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  Dämonen Log 19 Sokar
Geschrieben von: Sokar - Jan-Sat-2019, 09:48 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Auf Ashani'ta / Große Ratshalle ***
 
Sokar war an diesem Morgen zur Ratshalle eskortiert worden. Das Verhalten der Einheimischen ihm gegenüber hatte sich nicht verändert, dennoch hatte er den Verdacht, es könne sich um eine Art 'Vorladung' wegen Howys Unternehmung letzter Nacht handeln. Denn trotz aller Vorsicht war es kaum logisch anzunehmen, dass die Ashani nichts bemerkt hatten. Ich habe mir nichts vorzuwerfen, dachte er ruhig. Meine Handlungen und meine Duldung von Mr. Edzardus Vorhaben waren von meiner Verantwortung für meine Crew diktiert.
 
Doch es stellte sich heraus, dass seine Beunruhigung keine Grundlage hatte. Die drei Bevollmächtigten des Rates empfingen ihn im großen, halbrunden Saal, dessen Kuppel sich bis in den Himmel zu strecken schien. Frei schwebende Kugeln verbreiteten ein angenehmes orangefarbenes Leuchten, das mit den vielfarbigen Algen, die Künstler an den Wänden in Muster arrangiert hatten, harmonierte. Dann erklang zu Sokars Überraschung ein Musikstück aus dem Fundus, der sich an Bord des Shuttles befunden hatte. Die Ashani hielten sie offenbar für die Nationalhymne ihrer Besucher, oder doch zumindest etwas, das enorme Bedeutung für sie hatte.
Nun, für Lt. Imar zumindest, einen Fan des terranischen frühen 20. Jahrhunderts... Sokar war froh, als einer der Ratsbevollmächtigten das Wort ergriff und die Musik verstummte.
 
"Sokar von Vulkan, Kommandant des Raumschiffes Picard, wir haben Sie rufen lassen, um den Beschluss zu verkünden, den der Rat in der letzten Sitzung gefasst hat: Wir werden Ihnen den Durchflug durch unser Gebiet erlauben - solange Sie der Route folgen, die wir festlegen und nicht von ihr abweichen. Gern nehmen wir Ihr Angebot an, uns an der Harmonie so vieler Musikstücke teilhaben zu lassen, wie es Ihnen möglich ist."
 
Sokar neigte in einer Geste der Dankbarkeit den Kopf und war so froh wie es ein Vulkanier sich erlauben konnte, dass die Sternenflotte IHN als Captain auf die Picard geschickt hatte und nicht einen Menschen oder einen Vertreter irgendeiner anderen Spezies, die ihre Emotionen nicht so gut unter Kontrolle hatten. Er bedankte sich höflich, gleichzeitig schoss ihm aber durch den Kopf, ob das Ganze nicht eine Falle sei... Du hast zu viel Zeit an der Seite von Romulanern verbracht, würde dein Vater jetzt sagen...
"Verehrte Bevollmächtigte, allerdings konnten wir noch immer keinen Kontakt zu unserem Schiff herstellen, was unsere rechtzeitige Abreise in Frage stellt," sagte er so neutral wie möglich. "Sie haben mir gesagt, dass Sie den Singham-Nebel nicht erforscht haben, da die Zone unter Tabu gestellt wurde vor Äonen. Können Sie mir irgendwelche Hintergründe zu der Frage nach dem Warum geben? Ich habe von ... gewissen Legenden über ein Volk mit gefährlichen magischen Kräften gehört, dass sich dorthin zurück gezogen haben soll. Jeder noch so kleine Hinweis könnte entscheidend sein, um das Leben meiner Crew zu retten und die Harmonie im Universum nicht zu schädigen."
 
Die Ratsbevollmächtigen steckten die Köpfe zueinander und unterhielten sich so leise, dass selbst Sokars vulkanische Ohren nichts verstehen konnten. Die übrigen Anwesenden im Saal hielten sich in respektvoller Entfernung.  Dann wandte sich der Sprecher wieder um. "Sokar von Vulkan, haben Sie mit den Verabscheuungswürdigen gesprochen?"
 
"Wenn damit die schwimmhautlose Spezies gemeint ist, die ebenfalls auf Ashani'ta lebt - ja. Korrekterweise lauet die Antwort: sie haben mit UNS gesprochen, nämlich unseren Kontakt gesucht."
 
Die strahlend gelbe Salamanderfarbe des Bevollmächtigten wandelte sich in ein blasses, trauriges Gelb. "Wir haben das befürchtet. Sie lassen keine Gelegenheit aus, die Harmonie zu stören, insbesondere vor den Laichperioden. Jegliches Gefühl für Einklang und Gemeinsinn geht ihnen ab."
 
Sokar registrierte, das man wohl nicht die Absicht hatte, ihn zu verhaften oder in irgendeiner Weise zu bestrafen.
 
"Haben Sie erzählt, wie sie von uns verfolgt wurden und Sie gebeten, ihnen behilflich zu sein in ihrer Revolution gegen uns?" fragte ein anderes Mitglied der Bevollmächtigten, der weniger wohlwollend als sein Partner schien.
 
"Bisher habe ich nur die Geschichte der Schwimmhautlosen gehört," erwiderte Sokar. "Ich bin bereit, Ihre Version zu hören. Eine Parteinahme ist mir von meinen Gesetzen her verboten. Es geht mir nur darum, der Gefahr zu begegnen, in der meine Crew ist. Und im Augenblick ist mir nicht völlig klar, wer für diese Situation verantwortlich ist."
 
Wieder tuschelten die Bevollmächtigten, dann ergriff der Blassgelbe die Initiative und geleitete Sokar in einen abseitigen Alkoven. "Das Unheil begann vor Äonen, als wir, die Ashani, noch nicht die Einzigen auf ihrer Welt waren. Es gab noch andere Wesen, auf dem Land, damals wesentlich weiter entwickelt als wir. Sie machten Jagd auf uns. Wir zogen uns immer weiter zurück in die Tiefen, für eine lange Zeit. Nur die Mythen sprechen noch davon. Dann begann die Periode der Erweckung. Wir kamen an die Küsten zurück, erhoben unsere Köpfe wieder über die Oberfläche - und stellten fest, dass wir allein waren."
 
"Sie wissen nicht, was mit jener anderen Spezies geschehen ist?"
 
"Wir konnten das Land nicht erforschen. Es gibt jedoch Theorien, dass sie sich selbst vernichtet haben. Sie waren gewalttätig, gierig und rachsüchtig. Das Universum hatte sie gestraft und uns den Frieden geschenkt. Das war vor vielen Jahrzehntausenden. Und Frieden hatten wir... bis die Mutationen auftauchten, Kinder ohne Schwimmhäute geboren wurden, die länger als wir an der Luft atmen konnten, die danach drängten, auf das Land zurück zu kehren. Es wurden mehr und mehr, warum wissen wir nicht. Wir fürchteten, die Zeit der Verfolgung würde erneut beginnen, wenn wir nicht die Harmonie wieder herstellten."
 
"Die Verfolgung des Anderen ist keine Möglichkeit, die Harmonie zu erhalten," sagte Sokar. "Die Vielheit ist es, die Harmonie schafft. So ist die Philosophie auf meiner Welt."
 
"Ich weiß." Vor den überraschten Augen Sokars streifte der Bevollmächtigte etwas ab, was der Vulkanier nun als eine Art Handschuhe erkannte. Dann hob er seine schwimmhautlose rechte Hand. "Wir müssen einen Weg der  Verständigung finden, einen Weg, mit den verschiedenen Stadien der Evolution zu leben. Das ist der Grund, warum ich Sie in den Singham-Nebel geschickt habe. Ja, ich habe die ausschlaggebende Stimme bei der Beratung gehabt. Wir müssen wissen, was dort aus den Exilierten geworden ist, und in wie weit sie eine Gefahr für uns darstellen. Aber wir konnten uns ihren Psikräften nicht aussetzen."
 
"Ich verstehe. Aber warum haben Sie uns das nicht vorab erzählt?"
 
Konnten die Ashani lächeln? Jedenfalls sah es aus, als ob sein Gegenüber entschuldigend lächelte. "Hätten Sie sich dann auf den Weg gemacht?"
 
"Sie sind ein guter Politiker."
 
"Aber ich wusste nicht, dass Ihr Schiff und Ihre Crew in so große Gefahr geraten könnte. Sie sind völlig anders als wir. Ich habe geglaubt, Sie wären immun gegen Psikräfte, wie man sie von den Landgehern erzählte. Es tut mir aufrichtig leid."
 
"Noch ist nicht gesagt, wer dafür verantwortlich ist, dass wir den Kontakt verloren haben. Darum haben ich und mein Begleiter beschlossen, zurück zu fliegen und zu sehen, ob wir die Spur der Picard aufnehmen können. Ein Mitglied der Schwimmhautlosen-Gemeinde hat angeboten, uns zu begleiten. Als Vermittler."
 
Der Ashani machte ein Geste der Abwehr. "Nein, Sie sollten nicht in Ihrem kleinen Shuttle reisen. Das ist zu gefährlich. Wir werden Ihnen ein Schiff zur Verfügung stellen. Und ... ich werde Sie ebenfalls begleiten."

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  Projekt Brieftaube Log 2 NPC Pierre Goddard / Rollo Vega
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jan-Thu-2019, 04:55 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

==========  Im Büro von Admiral T'Khellian  ==========


Ein junger schlaksiger Mann stand vor dem breiten Schreibtisch einer recht gut aussehenden jungen Dame, die immerhin nichts Geringeres war, als die Sekretärin von Admiral Sareth T'Khellian.

"Was darf ich für Sie tun, junger Mann?" näselte sie ziemlich von oben herab.

"Äh...ja...ich...möchte Frau T'Khellian sprechen. Es ist wichtig."

"Das, mein Bester, behaupten alle, die hier stehen. Was soll denn wohl so wichtig sein, daß die Admiralin ausgerechnet Sie vorlassen sollte?
Was sind Sie? Ein Taxiflieger der Firma Rollo Vega? Nie gehört von der."

