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  Rückkehrer / Log 16 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - May-Sat-2022, 12:48 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard-B / Briefingraum

Das Durchgehen der Sensorlogs war ermüdend und hatte auch nach 4 Stunden nichts zu Tage gefördert. Kvoma schien immer desinteressierter zu werden, je länger die Suche dauerte.
Die Datensätze der Sensorlogs waren durchaus vollständig und nichts wies auf Löschungen oder Manipulationen hin. Aber eben auch nichts auf die Ursache das Vorhandenseins zweier Entitäten oder einer wie auch immer gearteten Aufspaltung. Zwar waren sämtliche Funktionsstörungen und Komplettausfälle verzeichnet, aber eben nichts was in Sachen der Entität auf irgendeine Spur geführt hätte.
Captain Kvoma gab ein Zischen von sich. Ein Zeichen seiner Resignation.

Kv: Madame Fleet-Admiral, ich müsste mich einmal in Richtung..Sie wissen schon, begeben.

Sareth nickte langsam.

Sa: Durch die Tür, dann links. Der Raum ist mit den üblichen Symbolen versehen.

Kvoma erhob sich, salutierte zackig und verließ den Raum.

Sareth seufzte.

Sa: Das kann noch eine Weile dauern.

LaSalle gab ein undefinierbares Brummen von sich.

Sa: Was haben Sie?
LS: Das ungute Gefühl, dass wir hier vorgeführt werden.
Sa: Von Kvoma?
LS: Nein Mam. Captain Kvoma hält uns zwar für Cretins, aber er weiß genauso viel oder wenig wie wir. Ich glaube eher, dass diese Logs frisiert sind.
Sa: Aber von wem und warum? Wir haben keinerlei Hinweise auf eine Manipulation festgestellt. Sogar die Timestamps sind absolut korrekt.
LS: Und genau das ist es, was mich irritiert. Wenn es die Menge und Schwere an Störungen an Bord der Welington gab, welche in den Logs verzeichnet sind, dann müssten die Logs doch auch Lücken aufweisen. Aber nein, alles exakt aufgezeichnet.

Für einen Moment herrschte Schweigen.

Sa: Sie wissen schon, was Sie damit andeuten? Eine Vorabaufzeichnung der Geschehnisse.
LS: So etwas befürchte ich, ja.
Sa: Aber warum? Und wenn man so etwas durchführt, dann muss man ja eine Vorstellung davon haben, was wann passiert. Und ein solches Unterfangen ist ja auch mit einem beträchtlichen Aufwand verbunden.
LS: Wir haben Anzeichen dafür, dass wir es hier evtl. mit zwei Entitäten zu tun haben. Was wäre, wenn diese angebliche „Superwaffe“ aus 2 Teilen besteht und einer dieser Teile schon vor Beginn der Mission sich auf der Wellington befand?
Sa: Nun, wir haben festgestellt, dass der Innenausbau der Wellington nicht den Originalplänen entspricht.
LS: Exakt Mam, exakt.
Sa: Das würde aber dann bedeuten, dass die Mallagur gezielt attackiert wurde, dass man auf sie gewartet hat. Und nicht dass sie den Außenposten angegriffen und dabei als Zufallsbeute entdeckt wurde.
LS: Eventuell wurde der Außenposten ja als Köder genutzt und man hatte den Klingonen vorgegaukelt, der zweite Teil der Entität wäre auf dem Außenposten zu finden.
Sa: Was voraussetzen würde, dass die Malagur auf einer ähnlichen Mission wie die Wellington war und man im HQ der Sternenflotte sehr genau wusste, was passieren würde.
LS: Das wiederum würde bedeuten, dass die Welington absichtlich entsprechenden Gefahren ausgesetzt wurde.
Sa: Mhmmm…….Aber wenn es sich bei den „Entitäten“ um eine Superwaffe handelt, wie ist dann ihre Wirkung? Einwn Systemausfall kann man auch wesentlich einfacher verursachen.
LS: Warum wurde denn die Welington in den Subraum gezogen und dort gehalten?
Sa: Eine Nebenwirkung oder evtl die Hauptwirkung dieser „Waffe“ wenn es denn eine ist.
LS: Wir müssen evtl, auch in Betracht ziehen, dass man die Entität als zu gefährlich einstufte, um mit ihr zu interagieren und dafür sorgen wollte, dass sie „sicher verstaut“ wurde.
Sa: Und die Wellington und alle Zeugen gleich mit? Nein, das erscheint mir dann doch zu „finster“.
LS: Aber möglich, Mam.
Sa: Sicher…sicher…was macht eigentlich Captain Kvoma? Er ist schon seit 20 Minuten „unterwegs“.
LS: Merkwürdig ja.
Sa: Computer, wo befindet sich Captain Kvoma?
<Captain Kvoma befindet sich derzeit nicht an Bord der USS Picard-B>
Sa: Bitte? Lokalisieren!
<Captain Kvoma befindet sich an Bord der USS Wellington, Deck 2 , Bereich B , Raum 1.44>
LS: Nette Überraschung.
Sa: Was zum….. Computer Ort zu Ort Transport zur USS Wellington, Deck 2 , Bereich B , Raum 1.44. 2 Personen.
<Dies ist zur Zeit nicht möglich>
Sa: Grund?
<Der Raum wird durch ein Sperrfeld gegen Transporte geschützt>.
Sa: Dann Transport zur USS Wellington, Deck 2 , Bereich B. Auf mein Kommando.

LaSalle aktivierte sein Com.

LS: Mister Caldred, treffen Sie sich mit mir und Fleet Admiral t´Khellian an Bord der USS Wellington, Deck 2 , Bereich B. Situation C.
Sa: Computer, Transport ausführen!

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  Rückkehrer Log 15 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - May-Wed-2022, 04:23 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard B, Offiziersmesse ***

Ich hatte zugestimmt, dass LaSalle der Crew der Wellington die Wahrheit über ihre Situaiton sagte, nachdem unser Bordarzt versichert hatte, das seine Gedächtnislöschung mit einem hochfrequenten Verteronpuls möglich sei. Unter dieser Voraussetzung hatte ich dem erstaunten Captain Kvoma nicht nur einen kleinen Rundgang durch unser Schiff gewährt, sondern auch eine Geschichtslektion erteilt, bevor wir uns zu einem Abendessen in der ansonsten leeren Offiziersmesse niederließen.

„Ich muss sagen, mir erscheint das alles noch immer … unfassbar,“ sagte er schließlich.

„Geschichtliche Wenden haben das oft so an sich. Aber ich hoffe, Sie wähnen sich nicht mehr in einer großangelegten romulanischen Täuschung.“ Wobei wir ‚Romulaner‘ auch nicht so gern hörten, aber das behielt ich dann doch für mich. Es war schließlich wie mit den ‚Indianern‘ oder ‚Eskimos‘ – eine nicht unbedingt freundliche Fremdbezeichnung!

