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Federation communication ...
Forum: *** UFP ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Fri-2026, 04:10 PM
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BdZ Log 19 - Sareth / NPC...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Sareth
Oct-Fri-2026, 11:58 AM
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INN News - Eilmeldung
Forum: *** INN - Independent News Network ***
Letzter Beitrag: Richard von Rabenstein
Oct-Thu-2026, 09:25 PM
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BdZ Log 18 Varok / NPC's
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Varok
Oct-Fri-2026, 07:50 PM
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BdZ Log 17 / LaSalle
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Fri-2026, 11:13 AM
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BdZ Log 16 Varok / LaSall...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Varok
Oct-Fri-2026, 02:08 AM
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BdZ Log 15 / LaSalle
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Thu-2026, 05:45 PM
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BdZ Log 14 Mort Caldred
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Richard von Rabenstein
Oct-Wed-2026, 11:18 PM
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Federation communication ...
Forum: *** UFP ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 06:44 PM
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BdZ Log 13 / NPC
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 12:59 PM
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| Schmutzige Hände - NPCs |
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Geschrieben von: Sareth - Feb-Tue-2019, 04:30 PM - Forum: *** UFP ***
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NRPG: die Orville-Folge "The Deflectors" hat mich auf die Idee gebracht, einmal dem Thema "Allianz mit kulturell völlig anderen Völkern" nachzugehen. Ich denke, da kann man viel rausholen 
RPG:
*** Erde / Paris / Büro des Föderationspräsidenten ***
Auch an diesem Tag hatte sich die zwar kleine, jedoch um so lautere Aktivistengruppe zu ihrer unterdessen bereits als traditionell zu bezeichnenden Demonstration vor dem Amtssitz des Präsidenten eingefunden. Über Lautsprecher forderte sie das "Ende der Allianz mit den Romulanern" im "Namen der Werte der Föderation". Holographische und papierne Banner wetterten gegen den "Prätor = Diktator", "Romulanischen Rassismus", Unterdrückung von freier Meinungsäußerung, Kolonialismus und Polizeiwillkür.
Der Sekretär des Präsidenten stellte das Tablett mit den Kaffeetassen auf den runden Mahagonitisch und schloss geflissentlich das Fenster.
"Ich bedaure, dass Sie das miterleben müssen," sagte Dr. Rivsahshani, derzeitiger Präsident der Föderation, ein gebürtiger Andorianer, in Richtung seiner Gäste: Botschafterin T'Gamahal und Militärattaché Tr'Vorkath vom Romulanischen Imperium. "Bittesehr, bedienen Sie sich!" Er wies auf die Kaffeetassen.
T'Gamahal hob kurz die rechte Augenbraue. "Nun, Sie waren es, der in seiner Antrittsrede geäußert hat, man 'müsse die Allianz mit den Rihannsu überdenken'", erinnerte sie kühl und nippte dann höflich einmal am Kaffee.
"Auf Ch'Rihan gab es ebenfalls Demonstrationen, wenn ich mich recht entsinne, gegen die zersetzende Dekadenz der Sitten von Föderationsangehörigen, ihre Korruption, Ehrlosigkeit und ihren auf einigen Mitgliedswelten offen zur Schau getragenen Sexismus," fiel der Militärattaché ein. "Der Tal Shiar hat sie verhaftet und jetzt ist Ruhe."
Im Hintergrund räusperte sich der Sekretär dezent und Präsident Rivsahshani erwiderte säuerlich: "Das ist mir hier nicht möglich und auch nicht in meiner Absicht. Wir haben eine Demokratie und diese Demonstration ist angemeldet."
"Da Sie es also billigen, ist es nicht logisch, sich dafür zu entschuldigen. Das ist der Habitus eines krämerischen Ferengi," sagte T'Gamahal. "Aber ich schätze, Sie haben uns nicht zu diesem Gespräch geladen, um über uninformierten Plebs zu streiten, der abgedroschene Parolen aus der Zeit des Kalten Krieges verbreitet!"
"Nein, Botschafter, in der Tat nicht." Die Fühler des Andorianers neigten sich leicht nach hinten; er konnte eine gewissen Antipathie gegenüber dieser Frau einfach nicht unterdrücken, aber das schien auf Gegenseitigkeit zu beruhen. "Sie kennen die Gutachten der letzten Sitzung des Föderationsrates. Der Vorstoß Seiner Exzellenz Prätor Tr'Kalehs in Sachen Friedensvertrag mit dem Klingonischen Kanzler hat für ... erhebliche Unruhe gesorgt. Einige Mitglieder des Föderationsrates befürchten eine gefährliche Kräfteverschiebung im Alpha- und Betaquadranten."
"Die Föderation fürchtet den Frieden." resümierte Tr'Vorkath.
"Alles worum es uns geht, sind gewisse Sicherheiten, meine Dame, mein Herr - ich dachte, ich hätte dies im Vorfeld klar gemacht."
"Sicherheiten dieser Art sind schwerlich von uns zu geben. Seine Exzellenz Fvillha Tr'Kaleh ist diesbezüglich frei in seinen Entscheidungen, nachdem der Senat ihm die entsprechende Venia erteilt hat."
"Das ist mir bekannt. Ich möchte, dass Sie die Besorgnis des Rates und meine persönliche Besorgnis Seiner Exzellenz aufs Eindringlichste mitteilen. Bevor er sich auf die Reise nach Q'onos begiebt."
"Ich bezweifle, dass das an seinen Plänen etwas ändern wird oder ändern kann, selbst wenn er wollte - mit Verlaub, Herr Präsident. Das Rihannische Reich ist keine Mitgliedswelt der Föderation, der man etwas ... mehr oder minder deutlich befehlen kann," gab der Militärattaché mürrisch zurück.
