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  MNK Log 5 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Sep-Wed-2021, 08:33 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** San Francisco / Oberkommando der Sternenflotte / Cafeteria ***

Ich seufzte und rührte in meinem Cappucino. "Nun, auf jeden Fall, Rufus, Charlie bekommt keine Ausnahmegenehmigung zur Ausreise aus dem Quarantänegebiet, auch nach negativem Test nicht, weil der Grund nicht unter die Prioritätenkategorie fällt."

"Ja, kann ich mir denken. Sichtung von Captain Kirk...."

"Ich hatte es als temporales Diskontinuitätsproblem deklariert," erwiderte ich mit einem schwachen Lächeln. "Aber Sie wissen, wie die Behörden sind. Und das Daystrom Institute will keinen Zugang ermöglichen, ohne das ein persönliches Erscheinen und Irisscan vorliegen, nebst Bioscan. Die Transporter-Musterpuffer und ihre Einlagerung unterliegen besonderen Persönlichkeitsschutzdirektiven, und Abteilung drei hat da kein Erbarmen."

Rufus LaSalle lächelte ebenfalls gequält. "Ja, ich kenne Commodore Giuliani gut. Sie würde aus Datenschutzgründen nicht einmal eine Fotografie der Urgroßmutter einer Person aus zwanzig Meter Entfernung betrachten lassen - es sei denn, man hat alle Formulare in dreifacher Ausfertigung dabei, unterzeichnet vom Präsidenten persönlich."

"Ich habe auch im Büro von Commodore Sodran nachgefragt, schließlich ist sie die Leiterin des Daystrom. Leider ist sie gerade zu einer Einweihungszeremonie auf Phalan, und das Vorzimmer will es sich mit Abteilung drei nicht verderben."

"Ja, kann ich mir vorstellen."

"Aber - so rasch gebe ich nicht auf! Ich habe einen alten Bekannten zu Rate gezogen, der auf mehreren Schiffen im Transporterraum Dienst getan hat, darunter auf der Enterprise F und der Saipan. Was er von der Theorie hält, dass sich Reste aus einem inaktiven Musterpuffer irgendwie in ein aktives Transportersystem 'schleichen' könnten."

"Lieutenant a.D. Cavik Amuti?" fragte LaSalle.

"Ja, genau er."

"Nun, der dürfte zumindest die neueren Anlagen der letzten 50 Jahre bestens kennen. Er ist ja sowas wie eine Legende, nach der Rettungsaktion auf Mora Prime. - Und, was meint er?"

"Dass es ungefähr so wahrscheinlich ist, wie wenn man eine Ladung Buchstaben in den Computer füttert und wartet, dass sie zufällig eine Ode von Byron ergeben," antwortete ich. "Es ist also theoretisch möglich: insofern 1. der alte Musterpuffer nicht korrekt gelöscht wurde, 2. das Siegel auf irgendeine Weise durchlässig wurde oder gelöst wurde, und 3. die Matrix des modernen Transportersystems im richtigen Moment die gleiche Varianz aufwies, um eine Signalübertragung zu ermöglichen. Außerdem müssen die Sicherheitssperren des modernen Transportersystems außer Kraft gewesen sein, denn die sollen ja gerade das Einschleusen irgendwelcher Fremdsignale verhindern."

"Das heißt, ohne Mitwirkung von dritter Hand - unmöglich," konstatierte LaSalle, und schien sich gleich in den polizeilichen Gefilden des DIA etwas wohler zu fühlen. "Wir müssen unbedingt an die Dienstpläne und die Einlagerungsprotokolle des Daystrom kommen! Wann ist Commodore Sodran zurück?"

"Nicht vor einer Woche. Und falls das Quarantänegebiet ausgeweitet wird..."

"Ich möchte dieses potenzielle Sicherheitsrisiko in unseren Transportersystemen oder irgendwelche temporalen Phänomen auch nicht auf die lange Bank schieben. Also müssen wir den ganzen Fall auf eine höhere Prioritätsebene heben, so dass Abteilung drei ausgehebelt wird. Andererseits..."

"Andererseits möchten wir die Presse heraushalten, die sich ja sowieso besonders gern üer irgendwelche Flottensachen auslässt, seit dem Debakel mit dem letzten OBH," entgegnete ich.

"Korrekt. Und insbesondere im Wahljahr. Da wollen wir nicht gerade eine Lachnummer abgeben für gewisse Kreise." Wir aßen schweigend unsere Sandwiches und grübelten. Plötzlich grinste Rufus LaSalle sein berüchtigtes übles Grinsen und mir war klar, dass sich ihm gerade ein Ausweg gezeigt hatte... oder doch wenigstens ein Weg zum Ausweg: "Richard von Rabenstein."

"Wieso? Was hat er damit zu tun?"

"Als ich letztens mit Madame Giuliani aneinander geriet, wegen irgendeiner Aktenfreigabe, erklärte sie, Zitat 'sie wolle kein Theater, es reicht ihr, wenn ihre Tochter Theaterwissenschaften studiere'."

"Nun...."

"Im Laufe des Gesprächs wurde aber klar, dass ihr geliebtes Töchterchen ihr Ein und Alles ist, sozusagen. Trotz der entsetzlichen Berufswahl, für die ich sie natürlich gebührend bedauert habe. Aber es kann ja nicht jeder in der Sternenflotte für Datensicherheit sorgen. Gott sei Dank. Aber was, wenn wir der kleinen Giuliani ein Exklusiv-Interview mit Literaturnobelpreisträger Richard von Rabenstein ermöglichen?"

"Rufus, Sie sind ein intriganter--" Ich schüttelte lächelnd den Kopf.

"Ich gehe lediglich alle erreichbaren Wege, um ein Ziel zu erlangen," erwiderte er. "Also auch Umwege. Manchmal sind Umwege die schnellsten Wege."

"Durchaus."

"Also glauben Sie, Sie können unseren vielbeschäftigten, medienscheuen Preisträger zu einer freundlichen Starthilfe für eine junge Aspirantin der Kunst bewegen?"

"Ich will es versuchen. Hoffentlich ist er nicht auch gerade unterwegs. Ich habe ihn zuletzt vor vier Tagen gesehen."

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  Dreharbeiten zur 3. Staffel von THE ORVILLE abgeschlossen
Geschrieben von: Sareth - Sep-Sun-2021, 06:57 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (2)

https://www.netzwelt.de/serien/the-orvil...prime.html

*Sekt für alle*

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  MNK Log 4 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Fri-2021, 10:02 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (1)

Erde/San Francisco/HQ der Sternenflotte/Zentralarchiv für Flottenangelegenheiten (Verwaltung)

Es war Nacht. Tiefe Nacht. Und obwohl es in den Räumen des Zentralarchivs für Flottenangelegenheiten keinerlei Fenster gab, wusste man immer, um welche Tageszeit es sich handelte. Zu normalen Bürozeiten war hier wenig los. Nachts war niemand hier. Bis auf den alten Archivar Cunningham und einen Vizeadmiral, welcher seit Stunden über alten Bauplänen saß: Rufus LaSalle.
Sareth hatte ihn gebeten, etwas über jenen Flur heraus zu bekommen, in welchem sie „Kirk“ begegnet war. Doch weder in den Archiven der Flotte selbst, noch in den Sicherheitsdokumenten der DIA hatte sich irgendetwas ausfindig machen lassen, was auch nur im Entferntesten zur Beantwortung der Frage bei trug. Und um 3:30 Uhr morgens hatte LaSalle genug. Er deaktivierte den Holoscreen und lehnte sich grummelnd zurück. 6 Stunden Suche hatten nichts zu Tage gefördert. Archivar Cunningham brachte LaSalle einen Tee.

AC: Sir, dürfte ich fragen, was Sie suchen?

LaSalle nahm einen Schluck Tee und antwortete dann.

LS: Ich suche nach der Geschichte eines Gebäudeteils des HQ.
AC: Nun Sir, die Geschichte dieses Gebäudes ist eines der wenigen Hobbys, denen ich fröne.
LS: Ahaaa nun evtl. wissen Sie etwas über Flur LQ22/4. Ich finde nichts über diesen Flur.
AC: Nun Sir, das liegt daran, dass es diesen Flur in dieser Form erst seit 20 Jahren gibt. Und in der Tat, ich habe ein gewisses Wissen über den Flur.
LS: Nun, es wäre in der Tat sehr hilfreich, wenn ich etwas über diesen Flur wüsste. Sie wissen schon, die DIA muss über eventuelle Schwachstellen Bescheid wissen.
AC: Ich verstehe Sir. Nun, ab dem Jahre 2247 verband eine Brücke das ursprüngliche Johnathan Archer Building, wo wir uns jetzt befinden, mit dem Udvar Hazy Center, welches in etwa dort stand, wo heute das große Auditorium beginnt. Vor 20 Jahren hat man den gesamten Bereich umbaut und aus dem Udvar Hazy Center wurde die Westecke des Auditoriums.
LS: Mhmm interessant. Und welche Einrichtungen befanden sich im Udvar Hazy Center?
AC: Nun Sir, das UHC war die Heimat diverser Abteilungen. Das änderte sich teilweise von Jahr zu Jahr.
LS: Nun sagen wir um 2270 bis 2290.
AC: Nun Sir, das ist einfach. Dort befanden sich nur einige Lagerräume der Verwaltung, der Kantine und des Daystrom-Instituts.
LS: Des Daystrom-Instituts? Was haben die denn dort gelagert?
AC: Nun Sir, da gab es nur Gerüchte. Es wird behauptet, dass dort die Musterpuffer der Transporter einiger Schiffe gelagert wurden. Warum auch immer. Näheres weiß aber nur das Daystrom-Institut.
LS: Ist bekannt, was sich am Platz des damaligen Lagerraumes heute befindet? Hoffentlich keine Toilettenräume.
AC: Nein Sir, dort befinden sich heute, wenn ich richtig darüber nachdenke, Kühlsysteme für das Auditorium.
LS: Nun gut. Ich danke Ihnen.
AC: Außerordentlich gerne Sir.

