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  Star Trek Strange New Worlds Staffel 2
Geschrieben von: Sareth - Aug-Fri-2024, 02:24 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (1)

So, nachdem die DVD nun erschienen war, habe ich mir auch die zweite Staffel von STSNW (fast) zu Ende angeschaut. Daher ist es Zeit für einen Kommentar!

Ich meine immer noch, Strange New Worlds ist das Beste der neuen Star Trek Inkarnationen. Ich habe letztens - der Romulanerfolge wegen - die erste Folge der letzten Staffel Discovery gesehen... Also mal abgesehen von dem IDIOTISCHEN Plot (zwei Raumschiffe werden wie Schaufeln in die Oberfläche eines Planeten gerammt, um eine Lawine aufzuhalten) fühlte und hörte sich das Ganze eher wie Star Wars an, inklusive Wüstenstadt, erdigen "Orient"-Klamotten, Futur-Bikes, Westernschießerei.

Zurück zu STSNW! Ich schätze, das Problem ist einfach, dass es früher eben ca. 24 Folgen in einer Staffel von Star Trek gab, und da konnte schon mal die ein oder andere langweilige, Plothole-haltige, nervige drunter sein, das war zu verschmerzen. Jetzt aber gibt es nur 10 Folgen, so dass jede nicht so gute schwerer ins Gewicht fällt.
Was ich generell vermisse in der zweiten Staffel die STRANGE NEW WORLDS und unbekannten Zivilisationen...

In Enterprise zum Beispiel (mit Archer) hatten wir davon wirklich viel, spannende Aliens und Lebensformen, Sitten... Ich erinnere nur an die Folge mit den Xylieanern, andere Atmosphäre auf dem Schiff, wo Trip schwanger wird. Kann man doof finden, fand ich aber originell. Oder diese Lebensformen, die die Crew in Spinnengewebe wickeln zum Kommunizieren, die Xindi. Usw. Diplomatische Fauxpas bei fremden Kulturen, und natürlich Dr. Phlox. Also dort konnte man STRANGE NEW WORLDS sehen. Auch natürlich bei Voyager und TNG.

Bei STSNW habe ich in der zweiten Staffel das Gefühl, dass die "ungesehen Welten" sich eher auf die Genreverrenkungen wie die Musicalepisode beziehen. Vielleicht liegt es an dem Writers Strike, aber ich vermisse definitiv WELTRAUMABENTEUER, also Weltraumphänomene, neue Kulturen, Lebensformen - etwas in der Art. Die Folgen waren nicht unbedingt schlecht, die hatten auch Star Trek - Feeling, aber ich vermisse eben einfach diese spezielle Art Abenteuer.
Statt dessen:
1. Folge: war gut, besonders Spock beim Fraternisieren mit den Klingonen, aber Kriegs- Nachkriegsdrama.
2. Folge: Gerichtsdrama über Diversity und Akzeptanz (nicht sooo neu, hatten wir mit The Drumhead wegen des Viertelromulaners. Mit Data natürlich, bei Voyager mit dem Holodoc).
3. Folge: die Zeitreise mit Kirk und Laan - fand ich gut, ich liebe ja Zeitreisen und was wäre gewesen wenn...
4. Folge: war gut, interessant, FREMDE KULTUR, oha. Auch Ortegas auf der Enterprise - gut.
5. Folge: Spock verliert seine vulkanische DNA. Naja... nachdem wir in der ersten Staffel erste einen Spock-Körpertausch hatten und das Thema Spock-menschliche Seite eigentlich auch abgetreten ist, wars nicht so nötig. Die Witze, wie er auf Essen, Humor etc. reagiert auch nicht neu - Data mit dem Emotionschip, der Holodoc beim Körper"tausch" mit Seven of Nine.
6. Folge: war gut, über Halluzinationen kommunizierende Aliens, Uhura im Mittelpunkt.
7. Folge: Das Crossover mit Lower Decks.... Nunja. Es war hervorragend gemacht, angesichts der Prämisse. Es war auch witzig, die Heldenverehrung (geht aber auch schöner, bei DS9-Tribble Episode mit Jadzia). Die Frage ist, MUSSTE das sein? Diese überdrehten Comiccharaktere mit ihrer Slangsprache fühlten sich nicht wirklich richtig gut in "echt" an.
8. Folge: mit diesem klingonischen Kriegsverbrecher. Hm... sowas hatten wir schon besser in ähnlicher Form bei DS9 und Voyager, wo eine traumatisierte Person einen Kriegsverbrecher trifft, der geläutert ist, und/oder beide müssen irgendwie zusammenarbeiten. Also das war MASH in Space, und eine Menge PTSD. Muss ich jetzt nicht schon wieder haben, nachdem ja schon Folge 1 drauf einging. Überhaupt ist gefühlt JEDER an Bord irgendwie traumatisiert: Chapel und M'Benga durch den Krieg gegen die Klingonen, Laan durch den Kampf gegen die Gorn, Una durch die Diskriminierung, Uhura durch den Tod der Eltern, und Pike durch das Wissen um seine Zukunft sowieso. Es wäre schön gewesen, dass etwas zu beschränken, und auch mal normale Typen zu haben, die eben einfach (wie Ensign Kim) von der Akademie kommen und meinetwegen Angst haben (wie Hoshi), aber nicht gleich übelst traumatisiert und eigentlich deswegen dienstuntauglich sind.
9. Folge: ich glaub, die kann mir nicht antun
10. Folge: Gorn, schon wieder Horror und Krieg a la Alien.... schieb es vor mir her, ehrlich gesagt.

Im Endeffekt VIER von 10 Episoden, die "strange new worlds, new civilizations" zeigen und den Fokus drauf legen. Für meine Begriffe viel zu viel Gewalt. Ja, klar, der Krieg mit den Klingonen ist Star Trek Geschichte, aber genau wie bei Star Wars will ich eben in diesen beiden Genres nicht unbedingt gritty Kriegsdramen wie "Der Längste Tag" sehen. Ich kann es gar nicht richtig einkreisen, was mich stört, ich denke, das es wirklich dieses fehlende "Space Adventure" ist. Und diese traumatisierten Leute, die kurz vom Zusammenbrechen oder Explodieren sind. Pike als Captain ist irgendwie auch blass.... Irgendwie fehlt diese "Leadership" Komponente, die bei Kirk, Picard, Janeway und Sisko und Archer da waren.

Naja, genug gejammert! Als nächstes schaue ich Prodigy Staffel Zwei weiter, das sah ja vielversprechend aus.

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  KI-Ketzerei Log 19 - Sareth /NPCs
Geschrieben von: Sareth - Aug-Sun-2024, 07:57 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Spiros Alpha / Shazach / Studentenviertel ***

Nervös packten Namr, Jadah und weitere Freunde aus dem Kreis der “Erleuchter” ihre Ausrüstung zusammen.

„Es ist einfach zu gefährlich,“ hatte Namr entschieden, nachdem auf ihrer Amateur-TV-Übertragung plötzlich das Gesicht eines fremden Mannes aufgetaucht war, ehe sich die durchgebrannte Röhre vollends verabschiedete. „Die Polizei ist uns auf den Spuren, oder die Wächter von der Kulturbehörde. Ich will nicht, dass meine Familie mit reingezogen wird, wenn sie dieses ganze Zeug bei einer Hausdurchsuchung entdecken!“

„Ist alles Idas Schuld,“ brummte Kevvik. „Warum musste sie mit diesem dämlichen Anhänger rumlaufen?! Total weggesumpft, einfach toro!“

„Wenn wir verhaftet werden, und verhört… Die Aliens oder diese Föderation wird nicht einfach auftauchen und uns in retten!“

„Vielleicht in Luft auflösen, wie Kirida erzählte, dass ihre Urgroßmutter das immer sagte, wenn jemand unartig war. Wenn du nicht gehorchst, dann kommen die Aliens und beamen dich weg. Auf ihr Schiff.“

„Das sind alles Märchen! – Pack mal mit an, dieser Trafo wiegt soviel wie ein halbes Haus, Mann! – Also Märchen, oder Zeug, was die Regierung erfindet, um die Bevölkerung abzulenken und bei der Stange zu halten.“

Namr und Jadah wuchteten den antiken schwarz lackierten Trafo in eine Holzkiste, während Kevvik vorsichtig ein Bündel Kupferdraht aufrollte. „Irgendwoher muss Ida diesen Anhänger aber haben… Und der war neu, das war kein Teil, was zweihundert Jahre irgendwo in der Erde gelegen hat, von den ersten Siedlern noch.“

„Vielleicht war’s genau die Falle, von der Protektionsbehörde, fabriziert, um uns und andere wie uns aus der Reserve zu locken. So dass wir uns selber verraten,“ überlegte Namr. „Erinnerst du dich, wie damals diese Flugblätter auftauchten, die vor der Umweltverschmutzung warnten? Ich war in Pallistar in der Schule. Es hieß, es gäbe eine Kampagne. Als die Leute am Treffpunkt ankamen, wartete die Polizei. – Wir bringen unsere Ausrüstung jetzt an einen sicheren Ort, und halten eine Weile den Kopf flach…“

„Da musst du dir mit deinen abstehenden Haaren aber Mühe geben!“ gab Kevvik lachend zurück, und für einen Moment waren alle nur wieder eine unbeschwerte Gruppe junger Leute.

„Wo willst du den ganzen Kram eigentlich hinbringen, wo niemand drin herum schnüffelt?“ Jahad breitete Holzwolle über einige antike Glasröhren und schloss dann den Deckel der Holzkiste. „Das hast du uns noch gar nicht verraten.“

„Ja.“ Namr wischte sich den Schweiss von der Stirn. „Ich habe einen guten Platz. Wir werden es direkt unter der Nase der Protektion parken. Dort, wo sie es nie und nimmer vermuten, und niemals suchen, natürlich!“

Er berichtete seinen Freunden von dem alten zugemauerten Durchgang, den er bei einer Inspektion im Depot des Museums entdeckt hatte, in dem er ja als Hiwi arbeitete. „….dann habe ich alles mit alten Plänen abgeglichen. Also, ich denke, diese ganzen Keller waren mal Teil vom Unterbau des Hotels, was da mal stand, so ein großes Konferenzzentrum, mit großen Rechenmaschinen und allem. Bis zur Revolution, dann hat man es natürlich dicht gemacht, und die Rechner zerstört. Aber die Katakomben sind noch da. Ein Teil liegt jetzt unter dem Museum, was anstelle des Hotels gebaut wurde. Und daneben…“

„Der Palast der Protektion!“ Kevvik grinste. „Genial.“

„Wir reißen diese Mauer ein, schieben alles rüber in eine dunkle Ecke und mauern wieder auf….“

„Genial, wie immer. Namr, der Top-Verschwörer.“

….

