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  Rückkehrer / Log 10 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Mar-Sat-2022, 09:46 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard-B / Gang zu den Transporterräumen

Seit man die „Fremdintelligenz“ auf dem Shuttle „einquartiert“ hatte und das Shuttle mittels improvisierten Traktorstrahlbojen in etwa 200000 km Entfernung von der Wellington fixiert hatte, waren die Evakuierungsarbeiten angelaufen. Bis jetzt hatte man 25 Crewmitglieder der Wellington in ein improvisiertes Quarantänerevier auf dem Hangardeck untergebracht. Bisher waren alle Evakuierten noch bewusstlos. Weitere Crewmitglieder hatte man noch nicht aufgefunden, was bei einer Gesamtcrew der Wellington von 225 Crewmitgliedern ungewöhnlich war. Parallel hierzu hatte die Reparaturarbeiten an der Wellington begonnen. Um das gesamte Schiff schwirrten die Reparaturdrohnen.
LaSalle war auf dem Weg zur Wellington, um weitere Untersuchungen anzustellen, während Sareth auf dem Weg zur Krankenstation war, ob dort auf das Erwachen des Kommandanten der Wellington, Captain Kvoma zu warten. Der Weg beider Offiziere führte durch den Gang zu den Transporterräumen. Und so konnte Sareth letzte Informationen mit LaSalle austauschen.

Sa: Und wir haben noch immer keine Spuren von den übrigen Crewmitgliedern?
LS: Negativ Mam. Laut Mr. Caldred und seinem Team sind alle Rettungskapseln noch an Bord. Ebenso die Shuttles. Wir sind allerdings noch nicht an die Musterpuffer der Transporter ran gekommen.
Sa: Mhm ich glaube nicht, dass die Musterpuffer der Ambassador-Klasse eine solche Kapazität haben.
LS: Definitiv nicht.
Sa: Ich werde mich jetzt um dem Captain der Wellington kümmern. Ich will dabei sein, wenn er erwacht.
LS: Ich mache mir etwas Sorgen über diesen Prozess.
Sa: Inwiefern?
LS: Nun es ist davon auszugehen, dass Captain Kvoma noch nie eine Romulanerin in der Admiralsuniform der Sternenflotte gesehen hat. Geschweige denn die Mitglieder vieler anderer Zivilisationen an Bord der Picard. Und da rede ich nur von Captain Kvoma.
Sa: Rechnen Sie mit Problemen?
LS: Nun, möglich ist vieles.
Sa:LaSalle Sie sind noch immer der alte Schwarzseher.
LS: Sie kennen doch das alte Sprichwort: Rechne immer mit dem Schlimmsten, dann wirst Du nur angenehm überrascht.

Sareth musste lächeln.

Sa: Nun gut. Seien Sie vorsichtig da drüben.
LS: Sehr wohl Mam. Ich werde mich bemühen, keine Kaffeeflecken auf der Uniform davon zu tragen.
Sa: Wenn es trotzdem passiert, werden Sie zur Strafe zum Fleet-Admiral befördert.
LS: Gott bewahre


--------------------------------------------------------------------

Ortswechsel:

USS Wellington / Maschinenraum

LaSalle war vor 5 Minuten auf der Wellington angekommen und hatte sich schnurstracks in den Maschinenraum begeben. Dort hatte sich neben Morts Sicherheitstruppe auch ein Ingenieurs-Team der Picard unter Lt. Warley an die Arbeit gemacht. LaSalle wandte sich direkt an ihn.

LS: Lt. Status?
Wa: Nun Sir , wir haben den Kern auf 15% Leistung wieder hochfahren können. Das Lebenserhaltungssystem läuft partiell wieder mit etwa 40% Leistung. Die Deflektoren sind jedoch noch offline. Und wir kommen nicht auf die Brücke, oder in die Transporterräume.
LS: Warum nicht?
Wa: Offen gesagt Sir, das wissen wir noch nicht. Beide Räume sind wohl von innen mit einem Energiefeld unbekannter Natur geblockt. Dieses durchdringt sogar die Jeffries-Röhren. Es handelt sich jedoch eindeutig um ein synthetisches Feld. Wir kriegen nicht einmal ein Transporter-Logon. Ich habe von der Picard jetzt ein paar schwere Industrie-Excavatoren angefordert. Wir versuchen damit über das darunter liegende Deck an die Brücke heran zu kommen.
LS: Gut. Halten Sie mich auf dem Laufenden. Ich bin bei Mr. Caldred.
Wa: Sir, jawohl Sir!

LaSalle schüttelte langsam den Kopf und begab sich dann zu Mort Caldred. Eigentlich sollte sich dieser auf der zweiten Ebene des Maschinenraums befinden, doch musste LaSalle verblüfft feststellen, dass die Treppe zur 2. Ebene sich gegenüber der Position befand, auf der sie nach den Decksplänen hätte sein sollen.
LaSalle kam daher etwas irritiert auf der 2.Ebene an, auf der er von Caldred bereits erwartet wurde.

MC: Willkommen an Bord Sir. Wie ich sehe, haben Sie auch die Treppe gesucht.
LS: Allerdings.
MC: Ja, schon bemerkenswert. Das ist jedoch nicht das einzige merkwürdige Detail hier.

Mort wies auf eine Positionsbezeichnung an der Wand hin:

MC: 09/31/17/12. Laut offiziellem Decksplan müsste dies hier aber 09/31/17/13 sein. Und diese Abweichungen sind an vielen Stellen des Schiffes festzustellen.

LaSalle zückte seinen Tricorder.

LS: Mhm nichts Ungewöhnliches.
MC: Ich weiß, was Sie meinen, Sir. Ein paar Jungs von der Sci haben hier alles überprüft. Keine ungewöhnliche Chronitonvarianz, keine Dimensionsverschiebung. Dieser Eimer ist von Bug bis Heck Sternenflotte. Unsere Sternenflotte!
LS: Eimer? Sie hören sich schon an, wie Mister Munroe.
MC: Ähm, Entschuldigung Sir.

LaSalle blickte auf seinen Tricoder.

LS: Was ist das denn mit Ihnen und Mr. Munroe?
MC: Der Junge hat einen Narren an mir gefressen. Hält mich wohl für ein Äquivalent des Kumpels seines Onkels Munroe sr. , Paul Green.
LS: Nun ja. Mr. Green war ein hervorragender SO, aber sehr eigenwillig.
MC: Dann passt es ja.
LS: Können Sie pokern?
MC: Nicht gut, aber ich kann hervorragend betrügen.
LS: Dann müssen Sie Pokern und trinken lernen, um wie Green zu werden. Was ich nicht empfehle.
MC: Nein Sir.
LS: Mhmm es sieht so aus, als ob das gesamte Schiff im Aufbau von den Decksplänen abweicht.
MC: Lt. Erskine von der Sci meinte, dass das Schiff bereits so gebaut wurde. Also keine nachträglichen Änderungen.
LS: Sehr merkwürdig. Warum weicht man von den Plänen ab?
MC: Vielleicht sind die Pläne ja inkorrekt?
LS: Gut möglich. Was haben wir noch?
MC: Wir haben Rückstände eine molekularer Schnellentkopplung in der Nähe des Büros des Chefing. gefunden.
LS: Eine Disruptor-Signatur? Hier an Bord?
MC: Ja Sir, Aber seltsamerweise weist der Vektor auf eine ODN-Anzapfung. So als habe jemand versucht, einen Disruptor-Strahl in das ODN zu lenken.
LS: Und wozu?
MC: Keine Ahnung. Als Plasmaenergiequelle ist ein Disruptor ungeeignet.
LS: Gibt es Anhaltspunkte über den Typ des Disruptors?
MC: Nein Sir. Dazu ist der Zerfall schon zu stark.
LS: Nun ich.....

LaSalle wurde von dem Summen seines Kommunikators unterbrochen.

LS: LaSalle hier.
Sareths Stimme war zu hören.

Sa: T´Khellian hier. Befinde mich auf der KS der Picard. LaSalle, Captain Kvoma ist erwacht. Und es wäre gut, wenn Sie hier wären.

