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  Dämonen / Log 9 / XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Dec-Sat-2018, 12:22 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (2)

Planet Nibonez / Hochplateau von Dorlim | Bronzemaskenstadt / Zugang zum Tunnelsystem
 
Mort Caldred hatte zumindest einen Transmitter am Rand des Loches in der Straße hinterlassen, um wenigstens die Kommunkation mit dem Rest des Außenteams sicher zu stellen. Mit einem skeptischen Brummlaut begab er sich in das Tunnelnetzwerk und eilte hinter der voraus eilenden Nalae her.
 
Der Tunnel war feucht, aber beleuchtet und in erstaunlich gutem Zustand. Nalae stürmte förmlich voran und blieb nun vor einer Stahltür stehen.
 
Na: Das Signal kommt aus dem Bereich hinter dieser Tür. Mister Rewdak, öffnen Sie die Tür! Und Beeilung. Die Lebenszeichen werden schwächer.
 
Rewdak gab einen verächtlichen Brummlaut von sich, dann entsicherte er seine Waffe und feuerte auf die Tür. In einem Funkenregen zersplitterte das Türblatt und Rewdak, sowie Caldred selbst, drangen in den schwach beleuchteten Raum vor.
Der Raum hatte etwas eher prosaisches. Zerschlagenes Mobiliar ragte aus einem dichten Haufen von zerfetztem Papier. Nalae wies auf ein windschiefes Regal, auf dem ein paar Überreste von Buchrücken lagen.

Na: Das war wohl eine Art Bibliothek.
 
Mort grinste.

MC: Da hat wohl jemand seine Bücher nicht zurückgegeben.

Eine schattenhafte Bewegung von der linken Seite unterbrach Mort. Rewdak reagierte blitzschnell. Der Strahl aus seinem Phaser zischte Millimeter über Nalaes Kopf hinweg und traf mit einem grellen Blitz sein Ziel.
 
------------------------------------------------------------------------------


 
Ortswechsel:
 
Planet Nibonez / Hochplateau von Dorlim | Bronzemaskenstadt / Seitenstraße
 
Vandenberg und sein Teil des Außenteams waren in ein Gebäude vorgestoßen, welches einen weniger zerstörten Eindruck als die anderen machte. Als die Eingangstür geöffnet wurde, drang eine sich immer wiederholende Abfolge von Tönen, eine getragene Melodie bildend, aus einem der Räume im Erdgeschoß. Als Quelle dieser Melodie stellte sich ein Abspielgerät heraus, welches trotz eines Defektes immer noch jene traurige Melodie spielte. Der Raum, in welchem es stand, bot den nun schon gewohnten Anblick: Zerstörtes Mobiliar, zerfetztes, zertrampeltes Papier und einen ominösen, dunklen Fleck auf dem Fußboden.
Vandenberg kratzte sich am Kopf. Bisher hatte man keinerlei Anhaltspunkte für das finden können, was hier offensichtlich passiert war: Eine Massenhysterie die wohl zur Raserei geführt hatte.
Mit einem Rauschen erwachte der Kommunikator.

< Caldred an…berg, Sir?>
Va: Was gibt es ?
<Die Verb…ist….schlecht.>
Va: Wo sind Sie?
<Am Eingang zum Tunnell…Loch in…Straße, Raumschiff…Haus…besser einmal herkommen>
Va: Was ist los?
<Das erkläre ich Ihnen besser vor Ort, denn….>
 
Die Verbindung brach ab. Vandenberg schüttelte den Kopf und lenkte sein Team zu jenem ominösen Loch in der Straße.
 
----------------------------------------------------------------------------------------

Ortswechsel:
 
Planet Nibonez / Hochplateau von Dorlim | Bronzemaskenstadt / Raum im Tunnelsystem.
 
Von der Oberfläche aus hatte man ein langes Seil bis zum Boden des frei gelegten Tunnels gespannt, um über die rutschige Fläche wieder an die Oberfläche zu gelangen. Während der Rest des Außenteams das Gebiet weiter absicherte, war Vandenberg Mort gefolgt und erreichte den kleinen, unterirdischen Raum in jenem Augenblick, indem Nalae gerade heftigst mit Rewdak stritt.

Na: Die Haare versengt hat mir Ihr Schuss. Beinahe hätten Sie mir den Kopf weggeschossen, Sie Irrer.
 
Rewdak grollte zurück.

Re: Wenn ich nicht geschossen hätte, würden Sie jetzt unter dem Regal liegen. Genau wie diese Kreatur.
 
Rewdak wies auf einen verkrümmten Körper hin, welcher unter den zertrümmerten Resten eines weiteren Regals lag. Bedeckt mit einer verkrusteten Mischung aus Blut, Schmutz und Kleidungsresten, völlig ausgemergelt und eher eine Trockenmumie gleichend, lag die Gestalt da. Ihr Gesicht zeigte ein groteskes Grinsen, das schon etwas Alptraumhaftes an sich hatte.
Nalae war nicht zu beruhigen.

Na: Sie hätten mich warnen können.
Re: Mein Aufgabe ist nicht, in der Gegend herum zu grölen, sondern zu handeln. Und das habe ich getan. Hätten Sie Ihre Nase mal nicht als Erste hier herein gesteckt.
Na: Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind, Sie Findelkind?
 
Rewdak grinste böse.

Re: Undank ist der Welten Lohn. Jedenfalls bin ich nicht der private Leibwächter der Schnepfe von momentaner Lebensabschnittspartnerin dieses Träumers, welcher zufällig mein Bruder ist.
Na: Das ist ja wohl…
Re: Sie können mich ruhig bei diesem Operettenoffizier Vandenberg verpfeiffen.
Na: DAS wird Folgen haben.
 
Vandenberg räusperte sich.

Va: Operettenoffizier an Deck. Nun Mr. Rewdak, Sie und Mr. Caldred melden sich nachher bei mir. Doktor D´Varo, Mr. Caldred hat mich auf dem Weg hierher ins Bild gesetzt. Ist das die Quelle der Lebenszeichen?
 
Vandenberg wies auf die am Boden liegende Gestalt.

Na: Ja Sir. Oder besser, sie war die Quelle.  Sie ist tot. Alles was ich sagen kann ist, dass jeder Körper, welchen ich hier bisher gesehen habe, nicht nur völlig dehydriert ist, sondern irgendwie nun ja, leer scheint. Dieses Wesen ist erst seit ca. 2 min tot. Trotzdem messe ich hier Abbauraten des Nervensystems, als ob der Tod schon vor Wochen eingetreten sei.
Va: Mhmm
Na: Was auch immer hier passiert ist, es hatte einen immens negativen Einfluss auf den Energiehaushalt der Opfer. Und es muss vor ca. 2 Wochen geschehen sein.
Va: Gut. Wir kehren an die Oberfläche zurück, machen noch ein paar Aufnahmen und kehren zurück zur Picard. Hier können wir nichts mehr tun.
 
---------------------------------------------------

Ortswechsel:
 
USS Picard / Weg zur Brücke
Zeit: 2 Stunden später.
 