Wenig später, als es dunkel genug war, pirschte sich die Gruppe durch Gassen mit bekannt geringer beziehunsweise ausgefallener Gaslaternenbeleuchtung Richtung des Museums. Namr besaß einen Schlüssel, da er oft nach offizieller Schließungszeit noch räumte, säuberte, oder für seine Studien forschte. Während seine Freunde Wache hielten, schob er das Ungetüm von einem Gusseisenschlüssel in das Schloss des Nebeneingangs. Es knirschte und polterte und er hatte das Gefühl, die halbe Stadt müsste es hören und würde schon aus den Fenstern hängen.

Nein, ich tauge nicht zum Held und großen Revolutionär, dachte er wieder. Ich will einfach nur an Technik schrauben… und mich freuen, wenn alles funktioniert… Ida, die war da ganz anders. Sie wollte furchtlos nach vorn, auf die Bühne, Aktionen starten, Demonstrationen. Er bewunderte sie, hielt sie aber gleichzeitig auch für verrückt. Wem nützte schon der ganze Mut, wenn er dann im Gefängnis hockte?!

Endlich waren die „Erleuchter“ mit ihrem Gepäck innerhalb des Museums. Namr führte sie hinunter ins Depot, vorbei an sorgfältig in Segeltuch eingeschlagenen Artefakten, sorgfältig nummerierten Kisten voller archäologischer Fundstücke, alten Statuen, Leuchtern – das meiste voller Staub und Spinnweben.

„Hier unten kann man ja auch schon Ausgrabungen machen!“ witzelte Jahad.

„Nee, das ist alles inventarisiert und eingetragen. Hab ich selber mit geholfen. Deshalb können wir unsere Sachen auch hier nicht ablagern. Nur nebenan… - Da vorn ist der Durchgang, hinter den alten Vasen. Seit vorsichtig, bloß nichts umwerfen und kaputt machen!“

Kevvik und Jahad machten sich daran, die Steine zu lösen. Namr hielt die Petroleumlampe. Zum Glück waren es einfach übereinander geschichtete Ziegel, ohne Mörtel. Eine halbe Stunde später war der alte Durchgang breit genug frei geräumt, das sie mit ihrer Ausrüstung hindurch passen würden.

„Gib mir mal die Lampe, ich leuchte mal, wie’s dahinter aussieht, ob alles frei ist.“ Kevvik kniete vor der Öffnung, griff die Lampe und hob sie vorsichtig in das Dunkel vor ihm. Dann wurden seine Augen groß, sein Mund klappte auf – und für einen Moment konnte er absolut gar nichts raus bringen.

„Leute….“ Hauchte er dann, und machte nur eine Handbewegung.

Die Anderen beugten sich vor, sahen und erstarrten ebenfalls in Staunen. Hinter dem kleinen dunklen Durchgang eröffnete sich ein Raum. Dort standen ganz erkennbar Maschinen. RECHENmaschinen. Mit grünlich flimmernden Bildschirmen. Vier Stück. Alt, klobig, aber immer noch eleganter als das, was die „Erleuchter“ mit so viel Mühe zusammen gebaut hatten.

(…also ich dachte, sie treffen nun auf Barnes Atarver, der Stab ist an den Erfinder des Charas gereicht Ultragrins)


*** Etwa gleichzeitig / Studentenviertel / Pensionszimmer ***

Ich war dabei, unser nächstes Vorgehen zu planen. Glücklicherweise hatten die bereits geretteten Crewmitglieder, die unter dem XO der Feynman, Sarek, wieder an Bord gebracht worden waren, mit den Reparaturen des Schiffes beginnen können. Die Sensoren waren nach den Lebenserhaltungsystemen wieder in Betrieb genommen worden, und bisher waren noch zwei kleinere Gruppen von Crewmitgliedern ausfindig gemacht worden. Eine davon hatte sich auf eine Insel in sumpfigem Gelände zurück gezogen, was jetzt mit steigenden Temperaturen allerdings zunehmend schwierig wurde.

Dr. Val’Kara hatte die wenigen noch hilfsbedürftigen Crewmitglieder auf der Feynman dem MHN überlassen und sich mit Notfallausrüstung in das Sumpfgebiet begeben.

Dank der Sensoren hatten wir noch drei Personen in einem Dorf südlich von Shazach entdeckt, aber bisher noch keinen Kontakt aufnehmen können, da sie sich immer in Gegenwart Einheimischer aufhielten. 35 Personen, darunter Captain Van Rooyen, hatten wir noch nicht ausfindig gemacht. Ich hoffte, dass uns die Studentin mit dem Kommunikatoranhänger auf ihre Spur bringen könnte.

Im Augenblick hatten sich Richard und Chris Reed wieder an ihre Spuren geheftet und waren im Bereich der Universität unterwegs. Dort sollte heute Abend das Literaturfestival beginnen. Rufus LaSalle war einer anderen Spur nachgegangen: sein Tricorder hatte im Bereich des Luftschiffhafens (=Zeppeline) kurzzeitig bolianische Lebenszeichen aufgefangen.

Nur ich saß hier im Zimmer! Aber so war es eben, ab einem bestimmten Dienstgrad kommandierte man einen Schreibtisch – wo und wie auch immer…

(..PS: Schriftgröße bekomme ich nicht hin. Egal, ob ish 50, 80 oder 150 eingebe, wird immer nur EINE Riesengröße.)

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  Zwischen Licht und Finsternis - Abschlusslog
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Jul-Sun-2024, 08:50 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

NRPG: in diesem Universum haben wir ja keinen Papst, nur den Kaiser und einen normalen Bischof von Rom. Also all der Prunk, den früher vor dem Konzil die Päpste hatten, ist hier Teil des Amtes des Großinquisitors.

RPG:

*** Terra / Rom ***

Der ehrwürdige alter Petersdom aus Zeiten des ersten christlichen Kaisers – an die 2000 Jahre alt – glänzte in festlicher Beleuchtung und wetteiferte mit den Bannern am daneben stehenden, einige Jahrhunderte jüngeren Palast der Inquisition. Es war ein Festtag mit allem antiken Prunk, den Rom, Herz des Terranischen Imperiums, aufzubieten hatte. Mehr noch, es war nicht eine bloße Inszenierung, der das Volk aus Staatsräson zu applaudieren hatte. Es war ein wirkliches Fest, der Anbruch einer neuen Ära.

Richard von Rabenstein stand in der edle Eleganz verströmenden Sakristei des Palais – SEINES Palais – und verlor sich im Anblick seines Spiegelbildes in den Paneelen. Schwer und kühl senkte sich das Ornat aus violettem Silberbrokat über ihn und sein persönlicher Leibdiener schloss mit religiöser Sorgfalt die einzelnen Knöpfe.

Ich bin hier, tatsächlich hier, an diesem Ort, in diesem Amt. Endlich. dachte Richard. Eitelkeit mochte eine Sünde sein, aber eine gewisse Genugtuung sollte ihm vergönnt sein, fand er. Er hatte gekämpft, gelitten, in Verfolgung, in miserabelsten Umständen, unter Dealern dahinvegetiert, Machtlosigkeit und Schmutz ertragen. Aber nun, nun hatte alles ein Ende! Ich bin an dem Platz, für den der Allmächtige mich bestimmt hat. Ich bin der Inquisitor Maximus!

Es fiel nicht sonderlich ins Gewicht, dass er in einem anderen Universum in dieses Amt gewählt worden war. HIER hatte man die Konzilien vor etwa hundert Jahren abgeschafft und der Imperator bestimmte den Großinquisitor. Bis jetzt. Er würde dieser Unsitte selbstverständlich ein Ende bereiten! Ihn hatte das Volk hatte ihn quasi akklamiert, und die Heilige Dreieinigkeit hatte ihn legitimiert, was auch immer der Imperator tun würde, war eine schlichte Formalität…

„Vorsicht! Nicht bewegen, ich stecke die Fibeln für das Skapulier an.“ Der Leibdiener schob das erste der antiken Schmuckstücke in die vorgesehenen Ösen auf der linken Seite des Ornats. „Ich bin so glücklich, Euer Exzellenz, muss ich gestehen! Endlich wieder jemand, der die Tradition zu würdigen weiß! LaSalle – verzeiht, dass ich seinen Namen erwähne – mochte die Gewänder nicht, die Farben, den Schmuck… Er war ein düsterer Mystiker.“

„Nun, es ist vorüber.“

„Ja, Deo Gratias, das sehe ich, Euer Exzellenz!“ Der Leibdiener hatte die zweite Fibel befestigt.
Der zugehörige schwarze Samtumhang fiel in tiefen Falten bis auf den Boden. Während der Leibdiener das Ornat mit allen zugehörigen Details vollendete, wanderten Richards Gedanken zurück in jene Stunde der Entscheidung im Dark Rim Sektor...

Während die imperiale Taskforce unter Großadmiral DeRaaf und die Tholianer LaSalles Überfall auf Raucis IV vereitelte, hatte er mit seinen Getreuen auf LaSalle gewartet, nur wenige AE von der alten Raumstation entfernt. Waltham und Dolittle und deren Schiffe waren bereit gewesen, und schließlich hatten sich noch ungezählte weitere Raumfahrzeuge eingefunden, inklusive ferngesteuerte Drohnen.

Er selbst hatte auf der Brücke der Vindicator gestanden, hatte auf die Nachricht von der Sensorüberwachung gewartet. Er hatte sich geistig auf einen heroischen Endkampf der Mächte vorbereitet, auf eine epische Schlacht zwischen Licht und Finsternis, aus der er natürlich als siegreicher Lichtbringer hervorzugehen wünschte.
Allein – diese Gloriole war ihm nicht vergönnt gewesen. LaSalle hatte sich mit seinen Gefolgsleuten schlicht der Entscheidung entzogen. Er war aus dem Licht entschwunden, um irgendwo auf den günstigen Moment zu warten.

