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  ISDA Log 33 Haddus / Adolf
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Sep-Wed-2018, 07:11 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

==========  Etwas später in der Astrometrie der Picard  ==========
 
Haddus, oder besser Adolf, saß zwischen seinen Navigationshologrammen und notierte sich ein paar Daten.
Er wußte selbstverständlich, was da abging, bis auf eine kleine Abweichung, denn das war ja schließlich von ihm und Mahan so geplant und in die Tat umgesetzt worden, aberer  mußte ja so tun, als sei er überrascht von dem, was er da gefunden hatte, wobei er allerdings einen kleinen Teil weglassen würde.
 
Sie hatten ja das Signal an das romulanische Schiff, auf dem Sokar war, geschickt und von ihm auch eine ‚Antwort‘ bekommen, aber da dieses auf den Subraum-Frequenzen geschehen war, blieb es von dem Nachrichtenoffizier unbemerkt.
 
Da er aber für die Navigation diese Frequenzen benötigte, konnte er so tun, als habe ER entdeckt, daß da etwas nicht Autorisiertes abging.
Allerdings hatte er neben ‚ihren‘ Signalen auch noch ein Weiteres bemerkt und registriert, das ganz sicher nicht von ihnen herrührte.
Hervorragend untermoduliert, wie er zugestehen mußte.
Und da fragte er sich, wer da seine Schlickgriffel mit drinnen hatte, wenn sie oder andere Widerstandskämpfer das nicht getan hatten?
Und das war auch gar nicht so schwierig, wenn man diese Sendung erst einmal registriert und gespeichert hatte, denn an Bord der Picard selber gab es nur wenige Stellen, von wo man so etwas machen konnte, es sei denn, man hatte, so wie es bei ihnen der Fall war, die entsprechende Ausrüstung dabei.
Und so genügten ihm nur wenige unauffällige Handbewegungen, um festzustellen, daß dieses Signal aus dem Quartier der schwarzen Fledermaus Rabenstein kam. Und er konnte sogar das Ziel ermitteln, das, was ihn natürlich nicht überraschte, die Teppichetage der Inquisition selber war.
Und da tat sich dann die Frage auf, WARUM Rabenstein das getan hatte?
Und Haddus war der felsenfesten Überzeugung, daß dieser Kerl unbedingt vermeiden wollte, daß die Flottensicherheit in der Person Vandenbergs  von dieser Übertragung etwas wissen sollte.
Das war ja ein schlaues Kerlchen, bloß nicht schlauer als sie, denn diese Art der Nachrichtenübertragung war ja auch ihnen bekannt.
Das wiederum deutete auch auf einen tiefen Konflikt zwischen beiden Institutionen hin.
Und er war sich sicher, daß man diesen zum Vorteil ihrer Mission ausnützen konnte.
Deshalb würde er diese Beobachtung nicht melden, sondern erst einmal beweissicher abspeichern und an Sokar senden. Dem würde da sicherlich schon etwa zu einfallen.
Und im Zweifelsfall konnte man diese Krähe damit festnageln.
 
Er speicherte die eigenen Sendungen ab und vernichtete dann die Spuren.
Die Sendung Sokars aber verstärkte er und spielte sie auf einen Chip. Die Daten zeigten auch den Ursprung des Signals als das romulanische Kampfschiff Ganelax, das in wenigen Stunden als Flaggschiff der Galae zu ihnen stoßen sollte.
Die Aufzeichnungen waren zweifelsfrei und ließen für den Captain nur einen Schuß zu: Die Romis wollten während des Manövers die imperiale Flotte vernichten, um die Kontrolle über die Milchstraße zu bekommen. Und sie würden mit den Cardassianern zusammenarbeiten, die ja schon lange auf eine Gelegenheit suchten, die letzte große Niederlagen gegen das Imperium denen heimzuzahlen.
Die liebten die Romis zwar auch nicht gerade, aber da ging es nach dem Motto: ‚Der Feind meines Feindes ist mein Freund‘!
 
 
Wie gesagt, konnte er das Finden dieser Sendung verdachtsfrei damit erklären, daß er diese Frequenzen für die Astrometrie und die Navigation benötigte.
 
Und so machte er sich auf den Weg zur Brücke, wo zufälligerweise auch gerade mal Captain Salazar höchst selbst im Stuhl des Kommandierenden saß, was in den letzten Tagen nicht sehr oft geschehen war.
 
 
==========  Auf der Brücke  ==========
 
Zufälligerweise war auch Vandenberg anwesend.
Beide betrachteten Haddus, bzw. Adolf Kaiser erstaunt, da dieser gerade keinen Brückendiest hatte, aber Haddus ließ sich davon nicht abschrecken.
 
„Sir, bei meinen astrometrischen Messungen, für die ich das Subraumband unseres Schiffes nutze, weil dieses sehr viel breiter und ungestörter ist, was ich immer mache und auf allen Schiffen der Flotte geschieht, habe ich seltsame Frequenzschwankungen gefunden, die sich als ein Signal herausstellten, das, wie ich festgestellt habe, von Bord des romulanischen Kampfschiffes Ganelax stammt. Der Ursprung des Signals ist zweifelsfrei, Sir.
Ich denke, Sie sollten sich das sofort anhören, aber dafür schlage ich ihren Besprechungsraum vor und eine absolute Abschirmung, denn das Ding ist sehr explosiv!“
 
Kurze Zeit später war die Nachricht gelaufen, und da alle Anwesenden Romulanisch konnten, was in der Führungsebene Pflicht war, brauchte es weiter keine Erklärungen.
 
Vandenberg zischte: „Diese Verräter wollen uns angreifen und vernichten, wenn wir es überhaupt nicht erwarten.
Sie wollen uns in Sicherheit wiegen und dann zuschlagen, wenn wir völlig unvorbereitet sind, ohne Schilde und aktivierte Waffen.
So etwas können sich wirklich nur diese hinterhältigen Drecksäcke von Romis ausdenken!
Und da wir wissen, daß sie die Allianz nur gezwungenermaßen eingegangen sind, weil ihre Flotte von etlichen Niederlagen stark geschwächt ist, macht dieser hinterhältige und perfide Plan mehr als nur Sinn.
Ich habe mir sowieso schon überlegt, warum die Romis mit einer derart starken Flotte auftauchen? Jetzt wissen wir es.
Sie wollen uns sozusagen im Schlaf überraschen. Auf diese Weise wäre sogar die Picard eine leichte Beute.“
 
Selbst der gute Salazar war um einige Nuancen blasser geworden.
„Heißt das, wir werden in eine echte richtige Schlacht verwickelt? Was sollen wir machen?“
 
Vandenberg grinste: „Das Schiff in Kampfbereitschaft versetzen und auf alle Gemeinheiten vorbereitet sein!“

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  ISDA Log 32 - Mahan
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Tue-2018, 05:43 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (2)

10 Vorne

Mahan Tr'Kovath stand lässig an der Bar, seinen bionischen Arm mit einem Getränk in der Hand auf die Theke gestützt, den anderen hatte er in die Seite gestämmt.
Die Bordschöne neben ihm nahm gerade den zweiten Drink entgegen, den er ihr ausgab.
Er lächelte charmant während er etwas sagte - sie erwiderte mit einem verlegenen Kichern, das sie hinter vorgehaltener Hand verbarg.
Haddus beobachtete die Szene und schien dabei zu grübeln.
Dann peilte er mit strammem Gang seinen Kollegen an und riss ihn an der Schulter herum.

„Sagmal, hast du sie noch alle?!“, fauchte Mahan leise.

„Pass mal auf Kumpel, wir sitzen hier undercover auf einem Schiff des Imperiums rum, inmitten von misstrauischen Krähen, mit dieser spionierenden Fledermaus, die mir da am Arsch hängt! Was meinst du, was passiert, wenn jetzt die Überreste einer Lady aus einem Plasmaverteiler gekratzt werden! Das lässt du mal schön bleiben jetzt!“, zischte Haddus.

Mahan verdrehte die Augen.
„Das geht nicht gar nichts an, ich will endlich mal wieder ein bisschen Spaß haben! Meine Güte, in deinem Alter habe ich mich noch viel mehr amüsiert – ihr Menschen habt wirklich einen gewaltigen Stock in eurem Gesäß klemmen.“

„Das wird noch Ärger geben, das weiß ich. Da hab' ich so 'nen sechsten Sinn für“, entgegnete Haddus.
„Die wird eh nicht mit dir mitgehen, du miefst wie ein Paar Socken, das mein Ururururgroßvater einen Monat lang nonstop im U-Boot getragen hat.“

Mahan biss die Zähne zusammen.
Jetzt hätte er Haddus gerne einen eingeschenkt – und damit meinte er keinen Drink – jedoch würde dies nur zu unnötigen Auffälligkeiten führen.
Außerdem war es nun zielführend, sein Gentleman-Image bei seinem Date aufrecht zu erhalten.