"Und ich darf Ihnen versichern, dass Seine Exzellenz die Risiken und Chancen dieser Kampagne wohl abgewogen hat, fügte T'Gamahal hinzu.
...
***Pluto / Geheime Basis der Sektion 31 ***
Mit einem Seufzer nahm Theo Hemsworth die Kopfhörer ab. "Pathetisch, dieser Rivsahshani. Wie hat man den wählen können?!"
"Ich habe ihn nicht gewählt, und Sie hoffentlich auch nicht," antwortete ein hagerer dunkelhäutiger Mann vom Schreibtisch gegnüber.
"So wie er laviert, wird er überhaupt nichts erreichen."
"Das ist Sache der Politiker. Lavieren. Für Taten gibt es uns. Wir haben keine Angst, uns die Hände schmutzig zu machen, solange es zum Wohle der Föderation ist. Und ein romulanisch-klingonischer Machtblock ist NICHT zum Wohle der Föderation."
Der Agent mit den Kopfhörern nickte eifrig. Er war noch nicht lange dabei, trachtete möglichst keine Fehler zu machen und sich dafür bei seinen Vorgesetzten beliebt, um rasch aufsteigen zu können und etwas von der Macht zu kosten, die ihm als Sternenflottenakademie-Abbrecher versagt blieb.
"Wo ist eigentlich DuVal?"
"Ich weiß nicht, Sir. Ich habe keine Meldungen mehr von ihm reinbekommen seit der Mission bei den Rommies."
"Hm... wehe, wenn der wieder sein eigenes Ding dreht!"
(PS: hoffe, das ist okay, wenn DuVal bei der Sektion ist....)
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| Dämonen / Log 25 / XO |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Feb-Sun-2019, 04:15 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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USS Picard / Besprechungsraum
Nalaes Worte „Ja... aber ... könnten sie mit irgendetwas interagiert haben... sagen wir.... Holodeckmaterie?" hing für eine Weile im Raum.
Dann schüttelte Vandenberg langsam den Kopf.
Va: Ohne transportablen Emitter würde die Materie außerhalb des Projektionsbereiches zerfallen. Es sei denn…..
Sokar hob eine Augenbraue.
So: Es sei denn?
Va: Es sei denn wir wären zu so etwas wie transportablen Emittern umfunktioniert worden, was an den Biofiltern des Transporters scheitern würde, oder es etwas mit an Bord gekommen, was organisch ist, was unsere internen Sensoren aber nicht erkennen können.
So: Was wiederum an den Biofiltern scheitern würde.
Nalae gab plötzlich einen Brummlaut von sich.
Na: Was wäre, wenn dieses Etwas sich erst an Bord der Picard gebildet hätte? Nach dem Transport. Und zwar aus Spuren unserer eigenen Muster im Musterpuffer des Transporters. Diese Spuren wurden rekombiniert. Und wären dann auch durch die internen Sensoren nicht feststellbar, denn da sich dieses „Etwas“ aus unseren Mustern zusammensetzen würde, wäre es kein Fremdkörper und würde daher völlig unerkannt bleiben.
So: Dies setzt aber voraus, dss dieses Produkt aus unseren Mustern dazu in der Lage wäre, zu agieren.
Na: Eventuell agieren ja wird selbst, ohne es zu merken, im Subraumbereich. Und wir werden dazu gebracht, dies zu tun, aufgrund einer ESP-Programmierung. Und das so etwas evtl. möglich ist, nun das……
Va: Das weiß der Tal Shiar nur zu gut, nicht wahr?
Nalae nickte verhalten.
Va: Stellt sich die Frage, warum. Wir hatten den Planeten bereits verlassen.
Die im Raum anwesende Ashanti gab ein Zischen von sich, welches sich eher wie ein Seufzen anhörte.
As: Die Vermutung Ihrer Ärztin könnte zu treffen. Die psionischen Kräfte der Exilierten waren wohl so stark, dass sie sogar sich ihres Schattens bedienen konnten und ihn völlig kontrollierten.
So: Schatten?
AS: Es ist eine Eigenart unserer Spezies, dass es bei einer Teleportation kurzfristig zu Erzeugung einer Art energetischen Kopie des Transportierten kommt. Wir wissen nicht, ob es an der von uns verwendeten atomaren Auflöungsmethode liegt, oder eine biologische Ursache hat. Jedenfalls bleibt die Kopie der subatomaren Positionen der einzelnen Teilchen für bis zu 2 Zeiteinheiten bestehen. Dann zerfällt sie wieder bei der Reintegration. Dies ist einer der Gründe, warum wir die Nutzung von Transportern sogar heute noch, soweit wie möglich vermeiden. Es gibt bei uns sogar Strömungen, die zum Wohle der Harmonie, die gesamte Technologie, also auch Replikatoren, verbieten wollen.
Va: Gut, Und weiter?
As: Die Exilierten waren in der Lage , so sagt man, die Kopie unter ihre Kontrolle zu bringen. Im Falle der Vorgänge bei Ihnen an Bord: Wenn es so etwas wie verwertbare Musterreste gäbe, dann könnte man diese an diese Kopie koppeln…
Va: Und eine kurzfristig existierende Kopie erzeugen und evtl sogar steuern.
So: Und wenn man viele Kopien hat, könnte man , wie bei einer Animation, für jede Bewegung, jede Aktion, eine Kopie verwenden. Sehr aufwendig, sehr mühsam, aber es würde nicht auffallen.
Va: Und da es sich nicht um lebende Materie handeln muss, kann man hierzu auch Replikationssysteme mit Molekularauflösung verwenden.
So: Replikatoren z: Bsp. Und nur wenn man das Verhalten der Originale nicht genau kennt, würden bei der Animation Fehler unterlaufen.
Na: Stellt sich wieder die Frage nach dem Warum!
