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  ISDA Log 43 Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Sun-2018, 04:13 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

ISS Picard / Quartier von Lt. Com Quinn
Vandenberg hatte sich 2 Tage Zeit gelassen, seinen Teil der Abmachung zu erledigen und sich um die CoS der Picard zu kümmern
Nachdem die ziemlich eindeutige Antwort auf das Betätigen der Türklingel von Lt. Com Quinns Quartier, ein gebrülltes „Herein“ war, hatte sich Vandenberg vorsichtig in den Raum begeben. Aus dem sirrenden Geräusch, welches aus der Nasszelle drang, schloss Vandenberg, dass Lt Com Quinn sich noch unter der Schalldusche befand. In einer Ecke des Quartiers stand eine Couch, die sich beim Daraufsetzen eher als ein bretthartes Etwas entpuppte, welches jedem klingonischen Gefängnis zur Ehre gereicht hätte, denn ein komfortables Sitzmöbel.
An einer improvisierten Pinwand prangte eine Unzahl von Fotos. Fotos von Lt. Kaiser. Lt. Kaiser beim trinken, Lt. Kaiser auf der Brücke usw. Eine bemerkenswerte Sammlung. Genauso bemerkenswert wie Lt. Com Quinns Auftritt. Sie trug jetzt die Uniform der Kommandoebene und anhand der Rangpins sah sie sich wohl in der Rolle des Kommandanten. Entsprechend trat sie auf.
 
Qu: Ahaa, der Flottenkommissar. Sie konnten es wohl nicht erwarten, mich offiziell zum Captain zu ernennen? Oder warum sind Sie sonst hier ?
 
Vandenberg lächelte freudlos.
 
Va: Warum wird mein Erscheinen von allen Leuten immer auf die eine oder andere Weise als Zeichen des eigenen Vorteils angesehen? Aber gut, ich bin tatsächlich gekommen, um mit Ihnen zu reden.
Qu: Natürlich!
 
Vandenberg wies auf die Fotos an der Pinwand.

Va: Befleißigen Sie sich neuerdings als Fotografin?
Qu: Der gute Adolf Kaiser. Ein besonderes Exemplar seiner Gattung. Nein, das ist rein beruflich. Dieser dahergelaufene Köter ist mir mit seinem vorlauten Mundwerk ein Dorn im Auge. Und Sie haben ihm auch noch das Kommando übertragen, mit Verlaub gesagt, Sir. Aber das wird sich ja heute ändern.
Va: Sind Sie sich da so sicher?
Qu: Nun, ich bin ranghöher als Kaiser.
Va: Sie haben aber keinerlei Erfahrung in Sachen Schiffsnavigation. Und daher bleibt Kaiser erst einmal Vertreter der Schiffsleitung.
 
Quinn kicherte verächtlich.

Qu: Wenn es denn sein muss. Dann soll dieser grüne Junge, der sich noch nicht einmal selbst den Hintern abwischen kann, seine Show hier abziehen.
Va: Keine Sorge Lt. Com. Bei der Sterberate an Bord dieses Schiffes werden Sie bald Ihre Chance haben.
Qu: Das könnte aber auch Sie, oder den Herrn Inquisitor treffen. Und ich kann nicht immer auf Sie achten.
Va: Tjaaa. Das sollten Sie aber. Wenn mir, oder von Rabenstein etwas zu stößt, enden Sie im Schmerzverstärker. Auf bald.
 
Vandenberg hatte sich zur Tür begeben. Als diese sich öffnete, drehte sich Vandenberg und wandted sich, maliziös lächelnd, an Quinn.

Va: Sie könnten es aber auch anders versuchen.
Qu: Was versuchen?
Va: Auf zu steigen. Einen Kandidaten kennen Sie ja schon.
Vandenberg wies auf die Pinwand.
Qu: Bei allem notwendigen Respekt, Sir. Aber meine Bettgenossen sind immer wohlausgesucht. Und keine vor allem keine schmierigen Schuljungen.
Va: Natürlich!
Vandenberg verließ das Quartier. Als sich hinter ihm die Tür schloss, glaubte er das Geräusch splitternden Glases zu hören. Vandenberg grinste böse.Die Saat war gelegt.
 
-------------------------------------------------------------

Ortswechsel: ISS Picard / Brücke
 
Scheinbar gefiel sich Lt. Kaiser in der Rolle des Captains. Er saß  auf dem Kommandantensessel wie Kaiser Artemus auf seinem Thron und gab ab und zu schneidige Kommandos. Vandenberg stand bereits seit 5 min. hinter des Sessel, bevor sich Kaiser, oder besser Haddus, langsam zu ihm umdrehte.
Ha: Ahhh unser Interinmscaptain ist ja auch schon da.
 
Haddus betonte das Wort Captain mit vor Ironie triefender Stimme.

Va: Ich bewundere Ihren Scharfsinn, dass Sie das bereits nach 5 min. festgestellt haben. Wie ich so rein nebenbei hörte, standen Sie in Kontakt mit der Ganelax?
Ha: Korrekt, Ssssir.
Va: Und Sie haben die Übernahme von Terroristen authorisiert?
Ha: Auch das stimmt auffallend Sir.
Va: Auf die Idee, mich als den derzeitigen Konmmandanten zu fragen, sind Sie wohl nicht gekommen?
Ha: Sie waren ja gerade nicht abkömmlich Sir. Also musste ich eben die Entscheidung treffen. Und warum auch nicht, Sir? Immerhin habe ich ja wohl dem Empire und damit auch Ihnen den Arsch gerettet. Sonst hätte es Krieg gegeben. Und das hätte Onkelchen Großkanzler nicht gefallen. Und was der gute DeRaaf dazu gesagt hätte? Oder erst recht Großadmiral Vernon? Etwas Dankbarkeit wäre da schon schön?
Va: Das Wort Respekt ist Ihnen völlig umbekannt.. Aber gut.Was schwebt Ihnen denn vor?
Ha: Nun Sir, wie wäre es mit dem Posten den ich jetzt ohnehin schon bekleide?
Va: Captain? Sie handeln wohl auch nach dem Motto „Bescheidenheit ist eine Zier doch weiter kommt man ohne Ihr?“
Ha: Man kann es ja einmal versuchen. Und immerhin habe ich ja auch noch etwas anzubieten.
Va: Und was?
Ha: Zum Beispiel über das bordansässige Geflügel!?
Va: Aha?
Ha: Ja. Ein Sonderurlaub sollte das schon drin sein, Sir. So let it flow now, Mama.
Va: Intrigen sind etwas für die großen Jungs, Mr. Kaiser. Nicht für Sie.
Ha: Das mag sein, Sir. Ich bin ein einfacher Raumfahrer, mit gewaschenem Hals.
Va: Wenn Sie nicht aufpassen, wird dieser frisch gewasche Hals bald von einer Klinge durchtrennt.
 
Haddus zuckte mit den Schultern.

Ha: Sterben müssen wir alle einmal, Sir.
Va: Nun gut. Ich denke über die Sache nach. Status?
Ha: Wir übernehmen die Gefangenen um 1900. 3 Personen. Die Daten habe ich Ihnen zugesandt.
Va: Sehr zuvorkommend. Gut. Wo ist eigentlich von Rabenstein?
Ha: In seinem Quartier, Sir. Zu seiner eigenen Sicherheit. Ich hielt es für besser, ihn dorthin eskortieren zu lassen. Mann kann bei der derzeitigen Situation hier an Bord ja nie wissen.
Va: In der Tat. Nun, ich bin in meinem Quartier. Lassen Sie mich rufen, sobald die Gefangenen an Bord sind.
Ha: Mit dem größten Vergnügen, Sir.
 
Vandenberg wandte sich zum Gehen, drehte sich dann aber noch einmal zu Haddus um.
 
Va: Ach Ja Mr. Kaiser. Was ich noch sagen wollte. Sollten Sie mich oder das Imperium hintergehen, dann werde ich Ihnen persönlich Ihren sauberen, frisch gewaschenen Hals, durchschneiden. Haben wir uns verstanden? Wie damals einem gewissen Spencer auf Cormalin.
Ha: Aber sicher doch, Sir.
Va: Also, dann gute Wacht noch.
 
Vandenberg verließ die Brücke.
 
Hatte Haddus Vandenberg bisher für einen pafümierten Schnösel gehalten, so hatte sich das Bild in den letzten Sekunden gewandelt. Cormalin: Die größte und verlustreichste Niederlage der ersten Rebellion gegen das Imperium. Vandenberg war also jene Schreckgestalt, von denen einige Überlebende des Aufstands noch immer erzählten: Der Dämon von Cormalin. Davon musste Sokar erfahren!

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  ISDA Log 42 - Nalae, Sokar, Rewdak
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Fri-2018, 10:18 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (2)

Die Worte von Riov T'Celis hallten in Haddus Geist wider.

Festgenommen.
Er fragte sich, wie es eine Truppe von drei kampfkräftigen Leuten geschafft hatte, sich auf der Ganelax festsetzen zu lassen.
Allerdings hatte er bereits einen Verdacht.
Dass die Mission mit zwei völlig irren Chaoten wie Nalae und Rewdak fehlschlagen würde – selbst unter der Führung Sokars – hätte man sich vorher durchaus denken können.

Doch was war eigentlich geschehen?

Wir erlauben uns eine kleine Rückblende:

Zwei Tage zuvor auf der R.R.W. Ganelax

Sokar hastete in das Quartier von Tr'Travelo.
Es lief nicht gut, gar nicht gut.
Er wusste nicht, was der Status der Picard war, und seine beiden Kollegen, die eigentlich die Aufgabe hatten, sich mit dem Schiff in Verbindung zu setzen, waren schon wieder unauffindbar.
Er nahm sich vor, nach Beendigung dieser Mission einigen Frust an den beiden auszulassen, der ihn bereits jetzt dazu veranlasste, am liebsten einem vorbeiziehenden Crewmitglied den Hals umzudrehen.
Er hatte nun eigentlich gar keine Zeit für diese Aufgabe, aber nun musste er versuchen, über einen sicheren und verschlüsselten Kanal Kontakt zu Haddus oder Mahan Tr'Kovath herzustellen.
Nervös schwitzend fuhrwerkte er auf dem Computer an seinem Schreibtisch herum, als ihn das Komterminal unterbrach.
Sokar schlug beinahe eine Delle in den Tisch.
Das konnte doch nicht wahr sein!

„En'Riov...bitte verzeihen Sie die Störung, aber wir haben hier etwas Unglaubliches...Ihre Sklavin-“

Nein.