Rewdak stiefelte etwas indigniert hinter Caldred her. Auf Vandenbergs Befehl hin war das gesamte Außenteam auf die Picard zurückgekehrt. Aber erst nach einem dreifachen Filterdurchlauf und einem mehrfachen Musterabgleich, hatte der Transporter das Außenteam frei gegeben. Und jetzt waren Caldred und Rewdak unterwegs zu Vandenberg, um gewisse Dinge zu klären.
Mort wandte sich mit einem grimmigen Unterton an Rewdak.
 
Mo: Sie werden nur reden, wenn Sie gefragt werden. Und denken Sie immer daran, Vandenberg ist nicht Papa Schlumpf.
Re: Papa wer?
Mo: Keine Ahnung wer das ist. Habe ich bei unserem Navigator aufgeschnappt.
Re: Was soll Vandenberg schon tun? Ewig in der Brig halten kann er mich nicht.
Mo: Da wäre ich mir bei ihm nicht so sicher. So, wie sind da.
 
Caldred und Rewdak betraten die Brücke und begaben sich zum Bereitschaftsraum, dessen Tür offen stand. Aus dem Raum drang jetzt Vandenbergs Stimme.
 
Va: Herein mit Ihnen und Tür zu.
 
Mort postierte sich vor dem Schreibtisch und salutierte, während Rewdak etwas unschlüssig und eher gelangweilt sich an die nun geschlossene Tür lehnte.
 
Va: Mr. Caldred, ich habe Ihren und Doktor DeVaros Bericht gelesen.  Zweifelsohne hat Mr. tr´Kovaths schnelle Reaktion Doktor DeVaros Leben gerettet. Dafür spreche ich Ihnen, Mr, tr´Kovath, ein Lob aus. Andererseits ist dieses Wortgefecht zwischen Ihnen und Doktor DeVaro etwas, was ich nicht tolerieren werde. Wenn Sie beide persönliche Differenzen haben, machen Sie diese unter sich aus. Aber das was da unten geschehen ist, war glatte Insubordination. Sollte noch einmal etwas passieren lernen Sie mich kennen. Dann werde ich dafür sorgen, dass man Sie soweit degradiert, dass Sie selbst von einem Kadetten Befehle annehmen werden. Habe ich mich klar ausgedrückt?
 
Rewdak konnte nicht länger an sich halten.
 
Re: Bei allem notwendigen Respekt, Sir. Aber ich glaube kaum, dass Sie dazu befugt sind, mir Anweisungen zu geben!
Va: Haben Sie es noch immer nicht kapiert? Dies ist kein Alptraumholo indem Sie sich befinden, sondern die Realität. Sie sind tausende von Lichtjahren vom nächsten Stützpunkt der Galae entfernt.
Re: Darf ich frei sprechen, Sir?
Va: Bitte!
Re: Warum sollte mein Shuttle genau in der Nähe eines legendären Schiffes auftauchen, dessen Verschwinden wahrscheinlich durch die Inkompetenz seiner Crew verursacht wurde? Wie wahrscheinlich ist dies?
Va: Dies ist genauso wahrscheinlich wie die Möglichkeit, dass das Auftauchen Ihres Shuttles in der Nähe der Picard durch die Inkompetenz des einzigen Besatzungsmitgliedes des Shuttles verursacht wurde.
Re: Das ist…
Va: Ich hasse es, unterbrochen zu werden. Ich bin noch nicht fertig. Entweder Inkompetenz oder eine externe Ursache. Wie auch immer. Es ist irrelevant. Sie sind jetzt hier. Finden Sie sich damit ab. Wenn Sie hier nicht bleiben wollen, können wir Sie gerne an der nächsten Raumstation absetzen. Überlegen Sie es sich. Solange Sie hier aber an Bord, halten Sie sich an die Regeln und benehmen sich wie ein Offizier. Auch wenn Sie die Sternenflottenoffiziere für Operettenoffiziere halten. Noch etwas?
Re: Nun ich…
 
Ein sägender Alarmton unterbrach Rewdak. Vandenberg aktivierte das Com.
 
Va: Was gibt es?
<Erholungsraum hier. Medizinischer Notfall und Sicherheitsnotfall auf Deck 2, R 1.44. Crewmitglied glaubt, Raubtier im Erholungsraum zu sehen. Crewmitglied in Panik. Hat sich in Schrank eingeschlossen. Erbitte Unterstützung>
Va: Wir kommen. Vandenberg an Doktor D´Varo. Med. Notfall Deck 2 Raum 1.44
DV: <Schon unterwegs.>
 
Vandenberg wies auf Mort und Rewdak.
 
Va: Folgen Sie mir!

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  Dämonen Log 8 Rewdak
Geschrieben von: Rewdak Tr'Kovath - Dec-Tue-2018, 12:39 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (2)

Brücke
 
„… ansehen.“ vernahm Rewdak als die Tür des Turbolifts sich mit einem leisen Zischen öffnete. Dank guter Wartung waren die Türen fast Lautlos, aber in der Stille die folgte war die Hydraulik die sie bewegte nahezu ohrenbetäubend. Er nahm die Brücke in Augenschein. Auf dem Sitz des Kapitäns saß ein mürrisch dreinblickender Mann mittleren Alters, welcher nicht den Eindruck machte als sei er auf diesem Sitz richtig aufgehoben. Das musste der XO sein zu dem ‚seine Schwägerin‘ ihn geschickt hatte. Während der Mann ihn von oben bis unten musterte durchbrach er die Stille: „Man hat mir gesagt, ich solle mich bei einem...Vandenberg melden“.
 
Bereitschaftsraum
 
„Ich soll WAS?“ Rewdak hatte sich bewusst bedrohlich über den Tisch gebeugt, doch das schüchterte sein gegenüber scheinbar nicht ein. „Ist Ihnen klar, dass sie mich zur Fahnenflucht aufrufen? Wenn die Galae davon erfährt haben Sie mehr als nur einen kleinen diplomatischen Zwischenfall am Hals, sie riskieren hier gerade einen neuen Krieg!“
 
Vandenberg war nun ebenfalls auf den beinen und funkelte dem Rihannsu in die Augen. „Machen Sie sich nicht lächerlich, Mann! Die Galae unterhält auf diesem Schiff eine Delegation, angeführt von ihrem ranghöchsten Mitglied, Dr. Dvaro! Dieser Auftrag war ein Joint Venture zwischen der Sternenflotte und dem romulanischen Imperium, wenn Sie sich Nalae oder mir widersetzen landen Sie in der Brig bis wir irgendwann in 100 Jahren in romulanischem Raum sind und können sich dort vor einem Kriegsgericht verantworten!“
 
„Soll ich Ihnen das etwa abkaufen? Ist das hier ein schlechter Scherz? Ich möchte sofort mit einem Commander der Galae sprechen!“ fauchte der Romulaner. „Vorher verlasse ich diesen Raum nicht.“
 