"Sehr verehrtes Fräulein. Mein Muttchen hat mir beigebracht, immer höflich zur Damenwelt zu sein, aber in diesem Fall muß ich Sie dringend bitten, mich zu Ihrer Cheffin vorzulassen, zumal ich den Auftrag von meinem Chef habe, mich unter gar keinen Umständen abwimmeln zu lassen.
Rollo hat gesagt, Ihre Cheffin würde mir die Füße küssen, wenn sie diese Nachricht hört."

Der Vorzimmerdrachen rümpfte ihr zartes Näschen: "So, hat er gesagt. Er scheint die Frau Admiralin ja sehr gut zu kennen?"

"Das könnte mal wohl so sagen, denn die Beiden sind seit Jahrzehnten eng befreundet."

"Die Frau Admiralin würde sich nie mit Taxifliegern abgeben."

"Na ja, ich weiß darüber nichts Genaues, aber mein Boß hat gesagt, er sei der beste Freund von ihr, und wenn er einen Boten schicken würde, würde sie alles stehn und liegen lassen und ihn sofort empfangen."

"Ihr Chef scheint ein ziemlich übersteigertes Selbstwertgefühl zu haben, trotzdem ich werde mal nachfragen. Aber ich darf Ihnen sagen, daß die Chance gegen Null geht, empfangen zu werden."

Die Sekretäring drückte eine Schaltfläche und wartete eine Sekunde:
"Frau Admiralin, hier steht ein junger Mann, der Taxiflieger ist und behauptet, er habe eine wichtige Nachricht für Sie. Sein Chef, ein gewisser Rollo Vega, habe ihn geschickt."

"Senden Sie ihn sofort herein, Fräulein Meinecke."

Das Gesicht des Drachens sprach ganze Romane.

Der Kerl lächelte sie maliziös an: "Was hab ich Ihnen gesagt? Mein Chef lügt eigentlich nie bei solchen Dingen."

"Shocking! Folgen Sie mir, bitte!"

Es war nur zu gut zu erkennen, daß das heute nicht ihr Tag war."

Pierre, wie der junge Kutscher hieß, lächelte: "Darf ich Sie heute abend zu einem kleinen Drink einladen? Ich denke, den könnten Sie jetzt gut gebrauchen.
Ich sehe hübsche Damen wie Sie nur ungerne leiden."

Ihr Blick hätte ihn eigentlich sofort erdolchen müssen.


==========  Vor Sareth T'Khellian  ==========

Sareth stand an einem Fenster und blickte nach draußen.

"Sie können gehen, Fräulein Meinecke. Ich denke, dieser Herr hier wird keine Gefahr für mich darstellen, oder?"

Pierre betrachtete diese ältere Dame genauer.
Rollo hatte sie als sehr attraktiv und hoch intelligent beschrieben, und er mußte zugeben, daß sein Boß absolut recht hatte.
Auch wenn es schon einige Jährchen zurück lag, als Rollo mit ihr Abenteuer erlebt haben wollte, von denen er immer mal wieder zu schwelgen anfing, und Pierre jedes Mal dachte: 'Wenn auch nur ein Viertel davon wahr wäre, mußten das ja geradezu unglaubliche Sachen gewesen sein.'
Na ja, der inzwischen weißhaarige Schwerenöter übertrieb sicher immer mal gerne ein bißchen, aber die Tatsache, daß diese Admiralin ihn ohne lange zu zögern sofort reingelassen hatte, sprach schon dafür, daß die Beiden tatsächlich so Einiges miteinander erlebt hatten.
Trotz ihrer grauen Haare war sie immer noch eine sehr gut aussehende Frau.

Sareth drehte sich langsam zu ihm um: "Nun, was läßt das alte Raubein mir ausrichten, das so eilig ist, einen Boten zu mir zu schicken?"

"Na ja, er sagte mir, daß Sie nach dem Forschungsschiff Jean-Luc-Picard suchen, das seid längerer Zeit irgendwo zwischen dem Andromeda-Nebel und der Milchstraße verschollen ist?"

"Das ist richtig. Leider haben wir bisher nur sehr wenige Anhaltspunkte und keinerlei wirklich konkrete Hinweise über ihren Verbleib. Und wir haben große Probleme, die weitere Suche zu finanzieren.
Aber setzen Sie sich doch! Möchten Sie einen Kaffee?"

Pierre nichte, und T'Khellian gab Order.
Und kurz darauf kam ihre Vorzimmerdame mit einer süß-sauren Mine herein und stellte eine Tasse vor Pierre hin. Sie schepperte ziemlich.

Die Admiralin musterte ihn: "Sie sind einer von Rollos Kutschern?"

Er nickte: "Mein Name ist Pierre Goddard. Ich arbeite jetzt seit etwa 3 Jahren bei Rollo...äh...Mister Vega.
Ich hatte eine Tour zur Erde und da gab mir Rollo einen Chip mit, den ich unter allen Umständen nur Ihnen persönlich übergeben sollte.
Ich weiß nicht sehr viel darüber, nur, daß offensichtlich einer meiner Kollegen auf einem Planeten, der sich Brrunolistro oder so nennt, Mitglieder der Crew gesehen haben will.
Auf dem Chip gibt es die genauen Koordinaten und sogar ein paar Aufnahmen von Überwachungskameras bei der Polizei, wo einige Crewmitglieder arrestiert worden sein sollen.
Fragen Sie mich nicht, wie Rollo daran gekommen ist, aber es waren zweifelsfrei Besatzungsmitglieder der Picard, wie der Kollege berichtete."

"Wissen Sie, was sie dort gemacht haben?"

"Laut Rollo waren die wohl auf Urlaub."

"Auf Urlaub. Na ja, man brauchte den wohl."

Die Admiralin legte den Chip in einen Computer und startete die Übertragung.

"Soll ich lieber gehen?" Pierre erhob sich.

"Nein, Sie können gerne bleiben. Es wäre ja wirklich eine tolle Nachricht, die der alte Raumbär mir gebracht hätte, wenn sich das bewahrheiten würde."


In der Mitte des Raums entfaltete sich ein Hologramm, das zunächst den alten Rollo zeigte, wie er leibte und lebte:
"Hallo, Kleines. Wie geht es dir dieser Tage? Prügelst du dich immer noch mit den griesgrämigen Verwaltungsfuzzis herum, die einem schon immer das Leben zur Hölle machen konnten.
Ich hoffe, dir und deinem Göttergatten Charles McGregor - Charlie - geht es ok, wenn man mal von den politischen Widrigkeiten absieht.
Sowie ich mal wieder in der Nähe von Terra bin, müssen wir unbedingt einen Zwitschern.

So, jetzt aber zum Geschäftlichen: Ich denke, ich habe eine wirklich gute Nachricht für dich, denn der Picard scheint es den Umständen entsprechend gut zu gehen, und auch ihrer Crew.
Ich denke, das kann man den Angehörigen durchaus mitteilen.

Einer meiner Piloten war vor etwa einem Jahr auf einem ziemlich abseits zwischen den großen Galaxien gelegenen Planeten, der sich im einheimischen Gekrächze etwa wie 'Brrunolistro' anhört. Auf meinen Karten ist er nur mit einem Kürzel erwähnt. RH 6759 Y Delta.
Ein Planet, der noch nicht einmal Raumfahrt selbst in geringster Form betreibt.
Die genauen Koordinaten findest du am Ende der Übertragung mit allen Daten, die ich auftreiben konnte und die mir mein Fahrer berichtete.

Mein Mann sollte einen etwas zwielichten Herrn in einer geheimen Mission dort hinbringen.

Während der Tage seines Aufenthaltes hörte er immer wieder Geschichten von Fremdlingen aus dem Norden, die dort Probleme mit den Einheimischen gehabt haben sollen.
Einer von denen hatte auch eine Weile im örtlichen Polizeirevier verbracht.
Und weil er sich weigerte, eine der lokalen Schönheiten zu ehelichen, gab es riesigen Streß.

Mein Fahrer, der diese Geschichte vom Dorfpolizisten hatte, konnte ihn überreden, ihm mal das Filmchen zu zeigen. Und er war sich sicher, den Insassen zu kennen: Ein Mann namens Hohardus Edzardus, mit dem er mal auf die Akademie gegangen war.
Und Mister Edzardus hatte ihm noch erzählt, daß er auf dem neuesten Forschungsschiff, der Picard, angeheuert habe.

Er bestach den Bullen und machte sich eine Kopie der Aufnahmen, die du ebenfalls gleich ansehen kannst.

Als der Fahrer wieder zurück in der Umlaufbahn war, überprüfte er die Umgebung und fand Spuren eines WARP-Sprunges, der natürlich nicht von diesem Planeten herrühren konnte.
Die Richtung des Sprunges konnte noch rudimentär festgestellt werden.

OK, wir wissen nicht 100 %ig, ob es tatsächlich die Picard war, aber ihr werdet die Filmaufnahmen sicherlich dem Edzardus zuordnen können, genau wie das Sprachmuster.
Und es waren ja auch noch andere darauf zu sehen, die sicherlich auch identifizierbar sind.

Leider hatte ich es etwas verpennt, dir die Sachen schneller zukommen zu lassen, aber ich hoffe, du kannst mir noch mal verzeihen. Es gibt weiter keine Hinweise darauf, wo das Schiff jetzt ist, aber ich dachte, daß ihr damit endlich einen tatsächlichen Beweis dafür habt, daß die Picard noch unter uns weilt.
Da müssen die politischen Lackaffen doch endlich mal etwas mehr Kohle locker machen, um denen da draußen zu helfen.

Ich trinke auf dich, Charlie, die alten Zeiten und die Picard einen ordentliuchen Schluck echten schottischen Maltwhiskeys. Prost, Sareth, laß es dir gut gehen!
Wir hören von einander."

Rollo verschwand und statt desen erchiehn eine Karte des Sektors zwischen den Galaxien, dazu der Planet selber, wie ihn der Taxifahrer aufgenommen hatte, und alle verfügbaren Daten über ihn und seinen Zentralstern.

Und dann noch der Film aus der Arrestzelle, bei dem sich Pierre fast verschluckte vor Lachen.