As: Es könnte sein, dass man Sie als Objekt der Rache einsetzen wollte. Und der Notruf ein Köder war.
So: Dazu hätten diejenigen, welche einen solchen Plan ausarbeiteten, wissen müssen, wer kommt und welche technologischen Möglichkeiten er hat. Das Signal war jedoch so moduliert, dass es sogar Schiffe von Zivilisationen empfangen konnten, welche nicht einmal annähernd überhaupt die Möglichkeit gehabt hätten, in das Gebiet der Ashanti zu kommen. Geschweige denn, ihnen in irgendeiner Art und Weise gefährlich zu werden. Nein, einen Rachegedanken zu unterstellen, wäre unlogisch.
Va: Nun, das werden wir erst herausbekommen, wenn wir wieder am Ort des Geschehens sind.
So: Korrekt. Darum werden wir die Sache jetzt erneut untersuchen.
Sokar akivierte sein Com.
So: Sokar an Navigation. Mr. Edzardus, Kurs auf Nibonez. Warp 5. Nähern Sie sich von der Nachtseite.
Vandenberg, dessen Laune sich keineswegs verbessert hatte, lächelte grimmig.
Va: Bis in die Tiefen der Hölle.
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| Dämonen Log 24 - Sokar |
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Geschrieben von: Sareth - Feb-Thu-2019, 06:48 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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NRPG: was Kurzes um die Fragen, die noch offen sind, noch mal zusammen zu fassen. KONNTE MICH ALS SOKAR NICHT EINLOGGEN
RPG:
*** USS Picard / Besprechungsraum ***
Die Seniorcrew der Picard und ihre Gäste von Ashanita hatten sich im Besprechungsraum versammelt. Auf Captain Sokars Bericht folgte ein kurzes, nachdenkliches Schweigen, das von XO Vandenberg gebrochen wurde:
"Wenn ich das richtig verstanden habe, wären also die Bilder von Tod und Verwüstung, die wir auf Nibonez angetroffen haben, lediglich das Werk einer mentalen Projektion?"
Juva, die Vertreterin der schwimmhautlosen Gemeinde, nickte. Sie fühlte sich in dem für Ashaniverhältnisse zu niedrigen und engen Raum etwas unbehaglich, bemühte sich aber, es nicht allzu deutlich zu zeigen. "Unsere Vorfahren verfügten über weit entwickelte psionische Kräfte und die Legenden erzählen von ihrer Macht, den Gegner 'in Feuer ohne Flammen' zu werfen, beispielsweise. Es scheint, dass sie die EM-Wellen ihrer jeweiligen Rezeptoren als Energieträgerwelle benutzt haben."
Dr. Val'Kara nickte. "Gerichtete Psifelder.... aber ja, es gibt Präzedenzfälle in der Geschichte."
"Hm... das würde erklären, warum wir mit unseren Sensoren keine Anzeichen eines Konfliktes erkennen konnten," überlegte Mahan tr'Kovath. "Sie haben sich erst verteidigt, als wir ihren Boden betraten."
"Ich versichere Ihnen, sie sind friedfertig."
"Das können Sie nicht wissen," warf der Regierungsvertreter der Ashani ein. "Der letzte Kontakt liegt an die vierhundert Jahre zurück."
"Benutzen sie eine Art psionischem Resonator?" fragte Nalae.
Die Ashani hob die Hände. "Das wissen wir nicht. Es gibt keine Forschungen, weil von offizieller Seite die Erinnerung an diese Geschehnisse ausgelöscht werden sollte. Aber wenn wir auf den Planeten teleportieren könnten--"
"Solange wir nicht näher über die Umstände Bescheid wissen, wird von diesem Schiff niemand hinunter beamen," entschied Sokar. "Und ich rate Ihnen im Namen der Logik, auch Ihrerseits keinen Transportversuch zu unternehmen. Wir werden einige getarnte automatische Sonden absetzen, die das Terrain überprüfen. Falls Ihre These korrekt ist, dürften diese Sonden anstatt der Verwüstung ein blühendes Gemeinwesen vorfinden."
"Nun," sagte Vandenberg sehr langsam. Immer der Auftakt, dass er irgendwo etwas entdeckt hatte, die ihm jetzt quasi im Magen lag. "Ihr Bericht passt in das Muster, dass wir selbst in den letzten beiden Tagen bei diesen mentalen... Anfällen entdeckt haben. Aber es gibt da noch einige Unstimmigkeiten." Er warf einen Blick zu Captain Sokar, der ihm mit einem Nicken erlaubte, fortzufahren. " Wenn die Bewohner von Nibonez niemanden bei sich haben wollten - warum haben sie dann einen Notruf gesendet? Das ist unlogisch." (Seine Vulkanier-typische Bemerkung veranlasste Nalae zu einem kurzen Grinsen). "Außerdem: die Vorfälle an Bord traten ein bis zwei Tage NACHDEM wir Nibonez verlassen hatten, auf. Warum? Wir waren ja schon auf dem Rückweg. Und wie ist das - was auch immer es ist - an Bord gekommen?"
Mort Caldred stimmte zu. "Und die Krallenspuren, die wir entdeckt hatten, waren keine Halluzination. Sie waren sozusagen das Einzige, das einer handfesten Überprüfung stand hielt."
"Psionische Felder hinterlassen keine Krallenspuren," nahm Vandenberg das Wort wieder auf. "Jedenfalls nicht von sich aus, nicht wahr, Dr. D'Varo?"
"Ja... aber ... könnten sie mit irgendetwas interagiert haben... sagen wir.... Holodeckmaterie?"
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| Dämonen Log 23 Hohardus Edzardus |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Feb-Sun-2019, 08:51 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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========== Auf Ashani’ta ==========
Vor ihnen auf dem riesigen Flugfeld lag ein großes und sehr schnittiges Schiff.