Sokar griff nach einer Vase und wuchtete sie gegen eine weitere Vase auf einer Anrichte. Der Lärm des zerbrechenden Glases musste im Nebenquartier zu hören gewesen sein.

Er hastete auf Deck 8, wo man ihn hinbeordert hatte und machte sich nicht einmal mehr die Mühe, sich vorzustellen, was ihn nun wieder erwartete.
Nach allem, was sich die triebgesteuerten Totalversager D'Varo und Tr'Kovath auf dieser Mission erlaubt hatten, würde ihn nichts mehr überraschen – oder doch?

Es hatte sich wieder eine kleine Ansammlung Schaulustiger gebildet, die jedoch sehr schnell von den Sicherheitsoffizieren aufgelöst wurde.
Neben einem hochgrünen, vor Wut geifernden Romulaner standen Nalae und Rewdak – nackt.
Sie hielten sich ihre Klamotten gerade so vor die Leiber, dass nichts Kompromittierendes zu sehen war – was jedoch nicht so ganz einfach sein war, da sie von Sicherheitsoffizieren festgehalten wurden.


„EN'RIOV TR'TRAVELO! Ich bin so entrüstet, gar entsetzt – nein – es gibt in keiner Sprache vom Alpha-bis zum Deltaquadranten ein Wort für mein derzeitiges Empfinden!“, brüllte der Sicherheitschef.

„IHRE Sklavin und dieser – dieser – rambosierende Rowdy – in einer WARTUNGSRÖHRE! MITTEN IM HOCHBETRIEB – aufgefunden beim – beim –
oh nein, ich spreche das nicht aus!“

Sokar spührte, wie die Speicheltropfen des tobenden, wild fuchtelnden Offiziers in sein Gesicht regneten.

„Diese unglaubliche Schande! Die Ganelax, eines der repräsentativsten Schiffe der Galae – und Sie kommen hierher mit – mit dieser verruchten, frivolen, marodierenden Truppe, die dieses Schiff in ein...ein fliegendes Sodom und Gomorrah verwandelt!
JA, GENAU SO IST ES! Ich – Ich-“

Nalae und Rewdak standen mit ausdruckslosen Gesichtern da und verfolgten den wütenden Offizier und Sokars vor Entsetzen starres Gesicht.

„Und das-“

Der Sicherheitschef wollte mit seiner Tirade gerade fortfahren, da öffnete sich die Tür des Turboliftes und ein äußerst probat gekleideter Romulaner betrat die Szene.
Drei Sicherheitsmänner begleiteten ihn.
Er hatte den Kopf leicht angehoben und seine Augenbrauen wanderten vielsagend nach oben als er die interessante Szene erblickte.

Während er langsam und beinahe hoheitlich den Gang entlang schritt, zog er sich in langsamem Tempo seine Handschuhe aus feinstem Leder aus.
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis er endlich vor Sokar zum stehen kam, seine Hände hinter dem Rücken verschränkte, und ihn noch immer erhobenen Kopfes musterte.
Der Romulaner war sogar einige Zentimeter größer als der Vulkanier.

„Huii“, kam es von Nalae, wofür sie einen Fausthieb vom Sicherheitschef persönlich einkassierte.

„En'Riov Tr'Travelo?“, fragte der hochgewachsene Romulaner.

Sokar konnte es nicht fassen.
Offenbar klebte das Pech an ihm wie ein in der Sonne geschmolzener Jumja-Stick.

„Eben derselbe“, antwortete der Vulkanier mit gespielter gelassenheit.

Der große Romulaner wandte sich zu Nalae und Rewdak um.

„Und diese beiden sind...?“

„Mhmh“, Sokar räusperte sich, „mein Leibwächter und meine Sklavin...leider.“

„Ahja“, sagte der Romulaner, der bereits von Nalaes lüsternem Blick anvisiert wurde.

„Nun. Ich bin General Hakeev. Und ich muss mich doch sehr wundern. Entweder, Sie – mein guter Freund – haben sich einer äußerst schlechten Schönheitsoperation unterzogen, oder Sie sind gar nicht der, für den Sie sich ausgeben.
Was ich für wesentlich wahrscheinlicher halte.“

Er trat Sokar mit Wucht in den Magen, direkt in die Arme einiger Sicherheitsoffiziere, die ihn sogleich packten.
„Wenn ich erfahre, was mit meinem guten Freund Mendak Tr'Travelo geschehen ist, dann werden Sie sich wünschen, niemals das Licht dieser Welt erblickt zu haben.“

Er sprach vollkommen ruhig und sein Gesicht blieb regungslos.
Eine große Narbe zog sich über das rechte Auge des Romulaners.
Seine vollkommene Regungslosigkeit und die leise Art, in der er sprach, hatten selbst auf Sokar eine leicht einschüchternde Wirkung.

„Und Ihre beiden Freunde schon gar nicht. Ein derartiges Verhalten auf einem Schiff wie diesem -“ Er blieb vor Rewdak stehen „-bei dem guten Mann hilft wohl nur noch die Schere.
„Und dieses Subjekt hier...“
Er packte Nalae an den Haaren und wendete ihren Kopf in verschiedene Richtungen, als wäre sie eine Schaufensterpuppe.
„Nunja, vielleicht überlasse ich sie ein paar Unteroffizieren zum Amüsement.
Wobei ich ihr damit wohl noch einen Gefallen täte.“

Er riss den beiden Romulanern die Klamotten aus den Händen und warf sie einigen Offizieren zu, die reflexhaft zurückzuckten und sie mit spitzen Fingern aufsammelten.
„ABFÜHREN!“, brüllte er dann.
„Die können ruhig ein bisschen nackt durch das Schiff laufen, haha!“


Eine Stunde später.

Nalae, Sokar und Rewdak saßen zu dritt in einer Arrestzelle.
Die beiden geschmähten Romulaner hatten ihre Kleidung wieder erhalten um den Sicherheitsposten diesen Anblick zu ersparen.
Sokar durchlief einen meditativen Prozess, da es vermutlich nicht förderlich sein würde, wenn er D'Varo und Tr'Kovath mit bloßen Händen umzubringen versuchte.
Womöglich würde er dabei den Kürzeren ziehen.

Was der General oder Riov T'Celis mit ihnen vorhatten, das wussten zum Augenblick nur die Götter.

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  ISDA Log 41 Haddus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Sep-Fri-2018, 04:14 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

==========  Auf der Brücke der ISS Picard  ==========

"Ah, unser hochverehrter Herr Inqisitor, was gibt uns die Ehre Ihres Besuches? Es ist mir eine große Freude, Ihro Gnaden in den Betrieb der Brücke dieses Schiffes einweisen zu dürfen."

"Was tun Sier hier, Mister?"

"Sieht man das denn nicht? Ich habe derzeit das Kommando über die Picard, was jeder entsprechend ausgebildete Offizier übernehmen darf, soll und natürlich auch tut. Warum sollte ich da eine Ausnahme machen?
Und bedenken Sie bitte Folgendes: Unser geschätzter Ex-Captain ist je verschieden.
Und unsere beiden früheren EinsOs weilen auch nicht mehr unter den Lebenden.
Die Übernahme eines Jobs wie diesem, so hat es den Anschein, ist mit hohen persönlichen Risiken behaftet.
Und so brauchte unser Neu-Captain wohl erst einmal ein wenig Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, jetzt in der ersten Reihe und im direkten Feuer zu stehen. Angriffsziel übler Subjekte zu sein.
Vandenberg versucht zwar krampfhaft, nach außen hin den Tuffen zu spielen, aber in Wirklichkeit ist auch er nur ein kleiner Angsthase. Dem wachsen seine plötzlichen Aufgaben und Verantwortungen klar über den Schädel.
Ist schließlich nicht jedermanns Sache, für ein bißchen mehr Einfluß sein kleines dreckiges  Leben zu riskieren.

Und Sie hatten sich zwar in den Posten eines wie auch immer gearteten zweiten Captains gedrängelt, waren aber in den letzten Stunden auch nicht greifbar.

Da lag es nahe, das Vandenberg MIR das Kommando unter diesen Umständen vorübergehend zu übergab, bis die entsprechende Befehlsstruktur wiederhergestellt ist, denn Vandenburg alleine kann das wohl kaum machen, denn auch ein Mensch wie er brauch hie und da mal eine Mütze voll Schlaf oder einen Schnaps, um wieder zu sich zu finden. Und da muß er natürlich für qualifizierten Ersatz sorgen, der aber nicht wirklich in Massen herum läuft.
Und ich glaube nicht, daß Sie tatsächlich etwas von Schiffsführung verstehen.

Also: Was kann ich für Sie tun, Mister...ähhh... Wie war noch der geehrte Name? Er ist mir doch tatsächlich entfallen. Wie mißlich und nachlässig von mir, aber mein Namensgedächstnis war schon immer schlecht.
Ach ja..Captain zweiter Klasse."

Rabenstein war etwas rot angelaufen, so daß Haddus schon befürchete, er würde gleich einen Herzanfall bekommen, aber dann kriegte er sich doch wieder ein.
"Das Schiff muß sofort stoppen, bevor es in die Nähe der Ganelax kommt! Wir müssen erst einmal sondieren, was da an Bord vorgegangen ist und was an den Botschaften dran ist, die wir oder Sie empfangen haben? Wir können es uns nicht leisten, in eine Falle zu fliegen.
Ich hatte schon das Kommando dazu gegeben in meiner Funktion als zweiter Captain."

"Ja, da hatte tatsächlich Jemand versucht, in die Kommandoebene einzudringen, was ich aber schon vorher unterbunden hatte aus reinen Sicherheitsgründen, versteht sich.

Ich werde unser Schiff ganz sicher nicht gefährden, aber ich habe das unruhige Gefühl, daß diese ganze Sache ein abgekartetes Spiel ist. Eines, in dem SIE ihre schleimigen Schlickgriffel drin haben, und zwar erheblich mehr, als Sie es gerne hätten, daß Andere davon wüßten.
Und es ist auffallend, daß Sie sich neuerdings so für mich interessieren. Denken Sie etwa, ich sei ein Terrorist oder  Friedensfanatiker? Mein Lebenslauf dürfte auch Ihnen klar gemacht haben, daß ich nicht nur loyal dem Imperator gegenüber stehe, sondern auch sonst keiner Gefahr aus dem Wege gehe.
Ich habe mit dem Führer der Friedensbewegung geredet und denen den Wind aus den Segeln genommen, wenn auch unter dem Versprechen, daß es keine disziplinarischen Strafen geben würde. Jeder von denen ist inzwischen wieder auf seinem Posten. Von Ihnen habe ich dabei übrigens nirgends etwas gesehen. Etwa weil die Sutane bei diesen Leuten nicht wirklich gut ankommt?

