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  Sound für Spiegel Inquisition
Geschrieben von: Sareth - Dec-Tue-2021, 05:51 PM - Forum: *** Visuelle Kommunikation *** - Antworten (4)

Hab ich gerade gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=EWpnzgzNhxU

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  Rückkehrer MISSIONSSTART
Geschrieben von: Sareth - Dec-Fri-2021, 06:04 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Enterprise G / Kapitänsmesse ***

Seit einer knappen Woche war ich unterwegs als Beobachterin auf dem neuen Flaggschiff der Föderation. Das äußere Design war ungewöhnlich: die beiden Antriebsgondeln waren keine kompakten an Backbord befindlichen Körper, sondern flossen geradezu organisch aus dem Schiffskörper und hatten die Form eines langgestrecken, innen offenen Ovals ((Anm. ähnlich wie bei der Orville...)). Dies ermöglichte die übergangslose 'Schaltung' von Warp zu Transwarp. Innen hatte mich das übliche Sternenflottendesign begrüßt: helle, warme Töne, an zahlreichen Orten waren auch Kunstwerke in die Gangpanele integriert worden. Schließlich sollte das Schiff Botschafter der Föderation sein, und würde zahlreiche diplomatische Delegationen transportieren. Anders als mein letztes Schiff, die Saipan B, die mehr militärischen Charakter gehabt hatte. Hinter der Lounge-Atmosphäre allerdings verbargen sich die modernsten Systeme. Noch im Erprobungscharakter auf der Saipan, so gab es jetzt zum Beispiel Notfall-Holoemitter auf den diversen Decks nicht nur für medizinische, sondern auch defensive Einsätze - falls die Crew aus irgendeinem Grund nicht mehr in der Lage sein sollte, das Schiff zu verteidigen.

Auch ein Kommando-Hologramm gab es, und Captain Merrick pflegte zu scherzen, dass wir ja dann sicher alle bald in Rente gehen könnten und mit einer dicken Zigarre im Lehnstuhl abhängen würden.
Ich sah für derlei Befürchtungen keine Veranlassung. Soweit mir bekannt war, gab es lediglich ein Hologramm, das aufgrund seines mehrjährigen Dauerbetriebes in der Lage gewesen war, seine eigene Programmierung selbständig weiter zu entwickeln und vollständige Persönlichkeitsrechte erhalten hatte: der "Doc" der USS Voyager. Ich hatte ihn selbst einmal kennen gelernt - ein tatsächlich sehr komplexes, wenn man wollte "menschliches" Individuum.

Im Augenblick saß ich mit dem Oberbefehlshaber, einem eher kleinen, unauffälligen Menschen, und dem Captain der Enterprise, Rahv Merrick, in der Kapitänsmesse und dinierte. Merrick war Halbandorianer, und die merkwürdigen, nicht voll ausgebildeten Kopffühler gaben ihm ein etwas gnomenhaftes Aussehen. Äußerlichkeiten hin oder her - er war offen, freundlich und fair zu jedermann, ein verdienter Diplomat und hatte sich durch die Lösung mehrerer brenzliger Situationen einen Namen gemacht.

OBH Sandford schob die Reste seines Boeuf Bourguignon etwas zurück, tupfte sich dezent die Lippen ab und bemühte sich, ein Tischgespräch in Gang zu halten. "Aus diesem Grund bin ich auch erfreut, dass Sie, Captain Merrick, dem Kommando zugesagt haben. Eine Wende der Sternenflotte zurück zu den Idealen der Forschung und Diplomatie war überfällig. Das hat uns nicht nur der Zwischenfall bei der Einweihungsfeier gezeigt."

"Ja, durchaus." Merrick schob ein für mich undefinierbares Gemüse in den Mund. "Wissen Sie, diese ganze Situation erinnert mich an die Verhandlungen zum Waffenstillstand bei Zukpa Prime...."

Oh nein, dachte ich leicht ermattet und hörte nur mit halbem Ohr auf die Geschichte, die der Captain entfaltete. Hatte ich sie doch gestern Abend bei unserem Treffen in der Lounge schon gehört....

"Ah, die Calgiani," fiel der OBH Merrick ins Wort im Versuch, den Redefluss irgendwie zu bremsen. "Hatten Sie mit dieser Bruderschaft nicht auch einmal ein unerfreuliches Zusammentreffen, Admiral?"

Ehe ich zu einer Antwort kam, meldete sich die Brücke bei Merrick: + Sir, wir empfangen eine merkwürdige Energiesignatur. Sieht aus wie ein Warpecho eines Föderationsschiffes, allerdings in die tertiare Subraumschicht verschoben. Das Muster bewegt sich grob Richtung klingonisches Hoheitsgebiet, in etwa 12 AE Entfernung von uns.+

"Ich bin unterwegs." Er nahm einen letzten Schluck aus dem Rotweinglas. "Nun, die Pflicht ruft!"

Es schien mir, dass der OBH etwas rasch aufstand... Aber auch ich erhob mich nun.

"Nach Ihnen, Admiral T'Khellian."


USS Enterprise / Brücke ***

Die weiträumige Brücke des neuen Sternenflottenstars bestach durch ihre eleganten Linien und funktionale Schönheit, in der die holographischen Bedienelemente beinahe wie exotische Schmuckelemente schwebten. Ich wusste nicht, wer für das Innendesign zuständig gewesen war, aber es handelte sich offensichtlich um einen Künstler.

Bei unserem Eintreten räumte der Lieutenant im Captains Chair den Platz für Merrick und salutierte. Es war ihm und den anderen Brückenoffizieren anzumerken, dass Sie sich etwas angespannt fühlten. Wer sah sich schon gern von der Kommandantin der Flotte UND dem Oberbefehlshaber von Starfleet zusätzlich über die Schulter geschaut, während er/sie das erste Mal an der Station eines Schiffes auf dem Jungfernflug stand?! Auch wenn ich wusste, dass viele Sternenflottenmitglieder Sandford nicht wirklich für voll nahmen - schließlich hatte er die Akademie nicht absolviert, sondern war als Zivilist berufen worden, akademische Meriten hin- oder her.

Auf die Order des Captains erstattete der vulkanische Sensorikoffizier Meldung, ohne von seinen holographischen Anzeigen aufzusehen. "Das Objekt, das die Energiesignatur aussendet, bewegt sich auf gerichtetem Kurs. Laut der Berechnungen wird es die klingonische Grenze in vier Stunden erreichen, falls keine Kurs- oder Geschwindigkeitsänderung eintritt.“

Es war klar, dass wir verhindern mussten, dass das Etwas die klingonische Grenze überquerte. Der Frieden war wackelig genug, wir konnten uns keine Provokation leisten.

„Ich habe anhand des vorgeblichen Warpechos die Größe und Konfiguration des Objekts berechnet," vernahm ich die Stimme des Sensorikoffiziers erneut.

Merrick lehnte sich erwartungsvoll etwas nach vorn und stützte die Hände auf die Armlehnen.

"Sie entspricht einem Sternenflottenschiff mit den Ausmaßen einer Constitution bis zu einer New Constitution Class, beziehungsweise den zivilen Schiffstypen der Chen-Li-Klasse I-IV. Ehe wir aber die Subraumverschiebung nicht kompensieren können, ist eine exakte Messung nicht möglich."

„Captain, wenn Sie erlauben. Wir sollten versuchen, das Objekt zu erfassen und aus dem Subraum zu holen, ehe es die Grenze erreicht,“ sagte ich.

Merrick stimmte mir zu. Der Einsatz des Traktorsystems verbot sich unter den gegebenen Umständen allerdings, selbst wenn wir unsere relativen Geschwindigkeiten hätten angleichen können, was aufgrund der fehlenden Daten nicht möglich war. Das Objekt musste vielmehr zum Austritt aus dem Subraum gezwungen werden. In Anbetracht der uns verbleibenden Zeit waren die Möglichkeiten allerdings gering… Ich erinnerte mich an einen vergleichbaren Zwischenfall, den ich auf der Saipan erlebt hatte. „Wäre es möglich, einen kurzen Magnetonpuls über den Deflektor zu schicken, wie er zur Initiierung des Transwarps eingesetzt wird? Das müsste die spatiale Faltung vor dem Objekt kurzzeitig zum Zusammenbruch bringen…“

Merrick wandte sich an die Navigation: „Entfernung zum nächsten Sternensystem?“

„12,45 Lj, Sir.“

„Legen Sie die Daten zu den Raumparametern zwischen uns und dem Objekt auf den Schirm!“

Die Entfernung war an der unteren erlaubten Grenze, doch ansonsten blockierten keinerlei Asteroiden, Dunkelmateriewolken oder Nebel unsere Umgebung. Der Captain der Enterprise kam zum selben Ergebnis wie ich. Wir mussten den Versuch wagen.