LaSalle trank seinen Tee aus und verließ das Archiv. Daystrom-Institut. Nun da gab es jemanden, der definitiv an Daten heran kommen würde.

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  MNK Log 3 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Aug-Tue-2021, 10:00 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Auf dem platten Land in Missouri ***

Ich stapfte unter blauem Sommerhimmel und begleited vomm Zirpen der Grillen einen schmalen Feldweg entlang, links von mir eine altersschwache hölzerne Absperrung, rechts ein abgeerntetes Feld. Aus der Ferne klang Pferdewiehern. Unwillkürlich fühlte ich mich um hunderte Jahre zurückversetzt, in die Zeit der Wildwest-Filme, von denen in den Kunstkinos erst letztens einer gelaufen war, den Charlie unbedingt hatte sehen müssen. Ich erwartete, gleich vor einem im schwachen Wind quietschenden, halb verrosteten Schild mit der Warnung "Trespassers will be shot" zu stehen...

Meine Gedanken wanderten zurück zu den Ereignissen der letzten Tage, genauer gesagt, dem seltsamen Treffen mit "Kirk" und meine diesbezüglichen Nachforschungen. Der berühmte Admiral war nicht nur verschollen, sondern tot. Die entsprechende Akte war zwar unter Verschluss gewesen - wahrscheinlich wegen der Einstufung des Nexus - aber dort war von Jean-Luc Picard persönlich im Bericht vermerkt, wie Kirk ihm damals gegen Tolian Soran beigestanden hatte und dabei den Tod fand. Das war 2371. Sein Grab befand sich auf Veridian III.

Knapp hundert Meter vor mir tauchte zwischen zwei hohen schattenspendenden Bäumen ein Gebäude mit ausladender Porch auf. Ich spürte das kurze Kribbeln auf der Haut, das der Kontakt mit einem Sicherheitskraftfeld hinterließ. Gleichzeitig löste es wohl Alarm aus, denn nun öffnete sich die Tür. Aus dem Schatten schob sich - nein, zum Glück kein bärbeißiger Typ mit Schrotflinte, sondern ... nur ein mürrisch dreinblickender Mann, dessen Gesichtsausdruck sich auch bei meinem Anblick nicht änderte.

"Commander Walter Kirk?" rief ich. "Admiral T'Khellian. Sie erinnern sich, wir haben gestern am Interkom gesprochen."

"Ich bin ja nicht senil! - Also kommen Sie rein!"

Ich folgte ihm über die knatschende Holzporch ins Innere des überraschenderweise recht gemütlich eingerichteten Hauses. Viel Stein, Holz, und bunte Patchworkdecken auf den großen Sitzmöbeln. Auf einem von ihnen räkelte sich eine dicke Katze.

"Kommen Sie General Lee nicht zu nah, er ist heute übler Laune, weil er die Maus nicht gekriegt hat."

Ich nickte verständnisvoll und nahm Platz. Mein Gastgeber brachte ein Tablett mit Kaffee und zwei Tassen aus der Küche. "Damit Sie mal ordentlichen Kaffee trinken - nicht diese Plempe, die in der Sternenflotte immer so serviert wird, aus dem Replikator."

"Danke!" Nach dem ersten Schluck musste ich zugeben, dass er damit gar nicht so Unrecht hatte. Ich konnte gar nicht unbedingt sagen, was es war... Jedenfalls schmeckte der Kaffee hervorragend!

"So, und Sie wollen James T. Kirk begegnet sein? Ich sage Ihnen, wenn Sie nicht Sie wären.... Es vergeht kaum ein Monat, dass hier nicht irgendwelche Fans oder Irre stehen und nach Devotionalien oder der Aura von dem alten Kirk suchen! Erst letzte Woche hatte ich einen Ferengi hier, der mir horrende Summen für ein altes Fotoalbum geboten hat."

"Dürfte ich das mal sehen? Das Album?"

"Warum nicht." Er ging zu einem Schrank, dessen Innenleben sich als ein Safe entpuppte, und entnahm ihm ein kleines traditionelles Papieralbum, wie sie ja eigentlich schon lange vor Kirk nicht mehr in Mode waren. Aber manche Familien, schien es, schätzten die Nostalgie. Und James T. Kirks Vorliebe für alte Bücher war ja auch legendär.

Walter Sherman Kirk zog sich auch ein paar weiße Archivhandschuhe über und blätterte vorsichtig durch die Familienreliquie. Bei einer Fotografie blieben wir hängen. "Das ist genau die Kleidung, die der Kirk trug, dem ich im Oberkommando begegnet bin!" sagte ich. "Und er sah auch in etwa so aus, vom Alter und dem Haarschnitt her. Oder nein... nicht in etwa.... eigentlich genau so!"

"Das Foto ist von 2293, kurz bevor er als Ehrengast auf die Enterprise - B geladen wurde, soweit ich die Unterschrift noch entziffern kann. Alles ziemlich verblasst leider."

Ich lehnte mich zurück. "Das ist wirklich seltsam." Ich nahm mir vor, den Ensign zu kontaktieren, der am nächsten Morgen offensichtlich die 'Begegnung der Dritten Art' hatte. Hatte Kirk da genau so ausgesehen?

"Haben Sie schon einmal überlegt, ob das Ganze ein Scherz mit einer Holoprojektion gewesen sein könnte? Ich weiß, dass bei der Aufnahme in manche Bruder- oder Schwesternschaften an der Akademie einige seltsame Mutproben erforderlich sind."

...

*** Genf / Grandhotel Geneva Regency / Speisesaal ***

...
"Nun, und dann fragte er mich, ob nicht jemand mit den Notfall-Holonetz des Oberkommandos herumgespielt haben könnte, du weißt, dass Netz, was ermöglicht, MHNs oder Erstverteidiger zu generieren," erzählte ich.

Richard nickte. "Ja, natürlich. Und, gibt es Hinweise?"

"Nein, das habe ich überprüfen lassen. Damit kommen wir nicht weiter. Und der Ensign ist leider schon seinem Schiff zugeteilt und unterwegs in den Gammaquadranten."
Der Ober brachte das Dessert, eine Pfirsich Melba mit einem exotischen Likör, der durch die Kristallschalen schimmerte. Vor dem Panoramafenster, das den Blick über den Genfer See freigab, schickte sich die Sonne gerade zu einem besonders prächtigen Untergang an. Die kleine Burganlage am Wasser leuchtete in warmen Orange, und über die leichten Wellen breitete sich ein goldroter Teppich. Auch der Schnee auf den fernen Berggipfeln glitzerte rötlich, während die östlichen Hänge schon im Violett und Blau der Nacht zu verschwimmen begannen.

"Du sagtest, Kirk hätte gemeint, sich in der Etage geirrt zu haben?"

"Ja, 'Ich habe mich im Flur geirrt' waren seine Worte."

"Ich würde versuchen in Erfahrung zu bringen, was auf dem Flur war zu seinen Zeiten..." überlegte Richard.

"Das dürfte nicht schwer sein. Du hast recht, das bringt uns vielleicht etwas weiter. Vielleicht liegt das Problem im Jahr 2293."

"Vielleicht gab es irgendwelche Experimente, temporaler Natur. Du bist die Expertin in temporaler Physik!"

"Und du denkst immer an Dinge, auf die ich irgendwie nicht komme."

"Nun..." Er lächelte. "Das ist das Privileg des Schriftstellers, nicht wahr? Ich bin wirklich froh, dass du kommen konntest zu meiner Lesung. Trotz der misslichen Situation, in der Charles steckt."

"Den Elementen sei Dank scheint es für ihn nicht wirklich misslich zu sein, im Augenblick jedenfalls nicht. Sie sind in Quarantäne und somit erst einmal sicher vor eventueller Ansteckung. Da bin ich beruhigt. Bei meinem letzten Anruf sagte er, er und Rollo würden sich gerade durch die Whiskysorten der Hotelbar testen, und nebenbei würde er an einer neuen Theorie der Quantensupersymmetrie arbeiten."

"Ja, das hört sich nach Charles McGregor an!" Richard lachte. "Dann hast du sicher nichts gegen ein Glas Wein auf der Terrasse, gleich nach dem Essen?"

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  MNK / Log 2/ LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Aug-Tue-2021, 11:11 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

Erde/San Francsico/HQ der Sternenflotte/Foyer A

Wie immer Mitte August, wimmelte es im Gebäude von Uniformierten aller Spezies und in Uniformen aller Farben. Frisch von der Akademie kommende Graduierte, altgediente Schiffskommandanten und Verwaltungsoffiziere aller. Art. Und so was es nicht verwunderlich, dass an diesem frühen Morgen, um Punkt 07:30 Uhr, zwei ältere Herren aus dem Haupteingang in den Innenraum des weitläufigen Foyers traten.
Vice-Admiral Edwin Winter, Chefjurist der DIA, blickte an seinem Kollegen, Vice-Admiral Lasalle, dem Chefermittler der DIA, mehrfach rauf und runter.