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  Rückkehrer Log 9 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Feb-Sun-2022, 05:23 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Besprechungsraum ***

Das war ganz klar ein Angriff, klang Mort Caldreds Stimme in mir nach. "Nein, wir können nicht das nicht mit Sicherheit sagen; es könnte sich auch lediglich gegen eine Beeinträchtigung durch unsere Energiefelder zur Wehr setzen," gab ich zu Bedenken. "Ich will nicht voreilig eine offenbar intelligente Lebensform als feindselig einstufen und Waffengewalt zur Anwendung bringen. Wir müssen uns zuerst Gewissheit darüber verschaffen, was sich auf der Wellington ereignet hat. - Nichts desto trotz: wir müssen die Verletzten bergen, und daher muss diese Behinderung weichen."

"Vielleicht legen wir einen Köder aus..." überlegte LaSalle. "Ich war kürzlich zu Gast bei Botschafter Worfs Familie, und die Söhne haben mich zu einer Jagd in der K'Oroff-Provinz mitgenommen," fügte er erklärend hinzu. "Nicht, dass ich es besonders ersprieslich fand. Aber, ein Köder in einer Falle..."

Ich lächelte. "Ein Shuttle. Mit einer passenden Energiequelle..."

"Exakt."

Ich wandte mich an Mr. Caldred: "Haben Sie irgendwelche Informationen darüber, welche Energieformen die Ra'Neg'O besonders attraktiv finden?"

Der Reptiloide an der Sicherheitsstation gab ein Geräusch zwischen Zischen und Knurren von sich. "Ich war Kopfgeldjäger und kein Wissenschaftler. Also... nein, Madam Admiral. Keine Informationen."

Ich nickte. "Mr. Jefferson, sehen Sie, ob etwas in der offiziellen Datenbank der Föderation zu finden ist. Setzen Sie gleichzeitig einen Prioritätsruf an den Wissenschaftsattaché auf Kariyana ab. Wir müssen alle Kanäle nutzen. Bis dahin..." Ich studierte wieder die Angaben zu diesem seltsamen und offensichtlich intelligent reagierenden Energiefeld auf dem Monitor. "Versuchen wir es mit einem Output im Bereich von 25.000 bis 50.000 Joule. Modulation der Feldvariablen auf Grundlage der Einstein-Moholy Gleichung. Vielleicht bringt das ja unseren Freund in Kommunikationsstimmung. - Mrs. Makan, können wir ein Shuttle entsprechen umrüsten, dass wir in ihm eine entsprechende Energiequelle unterbringen können?"

"Ja, ich denke, das ist machbar. Wir nehmen einen Klasse IV-Sicherheitskontainer, das wird reichen, unsere eigenen Systeme abzuschirmen und nur gerichtete Energie an bestimmten Punkten freizugeben. Genug, um jemanden anzulocken, der scharf drauf ist."

"Wie lange brauchen Sie?"

"Vielleicht eine halbe Stunde. Wir werden die Antriebseindämmung neu kalibrieren müssen."

"Können wir im Transporterraum der Wellington noch einmal umpolarisieren?"

"Einmal noch, aber mehr würde ich der alten Hardware nicht zumuten," erwiderte sie.

Das hatte ich befürchtet - aber mehr Versuche hielt ich aufgrund der Lage ohnehin nicht für akzeptabel. Sollte dies scheitern, mussten andere Maßnahmen ergriffen werden. "Gut, fangen Sie an!"

Noch im Gehen beorderte die Chefingenieurin ihre Teammitglieder in die Shuttlebay. LaSalle hatte unterdessen erneut unser MHN gerufen, und war dabei, einen Lagebericht zu erhalten. Der medizinische Zustand der überlebenden Wellington-Crew war stabil. Von daher drohte im Moment also keine Gefahr. Diese ging von der strukturellen Integrität des Schiffes aus. Einige Bereiche mussten dringend mit Kraftfeldern gesichert werden, da sie Mikrofrakturen aufwiesen. Wir konnten aber die Energie nicht wieder herstellen oder Reparaturdrohnen entsenden, solange unser Freund da nicht wegzubewegen war.

War die energetische Lebensform erst einmal im Shuttle, konnten wir sie dort mit gezielten Kraftfeldern isolieren und von weiterem Schaden abhalten. Währenddessen machte sich ein anderes kleines Team daran, die Drohnen vorzubereiten. Zunächst würde die 'Vorhut' starten und das Terrain sowohl taktisch überprüfen, als auch die Energieversorgung wieder herstellen, dann die eigentlichen Reparaturroboter in Einsatz kommen. Erst wenn diese Schritte erfolgreich waren und es für humanoide Besucher der Wellington sicher, würde ich Crewmitglieder rüberschicken. Das MHN machte unterdessen die Verletzten bereit für den Transfer in unsere Krankenstation.

*** Eine halbe Stunde später ***

"Shuttle hat die Zielkoordinaten erreicht, Antrieb heruntergefahren," meldete Monroe von der Navigation. "Alle Systeme stabil." Die optischen Sensoren zeigten das vergleichsweise winzige Objekt, das nunmehr zwischen der Wellington und der Picard schwebte. Makan aktivierte die Energiequelle.

Ich gab den Befehl für die weiteren Schritte: zunächst auf der Wellington, wo sich das Energiewesen wieder verankert hatte. Wie auch zuvor sah für einen Moment alles gut aus.

"Nun komm schon, Bursche, zieh um..." brummte Monroe.

"Vielleicht ist es eine Madame," witzelte Jefferson von der Sensorik.

Dann stach erneut ein rotfarbener Lichtstrahl durch das All, diesmal in Richtung des Shuttles.

Mort Caldred zischte. "Phaser?" Er hatte die Finger auf den Kontrollen und wartete auf das Signal.

"Nein, warten Sie!" kam Chefingenieurin Makans Ruf. "Die Energie ist viel niedriger als beim ersten Mal! Das wird unserem Shuttle keinerlei Schaden zufügen!"

Caldred schien nicht sehr überzeugt, wenn ich seine Mimik richtig deutete. Aber im nächsten Moment wurde unser aller Aufmerksamkeit von dem Geschehen da draußen im Raum in Anspruch genommen: entlang des roten Strahls bewegte sich jetzt etwas weiß gleißendes vorwärts. Es sah aus wie ein Blitz, der sich an einem gigantischen Blitzableiter vorarbeitet....

Und dann meldete Makan mit einem leichten Zittern in der Stimme, als fürchte sie, das Energiewesen wieder umzustimmen: "Es ist im Shuttle. Hat sich auf unserer Energiequelle verankert. Ich aktiviere das Eindämmungsfeld."

"Nun, dann lassen wir es dort mal in Ruhe speisen, oder was auch immer," sagte LaSalle und wandte den Blick zu mir.

Ich nickte und gab die Order, die erste Welle der Reparaturdrohnen zu starten. Jefferson behielt unterdessen die Energiewerte auf der Wellington im Auge. Wir waren zuversichtlich, in ein paar Minuten mit der Evakuierung beginnen zu können.

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  Rückkehrer / Log 8 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Feb-Sat-2022, 01:19 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: Heute aus zeitlichen Gründen mal etwas kürzer.


----------------------------------------------------------------------------

RPG:

USS Picard / Brücke

Der Platz der Chefing. war umgeben von jetzt vielfarbigen Holoanzeigen . Ein gelb angezeigter Countdown lief herunter, dann verkündete eine grellrote Warnung:

DANGER ODN POLARITY ON REMOTE REVERSED.

Ein kurzes Aufblitzen, dann verschwand die Meldung auch wieder. Chefing. Makan nickte.
Ma: ODN Polarität wieder normal.

Sareth nickte.
Sa: Was macht unser Gast?

Jefferson gab ein indifferentes Brummen von sich.

Je: Ich sehe keine Verbindungen an den Knotenpunkten mehr.
Sa: Dann Eindämmungsfeld hoch.
Ma: Ist aktiv.
Sa: Gut. Dann können wir einmal versuchen ob..was zum…

Auf dem Holoscreen war jetzt ein dünner Strahl zu erkennen, welcher sich von der Welington zur Picard spannte.
Sa: Schilde hoch. Computerkernabschirmung hoch fahren

LaSalle grunzte.

LS: Da versucht jemand, in ein anderes Hotel umzuziehen. Mr. Munroe, Ausweichkurs, Mrs. Makan, Schilde alternieren.
Ma: Aye.

Die Picard kippe vom Strahl weg ab, welcher sich im Raum verlor. Sareth atmete hörbar ein.