Aber vielleicht, überlegte Richard jetzt, war es gut so. Das würde ihn wachsam halten. Musste man nicht auch wachsam gegenüber den Tricks des Maleficus sein? Er kannte tausend Verkleidungen, wog einen in trügerischer Sicherheit, und schlug aus dem Hinterhalt zu. Ja, Wachsamkeit war angebracht, und die Festigung der eigenen Reihen. Rufus LaSalle war niemand, der einfach aufgab, um in einem Gott verlassenen Eckchen der Galaxis Gemüse zu züchten. Sie würden von ihm hören, ER , der Inquisitor Maximus, würde von ihm hören.

Die schweren Mahagoni-Türflügel der Sakristei wurden aufgestoßen. Der Haushofmeister trat ein, fiel auf die Knie und küsste den Amtsring des Großinquisitors. „Die Sänfte ist bereit, Euer Exzellenz.“

***

In einer der Logen in der großen Audienzaula des Inquisitionspalais, wo die Plätze ein kleines Vermögen gekostet hatten, saßen Waltham und Dolittle.

„Sieh dir das an,“ brummte der Pirat. „Gleich fällt er vor Eitelkeit vom Stuhl!“

Er wies auf die Sänfte, die sich gerade dem Podium des Thrones näherte, begleitet von den obligatorischen Straußenfederwedeln und violetten Bannern in den Händen der Lakaien und der Leibgarde.

„Der Prunk ehrt das Amt“, zitierte Waltham den Informationsflyer, den die imperiale Public Relations-Behörde sicherheitshalber ausgegeben hatte, um etwaige Irritationen zu vermeiden. Waltham hatte sich selbst in ein extravagantes Outfit ferengischer Provenienz geworfen. Anlässe wie diese waren schließlich wie geschaffen, neue Geschäftsverbindungen zu knüpfen. Und dafür musste man in erster Linie erst einmal auf sich aufmerksam machen.

„Krieg ist gut für das Geschäft, Frieden ist gut für das Geschäft, eine der weisen Erwerbsregeln der Ferengi.“

„Du hast gut reden, du hast ja schon eine Niederlassung im tholianischen Raum konzessionieren lassen.“

„Gute Gelegenheiten darf man nicht verstreichen lassen. Warum sollte nur seine hochwürdigste Exzellenz Richard von Rabenstein seine Missionare senden. Imperiale Kreditkarten verbreiten auch eine gute Nachricht.“

„Aber für einen Freelancer wie mich gibt’s im Frieden wenig lukrative Jagdgründe.“
Waltham zückte sein wertvolles antikes Opernglas, um den Festzug zum kaiserlichen Thron genauer zu delektieren. In der Vergrößerung wurde das leichte Flimmern des Schutzfeldes um Rabenstein sichtbar. Nun ja, bei allem Gottvertrauen, nur ein Narr würde sich ohne modernste Schutzmaßnahmen in so eine Massenveranstaltung begeben!

„Ich hörte, im klingonisch-romulanischen Grenzgebiet wird es gerade wieder unruhiger,“ sagte er zu seinem Begleiter. „Überhaupt empfiehlt es sich, die Romulaner im Auge zu behalten. Gewisse Kreise munkeln von Sezession. – Ah, unser ruhmreicher Imperator und Vater des Vaterlandes!“

***

Constantinus Augustus XXIV. war ein vierzehnjähriger Knabe, der in seinem antiken Prachtgewand aussah wie eine lebendige Ikone. Bis dato war er in der Öffentlichkeit kaum in Erscheinung getreten. Die Regierung des Imperiums oblag längst Ministerien und Heeren von Beamten und Militärs. Dennoch war er der Erbe der heiligen Blutlinie und bei bestimmten Anlässen unverzichtbar. Eine solche war die Amtseinführung eines Inquisitor Maximus. Schließlich hatte einer der Imperatoren vor über 1500 Jahren dieses Amt begründet.

Richard war auf der vorletzten Stufe des Podiums angekommen. Er war immer noch fast einen Kopf größer als der Junge im Imperatorenornat mit der riesenhaft wirkenden Krone. Die beiden offiziell Mächtigsten des Reiches begrüßten sich mit den traditionellen Formeln auf Latein. Constantius Augustus war zu seinem Leidwesen im Stimmbruch.

„Ich übertrage dir, Bruder Ricardus, dieses heilige Amt zur Bewahrung der Reinheit des Imperiums. Denn nur ein reines Imperium im wahren heiligen Glauben ist ein starkes Imperium. Und nur ein starkes Imperium kann die Aufgabe erfüllen, die die allmächtige Dreifaltigkeit ihm zugedacht hat: Ordnung zu schaffen im Chaos, Frieden, Recht und Ordnung in das Universum zu bringen.“
Auf einem Samtkissen präsentierte er Richard das zeremonielle Schwert und die auf Pergament geschriebene Ernennungsurkunde. „Suche die Wahrheit, scheide Recht von Unrecht! Verfolge die Häretiker, verfolge die Feinde des Imperiums, zum Lob und Ruhme des göttlichen Namens!“

Die Bedeutung des Augenblicks traf Richard mit solcher Macht, dass er tatsächlich leicht zitterte, als er das schlanke Zeremonienschwert hoch über seinen Kopf erhob, um es dann auf das Kissen zurück zu betten und die Urkunde zu ergreifen.
„So wahr mir Gott helfe. Ad maiorem Dei gloriam,“ flüsterte er.

***

„Ich frage mich, ob es eine gute Idee war, ihn zu unterstützen nach der Schlacht. Schließlich sind wir gerade LaSalles Wahn entkommen,“ brummte Großadmiral Vandenberg hinter dem dreifachen Sicherheitscordon aus imperialer Garde.

„Wir hatten keine große Wahl, nach den Mengen Unterstützern, die ihn quasi angebetet haben seit diesen dauernd Subraumtransmissionen. Wir konnten schließlich keinen neuen Bürgerkrieg riskieren,“ antwortete der Kommandant der Planetaren Verteidigung. „Wir brauchen etwas Ruhe. Wir müssen mit den Rebellen fertig werden. Wir müssen die Romulaner-„

„Trotzdem, ich weiß nicht, ob wir nicht den Bock zum Gärtner gemacht haben.“
„Philip, das ist eine unpassende Metapher,“ antwortete der neben ihm sitzende DeRaaf in gesenktem Ton und mit einem leichten Lächeln. „Ich fürchte, wir sollten uns alle mit der christlichen Symbolik etwas näher befassen. Ein Häretiker ist schneller geboren, als einem lieb ist.“

--
(PS: also, ich hoffe, dass ist für alle Beteiligten ein gutes Ende mit Ausblick, was weiter passieren könnte... Die Schrift bekam ich leider nicht größer, wie lautet der entsprechende Befehl?)

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  KI-Ketzerei Log 18 LaSalle / NPCs
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jul-Sun-2024, 03:19 AM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

Spiros Alpha / Shazach Nueva / Universitätsviertel / Straßenbahn-grüne Linie

Der morgendliche Zug war um 28 Großeinheiten und 94 Kleineinheiten vor dem 7. Schlag des Tageszyklus, wie immer voll. Dutzende von Schülern und Studenten, sowie von Arbeitern des nahen Gaswerks, drängelten sich in den 3 Wagen. Und da der ziehende Dampftriebwagen mal wieder ausgefallen war, hatte man einfach 8 kräftige Zugtiere vorgespannt. Doch diese schafften maximal 1/3 der Geschwinidigkeit des Triebwagens. Die Verspätung war bereits jetzt gigantisch. Eine Katastrophe für die meisten Fahrgäste. Ein Glücksfall für Conver Bullaks. Denn das was er vor hatte, benötigte eine genaue Beobachtung der Umgebung. Und je mehr Zeit er hatte, desto genauer würde er sein Ziel finden. Die Person, welche heute dazu bestimmt, ihm zu Diensten zu sein. Und sie würde es nicht wagen, sich ihm zu widersetzen.
Bullaks griff in seine Manteltasche, die beruhigende Schärfe der Klinge seines Messers fühlend. Er ließ seinen Blick über die Fahrgäste schweifend. Da war dieser blasierte Heeres-Offizier, welcher schon einmal einen Schüler von seinem Platz warf, wenn ein älterer Fahrgast einen Sitzplatz benötigte, da waren Bediensteten diverser hoher Beamten, unterwegs zum Einkaufen. Ja und da waren auch noch diese 3 streng blickenden Kerle, welche Bullaks nicht recht einordnen konnte. Roch nach Protektoren oder höher. Und plötzlich stieg dieses Mädchen zu. Jung, sehr jung, wohl Studentin, den Arm voller Bücher. Sie trug einen merkwürdigen Anhänger um den Hals und sie trug für Bullaks ein Zeichen auf der Stirn. Sie war sein Ziel. Und es war ihr Schicksal, ihm das zu geben, was Bullaks mehr als alles brauchte. Das was seinen Hunger nach Macht und Bestätigung für heute erfüllen würde. Und danach würde sie nur noch eine leere Hülle sein, die Essenz ihres Seins würde Bullaks nähren. Und danach würde es Zeit sein. Aus der Stadt zu verschwinden.
Vor dem nächsten Halt stand Bullaks auf und began sich zu dem jungen Mädchen vorzuarbeiten. Bald würde er sie erreichen. Bald schon.....

Chris Reeds Blick streifte durch den Waggon. Sie waren bereits seit 2 Stunden auf der Suche nach der Studentin mit dem Amulett. Bisher Fehlanzeige. Zudem hatte er sich Ärger mit LaSalle eingehandelt, weil er keinen Hut trug. So eine Dunstkiepe würde er niemals tragen. Da konnte LaSalle wüten wie er wollte. Und selbst Richard von Rabenstein konnte hier den Mund verziehen, wie er wollte. Nein, einen Hut würde Chris nie tragen.
Auf dem Sitz Neben Chris saß LaSalle, welcher seinen Blick auf die Einstiegstür gerichtet hatte. Auf dem 3. Sitz , neben LaSalle, saß Richard von Rabenstein, scheinbar seinen Blick auf eine Lesespule gerichtet. An der Haltestelle “Weg zur Genügsamkeit” stieß Reed plötzlich seinen Ellenbogen in LaSalles Seite und zischte leise:

Re: Das ist sie. Sie ist soeben zugestiegen.

La Salle rümpfte die Nase.

LS: Sind Sie sicher?
Re: Ganz sicher. Sie trägt den Anhänger.

LaSalle nickte langsam.