Howy pfiff durch die Zähne: „Nicht schlecht, Herr Specht. Was schafft denn der Kahn so?“ wandte er sich an seinen Begleiter.
Dieser schien den Begriff nicht zu verstehen.
„Wie schnell ist er?“ fragte Howy noch einmal.
„Ich kenne eure Ausdrücke nicht, aber wenn wir die Geschwindigkeit des Lichtes nehmen, so ist seine Höchstgeschwindigkeit etwa 20 fach.“
Howy war beeindruckt. „Darf ich da mal ans Ruder?“
Auch das verstand sein Begleiter, der eigentlich Boarn hieß und leuchtend violett war, nicht.
„Nun, ich würde das Teil gerne mal steuern. Ich bin selber der Hauptnavigator unseres Schiffes und würde natürlich gerne mal Ihr Schiff lenken.“
Sein Nebenmann schien zu lächeln. „Wenn es sich ergibt, werde ich mal fragen, aber ich denke, das wäre schon möglich.“
„Na, dann würde ich ganz sicher der schnellste Raumpilot der Föderation sein. Aber ich muß das als Dokument haben, wenn sich das machen läßt, denn damit käme ich bestimmt ins Guiness Book Of World Records.“
„Was ist das denn nun schon wieder? Ihr habt so seltsame Ausdrücke für noch seltsamere Dinge.“
„Nun, das ist ein dickes Buch, in dem seit einigen hundert Jahren eingetragen wird, wer einen Rekord aufgestellt hat. Zum Beispiel wer am meisten Pancakes in 5 Minuten essen konnte, wer am höchsten gesprungen ist oder am meisten heben konnte. Oder aber eben, wer sich am schnellsten bewegt hat. Und das würde ich dann in einer der nächsten Ausgaben sein.“
„Ihr seid ein sehr seltsames Volk. Wozu ist es gut, so etwas aufzuschreiben?“
„Na ja, eigentlich ist das natürlich nicht wirklich nützlich, aber es macht einfach Spaß.“
Sie hätten natürlich auch einen Gleiter nutzen können, um über die große Fläche zu kommen, aber Howy hatte darauf bestanden, zu Fuß zu gehen, was sein Begleiter ihm wohl aus Gastfreundschaft nicht abschlagen wollte, obwohl er augenscheinlich Probleme hatte, was unser Navigator allerdings erst jetzt feststellte, was ihm sehr peinlich war.
„Was ist mit meinem Captain?“
„Der ist schon an Bord der Traka’ar.“
„Ist das euer Schiff?“
„Ja, so heißt es. In eurer Sprache würde es so etwas Ähnliches heißen wie ‚Adler‘, aber hier gibt es diese Vögel nicht.“
„Und was ist mit unserem Shuttle?“
„Das liegt auch schon an Bord der Traka’ar. Unsere Techniker haben es geprüft und einige Fehler behoben.“
Howy hatte eine kleine Kamera laufen, um das Äußere des Schiffs festzuhalten, was aber Boarn nicht zu stören schien.
Am Heck des Schiffes war eine Rampe, die sofort nach dem Betreten sich in Bewegung setzte und sie hoch transportierte, wie auf einer Art Laufband.
Howy war beeindruckt von der Halle, die sie betraten. Es war wohl ein Hangardeck, denn neben etwa 7 oder 8 kleineren Einheiten lag da auch die ‚Eclipse‘, ihr Shuttle. Hoch poliert und ganz wie neu.
Boarn drängte: „Die warten schon auf der Brücke, denn es soll losgehen, und wir sind wegen des Fußmarsches schon etwas spät.“
========== Traka’ar, Brücke ==========
Immerhin gab es auch eine Art Turbolift und nach kürzester Zeit öffnete sich eine Tür.
Auch die Brück sah nicht schlecht aus. Alles war in ein Halbdunkel gehüllt und überall gab es Hologramme und Statusanzeiger.
Was aber Howy fast umfallen ließ war die Hitze und die extreme Luftfeuchtigkeit. Er hatte das Gefühl, es würde gleich anfangen zu regnen. Aber da die Ashani ja eigentlich Wasserwesen waren, war das offensichtlich zur Lebenserhaltung notwendig.
Am liebsten hätte Howy sich die Uniform vom Leib gerissen, aber Protokoll war nun mal Protokoll, und ein nackter Sternenflottenoffizier an Bord eines Erst-Kontakt-Zivilisationsraumschiffes? Undenkbar!
Ganz hinten an der Rückseite des Raumes waren mehrere Sessel, auf denen der Kommandant des Schiffes, Sokar und dessen schwimmhautloser Begleiter Nugar saßen.
Boarn führte Howy zu denen hin, aber dieser wollte sich nicht setzen.
„Ich möchte neben dem Piloten sitzen, wenn das möglich ist.“
Nugar sah auf den Kommandanten und dieser nickte.
Boarn führte Howy nach vorne, und an dem Platz, an dem der Pilot saß, wuchs neben dem eine weitere Sitzgelegenheit aus dem Boden.
Vor dem Piloten war ein Holodisplay, das sich aus der Sicht des Mannes perfekt an den riesigen Schirm vorm ihm anpaßte.
Er berührte kurz die projezierten Darstellungen, die dann die Befehle weitergaben.
Als geübter Pilot und Navigator durchschaute Howy ziemlich schnell die Basisfunktionen.
Außerdem stellte er eigentlich immer wieder fest, daß es grundsätzliche Regeln da gab, die eigentlich bei allen Völkern genutzt wurden.
Er beobachtete auch die anderen auf der Brücke und versuchte, sich deren Positionen zu merken.
Auf der Backbordseite saß wohl ein Techniker, der die Schiffsfunktionen überwachte. An Steuerbord war die Kommunikation.