Sa: Da ging gerade noch einmal gut.
LS: 60-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine intelligente Lebensform handelt? Ich glaube, hier handelt es sich eher um 100%

Mort Caldred knurrte.

MC: Das war eindeutig ein Angriff.
Sa: Oder eine Verteidigungsreaktion. Wir müssen uns etwas einfallen lassen , um an die Crew der Wellington heran zu kommen. Alle Führungsoffziere in den Besprechungsraum.

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  Rückkehrer Log 7 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Feb-Thu-2022, 10:10 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Besprechungsraum ***


Unser Technik- und Wissenschaftsteam suchte noch immer nach einer Möglichkeit, das seltsame Energiefeld, dass sich im Transporterraum der Wellington eingenistet hatte, zu isolieren, damit wir endlich die Systeme des alten Schiffes stabilisieren und die Verletzten rausbringen konnten.
Zum Glück hatte unser MHN keine weiteren Todesnachrichten überbracht! Alle übrigen auf der Krankenstation befindlichen Crewmitglieder waren am Leben, wenn sie auch neurologische Schocks und Verbrennungen erlitten hatten. Das MHN vermutete, dass ein Teil der Schäden auf einen unkompensierten Übertritt in die tieferen Subraumschichten zurück zu führen war. Und, wohl auf Kontakt mit der Energieform. Ich dachte an den Zwischenfall mit dem Crewman auf der Krankenstation zurück. Offenbar fühlte sich die Besatzung der Wellington durch etwas oder jemanden bedroht. Das Energiefeld? Es wurde Zeit, dass wir die Überlebenden auf die Picard brachten und sie hier behandeln und nach den Vorkommnissen befragen konnten!

Unterdessen wussten wir, dass auch der Kommandant der Wellington unter den Geretteten war: Captain Kvoma, wohl einer der berühmtesten Denobulaner außer dem Arzt der ersten Enterprise!
"Ich kann es noch immer kaum glauben, dass wir Kvoma persönlich begegnen sollen," sagte ich in Richtung LaSalles. "Auf der Akademie gab es in den Kursen für Kommandoethik bestimmt drei oder vier Missionen von der Wellington unter Kvoma."

"Fünf," korrigierte LaSalle. "Die waren Admiral Chens Lieblingssujet. Er setzte sie gerne in Kontrast zu James T. Kirks Herangehensweise..."

"Ja... Ich erinnere mich! Ich glaube, ich habe damals ein Essay geschrieben über vulkanische Philosophie im Kommandostil von Spock bis Kvoma."

Das Interkom summte. +Admiral?+

"Ja?" antworteten LaSalle und ich fast gleichzeitig.

+Jefferson hier, Sensorik, + kam die Meldung von der Brücke. "Der Computer hat die Analyse der Energiemuster beendet. 60-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine intelligente Lebensform handelt. Ich leite die Daten zu Ihnen.+

Einen Moment später blickten LaSalle und ich, sowie unsere Chefingenieurin auf das komplexe Wellenmuster und die zugehörigen Daten. "T'Khellian hier. Mr. Jefferson, haben Sie die Standardtestsequenz gesendet?" Die Testsequenz beinhaltete die Primzahlenreihe und einige physikalisch-mathematische Konstanten. Sie war entwickelt worden, um die Responsivität von vermuteten intelligenten Lebensformen zu bestimmen.

+ Ja, keine Reaktion bisher. +

Das hieß natürlich noch nicht, dass wir es nicht mit einer intelligenten Lebensform zu tun hatten - sie mochte nicht reagieren wollen....

"Admiral, sehen Sie das hier?" Chefingenieurin Makan war nahe an den Bildschirm getreten und ließ sich nun nacheinander einige Bereiche des Energiefeldes vergrößern. "Hier, an diesen Stellen sieht es aus, als ob sich die Energie konzentriert..."

"Ja, geradezu wie eine Art ... Tentakel," murmelte LaSalle.

Makan starrte noch einen Moment länger auf die schematische Darstellung des Energiefeldes, dann befahl sie: "Computer, Overlay der Leitungssysteme im Transporterraum 2 auf die gegenwärtige Darstellung!"
Ein komplexes System an verschiedenfarbigen Linien und Knotenpunkten bedeckte den Schirm. "Ah! Dachte ich es mir doch! Sehen Sie, die Energiekonzentration ist an diesen Verteilerpunkten am höchsten. Dort hat es sich - was immer es ist - verankert."

"Können wir es auch dazu bringen, loszulassen?" fragte LaSalle pragmatisch wie immer.

"Nun... ja... ich denke schon." Sie studierte noch einmal die Anzeigen. "Wir könnten eine kurze Umpolung in den ODNs vornehmen, das müsste meines Erachtens nach zu einer Abstoßung führen."

"Lang genug, um ein Eindämmungsfeld zu errichten... " überlegte ich. "Aber können wir ausschließen, dass wir die potenzielle Lebensform schädigen oder gar Schlimmeres?" Kurz ging mir durch den Kopf, dass wir hier ein Paradebeispiel für den Akademiekurs Kommandoethik hatten: einerseits mussten wir schnellstens die Verletzten bergen und das Schiff stabilisieren, ehe es doch noch zu unvorhergesehenen Kettenreaktionen kam. Andererseits mussten wir aber auch die Rechte von etwas wahren, was zu 60 Prozent intelligentes Leben war. Im Zweifelsfall würde ich mich für die Crew der Wellington entscheiden, aber noch stellte sich diese Frage nicht in dieser absoluten Brisanz. Noch hatten wir etwas Spielraum... Zumindest für einen Versuch.

"Ich denke, das dürfte kein Problem darstellen," erwiderte die Chefingenieurin. "Es ist vielleicht vergleichbar damit, wenn man auf eine heiße Oberfläche fasst. Man zuckt zurück, aber verbrennt sich nicht gleich. Wenn wir das Ganze unter 0,3 Sekunden halten..."

"Gut. Starten Sie den Versuch!"

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  Rückkehrer / Log 6 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Feb-Fri-2022, 10:06 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Brücke

Auf dem Screen war jetzt zu erkennen, wie die Sonde ihre Magnetklammern ausfuhr und sich fest an der Primär-Diagnose-Konsole verankerte. Lt. Munroe grinste.

Mu: Das ist eine spaßige Sache. Ich wusste ja, daß der Dienst hier an Bord spannend wird.

Sareth drehte sich zu Munroe herum.

Sa: Wie meinen Sie das, Lt?
Mu: Nun Mam, mein Onkel hat mir immer davon berichtet.
Sa: Ihr Onkel?
Mu: Ja, mein Onkel, Captain Alexander Munroe. Hat auf der USS Saipan unter Ihnen an Nav gedient, Mam.
Sa: Die Welt ist klein, Mister Munroe. Willkommen an Bord.
Mu: Danke Mam. Beinahe wäre ja mein Onkel hier gelandet.
Sa: So?

LaSalle schnaubte.

LS: Ich hatte Captain Munroe angefordert. Allerdings hat ihn das Personalamt für irgendeine Votragsreihe an der Akademie abgezogen.

Munroe grinste und gab seiner Antwort einen übertrieben überheblichen Tonfall.

Mu: Sie werden sehen, man hat den, nach Alexander Munroe sen. besten Navigator der Flotte zu Ihnen gesandt. Alexander Munroe jun. Mich!

Mort Caldred knurrte.

MC: Vorsicht Bursche. Hochmut kommt vor dem Fall.
Mu: He Mort, bleib cool.
MC: Bin ich das nicht immer?

Munroe musste kichern.

Mort, das ist bei uns beiden wie zwischen meinem Onkel und dem ehem. DCoS der Saipan, Paul Green.

LaSalle schüttelte den Kopf.

LS: Gott bewahre.
Sa: Ich...erinnere mich.
Mu: Das wird großartig, Mort.
MC: Wenn Du meinst.
Mu: Got it. Connect. Wir können das MHM jetzt transferieren.
Sa: Dann los.

CING Seli Makan nickte und aktivierte den Transfer. Kurz darauf erschien das MHM auf der KS der Welington.

MH: Definieren Sie die Art des med. Oha weia, ist das hier eine Schlafparty?