Die Admiralin schien plötzlich wie ausgewechslt und jugendlich:
"Ich danke Ihnen sehr, daß Sie mir die Nachricht überbracht haben. Wenn Sie noch etwas Zeit auf Terra haben, würde ich mich freuen, wenn Sie meinen Mann und mich mal in Schottland besuchen würden."

"Leider muß ich morgen schon wieder los, aber ich werde Rollo alles erzählen."


Sareth drückte auf das Com und das Fräulein erschien: "Miss Meinecke. Lassen Sie meinen Gleiter vorfliegen und diesen Piloten hier zu seinem Hotel bringen. Und zahlen Sie ihm für seine Aufwendungen 500 Kredits."

Pierre wollte protestieren, aber der Blick Sareths ließ das nicht zu.

Kaum, daß Pierre verschwunden war, ließ sie eine Verbindung zu Charlie herstellen, um ihm die Neuigkeiten zu berichten.

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  "The Orville" und "Discovery" - neue Staffel - meine Meinung
Geschrieben von: Sareth - Jan-Thu-2019, 11:58 AM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (10)

Achtung, Spoiler-Alert!

Ich habe jetzt 4 neue Orville-Folgen gesehen und die erste Folge der Staffel 2 von Discovery (mehr ist ja noch nicht da).

The Orville hat ja etwas Kritik einstecken müssen wegen der Folgen "Home" und "Nothing left on Earth excepting Fishes". Zu "Home" kann ich sagen, ja es hinkte an dieser einen Stelle, wo Alara plötzlich wieder in vollem Kampfeinsatz sein kann, auch wenn man einrechnet, dass ichr die Sorge um Freunde und Familie plötzlich Kraft verleihen. Ansonsten war es aber eine gute Folge - nur das Ende fand ich nicht gut. Aber nun ja, vielleicht hat die Schauspielerin ein besseres Angebot oder Familienplanungsgründe Zwinker
Bei "Nothin left" wurde vor allem kritisiert, dass da ein ähnliches Motiv kam wie voriges Jahr bei der Discovery mit Ash Tyler, der sich dann als umgewandelter Klingone entpuppte. Hier hatten wir nun plötzlich eine als Mensch umgewandelte Krill, die auch noch Tyler hieß... Ist mir natürlich auch gleich aufgefallen und nach gucken der Episode dachte ich mir "so, nun hat Orville gezeigt, was man aus so einer Idee TATSÄCHLICH rausholen kann". Viele Kritiker sahen das nicht so und stempelten es als dumpfes Plagiat ab. Ich weiß nicht, ob es nicht doch Zufall ist, denn die beiden Serien wurden so dicht nebeneinander produziert, dass zum Abkupfern eigentlich kaum Zeit blieb. Und das haben die Schreiber und Produzenten (Berman und Bormanis) auch nicht nötig, denen fällt genug ein. Außerdem fand ich, dass die Ähnlichkeiten nur äußerlich sind. Ziel der Krill ist es, Captain Mercer zu fangen und gemäß ihrer Religion Rache zu üben. Dabei wird die Krill zu einem Menschen gemacht, wohl so ähnlich wie das mit Spezies 8472 aus Voyager ging. Jedenfalls gab es die Menschenfrau vorher nicht. Der Plan der Krill misslingt, weil das Krillschiff von anderen Gegnern angegriffen wird und Mercer sowie "Tyler" alias Krillfrau auf einem Planeten notlanden müssen. Dort gibt es Gelegenheit, die vorher bei der Moviesession in Mercers Quartier angesprochene Thematik "Vertrauen lernen" in der Praxis umzusetzen. Sehr gutes Star Trek, ohne zu schmalzig zu werden. Lässt viel Raum für mehr.
Ash Tyler war nicht zu einem Menschen umgewandelt worden, sondern beide Charas verschmolzen (wie auch immer das gehen sollte). Er sollte die Flotte unterwandern und Informationen sammeln. An moralische Erkenntnisse in Bezug auf Tyler und Michael Burnham kann ich mich nicht erinnern (aber vielleicht erinnere ich mich auch nicht, bzw. hab ich nicht alle Folgen gesehen. Wer es besser weiß, kritisiere ruhig).
Es war einfach Pech, dass nicht die Orville-Folge eher kam...

Zu Discovery: ja, es sieht besser aus als voriges Jahr. Wobei ich mit "besser aussehen" nicht die Effekte meine, sondern das Flair. Das ist vor allem dem neuen Chara Captain Pike zu verdanken. Auch ist der Spore-Drive abgeschaltet, was ja schonmal auch positiv zu werten ist...
Ansonsten fand ich doch wieder, dass zahlreiche Situationen nur deshalb eingebaut wurden, um des langen und breiten in Effekten zu schwelgen, ob das nun Sinn machte oder nicht. Z.B. steigen die auf der Discovery in einen Turbolift - und dann sieht man die Turboliftröhre VON AUSSEN (???), bzw. gleich mehrere, die sich wie auf einem Rollercoaster auf dem Jahrmarkt durch relativ leeren Raum schlängeln, in dem Wartungsdrohnen fliegen. Ähm... sah aus wie ein Spacedock. Sollte das noch IN der Discovery sein? Gleiches Problem, als diese Kapseln abgeschossen werden. Da saußen sie durch Röhren gefühlte 2 Min. nach draussen. Spielt das auf einen Sternzerstörer von 3 km Länge oder wie? Sehr irritierend.
Auch gibt der minutenlange Kapselflug durch ein Asteroidenfeld Gelegenheit, Star-Wars-Flugmanöver einzubauen, Burnham wieder als Allerbeste und Retterin des Captains zu zeigen - und dass, obwohl noch kurz vorher die holographischen Kameras der Discovery den Ziel-Asteroiden in doch relativer Nähe frei vor der Nase hatten. Warum fliegen die also wie die Irren durch das Feld?
Die Szenen im gestrandeten Schiff - sehr gut.
Die Brückencrew sind immer noch Statisten und ich frag mich immer noch, was diese Roboterdame da ist. Überhaupt sehen einige Crewmitglieder aus, als wäre man frühzeitig den Borg begegnet. Die Geschichte handelte hauptsächlich von Burnham und Tilly (die etwas nervig und hibbelig ist, da sollten die Schreiber vielleicht etwas zurück drehen). Burnham ist natürlich wie zuvor die Schlauste (kommt als einzige drauf, Transporter-Enhancer zu benutzen), Schnellste, beste Pilotin, kann die meisten G aushalten .... und wurde vor allem deshalb von Sarek adoptiert, DAMIT DER KLEINE SPOCK EMPATHIE LERNT. (O-Ton) Hm.... nach allem, was wir bisher wissen, nahm Sarek seinem Sohn gerade dieses "Gemenschel" immer etwas übel, weswegen er ja auch nicht wollte, dass er zur Sternenflotte geht....

Bisher kann ich also sagen, ich geb Discovery noch eine Chance und gucke die nächsten Folgen. Prinzipiell brauche ich keine hektischen Kameraschwenks und Technik-Gimmiks wie sich selbst organisierende Raumanzüge, James-Bond-Rennen durch ein zusammenstürzendes Gebäude und Ähnliches, sondern Herz und Story. Die vermisse ich  nach wie vor.

Ach ja, und der niesende Saurianer im Lift der Discovery wäre vielleicht bei Orville lustig gewesen. Hier war er out of place.

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  Dämonen Log 19 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jan-Sat-2019, 08:36 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  Bei den Schwimmhaut-Losen  ==========
 
Die vermummte Gestalt zog Howy ins Dunkel. Er konnte die Hand vor Augen nicht sehen, aber sein Führer leitete ihn sicher durch das Gewirr und um Hindernisse herum.
Als Howy seine Lampe anmachen wollte, erschrak sein Kontakt und verbot es ihm. Warum, erklärte er nicht.
 
Nach einer Weile, die er nicht wirklich abschätzen konnte, sah man ein paar schummerige Lichter, die eher uralten Tranfunzeln glichen, aber durchaus elektrisch waren.
Sein Führer brachte ihn zu einer Gruppe von Personen, die um die Lichtquelle herum saßen.
Diese zeigten kein Erstaunen, sondern machten eher einen glücklichen Eindruck, daß er gekommen war.
 
Eine Frau erhob sich.
 
„Setz dich zu uns! Es ist gut, daß du gekommen bist, denn wir setzen große Hoffnung in dich und deinen Partner. Ich hatte gestern versucht, mit deinem Captain Kontakt zu machen.
Wir hoffen sehr, daß eure Gegenwart unsere Situation zum Besseren verändern wird, denn, obwohl unser Volk die Raumfahrt beherrscht und wir sogar eine Art Sternenreich besitzen, das aus 8 Systemen besteht, hatten wir noch nie Kontakt mit einer anderen Zivilisation.
Unsere Regierung tut Alles, um solche Kontakte zu verhindern.“
 
„Warum das denn? Bei uns in der Föderation sind wir der Überzeugung, daß das Beste an der stellaren Raumfahrt der Kontakt mit anderen Zivilisationen ist, weil wir von denen ungeheuer viel lernen können.
Das geschah zum Beispiel gleich zu Beginn unserer Raumfahrtgeschichte, als ein vulcanisches Raumschiff unseren ersten WARP-Flug beobachtete.
Heute ist ein Mann dieses Volkes der Kapitän unseres Raumschiffes.
Und obwohl wir nur 56 Besatzungsmitglieder an Bord haben, gibt es 11 verschiedene Spezies darunter. Und das ist für uns Alle sehr gut und für den Erfolg unserer Expedition erst recht.
Und unser Schiff selber basiert auf den erfolgreichsten Baugruppen terranischer aber auch romulanischer Technik.“
 
„Das ist bewundernswert, und wir hier würden uns eben dieses auch wünschen, aber die Ashani haben sich in eine Isolation getrieben, aus der es derzeit kaum einen Ausweg gibt.
Und jetzt seid ihr hier gelandet und habt dieses Weltbild schon nur durch eure kurze Anwesenheit erschüttert.
Unsere Regierung hat jetzt das riesige Problem, zu erklären, was es bedeutet, mit euch Kontakt zu haben.
 