EW: Das müssen Sie mir noch einmal erklären, Rufus. Warum tragen Sie heute einen dunkelblauen Uniform-Pullover?

LaSalle grinste böse.

LS: Sie wissen doch, welcher Tag heute ist?
EW: Sklavenmarkt ja. Heute werden alle frisch ernannten Offiziere auf ihre Schiffe verteilt und Kadetten erhalten ihre Praktikumsstellen.
LS: Ganz recht. Und was passiert bei solchen Gelegenheiten immer? Irgendein verwirrter Jungoffizier rennt kopflos, aber mit einer Tasse Kaffee in der Hand, durch die Gegend und kollidiert unweigerlich mit jemanden.
EW: Ah ich verstehe. Auf Blau sieht man die Kaffeeflecken weniger.
LS: Ganz recht. Glauben Sie einem Alterfahrenen in Sachen Zusammenstöße mit Kaffeetassenträgern. Und siehe da, es geht schon los.

LaSalles rechter Zeigefinger wies auf einen Captain, welcher gerade recht lautstark einen 2nd Lt. zurecht wies. Auf der Brust der Jacke der makellos sitzenden Uniform des Captains breitete sich gerade ein großer Kaffeefleck aus. Ein besonders prächtiges Exemplar. LaSalle und Winter traten näher.

EW: Meine Herren, gibt es ein Problem?

Der Captain, ein gewisser Hendricksen, reagierte unwirsch.

CH: Sehen Sie nicht…oh entschuldigen Sie bitte Sir. Ich habe Sie nicht gleich erkannt.

Hendricksen stand stramm, während der 2nd Lt, vor Schreck, leicht nach hinten gebeugt, erstarrt zu sein schien.

LS: Was gibt es denn, Captain?
CH: Dieser Frischling hier, ist mit seiner Kaffeetasse direkt in mich hinein gelaufen
EW: Nicht zu übersehen.
CH: Und dann besitzt er noch die Frechheit, mit der dummdreisten Ausrede zu kommen, er habe Captain James T. Kirk gesehen.

Der 2nd Lt., ein gewisser Cadeno-Blanco, versuchte sich zu rechtfertigen.

CB: Aber Sir, es war Kirk. Er hat mir zugenickt Und…
CH: Halten Sie die Luft an, Mann. Bei Ihnen wirken wohl noch die Nachwehen der Graduationsfeier nach, was? Kirk! Welch ein Kaminif!
LS: Meine Herren. Ich glaube, so etwas kann man doch in Ruhe klären.
CH: Sir natürlich Sir.
EW: Dann noch einen schönen Tag.

Captain Hendricks salutierte zackig, während Winter und LaSalle zu den Aufzügen
schlenderten.

EW: Dieser Captain ist in der falschen Einheit. Er hätte zu den Marines gehen sollen.
LS: Oh ja, als Oberbrülloffizier wäre er bestimmt gut geeignet. Ich kenne da auch einen gewissen Colonel, bei dem er noch etwas lernen könnte.

Winter lachte gehässig.

EW: Ja, das wäre passend. So, ich stelle mich jetzt den Schrecknissen der Vorstellung neuer Mitarbeiter. Und Sie?
LS: Ich habe noch ein Rendezvous mit einer wichtigen Person.

Winter pfiff durch die Zähne.

EW: Wow LaSalle, in Ihrem Alter?
LS: Streng dienstlich.

Das Auftauchen von 2nd Lt Cadeno-Blanco bewahrte LaSalle vor einem bissigen Kommentar Winters. Der 2nd Lt rannte zum Aufzug und blockierte die Tür für Winters.

EW: Danke 2nd Lt. Sehr zuvorkommend,
CB: Gerne Sir. Immer wieder gerne zu Diensten für ehem. Offiziere im wohlverdienten Ruhestand.

Der junge Offizier salutierte zackig und verschwand in der wimmelnden Menge.
LaSalle grinste böse.

LS: Haben Sie das gehört Edwin?

Winter konnte es nicht glauben.

EW:…..im wohlverdienten Ruhestand..also das ist…

LS: Sie und ich...wir sind alt. Uralt! Aber ansonsten, einen schönen Tag noch Kollege.

LaSalle nickte dem von Wut innerlich kochenden Winter zu und begab sich zu einem der Rollbänder, welches das Gebäude durchzogen.

LS: Ruhestand. Wenn es doch nur so wäre.

---------------------------------

Ortswechsel:

Erde/San Francsico/HQ der Sternenflotte/ Foyer B / Ehrengalerie
15 min. später

Der Raum strahlte, mit seiner dezenten Beleuchtung und der leisen, getragenen Musik, eine gewisse Erhabenheit aus. Alle Helden der Föderation waren hier mit ihren Konterfeis präsent: Archer, Picard, Janeway und viele mehr.Und auf einem Podest aus hochpoliertem schwarzem Obisidian ruhten die Konterfeis jener, welche im Dienste der Föderation ihr Leben gelassen, oder verschwunden waren: Crossley, Roberts, Sisko und natürlichem Captain James T. Kirk. Und vor Kirks Bild fand LaSalle dann seine „Verabredung“

LS: Fleet-Admiral t´Khellian. Sie haben mich rufen lassen Mam?

Sareth musste grinsen.

Sa: Rufus LaSalle, lange nicht gesehen. Aber..warum so förmlich?
LS: Nun, wenn man das Datum in Betracht zieht.
Sa: Ah ich verstehe. Sklavenmarkt. Aber blauer Pullover?
LS: Ebenfalls Sklavenmarkt.
Sa: Richtig, Vorkehrung gegen Kaffeeflecken. Nun wir haben etwas zu besprechen.
LS: Ist es etwas Wichtiges?
Sa: Eher merkwürdig. Liegt bestimmt auf Ihrer Linie. Das Bistro dahinten eignet sich gut, die Sache zu erörtern.

5 Minuten später hatten beide an einem der Tische des um diese Zeit recht leeren Bistros Platz genommen. Niemand würde es hier wagen. zwei hochrangige Offiziere zu stören.

LS: Nun Madame, Sie hatten mir ja eine Nachricht gesandt. Sie haben gestern Abend Captain Kirk getroffen?
Sa: Zumindest einen Mann, der ihm auf geradezu unheimliche Weise ähnlichsah. Ja ich weiß was Sie jetzt denken. Charlie hat mir zunächst auch nicht geglaubt. Und die Möglichkeit, dass mir meine Sinne einen Streich spielten, weil ich übermüdet oder von irgendwelchen Cerebralparasiten befallen war, habe ich bereits selbst durchgespielt. Negativ. Der Mann war real. Zumindest für mich.
LS: Mhmm
Sa: Sie glauben mir wohl auch nicht? Nun, das kann ich verstehen. Kirk ist seit gut 100 Jahren spurlos verschwunden.
LS: Nun…die Sache klingt merkwürdig, zugegeben. Aber…
Sa: Aber?
LS: Sie scheinen nicht die einzige Person gewesen zu sein, die diesem Kirk begegnet ist.

LaSalle berichtete kurz von den Ereignissen rund um 2nd Lt. Cadeno-Blanco. Sareth schüttelte den Kopf.

Sa: Da scheint doch etwas mehr dahinter zu stecken. Nun Rufus, ich habe mir gedacht, evtl. könnten Sie ja einmal in den Personaldatenbanken nachsehen? So ganz diskret?

LaSalle grinste kurz.

LS: Das habe ich mir jetzt fast gedacht. Nun ich habe vorab einmal etwas nachgeforscht über den Captain Horatio Hornblower des Raumfahrzeitalters. Außer seinem ermordeten Sohn hatte Kirk keine Kinder. Es gibt jedoch einige noch lebende Nachfahren mit Bezug zur Raumfahrt, in Missouri. Zum Beispeil einen ziemlich bärbeißigen Commander der Raumpatrouillie der FLEA. Vulgo auch "Weltraumpolizei" genannt.

LaSalle schon Sareth ein Padd mit dem Bild und der Stimmprobe von Commander Walter Sherman Kirk zu. Sareth las sich die Daten durch, dann schüttelte sie den Kopf.

Sa: Nein, der sieht der Person in keinster Weise ähnlich, die ich gesehen habe. Und seine Stimme ist eine völlig andere.
LS: Mhm ein hübsches Rätsel. Für den fraglichen Zeitpunkt gab es keine ungewöhnlichen Vorkommnisse. Ich habe in den Logs nachgeschaut.

Es herrschte für einen Augenblick Schweigen.

LS: Nun, ich kann eines tun. Ich kann diesen 2ndLt Cadeno-Blanco einbestellen und ein wenig befragen.
Sa: Aber bitte vorsichtig. Er kommt wohl gerade von der Akademie. wie ich Ihrer Schilderung entnehmen kann. Dieser Captain hat ihn ja als Frischling bezeichnet. Und dann schon gleich beim Chefermittler der DIA erscheinen zu müssen, das kann für die Karriere u. U. nicht sehr förderlich sein.
LS: Nun die DIA benötigt immer Mitarbeiter mit einem guten Auge.
Sa: Ahhh…..ein Rekrutierungsversuch.

Lasalle grinste.

