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  Wurder Mr. Spocks Heimatwelt entdeckt ?
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Oct-Thu-2018, 05:04 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

https://web.de/magazine/wissen/forscher-...t-33173084

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  Erster EXO-MOND entdeckt?
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Oct-Thu-2018, 04:42 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

https://web.de/magazine/wissen/forscher-...s-33194804

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  ISDA Log 50 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Sun-2018, 10:38 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (8)

ISS Picard – Arrestbereich


Nalae saß in ihrer Zelle und war unzufrieden.
Einerseits hatte sie endlich ihre Ruhe.
Andererseits war es äußerst langweilig hier drin.
Als sie gerade darüber zu sinnieren begann, in dieser Haft ihre Biographie zu schreiben, von der sie zweifelsohne überzeugt war, dass viele Leute sie wahnsinnig interessant fänden – hörte sie, wie mehrere Personen sich näherten und eine vertraute Stimme den Wachleuten befahl, das Kraftfeld zu deaktivieren.

„Adolf“ stürmte in die Zelle und riss sie von ihrer Bank.
„Mitkommen, du romulanische Schlampe!“, polterte er – zum Glück war Nalae ja geistesgegenwärtig und realisierte, dass Haddus aka „Adolf“ natürlich auch hier eine Rolle spielen musste.

Sokar und Mahan, in Handschellen gelegt, warteten an der Zellentür.

„Euch dreien werde ich euch jetzt das Verhör eures Lebens genehmigen!“, sagte Haddus, während er sie aus den Zelltrakten herausführte, wobei Sokar noch immer geschwächt hinter ihm herstolperte.
Er führte die beiden in einen Verhörraum, der gut abgeschlossen Schutz vor den neugierigen Augen und Ohren anderer bot.

„Haddus. Ich frag' lieber gar nicht, wie du das gemacht hast“, sagte Nalae und setzte sich mit überkreuzten Beinen auf den Konferenztisch.

„Im Gegensatz zu EUCH dreien, Nalae, habe ICH meinen Job gemacht!“, zischte der Navigator. Er war sichtlich wütend.

„Ihr Romulaner seid wirklich unfassbar!
Ihr seid ALLE ohne Hosen festenommen worden, ist euch das mal aufgefallen?!
Es ist ein Wunder, dass euer Reich überhaupt die Raumfahrt entwickelt hat; bei allem, was ich bis jetzt von euch gesehen habe, müsstest ihr noch in Höhlen sitzen und wie die Karnickel-“

„Mea Culpa, mein lieber Haddus, mea culpa.“
Nalae fasste sich dorthin, wo das romulanische Herz schlug, um ihre Entschuldigung zu untermalen.
„Aber es war, als schickten mir die Elemente einen Retter – ob man es glauben mag oder nicht, aber dieser Rabenstein ist ein Vollbringer wahrer Wunder.
Er errettete mich aus einer nichtswürdigen, jämmerlichen Existenz geistigen und körperlichen Siechtums. Ein großartiger Mann, wenn du mich fragst, mein lieber Haddus.“

„Adolf“ starrte sie an, so als hätte sie sich just in eine Ophidia verwandelt – Mahan stimmte darin ein.

„Na wunderbar.
Auf die ein oder andere Art haben sie euch offensichtlich beide die Denkkapsel zu Mus verarbeitet“, stellte er fest.
„Wobei ich sagen muss, in der Tat bist du um einiges erträglicher geworden, Nalae!
Aber wir haben nicht viel Zeit. Die alte Krähe hockt uns im Nacken.
Du kannst dich jetzt endlich ein einziges Mal nützlich machen und Sokar wieder hinkriegen, schließlich bist du Ärztin.“

Nalae seufzte.
„Ja, aber so ganz ohne medizinische Geräte wird das kaum möglich sein! Ich habe nichtmal einen Tricorder. Du musst mir diesen Kram besorgen“, sagte sie und zählte an den Fingern ab:
Einen Tricorder, einen interzellulären Neuronalscanner, einen popetrischen Cortikalsensor und eine Spritze mit Hyronalinsäure, vorsichtshalber auch-“
„Okay, okay!“, antwortete Haddus und ob die Hände.
„Ich verstehe.“
Er grübelte.
Im Hintergrund ächzte Sokar und rieb sich die Schläfen.

„Der Schlächter von Cormalin...“, widerholte er.

„Bitte was?“, fragte Nalae.

„Vandenberg“, begann Haddus.

„Vandenberg hat eine der ersten Rebellionen gegen das Imperium niedergeschlagen“, erklärte Haddus.
"Er erhielt den Beinamen "Dämon von Cormalin", da er für durch Gnadenlosigkeit und seine kämpferischen sowie taktischen Fähigkeiten eine große Anzahl an Rebellen vernichtete.
Es war ein schwerer Schlag für die Gegner des Imperiums."

„Interessant“, sagte Mahan, ohne sich eine etwaige Nervosität über diese Information anmerken zu lassen.

„So ist es. Ich war bislang der Ansicht, Vandenberg sei ein aufgeblasener Wichtigtuer.
Aber angesichts dieser Information sollten wir den Mann nicht unterschätzen.
Er beobachtet mich...aber er hat keine Beweise für meine falsche Identität, aus diesem Grund bin ich momentan sicher.
Allerdings sollten wir uns nicht darauf ausruhen.
Wir müssen Sokar schnellstmöglich mobilisieren", entgegnete Haddus.

„Ich kann ihn und dich, Nalae, über einen verdeckten Ort-zu-Ort transport bewegen, allerdings muss ich dir zunächst deine medizinischen Geräte beschaffen.
Ich bringe euch nun zurück in eure Arrestzellen und werde versuchen, alles zu organisieren.
Diese Verhörtechnologie hat Sokar ganz schön das Gehirn geröstet. Und nun entschuldigt mich bitte, ich muss euch ein wenig lädieren, damit es nach einem authentischen Verhör aussieht.“

Er holte aus und trat Nalae mit Wucht eine blutige Nase.


Einen Tag später.

Mithilfe des Ort-zu-Ort-Transportes brachte Haddus Nalae und Sokar erneut in den Verhörraum, wo die Ärztin sogleich mit der Behandlung des Vulkaniers begann.

„Das Aktionspotenzial seiner cortikalen Nervenzellen liegt etwa 20 Milivolt außerhalb der Norm“, murmelte Nalae beim Scannen und griff ohne Aufzusehen nach dem Hypospray.
„Zunächst einmal muss ich das Membranpotenzial wieder normalisieren...Haddus, bitte geben Sie mir nun den popetrischen Cortikalsensor um das innerzelluläre Natrium-Kaliumgleichgewicht im Hippocampus wieder herzustellen...das ist das graue Ding mit den vielen Knöpfen...vielen Dank, mein lieber Haddus.“

„Beeilen Sie sich besser, Doktor D'Varo.
Wenn Rabenstein irgendwie bemerkt, was hier vor sich geht, ist alles vorbei!“

„Nur noch ein paar Minuten, Haddus! ...jetzt benötige ich die Hyronalinsäure!“

In diesem Augenblick hörten sie das Zischen einer sich öffnenden Schiebetür.
Haddus wagte es kaum, sich umzudrehen.
Nalae hielt inne, erstarrte einen Moment und wandte dann langsam den Kopf in Richtung der Tür.

Es war Vandenberg.

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  ISDA Log 49 Richard und Sokar
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sep-Sat-2018, 04:40 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: gute Idee, ne Bordkapelle =)

 
RPG:
*** ISS Picard / Bordkapelle ***
 
Rewdaks Blick zuckte von Nalae zum Inquisitor und er stieß einen unartikulierten Schrei aus. Richard hatte das unwillkürliche Gefühl, einem tollwütigen Hund gegenüber zu stehen.
"Was hast du mit ihr gemacht, du widerlicher terranischer --"
 
"Stop! Raus aus dem geweihten Raum!" Fast hätte er 'Aus!' und 'Platz!' befohlen.
 