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  MNK Log12 Abschlusslog / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Nov-Fri-2021, 08:31 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (2)

Utopia-Planitia Ship-Yards / Gebäude der Werftleitung / Großer Saal

Es war schon ein merkwürdiges Gefühl, vor der 40x20 m großen Projektion des neusten Schiffes der Sternenflotte zu stehen und eine Laudatio auf die Entwickler des Schiffes zu halten.
Es mochte nicht das erste Mal für Sareth sein, ein solche Schiffsindienststellung zu halten und es würde auch nicht die Letzte ihrer Art sein, aber diese Indienststellung war etwas Besonderes. Und dies lag nicht nur am Namen des Schiffes:
USS Enterprise NCC 1701- G. Dieses Schiff der Intrepid-Mk III Klasse sollte das erste Schiff dieses Namens sein, welches nicht das Flaggschiff der Sternenflotte sein würde.
Obwohl seine etwas kantigere Form die Evolution von der altbekannten Intrepid-Form, hin zu den neuen Hybrid-Formen deutlich machte, war das Schiff noch immer elegant. Klein aber elegant.
Doch obwohl der Name des Schiffes und damit die Bedeutung der Indienststellung schon für Aufregung sorgte, obwohl sogar Verteidigungsminister DeRaaf inklusive seines dezenten, aber sichtbaren Sicherheitspersonals da war und es vor Personal der Starfleet-Security nur so wimmelte, war der wahre Grund für Sareths Nervosität das kleine, nur für sie sichtbare Holodisplay, welches sie auf dem Rednerpult platziert hatte und eine direkte Standleitung zu LaSalle darstellte, der sich mit seinen ebenfalls sehr dezenten Mitarbeitern auf die Suche nach einer gewissen Person gemacht hatte: Dem wohl größten Kirk-Fan aller Zeiten: Charles Pendleton Milverton.
Was hatte dieser Mann vor? Warum war der Termin dieser Indienststellung in Milvertons Wohnung aufgefunden worden? War hier ein Attentat geplant? Oder eine Protestaktion? Beides war durchaus möglich. Denn es waren nicht nur hohe Regierungsvertreter vor Ort, nein auch die Presse der halben Galaxis war anwesend. Und je länger LaSalle sich nicht meldete, desto mehr spürte Sareth, wie ihre Nervosität stieg. Nun gut, es half nichts, die Rede musste gehalten werden.
Sareth holte tief Luft und begann ihre Rede.

Sa: Sehr geehrte Würdenträger aus allen Welten der Föderation, Kollegen, Freunde, Bürger der Föderation und alle, die diesem Moment beiwohnen,
Der Name Enterprise war schon immer ein Synonym für das Besondere. Für das Große auch im Kleinen. Denken Sie an jenes Schiff, welches als Erstes den Namen Enterprise trug: Ein Sloop, ein Einmaster, ein terranisches Wasserfahrzeug aus dem Jahre 1775. Oder das Schiff, auf dem derjenige als Captain seinen Dienst tat, dem wir die Gründung der Föderation verdanken: Captain Archer tat seinen Dienst auf der USS Enterprise. Und Captain Kirk? Auch er...

LaSalle konnte der Rede Sareths derzeit nicht weiter folgen. Er versuchte sich einen Weg durch die Menge an Medienvertretern, Sternenflottenoffizieren und Regierungsangehörigen zu bahnen.
Wo war Milverton? Von wo aus würde er, wenn er etwas vorhatte, zuschlagen?
LaSale blickte zu Decke des Saales. Eventuell von der Lichtbühne aus? Das wäre ein idealer Ort.
LaSalle benötigte fast 10 min. um sich seinen Weg zur Zugangstür zur Lichtbühne, (welche gut 30 Meter über den Köpfen der Anwesenden schwebte) zu bahnen.
Doch bevor er die Tür erreichen konnte, baute sich ein bulliger Offizier der Sternenflotten-Sicherheit vor ihm auf.

SO: Tut mir leid, Sir, aber kein Zutritt.

LaSalle zückte seinen Dienstausweis.

LS: Es besteht eine potentielle Sicherheitsgefahr.
SO: Tut mir leid Sir, aber davon weiß ich nichts. Und hier ist die SFS zuständig und nicht die DIA.
LS: Das sehe ich anders.
SO: Ich muss Sie bitten zu gehen, oder ich muss Sie entfernen lassen, Sir.
LS: Das würde Ihnen schwer fallen. Geben Sie mir bitte Ihren Vorgesetzten.
SO: Er ist derzeit nicht....

LaSalle lief die Zeit davon.

LS: Sie kontaktieren jetzt Ihren Vorgesetzten. Das ist ein Befehl.
SO: Ich werde...
LS: Sie werden den Befehl befolgen, oder Sie lernen mich und die DIA von ihrer unangenehmen Seite kennen.

Der SO zuckte mit den Schultern und kontaktierte seinen Vorgesetzten. 5 min. später erschien ein noch bulligerer Offizier mit den Abzeichen eines Commodores.
Der Commodore blickte auf LaSalle und begann dann los zu donnern.

CM: Ich bin Commodore Matthews, Leiter der SFS-Abteilung 2. Was soll der Zirkus hier? Warum mischt sich die DIA ein?
LS: Weil eventuell Gefahr im Verzug ist.
CM: Wenn dem so ist, dann ist die SFS dafür zuständig und nicht die Sesselfurzer von der DIA. Weiß Ihr Chef, was Sie hier treiben?
LS: Davon können Sie ausgehen. Und jetzt lassen Sie mich vorbei.
CM: Erst werde ich Ihren Chef kontaktieren, damit er Sie authorisiert. Dann werden wir einmal weiter sehen.

Matthews aktivierte sein Com.

CM:Commodore Matthews an Vizeadmiral LaSalle. Hätten Sie einen Moment Zeit, Sir?
LS: Eigentlich nicht.

Matthews wies unwirsch mit dem Finger auf LaSalle.

CM: Sie mein Bester sind nicht gefragt.

LaSalle verlor jetzt allmählich die Geduld.

LS: Da oben bereitet unter Umständen eine verzweifelte Person eine ungesetzliche Handlung vor. Daher habe ich keine Zeit mit Ihnen hier zu diskutieren, bis der Blitz einschlägt.Was übrigens durchaus geschehen kann.

LaSalle pappte seine Dienstausweis Matthwes förmlich in Gesicht.

LS: Da! Lesen! Und aus dem Weg. Das ist ein Befehl!
CM: Uh oh...ich habe ja nicht gewusst, Sie, dass Sie..
LS: Ruhe. Weg da!

Der verblüffte Matthews gab den Weg frei. Lasalle stürmte durch die Tür und blieb vor 3 erschrockenen SOs stehen.

LS: Sie, Sie und Sie. Folgen. Matthews, Sie auch. Worauf warten Sie?
CM: Sir, jawohl, Sir.

In diesem Moment meldete sich Sareth über das Com.. Sie hatte ihre Rede beendet.

Sa: LaSalle, wo sind Sie gerade?
LS: Ich versuche gerade, eine Leiter zu den Lichtbühnen zu finden, Mam.
Sa: Ich befinde mich auf der anderen Seite des Saales. Kann ich Ihnen helfen?
LS: Ja Mam. Es gibt dort wohl einen zweiten Zugang zur Lichtbühne. Wäre gut, wenn Sie diesen blockieren könnten.
Sa: Ich habe hier unseren CoS von der Picard getroffen. Mr. Caldred. Er wird sich darum kümmern.

LaSalle grinste böse.

LS: Dessen bin ich mir sicher. Ich habe jetzt eine Leiter gefunden. Ich melde mich wieder. LaSalle Ende.

LaSalle wandte sich an die SOs und hielt ein Padd in die Höhe.

LS: Ich habe Ihnen soeben die Daten der gesuchten Person auf Ihre Pads übertragen. Wir suchen einen gewissen Charles Pendleton Milverton, Wenn Sie ihn sehen, nicht ansprechen, nicht angreifen.
Informieren Sie mich. Jeglicher Zugriff ist untersagt. Nur beobachten. Ich kümmere mich persönlich um ihn. Ist das klar?

Die SOs nickten.

LS: Dann rauf mit Ihnen auf die Bühne. Und seien Sie leise, wenn Sie sich auf den Pritschen verteilen. Das Publikum unter Ihnen darf nichts davon mit bekommen.
Los jetzt!

Die SOs kletterten wie die Affen die Leiter hoch. Nur LaSalle musste es deutlich langsamer angehen lassen.

LS: Ich bin einfach zu alt für diesen Blödsinn.

Mit grimmigen Gedanken kletterte LaSalle die Leiter empor und ereichte 4 min. später schnaufend die Zugangsplattform zur Bühne.
Ein kurzer Blick nach links und rechts beförderte wenig Erhellendes zu Tage.
3 SOs hatten sich an den Seilankern der Plattform positioniert und hinter den massiven Abdeckungen versteckt.
Commodore Matthews hatte sich hinter dem 4. Seilanker positioniert. Lauernd wie ein Scharfschütze lag er da.
LaSalle schüttelte innerlich den Kopf. Das war ja wohl zu viel des Guten. Langsam und vorsichtig, sich hinter einige Agregate duckend, arbeitete sich LaSalle zu einer Seiltrommel vor. In diesem Augenblick meldete sich Matthews über Com.

CM: Sir, ich habe die gesuchte Person entdeckt. Sie befindet sich auf Plattform 2 und zielt mit einem waffenähnlichen Objekt auf das Podium.

LaSalle blickte nach unten. Dort hatte sich gerade der designierte Captain der neuen Enterprise, Roger Merrick, in Positur geworfen und eine langatmige Rede begonnen, welche aus den riesigen Lautsprechern dröhnte und die ganze Plattform förmlich
mit den pathetischen Worten des Captains flutete. Man musste schon sehr nahe beieinander stehen, um sich überhaupt zu verstehen

LS: Commodore, bleiben Sie wo Sie sind. Ich kümmere mich um Milverton.
CM:Ich habe ihn im Visier. Freies Schussfeld. Ich könnte Ihn von hier aus ellimnieren.
LS: Und seinen Körper in den Saal fallen lassen, was? Den Teufel werden Sie tun.
CM: Und wenn ich ihn vaporisiere?
LM: Wenn Sie das tun, werde ich dafür sorgen, dass Sie den Rest Ihrer Karriere auf einer Relaisstation tief im Beta-Quadranten verbringen.
Lassen Sie Ihre Griffel von Ihrer Waffe und bleiben Sie auf Standby. Das ist ein Befehl. ENDE!