Vom Kommandant kam jetzt der Befehl, das Schiff für den Start vorzubereiten, der in 5 Minuten erfolgen sollte.
Howy starrte auf den großen Schirm, und als das Startkommando kam, hob die Traka’ar derart sanft ab, daß man nicht die leiseste Erschütterung oder selbst ein Vibrieren verspürte.
„Tja, da müssen unsere Leute noch ein bißchen dran arbeiten“, dachte er, als das Schiff schon in den Himmel schoß und nur wenige Sekunden später das All erreichte.
Aber irgendwie beruhigte es ihn auch, endlich wieder zwischen den Sternen zu hängen, denn er hatte sich auf diesem Planeten nicht wohl gefühlt.
Vom Kommandanten kam der Befehl, Kurs auf den Singham-Nebel zu setzen.
Gleichzeitig bekam die Kommunikation den Auftrag, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln nach der Picard zu suchen.
Der Befehl kam, mit maximaler Geschwindigkeit zu fliegen, was eine Reisezeit von etwa 3,5 Stunden bedeutete.
Howy fragte Boarn, ob er mal fragen könnte, ob er an den Pilotenplatz dürfe, und dieser Wunsch wurde erfüllt. Der Ashani-Mann erhob sich und machte Howy Platz.
„Kann man irgendwo die Geschwindigkeit ablesen?“
Der Pilot zeigte ihm die Anzeige, wobei er allerdings die Zeichen nicht interpretieren konnte, denn die nutzten natürlich keine Zahlen wie auf Terra.
„19,8 fache Lichtgeschwindigkeit“, übersetzte Boarn.
„Und wo regelt man die Geschwindigkeit?“
Der Pilot zeigte es ihm.
„Darf ich mal?“
Er durfte.
So regelte er die Geschwindigkeit runter auf 17 und dann wieder hoch auf 19,8.
Und natürlich dokumentierte er das Ganze mit seinem Trikorder, als Beweis.
Danach aber war dann wieder der Ashanipilot dran. Aber es kribbelte Howy ständig in den Fingerspitzen.
Da meldete sich die Komunikation: „Kommandant, wir haben die Flugsignatur der Picard gefunden. Sie ist stark gestört, aber wir werden sie verfolgen können.
Wenn wir in der Nähe des Singham-Nebels sind, wird sie sicherlich deutlicher werden.“
Nach etwa 3 Stunden Flugzeit war die Erkennung der Picard so deutlich geworden, daß es keine Mühe mehr machte, sie direkt anzusteuern. Sie lag in einer Umlaufbahn um einen Planeten, den die Ashani Nibonez nannten.
Boarn flüsterte zu Howy: „Das ist der Planet, wohin die Verrückten auswanderten.“
„Oder ausgewandert wurden“, nuschelte Howy, sich an die Geschichte der Schwimmhautlosen erinnernd.
Es war eben wie immer eine Sache der Perspektive. Davon war die Geschichte voll von.
========== Bei der Picard ==========
Sokar hatte der Komunikation die genauen Ruffrequenzen der Picard gegeben.
„Versuchen Sie die Picard anzurufen.“
========== Brücke der Picard ==========
Vandenberg war säuerlich gestimmt: „Was ist denn nun? Wenn da draußen ein Schiff ist, dann rufen Sie es gefälligst!“
„Unsere Ernergie reicht offensichtlich noch nicht. Wir sollten alles mal auf den Schirm geben, damit wir sehen können, was da kommt, könnte ja schließlich auch irgendeine Begegnung der unerfreulichen Art sein, wenn ich mir die Erfahrungen der letzten Stunden so in Erinnerung rufe.“
Und tatsächlich gelang es, den Schirm so weit zu aktivieren, daß man, wenn auch stark gestört, etwas erkennen konnte.
Rewdak grunzte: „Ganz sicher keins von uns, wenn ich das mal so feststellen darf.“
„Sehr gut erkannt, Mister Tr’Kovath der Unnütze. Fragt sich nur, was das ist?“
In diesem Moment begann der Schirm zu flackern und eine Person erschien.
„Eindeutig ein Ashani. Wahrscheinlich der Captain von denen. Versuchen Sie mal das Signal besser verständlich zu machen, wozu sind Sie ein Com-Spezi!“ raunzte Vandenberg die arme Dame am Kom an. Seine Nerven lagen offensichtlich blank.
Und endlich konnte man verstehen, was der sagte:
„Hier ist Kommandant Vadark von dem Ashanischiff Traka’ar, wir haben Ihren Captain Sokar an Bord und noch einen, dessen Namen ich nicht kenne.“
Nalae jubelte: „Unser Captain ist zurück! Endlich werden wir wieder normale Zustände bekommen!“
Vandenberg zischte: „Aber nur so normal, wie sie alle sich verhalten.“
In diesem Moment erschien Sokar auf dem Bildschirm: „Ich sehe, sie sind wohlauf?“
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| Friedensinitiative II - Log 6 - Turan & Lhoal |
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Geschrieben von: Turan - Feb-Sat-2019, 09:56 PM - Forum: *** Ch'Rihan ***
- Keine Antworten
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*** Ch'Rihan / Prätorenpalais / Büro des Prätors ***
Turan tr'Kaleh sichtete die auf dem kleinen Holodisplay auf seinem Schreibtisch die Reiseroute, die sein Schiff plus Eskorte nach Qo'nos nehmen würde. Die offizielle Reiseroute zumindest.... Selbstverständlich würde er nicht so selbstmörderisch sein und auf dieser Route tatsächlich reisen! Darauf würden seine Feinde, innerhalb und außerhalb des Reiches, ja nur warten. Ein Schiff war verwundbar und bot ein zu verlockendes Ziel. Das wusste er - da brauchte er nicht den Tal Shiar, um die Risiken zu kennen. Deshalb würde er auf einer anderen, unerwarteten Reiseroute mit dem zweiten Staatsschiff (dessen Existenz niemand kannte) reisen. Die Wahrheit würde offenbar werden, wenn seine Feinde zur Tat schritten - und wenn nicht, nun, um so besser! Der jüngste Zwischenfall in der havrannischen Bergbaukolonie hatte ihm gezeigt, das seine Gegner in den Reihen des Senats zu Einigem bereit waren. Männer wie dieser Emporkömmling Dalok Rul waren da schon eher das weit kleinere Übel.