„Ich habe davon einige miterlebt, das versichere ich Ihnen, Admiral. Aber um ehrlich zu sein, was ich her gesehen habe, übersteigt meiner Meinung nach die Fähigkeiten der Spitzo- äh… der Romulaner, würde ich sagen.“

„Außerdem stehen die Spezifikationen der Wellington der Datenbank, bis ins kleinste Detail der Waffenkonfiguration und Schildmodifikation. Ich brauche keine raffinierten Tricks, Ihnen irgendetwas zu entlocken. – Möchten Sie noch etwas Dessert?“

„Ja, gern. Sie haben ja eine Menge Rezepte im Replikatorspeicher!“
Wir sprachen über dies und das, bis ich das gegenseitige Vertrauen für stabil genug hielt, um Kvoma zu einer Auskunft zu bewegen: „Warum haben Sie eigentlich die Malagur verfolgt? Die Khitomerprotokolle verboten doch jegliche Feindseligkeit mit den Klingonen?“

Ich hörte noch einmal die im Wesentlichen identische Geschichte von der Spaltung im Klingonischen Hohen Rat und der Dissidentengruppe unter Blalock. „… Ich hatte Informationen, dass eine romulanische Wunderwaffe in die Hände der Dissidenten gefallen sei. Mehr wusste ich nicht. Meinen Vorgesetzten lag viel daran, sie in die Hände zu bekommen, weil Angriffe auf Grenzregionen befürchtet wurden.“

Mir fiel auf, dass er keinen Namen nannte. Ich hatte einen ganz bestimmten Verdacht, dass es sich nicht um die reguläre Hierarchie der Sternenflotte handelte.Tatsächlich hatte ich ja auch keine Informationen in den einschlägigen Flottenkanälen oder der Föderationsdatenbank zu einer solchen Mission entdeckt. Und ich fragte mich, ob SIE wussten, auf was sie Kvoma da ansetzten, und ob hier Leben wissentlich riskiert worden waren... Im Augenblick wollte ich da jedoch nicht weiter hinein stochern. Wir hatten wichtigere Probleme auf der Tagesordnung!

„….sollten wir auf jeden Fall verhindern, dass diese Waffe zu einer Gefahr für die Föderation und ihre Bürger wird.“

„Bei der sogenannten Waffe handelt es sich allerdings definitiv um eine intelligente Lebensform, die offenbar gefangen gesetzt wurde und entsprechende Verteidigungsmechanismen eingesetzt hat. Wir versuchen gerade, eine Kommunikation aufzubauen.“

„Dieses … Ding… ist eine Lebensform?!“ Er schüttelte den Kopf. „Ich habe zwanzig Crewmen verloren durch seine Angriffe, mein Schiff haben Sie fast in einen Haufen Schrott verwandelt – Sie haben es ja selbst gesehen! Beinahe hätte niemand von uns überlebt!“

„Ich kann mir vorstellen, dass die Ressentiments—„

„Ressentiments? Ich muss Kondolenzbriefe schreiben!“ Er realisierte in diesem Moment, dass auch die Adressaten jener Briefe längst verstorben waren. Wenn uns nicht gelang, die Wellington zurück zu bringen.

„Ich fühle mit Ihnen, glauben Sie mir.“

Kvoma presste die Lippen zusammen. Ich konnte beinahe an seinem Gesicht ablesen, dass er mich für eine kaltschnäuzige romulanische Technokratin hielt.
„Auf jeden Fall müssen wir JETZT Schlimmeres verhindern und einen Dialog mit dieser Lebensform in Gang bringen. Sie scheint sich an bestimmten Energieknotenpunkten zu verankern, die sie wohl als ihr ‚Futter‘ betrachtet. Alle Versuche, sie davon zu entfernen sind demnach, als ob man einen Verdurstenden vom Wasser fernhalten wollte. – Wir müssen möglichst jedes Detail wissen, das sich im Zusammenhang mit dieser Lebensform ereignet hat, auf der Malagur, und auf der Wellington.“

Kvoma schnaubte resigniert. „Ich hatte den Befehl, die neue Waffe dingfest zu machen und zwecks Reverse Engineering nach Charon zu bringen,“ berichtete er schließlich. „Ich hatte Koordinaten eines romulanischen Außenpostens. Aber kurz bevor wir eintrafen, griff die Malagur den Außenposten an. Wir verfolgten sie, aber bald war klar, dass irgendetwas an Bord nicht stimmte. Energieausfälle, Explosionen, Hüllenbrüche... und bevor wir uns versahen, hatten WIR dieses Ding an Bord!“

"Sie sind sicher, dass es sich um EINE Entität handelte? Wir haben Spuren gefunden, die darauf hindeuten, dass es zumindest ab einem Punkt der Auseinandersetzungen zwei waren."

"Ich hatte von der Brücke aus keinen Sensorzugriff mehr. Alles ist möglich!"

"Würden Sie mit mir und Admiral LaSalle die rekonstruierten Logs durchgehen?"

"Ja. Was bleibt mir übrig. Sie sind schließlich ranghöher als ich." Er grinste schief.

"Gut, wir treffen uns in einer Stunde im Briefingraum." Bis dahin wollte ich sehen, ob ich in den rihannischen Datenbanken etwas über unsere Lebensform erfahren konnte...

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  Rückkehrer / Log 14 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Apr-Fri-2022, 08:08 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Shuttlebay / Quarantänebereich

Das durch einen leicht rauchfarbenen Energie- Zusatzschirm vom Rest des Quarantänebereichs abgegrenzte Arrestareal war deutlich zu erkennen. Nicht nur wegen der anderen Farbe, nein auch wegen der Gegenstände, hauptsächlich in Form von Kleidungsstücken, welche in den Schirm geworfen wurden.
LaSalle und Sareth hatten den Raum betreten. Während Sareth dem finster drein blickenden Mort Caldred zu nickte, postierte sich LaSalle vor dem Quarantänebereich und wandte sich an die Insassen des Q-Bereichs.

LS: Meine Damen und Herren, einmal aufgemerkt.

Geschrei und Gejohle schallten ihm entgegen.

LS: Würden Sie mir bitte einmal Ihr Gehör schenken?
Die Kommandantin dieses Schiffes, Fleet-Admiral Sareth t´Khellian möchte Ihnen etwas erklären.

Eine murrende Stimme war aus dem Hintergrund zu hören. Ein Mann mit den Insignien eines Lt. trat an das Abschirmfeld.

Lt: Ja klar. Erst dieses Krokodilmonster und dann noch ein Romulanerhurchen als Kommandantin, geht’s noch?

Mort grunzte.

Mo: Krokodil..pah.
LS: Lt. das "Krokodil" ist unser CoS , Mister Caldred. Bleiben Sie doch wenigstens höflich.
Lt: Hahaha höflich? Habt ihr das gehört, Jungs? Dieser Fatzke möchte, dass ich höflich bin? Was glaubst Du was Du darstellst?
LS: Wer ist hier ein Fatzke?
Lt: Du du Nussknacker, du Schießbudenfigur.
LS : Schießbudenfigur was ?
Lt : Halts Maul, du Dreingabe und geh dich mit der Romulanerin amüsieren.

Tosendes Gelächter brandete auf.

Sareth schüttelte den Kopf. Sie wusste was jetzt kommen würde. Aber manche Leute wurden nur durch Schaden klug. LaSalle lächelte gehässig.

LS: Nett, sehr nett. Dann eben auf Art der 3. Flotte.

LaSalle holte tief Luft und brüllte dann mit einer infernalischen Lautstärke los.

LS: MAUL HALTEN. ALLE! STILLLLLGESTANDEN! ICH WERDE EUCH LÄCHERLICHEN OPERETTENRAUMFAHRERN DIE FLOTTENTÖNE SCHON BEIBRINGEN. SIE ALLE HÖREN JETZT FEIN DER KOMMDANTIN DIESES SCHIFFES ZU ODER MISTER CALDRED UND ICH WERDEN JEDEM EINZELNEN VON IHNEN DAS MAUL STOPFEN! HABE ICH MICH KLAR AUSGEDRÜCKT ?

Mort postierte sich, breit grinsend , schon einmal mit vor dem Abschirmfeld.

LS: Ich frage Sie, ist das bei Ihnen angekommen?

Ein nervöses Gemurmel war zu hören.

LS: ICH HÖRE NICHTS!