LaSalle bewegte sich langsam auf Plattform 2 zu. Ja, dort hinter einer Auslassbox der Klimaanlage kauerte eine Gestalt. Sie hatte ein langes Rohr auf das Podium gerichtet.
Langsam und vorsichtig robbte sich LaSalle an die Gestalt im Schatten heran. Direkt vor LaSalle lag ein kleiner Schraubenschlüssel auf der Plattform. Diesen hatte wohl ein Techniker dort vergessen.
LaSalle nahm den Schlüssel und warf ihn direkt auf Milverton.
Dieser erschrak und drehte sich ruckartig zu LaSalle um. Dabei warf ihn sen eigener Schwung beinahe von der Plattform. Panisch hilt sich Milverton mit beiden Händen an den Rasterplatten der Plattform fest, das dünne Rohr unter den linken Arm geklemmt.
LaSalle gestikulierte so deutlich wie möglich. Und Milverton verstand , dass er sich ruhig verhalten solle. LaSalle robbte sich bis auf Hörweite an Milverton heran.

LS: Mr .Milverton, was soll das?
Mi: Verschwinden Sie,
LS: Was glauben Sie, was Sie hier tun?
Mi: Allen die Augen öffnen. Die Augen, welche sie gegenüber dem aggressiven Wahnsinn der Föderation verschlossen haben.
LS:Mit einem Attentat?
Mi: Was? Oh nein, Das ist keine Waffe. Das ist ein Holoprojektor. Ich werde denen da unten Kirk und Archer geben. Und ihre Meinung zur derzeitigen Politik der Föderation.
LS: Ich verstehe. Sie haben ein Holo dafür produziert und die Technik dazu mit der Projektion Kirks im HQ der Sternenflotte getestet.
Mi: Nichts verstehen Sie. Nichts. Ja, ich habe für ein wenig Spaß im HQ gesorgt. Aber ich will, daß die Föderation versteht, dass sie Archers und Kirks Vermächtnis ständig entweiht. Und das wird ein Ende habe.
LS: Sie können natürlich Ihre Show abziehen. Aber wenn Sie das tun begehen Sie eine Straftat. Wenn Sie durch ihre Anwesenheit in einem Sicherheitsbereich sich nicht ohnehin schon strafbar gemacht haben.
Mi: Und wenn schon.
LS: Sie wollen doch gehört werden? Und wer hört schon auf die Worte eines Kriminelllen?
Mi: Sie sind von der DIA. Vom Systen also. Warum sollte ich Ihnen zu hören?
LS: Weil ich mit Ihnen rede und nicht auf Sie schieße.
Mi: Ha, das tun Sie nur, weil Sie mich lebend haben wollen.
LS: Es geht Ihnen doch, so wie ich Sie einschätze, um die Aufgaben der Flotte im Speziellen? Würde es Ihnen helfen, wenn Sie mit einer Person reden, welche in der Flotte Einfluß hat?
Mi: Und wer sollte das sein?

LaSalle aktivierte sein Com.

LS: LaSalle an Fleet-Admiral t´Khellian. Hätten Sie einen Moment, Mam?
Sa: Natürlich.

LaSalle schilderte kurz die Situation.

Sa: Ich komme zu Ihnen rauf.
LS: Halten Sie das für sicher Mam?
Sa: Ich halte es für notwendig. Ende.

Milverton blickte ungläubig zu LaSalle herüber,

Mi: Das war Admiral Sareth t´Khellian? Die Leiterin der 1. Flotte?
LS: Höchst selbst. Und Sie kommt hier her zu Ihnen.
Mi: Und sie wird mir zu hören?
LS: Deswegen macht sie sich ja die Mühe, hier herauf zu kommen. Aber alles hat seinen Preis. Sie wird Ihnen zu hören. Und dann werden Sie schön mit nach unten kommen.
Mi: Damit ich fest genommen werde?
LS: Nein, damit Sie mir hier nicht runterfallen.
Mi: Ich..
LS: Nun kommen Sie schon. Sie können hier oben ja nicht übernachten. Ich informiere jetzt meine Kollegen darüber, das Fleet-Admiral t´Khellian hier herauf kommt.

LaSalle aktivierte sein Com.

LS: LaSalle an Matthews. Fleet-Admiral t´Khellian kommt hier rauf.
CM: Sir, hat dieser Milverton das verlangt ? Werden Sie als Geisel gehalten?
LS: Wie kommen Sie denn darauf? Blödsinn.
CM: Ich dachte nur..
LS: Nicht denken, abwarten.
CM: Nun ich werde die Situation im Auge behalten.
LS: Tun Sie das. LaSalle Ende.

In diesem Moment erschien Sareths Kopf über dem Boden der Plattform. Sareth erklomm die PLattform und postierte sich zwischen LaSalle und Milverton

Sa: Hier bin ich. Ich höre Mr. Milverton.
Mi: Sind Sie es wirklich?
Sa: Nun, ich denke nicht, dass ich ein Hologramm bin. Also?
Mi: Ähem.Wo fange ich an?
Sa: Am Anfang.
Mi: Die Föderation selbst muss zurück zu ihren Idealen. Zu den Idealen von Captain Archer. Zusammenarbeit, Friede, Forschung. Und was man auch über Kirk sagt. Er ist das Beispiel für einen aufrechten, den Idealen der Sternenflotte entsprechenden Captain.
Sa: Auch er hatte seine Schattenseiten.
Mi: Er war ein Mensch und keine Maschine. Aber alle heutigen Kommandanten der Sternenflotte reiten entweder auf irgendwelchen Prinzipien herum, oder verlassen sich nur auf ihre Taktikcomputer. Wo bleibt der Mensch, wo das Individuum?
Sa: Mr. Milverton. Die Zeiten haben sich geändert. Das Universum hat sich geändert. Und manchmal kann man eben nicht den edlen Idealen folgen. Das Universum ist nicht schwarz oder weiß, es ist grau.
Mi: Das ist aber nicht die Föderation, wie sie sein sollte. Nicht meine Föderation.

Milverton sprang urplötzlich so heftig auf, dass die gesamte Plattform zu schwanken begann.

Mi: MEIIN NAME IST KIRK. ICH BIN KIRK. ICH WILL MEINE FÖDERATION ZURÜCK!

Ein greller Lichtstrahl spannte sich von Plattform 1 zu Plattform 2 und schlug nur Milimeter von Milvertons Kopf entfernt in ein Halteseil der Plattform ein. Das Seil riss und die Plattform kippte ruckartig zur Seite.
Milverton fiel zur Seite und rutschte bäuchlings über die Flurplatten. Er konnte sich gerade noch an der Kante der Plattform festhalten. Sareth klammerte sich an einem der noch verbliebenen Seile fest. LaSalle aktivierte sein Com.

LS: MATTHEWS, SIND SIE VOM WILDEN AFFEN GEBISSEN? VERSCHWINDEN SIE. JETZT! MIT IHNEN BEFASSE ICH MICH SPÄTER.

Das Dröhnen der Lautsprecher auf der Plattform verhinderte jegliche direkte Kommunikation, Sareth hatte damit begonnen, mit einer Hand wild zu LaSalle herüber zu gestikulieren, während sie sich mit der anderen Hand am Seil festhielt. LaSalle verstand.
Vorsichtig hangelte er sich an die andere Seite der Plattform, so dass diese sich langsam wieder in die Waagerechte bewegte. Nicht ohne, dass mit einem lauten Knall ein weiteres Kabel riss.
Sareth vollführte eine Greifbewegung in der Luft und begab sich dann , auf dem Bauch kriechend, zu Milverton, während LaSalle auf der anderen Seite das Gleichgewicht hielt. Sareth packte Milverton mit beiden Händen an den Armen.

Sa: Ich ziehe Sie jetzt zurück auf die Plattform. Lassen Sie los, ich halte Sie fest.
Mi: Nein, ich kann nicht.
Sa: Doch Sie können. Ich ziehe Sie raus, während Mr.LaSalle mich festhält.
Mi: Nein ich…

Sareth hatte plötzlich eine Idee. Milverton war doch kurz auf der Sternenflotten-Akademie gewesen?

Mi: Nein..ich….ich

Sareth holte tief Luft, dann donnerte sie Milverton an.

Sa: KADETT MILVERTON, HÖREN SIE MICH?

Milverton schwieg verblüfft. Dann veränderte sich sein Gesichtsausdruck

Mi: Jawohl Mam, ich höre.
Sa: Sie lassen auf mein Kommando los und lassen sich von mir auf die Platform ziehen. Das ist ein Befehl!
Mi: Aber..
Sa: Kein Aber. Sie gehorchen. Verstanden Kadett? Auf mein Kommando lasen Sie los.
Mi: Jawohl Mam.

Sareth konnte nur hoffen, dass LaSalle die Situation erfasst hatte. Sareth spürte, wie sich die Plattform wieder in Richtung von Milvertons Plattformende zu neigen begann. Dann hörte sie LaSalles Stimme und spürte seinen Griff an ihren Fußknöcheln.

LS: Sie gestatten, Mam?
Sa: JETZT!

Milverton ließ die Kante los und Sareth hielt Milverton eisern fest. Dann zog sie ihn, zusammen mit LaSalle zurück auf die Plattform, wo Milverton sofort bewusstlos zusammen brach..
Sareth setzte sich auf und wischte sich den Schweiß ab.

Sa: Mein Bedarf an Akrobatik ist für´s Erste gedeckt.