Vandenberg setzte sich und lehnte sich zurück. „Das können Sie ja gerne versuchen, wenn Sie die 50 Jahre Zeit haben, die das Subraumsignal braucht, um den nächsten Außenposten zu erreichen, können Sie sich ja mit dem auskaspern, aber bis dahin verdienen Sie sich gefälligst Ihre Rationen, heften sich diesen Kommunikator an und begleiten das Bodenteam. Wir brauchen dort unten keine schwarzen Löcher aber Ihrer Personalakte entnehme ich, dass sie vorher als Sicherheitsoffizier gedient haben also schnappen Sie sich eine entsprechende Uniform und melden sich bei Chief Security Officer Caldred! Weggetreten!“
 
Rewdak wollte etwas einwerfen, bremste sich jedoch. Wenn auf diesem Föderationsschiff romulanische Personalakten gespeichert waren, welche zudem noch einer Geheimhaltungsstufe unterlagen, wenn auch nur auf niedrigem Level, könnte etwas an Vandenbergs Ausführungen dran sein. Das würde auch erklären was sein Bruder und dessen neue Flamme hier verloren hatten, andererseits könnte das auch eine Tal Shiar Finte sein. Wie dem auch sei, in der Brig zu landen und womöglich wirklich über Jahre hinweg zu versauern war wenig vielversprechend und so nahm er den Auftrag an. Mit einem verächtlichen Grunzen nahm er den Kommunikator vom Tisch und verließ den Raum.
 
Planet Nibonez | Hochplateau von Dorlim | Bronzemaskenstadt
 
Der Anblick der sich ihm Bot erschütterte ihn. Sowohl als Sicherheitsoffizier als auch als Experimental-Warpphysiker kannte er ein gewisses Maß an Tod und Zerstörung, sei es von Menschenhand oder durch die erbarmungslose Gewalt der Naturgesetze. Was er hier sah konnte jedoch durch keines von beidem verursacht worden sein. Kein fühlendes Wesen, egal wie verkommen und verrucht war in der Lage so etwas anzurichten und keine Naturgewalt konnte etwas so Widernatürliches erschaffen. Er war vollkommen Ratlos.
 
Mort brach das Schweigen als erstes. „Siche…“ seine Stimme erstickte kurz und er musste sich lautstark räuspern. „Sicherheitsteam, Formation Diamant um Ärzte und Forschungspersonal. Du auch, Neuling, du bist heute kein Forscher, ich hoffe du hältst den Phaser richtig herum.“ Die 3 Sicherheitsoffiziere nahmen um die Forscher herum ihre Formation ein und ließen dabei den vorderen Platz für Rewdak offen.
 
Nachdem sich alle an dem schockierenden Anblick gewöhnten und Nalae zwei besonders grausam zugerichteten Leichen auf einen in eine Quarantänezone umgewandelten Frachtraum transportieren ließ, fingen sie an sich durch die Stadt zu bewegen.
 
Durch die leeren Straßen pfiff ein unheimlicher Wind, welcher sich teilweise den Regeln der Physik zu widersetzen schien. Die Körper, die sie hier fanden, wiesen äußerlich mehr Spuren von Gewalteinwirkung auf und einige Szenen die sich ihnen darboten ließen in Rewdak die Vermutung aufkeimen, dass die Leute sich auf offener Straße gegenseitig in Stücke gerissen haben.
 
„HALT!“ ertönte plötzlich Nalaes stimme hinter ihm. „Ich habe hier etwas. Ein Signal, der Tricorder kann es nicht richtig identifizieren aber es könnte ein Lebenszeichen sein. Hier entlang!“
 
„Dr. D’Varo bleiben Sie in Formation! Ach was solls, Hinterher, Jungs!“ Rief Mort zuerst Nalae und anschließend dem Sicherheitstrupp zu, als die Ärztin an Rewdak vorbei hastete und mit Mort im Schlepptau um eine Häuserecke verschwand.
 
„DA wollen Sie hinein?“ Fragte Mort ungläubig als der Rest des Trupps aufschloss. Mort Zeigte auf die Ruine eines Wolkenkratzers, in welchen ein Raumschiff hineingeflogen war. Unter dem Wolkenkratzer musste es eine Art Zugang zu einem unterirdischen Tunnelnetzwerk gegeben haben, welcher zwar verschüttet war, jedoch hat herabfallender Schutt ein Loch in die Straße gerissen und legte Teile des Tunnelnetzwerkes frei.
 
„Das Signal führt dort hin und es könnte ein Lebenszeichen sein! Wir MÜSSEN dort hinein!“ Erwiderte die Ärztin aufgebracht.
 
„Na schön.“ Mort wandte sich an sein Sicherheitsteam „Tr’Kovath, Sie übernehmen mit Fähnrich McKean die Vorhut, dann die Wissenschaftler und Fähnrich Berger und ich übernehmen die Rücksicherung und Nachhut. So verstanden? Dann ausführen.“
 
Der abstieg erwies sich als schwieriger als angenommen. Eine der Turbinen des Raumschiffes war genau auf die Öffnung des Tunnels gerichtet und hatte den Straßenbelag geschmolzen, welcher beim abkühlen nun eine sehr glatte und rutschige Oberfläche ergab. Die letzten 50 Meter waren eine einzige Rutschpartie, daran auf diesem Wege wieder an die Oberfläche zu kommen war nicht zu denken.
 
Die beiden Männer überprüften die Umgebung und sicherten die Rampe zu beiden Seiten ab, während der Rest des Teams nachrückte.
 
Als alle angekommen waren meldete sich Morts Kommunikator „Pic..d … Bodent… Kö… ..cht erf…“. Der Funkspruch war kaum zu verstehen doch sie wussten was das hieß: Auf Hilfe von der Picard brauchten Sie jetzt nicht mehr zu hoffen.
 
Mort wandte sich an Nalae, welche angespannt auf ihren Tricorder starrte. „Nun, Doktor, wohin jetzt?“

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  Friedensinitiative II - Log 4 - Turan
Geschrieben von: Turan - Dec-Sun-2018, 09:02 PM - Forum: *** Ch'Rihan *** - Keine Antworten

*** Ch'Rihan / Prätorenpalais ***

Prätor Tr'Kaleh überflog ein letztes Mal seine Rede, die er in wenigen Stunden, nach der traditionellen Militärparade anlässlich des Jahrestags der Landung der Rihannsu halten würde. Seine Regierungssprecherin, eine rundliche Rihanha mittleren Alters, die sich mit ihrem scharfen Verstand und zuweilen rücksichtsloser Meinungsäußerung Turans Respekt erworben hatte, räusperte sich dezent.

"Exzellenz, ich möchte noch einmal anmerken, dass der Botschafter der Föderation durchblicken ließ, dass man es seitens seiner Regierung positiv werten würde, wenn sich die Militärparade in etwas kleinerem Ausmaß entfalten würde," sagte sie jetzt.

Turan sah auf und schmunzelte leicht. "Ich sehe keinen Anlass, der unnötigen Paranoia des Föderationspräsidenten Vorschub zu leisten, Lhhei Karethra. Ich plane nicht, gemeinsam mit den Klingonen gegen die Föderation vorzurücken, und  ich werde nicht so tun, als hätte ich derlei Absichten zu verschleiern."

"Mit Verlaub, Exzellenz, möglicherweise denken die Föderationsfunktionäre ganz einfach zu simpel und --"

"Sie meinen, ICH denke zu kompliziert?"

"Nun... gewisse Kreise sehen einfach eine Provokation in der Parade."

