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Umbra et Malleus / Log 37 / Vandenberg - Robert Vandenberg - Jun-Sun-2021 ISS Dark Mirror / Wissenschaftsabteilung Der Raum war durchsetzt von Hologrammen wie ein feuchter Boden von den Spuren von Schnecken. Doktor Brenner, der zuständige Spezialist hatte das Auftauchen von Vandenberg, von Rabenstein und XO Pizer nur mit einem Brummen reagiert. Ohne auf eine Einleitung von Vandenberg zu warten, wandte sich Richard direkt an Brenner. RR: Sie haben jetzt 13 Stunden damit verbracht, Valentinians Ring zu untersuchen, Doktor. Was haben Sie gefunden, oder haben Sie nur meine Zeit verschwendet? Doktor Brenner lächelte dünn. Br: Ich habe meine Zeit mit wirklich aufschlussreichen Forschungen zu gebracht. Und ich glaube, es war keine Zeitverschwendung, zumindest nicht für mich. RR: Dann haben Sie wohl auch die Güte, mir davon zu berichten. Br: Wenn ich damit nicht Ihre Zeit verschwende? RR: Das entscheide ich, nicht Sie. Vandenberg schnaubte. Va: Kommen wir zur Sache! Br: Nun gut. Dann wollen wir einmal. Mit genießerischer Langsamkeit aktivierte Brenner ein Holo des Querschnitts von Valentinians Ring. Die einzelnen Komponenten des Rings fächerten sich auf, wie eine exotische Blume. Br: Der Ring selbst, ist für sich genommen nichts Besonderes. Der Ring besteht aus Gold, ein wenig Mangan und anderen Unwichtigkeiten. Der Ring ist nichts als Tineff. Den könnte man auch aus einem Kaugummiautomaten in Hollywood bekommen. Va: Aus einem WA? Br: Wissenschaftlerscherze! Aber machen wir weiter. Der Ring selbst ist also wenig interessant. Viel interessanter ist das, was sich unter der lächerlichen Goldauflage befindet. Das Holo zoomte auf Molekularebene. Br: Unter der Goldauflage befindet sich eine dünne Cadmium-Schicht. Und darunter eine Schicht Andesit. Und diese Schicht Andesit ist so geformt, dass sie sich als Datenspeicher eignet. Genauer gesagt als chemisch codierter Speicher. RR: Chemisch codiert? Br: Ja, der Zugang ist nur möglich, wenn eine chemische Reaktion einen Isolator über der Andesit-Schicht aufgelöst hat. Und in diesem Falle wird die Reaktion durch eine bestimmte DANN-Struktur ausgelöst, welche als Katalysator dient. Va: Und um welche Struktur handelt es sich? Br: Nun, zum Aufspielen der Informationen wurde diese DNA bereits benötigt. Wir haben also Spuren davon gefunden. Und konnten diese DANN dann isolieren. Es handelt sich um aldiranische DNA. RR: Das ist sicherlich ein schöner Wissensgewinn, aber für uns völlig nutzlos, da die Aldiraner während des Aldiran-Kreuzzuges völlig ausgelöscht wurden. Va: Ja, durch die Inquisition. RR: Es gab gewisse Notwendigkeiten. Va: Die gibt es immer. Br: Nun, Valentinian hat die Information aber erst vor ca. 10 Jahren aufgespielt. Also nach dem Kreuzzug. RR: Woher wissen Sie das? Br: Dazu kommen wir noch. Valentinian hat sicherlich über Proben aldiranischer DNA verfügt. Wir nicht. Aber es gibt eine DANN, welche identisch genug ist, um die gleiche Reaktion auszulösen. Karyansiche DANN. Und wir haben einen Karyaner ja an Bord. XO Pizer schnaubte. Pi: Ich werde nicht versuchen, diesem Berserker eine Blutprobe zu entnehmen. Br: Das benötigen wir auch nicht. Ich konnte genug Material aus den Handschellen des Karyaners sammeln. Va: Dann könnte man also mit dieser DNA Zugang zu den Informationen erhalten? Br: Man könnte nicht nur, man kann. Und ich war so