralarchivs für Flottenangelegenheiten keinerlei Fenster gab, wusste man immer, um welche Tageszeit es sich handelte. Zu normalen Bürozeiten war hier wenig los. Nachts war niemand hier. Bis auf den alten Archivar Cunningham und einen Vizeadmiral, welcher seit Stunden über alten Bauplänen saß: Rufus LaSalle.
Sareth hatte ihn gebeten, etwas über jenen Flur heraus zu bekommen, in welchem sie „Kirk“ begegnet war. Doch weder in den Archiven der Flotte selbst, noch in den Sicherheitsdokumenten der DIA hatte sich irgendetwas ausfindig machen lassen, was auch nur im Entferntesten zur Beantwortung der Frage bei trug. Und um 3:30 Uhr morgens hatte LaSalle genug. Er deaktivierte den Holoscreen und lehnte sich grummelnd zurück. 6 Stunden Suche hatten nichts zu Tage gefördert. Archivar Cunningham brachte LaSalle einen Tee.

AC: Sir, dürfte ich fragen, was Sie suchen?

LaSalle nahm einen Schluck Tee und antwortete dann.

LS: Ich suche nach der Geschichte eines Gebäudeteils des HQ.
AC: Nun Sir, die Geschichte dieses Gebäudes ist eines der wenigen Hobbys, denen ich fröne.
LS: Ahaaa nun evtl. wissen Sie etwas über Flur LQ22/4. Ich finde nichts über diesen Flur.
AC: Nun Sir, das liegt daran, dass es diesen Flur in dieser Form erst seit 20 Jahren gibt. Und in der Tat, ich habe ein gewisses Wissen über den Flur.
LS: Nun, es wäre in der Tat sehr hilfreich, wenn ich etwas über diesen Flur wüsste. Sie wissen schon, die DIA muss über eventuelle Schwachstellen Bescheid wissen.
AC: Ich verstehe Sir. Nun, ab dem Jahre 2247 verband eine Brücke das ursprüngliche Johnathan Archer Building, wo wir uns jetzt befinden, mit dem Udvar Hazy Center, welches in etwa dort stand, wo heute das große Auditorium beginnt. Vor 20 Jahren hat man den gesamten Bereich umbaut und aus dem Udvar Hazy Center wurde die Westecke des Auditoriums.
LS: Mhmm interessant. Und welche Einrichtungen befanden sich im Udvar Hazy Center?
AC: Nun Sir, das UHC war die Heimat diverser Abteilungen. Das änderte sich teilweise von Jahr zu Jahr.
LS: Nun sagen wir um 2270 bis 2290.
AC: Nun Sir, das ist einfach. Dort befanden sich nur einige Lagerräume der Verwaltung, der Kantine und des Daystrom-Instituts.
LS: Des Daystrom-Instituts? Was haben die denn dort gelagert?
AC: Nun Sir, da gab es nur Gerüchte. Es wird behauptet, dass dort die Musterpuffer der Transporter einiger Schiffe gelagert wurden. Warum auch immer. Näheres weiß aber nur das Daystrom-Institut.
LS: Ist bekannt, was sich am Platz des damaligen Lagerraumes heute befindet? Hoffentlich keine Toilettenräume.
AC: Nein Sir, dort befinden sich heute, wenn ich richtig darüber nachdenke, Kühlsysteme für das Auditorium.
LS: Nun gut. Ich danke Ihnen.
AC: Außerordentlich gerne Sir.

LaSalle trank seinen Tee aus und verließ das Archiv. Daystrom-Institut. Nun da gab es jemanden, der definitiv an Daten heran kommen würde.

