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Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
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Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 12:59 PM
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| ISDA Log 48 Haddus / Adolf |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Sep-Thu-2018, 04:57 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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========== Ein paar Stunden nach den letzten Ereignissen ==========
Haddus hatte derzeit tatsächlich de facto das Kommando über die Picard, denn die beiden Möchtegern-Kommandeure hatten nun mal leider keinerlei Erfahrungen im Führen eines Schiffes, wie es die ISS Picard war, allerdings war auch Haddus in einer Position, die er nie zuvor inne gehabt hatte.
Aber er durfte natürlich diese Tatsache natürlich nicht augenscheinlich werden lassen.
Cool bleiben, war angesagt, auch wenn es manchmal etwas schwer fiel.
Vandenberg, der der Meinung war, er sei nun der CO hatte zwar sehr fundierte Kenntnisse von allen Regeln der Sicherheit und natürlich auch deren Anwendungen. Gesetze und Vorschriften waren wie die roten Blutkörperchen einfach in ihm drin.
Er kannte sich auch hervorragend in allen Methoden der Verhörstechniken oder des Folterns aus.
Und auch als Sodat war er sicherlich ein tüchtiger Mann, aber er hatte eben keinerlei blassen Dunst von der Führung eines Schiffes, von dessen Navigation oder gar der Technik. Und er hatte auch, das hatte Haddus inzwischen in Erfahrung gebracht, nie einen Spezialkurs für eine solche Aufgabe gemacht.
Und auch seinen ebenfalls selbst ernannter XO, diese Krähe von Rabenstein, war für so einen Job völlig ungeeignet. Der kannte sich prima in den Vorschriften seiner Religion oder der Bibel aus. Und da er innerhalb der Inquisition auch noch geheimdienstliche Aufgaben erfüllte, war er auch auf diesem Gebiet in allen seinen Facetten ein absoluter Experte. Aber auch er wußte nicht, was geschah, wenn irgendwelche Nachrichten aus dem Schiff einliefen, die etwas mit Technik zu tun hatten. Und er wußte ganz sicher nicht, wo sie gerade waren, wenn es ihm der Computer nicht auf seinem Niveau erklärte.
Diplomatisch war er sicherlich mit allen Wassern gewaschen, aber zum Beispiel war er bei der Besatzung keineswegs beliebt, höchstens gefürchtet.
Und die CoS, die ja urplötzlich, trotz der nachgewiesenen Morde, in der Gunst der Kommandeute wieder aufgestiegen war, hatte das gleiche Manko.
Sie hatte zwar mal einen Crashkurs gemacht, damit sie im Notfall mal auf der Brücke eine Vertretungsschicht leisten konnte, was aber keinesfalls für wirklich Krisensituationen ausreichte.
Das war bei Haddus anders. Nicht nur sein Alter Ego Adolf Kaiser war entsprechend ausgebildet, sondern auch Haddus selber, denn es war selbstverständlich, daß sich ein guter Navigator mit der Führung eines Schiffes auskannte.
Allerdings hatte er den Nachteil, nicht auf vielen der neuen Techniken an Bord geschult worden zu sein, dafür war er einfach zu lange weg von der Flotte. Er wußte natürlich, wie Alles grundsätzlich funktionierte, aber er hatte bisher noch keine Gelegenheit gehabt, sich wirklich mit allen Kleinigkeiten vertraut zu machen, obwohl er in jeder zur Verfügung stehenden Pause daran arbeitete.
Die mehr als bemerkenswerte Begnadigung und nahezu Beförderung der CoS, die offensichtlich mit stiller Duldung der Krähe Rabenstein stattgefunden hatte, gab reichlich Stoff zu Nachdenken, ob man daraus für ihre Sache Profit ziehen konnte?
Vandenberg und Rabenstein wußten, daß Quinn eine Mörderin war, ließen aber Fünfe gerade sein. Warum? Was versprachen die sich von einem solchen Handeln?
Aber er würde schon noch dahinter kommen.
Was ihm deutlich mehr Sorgen machte, war das Verhalten von Rabensteins. Je mehr er darüber nachdachte und jede Minute analysierte, die er mit dem Knaben zusammen gewesen war und gesprochen hatte, wurde ihm immer deutlicher, daß der Bastard in irgendeiner Form Gedanken lesen konnte. Zumindest war er in der Lage, Emotionen seines Gegenübers zu erraten, festzustellen, ob dieser log oder die Wahrheit sagte.
Ein auf zwei Beinen wandelnder Lügendetektor!
Das wiederum bedeutete, daß er sich extrem am Riemen reißen mußte, wenn dieser Mensch in seiner Nähe war.
Weiterhin wurde er sich darüber klar, daß der Kerl in hatte testen wollen, als er den lateinischen Satz hatte fallen lassen, den er nicht verstand. Er hatte recherchiert, daß auf diesem imperialen College Latein grundsätzlich gelehrt wurde, und zwar in allen Zügen, mit einer Ausnahme: Dem technischen Zug, denn dort wurden fast nur technische und naturwissenschaftliche Dinge unterrichtet, und dazu noch einige wichtige in der Galaxis gebräuchliche Sprachen, wie Klingonisch oder Romulanisch. Und er wußte, daß sein Adolf DORT gelernt hatte, was aber dieser Krähe offensichtlich unbekannt war.
Trotzdem hatte er sich die Blöße gegeben eine hundertstel Sekunde zu zögern, was diesem Mistkriebel sicherlich aufgefallen war. Und der würde das natürlich als 'Lüge' einordnen, was ja auch nicht ganz unberechtigt war.
Das durfte keinesfalls mehr vorkommen.
Aber er vermutete stark, daß diese Krähe ihn verdächtigte, auf der falschen Seite zu stehen.
Und dieser Vermutung mußte er natürlich entgegenarbeiten, denn er konnte und durfte, wenn ihr Plan dann doch noch Erfolg haben sollte, diese Position, in der er derzeit war, unter gar keinen Umständen gefährden.
Ärgerlich war, daß neben Sokar, der ja nun mal, und das mußte auch Haddus zugestehen, das Hirn hinter dem ganzen Plan war, alle seine Mitverschwörer im Knast saßen. Vor allem das Fehlen Mahans war ärgerlich, weil genau der ja seine Aufgaben innerhalb der Maschine erfüllen sollte und mußte, denn dafür brauchte man technische Kenntnisse, die Haddus selbstredend nicht besaß. Schließlich war er kein Ingenieur.
Nalae und Rewdak empfand er nur sehr bedingt als Verlust, aber Sokar war da was anderes, denn der kannte alle Schliche der Diplomatie und des Intrigierens, wie es derzeit nur Rabenstein und Vandenberg verstanden. Um diese Typen auf ihrem eigenen Feld zu schlagen, brauchte er Sokar!
Allerdings war es keinesfalls möglich, jetzt einfach in den Arrestbereich schlendern und diese Leute rauszulassen, denn das würde sofort seine Liäson mit denen auch dem Blindesten klar werden lassen.
Im Gegenteil! Er mußte denen gegenüber brutal und rücksichtslos vorgehen, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen.
Sokar würde das, wenn er denn klar im Kopf wäre, umgehend verstehen, aber diese minderbemittelten drei anderen wahrscheinlich nicht.
Und Sokar schien immer noch in einem Zustand zu sein, der ihn unzurechnungsfähig und inkooperativ machte.
Er befand sich in einer Situation, die sie vorher bei den Planspielen niemals durchdacht hatten. Und er war in solchen Sachen keinesfalls geübt, zumal er eben bei Kapeiken wie Vandenberg und Rabenstein auf diesem Sektor formidable geübte und skrupellose Gegner hatte.
========== Etwa 1 Stunde später ==========
Da Vandenberg und Rabenstein durch Abwesenheit von der Brücke glänzten, saß natürlich immer noch Adolf im Captain's chair.
Mit dem Rest der Mannschaft kam er gut zurecht, seit er für die unruhigen Friedensbewegten eine gute Lösung verhandelt hatte, wobei natürlich das 'Kommando' sehr genau wußte, daß man ohne diese Frauen und Männer das Schiff gleich nachhause fliegen konnte, geschweige denn in ein Manöver der beiden größten Flotten der Galaxis.
Drüben auf dem Kommandoschiff der Romis gab es jetzt einen Admiral, der das Kommando übernommen hatte, während auf dem Führungsschiff des Imperiums ein kleiner Leutnant versuchte, den Kahn irgendwie am Laufen zu halten.
Da wurde ein Ruf der Admiralität gemeldet.
"Auf den Screen!" befahl Adolf.
Ein schwergewichtiger Mann mit Glatze und jeder Menge Metall am Busen erschien auf dem Schirm. Zudem hatte er die Zeichen eines 5-Sterne-Admirals am Hals.
"Admiral Jellico! Was gibt uns die Ehre?"
"Ah. Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor. Sind Sie nicht der Sohn von Oberst Kaiser, dem Kommandeur der 6. Flotte?"
"Ich freue mich, daß Sie sich an meinen Vater erinnern, Sir."
"Sie sehen ihm sehr ähnlich. Aber, wenn ich mich nicht täusche, sind Sie erst Lieutnant. Was machen Sie in der Position eines Captains?"
"Nun, Sir. Wie Ihnen sicherlich mitgeteilt wurde, hat es an Bord der Picard ein paar Unregelmäßigkeiten gegeben. Dabei kamen der Captain und der EinsO ums Leben. Das juristische Kommando haben deshalb der Flottensicherheitsmann Vandenberg und der Inquisitor Rabenstein übernommen, die aber Beide über keine Kenntnisse der Schiffführung verfügen, weshalb ich in der Position bin."
"Gut. Bitte rufen Sie die Beiden sofort auf die Brücke, denn es gibt einige neue Entwicklungen."
Adolf ließ die Beiden über das Kom rufen, und kurz darauf erschienen sie und begrüßten den Admiral.
"Meine Herren, ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, daß das Oberkommando der Flotte beschlossen hat, einen Admiral auf der Picard zu stationieren, der das Manöver mit unseren Aliierten leiten wird.
Da der eigentliche CO, der für das Manöver extra geschult worden war, nicht mehr unter uns weilt, warum auch immer, mußten wir so handeln
Und diese Funktion werde ICH PERSÖNLICH übernehmen, da meine Jacht nur etwa 5 Stunden von Ihnen entfernt ist. Von der Außenstation Deep Space 17 wollten wir das Manöver beobachten und die taktischen Bewegungen studieren, aber in diesem Fall mußten wir schnell entscheiden, zumal die Romulaner schon einen eigenen Admiral vor Ort haben.
Bitte bereiten Sie die Picard schon mal auf die volle Kampfbereitschaft vor, wobei ich sage, daß dieses bei Lieutnant Kaiser in guten Händen sein wird, solange, bis ich die Sache persönlich übernehmen werde.