Denkbar unbeeindruckt riss Rewdak die Hand mit dem Dolch hoch, schnellte vor - und kollidierte mit dem den Kernbereich abschirmenden Kraftfeld.
 
"Tr'Kovath, benehmen Sie sich wie ein vernunftbegabtes Wesen!"
 
"Was hast du mit Nalae gemacht?!"
 
"Sie von ihren Dämonen befreit. -- Ich habe mit Ihnen zu reden."
 
"Ich wüsste nicht, was du Drecksack mir zu sagen hättest!" Seine Worte gingen beinahe in dem Stiefelgetrampel und den gebrüllten Befehlen des Sicherheitskommandos unter, das gerade aus dem nächstgelegenen Lift stürmte. Rewdak fuhr herum und fand sich fünf Disruptorläufen gegenüber. Aus den verspiegelten Helmvisieren der Sicherheitsleute starrte ihn sein eigenes zornverzerrtes Gesicht an.
 
"Nun, Sie können sich mit mir unterhalten, oder gleich in die Agoniekammer wandern - nicht wahr, Herr Flottenkommissar?" Richard nickte Vandenberg zu, der ihn mit einem säuerlichen Blick bedachte. Er wusste, dass eine Befragung der Inquisition de Iure Vorrang hatte vor einer Befragung durch den 'weltlichen Arm' - so war es seit Jahrhunderten,  und bisher war eine Revision des Gesetzes nicht geglückt.
"Wie geht es übrigens CoS Quinn? Ich hörte, Sie haben Beweise für Ihre Unschuld entdeckt?"
 
Vandenberg schnappte nicht nach dem Köder. Dafür zeigte sich der Romulaner pragmatischer als zunächst erwartet. "Ich habe 'ne Verabredung mit dem Inquisitor!" knurrte er.
 
"Gut. Herr Flottenkommissar, Sie dürfen D'Varo zurück in denn Arrest eskortieren. Ich bitte mir ordnungsgemäßes Verhalten aus."
 
"Ich mir auch," setzte Nalae hinzu.
 
 
*** Etwas später / Quartier Richard von Rabensteins ***
 
Der Inquisitor registrierte äußerst heftige Emotionen von Tr'Kovath. Eigentlich brauchte man auch gar kein Empath sein, um diese Tsunamis an Wut, Agression, aber auch Sorge um Nalae warnehmen zu können... Seine eigene Situation schien ihm dabei relativ egal zu sein. Aber das passte alles ins Bild. Dabei war Richard sicher, dass höchstens die Hälfte dessen, was der Kerl auf dem Kerbholz hatte, in seiner Akte gelandet war! Er hatte ihm vom Ansinnen des Prätors berichtet, worauf Tr'Kovath lediglich gelacht hatte.
 
"Sie können sich also nicht vorstellen, aus welchem Grund Seine Exzellenz Amtshilfe geordert hat, um SIE ausfindig zu machen?"
 
"Ich kann mir vorstellen, dass Tr'Kaleh mal wieder auf der Suche nach Frischfleisch für eine öffentliche Hinrichtung ist! Sind ja wohl die Senatoren allmählich ausgegangen. Ha! Und der Tal Shiar hat's nicht mal geschafft, mich zu kriegen, die INQUISITION musste angebettelt werden." Rewdak spuckte auf den Teppichboden, was Richard mit einem angewiderten Nasenkräuseln quittierte. Das würde er desinfizieren lassen müssen. Oder besser noch den Teppich erneuern....
 
"Ich finde es interessant, dass Seine Exzellenz offenbar davon ausging, dass Sie hier im Zusammenhang mit diesem Manöver auftauchen würden. Halten Sie das nicht auch für eine bemerkenswerte Koinzidenz?"
 
"Ne was?"
 
Ahh, diese primitiven Kreaturen! "Ein Zusammentreffen mehrerer überraschender Umstände."
 
Rewdak zuckte mit den Schultern. "Tr'Kaleh ist eben scharf drauf, mich im Desintegrator zu sehen. War das alles, was ich  mir anhören sollte?" Er stierte Richard an und eine erneute Welle animalischer Agression flutete durch den Raum.
 
Der Inquisitor zog sich sicherheitshalber in den  Bereich zurück, den er mit einem Kraftfeld absperren konnte und erwiderte: "Nein, die  Nachricht, die mir der Großinquisitor übermittelt hat, enthielt noch folgende Worte..." Er zitierte die beiden Sätze auf Rihansa auswendig. Der Reaktion des Spitzohrs nach zu  urteilen, wusste er ganz genau, was der Code bedeutete.
 
....
 
*** ISS Picard / Arrestbereich ***
 
Nur allmählich gelang es Sokar, sich aus der Trance zu befreien, in die er sich selbst aus Sicherheitsgründen versetzt hatte. Sich 'abzuschalten' war eine Sache, sich wieder 'anzuschalten' erforderte erhebliche Anstrengung.
 
Er holte mehrfach tief Atem und fühlte seine Sinne langsam zurück kehren. Er saß auf einem kalten, harten Boden, das Licht war grell, die Luft roch antiseptisch sauber. Ein Kraftfeld knisterte leise und -- jemand atmete. Sokar zwinkerte rasch, um den Blick zu fokussieren, was ihm noch nicht wirklich gelang.
 
Aber der Anwesende tat seine Identität ohnehin in diesem Moment kund: "Meine Fresse, Alter! Ich versuch' seit 'ner halben Stunde, dich wach zu kriegen!" zischte Haddus leise.
 
"Wo... sind...wir?"
 
"Arrestzelle der Picard. Die Romis haben euch ausgeliefert! Hör' mir zu, wir haben nicht viel Zeit! Die wissen noch nicht, wer ich bin, aber es kommt ein verdammter Admiral an Bord, um die ganze Sache zu übernehmen! Ich hab' ihn noch zwei Stunden mit 'nem angeblichen Transporterfehler hingehalten."
 
Sokar murmelte etwas auf Vulkanisch, bevor er fragte: "Was ist mit Rewdak und Nalae?"
 
"Nalae hat eine neue... äh... Obsession, so wie's aussieht. Rewdak ist in verschärfter Verwahrung, nachdem der Idiot versucht hat, das Schiff im Alleingang à la Chuck Norris zu übernehmen."
 
"Norris?"
 
"Vergiss es, 'n alter terranischer Spruch!"
 
Sokar kämpfte um seine Konzentration. Sie mussten schnell handeln und improvisieren, so viel war klar. Das war ihre letzte Chance, die Allianz und insbesondere das terranische Imperium dahin zu bringen, wo sie hingehörten! "Und wie kommst du hier her?"
 
"Hab die Zugangscodes der CoS geklaut, aber Vandenberg ist an mir dran, und das ist ein harter Hund!"
 
"Vandenberg..." Sokar stützte sich langsam hoch. "Robert Vandenberg... der Schlächter von Cormalin..."

---
(Rewdak: was der Prätor mit dir vorhat, hab ich keine Idee - lass dir was einfallen =))

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  ISDA Log 48 Haddus / Adolf
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Sep-Thu-2018, 04:57 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (3)

==========  Ein paar Stunden nach den letzten Ereignissen  ==========

Haddus hatte derzeit tatsächlich de facto das Kommando über die Picard, denn die beiden Möchtegern-Kommandeure hatten nun mal leider keinerlei Erfahrungen im Führen eines Schiffes, wie es die ISS Picard war, allerdings war auch Haddus in einer Position, die er nie zuvor inne gehabt hatte.
Aber er durfte natürlich diese Tatsache natürlich nicht augenscheinlich werden lassen.
Cool bleiben, war angesagt, auch wenn es manchmal etwas schwer fiel.