Sa:…Mhmm.. Commander Walter Sherman Kirk…FLEA….. Ich habe ohnehin derzeit mit der FLEA zu tun. Evtl. komme ich über seinen Vorgesetzten an ihn ran.
LS: Dann wollen wir einmal mit der Jagd beginnen. Evtl. ist das Ganze ja ein Scherz.
Sa: Wenn es ein Scherz ist, dann ein Übler.
LS: Das fiele dann in mein Resort, Mam. Nun gut. Ich halte Sie auf dem Laufenden.
Sa: Was steht denn heute noch auf Ihrem Programm?
LS: Nun, eine Gefangenen-Übernahme. Der CMO der USS Sacramento. Hat seinen Captain verprügelt. Beziehungssache. Die DIA ermittelt. Das wird Lt. Parkers erster Fall. Ich muss sie im Auge behalten, sie neigt etwas zur Überreaktion.
Sa: Ich habe von der Sache gehört. Nun Rufus, Sie sind auch nicht zu beneiden.

LaSalle lächelte sardonisch.

LS: Da kann ich Ihnen nur zustimmen, Mam. Einen erfolgreichen Tag noch.

LaSalle stand auf, salutierte kurz und verschwand in den Gängen des Gebäudes.

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  MISSIONSSTART "Mein Name ist Kirk" (MNK)
Geschrieben von: Sareth - Aug-Tue-2021, 07:43 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** San Francisco / Sternenflotten-HQ ***

Die Notstandssitzung des Oberkommandos dauerte seit Stunden. Man beriet - oder besser, stritt - welche Maßnahmen geeignet waren, um ein Übergreifen der auf Ilbana ausgebrochenen tyrellianischen Pest auf den Rest des Sektors oder gar die Föderation zu verhindern.

"Ich kann es nicht oft genug betonen," sagte der Vorsitzende des Medizinischen Rates der Flotte, ein rundlicher Bolianer, gerade. "Eine sofortige Quarantäne des gesamten Sektors ist die einzige Möglichkeit! Wir haben keinerlei Daten, wie das Virus auf andere Spezies reagiert, wie rasch es mutieren wird. Unsere Behandlungsmethoden stecken in den Anfängen und wurden derzeit lediglich bei Ilbanern erprobt - mit mäßigem Erfolg, wie Ihnen allen bekannt sein wird. Wir müssen sofort jeglichen Schiffs- und Transporterverkehr einstellen, mit Ausnahme von medizinischem und technischen Personal. Dieses sollte weitgehend aus holografischen Einheiten bestehen, um das Kontaminationsrisiko zu minimieren."

"Das widerspricht den Grundgesetzen der Föderation auf Freizügigkeit," hielt ein vulkanischer Admiral dagegen. "Wir brauchen eine rasche rechtliche Absicherung."

"Was ist mit den Handelsrouten? Wir benutzen den Transwarpkorridor in der Nähe des Sektors," meldete sich der Vertreter der FLEA zu Wort.

Meine Gedanken schweiften etwas ab. Die Situation war in der Tat auch für den Exploration Council misslich. Auf dem zweiten Planeten des Ilbana-Systems waren vor Kurzem interessante archäologische Überreste gefunden worden. Die Grabungsgelder waren bewilligt. Zudem war Eile geboten, weil ein Staudammprojekt die Stätte zu überfluten drohte. Wenn wir jetzt keine Forscher dorthin schicken konnten, dann niemals! Natürlich war das in Anbetracht der sich dort anbahnenden Katastrophe sicher von minderer Bedeutung - aber nichts desto trotz ärgerlich. Darüber hinaus würde Charlie fest sitzen, denn er war derzeit im Sektor auf einer Tagung!

...

Nach weiteren drei Stunden hatten wir uns zu einer abgestuften Reihe von Maßnahmen entscheiden, bei denen Ilbana selbst auf jeden Fall unter strikte Quarantäne gestellt werden würde. Mir schwirrte der Kopf, und ich hatte erst einmal nur das Bedürfnis nach einem Kaffee und etwas kalorienlastigem Essbaren...
Professor Ramin, den ich als Leiter der archäologischen Expedition bestimmt hatte, holte mich auf dem Weg zur Cafeteria ein. "Was für eine Mammutsitzung! Sowas habe ich zuletzt bei der Panox-B-Krise erlebt."

"Ja! Und da bestand keine Gefahr einer interstellaren Pandemie."

"Wir müssen überlegen, was wir für das Ausgrabungsprojekt noch tun können."

"Ja, ich weiß." Aber erst nach einem Kaffee... "Ich denke, wir können auf jeden Fall eine sonografische Erfassung des Areals durchsetzen. Ich werde mit dem Kulturminister sprechen, ob ein temporärer Wasserschutz errichtet werden kann."

Glücklicherweise entdeckte Ramin kurz darauf eine Kollegin aus der Exogeologie, mit der er dringend sprechen musste, sodass ich meinen Weg Richtung Kaffee weiter fortsetzen konnte. Es war nicht mehr viel los im HQ auf dieser Ebene - es war kurz nach Mitternacht - und so war ich einigermaßen überrascht, als sich eine Lifttür öffnete, eine männliche Gestalt heraustrat und haarscharf an mir vorbei rauschte. Nicht weit genug, um zu verhindern, dass von dem Stück Sahnetorte auf seinem Teller, an dem meine Augen als nächstes hängenblieb, ein Klecks auf meinem rechten Schuh landete.
Zum Glück nicht auf der Uniform....!

"Oh, Entschuldigen Sie, ich habe mich im Flur geirrt."

Jetzt nahm ich den mitternächtlichen Tortenfreund in den Blick. Ein stämmiger Mann etwa um die sechzig, in Zivil - das Gesicht kam mir absolut bekannt vor. Sehr bekannt. Aber wo---

"Gestatten Sie, James T. Kirk." Er hielt mir die Hand hin, und ich war so überrascht, dass ich für einen Moment regelrecht einfror. "Ah, oh ja, natürlich, das ist bei Rihannsu nicht üblich." Er lachte kurz und freundlich und war um die Ecke verschwunden, ehe ich reagieren konnte.

Erlaubte sich da jemand einen Scherz?! Aber wer konnte zu dieser Stunde in das HQ; wir hatten schließlich hochgradige Sicherheitsvorkehrungen, da konnte nicht einfach irgendjemand ohne ID-Check und Überprüfung herein! Die Möglichkeit, dass mir meine Sinne einen Streich spielten, weil ich übermüdet oder von irgendwelchen Cerebralparasiten befallen war, konnte ich getrost ad acta legen. Halluzinationen verursachten keine Sahneflecken auf dem Schuh. Und die Sahne war definitiv noch da, ließ sich selbst mit einem Taschentuchwisch nicht gänzlich entfernen.

Ich nahm einen Umweg über die Ehrengalerie im Foyer, wo die Porträts herausragender Mitglieder der Sternenflotte hingen. Ja, ohne Frage, der Mann mit dem Tortenstück bezeichnete sich nicht nur als Kirk, er sah auch aus wie das Porträt in der Galerie, vielleicht etwas älter. Aber bekanntlich idealisierten die Maler ja immer ein wenig...


*** Nächster Tag / Sareths Apartment ***

Ich hatte Charlie kontaktiert, der natürlich wie befürchtet nach seiner Konferenz festsaß, wegen der neuen Quarantänebestimmungen. Allerdings machte er einen relativ entspannten Eindruck. Die Versorgungslage sei stabil, versicherte er mir, und bei den ganzen Wissenschaftskapazitäten um ihn herum würde auch der Gesprächsstoff so schnell nicht ausgehen!
+ Und stell' dir vor, wen ich noch getroffen habe! Rollo Vega! Er fliegt zwar nicht mehr, hatte aber in der Nähe geschäftlich zu tun, irgendein kleineres Unternehmen aufgekauft.+

"Na, dann wird euch ja sicher nicht langweilig werden!" Ich freute mich für ihn, denn in so einer Lage war Ablenkung immer noch das beste Mittel gegen den 'Hüttenkoller' - abgesehen von Holosuiten natürlich, die es im Hotel sicher auch gab.

+Ja, er hat mir schon ein paar Stories erzählt, die reif für den Abenteuernovellen-Markt wären! Und sich angefangen, durch das Whisky-Sortiment an der Bar zu saufen! Mann, hat der ein Durchstehvermögen!+

"Versuch' ihm bitte nicht nachzueifern." Ich lachte.

+Nein, nein, keine Angst, mein Schatz!+

"Stell dir vor, wen ICH getroffen habe - James T. Kirk." Ich erzählte ihm mein nächtliches Erlebnis im HQ.

+Und was hast DU getrunken?! - Nein, im Ernst, gibt es eine Erklärung dafür?+

"Bisher nicht, ich bin aber auch nicht damit hausieren gegangen. Beim Routinesweep des Sicherheitsdienstes sind keine abnormen Werte in irgendeinem Bereich aufgetaucht. Allerdings geht die Überprüfung auch nicht in jedes Detail, aber um eine höhere Untersuchung anzuordnen, muss ich Gründe nennen. Und ehrlich gesagt, bin ich etwas in Sorge, mich damit zum Gespött zu machen. Ich habe unseren alten Kameraden Rufus LaSalle kontaktiert, ob in seinem Ressort irgendwelche seltsamen Vorkommnisse registriert worden sind. Ansonsten wollte ich mir noch ein paar alte Aufzeichnungen von Admiral Kirk ansehen, was das Stimmmuster anbelangt. Ich habe zwar nur ein paar Worte mit ihm gewechselt, aber vielleicht fällt mir was auf."