Kümmern Sie sich solange um die Sicherheit an Bord, denn solche Dinge, wie sie in den letzten Tagen vorgekommen sind, dürfen nicht wieder geschehen.
Und noch etwas: Sie behandeln die Gefangen ordentlich, denn ich habe die Absicht, den Verhören persönlich beizuwohnen.
Wir sehen uns in wenigen Stunden. Jellico, over and out."
Da war es nur gut, daß der kurze Ausflug Rewdaks, um seine Angebete zu retten, kurz danach von den Sicherheitskräften unter Vandenberg beendet worden war und diese wieder sicher, und jetzt in Einzelzellen, untergebracht waren.
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| ISDA Log 47 - Nalae |
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Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Wed-2018, 04:40 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Antworten (7)
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USS Picard
Rabenstein schritt ohne eine Gemütsregung vor den Sicherheitsmännern, welche die zeternde und heulende Nalae einfach mit sich schleiften.
Die Rihannha wand sich und kreischte wie ein sterbender Fvai.
Im Turbolift bekreuzigte sich der Kleriker.
„Ein Exorzismus ist unausweichlich. Ich kann es nicht zulassen, dass eine derartige Kreatur dieses Schiff mit ihrer Anwesenheit verpestet.
Sie ist die fleischgewordene Manifestation dämonischer Perversion“, sagte er ruhig, wobei er unter Nalaes Geschrei kaum zu verstehen war.
„Lasst mich loohooos! Bittääää!“, heulte sie, während Rabenstein den Turbolift verließ und sie in einen sakralen Raum des Schiffes tragen ließ.
„Es ist unglaublich. Zunächst mordend und sündend, sehen wir nun, ohne den Missbrauch der bewusstseinsverändernden Drogen, ihr tatsächliches Gesicht:
Eine jämmerliche Kreatur“, erklärte er, während die Romulanerin auf einer Bare festgeschnallt wurde.
Dieser Raum – eine Art schiffsinterne Kapelle – war sehr nüchtern gestaltet. Über der Bare prangte ein großes, bronzefarbenes Kreuz mit einem Abbild Jesu.
Rabenstein zog sich ein paar schwarze Handschuhe an und machte eine abweisende Handbewegung.
„Lassen Sie uns nun allein“, sagte er ruhig.
Lediglich ein Messdiener verblieb im Raum, der dem Inquisitor bei seinem Ritual assistieren sollte.
Auf einem Tisch neben der Bare stand eine kleine Karaffe; daneben lagen ein Rosenkranz und eine kleine Bibel.
Auf einer anderen Anrichte befanden sich zwei weiße Kerzen und ein Räuchergefäß in welchem Weihrauch verbrannte.
Nalae schluchzte irgendwelche Sätze auf romulanisch, während Richard seelenruhig seine „Instrumente“ inspizierte.
„Hervorragend, wir können sofort beginnen“, stellte er zufrieden fest.
Dem armen Messdiener stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben.
„D-die kommt direkt aus der Hölle, nicht wahr, Sir? Dieser Gestank...und diese Laute! Kein irdisches, von Gottes Hand erschaffenes Wesen kann derartige Geräusche von sich geben.
Sie sind unmenschlich!“
Nalae spuckte und traf das Gewand des Dieners.
„IIHHHGITT!! OH HERR!“
Der Messdiener eilte zu der Karaffe, tauchte die Finger darin ein und bekreuzigte sich.
Dann faltete er die Hände und sprach binnen weniger Sekunden das Vater Unser.
„Nun stellen Sie sich nicht so an, De Bertrand! Ein Exorzismus ist eben eine schmutzige Arbeit!“, entgegnete Richard verständnislos, während er Nalae ohne Umschweife einfach knebelte.
„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
„Nngghh, Sir, sie klopft immer dreimal mit dem Fuß, um der Heiligen Dreifaltigkeit zu spotten!“, bemerkte De Bertrand mit ängstlicher Stimme, den Blick gen Himmel gewandt.
Nalae zappelte eigentlich nur wie wild in ihrer Fesselung herum, jedoch war der Messdiener offenbar sehr eiftig im deuten von Omen!
Rabenstein seufzte und schüttelte den Kopf.
…
Rewdak schlenderte durch die Gänge der Picard. Getarnt in seiner Uniform war er nicht mehr besonders auffällig, jedoch war ihm klar, dass ihm nur ein minimales Zeitfenster bleiben würde, um Nalae zu retten.
Wobei der Rihannha nicht darüber nachdachte, wieviel Sinn es bringen würde – man würde nach ihm suchen und auch nach Nalae, wie sollten sie unbemerkt vom Schiff entkommen?
Wie überhaupt sollte er sie befreien?
Und welche Strafen würden ihn erwarten, nach diesem brutalen Ausbruchsversuch?
Nein, über all das dachte Rewdak nicht nach, denn er dachte nur an eines:
Nalae.
Oder besser gesagt, ihre wirklich hervorragenden Qualitäten als Liebhaberin.
…
Richard schloss sein Ritual mit einer letzten Besprenkelung Nalaes durch das Weihwasser ab.
Nein, natürlich hatte er nicht nur eine Bibel, einen Rosenkranz und dieses heilige Wasser verwendet – es war kein Geheimnis in der Kirche, dass Gott in besonders schweren Fällen wie diesem es wertschätzte, wenn ein wenig Unterstützung seintens der stofflichen Welt gewährleistet wurde.
Gemeint war in diesem Fall ein kleines Gerät, welches vorzüglich Hirnwellen, Hirnchemie und andere neurologische Aspekte beeinflussen konnte.
Zeigte der Exorzist seine Bemühungen durch die Nutzung dieses Gerätes, so würde der Dämon im Inneren des „Patienten“ ganz sicher weichen!
Natürlich wusste Rabenstein, dass bei Nalae nur ein mäßiger Erfolg darin liegen würde, ihr das Böse auszutreiben – da sie als Rihannha schlichtweg das Böse und Widerwärtige selbst verköperte.
Doch war er der Ansicht, solange dieser Abschaum sich auf seinem Schiff aufhielt, so könne er zumindest dessen Wahnsinn nach Möglichkeiten mithilfe dieses heiligen Rituals vermindern.
Nalae setzte sich auf und blickte sich um.
„Ich war eben noch in der Arrestzelle“, stellte sie fest.
„Ganz genau so ist es, und dort werden sie auch gleich wieder sein“, konstatierte Richard.
Nalae war noch zu benommen und zu verwirrt um entwas zu entgenen.
Zunächst einmal war alles, was sie wusste, wer sie war – das erschien ihr ziemlich viel.
...
Rewdak hätte die Tür eingetreten, wäre es denn keine Schiebetür gewesen.
Also zerlegte er die beiden Wachen in seinem Rewdak'schen Stil – das bedeutet, es musste auf jeden Fall Blut fließen und das Brechen von Knochen zu hören sein – und betrat die Kapelle mit gezogener Waffe.
Er sah Nalae auf der Bahre sitzend, den schwitzenden, zitternden Messdiener De Bertrand sich über die Stirn wischend und einen süffisant grinsenden Rabenstein.
„Rewdak. Du Primitvling“, sagte Nalae und rümpfte die Nase.
„Also bitte. Ich kann auch auf mich aufpassen.“
Der Rihanha war für einen Moment sprachlos, sodass Nalae fortsetzen konnte:
„Seht euch das an. Da ist ja schon wieder überall Blut. So hinterwädlerisch! Töten kann jeder, aber sauber töten ja wohl nicht. Das erfordert Geschick, jawohl.“
Sie richtete sich ihre äußerst zerzauste Frisur.
„Sehen Sie sich diesen Rüpel doch an“, sagte sie zu Richard gewand. „Für solch Billigware bücke ich mich doch nicht, wenn ich auch in der Feinkostabteilung speisen kann.“
Rabenstein nickte, böse grinsend.
„Na also. Sie ist zwar immer noch eine widerwärtig stinkende Höllenmissgeburt, aber immerhin ist sie so viel erträglicher, nicht wahr, Mr. Tr'Kovath?“, wandte er sich an Rewdak.
"Die Wunder, welche unser Herr zu vollbringen vermag, sind ihrer Zahl grenzenlos."
In der Gefangenenzelle
Sokar saß stumm in der Zelle, unfähig, irgendetwas zu sagen, zu denken, zu meditieren.
Ob und wann sich sein Zustand verbessern würde – dies war zum Augenblick noch unklar.
Was geschehen war, hatte er wohl kaum mitbekommen.
Eine Horde Sicherheitsoffiziere hatten die Zelle von den Leichen befreit; ein ranghörerer Offizier vor Wut rasend Befehle erteilt und seine Männer über das ganze Schiff ausschwärmen lassen um nach dem Entflohenen zu suchen.
Der Grundzustand der Zelle war wiederhergestellt und Nalae wurde just in diesem Augenblick hereingeführt und mit einem Schubser in den Raum befördert.
„Unmöglich, sowas!“, fluchte sie den Offizieren hinterher und nahm auf dem Stahlhocker Platz.
„Dir haben sie wohl das Gehirn rausgeschmolzen“, sagte sie zu dem regungslosen Sokar, dessen glasiger Blick die Wand durchbohrte.
„Nun ja, manch einer hat weniger Glück, manch anderer mehr“, bemerkte sie und schlug die Beine übereinander.
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| ISDA Log 46 Rewdak |
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Geschrieben von: Rewdak Tr'Kovath - Sep-Wed-2018, 02:31 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Antworten (1)
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Kaum war Sokar wieder in der Lage ohne fremde Hilfe zu stehen wurden Rewdak, Sokar und die immer noch schluchzende Nalae von mehreren Sicherheitsoffizieren unter T’Celis‘ Leitung aus ihrer Zelle geschleift und auf ein Transporterpad verfrachtet. Auf dem Pad stand bereits ein junger Romulaner, welchen sie als den jungen OPS Offizier, welcher ihnen die Quartiersfreigabe gegeben und sie zu verdeckten Ermittlern ernannt hatte, erkannten. Beim Gedanken daran, dass sie ihm noch ein paar Berichte schuldig waren musste Rewdak kichern. Vielleicht würde etwas Humor ja die Situation etwas entschärfen. „Hey, Alter“ flüsterte er Sokar zu. „Zumindest schaffen wir es jetzt auf die Picard, oder?“
Die erwartete Reaktion von Sokar blieb aus, dieser war kurz bevor sie abgeführt worden dazu übergegangen durch Rewdak und Nalae hindurchzugucken als würden sie nicht existieren, was er etwas beunruhigend fand. Nalaes entsetzter Blick, untermalt von den aufgequollenen und blutunterlaufenen Augen ließ ihn jedoch etwas zurückschrecken.
„Nehmen sie die 4 jetzt in Empfang, mit besten grüßen an den Imperator“ säuselte T’Celis in das Com-Terminal kurz bevor sie persönlich den Transporter aktivierte.