Und ich scheue auch keine persönlichen Konfrontationen, weshalb ich Sie auffordere, gleich mit mir in den Besprechungsraum zu kommen, denn ich denke, es wird höchste Zeit, daß wir Beide mal ein offenes Wort miteinander reden.
Aber erst einmal müssen wir die Ganelax willkommen heißen."

Zum Rest der Brückencrew sagte er: "Wir behalten die Gefechtsbereitschaft bei, wobei wir aber die Waffen deaktiviert lassen.
Selbst bei einem Überraschungsangriff dürften unsere Schilde locker solange standhalten, bis unsere Waffen einsatzbereit sind.
Wir wollen denen drüben kein falsches Signal, aber auch keine Schwachheiten zeigen."

Rabenstein zischte: "Halten Sie einen Sicherheitsabstand ein, damit sie uns eben nicht einfach so überfallen können!"

"Ich weiß ja nicht, was die da drüben derzeit denken, aber sie werden sich hüten, uns einfach so zu überfallen, da sie annehmen werden, wir hätten da noch was in der Hinterhand. Und wenn wir uns mit abgeschalteten Waffen nähern, werden sie das sicherlich richtig auffassen.

So wie Sie reden, muß ich zu dem Schluß kommen, daß Sie letztlich ein gesteigertes Interesse an einer Auseinandersetzung oder gar einem großen Krieg hätten. Der könnte unter Umständen gut für Ihre Karriere sein, denn man würde sicherlich auch dem Grßinquisitor einen Teil der Schuld daran geben. Und ich gehe doch wohl richtig in der Annahme, daß Sie gerne diesen Posten einehmen würden. Zumal es dafür ein paar Indizien gibt, die mir vorliegen. Aber darüber sprechen wir etwas später unter vier Augen. Ich denke, daß ist besser so."

Rabenstein kochte vor Wut. Wie konnte es dieser Auswurf der Hölle wagen, sich ihm gegenüber derart frech zu äußern? Und das noch vor der ganzen Brückecrew? Ein Jungspund, der noch nicht trocken war hinter seinen Löffeln!
Schließlich wußte Jeder, daß diese Konversation innerhalb von 15 Minuten im ganzen Schiff bekannt sein dürfte, was seinem Ruf nicht gerade opportun sein würde. Aber er riß sich zusammen und machte gute Mine zum bösen Spiel, denn er wollte sich hier vor den Leuten keinesfalls eine Blöße geben. Aber er würde es diesem frechen Navigator schon heimzahlen, wenn er denn ein solcher war.
Und Eines war ebenfalls klar: Er war zwar mit Tr'Kovath zusammen auf das Schiff gekommen, aber das mußte natürlich nichts bedeuten. Und er war auf Befehl des Ex-Captains angeheuert worden, was aber auch nichts darüber aussagte, ob er mit diesem unter einer Decke steckte oder gar tatsächlich ein Terrorist war.
Es wäre schon ein wirklich großer Zufall gewesen, wenn man da einen Verbrecher angeheuert hätte.
Und von Navigation verstand der Mann auf jeden Fall etwas, denn das hatte er nun schon mehrfach unter Beweis gestellt.


==========  Etwa 15 Minuten später  ==========

Nur etwa 2 km trennten die beiden Kampfschiffe von einander.
Daß auch die Ganelax unter Kampfbereitschaft stand, war augenscheinlich, aber auch sie hatte es unterlassen, ihre Waffen zu aktivieren.
Das spach für dortige Schiffsführung.

Der Kommunikationsoffizier meldete sich:
"Sir, die Ganelax ruf uns."

"Gut. Auf den Schirm."

Eine hochgewachsene Romulanerin erschien:
"Ich bin Riov T'Celis, Kommandatin des Flaggschiffs der Galae, Ganelax. Mit wem habe ich es zu tun?"

"Ich bin der derzeit agierende befehlshabende Offizier Lieutnant Kaiser. Bitte nehmen Sie mit mir vorlieb, da es ein paar Probleme in unserer Befehlstruktur gegeben hat, die erst wieder gelöst werden müssen. Ich habe alle Rechte eines agierenden Captains."

"Ein Lieutnant? Nun ja, die Terraner hatten schon immer bemerkenswerte Zustände an Bord ihrer Schiffe. Vielleicht sollten Sie mal wieder in der imperialen Flotte ihre eigene Militärgeschichte studieren, wie zum Beispiel die Zustände an Bord englischer Kampfschiffe um etwa 1600 herum, damit Sie wissen, was Disziplin bedeutet."

"Na ja, aus diesen Tagen sind wir heraus, liebe Dame. Was kann ich für Sie tun?"

"Ihr Schiff ist, genau wie meins, in Kampfbereitschaft, weil es gewissen Funksprüche gab, die wir aufgefangen haben, die darauf hindeuteten, daß die Terraner uns überfallen wollen, wobei ich persönlich dem skeptisch gegenüber stand."

"Das kann ich gut nachempfinden, denn uns ging es genau so. Auch wir empfingen einige Subraumbotschaften, die auf eine ähnliche Aktion der Romulaner hindeuteten, weshalb auch wir Kampfbereitschaft ansetzten.

"Wissen Sie, wer dafür verantwortlich ist?"

"Leider nicht, aber wir werden dem Täter noch habhaft werden. Und bei Ihnen?"

"Ich denke, wir haben die Subjekte entdeckt und sie festgenommen."

Haddus Herz stoppte für eine hundertstel Sekunde, aber er bekam sich sofort wieder in den Griff. Allerdings bemerkte er eine bemerkenswerte Reaktion der Krähe, die ihn unverwandt anstarrte. Konnte der das gefühlt haben?

"Tatsächlich? Und? Haben Sie diese Subjekte erschossen?"

"Nein, warum sollten wir? Die sind doch nur lästige Schmeißfliegen, die die Ehre der Galae niemals beschmutzen können.
Da wir sie nicht benötigen, auch wenn es romulanische Staatsangehörige sind, wollen wir es als Geste des Vertrauens nutzen und sie Ihnen ausliefern.
Was Sie dann mit denen machen, interessiert uns nicht.
Das Oberkommando der Galae hat dieser Auslieferung zugestimmt."

"Ich versichere Ihnen, Riov, daß der Imperator und die Führung der imperialen Flotte dieses 'Geschenk' sehr zu schätzen wissen.
Ich schlage also vor, die Kampfbereitschaft unserer Schiffe aufzuheben und uns den geplanten Übungen zuzuwenden, die wir in ein paar Stunden dann entweder hier oder an Bord der Ganelax durchführen könnten."

"Gut. Meine Besatzung kann ein paar Stunden Ruhe gebrauchen. Ich würde sagen, daß wir uns gegen 19.00 Uhr Ihrer Bordzeit dann zunächst einmal hier treffen. Bitte richten Sie das Ihrem Kommandanten aus.
In etwa 30 terranischen Minuten können Sie dann die drei Verbrecher rüber auf die Picard beamen. Wir werden Ihnen dazu ein Bereitschaftssignal schicken."

"Danke, Riov T'Celis. Ich bin sehr erfreut, sie kennengelernt zu haben. Picard Ende."

Die Dame drüben lächelte etwas dünn, aber immerhin lächelte sie, was bei einer Romulanerin an sich schon etwas Außergewöhnliches war.


==========  Etwas später im Bereitschaftsraum  ==========

Rabenstein versuchte, sich eine harte Mine aufzusetzen: "Immerhin muß ich es Ihnen lassen, Mister Kaiser - falls Sie denn so tatsächlich heißen - daß Sie eine gewisse Begabung für Diplomatie haben. Vielleicht sollten Sie ins Auge fassen, eine Karriere in der Politik anzustreben?"

"Nein danke. Ich gebe ungerne zu, daß ich Politiker noch nie mochte, wobei allerdings Ihre Organisation da noch weit drüber steht."

"Dafür, daß Sie noch sehr jung sind, haben Sie ein ziemlich loses Mundwerk."

"Tja, das haben schon meine Lehrer kritisiert. Aber nun zu Ihnen, werter Herr. Es ist mir klar, daß Sie und Vandenberg sich nicht riechen können. Klar, denn die Organisationen der Inquisition und der Flottensicherheit waren sich schon immer spinnefeind, und ich bin der felsenfesten Überzeugung, daß Sie alles daran setzen werden, ihm das Kommando hier so schwer wie möglich zu machen.
Ich weiß zwar nicht, was für ein Spielchen Sie tatsächlich spielen, aber Eines weiß ich: Sie kommunizieren am Wissen und der Genehmigung der Schiffsführung, vor allem aber der Flottensicherheit vorbei mit Ihren Vorgesetzten."

Wenn ein Vampir noch blasser werden konnte, als er sowieso schon war, so war es jetzt bei Rabenstein.
"Was reden Sie da für einen Blödsinn, Mann?"

"Nun ja. Als ich diese bemerkenswerten Funksprüche im Subraumband auffing, stellte ich fest, daß da nicht eben dieser Sender alleine drauf war, sondern daß es auch hier auf der Picard Jemanden gab, der solche Nachrichten sandte. Und dieser Jemand war Niemand anderes als ausgerechnet Sie!
Selbst wenn ich den Inhalt nicht wüßte, wären diese Nachrichten ein schwerer Bruch gegen die Schiffsregularien und wären nach imperialem Flottenrecht schon der Todesstrafe würdig.
Und es gelang mir auch, den Inhalt zu entziffern, was auch nur bedingt gut ist für Ihre Person und die Funktion hier an Bord. Die Aufforderungen zur Intrigation gegen die Schiffsführung läßt mich vermuten, daß Sie nicht unmaßgeblich hinter dem jähen Verscheiden der kompletten Schiffskommandoebene stecken.
Vielleicht sollte ich das mal Vandenberg stecken?"

"Sie sind ein ziemlich gerissener Hund, Kaiser, aber ich könnte ja ebenfalls vermuten, daß Sie es sind, der unbedingt das Kommando über die Picard haben will und ja schon recht weit gekommen sind, wenn ich mir das so betrachte?
Wäre doch eine glückliche und schnelle Karriere für einen kleinen Navigator und Lieutnant?"

"Nun ja, es gab in der irdischen Geschichte Fälle, wo kleine Unteroffiziere es immerhin zum Führer großer Staaten und zum Herrscher über ganze Kontinente gebracht haben, aber ich denke, wir reden hier weniger über meine als über Ihre Ambitionen.
Und da wäre es doch mehr als hinderlich und ärgerlich, wenn solche Handlungen, wie Ihre hier, bekannt würden?"