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  MNK Log 3 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Aug-Tue-2021, 10:00 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Auf dem platten Land in Missouri ***

Ich stapfte unter blauem Sommerhimmel und begleited vomm Zirpen der Grillen einen schmalen Feldweg entlang, links von mir eine altersschwache hölzerne Absperrung, rechts ein abgeerntetes Feld. Aus der Ferne klang Pferdewiehern. Unwillkürlich fühlte ich mich um hunderte Jahre zurückversetzt, in die Zeit der Wildwest-Filme, von denen in den Kunstkinos erst letztens einer gelaufen war, den Charlie unbedingt hatte sehen müssen. Ich erwartete, gleich vor einem im schwachen Wind quietschenden, halb verrosteten Schild mit der Warnung "Trespassers will be shot" zu stehen...

Meine Gedanken wanderten zurück zu den Ereignissen der letzten Tage, genauer gesagt, dem seltsamen Treffen mit "Kirk" und meine diesbezüglichen Nachforschungen. Der berühmte Admiral war nicht nur verschollen, sondern tot. Die entsprechende Akte war zwar unter Verschluss gewesen - wahrscheinlich wegen der Einstufung des Nexus - aber dort war von Jean-Luc Picard persönlich im Bericht vermerkt, wie Kirk ihm damals gegen Tolian Soran beigestanden hatte und dabei den Tod fand. Das war 2371. Sein Grab befand sich auf Veridian III.

Knapp hundert Meter vor mir tauchte zwischen zwei hohen schattenspendenden Bäumen ein Gebäude mit ausladender Porch auf. Ich spürte das kurze Kribbeln auf der Haut, das der Kontakt mit einem Sicherheitskraftfeld hinterließ. Gleichzeitig löste es wohl Alarm aus, denn nun öffnete sich die Tür. Aus dem Schatten schob sich - nein, zum Glück kein bärbeißiger Typ mit Schrotflinte, sondern ... nur ein mürrisch dreinblickender Mann, dessen Gesichtsausdruck sich auch bei meinem Anblick nicht änderte.

"Commander Walter Kirk?" rief ich. "Admiral T'Khellian. Sie erinnern sich, wir haben gestern am Interkom gesprochen."

"Ich bin ja nicht senil! - Also kommen Sie rein!"

Ich folgte ihm über die knatschende Holzporch ins Innere des überraschenderweise recht gemütlich eingerichteten Hauses. Viel Stein, Holz, und bunte Patchworkdecken auf den großen Sitzmöbeln. Auf einem von ihnen räkelte sich eine dicke Katze.

"Kommen Sie General Lee nicht zu nah, er ist heute übler Laune, weil er die Maus nicht gekriegt hat."

Ich nickte verständnisvoll und nahm Platz. Mein Gastgeber brachte ein Tablett mit Kaffee und zwei Tassen aus der Küche. "Damit Sie mal ordentlichen Kaffee trinken - nicht diese Plempe, die in der Sternenflotte immer so serviert wird, aus dem Replikator."

"Danke!" Nach dem ersten Schluck musste ich zugeben, dass er damit gar nicht so Unrecht hatte. Ich konnte gar nicht unbedingt sagen, was es war... Jedenfalls schmeckte der Kaffee hervorragend!

"So, und Sie wollen James T. Kirk begegnet sein? Ich sage Ihnen, wenn Sie nicht Sie wären.... Es vergeht kaum ein Monat, dass hier nicht irgendwelche Fans oder Irre stehen und nach Devotionalien oder der Aura von dem alten Kirk suchen! Erst letzte Woche hatte ich einen Ferengi hier, der mir horrende Summen für ein altes Fotoalbum geboten hat."

"Dürfte ich das mal sehen? Das Album?"

"Warum nicht." Er ging zu einem Schrank, dessen Innenleben sich als ein Safe entpuppte, und entnahm ihm ein kleines traditionelles Papieralbum, wie sie ja eigentlich schon lange vor Kirk nicht mehr in Mode waren. Aber manche Familien, schien es, schätzten die Nostalgie. Und James T. Kirks Vorliebe für alte Bücher war ja auch legendär.