Das MHN blickte für einen Moment auf die Umgebung und eilte dann zur ersten, auf dem Boden liegenden Person

MH: Diese Person scheint die Chefärztin zu sein. Ich habe hier positive Lebenszeichen, jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau. Ich empfehle einen Transfer an Bord der Picard, allerdings in ein Quarantänefeld.
Sa: Das werden wir tun, sobald dies möglich ist.

Das MHN begab sich zur zweiten, am Boden liegenden Person.

MH: Diese Person ist leider verstorben. Sieht nach einer plötzlichen, neuralen Depolarisation aus.
LS: Was ist mit den Personen auf den Biobetten?

Das MHN begab sich zu einem der Betten und studierte die Anzeigen.

MH: Sieht nach einer Art Kryostase aus aber.....

"Flossen hoch und an die Wand. Wer immer Sie auch sind"

Diese Worte stammten von einem jungen Offizier, welcher vorher auf einem der Biobetten gelegen hatte und jetzt, mit einem altertümlichen Phaser in der Hand, vor dem MHN stand.

Of: An die Wand, oder ich schieße.

Das MHN machte einen konsternierten Gesichtsausdruck.

MHN: Ich bin Arzt, ehm Lt. korekt?
Of: Arzt? Unsere Bordärztin liegt hier am Boden und Sie sind hier wie aus dem Nichts aufgetaucht. Sie kommen wohl, um uns den Rest zu geben, was?
MHN: Ich bin Arzt der Sternenflotte.
Of: Sternenflotte? Nicht der Flotte der UFP. Unsere Flottenärzte tragen keine Schlafanzüge als Uniform. AN DIE WAND BURSCHE.
Sa: Doktor, kommen Sie da sofort raus!
MHN: Mam, ich habe die Sache hier im Griff. Lt. ich will Ihnen doch nur helfen.
Of: Ich schieße!
MHN: Aber....
Of: AHHHHHH

Der junge Offizier drückte ab. Der tödliche Strahl des Phasers schlug direkt durch die Brust des MHN, einige schachbrettartige Muster hervorrufend, trat im Rücken des MHN aus und schlug in der Wand hinter dem MHN ein.

MHN: Aber Lt. das bringt doch nichts!

Der Offizier feuerte erneut, wobei wieder nur der gleiche Effekt auftrat.
Dann warf der junge Lt. den Phaser weg und stürzte sich auf das MHN, flog hhindurch und landete auf dem Boden hinter dem MHN. Entgeistert starrte er das MHN an.

Of: Was bist Du?

Dann wurde der mutige Schütze bewußtlos.

Das MHN wirkte beleidigt.

MHN: TSTSTS ist das eine Art? Keine Erfahrung mit Hologrammen, was?

Mort kicherte leise.

MC: Es ist immer gut, wenn man seinen Materialisierungsgrad einstellen kann.

LaSalle war nicht erbaut.

LS: Doktor, Sie hätten auf lokal unsichtbar schalten sollen. Wie es in solchen Situatioern Vorschrift ist.
MHN: So war es einfacher,

Sareth seufzte.

Sa:Ja Doktor, für Sie. Aber jetzt wird Sache für uns komplizierter.

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  Rückkehrer Log 5 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Jan-Thu-2022, 09:01 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Brücke ***

„Ich übernehme“

Ja, dass hatte sich wirklich gut angehört – und angefühlt! Ein Satz, der mich in die alten Zeiten zurück versetzte, als Captain an Bord der Saipan! Es war eben etwas ganz anderes, vom Platz des Kommandanten aus in eine Situation eingreifen zu können, als vom Schreibtisch aus Zahlen zu dirigieren… Oder als Beobachter zur Untätigkeit verdammt zu sein.
Rufus LaSalle, der mir eben den Captain’s Chair geräumt hatte, blinzelte mir kurz zu. Wir verstanden einander! Aber für Nostalgie war im Moment wirklich keine Zeit. Die Enterprise hatte sich auf ihre diplomatische Mission begeben, und die Crew der Picard hatte eine Rettungsoperation von einem über hundert Jahre alten Schiff zu bewerkstelligen. Und nicht irgendein Schiff! Die legendäre Wellington!

„Ist ein Transfer unseres MHN trotz der Strahlung möglich?“ fragte ich die Chefingenieurin, eine Bajoranerin namens Seli Makan.

Sie überprüfte die Parameter und bestätigte dann: „Ich muss das Kohärenzfeld entsprechend anpassen, aber es ist möglich, insofern wir einen Port in den Systemen finden, um den Datenstrom einzuschleusen.“

„Kein Problem,“ ließ sich ein männlicher Offizier aus dem rückwärtigen Bereich vernehmen; LaSalle hatte ihn vorhin mit Lt. Munroe angesprochen. Ich kannte ihn nicht persönlich, aber nach der Mimik der Ingenieurin zu urteilen, knisterte es zwischen den beiden etwas! „Wir müssen nur auf einen entsprechend tragfähigen Port switchen, auf der KS sollten genug sein, und auch halbwegs intakt. Wir steuern sie eben weiter Richtung Krankenstation.“

„In Ordnung. Tun Sie das.“

Munroe grinste in Richtung des Karyaners an der Taktik. „Mort? - Auf in die zweite Runde unserer Hindernis-Flugübungen!“

Währenddessen versuchten wir, die gefährliche Strahlung auf der Wellington unter Kontrolle zu bekommen und das Schiff zu stabilisieren. Ich rief mir die zur Verfügung stehenden Daten über die Strahlungsquelle auf. „Ensign Seli, der Großteil der Energie scheint sich auf den Transporterpuffer in Transporterraum Zwei zu konzentrieren?“

„Ja. Aber sie überlagert das gesamte System, deshalb können wir nicht beamen. Es ist… quasi ein hochenergetisches Feld, Hauptbestandteile Verteron- und Tachyonstrahlung.“

„Und es beschränkt sich auf die Transporter?“

„Soweit wir erfassen können, liegt dort die Quelle, aber die Strahlung verseucht durchdringt natürlich das gesamte Schiff. Lediglich die Krankenstation ist relativ gut abgeschirmt.“

Ich hörte, wie Mort Caldred leise zischte.

„Mr. Caldred, haben Sie etwas beizutragen?“ fragte LaSalle. Ich verkniff mir ein Lächeln. Rufus war noch immer der Alte! Junge Crewmitglieder, die ihn nicht kannten, fühlten sich oft eingeschüchtert, während Erfahrenere genau wussten, wann sein Sarkasmus wirklich etwas Bedrohliches hatte – bedrohlich zumindest für die eigene Akte oder das Ansehen an Bord! Mort Caldred schien es kalt zu lassen, doch seine dreiecksförmige Schwanzspitze zuckte und schlug auf das Deck.

„Das erinnert mich an eine karyanische Legende,“ erwiderte er. Über das Ra’Neg’O, ein Lichtwesen, das sich in elektronischen Geräten einnisted und dafür sorgt, dass diese nicht mehr funktionieren.“

Munroe ließ ein verhaltenes Kichern hören. „Das hört sich nach einer Story an, wie sie meine Urgroßmutter erzählt haben könnte. Die hasste auch jedwede Technik. Fuhr mit einer Pferdekutsche durch die Gegend, wenn die Geschichten stimmen – Sonde auf Flug durch Jefferiesröhre 34/B/3!“

„Ihre Ahnmutter in Ehren, Lieutenant,“ fauchte Caldred zurück, „aber das Ra’Neg’O ist sehr real. Vor knapp 80 Jahren ist die Lebensform erstmals in einem Kraftfeld gefangen worden. Und sie war sehr übellaunig.“

„Könnte es sich bei unserer Strahlungsquelle um eine solche Lebensform handeln?“ unterbrach ich den Disput, bevor er an Form gewinnen konnte. „Irgendwelche Muster in der Energie, die ein gerichtetes, intelligentes Handeln vermuten lassen?“

„Ich lasse eine Analyse laufen. Wir haben allerdings immer noch nicht genügend Messdaten für ein umfassendes Bild,“ kam die Meldung von der Sensorik.