Ein lautes SIR , JAWOHL SIR, war jetzt zu hören.

LS: Gut. Fleet-Admiral t´Khellian, unsere Gäste sind jetzt bereit.

Sareth setzte ihren dienstlichsten Gesichtsausdruck auf und wandte sich an die Insassen des Quarantäne-Bereichs.

Sa: Ladies und Gentlemen, mein Name ist Sareth t´Khellian. Ich bin Kommandantin dieses Schiffes, der USS Picard und im Range eines Fleet-Admirals. Und nein, ich bin weder eine romulanische Spionin, noch haben die Romulaner die Föderation übernommen. Ich werde Sie jetzt über Ihre Situation aufklären und bitte Sie, mir genau zu zuhören.
LS: Und wenn nicht…

In den folgenden 10 Minuten setzte Sareth die „Gäste“ ins Bild und war dabei mehr als deutlich.

--------------------------------------------------------------------------

Ortswechsel:

USS Picard / Astrometrie
Zeit: 21:30 Bordzeit


Der „Bordabend“ war angebrochen, was man deutlich an der leicht verringerten Bordbeleuchtung erkennen konnte. LaSalle hatte sich in die Astrometrie zurück gezogen, um einer Frage nachzugehen.
Warum hatte die Wellington ein klingonisches Schiff verfolgt, obwohl dies ein eindeutiger Verstoß gegen das Khitomer-Protokoll war? Warum hatte der Captain der Wellington aus der ganzen Sache so ein Geheimnis gemacht?
Viel war aus den Daten, welche man aus dem Log der Taktik extrahiert hatte, nicht herauszuholen. Aber der Name des klingonischen Schiffes, welche die Wellington verfolgt hatte, war feststellbar: IKS Mallagur. Das war doch schon einmal ein Anfang. LaSalle aktivierte einen Datenlink zum DIA-Cluster und rief sich alle Daten über die Mallagur ab, welche es zu finden gab. Das Bild das sich daraus ergab, war ungeheuerlich.

----------------------------------------------


Ortswechsel:
USS Picard / Bereitschaftsraum des Captains
Am nächsten Morgen 09:30 Uhr.

Sareth blickte LaSalle ungläubig an.

Sa: Das müssen Sie mir etwas genauer erklären!
LS: Gerne, Mam. Die IKS Mallagur war ein Schiff der 6. klingonischen Sektorflotte. Und diese Flotte stand unter dem Kommando von General Blalock.
Sa: Welcher ein Gegner des hohen Rates war.
LS: Exakt Mam. Und im Einsatzzeitraum der Wellington hatte sich Blalock zum neuen Kanzler des hohen Rates erklärt und mit einer Renegatenflotte begonnen, gegen den hohen Rat vorzugehen.
Sa: Und wie passt die Wellington da rein?
LS: Wenn meine Informationen stimmen, dann war Blalock recht beliebt, Würde der hohe Rat ihn selbst beseitigen, hätte die unter Unmständen zu weiteren Revolten geführt. Und weil Blalock auch der Föderation ein Dorn im Auge war…
Sa: Hat der klingonische hohe Rat die Föderation um „Amtshilfe“ gebeten.
LS: Exakt Mam. Und da das natürlich niemand erfahren durfte…
Sa: Hat man Captain Kvoma einen Knebelbefehl erteilt. Aber wie passt die unbekannte Energieform dazu?
LS: Eventuell hatte die Mallagur sie an Bord. Eine Art Geheimwaffe. Eventuell hatte die Crew der Mallagur dies geglaubt?
Sa: Aber warum ausgerechnet die Mallagur? War die Mallagur ein Zufallsziel der Wellington?
LS: Wohl kaum.
Sa: Dann wurde sie auf die Mallagur angesetzt. Aber wenn die Föderation von der Energieform gewusst hat und nur dann hätte sich ein Ansatz auf die Mallagur gelohnt, warum war die Wellington dann nicht darauf vorbereitet? Wenn ich eine Geheimwaffe erwarte, dann kenne ich auch deren Wirkung. Und treffe entsprechende Vorberietungen.
LS: Dies sind Fragen, die nur der Captain der Wellington beantworten kann.

Sareth stand von Ihrem Sessel auf.

Sa: Und das sind genau die Fragen, welche Captain Kvoma mir jetzt beantworten soll und wird. JETZT! Folgen Sie mir bitte auf die KS.

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  Rückkehrer Log 13 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Apr-Sat-2022, 01:15 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Bereitschaftsraum des Captains ***

Ich hatte mich mit LaSalle in meinem Bereitschaftsraum getroffen, um unsere Erkenntnisse des letzten Tages auszutauschen.
"Ich habe etwas Mühe, den Captain Kvoma auf unserer Krankenstation mit dem Bild aus unseren Akademiekursen zu vereinen," gestand ich. "Selbst wenn man natürlich annimmt, dass er im Moment nicht in seiner besten Verfassung ist. Ich habe ihn mir immerals einen besonnenen, durchgeistigten Strategen vorgestellt."

"Das wird er vielleicht in späteren Jahren," sagte LaSalle und ließ den Blick über das in Sichtweite schwebende Wrack wandern. Die emsig arbeitenden Reparaturdrohnen waren aus dieser Entfernung natürlich nicht zu sehen. "Außerdem tendiert die Geschichtsschreibung ja bekanntlich dazu, Vereinfachungen und Klischees zu generieren. Ich möchte nicht wissen, was über uns einst geschrieben wird..." Er grinste auf seine unnachahmliche Weise.

"Kvoma hält die ganze Angelegenheit für einen Trick der Romulaner. Aber wenn die Äußerungen seines XO auf der Krankenstation korrekt sind, hat die Wellington Klingonen verfolgt. Das stellte 2340 einen klaren Verstoß gegen das Khitomerabkommen dar. Wer hat ihm den Befehl gegeben? Oder hat er auf eigene Faust gehandelt? Ich konnte in den Sternenflottenakten bisher nichts finden, auch nicht in den nur mit Admiralitätsclearance zugänglichen Abschnitten."

"Vielleicht hat Kvoma die energetische Lebensform für eine Superwaffe der Klingonen gehalten… oder der Romulaner, die sie bei den Klingonen eingeschleust haben," erwiederte Rufus.

"Oder für einen gefährlichen Supervirus, der dazu zwingt, den Gegner zu eliminieren... Wir müssten die Klingonen kontaktieren, ob sie etwas zu diesen Vorfällen von vor hundert Jahren vorliegen haben. Ich werde mich mit dem rihannischen Flottenkommando in Verbindung setzen. - Haben Sie auf der Brücke der Wellington irgendetwas herausfinden können?"

"Leider nicht viel. Der größte Teil der Konsolen ist durch Stromüberladungen irreparabel beschädigt, und die Logbücher ebenfalls korrumpiert. Bisher waren die Rekonstruktionsversuche nur bedingt erfolgreich. Es scheint auf jeden Fall Kämpfe an Bord gegeben zu haben - oder zumindest Abwehrversuche gegen das Vordringen der energetischen Lebensform. Was mit den Äußerungen der bisher befragten Crewmitglieder übereinstimmt."

"Und was die vermissten Crewmitglieder betrifft? Zwei der Überlebenden sprachen etwas wirr von Feuerkugeln, die durch die Gänge jagten und plötzlich verschwanden. Könnte es sich um Emanationen der Entität gehandelt haben?"

"Die Reparaturteams haben keine molekularen Reste irgendwo gefunden. Das bedeutet, falls etwas die Crewmitglieder erwischt hat, muss es die vielfache Energie eines modernen Disruptors gehabt haben. Wir haben merkwürdige Energiesignaturen an mehreren Stellen in der Wellington gefunden. Mikroskopische Subraumrisse. Die Energiesignaturen stimmen allerdings nicht vollkommen mit den Parametern unseres Gastes im Shuttle überein."