Als sie auf dem anderen Schiff materialisierten hatte er nicht einmal mehr Galgenhumor übrig. Vor ihm und auch vor Haddus, der eigentlich vermeldet hatte, dass er die Picard unter seiner Kontrolle hat, stand ein großgewachsener, blonder Mann in schweren klerikalen Roben. „Willkommen“ sagte er mit einem breiten Grinsen. „auf der ISS Picard, dem Stolz der imperialen Flotte. Uns ist über euch schon so einiges zu Ohren gekommen, bitte, begleiten Sie unser Sicherheitspersonal zu Ihren Quartieren.“
Rewdak konnte sich nicht entscheiden was ihn an der Situation mehr anwiderte, dass Haddus versagt hatte, oder der triefende Sarkasmus des Inquisitors als er sie willkommen geheißen hatte. Mit „Quartieren“ meinte er natürlich die Verhörzelle, welche noch unbequemer und mit mehr Folterwerkzeug vollgestopft war, als die auf der Ganelax.
Ihm fiel auf, dass Nalae inzwischen angefangen hatte stark zu zittern, er wusste nicht wie viel von ihrem Verhalten auf die Situation und wie viel auf den Entzug zurückzuführen war aber es gefiel ihm gar nicht. Nach einem Schiffsarzt fragen kam allerdings ebenfalls nicht in Frage, wer weiß was für kranke Experimente diese am Ende an ihr durchführten, menschliche Ärzte waren immerhin weithin als grobschlächtige Barbaren bekannt. Sokar starrte weiterhin durch sie hindurch, der würde also auch keine Hilfe sein.
Kurz nachdem sie es sich in der Zelle so gemütlich eingerichtet hatten wie möglich betrat der Inquisitor, der sie in Empfang genommen hatte den Raum. Er blickte alle 4 abschätzig an, als er an der zitternden Nalae angelangt war, weiteten sich seine Augen und er fing erneut an so schief zu grinsen wie gerade eben im Transporterraum, wandte sich an Nalae und legte ihr seine Hand auf den Kopf. „Na, mein Kind, deine Seele scheint ja ganz schön aus dem Gleichgewicht zu sein, so wirst du uns aber keine große Hilfe sein, vielleicht ist ein Exorzismus ja genau das was du brauchst.“
Bei dem Wort „Exorzismus“ wurde Sujith, wie der junge OPS Offizier hieß, unruhig. Nachdem der Inquisitor, mit Hilfe einiger imperialer Marines, die schreiende und sich nach aller Kraft wehrende Nalae aus der Zelle befördert hatte und die Tür sich hinter ihm schloss, wandte er sich an Rewdak.
„Wie kannst du so ruhig bleiben nachdem deine Frau zu einem Exorzismus geschleift wurde, weißt du denn nicht was dabei passiert?“
„Ich wusste nicht einmal, dass die Kirche so etwas noch macht, nachdem festgestellt wurde, dass Dämonen und Geister durch Subraumanomalien ausgelöst werden und nichts mit den Seelen verstorbener zu tun haben wurde das Ganze doch abgeschafft, oder etwa nicht?“
„Das schon, aber ein Exorzismus der Inquisition heißt, dass er anfangen wird ihre Emotionen aufzusaugen bis nur noch eine leere, persönlichkeitslose Hülle übrig bleibt die er nach Gutdünken herumkommandieren kann, ihr mögt mich hereingelegt und damit meine Karriere bei der Galae besiegelt haben aber ich bleibe meinem Haus treu und diese Frau hat zu viel von unseren Geheimnissen mitbekommen. Wir müssen diesen Exorzismus aufhalten!“
Rewdak hatte genug gehört, den letzten Teil als Sujith wieder anfing von sich und seinem Haus zu reden hatte er gar nicht mehr mitbekommen, da er schon dabei war den Raum nach Fluchtmöglichkeiten abzusuchen, aber es sah so aus als müsste wieder einmal ein Ablenkungsmanöver herhalten.
Bei genauerem hinsehen konnte er feststellen, dass eines der Folterwerkzeuge nicht vollständig zurück in die Wand zurückgezogen war und ein scharfkantiges Stück Metall von der Öffnung abstand, in die das Instrument eingelassen war. „Hoffentlich ist der Wachtposten kein Teil der imperialen Elite, sonst wird das hier gleich gewaltig schiefgehen“ dachte Rewdak sich, als er Sujith am Nacken packte und auf das hervor ragende Metallstück zuschleuderte.
Als der junge Romulaner im Todeskampf zu Boden stürzte und durch die Öffnung in seiner Kehle nach Luft rang, sprang Rewdak zur Tür, hämmerte dagegen und rief panisch um Hilfe. „Der Alte dreht durch, der murkst uns ab, weil wir zu viel wissen! Haltet ihn auf!“ schrie er als er weiter auf die Tür einschlug, welche sich nach kurzer Zeit schon öffnete.
In den Raum stürmten zwei Sicherheitsoffiziere, die Phaser im Anschlag, einer richtete die Waffe direkt auf Sokar, welcher immer noch teilnahmslos vor sich hin starrte, während der andere den inzwischen verstorbenen Sujith näher betrachtete.
„Der hier hat’s hinter sich, nix zu machen“. Als der Offizier sich von der Leiche erhob und sich umdrehte blickte er direkt in die Mündung des Phasers, den Rewdak seinem, inzwischen toten, Kumpanen in Windeseile abgenommen hatte. Das letzte was er sah war Rewdaks schiefes Grinsen und ein roter Lichtblitz.
Der Raum musste sehr interessant für denjenigen wirken, der hinterher herausfinden sollte was hier geschehen ist, da lag ein Romulaner mit aufgeschnittener Kehle, ein Sicherheitsoffizier ohne Gesicht und ein nackter mit eingeschlagenem Kehlkopf mitten in einer grünen Blutlache. „kommste, Alter?“ fragte Rewdak in den Raum. „Wir haben sogar noch eine Zweite uniform für dich. Die sitzen zwar nicht gut aber sollten vorrübergehend ausreichen.“ Von Sokar kam keine Antwort. Rewdak resignierte. „Na gut, bleib halt hier sitzen und lass dich ausquetschen und hinterher den Rest deines Lebens in eine Schmerzkammer stecken, ich gehe mir jetzt ne Süße retten und hau hier ab, besauf mich und vergesse die ganze Scheiße hier. Toller Plan übrigens, hat bestens funktioniert.“
Mit den Worten verließ Rewdak die Zelle und wandte sich Richtung Turbolift. Dieser schmierige Inquisitor würde für jedes gekrümmte Haar auf Nalaes verrücktem Kopf bitter bezahlen.
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| ISDA Log 45 - Richard |
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Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sep-Mon-2018, 04:58 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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NRPG: was Kleines, um das Plothole zu stopfen!
RPG:
*** ISS Picard / Auf dem Weg in den Transporterraum ***
Die Wartungstechniker waren noch mit der Reparatur der bei den Auseinandersetzungen der letzten Tage beschädigten Liftsysteme beschäftigt und so mussten Haddus alias Adolf Kaiser und Richard einen kleinen Fußmarsch unternehmen. Der Inquisitor war darüber nicht einmal erzürnt, ergab sich so doch die Gelegenheit, den jungen Lieutenant neben ihm noch etwas 'abzuklopfen'.
Es war ganz offensichtlich, wenn man so sagen wollte, zumindest für Richards Empathie, dass der Bursche etwas zu verbergen hatte. Er war außergewöhnlich angespannt, ja sogar nervös, je näher sie dem Transporterraum kamen. Und das war NICHT jene bösartige Vorfreude, die man vielleicht bei einem imperialen Offizier erwartete, dem ein paar todgeweihte Verräter in die Hand gegeben wurden. Nein, das war etwas Anderes...
Der Inquisitor war überzeugt, dass Kaiser der zweite Agent des 'Patriarchen' war, von dem dieser romulanische Teufelsbraten gesprochen hatte. Nun, es würde ihm schon noch ein Fehlerchen passieren. Oder einer der anderen Gefangenen würde vielleicht sein Gewissen erleichtern wollen und ein paar Vorteile einhandeln... Er würde ihm seinen Vorwitz schon austreiben! Mit einem Blick auf die grandiose Umgebung hinter den Fenstern des Ganges ließ Richard ein klassisches lateinisches Zitat fallen - und wartete.
Kaiser war stehengeblieben, sah ihn an. "Wie, Hochwürden?"
"Ah- Sie verstehen kein Latein? Wie ungewöhnlich."
"Ich halte es lieber mit den lebenden Sprachen."
"Da müssen Sie ja auf dem Kollegium Imperiale in Berlin den Lehrern eine Freude gewesen sein!" Richard setzte seinen Weg fort und spürte deutlich eine Wolke aus Zorn um Kaiser wabern. Jaja, ich weiß, Freundchen, du möchtest mich gern hier und jetzt aus der Welt der Körperlichen erlösen...
"Vergessen Sie nicht, was ich weiß, Hochwürden." Kaiser betonte die Anrede ironisch.
In diesem Augenblick näherte sich Flottenkommissar Vandenberg - mit CoS Quinn im Schlepptau. Interessant, konstatierte Richard äußerlich regungslos. Vandenberg hatte vor zwei Tagen lediglich den Romulaner festgenommen, der seither im Arrest saß und auf seine Kumpane wartete - wenn er in seinem Zustand hätte warten können! Quinn, die doch eindeutig des Mordes an XO Brunson und Captain Salazar überführt war, hatte er laufen lassen. Und nicht nur das - er flanierte mit ihr Seite an Seite herum! Was heckst du aus mit dieser halbromulanischen Missgeburt?
Er hatte alles an die Zentrale weiter geleitet und ein paar zweideutige Anmerkungen dabei mit eingeflochten. Das konnte nicht schaden.
Quinn musterte den Inquisitor von oben bis unten mit unverschämten Blick. Aber dann glitten ihre Augen zu Lieutenant Kaiser, und Richard konnte eine eindeutige Gefühlsregung wahrnehmen, die ausnahmsweise einmal nicht in das Feld Gewalt, Wut, Hass und Angst einzuordnen war. Kaiser grinste zurück und fühlte sich in der Aufmerksamkeit offenbar wohl. War es das, was Vandenberg ausnutzen wollte? Wollte er den Lieutenant in eine Falle locken?
Die beiden Gruppen tauschten ein paar Floskeln und legten dann die letzten Schritte zu jenem Lift zurück, den ein Wartungstechniker gerade mit erhobenem Daumen freigegeben hatte. Wenige Augenblicke später erreichten sie den Transporterraum.
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| Ich reformiere |
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Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Mon-2018, 01:18 PM - Forum: *** Buch- und Netztips ***
- Antworten (9)
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Leute, ich habe eine Website angefangen und die ist fast fertig.