„Gut, bleiben Sie dran. Falls das eine Lebensform ist, müssen wir einen Weg finden zu kommunizieren, bevor weiterer Schaden angerichtet wird. – Mr. Caldred, Status der Sonde?“

„Ich habe das optische Relais aktiviert. Wir sind direkt über der Krankenstation.“ Die Sonde richtete ihre Kamera durch das Gitter des Schachtes nach unten. Die Krankenstation war teilweise beleuchtet, aber einige der Konsolen flackerten nur noch. Auf den Biobetten lagen Personen, andere schienen auf dem Boden zusammen gesunken zu sein. Zumindest auf den ersten Blick konnten wir keine sichtbaren Verletzungen ausmachen. Auf meine Anordnung hin versuchte Mort Caldred, mit dem Manipulator der Sonde Zugriff auf den Öffnungsmechanismus zu bekommen. Erfolglos.

„Lieutenant Munroe, warum bekomme ich keinen Manipulatorzugriff?“ fragte er.

„Die Strahlung hat einen der Fernzugriffkanäle überlagert. Moment, hab ich gleich! Muss das Signal verstärken…“ In der Kontrollholomatrix war zu sehen, wie sich die Sonde jetzt drehte und gegen die Wand stieß, anstatt den Manipulatorarm an der Öffnung der Luke zu platzieren. „Mist, der schluckt immer die Hälfte des Kommandocodes!“

Ich fühlte mich an die Anfangsjahrzehnte des Raumfluges erinnert, an die ungeheuren Probleme, die eine Fernsteuerung einer Robodrohne oder eines Vehikels auf einem anderen Himmelskörper verursacht hatten. Wenn jeder Kommandocode Stunden bis Tage zu seinem Ziel gebraucht hatte…

„…habe die Frequenz angepasst, versuche es noch mal!“

Tatsächlich bewegte sich der Arm jetzt über das Panel, der Greifer umschloss den Hebel, und einen Moment später schwebte die Sonde hinunter in die Krankenstation, um sich an einer der Konsolen zu verankern. Erst wenn sie einen stabilen Link hergestellt hatte, konnten wir es wagen, eine Kopie des MHN zu transferieren.

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  Zwischenlog 1
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Jan-Fri-2022, 09:26 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

(NRPG: ach, ich MUSSTE es einfach loswerden…)

RPG:

*** Unbekannter Ort / Geheime Basis der Inquisition ***

Ab und zu zerfraßen Störungen die offensichtlich über zahlreich Relais weitergeleitete und immer wieder recodierte Transmission, doch meist war der schlanke, blonde Mann in schlichtem schwarzem Gewand gut zu erkennen. Und seine Stimme war sogar allzu deutlich zu verstehen:

„… dass dieses Imperium nur noch ein Schatten seiner einstigen Größe ist! Ein verrotteter, verkommener Schatten voller Dekadenz! Ein Sündenpfuhl! Das Terranische Imperium, das ausersehen war von der göttlichen Vorsehung, Wahrheit und Ordnung in die Galaxis zu bringen, ist zu einem Schlammloch geworden, in dem sich ihr Funktionäre und Militärs um die besten Möglichkeiten zur Bereicherung balgen! Es ist eine Schande! Es ist unwürdig! Dafür wird euch das Feuer der Hölle verbrennen! Im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit, ich verspreche euch, ich werde --“

Großinquisitor Rufus LaSalle fror die Sequenz ein. Sein Adlatus murmelte in vorauseilendem Gehorsam: „Widerlich, Euer Eminenz, widerlich! Schon allein, dass er sich als Inquisitor Maximus betitelt! Was für eine Impertinenz!“

LaSalle schenkte ihm keine Beachtung. Er starrte in die Gesichtszüge des Hologrammes. „Du bist tot.“

„Natürlich, Euer Eminenz, der Kerl ist so gut wie tot. Die Assassinen—„

„Salazar!“

„Ja, Euer Eminenz? Ja?“

„Geh mir aus den Augen!!!“

Salazar huschte rückwärts, unter mehreren Verbeugungen, zur Tür. Ein leises Klacken zeigte an, dass er sie wie immer äußerst vorsichtig hinter sich geschlossen hatte. LaSalle schritt zu dem aus matten Stahlplatten arrangierten Wandpaneel gegenüber seinem Schreibtisch und legte die Hand auf die Sensorfläche daneben. Die letzten Monate waren so hektisch gewesen - er hatte kaum Zeit für die kleinen Freuden des Daseins gefunden. Aber in diesem Moment fühlte er sich geradezu magisch angezogen von den Trophäen hinter dem Panel. Es hatte immer etwas Beruhigendes, seinen verblichenen Feinden gegenüberzutreten, sich zu vergewissern, dass er obsiegt hatte und sie nicht! Das Panel wich in die Wandhalterung zurück und gab den Blick auf eine Reihe perfekt mumifizierter Köpfe frei. Feinde, die LaSalle zur Strecke gebracht hatte, auf die eine oder andere Weise… Vor der letzten Trophäe blieb er stehen. Richard von Rabenstein. Er war tot. Natürlich war er tot, er hatte ihm das Gift auf der Feier ja eigenhändig kredenzt. Er hatte zugeschaut, wie er das Leben aushauchte. Das war lange schon fällig gewesen, von Rabenstein war ein gefährlicher Intrigant, und er war schlau genug gewesen, zu einer Gefahr zu werden. Nun, Rufus LaSalle duldete keine Gefahren in seiner Nähe…

Er drehte sich zurück zu dem eingefrorenen Holobild. „Egal, wer oder was du bist – ich werde dafür sorgen, dass DU im Feuer der Hölle brennen wirst!“

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  Rückkkehrer / Log 4 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jan-Fri-2022, 11:42 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard- B / Brücke

Auf dem Screen war deutlcih das indignierte Gesicht Captain Merricks, sowie der etwas überraschte Gesichtsausdruck von OBH Sanderson zu erkennen.
Sanderson räusperte sich.

Sd: Ähem, Vizeadmiral LaSalle. Was verschafft uns das Veergnügen Ihres Hierseins?

LaSalles Stimme klang ungewöhnlich grummelig.

LS: Nun Sir, Admiral O´Toole erteilte mir die Anweisung, die Enterprise zu unterstützen.
Sd: So hat er das? Halten Sie es denn wie nötig?
LS: Ich bin

Captain Merrick fiel LaSalle grob ins Wort.

Me: Sir, bei allem notwenigen Resepkt. Aber dies is eine völlig lächerliche Sache. Die Enterprise und ihre Crew ist zu allem fähig und bereit. Sie ist das modernste Schiff der Flotte, mit der fähigsten Crew der Flotte. Wir benötigen keine Hilfe!
Sd: Captain Merrick, warum ereifern Sie sich so? Es will Ihnen ja keiner etwas weg nehmen!

LaSalle lächelte sardonisch.

LS: Sir, wenn Sie es wünschen, tritt die Picard sofort den Rückflug an. Wie Captain Merrick schon sagt, kann die Enterprise das Problem alleine lösen.
Sd: Und ich bin der Meinung, dass 2 Schiffe mehr können, als 1 Schiff alleine.

Sanderson wandte sich an den vulkanischen Sensorik-Offizier der Enterprise.

Sd: Mister S´toth. Könnten wir eine Außenteam auf die Wellington beamen?
St: Negativ Sir. Die Strahlungshöhe an Bord ist zu hoch für einen sicheren Transfer.
Me: Eim Bruch der Abschirmung?
St: Nein Sir, die Strahlungsquelle ist an Bord des Schiffes.
Me: Dann senden wir doch einfach ein Shuttle rüber.
St: Das ist nicht möglich, Sir. Die Shuttle-Rampe der Wellington ist geschlossen, die Außentüren sind nur von Bord der Wellington aus zu öffnen.

Sareth schaltete sich ein.

Sa: Wäre es möglich, zumindest eine MRS-6 Sonde abzusenden und diese über eine Notschleuse an Bord der Wellington zu bringen?
Me: Mam, die Enterprise hat eine diplomatische Aufgabe. MRS-Systeme sind daher nicht an Bord.
Sd: Das wundert mich.
Sa: Mr. LaSalle. Hat die Picard-B nicht MRS-6 Sonden an Bord?
LS: In der Tat Mam, in der Tat.
Sa: Dann schlage ich vor, daß die Picard eine Sonde aussendet und an Bord der Wellington bringt.
Sd: Haben Sie etwas dagegen. Captain Marrick?
Me: Nein Sir. Jedoch gebe ich zu bedenken, daß MRS-6 Sonden nicht dafür ausgelegt sind, sich z.Bsp. durch blockierte Türen zu schneiden.
Dazu würde man MRS-11 Infitrationssonden benötigen. Und die haben nur Einheiten der 3. und 4. Flotte an Bord.
Sa: Wozu gibt es Jeffries-Röhren?
Sd: Nun gut. Dann werden wir genau dies tun. Mr. LaSalle, lassen Sie eine MRS-6 Sonde starten. Ihr Operator soll bitte versuchen, die Sonde an Bord der Wellington zu bringen.
LS: Jawohl Sir.