LaSalle blickte von der Plattform nach unten in den Saal.

LS: Die Show läuft noch immer. Die Herrschaften haben nichts gemerkt.

Sareth schüttelte den Kopf und wies resigniert auf eine Person unten im Saal, welche sich heftig ihre Brille putzte.

Sa: Da muss ich Sie leider korrigieren, DeRaaf hat es wohl gemerkt.

---------

2 Stunden später.

Der Trubel hatte sich gelegt. Im Saal war es ruhig geworden. Nur DeRaaf und Sareth, sowie LaSalle und Matthews waren noch im Saal. Man hatte Milverton zur Erde zurück geflogen. Dort würde man ihn, da Zivilist, der FLEA übergeben. Im Hintergrund musste sich Commodore Matthews seit 20 min. LaSalles Standpauke über sich ergehen lassen. DeRaaf schüttelte den Kopf.

DR: Ein verwirrter Träumer, eine Schießerei und einige Akrobatik-Übungen direkt über unseren Köpfen. Und das direkt unter der Nase der SFS. Was ist das für eine Flotte?
Sa: Nun Sir, ich..
DR: Sie haben die Sache ja relativ geräuschlos klariert. Nun denn. Ich erwarte einen Bericht von Ihnen. So schnell wie möglich.
Sa: Jawohl Sir
DR: Nun gut Fleet-Admiral. Gute Arbeit wie immer. Und wie immer auf den letzten Drücker. Wie auch immer. Ich fliege jetzt zurück nach Paris. Haben Sie noch einen Wunsch?
Sa: Tatsächlich Sir, ich hätte da noch eine Bitte.

-------------------------------------------------------------

Ortswechsel:
Erde/ San Francisco/ HQ der Sternenflotte / Gang vor den Transporterräumen.

Zeit: 2 Tage später.

Im HQ herrschte wieder einmal geschäftiges Treiben. Nur zwei Gestalten standen scheinbar gelangweilt an einem der Springbrunnen: Sareth und LaSalle.
Sareth schüttelte gerade erneut den Kopf.

Sa: Milverton war vielleicht ein Träumer. Ein Idealist…ein Phantast. Aber einige seiner Thesen beinhalten durchaus ein Stück Wahrheit. Ich habe sein Pamphlet gelesen.

LaSalle kratzte sich am Bart.

LS: Ja, ich auch. Aber wie Sie schon sagten: Das Universum ist grau.
Sa: Was geschieht jetzt mit MIlverton?
LS: Nun, er ist Zivilist. Für das Eindringen in das Werftgelände wird er sich vor einem zivilen Gericht verantworten müssen. Und das Auftauchen Kirks…nun höchstens grober Unfug. Mehr als 1 Jahr auf Bewährung wird da nicht drin sein.
Sa: Das wird ihm trotzdem nicht helfen.
LS: Milverton benötigt einen Psychologen, keine Anwalt.
Sa: Vielleicht benötigt die Sternenflotte auch einen Psychologen? Nun wie auch immer.

Es herrschte ein Moment lang Schweigen.

LS: Wie ich hörte Mam, gehen Sie heute auf Reisen?
Sa: Ja, ich fliege beim Jungfernflug der Enterprise mit. Ich bin gerade auf dem Weg zum Transporter.
LS: Herzlichen Glückwunsch.
Sa: Na, ich glaube eher herzliches Beileid wäre hier angebracht. Dieser Captain Merrick ist eine Plaudertasche. 2 Wochen mit diesem Kerl zusammen auf einem Schiff. Und dazu noch mit dem OBH. Das wird lustig.
LS: Nun denn. Dann wünsche ich Ihnen eine gute Reise.
Sa: Danke LaSalle. Passen Sie mir auf die Picard auf.
LS: Das werde ich.
Sa: Ich danke Ihnen. Dann..bis demnächst.
LS: Gute Reise.

In diesem Augenblick eilte LaSalles Kollege Vice-Admiral Edwin Winter auf LaSalle zu. Winter lächelte breit.

EW: Fleet-Admiral t´Khellian.
Sa:Vize-Admiral.
EW: LaSalle, Sie glauben nicht, was eben gemeldet wurde.

LaSalle hob die Hand. Als ob dies den Trubel stoppen könnte.
Sareth sprang ein.

Sa: Vice-Admiral Winter, einen Augenblick noch.
EW: Natürlich Mam.
Sa: Noch ein letztes LaSalle.
LS: Ja?
Sa: Das was wir da erlebt haben, das war ja wohl eher Fantasy.
LS: Viel schlimmer, Mam. Das war Science Fiction.

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  MNK Log 11 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Nov-Thu-2021, 08:39 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: noch ein paar kleine Gedanken, die mir im Krankenhaus so kamen, womit ich euch nicht in die Quere komme, hoffentlich Zwinker

RPG:

*** Star Fleet Command / Büro von Admiral T'Khellian ***

Es war 5 Uhr abends. Auf dem Gründach zwei Stockwerke unter mir begann die matte orangefarbene Nachtbeleuchtung sanft zu glimmen. Es sah aus wie ein Reigen von Glühwürmchen. Ich aktivierte ebenfalls das Licht, bevor ich mich wieder den Zahlen aus dem nächsthalbjährlichen Budget für die Forschungsmissionen widmete. Wie gern würde ich einfach einmal wieder an Bord eines Schiffes dort draußen unterwegs sein, anstatt die Expeditionen anderer zu bewilligen oder abzulehnen....!

Denn natürlich war der Geist von James T. Kirk - metaphorisch gesprochen wie derzeit real - nicht das einzige Problem, mit dem wir uns herumschlagen mussten. Vor allem die Pandemie auf Ilbana überschattete alle Planungen. Zwar war es durch die strengen Quarantänemaßnahmen gelungen, ein Übergreifen auf den gesamten Sektor zu verhindern, die Lage auf Ilbana und seinem Mond war jedoch alles andere als gut. Mitglieder des Federation Medical Council hatten Erfolge bei der Impfstofferprobung erzielt, aber leider war dessen Verabreichung als Aerosol über die Athmosphäre des Planeten nicht möglich. Die Erreichung der Siedlungszentren wiederum mit Androiden und Drohnen war nicht einfach. Erste Medikamente standen ebenfalls zur Verfügung, aber auch hier konnte gar nicht schnell genug repliziert und verteilt werden.
Zumindest hatten Charlie und seine Wissenschaftlerkollegen eine Freigabe zur Ausreise erhalten. Die USS Sirok würde sie alle morgen abholen. In den Transportern war ein spezieller Biofilter installiert worden, der etwaigen doch vorhandene Pathogene herausfiltern sollte, und anschließend würden alle noch durch eine besondere Dekontamination 'gejagt' werden, wie Charlie sich ausgedrückt hatte. Aber egal wie umständlich alles war - ich war froh, dass er zurückkommen konnte und aus dem Krisengebiet war!

Und übermorgen würde die Feier zur Indienststellung des neuen Schiffes mit dem prestigeträchtigen Namen "Enterprise" stattfinden. Meine diesbezügliche Rede war auch nicht fertig... Ich musste mich auf eine kleine Nachtschicht einrichten. Gerade hatte ich beschlossen, mir einen Kaffee zu gönnen, als der Türmelder ertönte. Wer könnte das jetzt noch sein, dachte ich mit einem stummen Seufzer.

Einen Moment später trat Rufus LaSalle in mein Büro. "Guten Abend, ich dachte mir, ich bringe Ihnen etwas spannende Lektüre, falls Sie sonst nichts zu tun haben..." Er reichte mir ein Padd. "Die Sicherheitsvorkehrungen für die Einweihungsfeier."

"Oh, das rettet mich vor einer langweiligen Nacht. - Setzen Sie sich doch. Ein Kaffee gefällig?"

"Ja, durchaus. Vielleicht sollte ich mir eine Infusion legen lassen."

Wir setzten uns mit unseren dampfenden Tassen an den kleinen Bespechungstisch und warteten, dass das Koffein seine segensreiche Wirkung entfaltete. "So unrecht hat unser Kirk-Fan mit seinem Anliegen vielleicht nicht", sprach ich nach einer Weile aus, was mir durch den Kopf ging. "Nicht, dass ich seine Mittel und Wege gutheiße, aber jedweder Protest sollte ernst genommen werden. Man hat in der Geschichte oft genug den Fehler gemacht, Protestbewegungen von Anfang an zu disqualifizieren, was dann meist in einer erhöhten Gewaltbereitschaft der Protestierenden mündete, die sich übergangen und abserviert fühlten."

"Nun, das ist allerdings richtig", erwiderte Rufus. "Aber bisher gibt es keine Hinweise, dass wir es hier mit einer größeren Gruppe zu tun haben."

Ich setzte die Kaffetasse mit dem Sternenflottenlogo auf dem polierten Tisch ab. "Sehen Sie sich an, womit die Sternenflotte und die Föderation in den letzten Jahrzehnten zu kämpfen hatte: der Phyleilakrieg mit allen Nachwehen, die Salazar-Affäre... Wir dulden mehr oder weniger Organisationen wie Sektion 31... Sie wissen besser als ich, was sich da für dunkle Flecken angesammelt haben, und wie oft das primäre Ziel der friedlichen Erforschung und des Austauschs mit anderen Kulturen aus dem Blick geraten ist."

"Willkommen in der Realpolitik", brummte er als Antwort. "Auch zu Kirks Zeiten war nicht alles rosig. Und ein Heiliger war der Mann auch nicht, das wissen wir beide."