"Sie sind nicht nur clever, sondern auch ein ganz mieser kleiner Erpresser."

"Zuviel der Ehre! Ich schlage Ihnen also vor, Sie halten sich bezüglich meiner Person ein wenig zurück.
Ich denke, dann werden wir Beide schon ein Auskommen miteinander finden."

"Sie sind ein echter Dreckskerl!"

"Danke, aber Sie kennen doch das alte terranische Sprichwort: 'Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.' "

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  Log 40 Richard
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sep-Wed-2018, 01:00 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: ich versuche mal, wieder rein zu kommen und alles bisschen aufzudröseln, soweit ich das verstanden hab...

RPG:

*** Auf der ISS Picard ***

Richard von Rabenstein hatte den Lift mit ihm und Flottenkommissar Vandenberg mitten in der Fahrt gestoppt.

"Darf ich fragen, was das zu bedeuten hat?" raunzte Vandenberg, denn die Ereignisse der letzten Stunden auf ein Niveau äußerster Gereiztheit gehoben hatten. "Das ist kaum der richtige Platz noch der richtige Zeitpunkt für eine kleine meditative Auszeit!"

"Nein, aber der Lift befindet sich zwischen Deck 5 und 4 und der Abschirmung zu den Transwarpsystemen - ein natürlicher Abhörschutz," entgegnete der Inquisitor.

"Ach. Seit wann sind Sie Experte für neue Schiffstypen?"

"Seit ich auf diesen unterirdisch defizienten Einsatz beordert wurde! - Ich schätze, Sie sind der gleichen Meinung wie ich: Salazars Tod - nicht, dass ich ihn bedauere - war genauso inszeniert wie die Hinrichtung des ersten Navigators."

Vandenberg nickte. "Das stank von Anfang an. Salazar hat dafür gesorgt, dass dieser Kaiser und diese Spitzohr-Ratte an Bord kamen, da gibt es für mich keinen Zweifel. Die Sache hat nur einen Haken: Salazar war der Großneffe des Imperators."

Richard lächelte dünn. "Nun, dass allein würde ihn nicht vom Verdacht subversiver Handlungen freisprechen, im Gegenteil. Im Lauf der Geschichte sind an über hundert Imperatoren durch Intrigen aus der eigenen Familie gefallen. Nein. Der Haken ist, dass Salazar schlichtweg zu dumm war, um soetwas zu tun. Zumindest... aus eigenem Antrieb zu tun. Glauben Sie mir, ich habe ihn eingehend sondiert."

"Gut, er wurde benutzt, aber die Frage ist von wem? Sie sagten, dass Tr'Kovath gestanden hat, durch Sokar von Vulkan abgeordnet zu sein. Aber das Ganze hier passt nicht in das Handlungsmuster des 'Patriarchen'."

"So ist es. Aber in das Handlungsmuster von Lt.Cmdr. Quinn. Geben Sie zu, Ihre Obduktion des XO hat genau zu demselben Ergebnis geführt."

Vandenberg brummte nur.

"Also, Quinn bekam mit, dass ich diesem romulanischen maleficus auf die Schliche gekommen war.  Als wir das Kommando über die Picard übernahmen, sah sie ihre Felle davon schwimmen.  Das war eine exzellente Idee, sie aus der Reserve zu locken, muss ich Ihnen zugestehen. Nun, Quinn inszenierte ein Ablenkungsmanöver, um möglichst alle zu eliminieren, die im Falle eines Falles belastende Aussagen gegen sie machen könnten. Salazar, Burnham..."

Vandenberg rieb sich das Kinn. "Hm.... Mit Verlaub, ich finde Ihre These etwas konstruiert. Quinn als Terroristin?"

"Nein, nein..." Richard machte eine ungeduldige Geste, als habe er einem Kleinkind zum fünften Mal erklärt, was 1x1 ist. "Als jemand, der sich mit HILFE der Terroristen als Führungsperson qualifizieren wollte. Was hilft besser zur Profilierung, als sich heldenhaft einem Terroranschlag entgegen zu stemmen? Das gibt Orden, nicht wahr, und Beförderungen und man steigt zack, zack in der Gunst des Hofes! Nur dumm, wenn dann tatsächlich ein Terrorist aus dem Spielchen Ernst macht."

"Demnach haben wir immer noch eine unbekannte Anzahl Banditen hier an Bord, die danach trachten, uns mit den Romulanern in einen Krieg zu verwickeln. Wir sollten ihrer habhaft werden, ehe wir uns in den wie auch immer gearteten Ewigen Gefilden wiederfinden, Hochwürden!"

"So ist es. - Ich nehme an, Sie möchten Lt.Cmdr. Quinn übernehmen?"

"Und Sie Tr'Kovath?"

"Nein, der Romulaner ist bedeutungslos. Ich habe alles, was er mir gesagt hat, in einem sicheren Repositorium. Aber dieser widernatürliche Cyborg ist von den Sensoren leicht zu isolieren. Quinn wird denken, WIR sind hinter ihm her. Haben Sie Tr'Kovath, haben Sie Quinn."

"Ah... und Sie beschränken sich darauf, mir den kirchlichen Segen zu erteilen und warten ab..."

"Ich kümmere mich um Tr'Kovaths Partner. Wenn mich nicht alles täuscht, ein gewisser übereifriger Lt. Kaiser."

Nun grinste Vandenberg böse. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich  mit Ihnen einmal zusammen arbeiten würde... aber zum Ruhme des Imperiums...."

"Ad majorem Dei gloriam," erwiderte Richard. Und ein Imperium, dass sich dieses Namens wieder würdig erweist. Er öffnete das Zugriffspanel des Lifts. "Bittesehr, Herr Flottenkommissar, die Sensorik. Schalten und walten Sie Ihres Amtes."

...

Wenig später setzte sich der Lift wieder in Bewegung Richtung Maschinenraum, wo Vandenberg Tr'Kovath lokalisiert hatte. Nachdem sich die Türen hinter dem Flottenkommissar geschlossen hatten, setzte Richard sein neues Ziel: die Brücke, letzten bekannten Aufenthaltsort von Lt. Adolf Kaiser. Oder wer auch immer du bist... Er berührte das aufgestickte Kreuz auf seinem Gewand in einem raschen Stoßgebet. Mit Gottes Hilfe würde er heute gleich mehrere Feinde des Imperiums zur Strecke bringen...

"Computer, Position der ISS Picard relativ zur RWS Ganelax?"

+ Parallelkurs, Waffenreichweite in 15 Minuten. + Der Lift hielt.

"Sofortiger Stop! Autorisation Rabenstein Ricardus 43 Init-Vz-3." Die Tür öffnete sich und gab den Blick auf die Brücke frei. Dort saß Lt. Kaiser - im Captain's Chair. Fünf andere Crewmitglieder waren an den Konsolen verteilt.

Richard war unbewaffnet, und das schien den jungen Navigator mit viel Selbstbewusstsein zu erfüllen. Er strahlte geradezu vor 'Ich-bin-der-Grösste'-Attitüde, als er den Sitz leicht herum schwang und den Inquisitor von oben herab beäugte.

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  Log 39 Sokar
Geschrieben von: Sokar - Sep-Sun-2018, 08:21 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** An Bord der 'Ganelax' ***

 
Sokar hatte die verworrenen Ereignisse an Bord dieses von den Elementen verfluchten Schiffes über die internen Monitoringsysteme verfolgt und ihm wurde klar, dass keine Zeit mehr zu verlieren war - wollte er das Schiff nicht verlieren. Und DAS durfte nicht geschehen! Riov T'Celis hatte fast sämtliche Kommandocodes auch auf ihn übertragen, die Ganelax hing sozusagen wie eine reife Frucht greifbar vor seiner Hand. Er würde nicht zulassen, dass ein paar Unruhestifter seine Pläne durchkreuzten und einen Krieg vom Zaun brachen, BEVOR er weit genug davon entfernt war!
 
Dieser Raubvogel ist mein. Mit ihm werde ich ins Herz des Verderbens vorstoßen, bis nach Terra! Bis ins Herz des Imperiums, ins Zentrum des Bösen! Dort werde ich die Nachfahren der Schlächter von Vulcan für ihre Taten bezahlen lassen...Blut für Blut, Auge um Auge, Zahn um Zahn...
 
Über seinen Armscanner versuchte Sokar erneut, die Lokalisatorchips seiner beiden Gefährten anzusteuern. Aber entweder befanden sich Nalae und Rewdak in einem abgeschirmten Bereich, oder sie waren tot. In letzterem Fall hätte sich der Marker einfach aufgelöst, um Spuren zu beseitigen. Es war ihm egal. Der Vulkanier empfand auch keine besondere Verpflichtung, sich um sie zu kümmern. In diesem Universum war jeder auf sich selbst angewiesen, wenn es hart auf hart kam. Bisher hatten sie sich nicht als sonderlich nützlich für die Mission erwiesen. Womöglich hatte sogar dieser Tr'Kovath die Gefechtsbereitschaft ausgelöst, um sich im Kampf zu profilieren. Irre wie er hatte ja nie das große Ganze im Blick.
 
Sokar stoppte seinen Lauf vor einem Lift, orderte die Kabine und blieb mit gezogenem Disruptor in Deckung. Der Lift hielt, die Flügel glitten auf. Leer! Sokar ließ die Waffe sinken und hechtete in die Kabine. "Brücke!"
 
...
 
Wenige Sekunden später stellte er fest, dass der Zugang zur Brücke blockiert war. "Override Tr'Tralevo Terix Sva-Ilan!" bellte er in Richtung des Zugriffspanels und wartete eine endlos scheinende Zeit, bis der Irisscan die Identität des vermeintlichen Erie'Riovs bestätigt hatte. Die Tür öffnete sich. Aber ehe der Vulkanier die Situation erfassen konnte, schob sich aus dem herrschenden Halbdunkel eine Waffenmündung in seine Seite.
 
"Wie praktisch, dass Sie sich unserem kleinen informellen Treffen anschließen konnten, Freund unseres allseits geliebten Prätors." Die Stimme des Subcommanders der Ganelax! "Jetzt können Sie sogar Zeuge sein, wie der Prätor einen Krieg gegen seine treuen Alliierten vom Zaun bricht..." Grinsend nahm der Verräter ihm die Waffe ab. "Was ihm das Genick brechen wird... und dir auch, Tr'Tralevo."
 