Vandenberg, der der Meinung war, er sei nun der CO hatte zwar sehr fundierte Kenntnisse von allen Regeln der Sicherheit und natürlich auch deren Anwendungen. Gesetze und Vorschriften waren wie die roten Blutkörperchen einfach in ihm drin.
Er kannte sich auch hervorragend in allen Methoden der Verhörstechniken oder des Folterns aus.
Und auch als Sodat war er sicherlich ein tüchtiger Mann, aber er hatte eben keinerlei blassen Dunst von der Führung eines Schiffes, von dessen Navigation oder gar der Technik. Und er hatte auch, das hatte Haddus inzwischen in Erfahrung gebracht, nie einen Spezialkurs für eine solche Aufgabe gemacht.

Und auch seinen ebenfalls selbst ernannter XO, diese Krähe von Rabenstein, war für so einen Job völlig ungeeignet. Der kannte sich prima in den Vorschriften seiner Religion oder der Bibel aus. Und da er innerhalb der Inquisition auch noch geheimdienstliche Aufgaben erfüllte, war er auch auf diesem Gebiet in allen seinen Facetten ein absoluter Experte. Aber auch er wußte nicht, was geschah, wenn irgendwelche Nachrichten aus dem Schiff einliefen, die etwas mit Technik zu tun hatten. Und er wußte ganz sicher nicht, wo sie gerade waren, wenn es ihm der Computer nicht auf seinem Niveau erklärte.
Diplomatisch war er sicherlich mit allen Wassern gewaschen, aber zum Beispiel war er bei der Besatzung keineswegs beliebt, höchstens gefürchtet.

Und die CoS, die ja urplötzlich, trotz der nachgewiesenen Morde, in der Gunst der Kommandeute wieder aufgestiegen war, hatte das gleiche Manko.
Sie hatte zwar mal einen Crashkurs gemacht, damit sie im Notfall mal auf der Brücke eine Vertretungsschicht leisten konnte, was aber keinesfalls für wirklich Krisensituationen ausreichte.

Das war bei Haddus anders. Nicht nur sein Alter Ego Adolf Kaiser war entsprechend ausgebildet, sondern auch Haddus selber, denn es war selbstverständlich, daß sich ein guter Navigator mit der Führung eines Schiffes auskannte.
Allerdings hatte er den Nachteil, nicht auf vielen der neuen Techniken an Bord geschult worden zu sein, dafür war er einfach zu lange weg von der Flotte. Er wußte natürlich, wie Alles grundsätzlich funktionierte, aber er hatte bisher noch keine Gelegenheit gehabt, sich wirklich mit allen Kleinigkeiten vertraut zu machen, obwohl er in jeder zur Verfügung stehenden Pause daran arbeitete.

Die mehr als bemerkenswerte Begnadigung und nahezu Beförderung der CoS, die offensichtlich mit stiller Duldung der Krähe Rabenstein stattgefunden hatte, gab reichlich Stoff zu Nachdenken, ob man daraus für ihre Sache Profit ziehen konnte?
Vandenberg und Rabenstein wußten, daß Quinn eine Mörderin war, ließen aber Fünfe gerade sein. Warum? Was versprachen die sich von einem solchen Handeln?
Aber er würde schon noch dahinter kommen.

Was ihm deutlich mehr Sorgen machte, war das Verhalten von Rabensteins. Je mehr er darüber nachdachte und jede Minute analysierte, die er mit dem Knaben zusammen gewesen war und gesprochen hatte, wurde ihm immer deutlicher, daß der Bastard in irgendeiner Form Gedanken lesen konnte. Zumindest war er in der Lage, Emotionen seines Gegenübers zu erraten, festzustellen, ob dieser log oder die Wahrheit sagte.
Ein auf zwei Beinen wandelnder Lügendetektor!
Das wiederum bedeutete, daß er sich extrem am Riemen reißen mußte, wenn dieser Mensch in seiner Nähe war.
Weiterhin wurde er sich darüber klar, daß der Kerl in hatte testen wollen, als er den lateinischen Satz hatte fallen lassen, den er nicht verstand. Er hatte recherchiert, daß auf diesem imperialen College Latein grundsätzlich gelehrt wurde, und zwar in allen Zügen, mit einer Ausnahme: Dem technischen Zug, denn dort wurden fast nur technische und naturwissenschaftliche Dinge unterrichtet, und dazu noch einige wichtige in der Galaxis gebräuchliche Sprachen, wie Klingonisch oder Romulanisch. Und er wußte, daß sein Adolf DORT gelernt hatte, was aber dieser Krähe offensichtlich unbekannt war.
Trotzdem hatte er sich die Blöße gegeben eine hundertstel Sekunde zu zögern, was diesem Mistkriebel sicherlich aufgefallen war. Und der würde das natürlich als 'Lüge' einordnen, was ja auch nicht ganz unberechtigt war.
Das durfte keinesfalls mehr vorkommen.
Aber er vermutete stark, daß diese Krähe ihn verdächtigte, auf der falschen Seite zu stehen.
Und dieser Vermutung mußte er natürlich entgegenarbeiten, denn er konnte und durfte, wenn ihr Plan dann doch noch Erfolg haben sollte, diese Position, in der er derzeit war, unter gar keinen Umständen gefährden.

Ärgerlich war, daß neben Sokar, der ja nun mal, und das mußte auch Haddus zugestehen, das Hirn hinter dem ganzen Plan war, alle seine Mitverschwörer im Knast saßen. Vor allem das Fehlen Mahans war ärgerlich, weil genau der ja seine Aufgaben innerhalb der Maschine erfüllen sollte und mußte, denn dafür brauchte man technische Kenntnisse, die Haddus selbstredend nicht besaß. Schließlich war er kein Ingenieur.

Nalae und Rewdak empfand er nur sehr bedingt als Verlust, aber Sokar war da was anderes, denn der kannte alle Schliche der Diplomatie und des Intrigierens, wie es derzeit nur Rabenstein und Vandenberg verstanden. Um diese Typen auf ihrem eigenen Feld zu schlagen, brauchte er Sokar!

Allerdings war es keinesfalls möglich, jetzt einfach in den Arrestbereich schlendern und diese Leute rauszulassen, denn das würde sofort seine Liäson mit denen auch dem Blindesten klar werden lassen.
Im Gegenteil! Er mußte denen gegenüber brutal und rücksichtslos vorgehen, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen.
Sokar würde das, wenn er denn klar im Kopf wäre, umgehend verstehen, aber diese minderbemittelten drei anderen wahrscheinlich nicht.
Und Sokar schien immer noch in einem Zustand zu sein, der ihn unzurechnungsfähig und inkooperativ machte.

Er befand sich in einer Situation, die sie vorher bei den Planspielen niemals durchdacht hatten. Und er war in solchen Sachen keinesfalls geübt, zumal er eben bei Kapeiken wie Vandenberg und Rabenstein auf diesem Sektor formidable geübte und skrupellose Gegner hatte.


==========  Etwa 1 Stunde später  ==========

Da Vandenberg und Rabenstein durch Abwesenheit von der Brücke glänzten, saß natürlich immer noch Adolf im Captain's chair.
Mit dem Rest der Mannschaft kam er gut zurecht, seit er für die unruhigen Friedensbewegten eine gute Lösung verhandelt hatte, wobei natürlich das 'Kommando' sehr genau wußte, daß man ohne diese Frauen und Männer das Schiff gleich nachhause fliegen konnte, geschweige denn in ein Manöver der beiden größten Flotten der Galaxis.

Drüben auf dem Kommandoschiff der Romis gab es jetzt einen Admiral, der das Kommando übernommen hatte, während auf dem Führungsschiff des Imperiums ein kleiner Leutnant versuchte, den Kahn irgendwie am Laufen zu halten.

Da wurde ein Ruf der Admiralität gemeldet.
"Auf den Screen!" befahl Adolf.
Ein schwergewichtiger Mann mit Glatze und jeder Menge Metall am Busen erschien auf dem Schirm. Zudem hatte er die Zeichen eines 5-Sterne-Admirals am Hals.