Ein wenig später 

Gott sei Dank hatte der nervige Nörgler Haddus ihn endlich zufrieden gelassen.
Mahan war mit der Lady nun auf dem Weg zu ihrem Quartier – es war freilich keine hohe Kunst gewesen, von ihr das Angebot zu erhalten, sich noch auf ein „Glas Tee“ einladen zu lassen. 

Dort angekommen nahm er seinen Umhang und legte ihn ordentlich gefaltet auf einem Sofa ab, bevor er sich darauf niederließ und das Getränk seiner Gastgeberin entgegennahm.
Sie platzierte sich neben ihn und nippte an ihrem Glas.

„Nun, jetzt können wir uns ja ein wenig...persönlicher unterhalten“, sagte die blonde Terranerin und rückte an ihn heran.
„Ich rede doch eigentlich so gerne über Politik...gesellschaftliche Themen!
Dinge, die man normalerweise eher nicht bespricht, jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit.
Du bist so ein charmanter, intelligenter Mann – ich glaube, mit dir kann man sich ganz vorzüglich über die brisanteren Dinge unterhalten.“

„Ach jaaa? Ist das so?“, fragte Mahan und begann, ihre Frisur langsam zu zerlegen.

„Ja, ich meine zum Beispiel – der Prätor. Das romulanische Reich. Du bist doch bestimmt nicht so einer, der einfach blind jedem folgt...Du bist doch eher so ein – ein Freigeist!“

Mahan lachte.
„In der Tat.
Diese gesamte Regierung, ein abscheuliches Pack“, erklärte er, während er ihren Ausschnitt genauer inspizierte.
„Ich sage dir etwas, meine Liebe, es ist wirklich amüsant – diese ganzen Deppen hier sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Ich! Als treuer Gefolgsmann des Imperiums! Ha! Das ist ja ein Hohn. Du glaubst doch nicht etwa, dass ich hier bin, um die schwachsinnigen Machenschaften dieser niederen Emporkömmlinge als treuer Sklave zu unterstützen...
oh nein, meine Liebe, diese ganzen kleinen Kakerlaken werden alsbald nichtweiter sein als ein paar unschöne Flecken an der Wand.“

Selbstverständlich kann ich ihr alles erzählen, dachte er sich.
Ich meine – wenn diese Nacht vorbei ist, dann wird sie nichts weiter sein als ein paar atomare Partikel, vom Winde verweht.
Wo kein Zeuge, da kein Täter!

„Ich mache mich kurz im Bad frisch“, deklarierte sie mit einem verführerischen Lächeln und stand auf.


Es war verdammt eng und dunkel in diesem Schrank.
Richard kam sich reichlich dämlich vor, aber es würde ihm eine unglaubliche Genugtuung sein, diesen süffisanten Romulaner höchstpersönlich in Handschellen zu legen.
Doch der richtige Moment musste kommen.
Er war von Ekel erfüllt – dieser obszöne Romulaner erschien auf den ersten Blick charismatisch und gebildet, jedoch ging es auch ihm um nichts Geringeres als die Befriedigung seiner primitiven Triebe.
Rabenstein konnte die Verachtung nicht in Worte fassen, die er für Leute dieses Schlages empfand.
Ihr Geist war benebelt von schnödem Verlangen nach weltlichen Genüssen – wie immer erhielt er hier der Beweis, dass diese Frevelhaftigkeit der Grund für den Untergang humanoider Spezies sein würde.

Ein paar Beweise mehr, die gegen ihn verwendbar wären, täten dem keinen Abbruch, dachte Rabenstein.

Jedoch fand er sich alsbald in einer Situation wieder, der er Einhalt gebieten musste.
Während die Lady sich noch im Bad befand, begann das angepeilte Subjekt langsam damit, sich bis auf die Unterhose zu entkleiden.
Als er gerade auch noch diese entfernen wollte, schoss Rabenstein voller Entsetzen aus seinem engen Versteck.

„Widerlich! Questo non è accettabile! Lassen Sie sofort Ihre artifiziellen Griffel von Ihrer Unterwäsche, Sie primitiver Improbus!“

Er deutete dabei mit seinem Phaser auf die fragliche Region. 

Dann breitete sich ein süffisantes Grinsen auf seinem Gesicht aus.

„Ganz offenbar stecken Sie in der Klemme, mein lüsterner Freund“, sagte er nun mit eiserner Ruhe in der Stimme.
„Ich fürchte, ich habe äußerst belastende Beweise gegen Sie, welche eine Festnahme, ja gar eine Hinrichtung rechtfertigen könnten.“

Triumph und Spott mischten sich in der Stimme des Inquisitors.

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  Social Credit System in China
Geschrieben von: Sareth - Sep-Tue-2018, 02:15 PM - Forum: *** Science News *** - Antworten (3)

Lest mal, ist erschreckend, und dass sich da keiner wehrt...
https://www.independent.co.uk/life-style...97486.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialkred...(VR_China)

Ich fühle mich an diese eine "The Orville"-Folge erinnert.... Sad
Ich frage mich nur, wie merken die das, wenn ich z.B. eine Fahrkarte am Automaten kaufe, wissen die doch nicht, was ich für einen Namen habe? Oder hat da jeder so ein Ding um den Hals wie bei Orville?

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  ISDA Log 31 Haddus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Sep-Sun-2018, 07:46 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

==========  An Bord der ISS Picard  ==========
 
Haddus hatte sich ordentlich in Schale geworfen, denn es galt, das erste Captains Dinner erfolgreich hinter sich zu bringen.
Als durchaus wichtiger Brückenoffizier war er selbstredend geladen worden, und er gedachte, den besten Eindruck zu hinterlassen.
 
Nicht nur, daß seine Uniform absolut knitterfrei am Körper saß, er hatte auch noch alle die Orden und Ehrenzeichen an den Busen geheftet, die sich sein Original ehrbar erkämpft hatte.
Aber wenn er daran dachte, wie schnell so etwas vergessen war, wie er am Beispiel seines Vorgängers betrachten durfte, wußte er, daß so etwas meist nur kurz Eindruck schindete, einen aber nicht vor dem Lynchmob bewahrte, wenn jemand einen unbedingt loswerden wollte. Selbst, wenn der Vorwand mehr als herbeigesucht war. Aber er wollte zunächst mal Eindruck bei seinen Vorgesetzten schinden.
Und er wußte genug über das Leben seines Originals, als daß er auf hinterhältige Fragen reinfallen würde. Er hatte keine Angst vor Typen wie Vandenberg oder gar diese Schwuchtel von Rabenstein, wobei er natürlich wußte, daß man seine Gegner unter gar keinen Umständen unterschätzen sollte. Gerade dieser Rabenstein schien besonders hinterhältig zu sein, so nach dem Motto: Man lächelt seinen Gegner freundlich an und stößt ihm dann den Dolch in den Rücken.
 
Tr’Kovath war ebenfalls geladen und Haddus war schon gespannt darauf, wie der sich geben würde. Er war ja nicht gerade berühmt für seine diplomatischen Handlungsweisen, aber hier würde er sich hoffentlich am Riemen reißen, denn er wußte natürlich, daß mit seinem Agieren das Vorhaben stand oder fiel.
Aber als neu hinzugekommender Offizier mußte er sich natürlich bei dieser Party sehen lassen.
 
Haddus prüfte noch einmal vor dem Spiegel kurz den makellosen Sitz der Uniform und machte sich auf nach 10 vorne, wo die Feier steigen sollte, allerdings fragte er sich, wie man offiziell feiern konnte, wenn erst einmal der frühere Navigationsoffizier hingerichtet und der 1. Offizier ermordet worden war, aber an Bord dieses Schiffes schien nichts unmöglich.
Offenbar war Brunson nicht wirklich beliebt gewesen, was die Hinrichtung eigentlich auch unterstrich, so daß man sich unter seinen Kollegen die Feierlaune nicht vermiesen lassen wollte.
 