Überhaupt verhält sich Rul derzeit recht bedeckt, dachte Turan mit erwachendem Argwohn. Seit der peinlichen Aktion mit den Journalisten im Central Terminal von Ra'tleifih... Nun, eigene Schuld. Wer sich mit dem letzten Trash der Werbung aus der Föderations-Schundecke behängt und davon austeilt, sollte sich nicht als Verteidiger rihannischer Tradition feiern lassen.
Der Prätor deaktivierte das Holodisplay. Trotzdem war auf Rul ein wachsames Auge zu haben. Der Tal Shiar hatte genügend gegen ihn in der Hand, und wenn er sich von einem Ärgernis zu einer tatsächlichen Bedrohung entwickelte... Vielleicht sollte ich ihm deutlich machen, dass sein Wohlleben von meinem Wohlwollen abhängt...
Turan wandte seine abschweifenden Gedanken wieder dem politischen Tagesgeschäft zu. Er sah einen Teil der Akten mit den Ernennungen der Provinzgouverneure durch, zeichnete sie elektronisch ab und siegelte sie. Die feierlichen Papierurkunden würden in ein paar Tagen ausgestellt werden.
Das Tisch-Kom gab einen melodischen Ton von sich und Turan aktivierte es mit einer Handbewegung.
+Exzellenz, Senator tr'Khellian ist hier.+ informierte sein Sekretär.
"Danke, senden Sie herein."
Nach der obligatorischen Sicherheitsprüfung betrat Lhoal tr'Khellian das Büro, in dem er die letzten Wochen häufiger zu Gast gewesen war. Hatte der Prätor ihn doch zum Sonderberater für diese Reise und die Verhandlungen mit dem klingonischen Kanzler ernannt.
"Ich danke Ihnen, dass Sie so rasch kommen konnten, Deihu." Turan bot ihm einen Platz in der Sitzecke unter dem großen runden Fenster an und ließ sich selbst auf einem der mit gepunztem Leder überzogenen Sessel nieder. "Mein Mann auf Qo'nos hat neue visuelle Informationen über die DeH'moH."
Die 'Unberührbaren', das war der Name, den die Klingonen jener am Rande der Gesellschaft lebenden Gruppe in der Hauptstadt gegeben hatten. Einer Gruppe, deren Mitglieder rihannische Gene in sich hatten. Turan reichte dem Senator ein Padd. Der verdeckten Operation des Agenten war es geschuldet, dass die Daten nur stark komprimiert hatten gesendet werden können und erst mehrere spezielle Filter sie wieder lesbar machten. Trotzdem war eindeutig zu sehen, dass in dieser Gemeinschaft, die da mehr oder weniger wortwörtlich im Untergrund oder draussen in den unzugänglichen Hügeln hauste, die Klingonen ANDERS aussahen.
Lhoal scrollte durch das Fotomaterial. Bei einigen Personen waren die Unterschiede kaum zu erahnen, andere wiederum hatten deutlich spitz geschwungene Ohren, eine hellere Hautfarbe und eine schlichtere Stirnplattenwölbung.
"Wie viele sind es?"
"Schwer zu sagen. Höchstens an die hundert, zweihundert Personen. Sie scheinen zu drei, vier Familien zu gehören, nach dem, was mein Agent in Erfahrung gebracht hat. Und das ist nicht sehr viel, bis jetzt," antwortete Turan.
"Könnten sie... Nachkommen der Experimente sein, die auf der K'Muna-Station durchgeführt wurden?" fragte der Senator.
Turan fühlte dessen Unbehagen. Er wusste, dass an Lhoal und einigen andere damals auf K'Muna inhaftierten Rihannsu Versuche durchgeführt worden waren, die auch die Zeugung von Hybridkindern zur Folge gehabt hatten. Auch nach den nunmehr fast 15 Jahren, die vergangen waren, seit Lhoal die Flucht von der vergessenen Strafkolonie des Klingonisch-romulanischen Krieges gelungen war, waren die Erinnerungen immer noch schmerzhaft. Aber der Senator war sein verlässlichster Vertrauter und der beste Kenner klingonischen Wesens, der zu haben war. Turan konnte und wollte nicht auf ihn verzichten.
"Ich denke nicht. Eher vermute ich, dass sie die Nachkommen des Carraya-Lagers sind. Die letzten Überlebenden wurden während des Krieges zwangsumgesiedelt. Man hat damals zwar die Rihannsu exekutiert, aber womöglich waren einige der Klingoninnen schwanger, oder man hat nicht alle Hybriden identifiziert in der ... Eile des Gefechts." Der Prätor lächelte traurig. "Wie dem auch sei: dem Gesetz nach sind es Rihannsu, auch wenn sie nur noch fünf Prozent rihannisches Blut in sich hätten."
Lhoal nickte und blätterte langsamer durch die Aufnahmen, als suche er bekannte Züge in einem der fremden Gesichter. "Aber ... wir können unmöglich in ihre Kolonie marschieren und sie repatriieren. Selbst wenn sie das wollen."