LS: Dann los.
Re: Wer ist der Typ neben ihr?

Reed wies jetzt auf einen Einheimischen, welcher leise auf das Mädchen einredete . Das Mädchen verhielt sich jedoch eindeutig abwehrend. Und als der Einheimische eine eindeutig obszöne Geste vor den Augen des Mädchens machte, fing er sich eine schallende Ohrfeige ein.
Das Mädchen zog am Seil für die Halteglocke und verließ fluchtartig die Bahn, als diese anhielt. Der Einheimische folgte ihr auf dem Fuße.
Reed war aufgesprungen.

Re: Hier stimmt etwas nicht.

Und bevor LaSalle reagieren konnte, war Reed sprang auf, bahnte sich seinen Weg durch die ebenfalls austeigenden Fahrgäste, welche murrend zur Seite wichen und eilte in Richtung des Mädchens.

LaSalle fluchte leise vor sich hin.

LS: Das ist ja wohl die Höhe. Reed hält sich mal wieder nicht an seine Befehle.

Richard von Rabensetin lächelte dünn.

RR: So ist er halt. Knight in shining armor.
LS: Wollen Sie ein Drama mit Reed in der Hauptrolle schreiben?
RR: Warum eigentlich nicht?
LS: Wie auch immer. Wir müssen hinterher.

LaSale zog ebenfalls an der Halteglocke und er und Richard sprangen förmlich aus der Bahn.

Reed hatte einen Sprint hingelegt, den er sich selbst nicht zugetraut hatte und holte sowohl Bullaks, als auch das Mädchen nach 2 Minuten ein. Bullaks, der Einheimische, hatte sich vor dm Mädchen aufgebaut und ihr den Weg abgeschnitten.

Bu: Zier dir nicht so. So wie Du aussiehst, brauchst Du so einen Typ wie mich, der dich mal so richtig

Das Mädchen, niemand anderes als Ida, schnitt ihm das Wort ab.

Id: Ich habe Ihnen schon in der Bahn gesagt, dass Sie mich in Ruhe lassen sollen. Was wollen Sie eigentlich von mir?
Bu: Ich will dich. Und wenn du mir noch einmal eine runter haust, wirst du es bereuen.
Id: Wenn Sie mich anfassen, trete ich Ihnen in die Kallinmis.
Bu: Oh das würde ich dir nicht empfehlen, kleines Luder.......

Bullaks packte Ida brutal am Arm und versuchte sie, in eine Nische in der Mauer des Gaswerkes zu ziehen, als seine fremde Stimme hinter Bullaks ertönte:

“Sie sehen und hören doch, das die Dame in Ruhe gelassen möchte.”

Bullaks wirbelte herum und stand einem eher blass wirkenden Mann gegenüber: Reed!

Bu: Was willst Du denn, Kerl?
Re: Dass Sie die Dame in Ruhe lassen.

Bullaks grinste böse und zog dann sein Messer.

Bu: Ich steche dich ab, Witzbold.

Bullaks sprang auf Reed zu. Doch dieser trat einfach zur Seite, packte Bullaks am Arm und zog diesen ruckartig zu sich. Man hörte ein Knacken und Bullaks schrie auf. Das Messer fiel klirrend zu Boden. Reed packte mit seiner linken Hand Bullaks am Hals, riss ihn zu sich und rammte sein Knie in Bullaks Unterleib. Stöhnend ging Bullaks zu Boden und Reeds Ellenbogen landete auf Bullaks Kopf. Lautlos brach Bullaksa bewusstlos zusammen.
Ida traute sich langsam aus der Nische hervor, in welche sie sich während der Auseinandersetzung geflüchtet hatte. Reed wandte sich an sie.

Re: Alles in Ordnung?
Id: J...a... ich glaube schon, ich danke Ihnen für die Hilfe.
Re: Kein Problem. Kennen Sie diesen Kerl?
Id: Nein, nie gesehen.

Reed zog zwei Schals aus seinem Mantel und fesselte damit Bullak an Händen und Füßen.

Id: Ich habe Sie schon einmal gesehen. Vor 2 Tagen, in der Bahn.

Reed nickte und hob das Amulett , welches Bullak Ida vom Hals gerissen hatte, vom Boden auf.

Re: Sehr schöner Anhänger. Von wo haben Sie diesen den?

In diesem Augenblick kamen LaSalle und ein leicht erschöpfter Richard von Rabenstein um die Ecke. Und LaSalle war absolut nicht erbaut von dem, was er da sah.

LS: Ree.......Gronak. Was glauben Sie , was Sie hier tun? Was ist hier vorgefallen?
Re: Nun, diese junge Dame ist von dieser Person attackiert worden. Ich habe ihn neutralisiert.

Ida meldete sich zu Wort.

Id: Darf ich fragen, wer Sie sind?
LS: Finanzprotektionsaufseher Gurold. Und der Mann, der Ihnen zu Hilfe kam, ist Protektionsaufseher Gronak.
Id: Protektion, aha. Und wer ist der da?

Ida wies auf Richard von Rabenstein.

LS: Das ist seine Spektabilität Rigamus Riventius, Hochprofessor der Universität. Er hat uns freundlicherweise unterstützt.

Ida nickte kurz.

LS: Darf ich Ihren Namen erfahren?
Id: Ida.
LS: Und weiter?
Id: Das geht Sie nichts an.
Re: Darf ich fragen, wo Sie den Anhänger her haben?
Id: Das werde ich Ihnen nicht verraten.
Re: Nicht einmal mir?

Idas lächelte Reed leicht an. Dann blickte sie auf LaSalle und ihre Gesichtszüge verfinsterten sich wieder.

Id: Auch wenn Sie mir diesen Kerl von Hals geschafft haben, mit der Protektion will ich nichts zu tun haben.

Richard von Rabenstein hatte inzwischen die Bücher, welche Ida während Bullaks Angriff fallen gelassen hatte, vom Boden aufgehoben hatte und übergab diese an Ida.

RR: Ich kann Sie verstehen. Ich werde mit diesen Herrschaften reden. Hier sind Ihre Bücher.
Id: Ich...ich danke Ihnen.
RR: Und nun nehmen Sie so schnell wie möglich die nächste Bahn. Sie wollen doch nicht den Vorlesungsbeginn verpassen?
Id: N..ein, Euer Spektabilität.

Richard drückte fest Idas Hand.

RR: Sie sind eine mutige Frau. Gehen Sie mit dem Segen der Alten.

Ida nickte beklommen und eilte dann davon.
Kaum war sie außer Sicht-und Hörweite, liess LaSalle ein Donnerwetter los.

LS: Mister Reed, was haben Sie sich dabei gedacht? Wenn dies jemand mit bekommen hat.....
Re: Hat ja niemand, Sir.
LS: Captain, Sie machen wohl immer was Sie wollen? Dies hier verstößt eindeutig gegen die oberste Direktive.
Re: Sir, was hätte ich den tun sollen?
LS: Zumindest nicht einfach hinter den beiden her rennen.
Re: Das hätte wahrscheinlich zu einer Katastrophe geführt.
LS: Und wenn etwas schief gegangen wäre?
Re: Wie gesagt, es ist alles OK.
LS: Das ist noch immer ein Verstoß gegen die OD
Re: Sir, bei allem notwendigen Resepekt, aber haben Sie nicht selbst kürzlich gesgat, dass die Föderation weit, weit weg. Und wo kein Ankläger, da kein Richter?
LS: Wann soll ich das gesagt haben? Moment.....

LaSalle drehte sich zu Richard von Rabenstein um. Dieser grinste breit.

RR: Ich muss Captain Reed leider recht geben,

LS: Aha eine kleine Verschwörung. Wie auch immer. Wir sind leider keinen Schritt weiter.
RR: Nicht ganz. Während Sie mit der jungen Dame gesprochen haben, habe ich ihr die Bücher zurück gegeben.
LS: Ja und?

Richard lächelte unergründlich und hielt eine winzige, leere Phiole in die Höhe.

RR: Ich habe der Dame die Hand gegeben.
Re: Das habe ich auch gesehen. Und dann?

Richard wies auf die Phiole. LaSalle schüttelte den Kopf.

LS: Sie haben einen Dermal-Transponder der Studentin in die Hand geklebt?
RR: Korrekt. Genauer gesagt in den Handrücken implantiert. Ein autom. Subdermal-Transponder.
Re: Wo hatten Sie denn den her?
RR: Oh ich und Doktor Val´Kara hatten eine kleine Unterhaltung und einen Plan B, falls die Studentin nicht mitspielen würde. Und auch die Nutzung des Transponders, ist bestimmt gegen die oberster Direktive.

LaSalle machte eine abwinkende Geste.

LS: Ich gebe es auf.
Re: Immerhin können wir die junge Dame jetzt tracken.

LaSalle wies auf den immer noch bewußtlosen Bullak.

LS: Mister Reed, beenden Sie Ihren Job als einsamer Retter und Rächer und sorgen Sie dafür, daß diese nette Person von der Protektion gefunden wird. Und dann sollten wir von hier verschwinden. Falls das jemand hier mitbekommen hat!
RR: Oh ich habe alles mitbekommen...
LS: Und Sie werden ein Drama über Mister Reeds heroischen Einsatz schreiben.
RR: Oh das ist eine gute Idee.
Re: Ida mag mich nicht. Dabei hat alles so gut angefangen.
RR: Das wird ja immer besser.
LS: Mister Reed, Sie sind ein verheiraterter Mann.
RR: Wunderbar.
LS: So, verhinderter Romeo und Shakespeares Nachfahre, wir begeben uns sofort zurück in die Unterkunft. Wir haben einiges an Tracking durchzuführen.
Re: Aber immerhin hat sie mich angelächelt.