Haddus war das egal. Erstens hatte er schon so viele Tote in allen möglichen Varianten in seinem eigentlich noch recht jungen Leben gesehen, daß er die Art des Todes von Brunsons höchstens noch als ‚skuril‘ empfand. Und aus einer gewissen Solidarität mit seinem Vorgänger, schien es nur ein gerechtes Schicksal gewesen zu sein, daß er sein Opfer nur um wenige Stunden überlebt hatte.
Trotzdem würde es ihn doch stark interessieren, wer den auf diese ziemlich brachiale Weise ins Jenseits befördert hatte?
 
 
==========  10 vorne  ==========
 
Schon bevor er sein Ziel erreicht hatte, dröhnte ihm laute Musik entgegen, und  Gegröhle, Singen und Gelächter entgegen.
Von Trauer war tatsächlich nichts zu bemerken.
Und dazu kam, daß zu dieser Feier das strickte Alkoholverbot aufgehoben worden war, an das sich aber ausgerechnet der Captain nicht zu halten schien. Er gehörte offensichtlich du der Gruppe von Offizieren, die der Überzeugung waren, daß Vorschriften immer nur für die anderen galten. Und so Einer kommandierte das modernste Kampfschiff des Imperiums!?
Haddus war überzeugt, daß er diese Position nur durch große Mengen Vitamin B bekommen haben konnte.
Und er war ebenfalls fest davon überzeugt, daß es tödlich sein würde, mit so einem Captain in die Schlacht zu ziehen, vor allem, wenn der Gegner gleichwertig oder gar überlegen war.
Aber er war ja hier an Bord, um das drastisch zu ändern.
Dem guten Sokar traute er schon eher zu, so ein Schiff erfolgreich zu kommandieren, allerdings war er eigentlich überzeugt davon, daß es nur einen wirklich fähigen Kommandanten für dieses Schiff gab, nämlich ihn, Haddus! Wen sonst?
 
Kaum drinnen, erblickte er erst einmal auf einer kleinen Bühne Salazar stehend, oder besser torkelnd und eine Rede haltend, die zwar lallend aber doch ziemlich markig vorgetragen wurde. Worte wie ‚Kameraden‘, ‚Mitkämpfer‘ oder gar ‚Freunde‘ kamen ihm flüssig über die Lippen, wobei er sich ziemlich sicher war, daß kaum einer der Anwesenden der Meinung war, ein Freund dieses Captains zu sein. Höchstens ein Günstling. Schließlich mußte man, um irgendwie vorwärts zu kommen, dem Kerl so tief in den Arsch kriechen, wie irgend möglich. Und man durfte natürlich keinesfalls irgendwie negativ auffallen, sonst würde es einem schnell ergehen, wie dem Ex-Navigator.
 
Er näherte sich der Bar und orderte einen Zitronensaft mit Eis. Er wollte keinen Alkohol trinken, da er unter allen Umständen die Kontrolle behalten wollte, was immer auch passierte. Und er durfte sich einfach keinen Fehler leisten. Auch nicht den aller kleinsten.
 
Er beobachtete jeden Einzelnen und rekapitulierte deren Namen und Positionen an Bord und was er über diese Typen wußte, denn es war immer wichtig, über seine Gegner so viele Einzelheiten zu wissen, wie man bekommen konnte. Auch das gehörte zu einer soliden Vorbereitung, wenn ihr Plan erfolgreich sein sollte.
Die meisten fand er einfach eklig. Hackenzusammenschlagende Heinis, die außer ‚Hurrah-Brüllen‘ nicht viel konnten. Aber sie paßten zu Leuten vom Schlage Salazars, die sich natürlich gerne mit solchen Leuten umgaben. Daß man sich im Falle eines Gefechtes bedingungslos auf sie verlassen können mußte, spielte bei einer solchen Denke keine wichtige Rolle.
 
Dann sah er Mahan, der sich angeregt mit einer der Bordschönen unterhielt, einer jungen Ensign aus der Wissenschaft.
Haddus hatte beschlossen, nicht mit ihm Kontakt zu machen, denn es sollte keinesfalls der Eindruck aufkommen, sie wären irgendwie allzu eng miteinander, außer, daß sie nun mal derzeit die gleiche Kabine teilten, was ihn sowieso ärgerte, denn er hätte schon gerne einen eigenen Raum gehabt, aber vielleicht würde es ja eine Möglichkeit geben, ein eigenes Quartier zu bekommen, da ja gerade durch den Abgang Brunsons eines frei geworden war.
Der bisherige 2. Offizier Gomez war aufgerückt und so gab es eine Kette von Umzügen in der er hoffentlich auch berücksichtigt würde.
 
Gerade überlegte er, mit welchem der Offiziere er ein Gespräch beginnen sollte, als diese häßliche Fledermaus auf ihn zutrat.
„Ah, Mister Kaiser, wenn ich mich richtig erinnere?“
 
„Ja, Sir … äh … Hochwürden.“
 
„Sie haben da ja wirklich eine beeindruckende Zahl von Auszeichnungen, junger Mann. Und das schon in so kurzer Dienstzeit. Bewundernswert. Aber, wie es meine Art ist, habe ich mich über die leitenden Offiziere dieses Schiffes informiert und dabei von Ihrer wirklich nahezu unglaublichen Tapferkeit erfahren. Es ist gut, wenn wir solche Männer wie Sie in unseren Reihen haben. Wir könnten von denen durchaus ein paar mehr gebrauchen.“
 
„Danke, Sir, aber das wäre meiner Karriere nicht sehr hilfreich, wenn es zu viele von mir gäbe.“
 
Sein Gegenüber lächelte, aber Haddus hatte das unruhige Gefühl, daß dieses Lächeln eher dem einer Anakonda glich, die ihr Gegenüber eigentlich verschlucken wollte. Der Begriff ‚Katzenfreundlichkeit‘ war eindeutig viele zu milde für diesen aalglatten Kerl.
 
„Haben Sie sich denn schon eingelebt und können Ihre Arbeit zu hundert Prozent erfüllen, mein Sohn?“
 
„Selbstverständlich, Hochwürden. Ich bin auf solchen Schiffen – um es mal locker auszudrücken – groß geworden.
Ich habe diese Technik geradezu mit der Muttermilch aufgesogen.“
 
„Ja, ich habe Ihr Abschlußzeugnis gelesen: Hervorragend! Ohne auch nur den allerkleinsten Fehler! Das können Ihnen sicherlich nur Wenige nachmachen.“
 
Davon war Haddus mehr als nur überzeugt, zumal er mindestens Einen von diesen Kandidaten persönlich kannte: Ihn selber.
„Danke, Hochwürden. Allerdings muß ich ungerne zugeben, daß ich kein sehr guter Gläubiger bin. Ich war in den letzten Jahren sehr selten in einer Kirche, aber ich werde versuchen, mich zu bessern.“
 
„Mein Sohn, sei ohne Sorge. Wenn ich dich jetzt öfter in der Messe sehe, werde ich für dein Seelenheil ein gutes Wort da oben einlegen.“ Er blickte gegen die Decke des Raumes. „Und wenn du beichten möchtest, was so manches Menschen Seele erleichtert, dann steht meine Tür dir jederzeit offen.“
 
„Ich werde von diesem Angebot ganz sicher Gebrauch machen, Hochwürden.“
 
„Gut so, mein Sohn. Aber ich habe da noch eine Frage. Du lebst doch mit dem Romulaner zusammen? Wie heißt er noch?“
 
„Tavaek R‘Mor, Hochwürden.“
 
Ja, richtig. Ich kann mir diese romulanischen Namen einfach nicht merken, geschweige denn, sie richtig aussprechen. Das ist sicherlich sehr schwierig für dich, mit so einem einen Raum teilen zu müssen?“
 
„Ja, vor allem haben die einen strengen Geruch, der selbst beim Waschen nicht weggeht, und rülpsen tun die auch sehr viel, was sicherlich von dem seltsamen Essen kommt.“
 
„Und sonst? Ist Dir mal irgendetwas Seltsames an ihm aufgefallen? Ich meine so an seinem Verhalten oder so?“
 
„Eigentlich nicht, Hochwürden, wenn Sie von den seltsamen Sitten und Gebräuchen der Romis mal absehen. Aber wir haben nur wenig Kontakt, da ich ja auf der Brücke und der Navigation bin, während er in der Maschine ist. Und da ich von der Maschinentechnik nur geringe Ahnung habe, frage ich ihn auch nicht viel. Das wäre für mich eh nur Technikkaudawelsch.“
 
Die Fledermaus lächelte maliziös: „Trotzdem sollten Sie immer die Augen offen halten, denn ich persönlich mistraue den Romulanern. Sie sind zwar unsere Alliierten, aber die Geschichte ist voll von sogenannten Alliierten, die dann dem Verbündeten den Dolch hinterrücks zwischen die Rippen stachen.“
 
„Darf ich ehrlich reden, Hochwürden?“
 
„Natürlich. Was bedrückt dich, mein Sohn?“
 
„Nun, um ehrlich zu sein, stand ich dieser Koalition zwischen dem Imperium und den Romis immer sehr kritisch gegenüber. Wenn die könnten, würden sie uns bestimmt in den Rücken fallen. Da ist es nur gut, daß ihre Flotte nicht sehr schlagkräftig ist, erst recht nicht, wenn Schiffe wie die Picard ihre Gegner sind.“
 
„Sie sind ein helles Bürschen, mein Sohn. Wie gesagt, wenn Du beichten möchtest, kannst du jederzeit zu mir kommen.“
Damit drehte sich diese schwarze Ratte herum und steuerte in Richtung des Captains.
 