Technisch sind wir euch möglicherweise in einigen Aspekten voraus, aber zivilisatorisch liegen wir weit zurück, wenn ich mir das Wenige betrachte, was wir über euch inzwischen kennen.
Und genau da hoffen wir, daß es durch diesen Kontakt eben auf diesem Sektor entscheidende Fortschritte geben könnte und auch wird.“
 
Sie boten Howy etwas zu trinken an, was eindeutig alkoholisch war und höllisch brannte. Er hustete ein wenig.
 
„Unser eigenes Nationalgetränkt. Oder besser: Das der Leute, die so sind wie wir.“
 
„Ihr seid keine Wasserwesen, wie mein Captain schon gestern bemerkt hat. Euch fehlen die Schwimmhäute zwischen den Fingern.“
 
„Das hat er richtig bemerkt, und das ist auch unser Problem.
Im Verhältnis zu den Ashani waren wir immer eine sehr kleine Minderheit. Vor tausenden von Jahren haben unsere Vorfahren das Wasser- mit dem Landleben vertauscht, und die Evolution hat uns dann eben für diese Umgebung ausgestattet.
Wir sind deswegen auch nicht abhängig von Nahrungsmitteln aus dem Wasser, sondern haben angefangen, das Land zu bebauen und uns an diese Nahrungsmittel gewöhnt.
Und genau da liegt jetzt auch das Problem: Die Ashani haben uns seit tausenden von Jahren als Außenseiter betrachtet, die ihre Ruhe und das Gleichgewicht der Natur stören!“
 
Howy machte ein ernstes Gesicht: „Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Auch auf unserem Planeten hatten wir solche Probleme. Man grenzte Minderheiten aus, nur weil man glaubte, sie hätten Eigenschaften und Sitten, die nicht ins Bild der Regierungen paßten.
Gott sei Dank haben wir diese inzwischen überwunden.“
 
„Genauso argumentieren die Regierenden unter den Ashani auch. Wir haben zum Beispiel keinen Laichzyklus mehr, sondern gebären unsere Jungen lebend in Bauchtaschen, die aber immer noch voll Wasser sind bis die Kleinen schlüpfen.“
 
„Aber wo ist dann das Problem? Die Ashani sollten doch froh sein, wenn durch euch auch die Kontinente besiedelt und bebaut werden?“
 
„Sollte man denken, aber statt dessen wurden wir in Ghettos wie diesem hier gesperrt und durften uns nicht in der Öffentlichkeit zeigen, um sie nicht ständig an unsere Existenz zu erinnern.
Vor etlichen Jahrhunderten waren wir noch viel mehr, aber als die stellare Raumfahrt erfunden wurde, kamen die Politiker sofort auf die Idee, uns wegzubringen auf einen anderen Planeten, um uns aus dem Blick zu bekommen.“
 
„Seid ihr die Dallharan?“
 
„Jein! Ja und Nein. Als Dallharan bezeichnen sie die Expatriierten, die aber natürlich unsere direkten Vorfahren waren und immer noch sind.
Das ist eigentlich ein Schimpfwort und bedeutet: ‚Die mit Zauberkräften arbeitenden‘. Eigentlich nennen wir uns selber die Zumi, was in eurer Sprache soviel wie ‚Menschen‘ heißen würde. Oder: ‚Die auf dem Land Lebenden‘.“
 
„Warum nennen sie euch ‚Zauberer‘? Hat das etwas mit Feuer zu tun?“
 
„Woher weißt du davon, Fremder?“
 
„Nennt mich Howy! Einer der Ashani hat mich auf einen Ausflug in deren Unterwasserstadt genommen. Dabei zeigte er mir voller Stolz eine Ruinenstadt, die mehr als 2000 Jahre alt sein sollte.
Dabei fand ich durch Zufall einen flachen Stein, auf dem eine Person abgebildet war, die offensichtlich einen Flammenkranz um den Kopf trug.“
 
„Hast du deinen Fund denen gezeigt?“
 
„Nein. Es war mir klar, daß die das nicht gerne sehen würden. Deshalb habe ich ihn in die Tasche gesteckt und nur meinem Captain gezeigt, den das sehr interessierte.“
 
„Ja, dieses ‚Feuer‘ war der Grund, warum man uns so nannte.
Wir hatten einige ‚Magier‘ unter uns, die die Kaste der Priester bildeten.
Diese verfügten über Fähigkeiten, den Gläubigen Visionen zu geben, mit denen sie uns religiös einstimmen wollten.
Sie konnten aber auch welche produzieren, die sich anfühlten, als würde der Kopf brennen. Daher dieses Bild mit den Flammen.
Dieses wurde aber nur zum absoluten Selbstschutz angewendet, da wir den Besitz jeglicher Waffen ablehnten.
Außerdem war es, von der schmerzhaften Illusion abgesehen, ohne jede negativen Folgen für den Betroffenen.
Aber es erwies sich als wirksamer Schutz und hat uns über tausende von Jahren geholfen, unsere eigene Kultur zu entwickeln und zu fördern, bis eben die Ashani die Raumfahrt erfanden.“
 
„Könnte ihr das heute noch?“
 
„Nein. Wir haben hier keine weisen Leute mehr. Als man auf die Idee kam, unser Volk wegzuschaffen, hat man systematisch Jagd auf sie gemacht und wirklich Niemanden von ihnen vergessen.
Wir versuchen uns heute ohne diese Riten zu behelfen, aber jetzt hoffen wir, daß eure Ankunft unsere Regierung endlich dazu bewegen wird, wieder einen Kontakt und eine Zusammenarbeit mit unseren Verwandten herzustellen und endlich ‚normale‘ Verhältnisse zu schaffen.
Schließlich sind wir auch die Bewohner dieses Planeten. Eigentlich sind wir sogar die gleichen, nur daß wir auf’s Land gegangen sind und gelernt haben, dort zu leben.“
 
„Ich würde mich freuen, wenn wir euch helfen könnten.
Unser Schiff, die Picard, ist im Singam-Nebel, um dort die Situation zu erforschen. Und sie ist seit einigen Stunden verschollen. Oder besser: Sie antwortet nicht.“
 
„Der Singam-Nebel ist der Ort, wohin man unsere Leute gebracht hat. Man hat sie dort ausgesetzt ohne jede Hilfsmittel. Nur mit dem wirklich Notwendigsten. Wahrscheinlich hatte man gehofft, daß sich das Problem von selber lösen würde, aber wir sind, obwohl wir nie wieder etwas von ihnen hörten, davon überzeugt, daß sie überlebt und sich wieder organisiert haben.
Wir wünschen uns seit Jahrzehnten, daß man uns erlaubt, sich wieder mit ihnen zu treffen.
Wir sind eine von Grund auf friedliche Zivilisation, die niemals zur Waffengewalt greifen würde.
Aber warum lassen sie uns nicht?
Weil sie Angst davor haben, zugeben zu müssen, daß auch wir intelligent sind. Oder daß auch wir etwas zur Entwicklung dieses Planeten beitragen können.
Nach deren Vorstellungen stören wir die Harmonie, die überhaupt das Argument ist, mit denen sie eigentlich jede Entwicklung, die nicht in ihr Gedankenschema paßt, sofort abblocken.
Wie euren Durchflug. Was soll uns oder diesen Planeten daran stören, wenn ein kleines Raumschiff durch unser System fliegt. Zumal ihr ganz offenbar auch kein Kriegsschiff seid.“
 
„Nein, die Picard hat einige Waffensysteme, die aber nur zur Selbstverteidigung gedacht sind. Zum Beispiel gegen Piraten.“
 
„Du sagtest, euer Schiff sei verschollen und antwortet nicht mehr?“
 
„Das stimmt. Könnte es sein, daß die Regierung das absichtlich macht, um uns wegen euren Verwandten keinen Kontakt zu ermöglichen?“
 
Die Frau nickte: „Das könnte so sein, aber ich könnte mir eher vorstellen, daß die Weisen dort eure Kommunikation lahmgelegt haben, und euch möglicherweise mit ihren Visionen angreifen, weil sie denken, daß ihr feindlich gesonnen seid.
Sie wollen euch vielleicht abschrecken, auf ihrem Planeten zu landen, weil sie befürchten, daß ihr von den Ashani kommt und Übles im Schilde führt.“
 
„Ich würde euch ja gerne helfen, aber was und wie könnten wir das tun?“
 
„Es wäre vielleicht besser, wenn ihr zuerst wieder zurück auf die Picard gehen würdet und der Besatzung die Problematik erklären könntet.
Vielleicht könnt wir dann einen friedlichen Weg zur Lösung finden, der dann auch den Ashani vermittelt werden könnte.“
 
„Ich könnte mit unserem Shuttle hinfliegen und denen berichten?“
 
„Das wäre gut.
Vielleicht würde das endlich nach so vielen Jahren bewirken, daß man uns überhaupt erst einmal wahrnimmt und uns akzeptiert als gleichberechtigten und nützlichen Teil der Bevölkerung dieses Planeten.
Vielleicht seid ihr der Auslöser dieser Entwicklung. Wir haben unsere ganze Hoffnung in euch gesetzt, Howy.“
 
„Ich hätte nie gedacht, daß mal ein halber Planet seine Hoffnungen ausgerechnet in mich setzt.“
 
„Du bist stark und mutig, Howy. Sonst wärst du nicht zu uns gekommen.
Bitte berichte deinem Captain, was du von uns gehört hast. Wirst du das tun?“
 
„Natürlich.
Aber wenn ich oder zusammen mit meinem Captain zur Picard fliege, wäre es nicht besser, wenn Einer von euch mitkommen würde?
Zum Beispiel Sie?“
 
Die Anwesenden sahen einander an.
 
„Eine gute Idee. Nur wer sollte gehen?“
 
Alle blickten auf die Frau.
 
Ein sehr alter Mann erhob sich: „Ich, Garal, sage, daß Niemand besser geeignet ist, als Juva.“
 
Alle nickten.
 
Howy stand auf.
„Ich gehe jetzt und berichte Sokar, das heißt meinem Captain.
Der ist sehr klug und wird sicherlich eine Lösung finden.