Ihr fragt euch sicher - was kommt da jetzt wieder Schlimmes auf uns zu - zurecht.
Ich habe mein Ritalin abgesetzt und drehe dann immer durch mit Projekten, die sogar fertig werden.
Also ich mache eine Website über Romulaner, die schon fast fertig ist, und quasi schon so viel Text beinhaltet, dass ich sie selbst gar nicht lesen würde,
weil ich größere Texte immer panisch wegklicke :blush:
Meine Logs werden jetzt bestimmt auch interessanter.
Aber um nicht abzuschweifen, darum gehts:
Ich trage mir so Infos von verschiedenen Websites zusammen und mach die auch alle in eine Extra Kathegorie, damit sie gefunden werden können.
Ich liebe Deine Website, Anke, Danke nochmal dafür!
Was ich machen will ist, so einiges Zeug von Diane Duane reformieren weil ich finde das blöd und das ist ja auch nicht Canon - also, wieso sollte das mehr Canon sein als meins, die Alte hat sich einfach die ganze romulanische Kultur unter den Nagel gerissen :sleepy: :uff:
Nun worum es geht, ich werde da etwas über Geschichte schreiben und eine Zeit der Aufklärung einfügen, um ein paar Sachen zu erneuern.
Das Problem ist nämlich zb. Mnhei'Sahe, wenn das so gelebt worden wäre wie sie das schreibt, dann hätten die sich irendwann einfach alles gegenseitig zu Mettwurst verarbeitet und wären nie übers Meddlalter hinaus gekommen.
Das Prinzip ist ähnlich wie in der Zeit vor der attischen Demokratie, ca. 500 vor Christus oder so.
Jeder strebte für sich nach Reichtum und Macht (genannt Normoi - Normen), woraufhin beinahe die ganze antike griechische Gesellschaft zusammenbrach, währen da nicht Solon, Peisistratos, Kleisthenes etc. mit ihren ganzen geilen Reformen gekommen.
Also ist das Problematisch - Duane mogelt sich rum und sagt, es gibt keine Romulaner, die Mnhei'Sahe für Verbrechen auslegen - das ist aber total unrealistisch, es gibt in jeder Gesellschaft irgendwelche beknackten Ausscherer.
Sonst könnte ich auch überall meinen Hund anbinden und mich darauf verlassen, dass ihn keiner klaut.
Außerdem noch so paar Sachen die mich nerven von dem, was die da erfunden hat, weil es einfach krass auf Gewalt und Gemetzel aufbaut und daher müssten die Romulaner eigentlich noch im Mittelalter sein und aus dem Fenster kacken wenn das da immer noch so laufen würde - versteht ihr, wie ich meine?
So gesellschaftliche Normen die bei uns so ein halbes Jahrtausend vor Christus so am Start waren können doch nicht bis ins 23. Jahrhundert funktionieren und nebenher läuft da so eine Entwicklung mit Raumfahrt und so.
Überdies finde ich einfach, dass Romulaner keine gewalttätige mordlustige Meuchelrasse sind und ich finde halt, die dreht das zu sehr in die Richtung.
Also ich meine zb., so Staatstheoretiker hatten wir auch, aber sie schreibt nur über einen Heini, der da sagte:
The Romulan work Taer'thaiemenh said of mnhei'sahe, "Of the chief Parts of the Ruling Passion, only this can be truly said: Hate has a reason for everything. But love is unreasonable." (TOS - Rihannsu novel: My Enemy, My Ally)
Sowas Simples und Primitives hat aber auch kein terranischer Staatstheoretiker geschrieben, wenn ich mich jetzt richtig erinnere.
Selbst die Monarchiebefürworter und so haben gesagt, Zuckerbrot und Peitsche muss schon sein.
Also ich finde, Duane hat das viel zu sehr auf Hass etc ausgelegt, das finde ich einseitig und sinnlos.
Ich weiß gar nicht, wohin ich schon wieder abgedriftet bin.
Ich poste das Ding dann wenn es soweit ist. (Also bald)
Gehabts euch wohl :huh: :grins:
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| ISDA Log 44 Sokar / Richard |
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Geschrieben von: Sokar - Sep-Sun-2018, 04:29 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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*** Arresttrakt der 'Ganelax' ***
Der Zorn brach immer wieder durch Sokars meditatives Gerüst. Sie haben die Mission scheitern lassen. MEINE Mission. Jahrelange Planung - umsonst! Geopferte Ressourcen und geopferte Mitstreiter - UMSONST, alles UMSONST! Jede einzelne Faser seines Körpes schien sich zu spannen mit dem einen Ziel, ihn vorschnellen und diese beiden romulanischen Grenzdebilen aus seinem Gesichtsfeld zu tilgen. Er holte tief Atem, versuchte sich wieder auf die geometrischen Formen seiner Meditation zu konzentrieren. Rewdak und Nalae durften ihn jetzt nicht interessieren. Es wäre eine weitere Vergeudung von Ressourcen. Es wäre unlogisch.
Der Vulkanier machte sich keine Illusionen über das, was ihm bevorstand, und DARAUF musste er sich vorbereiten. Die Allianz würde alle nur erdenklichen Methoden einsetzen, seinen Geist zu sezieren und alles in Erfahrung zu bringen, was über seine Organisation und ihre Mitglieder und Unterstützer in Erfahrung zu bringen war. Er musste dafür sorgen, dass die wichtigsten Informationen so tief wie möglich begraben wurden und stattdessen Fehlinformationen an der Oberfläche lagen.
Einatmen, ausatmen... In Gedanken setzte er eine weitere Fläche einer multidimensionalen Figur, unter der er einige Standorte und Namen seiner Organisation verschlüsseln wollte. Schon kurz nach ihrer Gefangennahme hatte er feststellen müssen, dass die Giftchips, die er sich und seinen beiden Begleitern implantieren ließ, beim Transportervorgang in die Zelle entfernt worden waren. Die Rihannsu, und insbesondere dieser dreimal verfluchte General Hakeev waren keine Amateure, was das anging. Sie wussten, wie man sich die 'Freude' an einem Gefangenen recht lange erhielt.
Ein Sirren, gefolgt von einem lauten mechanischen Klirren ertönte, und die doppelt gesicherte Zelltür wurde aufgerissen. Ohne ein weiteres Wort trat flankiert von zwei bewaffneten Kameraden ein gepanzerter Sicherheitsoffizier ein, packte Sokar und beförderte ihn nach draußen, noch ehe der Vulkanier völlig aus seinem meditativen Zustand zurück gefunden hatte, wo ihn ein Betäubungs-Hypo zusammen sacken ließ.
*** Verhörraum ***
Sokar erwachte von unangenehmen Schmerzen, die seinen Rücken abwärts pulsten und einem intensiven Übelkeitsgefühl. Als er die Augen öffnete, starrte er in einen grellen Punktstrahler, der ihn sofort die Augen wieder zusammen kneifen ließ. Der Versuch, sich aus dessen Bereich zu entfernen, endete mit der Erkenntnis, dass seine Arme, Beine und Kopf von metallenen Schienen an einen Stuhl fixiert waren.
"Vulkanier!" Hinter dem Punktstrahler formte sich der Schemen eines ihm unbekannten Rihanha. Die Stimme gehörte zweifellos zu General Hakeev, der dem Verhör wohl beiwohnte. "Dir wird klar sein, dass du nichts mehr zu erhoffen hast. AUSSER dass ich dich schnell sterben lasse, wenn du kooperierst. Sagen wir... relativ.... schnell."
Glühenden Nadeln gleich stachen Schmerzen durch Sokars Schläfen und seine Wirbelsäule. Ein Mindsifter. erkannte er. Nun, das war nur die logische --
"Deine beiden nichtswürdigen Gefolgsleute werden als Deserteure nach dem Militärgesetz der Galae gerichtet. Aber du, du bist weniger als der Dreck, den sie darstellen. Du bist nicht einmal ein Rihanha. Du bist ein degenerierter Vulkanier, ein Sklave, ein Wurm!" Nebenbei ließ er das Schmerzniveau erhöhen. "Du hast die Ehre der Galae befleckt! Und die Ehre meines Hauses, indem du meinen Blutsbruder umgebracht hast."
"Ihr habt meine ganze Familie umgebracht!" stieß Sokar hervor.
"Das war sicher eine Wohltat für das Universum, wenn sie deine Gene geerbt hatten! Sokar von Vulkan, der Patriarch des Terrors - ja, ich weiß sehr wohl Bescheid über meinen Fang. Mit dem auf deinen Kopf ausgesetzten Preisgeld könnte ich meinen eigenen Sektor kaufen. Aber - das interessiert mich nicht. Was mich interessiert, ist Frieden und Ordnung in der Galaxis. Zwei Dinge, die khlles wie du immer wieder sabotieren! Aber jetzt.... habe ich den Schlüssel, all das zu beenden...."
"Deine Zeit und die Deinesgleichen wird kommen! Euer Ende wird kommen! Und dann wird die Galaxis im Blut schwimmen!"
"Im Augenblick kommt lediglich DEIN Ende, Vulkanier! - Kares, verpass ihm noch eine Injektion, ich habe keine Zeit für diese Unterhaltung."
Die Umgebung wurde dunkel für Sokar und er fand sich in einem grauschwarzen Kokon wieder, aus dem nebelhaft die Stimme des Generals klang. "Erzähl mir von Mendak tr'Tralevo!"
...
*** Währenddessen in der Arrestzelle ***
Nalae knabberte nervös an ihren Fingernägeln. Die Tatsache, dass sie nicht an ihre kostbaren Pillen kommen konnte, war im Augenblick weitaus schlimmer als die entsetzlichsten Vorstellungen aller Folter, die ihr irgendwann in der nächsten Zukunft blühen konnten. Wie ein Tiger im Käfig marschierte sie auf und ab - soweit es ihre 3 Meter lange Kette an der Fußfessel zuließ.
"Setz dich gefälligst, das macht mich wahnsinnig!" schnauzte Rewdak. "Ich muss nachdenken!"
"Nachdenken? Worüber? Wir sitzen in der Scheiße! Wir--"
Er packte sie und schüttelte sie, so dass er einen Moment ihrer Aufmerksamkeit sicher sein konnte, und zischte: "Vielleicht kann ich einen Deal aushandeln."
Nalae musterte ihn und versuchte, sich zu konzentrieren, was ihr nun so nah an ihm wirklich nicht mehr gelang. "Ich könnte... auch ... naja... den Wachposten...."
"Vergiss DIESE Idee!" Rewdak ließ sie los und pflanzte sich wieder vor Wut kochend auf den Stahlhocker in der Ecke. Nalae fing an zu schluchzen, was ihn veranlasste, nun doch wieder die Arme um sie zu legen. Sie saßen wirklich in der Scheisse - nein, um genau zu sein, waren sie bereits mehrere Meter unter ihrer Oberfläche begraben!