"Natürlich nicht. Dennoch... dennoch verkörpert er diesen Aspekt der positiven Energie, der Hoffnung, der Machbarkeit, die so viele Tausende inspiriert hat, zur Sternenflotte zu gehen. Den Blick nach vorn, zu neuen Welten, neuen Zivilisationen. Es würde guttun, das einigen Leuten in Erinnerung zu rufen."

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  MNK Log10 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Nov-Sat-2021, 11:06 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (2)

Erde / Berlin / HQ der DIA / LaSalles Büro

Müde? Abgespant? Trink heißen Raktajino, verbrenne Dir die Zunge und werde wach.
Nein, dieser Werbespruch eines Raktajino-Importeurs half LaSalle nachts um 3 Uhr auch nicht weiter. Immer wieder hatte er alle Fakten, denen man bisher habhaft werden konnte, gegeneinander abgeglichen, durchleuchtet und wieder verworfen. Nichts passte zusammen in diesem Fall. Handelte es sich hier wirklich nur um einen Scherz? Und wenn ja, warum machte sich jemand eine solche Mühe? Und warum ausgerechnet die Person Kirk? Und immer nur im Gebäude des Sternenflotten-HQs? Es gab nirgendwo Anhaltspunkte. Aber evtl. übersah man ja einen entscheidenden Punkt. Oder man musste das Pferd von hinten aufzäumen? Wo sollte man anfangen?
LaSalle wurde in seinen Gedanken durch das Summen des Holocoms unterbrochen. Auf dem Screen wurde jetzt das Gesicht von Leorin Sodran sichtbar. LaSalle war etwas überrascht.

LS: Miss Sodran, was kann ich für Sie tun?

Leorin grinste.

Le: Nun Sir, ich glaube, ich kann evtl. etwas für Sie tun.
LS: Ich höre?
Le: Mir ist die Sache mit Kirk nicht aus dem Kopf gegangen. Vor allem die Schilderung dieses Captains, dass er zuerst wie durch Wasser gegriffen hätte, bevor er Materie gefühlt hätte.
LS: Richtig. Captain Erskines genaue Aussage war: Zuerst hatte ich das Gefühl, dass meine Hand wie durch Wasser glitt, dann jedoch fühlte ich feste Materie.
Le: Und eben diese Aussage kam mir bekannt vor.
LS: Und?
Le: Dies ist das typische Verhalten eines tragbaren Holoemitters, wenn er das zu übetragende Signal nicht selbst generiert, sondern über einen Transceiver empfängt. Dabei kann es zu Verzögerungen kommen.
LS: Seit wann benutzt man Transceiver für Holo-Projektionen?

Leorin grinste böse.

Le: Wenn man im tragbaren Holoemitter nicht genügend Rechenpower unterbringen kann um die benötigte Qualität des Holobildes zu garantieren, dann nutzt man eine separate, externe Quelle und überträgt das Signal über einen oder mehrere Transceiver an den Holoemitter. Der letzte Transceiver darf aber nicht weiter als 100 Meter vom Holoemitter entfernt sein, sonst beginnt das Bild zu flackern.
LS: Mhmm und wie sähe ein solcher Transceiver aus?
Le: Oh da gibt es verschiedene Möglichkeiten. In der Regel sind diese Geräte etwa 50x50 cm groß und gitterförmig, damit sie besser gekühlt werden können.
LS: Gekühlt…gitterförmig…eventuell wie die Lüftungsgitter einer Klimaanlage?
Le: Ja, würde passen. Und hätte den Vorteil, gut gekühlt zu sein.
LS: Ich danke Ihnen Miss Sodran. Ich glaube, Sie haben mir weiter geholfen.
Le: Immer wieder gerne. Einen schönen Abend…äh Morgen noch.

Das Bild wurde dunkel. LaSalle grinste gehässig. Konnte es sein, dass wer immer dieses Spektakel veranstaltete, sich Zugriff auf das Lüftungssystem im HQ verschafft hatte? Dann würden auch die Sperren der Transportersysteme im HQ nichts nutzen. Nun das ließ sich ja herausfinden.
LaSalle blickte auf die Wanduhr. Nun evtl. hatte er ja Glück.

LS: Computer, eine Verbindung zum internen Gebäude-Wartungsdienst des HQs der Sternenflotte in San Franscisco.

Nach wenigen Sekunden erschien das Gesicht eines mürrisch drein schauenden Wartungstechnikers. Unter seinem Gesicht wurde der Name des Mannes eingeblendet: Wallter Koslowsky-Strobelmann, leitender Wartungstechniker.

WS:Hausmeischdarservice, was kann ich´n für Se tun?
LS: Guten Abend Mr. Koslowksky-Strobelmann.
WS:Strobelmann, nur Strobelmann, wenn ich bidde darf.
LS: Nun gut. Ich habe eine Frage.
WSUltragrinsann frachen se doch!
LS: Wurden in der letzten Zeit Wartungsarbeiten am Klimasystem des HQs durchgeführt?
WS:Es gab ein paar, jo. Awwer dann sachen Se auch bitte in welchem Bereich?
LS: Haupteingangsbereich, bis zu 1. Etage des Hauptgebäudes.
WS:Joaa, vor ca. 1 Monat. Da wurde die Klimaanlache gewartet.
LS: Und was wurde gewartet?
WS: Da Übliche. Filterwechsel, Gittertausch.
LS: Und gab es etwas Besonderes bei den Arbeiten?
WS:Lassen se mich überlegen…ja, wir hatten intern einen Personalengpass, also haben wir ein externes Unternehmen engagiert. Ein junger Mann namens Charles Pendleton Milverton.
LS: Und?
WS: Naja, die Arbeit war einwandfrei. Aber er hat ein Lüftungsgitter im Eingangsbereich ausjetauscht. Aber er hat nich erklärt, warum.
LS: Inwiefern wäre das wichtig?
WS:Er hatte angegeben, dass die Aufhängung des Gitters gebrochen sei.
LS: Und?
WSUltragrinsem war nicht so. Dumm ist nur, dass wir diesen Kerl nicht fragen können.
LS: Nicht?
WS:Er ist nicht erreichbar. Verschwunden. Reagiert seit 5 Tagen auf keine Anfrage.
LS: Haben Sie denn seine Adresse?
WS: Kann ich Ihnen weiter leiten. Aber warum fragen Sie nach ihm? Hat er was ausjefressen?
LS: Sagen wir, es gibt da sicherheitstechnische Fragen.
WS:Ok. Sie sind ohnehin nicht erste, der nach Milverton fragt.
LS: Interessant. Wer hat denn nach ihm gefragt?
WS: Das San Francisco Police Department.
LS: Nun gut. Ich danke Ihnen.
WS: Ja, wenns jefällt. Jute Nacht

Das Bild wurde wurde dunkel. LaSalle musste grinsen. Lag hier die Verbindung?
Die Daten über Milverton liefen ein.
…………………………………..
<Auszug aus dem Melderegister der Handelskammer von San Francisco>
Name: Charles Pendleton Milverton
Alter: 26 Jahre
Adresse: Appledore Towers, Appartment 36 b, North Plywood Road 244, Northern Borrough, San Francisco/ Erde
Ausbildung:
Absolvent Aerodynamik Sorbonne/ Paris
Absolvent Xenopolitik SFTU San Francisco
Master: Kommunikationstechnik SFTU San Francsico
Abgebrochen: Akademie der Sternenflotte
Derzeitige Beschäftigung: Inhaber Milverton Home Maintenance.

………………………………………………………..

LaSalles Gesicht zierte ein Totenkopflächeln. Hier ergab sich mehr als nur eine Spur. LaSalle sandte eine Nachricht an Sareth ab und kontaktierte dann eine ganz bestimmte Person.

------------------------------------------------------------------------------------------

Ortswechsel:
Vor der Tür: Appledore Towers, North Plywood Road 244, Northern Borrough, San Francisco/ Erde

Zeit: 16 Stunden später

Sareth traute ihren Augen nicht. Vor einem knallrosanen Gleiter, welcher aussah, als ob man einem antiken Cadillac die Räder abmontiert hätte, stand ein etwas untersetzter Mann in einem grünen Trenchcoat , gelbem Hemd und einer spinatfarbenen Hose. Den Kopf des Mannes zierte ein riesiger Afro, dessen vordere Hälfte blau, die hintere Hälfte aber weiß gefärbt war. Am Kinn des Mannes klebte ein struppiger Ziegenbart. Und obwohl es dunkel und neblig war, trug der Mann eine Sonnenbrille.
LaSalle hatte Sareth den Mann als Lt. Mike Elias Stone vom SFPD vorgestellt. Und Stone hielt auch nicht hinterm Berg, als LaSalle ihn auffordernd anblickte.

MS: Nun Rufuslein. Hat mich schon gewundert, als Du mich kontaktiert hast. Ist ja ewig her. Aber wir beide scheinen hinter dem gleichen Kerl her zu sein. Milverton ist seit 4 Tagen als vermisst gemeldet.
LS:Können wir jetzt in seine Wohnung uns begeben?
MS: Immer eilig, was? Nun gut.

Da der Aufzug defekt war, mussten die 3 Besucher eine ausgetretene Trepe in den 3. Stock nehmen und standen einige Minuten später vor der Tür von Appartment 36b. Stone nahm seine Sonnenbrille ab und fischte aus seiner Manteltasche einen magnetischen Türöffner. Dann platzierte er das Gerät am Türrahmen und begann mit einer ruhigen, fast hypnotischen Stimme einen Sprechgesang.

MS: Lasst es einfach laufen. Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Nur lauter fröhliche, kleine Fehler.

Sareth musste lächeln.

Sa: Wo haben Sie denn den kennen gelernt?

LaSalle schnaubte.