"Nicht... vollkommen?"

"Nun..." Rufus schritt auf und ab und schien nach den rechten Worten zu suchen. "Wir haben bisher eine Übereinstimmung in einigen Fällen, in den anderen nur zu 60 Prozent etwa."

"Das bedeutet..." Ich holte tief Atem, "wir haben es mit zwei verschiedenen Entitäten zu tun?"

"Es ist noch zu früh, um das zu sagen. Aber wenn Sie mich persönlich nach meiner Meinung fragen, ich glaube, ja. Vielleicht gab es einen Kampf zwischen beiden."

In diesem Moment meldete sich die Sensorüberwachung von der Brücke. + Madam, Sir, es gibt Schwierigkeiten auf dem isolierten Shuttle. Stromschwankungen, Unterbrüche, Fluktuationen wie... wie ein Wackelkontakt. + berichtete Jefferson.

"Haben Sie den Verlauf aufgezeichnet?" In mir regte sich sofort ein Verdacht. Hatte nicht Mort Caldred von den ‚Wackelkontakten‘ in den ‚besessenen‘ Geräten berichtet? Einen Moment später, als Rufus und ich unsere Blicke auf den Bildschirm richteten, sah ich den Verdacht bestätigt. "Sehen Sie, was ich sehe," fragte ich meinen alten Kollegen und Kampfgefährten, während das Muster aus Lücken, kurzen schwachen und längeren energiereichen Stromstößen vor uns ablief wie ein von Geisterhand gewebter Teppich.

"Und ob. Erinnert mich an den antiken Morsecode, den ich damals als Teenager im Sommercamp - aber das gehört nicht hier her." Er räusperte sich. "Ja, definitiv ein Muster. Eine Art Sprache."

"Es fragt sich nur, ob auf mathematischer Basis oder Wortbasis. Der Computer sollte das in --" Mein Kommunikatorsignal unterbrach mich.

+Admiral T’Khellian? Hier ist Sec T’Vani. Wir haben ein … Problem im Quarantänebereich in der Shuttlebay. Einige der erwachten Crewmitglieder der Wellington erweisen sich als ausgesprochen unkooperativ. Zwei haben sich über einer Art Kartenspiel derart aufgeregt, dass es zu Handgreiflichkeiten kam. Sie wurden unter Arrest gestellt. +

Ich seufzte innerlich. Dann sah ich LaSalle an: „Würden Sie mir Rückendeckung geben? Im Falle sie wieder an eine romulanische Finte glauben?“

„Natürlich. Werde sehen, ob die Herrschaften mir noch ein paar Kniffe fürs Pokern verraten können.“

„Was sagt Ihnen, dass sie gepokert haben?!“

„Nun… meine lange Sternenflottenkarriere und … gewisse Gerüchte, die ich von der legendären Wellington hörte. Nicht in den offiziellen Geschichtsbüchern, natürlich.“

Wir machten uns auf den Weg.

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  Rückkehrer / Log 12 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Mar-Fri-2022, 10:40 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Krankenstation

Der nächste auf der Liste der zu „Erweckenden“ war der XO der Welington: Commander Clarence B. Cowley.
Laut den Personalakten war er so etwas wie das perfekte Ebenbild eines strammen Militärangehörigen. Cowley würde sich bestimmt mit Cornel VanSorel gut verstehen.
Und so hatte LaSalle seinen strengsten Blick aufgesetzt und seine Uniformjacke stramm gezogen. Er trat an Cowleys Biobett heran, grinste böse, nickte dann dem diensthabenden Arzt zu und schnarrte in typischem Kasernenhofton:

LS: Doktor, wecken Sie ihn auf!

Doktor Carter grinste und setzte die Düse des Hyposprays an den Hals des Commanders an.

DC: Sir, jawohl Sir.

Nur wenige Sekunden nach dem Zischen des Hyposprays öffnete Commander Cowley die Augen.

CC: Au Mann, wo bin ich hier gelandet?

LaSalle schnarrte den Commander an.

LS: Angabe Name, Rang und Dienstnummer!
CC: Clarence Bernard Cowley, Commander, Flotte der Föderation der Vereinten Planeten. Dienstnummer ONX2373D. Wer zum Henker sind Sie?
LS: Wir stellen hier die Fragen. Wo bei allen Elementen kommen Sie jetzt erst her?
CC: Ich verstehe Ihre Frage nicht. Oh Mann, ich brauche dringend ein Aspirin.

LaSalle nickte Doktor Carter zu.

LS: Geben Sie ihm was gegen seine Schmerzen.

Das Hypospray zischte auf. Carter sank entspannt auf sein Kissen zurück.

CC: Das Zeug ist geil. Was ist das?
LS: Reißen Sie sich zusammen, Mann. Ich wiederhole meine Frage. Wo kommen Sie jetzt her?

Cowley raunzte LaSalle an.

CC: Was geht Sie das an Mann? Warum laufen Sie in einem Schlafanzug herum, statt in einer anständigen Uniform?

LaSalle holte tief Luft, dann brüllte er aus Leibeskräften los.

LS: Commander, Sie wagen es so mit mir zu reden? Mein Name ist LaSalle, Rufus LaSalle. Rang. Vizeadmiral.
CC: Und ich bin der heilige Geist.

LaSalle lächelte böse. Sareth musste unwillkürlich grinsen. Manchmal übertrieb es LaSalle auf köstliche Weise.

LS: MEIN NAME IST LASALLE. VIZEADMIRAL LASALLE. NEHMEN SIE HALTUNG AN, MANN, ODER SIND SIE EIN MODERNES KUNSTWERK? ICH WERDE IHNEN BEINE MACHEN! HOCH MIT IHNEN!

Cowley schnellte aus dem Bett heraus und stand neben dem Bett stramm. Scheinbar hatte LaSalles Tonfall ihn überzeugt, dass es sich bei dem brüllenden Bartträger vor ihm tatsächlich um mindestens einen Commodore handeln musste.