Urplötzlich schrie Nalae auf und schlug die Hände vors Gesicht. "Ahh!!! Ich kann es fühlen, in meinem Kopf!!!"
"Was? Was redest du?"
Sie presste reflexartig die Hände gegen die Ohren und keuchte: "Sokar hat ... eine Geistesverschmelzung ... mit mir gemacht. Da muss .... muss irgendein Link .... geblieben... sein! Ich kann fühlen... ahhhh! Fühlen, wie sie ihn foltern!"
....
Stunden später - Rewdak und Nalae hatten jegliches Gefühl für Zeit verloren - wurde die Zellentür erneut geöffnet und das Kraftfeld deaktiviert. Ein Fußtritt beförderte Sokar in den Raum, wo er zusammen gekrümmt liegen blieb. Dann waren sie wieder allein. Nalae starrte zitternd auf das Licht über der Zellentür und realisierte nur allmählich, dass man sie nicht abgeholt hatte.
Rewdak schob den linken Fuß vorsichtig unter Sokar. "Alter?"
"Fass... mich... nicht... an!"
*** Besprechungsraum von Riov T'Celis ***
"Nun, Sir," T'Celis hob das Glas und nippte etwas Ale, während der mit ihr speisende General einen Bissen von der kalten Platte nahm. "Dieses vulkanische Stück Dreck ist laut Gesetz Sklave des Terranischen Imperiums, also fällt er unter imperiale Gesetzbarkeit. Er muss ausgeliefert werden. Einen Antrag auf Überstellung muss das imperiale Ministerium für Terrorismusbekämpfung bewilligen. In Anbetracht der ..." Sie hüstelte. "...Leicht angespannten politischen Lage würde ich empfehlen...."
Hakeev brummte ungehalten und trank auch einen größeren Schluck. "Ich will dieser Ratte persönlich den Hals mit meinem Ehrendolch aufschlitzen!"
"Ich würde meine Klinge nicht mit dem Blut dieses degenerierten Wurms beflecken. Sie haben dem Reich und dem Prätor schon unschätzbare Dienste mit seiner Festnahme geleistet. Und den Informationen, die der Vulkanier ausgespuckt hat. Sollen sich die Terraner weiter mit ihm vergnügen."
Schweigend aß Hakeev weiter und dachte über die Worte der Kommandantin der Ganelax nach. Er verstand ihre Beweggründe, den Abschaum so schnell als möglich von ihrem Schiff zu bekommen und zur Tagesordnung überzugehen. Überdies - hatte sie Recht. Nichtsdestotrotz.... würde sein Dolch dem Vulkanier wenigstens ein kleines Andenken verpassen!
Der Türmelder ertönte. T'Celis ließ öffnen. Ein junger Erein verneigte sich kurz, salutierte und übergab ihr dann ein Padd. Sie las und ihre Brauen wanderten in die Höhe.
"Neuigkeiten?" fragte Hakeev.
"Eine Order vom Vizedirektor des Tal Shiar. Wir sollen die beiden anderen Gefangenen, Tr'Kovath und D'Varo, ebenfalls den Terranern überstellen."
"Hm. Nun, die Weisheit des Tal Shiar ist unergründlich...."
*** ISS Picard / Bereitschaftsraum / Kurz vor 19 Uhr ***
Haddus grinste triumphierend und ließ die Finger gelangweilt über den vor ihm auf dem Schreibtisch drapierten Fusionsphaser gleiten."Ach, Hochwürden beehren mich wieder. Wie schön!"
Richard lächelte jetzt ebenfalls. "Mister Kaiser, Sie haben zweifellos Ihre Qualitäten. Aber ich warne Sie: setzen Sie nichts in Spiele, die für Sie mehrere Nummern zu groß sind. Ich habe mich mit derlei Otia schon befasst, als Sie noch in die Windeln gemacht haben. Und--"
Das Interkom meldete sich. "Captain? Transporterraum hier."
Haddus streckte die Hand nach dem Aktivator aus und öffnete den Mund, aber Richard war stand ein Stück näher und war einen Augenblick schneller. "Temporärer Kommandant der ISS Picard, Richard von Rabenstein. Sprechen Sie!"
"Die 'Ganelax' signalisiert, dass sie bereit zum Transfer der Gefangenen sind, Sir!"
"Gut. Sicherheitsvorkehrungen höchster Stufe und Transfer einleiten. Ich komme in den Transporterraum!" Während er vor Haddus durch die Tür eilte, sagte er ihm, dass er den Flottenkommissar informieren solle.
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| ISDA Log 43 Vandenberg |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Sun-2018, 04:13 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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ISS Picard / Quartier von Lt. Com Quinn
Vandenberg hatte sich 2 Tage Zeit gelassen, seinen Teil der Abmachung zu erledigen und sich um die CoS der Picard zu kümmern
Nachdem die ziemlich eindeutige Antwort auf das Betätigen der Türklingel von Lt. Com Quinns Quartier, ein gebrülltes „Herein“ war, hatte sich Vandenberg vorsichtig in den Raum begeben. Aus dem sirrenden Geräusch, welches aus der Nasszelle drang, schloss Vandenberg, dass Lt Com Quinn sich noch unter der Schalldusche befand. In einer Ecke des Quartiers stand eine Couch, die sich beim Daraufsetzen eher als ein bretthartes Etwas entpuppte, welches jedem klingonischen Gefängnis zur Ehre gereicht hätte, denn ein komfortables Sitzmöbel.
An einer improvisierten Pinwand prangte eine Unzahl von Fotos. Fotos von Lt. Kaiser. Lt. Kaiser beim trinken, Lt. Kaiser auf der Brücke usw. Eine bemerkenswerte Sammlung. Genauso bemerkenswert wie Lt. Com Quinns Auftritt. Sie trug jetzt die Uniform der Kommandoebene und anhand der Rangpins sah sie sich wohl in der Rolle des Kommandanten. Entsprechend trat sie auf.
Qu: Ahaa, der Flottenkommissar. Sie konnten es wohl nicht erwarten, mich offiziell zum Captain zu ernennen? Oder warum sind Sie sonst hier ?
Vandenberg lächelte freudlos.
Va: Warum wird mein Erscheinen von allen Leuten immer auf die eine oder andere Weise als Zeichen des eigenen Vorteils angesehen? Aber gut, ich bin tatsächlich gekommen, um mit Ihnen zu reden.
Qu: Natürlich!
Vandenberg wies auf die Fotos an der Pinwand.
Va: Befleißigen Sie sich neuerdings als Fotografin?
Qu: Der gute Adolf Kaiser. Ein besonderes Exemplar seiner Gattung. Nein, das ist rein beruflich. Dieser dahergelaufene Köter ist mir mit seinem vorlauten Mundwerk ein Dorn im Auge. Und Sie haben ihm auch noch das Kommando übertragen, mit Verlaub gesagt, Sir. Aber das wird sich ja heute ändern.
Va: Sind Sie sich da so sicher?
Qu: Nun, ich bin ranghöher als Kaiser.
Va: Sie haben aber keinerlei Erfahrung in Sachen Schiffsnavigation. Und daher bleibt Kaiser erst einmal Vertreter der Schiffsleitung.
Quinn kicherte verächtlich.
Qu: Wenn es denn sein muss. Dann soll dieser grüne Junge, der sich noch nicht einmal selbst den Hintern abwischen kann, seine Show hier abziehen.
Va: Keine Sorge Lt. Com. Bei der Sterberate an Bord dieses Schiffes werden Sie bald Ihre Chance haben.
Qu: Das könnte aber auch Sie, oder den Herrn Inquisitor treffen. Und ich kann nicht immer auf Sie achten.
Va: Tjaaa. Das sollten Sie aber. Wenn mir, oder von Rabenstein etwas zu stößt, enden Sie im Schmerzverstärker. Auf bald.
Vandenberg hatte sich zur Tür begeben. Als diese sich öffnete, drehte sich Vandenberg und wandted sich, maliziös lächelnd, an Quinn.
Va: Sie könnten es aber auch anders versuchen.
Qu: Was versuchen?
Va: Auf zu steigen. Einen Kandidaten kennen Sie ja schon.
Vandenberg wies auf die Pinwand.
Qu: Bei allem notwendigen Respekt, Sir. Aber meine Bettgenossen sind immer wohlausgesucht. Und keine vor allem keine schmierigen Schuljungen.
Va: Natürlich!
Vandenberg verließ das Quartier. Als sich hinter ihm die Tür schloss, glaubte er das Geräusch splitternden Glases zu hören. Vandenberg grinste böse.Die Saat war gelegt.
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Ortswechsel: ISS Picard / Brücke
Scheinbar gefiel sich Lt. Kaiser in der Rolle des Captains. Er saß auf dem Kommandantensessel wie Kaiser Artemus auf seinem Thron und gab ab und zu schneidige Kommandos. Vandenberg stand bereits seit 5 min. hinter des Sessel, bevor sich Kaiser, oder besser Haddus, langsam zu ihm umdrehte.
Ha: Ahhh unser Interinmscaptain ist ja auch schon da.
Haddus betonte das Wort Captain mit vor Ironie triefender Stimme.
Va: Ich bewundere Ihren Scharfsinn, dass Sie das bereits nach 5 min. festgestellt haben. Wie ich so rein nebenbei hörte, standen Sie in Kontakt mit der Ganelax?
Ha: Korrekt, Ssssir.
Va: Und Sie haben die Übernahme von Terroristen authorisiert?
Ha: Auch das stimmt auffallend Sir.
Va: Auf die Idee, mich als den derzeitigen Konmmandanten zu fragen, sind Sie wohl nicht gekommen?
Ha: Sie waren ja gerade nicht abkömmlich Sir. Also musste ich eben die Entscheidung treffen. Und warum auch nicht, Sir? Immerhin habe ich ja wohl dem Empire und damit auch Ihnen den Arsch gerettet. Sonst hätte es Krieg gegeben. Und das hätte Onkelchen Großkanzler nicht gefallen. Und was der gute DeRaaf dazu gesagt hätte? Oder erst recht Großadmiral Vernon? Etwas Dankbarkeit wäre da schon schön?
Va: Das Wort Respekt ist Ihnen völlig umbekannt.. Aber gut.Was schwebt Ihnen denn vor?
Ha: Nun Sir, wie wäre es mit dem Posten den ich jetzt ohnehin schon bekleide?
Va: Captain? Sie handeln wohl auch nach dem Motto „Bescheidenheit ist eine Zier doch weiter kommt man ohne Ihr?“
Ha: Man kann es ja einmal versuchen. Und immerhin habe ich ja auch noch etwas anzubieten.
Va: Und was?
Ha: Zum Beispiel über das bordansässige Geflügel!?
Va: Aha?