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  Dämonen Log 18 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jan-Thu-2019, 08:24 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  Bei den Ashani  ==========
                                                  
Die Picard reagierte nicht.
Egal, was sie versuchten oder welche Frequenzen man nutzte, es kam keine Antwort. Langsam begann selbst der stets beherrschte Sokar, unruhig zu werden, was Howy daran bemerkte, daß er ständig zum Fenster ging und hinaus in die Nacht starrte, in der es absolut nichts zu sehen gab.
 
„Die schicken unser Schiff zum Singam-Nebel, ohne uns vorher etwas gesagt zu haben. Die hätten uns ja wenigstens berichten können, was uns da erwarten würde oder ob die Wesen dort aggressiv oder harmlos seien.“ Howy stellte sich neben Sokar und starrte in die Finsternis. „Sie ließen die Picard ins Ungewissen fliegen, Da tut sich mir die 5-$-Preisfrage auf, warum sie das taten? Und warum schaffen sie es nicht, trotz ihrer fortgeschrittenen Technik, keinen Kontakt herzustellen? Selbst wenn an Bord alle ohnmächtig wäre, würden automatische Systeme reagieren und antworten. Wir haben vielfach redundante Systeme an Bord, die nahezu die übelsten Katastrophen überstehen würden. Das geht nicht mit rechten Dingen zu, Captain.“
 
Sokar schwieg eine Weile: „Darüber denke ich schon die ganze Zeit nach und muß zu dem Schluß kommen, daß die Ashani es möglicherweise gar nicht wollen, daß wir dort sind oder gar Kontakt mit den Dhallharan aufnehmen könnten. Wäre es möglich, noch einmal mit den Schwimmhaut-Losen Kontakt aufzunehmen? Sicherlich könnten die uns Einiges mehr über die Probleme der Ashani mit den Dhallharan berichten. Ich beginne sogar zu glauben, daß diese Leute Dhallharan sind. Dallharan, die im Untergrund leben oder jedenfalls verpflichtet sind, nicht in der Öffentlichkeit zu erscheinen.“
 
„Jedenfalls will man uns auf dem Umweg über den Singam-Nebel davon abhalten, ihr Gebiet zu durchfliegen und tarnen das mit der Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes der Natur und ihrem Zusammenleben.
Sie scheinen zu hoffen, daß irgend etwas die Picard dort festhalten wird. Daß unser Schiff es dadurch nicht mehr schaffen wird, vor Ende ihrer ‚Feierlichkeiten‘ weiter zu fliegen und dabei ihr Gebiet zu kreuzen. Ich glaube inzwischen, daß die gar nicht wirklich die Picard kontaktiert haben, denn unsere automatischen Systeme würden sofort antworten. Die blockieren absichtlich den Kontakt.
Da die Kameraden aber auch nicht von sich aus senden, scheint dort etwas vorgefallen zu sein, was diese Verbindung verhindert, wobei ich natürlich sehr hoffe, daß es sich um ein eher harmloses Problem handelt, das die Schrauber schon lösen werden. Trotzdem werde ich das unruhige Gefühl nicht los, daß wir uns umgehend zurück zur Picard begeben sollten.“
 
Aber ich muß hier zunächst meine Mission abschließen“, stöhnte Sokar. „Ich kann jetzt nicht einfach gehen. Ich glaube nicht, daß die wirklich etwas Böses im Schilde führen.“
 
Howy stand auf: „Dank meiner Herumstrolcherei kenne ich mich inzwischen ein wenig in der Stadt aus. Ich werde zurück zu der Brücke gehen, wo wir die Schwimmhaut-Losen getroffen haben. Da wir recht auffällig sind, werden sie uns beobachten, in welchem Loch sie auch stecken mögen, und dann werden sie es vielleicht noch einmal versuchen, uns anzusprechen.“
 
„Aber Sie werden wohl kaum eine Erlaubnis dafür bekommen, nachts da so ganz alleine herumzuwandern.“
 
„Sicherlich nicht, aber ich werde ja auch nicht um Erlaubnis bitten, sondern im Klo aus dem Fenster steigen.“
 
„Im Klo?“
 
„Ich habe da heute morgen mal ein bißchen die Lage gepeilt, weil ich das unruhige Gefühl hatte, es könnte einmal nützlich werden, uns über die Dächer zu verdrücken. Und von da aus könnte es gut möglich sein. Außerdem habe ich noch in meiner Jacke eine Art Notfallset, zu dem auch ein 50 m langes Hochleistungsseil gehört. Letzter Schrei der terranischen Chemie. Das Seil ist nur etwa 2 mm dick, federleicht und trägt ganz locker einen Menschen, wobei man allerdings ein paar Handschuhe braucht, weil man sich sonst die Hände abschneiden könnte. Und da es derart dünn ist, wird auch ein eventueller Wachposten es kaum sehen können, und auch mit Scannern dürfte das Material nicht zu erkennen sein.“
 
„Was Sie so alles in den Taschen haben?“
 
„Tja, schon mein Urahn Hohardus Edzardus Eilers soll immer gesagt haben, man sollte auf alles vorbereitet sein, wobei er allerdings damit immer ein handliches Fläschchen Hochproprozentiges meinte.“
 
„Sie müssen eine seltsame Familie gehabt haben, Mister Edzardus, aber ich gebe zu, daß Ihre Interprätation der Aussagen Ihres Vorfahren was an sich hat.
Also gut. Versuchen Sie es.  Aber seien Sie vorsichtig, denn wir dürfen unter keinen Umständen unsere Mission gefährden.“
 
Howy grinste: „Ich glaube eh nicht, daß die uns je Zugeständnisse gemacht hätten. Wir sollten sehen, daß wir zurück auf’s Schiff kommen und dann Gas geben. Immer Richtung Heimat.“
 
Howy zog sich extra was Dunkles an und holte die Notfallsausrüstung aus seiner Jackentasche. Dazu gehörte auch eine kleine Hochleistungslampe und ein winziges Gerät, das ihn zumindest unter günstigen Bedingungen etwas maskieren konnte, wobei er natürlich nicht wußte, ob und was für Scanner die Ashani am Mann haben würden.
 
„Ich geh dann mal, Sir. Ich will keine Prognose anstellen, aber vor Sonnenaufgang werde ich sicherlich wieder zurück sein.“
 
Sokar nickte: „Seien Sie vorsichtig, Mister Edzardus.“
 
„Da können Sie Gift drauf nehmen, Sir“
 
Sokar stellte fest, daß er sich an die Ausdrucksweise der Terraner, besonders aber der seines Navigators, wohl nie richtig gewöhnen würde. Warum können die bloß nicht mal sich einfach, präzise und kurz ausdrücken? Vielleicht würden die Terraner eben doch noch ganz dringend einen weiteren zivilisatorischen Sprung benötigen, bevor man sie wirklich als gleichwertige Spezies akzeptieren konnte? Immerhin gab es auf Vulcan eine ganze Reihe durchaus intelligenter Leute, die davon überzeugt waren, daß die Menschen noch Zeit brauchten, um wirklich zivilisatorisch auf einem hohen Niveau anzukommen. Aber neben dieser Flapsigkeit hatten sie einen ungeheuren Tatendrang, der sie nie aufhielt, etwas zu tun, was sie sich einmal vorgenommen hatten. Was immer es auch sei, und koste es das eigene Leben. Und Mister Edzardus war einer von denen.
 
Howy winkte noch mal kurz und kletterte auf das Sims des Fensters. Er befestigte das Seil um einen Fensterrahmen, denn es Gott sei Dank hier noch gab, zog sich die Handschuhe an und schwang sich über die Kante. Als er runter ins Dunkel kuckte, wurde ihm doch ein wenig schwummerich, aber er wußte, daß es höchstens 20 m waren, wie ihn vom Boden trennten.
Er stützte sich nach alter Bergsteigermanier mit den Füßen gegen die Wand, wobei es ihn schon störte, daß er das Seil praktisch nicht fühlte, aber es hielt, was ihn schon ein wenig beruhigte.
 
Einige Sekunden später hatte er wieder festen Boden unter den Füßen. Er zückte den Tricorder, den er vorher auf die planetaren Verhältnisse dieses Planeten eingestellt hatte und peilte die Richtung, um aus dem Park, in dem das Gästehaus lag, zugelangen.
Er sah ein paar Wächter, konnte aber ungesehen auf die Straße gelangen. Dort zog er sich eine Kapuze über den Kopf, versuchte aber, sich immer möglichst im Schatten zu halten, da natürlich selbst im Dunkeln leicht zu erkennen war, daß er kein Ashani war.
Eine Art Hund schnupperte ihn an, jaulte leise und hob sein Bein.
Noch bevor Howy ‚Scheibenkleister…!“ rufen konnte, war das Maleur geschehen. Er fühlte sich echt angepißt!
 
Nach etwa 20 Minuten Marsch hatte er die Brück erreicht, bei der sie angesprochen worden waren.
Er fragte sich, was er jetzt tun sollte, um die Aufmerksamkeit der Schwimmhaut-Losen auf sich zu ziehen, ohne auch irgendwelchen Wächtern aufzufallen.
Er glaubte zwar nicht, daß ihm tatsächlich etwas wirklich Gefährliches passieren würde, aber es würde sicherlich die Aufmerksamkeit der Regierenden auf sich ziehen, was für ihr Vorhaben keineswegs gut sein würde.
 
Er lief ein paarmal an den Säulen entlang, ließ auch mal kurz die Taschenlampe aufleuchten, so als ob er eventuelle Unebenheiten des Weges suchen würde, aber lange Minuten geschah nichts.
Dann aber löste sich ein Schatten von einer dunklen Wand und näherte sich ihm:
„Bist du einer der Terraner?“
 
„Ja.“
 
„Was willst du hier?“
 
„Euch sprechen.“
 
„Warum?“
 
„Nicht hier.“
 
„Komm!