Haddus nahm einen langen Zug aus seinem Glas und überlegte, wen er ansprechen sollte, wobei er sich fragte, ob er das Angebot dieser Ratte annehmen sollte, denn vielleicht war es von Vorteil, sich mit diesem Kerl gut zu stellen. Die Frage tat sich da nur auf, WAS er denn zu beichten hätte?
Das, was er sich tatsächlich hatte zuschulden kommen lassen, war ganz sicher nicht für das Ohr dieses Kerls bestimmt, und über irgendwelche Sünden seines Originals wußte er leider nichts. Er würde sich was Glaubhaftes einfallen lassen müssen, aber das sollte extrem glaubhaft sein, denn er hatte das unruhige Gefühl, daß dieser Kerl geschult darin war zu erkennen, ob Jemand log oder die Wahrheit sagte.
Und auch bei diesem kurzen Gespräch war er inzwischen überzeugt davon, daß der Mann ihn testen wollte. Er nahm sich vor, extrem vorsichtig mit ihm zu sein, und er wollte auch Mahan warnen, daß er vorsichtig sein sollte, denn er fand es schon komisch, daß dieser Mann sich ausgerechnet nach Mahan erkundigt hatte, wobei es natürlich glaubhaft war, daß das Interesse deswegen vorhanden war, weil er ein Romulaner war.
Er nahm sich vor, heute Abend mal im Computer zu suchen, wie die offizielle Stellung der Inquisition zur Koalition war. Ob es da kritische Äußerungen gegeben hatte oder ob man das überschwänglich gelobt hatte? Diese Ratte von Rabenstein hatte so getan, als stünde er dieser Situation kritisch gegenüber, was aber auch eine Falle sein konnte, um seine Position zu testen.
Ja er war sich inzwischen sicher, daß das Ganze ein Test war. Wozu dieser allerdings dienen sollte, wußte er nicht, zumal die Inquisition eigentlich ja nun nicht wirklich für die Flottensicherheit zuständig war, so wie Vandenberg.
 
Er drückte sich noch eine Weile herum, war aber wenig erfolgreich mit Small Talk, da eigentlich alle Offiziere inzwischen sturzbetrunken waren.
 
Es wurde wirklich höchste Zeit, das Imperium, den Imperator und mit ihnen auch die Romulaner zugleich mit in den Orkus zu schicken.
 
(Ich warte erst einmal mit dem geplanten zweiten Teil, da Stella etwas für Mahan schreiben will!)

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  Romulaner / Rihannsu - Ränge
Geschrieben von: Sareth - Sep-Sat-2018, 12:06 PM - Forum: *** RPG-Hintergrund-Infos *** - Keine Antworten

Es kursieren im Netz verschiedene Rangsysteme. Mir ist eigentlich egal, welches wir nehmen - wir müssen uns nur auf eins einigen und vielleicht bei erstmaliger Verwendung die Föderationsentsprechung dahinter schreiben.

[Bild: rangro01.jpg]

khre´Enriov
Fleet Admiral


[Bild: rangro02.jpg]
Enriov
Admiral


[Bild: rangro03.jpg]
khre´Riov
Rear Admiral


[Bild: rangro04.jpg]
Enarrain
Commodore


[Bild: rangro05.jpg]
galae´Riov
Fleet Captain


[Bild: rangro06.jpg]
Riov
Captain


[Bild: rangro07.jpg]
erei´Riov
Commander


[Bild: rangro08.jpg]
khre´Arrain
Lt. Commander


[Bild: rangro09.jpg]
Arrain
Lieutenant


[Bild: rangro10.jpg]
erei´Arrain
Lieutenant junior grade


[Bild: rangro11.jpg]
Erein
Ensign

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  Spiegeluniversum - Timeline
Geschrieben von: Sareth - Sep-Sat-2018, 12:02 PM - Forum: *** RPG-Hintergrund-Infos *** - Keine Antworten

Wir spielen derzeit zwischen 2415 und 2416, als Prequel.

=====================
TIMELINE
=====================

*378: Der römische Kaiser Valens besiegt das westgotische Heer und beseitigt damit die immanente Bedrohung Roms durch die Barbaren. Das Reich erstarkt wieder.

*8. Jh.: Konflikte des Römischen Reiches mit dem chinesischen Reich und dessen Vasallen und den muslimischen Staaten in Afrika stoppen eine weitere Expansion. Gründung der Inquisition, die mit den Mitteln des Römischen Rechts gegen Glaubensabweichler vorgehen soll. Da der Kaiser Religionsoberhaupt ist, erstrecken sich die Befugnisse der Inquisition bald auch auf staatliche Belange wie Majestätsbeleidigung und Hochverrat.

*950: Aufteilung in einen nordwestlichen und südöstlichen Reichsteil unter je einem Princeps. Der Kaiser residiert weiterhin in Rom. Amtssprache ist Latein.

*14. Jh.: Die wachsenden Spannungen zwischen den beiden Principaten münden in einem verheerenden Bürgerkrieg 1324, der 1350 mit der Ermordung Kaiser Justinians IV. und der permanenten Reichsteilung endet. Hauptstadt des südöstlichen Principats ist Konstantinopel, zur Hauptstadt des nordwestlichen Principats wird Londinium erklärt.

*1428: Entdeckung Amerikas durch eine Expeditionsflotte des Nordwest-Principats. Die überlegene Militärorganisation und Waffentechnik sichert die rasche Eroberung des Kontinents innerhalb der nächsten fünfzig Jahre

*1601: Gründung des Nordamerikanischen Principats unter Oberhoheit von Londinium. Der Reichtum der neuen Ländereien lässt den Schwerpunkt des Nordwest-Principats aber sehr rasch nach Nordamerika wandern.

*1832: Erste Tests mit Raketen. Initiierung des Raumfahrtprogramms.

*1900: Im südöstlichen Principat gewinnen Ideen einer genetischen Verbesserung an Boden und damit verbundenes rassistisches Gedankengut. Es gibt Auseinandersetzungen und erste Umsiedlungsprojekte.

*1938: Der südöstliche Princeps wird in einem Militärputsch von einem Technokraten gestürzt, der sich zum Imperator ausruft, dem ersten seit dem 14. Jh. Es beginnt die Unterwerfung der kontinentalen Ländereien des nordwestlichen Principats. Zum Sitz des neuen Imperiums wird Berlin erklärt.

*1945: Das nordamerikanische Teilprincipat sieht zunehmend die Ideen dessen, was das 'alte Imperium' ausmachte, bedroht und erklärt dem neuen Imperator den Krieg, sieht sich aber gezwungen, selbst auf genetische Manipulation zurück zu greifen, um die Stellung halten zu können. Das Raumfahrtprogramm wird einzig und allein für Rüstungszwecke benutzt. Ein Jahrzehnte lange Krieg zerstört Vieles der uralten Kultur und kostet Milliarden Menschen das Leben.

*2000: Aufnahme des Tiefenraum-Erkundungsprogramms mit dem Ziel, neue Ressourcen und Siedlungsplätze zu gewinnen, um die Zerstörungen auf der Erde rascher beseitigen zu können.

*2070: Erster Warpflug des Wissenschaftlers Cochrane. Erster Kontakt mit den Vulkaniern. Die Leiter der militärischen Forschungseinrichtung, für die Cochrane tätig ist, ergreifen die Gelegenheit, überlegene Technologie in die Hände zu bekommen. Sie stürmen das vulkanische Schiff und nehmen es auseinander. Die neue Technik sichert den Resten des ehemaligen nordamerikanischen Principats die Prävalenz.