LaSalle wandte sich an Mort Caldred.

LS: Hätten Sie bitte die Güte?

Mort nickte wortlos und begab sich an die Taktik-Konsole.
2 Minuten später startete eine der nur 30 cm langen Sonden und entfernte sich mit hoher Geschwindigkeit von der Picard-B.
15 Minuten später erreichte die Sonde die Backbord-Warpgondelder Wellington und begann, nur etw 1 Meter von der Außenhülle entfernt, einen langsamen Überflug.
Auf dem Video-Feed war deutlich zu erkennen, wie stark die Außenhülle der Wellington angeegriffen war. Beule, Furchen und tiefe Kratzer waren zu erkennen. Jedoch konnte man keine Kampfspuren erkennen.

Sd: Mister S´toth, irgendwelche Signale oder Rückmeldungen von der Wellington?
St: Negativ Sir.

Die Sonde hatte sich jetzt zum Übergang zwischen Untertassensektion und Primärrumpf der Wellington bewegt und bewegte sich nun an der Vorderseite der Verbindung vorbei. Mort steurte die Sonde vorsichtig an den Spitzen der Statik-Ableiter vorbei und blieb dann vor dem Verschluss des Torpedostarters stehen. Mort Caldred räusperte sich.

MC: Sir, der Servoriegel des Verschlusses ist noch offen. Wir könnten versuchen, den Vesrchluss zu öffnen und damit in das Schiff einzudringen.
LS: Das wird aber nur funktionieren, wenn das innere Schot soch öffnen lässt.

Munroe meldete sich zu Wort.

Mu: Bei diesen alten Kähnen gibt es einen Trick.. Man muss nur an den Wartungsanschluss des Beschleunigers kommen. Un dieser Anschluss liegt direkt hinter dem Außenverschluss. Es gibt dort einen Anschluss für externe Steuereung. Benötigt man zum Austausch oder Notfallabwurf des kompletten Starters. Und dieses System ist unabhängig von den Schiffsystemen, da es ja ein Notsystem ist.

OBH Sandersos Nicken war selbst auf dem Holoscreen deutlich zu erkennen.

Sd: Machen Sie es so.

Caldred aktivierte einen der 3 Manipulatorarme der Sonde und ließ den Magneten auf dem Verschlussriegel einrasten. Dann aktivierte Mort den Rückschub der Sonde und zog den Riegel der Verschlussklappe auf. Eine Öffnnung von etwa 50 cm Durchmesser war jetzt zu erkennen. Zwar blieb die Verschlusskappe des Torpedostarters geschlossen, aber die Sondekonnte sich nun durch die Riegelöffnung schieben.
Mort steuerte die Sonde langsam durch die Beschleunigerröhre, bis er am inneren Schott der Röhre ankam.

MC: Außentür des inneren Startschottes erreicht.
LS: Gut. Mr. Munroe, Ihr Einsatz!

Paul Munroe blickte angstrengt af den Screen. Dann, nach einigen Minuten Schweigens, grinste er gehässig.

Mu: Mr. Caldred, etwa 1, 5 Meter an Backbord, sehen Sie eine Klappe.
MC: Mhmmja....
Mu: Wenn Sie diese Klappe öffnen, sehen Sie zwei Verteilergruppen.
MC: Moment!

Mort aktivierte die 2 starken Scheinwerfer der Sonde und richtete diese auf die Klappe. Dann näherte er sich der Klappe vorsichtig und öffnete sie mit dem Greifarm der Sonde. Unter Klappe wurden 2 Reihen von ODN-Verteilern sichtbar.

MC: Und wie weiter?
Mu: Nun, ich erinnere mich jetzt nicht mehr so genau, welcher ODN-Anschluss für was zuständig ist. Aber in der Regel müsste da soetwas wie IN, MaintCU oder Extern auf den Abdeckungen stehen.
MC:Ich sehe hier nur einen Pfeil nach oben und einen nach unten.
Mu: Nehmen Sie den Pfeil nach oben.

Der winzige Klauenarm der Sonde schob die entsprechende Abdeckung zur Seite. Dann fuhr Mort den ODN-Koppler der Sonde aus und koppete diesen an das Netzwerk der Wellington an.

MC: Angekoppelt. Mhmm minimalster Energiefluss. Ich sende einmal ein Öffnungssignal.

Erst nach dem zehnten Signal öffnete sich die Schleusenklappe zumindest zum Teil. Mort ließ die Sonde in den Schleusenraum einfliegen.

MC: Mal sehen, ob wir die Schleuse auch wieder geschlossen bekommen.

Der Maipulatorarm der Sonde berührte den Taster an der Wand. Träge schloss sich die äußere Schleusentür des Torpedoschachts, dann öffnete sich die innere Tür. Vorsichtig flog Mort den inneren Schacht entlang und ließ die Sonde dann im Startervorrraum zur Decke schweben.

MC: Da ist ein Zugang zu einer Jeffries-Röhre.

LaSalle rief sich aus der Dastenbank den Decksplan der Schiffe der Ambassador-Klasse auf.

LS: Mhm, das müsste Schacht AA-23-12 sein. Der führt zum Aufzugsschacht Nr. 3. Einfliegen Mister Caldred.

Mort öffnete mittels der manuellen Entriegelung die Zugangsklappe zur Jeffries- Röhre und ließ die Sonde in den Schacht schweben.
20 min. später war die Sonde im Aufzugschacht Nummer 3 angekommen und von dort aus bewegte sich die Sonde zur Brücke.
Überall in den Schächten waren dicke Schichten von Eis zu erkennen. Die Sensoren der Sondezeigten eine Temparatur von -60 Grad und eine gerade noch atembare Sauerstoffkonzentration an. Kein einziger Beleuchtungskörper war aktiv.
Es dauerte über eine Stunde, bis die Sonde auf der Brücke angekommen war. Ein Rundblick zeigte, dass die Lebenerhaltung tatsächlich aktiv, jedoch auf Minimalbetreib gesetzt war. Alle anderen Systeme waren offline oder deaktiviert. Alle bis auf 2!

MC: Laut den Sensoren der Sonde, wird ein Anschluss auf Deck 2, sowie der Transporter Nummer 2 mit Energie versorgt.
Sa: Deck 2? Das ist ist die Krankenstation. Wiviele Lebebszeichen registriert die Sonde,
MC: Nun, die Sonde ist nicht für eine genaue Lokalisation ausgelegt. Aber laut den Readouts sehe ich hier 8 Lebenszeichen. Und alle auf Deck 2.
SaUltragrinsann sollten wir sofort etwas unternehmen.
Me: Wir sollten dies Bergungsspezialisten überlassen. Ich werde einen Schlepper anfordern.
Sa: Wenn es hier Überlebende gibt und davon ist auszugehen, werden diese wohl sofort med. Hilfe benötigen.
Me: Und gerade aus diesem Grund sollte ein Bergungsschif vor Ort sein.
Sa: Und warum ist eine solche Aktion nicht jetzt möglich?
Me: Mam, bei allem notwendigen Respekt, aber die Enterprise ist auf diplomatischer Mission. Eine äußerst schwieruge Sache. Jede Zeitverzögerung könnte hier zu Schwierigkeiten führen. Wir wissen ja nicht einmal, ob die Sondendaten korrekt sind und ob es hier wirklich Überlebende gibt. Wenn ja, müssen Experten ran.
Sa: Die zu späten kommen könnten.
Me: Das halte ich für...
SD: Captain Merrick, Sie halten jetzt einmal Ihre Klappe! Ja hier müssen Experten ran und ja, die Mission der Enterprise erlaubt keine Verzögerung. Also wird die Enteprise weiter fliegen. Aber die Picard ist ja hier. Ich schlage vor, dass Fleet-Admiral t´Khelliand ie Untersuchung dieses Falles übernimmt und alle notwendigen Maßnahmen einleitet. Nun Madame, was sagen Sie? Übernehmen Sie?