CC: Commander Cowley meldet sich wie befohlen, Sir.
LS: Schon besser. Ich werte Ihre Worte von eben als im Zuge ihres momentanen Zustands gesprochen. Anderenfalls lernen Sie mich kennen. Also. Ich wiederhole meine Frage. Wo kommen Sie jetzt her? Ihr Schiff war jenseits jeglicher Toleranzen weit über die berechnete Zeit hinaus vermisst. Also?
CC: Nun Sir, wir waren hinter einem Schiff der Plattenschädel her.
LS:Plattenschädel?
CC: Klingonen Sir. Klingonen.
LS: Weiter!
CC: Nun, wir wollten diese Säcke gerade zu Gach verabeiten und waren nur noch 200m hinter ihnen, als wir plötzlich einen Energieabfall hatten. Kurz nachdem ein Lichtbogen von dem verdammten Klingonenkreuzer zu uns übergesprungen war. Captain Kvoma befahl daraufhin eine totale Schiffsisolation.
LS: Was war die Ursache des Energieabfalls?
CC: Unklar. Das klingonische Schiff trieb im Übrigen ab und kollidierte mit einem Asteroiden.
LS: An welchen Koordinaten hat sich das ereignet?
CC: Keine Ahnung Sir. Captain Kvorma hat da eine riesige Geheimnistuerei daraus gemacht und verboten, dass irgendjemand außer ihm die Koordinaten zu Gesicht bekam. Er hat den Kurs selbst programmiert.
LS: Warum waren Sie eigentlich hinter dem klingonischen Schiff her?
CC: Weil es Klingonen waren?
LS: Werden Sie nicht witzig, Mann.
CC: Nun Captain Kvoma faselte etwas von einer höchst gefährlichen Entdeckung und einer neuen Waffe der Klingonen. Mehr weiß ich nicht.
LS: Was geschah nach dem Energieabfall und der Isolation?
CC: Nun Sir, wir versuchten die Energieversorgung wieder her zu stellen. Aber es war wie verhext. Alle Energie wurde abgezogen.
LS: Von der fremden Energieform?
CC: Haben Sie sie eliminiert?
LS: Bleiben Sie bei der Sache Commander. Also?
CC: Ja, diese Energieform zog alle Energie ab. Dann kam unsere Chefing, Commander Lacour auf die Idee, die Polarität der Energieversorgung umzustellen.
LS: Und was denn?
CC: Es gab eine grellen Lichtblitz und dann wurde es dunkel.
LS: Und weiter?
CC: Nichts weiter Sir. Dann bin ich hier aufgewacht.
LS: Nun gut Commander. Dann denke ich, Sie sollten noch etwas nachdenken, ob Ihnen noch etwas einfällt.
Vorher ruhen Sie sich aus, Und wehe ich erwische Sie in den nächsten 12 Stunden irgendwo außerhalb dieses Raumes. Dann lasse ich Sie den fünften Wachbefehl 100 Mal an die Wand schreiben. Ist das klar, Commander?
CC: Sir, jawohl Sir.
LS: Gut, Und bevor ich es vergesse. Stehen Sie bequem, Mann.

Cowley schrumpfte mindestens 10 cm zusammen.

CC: Äh Sir.
LS: Was ist noch, Commander?
CC: Um wie viele Tage haben wir die Mission überzogen?

LaSalle lächelte ein Totenkopflächeln.

LS: Ein Begräbnis der Nadel.

LaSalle marschierte davon in Richtung CMO-Büro

--------------------------------------------
Ortswechsel:

USS Picard / Krankenstaion / Büro des CMO

Sareth musste grinsen, als LaSalle eintrat.

Sa: Wo haben Sie denn diese Rolle her?
LS: Ich habe mich von einigen antiken Filmen inspirieren lassen.
Sa: Zumindest wissen wir jetzt, dass Kvoma scheinbar einen Spezialauftrag hatte, welcher nicht in den Flottenarchiven vermerkt ist.
LS: Bis Captain Kvoma bereit ist zu reden, müssten wir eine andere Quelle anzapfen.
Sa: Eventuell hat ja Mister Caldred sich Zutritt zur Brücke der Wellington verschaffen können. Warten wir es ab.
LS: Wenn Sie erlauben Madame, würde ich kurz auf unsere Brücke gehen und dort noch ein paar Daten zur Wellington einsehen.
Sa: Tun Sie das. Ach noch eine Frage LaSalle?
LS: Ja ?
Sa: Was sollte das mit dem fünften Wachbefehl und dem modernen Kunstwerk?

LaSalle grinste böse.

La: Alles aus einem antiken Kriegsfilm. Full Metal Jacket, Mam. Full Metal Jacket.

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  Rückkehrer Log 11 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Mar-Sun-2022, 08:53 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Krankenstation ***

Aus dem Büro des CMO verfolgte ich, wie sich Captain Kvoma mit LaSalle unterhielt. Die Lufttaschen in den Wangen des Denobulaners hatten sich vor Aufregung gebläht, was seinem Gesicht ein onkelhaft- lustiges Aussehen gab. Seine Worte aber waren alles andere als 'lustig'.
"Das ist ein romulanischer Trick!" rief er jetzt, ließ den Blick über den Bordarzt, eine Schwester und dann LaSalle gleiten. Die übrigen seiner geretteten Crewmitglieder konnte er von seinem Separee aus nicht sehen. "Wie stellt ihr das an? Neuralscanner? Drogen? Erst legt ihr unser Schiff lahm, verschleppt meine Crew - und dann --"

"Captain." LaSalle klang fast salbungsvoll. Nun ja, ich konnte mir vorstellen, dass er in den Jahren bei dem DIA auch die 'good cop - bad cop' Routine öfters geübt hatte. "Ich wiederhole, das ist kein romulanischer Hinterhalt. Sie befinden sich an Bord des Föderationsraumschiffes USS Jean-Luc Picard. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen gern die Beweise vorlegen."

"Ich glaub Ihnen kein Wort! Von mir erfahren Sie nichts! Egal was ihr Spitzohren versucht!" Irgendwie hatte ich mir den berühmten Captain der Wellington weniger impulsiv vorgestellt...

Der Doc positionierte sich unauffällig in der Nähe, ein Hypospray mit Sedativ in Bereitschaft.

"Captain Kvoma, Sie befinden sich auf der USS Picard, und wir schreiben das Jahr 2437. Die Föderation und das Romulanische Reich..." Er zögerte kurz, denn er durfte ja nicht zu viel von den künftigen Ereignissen offenbaren, falls es uns möglich sein sollte, die Wellington an ihren Ursprungsort in Raum und Zeit zurück zu senden. "...befinden sich nicht im Kriegszustand," endete er schließlich. "Ihre militärischen Geheimnisse sind für uns Geschichte. Ihr Schiff, die USS Wellington, trieb in den unteren Subraumschichten im Raumsektor 24.5, nahe der heutigen klingonischen Grenze. Wir wissen noch nicht, wie es zu dem Zwischenfall gekommen ist, der Ihre raumzeitliche Verschiebung oder das Verschwinden Ihrer Crew zur Folge hatte, aber unsere Wissenschaftsabteilung arbeitet daran."

Kvoma musterte LaSalle wenig überzeugt. Natürlich, wenn man sich in seine Lage versetzte... immerhin hatte die Wellington sich mitten in einem Einsatz im ersten romulanisch-klingonischen Krieg befunden, als sie verschwand, wie die Historie berichtete. Ein Krieg, in dem bekanntlich die Föderation auf Seiten der Romulaner gekämpft hatte.

"Es würde uns - und Ihnen - sehr helfen, wenn wir über den genauen Hergang der Ereignisse Bescheid wüssten," unternahm LaSalle einen neuen Vorstoß.

Kvoma schwieg.

"An Bord Ihres Schiffes befand sich eine energetische Lebensform, die möglicherweise für den Ausfall Ihrer Systeme verantwortlich ist."

"Ja! Ihr habt sie doch bei uns eingeschleust! Aber dann ist die neue Waffe wohl etwas außer Kontrolle geraten?!"

"Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, dies ist ein Föderationschiff, und Sie befinden sich NICHT in einer romulanisch kontrollierten Illusion."

Mit einem Blick auf die Vitalwerte des Patienten signalisierte der CMO LaSalle, dass es besser sei, das Gespräch an dieser Stelle erst einmal abzubrechen. Ehe Kvoma sich verteidigen konnte, hatte er ihm das Hypospray gesetzt, und der Captain sank entspannt auf das Biobett zurück.

LaSalle kam zu mir in das Büro des CMO.
"Nun, die Kommunikation ist noch sehr... ausbaufähig. - Gibt es diesbezüglich Neuigkeiten von unserem Gast auf dem Shuttle?"

"Die letzte Nachricht war, dass eine der von uns gesendeten Zahlenkolonnen leicht modifiziert zurück gesendet wurde. Ich würde das als eine Kontaktaufnahme werten. Aber von einer Kommunikation sind wir auch noch weit entfernt."

"Offenbar wurde das das Eindringen der Lebensform auf der Wellington als romulanischer Angriff gewertet. Ein paar Crewmen versuchten sich offenbar zu verteidigen; wir haben drüben Spuren von Phaserfeuer gefunden."