Jetzt erkannte Sokar die Kommandantin des Schiffes, die von einem zweiten Meuterer in Schach gehalten wurde. Drei weitere Mitglieder der Brückencrew lagen tot über ihren Konsolen. Während er vorwärts gestoßen wurde, musste Sokar dem Subcommander zugestehen, dass dieser seinen perfiden Plan bestens vorbereitet hatte.
Was für eine Ironie! Zwei Terroristen versuchen, dasselbe Schiff zu stehlen! Der Humor ist einer schlechten Holonovela würdig!
 
Der Subcommander packte ihn an der Schulter, wollte ihn auf die Knie niederdrücken. Aber Sokar hatte nichts zu verlieren und einen Heiligen Krieg zu gewinnen! Unvermittelt stieß er den rechten Ellenbogen in den Unterleib des Romulaners, nutzte den Überraschungsmoment, dessen Hand mit der Waffe zu packen. Blitzschnelle Bewegungen, Knochensplittern. Sokar war ein Meister der waffenlosen Kampfkunst. Nur Augenblicke später hatte er den Subcommander überwältigt und die beiden anderen Meuterer waren Disruptorschüssen aus seiner und T'Celis Waffe zum Opfer gefallen.
 
"Gefechtsbereitschaft einstellen!" befahl die Kommandantin noch außer Atem vom Handgemenge und ließ eine lange Zahlenfolge zur Autorisation folgen. "Maschinenraum! Sofortiger Stopp!" Sie wandte sich um zu Sokar: "Erie'Riov, melden Sie über Interkom, dass die Köpfe dieser schmählichen Meuterei abgeschlagen sind und dieses Schiff sich unter Kontrolle des Prätortreuen Kommandos befindet. Wer sich noch widersetzt, hat mit dem Tod zu rechnen!"
 
Der Vulkanier nickte und eilte zum Kom-Terminal. Riov T'Celis versuchte unterdessen, ihr Oberkommando und das Leitschiff der terranischen Manöververbände zu erreichen. Wie sich herausstellte, hatten die über die von den Rebellen eroberte Transmitterphalanx verbreiteten Fehlinformationen schon auf beiden Seiten für Unruhe und Misstrauen gesorgt, denn die Nachrichtenkanäle waren voller Meldungen. Sokar applizierte ein kaum sichtbares Zusatz-Verschlüsselungsgerät am Kom-Terminal und bemühte sich, sein Team auf der ISS Picard zu erreichen. War nicht eben eine Nachricht über den Bildschirm geflackert, dass ein terranisches Schiff sich selbst zerstört habe? Endlich erreichte er Haddus und gab eine codierte Sequenz in das Terminal ein.
 
(PS: im Augenblick nicht mehr Zeit...)

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  Log 38 Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Fri-2018, 09:08 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

NRPG: So, lets splatter a little bit Ultragrins 

RPG:

ISS Picard / Quartier von Captain Salazar.
 
Die weißglühende Linie eines Plasmaschneiders fraß sich durch die massive Tür des Captainsquartiers. Kaum hatte sich die Linie geschlossen, fiel ein Teil der  Tür mit einem dumpfen Krachen auf den Boden und 4 massiv gebaute SO´s stürmten in den Raum. Sie verteilten sich in dem Quartier und sicherten das Gebiet. Hinter Ihnen betraten Lt. Com Quinn,  Vandenberg und Von Rabenstein den Raum.
 
Ra: Leer.
Va: Ich bewundere Ihren Scharfsinn. Das habe ich auch gesehen.

Lt. Com. Quinn, die CoS der Picard, schnaubte verächtlich.
 
Qi: Dieses Romulanerschwein kann jetzt mit dem Captain schon irgendwo sein.
Ra: Das glaube ich nicht!

Vandenberg drehte sich zu Von Rabenstein um.

Va: So wie Sie daran geglaubt haben, dass Tr'Kovath sicher fixiert ist, was?
Ra: Er hatte bei seinem Ausbruch Hilfe.
 
Vandenberg rollte mit den Augen.

Va: Von Mr. Kaiser, was?
Ra: Und wenn es so wäre? Tatsache ist, dass Tr'Kovaths Fesseln und das Sedativ ihm eine Flucht aus eigenem Antrieb unmöglich gemacht hätten. Er hatte Hilfe oder es wurden vorher interne Maßnahmen getroffen. Und das ist eine Tatsache.
Va: Tatsache ist vor allem, dass sowohl der Captain fehlt, als auch ein gewisser Romulaner. Ein Romulaner, den Sie Hochwürden, vor 30 min. noch in Ihrem Griff hatten.
Ra: Bei Ihrer umwerfenden Analyse sollten Sie eventuell auch berücksichtigen, dass die Zugangscodes zum Quartier des Captains so geändert wurden, dass sie noch nicht einmal per Override-Code geöffnet werden konnte. Und warum werden weder der Captain, noch Tr'Kovath über die schiffsinternen Sensoren gefunden? Das war ein Insider-Job.
Va: Ja, einer der uns sehr viel Zeit gekostet hat.
Ra: Eben.
 
Ein Signal von Quinns Com ertönte.

Qi: Ja?
<Mam, wir haben den Captain gefunden. Anti-Materie-Lager 2>
Qi: In welchen Zustand ist der Capatin?
<Ich glaube Mam, Sie sollten besser hier runter kommen>

Quinn schaltete ab, entsicherte ihren schweren Fusionsphaser und eilte in Richtung des AM-Lagers, Vandenberg und Von Rabenstein im Schlepptau.
 
------------------------------------------------------------
 
Ortswechsel:
 
ISS Picard / AM-Lager 2
 
Der Raum, dessen Türen mit ein Dilithium-Beschichtung AM-neutral gehalten wurden, war angefüllt mit Magnettanks und raumhohen Krangerüsten. Auf einer Arbeitsplattform stand ein sorgfältig gefesselter Captain Salazar. Um seinen Hals war mehrfach das dünne Drahtseil des Tankmanipulatorkrans gewickelt. Und sehr zur Überraschung der Neuankömmlinge stand XO-Gomez direkt hinter dem Captain, die linke Hand an Salazars Schulter, in der rechten Hand einen Phaser, auf einen der AM-Tanks gerichtet. Er brüllte aus Leibeskräften.
 
Go: Wenn einer von Euch näher kommt, baumelt der Captain, dieses versoffene, wertlose Stück Dreck und die ganze Chose hier geht hoch.
 
Vandenberg blieb kühl.

Va: Was soll der Blödsinn, Gomez? Haben Sie ein Beförderungsproblem? So werden Sie niemals Captain!
Go: Ihr werdet keinen intergalaktischen Krieg mit den Romulanern beginnen. Ihr nicht!
Va: Aha, ein Friedensbewegter. Sie reden Unsinn Mann. Kommen Sie da runter und Sie werden überleben.
Go: Ich sche…. Auf Eure Versprechungen, Ihr Schweinehunde. Kriegstreiber!

Von Rabenstein konnte aus den Augenwinkeln erkennen, wie sich Lt. Com. Quinn langsam in Richtung einer Seitentür bewegte.

Va: Ich sagte runter da!
Go: Ich werde Euch alle zum Teufel jagen. Ich werde…..
 
Ein greller Lichtstrahl aus Quinns Waffe spannte sich zu Gomez hinüber uns trennte ihm den Unterschenkel unmittelbar über dem Knie ab. Schreiend kippte Gomez zur Seite, dabei Captain Salazar nach vorne stoßend. Gomez Phaser feuerte in die Decke, Captain Salazars Körper fiel wie ein Gewicht an einem Senkblei zu Boden. Mit einem Geräusch, als ob ein Reißverschluss mit Gewalt geöffnet werden würde, riss das Drahtseil Salazars Kopf vom Rumpf. Mit einem dumpfen Poltern fiel der Kopf auf die Bodenplatten, noch einen überraschten Gesichtsausdruck zeigend, während Salazars Rumpf direkt vor die Füße der Anwesenden klatschte und sie über und über mit Blut bespritzte.
Vandenberg herrschte Quinn an.

Va: Sind Sie wahnsinnig geworden? Wir hätten in die Luft fliegen können!

Quinn zuckte mit den Schultern.

Qi: Wieso? Waren doch beide nur ein Stück Scheiße! Und die Tanks in diesem Bereich sind laut Ladeliste leer.
 
Von Rabenstein kletterte die Leiter hinauf zu dem sich vor Schmerzen krümmenden und nur noch wimmernden Gomez. Vandenberg enterte die Plattform von der anderen Seite, einen schweren Phaser in der Hand.
Von Rabenstein kniete sich direkt neben Gomez Kopf.
 
Ra: Für Dich gibt es keine Rettung mehr, mein Sohn. Du wirst sterben. Doch hast du dich gegen den Willen des Herrn versündigt mein Sohn. Dafür wirst du in der Hölle büßen! Doch du kannst Deine Strafe abkürzen und deine Seele retten, indem du mir verrätst, wer Deine Hintermänner sind und wo du Tr'Kovath versteckt hast!
Gomez konnte  nur noch stammeln. Er spuckte immer wieder Blut. Scheinbar hatte der Schuss aus Quinns Waffe mehr angerichtet, als nur Gomez Unterschenkel abzutrennen.
 
Go: Von….mir….erfährst…du…nichts…du...bigotter Hurensohn
Ra: Erleichtere dein Gewissen, wo ist Tr'Kovath?
Go: Ich…kenne…keinen scheiss…Tr'Kovath.
 
Gomez zeigte plötzlich ein blutiges Grinsen.

Go: Fahr zur Hölle, Aaskrähe.
 
Die letzten Worte des ehem. XO der Picard hing in einem blutigen Gegurgel unter, dann erschlaffte Gomez Körper. Er war tot.
Vandenberg konnte sehr deutlich beobachten, wie von Rabenstein vor Wut sichtlich grau wurde. Nur mit Mühe konnte der Inquisitor sich beherrschen. Wortlos stieg er die Leiter herunter und begab sich grübelnd in eine Ecke des Raumes. Währenddessen hatte Vandenberg 2 SOs auf die Plattform beordert, welche auf eher rustikale Weise Gomez Leiche zu Boden beförderten. Vandenberg selbst hatte sich von der Plattform begeben und marschierte zu von Rabenstein, dabei stolperte er beinahe über Salazars Kopf. Vandenberg fauchte Quinn an:
 
Va: Schaffen Sie das weg!

Von Rabenstein wirkte nachdenklich.
 
Ra: Außergewöhnliche Koinzidenz der Ereignisse.
Va: In Bezug auf den diesbezüglichen Ärger gebe ich Ihnen recht!

Von Rabenstein funkelte Vandenberg an.

Ra: Lassen Sie uns Tr'Kovath finden. Und sei es in Stücken!
Va: Da gehe ich ausnahmsweise einmal mit Ihnen konform.
 