(Fortsetzung folgt morgen)

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  Zwischenlog 1
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Jan-Wed-2019, 05:44 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

Die Allianz von Romulanischem Reich und Terranischem Imperium war seit über einem Jahr Geschichte, aufgelöst durch Prätor Tr'Kaleh. Doch auf die kurze Zeit der Euphorie war ein Höllensturm losgebrochen, wie er selbst den düstersten Fantasien der Inquisition nicht erwachsen konnte. Durch das Wurmloch in den Deltaquadranten waren die Borg eingedrungen, ein Heuschreckenschwarm apokalyptischen Ausmaßes. Nach großen Verslusten war es gelungen, das Wurmloch kollabieren zu lassen und den Zustrom der Maschinenwesen zu stoppen. Die Kernbereiche der alten Reiche verschanzten sich hinter massiven Verteidigungsanlagen. Dutzende Welten aber waren zurück gelassen worden zwischen den Linien, auf sich selbst gestellt, geplagt von marodierenden Warlords und zersplitterten Borgkollektiven, die sich ohne das Hive-Bewusstsein bald nicht mehr viel von einfachen Piraten unterschieden.


*** Riva Prime, ehemalige Kolonie des terranischen Imperiums ***

Riva Prime war ein Ort, der an Trostlosigkeit und Gewalt die traurige Spitze aller Planeten im Niemandsland anführte - zumindest derer, zu denen überhaupt noch Kontakt bestand. Ein gewaltiger Bombentrichter in der ehemaligen Hauptstadt, hervorgerufen durch einen abgeschossene Borg-Kubus, fungierte als zentraler Marktplatz, wobei man Teile der Borgstruktur einfach als Marktstand oder Werkstatt recycelt hatte.

Wie an jedem frühen Morgen mischte sich der Qualm von brennenden Fässern, Garküchen und kleinen Manufakturen mit dem Morgennebel. Die ferne, rötliche Sonne führte einen hoffnungslosen Kampf, die stickigen Schwaden zu durchdringen. Es war kalt. Die globale Energie- und Wärmeversorgung war schon lange  zusammen gebrochen und Ersatzteile fehlten, um auch nur die Rohrsysteme zu flicken. Das Metall wurde schneller gestohlen, als die Roboter schweißen konnten, so ging einer der makabren Witze der Region. Infolgedessen heizten die Leute mit gestohlenem Treibstoff, Müll, alten Einrichtungsgegenständen aus den verwaisten Häusern. Man war erfinderisch geworden, um sich Wärme und Nahrung zu verschaffen.

An der östlichen Seite des Marktplatzes stiegen zwei in lange, schützende Kapuzencapes gehüllte Personen über die schiefen Holzsstufen abwärts, eine größere und eine kleinere Gestalt. Ohne Halt zu machen umrundeten die beiden die Leiche eines Tellariten, die halb auf den Stufen hing. Ein Leben war nicht viel wert. Jeden Morgen lagen irgendwo Tote. Erfroren, erschossen, erschlagen oder von einer Überdosis gepanschter Drogen in die jenseitigen Gefilde befördert. Nach der Hölle, die die meisten hinter sich hatten, vermutlich eine Erlösung... Gefangene, umprogrammierte Borgdrohnen sammelte die Leichen in periodischen Abständen ein, um dem Hygienekollaps zu begegnen, nachdem im Frühjahr die Pest hier Ernte gehalten hatte.

"Drei Boxen Antimaterie!" murmelte eine weibliche Stimme unter der Kapuze der kleineren Gestalt. "Für EIN verdammtes Rationspaket! Was für ein widerlicher Schmarotzer! EIN widerliches ekliges, Scheiß-Rationspaket aus der Scheiß-Imperialen Reserve!"

"Mäßige deine Worte."

"Scheiße!" Die Kapuze der Frau flog zurück und offenbarte ein junges, romulanisches Gesicht mit kurz geschorenem Haar und zornfunkelnden Augen. "Ich habe seit zwei Tagen nichts mehr gegessen, Richard!" Er hatte ihr vor einigen Monaten erlaubt, ihn nur mit dem Vornamen anzusprechen, nachdem sie mitbekommen hatten, dass ihnen jemand auf den Fersen war.

"Ich acquiriere etwas."

"Wovon?! Wenn wir DREI verdammte Boxen verdammte Antimaterie abzweigen, funktioniert das Heizsystem in unserem Wrack nicht mehr!"

"Nalae--" Richard von Rabensteins rechter Fuß war in einen Matschklumpen getreten, in dem ein fauliges Kohlblatt noch das Angenehmste war. Er musste selbst einen Fluch unterdrücken. Heilige Dreifaltigkeit, es wird wirklich Zeit, dass wir diesen Ausbund an Verdorbenheit hinter uns lassen! Er ließ den Blick über die Verschläge unter den röstigen Wellblechdächern und zweckentfremdeten Borginterfaces wandern und über die Gestalten diverser Spezies, die ihren mehr oder minder legalen Geschäften dort nachgingen. Einige waren Sklaven des Imperiums gewesen, andere einst Herren. Jetzt hatte die Not und die Gier sie alle gleich gemacht. Eines dieser Wesen würde sicherlich so zu manipulieren sein, dass ein Tauschobjekt--

Eine Bewegung an seiner Seite riss ihn aus seinen Gedanken. Er blieb stehen und entdeckte ein reptiloides, aber unverkennbar weibliches Wesen, das die linke Krallenhand in seinem Gewand verhakt hatte und mit der Rechten eine Phiole mit rötlicher Flüssigkeit schwenkte. "Bestes K'karvin-Blut! Frisch gezapft! Macht dich high und heiß!"

"Lass mich in Ruhe, Weibsbild!"

"Versuchs doch mal, Sonderpreis! Nur ein halbes Pfund. Oder dein Mantel."

Mit einer heftigen Handbewegung versuchte Richard die Drogenhändlerin abzuschütteln. Eine Spur zu heftig. Das Hemd riss und gab einen deutlichen Blick auf sein Kreuz-Tattoo frei. Der erschrockene Blick der Drogenhändlerin sprach Bände. Sie mochte bekifft sein, aber sie wusste genau, was das bedeutete. Für eine Sekunde starrte sie - dann fuhr sie herum, alle Glieder angespannt zur Flucht. Nalaes geistesgegenwärtiger Griff vereitelte das Vorhaben.

"Soll ich sie töten?" whisperte sie.

Richard presste die Zähne zusammen. Er konnte sich  nicht leisten, entdeckt zu werden. Ein Tötungsbefehl, selbst wenn es eine Höllenkreatur wie diese betraf... Doch was hat Großinquisitor Constantius immer gesagt? Der Zweck heiligt die Mittel, und es gab keinen heiligeren Zweck als die Rettung der Kirche, des Imperiums... Er tastete nach dem Ring, den er an einem Band um den Hals trug. Dann nickte er. "Aber rasch und sauber."

Das Blitzen von Nalaes Skalpell-Messer war ebenso rasch verschwunden wie ihr kurzes Lächeln. Einen Augenblick darauf setzen die beiden ihren Weg fort, den Totengräber-Drohnen noch etwas mehr Arbeit hinterlassend. Nalae hatte sicherheitshalber die Phiole mit K'karvin-Blut an sich genommen. Nur für den Fall, dass ihrem Mentor nicht gelang, mit seinen Psychotricks etwas zu Beißen zu ergattern. Denn der rote Stoff war sicher ein paar Mahlzeiten wert.

--tbc--

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  Dämonen Log 17 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - Jan-Sat-2019, 10:05 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Auf A'shanita / Gästequartier von Sokar und Howy ***
 
Wie an jedem Abend zuvor besprachen Sokar und Howy die Ereignisse des vergangenen Tages.
"Haben Sie schon eine Nachricht von der Picard erhalten, wegen des musikalischen Archivs?" fragte Howy.
 
Sokar verneinte. Er hatte vor einigen Stunden über den Haupttransmitter der Einheimischen sein Schiff angepeilt, jedoch war das Kontaktsignal ausgeblieben."
 
"Die Ashani haben ja gewarnt, dass es Subraumfluktuationen im Nebel geben würde, die die Kommunikation stören könnten."
 
"Ja," antwortete Sokar nachdenklich, jedoch nicht bereit, seine sich formierenden Sorgen mit seinem Navigator zu teilen. Die Ashani hatten sich als überaus fortschrittliche Spezies gezeigt - warum hatten sie diese Fluktuationen nicht längst mit ihrer Technik kompensieren können? Und warum hatten sie diesen relativ nah gelegenen Nebel nicht erforscht, obwohl sie ein über mehrere Lichtjahre reichendes interstellares Reich begründet hatten. Es scheint geradeso, als ob sie auf uns... oder Wesen wie uns... gewartet hatten, um uns die Erforschung dieses Objekts anzutragen...
Sokar begab sich an die Wandnische, die das Äquivalent eines Föderationsreplikators darstellte. Anders als jener funktionierte er jedoch auf der Übertragung elektromagnetischer Gehirnwellen. Ein Ashan hatte am Tag ihres Einzuges das Gerät auf terranische und vulkanische Werte geeicht, so dass es problemlos funktionierte, als der Captain jetzt an einen kühlen Minztee dachte. Langsam trank er ein paar Schluck und versuchte, seine Gedanken zu sortieren. "Ich werde das zweite Kommunikationsfenster abwarten," entschied er dann. "Und morgen versuchen, etwas mehr über die Scheu der Ashani vor diesem Nebel in Erfahrung zu bringen."
 
"Wir hätten Dr. Val'Kara mit auf die Reise nehmen sollen," meinte Howy. "Sie hat doch betazoidische Gene. Sie könnte den Herrschaften hier etwas auf den Zahn fühlen... wobei... haben die überhaupt Zähne?" Howy betrachtete nachdenklich das Astrolabium, das er gestern in einem Antiquitätengeschäft geschenkt bekommen hatte - dem Betreiber war es ein Anliegen gewesen, die Gäste aus der Ferne zu ehren.  "Glauben Sie, die Ashani haben eine genetische Weiterentwicklung gewaltsam verhindert und unterdrücken alle, die anders sind?" fragte er dann, bevor Sokar zu einer Antwort auf die Zahnfrage ansetzen konnte.
 
"Ich kann mir darüber im Augenblick noch kein Urteil erlauben, weil unsere Faktenlage sehr dürftig ist, Mr. Edzardus. Bisher erschienen mir die Ashani als ein ausgesprochen friedliebendes und harmoniebedürftiges Volk, das anstrebt, im Einklang mit der Umwelt zu leben."
 