Ha: Ja. Ein Sonderurlaub sollte das schon drin sein, Sir. So let it flow now, Mama.
Va: Intrigen sind etwas für die großen Jungs, Mr. Kaiser. Nicht für Sie.
Ha: Das mag sein, Sir. Ich bin ein einfacher Raumfahrer, mit gewaschenem Hals.
Va: Wenn Sie nicht aufpassen, wird dieser frisch gewasche Hals bald von einer Klinge durchtrennt.
Haddus zuckte mit den Schultern.
Ha: Sterben müssen wir alle einmal, Sir.
Va: Nun gut. Ich denke über die Sache nach. Status?
Ha: Wir übernehmen die Gefangenen um 1900. 3 Personen. Die Daten habe ich Ihnen zugesandt.
Va: Sehr zuvorkommend. Gut. Wo ist eigentlich von Rabenstein?
Ha: In seinem Quartier, Sir. Zu seiner eigenen Sicherheit. Ich hielt es für besser, ihn dorthin eskortieren zu lassen. Mann kann bei der derzeitigen Situation hier an Bord ja nie wissen.
Va: In der Tat. Nun, ich bin in meinem Quartier. Lassen Sie mich rufen, sobald die Gefangenen an Bord sind.
Ha: Mit dem größten Vergnügen, Sir.
Vandenberg wandte sich zum Gehen, drehte sich dann aber noch einmal zu Haddus um.
Va: Ach Ja Mr. Kaiser. Was ich noch sagen wollte. Sollten Sie mich oder das Imperium hintergehen, dann werde ich Ihnen persönlich Ihren sauberen, frisch gewaschenen Hals, durchschneiden. Haben wir uns verstanden? Wie damals einem gewissen Spencer auf Cormalin.
Ha: Aber sicher doch, Sir.
Va: Also, dann gute Wacht noch.
Vandenberg verließ die Brücke.
Hatte Haddus Vandenberg bisher für einen pafümierten Schnösel gehalten, so hatte sich das Bild in den letzten Sekunden gewandelt. Cormalin: Die größte und verlustreichste Niederlage der ersten Rebellion gegen das Imperium. Vandenberg war also jene Schreckgestalt, von denen einige Überlebende des Aufstands noch immer erzählten: Der Dämon von Cormalin. Davon musste Sokar erfahren!
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| ISDA Log 42 - Nalae, Sokar, Rewdak |
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Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Fri-2018, 10:18 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Antworten (2)
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Die Worte von Riov T'Celis hallten in Haddus Geist wider.
Festgenommen.
Er fragte sich, wie es eine Truppe von drei kampfkräftigen Leuten geschafft hatte, sich auf der Ganelax festsetzen zu lassen.
Allerdings hatte er bereits einen Verdacht.
Dass die Mission mit zwei völlig irren Chaoten wie Nalae und Rewdak fehlschlagen würde – selbst unter der Führung Sokars – hätte man sich vorher durchaus denken können.
Doch was war eigentlich geschehen?
Wir erlauben uns eine kleine Rückblende:
Zwei Tage zuvor auf der R.R.W. Ganelax
Sokar hastete in das Quartier von Tr'Travelo.
Es lief nicht gut, gar nicht gut.
Er wusste nicht, was der Status der Picard war, und seine beiden Kollegen, die eigentlich die Aufgabe hatten, sich mit dem Schiff in Verbindung zu setzen, waren schon wieder unauffindbar.
Er nahm sich vor, nach Beendigung dieser Mission einigen Frust an den beiden auszulassen, der ihn bereits jetzt dazu veranlasste, am liebsten einem vorbeiziehenden Crewmitglied den Hals umzudrehen.
Er hatte nun eigentlich gar keine Zeit für diese Aufgabe, aber nun musste er versuchen, über einen sicheren und verschlüsselten Kanal Kontakt zu Haddus oder Mahan Tr'Kovath herzustellen.
Nervös schwitzend fuhrwerkte er auf dem Computer an seinem Schreibtisch herum, als ihn das Komterminal unterbrach.
Sokar schlug beinahe eine Delle in den Tisch.
Das konnte doch nicht wahr sein!
„En'Riov...bitte verzeihen Sie die Störung, aber wir haben hier etwas Unglaubliches...Ihre Sklavin-“
Nein.
Sokar griff nach einer Vase und wuchtete sie gegen eine weitere Vase auf einer Anrichte. Der Lärm des zerbrechenden Glases musste im Nebenquartier zu hören gewesen sein.
Er hastete auf Deck 8, wo man ihn hinbeordert hatte und machte sich nicht einmal mehr die Mühe, sich vorzustellen, was ihn nun wieder erwartete.
Nach allem, was sich die triebgesteuerten Totalversager D'Varo und Tr'Kovath auf dieser Mission erlaubt hatten, würde ihn nichts mehr überraschen – oder doch?
Es hatte sich wieder eine kleine Ansammlung Schaulustiger gebildet, die jedoch sehr schnell von den Sicherheitsoffizieren aufgelöst wurde.
Neben einem hochgrünen, vor Wut geifernden Romulaner standen Nalae und Rewdak – nackt.
Sie hielten sich ihre Klamotten gerade so vor die Leiber, dass nichts Kompromittierendes zu sehen war – was jedoch nicht so ganz einfach sein war, da sie von Sicherheitsoffizieren festgehalten wurden.
„EN'RIOV TR'TRAVELO! Ich bin so entrüstet, gar entsetzt – nein – es gibt in keiner Sprache vom Alpha-bis zum Deltaquadranten ein Wort für mein derzeitiges Empfinden!“, brüllte der Sicherheitschef.
„IHRE Sklavin und dieser – dieser – rambosierende Rowdy – in einer WARTUNGSRÖHRE! MITTEN IM HOCHBETRIEB – aufgefunden beim – beim –
oh nein, ich spreche das nicht aus!“
Sokar spührte, wie die Speicheltropfen des tobenden, wild fuchtelnden Offiziers in sein Gesicht regneten.
„Diese unglaubliche Schande! Die Ganelax, eines der repräsentativsten Schiffe der Galae – und Sie kommen hierher mit – mit dieser verruchten, frivolen, marodierenden Truppe, die dieses Schiff in ein...ein fliegendes Sodom und Gomorrah verwandelt!
JA, GENAU SO IST ES! Ich – Ich-“
Nalae und Rewdak standen mit ausdruckslosen Gesichtern da und verfolgten den wütenden Offizier und Sokars vor Entsetzen starres Gesicht.
„Und das-“
Der Sicherheitschef wollte mit seiner Tirade gerade fortfahren, da öffnete sich die Tür des Turboliftes und ein äußerst probat gekleideter Romulaner betrat die Szene.
Drei Sicherheitsmänner begleiteten ihn.
Er hatte den Kopf leicht angehoben und seine Augenbrauen wanderten vielsagend nach oben als er die interessante Szene erblickte.
Während er langsam und beinahe hoheitlich den Gang entlang schritt, zog er sich in langsamem Tempo seine Handschuhe aus feinstem Leder aus.
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis er endlich vor Sokar zum stehen kam, seine Hände hinter dem Rücken verschränkte, und ihn noch immer erhobenen Kopfes musterte.
Der Romulaner war sogar einige Zentimeter größer als der Vulkanier.
„Huii“, kam es von Nalae, wofür sie einen Fausthieb vom Sicherheitschef persönlich einkassierte.
„En'Riov Tr'Travelo?“, fragte der hochgewachsene Romulaner.
Sokar konnte es nicht fassen.
Offenbar klebte das Pech an ihm wie ein in der Sonne geschmolzener Jumja-Stick.
„Eben derselbe“, antwortete der Vulkanier mit gespielter gelassenheit.
Der große Romulaner wandte sich zu Nalae und Rewdak um.
„Und diese beiden sind...?“
„Mhmh“, Sokar räusperte sich, „mein Leibwächter und meine Sklavin...leider.“
„Ahja“, sagte der Romulaner, der bereits von Nalaes lüsternem Blick anvisiert wurde.
„Nun. Ich bin General Hakeev. Und ich muss mich doch sehr wundern. Entweder, Sie – mein guter Freund – haben sich einer äußerst schlechten Schönheitsoperation unterzogen, oder Sie sind gar nicht der, für den Sie sich ausgeben.
Was ich für wesentlich wahrscheinlicher halte.“
Er trat Sokar mit Wucht in den Magen, direkt in die Arme einiger Sicherheitsoffiziere, die ihn sogleich packten.
„Wenn ich erfahre, was mit meinem guten Freund Mendak Tr'Travelo geschehen ist, dann werden Sie sich wünschen, niemals das Licht dieser Welt erblickt zu haben.“
Er sprach vollkommen ruhig und sein Gesicht blieb regungslos.
Eine große Narbe zog sich über das rechte Auge des Romulaners.
Seine vollkommene Regungslosigkeit und die leise Art, in der er sprach, hatten selbst auf Sokar eine leicht einschüchternde Wirkung.
„Und Ihre beiden Freunde schon gar nicht. Ein derartiges Verhalten auf einem Schiff wie diesem -“ Er blieb vor Rewdak stehen „-bei dem guten Mann hilft wohl nur noch die Schere.
„Und dieses Subjekt hier...“
Er packte Nalae an den Haaren und wendete ihren Kopf in verschiedene Richtungen, als wäre sie eine Schaufensterpuppe.
„Nunja, vielleicht überlasse ich sie ein paar Unteroffizieren zum Amüsement.
Wobei ich ihr damit wohl noch einen Gefallen täte.“
Er riss den beiden Romulanern die Klamotten aus den Händen und warf sie einigen Offizieren zu, die reflexhaft zurückzuckten und sie mit spitzen Fingern aufsammelten.
„ABFÜHREN!“, brüllte er dann.
„Die können ruhig ein bisschen nackt durch das Schiff laufen, haha!“
Eine Stunde später.
Nalae, Sokar und Rewdak saßen zu dritt in einer Arrestzelle.
Die beiden geschmähten Romulaner hatten ihre Kleidung wieder erhalten um den Sicherheitsposten diesen Anblick zu ersparen.
Sokar durchlief einen meditativen Prozess, da es vermutlich nicht förderlich sein würde, wenn er D'Varo und Tr'Kovath mit bloßen Händen umzubringen versuchte.
Womöglich würde er dabei den Kürzeren ziehen.
Was der General oder Riov T'Celis mit ihnen vorhatten, das wussten zum Augenblick nur die Götter.
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| ISDA Log 41 Haddus |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Sep-Fri-2018, 04:14 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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========== Auf der Brücke der ISS Picard ==========
"Ah, unser hochverehrter Herr Inqisitor, was gibt uns die Ehre Ihres Besuches? Es ist mir eine große Freude, Ihro Gnaden in den Betrieb der Brücke dieses Schiffes einweisen zu dürfen."
"Was tun Sier hier, Mister?"