"Und diese Kreise werden sich bestätigt fühlen, wenn ich sie minimiere. - Ich habe jedoch Ihren Einwand zur Kenntnis genommen." Er stand auf und trat ans Fenster, von dem aus sich ihm der festlich geschmückte Weg der Parade darbot.

"Dann gibt es noch eine Beschwerde des Kommittees für Traditionspflege wegen der unsäglichen Installationen im Central Terminal von Ch'Rihan..."

"Ja, ich habe bereits Sorge getragen, dass Dalok Ruls neuester Unfug nicht mehr lang dort die Sicht verstellt. Der Mann präsentiert sich doch so gern als Hüter des rihannischen Erbes gegen Föderation, Klingonen und den Rest der Galaxis. Ich habe ihm einen Reporter geschickt, der ihm einige peinliche Fragen stellen wird." Dennoch hoffte Turan, dass sich bald eine Gelegenheit ergeben möge, den lästigen Emporkömmling dauerhaft loszuwerden. Er begann entschieden zu viel seiner knappen Zeit in Anspruch zu nehmen. Natürlich hätte ein Wort an den Tal Shiar genügt, um den missliebigen Senator von der Bildfläche verschwinden zu lassen - aber das war etwas, das der Prätor sich nicht leisten konnte und wollte. Denn eine solche Aktion hätte ihn als Nutznießer des Verschwindens auf jeden Fall in unangenehmes Gerede gebracht, und das hätte sein Verhältnis zur Föderation wesentlich mehr belastet als die traditionelle Militärparade.
Es klopfte an der Tür. "Das wird die Gardrobiere sein. Lhhei Karethra, wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen."

Die Regierungssprecherin verneigte sich und zog sich zurück, während zwei junge Rihannsu mit der frisch aufbereiteten kostbaren alten Staatsrobe eintraten, die die Prätoren seit mehreren Jahrhunderten zu diesem Anlass zu tragen pflegten. Die Symbole der beiden Planeten waren darauf kunstvoll in Goldbrokat gestickt und mit frührihannischen Schriftzeichen verwoben.

...

Zwei Stunden später stand Turan auf der Landerampe des Palais und war bereit, in den wartenden Boden-Gleiter zu steigen, der ihn an der Spitze der Parade in langsamen Flug durch die Hauptstadt bis zum Park mit dem Denkmal für die vulkanischen Auswanderer tragen sollte. Die Vizedirektorin des Tal Shiar und sein Sicherheitschef besprachen letzte Absicherungen und Notfallpläne. Die jährliche Parade brachte ihnen stets einige dutzend graue Haare ein. Einige Amtsvorgänger Turans waren nur in einem schwer gepanzertem Gleiter geflogen oder hatten nur ein Hologramm auf die Parade geschickt.

Der Prätor wandte sich dem Sicherheitschef zu, der daraufhin das Padd mit dem Paradeverlauf sinken ließ.
"Exzellenz?"

"Entspannen Sie sich, Tr'Vohar. Ich bin sicher, Sie haben Ihre Perimeterschutzschirme und die Scharfschützen mit Redundanz positioniert."

"Dieser Tag ist mein schlimmster Albtraum, Exzellenz. Gerade nach den jüngsten Zwischenfällen mit den Vaharan..." Er holte tief Atem. "Ich kann Ihnen nicht gestatten, ohne zwei Sicherheitsleute als persönlichem Begleitschutz zu fliegen. Daher habe ich--"

Zwischen Turans Brauen zeichnete sich eine scharfe Falte ab. "Tr'Vohar, ich denke nicht daran, mich hinter-"

"Nein, nein!" Der Sicherheitschef hob abwehrend die Hände. "Niemand wird etwas ahnen, es sei denn, es kommt zum Ernstfall - was ich natürlich nicht hoffe. Hier sind Ihre beiden Sicherheitsleute." Mit diesen Worten hielt er dem Prätor zwei Objekte hin, die Teile einer Ersatzmikrophonanlage zu sein schienen."

"Tr'Vohar, ist Ihnen nicht wohl?"

An seiner Stelle meldete sich die Vizedirektorin zu Wort. "Darf ich vorstellen? Die Agenten Ma'k und Ishim."

Turan begriff. "Sie stellen mir zwei Formwandler zur Seite?"

"Sie sind zwei meiner besten Agenten, Exzellenz."

"Nun denn - bringen Sie meine beiden Beschützer ins Cockpit!" Turan raffte die etwas unbequeme steife Robe zusammen und schritt die Gangway in den Gleiter hoch. Er beneidete seine Sicherheitsabteilung wahrlich nicht. Das anberaumte Gipfeltreffen mit dem klingonischen Kanzler hatte schon einige der Mitarbeiter mit Burnout ausscheiden lassen. Der einzige Trost war, dass es Kvorag vermutlich ähnlich erging. Erst vorige Woche, so hatten Informanten berichtet, war der Kanzler einem Attentat knapp entronnen, als er sich auf der Jagd befand. Ja, Jagdunfälle waren stets eine beliebte Sache, dachte Turan, während er Platz nahm. Den Elementen sei dank hatte er keine diesbezüglichen Gelüste. Ansonsten hätte sein Sicherheitsberater vermutlich schon einen Herzinfarkt bekommen!

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  Dämonen Log 7 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Dec-Sun-2018, 05:01 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (1)

USS Picard

Die Picard befand sich auf dem Weg zur Quelle des unbekannten Signals.
In den vergangenen Stunden hatte Nalae es geschafft, ihren Patienten wieder auf die Beine zu bringen. Es war eine nicht ganz einfache Aufgabe gewesen, ihm seine derzeitige Lage zu verdeutlichen.
Man konnte zurecht behaupten, dass Rewdak Tr'Kovath alles andere als glücklich mit seiner Lage war.

„Ich habe FAMILIE auf Ch'Rihan! Ich kann hier nicht einfach fünfzig Jahre herumfliegen und Däumchen drehen!“, ereiferte er sich.
„Was, außerdem, soll ich machen? Plasmaleitungen wienern?!“

„Nunja, sie sind doch ein hochkompetenter Wissenschaftler. Sie könnten zum Beispiel im Maschinenraum-“

„Wo? Ich soll mit meinem BRUDER in diesem Keller voller kiffender Dumpfkacheln rumhängen?“

Nalae drehte den Kopf himmelwärts und schnaufte.
„Du meine Güte, es ist jetzt eben so wie es ist!“

„Bitte? Oh, eine Ärztin mit den empathischen Fähigkeiten einer Warpspule, eine richtige Neuheit“, erwiderte Rewdak zynisch.

„Tja, ich bin so ganz nebenbei nicht nur Ihre Ärztin sondern ebenfalls Ihre Schwägerin in Spe. Und jetzt schicke ich Sie mal rüber zum guten Vandenberg, schließlich ist er momentan der ranghöchste Offizier an Bord, vielleicht hat er ja bessere Ideen und mehr Empathie als eine Warpspule!“


Brücke.

Die Picard näherte sich mit Warp 3 ihrem Ziel und hatte den Planeten Nibonez, der das rätselhafte Signal entsendete, binnen kurzer Zeit erreicht.