"Mit der Umwelt vielleicht - aber die eigene Spezies?" erwiderte Howy skeptisch. "Da legen sie vielleicht strengere Maßstäbe an, damit die 'Harmonie nicht gestört wird'."
 
"Das ist eine unlogische Analogie. Harmonie bedarf der Vielfalt, sonst wäre es Eintönigkeit. Dennoch ... hier scheint ein Teil des Puzzles zu fehlen."
 
"Fest steht, das Abweichung von der Norm hier nicht gern gesehen wird. 'Warum sollen wir nicht zufrieden sein mit dem, was die Regierung will' und so ähnliche Sachen habe ich gestern gehört."
 
"Sie machen nicht den Eindruck von Unterdrückten."
 
"Mit Ausnahme dieser ... Schwimmhaut-Losen, offenbar."
 
Sokar ließ die These im Raum stehen. Sie wussten nicht nur zu wenig - die Föderationsgesetze untersagten ihnen auch, sich in die internen Angelegenheiten eines Volkes einzumischen. Was sie auf dieser Reise immer wieder getan hatten...Aber diesmal lag die Sache anders, sagte er sich, konnte jedoch nicht verhindern, dass sich ein unangenehmer anderer Gedanke in ihm formte. War die Sache diesmal nur anders, weil SIE etwas von den Ashani wollten, nämlich die Passage durch ihr Gebiet? War er im Begriff, seine ethischen Grundsätze und die Oberste Direktive reinem Pragmatismus zu unterwerfen? Ich brauche Zeit, um zu meditieren...
 
*** Nächster Tag / Transmitterzentrale ***
 
Von dem kugelförmigen Kontrollraum aus, den man Sokar nicht ohne Stolz vorgeführt hatte, konnte er weite Teile der Meeresbucht übersehen und die Vorbereitungen für die Laichperiode. Bald würden die Feierlichkeiten beginnen, und bis dahin musste er eine Antwort von den Ashani haben, was ihre Durchflugmöglichkeiten betraf... Im Moment jedoch hatte er eine dringlichere Sorge. Die Picard war noch immer nicht zu erreichen, und mehr noch, er bekam den Eindruck, die Ashani in diesem Transmitterzentrum wichen seinen Fragen aus. Die Daten, die man ihm bisher übergeben hatte, erklärten in keiner Weise, warum kein Subraumkontakt zustande kommen konnte. Sowohl die Instrumente der Ashani als auch der Picard sollten in der Lage sein, Fluktuationen und Ionen-Interferenzen dieser Art auszugleichen.
 
"Ich bin in Sorge um mein Schiff und meine Crew," bekannte er unumwunden dem Attaché, der ihn begleitet hatte. "Es gibt nur eine logische Erklärung, warum wir kein Kontaktsignal erhalten: die Picard ist nicht in Reichweite der Transmission oder die Crew ist nicht in der Lage zu senden."
 
"Wir bedauern diese Situation und werden uns um Abhilfe bemühen. Seien Sie versichert--"
 
Sokar hielt es für unlogisch, sich weiterhin mit höflichen Ausflüchten zu begnügen, wenn womöglich das Leben seiner Kameraden auf dem Spiel stand. "Warum haben die Ashani den Nebel nicht erforscht?" fragte er.
 
Der Attaché schien peinlich berührt. "Es ist... ein alter Mythos, ein ... Tabu," gab der Translator seine Worte wieder. "Es ist der Platz des Übels, und unsere Gesetze verpflichten uns seit alters her, nicht dorthin zu gehen, wohin das Übel verbannt wurde."
 
Sokar kannte ähnliche Geschichten aus der mythischen Geschichte vieler Völker der Galaxis. In der Frühzeit vieler Kulturen hatte man versucht, unkontrollierbare Emotionen, Verbrechen oder schlicht unverstandene Dinge auf einen 'Sündenbock' zu laden und zu vertreiben, um so der Gemeinschaft einen rituellen neuen Anfang zu ermöglichen - bevor Staatsgewalt und Gesetz sich mit diesen Problemen befassten. Sokar fand es jedoch faszinierend, dass ein solches Relikt bis in die Zeit interstellarer Reiche gehalten hatte.
 
"Und es gab keinerlei Bestrebungen in der Zeit der Aufklärung, von der Sie mir gestern berichteten, diesen mythischen Ort zu erforschen?" hakte er nach.
 
"Warum sollten wir etwas erforschen, von dem wir wussten, was es ist?" gab der Ashan verständnislos zur Antwort. "Die Dhallharran kamen und nahmen unseren Unfrieden mit sich. Seither sind wir eine friedliche, glückliche, aufstrebende Zivilisation. Wir haben kein Verlangen, das Übel zurück zu holen."
 
Sokar begriff. Die Ashan hatten sie nicht ausgesandt, etwas zu erforschen, weil sie neugierig waren. Sie hatten sie sozusagen als Späher geschickt, ob das Böse noch gebändigt in Ketten im Kerker lag....
 
 
*** Später am Tag im Gästequartier ***
 
Howy war herein gestürmt, ohne Rücksicht auf die Wasserspur, die er auf dem Boden hinterließ, ehe Sokar etwas sagen konnte. Er schwenkte er etwas in der Hand, was einer dünnen Steinplatte ähnelte. "Ich war tauchen mit den Ashani und sehen Sie mal, was ich gefunden habe!" Er drückte das Objekt in die Hand des Captains und wandte sich ins Bad, um dort nach Handtüchern zu angeln. "Das lag in einem riesigen Riff begraben; hätte das nie rausbekommen, wenn ich mich nicht ausversehen mit der Ausrüstung drin verhakt hätte!"
 
Sokar blickte auf die Fragmente einer prähistorischen Ritzzeichnung, die kleine und große Figuren darstellte. Er wischte Sandverkrustungen und Algenschlick ab, um den Fund genauer in Augenschein zu nehmen. Es waren grobe Figuren, auf die wesentlichsten Elemente reduziert, und dennoch als Ashani erkennbar: lang gestreckte Körper, Köpfe mit Kiemen, Schwimmhäute an den erhobenen Händen. Aber neben ihnen waren noch andere Figuren: menschenähnliche Wesen, die an ihren erhobenen Händen keine Schwimmhäute hatten. Über ihnen befanden sich seltsame Gebilde, die Flammen ähnelten. "Die Dhalharran..." murmelte Sokar.

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  Dämonen / Log 16 / XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jan-Sat-2019, 11:46 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Deck 2 / Korridor
 
Bordnacht ist immer ein relativer Begriff. Wie sollte es auch anders sein, war doch die Zeiteinteilung an Bord nach einem Planeten ausgerichtet, der tausende von Lichtjahren entfernt war. Insofern war 3 Uhr morgens nur irgendeine Zeit und dies galt erst recht für Randy Marlowe.
Seit einigen Tagen hatte es keine merkwürdigen Zwischenfälle an Bord mehr gegeben. Die Picard hatte sich wieder auf Kurs zum Singam-Nebel begeben. Und da so etwas wie Normalbetrieb eingekehrt war, sah es Randy als seine Aufgabe an, etwas Ungewöhnliches zu tun. Und dies bestand eben heute daraus, rückwärts durch die Gänge zu joggen. So konnte man manche Dinge besser sehen. Oder besser anders sehen. Also bewegte sich Randy mit bemerkenswerter Geschwindigkeit rückwärts durch die Gänge, was um diese Zeit niemandem so recht auffiel.
Die Ruhe, welche ihn umgab, half Marlowe beim Denken.  Er dachte über sich nach, die Dinge die er erlebt hatte und was noch alles passieren könnte. Eventuell würde er eine wunderschöne Frau finden und extrem reich werden. Was wollte man mehr?
Gerade war Randy dabei, sich auszumalen, wie wohl das Leben als reicher Witwer wäre, als ein langgezogener Schrei ihn aus seinen Gedanken Riss. Aus einem Quartier am oberen Ende kam eine Gestalt gerannt. Sie stieß in vollem Lauf an die gegenüberliegende Korridorwand, fiel zu Boden und blieb zuckend, sich krümmend und vor Schmerzen schreiend, am Boden liegen. Marlowe eilte zu der Person, die er als 2nd Lt. Melvis, eine Mitarbeiterin aus der Astrometrie erkannte.

Me: Hilfe, ich verbrenne, oh bitte lösch doch jemand diese Flammen.

Marlowe sah absolut nichts. Weder Flammen, noch irgendeine andere Verletzung waren an Melvis zu erkennen. Nur dass sie jetzt begann, scheinbar in Panik, den Ärmel ihres Schlafanzuges abzureißen und dann wild um sich zu schlagen.

Me: Weg, geht weg, nein, nein,

Dann gab Melvis nur noch ein Gurgeln von sich.
Marlows Hand schlug so fest auf den Wandkommunikator, dass das gesamte Panel in die Wand gedrückt wurde.

Ma: Marlowe an med. Bereitschaft. Medizinischer Notfall auf Deck 2, Korridor 12/13. Akute Lebensgefahr.

Melvis rollte sich jetzt von einer Seite des Korridors zur anderen, sprang auf, ging 2 Meter und brach dann zusammen. Ihr langgezogenes Stöhnen wurde erst durch das erlösende Zischen eines Hyposprays beendet, welches Melvis vom herbeigeeilten Notfall-Mediziner verabreicht wurde.

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Ortswechsel: USS Picard / Medizinisches Labor
1 Stunde später
 
Vandenbergs Blick sprach Bände. Das was hier vorging schmeckte ihm, als Wissenschaftler alter Schule, überhaupt nicht.

Va: Und es gibt keinerlei Hinweise auf Brandverletzungen?
 
Nalae schüttelte den Kopf.
 
Na: Nichts. Keinerlei herkömmlichen Hinweise, noch nicht einmal auf geringe Strahlungsverletzungen. Jedoch weist Lt. Melvis als psychischen Merkmale schwerst Brandverletzter auf. Ich habe sie jetzt in ein künstliches Koma versetzt.
Va: Sie sagten keine herkömmlichen Hinweise?
 