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  Zwischen Licht und Finsternis Log 25 / NPCs
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jun-Sat-2024, 02:38 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

85 Lichtjahre vor Raucis IV / ISS Nonterraqueous / Hauptbrücke

25 Schiffe rasten durch die Nacht. 25 Schiffe unterschiedlicher Größe und Form
Fregatten, Kreuzer, Zerstörer und 4 lanzenspitzenförmige, riesige Schiffen. Kilometerlangen Monstern der Vernichtung. Aus diesen 4 Schiffen ragte eines hervor. Länger als die anderen Schiffe. Dieses Schiff war DeRaaf Flaggschiff. Und diese Mission kannte nur ein Ziel: Vernichtung.
DeRaaf war nicht nervös. Nein, nur verärgert. Verärgert, dass er nach der anonymen Nachricht über LaSalles Vorhaben erst so spät reagieren konnte. Er hatte dem imperialen Direktorium erst drastisch vor Augen führen müssen, was passieren würde, wenn LaSalles Angriff auf Raucis IV Erfolg haben würde. Ein Krieg mit den Tholianern, war das Letzte, was das Empire gebrauchen konnte. Man hatte DeRaaf wohl nicht geglaubt, nicht die Notwendigkeit eingesehen. DeRaaf hatte sogar mit dem Gedanken eines Putsches gespielt, hätte man ihm nicht die Freigabe zum Einsatz erteilt. Und auch wenn es eher unwahrscheinlich war, dass LaSalle sich blicken lassen würde, DeRaaf wollte bereit sein, wollte LaSalle aus dem Universum brennen.
Die Stimme von Cornel Frances, dem 1. Offizier des Schiffes, unterbrach DeRaafs Gedanken.

Fr: Sir, wir werden in 10 min in Warp-Exit Position zu Raucis IV sein. Es gibt noch keine Reaktion der Tholianer.

DeRaaf nickte langsam. Es war nicht zu erwarten, daß die Tholianer reagieren würden, bevor der eigentliche Angriff erfolgen würde. Denn das würde ein Eingeständnis von Schwäche bedeuten. Doch DeRaaf hatt auch nicht vor, auf eine Reaktion der Tholianer zu warten.
Bis auf das Geräusch der Klimaanlage und dem leisen, aber tiefen Grollen des Antriebs, war kein Laut auf der Brücke zu hören.
Dann meldete sich der Taktikoffizier.
DR: Mr. Connal?
Co: Sir, CIC meldet Kontakt. Vektor 178.26
DR: Welche Art von Kontakt?
Co: 13 Schiffe. Ältere Typen. Nähern sich Raucis IV.
DR: Imperiale Typen?
Co: Jawohl Sir.
DR: Ist die ISS Necron unter Ihnen?
Co: Noch kein Sensorkontakt. Es sieht aber so aus, als ob 2 Transporter bereits im Angriffsbereich des Planetens sind und Landungsschiffe absenden. 2 davon sind in der Atmosphäre.
DR: Nun, wir werden sehen. Die Matterick soll ihre Jäger ausschicken und die Landungsschiffe, welche sich noch im Raum befinden, ausschalten. Dann soll die Matterick die Transporter angreifen und vernichten.
Co: Jawohl Sir.
DR: Cornel Frances, lassen Sie unter Warp gehen und die Flotte die ankommenden Schiffe abfangen.
Co: Sollen wir die Schiffe entern?
DR: Nein. Vernichtung!
Co: Jawohl Sir.

Der Kampf war kurz und brutal. Die Schiffe der von LaSalle gedungenen „Attentäter“ hatten keine Chance. Nach 10 Minuten war keines der Schiffe mehr existent. Nur ein Nebel aus feinsten Metallpartikeln blieb zurück. Und trotzdem war DeRaaf nicht zufrieden.

Fr: Sir, die Matterick hat die Transporter ausgeschaltet, sowie 12 der 14 Landungsschiffe vernichtet. Die beiden verbliebenen Schiffe konnten nicht erreicht werden.
DR: Warum nicht?
Fr: Tholianische Schiffe sind soeben aufgetaucht. Sie werden die beiden Landungsschiffe, welche sich in der Atmosphäre von Raucis IV befinden, abfangen.
DR: Wer sich in Gefahr begibt. Die Tholianer werden sie ausschalten. Die Matterick soll sich umgehend zurück ziehen. Wir begeben uns ebenfalls zurück in imperialen Raum. Irgendwelche Spuren von der ISS Necron?
Co: Es gibt eine schwache Skinspur der Necron . 4 Sektoren entfernt.
Fr: Er ist uns durch die Lappen gegangen.
DR: Ja, er hat seine Ablenkung bekommen. Jedoch nicht mit der von ihm beabsichtigten Wirkung.

Ja LaSalle hat seine Show bekommen. Er hatte sich wohl jetzt schon abgesetzt, wohin auch immer sein Ziel lag. Doch die Nachricht über diese Schlacht und Ihren Ausgang würde man im gesamtem Imperium hören. Und nicht nur Getreue des Imperiums würden Ihre Schlüsse daraus ziehen.

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  KI-Ketzerei Log 17 Sareth / NPCs
Geschrieben von: Sareth - May-Wed-2024, 12:53 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Spiros Alpha / Universitätsviertel ***

Die kleine Gruppe der „Erleuchter“ war in Aufregung. In ihrem Zentrum stand Ida, die junge Frau mit dem Kommunikator-Anhänger…

„Ida, du bist ja völlig weggesumpft,“ rief Namr und raufte sich durch die ohnehin zerzausten Haare. „Wie kannst du denn mit dem Teil um den Hals einfach so rumlaufen und in der Stadtbahn fahren? Die Augen der Kulturbehörde sind überall! Und die wissen doch auch, dass das ein Zeichen von der…der…“

„Föderation der Planeten,“ half Kevvik aus.

„Ja, genau! Also dass es von den „Gefährdern“ stammt, den „KI-Sklaven“, den „Ketzern“! Wir wissen ja, was für tausend furchtbare Namen sie erfunden haben. Du hättest festgenommen werden können, von der Uni verwiesen! Wir alle, wenn –„

„Nun hyperventiliere mal nicht.“ Kevvik, der Medizinstudent im ersten Semester, ließ keine Chance aus, seine diesbezüglich schon erworbenen Fachkenntnisse anzubringen.

Ida rollte mit den Augen. „Ich habe gehofft, dass mich vielleicht einer von denen sieht! Nicht die Kulturwächter, einer von den Außenweltlern, wenn sie doch hier sind! Das er oder sie vielleicht Kontakt aufnimmt.“

„Warum sollten sie? Wir sind ja nicht in einer billigen Kabarettnummer!“

Ein anderes Mitglied der Gruppe, eine junge Frau mit komplizierter Zopffrisur, verteidigte Ida: „Meine Urgroßmutter, die damals von der Erde kam, hat oft von der Föderation erzählt. Ihrer Meinung nach waren es neugierige Forscher, so wie wir hier bei den „Erleuchtern“. Immer auf der Suche nach Herausforderungen, nach Neuem. Nur mit dem Glauben hatten sie es eben nicht so, und deshalb sind wir ausgewandert. Aber was ich meine ist, vielleicht sind die Föderationsleute gekommen um nachzusehen, wie es uns geht unterdessen.“

„Wir hören doch schon von der Grundschule an, dass die Verträge uns schützen. Niemand von den Außenweltlern darf nach Spiros Alpha.“

Ida tippte vielsagend auf ihr „Amulett“. „Irgendwer war aber da, und zwar gerade erst. Oder ist noch da. Warum auch immer.“

„Du glaubst, dass die einfach unerkannt unter uns leben?“ Kevvik klang nicht sehr überzeugt. „Wie in diesem alten Roman, wo Außerirdische heimlich versuchen, die Menschen auf den rechten Weg zu bringen und von ihrer Selbstzerstörung abzuhalten? Dass sie vielleicht hier sind, um uns zu retten, wenn wir Mist bauen, wie mit den ganzen Rodungen und der Umweltverschmutzung? Nee, also das ist genauso Dummsumpf wie die Schutzengel oder die Helfergeister und all das. Wir müssen uns schon selber aus dem Mist hochziehen!“

„Das sag ich ja sowieso immer, dass wir jetzt eine Aktion machen müssen, beim Literaturfestival. Da wolltet ihr Jungs ja auch nicht anbeißen! Nie wird sich was ändern! Hast du noch von dem Kuchen, Namr?“
Er reichte ihr die Blechdose und Ida fischt eines der duftenden runden Stücke heraus, um sich erst einmal den Frust über die trantütigen Buschen wegzufuttern.

„Wie dem auch sei,“ meinte Ida etwas versöhnlicher, ich glaube trotzdem, dass die Außenweltler hier sind. So ein Teil fällt nicht einfach vom Himmel. Und auch da müsste es ja irgendwo her fallen. Außerdem, diese merkwürdige Sache, die im Palast der Protektion passiert ist! Hadmini hat es mir kurz erzählt, der hat es von Silla, die dort im Archiv als Hiwi arbeitet. Also ... Hadmini erzählte mir vorhin in der Mensa, gestern Nacht hätte es einen Überfall gegeben im Palast der Protektion. So eine richtige Kommandoaktion. Protektor Atarver soll geschworen haben, dass es Außenweltler waren, und natürlich hat er sich zum Affen gemacht. Aber Silla sagte, sie war spät noch da, um die Akten zu sortieren, und hätte auch die Geräusche gehört, als ob Leute rennen. Dann plötzlich sah sie ein helles, bläuliches Licht durch die Türlamellen, und als sie raus kam, war nichts zu sehen und nichts zu hören. Weiter oben fand sie einen Posten, einfach so pennend im Gang.“

„Ich weiß nicht… Außenweltler… das ist vielleicht so ein Ding, was die Regierung jetzt in Umlauf bringt, nicht offiziell natürlich. Aber um die Bevölkerung von anderen Problemen abzulenken, damit wir alle schön mit der Angst vor den Außenweltlern beschäftigt sind, oder mit irgendwelchen Verschwörungstheorien… - Lasst uns noch ein bisschen an unserem Televisionsgerät schrauben, damit wir das Bild klarer bekommen. Dafür sind wir doch hier. Oder, Leute, kommt schon.“ Er breitete versöhnlich die Arme aus, und die Freunde nickten.

Er stand von der Couch auf und machte den Weg in das geheime kleine Bastelzimmer im Verschlag frei. Wenig später hatten sie ihre abenteuerliche Konstruktion in Betrieb genommen.

Ida rieb gedankenverloren über ihr „Amulett“, während sich auf der Mattscheibe zittrige Linien formten, als Namr aus nur einem Meter Entfernung ein Signal sendete. Die Leute von der Föderation würden vermutlich über ihre armseligen Versuche lachen… oder sie bewundern? Schließlich hatten sie sich alles selbst beigebracht… und geforscht und experimentiert, und alles unter den Augen der Protektoren und Kulturwächter.