"Sieht man das denn nicht? Ich habe derzeit das Kommando über die Picard, was jeder entsprechend ausgebildete Offizier übernehmen darf, soll und natürlich auch tut. Warum sollte ich da eine Ausnahme machen?
Und bedenken Sie bitte Folgendes: Unser geschätzter Ex-Captain ist je verschieden.
Und unsere beiden früheren EinsOs weilen auch nicht mehr unter den Lebenden.
Die Übernahme eines Jobs wie diesem, so hat es den Anschein, ist mit hohen persönlichen Risiken behaftet.
Und so brauchte unser Neu-Captain wohl erst einmal ein wenig Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, jetzt in der ersten Reihe und im direkten Feuer zu stehen. Angriffsziel übler Subjekte zu sein.
Vandenberg versucht zwar krampfhaft, nach außen hin den Tuffen zu spielen, aber in Wirklichkeit ist auch er nur ein kleiner Angsthase. Dem wachsen seine plötzlichen Aufgaben und Verantwortungen klar über den Schädel.
Ist schließlich nicht jedermanns Sache, für ein bißchen mehr Einfluß sein kleines dreckiges Leben zu riskieren.
Und Sie hatten sich zwar in den Posten eines wie auch immer gearteten zweiten Captains gedrängelt, waren aber in den letzten Stunden auch nicht greifbar.
Da lag es nahe, das Vandenberg MIR das Kommando unter diesen Umständen vorübergehend zu übergab, bis die entsprechende Befehlsstruktur wiederhergestellt ist, denn Vandenburg alleine kann das wohl kaum machen, denn auch ein Mensch wie er brauch hie und da mal eine Mütze voll Schlaf oder einen Schnaps, um wieder zu sich zu finden. Und da muß er natürlich für qualifizierten Ersatz sorgen, der aber nicht wirklich in Massen herum läuft.
Und ich glaube nicht, daß Sie tatsächlich etwas von Schiffsführung verstehen.
Also: Was kann ich für Sie tun, Mister...ähhh... Wie war noch der geehrte Name? Er ist mir doch tatsächlich entfallen. Wie mißlich und nachlässig von mir, aber mein Namensgedächstnis war schon immer schlecht.
Ach ja..Captain zweiter Klasse."
Rabenstein war etwas rot angelaufen, so daß Haddus schon befürchete, er würde gleich einen Herzanfall bekommen, aber dann kriegte er sich doch wieder ein.
"Das Schiff muß sofort stoppen, bevor es in die Nähe der Ganelax kommt! Wir müssen erst einmal sondieren, was da an Bord vorgegangen ist und was an den Botschaften dran ist, die wir oder Sie empfangen haben? Wir können es uns nicht leisten, in eine Falle zu fliegen.
Ich hatte schon das Kommando dazu gegeben in meiner Funktion als zweiter Captain."
"Ja, da hatte tatsächlich Jemand versucht, in die Kommandoebene einzudringen, was ich aber schon vorher unterbunden hatte aus reinen Sicherheitsgründen, versteht sich.
Ich werde unser Schiff ganz sicher nicht gefährden, aber ich habe das unruhige Gefühl, daß diese ganze Sache ein abgekartetes Spiel ist. Eines, in dem SIE ihre schleimigen Schlickgriffel drin haben, und zwar erheblich mehr, als Sie es gerne hätten, daß Andere davon wüßten.
Und es ist auffallend, daß Sie sich neuerdings so für mich interessieren. Denken Sie etwa, ich sei ein Terrorist oder Friedensfanatiker? Mein Lebenslauf dürfte auch Ihnen klar gemacht haben, daß ich nicht nur loyal dem Imperator gegenüber stehe, sondern auch sonst keiner Gefahr aus dem Wege gehe.
Ich habe mit dem Führer der Friedensbewegung geredet und denen den Wind aus den Segeln genommen, wenn auch unter dem Versprechen, daß es keine disziplinarischen Strafen geben würde. Jeder von denen ist inzwischen wieder auf seinem Posten. Von Ihnen habe ich dabei übrigens nirgends etwas gesehen. Etwa weil die Sutane bei diesen Leuten nicht wirklich gut ankommt?
Und ich scheue auch keine persönlichen Konfrontationen, weshalb ich Sie auffordere, gleich mit mir in den Besprechungsraum zu kommen, denn ich denke, es wird höchste Zeit, daß wir Beide mal ein offenes Wort miteinander reden.
Aber erst einmal müssen wir die Ganelax willkommen heißen."
Zum Rest der Brückencrew sagte er: "Wir behalten die Gefechtsbereitschaft bei, wobei wir aber die Waffen deaktiviert lassen.
Selbst bei einem Überraschungsangriff dürften unsere Schilde locker solange standhalten, bis unsere Waffen einsatzbereit sind.
Wir wollen denen drüben kein falsches Signal, aber auch keine Schwachheiten zeigen."
Rabenstein zischte: "Halten Sie einen Sicherheitsabstand ein, damit sie uns eben nicht einfach so überfallen können!"
"Ich weiß ja nicht, was die da drüben derzeit denken, aber sie werden sich hüten, uns einfach so zu überfallen, da sie annehmen werden, wir hätten da noch was in der Hinterhand. Und wenn wir uns mit abgeschalteten Waffen nähern, werden sie das sicherlich richtig auffassen.
So wie Sie reden, muß ich zu dem Schluß kommen, daß Sie letztlich ein gesteigertes Interesse an einer Auseinandersetzung oder gar einem großen Krieg hätten. Der könnte unter Umständen gut für Ihre Karriere sein, denn man würde sicherlich auch dem Grßinquisitor einen Teil der Schuld daran geben. Und ich gehe doch wohl richtig in der Annahme, daß Sie gerne diesen Posten einehmen würden. Zumal es dafür ein paar Indizien gibt, die mir vorliegen. Aber darüber sprechen wir etwas später unter vier Augen. Ich denke, daß ist besser so."
Rabenstein kochte vor Wut. Wie konnte es dieser Auswurf der Hölle wagen, sich ihm gegenüber derart frech zu äußern? Und das noch vor der ganzen Brückecrew? Ein Jungspund, der noch nicht trocken war hinter seinen Löffeln!
Schließlich wußte Jeder, daß diese Konversation innerhalb von 15 Minuten im ganzen Schiff bekannt sein dürfte, was seinem Ruf nicht gerade opportun sein würde. Aber er riß sich zusammen und machte gute Mine zum bösen Spiel, denn er wollte sich hier vor den Leuten keinesfalls eine Blöße geben. Aber er würde es diesem frechen Navigator schon heimzahlen, wenn er denn ein solcher war.
Und Eines war ebenfalls klar: Er war zwar mit Tr'Kovath zusammen auf das Schiff gekommen, aber das mußte natürlich nichts bedeuten. Und er war auf Befehl des Ex-Captains angeheuert worden, was aber auch nichts darüber aussagte, ob er mit diesem unter einer Decke steckte oder gar tatsächlich ein Terrorist war.
Es wäre schon ein wirklich großer Zufall gewesen, wenn man da einen Verbrecher angeheuert hätte.
Und von Navigation verstand der Mann auf jeden Fall etwas, denn das hatte er nun schon mehrfach unter Beweis gestellt.
========== Etwa 15 Minuten später ==========
Nur etwa 2 km trennten die beiden Kampfschiffe von einander.
Daß auch die Ganelax unter Kampfbereitschaft stand, war augenscheinlich, aber auch sie hatte es unterlassen, ihre Waffen zu aktivieren.
Das spach für dortige Schiffsführung.
Der Kommunikationsoffizier meldete sich:
"Sir, die Ganelax ruf uns."
"Gut. Auf den Schirm."
Eine hochgewachsene Romulanerin erschien:
"Ich bin Riov T'Celis, Kommandatin des Flaggschiffs der Galae, Ganelax. Mit wem habe ich es zu tun?"
"Ich bin der derzeit agierende befehlshabende Offizier Lieutnant Kaiser. Bitte nehmen Sie mit mir vorlieb, da es ein paar Probleme in unserer Befehlstruktur gegeben hat, die erst wieder gelöst werden müssen. Ich habe alle Rechte eines agierenden Captains."
"Ein Lieutnant? Nun ja, die Terraner hatten schon immer bemerkenswerte Zustände an Bord ihrer Schiffe. Vielleicht sollten Sie mal wieder in der imperialen Flotte ihre eigene Militärgeschichte studieren, wie zum Beispiel die Zustände an Bord englischer Kampfschiffe um etwa 1600 herum, damit Sie wissen, was Disziplin bedeutet."
"Na ja, aus diesen Tagen sind wir heraus, liebe Dame. Was kann ich für Sie tun?"
"Ihr Schiff ist, genau wie meins, in Kampfbereitschaft, weil es gewissen Funksprüche gab, die wir aufgefangen haben, die darauf hindeuteten, daß die Terraner uns überfallen wollen, wobei ich persönlich dem skeptisch gegenüber stand."
"Das kann ich gut nachempfinden, denn uns ging es genau so. Auch wir empfingen einige Subraumbotschaften, die auf eine ähnliche Aktion der Romulaner hindeuteten, weshalb auch wir Kampfbereitschaft ansetzten.
"Wissen Sie, wer dafür verantwortlich ist?"
"Leider nicht, aber wir werden dem Täter noch habhaft werden. Und bei Ihnen?"
"Ich denke, wir haben die Subjekte entdeckt und sie festgenommen."
Haddus Herz stoppte für eine hundertstel Sekunde, aber er bekam sich sofort wieder in den Griff. Allerdings bemerkte er eine bemerkenswerte Reaktion der Krähe, die ihn unverwandt anstarrte. Konnte der das gefühlt haben?
"Tatsächlich? Und? Haben Sie diese Subjekte erschossen?"
"Nein, warum sollten wir? Die sind doch nur lästige Schmeißfliegen, die die Ehre der Galae niemals beschmutzen können.
Da wir sie nicht benötigen, auch wenn es romulanische Staatsangehörige sind, wollen wir es als Geste des Vertrauens nutzen und sie Ihnen ausliefern.
Was Sie dann mit denen machen, interessiert uns nicht.
Das Oberkommando der Galae hat dieser Auslieferung zugestimmt."
"Ich versichere Ihnen, Riov, daß der Imperator und die Führung der imperialen Flotte dieses 'Geschenk' sehr zu schätzen wissen.
Ich schlage also vor, die Kampfbereitschaft unserer Schiffe aufzuheben und uns den geplanten Übungen zuzuwenden, die wir in ein paar Stunden dann entweder hier oder an Bord der Ganelax durchführen könnten."
"Gut. Meine Besatzung kann ein paar Stunden Ruhe gebrauchen. Ich würde sagen, daß wir uns gegen 19.00 Uhr Ihrer Bordzeit dann zunächst einmal hier treffen. Bitte richten Sie das Ihrem Kommandanten aus.
