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ISDA Log 33 Haddus / Adolf - Druckversion

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ISDA Log 33 Haddus / Adolf - Hohardus Edzardus - Sep-Wed-2018

==========  Etwas später in der Astrometrie der Picard  ==========
 
Haddus, oder besser Adolf, saß zwischen seinen Navigationshologrammen und notierte sich ein paar Daten.
Er wußte selbstverständlich, was da abging, bis auf eine kleine Abweichung, denn das war ja schließlich von ihm und Mahan so geplant und in die Tat umgesetzt worden, aberer  mußte ja so tun, als sei er überrascht von dem, was er da gefunden hatte, wobei er allerdings einen kleinen Teil weglassen würde.
 
Sie hatten ja das Signal an das romulanische Schiff, auf dem Sokar war, geschickt und von ihm auch eine ‚Antwort‘ bekommen, aber da dieses auf den Subraum-Frequenzen geschehen war, blieb es von dem Nachrichtenoffizier unbemerkt.
 
Da er aber für die Navigation diese Frequenzen benötigte, konnte er so tun, als habe ER entdeckt, daß da etwas nicht Autorisiertes abging.
Allerdings hatte er neben ‚ihren‘ Signalen auch noch ein Weiteres bemerkt und registriert, das ganz sicher nicht von ihnen herrührte.
Hervorragend untermoduliert, wie er zugestehen mußte.
Und da fragte er sich, wer da seine Schlickgriffel mit drinnen hatte, wenn sie oder andere Widerstandskämpfer das nicht getan hatten?
Und das war auch gar nicht so schwierig, wenn man diese Sendung erst einmal registriert und gespeichert hatte, denn an Bord der Picard selber gab es nur wenige Stellen, von wo man so etwas machen konnte, es sei denn, man hatte, so wie es bei ihnen der Fall war, die entsprechende Ausrüstung dabei.
Und so genügten ihm nur wenige unauffällige Handbewegungen, um festzustellen, daß dieses Signal aus dem Quartier der schwarzen Fledermaus Rabenstein kam. Und er konnte sogar das Ziel ermitteln, das, was ihn natürlich nicht überraschte, die Teppichetage der Inquisition selber war.
Und da tat sich dann die Frage auf, WARUM Rabenstein das getan hatte?
Und Haddus war der felsenfesten Überzeugung, daß dieser Kerl unbedingt vermeiden wollte, daß die Flottensicherheit in der Person Vandenbergs  von dieser Übertragung etwas wissen sollte.
Das war ja ein schlaues Kerlchen, bloß nicht schlauer als sie, denn diese Art der Nachrichtenübertragung war ja auch ihnen bekannt.
Das wiederum deutete auch auf einen tiefen Konflikt zwischen beiden Institutionen hin.
Und er war sich sicher, daß man diesen zum Vorteil ihrer Mission ausnützen konnte.
Deshalb würde er diese Beobachtung nicht melden, sondern erst einmal beweissicher abspeichern und an Sokar senden. Dem würde da sicherlich schon etwa zu einfallen.
Und im Zweifelsfall konnte man diese Krähe damit festnageln.
 
Er speicherte die eigenen Sendungen ab und vernichtete dann die Spuren.
Die Sendung Sokars aber verstärkte er und spielte sie auf einen Chip. Die Daten zeigten auch den Ursprung des Signals als das romulanische Kampfschiff Ganelax, das in wenigen Stunden als Flaggschiff der Galae zu ihnen stoßen sollte.
Die Aufzeichnungen waren zweifelsfrei und ließen für den Captain nur einen Schuß zu: Die Romis wollten während des Manövers die imperiale Flotte vernichten, um die Kontrolle über die Milchstraße zu bekommen. Und sie würden mit den Cardassianern zusammenarbeiten, die ja schon lange auf eine Gelegenheit suchten, die letzte große Niederlagen gegen das Imperium denen heimzuzahlen.
Die liebten die Romis zwar auch nicht gerade, aber da ging es nach dem Motto: ‚Der Feind meines Feindes ist mein Freund‘!
 
 
Wie gesagt, konnte er das Finden dieser Sendung verdachtsfrei damit erklären, daß er diese Frequenzen für die Astrometrie und die Navigation benötigte.
 
Und so machte er sich auf den Weg zur Brücke, wo zufälligerweise auch gerade mal Captain Salazar höchst selbst im Stuhl des Kommandierenden saß, was in den letzten Tagen nicht sehr oft geschehen war.
 
 
==========  Auf der Brücke  ==========
 
Zufälligerweise war auch Vandenberg anwesend.
Beide betrachteten Haddus, bzw. Adolf Kaiser erstaunt, da dieser gerade keinen Brückendiest hatte, aber Haddus ließ sich davon nicht abschrecken.
 
„Sir, bei meinen astrometrischen Messungen, für die ich das Subraumband unseres Schiffes nutze, weil dieses sehr viel breiter und ungestörter ist, was ich immer mache und auf allen Schiffen der Flotte geschieht, habe ich seltsame Frequenzschwankungen gefunden, die sich als ein Signal herausstellten, das, wie ich festgestellt habe, von Bord des romulanischen Kampfschiffes Ganelax stammt. Der Ursprung des Signals ist zweifelsfrei, Sir.
Ich denke, Sie sollten sich das sofort anhören, aber dafür schlage ich ihren Besprechungsraum vor und eine absolute Abschirmung, denn das Ding ist sehr explosiv!“
 
Kurze Zeit später war die Nachricht gelaufen, und da alle Anwesenden Romulanisch konnten, was in der Führungsebene Pflicht war, brauchte es weiter keine Erklärungen.
 
Vandenberg zischte: „Diese Verräter wollen uns angreifen und vernichten, wenn wir es überhaupt nicht erwarten.
Sie wollen uns in Sicherheit wiegen und dann zuschlagen, wenn wir völlig unvorbereitet sind, ohne Schilde und aktivierte Waffen.
So etwas können sich wirklich nur diese hinterhältigen Drecksäcke von Romis ausdenken!
Und da wir wissen, daß sie die Allianz nur gezwungenermaßen eingegangen sind, weil ihre Flotte von etlichen Niederlagen stark geschwächt ist, macht dieser hinterhältige und perfide Plan mehr als nur Sinn.
Ich habe mir sowieso schon überlegt, warum die Romis mit einer derart starken Flotte auftauchen? Jetzt wissen wir es.
Sie wollen uns sozusagen im Schlaf überraschen. Auf diese Weise wäre sogar die Picard eine leichte Beute.“
 
Selbst der gute Salazar war um einige Nuancen blasser geworden.
„Heißt das, wir werden in eine echte richtige Schlacht verwickelt? Was sollen wir machen?“
 
Vandenberg grinste: „Das Schiff in Kampfbereitschaft versetzen und auf alle Gemeinheiten vorbereitet sein!“