Ich seufzte. "Ich bin gespannt, wer als erster kooperiert - die Lebensform oder Captain Kvoma. Aber vielleicht ist ein anderes Crewmitglied gesprächsbereit?"
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(Leider momentan nicht so viel Zeit...)

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  Rückkehrer / Log 10 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Mar-Sat-2022, 09:46 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard-B / Gang zu den Transporterräumen

Seit man die „Fremdintelligenz“ auf dem Shuttle „einquartiert“ hatte und das Shuttle mittels improvisierten Traktorstrahlbojen in etwa 200000 km Entfernung von der Wellington fixiert hatte, waren die Evakuierungsarbeiten angelaufen. Bis jetzt hatte man 25 Crewmitglieder der Wellington in ein improvisiertes Quarantänerevier auf dem Hangardeck untergebracht. Bisher waren alle Evakuierten noch bewusstlos. Weitere Crewmitglieder hatte man noch nicht aufgefunden, was bei einer Gesamtcrew der Wellington von 225 Crewmitgliedern ungewöhnlich war. Parallel hierzu hatte die Reparaturarbeiten an der Wellington begonnen. Um das gesamte Schiff schwirrten die Reparaturdrohnen.
LaSalle war auf dem Weg zur Wellington, um weitere Untersuchungen anzustellen, während Sareth auf dem Weg zur Krankenstation war, ob dort auf das Erwachen des Kommandanten der Wellington, Captain Kvoma zu warten. Der Weg beider Offiziere führte durch den Gang zu den Transporterräumen. Und so konnte Sareth letzte Informationen mit LaSalle austauschen.

Sa: Und wir haben noch immer keine Spuren von den übrigen Crewmitgliedern?
LS: Negativ Mam. Laut Mr. Caldred und seinem Team sind alle Rettungskapseln noch an Bord. Ebenso die Shuttles. Wir sind allerdings noch nicht an die Musterpuffer der Transporter ran gekommen.
Sa: Mhm ich glaube nicht, dass die Musterpuffer der Ambassador-Klasse eine solche Kapazität haben.
LS: Definitiv nicht.
Sa: Ich werde mich jetzt um dem Captain der Wellington kümmern. Ich will dabei sein, wenn er erwacht.
LS: Ich mache mir etwas Sorgen über diesen Prozess.
Sa: Inwiefern?
LS: Nun es ist davon auszugehen, dass Captain Kvoma noch nie eine Romulanerin in der Admiralsuniform der Sternenflotte gesehen hat. Geschweige denn die Mitglieder vieler anderer Zivilisationen an Bord der Picard. Und da rede ich nur von Captain Kvoma.
Sa: Rechnen Sie mit Problemen?
LS: Nun, möglich ist vieles.
Sa:LaSalle Sie sind noch immer der alte Schwarzseher.
LS: Sie kennen doch das alte Sprichwort: Rechne immer mit dem Schlimmsten, dann wirst Du nur angenehm überrascht.

Sareth musste lächeln.

Sa: Nun gut. Seien Sie vorsichtig da drüben.
LS: Sehr wohl Mam. Ich werde mich bemühen, keine Kaffeeflecken auf der Uniform davon zu tragen.
Sa: Wenn es trotzdem passiert, werden Sie zur Strafe zum Fleet-Admiral befördert.
LS: Gott bewahre


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Ortswechsel:

USS Wellington / Maschinenraum

LaSalle war vor 5 Minuten auf der Wellington angekommen und hatte sich schnurstracks in den Maschinenraum begeben. Dort hatte sich neben Morts Sicherheitstruppe auch ein Ingenieurs-Team der Picard unter Lt. Warley an die Arbeit gemacht. LaSalle wandte sich direkt an ihn.

LS: Lt. Status?
Wa: Nun Sir , wir haben den Kern auf 15% Leistung wieder hochfahren können. Das Lebenserhaltungssystem läuft partiell wieder mit etwa 40% Leistung. Die Deflektoren sind jedoch noch offline. Und wir kommen nicht auf die Brücke, oder in die Transporterräume.
LS: Warum nicht?
Wa: Offen gesagt Sir, das wissen wir noch nicht. Beide Räume sind wohl von innen mit einem Energiefeld unbekannter Natur geblockt. Dieses durchdringt sogar die Jeffries-Röhren. Es handelt sich jedoch eindeutig um ein synthetisches Feld. Wir kriegen nicht einmal ein Transporter-Logon. Ich habe von der Picard jetzt ein paar schwere Industrie-Excavatoren angefordert. Wir versuchen damit über das darunter liegende Deck an die Brücke heran zu kommen.
LS: Gut. Halten Sie mich auf dem Laufenden. Ich bin bei Mr. Caldred.
Wa: Sir, jawohl Sir!

LaSalle schüttelte langsam den Kopf und begab sich dann zu Mort Caldred. Eigentlich sollte sich dieser auf der zweiten Ebene des Maschinenraums befinden, doch musste LaSalle verblüfft feststellen, dass die Treppe zur 2. Ebene sich gegenüber der Position befand, auf der sie nach den Decksplänen hätte sein sollen.
LaSalle kam daher etwas irritiert auf der 2.Ebene an, auf der er von Caldred bereits erwartet wurde.

MC: Willkommen an Bord Sir. Wie ich sehe, haben Sie auch die Treppe gesucht.
LS: Allerdings.
MC: Ja, schon bemerkenswert. Das ist jedoch nicht das einzige merkwürdige Detail hier.

Mort wies auf eine Positionsbezeichnung an der Wand hin:

MC: 09/31/17/12. Laut offiziellem Decksplan müsste dies hier aber 09/31/17/13 sein. Und diese Abweichungen sind an vielen Stellen des Schiffes festzustellen.

LaSalle zückte seinen Tricorder.

LS: Mhm nichts Ungewöhnliches.
MC: Ich weiß, was Sie meinen, Sir. Ein paar Jungs von der Sci haben hier alles überprüft. Keine ungewöhnliche Chronitonvarianz, keine Dimensionsverschiebung. Dieser Eimer ist von Bug bis Heck Sternenflotte. Unsere Sternenflotte!
LS: Eimer? Sie hören sich schon an, wie Mister Munroe.
MC: Ähm, Entschuldigung Sir.

LaSalle blickte auf seinen Tricoder.

LS: Was ist das denn mit Ihnen und Mr. Munroe?
MC: Der Junge hat einen Narren an mir gefressen. Hält mich wohl für ein Äquivalent des Kumpels seines Onkels Munroe sr. , Paul Green.
LS: Nun ja. Mr. Green war ein hervorragender SO, aber sehr eigenwillig.
MC: Dann passt es ja.
LS: Können Sie pokern?
MC: Nicht gut, aber ich kann hervorragend betrügen.
LS: Dann müssen Sie Pokern und trinken lernen, um wie Green zu werden. Was ich nicht empfehle.
MC: Nein Sir.
LS: Mhmm es sieht so aus, als ob das gesamte Schiff im Aufbau von den Decksplänen abweicht.
MC: Lt. Erskine von der Sci meinte, dass das Schiff bereits so gebaut wurde. Also keine nachträglichen Änderungen.
LS: Sehr merkwürdig. Warum weicht man von den Plänen ab?
MC: Vielleicht sind die Pläne ja inkorrekt?
LS: Gut möglich. Was haben wir noch?
MC: Wir haben Rückstände eine molekularer Schnellentkopplung in der Nähe des Büros des Chefing. gefunden.
LS: Eine Disruptor-Signatur? Hier an Bord?
MC: Ja Sir, Aber seltsamerweise weist der Vektor auf eine ODN-Anzapfung. So als habe jemand versucht, einen Disruptor-Strahl in das ODN zu lenken.
LS: Und wozu?
MC: Keine Ahnung. Als Plasmaenergiequelle ist ein Disruptor ungeeignet.
LS: Gibt es Anhaltspunkte über den Typ des Disruptors?
MC: Nein Sir. Dazu ist der Zerfall schon zu stark.
LS: Nun ich.....