„Scannen Sie die Oberfläche, Mr. Marlowe“, befahl Vandenberg.

„Seltsam, Sir. Ich lokalisiere keine Lebenszeichen“, erklärte Marlowe nach einem kurzen Scan.

„Ich werde eine Multiphasenscan durchführen....negativ, Sir.“

„Das ist wirklich äußerst seltsam“, erwiderte Vandenberg und erhob sich von dem Platz, den üblicherweise Sokar besetzte.

„Ich werde ein Außenteam zusammenstellen; wir sollten uns das Ganze einmal aus der Nähe ansehen!“

In diesem Augenblick betrat Rewdak Tr'Kovath die Brücke und sämtliche Blicke richteten sich auf den neuen Gast.

„Man hat mir gesagt, ich solle mich bei einem...Vandenberg melden“, sagte der Rihanha.

„Wer hat das gesagt?“

„Dr. D'Varo.“

„Ach so.“

Vandenberg nickte kurz und bedeutete Rewdak dann, ihn in seinen Bereitschaftsraum zu folgen.

NRPG. Das Gespräch überlasse ich Rewdak, aber ich lege jetzt mal fest, dass es darauf hinausläuft, dass er mit auf die Außenmission kommt.
Warum und wofür darf Rewdak entscheiden Smile

RPG

Das Außenteam bestand aus Dr. D'Varo, den Tr'Kovath-Brüdern, dem Counselor, Mort Caldred, einem Geologen, einer Biologin und Vandenberg selbst, der trotz seiner Position als stellvertrendem Captain dem Besuch des Planeten beiwohnen wollte.

Ausgerüstet mit Phasern, Scanvorrichtungen und Tricordern beamten sich der Trupp direkt in die Peripherie einer größeren Stadt, welche Marlowe inmitten eines Hochplateaus hatte ausmachen können.

Planet Nibonez | Hochplateau von Dorlim | Bronzemaskenstadt

Die Luft war kalt und der Wind schnitt ihnen in die Gesichter.
Eine helle Frühjahrssonne strahlte auf verbrannte Ruinen, die sich in schierer Unendlichkeit vor den Augen des Außenteams erstreckten.
Ein absonderlicher Kontrast war dies, erwartete man doch über einer derartigen Szenerie der Verwüstung doch das fahle Licht eines grauen Himmels, so erschienen die warmen und hellen Strahlen wie ein Hohn; gab es doch kein Leben mehr, welches sie erhalten konnten.
Wolken schwarzen Qualmes stiegen hier und da aus dem verkohlten Überresten der einst florierenden und glorreichen Stadt empor.
Aschepartikel und Kohlenstofffetzen füllten die Atmosphäre.
Trotz all der Zerstörung konnte man erkennen, dass diese Stadt einst lebendig gewesen war, hell und warm.
Doch irgendetwas gänzlich Unvorstellbares hatte sämtliches Leben in scheinbar kürzester Zeit einfach fortgewischt.
Dunkelheit, Tod und Zerstörung hatten sich wie ein bleierner Umhang über die Hochebene gesenkt.
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sich Nalae als erstes regte und das Sirren ihres Tricorders als einziges Geräusch die Grabesstille durchbrach.

„Keine Anomalien messbar“, sagte sie nur, doch auch wie die anderen schien sie noch immer wie in einer Schockstarre zu verharren.
Doch war hierfür nicht das dargebotene Ausmaß an Zerstörung verantwortlich, dessen die Crew der Picard doch schon so oft bei ihren Kontakten mit fremden Zivilisationen Zeuge geworden war.
Nein, ungleich schlimmer als die gebrochenen Mauern und Trümmerteile, welche den Boden massenhaft bedeckten, waren die reglosen Körper, die zwischen all der Verwürstung sichtbar wurden.
Wie sollte Nalae dieses Ausmaß an Groteskheit und Grauen, welches sich ihnen darbot, beschreiben?
Weder Förderationsstandard noch Romulanisch vermochten die Erscheinung der Toten in Worte fassen zu können.
So absonderlich und furchterregend dieser Anblick war, so zögerte selbst sie als Ärztin, die bereits vielerlei Gräuel gesehen hatte, an eine der Leichen heranzutreten um sie zu untersuchen.
Was aus der Ferne zu sehen war, waren diese menschlichen Überreste, an denen jedoch nichts mehr menschlich erschien.
Sie schaute zu Vandenberg herüber und schien auf eine Anweisung seinerseits zu warten oder darauf, dass irgendwer etwas sagte.

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  Star Trek - The art of John Eaves
Geschrieben von: Sareth - Dec-Sun-2018, 01:37 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Antworten (1)

https://www.amazon.de/Star-Trek-Art-John...+star+trek

Ich möchte euch dieses Buch empfehlen! Es ist wirklich fantastisch und sehr inspirierend. Der Concept Artist und Modellbauer John Eaves hat von Star Trek V bis Star Trek Discovery Schiffsmodelle und alle Arten anderer Props entworfen und hier kann man detaillierte Zeichnungen bewundern!

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  Dämonen / Log 6 / XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Dec-Sat-2018, 09:28 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Shuttle-Hangar
 
Sokars Schritt in Richtung des Shuttles hatte etwas Federndes, leichtes.  Vandenberg kratzte sich am Kopf. War dies ein Zeichen einer Art Vorfreude auf das Treffen mit dem ersten Administrator der Ashan? Wie auch immer, Vandenberg war nicht erbaut. Und mit einem entsprechenden Gesichtsausdruck wandte er sich auch an Sokar.

Va: Captain, es behagt mir ganz und gar nicht, dass Sie nur Mr. Edzardus begleitet. Nehmen Sie wenigstens 2 SOs mit.

Sokars Schritte verlangsamten sich etwas.

So: Ihre Sorge in Ehren, XO, aber es ist nichts zu befürchten. Die Ashan sind ein Volk, welches die Friedfertigkeit über Alles stellt. Seit Jahrhunderten gibt es bei Ihnen nicht einmal irgendeine Form von Kriminalität.
Va: Sagen die Ashan.
So: Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, die Aussage der Ashan anzuzweifeln. Wir werden eine Zeit des fruchtbaren Austauschs von Informationen haben.
Va: Nun  gut. Aber was wollen Sie den Ashan den anbieten?
So: Nun, sie sind uns in vielem um 200 Jahre voraus, wir haben jedoch einen beträchtlichen Vorsprung in der Transportertechnologie. Ebenso sind wir Ihnen in der Schildtechnologie voraus. Was bei einer Zivilisation mit einer solchen Friedfertigkeit wie bei den Ashan nicht verwunderlich ist.
 
Vandenberg und Sokar waren inzwischen beim Shuttle angekommen. Sokar wandte sich noch einmal an Vandenberg.

So: Wir treffen uns wieder an dieser Position in genau 10 Tagen, 12 Stunden und 48 min.
Va: Nun Captain. Dann guten Flug und lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen.
So: Ich glaube nicht, dass die Ashan sportliche Übungen mit mir machen werden. Sobald wir wieder zurück sind, erwarte ich Ihre Ergebnisse der Erforschung des Singam-Nebels. Die Ashan haben diesen Nebel selbst noch nicht erforscht.
Va: Warum nicht?
So: Das sagte man mir nicht.
 