"Admiral Jellico! Was gibt uns die Ehre?"

"Ah. Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor. Sind Sie nicht der Sohn von Oberst Kaiser, dem Kommandeur der 6. Flotte?"

"Ich freue mich, daß Sie sich an meinen Vater erinnern, Sir."

"Sie sehen ihm sehr ähnlich. Aber, wenn ich mich nicht täusche, sind Sie erst Lieutnant. Was machen Sie in der Position eines Captains?"

"Nun, Sir. Wie Ihnen sicherlich mitgeteilt wurde, hat es an Bord der Picard ein paar Unregelmäßigkeiten gegeben. Dabei kamen der Captain und der EinsO ums Leben. Das juristische Kommando haben deshalb der Flottensicherheitsmann Vandenberg und der Inquisitor Rabenstein übernommen, die aber Beide über keine Kenntnisse der Schiffführung verfügen, weshalb ich in der Position bin."

"Gut. Bitte rufen Sie die Beiden sofort auf die Brücke, denn es gibt einige neue Entwicklungen."

Adolf ließ die Beiden über das Kom rufen, und kurz darauf erschienen sie und begrüßten den Admiral.

"Meine Herren, ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, daß das Oberkommando der Flotte beschlossen hat, einen Admiral auf der Picard zu stationieren, der das Manöver mit unseren Aliierten leiten wird.
Da der eigentliche CO, der für das Manöver extra geschult worden war, nicht mehr unter uns weilt, warum auch immer, mußten wir so handeln
Und diese Funktion werde ICH PERSÖNLICH übernehmen, da meine Jacht nur etwa 5 Stunden von Ihnen entfernt ist. Von der Außenstation Deep Space 17 wollten wir das Manöver beobachten und die taktischen Bewegungen studieren, aber in diesem Fall mußten wir schnell entscheiden, zumal die Romulaner schon einen eigenen Admiral vor Ort haben.

Bitte bereiten Sie die Picard schon mal auf die volle Kampfbereitschaft vor, wobei ich sage, daß dieses bei Lieutnant Kaiser in guten Händen sein wird, solange, bis ich die Sache persönlich übernehmen werde.
Kümmern Sie sich solange um die Sicherheit an Bord, denn solche Dinge, wie sie in den letzten Tagen vorgekommen sind, dürfen nicht wieder geschehen.

Und noch etwas: Sie behandeln die Gefangen ordentlich, denn ich habe die Absicht, den Verhören persönlich beizuwohnen.
Wir sehen uns in wenigen Stunden. Jellico, over and out."

Da war es nur gut, daß der kurze Ausflug Rewdaks, um seine Angebete zu retten, kurz danach von den Sicherheitskräften unter Vandenberg beendet worden war und diese wieder sicher, und jetzt in Einzelzellen, untergebracht waren.

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  ISDA Log 47 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Wed-2018, 04:40 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (7)

USS Picard

Rabenstein schritt ohne eine Gemütsregung vor den Sicherheitsmännern, welche die zeternde und heulende Nalae einfach mit sich schleiften.
Die Rihannha wand sich und kreischte wie ein sterbender Fvai.
Im Turbolift bekreuzigte sich der Kleriker.

„Ein Exorzismus ist unausweichlich. Ich kann es nicht zulassen, dass eine derartige Kreatur dieses Schiff mit ihrer Anwesenheit verpestet.
Sie ist die fleischgewordene Manifestation dämonischer Perversion“, sagte er ruhig, wobei er unter Nalaes Geschrei kaum zu verstehen war.

„Lasst mich loohooos! Bittääää!“, heulte sie, während Rabenstein den Turbolift verließ und sie in einen sakralen Raum des Schiffes tragen ließ.

„Es ist unglaublich. Zunächst mordend und sündend, sehen wir nun, ohne den Missbrauch der bewusstseinsverändernden Drogen, ihr tatsächliches Gesicht:
Eine jämmerliche Kreatur“, erklärte er, während die Romulanerin auf einer Bare festgeschnallt wurde.

Dieser Raum – eine Art schiffsinterne Kapelle – war sehr nüchtern gestaltet. Über der Bare prangte ein großes, bronzefarbenes Kreuz mit einem Abbild Jesu.

Rabenstein zog sich ein paar schwarze Handschuhe an und machte eine abweisende Handbewegung.

„Lassen Sie uns nun allein“, sagte er ruhig.
Lediglich ein Messdiener verblieb im Raum, der dem Inquisitor bei seinem Ritual assistieren sollte.

Auf einem Tisch neben der Bare stand eine kleine Karaffe; daneben lagen ein Rosenkranz und eine kleine Bibel.
Auf einer anderen Anrichte befanden sich zwei weiße Kerzen und ein Räuchergefäß in welchem Weihrauch verbrannte.

Nalae schluchzte irgendwelche Sätze auf romulanisch, während Richard seelenruhig seine „Instrumente“ inspizierte.

„Hervorragend, wir können sofort beginnen“, stellte er zufrieden fest.

Dem armen Messdiener stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben.

„D-die kommt direkt aus der Hölle, nicht wahr, Sir? Dieser Gestank...und diese Laute! Kein irdisches, von Gottes Hand erschaffenes Wesen kann derartige Geräusche von sich geben.
Sie sind unmenschlich!“

Nalae spuckte und traf das Gewand des Dieners.

„IIHHHGITT!! OH HERR!“
Der Messdiener eilte zu der Karaffe, tauchte die Finger darin ein und bekreuzigte sich.
Dann faltete er die Hände und sprach binnen weniger Sekunden das Vater Unser.

„Nun stellen Sie sich nicht so an, De Bertrand! Ein Exorzismus ist eben eine schmutzige Arbeit!“, entgegnete Richard verständnislos, während er Nalae ohne Umschweife einfach knebelte.

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

„Nngghh, Sir, sie klopft immer dreimal mit dem Fuß, um der Heiligen Dreifaltigkeit zu spotten!“, bemerkte De Bertrand mit ängstlicher Stimme, den Blick gen Himmel gewandt.

Nalae zappelte eigentlich nur wie wild in ihrer Fesselung herum, jedoch war der Messdiener offenbar sehr eiftig im deuten von Omen!

Rabenstein seufzte und schüttelte den Kopf.



Rewdak schlenderte durch die Gänge der Picard. Getarnt in seiner Uniform war er nicht mehr besonders auffällig, jedoch war ihm klar, dass ihm nur ein minimales Zeitfenster bleiben würde, um Nalae zu retten.
Wobei der Rihannha nicht darüber nachdachte, wieviel Sinn es bringen würde – man würde nach ihm suchen und auch nach Nalae, wie sollten sie unbemerkt vom Schiff entkommen?
Wie überhaupt sollte er sie befreien?
Und welche Strafen würden ihn erwarten, nach diesem brutalen Ausbruchsversuch?
Nein, über all das dachte Rewdak nicht nach, denn er dachte nur an eines:
Nalae.
Oder besser gesagt, ihre wirklich hervorragenden Qualitäten als Liebhaberin.



Richard schloss sein Ritual mit einer letzten Besprenkelung Nalaes durch das Weihwasser ab.
Nein, natürlich hatte er nicht nur eine Bibel, einen Rosenkranz und dieses heilige Wasser verwendet – es war kein Geheimnis in der Kirche, dass Gott in besonders schweren Fällen wie diesem es wertschätzte, wenn ein wenig Unterstützung seintens der stofflichen Welt gewährleistet wurde.
Gemeint war in diesem Fall ein kleines Gerät, welches vorzüglich Hirnwellen, Hirnchemie und andere neurologische Aspekte beeinflussen konnte.
Zeigte der Exorzist seine Bemühungen durch die Nutzung dieses Gerätes, so würde der Dämon im Inneren des „Patienten“ ganz sicher weichen!
Natürlich wusste Rabenstein, dass bei Nalae nur ein mäßiger Erfolg darin liegen würde, ihr das Böse auszutreiben – da sie als Rihannha schlichtweg das Böse und Widerwärtige selbst verköperte.
Doch war er der Ansicht, solange dieser Abschaum sich auf seinem Schiff aufhielt, so könne er zumindest dessen Wahnsinn nach Möglichkeiten mithilfe dieses heiligen Rituals vermindern.