frei, dies zu tun. Ich habe die Daten auf den Schiffscomputer überspielt. RR: Ein Wissenschaftler, welcher mit denkt. Selten genug bei dieser Zunft. Br: Captain Vandenberg, muss ich mir so etwas von einem Laien anhören? Va: Machen Sie sich nichts daraus. Seine Exzellenz drückt damit seine grenzenlose Anerkennung und Dankbarkeit aus. RR: Haben Sie die Daten eingesehen? Br: Nein, sie sind DNA- codiert Va: Aber sie sind lesbar? Br: Durchaus. RR: Aufrufen! Brenner blickte auf Vandenberg, doch dieser nickte nur langsam. Brenner aktivierte ein weiteres Holo, auf welchem nun in flammendem Rot die Worte DNA-CHECK zu lesen war. Brenner übergab Richard grinsend eine dünne Injektionsnadel. Br: Gute Verrichtung! Richard riss Brenner die Nadel förmlich aus der Hand und stach sich wortlos in den Zeigefinger. Dann begab er sich zu dem nun aufgetauchtem Scannerstrahl und hielt seinen Finger in das rötlich Licht.Augenblicklich erschien eine blaue Warnmeldung auf dem Holo: CAUTIO! Vamdenberg wandte sich an Brenner und die gesamte Crew der Wissenschaftsstation. Va: Alle verlassen jetzt bitte umgehend den Raum. Br: Mit dem größten Vergnügen. Kaum hatten die Offiziere den Raum verlassen, wandte sich Richard an Vandenberg. RR: Worauf warten Sie? Verlassen Sie den Raum! Va: Wohl kaum. Dies ist mein Schiff und mein Computer! RR: Aber die Infos sind für Mitglieder der Inquisition! Va: Nun gut, wenn Sie es so wollen, dann gehe ich und schalte vorher den Computer ab. Richard seufzte. RR: Ich glaube, das würden Sie wirklich tun. Nun gut, was solls. Va: Computer, Raum verschließen und abschirmen. Der Raum wurde gesichert. Dann atmete Richard tief durch und aktivierte das Programm. Es erschien das Symbol der Inquisiition dann das Wort ALPHA! Und dann liefen eine Fülle von Daten durch. Vandenberg brummte ungläubig. Va: Wenn man den Daten glauben schenkt, dann ist dieses Portal eine Art Tunnel, welche durch ein Netz von Quantenverschränkungen stabilisiert wird. Das Problem ist scheinbar, dass ein Durchtritt durch einen Transportvorgang durchgeführt wird, Der Sperrstrahl muss jedoch in einem sehr engen Frequenzbereich moduliert werden. Und das geht nur aus dem Inneren des Sperrstrahls. Und dazu muss eine Art Rückkopplung zum Emitter erfolgen. Durch den Tunnel hindurch, Sonst geht die Kohäsion verloren und das Objekt im Sperrstrahl löst sich auf. RR: Daher auch die Notwendigkeit eines Transphasenstabilisators. Va: Mhmmm….die Quantenverschränkungen sind extrem stabil, Wenn ich mir die Daten so anschaue, dann würde selbst ein Hagel von Quantentorpedos nichts ausrichten. RR: Schlecht. Temporalsprengköpfe? Va: Hätten wohl keine Wirkung. Aber… Vandenbergs Blicke rasten über die Holodaten. RR: Aber? Va: Mhmmm es wäre möglich , aber es ist äußerst komplex und sehr gefährlich. Aber Valentinian schlägt genau dies vor. RR: Ich verstehe nicht, was Sie meinen? Va: Für Valentinian gibt es nur eine Energiequelle, welche das Portal zerstören kann. Und genau dies steht am Ende des Datensatzes. Wenn man Valentinian nur als Kleriker sieht, findet man die Info nicht, Aber wenn man weiter denkt…. RR: Bitte etwas genauer! Va: Der Datensatz beginnt mit den Worten Alpha. Und mit welchen Worten endet der Datensatz? RR: „So gibt es nur eine ultimate Antwort. OMEGA.“ Va: Und zu was bringt uns das? Nun? Richard wurde noch bleicher als sonst. RR: Sanctissima Trinitas! Omega…..das Omega-Molekül! |