Howy kam die Heckrampe herunter marschiert und übernahm Sokars Gepäck.
 
So: Nun denn, wir brechen auf.
Va: Dann guten Flug Captain.
So: Nichts anderes habe ich vor. Erlaubnis erteilt die Picard verlassen zu dürfen?
Va: Erlaubnis erteilt, Captain.

Vandenberg begab sich hinter die Schutzbarriere, während das Shuttle die Heckrampe einfuhr und dann abhob. Wenige Sekunden später verließ die „Johannes Kepler“ den Hangar. Der XO begab sich mit einem Brummlaut zur Brücke.

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Ortswechsel:
 
USS Picard / Brücke
Zeit: 2 Tage später.
 
Das Glitzern von Millionen Partikeln erleuchtete den Frontschirm. Seitdem Sokar vor 2 Tagen die Picard verlassen hatte, war die Picard auf dem Weg zum Singam-Nebel. Der Blick auf die ersten Ausläufer des Nebels war zwar prächtig, aber vom wissenschaftlichen Standpunkt aus, eher unspektakulär. Eispartikel wohin das Auge auch reichte. Lt. Qahir, der CSO Mahan tr´Kovath derzeit vertrat gab ein Schnaufen von sich.

Qa: Eis, nichts als Eis.
 
Vandenberg grinste.

Va: Als Kind mag man zwar Eis, aber nicht unbedingt als Wissenschaftler. Zumindest kein Eis in dieser Form.
Qa: Ich habe immer Vanilleeis gemocht. Sollte ich wieder auf die Erde kommen, werde ich diese Eisdiele in Ulan Bator besuchen.
Va: Und ich werde Raymonds Diner in New York leer essen.
 
Randy Marlowe, derzeitiger Navigator und Com-Offizier meldete sich.
 
RM: Ähm Sir, so sehr ich Ihre Unterhaltung auch schätze, ich muss leider unterbrechen.
Qa: Wieso? Bekommst Du Hunger, Randylein?
RM: Nein, aber ich empfange hier ein schwaches Signal.
Qa: Der Captain?
RM: Negativ. Ein sich wiederholendes Signal. Scheint eine Art automatisierte Botschaft zu sein. Der Universaltranslator kann noch nicht viel damit anfangen. Von der Datenrate her scheint es ein reines Audiosignal zu sein.
Va: Ist die Ursprungsregion fest zu stellen?
RM: Laut den Sektor-Daten, welche wir von den Ashan erhalten haben, stammt das Signal aus einer Region, in welchem intensiv Bergbau betrieben wird. Laut der Karte aus dem Nibonez-System. Dort soll es reiche Bodenschätze und eine florierende Kolonie eines Volkes namens Dilvaarii geben.
Va: Ich erinnere mich. Die Ashan hielten uns beim ersten Kontakt für fortgeschrittene Dilvaarii.
Qa: Eventuell gibt es dort so etwas wie Trilithium?
Va: Mr. Marlowe, könnte das Signal ein Notruf sein?
RM: Das glaube ich weniger Sir. Aufgrund seiner Regelmäßigkeit halte ich es eher für eine Art Navigationssignal.
Va: Entfernung?
RM: Etwa 24 Lichtjahre.
Va: Nun gut. Schauen wir uns das einmal an. Mr. Marlowe, nehmen Sie Kurs auf die Quelle. Warp 3
 
Die Picard scherte aus dem Nebel aus und beschleunigte dann gemächlich bevor sie auf Warp ging

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  Mars-Sonde INSIGHT erfolgreich gelandet!
Geschrieben von: Sokar - Nov-Tue-2018, 12:33 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

https://www.t-online.de/nachrichten/wiss...-mars.html

Wir freuen uns (immerhin sind knapp die Hälfte der Marsmissionen aller Länder bei der Landung gescheitert) und erwarten mit Spannung die Forschungsergebnisse!

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  Dämonen Log 5 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - Nov-Tue-2018, 02:12 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS 'Picard' / Shuttlehangar ***


Sokar und Vandenberg hatten sich in den Shuttlehangar begeben, um das mysteriöse romulanische Schiff persönlich in Augenschein zu nehmen. Sein Insasse befand sich in der Sorge Dr. D'Varos, die im Augenblick niemanden  zu ihrem Patienten ließ - verständlicherweise!
Wie das Konglomerat an Metallen, Nanopolymeren und transparentem Teraxit dort in der Shuttlebay stand, hatte es allerdings nur noch wenig Ähnlichkeit mit dem Äußeren eines romulanischen Kleinschiffes. Die Außenhaut war an zahlreichen Stellen blasig verkohlt, Risse durchzogen sie, Schutzplatten waren abgefallen und legten ein ebenfalls verbranntes Innenleben an Schaltkreisen und Kühlsystemen frei.

"Dass das Ding die Kollision mit der Dunklen Energie überstanden hat....!" murmelte Randy Marlowe, der mit einem weiteren Techniker das Äußere des Shuttles untersuchte. "Mann o Mann, sowas hab' ich im Krieg mit dem New Dominion das letzte Mal gesehen! - Ah, Captain!" Marlowe hatte Sokar bemerkt und richtete sich von seiner Position unter dem linken Flügelstummel auf. Die Schutzmaske vom Gesicht ziehend trat er durch das Kraftfeld, das sicherheitshalber um das Shuttle errichtet worden war.

"Wie ist der Zustand des Schiffes? Besteht eine Gefahr für die Picard?" fragte Sokar.

"Was meinen Prüfbereich anbelangt nicht," antwortete Marlowe, "die Lecks in der Plasmakühlung sind versiegelt und die Ausgasungen diverser Brandreste haben wir unter Kontrolle.  Was den Antrieb angeht, ist Dr. Tr'Kovath gerade bei einem Checkup."

Sokar und Vandenberg ließen sich einige Details auf dem neben dem Shuttle installierten Holodisplay zeigen, bis Mahan tr'Kovath sich zu ihnen gesellte. "Eine unmittelbare Gefahr besteht nicht, Sir," entgegnete er auf Sokars Besorgnis. "Die Eindämmungsfelder der Singularität sind stabil und wir haben noch ein weiteres Sicherheitsfeld darum gelegt. Es handelt sich um eine verschachtelte Singularität, soweit ich das bisher erkennen kann." Es fiel ihm schwer, seine Begeisterung nicht überborden zu lassen. "Das ist einfach unfassbar! Ich wusste, dass Forscher daran arbeiteten, aber als die 'Picard' startete, war alles noch im Experimentalstadium!  Unglaublich, dass es gelungen ist die koaxiale Trigonomie des --" Tr'Kovath hielt inne und räusperte sich verlegen.