Nalae setzte sich auf und blickte sich um.

„Ich war eben noch in der Arrestzelle“, stellte sie fest.

„Ganz genau so ist es, und dort werden sie auch gleich wieder sein“, konstatierte Richard.

Nalae war noch zu benommen und zu verwirrt um entwas zu entgenen.
Zunächst einmal war alles, was sie wusste, wer sie war – das erschien ihr ziemlich viel.

...

Rewdak hätte die Tür eingetreten, wäre es denn keine Schiebetür gewesen.
Also zerlegte er die beiden Wachen in seinem Rewdak'schen Stil – das bedeutet, es musste auf jeden Fall Blut fließen und das Brechen von Knochen zu hören sein – und betrat die Kapelle mit gezogener Waffe.

Er sah Nalae auf der Bahre sitzend, den schwitzenden, zitternden Messdiener De Bertrand sich über die Stirn wischend und einen süffisant grinsenden Rabenstein.

„Rewdak. Du Primitvling“, sagte Nalae und rümpfte die Nase.
„Also bitte. Ich kann auch auf mich aufpassen.“

Der Rihanha war für einen Moment sprachlos, sodass Nalae fortsetzen konnte:

„Seht euch das an. Da ist ja schon wieder überall Blut. So hinterwädlerisch! Töten kann jeder, aber sauber töten ja wohl nicht. Das erfordert Geschick, jawohl.“

Sie richtete sich ihre äußerst zerzauste Frisur.

„Sehen Sie sich diesen Rüpel doch an“, sagte sie zu Richard gewand. „Für solch Billigware bücke ich mich doch nicht, wenn ich auch in der Feinkostabteilung speisen kann.“

Rabenstein nickte, böse grinsend.

„Na also. Sie ist zwar immer noch eine widerwärtig stinkende Höllenmissgeburt, aber immerhin ist sie so viel erträglicher, nicht wahr, Mr. Tr'Kovath?“, wandte er sich an Rewdak.
"Die Wunder, welche unser Herr zu vollbringen vermag, sind ihrer Zahl grenzenlos."


In der Gefangenenzelle


Sokar saß stumm in der Zelle, unfähig, irgendetwas zu sagen, zu denken, zu meditieren.
Ob und wann sich sein Zustand verbessern würde – dies war zum Augenblick noch unklar.
Was geschehen war, hatte er wohl kaum mitbekommen.
Eine Horde Sicherheitsoffiziere hatten die Zelle von den Leichen befreit; ein ranghörerer Offizier vor Wut rasend Befehle erteilt und seine Männer über das ganze Schiff ausschwärmen lassen um nach dem Entflohenen zu suchen.
Der Grundzustand der Zelle war wiederhergestellt und Nalae wurde just in diesem Augenblick hereingeführt und mit einem Schubser in den Raum befördert.

„Unmöglich, sowas!“, fluchte sie den Offizieren hinterher und nahm auf dem Stahlhocker Platz.

„Dir haben sie wohl das Gehirn rausgeschmolzen“, sagte sie zu dem regungslosen Sokar, dessen glasiger Blick die Wand durchbohrte.

„Nun ja, manch einer hat weniger Glück, manch anderer mehr“, bemerkte sie und schlug die Beine übereinander.

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  ISDA Log 46 Rewdak
Geschrieben von: Rewdak Tr'Kovath - Sep-Wed-2018, 02:31 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

Kaum war Sokar wieder in der Lage ohne fremde Hilfe zu stehen wurden Rewdak, Sokar und die immer noch schluchzende Nalae von mehreren Sicherheitsoffizieren unter T’Celis‘ Leitung aus ihrer Zelle geschleift und auf ein Transporterpad verfrachtet. Auf dem Pad stand bereits ein junger Romulaner, welchen sie als den jungen OPS Offizier, welcher ihnen die Quartiersfreigabe gegeben und sie zu verdeckten Ermittlern ernannt hatte, erkannten. Beim Gedanken daran, dass sie ihm noch ein paar Berichte schuldig waren musste Rewdak kichern. Vielleicht würde etwas Humor ja die Situation etwas entschärfen. „Hey, Alter“ flüsterte er Sokar zu. „Zumindest schaffen wir es jetzt auf die Picard, oder?“
 
Die erwartete Reaktion von Sokar blieb aus, dieser war kurz bevor sie abgeführt worden dazu übergegangen durch Rewdak und Nalae hindurchzugucken als würden sie nicht existieren, was er etwas beunruhigend fand. Nalaes entsetzter Blick, untermalt von den aufgequollenen und blutunterlaufenen Augen ließ ihn jedoch etwas zurückschrecken.
 
„Nehmen sie die 4 jetzt in Empfang, mit besten grüßen an den Imperator“ säuselte T’Celis in das Com-Terminal kurz bevor sie persönlich den Transporter aktivierte.
 
Als sie auf dem anderen Schiff materialisierten hatte er nicht einmal mehr Galgenhumor übrig. Vor ihm und auch vor Haddus, der eigentlich vermeldet hatte, dass er die Picard unter seiner Kontrolle hat, stand ein großgewachsener, blonder Mann in schweren klerikalen Roben. „Willkommen“ sagte er mit einem breiten Grinsen. „auf der ISS Picard, dem Stolz der imperialen Flotte. Uns ist über euch schon so einiges zu Ohren gekommen, bitte, begleiten Sie unser Sicherheitspersonal zu Ihren Quartieren.“
 
Rewdak konnte sich nicht entscheiden was ihn an der Situation mehr anwiderte, dass Haddus versagt hatte, oder der triefende Sarkasmus des Inquisitors als er sie willkommen geheißen hatte. Mit „Quartieren“ meinte er natürlich die Verhörzelle, welche noch unbequemer und mit mehr Folterwerkzeug vollgestopft war, als die auf der Ganelax.
 
Ihm fiel auf, dass Nalae inzwischen angefangen hatte stark zu zittern, er wusste nicht wie viel von ihrem Verhalten auf die Situation und wie viel auf den Entzug zurückzuführen war aber es gefiel ihm gar nicht. Nach einem Schiffsarzt fragen kam allerdings ebenfalls nicht in Frage, wer weiß was für kranke Experimente diese am Ende an ihr durchführten, menschliche Ärzte waren immerhin weithin als grobschlächtige Barbaren bekannt. Sokar starrte weiterhin durch sie hindurch, der würde also auch keine Hilfe sein.
 
 
Kurz nachdem sie es sich in der Zelle so gemütlich eingerichtet hatten wie möglich betrat der Inquisitor, der sie in Empfang genommen hatte den Raum. Er blickte alle 4 abschätzig an, als er an der zitternden Nalae angelangt war, weiteten sich seine Augen und er fing erneut an so schief zu grinsen wie gerade eben im Transporterraum, wandte sich an Nalae und legte ihr seine Hand auf den Kopf. „Na, mein Kind, deine Seele scheint ja ganz schön aus dem Gleichgewicht zu sein, so wirst du uns aber keine große Hilfe sein, vielleicht ist ein Exorzismus ja genau das was du brauchst.“
 
Bei dem Wort „Exorzismus“ wurde Sujith, wie der junge OPS Offizier hieß, unruhig. Nachdem der Inquisitor, mit Hilfe einiger imperialer Marines, die schreiende und sich nach aller Kraft wehrende Nalae aus der Zelle befördert hatte und die Tür sich hinter ihm schloss, wandte er sich an Rewdak.
 