Nalae grinste böse.

Na: Nun, ich habe alles Mögliche überprüft. Vor lauter Verzweiflung sogar im Subraum-Bereich einen Scan durchgeführt. Und siehe da, ich bin fündig geworden. Schauen Sie hier:
 
Ein Holobild klappte sich auf und zeigte eine Darstellung von Lt. Melvis. Eine rötliche Wolke war um Lt. Melvis zu erkennen. Doch direkt über ihrem Kopf war eine zuckende, violette Linie zu erkennen, welche wie ein Keil in die rötliche Wolke eindrang. Weiße Blitze zuckten an den Berührungspunkten zwischen der Wolke und der Linie.
 
Na: Ich bitte die dramatische Darstellung zu entschuldigen. Aber ich musste mit der Empfindlichkeit der Sensoren schon auf das Maximum gehen, um überhaupt etwas feststellen zu können.  Wie Sie sicher wissen, erzeugen alle Lebewesen, wenn sie mit Subraumfeldern in Berührung kommen, eine Art Schatten oder schwaches Eco im Subraum. Daher die rötliche Wolke. Diese zuckende, violette Linie jedoch, wird vom Computer als Störfeld angezeigt. Ursache und Energieform völlig unbekannt. Aber es interagiert mit dem Subraumschatten von Lt. Melvis und erzeugt seinerseits eine Art Subraumstörung, wie ich sie bei einem Lebewesen noch nie gesehen habe. Aber das könnte die Ursache für Lt. Melvis Zustand sein.
Va: Mhmm, so wie der Computer die Werte angibt, stammt die Störung selbst aber nicht aus dem Subraum.
Na: Das denke ich auch nicht. Ich nehme mir jetzt noch einmal die Ergebnisse der Untersuchung von Mr. Tr´Kovath vor.
Va: Halten Sie mich auf dem Laufenden.
 
Nalae nickte nur.
 
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Ortswechsel: USS Picard, Sicherheitsbüro
 
Mort Caldred schien die Situation in gewissem Sinne erheiternd zu finden. Vandenberg begann, die Sache allmählich als lästig zu empfinden. Es gab bisher nichts Greifbares, nur jede Menge neuer Rätsel. Und der Brief, welcher in Doktor D´Varos Quartier aufgetaucht war, machte die Sache auch nicht einfacher.
 
MC: Doktor D´Varos Untersuchung des Briefes dauert noch an, jedoch hat Sie mir erste Ergebnisse übermittelt. Demnach wurde das Papier eindeutig repliziert. Jedoch nicht mittels molekularer Auflösung, wie es bei einem Replikator üblich ist, sondern auf subatomarer Basis, ähnlich wie beim Transporter. Ich habe die Transporterlogs überprüft. Der letzte Transport, welcher durchgeführt wurde, war jener vom Planeten weg. Und außer mir und Ihnen kommt niemand an die Logs heran.
Va: Ein Scherz eines Crewmitgliedes scheidet also aus.
MC: Definitiv. Im Übrigen entspricht die Handschrift auf dem Brief keiner der in den Datenbanken hinterlegten Handschriften der Crewmitglieder. Doktor D´Varo untersucht den Brief jedoch weiter.
Va: Mhm…das Ganze kann nun nicht mehr als natürliches Phänomen angesehen werden. Dazu sind die Vorgänge zu selektiv. Haben die Quatiersdurchsuchungen etwas ergeben?
MC: Nicht viel: Keinerlei Zusammenhänge bis auf einen Umstand. Crewman Zeman, Lt. Melvis und Doktor D´Varo hatten unmittelbar vor dem jeweiligen Vorfall etwas repliziert.
Va: Subraumfelder.
MC: Korrekt Sir.
Va: Nun gut. Mr. Caldred, veranlassen Sie eine Ebene 3 Untersuchung aller Replkations- und Transportersysteme.  Die Technik soll alle Systeme untersuchen und anschließend deaktivieren. Versorgung nur noch aus den Notvorräten.Warp-Antrieb und Computerkern mehrfach abschirmen.
MC: Jawohl Sir. Da ist noch etwas, Sir.
Va: Ja?
MC:  Als wir das erste Mal auf die Ashan trafen, sagte man uns, man habe uns zunächst für Dhallharan gehalten.
Va: Korrekt.
MC: Und die Ashan selbst haben uns ja geradezu aufgefordert, den Singam-Nebel zu untersuchen.
Va: Was Captain Sokar als freundliche Geste aufgefasst hatte. Weiter!
MC: Nun, unter all den Daten für Captain Sokars Besuch, welche uns von den Ashan übergeben wurden, fand sich auch ein Text, welcher wohl eher nicht für uns gedacht war. Nach etlichen Anläufen konnten wir ihn übersetzen.
Va: Und?
MC: Er lautet:  Die Dhallaran werden enden im Singam-Nebel. Sie nehmen mit unser Leid.

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  Jan Assmann:"Das kulturelle Gedächtnis" - und die Föderation und die Romulaner
Geschrieben von: Sareth - Jan-Thu-2019, 03:11 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Ich lese gerade das Buch "Das kulturelle Gedächtnis" des Ägyptologen und Kulturwissenschaftlers Jan Assmann. Obwohl es schon sehr anspruchsvoll ist und man lieber nur wenige Seiten hintereinander liest, um alles einsickern zu lassen und darüber zu meditieren, möchte ich es doch empfehlen. Es handelt von den Grundlagen der menschlichen Kultur, von Riten, Geschichten, Texten und unter welchen Bedingungen warum sie zu den Grundsteinen unserer Kultur wurden und wie es überhaupt funktioniert, dass ein Text zur verbindlichen Norm für alles Handeln wird. Dabei geht es zwar Schwerpunktmäßig um die antiken Kulturen und das Alte Israel, als Grundlage unserer westlichen Welt, aber es werden auch ständig Vergleiche gezogen, z.b. zu den "Reliquien von Mao" in China.

Heute morgen - und deshalb poste ich das HIER im Star Trek - RPG - war ich bei dem Kapitel angelangt, das sich mit Kanonbildung und dessen kulturüberformender oder kultursprengender Relevanz befasst. So gibt es Kulturen, in denen eine Ideologie/Religion das ganze Leben eines Staates und seiner Bewohner in allen Bereichen bestimmt (oder es zumindest versucht), so zB. im Mittelalter die Kirche und in jüngerer Zeit die stalinistisch-sozialistischen Parteien. Und es gibt Kulturen, in denen das fehlt, wo jeder Bereich seine eigenen Kanones und Regeln aufstellt und alle nebeneinander existieren nach dem Motto "jeder Bereich sucht sich seine eigenen verbindlichen Wahrheiten/Richtschnuren".

Da dachte ich, das spiegelt die Unterschiede "Romulanisches Reich" und "Föderation" eigentlich sehr gut wider. Auf Grund dessen, was in Star Trek Filmen und Serien gezeigt wurde und in einigen Büchern weiterentwickelt wurde, würde ich das Romulanische Reich als ein Herrschaftsgebilde mit solch einer prägenden Leitkultur/Ideologie einstufen, die Föderation als das Gegenteil. Wenn ich das so weiterverfolge in Gedanken (und zum Teil haben wir Elemente davon ja sowieso schon geschrieben), lassen sich ein paar charakteristische Punkte festhalten, wo sich beide unterscheiden - und das sollte auch in den Logs zum Ausdruck kommen, dass es wirklich unterschiedliche Spezies mit unterschiedlichen Kulturen/Ansichten usw. sind.

Bei den Romulanern würden wir also finden:

  • eine Art Staatskult um den Prätor wie früher um Stalin oder jetzt in China - nichts Religiöses wie im Alten Rom, obwohl es sicher Opfer zum Wohle des Prätors gibt.... aber so ein säkularer Kult mit riesen Postern etc.
  • romulanische Leitkultur, d. h. vorrangie Vermittlung von deren Werten und deren Geschichtsauffassung in Schule und Medien
  • Tradition spielt große Rolle
  • Unterordnung von Forschung und Wissenschaft und sozialem Leben unter die Staats- bzw. Volks-Idee vorrangig vor individueller Selbstverwirklichung
  • andererseits: Sorge des Staates für seine Bewohner, keine freie Marktwirtschaft (eher so wie in China heute)
  • überall Uniformen: Schuluniform, Beamten- und Personaluniformen... überhaupt nicht so viel Modevielfalt, da es ja keine Firmen gibt, die unbedingt mit Modetrends ihren Umsatz steigern müssen Zwinker
  • andere Völker können die gleichen Rechte wie die Romulaner erhalten, müssen sich aber kulturell unterordnen
  • Monumentale Bauten
In der Föderation würden wir im wesentlichen das finden, was heute in den westlichen Ländern ist, außer den Entgleisungen mit Hunger und wirtschaftlicher Ausbeutung, weil das ja laut "Roddenberry-Kanon" von der Menschheit überwunden wurde. Gibt es noch Geld? In unserem RPG ja. In ST-First Contact laut Picard nicht mehr, da scheint so eine richtige echte kommunistische Gesellschaft zu herrschen, wo die Leute arbeiten, um sich selbst zu verbessern und der Gemeinschaft zu dienen. Bei DS 9 wird aber Geld bzw. Geldähnliche Systeme auch für die Föderation erwähnt...
Also...
  • Pluralismus: eine riesige Vielzahl an Kulturen, Subkulturen und Lebenseinstellungen, geeint von den Grundprinzipien / dem Grundgesetz der Föderation als kleinstem gemeinsamen Nenner
  • Individualismus
  • Staatsapparat, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung (zumindest theoretisch) getrennt
  • Traditionen eher folkloristisch, nicht mehr als zentrale Leitkultur, spielen "offziell" keine Rolle mehr
  • eher schlichte, funktionale Bauten, mit speziellen Merkmalen je nach Architekt / Kultur

(So, und damit hab ich jetzt meine Mittagspause verdödelt...Zwinker

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  Das riesige Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße!
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jan-Thu-2019, 02:22 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

Hier ist ein sehr spannender Film über unser Zentrum der Milchstraße und dessen Beobachtung!

https://www.nytimes.com/video/science/10...-hole.html

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