Die beiden Männer eilten aus dem Raum. Kaum hatte sich die Tür hinter Ihnen geschlossen, da schlenderte Quinn zu Gomez Leiche.
 
Qi: Tja, verrechnet. Mr. Megacaptain. Schief gelaufen, Arschloch. Gute Nacht.

Quinn zertrat mit dem Absatz ihres Stiefels Gomez Gesicht und verließ den Raum, die beiden Leichen den autom. Reinigungssystemen überlassend.

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  Log 37
Geschrieben von: Rewdak Tr'Kovath - Sep-Thu-2018, 10:12 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (5)

RRW Ganelax – Quartier von Erei'Riov Tr'Travelo
 
Rewdak streckte sich und machte es sich auf Sokars Koje gemütlich. „Weißt du, was den Alten so richtig ankotzen würde?“ fragte er in Richtung Nalaes.
„Lass mich raten, dass wir beide Flecken in seine Koje machen die kein Blut sind?“ kam die leicht spöttelnde Antwort. Nalae sah auf ihn herab, sie war zwar genervt von diesem jämmerlichen Wurm, der es sich zur Aufgabe gemacht zu haben schien, ihr jeden Erfolg auf diesem Schiff zu rauben aber ihre Lust war noch nicht verflogen. „Sein Gesichtsausdrück wäre es mir eigentlich schon Wer-„ Eine Explosion erschütterte den Raum, unterbrach Nalae und warf Rewdak vom Bett.

„ACHTUNG, DIES IST KEINE ÜBUNG, GEFECHTSBEREITSCHAFT HERSTELLEN, ALLE MANN AN IHRE POSTEN, ALARMSTUFE ROT!“ ertönte die Stimme des Commanders wie eine Druckwelle aus dem Lautsprechersystem.

„Was zur Hölle war das denn schon wieder?“ brüllte Nalae erzürnt. Konnte denn überhaupt nichts so ausgehen, wie sie es sich erhoffte?
„Keine Ahnung, ich bin diesmal komplett unbeteiligt“ beteuerte Rewdak. „Wenn das die Separatisten sind, werde ich aber auch nicht hierbleiben und wenn das Feuer der Picard ist, werde ich erst recht nicht hierbleiben!“ Rewdak stürmte zur Tür die seine Kajüte von Sokars Quartier trennte und begann sich seinen Kampfanzug anzuziehen.

„Hast du meinen Scheiß auch da drin?“ erkundigte Nalae sich genervt. Wenn er es nicht besser wüsste, hätte er schwören können, dass sie etwas ängstlich und unsicher klang.

„Klar aber du hast doch eh nur Stoff dabei“ Kam es von Rewdak zurück. „Bevor du dich willkürlich abschießt, probiere mal eine von denen und konzentrier dich bitte dieses Mal darauf, nicht die erste Person abzuschlachten die du zu sehen bekommst.“

Rewdak betrat in voller Ausrüstung den Raum, dieses Mal trug er sogar den Helm der Kampfrüstung, die, da er sie nicht mehr halb versteckt trug, um einige Panzerplatten und Bewaffnung erweitert war. Als er ihr die Phiole mit der klaren Flüssigkeit überreichte merkte er, dass sie zitterte. Er überlegte kurz ob er etwas sagen sollte, als der Bioscanner seines Helmes ihm signalisierte, dass ihre Oxytocinausschüttung höher war als üblich. „Scheiße, eine reelle Chance vertan“ sagte er leise zu sich selbst und ging zurück in seine Kajüte um ihre Disruptoren zu holen.
 
RRW Ganelax – Engineering
 
„Diese Idioten werden das Schiff in die Luft jagen, bevor die Picard den ersten Schuss abgefeuert hat und das 10 Minuten nach einer Kriegserklärung!“ Rief Nalae Rewdak zu, als hätte er die Situation nicht verstanden. Sie duckte sich hinter die erloschenen Überreste einer Plasmaleitung, die einen Teil der Wand in einem 90° Winkel abstehen ließ. Rewdak blinzelte durch das flackern der zerstörten Beleuchtung vor dem Eingang des Haupttechnikbereichs, in dem sich auch das AQS des Schiffes befand. Auf den wenigen, nicht zerstörten Displays um den Raum herum war das Gesicht einer Blonden Halbromulanerin zu sehen. Die junge Frau faselte irgendetwas von Völkerverständigung und Frieden um jeden Preis und schien bereit zu sein, die Quantensingularität des Warpantriebs freizusetzen, was das Schiff in ein schwarzes Loch verwandeln und jedes Leben auf dem Schiff auslöschen würde. 

„Und genau deswegen müssen wir da jetzt rein, sonst war es das!“ Rief Rewdak zurück, ebenfalls nur das Offensichtliche wiedergebend.
Das Disruptorfeuer aus dem Eingang erlosch für einen kurzen augenblich, lange Genug um der aufgeputschten Nalae Gelegenheit zu geben um durch den Eingang zu hechten. Sie hatte ihre Disruptorpistole in der linken Hand und feuert blind auf die Position an der sie einen der Verschwörer vermutete.  Ein Schwall an grünen Lichtblitzen schlug in und um den jungen Romulaner ein und hinterließ mehrere faustgroße Brandlöcher dort wo eben noch lebenswichtige Organe waren. Zur selben Zeit schwang sie ihr Skalpell mit der rechten Hand in Richtung des Fähnrichs zu ihrer Rechten, der mit seinem nun verstorbenen Kumpanen dafür sorgen sollte, dass die Tür lange genug versperrt war damit die Rädelsführerin ihre Forderungen durchsetzen konnte.
Der Romulaner wich zurück und schaffte es gerade so, dem Skalpell ausweichen, was Nalae nur dazu brachte den Schwung weiter zu nutzen und ihn mit einem tiefen Tritt von den Füßen zu fegen. Sie sprang mit einer weiteren Drehung auf seinen Kopf zu, sodass sie über ihm hockte, hakte ihr Skalpell in seinen Unterkiefer ein, drückte ihm ihren Disruptor an die Schläfe und Kochte sein Hirn.

Rewdak ließ bei so einer Vorführung nicht lange auf sich warten und stürmte in den Raum. Sein Heads-up-display errechnete ihm in Echtzeit die besten Deckungsmöglichkeiten für sich und seine Gegner, was ihn dazu veranlasste über die nächste Konsole zu springen und den Nacken des dahinter kauernden Technikers mit seiner Unterarmklinge zu durchbohren. „Ups“ entwich ihm, als er merkte, dass dieser unbewaffnet war.
„Was?“ Kam es von Nalae.

Ein Disruptorstrahl unterbrach ihre ausgelassene Konversation, wofür der Schütze bitter zahlen musste.
„Jetzt nur noch die Verrückte!“ rief Rewdak „Hast du eine Ahnung wer das sein könnte? Woher hat die so viele Gefolgsleute innerhalb der Flotte?“
„Keine Ahnung, is mir egal!“ kam es knapp zurück. Die Drogen gaben Nalae zwar Fokus, allerdings auch eine etwas ungesunde Engstirnigkeit.
Rewdak ging zur Reaktorkammer und Stemmte die Tür auf. „Es wird Zeit dieses Spiel zu beenden, wer auch immer Du bist!“ Rief er in den Raum. Die Dämpfe der Kühlflüssigkeit nahmen ihm die Sicht, nicht einmal die verschiedenen Visiermodi seines Helmes halfen da.
„Ihr gehört nicht zur romulanischen Flotte, warum bekämpft ihr mich?“ erfolgte die Antwort. Durch den Nebel wurden die Umrisse der Frau sichtbar die er vorhin auf den Displays gesehen hatte. „Wäre es nicht Sinnvoller euch mir anzuschließen? Ich bin Lt. Commander Sela, ehemals Flottenoffizier doch mir wurden die Augen geöffnet un-„

„HAST! DU! EINE! AHNUNG! WAS! DU! MIR! VERMASSELT! HAST!?“ Rewdak hatte sie am Hals gepackt und fing an sie zwischen jedem Wort mit Gewalt gegen die Wand zu schmettern. „SO! EINE! CHANCE! KRIEGE! ICH! VIELLEICHT! NIE-„

„Was machst du da? Lass mir was übrig du verdammter Egoist!“ Ertönte es aus dem Off.

Rewdak ließ die röchelnde Frau fallen, woraufhin Nalae sich kichernd über sie her machte. Er wollte lieber nicht so genau hinsehen was jetzt folgte, Nalaes Sadismus konnte es selbst abgehärteten Kriegsveteranen flau im Magen werden lassen, er wollte nicht Wissen inwiefern die Kampfdrogen die Wirkung verstärkten.
 
ISS Picard – Arrestebene

„Nein, Fähnrich, Sie dürfen nicht mitten im roten Alarm an der Leistung einer Plasmaleitung herum Doktoren, Sie sind nicht einmal Teil des Ingenieurteams, sie sind Xenobiologin um Himmels willen!“ Rabenstein fragte sich warum er sich überhaupt mit diesen Gestalten abgab. Ein alkoholabhängiger Kapitän, Sicherheitsvorkehrungen die so lasch sind, dass ein Romulanischer Cyborg sich als teil der imperialen Flotte ausgeben kann, obwohl die Modifikationen an seinem Körper alleine verboten sind und jetzt das, eine wildgewordene Xenobiologin die glaubte sie könne alles.
„Ist ihr Geschlechtsverirrter Vorname eine Warnung ihrer Eltern gewesen, Fähnrich Burnham? Und wieso dann auch noch ausgerechnet Karsten? Antworten Sie nicht, wegtreten, und wenn wir Sie an einer Plasmaleitung erwischen werden Sie exkommuniziert.“

Beim Vorbeigehen nickte er kurz einem seiner Kollegen zu, welcher sichtlich genervt von einer Pause zurück kam und eine der Arrestzellen öffnete. „Herr Jessberger, das ist Belästigung!“ Hörte er eine Frauenstimme noch rufen, bevor die Tür sich wieder Verschloss.

Er freute sich schon darauf den Neuralstimulator an seinem neuesten Spielzeug auszuprobieren und gab vorfreudig den Sicherheitscode in die Türkonsole, ein als er die schrille Stimme von Fähnrich Burnham vernahm. „SCHEIßE, WEG DA!“

Noch während er herumwirbelte retteten seine geschulten Reflexe ihm das Leben, als er gerade so einem Plasmastoß auswich, welcher sich hinter ihm durch die Tür und die Wand dahinter schmolz und auch ein paar Zellen weiter noch Chaos anrichtete.

