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ISDA Log 45 - Richard - Druckversion

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ISDA Log 45 - Richard - Richard von Rabenstein - Sep-Mon-2018

NRPG: was Kleines, um das Plothole zu stopfen!
RPG:

*** ISS Picard / Auf dem Weg in den Transporterraum ***

Die Wartungstechniker waren noch mit der Reparatur der bei den Auseinandersetzungen der letzten Tage beschädigten Liftsysteme beschäftigt und so mussten Haddus alias Adolf Kaiser und Richard einen kleinen Fußmarsch unternehmen. Der Inquisitor war darüber nicht einmal erzürnt, ergab sich so doch die Gelegenheit, den jungen Lieutenant neben ihm noch etwas 'abzuklopfen'.

Es war ganz offensichtlich, wenn man so sagen wollte, zumindest für Richards Empathie, dass der Bursche etwas zu verbergen hatte. Er war außergewöhnlich angespannt, ja sogar nervös, je näher sie dem Transporterraum kamen. Und das war NICHT jene bösartige Vorfreude, die man vielleicht bei einem imperialen Offizier erwartete, dem ein paar todgeweihte Verräter in die Hand gegeben wurden. Nein, das war etwas Anderes...

Der Inquisitor war überzeugt, dass Kaiser der zweite Agent des 'Patriarchen' war, von dem dieser romulanische Teufelsbraten gesprochen hatte. Nun, es würde ihm schon noch ein Fehlerchen passieren. Oder einer der anderen Gefangenen würde vielleicht sein Gewissen erleichtern wollen und ein paar Vorteile einhandeln... Er würde ihm seinen Vorwitz schon austreiben! Mit einem Blick auf die grandiose Umgebung hinter den Fenstern des Ganges ließ Richard ein klassisches lateinisches Zitat fallen - und wartete.
Kaiser war stehengeblieben, sah ihn an. "Wie, Hochwürden?"

"Ah- Sie verstehen kein Latein? Wie ungewöhnlich."


"Ich halte es lieber mit den lebenden Sprachen."

"Da müssen Sie ja auf dem Kollegium Imperiale in Berlin den Lehrern eine Freude gewesen sein!" Richard setzte seinen Weg fort und spürte deutlich eine Wolke aus Zorn um Kaiser wabern. Jaja, ich weiß, Freundchen, du möchtest mich gern hier und jetzt aus der Welt der Körperlichen erlösen...

"Vergessen Sie nicht, was ich weiß, Hochwürden." Kaiser betonte die Anrede ironisch.

In diesem Augenblick näherte sich Flottenkommissar Vandenberg - mit CoS Quinn im Schlepptau. Interessant, konstatierte Richard äußerlich regungslos. Vandenberg hatte vor zwei Tagen lediglich den Romulaner festgenommen, der seither im Arrest saß und auf seine Kumpane wartete - wenn er in seinem Zustand hätte warten können! Quinn, die doch eindeutig des Mordes an XO Brunson und Captain Salazar überführt war, hatte er laufen lassen. Und nicht nur das - er flanierte mit ihr Seite an Seite herum! Was heckst du aus mit dieser halbromulanischen Missgeburt?
Er hatte alles an die Zentrale weiter geleitet und ein paar zweideutige Anmerkungen dabei mit eingeflochten. Das konnte nicht schaden.

Quinn musterte den Inquisitor von oben bis unten mit unverschämten Blick. Aber dann glitten ihre Augen zu Lieutenant Kaiser, und Richard konnte eine eindeutige Gefühlsregung wahrnehmen, die ausnahmsweise einmal nicht in das Feld Gewalt, Wut, Hass und Angst einzuordnen war. Kaiser grinste zurück und fühlte sich in der Aufmerksamkeit offenbar wohl. War es das, was Vandenberg ausnutzen wollte? Wollte er den Lieutenant in eine Falle locken?


Die beiden Gruppen tauschten ein paar Floskeln und legten dann die letzten Schritte zu jenem Lift zurück, den ein Wartungstechniker gerade mit erhobenem Daumen freigegeben hatte. Wenige Augenblicke später erreichten sie den Transporterraum.