*2125: Gründung des Terranischen Imperiums mit Sitz in Washington. Amtssprache wird Englisch. Erklärtes Ziel des neuen Imperators David L. Carter: Schutz der Menschheit vor jedweder Bedrohung! Gründung der Terran Space Force mit dem Ziel: Beschaffung von Ressourcen, Schaffung einer Sicherheitsgarantie für die Menschheit.

*2155: Kapitulation von Vulkan. Maßgeblich beteiligt an der Erzwingung der Kapitulation: FleetCaptain Jonathan Archer, der dafür in den Admiralsrang erhoben wird. Die Vulkanier erhalten keine Bürgerrechte und nur den Rang von "dienstbarem Volk", was einige Anhänger der alten imperialen Idee zu Protesten bringt. Die Dissidenten werden vertrieben.

*2176: Der Überraschungsangriff einer romulanischen Taskforce auf einen Aussenposten des TI bringt diesem die erste Niederlage seit Beginn der Expansion bei. Ein Schock für die Terraner, denen der Gegner noch völlig unbekannt ist, während die Romulaner das TI seit Jahren beobachteten und sich nun zum Präventivschlag entschlossen hatten. Die beiden Mächte sind sich an Waffentechnik, militärischer Organisation und Arroganz ebenbürtig. Ein rascher Sieg irgendeiner Seite ist nicht abzusehen.

*2217: Unfähig einander zu vernichten und bedroht von den Angriffen der Klingonen und einer wachsenden terranischen Rebellenbewegung entschließen sich die kriegführenden Mächte des Terranischen Imperiums und des Romulanischen Reiches zu einem unerwarteten Schritt: sie schließen eine Allianz. Ein Zeitgenosse kommentierte das Ereignis mit den Worten Das Schlechteste von zwei Welten hatte eine bösartige Hybris kreiert. Sowohl auf Terra als auch auf Romulus gibt es eine gesonderte Lokale Regierung, den Grosskanzler auf Terra (eine eher repräsentative Funktion) und auf Romulus den Prätor.

*2235: Eroberung von Quonos.

*2267: Erster Cardassianischer Krieg

*2300: Beginn der Eroberung des Gammaquadranten. Das Formwandlerregime erweist sich als hartnäckiger Gegner und bringt die Allianz an ihre Grenzen. Man beginnt mit der Forschung an temporalen Waffen.

*2379: Der terranische Grossadmiral John M. Roberts deckte die Verschwörung einer Dissidentengruppe auf, deren Führer der als 'verrückt' geltende Wissenschaftler Jonathan Albright ist. Die Inquisition bereitet der Bewegung ein rasches Ende.

*2414: Der Chef des romulanischen Geheimdienstes, General Turan tr'Kaleh führt mit Hilfe remanischer Unterstützer einen Staatsstreich auf Romulus, dem der amtierende Prätor und dessen engste Berater und Gefolgsleute zum Opfer fallen. TrKaleh ernennt sich zum neuen Prätor

*2415: Zweiter Cardassianischer Krieg. Er endet zwei Jahre darauf mit der Eroberung Cardassias unter Führung von Admiral Sareth t'Khellian.

*2416: Der Großkanzler des Terranischen Imperiums, Hans van Malnen, lässt Imperator Augustus XXIV. sowie den Großinquisitor Valentinian Constantius ermorden und übernimmt die Regierungsgeschäfte. Die Inquisition wird von nun an der Flotte unterstellt, neuer Großinquisitor wird Rufus LaSalle.

*2417: Prätor Turan tr'Kaleh erklärt die Allianz mit den Terranern für beendet und ruft die "Autokratie der Kinder Eisns" aus, um sein Volk von der terranischen Dekadenz zu befreien." Es kommt zu mehrmonatigen Kämpfen mit den Borg, die das geschaffene Wurmloch in den Deltaquadranten zum Eindringen nutzen, doch gelingt es letztlich, sie zurück zu schlagen. Auf Terra entbrennen Machtkämpfe, aus denen zunächst Grossadmiral De Vallette als Sieger hervorgeht. Er ernennt sich zum Imperator des "Neuen Terranischen Imperiums" (Sitz in San Francisco) und bereitet einen Vergeltungsschlag gegen die Romulaner vor, wird jedoch durch Gegner aus den eigenen Reihen gehindert, diesen auszuführen.

*2420: Der Krieg gegen die "Union", einen Zusammenschluss ehemaliger terranischer Rebellen mit einer hochtechnologisierten fremden Spezies, beginnt und nötigt Autokratie wie NTI zu einer widerwilligen Zusammenarbeit. Die Terranische Inquisition sucht unterdessen, Zugriff auf die mentalen Ressourcen einer Spezies namens Panoxianer zu erlangen, mit denen man im Verlauf der Borgkampagne Kontakt schloss.

*2422: Entscheidungsschlacht gegen die Union und Sieg der Bündnismächte unter Grossadmiral Hensley und Prätor Tr'Kaleh. Im Anschluss verschanzen sich die verbliebenen terranischen Gebiete hinter temporalen Schilden. Inzwischen lässt sich Hans Van Malnen zum Imperator ernennen. Der Krieg der Romulaner gegen die Panox-Wesen geht weiter.

*2426: Endgültiges Zurückdrängen der Panoxianer aus den Gebieten der Autokratie.

*2330: Der neue Imperator Charles McGregor fällt kurz nach der Krönung einem Bombenanschlag zum Opfer. Auf Ch'Rihan wird Prätor Tr'Kaleh von seinem Sohn Ecurai ermordet. Die Galaxis versinkt aufs Neue im Chaos.

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  ISDA Log 30 Rewdak
Geschrieben von: Rewdak Tr'Kovath - Aug-Fri-2018, 01:25 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (6)

*** Arrestbereich der Ganelax ***

 
Sokar wirbelte herum und jagte Rewdak einen kurzen Schrecken ein als er den Disruptor hob. "WA-" brachte Rewdak gerade noch hervor als Sokar die Waffe zur Seite schwenkte und den Mechanismus zerschoss, der seine Handfesseln steuerte, welche daraufhin öffneten.

Als Sokar sich wieder zur Tür wandte gesellte Rewdak sich zu ihm, das Messer welches er zuvor noch in seinem Stiefel versteckt hatte in seiner rechten Hand, die Klinge nach außen gedreht. Rewdak sah wie einige vermummte Gestalten den Raum betraten, mindestens eine weitere würde draußen warten um sicher zu gehen, dass alarmiertes Sicherheitspersonal für jede Hilfe zu spät käme. Er selbst hatte solche Hinrichtungen auch schon befohlen, es wird dabei nicht erwartet, dass die Attentäter lebendig zurückkehren, das heißt ein Verhandlungsführer ist ebenfalls nicht mit von der Partie. Wenn es nach den Hintermännern hinter ihren Kontrahenten ginge, war ihr Tod bereits beschlossene Sache. "Verhandeln ist zwecklos" bedeutete er dem alten Vulkanier "Gnade erbitten auch".

"Dann gewähren wir auch keine." Erwiderte Sokar ruhig, hob den Disruptor und schoss dem vordersten Angreifer in den Kopf.

In dem kurzen Augenblick, in dem der hellgrüne Lichtblitz den Raum erhellte, konnte Rewdak erkennen mit wem sie es zu tun hatten. Die Verschwörer trugen zwar alle Masken, hatten aber in der kurzen Zeit in der sie unbeobachtet genug waren um die Energieversorgung zur Zelle zu unterbrechen und einzudringen nicht die Möglichkeit sich umzuziehen. Vor ihm standen drei Techniker und ein Lazaretthelfer, alle vier waren Ulane. Der vorderste schien der Anführer gewesen zu sein, er war auch der einzige mit einem Disruptor, der Rest hielt Werkzeug in der Hand.  Sokars Reaktion schien die vier zu verunsichern, da sie sich nicht einfach auf ihn stürzten, sondern vorerst zurückzuckten, was angesichts eines Disruptors nicht besonders wirkungsvoll war. ‚Amateure‘ dachte Rewdak sich und sprang mit ausgestrecktem linken Arm auf den Lazaretthelfer zu, welcher mit einem Laserskalpell bewaffnet war und Sokar trotz allem gefährlich nahegekommen war. Er schaffte es gerade so, dem hastig geschwungenen Skalpell auszuweichen und seinen Kontrahenten aus dem Gleichgewicht zu bringen, sodass er sich auf ihn stürzen und mit mehreren Stichen in den Hals ausschalten konnte. In der Zeit hörte er mehrere male das Zischen von Sokars Disruptor, ohne dass irgendwelches Gegenfeuer zu vernehmen gewesen wäre.