In etwa 30 terranischen Minuten können Sie dann die drei Verbrecher rüber auf die Picard beamen. Wir werden Ihnen dazu ein Bereitschaftssignal schicken."
"Danke, Riov T'Celis. Ich bin sehr erfreut, sie kennengelernt zu haben. Picard Ende."
Die Dame drüben lächelte etwas dünn, aber immerhin lächelte sie, was bei einer Romulanerin an sich schon etwas Außergewöhnliches war.
========== Etwas später im Bereitschaftsraum ==========
Rabenstein versuchte, sich eine harte Mine aufzusetzen: "Immerhin muß ich es Ihnen lassen, Mister Kaiser - falls Sie denn so tatsächlich heißen - daß Sie eine gewisse Begabung für Diplomatie haben. Vielleicht sollten Sie ins Auge fassen, eine Karriere in der Politik anzustreben?"
"Nein danke. Ich gebe ungerne zu, daß ich Politiker noch nie mochte, wobei allerdings Ihre Organisation da noch weit drüber steht."
"Dafür, daß Sie noch sehr jung sind, haben Sie ein ziemlich loses Mundwerk."
"Tja, das haben schon meine Lehrer kritisiert. Aber nun zu Ihnen, werter Herr. Es ist mir klar, daß Sie und Vandenberg sich nicht riechen können. Klar, denn die Organisationen der Inquisition und der Flottensicherheit waren sich schon immer spinnefeind, und ich bin der felsenfesten Überzeugung, daß Sie alles daran setzen werden, ihm das Kommando hier so schwer wie möglich zu machen.
Ich weiß zwar nicht, was für ein Spielchen Sie tatsächlich spielen, aber Eines weiß ich: Sie kommunizieren am Wissen und der Genehmigung der Schiffsführung, vor allem aber der Flottensicherheit vorbei mit Ihren Vorgesetzten."
Wenn ein Vampir noch blasser werden konnte, als er sowieso schon war, so war es jetzt bei Rabenstein.
"Was reden Sie da für einen Blödsinn, Mann?"
"Nun ja. Als ich diese bemerkenswerten Funksprüche im Subraumband auffing, stellte ich fest, daß da nicht eben dieser Sender alleine drauf war, sondern daß es auch hier auf der Picard Jemanden gab, der solche Nachrichten sandte. Und dieser Jemand war Niemand anderes als ausgerechnet Sie!
Selbst wenn ich den Inhalt nicht wüßte, wären diese Nachrichten ein schwerer Bruch gegen die Schiffsregularien und wären nach imperialem Flottenrecht schon der Todesstrafe würdig.
Und es gelang mir auch, den Inhalt zu entziffern, was auch nur bedingt gut ist für Ihre Person und die Funktion hier an Bord. Die Aufforderungen zur Intrigation gegen die Schiffsführung läßt mich vermuten, daß Sie nicht unmaßgeblich hinter dem jähen Verscheiden der kompletten Schiffskommandoebene stecken.
Vielleicht sollte ich das mal Vandenberg stecken?"
"Sie sind ein ziemlich gerissener Hund, Kaiser, aber ich könnte ja ebenfalls vermuten, daß Sie es sind, der unbedingt das Kommando über die Picard haben will und ja schon recht weit gekommen sind, wenn ich mir das so betrachte?
Wäre doch eine glückliche und schnelle Karriere für einen kleinen Navigator und Lieutnant?"
"Nun ja, es gab in der irdischen Geschichte Fälle, wo kleine Unteroffiziere es immerhin zum Führer großer Staaten und zum Herrscher über ganze Kontinente gebracht haben, aber ich denke, wir reden hier weniger über meine als über Ihre Ambitionen.
Und da wäre es doch mehr als hinderlich und ärgerlich, wenn solche Handlungen, wie Ihre hier, bekannt würden?"
"Sie sind nicht nur clever, sondern auch ein ganz mieser kleiner Erpresser."
"Zuviel der Ehre! Ich schlage Ihnen also vor, Sie halten sich bezüglich meiner Person ein wenig zurück.
Ich denke, dann werden wir Beide schon ein Auskommen miteinander finden."
"Sie sind ein echter Dreckskerl!"
"Danke, aber Sie kennen doch das alte terranische Sprichwort: 'Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.' "
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| Log 40 Richard |
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Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sep-Wed-2018, 01:00 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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NRPG: ich versuche mal, wieder rein zu kommen und alles bisschen aufzudröseln, soweit ich das verstanden hab...
RPG:
*** Auf der ISS Picard ***
Richard von Rabenstein hatte den Lift mit ihm und Flottenkommissar Vandenberg mitten in der Fahrt gestoppt.
"Darf ich fragen, was das zu bedeuten hat?" raunzte Vandenberg, denn die Ereignisse der letzten Stunden auf ein Niveau äußerster Gereiztheit gehoben hatten. "Das ist kaum der richtige Platz noch der richtige Zeitpunkt für eine kleine meditative Auszeit!"
"Nein, aber der Lift befindet sich zwischen Deck 5 und 4 und der Abschirmung zu den Transwarpsystemen - ein natürlicher Abhörschutz," entgegnete der Inquisitor.
"Ach. Seit wann sind Sie Experte für neue Schiffstypen?"
"Seit ich auf diesen unterirdisch defizienten Einsatz beordert wurde! - Ich schätze, Sie sind der gleichen Meinung wie ich: Salazars Tod - nicht, dass ich ihn bedauere - war genauso inszeniert wie die Hinrichtung des ersten Navigators."
Vandenberg nickte. "Das stank von Anfang an. Salazar hat dafür gesorgt, dass dieser Kaiser und diese Spitzohr-Ratte an Bord kamen, da gibt es für mich keinen Zweifel. Die Sache hat nur einen Haken: Salazar war der Großneffe des Imperators."
Richard lächelte dünn. "Nun, dass allein würde ihn nicht vom Verdacht subversiver Handlungen freisprechen, im Gegenteil. Im Lauf der Geschichte sind an über hundert Imperatoren durch Intrigen aus der eigenen Familie gefallen. Nein. Der Haken ist, dass Salazar schlichtweg zu dumm war, um soetwas zu tun. Zumindest... aus eigenem Antrieb zu tun. Glauben Sie mir, ich habe ihn eingehend sondiert."
"Gut, er wurde benutzt, aber die Frage ist von wem? Sie sagten, dass Tr'Kovath gestanden hat, durch Sokar von Vulkan abgeordnet zu sein. Aber das Ganze hier passt nicht in das Handlungsmuster des 'Patriarchen'."
"So ist es. Aber in das Handlungsmuster von Lt.Cmdr. Quinn. Geben Sie zu, Ihre Obduktion des XO hat genau zu demselben Ergebnis geführt."
Vandenberg brummte nur.
"Also, Quinn bekam mit, dass ich diesem romulanischen maleficus auf die Schliche gekommen war. Als wir das Kommando über die Picard übernahmen, sah sie ihre Felle davon schwimmen. Das war eine exzellente Idee, sie aus der Reserve zu locken, muss ich Ihnen zugestehen. Nun, Quinn inszenierte ein Ablenkungsmanöver, um möglichst alle zu eliminieren, die im Falle eines Falles belastende Aussagen gegen sie machen könnten. Salazar, Burnham..."
Vandenberg rieb sich das Kinn. "Hm.... Mit Verlaub, ich finde Ihre These etwas konstruiert. Quinn als Terroristin?"
"Nein, nein..." Richard machte eine ungeduldige Geste, als habe er einem Kleinkind zum fünften Mal erklärt, was 1x1 ist. "Als jemand, der sich mit HILFE der Terroristen als Führungsperson qualifizieren wollte. Was hilft besser zur Profilierung, als sich heldenhaft einem Terroranschlag entgegen zu stemmen? Das gibt Orden, nicht wahr, und Beförderungen und man steigt zack, zack in der Gunst des Hofes! Nur dumm, wenn dann tatsächlich ein Terrorist aus dem Spielchen Ernst macht."
"Demnach haben wir immer noch eine unbekannte Anzahl Banditen hier an Bord, die danach trachten, uns mit den Romulanern in einen Krieg zu verwickeln. Wir sollten ihrer habhaft werden, ehe wir uns in den wie auch immer gearteten Ewigen Gefilden wiederfinden, Hochwürden!"
"So ist es. - Ich nehme an, Sie möchten Lt.Cmdr. Quinn übernehmen?"
"Und Sie Tr'Kovath?"
"Nein, der Romulaner ist bedeutungslos. Ich habe alles, was er mir gesagt hat, in einem sicheren Repositorium. Aber dieser widernatürliche Cyborg ist von den Sensoren leicht zu isolieren. Quinn wird denken, WIR sind hinter ihm her. Haben Sie Tr'Kovath, haben Sie Quinn."
"Ah... und Sie beschränken sich darauf, mir den kirchlichen Segen zu erteilen und warten ab..."
"Ich kümmere mich um Tr'Kovaths Partner. Wenn mich nicht alles täuscht, ein gewisser übereifriger Lt. Kaiser."
Nun grinste Vandenberg böse. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit Ihnen einmal zusammen arbeiten würde... aber zum Ruhme des Imperiums...."
"Ad majorem Dei gloriam," erwiderte Richard. Und ein Imperium, dass sich dieses Namens wieder würdig erweist. Er öffnete das Zugriffspanel des Lifts. "Bittesehr, Herr Flottenkommissar, die Sensorik. Schalten und walten Sie Ihres Amtes."
...
Wenig später setzte sich der Lift wieder in Bewegung Richtung Maschinenraum, wo Vandenberg Tr'Kovath lokalisiert hatte. Nachdem sich die Türen hinter dem Flottenkommissar geschlossen hatten, setzte Richard sein neues Ziel: die Brücke, letzten bekannten Aufenthaltsort von Lt. Adolf Kaiser. Oder wer auch immer du bist... Er berührte das aufgestickte Kreuz auf seinem Gewand in einem raschen Stoßgebet. Mit Gottes Hilfe würde er heute gleich mehrere Feinde des Imperiums zur Strecke bringen...
"Computer, Position der ISS Picard relativ zur RWS Ganelax?"
+ Parallelkurs, Waffenreichweite in 15 Minuten. + Der Lift hielt.
"Sofortiger Stop! Autorisation Rabenstein Ricardus 43 Init-Vz-3." Die Tür öffnete sich und gab den Blick auf die Brücke frei. Dort saß Lt. Kaiser - im Captain's Chair. Fünf andere Crewmitglieder waren an den Konsolen verteilt.
Richard war unbewaffnet, und das schien den jungen Navigator mit viel Selbstbewusstsein zu erfüllen. Er strahlte geradezu vor 'Ich-bin-der-Grösste'-Attitüde, als er den Sitz leicht herum schwang und den Inquisitor von oben herab beäugte.
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