+Gute Idee! Ich muss den Kanal freigeben! Hier warten hunderte Leute darauf, nach Hause zu telefonieren, und die Subraumbandbreite ist wegen der Notrufe beschränkt. Wir sprechen uns spätestens übermorgen wieder! Grüße Richard - ich kann nun leider zu seiner Lesung nicht mitkommen!+

Ich schmunzelte. "Was du sicherlich ungemein bedauerst, nicht wahr?"

+Oh, nicht über die Gebühr übertreiben! - Bis demnächst, Sareth!+

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  Umbra et Malleus / Log 41/ Abschlusslog/Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jul-Sat-2021, 01:19 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

ISS Dark Mirror / Brücke


Das Shuttle schien auf dem Taktikscreen förmlich aus dem markierten Bereich des Transfertunnels zu kriechen Vandenberg gab ein böses Kichern von sich.

Va: Da flüchten unsere Gefangenen. Gefangene, welche Crewmitglieder auf dem Gewissen haben.
RR: Es gibt Wichtigeres. Und diese Menschen sind als Märtyrer für Größeres gestorben.
Va: Ich glaube nicht, dass diese Leute ihr Leben als Märtyrer beenden wollten.
RR: Wenn es sein muss, werden wir alle als Märtyrer sterben.
Va: Ah ja und das bestimmen Sie?
RR: Wenn es sein muss, ja.

Vandenberg wandte sich an Hammerton.

Va: Haben Sie gehört, was Ihr sauberer Dienstherr mit Ihnen vor hat?

Frank Hammerton schüttelte den Kopf.

FH: Noch ist diese Situation ja nicht eingetreten.

XO Pizer, welcher wieder an der Waffenkontrolle stand, meldete sich.

Pi: Sir, das Shuttle ist nun außerhalb des Transfertunnels.
RR: Leiten Sie den Transfer ein.
Pi: Aber der Fokus ist noch nicht fix…
RR: LEITEN SIE DEN TRANFER EIN!

Pizer aktivierte den autom. Start des Transfers. Der Countdown lief herunter.
Das Licht auf der Brücke wurde dunkler als die Emitter erhöhte Leistungsanforderungen an die Generatoren stellte. Und plötzlich, wie ein funkelnder Kristall, erschien vor dem Schiff ein glitzerndes Obejekt, welches einem fahl-violetten Kristall ähnelte.

Richard von Rabensteins Blick bohrte sich förmlich in die holografische Darstellung auf dem Display.

RR: Ein Omega-Molekül in einem Containment-Kristall.
Pi: Ein wunderschöner Anblick.
RR: Sie Primitivling können ja in keinster Weise ermessen, was Sie da sehen. Sie sehen hier den Teufel in Person.
Va: Und Sie werden ihn bannen, was?
RR: Das Sie Vandenberg, nicht daran glauben, ist mir vollkommen klar. Sie sind lediglich ein wissenschaftlicher Prinzipienreiter. Sie werden nie einen Einblick in die höheren Zusammenhänge des Universums haben. Zusammenhänge jenseits der niederen Physik.
Va: Wollen Sie hier weiter herum salbadern, oder endlich Ihren Auftrag zu Ende bringen?

Richard schüttelte den Kopf, versuchte eine gewisse Ergriffenheit abzuschütteln. In seinem Geist hörte er eine Stimme: „Der Teufel erscheint in all seiner entsetzlichen Schönheit“.

RR: Quantentorpedos, FEUER…..

Die beiden Doppelsalven schossen aus den Startern heraus. Nur wenige Sekunden später schlugen die Torpedos in den Kristall ein, in dessen Inneres die Energiequelle des Portals, sowie die Links zum Portal sich befanden.
Die Reaktion war geradezu spektakulär….unspektakulär. Der Kristall verschwand abrupt und auf dem Planeten waren ein paar kleinere, unspektakuläre Explosionen fest zustellen, sonst geschah nichts.
Intensive Messungen zeigten keinerlei Präsenz des Portals oder seiner Energiequelle.
Nach einer Weile stand Vandenberg aus seinem Sessel auf, Der vor ihm stehende Marine wollte Vandenberg daran hindern, fing sich jedoch einen bitterbösen Blick von Vandenberg ein.

Va: Wagen Sie es nicht, mir in die Quere zu kommen, oder ich breche Ihnen Ihr Genick. Aus…dem..Weg.
FH: Lassen Sie ihn passieren.

Vandenberg wandte sich an Richard.

Va: Nun Euer Exzellenz. Jetzt wo Ihr ach so wichtiger Auftrag erledigt, was gedenken Sie zu tun?
RR: Was immer notwendig ist.
Va: Gut. Nachdem die Notsituation jetzt wohl beendet ist….
RR: Die Notsituation ist erst dann beendet, wenn ich davon überzeugt bin und….

XO Pizer meldete sich.

Pi: Sir, wir empfangen eine Meldung eines Nachrichtensenders.
Va: Lassen Sie hören.
RR: Unwichtig, wir müssen..
Va: HALTEN SIE ENDLICH IHRE VERDAMMTE KLAPPE, VON RABENSTEIN, ODER ICH REISSE IHNEN IHRE GURGEL AUS DEM HALS. DA WIRD MICH KEIN MARINE AUFHALTEN!

Aus den Lautsprechern ertönte nun die Stimme eines Nachrichtensprechers.

<….die Auseinandersetzungen zwischen den Truppen des Großinquisitors LasSalle und den Verbänden der Militärregierung gehen nun in die 2. Woche. Der Palast des Großinquisitors in Rom wurde von Truppen unter Colonel Hendricks besetzt. Nur das innere Sanctum darf, auf Befehl von Großadmiral DeRaaf nicht betreten werden. Währenddessen versuchen Einheiten DeRaafs die Festung LaSalles auf Albacore IV mittels Orbitalbombardements sturmreif zu schießen. Jedoch ist LaSalles Aufenthaltsort noch immer unbekannt>.

RR: Ich muss LaSalle finden. Navigation. Nehmen Sie Kurs auf…
Va: STOP. Sie Richard von Rabenstein haben hier nichts mehr zu melden. Sie können gerne nach LaSalle suchen. Aber ohne mich. Sie und Hammertons Truppe verlassen dieses Schiff. Oder ich werfe Sie persönlich durch die nächste Luftschleuse.
RR: Hand an mich zu legen fällt unter den Tatbestand der Haeresis manifesta. Und ich bin befugt, jede Strafe zu vollstrecken.
Va: Haben Sie es noch nicht kapiert? Die Inquisition ist Geschichte. Die Welt hat sich verändert.

Richard nährte sich Vandenberg, bis beide Männer sich nur wenige Zentimeter gegenüber standen.

RR: Ach ja? So lange ich hier bin, gibt es die Inquisition und Sie Vandenberg werden tun was ich sage.
Va: Jetzt werde ich Ihnen etwas sagen: Was Sie getan haben, entspricht den Flottenrichtlinien nach einer Meuterei und Anstiftung zur Piraterie. Nach § 271 der Richtlinien bin ich befugt, Sie auf der Stelle zu exekutieren. Nur die zu dieser Zeit bestehende Notsituation hat Sie vor dem Tod bewahrt. Ich rate Ihnen jetzt, meine Anweisungen zu befolgen.

RR: Sie werden keine Anweisungen hier mehr geben denn..

Vandenberg verlor die Geduld. Er packte Richard am Kragen, hob ihn in die Höhe und zischte.

Va: Ich hätte Sie im Gefängnis verrotten lassen sollen. Der Dank für meine Hilfe war, dass Sie mein Schiff übernommen haben. Nun denn. Das ist nichts anderes als Piraterie. In gewissem Sinne. Euer Exzellenz, nach Paragraph 276 der Flottenregularien bin ich berechtigt, Sie von diesem Schiff zu entfernen. Sie und die Einheiten der Marines. WAS ICH HIERMIT TUE.

Vandenberg schleuderte Richard gegen die nächste Schottwand.

Va: Sie erhalten ein Shuttle und das zweite Schiff. Und wagen Sie es ja nicht, mir noch einmal in die Quere zu kommen. Ob Großinquisitor oder nicht, Sie würden es bereuen.
RR: Sie impertinenter….

Hammerton mischte sich ein.

FH: Euer Exzellenz , ich kann Ihnen nur raten, dem Rat des Colonels zu folgen. Leider hat er mit Paragraph 276 ein unschlagbares Argument. Ich bringe Sie auf mein Schiff, dort kann ich Sie schützen und dort können Sie weitere Planungen durchführen.
RR: Nun gut. Ich weiche der Gewalt. Aber ich werde….

Richard wurde durch das Schrillen der Warnsirene unterbrochen.

Va: Was geht da vor?

Pi: Sir, aus dem Inneren des Planeten nähert sich etwas, nun die Sensoren können die Zusammensetzung nicht erfassen und…..

RR+VA: SCHILDE HOCH!

Auf dem Screen fraß ein riesiges Etwas mit den Umrissen eines Totenschädels das Licht auf. Dann erbebte die Dark Mirror unter einem enormen Hieb. Eine fast greifbare Dunkelheit umgab alle. Und dann…wurde es still. Totenstill.