„Wie kannst du so ruhig bleiben nachdem deine Frau zu einem Exorzismus geschleift wurde, weißt du denn nicht was dabei passiert?“
 
„Ich wusste nicht einmal, dass die Kirche so etwas noch macht, nachdem festgestellt wurde, dass Dämonen und Geister durch Subraumanomalien ausgelöst werden und nichts mit den Seelen verstorbener zu tun haben wurde das Ganze doch abgeschafft, oder etwa nicht?“
 
„Das schon, aber ein Exorzismus der Inquisition heißt, dass er anfangen wird ihre Emotionen aufzusaugen bis nur noch eine leere, persönlichkeitslose Hülle übrig bleibt die er nach Gutdünken herumkommandieren kann, ihr mögt mich hereingelegt und damit meine Karriere bei der Galae besiegelt haben aber ich bleibe meinem Haus treu und diese Frau hat zu viel von unseren Geheimnissen mitbekommen. Wir müssen diesen Exorzismus aufhalten!“
 
Rewdak hatte genug gehört, den letzten Teil als Sujith wieder anfing von sich und seinem Haus zu reden hatte er gar nicht mehr mitbekommen, da er schon dabei war den Raum nach Fluchtmöglichkeiten abzusuchen, aber es sah so aus als müsste wieder einmal ein Ablenkungsmanöver herhalten.
 
Bei genauerem hinsehen konnte er feststellen, dass eines der Folterwerkzeuge nicht vollständig zurück in die Wand zurückgezogen war und ein scharfkantiges Stück Metall von der Öffnung abstand, in die das Instrument eingelassen war. „Hoffentlich ist der Wachtposten kein Teil der imperialen Elite, sonst wird das hier gleich gewaltig schiefgehen“ dachte Rewdak sich, als er Sujith am Nacken packte und auf das hervor ragende Metallstück zuschleuderte.
 
Als der junge Romulaner im Todeskampf zu Boden stürzte und durch die Öffnung in seiner Kehle nach Luft rang, sprang Rewdak zur Tür, hämmerte dagegen und rief panisch um Hilfe. „Der Alte dreht durch, der murkst uns ab, weil wir zu viel wissen! Haltet ihn auf!“ schrie er als er weiter auf die Tür einschlug, welche sich nach kurzer Zeit schon öffnete.
 
In den Raum stürmten zwei Sicherheitsoffiziere, die Phaser im Anschlag, einer richtete die Waffe direkt auf Sokar, welcher immer noch teilnahmslos vor sich hin starrte, während der andere den inzwischen verstorbenen Sujith näher betrachtete.
 
„Der hier hat’s hinter sich, nix zu machen“. Als der Offizier sich von der Leiche erhob und sich umdrehte blickte er direkt in die Mündung des Phasers, den Rewdak seinem, inzwischen toten, Kumpanen in Windeseile abgenommen hatte. Das letzte was er sah war Rewdaks schiefes Grinsen und ein roter Lichtblitz.
 
Der Raum musste sehr interessant für denjenigen wirken, der hinterher herausfinden sollte was hier geschehen ist, da lag ein Romulaner mit aufgeschnittener Kehle, ein Sicherheitsoffizier ohne Gesicht und ein nackter mit eingeschlagenem Kehlkopf mitten in einer grünen Blutlache. „kommste, Alter?“ fragte Rewdak in den Raum. „Wir haben sogar noch eine Zweite uniform für dich. Die sitzen zwar nicht gut aber sollten vorrübergehend ausreichen.“ Von Sokar kam keine Antwort. Rewdak resignierte. „Na gut, bleib halt hier sitzen und lass dich ausquetschen und hinterher den Rest deines Lebens in eine Schmerzkammer stecken, ich gehe mir jetzt ne Süße retten und hau hier ab, besauf mich und vergesse die ganze Scheiße hier. Toller Plan übrigens, hat bestens funktioniert.“
 
Mit den Worten verließ Rewdak die Zelle und wandte sich Richtung Turbolift. Dieser schmierige Inquisitor würde für jedes gekrümmte Haar auf Nalaes verrücktem Kopf bitter bezahlen.

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  ISDA Log 45 - Richard
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Sep-Mon-2018, 04:58 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: was Kleines, um das Plothole zu stopfen!
RPG:

*** ISS Picard / Auf dem Weg in den Transporterraum ***

Die Wartungstechniker waren noch mit der Reparatur der bei den Auseinandersetzungen der letzten Tage beschädigten Liftsysteme beschäftigt und so mussten Haddus alias Adolf Kaiser und Richard einen kleinen Fußmarsch unternehmen. Der Inquisitor war darüber nicht einmal erzürnt, ergab sich so doch die Gelegenheit, den jungen Lieutenant neben ihm noch etwas 'abzuklopfen'.

Es war ganz offensichtlich, wenn man so sagen wollte, zumindest für Richards Empathie, dass der Bursche etwas zu verbergen hatte. Er war außergewöhnlich angespannt, ja sogar nervös, je näher sie dem Transporterraum kamen. Und das war NICHT jene bösartige Vorfreude, die man vielleicht bei einem imperialen Offizier erwartete, dem ein paar todgeweihte Verräter in die Hand gegeben wurden. Nein, das war etwas Anderes...

Der Inquisitor war überzeugt, dass Kaiser der zweite Agent des 'Patriarchen' war, von dem dieser romulanische Teufelsbraten gesprochen hatte. Nun, es würde ihm schon noch ein Fehlerchen passieren. Oder einer der anderen Gefangenen würde vielleicht sein Gewissen erleichtern wollen und ein paar Vorteile einhandeln... Er würde ihm seinen Vorwitz schon austreiben! Mit einem Blick auf die grandiose Umgebung hinter den Fenstern des Ganges ließ Richard ein klassisches lateinisches Zitat fallen - und wartete.
Kaiser war stehengeblieben, sah ihn an. "Wie, Hochwürden?"

"Ah- Sie verstehen kein Latein? Wie ungewöhnlich."


"Ich halte es lieber mit den lebenden Sprachen."

"Da müssen Sie ja auf dem Kollegium Imperiale in Berlin den Lehrern eine Freude gewesen sein!" Richard setzte seinen Weg fort und spürte deutlich eine Wolke aus Zorn um Kaiser wabern. Jaja, ich weiß, Freundchen, du möchtest mich gern hier und jetzt aus der Welt der Körperlichen erlösen...

"Vergessen Sie nicht, was ich weiß, Hochwürden." Kaiser betonte die Anrede ironisch.

In diesem Augenblick näherte sich Flottenkommissar Vandenberg - mit CoS Quinn im Schlepptau. Interessant, konstatierte Richard äußerlich regungslos. Vandenberg hatte vor zwei Tagen lediglich den Romulaner festgenommen, der seither im Arrest saß und auf seine Kumpane wartete - wenn er in seinem Zustand hätte warten können! Quinn, die doch eindeutig des Mordes an XO Brunson und Captain Salazar überführt war, hatte er laufen lassen. Und nicht nur das - er flanierte mit ihr Seite an Seite herum! Was heckst du aus mit dieser halbromulanischen Missgeburt?
Er hatte alles an die Zentrale weiter geleitet und ein paar zweideutige Anmerkungen dabei mit eingeflochten. Das konnte nicht schaden.

Quinn musterte den Inquisitor von oben bis unten mit unverschämten Blick. Aber dann glitten ihre Augen zu Lieutenant Kaiser, und Richard konnte eine eindeutige Gefühlsregung wahrnehmen, die ausnahmsweise einmal nicht in das Feld Gewalt, Wut, Hass und Angst einzuordnen war. Kaiser grinste zurück und fühlte sich in der Aufmerksamkeit offenbar wohl. War es das, was Vandenberg ausnutzen wollte? Wollte er den Lieutenant in eine Falle locken?


Die beiden Gruppen tauschten ein paar Floskeln und legten dann die letzten Schritte zu jenem Lift zurück, den ein Wartungstechniker gerade mit erhobenem Daumen freigegeben hatte. Wenige Augenblicke später erreichten sie den Transporterraum.