Ein plötzliches pfeifendes Geräusch störte sie auf. Auch die anderen blickten erschrocken auf den kleinen Bildschirm, auf dem nicht mehr ihr armseliges Signal zu erkennen war, sondern ein Mann in einer Protektorsuniform. Wie ein Geist huschte das Gesicht über die Scheibe, bevor sich das Gerät mit einem Knistern ins technische Nirwana verabschiedete. Ein Rauchfähnlein und brenzliger Geruch verkündete verbrannte Transistoren. Namr fluchte.

„Was war DAS?“ hauchte Ida.

„Die sind uns auf die Spur gekommen….“ Kevvik schluckte und wurde blass.

Nach einer Schrecksekunde hatte sich Namr wieder gefasst. „Nee, glaub ich nicht. Die würden gleich mit einer Abordnung vor der Tür stehen und uns abführen zur Befragung.“

„Aber was war das dann?“

*** Ganz in der Nähe in der „Studentenbude“ ***

Commander Sarek ging es unterdessen schon bedeutend besser. Er hatte mithilfe meines Kommunikators endlich wieder Kontakt mit seiner Gruppe von der USS Feynman aufnehmen können. Dort hatte man sich natürlich Sorgen gemacht, nachdem der Kontakt abgerissen war, und ein Lt. Achmadi hatte bereits Crewmitglieder für ein Such- und Rettungskommando bestimmt. Nun, das war jetzt zum Glück nicht mehr nötig.

Es ging auch allen, die in dem Höhlensystem Zuflucht gesucht hatten, den Umständen entsprechend gut. Als Sternenflottenangehörige waren sie auf eventuelle Extremsituationen vorbereitet, doch bei einigen Besatzungsmitgliedern machten sich deutliche Stresssymptome bemerkbar. Der Counselor des Schiffes war bei einer anderen Gruppe. Außerdem verzeichneten sie einige Magen-Darmprobleme aufgrund unbekannter Nahrungsmittel.

„Alles in allem ist es also in Ordnung,“ resümierte Dr. Val’Kara resolut. „Am besten, ich beame mit Sarek rüber zu dieser Gruppe, kümmere mich dort schon mal um alles. 32 Personen bekommen wir mithilfe der Transporterverstärker zurück auf die Feynman. Vorausgesetzt, die Reparaturhologramme haben dort alles in den Griff bekommen.“ Was Hologramme anbelangte, war sie immer etwas skeptisch, obwohl die Fehlerquote bei biologischen Lebensformen höher war.

Aber diesbezüglich konnte ich sie beruhigen. „Ich bin noch dabei, den Bericht zu lesen, den mir der Leiter des Reparaturteams vorhin übermittelt hat. Aber die Transporter sind auf jeden Fall wieder einsatzbereit. Sie müssen nur die Energiefreigabe vorher abstimmen.“

„Dann werde ich erst jemanden von der Technik vorausschicken, der die entsprechenden Einstellungen macht und überprüft, ehe wir mit den übrigen Leuten beamen. Commander, sind Sie bereit für den Aufbruch?“

Der Vulkanier nickte und verlor keine weiteren überflüssigen Worte. Val-Kara packte ihre Sachen und ein Kontingent Transporterverstärker und beide machten sich bereit. Ich prüfte, ob vor der Tür alles ruhig war und sich niemand durch das Licht und das kurze Summen des Transportersystems aufgestört fühlen konnte. Dann waren Val’Kara und Sarek auf dem Weg.

Und unser restliches Team, Rufus LaSalle, Chris Reed, Richard von Rabenstein und ich, konnten uns dem Problem widmen, die übrigen Crewmitglieder der Feynman aufzuspüren. Vielleicht mit Hilfe der Studentin, die Mr. Reed in der Bahn gesehen hatte. Unten auf den Straßen war es unterdessen etwas belebter, aber noch immer patrouillierten zahlreiche Sicherheitskräfte mit altertümlichen Projektilwaffen und Schlagstöcken an den Seiten. Viele Passanten wurden kontrolliert und mussten Papiere vorweisen.

LaSalle war skeptisch, ob unsere Ausweise, die wir nachdem repliziert hatten, was die Kameradrohnen aufgenommen hatten, wohl ausreichen würden. „Lieber wäre mir, wir würden sie gar nicht vorzeigen müssen…“ brummte er.

„Müssen wir vielleicht auch nicht,“ sagte Richard. „Immerhin bin ich doch ein Würdenträger, nicht wahr? Ein ‚Beglaubigter Wahrer der kulturellen Identität‘ sollte eine kleine Gruppe ihm vertrauter Bürger und Bürgerinnen dieser Stadt an der Polizei vorbei bringen.“

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  KI-Ketzerei / Log 16 / LaSalle / NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Apr-Sat-2024, 12:21 AM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

Spiros Alpha / Universitätsviertel

Chris Reed war endlich zum Rest der Crew zurück gekehrt. Völlig durchnässt, denn mittlerweile hatte es in Strömen zu regnen begonnen. Trotzdem lächelte er schelmisch und schien mehr als guter Laune zu sein.
Ein Gefühl , welches eine andere Person im Raum absolut nicht zu teilen schien.
LaSalles Blick sprach Bände. Er hatte fast 30 min. zwischen den zugezogenen Gardinen hindurch auf die Straße geschaut und was er da sah, gefiel ihm ganz und gar nicht.

LS: Das war zu erwarten.

Sareth, welche konzentriert arbeitend, am Tisch gesessen hatte, wandte sich LaSalle zu.

Sa: Was war zu erwarten?
LS: Das nach der Befreiung von Mr. Sarek die Schergen der Regierung ausschwärmen.
Sa: Noch sind wir hier relativ sicher.
LS: Naja, da unten stehen eine paar auffällig unauffällige Personen an den Straßenecken und schauen sich jeden Passanten an. Die Sache könnte schwierig werden.
Sa: Ihr professionelle Schwarzseherei in Ehren Rufus, aber ich glaube nicht dass man uns so schnell enttarnt.
LS: Bei allem notwendigen Respekt Madame und auch den Umstand berücksichtigend, dass Gefahr im Verzug war, aber die Befreiungsaktion und der damit verbundene Stunt, komplizieren die Dinge weiter.

Sareth lächelte und wollte LaSalle gerade antworten, aber Doktor Val´Kara kam ihr zuvor und donnerte wütend.

VK: Stunt? Sind Sie wohl vom wilden Affen gebissen, was? Hätten wir Commander Sarek diesem Folterknecht überlassen sollen?
LS: Doktor Val´Kara, ich würde es bevorzugen, wenn Sie Ihre Stimme senken. Man könnte uns hören.
VK: Sie wagen es, mir Befehle zu geben? Für wen halten Sie sich? Ich hätte Sie gerne mal bei der Befreiungsaktion gesehen.

Chris Reed hatte bisher der Diskussion zugehört, jetztz schaltete er sich ein.

CR: Sie haben Commander Sarek befreit?
VK: Fleet Admiral t´Khellian und ich, Ja, wer sonst?
CR: Das muss eine tolle Aktion gewesen sein. Ich hätte etwas darum gegeben, dabei gewesen zu sein.
VK: Sie hätten nur im Weg herum gestanden.
Sa: Doktor Val´Kara , Mr Reed ist…
VK: Ein typischer Sternenflottenoffizier.
Sa: Das bin ich doch wohl auch.
VK: Sie Fleet-Admiral sind wenigstens tatkräftig. Was man von Reed nicht behaupten kann.
LS: Doktor, ich glaube das reicht jetzt.
VK: Was man von Ihnen auch behaupten kann, LaSalle. Sie sind nicht anderes, als ein Paragraphenreiter.
LS: Doktor es ist genug!
VK: Ich habe gerade erst angefangen.
Sa: Doktor Val´Kara, also bitte.
VK: Nun gut Fleet-Admiral, aber nur weil Sie es sind.

Richard von Rabenstein hatte die gesamte Zeit scheinbar teilnahmslos am Tisch gesessen, jetzt räusperte er sich.

RR: Ähem..
VK: Was wollen Sie denn ?
RR: Mister Reed, ich kenne Sie zwar nur halb so gut, wie ich möchte, aber Ihrem Lächeln von eben, nach zu urteilen, haben Sie etwas interessantes entdeckt.
CR: Oh ja, das habe ich.

Chris sog genießerisch die Luft ein.

LS: Und was wäre das?
CR: Obwohl ich nur im Wege herum stehe?
VK: Auch noch beleidigt, was?
Sa: Doktor….
VK: Ich sag ja nur….
LS: DOKTOR!
Sa: Mr. Reed , was haben Sie entdeckt?
CR: Ich steckte ja 2 Stunden in einer „Straßenbahn“ fest. Grund waren Sicherheitskontrollen des Protektionsdienstes. Zwei Sitze vor mir saß ein junges Mädchen und trug ein Amulett einer ganz speziellen Art.
VK: Seit wann interessieren Sie sich für Accessoires?
CR: Seit heute. Das Mädchen trug ein Amulett, bestehend aus einem silbernen Ring an eine dünnen Kette. In der Mitte des Rings befand sich eine deltaförmige, geschwungene Struktur, deren Form wir alle kennen. Und diese Struktur glänzte und war, soweit ich das sehen konnte, nicht verkratzt.
Sa: Eine Struktur die wir alle kennen ? Deltaförmig ? Doch nicht etwa….
LS: Ein Kommunikator!
Sa: Mr. Reed , wo war das genau?
CR: Im Osten der Stadt. In der Linie zum Okran-Bezirk.
LS: Wenn wir die Trägerin finden würden, könnten wie die Herkunft des Amuletts klären.
Sa: Und damit evtl. den Besitzer des Kommunikators finden.
RR: Wenn es sich wirklich um einen Kommunikator handelt !
Sa: Das werden wir dann sehen. Mr. Reed, würden Sie das Mädchen wieder erkennen?
CR: Sicher. Sie hat mir zu gelächelt.
VK: Pfrt, wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet diese Person sich wieder finden lässt?
CR: Sie trug Bücher bei sich. Könnte sich um eine Studentin handeln.
RR: Und als solche muss sie zu Vorlesungen und wird daher täglich die Straßenbahn nehmen.
Sa: Das ist eine unerwartete Chance. Mr.LaSalle. Mr. Reed, Richard eh Mr. von Rabenstein, versuchen Sie das Mädchen zu finden und folgen Sie ihr. Doktor Val´Kara und ich werden in der Zwischenzeit versuchen, die auffällig unauffälligen Herrschaften an der Straßenecke los zu werden. Wie ist mir noch unklar, doch mir wird schon etwas einfallen. Los jetzt, uns läuft die Zeit davon.