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  Rückkehrer Log 3 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Jan-Tue-2022, 08:03 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Enterprise G / Brücke ***

Auf den zum Hauptschirm überspielten Daten war deutlich zu sehen, dass unser soeben abgestrahlter Magnetonpuls zwar die merkwürdige Subraumblase um das Objekt verschoben und zusammengedrückt hatte – nicht jedoch zum Zusammenbruch gebracht. Das Schiff oder was immer es war, schoß gerade zu wie ein Peil weiter in Richtung des Sperrgebiets.

„Unsere Entfernung ist zu groß,“ kam eine Meldung von der Technik, und der Vulkanier an der Sensorikkonsole bestätigte dies mit einem knappen: „Korrekt. Bei der momentanen Geschwindigkeit um genau 1,45 AE.“

„Zeit bis zum Eintreffen an der klingonischen Grenze?“ fragte Captain Merrick.

„8,5 Minuten.“

„Wir müssen das Objekt unbedingt aufhalten,“ erklärte ich. „Wir wissen nicht, in welchem Zustand sich das Antriebssystem befindet, ebensowenig, ob Waffen aktiviert oder in einem korrodierten Zustand sind. Es könnte zu einer Kettenreaktion und verheerenden Explosion kommen, und zwar in der Nähe von bewohnten Welten. Ganz zu schweigen davon, dass die Angelegenheit als Angriff gewertet werden könnte.“

„In klingonischem Territorium…“ fügte OBH Sandford überflüssigerweise hinzu.

„Madam, Sirs,“ ergriff der Vulkanier wieder das Wort. „Eine Analyse des umgebenden Raumes hat gezeigt, dass die gravimetrische Struktur auf den Koordinaten 23,45 x 86,31 x 107,23 unseren Impuls genügend verstärken würde, um die Subraumblase kollabieren zu lassen.“

„Entfernung der gravimetrischen Struktur zur Grenze? Geben Sie die Projektion auf den Schirm!“ befahl Merrick.

Das war nah – aber nicht so nah, als würden wir versuchen, den Abstand zum fraglichen Objekt zu verringern. „Damit sind wir immer noch weit außerhalb der Sperrzone und der Grenze,“ stellte ich fest. „Captain, Ihre Meinung?“

„Mrs. Jankovicz, bringen Sie uns auf Kurs,“ entschied er ohne weitere Überlegungen. „23,45 x 86,31 x 107,23, volle Impulskraft!“

Während sich die Enterprise in Position brachte und die Crew im Maschinenraum sich bereit machte, einen neuen Puls abzusenden, blinkten im taktischen Hologramm fünf grüne Punkte jenseits der Grenze auf. Die klingonischen Posten hatten uns und vermutlich auch das mysteriöse Objekt durchaus registriert und beobachteten die veranstalteten Manöver…

Captain Merrick ließ sicherheitshalber eine Information senden, dass wir uns auf einer Bergungsmission befänden. Im Falle eines Falles würde das vermutlich keinen Klingonen abhalten zu feuern, wenn er eine Gelegenheit witterte, den unterdessen rar gewordenen Schlachtenruhm zu ernten… Aber zumindest hatten wir rechtlich korrekt gehandelt. Ich fragte mich, ob das Objekt tatsächlich ein Schiff war, oder eine Plattform ähnlichen Ausmaßes und Hüllenkonfiguration. Wie war es in diese tiefen Subraumschichten gelangt? Noch konnten unsere Sensoren keine genauen Daten liefern, auch nicht, was Lebenszeichen betraf. War eine Crew an Bord? Und wenn ja, in welchem Zustand?

Die Besatzung der Enterprise tat ihre Pflicht präzise und effizient, trotz der Zeitknappheit und der Gefahrensituation, und obwohl die meisten sicher zum ersten Mal zusammen arbeiteten – das Personalmanagement hatte beste Arbeit geleistet. Ich beobachtete ihr Tun, während die Meldungen und Befehle zu mir klangen:
„Optimale Position erreicht. Entfernung zur Grenze 5,3 AE. Keine weiteren Schiffsaktivitäten auf klingonischer Seite.“

„Deflektor zur Impulsabgabe vorbereitet.“

„Schilde aktiviert. Energieoutput stabil. - Magnetonpuls abgegeben.“

Auf der Grafik des Hauptschirms war zu erkennen, wie die Subraumfalten rings um das Objekt vibrierten, sich glätteten und auflösten.

„Subraumstruktur kollabiert. Traktorstrahl in Bereitschaft. – Objekt erfasst. – Objekt kommt zum Stillstand.“
Was der Schirm in diesem Moment enthüllte, war kaum zu glauben. Ich starrte ebenso wie der OBH, Merrick und wohl die meisten Mitglieder der Crew! Dort schwebte, vom bläulichen Energiefeld unseres Traktorstrahls gehalten, ein Schiff der Ambassador-Klasse! Eine Klasse, die seit etwa 80 Jahren nicht mehr im Einsatz war!

„Antriebsstatus: Offline. Warpkern inert. Impulsantrieb funktionslos. Waffenstatus: Offline,“ hörte ich die nunmehr eintreffenden Informationen von der Sensorik. Wie auch immer dieses Schiff sich bewegt hatte – es war scheinbar nicht aus eigener Kraft geschehen! Schon erwachte die Forscherneugier in mir…

„…strukturelle Beschädigungen… Hüllenbrüche… Lebenserhaltung stabil in Decks 1 bis 8. Lebenszeichen…. Vorhanden.“

Schwang da selbst in der Stimme eines Vulkaniers so etwas wie Aufregung mit?! Auf dem Hauptbildschirm wurde gerade eine erneute Bildsequenz zusammen gesetzt. Sie zeigte die reichlich mitgenommene, teilweise eingedrückte Untertassensektion des Schiffes. Im nächsten Moment kam ein erstaunter Ruf aus Richtung der Technikkonsole. „Es ist die Wellington! Die USS Wellington!“

Ein Raunen verbreitete sich. Jeder Akademieabgänger kannte die Wellington! Ich starrte auf die nur noch teilweise sichtbaren Buchstaben des Namens. Die Wellington! Das Schiff und ihr Kommandant waren beinahe so legendär wie die Enterprise D! Und ihr Verschwinden im ersten Klingonisch-Romulanischen Krieg hatte Holonovellenautoren und Verschwörungstheoretiker immer wieder zu fantastischen Theorien gereizt. Und nun… war sie praktisch vor unsere Füße gespült worden…! Oh wie sehr wünschte ich in diesem Augenblick, nicht als Beobachterin an Bord zu sein, sondern dort an Captain Merricks Platz zu sitzen und die Dinge in die Hand nehmen zu können!

Ein Signal von der Kom-Konsole störte mich aus meinen Wunschträumen auf. „Vizeadmiral LaSalle, Sir, USS Picard-B“ vernahm ich.

Wollten wir das ganze Oberkommando der Flotte hier versammeln, fragte ich mich, während im Splitscreen das Konterfei meines Kollegen sichtbar wurde.

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  Rückkehrer / Log 2 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jan-Sat-2022, 06:05 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (1)

Erde / Berlin / HQ der DIA / LaSalles Büro

LaSalle liebte die ruhige Stunde zwischen 08:00 und 09:00 Uhr, wenn der erste Bürotrubel sich entspannt hatte und man in Ruhe eine Tasse Tee trinken konnte. Seitdem der OBH auf „Außendienst“ weilte, war Ruhe im Alltag eingekehrt. Der Fall Milverton war in LaSalles Gedächtnis noch als Anekdote vorhanden. Milverton hatte vom City Court of San Francisco 6 Monate Haft auf Bewährung bekommen. Damit konnte LaSalle leben. Wie auch mit der derzeitigen Arbeitslage.
Der Vertreter des OBH, Admiral O´Toole, ließ es ruhig angehen. Keine Meetings, keine Sonderaufträge, nur entspannte Langeweile. Es war sehr angenehm, mal nur Routinearbeiten erledigen zu dürfen und pünktlich das Büro verlassen zu können.
LaSalle betrachtete sich voller Behagen seine Diensttasse auf der die Aufschrift USS Saipan prangte. Ein unersetzliches Einzelstück.
LaSalle war gerade dabei, einen Haftbefehl zu unterzeichnen, als die Tür zu seinem Büro sich im Notöffnungsmodus öffnete und Bereichsadjutant (nur Admiräle hatten einen pers. Adjutanten, Vize-Admiräle hatten nur ein Anrecht auf einen Bereichsadjutanten und mussten sich diesen dann teilen) Lt. Collins eintrat, stramm stand und aus Leibeskräften brüllte:

Co: ACHTUNG! VIZEADMIRAL WINTER BETRITT DEN RAUM.