"Manche von ihnen scheinen in die Richtung zu denken," gab Turan zurück. "Aber so einfach ist es in der Tat nicht. Ich werde auf einer Friedensmission nach Qo'nos fliegen, und diese schwierig zu nennen, wird ein Understatement sein. Diese Rihannsu," Er wies auf das Padd in der Hand des Senators, "könnten sie im Handumdrehen nicht nur zu Fall bringen, sondern unsere Völker in einen neuen Krieg verwickeln. ... Deihu tr'Khellian, ich weiß, dass wir in dieser Angelegenheit die gleichen Überzeugungen haben. Daher möchte ich Ihnen den Kontakt zu den DeH'moH anvertrauen."
"Exzellenz... ich...Ihr Auftrag ehrt mich, aber... ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin, zu helfen."
"Sie sind es." Turan legte die rechte Hand auf den Arm des Senators. "Nur Sie sind es, mit Ihrer Geschichte, mit Ihrem Respekt für die Klingonen, trotz allem, was Ihnen widerfahren ist, mit Ihrem diplomatischen Feingefühl und Ihrer Ehrlichkeit. Nur mit Ihrer Hilfe kann ich diese Rihannsu in die Heimat bringen."
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| Zwischenlog 4 / Vandenberg |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Feb-Sat-2019, 03:51 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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Terranisches Imperium / Entfernungskreis 9 / Nord 219 / Garnisonsplanet Amergin / Garnsion 1.14.9 / Schulungstrakt
Wenn es etwas gab, was man als schlimmer als den Kampf im Schützengraben bezeichnen konnte, dann war es diese Aufgabe. Einst war er Flottenkommissar gewesen. Jetzt hatte er die Aufgabe, Wissen in die Gehirne überforderter Rekruten zu pumpen.
Vandenberg schnaubte verächtlich. Taktikausbilder. Welch wichtige Aufgabe. Pah. Draußen kehrte sich das Universum von innen nach außen und er versauerte hier. Wenn man bedachte, was im letzten Jahr passiert war, war seine Abkommandierung auf diesen Drecksplaneten schlimmer als eine Degradierung.
Die Allianz von Romulanischem Reich und Terranischem Imperium war seit über einem Jahr Geschichte, aufgelöst durch diese verräterische Natter namens Prätor Tr'Kaleh. Doch auf die kurze Zeit der blauäugigen Euphorie war ein Höllensturm losgebrochen, wie er selbst den düstersten Fantasien der Inquisition nicht erwachsen konnte. Durch das Wurmloch in den Deltaquadranten waren die Borg eingedrungen, ein Heuschreckenschwarm apokalyptischen Ausmaßes. Nach großen Verslusten war es gelungen, das Wurmloch kollabieren zu lassen und den Zustrom der Maschinenwesen zu stoppen.
Und dann hatte sich das terranische Imperium hinter gewaltigen Schildern und riesigen Geschützbatterien zurückgezogen. Dutzende von Kolonien hatte man zurückgelassen, sie einfach vergessen.
Nun, man sollte nicht undankbar sein. Großkanzler van Malnen hatte die Inquisition der Flotte unterstellt. Dies bedeutete, dass zumindest eine Person Großinquisitor LaSalle und seine Truppe völlig irrer Mystiker in Zaum halten konnte: DeRaaf. Solange Großadmiral DeRaaf das Sagen hatte, gab es zumindest noch etwas Vernunft. Und es gab für die Flotte genug zu tun. Noch immer trieben sich Überreste der klingonischen Liga in den Außenbereichen herum. Und innerhalb der Flotte sammelten sich einige Unzufriedene um diesen Wichtigtuer McGregor. Nein, es sah wirklich düster aus.
Und Vandenberg? „Sie werden gebraucht, Robert. Ihr Wissen wird gebraucht! Diese Mission ist die wichtigste Ihres Lebens!“ Und wie immer, wenn er an diese Worte von Commodore Ellis anlässlich zu Vandenbergs Versetzung dachte, die Ellis im Tonfall eines Pflegers zu einem Demenzkranken gerichtet hatte, stieg eine unsagbare Bitterkeit und Wut in Vandenberg auf und brach sich Bahn, indem ein schwerer Aschenbecher gegen die Betonwand der Büros flog und klirrend zerschellte.
Vandenberg brauchte frische Luft. Also ließ er die Korrekturen der Klausuren, Korrekturen sein und verließ mit entschlossenen Schritten das Büro. Draußen empfing ihn der Spätnachmittagsnebel diese Sumpfplaneten sowie die Schmerzensschreie und das Gewimmer eines Rekruten, welcher sich wegen ungebührlichen Benehmens 10 Hiebe mit der Elektropeitsche eingehandelt hatte und gerade der Prozedur der „administrativen Bestrafung“ unterzogen wurde. Seit DeRaaf das Sagen hatte, wurde die Flotte mit kalter Effizienz, Disziplin und Präzision geführt. Und das mussten einige eben auf die harte Tour lernen.
Einem plötzlichen Impuls folgend wandte Vandenberg seine Schritte dem unscheinbaren Gebäude am Rande des Exerzierplatzes. Zu Kirche „Heimsuchung des Propheten“. In dem kahlen Raum, nicht größer als Vandenbergs Büro saß eine untersetze, müde und verzweifelt wirkende Gestalt. Der Pastor der Garnison: Bruder Anselmus. Vandenberg trat in den schmucklosen Raum, welcher eher einem Lager glich denn einer Kirche, mit einem nachdenklichen Blick ein.
Va: Bruder Anselmus, was ist Euch denn widerfahren?
Der einst so freche und fröhliche Mönch lächelte gequält.
An: Ah, Colonel Vandenberg. LaSalle ist mir widerfahren. Er hat meinen Orden auflösen lassen und unseren guten Ordensmeister Levier hinrichten lassen.
Va: Wie denn das? Seit wann hat die Inquisition wieder die Möglichkeit Exekutionen anzuordnen?