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Ortswechel

Spiros Alpha / Shazach Nueva /Straße der Wahrheit / Palast der Protektion / Besprechungsraum

Protektor Barnes Atarver kochte noch immer innerlich vor Zorn. Wer waren diese widerlichen Nifte, welche seinen Gefangenen befreit hatten und ihn auch noch in die Tiefen des Schlafes geschickt hatten ? Er hatte noch nicht einmal ihre Gesichter erkennen können, da sie wohl maskiert gewesen waren. Zu allem Überfluss hatte sein Bericht jetzt auch noch eine gewisse Heiterkeit bei den 3 Mitgliedern des hohen Rates ausgelöst, welche Barnes über den Vorgang gerade unterrichtet hatte. Barnes „Lieblingsfeind“ Kolback Schabrall, seines Zeichens Rat für Glaubensfragen, kicherte vor sich hin, hart am Rande eines Lachanfalls.

KS: Eine gute Geschichte, Atarver, wirklich sehr unterhaltsam.
BA: Ich weiß nicht, was es da zu lachen gibt.
KS: Hahaha, das ist…verzeihen Sie, das ist…..hahaha nein wie amüsant und das ausgerechnet von Ihnen…..das ist ja…reiner Jawamos Kool.
BA: Sie wagen es…

Schabrall wurde ernst.

KS: JA ich wage es. Reiner Jawamos Kol. Eine Ausrede für Ihr Versagen, Atarver! Sie haben offenbar einen dieser teuflischen Ketzer entkommen lassen und wollen sich nun der Verantwortung entziehen!
BA: Wenn diese Fremden von außerhalb unserer Welt….

Schabralls Faust landete krachend auf dem Schreibtisch. Der Rat fuhr Barnes mit donnernder Stimme an.

KS: ES GIBT KEINE SOGENANNTEN FREMDEN AUF SPIROS ALPHA! EIN FÜR ALLE MAL! ES GIBT HIER NUR AUFRÜHRER UND KETZER ! Und es ist Ihre Aufgabe und alleinige Verantwortung, dafür zu sorgen, dass dieses Gezücht ausgemerzt wird. Und wenn Sie das nicht schaffen sollten, dann werde ich dafür sorgen, dass Sie nur noch als Aufseher bei Rodungsarbeiten eingesetzt werden. HABE ICH MICH KLAR GENUG AUSGEDRÜCKT?
BA:Sehr klar. Ich bin nicht taub. Oder blind für die Wahrheit, wie SIE! Ich werde alle Aufrührer und Ketzer finden und an den Galgen bringen. Und die von Ihnen ach so dramatisch negierten Fremden dabei ausfindig machen. DANN WIRD IHNEN IHRE VERDAMMTE ARROGANZ AUF DIE FÜSSE FALLEN !
KS: Das werden wir dann ja sehen. Sie haben 1 Woche!

Die 3 Ratsmitglieder rauschten aus dem Raum. Die schwere Holztür schloss sich hinter Ihnen gerade noch rechtzeitig, bevor eine Vase, welche Barnes Atarver geworfen hatte, klirrend am Türblatt zerschellte.
Barnes atmete tief durch. Er musste sich beruhigen. Hier galt es einen kühlen Kopf zu wahren. Die idiotischen Nifte würden schon bald für ihre Arroganz und Ignoranz bezahlen.
Barnes eilte zurück in sein Büro, schloss die Tür ab , zog die Vorhänge vor die Fenster und fischte aus den Tiefen seiner Amtsrobe zwei kleine Schlüssel. Mit einem der Schlüssel öffnete er eine niedrige Tür an der Rückwand seines Büros. Hinter der Tür wurde ein kleine Raum sichtbar. Barnes entnahm einem Schrank eine kleine Blendlampe, entzündete den Docht und betrat dann den kleinen Raum.
In Rückwand des Raumes war ein Klappe eingelassen, deren Schloss Barnes jetzt mit dem zweiten Schlüssel öffnete. Dahinter wurde jetzt ein winziger, metallener Knopf sowie eine kleine Glasplatte sichtbar. Barnes drückte den Knopf 3 mal und wartete dann geduldig mehrere Minuten. Nach ca. 10 min. waren 5 leise Glockenschläge zu hören und die Glasplatte leuchtete in einem fahlen Grün

Barnes lächelte zufrieden. Bald würde sich niemand mehr über ihn amüsieren.

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  KI-Ketzerei Log 15
Geschrieben von: Sareth - Apr-Mon-2024, 04:16 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Spiros Alpha / Universitätsviertel ***

Wir waren in unsere "Studentenbude" zurück gekehrt. Dr. Val’Kara hatte den geretteten ersten Offizier der Feynman versorgt und ihm einige Stunden der Ruhe gegönnt. Sarek konnte sich glücklich schätzen, dass Vulkanier ein zweites inneres Augenlid besaßen, was bei der erlittenen Folter sein Augenlicht gerettet hatte. Im Moment würde sein Sehvermögen noch etwas beeinträchtigt sein, Val’Kara war aber zuversichtlich, es komplett wiederherstellen zu können, sobald sie Zugang zu einer voll ausgerüsteten Krankenstation an Bord eines Schiffes oder Außenpostens der Föderation hatten.

Ich hatte unsere restlichen Teammitglieder informiert, und in den frühen Morgenstunden trafen Richard und Rufus bei uns ein; Chris Reed saß infolge zusammengebrochenen öffentlichen Nahverkehrs in einem Außenbezirk fest. Den Transporter konnte er nicht nutzen - in einer vollgestopften Bahn.

Die Ärztin weckte den Geretteten vorsichtig auf und half ihm, sich aufzusetzen. Wie zu erwarten, reagierte Sarek mit vulkaniertypischer Ruhe und Rationalität.
Als erstes nannte er Namen und ID-Nummer, dann: „Ich grüße Sie. Der Verwendung eines Hyposprays entnehme ich, dass ich in Händen der Sternenflottenangehörigen bin, die mich befreit haben. Auch wenn das Äußere dagegen spricht.“

„Das ist korrekt, Commander. Ich bin Admiral T’Khellian,“ ich wandte mich in Richtung der Anwesenden: „Doktor Val’Kara, Admiral LaSalle und Richard von Rabenstein.“

„Kein Flottenmitglied,“ ergänzte er mit einem feinen Lächeln.

„Ich danke Ihnen für die Rettungsaktion. Es begann sehr unerfreulich zu werden.“ Sarek blinzelte. „Ihrer Aufmachung entnehme ich, dass Sie versucht haben, die lokale Bevölkerung zu infiltrieren.“

LaSalle gab einen resignierten Seufzer von sich und befreite sich von dem unangenehmen steifen Kragen seiner Beamtenuniform. „Wir waren auf der Suche nach der Besatzung der Feynman. Wir hatten Van Rooyens Notruf empfangen.“

„Ja, es war eine äußerst missliche Situation. Natürlich waren uns die Regularien und die Kontaktsperre zu Spiros Alpha bekannt. Aber angesichts des Systemversagens erschien es die logische Option, die Crew auf dem Planeten in Sicherheit zu bringen.“

„Wo sind die anderen?“ fragte ich. „Geht es ihnen gut?“

„Darüber kann ich im Moment keine valide Aussage machen, Admiral. Wir haben uns in drei Gruppen geteilt, um die Versorgung zu erleichtern. Meine Gruppe hat in einem Höhlensystem in den nördlichen Bergen Zuflucht gesucht. Captain Van Rooyen ist mit seiner Gruppe weiter südlich in einem großen verlassenen Industriekomplex. Die dritte Gruppe hat sich in das südwestliche Waldgebiet zurück gezogen. Nur wenig von uns sind in tatsächlichem Kontakt mit der Bevölkerung, um für den Lebensunterhalt zu sorgen. Wir waren bei der Auswahl so vorsichtig wie möglich, um keine Kontamination zu verursachen. Leider gab es einen Zwischenfall….“

Dr. Val’Kara schob den Patienten mit Nachdruck in das Kissen zurück. „Ich denke, jetzt ist erst mal wieder Ruhe angesagt!“

„In fünf Minuten, Doc! – Das könnte sicherheitsrelevant für uns alle sein. Was für eine Art Zwischenfall, Commander?“

„Es gab einen Unfall, vor etwa zwei Wochen, bei den Rodungsarbeiten. Vermutlich haben Sie sie bereits gesehen.“

„Allerdings,“ schnaubte Val’Kara. „Beispielloser Raubbau an der Natur.“

„Eine der dampfgetriebenen Zugmaschinen explodierte. Es gab zahlreiche Verletzte. Im Einklang mit den Regularien verbot ich alles Eingreifen, aber zwei junge Ensigns aus der medizinischen Abteilung schritten eigenständig zur Tat…“

Bei seinem Bericht konnten wir die Befehlsverweigerung nachvollziehen. Es war immer eine Gratwanderung zwischen humanitärer Hilfe und Nichteinmischung. Solang man im Orbit eines Planeten war, konnte man sich vielleicht noch gut abschirmen und distanzieren, doch wenn das Unglück neben einem geschah…. Auch Val’Kara machte plötzlich einen wesentlich emphatischeren Eindruck.

„… offenbar haben sich gewisse Gerüchte verbreitet. Und diese sind bei der hiesigen religiös-aberglaubenverhafteten Bevölkerung auf fruchtbaren Boden gefallen. Ich habe mich umgehört, und allenthalben ist ein Zuwachs an Geschichten über Außenweltler zu bemerken. Die Gerüchte trafen auch offenbar auf eine Bewegung Unzufriedener unter der Jugend…“

„Lassen Sie mich raten,“ warf LaSalle säuerlich ein, „die Glaubenswächter reagierten pro-aktiv.“

Sarek nickte. „Es gab Verhaftungen, Durchsuchungen, aber auch vermehrte Informationsveranstaltungen, die vor den Gefahren des Kontakts mit dem „feindlichen Außen“ warnten. Und natürlich vermehrte Anstrengungen, die kulturellen Werte zu verankern. Zumal jetzt, bei dem bevorstehenden Literaturwettbewerb.“ Er sah zu Richard. „Eine große Anzahl der Wächter der kulturellen Identität sind in der Stadt, Ihre Tarnung ist perfekt. – Ich weiß nicht, wer auf mich aufmerksam geworden ist, und warum. Ich habe in einer kleinen Papiermanufaktur gearbeitet. Eines Tages nach der Schicht nahm mich die Polizei fest.“

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  Zwischen Licht und Finsternis Log 24
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Apr-Wed-2024, 04:59 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** An Bord der Vindicator ***

Ein durchdringender Signalton riss Richard von Rabenstein aus seiner abendlichen Meditation.