LaSalle wurde von dem Summen seines Kommunikators unterbrochen.

LS: LaSalle hier.
Sareths Stimme war zu hören.

Sa: T´Khellian hier. Befinde mich auf der KS der Picard. LaSalle, Captain Kvoma ist erwacht. Und es wäre gut, wenn Sie hier wären.

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  Rückkehrer Log 9 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Feb-Sun-2022, 05:23 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Besprechungsraum ***

Das war ganz klar ein Angriff, klang Mort Caldreds Stimme in mir nach. "Nein, wir können nicht das nicht mit Sicherheit sagen; es könnte sich auch lediglich gegen eine Beeinträchtigung durch unsere Energiefelder zur Wehr setzen," gab ich zu Bedenken. "Ich will nicht voreilig eine offenbar intelligente Lebensform als feindselig einstufen und Waffengewalt zur Anwendung bringen. Wir müssen uns zuerst Gewissheit darüber verschaffen, was sich auf der Wellington ereignet hat. - Nichts desto trotz: wir müssen die Verletzten bergen, und daher muss diese Behinderung weichen."

"Vielleicht legen wir einen Köder aus..." überlegte LaSalle. "Ich war kürzlich zu Gast bei Botschafter Worfs Familie, und die Söhne haben mich zu einer Jagd in der K'Oroff-Provinz mitgenommen," fügte er erklärend hinzu. "Nicht, dass ich es besonders ersprieslich fand. Aber, ein Köder in einer Falle..."

Ich lächelte. "Ein Shuttle. Mit einer passenden Energiequelle..."

"Exakt."

Ich wandte mich an Mr. Caldred: "Haben Sie irgendwelche Informationen darüber, welche Energieformen die Ra'Neg'O besonders attraktiv finden?"

Der Reptiloide an der Sicherheitsstation gab ein Geräusch zwischen Zischen und Knurren von sich. "Ich war Kopfgeldjäger und kein Wissenschaftler. Also... nein, Madam Admiral. Keine Informationen."

Ich nickte. "Mr. Jefferson, sehen Sie, ob etwas in der offiziellen Datenbank der Föderation zu finden ist. Setzen Sie gleichzeitig einen Prioritätsruf an den Wissenschaftsattaché auf Kariyana ab. Wir müssen alle Kanäle nutzen. Bis dahin..." Ich studierte wieder die Angaben zu diesem seltsamen und offensichtlich intelligent reagierenden Energiefeld auf dem Monitor. "Versuchen wir es mit einem Output im Bereich von 25.000 bis 50.000 Joule. Modulation der Feldvariablen auf Grundlage der Einstein-Moholy Gleichung. Vielleicht bringt das ja unseren Freund in Kommunikationsstimmung. - Mrs. Makan, können wir ein Shuttle entsprechen umrüsten, dass wir in ihm eine entsprechende Energiequelle unterbringen können?"

"Ja, ich denke, das ist machbar. Wir nehmen einen Klasse IV-Sicherheitskontainer, das wird reichen, unsere eigenen Systeme abzuschirmen und nur gerichtete Energie an bestimmten Punkten freizugeben. Genug, um jemanden anzulocken, der scharf drauf ist."

"Wie lange brauchen Sie?"

"Vielleicht eine halbe Stunde. Wir werden die Antriebseindämmung neu kalibrieren müssen."

"Können wir im Transporterraum der Wellington noch einmal umpolarisieren?"

"Einmal noch, aber mehr würde ich der alten Hardware nicht zumuten," erwiderte sie.

Das hatte ich befürchtet - aber mehr Versuche hielt ich aufgrund der Lage ohnehin nicht für akzeptabel. Sollte dies scheitern, mussten andere Maßnahmen ergriffen werden. "Gut, fangen Sie an!"

Noch im Gehen beorderte die Chefingenieurin ihre Teammitglieder in die Shuttlebay. LaSalle hatte unterdessen erneut unser MHN gerufen, und war dabei, einen Lagebericht zu erhalten. Der medizinische Zustand der überlebenden Wellington-Crew war stabil. Von daher drohte im Moment also keine Gefahr. Diese ging von der strukturellen Integrität des Schiffes aus. Einige Bereiche mussten dringend mit Kraftfeldern gesichert werden, da sie Mikrofrakturen aufwiesen. Wir konnten aber die Energie nicht wieder herstellen oder Reparaturdrohnen entsenden, solange unser Freund da nicht wegzubewegen war.

War die energetische Lebensform erst einmal im Shuttle, konnten wir sie dort mit gezielten Kraftfeldern isolieren und von weiterem Schaden abhalten. Währenddessen machte sich ein anderes kleines Team daran, die Drohnen vorzubereiten. Zunächst würde die 'Vorhut' starten und das Terrain sowohl taktisch überprüfen, als auch die Energieversorgung wieder herstellen, dann die eigentlichen Reparaturroboter in Einsatz kommen. Erst wenn diese Schritte erfolgreich waren und es für humanoide Besucher der Wellington sicher, würde ich Crewmitglieder rüberschicken. Das MHN machte unterdessen die Verletzten bereit für den Transfer in unsere Krankenstation.

*** Eine halbe Stunde später ***

"Shuttle hat die Zielkoordinaten erreicht, Antrieb heruntergefahren," meldete Monroe von der Navigation. "Alle Systeme stabil." Die optischen Sensoren zeigten das vergleichsweise winzige Objekt, das nunmehr zwischen der Wellington und der Picard schwebte. Makan aktivierte die Energiequelle.

Ich gab den Befehl für die weiteren Schritte: zunächst auf der Wellington, wo sich das Energiewesen wieder verankert hatte. Wie auch zuvor sah für einen Moment alles gut aus.

"Nun komm schon, Bursche, zieh um..." brummte Monroe.

"Vielleicht ist es eine Madame," witzelte Jefferson von der Sensorik.

Dann stach erneut ein rotfarbener Lichtstrahl durch das All, diesmal in Richtung des Shuttles.

Mort Caldred zischte. "Phaser?" Er hatte die Finger auf den Kontrollen und wartete auf das Signal.

"Nein, warten Sie!" kam Chefingenieurin Makans Ruf. "Die Energie ist viel niedriger als beim ersten Mal! Das wird unserem Shuttle keinerlei Schaden zufügen!"

Caldred schien nicht sehr überzeugt, wenn ich seine Mimik richtig deutete. Aber im nächsten Moment wurde unser aller Aufmerksamkeit von dem Geschehen da draußen im Raum in Anspruch genommen: entlang des roten Strahls bewegte sich jetzt etwas weiß gleißendes vorwärts. Es sah aus wie ein Blitz, der sich an einem gigantischen Blitzableiter vorarbeitet....

Und dann meldete Makan mit einem leichten Zittern in der Stimme, als fürchte sie, das Energiewesen wieder umzustimmen: "Es ist im Shuttle. Hat sich auf unserer Energiequelle verankert. Ich aktiviere das Eindämmungsfeld."

"Nun, dann lassen wir es dort mal in Ruhe speisen, oder was auch immer," sagte LaSalle und wandte den Blick zu mir.