Er sprang so schnell er konnte auf und hechtete in die Zelle doch der Romulaner hatte seine Fesseln einfach aus der Wand gerissen und war längst entkommen.

Sein Gesicht wurde rot vor Zorn und seine Stimme überschlug sich als er in sein Kommunikationsgerät schrie, dass Fähnrich Karsten Burnham sofort ausfindig zu machen sei.
 
RRW Ganelax – Brücke

 
Sokar arbeitete Hart an einer Möglichkeit, die Kommunikation zum Team auf der Picard wiederherzustellen. Irgendetwas verlief hier nicht nach Plan und das behagte ihm nicht. Eventuell müssten die Pläne vorgezogen werden, bevor die Ganelax zu einem Klumpen Raumschrott geschossen würde, während sie sich noch darauf befanden.

In einer heimlich ausgeführten Subrutine pingte er immer wieder den Navigationsoffzier der Picard an, in der Hoffnung auf Haddus zu treffen. Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte er ein knacken und ein Kurzes „Ja, Alter?“

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  Log 36 Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Thu-2018, 07:36 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

ISS Picard / Bereitschaftsraum von Captain Salazar
 
"Mit Berufung auf Paragraph 4 der Notstandsverordnung übernehme ich hiermit das Kommando über die Picard."


Vandenbergs Worte hingen wie eine schwarze Wolke im Raum. Und von Rabensteins Antwort setzte der Sache noch die Krone auf.

Ra: Unter Bezugnahme auf Absatz 3 der Notstandsverordnung übernehmen WIR das Kommando.
Va: Wenn es Ihnen Spaß macht!
 
Captain Salazar schien kurz vor einem Schlaganfall zu stehen.

Sa: Dies ist mein Schiff!
Ra: Irrtum, dies WAR Ihr Schiff.
Va: Ganz recht.
 
Vandenberg winkte einen SO herbei.

Va: Lt. Walker, bringen Sie Captain Salazar in sein Quartier. Er steht bis auf weiteres unter Sicherheitsarrest. Man könnte ihm ja etwas antun.
Sa: Aber…
Ra: Captain Salazar, es gibt Zeiten, da sollte man besser Befehlen folgen.
Walker schob Salazar nachdrücklich aus dem Raum.
Va: Mr. Kaiser, ich danke Ihnen für die Information. Kehren Sie jetzt auf Ihren Posten zurück. Bereiten Sie das Schiff auf eine Notfallkursänderung vor.
 
Haddus salutierte.
 
Hd: Jawohl, Sir.
 
Kaum hatte Haddus den Bereitschaftsraum verlassen, da aktivierte von Rabenstein die Abhörsicherung des Raumes und zusätzlich noch seinen persönlichen Schild. Dann wandte er sich an Vandenberg.

Ra: Das passt ins Bild. Das ist plausibel.Und schmeckt mir deswegen nicht.
Va: Dass die Romulaner uns attackieren wollen, würde mir auch nicht schmecken.
Ra: Also selbst ein Mensch mit dem taktischen Feingefühl eines Utensils, sollte merken, dass das alles zu schlüssig ist.
Va: Ich danke Ihnen für das Kompliment, allerdings las sich die Meldung nicht unbedingt gefälscht!
Ra: Und was fällt uns dazu ein?
Va: Nehmen wir einmal für einen Augenblick an, dass Mr. Kaiser uns hier ein Märchen aufgetischt hat, was sollte er damit gewinnen?
Ra: Im günstigsten Falle nur sich wichtig machen. Im schlimmsten Falle…

Von Rabenstein lächelte maliziös.

Va: Mhm…dann machen Sie einmal einen Vorschlag, Hochwürden.
Ra: Oh ich hätte das etwas Esoterisches vorzuschlagen. Lassen Sie einmal Ihre Instinkte arbeiten.
 
Vandenberg schien nachzudenken, dann trat er an ein Wandcom.
 
Va: Vandenberg an XO Gomez. Kampfbereitschaft herstellen. Enterkommandos in Bereitschaft. Der rote Alarm bleibt bestehen. Mr. Kaiser, bringen Sie uns auf Kurs in Richtung Ganelax. Warp 6
Hd: Abfangkurs, Sir?
Va: Parallelkurs. Weitere Befehle folgen, danke.
 
Von Rabenstein grinste böse.

Ra: Ich verstehe. Sie haben die Sache „geschluckt“.  Zumindest nach außen hin. Aber wenn Sie sich irren und überleben, lässt DeRaaf Sie atomisieren.
Va: Ganz recht Hochwürden. Und Sie würden im Lichtbogen eines Wandlers verdampfen. Obwohl man sagen muss, dass ein Ende auf so einem Hightech-Scheiterhaufen Stil hat.
Ra: Tja, die Kirche war schon immer innovativ. Wie sieht Ihr nächster Schritt aus?
Va: Unser nächster Schritt. Denn Sie gehören spielen ja jetzt mit. Wir werden uns so verhalten, wie es das Buch vorschreibt. Wenn Mr. Kaiser recht hat, dann müssen wir jetzt entsprechende Vorkehrungen treffen. Und wenn etwas faul ist, dann werden wir eine kleine Überraschung vorbereiten.
Ra: Ich hätte da eine Idee.
Va: Und welche?
Ra: Nun, denke ich werde meine kleine Konversation mit einer gewissen Person fortsetzen, welche durch den Alarm so rüde unterbrochen wurde. Befindet sich in Ihrem Repertoir eigentlich ein Neural-Receiver?
Va: Das wäre konfiszierte Ware, da verboten. Sie wollen dem Romulaner einen Befehl ins Unterbewusstsein pflanzen?
Ra: Nur eine kleine Rückversicherung, Und solche Receiver bieten nunmal den Service des Handelns auf Knopdruck.
Va: Nun  Hochwürden, in 20 min. in meinem Quatrtier.
Ra: Mit Vergnügen.
 
Von Rabenstein rauschte aus dem Raum. Vandenberg lächelte dünn.

Va: Jetzt hast Du einen Fehler gemacht, Freundchen. Du hast mir einen Teil Deiner offenen Flanle gezeigt. Einen sehr interessanten Teil.

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  ISDA Log 35 Richard
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sep-Thu-2018, 03:53 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (2)

*** ISS Picard  / Quartier des weiblichen Crewmitgliedes ***


Der Romulaner durchbohrte Richard förmlich mit seinem Blick. Fast sah es aus, als wolle er Laserstrahlen durch seine unnatürlich gelben, gewiss durch Technik "aufgewerteten" Augen schleudern.

"Du hast keinerlei Beweise, Terraner!" fauchte er dann. "Ich habe mich bisschen amüsiert, das ist ja wohl nicht verboten!"

"Irrtum. Ich habe alles aufgezeichnet und automatisch auf einen Speicher außerhalb dieses Quartiers übertragen." Vielleicht war er zu sehr auf die Augen seines Gegenüber fixiert gewesen oder die Bewegung erfolgte ganz einfach  mit einer Schnelligkeit, die normale humanoide Fähigkeiten überstieg - jedenfalls schnellte Tr'Kovaths Arm vor und schlug Richard die Waffe aus der Hand. Noch ehe er reagieren konnte, hatte das Spitzohr ihn zu Fall gebracht und streckte die Finger nach dem Disruptor aus.

Richard rollte zur Seite, packte das linke Bein seines Gegners und nutzte dessen eigene Bewegung, ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Mit einem wütenden Grunzen landete Tr'Kovath auf dem Tisch mitten zwischen den zersplitternden Weingläsern. Unterdessen war der Inquisitor wieder auf den Beinen, fixierte die am anderen Ende des Raumes liegende Waffe. Sein allzu kühner Sprung endete im Schraubstockgriff des Spitzohrs, der ihm drohte, den Arm zu brechen. Vor Schmerz keuchend wappnete Richard sich, dass es nur noch eine, wenn auch widerliche ---

Tr'Kovaths Körper sackte zur Seite und bewahrte Richard, bis zum Äußersten gehen zu müssen.
Er wandte sich um und sah die Bewohnerin des Quartiers mit einem Pulsschocker in der Hand im Eingang zur Naßzelle stehen. "Danke," sagte er und massierte sich den Arm. Der Schmerz und die zu erwartenden blauen Flecke waren weniger Schlimm als die Tatsache, dass diese Ausgeburt der Hölle ihn angefasst hatte. Sobald er die Möglichkeit hatte, würde er sich einer Desinfizierungsdusche unterziehen. "Die Kirche wird Ihre Dienste bei der Festnahme dieses Staatsfeindes gebührend entlohnen, Ensign Krawczik. Mit einem Ablass zeitlicher Sündenstrafen dürfen Sie selbstverständlich auch rechnen."

"Es war mir eine Ehre, Hochwürden, der Heiligen Inquisition zu dienen!"

"Nun..." Richard brachte seine Kleidung soweit in Ordnung wie im Augenblick möglich war. "Vielleicht sollten Sie in Erwägung ziehen, Ihr Berufsfeld zu verlagern. Denken Sie darüber nach und geben Sie mir Bescheid, Ensign." Dann aktivierte er seinen Kommunikator. "Ort zu Ort-Transfer für mich und einen Gefangenen in mein Quartier!" Mit spitzen Fingern legte er die Hand auf Tr'Kovaths Schulter, um dem Transporter ihre Erfassung zu ermöglichen.


*** Einige Zeit später / Rabensteins Quartier ***

Mahan tr'Kovath saß mit elektronischen Fesseln gut verpackt in einer Ecke des Quartiers. Nachdem ein kleiner Ausbruchsversuch mit einem paralysierenden Stromschock geendet hatte, verhielt er sich ruhig, während der Inquisitor im Bad seiner Intensivst-Säuberung nachging.

Schließlich stand Richard vor seinem Gefangenen. "Ich weiß, wer du in Wirklichkeit bist. Mahan Tr'Kovath. Ich kenne auch deine Akte von den romulanischen Autoritäten, es hat also keinen Zweck, mir irgendwelche Lügengeschichten auftischen zu wollen." Er zog sich seine schwarzen Lederhandschuhe über. "Zumal ich das ohnehin merken würde. Also schlage ich vor, wir machen es so kurz wie möglich."

Tr'Kovath ließ einen romulanischen Fluch hören und starrte den Inquisitor herausfordernd an.

"Aha... das ist dir zu langweilig. Nun gut..." Richard drückte eine Taste des Induktors für einen weiteren Stromstoß und garnierte ihn mit einem empathischen Angriff.
Tr'Kovath zuckte zusammen und seine Gesichtsmuskeln verkrampften sich. Seine Nervosität wuchs deutlich.