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  Ich reformiere
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Mon-2018, 01:18 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Antworten (9)

Leute, ich habe eine Website angefangen und die ist fast fertig.
Ihr fragt euch sicher - was kommt da jetzt wieder Schlimmes auf uns zu - zurecht.
Ich habe mein Ritalin abgesetzt und drehe dann immer durch mit Projekten, die sogar fertig werden.
Also ich mache eine Website über Romulaner, die schon fast fertig ist, und quasi schon so viel Text beinhaltet, dass ich sie selbst gar nicht lesen würde,
weil ich größere Texte immer panisch wegklicke  :blush:
Meine Logs werden jetzt bestimmt auch interessanter.
Aber um nicht abzuschweifen, darum gehts:
Ich trage mir so Infos von verschiedenen Websites zusammen und mach die auch alle in eine Extra Kathegorie, damit sie gefunden werden können.
Ich liebe Deine Website, Anke, Danke nochmal dafür!
Was ich machen will ist, so einiges Zeug von Diane Duane reformieren weil ich finde das blöd und das ist ja auch nicht Canon - also, wieso sollte das mehr Canon sein als meins, die Alte hat sich einfach die ganze romulanische Kultur unter den Nagel gerissen :sleepy: :uff: 
Nun worum es geht, ich werde da etwas über Geschichte schreiben und eine Zeit der Aufklärung einfügen, um ein paar Sachen zu erneuern.
Das Problem ist nämlich zb. Mnhei'Sahe, wenn das so gelebt worden wäre wie sie das schreibt, dann hätten die sich irendwann einfach alles gegenseitig zu Mettwurst verarbeitet und wären nie übers Meddlalter hinaus gekommen. 
Das Prinzip ist ähnlich wie in der Zeit vor der attischen Demokratie, ca. 500 vor Christus oder so.
Jeder strebte für sich nach Reichtum und Macht (genannt Normoi - Normen), woraufhin beinahe die ganze antike griechische Gesellschaft zusammenbrach, währen da nicht Solon, Peisistratos, Kleisthenes etc. mit ihren ganzen geilen Reformen gekommen.
Also ist das Problematisch - Duane mogelt sich rum und sagt, es gibt keine Romulaner, die Mnhei'Sahe für Verbrechen auslegen - das ist aber total unrealistisch, es gibt in jeder Gesellschaft irgendwelche beknackten Ausscherer.
Sonst könnte ich auch überall meinen Hund anbinden und mich darauf verlassen, dass ihn keiner klaut.
Außerdem noch so paar Sachen die mich nerven von dem, was die da erfunden hat, weil es einfach krass auf Gewalt und Gemetzel aufbaut und daher müssten die Romulaner eigentlich noch im Mittelalter sein und aus dem Fenster kacken wenn das da immer noch so laufen würde - versteht ihr, wie ich meine?
So gesellschaftliche Normen die bei uns so ein halbes Jahrtausend vor Christus so am Start waren können doch nicht bis ins 23. Jahrhundert funktionieren und nebenher läuft da so eine Entwicklung mit Raumfahrt und so.
Überdies finde ich einfach, dass Romulaner keine gewalttätige mordlustige Meuchelrasse sind und ich finde halt, die dreht das zu sehr in die Richtung. 
Also ich meine zb., so Staatstheoretiker hatten wir auch, aber sie schreibt nur über einen Heini, der da sagte:

The Romulan work Taer'thaiemenh said of mnhei'sahe, "Of the chief Parts of the Ruling Passion, only this can be truly said: Hate has a reason for everything. But love is unreasonable." (TOS - Rihannsu novelMy Enemy, My Ally)


Sowas Simples und Primitives hat aber auch kein terranischer Staatstheoretiker geschrieben, wenn ich mich jetzt richtig erinnere.
Selbst die Monarchiebefürworter und so haben gesagt, Zuckerbrot und Peitsche muss schon sein.
Also ich finde, Duane hat das viel zu sehr auf Hass etc ausgelegt, das finde ich einseitig und sinnlos.


Ich weiß gar nicht, wohin ich schon wieder abgedriftet bin. 
Ich poste das Ding dann wenn es soweit ist. (Also bald)

Gehabts euch wohl  :huh: :grins:

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  ISDA Log 44 Sokar / Richard
Geschrieben von: Sokar - Sep-Sun-2018, 04:29 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

***  Arresttrakt der 'Ganelax' ***

 
Der Zorn brach immer wieder durch Sokars meditatives Gerüst. Sie haben die Mission scheitern lassen. MEINE Mission. Jahrelange Planung - umsonst! Geopferte Ressourcen und geopferte Mitstreiter - UMSONST, alles UMSONST! Jede einzelne Faser seines Körpes schien sich zu spannen mit dem einen Ziel, ihn vorschnellen und diese beiden romulanischen Grenzdebilen aus seinem Gesichtsfeld zu tilgen. Er holte tief Atem, versuchte sich wieder auf die geometrischen Formen seiner Meditation zu konzentrieren. Rewdak und Nalae durften ihn jetzt nicht interessieren. Es wäre eine weitere Vergeudung von Ressourcen. Es wäre unlogisch.
 
Der Vulkanier machte sich keine Illusionen über das, was ihm bevorstand, und DARAUF musste er sich vorbereiten. Die Allianz würde alle nur erdenklichen Methoden einsetzen, seinen Geist zu sezieren und alles in Erfahrung zu bringen, was über seine Organisation und ihre Mitglieder und Unterstützer in Erfahrung zu bringen war. Er musste dafür sorgen, dass die wichtigsten Informationen so tief wie möglich begraben wurden und stattdessen Fehlinformationen an der Oberfläche lagen.
 
Einatmen, ausatmen... In Gedanken setzte er eine weitere Fläche einer multidimensionalen Figur, unter der er einige Standorte und Namen seiner Organisation verschlüsseln wollte. Schon kurz nach ihrer Gefangennahme hatte er feststellen müssen, dass die Giftchips, die er sich und seinen beiden Begleitern implantieren ließ, beim Transportervorgang in die Zelle entfernt worden waren. Die Rihannsu, und insbesondere dieser dreimal verfluchte General Hakeev waren keine Amateure, was das anging. Sie wussten, wie man sich die 'Freude' an einem Gefangenen recht lange erhielt.
 
Ein Sirren, gefolgt von einem lauten mechanischen Klirren ertönte, und die doppelt gesicherte Zelltür wurde aufgerissen. Ohne ein weiteres Wort trat flankiert von zwei bewaffneten Kameraden ein gepanzerter Sicherheitsoffizier ein, packte Sokar und beförderte ihn nach draußen, noch ehe der Vulkanier völlig aus seinem meditativen Zustand zurück gefunden hatte, wo ihn ein Betäubungs-Hypo zusammen sacken ließ.
 
*** Verhörraum ***
 
Sokar erwachte von unangenehmen Schmerzen, die seinen Rücken abwärts pulsten und einem intensiven Übelkeitsgefühl. Als er die Augen öffnete, starrte er in einen grellen Punktstrahler, der ihn sofort die Augen wieder zusammen kneifen ließ. Der Versuch, sich aus dessen Bereich zu entfernen, endete mit der Erkenntnis, dass seine Arme, Beine und Kopf von metallenen Schienen an einen Stuhl fixiert waren.
 
"Vulkanier!" Hinter dem Punktstrahler formte sich der Schemen eines ihm  unbekannten Rihanha. Die Stimme gehörte zweifellos zu General Hakeev, der dem Verhör wohl beiwohnte. "Dir wird klar sein, dass du nichts mehr zu erhoffen hast. AUSSER dass ich dich schnell sterben lasse, wenn du kooperierst. Sagen wir... relativ.... schnell."
 