LaSalle fiel die Tasse aus der Hand. Er konnte das kostbare Stück gerade noch auffangen, der Tee ergoss sich jedoch über LaSalle Schreibtisch.

LS: Collins, was zum….

Dem Bereichsadjutanten blieb LaSalles Schimpfkanonade erspart, denn LaSalles Kollege Vizeadmiral Winter betrat das Büro.

Wi: Guten Morgen Kollege. Ich sehe, Sie sind wach!
LS: Jetzt ja.
Wi: Haben Sie schon das Neuste vom OBH gehört?
LS: Nein, aber ich werde es ja sicher gleich erfahren.
Wi: Die Enterprise steckt in irgendeinem Schlamassel und der OBH mitten drin.

LaSalle versuchte, das Chaos auf seinem Schreibtisch zu beseitigen.

LS: Kollege, ich bin mir sicher, dass der OBH das hin kriegt. Er ist nicht ohne Grund OBH.

Winter blickte angelegentlich auf LaSalles Schreibtisch.

Wi: Schöne Schweinerei.
LS: Ja warum wohl ?
Wi: Tee trinken ist nun mal gefährlich. Ach ja, hatte ja ganz vergessen warum ich hier bin. Ich war vor 30 min. drüben in San Francisco im HQ. Admiral O´Toole möchte Sie dringend sprechen.
LS: Schön und das sagen Sie mir erst jetzt?
Wi: Ja, ich werde alt. Ich weiß nicht worum es geht. O´Toole wollte es mir nicht sagen.
LS: Nun gut.
Wi: Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag Kollege. Ach und ehe ich es vergesse.

Winter wandte sich an den noch immer in Habacht-Position stehenden Lt. Collins.

Wi: Stehen Sie bequem Lt.

Mit einem breiten Grinsen verließ Winter LaSalles Büro. Dieser hatte plötzlich den heftigen Wunsch, jemanden standrechtlich erschießen zu lassen. Mit tödlicher Ruhe wandte sich LaSalle an Collins.

LS: Lt. Collins. Buchen Sie mir einen Transportertermin ins Sternenflotten-HQ. Umgehend. Und dann lassen Sie meinen Schreibtisch reinigen. Wenn ich wieder komme, ist die Tischplatte auf Hochglanz poliert. Ist das klar?
Co: Sir, jawohl Sir.
LS: Danke. Sie dürfen weg treten. Und eins noch.
Co: Sir?
LS: Nur wenn ein ranghöherer Offizier, als derjenige, welcher sich in einem Büro befindet, dieses Büro betritt, ist eine Habacht-Ankündigung angebracht.
Co: Sir, jawohl Sir.
LS: Gut, sagen Sie alle meine Termine für heute ab. Ich bin im HQ.

LaSalle verließ sein Büro und wollte das Vorzimmer betreten. Doch Collins war schneller. Er überholte LaSalle, postierte sich mitten im Büro in Front aller juristischer Mitarbeiter und brüllte aus vollen Lungen:

Co: ACHTUNG! VIZEADMIRAL LASALLE BETRITT DEN RAUM.

LaSalle gab es auf.

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Ortswechsel:

Erde/ San Francisco/ HQ der Sternenflotte / Bürobereich Admiral O ´Toole

Admiral O´Toole hatte sich die derzeit schlimmste Geisel der Menschheit eingefangen: Einen Schnupfen. So musste er jedes dritte Wort mit einem Niesen unterbrechen und seine Stimme klang, als ob sie aus der Tiefe eines alten, rostigen Eimers käme.

OT: LaSalle, die Lage ist ein wenig kompliziert, zumal der OBH involviert ist.
LS: Um was geht es, Sir?

O´Toole schob LaSalle ein Pad zu.

OT: Wie Sie sehen, hat die Enterprise ein Objekt in der Nähe der klingonischen Grenze festgestellt. Das Objekt hängt im Subraum fest. Die Enterprise wird versuchen, das Objekt aus dem Subraum zu holen, bevor es die Grenze erreicht.
LS: Oh ich habe vollstes Vertrauen, dass der Enterprise dies gelingt.
OT: Wie auch immer, für den Fall der Fälle muss hier Unterstützung erfolgen. Sie LaSalle schnappen sich die Picard-B, trommeln die Crew zusammen und begeben sich zu den Koordinaten der Enterprise. Tun Sie, was Sie können um die Enterprise zu unterstützen. Immerhin sind der OBH, sowie die Leiterin der 1. Flotte an Bord. Nicht auszudenken wenn…
LS: Nun Sir ich…
OT: Ja, ich weiß was Sie sagen wollen: Sie haben jede Menge Arbeit, aber sehen Sie es als Abwechslung vom langweiligen Alltag an. Außerdem ist Ihnen die Saipan-B ja bekannt. Ich möchte kein Risiko eingehen.
LS: Nun gut Sir. Ich mache mich auf den Weg.
OT: Tun Sie das, LaSalle. Und höchste Präzision bitte.

LaSalle eilte aus dem Büro des OBH. Das war wieder einmal klar. O´Toole wollte wohl gut Wetter beim OBH machen, denn schließlich war er scharf auf Sandfords Posten. Und wer da vorpreschte, der hatte bei der nächsten Wahl evtl. bessere Karten. Es sei denn O´Toole handelte auf eigene Faust. Das könnte evtl. beim OBH nicht gut ankommen.
LaSalle eilte über den Korridor und aktivierte sein Com.

LS: Computer, Status der Crew der USS Picard-B.

< 45 von 46 Crewmitgliedern sind verfügbar >
LS: Und wer ist nicht verfügbar?
< CNO Howardus Edzardus steht aus privaten Gründen nicht zur Verfügung>

Ausgerechnet der Chefnavigator fehlte.

LS: Computer, welcher Offizier mit Multi-Plattform-Erfahrung steht denn zur Verfügung?
< Es steht Captain Paul Munroe zur Verfügung >
LS: Munroe? Sieh an, den gibt es noch?
< Positiv, es liegen keine gegenteiligen Daten vor.>
LS: Und er ist endlich wieder Captain. Na wunderbar.
< Ich kann diese Aussage nicht beurteilen. >
LS: Dann kontaktiere Captain Munroe. Ich treffe mich mit ihm an Bord der Picard-B
< Nachricht abgesandt >

LaSalle musste grinsen. Manchmal kamen sie zurück.

---------------------------------------------------------------------------
Ortswechsel:

USS Picard – B / Brücke
Zeit: 4 Stunden später

LaSalle hatte die Führungsoffiziere aller Abteilungen antreten lassen und Ihnen die doch etwas nebulösen Parameter von O´Tooles Auftrag übermittelt.

LS: Irgendwelche Anmerkungen?

Mort Caldred gab ein zischendes Geräusch von sich.

MC: Das könnte gefährlich werden.
LS: In wie fern?
MC: Ich halte Captain Merrick nicht unbedingt für den fähigsten Offizier.

Paul Munroe grinste frech.

PM: Da kenne ich so einige.
MC: Wen meinen Sie damit?
PM: Oh keine Anwesenden, oder fühlen Sie sich angesprochen, Mr. Caldred?
MC: Vorsicht Captain.
PM: Jederzeit, Mr. Caldred. Ich trinke Sie jederzeit unter den Tisch. Vizeadmiral LaSalle kann meine Fähigkeiten bestätigen.
LS: Captain Munroe. Ihre privaten Streitigkeiten oder auch Wettbewerbe mit Mister Caldred können Sie im Casino lösen. Aber nur im Urlaub.
MC: Oh das werden wir. Bereiten Sie sich schon einmal auf ein Debakel vor, Captain.
PM: Hochmut kommt vor dem Fall, Mr. Deathdragon.
LS: Ladies und Gentlemen, auf ihre Posten. Abflug einleiten!

LaSalle atmete tief durch. Munroe und Caldred. Da hatten sich 2 gefunden. Das konnte heiter werden.

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