LS: War ein Klassenkamerad von mir in der Grundschule. Hatte damals schon diesen Bob Ross Gedächtnis-Haarschnitt.
Sa: Bob Ross?
LS: Ah private joke.
Sa: Sie kennen ihn also aus der Schulzeit. Daher auch das Rufuslein.
LS: Das ist .....eine lange Geschichte.

Stone war indessen erfolgreich gewesen. Mit einem scharfen Klacken sprang die Tür auf.

MS: Thereeeee. Herein spaziert.

Am Ende eines schummrig beleuchteten Korridors prangte ein riesiges Poster mit dem Gesicht von James T. Krik. Darunter stand zu lesen:

Join Star-Fleet.


Stone grinste und deutete mit einem Finger auf eine Wand des Korridors. Diese war förmlich mit Bildern Kirks gepflastert.

MS: Oh und da sind lauter Freunde des Posters.

LaSalle schnaubte erneut.

LS: Das sind wohl auch "hapy little accidents“?!

Je tiefer die 3 in das Apartment vor drangen, desto mehr hatte man den Eindruck, dass es sich hier um eine Sammlung von Kirk-Memorabilien, oder besser noch um ein veritables Kirk-Museum handelte.
Überall hingen, standen oder schwebten Statuen, Bücher, Poster und sonstige Informationen über Kirk herum. In einer Vitrine hing sogar ein seltenes Faksimile jener Huldigung Kirks, als dem größten Friedensbringer der Galaxis

MS: Ein Kirkiseum.
LS: Ja und das ist kein „hapy little accident“.

Sareths Blick streifte durch die Zimmer.

Sa: Abhandlungen über Temporalphysik, Kommunikationstechnik und Subraum-Technik.
MS: Ernsthaft übergebildet der Mann. Aber was hat der nur mit diesem Horatio Hornblower des Raumflugzeitalters?
Sa: Mhm..Milverton scheint auch ein glühender Verehrer der Sternenflotte zu sein. Ich sehe hier fast ausschließlich Informationen über die positiven Aspekte der Sternenflotte, Werbematerial und Infos über die Geschichte der Sternenflotte.
LS: Wenn Milverton so ein Genie ist und die Sternenflotte so liebt, warum hat er dann die Sternenflotten-Akademie abgebrochen?
MS: Gute Frage. Denn die Akademie haben schon wesentlich dümmere Personen geschafft, nicht wahr Rufuslein?
LS: Mhmmm

Sareths Blick blieb an einer gläsernen Planungstafel hängen. Dort standen zwei Datumseinträge.

Sa: Interessant. Das erste Datum deckt sich exakt mit jenem Tag, an dem ich Kirk gesehen hatte. Aber das zweite?
LS: Das was wir hier sehen, würde bedeuten, dass Milverton hinter der Geschichte mit Kirk stecken könnte.
Sa: Ja aber warum, wozu dieser gigantische Aufwand?
MS: Eventuell ist er ja von der Akademie geflogen und will sich an Euch Flyboys- and girls rächen?
Sa: Laut den Unterlagen der Akademie, hat er diese mitten im dritten Semester freiwillig verlassen.

LaSalles Blick fiel auf Padd, welches unter einem Stapel Poster hervor ragte.

LS: Mhmm, eventuell war Milverton doch nicht nur ein reiner Verehrer der Flotte. Schaut Euch das an.

LaSalle hob das aktivierte Pad hoch. Auf dem Display prangte deutlich der Titel eines Dokumentes:
-------------------------------------------------------------------
DIE OBERSTE DIREKTIVE GILT FÜR ALLE!
DIE STERNENFLOTTE MUSS UMKEHREN!

Implikationen und Wege zur Rückführung der Sternenflotte auf ihre eigentliche und einzige Aufgabe: Der Forschung.

Eine Streitschrift von Charles Pendleton Milverton
--------------------------------------------------------------------

LS: Interessanter Text.
Sa: Das zweite Datum. In 2 Tagen. Die Feier zur Indienststellung der neuen USS Enterprise. Enterprise=Kirk
LS: Und Kirk=Kirks Hologram
Sa: Exakt. Und Kirks Hologramm=Milverton.

LaSalle hüstelte.

LS: Um es mit einem antiken Text zu sagen: Ich habe ein verdammt mieses Gefühl bei der Sache.

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  MNK Log 9 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Oct-Sun-2021, 03:40 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: habe noch mal alles bisschen zusammen gefasst, was wir bisher schon gefunden hatten in dieser Story. Wir sollten auf jeden Fall vermeiden, dass es Zeitrisse, andere Universen, aber auch irgendwelche Bösebolde sind, die irgendwen ersetzen wollen - das hatten wir öfters schon, bzw. grade im Spiegel. Kirk muss auch irgendwie schon "Materie" haben, da er ja Sachen in der Hand hatte, oder Leute anrempelte. Hab auch noch keine wirkliche Idee, versuche aber so ein paar Richtungen aufzuzeigen.

RPG:
*** Daystrom Institute / Büro der Leiterin ***

Endlich war Leorin Sodran, die derzeitige Leiterin des berühmten Daystrom Institute, zurück. Über zwanzig Jahre war es jetzt her, dass sie als Ingenieurin auf der USS Saipan unter meinem Kommando gedient hatte. Aber wenn sie lachte, dann schien sie noch immer der jungenhafte Feuerkopf von damals, trotz der weißen Strähnen im roten Haar.

Rufus und ich setzten ihr die einzelnen Teile unseres 'Kirk-Puzzles' gerade auseinander. "... nach allen Beschreibungen die wir bisher von den fünf Begegnungen hatten, trägt dieser Kirk die selbe Kleidung und hat das selbe Alter, also kurz bevor er an Bord der Enterprise C für deren Jungfernflug ging. Es sind aber nicht immer dieselben Verhaltensmuster oder Gespräche, also auf keinen Falle eine Wiederholung."

"Keine Schallplatte mit Sprung..." sinnierte Leorin.

"Keine was?"

"Oh, so ein antiker Datenträger. Mein Sohn hat ja historische Musikwissenschaften studiert, und in der Sammlung, in der er gerade arbeitet, gibt es diese runden, schwarzen riesigen Scheiben. Und wenn sie einen Kratzer oder einen Sprung hatten, kam das Abspielgerät nicht weiter und spielte immer die selbe Sequenz. -- Aber wie gesagt, das ist hier offenbar nicht der Fall."

"Wir haben das Problem bis auf die Zwischenlagerung der Transportermusterpuffer zurück verfolgt," nahm Rufus LaSalle den Faden auf. "Und die Ausmusterung und Abgabe der alten Hardware an die Wallace Corporation, die sie für Trainingszwecke nutzt."

"Ja, die Wallace. Das muss noch unter meinem Vorgänger gewesen sein. Kurz nachdem ich den Posten übernommen hatte, gab es einige unangenehme Sachen mit der Firma, weshalb wir uns einen anderen Kontraktpartner gesucht haben."

"Unangenehm in wiefern?" Der Detektiv in Rufus war ernsthaft erwacht.

"Unlauterer Wettbewerb. Außerdem munkelte man etwas über Verbindungen zum Orionsyndikat. Daher haben wir uns von ihnen getrennt. Unterdessen gab es allerlei Umstrukturierungen in der Firma. Das gehört wohl alles der Vergangenheit an."

"Oder auch nicht..." meinte ich. "Wir vermuteten, dass die Sache irgendetwas mit getunten Holoprogrammen zu tun hat. Dass sich jemand Zugang zu den Originaldaten aus den Musterpuffern verschafft und diese dann in Programmen für den Schwarzen Markt verwendet."

"Stimmt, von solchen Deals habe ich auch schon gehört. Sollen sie kürzlich auf Ferenginar einen Schmugglering hochgenommen haben. - Haben Sie schon die Personen abgeprüft, die von der Wallace aus Zugang hatten?"

"Noch nicht, meine Abteilung arbeitet daran, Durchsuchungsbefehle zu erstellen. Aber da gibt es auch noch ein Problem: dass jemand die Transportermuster für illegale Holoprogramme nutzt, ist eine Sache. Aber WARUM um alles in der Welt lässt er seine Kreationen hier im Oberkommando los, so dass wir ja auf die Angelegenheit aufmerksam werden?" fragte Rufus und lehnte sich zurück. "Da ist irgendetwas, was wir übersehen."

"Vielleicht ein Unfall beim Hantieren mit dem Daten? Ein Racheakt von jemandem, der sich übergangen fühlte?" Ich hob ratlos die Hände.

"Ich werde auf jeden Fall alle Mitarbeiter überprüfen, die mit der Installation der Transportersysteme im Oberkommando zu tun hatten," versprach Leorin.

"Wir müssen der Sache so schnell wie möglich auf den Grund gehen," betonte Rufus. "Früher oder später wird die Presse davon Wind bekommen, und dann sehe ich schon die Schlagzeilen "Geister im Oberkommando". Im Hinblick auf die kommenden Wahlen zur Föderationspräsidentschaft sicher nicht gerade förderlich."

"Ich könnte die Transporter aufgrund einer allgemeinen Sicherheitsüberprüfung deaktivieren lassen und nur für Notfallzugänge öffnen."

Rufus und ich nickten. Eine gute Idee...