Sokar lächelte kaum merklich und dankte für den Bericht, während seine Augen über das ramponierte Shuttle schweiften. Auch die 'Picard' wurde von einer künstlichen Singularität angetrieben. Konnte es eine Möglichkeit geben, die neuen Erkenntnisse der Rihannsu in der Antriebstechnik auf für ihr Schiff nutzbar zu machen? Konnten sie damit vielleicht schneller nach Hause kommen? Oder hatte die Verschachtelung doch einen inherenen Konstruktionsfehler? Was hatte zu diesem Unfall geführt? Doch genau wie Tr'Kovath musste er seine Neugier und ... nun ja, Aufregung, das gab er zu, zügeln. Hast war hier auf jeden Fall fehl am Platze! Wenn überhaupt, würden lange Testreihen gestartet werden müssen, ehe er irgendeine Prognose abgab.

"... ist ja auch irre, dass ausgerechnet Ihr Bruder da drin saß!" ließ sich Marlowes Stimme vernehmen. "Eine Familie von Genies, was?" Er klopfte dem Cheftechniker auf die Schulter. "Ihre Eltern müssen ja vor Stolz geplatzt sein! Wenn ich da an meinen Vater denke, als ich das Ingenieursdiplom endlich hatte...! Wie kommt es, dass Sie nie von Ihrem Bruder erzählt haben?"

"Nun," Mahan sah mit leichtem Unbehagen zu Sokar, der ihn jetzt mit dem Interesse eines sezierenden Wissenschaftlers musterte. "Wir haben uns nicht sonderlich gut verstanden, gab er dann zu. "Meine Eltern und Rewdak haben es mir immer ... nun, verübelt, dass ich zum Tal Shiar gegangen bin. Sie wollten uns beide in der Galae sehen. Um ehrlich zu sein, habe ich seit Jahren keinen Kontakt zu meinem Bruder gehabt."

"Dann sieht's so aus, als ob Sie sich jetzt ja zusammen raufen müssen - egal wie." bemerkte Vandenberg trocken. "Eine Familienfehde können wir uns hier nicht leisten."

In diesem Moment meldete sich Howy von der Brücke: + Captain Sokar, der Erste Administrator der Ashan lässt anfragen, wann Sie zu einem Transfer bereit sind? Die Feierlichkeiten stünden an und er müsse bei einigen Zeremonien dabei sein. +

Sokar holte tief Atem und nutzte den Moment, sich auf jene andere Situation zu konzentrieren, die jetzt seine volle Aufmerksamkeit verlangte. "Danke, Mr. Edzardus. Richten Sie dem Ersten Administrator aus, dass wir noch ein Problem mit unserer Shuttlerampe haben. Ich denke aber, dass wir in drei Stunden uns auf den Weg machen können." Er wandte sich wieder an die Techniker. "Oder gibt es Ihrerseits Einwände?"

Marlowe schüttelte den Kopf. "Wir werden noch knapp eine halbe Stunde brauchen, bevor wir hier alles komplett abgeschirmt und den Luken bereich dekontaminiert haben. Aber dann können wir eines unserer Shuttle ausschleusen."

"Gut. - Robert, kommen Sie, wir haben noch einige Details für die voraussichtliche Zeit meiner Abwesenheit zu besprechen..."

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  Dämonen Log 4 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Nov-Sat-2018, 04:13 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (2)

USS Picard | Shuttlerampe


Nalae D'Varo öffnete die Türen des kleinen Tiercelshuttles, welche langsam nach oben aufschwenkten.
Sie war durchaus neugierig, welcher Rihannsu durch diesen unglaublichen, ja fast unmöglichen Zufall bei seiner unglückseligen Reise durch die gesamte Galaxie direkt vor die Füße der Picard gespült worden war.
Die Ärztin betrat das Shuttle als erste und erblickte sofort eine Gestalt, die leblos in die Vordersitze des Gefährts gesunken war.
Mit sirrendem Tricorder näherte sie sich dem Mann.
Ein Rihannsu, Mitte Vierzig, in einem Raumanzug ohne Helm lag dort.
Mort Caldred hatte das Shuttle nach Nalae betreten und beobachtete das Szenario mit Vorsicht.

„Er ist bewusstlos“, stellte Nalae nach einem kurzen Scan fest.
„In der Tat ist es so, dass das Shuttle in viel zu kurzer Zeit auf eine undenkbare Geschwindigkeit geraten ist; dabei ist es in keinsterweise mit Vorrichtungen ausgestattet, die einen humanoiden Körper vor den Auswirkungen einer solchen Reise schützen.
Mein Landsmann hier hat Glück, aber ich muss ihn direkt in die Krankenstation beamen.“

Mahan Tr'Kovath betrat das Shuttle.
„Ich gebe zu, ich bin mehr als neugierig herauszufinden, was der Mann da versucht ha-“

Der Rihanha verstummte, als sein Blick auf den Bewusstlosen traf.
Langsam und mit ungläubigem Blick näherte er sich dem Körper.

„Was ist los?“, fragte Nalae.

„Das ist – das ist – das kann nicht sein“, stammelte Tr'Kovath und streckte seine Hand nach dem Rihanha aus.

„Das ist – mein Bruder!“, stieß er hervor.

„Bitte, was?“, Nalae starrte ihn einen Moment verdutzt an – besann sich dann jedoch und aktivierte ihren Kommunikator.

„Familienzusammenführung müssen wir auf später verschieben, er braucht sofort medizinische Hilfe!“


USS Picard | Krankenstation

Mahan Tr'Kovath hatte es sich nicht nehmen lassen, Nalae auf die Krankenstation zu begleiten.

„Was ist mit ihm? Wird er überleben?!“
Er stellte die ganze Zeit hastige Fragen und umrundete Nalae und ihren Patienten wie ein wahnsinniges Neihaan auf Koks.

Nalae schob Mahan mit sanfter Bestimmtheit ein wenig Abseits des Biobettes.

„Wir brauchen ein bisschen Platz! Er wird es schaffen – mit entsprechender Behandlung. Aber dafür ist höchstes Konzentration vonnöten“, erklärte sie. 

Sie entließ eine Salve aus medizinischen Fachbegriffen während sie ihren Stab anwies.
„Lieutenand Soto, den popetrischen Cortikalsensor ansetzen, drei Impulse während ich das Hydrazin initiiere!“

Eine gefühlte Ewigkeit später erwachte der Rihanha aus seinem komatösen Zustand.

„N-Nevala?“, murmelte er.
„Sind die Kinder schon in der Schule?“

Einen Moment lang herrschte Stille während der verwirrte Rihanha sich blinzelnd umsah.

„Seine kortikalen Synapsenendknöpfchen haben sich offenbar noch nicht angepasst; bei derartigen Belastungen kann das durchaus passieren“, erklärte Nalae auf Mahans entsetzten Gesichtsausdruck hin.

„JA, ABER GEHT DAS DENN WIEDER IN ORDNUNG?!“

Mahan drängelte dem Biobett entgegen.

„Mit hoher Wahrscheinlichkeit, es braucht nur ein wenig Zei-“

Der augenscheinliche Bruder Mahans schnellte nach oben.

„Ich muss ja noch einkaufen gehen, die Läden schließen bald!“

„Beruhigen Sie sich bitte, Mr...Tr'Kovath. Mein Name ist Dr. D'Varo. Sie sind auf der USS-“

„Was?!“
Der Mann machte Anstalten, aufzustehen.