+Exzellenz, wir registrieren eine seltsame Störung in unseren Kommunikationsarray,+ meldete die Brücke.

Richard bekreuzigte sich und erhob sich. Er hatte derartige Störversuche erwartet. Der Gegner schlief nicht. Im Grunde war es ein Wunder, dass noch nicht versucht worden war, seine Transmissionen zu stören oder zu blockieren. Ein entsprechendes Backupsystem war auf dem Aussenposten bereits vorbereitet worden und harrte seines Einsatzes.

Ohne unnötige Hast machte sich der Inquisitor Maximus auf den Weg zur Brücke. Dort empfing ihn, in rotes Alarmlicht getaucht, seine rechte Hand Kavun. Auf dem Bildschirm flackerte jedoch Richards eigenes Konterfei, durchsetzt vom Logo der Heiligen Inquisition. Durch die Störungen und die Beleuchtung sah es aus, als brenne das Gesicht. Es hatte etwas für sich, dachte er, und war für eine Sekunde abgelenkt. Das Feuer das Heiligen Geistes, sozusagen…

„Scheint eine Art Feedbackloop zu sein,“ meldete der dunkelhäutige Mensch von der Komkonsole, während auch die Stimme des Inquisitors verzerrt über die Brücke knisterte.

„Stummschalten,“ orderte Richard. „Sehen Sie, ob es Hinweise auf den Absender gibt.“

„Könnte der Versuch sein, einen Trojaner einzuschleusen,“ ergänzte Kavun. „Ich habe die Zentralsysteme sofort reroutet und den Brückenzugriff gesperrt.“

Neben dem Kommandantensitz entfaltete sich kurz ein Hologramm und dann signalisierte die kleine Klappkonsole neben dem Platz Bereitschaft. „Wenn Sie sich authentifizieren mögen, Exzellenz…“

Richard nickte und platzierte seinen Siegelring in das Kontaktfeld des Hologramms. Ein kurzer Scanpuls huschte über seinen Körper, dann verkündete der Bordcomputer + Authentifizierung abgeschlossen. Identität bestätigt. Rerouting komplett und gesichert. +

„Es gibt ein Muster in der Transmission,“ berichtete der Kom-Experte. „Eine Interferenz mit einer darunter liegenden Nachricht.“

„Ah, wusste ich es!“ knurrte Kavun und schloss einen unziemlichen Fluch an, der ihm einen missbilligenden Blick von Seiten des Inquisitors einbrachte.

„Es ist… ein Algorithmus mit musikalischer Grundlage… Moment, der Computer identifiziert das Muster. Es ist der Hymnus Ave Maris Stella, Exzellenz!“

Erlaubte sich da jemand einen Scherz? Nur um einen Trojaner einzuschleusen? Nein, das wäre absolut ineffektiv… „Extrapolieren Sie die zweite Nachricht und leiten Sie sie in mein Quartier.“ Ein Verdacht begann sich in ihm zu formen, den er überprüfen wollte.



Wenig später saß er vor seinem Terminal und blickte in ein zittriges, kaum kontrastiertes Antlitz.

+…Captain der ISS Necron …keiner Ihrer Anhänger, Richard von Rabenstein. … ein loyaler Bürger des Imperiums…+

Nun, auch mir geht es um das Imperium. Die Frage ist nur, welche Gestalt dieses haben soll. Dann jagten ihm die Worte des Phantoms einen kalten Schauer über den Rücken. +… nicht, dass Millionen junger Menschen für den Wahn eines Einzelnen geopfert werden sollen. … Zwei Söhne in den imperialen Streitkräften … Gott vergebe mir….+

Dominus misericordia est

+…einen Überfall auf Raucis IV, der die Tholianer … einen Zweifrontenkrieg … Ich wiederhole, LaSalle wird einen Überfall auf Raucis IV insz---+ Die Stimme erstarb in einem Röcheln, das Bild löste sich in statisches Rauschen auf.

Richard von Rabenstein starrte fünf Minuten lang auf den Schirm seines Terminals, während die volle Tragweite des eben Gehörten in ihn sank und er die Möglichkeit abwog, dass doch alles eine Falle sein könnte. Dann rief er die Daten zu Raucis IV auf. Nach weiteren fünf Minuten kontaktierte er Waltham.

+ Sie würdigen mich mal wieder eines Kontaktes? Wie zuvorkommend, + kam es säuerlich über den Bildschirm.

„Waltham, wir haben keine Zeit für Plaisanterien.“

+ Das ist ja etwas gänzlich Neues, Exzellenz. +

„Ich nehme an, Sie haben sich mit der Kultur der Tholianer vertraut gemacht, bevor wir hier her gekommen sind.“ Er wartete keine Antwort ab. „Die Stellung von Raucis IV im Glaubenssystem unserer Bündnisgenossen ist Ihnen bewusst.“

+GLAUBENSsystem? Ich denke--+

„LaSalle plant dort einen Angriff, und wie ich aus den Bruchstücken an Informationen rekonstruieren kann, unter dem Vorwand eines Überfalls des Terranischen Imperiums.“

+ Darf ich fragen, wie Sie zu diesem Wissen gelangt sind? +

„Der Kommandant von LaSalles Flaggschiff wollte sein Gewissen erleichtern. Das hat er offenbar mit dem Leben bezahlt.“

+ Und Sie glauben ihm? +

„Es nicht zu tun, wäre verderblicher Leichtsinn. Erwähnten Sie nicht einmal, dass Sie … Liegenschaften in der Nähe von Raucis IV haben?“

+ Könnte man so bezeichnen. +

„Dann setzen Sie sich mit Ihnen in Verbindung, Sie sollen Maßnahmen zu Verteidigung ergreifen. Ich informiere die Tholianer, und SIE informieren unseren geschätzten Kriegsminister DeRaaf.“

Jetzt wird sich zeigen, ob Sie auf meiner Seite sind, oder auf der meiner Gegner...auf der des Lichtes oder der Finsternis!

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  Zwischen Licht und Schatten - Log 23 / NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Apr-Fri-2024, 11:55 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

Sektor 2144 / Beta Sictis / ISS Necron / Brücke

Das dunkelgraue Schiff schwebte wie ein gigantischer , unheilbringender Dolch , inmitten einer lichtlosen Wolke. Nur das fahle Licht der, im Leerlauf arbeitenden Antriebe der Necron, sowie 20 weiterer Kriegsschiffe, beleuchtete die geisterhafte Szene.

LaSalles Blick ruhte auf einer Reihe schnell wechselnder Status-Holos, welche eine komplizierte Abfolge von Kurven und Diagrammen darstellten. Captain Vernon wartete geduldig, bis LaSalle seine Aufmerksamkeit auf ihn richtete. Nach 20 min. wandte sich LaSalle denn auch an den Captain der Necron.

LS: Captain Vernon, warum äußern Sie sich nicht?
CV: Nun Sir, ich dachte….
LS: Ja schon in Ordnung. Also, was gibt es so wichtiges, dass Sie meine mathematische Kontemplation unterbrechen?
CV: Sie die Tholianer haben den Zugang zur Arx-Straße blockiert.
LS: Haben Sie denn etwas Anderes erwartet?
CV: Nun ich dachte….
LS: Sie denken ja schon wieder. Nun ich kann sie beruhigen. Ich habe genau das beabsichtigt.
CV: Aber woher wissen die Tholianer, dass wir uns nähern?
LS: Nun, ich habe unsere Aktion nicht gerade als Geheimnis behandelt. Und unser kleiner Nemesis wird sich sicher auch seinen Teil gedacht haben. Nein, Geheimhaltung wäre hier kontraproduktiv.
CV: Aber wenn die Tholianer die Arx-Straße nach Panox-B blockieren, wie sollen wir dann…

LaSalle unterbrach Vernon erneut.

LS: Vernon, Sie kleingeistiger Schablonendenker. Warum denken Sie nicht einfach mal außerhalb Ihrer eingefahrenen Wege? Der Weg wird uns frei gemacht.

Vernon war sichtlich entrüstet.

CV: Und von wem, Sir, wenn ich dies fragen dürfte?
LS: Welch eine Frage, Vernon. Natürlich von den Tholianern selbst.
CV: Und warum sollten sie das tun?
LS: Weil Sie ihre Schiffe an einem anderen Ort benötigen werden, da DeRaaf den Tholianern sonst gewaltige Probleme bereiten wird.
CV: Und warum sollte er dies tun?
LS: Weil er einen Gegenschlag der Tholianer unterbinden muss.
CV: Gegenschlag? Als Reaktion auf was?
LS: Nun, natürlich auf einen imperialen Selbstmordangriff auf Raucis IV.
CV: Raucis IV? Diese Welt ist für die Tholianer, soweit wir wissen, extrem wichtig.
LS: Jaja, ein Heiligtum, ein Ort der Kraft , ein Protektorat, etc, etc, was und wie auch immer. Dieses öde Gefasel ist uninteressant. Wichtig ist nur, dass eine Gruppe aufrechter Kämpfer , welche eindeutig als Mitglieder des Imperiums zu identifizieren sind, auf Racis IV ein Massaker anrichtet und die Tholianer daraufhin reagieren. Dann wird das Imperium zurück schlagen und bald werden beide Seiten genug mit einem netten Grenzkrieg zu tun haben und wir können in Ruhe unsere Mission fortsetzen.
CV: Aber das könnte, nein es wird eskalieren und Millionen von Bürgern des Imperiums das Leben kosten.
LS: Zwangsläufig.
CV: Aber wie können Sie nur…
LS: Vernon, wenn meine Pläne reifen, wird das alles irrelevant sein. Dann werden Sie das Imperium nicht wieder erkennen, und die Tholianer werden nicht mehr existieren. Und selbst DeRaaf wird dann kein Problem mehr sein. Geschweige denn ein selbsternannter Inqusitor Maximus. Aber um es mit ihm zu sagen.

LaSalle wies auf eine ankommende Nachricht.

LS: Alea iacta est

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