*** Richard von Rabensteins Wohnsitz ***

Ich sah mich um in dem geräumigen Wohnzimmer, von dem aus elegant geschwungene Stufen in die übrigen Etagen führten. Die großen ovalen Fenster gaben den Blick frei über das südchinesische Meer, das sich etwa 50 Meter unterhalb des Felsvorsprungs erstreckte. Eine aparte Lage. Innerhalb dieser Wohnoase war alles in warmen Holz- und Goldtönen gehalten, aus denen die ornamentalen Reliefs in Blaugrün über der Couch und dem Bücherregal hervorstachen.
"Die Arbeiten eines bolianischen Künstlers," erklärte Richard, während er aus der exquisiten Hausbar eine exquisite Flasche nahm. "Es freut mich, dass du kommen konntest, zur Einweihung meines neuen Domizils, sozusagen."

"Nun, nach dieser ganzen Geisterjagd und den Budgetsitzungen..."

"...wärst du in jede Hütte gekommen?" Er lächelte und reichte mir ein Glas mit Champagner.

"Nun... das hätte ich mir überlegt. Aber das ist schon ein Wahnsinnsplatz hier, muss ich zugeben. Etwas anderes als die Dienstwohnungen in San Francisco!"

"Ich habe lange mit dem Architektenbüro über den Plänen gesessen. Aber ich denke, es kommt meiner Vision eines geistigen Refugiums nahe. - Und wie steht es mit dem James T. Kirk - Problem im Oberkommando?"

Ich seufzte. "Leider sind wir nicht wirklich weiter gekommen. Vor allem, was das Motiv betrifft... sollte es KEIN Unfall sein. Wer, warum, wieso lässt Kirk auftauchen? Ehrlich gesagt, das verursacht mir schlaflose Nächte. LaSalle ermittelt, aber darüber darf ich natürlich nicht sprechen."

"Könnte es sein, dass jemand versucht, auf irgendwelche Missstände in der Föderation oder der Flotte aufmerksam zu machen, indem an die 'gute alte Zeit' unter Kirk erinnert wird?" überlegte Richard. "Was sagt dieser Kirk denn?"

"Nichts, was in diese Richtung denken lassen könnte. Einfach Belanglosigkeiten, die man austauschen würde, wenn man Kollegen auf dem Flur begegnet. Dass heißt... einer der Zeugen, ein Kadett, sagte, Kirk hätte ein Shuttle geordert...." War das ein Ansatzpunkt?

"Hat schon jemand versucht, an so einer Sichtung Messungen vorzunehmen? Wahrscheinlich eine redundante Frage, aber..."

"Dafür waren alle Begegnungen zu kurz. Und bisher hatte niemand zweimal das Vergnügen."

"Hm... Das ist fast wie eines dieser antiken Mysteryspiele!"

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  MNK Log 8 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Oct-Fri-2021, 11:08 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (3)

Erde / San Francisco / Oberkommando der Sternenflotte / Osteingang

Edward Paul Bartholomew Erskine, seines Zeichens Kommandant der USS Mayflower-C, betrat nach 2 Jahren, 4 Monaten, 12 Tagen und 8 Stunden, wieder das Foyer des Sternenflotten-HQs. Nach einer über 2 Jahre langen Mission im Beta-Quadranten schritt er nun mit 124 Schritten seines linken und 125 Schritten seines rechten Fußes in Richtung der Ansammlung an Aufzügen, als von rechts ein Mann in der Uniform eines Captains ihn anrempelte. Captain Erskine war derart rüpelhaftes Benehmen nicht gewoht.

CE: Sagen Sie einmal, muss das sein?

Der angesprochene Offizier zuckte entschuldigend mit den Schultern.

Unbekannter: Sorry
CE: Mehr haben Sie nicht zu sagen?
Unbekannter: Nun ja, ich war in Gedanken. Und ach….entschuldigen Sie das Missgeschick.
CE: Mit wem habe ich denn das Vergnügen?
Unbekannter: Kirk. Mein Name ist Kirk.

Damit verschwand die Person im Gewimmel der Menschen im Foyer. Doch Erskine war nicht so schnell abzuschütteln.

CE: Wie bitte? Kirk? Das kann doch wohl…

Erskine rannte hinter dem Unbekannten her und schaffte es gerade noch, ihn an der Schulter zu berühren, bevor der Unbekannte in einen der Aufzüge stieg und verschwand. Erskine lief es kalt den Rücken herunter. Er hatte soeben eine Person berührt, welche seit Jahrzehnten tot war. Diese Erkenntnis ließ ihn seine Schritte beschleunigen und führte ihn 2 Stunden später in LaSalles „Ghostbusters-Büro“.

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Ortswechsel:

Erde / Berlin / Oberkommando der DIA / LaSalles Büro
Zeit: 2 Stunden später

LaSalles Blick sprach Bände. Das was Captain Erskine ihm da aufgetischt hatte, war eigentlich hahnebüschend. Eigentlich.

LS: Es war also wirklich Kirk?
CE: So wahr die Hölle ist.
LS: Und Sie haben ihn berührt?

Erskine nickte heftig und setzte einen Blick auf, als müsste er einem Rekruten die Bedienung eines Replikator erklären.

CE: Wenn ich es Ihnen doch sage…Sir
LS: Und wie hat sich das angefühlt?
CE: Jedenfalls nicht ein Geist, wenn Sie darauf hinaus wollen.
LS: Auch nicht wie ein materialisiertes Hologramm?
CE: Nein. Es war….
LS: Es war?
CE: Nun, zuerst hatte ich das Gefühl, dass meine Hand wie durch Wasser glitt, dann jedoch fühlte ich feste Materie.
LS: Interessant.
CE: Was werden Sie unternehmen? Es kann doch nicht sein, dass so eine Kopie des defunkten Kirk hier rum läuft.
LS: Nun ich werde……Moment, was haben Sie da gerade gesagt?
CE: Ich fragte, was Sie zu tun gedenken.
LS: Nein, Sie sagten das es doch nicht sein, dass so eine Kopie des defunkten Kirk hier rum läuft. Captain Erskine, Sie haben mich weiter gebracht.
CE: Äh ich?
LS: Ja Sie, Captain. Wenn Sie mich auf die richtige Spur gebracht haben, werde ich Sie zur Beförderung vorschlagen. Ich habe nun die Ehre, Ihnen einen guten Tag zu wünschen. Ich danke Ihnen Captain.

2 Stunden später hatte LaSalle sich sämtliche Logbücher der USS Enterprise unter Kirk aus dem Archiv geladen und nach Transporterproblemen durchsucht. Und siehe da:

< Sternzeit 1672,1-1673,1, Durch eine Transporterfehlfunktion wird Captain Kirk in zwei Individuen aufgespalten, der eine freundlich aber unsicher, der andere böse und brutal. Eine Existenz des einen ohne den anderen ist nicht möglich. Beide werden wieder vereint.>

LS: Computer, wurden Muster zwischengespeichert?
<Positiv>
LS: Computer, wurden diese Daten in das Zentralregister übertragen?
<Es liegen keine Daten darüber vor>
Das war ungewöhnlich. LaSalle beschloss, sich noch einmal mit dem Daystrom-Institut in Verbindung zu setzen.

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  THE ORVILLE ab März 2022
Geschrieben von: Sareth - Sep-Sat-2021, 06:25 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Keine Antworten

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  MNK Log 7 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Sep-Fri-2021, 07:29 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** San Francisco / Oberkommando der Sternenflotte / Cafeteria ***

Wieder einmal hatten Rufus und ich uns in der Cafeteria getroffen, um den 'Fall Kirk' zu besprechen, der offiziell noch kein Fall war.

"Ich habe dem CEO der Walley Replication Systems einen Besuch abgestattet, wie geplant," berichtete ich. "Sie benutzen die alten Transportersysteme und Musperpuffer zum Training ihrer Azubis. Die Unterlagen, die mir vorgelegt wurden, schienen soweit korrekt zu sein. Für tiefergehende Recherchen oder die Aushändigung des besagten Musterpuffers brauchten wir einen Anhaltspunkt für irgendeine Rechtswidrigkeit, das wissen Sie ja besser als ich."

"Allerdings. Ich möchte mit der Rechtsabteilung von WRS kein Problem wegen Formalitätenfehlern bekommen." Er zog den ziemlich reichlichen Eisbecher heran. "Wenn wir des Öfteren solche Arbeitsessen veranstalten, muss ich mich vermutlich um eine neue Uniform kümmern..." murmelte er mit einem kurzen Grinsen. "Andererseits, man gönnt sich ja sonst nichts. - Haben Sie etwas von Charles gehört?"

"Allerdings, und vielleicht hilft uns das sogar bei unserer 'Geisterjagd'. Charlie sitzt immer noch fest, genau wie der Rest der Delegation. Die Regierung verhandelt derzeit, ob sie ausgeflogen werden können oder nicht. Wie es scheint, hängt alles von der Unterstützung der Föderation für den lokalen Kandidaten für das Parlament ab. Er will gewinnen, also natürlich seine Bevölkerung vor einem Ausbruch der Epedemie schützen," antwortete ich. "Aber worauf ich hinaus wollte: Rollo Vega hat ihm von einem Kumpel erzählt, der auf Ferenginar hopps genommen wurde, weil er mit getunten Holodeckprogrammen handelte..."

"Getunte Holoprogramme? Was versteht man darunter? Ohne Sicherheitsprotokolle?"

"Nein, Programme, die Abbilder von echten Personen benutzen, illegal aufgenommene Holodateien und so weiter, natürlich aufgrund des Personen- und Datenschutzes überall ein Rotes Tuch. Jedes Jahr klagen Leute aus dem Entertainment Business deshalb, und die Hersteller und Vertreiber kontrollieren alles, ob nicht irgendwer von den Mitarbeitern irgendwelche speziellen echten Szenen von echten Leuten da untergebracht hat. Trotzdem boomt das Geschäft. Denn welcher Youngster möchte nicht wenigstens in einer Holosuite mit einer doch fast echten Kopie seiner Lieblingssängerin vereint werden? Außerdem spart es ja Programmierarbeit, wenn sie die Daten von echten Personen einspeisen können. Und was wäre besser geeignet, als umfassende Daten aus alten Transporterpuffern, insofern sie da ran kommen... Vielleicht hat jemand da herum gespielt, und dabei sind ihm oder ihr einige Terabytes in die offiziellen Systeme des Oberkommandos gerutscht..."