Der vertraute, karamellartige Geruch von geschmolzener Haut vermischte sich mit dem beißenden Geruch der chemischen Reaktion, welche der Disruptor erzeugt, wenn er abgefeuert wird. „Wie, das war’s?“ Fragte Sokar ungläubig.

„Noch nicht ganz.“ Erwiderte Rewdak. „Warte kurz.“ Er stellte sich seitlich neben die Zellentür und klopfte kurz gegen die Wand. „Ey du! Wir haben hier einen Toten, pack mal kurz mit an damit hier keine Spuren zurückbleiben“. Es war ein sehr schwacher Bluff, das wusste er, aber allem Anschein nach wurde hier nicht einmal die B-Ware entsandt um den Job zu erledigen, sondern diejenigen die nicht schnell genug verschwunden waren als nach Freiwilligen für dieses Himmelfahrtskommando gefragt wurde.

„Ja okay!“ Vernahm er die Antwort. „Wie habt’n ihr es geschafft wen zu verlieren, is doch nur ein alter Tat-„ Rewdaks Klinge verwandelte den Rest des Satzes in ein feuchtes Gurgeln, welches kurze Zeit später erlosch.

„Jetzt war’s das“ verkündete Rewdak mit einer gewissen Genugtuung als er den Disrutor des frisch Verstorbenen aufhob. „Wer sind diese Vögel überhaupt und was wollen die von uns?“ Rewdak zog dem letzten Verschwörer die Maske vom Kopf, zum Vorschein kam ein junger Romulaner. Er trug die Uniform eines Sicherheitsoffiziers, war also scheinbar der einzige der Gruppe mit Kampferfahrung.

„Konkurrenz.“ erwiderte Sokar „Ich weiß aber nicht wie weitreichend und gut organisiert, wenn man sich die herausragende Leistung dieses Assassinenkommandos hier anguckt kann deren Plan nur schiefgehen. Außerdem haben sie es auf das falsche Schiff abgesehen und würden unsere Pläne nur vermasseln. Wir können sie aber nutzen um unsere Stellung hier noch einmal erheblich auszubauen, vielleicht wird nochmal ein richtiger Volksheld aus dir.“

„Har Har!“ Erwiderte Rewdak genervt. „Na schön, wir melden den Vorfall, ich denke mal nennenswert glaubhaft machen musst du niemandem mehr, dass ich nicht gegen dich arbeite. Da es nicht zu einem richtigen Verhör kam: Ich habe Nalae ein Leistungssteigerndes Mittel verabreicht um sie Wachzukriegen. Wo steckt die jetzt überhaupt? Das hier hätte ihr bestimmt gefallen.“

„Hätte etwas Wasser nicht gereicht? Ich hätte sie fast umbringen müssen.“ Erwiderte Sokar kalt.

„Im Grunde schon, aber ich wollte, dass sie wach bleibt, außerdem wollte ich wissen was ihr erster Impuls ist, dem geht man nach dem aufwachen aus einem Rausch in der Regel nach und die Drogen helfen nur dabei das auch umzusetzen. Warum sie direkt versucht dich zu massakrieren interessiert mich allerdings, war eure Nacht doch nicht so spaßig wie es sich von außen angehört hat?“ Rewdaks Grinste deinen älteren Begleiter hämisch an, Sokar konnte jedoch nicht umhin einen Funken Eifersucht in seinem Blick zu erkennen.

‚Rihannsu, die lernen es nie ‘ dachte er sich. „Das geht dich nichts an“ Erwiderte er, wissend, dass Rewdak daran zu knabbern hätte. „Los jetzt, ich will nicht warten bis diese Ughnen anfangen zu verwesen“
Beim verlassen der Zelle würdigte Sokar der Leiche des jungen Sicherheitsoffiziers, der für ihn sein Leben gelassen hatte, keines weiteren Blickes.
 
*** Offiziersmesse der Ganelax ***
 
„Wir haben WAS?“ echauffierte sich der junge Operations Officer, dessen Namen Rewdak erneut ignoriert hatte. „VERRÄTER auf MEINEM Schiff?! Wenn mein Vater das wüsste, er würde sofort jeden einzelnen hier eines Screenings unterziehen, vielleicht sollte ich das auch anordnen, ich werde jeden einzelnen dieser vang'radii ausmerzen, mein Sicherheitspersonal wird dieses Schiff von oben bis unten durchkämmen und- “
„Einer davon war Teil Eures Sicherheitspersonals, Rekkhai.“ Unterbrach Sokar den Redefluss des Romulaners „Wäre es nicht sinnvoller, wenn eine kleine Gruppe von garantiert Prätortreuen die Untersuchungen anstellen würden?“ 

Der Operations Officer wirkte pikiert ob der unhöflichen Unterbrechung, verstand aber, dass sich mit einem vertrauten des Prätors anzulegen seine Karrierepläne gründlich ruinieren könnte.

„Das stimmt natürlich, das habe ich nicht bedacht. Na gut, aber nur unter der Bedingung, dass ich alle 12 Stunden einen Report auf dem Tisch habe und das Ganze absoluter Geheimhaltung unterliegt, ist das klar? Was benötigt Ihr? Personal? Waffen?“

„Ja, Rekkhai“ erwiderte Sokar, “wir benötigen kein Personal, das ist zu Riskant, Waffen haben wir ausreichend, alles was wir brauchen sind höhere Sicherheitsstufen, und Zugang zu den Quartieren der Crewmitglieder und Offiziere“.

„Ich sehe was ich tun kann, Offiziersquartiere werde ich Euch wahrscheinlich nicht bieten können aber meldet Euch in 2 Stunden in meinem Persönlichen Quartier dann bekommt Ihr eure neue Sicherheitsstufe. Weggetreten.“
 
*** Schiffsbar ***

 
Als die Tür aufging schlug Rewdak eine Wolke aus Körpergeruch, kondensiertem Fusel und parfümiertem Dampf entgegen. In der Schiffsbar herrschte einiger Trubel, eine betrunkene Soldatin tanzte auf einem der Tische und Teile ihrer Uniform machten bereits in der geifernden Menge die Runde. Bei näherem betrachten erkannte er die Tattoos in ihrem Gesicht.

„Oh nein, was hat die Bekloppte denn jetzt schon wieder vor?“ fragte er sich leise selbst, kurz bevor er ein lüsternes, an Nalae gerichtetes, „Hey ghauey!“ seines Nebenmanns mit einem Ellenbogenstoß auf den Kehlkopf quittierte.

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  ISDA Log 29 Sokar
Geschrieben von: Sokar - Aug-Thu-2018, 05:16 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** An Bord der Ganelax / Besprechungsraum ***

Ein schwer bewaffneter Havranha sicherte die Tür des Besprechungsraumes. Mit undurchdringlichem, grimmigen Gesichtsausdruck stellte er sich wieder in Position, kaum dass Sokar an ihm vorbei geschritten war. Im Inneren des Raumes machten die grünen Leuchtstreifen knapp über Bodenniveau deutlich, dass hier die höchste Sicherheitsstufe aktiv war. Außer Riov T'Celis, einer drahtigen Rihanna mittleren Alters waren noch ein weiterer Havranha mit dem Emblem der technischen Abteilung anwesend, der erste Offizier, der Sicherheitschef und einer seiner  Offizier - jener, der Rewdak festgenommen hatte.

Sokar grüßte. T'Celis nickte ihm zu und aktivierte dann die Abhörsicherung sowiedie Kraftfelder vor der Tür und an anderen kritischen Punkten. "Ich habe Sie hergebeten, da ich weiß, dass ich Ihnen absolut vertrauen kann," begann die Kommandantin ohne Platz zu nehmen. "Unser Schiff - und die getreuen Gefolgsleute unseres geschätzten Prätors befinden sich in einer bedrohlichen Lage. Ich habe Informationen, dass die Dissidenten mehrere Gesinnungsgenossen an Bord eingeschleust haben, dass sie eine Meuterei und die Übernahme des Schiffes planen. Auf Erei'Riov Tr'Tralevo wurde heute ein perfider Anschlag verübt. - Hatten Sie schon Gelegenheit, Ihren Leibwächter zu befragen, Erei'Riov?"

"Ich hatte die Absicht, als mich Ihr Dringlichkeitsruf erreichte, Riov," antwortete Sokar.

"Gut. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, dass wir unter allen Umständen die Kontrolle über die Ganelax zurück gewinnen und diese ehrlosen Verschwörer eliminieren müssen," fuhr T'Celis fort. "Morgen wird Admiral Strobar an Bord kommen und die Leitung der rihannischen Manöververbände übernehmen. Ich will ihm die Köpfe dieser Verschwörung präsentieren."