Ich nickte und gab die Order, die erste Welle der Reparaturdrohnen zu starten. Jefferson behielt unterdessen die Energiewerte auf der Wellington im Auge. Wir waren zuversichtlich, in ein paar Minuten mit der Evakuierung beginnen zu können.

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  Rückkehrer / Log 8 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Feb-Sat-2022, 01:19 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: Heute aus zeitlichen Gründen mal etwas kürzer.


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RPG:

USS Picard / Brücke

Der Platz der Chefing. war umgeben von jetzt vielfarbigen Holoanzeigen . Ein gelb angezeigter Countdown lief herunter, dann verkündete eine grellrote Warnung:

DANGER ODN POLARITY ON REMOTE REVERSED.

Ein kurzes Aufblitzen, dann verschwand die Meldung auch wieder. Chefing. Makan nickte.
Ma: ODN Polarität wieder normal.

Sareth nickte.
Sa: Was macht unser Gast?

Jefferson gab ein indifferentes Brummen von sich.

Je: Ich sehe keine Verbindungen an den Knotenpunkten mehr.
Sa: Dann Eindämmungsfeld hoch.
Ma: Ist aktiv.
Sa: Gut. Dann können wir einmal versuchen ob..was zum…

Auf dem Holoscreen war jetzt ein dünner Strahl zu erkennen, welcher sich von der Welington zur Picard spannte.
Sa: Schilde hoch. Computerkernabschirmung hoch fahren

LaSalle grunzte.

LS: Da versucht jemand, in ein anderes Hotel umzuziehen. Mr. Munroe, Ausweichkurs, Mrs. Makan, Schilde alternieren.
Ma: Aye.

Die Picard kippe vom Strahl weg ab, welcher sich im Raum verlor. Sareth atmete hörbar ein.

Sa: Da ging gerade noch einmal gut.
LS: 60-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine intelligente Lebensform handelt? Ich glaube, hier handelt es sich eher um 100%

Mort Caldred knurrte.

MC: Das war eindeutig ein Angriff.
Sa: Oder eine Verteidigungsreaktion. Wir müssen uns etwas einfallen lassen , um an die Crew der Wellington heran zu kommen. Alle Führungsoffziere in den Besprechungsraum.

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  Rückkehrer Log 7 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Feb-Thu-2022, 10:10 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Besprechungsraum ***


Unser Technik- und Wissenschaftsteam suchte noch immer nach einer Möglichkeit, das seltsame Energiefeld, dass sich im Transporterraum der Wellington eingenistet hatte, zu isolieren, damit wir endlich die Systeme des alten Schiffes stabilisieren und die Verletzten rausbringen konnten.
Zum Glück hatte unser MHN keine weiteren Todesnachrichten überbracht! Alle übrigen auf der Krankenstation befindlichen Crewmitglieder waren am Leben, wenn sie auch neurologische Schocks und Verbrennungen erlitten hatten. Das MHN vermutete, dass ein Teil der Schäden auf einen unkompensierten Übertritt in die tieferen Subraumschichten zurück zu führen war. Und, wohl auf Kontakt mit der Energieform. Ich dachte an den Zwischenfall mit dem Crewman auf der Krankenstation zurück. Offenbar fühlte sich die Besatzung der Wellington durch etwas oder jemanden bedroht. Das Energiefeld? Es wurde Zeit, dass wir die Überlebenden auf die Picard brachten und sie hier behandeln und nach den Vorkommnissen befragen konnten!

Unterdessen wussten wir, dass auch der Kommandant der Wellington unter den Geretteten war: Captain Kvoma, wohl einer der berühmtesten Denobulaner außer dem Arzt der ersten Enterprise!
"Ich kann es noch immer kaum glauben, dass wir Kvoma persönlich begegnen sollen," sagte ich in Richtung LaSalles. "Auf der Akademie gab es in den Kursen für Kommandoethik bestimmt drei oder vier Missionen von der Wellington unter Kvoma."

"Fünf," korrigierte LaSalle. "Die waren Admiral Chens Lieblingssujet. Er setzte sie gerne in Kontrast zu James T. Kirks Herangehensweise..."

"Ja... Ich erinnere mich! Ich glaube, ich habe damals ein Essay geschrieben über vulkanische Philosophie im Kommandostil von Spock bis Kvoma."

Das Interkom summte. +Admiral?+

"Ja?" antworteten LaSalle und ich fast gleichzeitig.

+Jefferson hier, Sensorik, + kam die Meldung von der Brücke. "Der Computer hat die Analyse der Energiemuster beendet. 60-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine intelligente Lebensform handelt. Ich leite die Daten zu Ihnen.+

Einen Moment später blickten LaSalle und ich, sowie unsere Chefingenieurin auf das komplexe Wellenmuster und die zugehörigen Daten. "T'Khellian hier. Mr. Jefferson, haben Sie die Standardtestsequenz gesendet?" Die Testsequenz beinhaltete die Primzahlenreihe und einige physikalisch-mathematische Konstanten. Sie war entwickelt worden, um die Responsivität von vermuteten intelligenten Lebensformen zu bestimmen.

+ Ja, keine Reaktion bisher. +

Das hieß natürlich noch nicht, dass wir es nicht mit einer intelligenten Lebensform zu tun hatten - sie mochte nicht reagieren wollen....

"Admiral, sehen Sie das hier?" Chefingenieurin Makan war nahe an den Bildschirm getreten und ließ sich nun nacheinander einige Bereiche des Energiefeldes vergrößern. "Hier, an diesen Stellen sieht es aus, als ob sich die Energie konzentriert..."

"Ja, geradezu wie eine Art ... Tentakel," murmelte LaSalle.

Makan starrte noch einen Moment länger auf die schematische Darstellung des Energiefeldes, dann befahl sie: "Computer, Overlay der Leitungssysteme im Transporterraum 2 auf die gegenwärtige Darstellung!"
Ein komplexes System an verschiedenfarbigen Linien und Knotenpunkten bedeckte den Schirm. "Ah! Dachte ich es mir doch! Sehen Sie, die Energiekonzentration ist an diesen Verteilerpunkten am höchsten. Dort hat es sich - was immer es ist - verankert."

"Können wir es auch dazu bringen, loszulassen?" fragte LaSalle pragmatisch wie immer.

"Nun... ja... ich denke schon." Sie studierte noch einmal die Anzeigen. "Wir könnten eine kurze Umpolung in den ODNs vornehmen, das müsste meines Erachtens nach zu einer Abstoßung führen."

"Lang genug, um ein Eindämmungsfeld zu errichten... " überlegte ich. "Aber können wir ausschließen, dass wir die potenzielle Lebensform schädigen oder gar Schlimmeres?" Kurz ging mir durch den Kopf, dass wir hier ein Paradebeispiel für den Akademiekurs Kommandoethik hatten: einerseits mussten wir schnellstens die Verletzten bergen und das Schiff stabilisieren, ehe es doch noch zu unvorhergesehenen Kettenreaktionen kam. Andererseits mussten wir aber auch die Rechte von etwas wahren, was zu 60 Prozent intelligentes Leben war. Im Zweifelsfall würde ich mich für die Crew der Wellington entscheiden, aber noch stellte sich diese Frage nicht in dieser absoluten Brisanz. Noch hatten wir etwas Spielraum... Zumindest für einen Versuch.

"Ich denke, das dürfte kein Problem darstellen," erwiderte die Chefingenieurin. "Es ist vielleicht vergleichbar damit, wenn man auf eine heiße Oberfläche fasst. Man zuckt zurück, aber verbrennt sich nicht gleich. Wenn wir das Ganze unter 0,3 Sekunden halten..."

"Gut. Starten Sie den Versuch!"

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