"Nach allem, was du zu Ensign Krawczik gesagt hat, du spitzohrige Dämon, verabscheust du euren Prätor genauso wie unseren Imperator."

"Tr'Kaleh ist nicht MEIN Prätor! Er ist eine halb-vulkanische Ratte!" entfuhr es dem Romulaner.

Richard lächelte. "Interessant. Und was tust du mit dieser Einstellung hier an Bord des terranischen Flaggschiffes?"

Tr'Kovath fluchte, was einen Stromstoß zu Folge hatte.

"Ich wiederhole mich ungern. Was tust du hier an Bord des terranischen Flaggschiffes?"

In den nächsten Minuten machte Tr'Kovath die unangenehme Erfahrung, dass man eine Menge Schmerzen erleiden konnte ohne dass äußerlich auch nur die leichteste Blessur erkennbar war. Der Inquisitor wiederum erkannte zweifelsfrei, dass er keinen konditionierten, geschulten Agenten vor sich hatte, sondern einen kriminellen Body-Hacker, der in seiner Geltungssucht offenbar mehrere Stufen zu hoch eingestiegen war. Durch geschickte Fragestellung wusste Richard sehr bald, dass sein Gefangener nicht zu den romulanischen Separatisten gehörte und dass er nicht allein an Bord operierte.

"Was hat man dir gezahlt? Wie hoch war dein Preis?"

"Pah! Ich kämpfe nicht für Geld! Ich hole mir, was ich für richtig halte, egal was dieser arrogante Sokar sagt!"

Soso, du gehörst also zur Terrorzelle des Patriarchen... Er hat diesmal aber keine gute Auswahl getroffen... Nach außen hin tat Richard jedoch, als habe er die Bemerkung überhört und wechselte stattdessen das Thema, um seinen Gegenüber unvorbereitet zu treffen: "Wo hält sich Rewdak tr'Kovath auf?"

Der Kopf des Romulaners schnellte ruckartig hoch, was die Halsfessel zu einem leichten Impuls veranlasste, und blaffte: "Was interessiert dich mein debiler Idiot von Bruder?"

Dein Bruder, sieh an... "MICH interessiert er nicht, aber den Prätor. Ist er vielleicht hinter DIR her um dich der Justiz zuzuführen? Unter bestimmten Umständen ... ganz bestimmten Umständen .... könnte ich erwägen, mich für dich zu verwenden. Falls du dich reumütig zeigst und alles, absolut alles auspackst, inklusive, was deinen .... Bruder... anbelangt."

"Rewdak ist undercover bei meinen Leuten. Und ich will erst---" Gelber Alarm hallte durch das Schiff.

"Du willst gar nichts. Du redest oder du stirbst. Von meiner Hand oder der des Prätors ODER deines Bruders. Du darst es dir aussuchen." In diesem Moment wechselte der gelbe auf den roten Alarm. Was ist da los? Richard hielt es angesichts der Schiffsführung für besser, die Sache in Augenschein zu nehmen. Er verpasste seinem Gefangenen eine Dosis Sedativ, das ihn für die nächsten Stunden immobilisieren würde. Dann nahm er einen Schluck Wasser und machte sich auf den Weg.


*** Bereitschaftsraum von Captain Salazar ***

"Was soll das, wollen Sie mir den Zutritt verweigern?" schnarrte Richard den Sicherheitsoffizier vor der Tür des Bereitschaftsraumes an.

"Ich, nein, Hochwürden... natürlich nicht, eigentlich. Aber der Captain meinte, weil der Nav... diese Nachricht... ich habe ja nur... die Befehle..."

"Setzen Sie sich doch, wenn Ihnen nicht wohl ist. Sie sehen ja schon ganz blass aus. - Der Captain hat in der Eile wohl übersehen, dass mir das Recht zusteht, an sämtlichen Besprechungen Teil zu haben. Und Sie wissen, dass es zuallererst Ihre Pflicht ist, der Kirche zu gehorchen, ehe solche Banalitäten wie Flotteninterna an der Reihe sind."

Der geplagte Sicherheitsmann schaltete das Kraftfeld ab und öffnete dem Inquisitor.

...."in Kampfbereitschaft versetzen und auf alle Gemeinheiten vorbereitet sein," klang gerade Vandenbergs Stimme durch den Raum. "Ach, Hochwürden geben Sich die Ehre!"

"Ich war beschäftigt, einen romulanischen Saboteur zu neutralisieren, wenn ich mich recht entsinne, auf Ihr Anraten, Herr Flottenkommissar."

Salazars Blick wanderte von einem der Männer zum anderen: "Was... was geht hier auf meinem Schiff vor???"

Vandenberg schob ihn einfach beiseite. "Mit Berufung auf Paragraph 4 der Notstandsverordnung übernehme ich hiermit das Kommando über die Picard."
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(Hoffe, das ist in deinem Sinne, Vandenberg Zwinker

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  ISDA Log 34 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Thu-2018, 10:51 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

RRW Ganelax – Schiffsbar

//*Dies spielt zeitlich gesehen etwa parallel zu Mahans peinlichem Unterhosen-Intermezzo*//


Oh nein, was hat die Bekloppte denn jetzt schon wieder vor?“ fragte Rewdak sich leise selbst, kurz bevor er ein lüsternes, an Nalae gerichtetes, „Hey ghauey!“ seines Nebenmanns mit einem Ellenbogenstoß auf den Kehlkopf quittierte.

Nalae unterbrach ihren ausgelassenen Tischtanz jäh.
Die Umstehenden konnten kaummehr verfolgen, was nun geschah, da die Romulanerin trotz einer gewissen Trunkenheit doch sehr schnell in ihrem Handeln war.
Sie sprang auf Rewdak zu und trat ihm dabei mit dem linken Fuß ins Gesicht.
Während sie noch auf ihn draufstürzte, hatte sie bereits eines ihrer dubiosen, rostigen Chirugiewerkzeuge gezückt und brachte es gefährlich nah an seine Augen.

„Da liegt so eine geile Alte in Unterhemd auf mir, wollt ihr nicht alle mal schnell gehen?“, witzelte er, während er Nalaes Handgelenk festhielt und sie lüstern anfunkelte.
Nalae hatte – zu Rewdaks Bedauern – bis auf das Uniformoberteil noch alles am Leibe.

„Weg da mit den Wichsgriffeln!“, keifte Nalae.
Bevor Rewdak reagieren konnte, steckte ein Skalpell tief in seinem rechten Augapfel.

Dann rannte sie zu dem Unglücklichen, der Rewdaks Mordlust zum Opfer fallen sollte, jedoch wie durch ein Wunder würgend am Boden lag.

„Ich werde dich retten!“, hauchte Nalae.



Sokar traute seinen Augen nicht.
Er hatte seine beiden Kollegen in der Schiffsbar orten können und hatte sich Übles ahnend auf das entsprechende Deck begeben.
Missmutig war er den Korridor entlang gegangen und hatte gespürt, wie mächtiger Zorn über die Unzuverlässigkeit seiner Mitarbeiter in ihm hochkochte.
Doch der Anblick, der sich ihm nun darabot, stellte selbst seine sehr niederen und unschönen Erwartungen in den Schatten.

Zunächst musste er sich durch eine aufgeregte Menge an Romulanern und Terranern kämpfen, was er recht gewaltsam tat – um schließlich Zeuge dieses einzigen Ausdruckes an Verkommenheit und Undisziplin zu werden.

Nalae kniete am Boden über irgendeinem Centurio mit dem sie heruknutschte, während Rewdak in einer von Blut durchtränkten Uniform saß und versuchte, sich irgendetwas aus dem Auge zu ziehen, das in diesem von grüner Flüssigkeit überströhmten Gesicht nicht mehr zu identifizieren war.

Der Vulkanier feuerte einen aussagekräftigen Schuss aus seinem Plasmagewehr ab, was die Menge dazu veranlasste, sich schnell im Raum zu verteilen.
Dann riss er Nalae von dem fraglichen Offizier herunter und verfrachtete sie mit einer locker anmutenden aber schwungvollen Armbewegung gegen die Bartheke, um sie danach am Kragen auf selbige zu hieven.

„Du machst den sofort wieder heil, sonst nehme ich dich auseinander wie einen Schiffsbausatz!“, zischte er und alles an ihm verriet, dass er dies ernst meinte.
Vermutlich drehte er ihr gerade nur nicht aufgrund ihrer medizinischen Fähigkeiten den Hals um.


Dreißig Minuten später.

Rewdak hatte ein neues Auge bekommen und sogar eine neue Uniform.
Nalae hingegen hatte gar nichts, kein Ale und auch kein Date – und dabei konnte sie nichtmal richtig wütend sein, denn:
Was noch viel schlimmer war – Sokar war geladen und beide würden das mit großer Gewissheit noch zu spühren bekommen.

Doch nicht jetzt – zu ihrem Glück wurde Erei'Riov Tr'Travelo auf die Brücke gerufen, denn es gab ein dringlicheres Problem!

„In Ordnung“, sagte Sokar, „ich gehe auf die Brücke, Sie bleiben hier. Wenn einer von Ihnen den anderen ausmerzt, dann werde ich den Übrigen mit der brutalsten, mir bekannten Vulkanischen Hinrichtungsmethode über den Jordan schicken.
Und glauben Sie mir, ich kenne eine Menge.“

Der Vulkanier verließ das Quartier.


RRW Ganelax – Brücke

Auf der Brücke wurde er von einem seiner Offiziere in Kenntnis gesetzt:

„Sir! Wir haben eine Subraumtransmission abgefangen.
Es scheint so, als würde sich das Imperiale Flaggschiff „USS Picard“ auf einen Angriff vorbereiten, der sich gegen uns richtet!“

„Diese miesen Ratten“, sagte Sokar, wobei er sich bemühen musste, eine gewisse Freude über diesen Erfolg zu verbergen.

„Offenbar sind sie der Meinung, die Geschwächtheit unserer Flotte ausnutzen zu wollen um den gesamten Quadranten zu kontrollieren.
So etwas können wir nicht zulassen.“


RRW Ganelax – Quartier von Erei'Riov Tr'Travelo


Nalae stand mit verschränkten Armen am Fenster.

„Ok, von mir aus, das mit dem Auge war vielleicht ein ganz kleines Bisschen übertrieben“, gab sie in giftigem Ton zu.

„Soll das etwa eine Art Entschuldigung sein?“, fragte Rewdak zynisch.

„Oooch, keine Ahnung“, entgegnete Nalae genervt.

„Ich meine, immerhin müssen wir es noch ein paar Tage miteinander aushalten.
Aber bilde dir bloß nichts darauf ein!“

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