"Ie, Rekkhai!" rief der Sicherheitschef, etwas übereifrig für Sokars Geschmack.

"Bis dahin sind sämtliche Brückenkontrollen über spezielle Codes gesichert, die nur ich persönlich entsperren kann. Für den Notfall sind zwei Redundanzsysteme geschaltet, eines in diesen Raum, das andere in die Maschinensektion. Jedweder Kontakt mit Außerhalb lläuft allein über mich - wir wollen den Verschwörern keine Gelegenheit geben, zu prahlen oder Verstärkung zu ordern."

Das ist allerdings misslich... dachte Sokar. Verflucht, was müssen sie gerade jetzt eine Meuterei aufziehen?!

T'Celis deutete seinen Gesichtsausdruck als unterdrückten Zorn auf die Dissidenten und wandte sich ihm zu. "Ich verstehe, dass Ihnen mehr als uns allen daran liegt, diese Verräterbrut zur Strecke zu bringen. Prätor Tr'Kaleh kann sich glücklich schätzen, einen seiner treuesten Weggefährten hier an Bord zu haben!"

"Auch ich fühle mich geehrt, Riov! Und ich versichere Ihnen, ich werde mein Möglichstes tun, diese Situation bereinigen zu helfen." Tr'Tralevo war einer der Weggefährten des Prätors... bei allen Dämonen der Galaxis! Warum hat mir das dieser verfluchte ID-Dealer verschwiegen?

"...Sie alle werden ab sofort Waffen tragen und diese auf die höchste Stufe gestellt haben. Ich rechne innerhalb der nächsten Stunden mit einem Angriff der Meuterer."

Ich auch. Wenn wir erst im Manövergebiet umringt von anderen Schiffen sind, dürften sie ihre Pläne nicht mehr so leicht durchführen können.

*** Arrestbereich der Ganelax ***

Der junge Sicherheitsoffizier war von der Kommandantin abgeordnet worden, Sokar zu begleiten. Er schien ein glühender Verehrer des Prätors zu sein, denn er wollte absolut ALLES wissen, was sich bei dem Putsch vor nunmehr einem Jahr ereignet hatte. Wie Tr'Kaleh die Havrannsu aus den Minen und Kasernen befreit hatte, wie er die prätoriale Flotte matt gesetzt hatte, den Senat überrumpelt ...

"Ich kann nicht mehr berichten, das sind sensitive Informationen, Erein."

"Ja, natürlich, Rekkhai! Absolut!  Ich hoffe, ich kann mich auszeichnen in diesem Manöver, wissen Sie, und vielleicht in die prätoriale Garde aufgenommen werden. Ich habe bisher alle Prüfungen mit besten Ergebnissen bestanden!"

"Nun, wenn Sie sich gut halten, werde ich Sie sicher bei Seiner Exzellenz erwähnen können."

"Danke! Erlauben Sie mir, beim Verhör anwesend zu sein?" Sie hatten den Bereich der Arrestzellen erreicht.

"Nein. Sichern Sie draussen das Areal!"

"Ie, Rekkhai!" Der junge Rihanha salutierte und bezog Posten.

Sokar ging weiter in den Zellentrakt, grüßte den dort wachhabenden Unteroffizier und ließ sich Zugang zu Rewdaks Zelle geben. Der Energievorhang des Kraftfeldes schloss sich hinter ihm wieder.Rewdak stand, die Arme ausgebreitet seitlich mit mit Handschellen an der Wand fixiert. Sokar trat auf ihn zu und verpasste ihm ohne Vorwarnung einen Faustschlag ins Gesicht und einen weiteren in den Magen.

Rewdak hustete und spuckte Blut. "Na, darauf hast du gewartet, was? Das macht dir Spaß, Alter!"

"Nein, aber die visuelle Überwachung ist aktiv." Sokar packte den Rihanha am Kragen seiner leicht lädierten Uniform. "Hör' mir zu Tr'Kovath! Genau zu! " zischte er, darauf bedacht, dass man über die Kamera nicht etwa seine Lippenbewegungen verfolgen konnte. "Ich habe dich für einen Spion des Prätors gehalten, darauf aus, meine Mission zu sabotieren..."

"Ah..." Rewdak spuckte wieder und rollte die Augen. "Unser guter Prätor hat---"

Sokar platzierte einen Kinnhaken. "...aber die Logik sagt mir, dass das nicht der Fall sein kann, oder der Prätor hat einen besonderen Idioten rekrutiert, der jetzt als  Verschwörer GEGEN Seine Exzellenz im Knast sitzt!"

"Woahh, sag was du willst Alter!"

"Schalte den Rest deines Verstandes ein! Wir---"

Mit einem surrenden Geräusch erlosch die Beleuchtung und simultan das Kraftfeld vor der Zelle. Sokar zog seinen Disruptor und blinzelte in die Dunkelheit, in der er im Moment nur Schemen ausmachen konnte.

"...wir bekommen gleich netten Besuch, schätze ich," vollendete Rewdak. "Und der Rest meines Verstandes sagt mir, dass du lieber meine Fesseln lösen solltest, Vulkanier, weil ich sonst nicht viel tun kann."

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  ISDA Log 28 Richard
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Aug-Tue-2018, 05:26 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

*** ISS Picard / Quartier von Inquisitor Richard von Rabenstein ***

Am nächsten Morgen sollte die 'Picard' das Einsatzgebiet erreichen. Captain Salazar schien zu beabsichtigen, seine in den letzten Tagen etwas angeschlagene Reputation aufzupolieren, ehe es zum Treffen mit den Subalternen dieses Manövers kam: Er hatte Gäste und Führungsoffiziere zu einem Galadinner in die Offiziersmesse geladen.
Vielleicht will er aber auch von dem Mordfall ablenken, beziehungsweise die Ermittler sondieren...überlegte Richard, während er vor dem Spiegel seine Brokatsoutane zuknöpfte. Salazars Verhalten in dieser Sache machte ihn ganz und gar nicht unverdächtig - nach Meinung des Inquisitors. Im Gegenteil, je bestürzter sich jemand gab, um so wahrscheinlicher war er sehr genau informiert! Der Captain mochte den tödlichen Stoß nicht selbst geführt haben, aber er konnte sehr wohl jemanden beauftragt haben. Er musste ja im Bilde darüber gewesen sein, dass XO Brunson sowohl beliebt bei der Crew war als auch ein begehrliches Auge auf den Sitz des Kommandanten geworfen hatte. Das galt natürlich auch für die CoS, die die Zeit vielleicht für eine Beförderung auf den Posten des Ersten Offiziers für reif befunden hatte. Aber wer konnte den Mord begangen haben? Eine Reihe von Crewmitgliedern schied schon deshalb aus, weil ihnen die erforderlichen enormen Kräfte fehlten...

Der Türsummer ertönte. "Herein!" rief Richard, nachdem er sich vom tadellosen Sitz seines Gewandes und der Frisur überzeugt hatte. Die Türflügel glitten auf und das Detektor-Kraftfeld flammte kurz in bläulichem Ton, als Flottenkommissar Vandenberg es durchschritt.

"Derartige Sicherheitsvorkehrungen, obwohl Sie sich auf einem Schiff des Terranischen Imperiums befinden?" kommentierte Vandenberg, auch er in Galauniform.

"Man kann nie vorsichtig genug sein."

"Sie Kleingläubiger."

"Noli tempta Deus, das wissen Sie doch. Führe Gott nicht in Versuchung. - Ich nehme an, Sie möchten mir die Ergebnisse des Gentests mitteilen?"

"Was ich MÖCHTE, Hochwürden, möchte ich nicht aussprechen. Hier haben Sie die Ergebnisse!" Vandenberg reichte dem Inquisitor eine Datenfolie.

Richard überflog die Angaben. "Ah... ! Der Mann benutzt also Marker... und weil sie über zehn Jahre alt sind, verursachen sie Lücken im Profil..." Er sah auf. "Diese blasphemischen Objekte sollten gar nicht mehr auf dem Markt sein. Die Polizei des Imperiums hat hier keine besonders gute Arbeit geleistet!"

"Wir können schlecht hinter jedem Hinterhofdealer hinterher rennen. Zumal unsere Kompetenzen ja von der Inquisition drastisch beschnitten wurden vor einigen Jahren."