Glühenden Nadeln gleich stachen Schmerzen durch Sokars Schläfen und seine Wirbelsäule. Ein Mindsifter. erkannte er. Nun, das war nur die logische --
 
"Deine beiden nichtswürdigen Gefolgsleute werden als Deserteure nach dem Militärgesetz der Galae gerichtet. Aber du, du bist weniger als der Dreck, den sie darstellen. Du bist nicht einmal ein Rihanha. Du bist ein degenerierter Vulkanier, ein Sklave, ein  Wurm!" Nebenbei ließ er das Schmerzniveau erhöhen. "Du hast die Ehre der Galae befleckt! Und die Ehre meines Hauses, indem du meinen Blutsbruder umgebracht hast."
 
"Ihr habt meine ganze Familie umgebracht!" stieß Sokar hervor.
 
"Das war sicher eine Wohltat für das Universum, wenn sie deine Gene geerbt hatten! Sokar von Vulkan, der Patriarch des Terrors - ja, ich weiß sehr wohl Bescheid über meinen Fang. Mit  dem auf deinen Kopf ausgesetzten Preisgeld könnte ich meinen eigenen Sektor kaufen. Aber - das interessiert mich nicht. Was mich interessiert, ist Frieden und Ordnung in der Galaxis. Zwei Dinge, die khlles wie du immer wieder sabotieren! Aber jetzt.... habe ich den Schlüssel, all das zu beenden...."
 
"Deine Zeit und die Deinesgleichen wird kommen! Euer Ende wird kommen! Und dann wird die Galaxis im Blut schwimmen!"
 
"Im Augenblick kommt lediglich DEIN Ende, Vulkanier! - Kares, verpass ihm noch eine Injektion, ich habe keine Zeit für diese Unterhaltung."
 
Die Umgebung wurde dunkel für Sokar und er fand sich in einem grauschwarzen Kokon wieder, aus dem nebelhaft die Stimme des Generals klang. "Erzähl mir  von Mendak tr'Tralevo!"
 
...
 
*** Währenddessen in der Arrestzelle ***
 
Nalae knabberte nervös an ihren Fingernägeln. Die Tatsache, dass sie nicht an ihre kostbaren Pillen kommen konnte, war im Augenblick weitaus schlimmer als die entsetzlichsten Vorstellungen aller Folter, die ihr irgendwann in der nächsten Zukunft blühen konnten. Wie ein Tiger im Käfig marschierte sie auf und ab - soweit es ihre 3 Meter lange Kette an der Fußfessel zuließ.
 
"Setz dich gefälligst, das macht mich wahnsinnig!" schnauzte Rewdak. "Ich muss nachdenken!"
 
"Nachdenken? Worüber? Wir sitzen in der Scheiße! Wir--"
 
Er packte sie und schüttelte sie, so dass er einen Moment ihrer Aufmerksamkeit sicher sein konnte, und zischte: "Vielleicht kann ich einen Deal aushandeln."
 
Nalae musterte ihn und versuchte, sich zu konzentrieren, was ihr nun so nah an ihm wirklich nicht mehr gelang. "Ich könnte... auch ... naja... den Wachposten...."
 
"Vergiss DIESE Idee!" Rewdak ließ sie los und pflanzte sich wieder vor Wut kochend auf den Stahlhocker in der Ecke. Nalae fing an zu schluchzen, was ihn veranlasste, nun doch wieder die Arme um sie zu legen. Sie saßen wirklich in der Scheisse - nein, um genau zu sein, waren sie bereits mehrere Meter unter ihrer Oberfläche begraben!
 
Urplötzlich schrie Nalae auf und schlug die Hände vors Gesicht. "Ahh!!! Ich kann es fühlen, in meinem Kopf!!!"
 
"Was? Was redest du?"
 
Sie presste reflexartig die Hände gegen die Ohren und keuchte: "Sokar hat ... eine Geistesverschmelzung ... mit mir gemacht. Da muss .... muss irgendein Link .... geblieben... sein! Ich kann fühlen... ahhhh! Fühlen, wie sie ihn foltern!"
 
....
 
Stunden später - Rewdak und Nalae hatten jegliches Gefühl für Zeit verloren - wurde die Zellentür erneut geöffnet und das Kraftfeld deaktiviert. Ein Fußtritt beförderte Sokar in den Raum, wo er zusammen gekrümmt liegen blieb. Dann waren sie wieder allein. Nalae starrte zitternd auf das Licht über der Zellentür und realisierte nur allmählich, dass man sie nicht abgeholt hatte.
 
Rewdak schob den linken Fuß vorsichtig unter Sokar. "Alter?"
 
"Fass... mich... nicht... an!"

 
*** Besprechungsraum von Riov T'Celis ***
 
"Nun, Sir," T'Celis hob das Glas und nippte etwas Ale, während der mit ihr speisende General einen Bissen von der kalten Platte nahm. "Dieses vulkanische Stück Dreck ist laut Gesetz Sklave des Terranischen Imperiums, also fällt er unter imperiale Gesetzbarkeit. Er muss ausgeliefert werden. Einen Antrag auf Überstellung muss das imperiale Ministerium für Terrorismusbekämpfung bewilligen. In Anbetracht der ..." Sie hüstelte. "...Leicht angespannten politischen Lage würde ich  empfehlen...."
 
Hakeev brummte ungehalten und trank auch einen größeren Schluck. "Ich will dieser Ratte persönlich den Hals mit meinem Ehrendolch aufschlitzen!"
 
"Ich würde meine Klinge nicht mit dem Blut dieses degenerierten Wurms beflecken. Sie haben dem Reich und dem Prätor schon unschätzbare Dienste mit seiner Festnahme geleistet. Und den Informationen, die der Vulkanier ausgespuckt hat. Sollen sich die Terraner weiter mit ihm vergnügen."
 
Schweigend aß Hakeev weiter und dachte über die Worte der Kommandantin der Ganelax nach. Er verstand ihre Beweggründe, den Abschaum so schnell als möglich von ihrem Schiff zu bekommen und zur Tagesordnung überzugehen. Überdies - hatte sie Recht. Nichtsdestotrotz.... würde sein Dolch dem Vulkanier wenigstens ein kleines Andenken verpassen!
 
Der Türmelder ertönte. T'Celis ließ öffnen. Ein junger Erein verneigte sich kurz, salutierte und übergab ihr dann  ein Padd. Sie las und ihre Brauen wanderten in die Höhe.
 
"Neuigkeiten?" fragte Hakeev.
 
"Eine Order vom Vizedirektor des Tal Shiar. Wir sollen die beiden anderen Gefangenen, Tr'Kovath und D'Varo, ebenfalls den Terranern überstellen."
 
"Hm. Nun, die Weisheit des Tal Shiar ist unergründlich...."
 

*** ISS Picard / Bereitschaftsraum / Kurz vor 19 Uhr ***
 
Haddus grinste triumphierend und ließ die Finger gelangweilt über den vor ihm auf dem Schreibtisch drapierten Fusionsphaser gleiten."Ach, Hochwürden beehren mich wieder. Wie schön!"
 
Richard lächelte jetzt ebenfalls. "Mister Kaiser, Sie haben zweifellos Ihre Qualitäten. Aber ich warne Sie: setzen Sie nichts in Spiele, die für Sie mehrere Nummern zu groß sind. Ich habe mich mit derlei Otia schon befasst, als Sie noch in die Windeln gemacht haben. Und--"
 
Das Interkom meldete sich. "Captain? Transporterraum hier."
 
Haddus streckte die Hand nach dem Aktivator aus und öffnete den Mund, aber Richard war stand ein Stück näher und war einen Augenblick  schneller. "Temporärer Kommandant der ISS Picard, Richard von Rabenstein. Sprechen Sie!"
 
"Die 'Ganelax' signalisiert, dass sie bereit zum Transfer der Gefangenen sind, Sir!"
 
"Gut. Sicherheitsvorkehrungen höchster Stufe und  Transfer einleiten. Ich komme in den Transporterraum!" Während er vor Haddus durch die Tür eilte, sagte er ihm, dass er den Flottenkommissar informieren solle.

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