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  Richard - ältere Version
Geschrieben von: Sareth - Jul-Mon-2021, 08:44 PM - Forum: *** Visuelle Kommunikation *** - Antworten (1)

Also, ich wollte es einfach mal testen, und ich bin selber total baff.... Es waren nur ein paar kleine Handgriffe nötig, und die beiden Fotos von Arnold Vosloo aus Hard Target und Peter Cushing aus Star Wars passten zusammen. Unglaublich, wo sie sich doch eigentlich nicht ähnlich sehen... So, also nun haben wir Richard, wie er vielleicht mit 50 aussieht =) Mein geliebter Großinquisitor... ähem.

Sicher kann man noch Feintuning machen, vielleicht später.

So'n schönes Bild, werde es im Normaluniversum benutzten, auch wenn er etwas grimmig guckt.

[Bild: Richard-older.jpg]

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  Umbra et Malleus Log 40 - Abschlusslog Richard + Sokar
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Jul-Sun-2021, 03:10 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (4)

NRPG: Richard ist verzweifelt Zwinker Ich wollte auch für die nächste Staffel etwas mehr Feindschaft zwischen Vandenberg und Richard bringen...

RPG:

*** ISS Dark Mirror / Arrestbereich ***

Sokar starrte auf Vandenberg und seinen Sohn - und Vandenbergs Blick durchbohrte den Vulkanier, der immer noch schussbereit war. "Weg mit dem Disruptor, oder Ihr Sohn wandert in sein vulkanisches Nirwana! Verstehen Sie mich?"

Sokar antwortete nicht. In seinen Augen lag ein eisiger, stählerner Glanz, der Kevak fixierte, wie der Blick einer tödlichen Viper. Die Augen des jungen Mannes verengten sich, als versuche er, die Bedrohung des Fremden damit abzuwehren. "Töten Sie mich doch!" zischte er in Vandenbergs Richtung. "Ich sterbe als Held des Imperiums!"

Der Kommandant stieß ein freudloses kurzes Lachen aus. "Falls Sie es noch nicht gemerkt haben sollten, mein junger Held des Vaterlandes - IHR Imperium existiert hier nicht mehr. Möglicherweise existieren SIE hier schon lange nicht mehr. Mit anderen Worten, kein Aas kümmert sich um Sie und Ihren Tod! Das gilt auch für Sie, Sokar. Schalten Sie Ihr Hirn ein!"

Weder Sokar noch die Mündung seines Disruptors bewegte sich einen Millimeter.
In diesem Moment fauchte ein Energiepuls durch das Areal - und der Vulkanier brach im Rücken getroffen zusammen. Richard von Rabenstein richtete die Waffe, die er aus Hammertons Holster gezogen hatte, jetzt auf Vandenberg. "Wir haben keine Zeit für Ihre Sandkastenspiele! Lassen Sie diesen Kerl los und folgen Sie mir zur Brücke, oder sie folgen diesem Terroristen!"

Vandenberg war - was selten geschah - sprachlos. Er stieß Kevak zurück, der sich nach hinten verdrückte, aber wegen der geschlossenen Schotts nicht weit kam. Dann ließ er seine Waffe auf den Boden gleiten, wobei er noch in der Bewegung versuchte, das Wurfmesser von seinem linken Stiefel zu lösen.

"Arme zur Seite! Halten Sie mich für einen Idioten?"

"Sicherheit!" raunzte Vandenberg in Richtung seiner Leute. "Schaffen Sie Seine Exzellenz in sein Quartier!!!"

"Hand an mich zu legen fällt unter den Tatbestand der Haeresis manifesta. Und ich bin befugt, jede Strafe zu vollstrecken. - Colonol Hammerton, nehmen Sie Robert Vandenberg in Gewahrsam!"

"Das werden Sie bereuen! Das sage ich Ihnen!" flüsterte Vandenberg, als Hammertons Marines sich näherten. "Das zahle ich Ihnen heim, Von Rabenstein, und wenn ich Sie persönlich LaSalle vor die Füße schleifen muss!"


*** Etwas später / Brücke ***

Ein ungewohntes Bild bot sich auf der Brücke des Kampfkreuzers, der sich vor Kurzem in Richtung des Velconnia-Belts in Bewegung gesetzt hatte. Im Kommandantensessel saß Richard von Rabenstein, links neben ihm stand Hammerton als kampfbereiter Wächter, rechts neben ihm einer der Marines aus der Malleus-Kampfgruppe. Robert Vandenberg saß auf dem Platz des Ersten Offiziers, mit einem auf ihn gerichteten Disruptorgewehr im Blick. Einige weitere Malleus-Mitglieder hatten sich strategisch auf der Brücke verteilt.

Soeben fuhr die Panzerung hoch, denn da der Kreuzer wesentlich größer als das Shuttle war, dessen Kurs man replizierte, musste mit Zusammenstößen mit kleineren Asteroiden gerechnet werden. Die Sensorikstation bereitete unterdessen alles für das Aufspüren des Omegamoleküls vor. In der Wissenschaftsabteilung wurde mit Hochdruck an der Einrichtung einer Resonanzkammer gearbeitet.


*** Im Arresttrakt ***

Robert Maximilian von Rabenstein, Ex-Captain der Imperialen Flotte und Ex-Mitglied der Rebellion, blickte auf den leeren Rahmen vor seiner Zelle, der bis vor wenigen Minuten noch das Kraftfeld gehalten hatte. Draußen war es jetzt ruhig. Nur das stete Tropfen irgendeiner Kühlflüssigkeit aus einem wohl angeschossenen Tank war zu hören. Sehen konnte er von seiner Position aus die Körper zweier toter Wachposten, einer Opfer des Karyaners, der andere von einem Disruptor halb verkohlt. Kein erbaulicher Anblick. Von Rabenstein entschied mit dem jüngst erworbenen Opportunismus, dass ganz egal in welchem Universum sie sich befinden mochten, HIER kein guter Ort war, um der Zukunft entgegen zu sehen.

Er trat vorsichtig vor die Zelle, sah sich noch einmal um. Leider hatten die Waffen der Wachen bereits den Besitzer gewechselt! Dann riss er die Klappe zum Wartungsschacht auf, der angeblich Richtung Shuttlebay führte. Nun, das würde sich zeigen... Es war dunkel hier unten, allein die in Boden und Decke eingelassenen Leuchtstreifen zeigten den Weg an. Er war erst einige Meter weit gekrochen, als ihm plötzlich etwas entgegenschnellte und mit wuchtigem Schlag gegen die Wand donnerte. Sein Kopf kollidierte mit einer metallenen Strebe. Für einen Moment explodierte ein Feuerwerk vor seinen Augen, hinter dem nur schemenhaft das Gesicht des Karyaners sichtbar wurde.

"Wo willst du hin, Terranerbastard?" zischte der Reptiloid. Seine spitzen Fangzähne hingen gefährlich nah über Robert Maximilians Hals.

"Zum Shuttle, was sonst!" Keine Reaktion. Der Arm des Karyaners hielt ihn immobilisiert. Mort Caldred mochte in einer schlechten Verfassung sein - aber sie war noch gut genug, um einem verhassten Terraner das Genick zu brechen. Robert Maximilian gab sich keinen Illusionen darüber hin. "Und... ist das nicht... wo du auch hinwillst?" Ächzte er. "Runter von diesem Schiff und möglichst weit weg? ... Also sollten wir... uns zusammen raufen... bevor jemandem einfällt, hier doch noch... alles auszuräuchern!"

"Ich gehe nicht ohne meinen Waffenbruder!"

"Wenn du den Vulkanier meinst - der ist tot. Der Großinquisitor hat ihn erschossen." Die Worte 'mein Sohn' wollten ihm einfach nicht über die Lippen kommen. Für ihn war Richard vor 23 Jahren gestorben. Die Person, die ihm vor einigen Stunden gegenüber gestanden hatte, mochte aussehen wie sein Sohn, aber war nichts als die Kreatur Valentinian Constantius'! Zur Hölle mit ihm.

Mort Caldred verhielt einen Moment. Nur das Zischen seines Atems war zu hören. Dann sagte er: "Das ist nicht wahr. Sokar lebt. Sonst würde ich es spüren." Damit stieß er Robert Maximilian zurück und kroch den Schacht bis zur aufwärts führenden Leiter.
"Ich warte im Shuttle." Oder auch nicht. Der alte Rabenstein war nicht gewillt, sich für irgendwelche Terroradepten zu opfern. Ihn interessierte ausschließlich das eigene Leben. Während der Karyaner durch die Luke nach oben verschwand, arbeitete er sich den Schacht weiter voran.

...

Mort fand seinen Waffengefährten zusammen gekrümmt neben der Konsole, die ihm zuletzt als Deckung gedient hatte. Sein Puls war schwach, aber er war ohne Zweifel am Leben! Der Karyaner griff ihn an den Schultern und zischte eine Beschwörungsformel seines Volkes. "... Sokar! Sokar, kannst du mich hören?!"

Der Körper des Vulkaniers spannte sich, und mit einem tiefen Atemzug fand er aus der Heiltrance zurück. Mort entblöste triumphierend seine spitzen Zähne. "Ich wusste, du bist nicht tot!"

"Es ist... gut... dass die Inquisition... ihre Leute offenbar nicht in ... der Physiologie von Nichtterranern.... schult." Sokar versuchte sich aufzusetzen und rang nach Atem. "Er hat ... dorthin gezielt, wo bei ... einem Menschen ... das Herz ist."

"Kannst du aufstehen und es bis zum Shuttle schaffen?"

"Ja... aber ... brauche etwas Hilfe..."