'Subjekt identifiziert als Mahan tr'Kovath' las Richard weiter, 'aktenkundig im Romulanischen Imperium... Waffenschmuggel... Mord ... untergetaucht...' Tr'Kovath - aber nicht der Tr'Kovath, von dem der Großinquisitor mir geschrieben hatte. Suspiciosissime... Er sah Vandenberg wieder an. "Sie haben das Ergebnis des Tests gelesen, nehme ich an."

"Selbstverständlich."

"Alles andere hätte ich Ihnen auch nicht abgenommen. Nun, dieser romulanische Maledictus ist mit falscher Identität an Bord. Die Frage ist, ist er auch der Mörder von XO Brunson?"

Vandenberg lächelte schmal. "Meine Ermittlungen diesbezüglich unterliegen der Vertraulichkeit."

"Natürlich." Richards Stimme war so gleichgültig, als besprächen sie das Wetter. "Aber in 48 Stunden wird dieses Schiff das Terranische Leitschiff des größten Manövers mit den Romulanern seit 60 Jahren sein. Wir sollten kein irreguläres Subjekt an Bord haben."

"Höre ich da eine leichte Besorgnis heraus?"

"Die Flottensicherheit fällt in Ihren Kompetenzbereich."

Vandenberg machte ein paar Schritte durch das Quartier des Inquisitors, warf einen Blick auf den Tragealtar und wandte sich dann wieder um. "Sie wissen so gut wie ich, welche Wellen es schlagen würde, wenn wir JETZT einen romulanischen Kriminellen an Bord DIESES Schiffes festnehmen."

Vielleicht möchte ich ja, dass diese Wellen ein paar Leute hinwegspülen... "Es wäre ein unvorteilhafter Moment, in der Tat."

"Aber die Inquisition steht ... außerhalb der Flotte..."

"ÜBER der Flotte, wollten Sie sagen," korrigierte Richard und bemerkte das gut verschleierte Unbehagen des Flottenkommissars. "Die Inquisition untersteht seit dem Jahre 742 direkt dem Imperator."

"Sie sind ein impertinenter ..." Vandenberg beherrschte sich und atmete tief ein. "Die Sicherheit des Imperiums liegt mir am Herzen, und nur deshalb stehe ich hier und führe diese Unterhaltung, Hochwürden. Sie können dieses Spitzohr unter dem Vorwand der Blasphemie oder sonstetwas einkassieren, ohne das es die Flotte tangiert."

Oder dich, mein Freund... Richard warf einen Blick auf die Uhr. "Ich ziehe es in Erwägung. Wenn Sie sich um den Captain kümmern."

"Das Problem nähert sich seiner Behebung."

"Sehr gut. Dann sollten wir nicht zu spät zum Dinner erscheinen! Nach Ihnen, verehrter Herr Flottenkommissar."

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  ISDA Log 27 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Aug-Sat-2018, 10:54 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

"Tr'Tralevos" Quartier

Sokar war ein gestandener Mann, der schon einiges gesehen und einiges erlebt hatte.
Er musste zugeben: was er da in Nalaes Geist vorfand, gehörte schon eher zu den verstörenderen Dingen, wenngleich es ihn nicht sonderlich kümmerte.
Jedenfalls hatte es mit einer Menge Blut zu tun!
Nalae entsprach offenar am Ehesten dem Profil eines klassischen, eher banalen „Spontan-Mörders“, wie er es nennen wollte.
Niemand, der studenlang plante, dass er jemanden beseitigen wollte und auf welche Weise, niemand, der einen Grund dafür benötigte, der dem Vulkanier als logisch erschien – zumindest kein höherer Grund als dem Nachkommen spontaner Impulse.
Äußerst primitiv, urteilte Sokar. Er spürte wie seine sich nunmehr mit Nalaes mentaler Welt vermischte. 
In diesem Prozess war es dem älteren Vulkanier, als würden hunderttausende von Bildern und Stimmen seinen Geist fluten und es war nur noch schwer zu unterscheiden, wo Nalaes Geist begann und seiner endete.

Es ist ein Wunder, dass sie mit ihren Machenschaften nicht irgendwo in einer Strafkolonie verwest ist oder gleich auf dem Schafott gelandet ist, urteilte er.

Sie war schließlich niemand, der mit viel Kalkül an irgendetwas heranging.

Nun musste er sich durch den Wust an – aus seiner Sicht vollkommen pervertiertem – Bildmaterial und das schier undurchdringliche Chaos von Nalaes Geist kämpfen, um in Erfahrung zu bringen, wonach er suchte.
Rewdak Tr'Kovath hatte ihr augenscheinlich ein Kampfstimulanz verpasst; unter Leuten seines Schlages eine beliebte Art Droge.
Dies passte natürlich hervorragend zu dem Bild, welches Sokar sich von Tr'Kovath gemacht hatte. Nunja, es war nicht so, dass er damit jemanden getroffen hatte, der nicht selbst so handeln würde – jedoch war es in dieser Situation mehr als ineffektiv, eine wahnsinnige Rihannha mit irgendwelchen Substanzen noch wahnsinniger zu machen.

--

Nalae blinzelte verwirrt als Sokar seine Hände von ihrem Gesicht löste und die Geistesverschmelzung beendete.

„Was war das?!“, fragte sie.

„Geistesverschmelzung“, entgegnete Sokar trocken.
„Ich musste sie durchführen. Ich musste herausfinden, was Tr'Kovath mit dir gemacht hat. Und in diesem Zustand konnte ich dich nicht belassen, dies wäre äußerst kontraproduktiv für unsere Arbeit hier.“

Zu Sokars Überraschung folgte keine aggressive Reaktion auf diese Information. Nalae schien noch eine Weile zu benötigen um ihre Gedanken zu sortieren und entgegnete dann in ruhigem Ton: „Ich hoffe, du hast deinen Gedankenmüll jetzt nicht in meine Denkkapsel geschmiert, Vulkanier.“

„Andere Alternative wäre gewesen, den Rest der Reise in der Arrestzelle zu verbringen oder – wahrscheinlicher – gleich vom Phaser geröstet zu werden“, antwortete Sokar.

„Über Tr'Kovath kann ich zum Augenblick nicht viel mehr sagen alsdass er möglicherweise unsere Pläne vorsätzlich sabotiert. Jedoch benötige ich mehr Evidenzen dafür. Wir stehen jedoch momentan vor einem erneuten Problem: Ein paar Verrückte an Bord wollen das Schiff kontrollieren – es erscheint, als entstünde hier eine Revolution gegen den Prätor.“

„Ja und? Gut für uns wenn die den alten Sack wegräumen, da sparen wir Arbeit.“

„Du vergisst offenbar das Imperium, D'Varo! Unser Plan bestand darin, die beiden Parteien gegeneinander aufzubringen. Innerpolitische Spannungen dieser Art können wir nicht gebrauchen. Sollte die Verschwörung gegen den Prätor fehlschlagen, dann landen wir alle vor dem Scharfrichter – und das ist sehr wahrscheinlich.“

„Oooch.“
Nalae stöhnte und ließ sich zurück auf die Liege sinken.
„Ich wollte doch einfach nur an ein paar Leuten rumschnibbeln und jetzt ist alles so kompliziert...“

Der Türsummer unterbrach das Gespräch und Sokar eilte um zu öffnen.
Ein Zenturio stand im Rahmen:

„Erei'Riov Tr'Travelo – wir benötigen Ihre Anwesenheit im Konferenzraum. Es gibt einige Hinweise darauf, dass sich hier an Bord einige...Widersacher befinden, deren Loyalität gegenüber dem Prätor offenbar einige Mängel aufweist.“

Sokar hinderte sich in letzter Instanz daran, einen Blick in den hinteren Bereich des Quartiers zu Nalae zu werfen und nickte nur knapp bevor er den Centurion begleitete.


Denkt der alte, dass ich jetzt hier sitze und Däumchen drehe?! Für so langweiligen Scheiß bin ich doch nicht mitgekommen!, dachte Nalae.

Ich geh mich amüsieren...und zwar in der Bordkneipe!

Sie replizierte sich eine einfache Ulan-Uniform.

Fällt auch keinem Schwein auf, irgendso ein Ulan - dieser paranoide Alte!


- Kurz darauf – Schiffsbar -


„...Und dann hab' ich dem Nausikaaner jeden Zahn einzeln gezogen! Hahahaha!“

Der röhrend lachende Rihanha hob sein Glas und nahm einen kräftigen Schluck.

Nalae, welche bereits ihr drittes Glas Rum hatte, musterte ihn mit laszivem Blick.

„Gar nicht schlecht, Süßer!“

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