"Hm... allerdings." Rufus LaSalle legte den Löffel zur Seite und ließ seinen Blick sinnierend über die anderen Tische schweifen. "Ein Abenteuerprogramm mit dem echten Kirk? Oder dem echten Picard? Damit dürfte vor allem auf dem Schwarzmarkt einiges zu holen sein. - Hoffentlich kommt niemand auf die Idee, zur Belustigung illegale Filme mit der Admiralität zu drehen!"

Wir lachten, etwas gequält allerdings, denn wissen konnte man ja nie. "Besser also, Sie achten auf Ihre Figur!"

"Ja. - Nun, aber die Angelegenheit ist ein interessanter Ansatz. Ich werde die Datenbank sondieren, ob es irgendwelche Einträge zu Holoprogramm-Kriminalität und den Angestellten von WRS gibt. Falls ich da nicht fündig werde, müssen wir weiter sehen."

"Ich habe so ein Gefühl, dass wir jetzt auf der heißen Spur sind."

"Ja, vielleicht sollten wir eine Detektei gründen..."

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  MNK Log 6 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Sun-2021, 04:10 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

Erde/Berlin/HQ der DIA/LaSalles Büro

Commodore Giulianis Blick sprach Bände. Selbst im Bild des Holo-Coms war ihr Widerwille zu erkennen.
CB: Mit allem notwendigen Respekt Sir, aber die Daten sind unter Verschluss und selbst wenn ich wollte, ich dürfte die Daten zu den Musterpuffern nur im Notfall herausgeben. Und bis Commodore Sodran zurück ist, werden noch etliche Wochen vergehen.

LaSalle grummelte vor sich hin.

LS: Sie wollen mir also nicht helfen?
CB: Wenn es sich um ein Sicherheitsrisiko handeln würde, ich meine um ein reales Risiko und nicht um Geisterjagd, dann könnte ich evtl. eine Möglichkeit finden. Aber so? Und wenn es Geistererscheinungen im HQ geben sollte, warum ruft man dann nach der DIA und nicht nach den Ghostbusters?
LS: Sehr witzig Commodore, sehr witzig.
CB: Nun Sir, ich glaube, Sie haben noch mindestens so viel Arbeit vor sich wie ich. Mit Ihrer Erlaubnis, einen schönen Tag noch.

Das Bild wurde dunkel. LaSalle gab ein wütendes Knurren von sich. Commodore Giulianis Spitzname war korrekt gewählt: Cerberus Giuliani.

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Ortswechsel:

Erde/Berlin/HQ der DIA/Verhörraum 24
Zeit: 4 Stunden später.

Melvin Caro, der junge Mann in Kadettenuniform, welcher Commander Hastings gegenüber saß, wirkte blass und erschöpft. 2 Stunden Verhör durch den alten Hasen Hastings hatte ihre Spuren hinter lassen.
LaSalle beobachtete das Verhör durch eine doppelte Wand aus einseitig transparentem Stahl. Eigentlich wäre dieser Fall weit „unter seinem Niveau“, doch LaSalle wollte sicher gehen, dass Commander Hastings nicht wieder „die Pferde durchgingen“.
Hastings hatte sich in seinem Sessel zurück gelehnt und blickte Caro feindselig an.

CH: Soso. Sie wollen mir also erzählen, dass Sie nicht auf eigene Faust das Shuttle von Admiral Wattley entwendet haben?

Melvin Caro gab ein erschöpftes Stöhnen von sich.

MC: Sir, wie oft denn noch? Ich habe das Shuttle nicht gestohlen. Ich habe auf Befehl eines Admirals gehandelt.
CH: Ohne Flugbefehl?
MC: Nun Sir, als Kadett kann man ja wohl kaum die Autorität einer Anweisung in Frage stellen, wenn einem ein Admiral diese Anweisung gibt.
CH: Dann nennen Sie mir den Namen dieses Admirals.
MC: Sir, ich habe ihn nicht nach seinem Namen gefragt.
CH: Und woher wussten Sie dann, dass es sich um einen Admiral handelte?
MC: Er trug eine Admiralsuniform. Sir, ich habe alle diese Fragen doch bereits dem Offizier der SFS beantwortet. Warum muss ich…
CH: Weil ich es so will.…Sie haben also einer Person in Admiralsuniform gegenüber gestanden. Dann…identifizieren Sie ihn hiermit. Darauf befinden sich die Bilddateien aller Personen mit Admiralitätsrang.

Hastings schob Caro ein Pad über den Tisch zu. Caro rief 15 Minuten Daten ab, nickte dann und schob das Pad wieder zu Hastings herüber.

MC: Das ist er, Sir. Diese Person können Sie fragen.

Hastings blickte auf das Bild und atmete zischend aus. Sein Gesicht verfärbte sich rot. Dann brüllte er los.

CH: WOLLEN SIE MICH VERARSCHEN, KADETT? Dieser Mann ist seit fast 100 Jahren tot. Das ist James T. Kirk. Und Sie wollen von ihm einen Befehl erhalten haben? Da lachen ja die Vulkanier!
MC: Aber Sir, ich versichere Ihnen…
CH: Ich versichere IHNEN jetzt Etwas: Sie gehen solange in den Bau zurück, bis Sie mir keinen solchen Kaminif mehr auftischen. Wache, führen Sie den Mann zurück in seine Zelle.

Der schwer bewaffnete Wachposten salutierte und zerrte den am Boden zerstörten Caro aus dem Raum.
LaSalle konnte es nicht glauben. Schon wieder Kirk? Nun galt es zu handeln. LaSalle aktivierte das Com.

LS: Commander Hastings, LaSalle hier. Schicken Sie bitte das Verhörprotokoll in mein Büro. Danke.

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Ortswechel:
Erde/Berlin/HQ der DIA/LaSalles Büro

Zeit: 2 Stunden später

Commodore Giulianis Blick war eine Abfolge aus Unglauben, Empörung und Resignation. LaSalle hingegen grinste gehässig.

CG: Nun gut Sir. Wenn es der Strafverfolgung dient….ich habe Ihnen die Containerdaten rüber gesandt. Das wird aber Commodore Sodran nicht davon abhalten, sich zu beschweren.
LS: Dann kann sie sich bei mir beschweren. Ich danke Ihnen für Ihre Kooperation.
CG: Einer Anweisung des OBH kann man ja schlecht widersprechen. Möchte wissen, wie Sie das fertig gebracht haben.
LS: Ich bin eben ein politisch interessierter Mensch. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend Commodore.
CG: Ähm ja Ihnen auch, Sir.

Das Holo-Bild verwandelte sich in ein besonders fröhliches, schwarzes Quadrat. LaSalle war äußerst zufrieden.
Die Zufriedenheit war eine Stunde später einer aggressiven Frustration gewichen. LaSalle war die kilometerlangen Listen durchgegangen, welche jeweils Ursprungsort, Lagerdauer und Verbleib unzähliger Musterpuffer von Föderationsschiffen aufzeigten. Aber selbst eine Computersuche nach James T. Kirk und Enterprise hatten keinerlei Ergebnisse zu Tage gefördert.
LaSalle war von Tee zu Ractajino als Getränk gewechselt. Es war schließlich schon weit nach 23:00 Uhr. Und man musste ja irgendwie wach bleiben. Der nächste Computerdurchlauf hatte erneut kein Ergebnis gebracht. LaSalle warf die Tasse in den Recycler an der Wand und versuchte es mit einer erneuten Modifikation der Anfrage.

LS: Computer. Verbindungssuche im Datensatz. Parameter: Puffer, Muster, Kirk, Enterprise.

Der Computer antwortete umgehend.

<Es stehen folgende Datengruppen zur Verfügung: Speisepläne der Kantine, Raumausstattung, Personaldaten, Schiffsregister, Ersatzteil-Recycling>

Das war interessant.

LS: Ersatzteilrecycling. Parameter: Wie bei voran gegangener Anfrage.
< Suche läuft. 1 Ergebnis>
LS: Anzeigen.

Auf dem Holodisplay war jetzt eine Zeile zu lesen:

Reg No: 83024774NCC1701SCGA Eingang: 24.08. 2270 Herkunft: Ersatzmusterpuffer Shuttle Gallileo II (F-Klasse, NCC1701/7) Ausgang: 25.02.2304. Empfänger: Zvil. Walley Replication Systems Inc. Verbleib: Unbekannt. File Ende.

Eine interessante Information.

LS: Computer, bitte Basis- Informationen über die Walley Replication Systems Inc. anzeigen.

Auf dem Schirm erschienen nun einige Daten:

Name: Walley Replication Systems Inc.
Bereich: Entwicklung und Herstellung von zivilen Replikations-und Transportsystemen
Sitz: Norfolk/ Erde
Gegründet: 2246
Mitarbeiter: 4216
Referenzkunden: Clarington Construction Company, TGS, NPL, UFP-StarFleet Construction Department, Council of San Francisco-Urban facility department, SFPD

LaSalle lehnte sich zurück. Damit konnte man doch etwas anfangen. Mit einem genüsslichen Grinsen leitete er die Daten an Fleet-Admiral t´Khellian weiter.

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