„Ich muss EINKAUFEN, hören Sie schlecht?!“

Er schwang die Beine über die Liege und wollte Nalae dabei aus dem Weg schubsen, was jedoch darin fruchtete, dass er taumelnd direkt in die Arme seines Bruders stolperte.

„Ma-Mahan? Gut, dass du hier bist“, sagte er und stellte sich unbeholfen auf seine wankenden Beine.

„Diese Irre da, wer ist das? Warum bin ich hier, wo bin ich, was und wieso?!“

„Bitte, Rewdak, versuch dich zu beruhigen. Du bist auf der USS Picard, einem Forschungsschiff der Föderation. Ich-“

„Ist das wieder einer von deinen superwitzigen Scherzen, Mahan? Im Gegensatz zu dir habe ich eine Familie, um die ich mich kümmern muss! Also lass jetzt den Scheiß- wo warst du eigentlich all die Jahre, ich meine, du verschwindest einfach so, ich freue mich ja eigentlich dich wiederzusehen, aber wie ich sehe bist du immer noch so ein kindischer-“

Der Rihansu brauch seine Tirade ab und sackte in sich zusammen.

Nalae hatte die ganze Zeit zu intervenieren versucht und hievte ihn nun gemeinsam mit Mahan zurück aufs Biobett.

„So, jetzt ist mal Schluss hier!“, sagte sie.

„Der Patient braucht Ruhe und keinen Familienkrach! Und jetzt bitte alles raus was keine medizinische Ausbildung hat, los, los, keine Extrawürste mehr! Tut mir Leid Mahan, aber du tust deinem Bruder keinen Gefallen.“

Sie schnaufte kurz und erlaubte sich, den Techniker einen Moment in die Arme zu nehmen bevor sie ihn aus der Krankenstation beförderte.

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  Dämonen /Log 3 / XO / NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Nov-Sat-2018, 11:59 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Brücke
 
Auf dem Hauptscreen erschienen jetzt die ersten Grafikdaten des fremden Objektes. Die Stimme der Sensorikoffizierin nahm einen überraschten Tonfall an.
 
SO: Sir, das Objekt weist alle Merkmale eines romulanischen Kleinfahrzeuges auf.
 
Sokar hob eine Augenbraue.
 
So: Interessant.
 
Vandenberg kratzte sich am Kopf.
 
Va: Ein romulanisches Shuttle? Hier draußen?
So: Ungewöhnlich, ja.
 
Howy meldete ich zu Wort.
 
Ho: Meine Großmutter sagte immer, dass aus dem krass Ungewöhnlichen, etwas ungewöhnlich Krasses werden kann.
So: Ihre Großmutter war eine weise Frau.
Ho: Soweit ich das beurteilen kann Sir, ist sie das noch.
Va: Mister Edzardus, was macht der Abfangkurs?
Ho: Sind in Reichweite in 3-2-1 jetzt.
So: Traktorstrahlemitter auf 60% . Vorsichtig abbremsen.
SO: Sir, ich empfange Biodaten. 1 Lebenszeichen, schwach.
So: Dann sollten wir die Quelle der Lebenszeichen da herausholen.
SO: Das wird schwierig Sir. Ich messe hier extreme Schwankungen in der Signaldichte!
Va: Sie empfangen Biodaten, ermitteln aber gleichzeitig Schwankungen in der Signaldichte, die einen Transport unmöglich machen? Wie kann das sein?
SO: Es ist fast so, als ob das Objekt noch von einer Art Warp-Skineffekt umgeben ist. Das Objekt ist sozusagen noch zu einem Bruchanteil eines Prozents im Warp, zu 99,99999% aber im Normalraum.
So: Das ist allerdings höchst ungewöhnlich. Nun gut. Abbremsen vorsichtig verstärken.  Stellen Sie die Rotation um die Längsachse ab und holen Sie das Schiff rein.
Ho: Aye Sir.
So: Alarm gelb.
Va: Vandenberg an Caldred, Tr´Kovath und D´Varo. Ein Sicherheitsteam, ein Investigationsteam sowie ein Med-Team zur Shuttlerampe. Ankunft unbekanntes Objekt, evtl. med. Notfall.
So: Begeben wir uns zur Shuttle-Rampe und schauen wir einmal, was wir da haben. Mr. Edzardus, Sie haben die Brücke.
 
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Ortswechsel / Planet Nibonez / Hochplateau von Dorlim / Bronzemaskenstadt / Haus des Gelehrten Barnes Atarver
 
Die Sonne stand hoch am hellgrünen Himmel und beleuchtete das Hochplateau. Eigentlich war dies die schönste Zeit des Jahres. Eigentlich. Denn für Barnes Artaver waren die letzten 10 Tage mehr als nur ein Alptraum gewesen. Das Grauen war durch das Land gerast. Und der gierig raffende Tod hatte alle jene mitgenommen, welche nicht schon vorher dem Wahnsinn anheim gefallen waren. Niemand wusste warum, niemand wusste woher, doch das Grauen war gekommen, hatte Jung und Alt,d ie Mächtigen und die Machtlosen, die Starken und die Schwachen, wie reife Früchte mit genommen. Der Ernter hatte wahrhaftig grausige Lese gehalten.
Und so schien für Barnes Artaver, der letzten lebenden Seele in dieser Gegend, die Sonne nicht freundlich vom schönsten Himmel des Zyklus, nein sie schien mitleidlos auf Trümmer einer einst stolzen Kolonie. Auf die Ruinen ausgebrannter Gebäude, auf den Rauch, der noch immer in die kalte Luft aufstieg und vom lauen Wind des strahlenden Tages hinweg getragen wurde. Auf die Stille, welche auf dem einst so geschäftigen Plateau lastete. Und auf die grotesk veränderten Körper der Toten. Sovieler, die einst diese Stadt bevölkert hatten. Und nicht nur diese.
Und auch Barnes spürte, dass das Grauen, das Dunkel, der Abgrund allen Seins, jetzt auch nach ihm griff. Er konnte es körperlich fühlen, wie sein Verstand von Etwas Zornigem angenagt wurde. Bald würde es seinen Verstand zerfetzen. Doch soweit würde es nicht kommen. Barnes Artaver würde es nicht zulassen, so wie die anderen zu werden.
Er schleppte sich zu einem Tisch, welcher in der Mitte seiner kleinen Bibliothek stand. Dort lag der kleine Sender, welchen er für diesen Fall vorbereitet hatte.
Barnes Sinne schwanden. Er fand gerade noch genug Kraft um schmerzlich sich zu erinnern, dass er vergessen hatte, den Notsender zu deaktivieren. Eigentlich dürfte niemand hierherkommen, niemand dem Wahnsinn anheimfallen. Doch dies war jetzt nicht mehr zu ändern. Und bevor Barnes Verstand von den, für ihn schon sichtbaren, schwarzen Flügeln des Grauens ergriffen wurde, drückte der Gelehrte Barnes Atarver, Schreiber des Hauses Meluk, Bewahrer der Reinheit von Alshak, den Knopf des Senders tief durch.
Doch nichts geschah.Barnes Wut- und Verzweiflungsschrei ging in einer Kakophonie von Lauten unter als das Grauen seinen Verstand endgültig wegriss.

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