Mort griff seinen Waffenkameraden und stützte ihn hoch, als hinter ihnen eine Stimme sagte: "Ihr geht nirgendwo hin, Terroristenpack! Es sei denn zurück in eine Zelle!" Die Stimme war jung, angespannt. Mort schielte in die Richtung und erkannte Kevak. Der junge Vulkanier hatte eine in der Dunkelheit schwer zu identifizierende Waffe in der Hand, an der die Energieanzeige einsatzbereit glomm. "Habt ihr nicht gehört?" schnappte er. "Flossen hoch! Ihr seit meine Gefangenen!" Er kam langsam näher. Das war sein Fehler.
Zwar ließ Mort seinen Disruptor fallen und hob die linke Hand - mit der rechten hielt er Sokar - aber er hatte volle Bewegungsfreiheit mit seinem Schwanz. Und der fegte Kevak jetzt elegant von den Füßen und hatte im nächsten Moment den Giftstachel an der Spitze angesetzt. Der versuchte sich noch zu befreien, erlahmte aber noch in der Bewegung.

"Ist er tot?!"

"Nein. Nur betäubt. Ich habe ja schon Gift verbraucht beim Angriff auf den Wachposten. Es dauert 12 Stunden, ehe ich wieder genügend angesammelt habe." Mort half Sokar wieder auf und steuerte auf den Wartungsschacht zu.

"Wir können ihn nicht zurück lassen!"
...


*** Auf der Brücke ***

Die Dark Mirror hatte den Asteroidengürtel hinter sich gelassen. Dank der Panzerung waren nur geringfügige Schäden zu verzeichnen - Robert Vandenbergs Ego natürlich nicht mit eingerechnet. Auf dem Sichtschirm wurde nun der so unschuldig wirkende Planet angezeigt.

"Sind irgendwelche Aktivitäten des Portals messbar?" fragte Richard aus dem Kommandantensessel.

"Negativ," kam die Antwort von der Sensorikkonsole. "Subraumstruktur normal, Gravimetrie normal, Quantendynamik stabil, keine Tachyonemissionen, kein Chronitonflux."

"Nun, vielleicht müssen Euer Eminenz den Adoniskörper wieder nach unten bewegen?" bemerkte Vandenberg bissig. "Wie ich hörte, stehen Sie ja so gerne nackt im Regen."

Richard ignorierte ihn. Das Ergebnis war zu erwarten, schließlich war das Portal ja auch bei ihrem ersten Besuch nicht messbar gewesen! Und er hatte Vorkehrungen getroffen. "Transporterraum! Stellen Sie einen Transfertunnel codiert mit meiner Biosignatur her. - Wissenschaft? Wissenschaft! Spielen Sie keine Spielchen, Mann!"

"Antworten Sie," orderte nun Vandenberg seinerseits, leicht ermuntert von einem Stoß mit dem Disruptor des neben ihm stehenden Marine.

"Drei Baken sind modifiziert, ein energetisches Netzwerk zu schalten, das als Resonanzkammer wirken und das Omegamolekül zunächst in Stasis halten kann... wenn da denn überhaupt eines ist...."

"Ihre Meinung war nicht gefragt!" gab Richard zurück. Natürlich war es da. Und er würde alles in seiner Macht befindliche tun, das Portal samt seiner Energiequelle unschädlich zu machen. Und wenn sie ALLE dabei den Märtyrertod starben! "Taktik, was ist mit den Quantentorpedos?"

"Einsatzbereit, Sir!" schnarrte die dort Dienst tuende junge Frau. Vandenberg machte sich eine mentale Notiz, sie auf ihre Loyalität zu prüfen, falls alles vorbei war und er wieder die Kontrolle hatte - woran er keinen Moment zweifelte.

Aus dem Transporterraum kam die Meldung, das der Transfertunnel stand. Nur eine Sekunde später erfassten die Sensoren gravimetrische Störungen und mehr. "Die Messwerte sind jenseits der Skalen!" Das Portal war offen.

"Scannen Sie nach dem Omegamolekül!" Richard war aufgestanden und bohrte den Blick in das noch immer unscheinbare Bild der Planetenoberfläche auf dem Schirm. Dort war sie, die andere Welt, der Antichrist, die Vernichtung! Unsichtbar.... und umso bedrohlicher!

"Da ist es! Marker schlagen an für das Omegamolekül!"

"Sir!" schrie in diesem Moment die Taktik. "Ich habe ein Shuttle in der Peilung!"

"Ein SHUTTLE?!" rief Vandenberg gewohnheitsgemäß.

"Eins von unseren, Sir!" antwortete die Taktik ebenso gewohnheitsgemäß. "Wenn sie den Kurs beibehalten, kreuzen sie den Transferstrahl und die Detonationsbahn der Quantentorpedos!"

"Besatzung?"

"Ein menschliches Lebenszeichen, zwei Vulkanier, ein Karyaner. Abschussbefehl?!"

"NEGATIV! Die Interferenz mit dem Transfertunnel ist nicht abzuschätzen!"

--
(So, das reicht jetzt aber. Zwinker Bitte lasst das Shuttle mit seinen Insassen entkommen)

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  Umbra et Malleus Log 39 / Joint Log / Hammerton / Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jul-Sun-2021, 03:24 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

ISS Dark Mirror / Arrestbereich

Mort Caldred stand, wie ein Nebelhorn brüllend, hinter einem massiven Geräteschrank und tauschte Schüsse mit mehreren Wachen aus, während er versuchte, Sokar an der Wachkonsole Feuerschutz zu geben. Was wollte dieser Trottel von Vulkanier noch mit seinem Sohn anfangen? Dieser hatte seine Verachtung gegenüber seinem Vater ja wohl schon ausgedrückt. Aber bitte. Kampfgefährte war Kampfgefährte und für einen Karyaner gab es nichts Wichtigeres als den Gefährten im Kampf. Trotzdem sollte Sokar sich jetzt beeilen, denn in dem nur halb geöffneten Schott erschienen jetzt die Silhouetten von gepanzerten Personen: 2 Marines tauchten auf, in den Händen schwere Schnellfeuerwaffen, welche das terranische Militär normalerweise gegen Kampfandroiden einsetzte. Oder für Exekutionen. Und Marines waren eine andere Sache, als die normalen Wachen. Mort brüllte zu Sokar hinüber.

MC: Marines. Beeil Dich oder die ziehen uns das Fell über die Ohren.

Sokar versuchte mit seiner Stimme den Kampflärm zu übertönen.

So: Ich brauche noch etwas Zeit.
MC: Ich versuche uns noch etwas Zeit zu erkaufen und…..SCHEISSE

Mort hatte gerade noch Zeit, sich zur Seite zu werfen und unter einen Tisch zu rollen. Ein brüllender, blauer Lichtstrahl hatte sich durch den Schrank gebohrt und war in die Wand hinter Mort eingeschlagen. Das Metall schmolz und lief an der Wand herunter.

MC: AGSM-11. Die Dinger haben nur eine Einstellung: Töten!
So: Das ist irrelevant.
MC: Das ist nicht irrelevant, das ist Wahnsinn!.

Wie auf Kommando setzte ein wahres Trommelfeuer von Schüssen ein, welches den Schrank, hinter dem Mort nur Sekunden vorher gestanden hatte, in Sekunden zu rauchender Schlacke reduzierte.

MC: Wenn wir nicht sofort von hier verschwinden, werden wir in Asche verwandelt.
So: Wenn es so sein soll.

Mort fluchte ungehemmt, gab ein paar sporadische Schüsse in Richtung des Schotts ab und zog sich wieder unter den Stahltisch zurück. Er blickte sich um. In etwa 10m Entfernung befand sich eine Bodenklappe zu einem Schacht, welcher wohl direkt raus ins All führte. Soviel zumindest hatte er von Sokar aufgeschnappt. Mort vermutete, dass durch diesen Schacht spezielle Gefangene in den Arrestbereich gebracht wurden. Wenn man die Klappe öffnete…

MC: Der Schacht!
So: Noch nicht!
MC: Aber….
So: NOCH NICHT!

Mort fluchte ausgelassen und drehte sich in Richtung des Schachtes um. In diesem Augenblick stoppte das Feuer und eine unheimliche Stille verbreitete sich. Diese Stille wurde nach 2 Sekunden von dem Geräusch stählerner Sohlen unterbrochen, Sokar schien nicht zu reagieren und so drehte sich Mort um. Und was er sah, war selbst für den Karyaner ungewöhnlich:
Ein Terraner, in der Uniform eines Colonels der Imperial Marines, betrat den Raum. In seinen Händen hielt er jeweils ein schweren Kampfstab an welchem sich an einem Ende eine rasiermesserscharfe Klinge befand. Der Mann schritt bis in die Mitte des Raums und rief dann, mit donnernde Stimme, Mort etwas zu. Mort erkannte den Terraner jetzt: Hammerton.

FH: Ich wiederhole noch einmal. Karyaner. Gemäß den Gesetzen des Kavendith fordere ich Dich zum Kampf heraus.

Sokar drehte sich ruckartig herum.

So: Mort, nein, das ist…

Sokar musste sich hinter der Wachkonsole ducken, denn er wurde durch Schüsse förmlich hinter der Konsole festgenagelt.
Mort wandte sich an Hammerton.

MC: Was weißt Du schon vom Kavendith?
FH: Ich kenne Euch Karyaner. Sokrum Awwaas Koloöl!
So: MORT!
MC: Ich muss diese Herausforderung annehmen. Der Kavendith ist heilig!
FH: Gut. Hier!