Walter Sherman Kirk zog sich auch ein paar weiße Archivhandschuhe über und blätterte vorsichtig durch die Familienreliquie. Bei einer Fotografie blieben wir hängen. "Das ist genau die Kleidung, die der Kirk trug, dem ich im Oberkommando begegnet bin!" sagte ich. "Und er sah auch in etwa so aus, vom Alter und dem Haarschnitt her. Oder nein... nicht in etwa.... eigentlich genau so!"

"Das Foto ist von 2293, kurz bevor er als Ehrengast auf die Enterprise - B geladen wurde, soweit ich die Unterschrift noch entziffern kann. Alles ziemlich verblasst leider."

Ich lehnte mich zurück. "Das ist wirklich seltsam." Ich nahm mir vor, den Ensign zu kontaktieren, der am nächsten Morgen offensichtlich die 'Begegnung der Dritten Art' hatte. Hatte Kirk da genau so ausgesehen?

"Haben Sie schon einmal überlegt, ob das Ganze ein Scherz mit einer Holoprojektion gewesen sein könnte? Ich weiß, dass bei der Aufnahme in manche Bruder- oder Schwesternschaften an der Akademie einige seltsame Mutproben erforderlich sind."

...

*** Genf / Grandhotel Geneva Regency / Speisesaal ***

...
"Nun, und dann fragte er mich, ob nicht jemand mit den Notfall-Holonetz des Oberkommandos herumgespielt haben könnte, du weißt, dass Netz, was ermöglicht, MHNs oder Erstverteidiger zu generieren," erzählte ich.

Richard nickte. "Ja, natürlich. Und, gibt es Hinweise?"

"Nein, das habe ich überprüfen lassen. Damit kommen wir nicht weiter. Und der Ensign ist leider schon seinem Schiff zugeteilt und unterwegs in den Gammaquadranten."
Der Ober brachte das Dessert, eine Pfirsich Melba mit einem exotischen Likör, der durch die Kristallschalen schimmerte. Vor dem Panoramafenster, das den Blick über den Genfer See freigab, schickte sich die Sonne gerade zu einem besonders prächtigen Untergang an. Die kleine Burganlage am Wasser leuchtete in warmen Orange, und über die leichten Wellen breitete sich ein goldroter Teppich. Auch der Schnee auf den fernen Berggipfeln glitzerte rötlich, während die östlichen Hänge schon im Violett und Blau der Nacht zu verschwimmen begannen.

"Du sagtest, Kirk hätte gemeint, sich in der Etage geirrt zu haben?"

"Ja, 'Ich habe mich im Flur geirrt' waren seine Worte."

"Ich würde versuchen in Erfahrung zu bringen, was auf dem Flur war zu seinen Zeiten..." überlegte Richard.

"Das dürfte nicht schwer sein. Du hast recht, das bringt uns vielleicht etwas weiter. Vielleicht liegt das Problem im Jahr 2293."

"Vielleicht gab es irgendwelche Experimente, temporaler Natur. Du bist die Expertin in temporaler Physik!"

"Und du denkst immer an Dinge, auf die ich irgendwie nicht komme."

"Nun..." Er lächelte. "Das ist das Privileg des Schriftstellers, nicht wahr? Ich bin wirklich froh, dass du kommen konntest zu meiner Lesung. Trotz der misslichen Situation, in der Charles steckt."

"Den Elementen sei Dank scheint es für ihn nicht wirklich misslich zu sein, im Augenblick jedenfalls nicht. Sie sind in Quarantäne und somit erst einmal sicher vor eventueller Ansteckung. Da bin ich beruhigt. Bei meinem letzten Anruf sagte er, er und Rollo würden sich gerade durch die Whiskysorten der Hotelbar testen, und nebenbei würde er an einer neuen Theorie der Quantensupersymmetrie arbeiten."

"Ja, das hört sich nach Charles McGregor an!" Richard lachte. "Dann hast du sicher nichts gegen ein Glas Wein auf der Terrasse, gleich nach dem Essen?"

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