Hammerton warf Mort einen der beiden Kampfstäbe zu und ging dann in Kampfstellung. Mort fing den Stab geschickt auf und grunzte dann Hammerton an.

MC: Ich werde Dich zerquetschen, du weiche Made.
FH: Das werden wir sehen! HAKRARA!

In diesem Augenblick erschienen Vandenberg und von Rabenstein im Raum.

Va: Hammerton, was glauben Sie, was Sie da tun? Und warum haben Ihre Marines meine Wachen entwaffnet?
FH: Ihre Wachen waren eher eine Gefahr für sich, als für die Gefangenen. Und ich tue das einzig Richtige. Von Krieger zu Krieger.
Va: Ohne meine Erlaubnis?
FH: Wenn ich auf Ihre Erlaubnis gewartet hätte, wären die Gefangenen jetzt in einem Shuttle. Und nun entschuldigen Sie mich. Ich habe etwas zu erledigen!

MC: HAKARA! VANDUL!

Mort sprang aus dem Stand fast 3 Meter hoch in die Luft und wirbelte in einem Salto auf Hammerton zu. Doch dieser trat mit einer Leichtfüßigkeit zur Seite, welche man ihm nicht zugetraut hätte. Doch Mort reagierte genauso schnell: Mit der klingenlosen Seite des Kampfstabes fegte er Hammerton von den Füßen, wechselte die Seite des Kampfstabes und ließ die Klinge des Kampfstabes niedersausen. Doch dort wo sich Hammertons Hals befinden sollte, war der Boden leer. Funkensprühend schlug die Klinge auf den Stahlboden, Mort sprang zurück, doch wurde von einem mörderischen Stoß in den Rücken zu Boden geworfen. Mit einem schwirrenden Geräusch zischte Hammertons Stab durch die Luft und landete krachend auf Morts Stab, welcher den Schlag gerade noch parieren konnte. Die beiden Kontrahenten sprangen auseinander und schlugen wieder und wieder aufeinander ein. Der Kampf wurde immer intensiver und schneller. Und hinzu kam das Dauerfeuer auf Sokar, welches den Vulkanier hinderte, einzugreifen.

Vandenberg schüttele den Kopf.

Va: Wie lange kann Hammerton da mithalten?

Von Rabenstein zuckte mit den Schultern.

Ra: Der Karyaner ist ihm körperlich überlegen. Aber ich glaube nicht, das Hammerton glaubt, den Karyaner mit bloßer Körperkraft niederringen zu können.
Va: Woher wollen Sie das wissen?
Ra: Im Gegensatz zu der Vorgehensweise Ihrer Leute, handelt Hammerton logisch und zielgerichtet.
Va: Und das können Sie beurteilen?
Ra: Sie haben mich gefragt.
Va: Wie auch immer. Ich werde mir diesen Blödsinn nicht länger ansehen.

Vandenberg enteile.

In diesem Augenblick veränderte sich das Kampfgeschehen. Mort hatte Hammerton mit einem Schlag seines Schwanzes auf der Brust getroffen und den Terraner fast 5 Meter durch den Raum geschleudert. Krachend landete Hammerton auf dem Boden vor einem Kasten mit Feuerlöschmaterial und schien nicht mehr aufstehen zu können. Mit einem Satz war Mort über Hammerton und erhob, einen triumphierenden Kampfschrei ausstoßend, seinen Kampfstab zum tödlichen Schlag. Doch statt in die Augen eines totgeweihten Besiegten zu blicken, blickte Mort direkt auf die Spitze einer Kapselharpune, welche normalerweise dazu verwendet wurde, im Falles eines Brandes, Löschmittel in Lüftungsschächte zu schießen. Und Hammerton drückte ab!
Mit einem donnernden Knall schoss die Harpune aus dem Lauf des Halters und schlug krachend ins Morts Brust ein.. Zwar durchdrang sie nicht die tieferen Hautschichten, doch der Aufprall schleuderte Mort 10 Meter weit durch den Raum. Der Karyaner landete hart auf dem Stahlboden, nach Luft ringend.
Hammerton hatte nun beide Kampfstäbe in seinem Besitz und ging langsam auf den Karyaner zu. Und der Blick des Terraners verriet seine Absicht eindeutig. Mort versuchte aufzustehen, doch er bekam kaum Luft. Jeder Atemzug schmerzte höllisch. Und dazu schlenderte Hammerton scheinbar gelangweilt auf Mort zu, Warum tötete ihn der Terraner nicht? Wollte er sich am Anblick des Karyaners weiden. Nein! Dies wurde dem Karyaner plötzlich klar. Denn jetzt fiel Morts Blick auf die Bodenklappe nur 2 Meter von ihm entfernt. Einer der Schüsse hatte wohl die Kontrolle der Klappe getroffen und die Verriegelung geöffnet. Hammerton rief Mort etwas zu.

FH: Kulembarach!

Dies war eindeutig. Hammerton hielt sich an die Regeln des Karendith, jener alten Zweikampfregel der Karyaner. Die Kampf war noch nicht zu Ende, die Entscheidung nur vertagt. Das massive Trommelfeuer aus den AGSM-11 setzte wieder ein und Mort ließ sich in den Schacht fallen. Dann verlor er das Bewusstsein.

Hammerton war wieder zum Schott hinaus gehechtet und klopfte sich den Staub von den Kleidern. Von Rabenstein blickte ihn an.

Ra: Sie haben den Karyaner laufen lassen?
FH: Ich habe mich, nur ganz rudimentär, mit der Geselschat der Karyaner befasst. Ist schon Jahre her. Wir hatten damals ein paar Karyaner als Gegner auf Harik IV. Ihr Nahkampfstil hat mit interessiert. Also habe ich ihn kopiert und eingeübt. Zumindest den Anfängerteil.
Ra: Nach Anfänger sah das aber nicht aus!
FH: Wenn Sie wüssten, Euer Exzellenz. Natürlich habe ich mich auch mit den Regeln des Zweikampfes beschäftigt. Gehört dazu. Der Einsatz der Harpune war nicht ganz regelkonform. Daher steht es Unentschieden. Für mich und vor allem für den Karyaner.
Ra: Ich verstehe. Glauben Sie denn, dass der Karyaner sich daran hält?
FH: Sein Ehrenkodex lässt ihm keine andere Wahl. Und seit wann lässt ein Karyaner auf sich sitzen, dass er von einer weichen Made 10 Meter durch die Luft geschleudert wurde?
Ra: Er hat jetzt die Möglichkeit, zu einem Shuttle zu flüchten.
FH: Er wird dieses Schiff nicht ohne den Vulkanier verlassen. Auch das wird ihm sein Ehrenkodex diktieren. Und wer sich an einen starren Ehrenkodex hält und noch seinen Kampfgefährten retten muss, macht Fehler.

Von Rabenstein lächelte dünn.

Ra: Sie sind ein gefährlicher Mann, Hammerton.

Hammerton grinste böse.

FH: Vor allem für mich, Euer Exzellenz, vor allem für mich. Wo ist denn Colonel Vandenberg?
Ra: Ich weiß es nicht. Er sagte und ich zitiere „Ich werde mir diesen Blödsinn nicht länger ansehen.“ Und dann ist er mit unbekanntem Ziel entschwunden.
FH: Das passt zu ihm. Kümmern wir uns um den Vulkanier.

Sokar hatte inzwischen Morts Disruptor, welchen dieser vor dem Zweikampf verloren hatte, in Besitz genommen und nahm das Schott, in welchem sich die Marines verschanzt hatten unter Dauerfeuer. Laut der Energieanzeige des Disruptors hatte er noch für etwa 2 min. Energie. Und dann waren noch 2 Magazine und eine Projektilwaffe übrig. Er würde noch für einige Minuten durchhalten können. Doch wo zur Hölle hatte Vandenberg seinen Sohn versteckt? Hammertons Stimme dröhnte durch den Raum.

FH: Sokar, geben Sie auf. Sie haben keine Chance und das wissen Sie.

Sokar überlegte fieberhaft, was er tun konnte. Wenn er Zugang zum Abluftventil der Feuerlöscheinrichtung bekommen würde, könnte er den Bereich dem Vakuum des Alls aussetzen und dann durch den Schacht verschwinden. Das würde seine Widersache hinter das Schott zwingen, wenn sie nicht ersticken wollten.

FH: Wenn Sie jetzt aufgeben, kann ich Ihnen etwas garantieren.
So: Lassen Sie mich raten. Etwa freien Abzug?
FH: Nein, einen schmerzlosen Tod.
So: Danke, derzeit kein Bedarf.

Sokar nahm wieder das Schott unter Beschuss. In diesem Augenblick öffnete sich die Panzertür zu den Unterkünften des Sicherheitspersonals und 2 Personen erschienen im Raum. Vandenberg und eine zweite Person im Schatten hinter ihm. Vandenberg schien unbewaffnet, durch einen tragbaren Stahlschild jedoch halbwegs geschützt. Vandenbergs befehlsgewohnte Stimme hallte wie der Donner einer Kanone durch den Raum.

Va: Sokar, lassen Sie den Blödsinn. Es gibt Redebedarf.
So: Nicht mit Dir, Terraner.

Vandenberg wies auf den schattenhaften Umriss hinter sich.

Va: Auch gut. Wenn Sie nicht mit mir reden wollen, dann evtl, mit ihm.

Vandenberg trat zur Seite und neben ihm erschien eine Sokar nur allzu bekannte Person: Sein Sohn.

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