An: Nun, wie man hört, hat man Levier Hochverrat nachweisen können. DeRaaf wurde wohl erst nach der Exekution informiert. Er soll getobt haben, aber das nutzt meinem Orden nichts mehr. Van Malnen hat sich Auflösung wohl genehmigt.
Va: Das war von LaSalle zu erwarten.
An: Colonel, wäre nur von Rabenstein der neue Großinquisitor geworden. Er ist das Licht, welches in dieser dunklen Nacht leuchtet.
Vandenberg verzog verächtlich das Gesicht. Von Rabenstein ein Licht? Eher eine trübe Öllampe.
An: Niemand weiß was aus ihm wurde, ob er überhaupt noch lebt. Aber nur er könnte LaSalle heraus fordern.
Die weiteren Lobeshymnen des Mönches auf von Rabenstein, waren für Vandenberg uninteressant. Denn der feine Faden einer Idee stieg in seinem Hinterkopf auf. Wenn man Lasalle Paroli bieten könnte, eine Möglichkeit finden würde, ihn zu beseitigen, dann gäbe es eventuell für das Imperium eine Hoffnung. Fähige Leute gab es , DeRaaf evtl. Aber dazu musste erst LaSalle verschwinden. Und der Schlüssel dazu war von Rabenstein. Vandenberg gab es nur äußerst ungern zu, aber er musste von Rabenstein finden. Schnellstens!
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| Zwischenlog 3 |
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Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Feb-Thu-2019, 02:15 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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NRPG: hoffe, ihr findet's lustig.
RPG
*** Riva Prime ***
Nalaes Kochkünste beschränkten sich auf Dosen aufwärmen und über dem offenen Feuer grillen, wobei sie eine gelegentliche Prise "Wutanfall" einstreute. Alles in allem war das aber immer noch mehr als Richards diesbezügliche Fähigkeiten, die sich in "weisen Ratschlägen" und Abwarten erschöpften.
In dieser Nacht waren sei beide allerdings zu hungrig und müde, so dass die Vorbereitung schnell vonstatten ging und bald mehrere würstchenähnliche Gebilde an Metallstangen über dem Feuer hingen, während Dosen mit Obst (oder Gemüse?) und irgendetwas, das nach Frischkäse aussah, gleich aus der Verpackung in die Mägen wechselten. Sie wie auch die Getränke, die nicht immer terranischen Ursprungs waren, wurden einer kurzen Geruchsprobe unterzogen und mit einem Tricorder auf Toxine geprüft. Mehr konnten die Beiden nicht tun. Leider gab es auch Stoffe, die nur in der Verbindung unangenehme Folgen hatten, und in diesem Fall war das Tamariskensaft in Verbindung mit diversen Enzymen, die sich in dem "Käse" befanden - was für rihannische Physiologie eine Substanz ergab, die der Wirkung von Alkohol gleichkam...
"Du bist der Einzige, der sich je um mich gekümmert hat," murmelte Nalae plötzlich, während sie das zweite Würstchen vom improvisierten Grill angelte und in eine Barbecuesauce tauchte. "Warum hast du mich gerettet? Warum hast du *hicks* ausgerechnet mich..."
"Die Heilige Dreifaltigkeit hat dich gerettet, ich habe lediglich als ihr Werkzeug fungiert," antwortete Richard leicht abwesend, weil er darauf konzentriert war, das Würstchen möglichst ohne Kontakt seiner Finger mit Bratensaft, Fett und Sauce zu verzehren, sie aber lediglich tellaritisches Besteck in dem Wrack hatten.
Die Romulanerin kämpfte mit ihrem plötzlichen Schluckauf. "Ich ... ich weiß nicht, mir ist ... so komisch..."
"Vielleicht irgendwas in dem Essen. Geh deine Vitalwerte überprüfen."
"Nö... ich meine, ich fühle mich nicht krank... nur *hicks* plötzlich so leicht... und... - Richard?"
Jetzt sah er auf. "Du solltest dich wirklich hinlegen. Deine emotionale Aura ist völlig erratisch." Und vielleicht höre ich auch besser auf, dieses Zeug zu essen. Wer weiß, was da drin ist... Er griff nach der Wasserschale und den Servietten, und als er sich wieder umwandte, sah er seine romulanische Adeptin, die sich gerade ihren Pullover über den Kopf zog.
"Nalae, was--"
"Mir is' so warm... und leicht... *hicks* ... und..." Sie hielt in der Bewegung inne, den rechten Arm noch im Pullover, und starrte auf das blutrote Röhrchen, was ihr bei der Prozedur aus der Unterwäsche gerutscht war. "Is'n das da? Tolle Farbe, ach ja, gestern morgen ..."
Das K'karvin-Blut schoss es dem Inquisitor durch den Kopf. "Nicht!" schrie er aufspringend. Aber die leicht beschwipste Nalae hatte ein Schlückchen gekostet, ehe er ihr die Phiole aus der Hand schlagen konnte.
"Ui... wow... Energy-Drink!" Sie schnappte nach Luft, klammerte sich an die stählerne Wandstruktur.
"Geh rüber in dein Schlafabteil und leg dich hin. Rasch! Ich versuche, einen Neutralisator in deinem Medkit--"
"Ich brauch' keinen Neutrali... Dings...*hicks*" Sie musterte ihn von oben bis unten wie ein ausgehungertes Raubtier. "Ich brauch dich...Immer bin ich allein hier... "
"Vade Satanas!" Richard wich zurück und bekreuzigte sich. Ihre Emotionen brandeten mit der Gewalt einer Tsunanmi gegen seine Abschirmung. Sie hatte schon ein, zweimal in den letzten zwei Jahren solche Anfälle gehabt, aber da waren keine Drogen im Spiel gewesen und er war in besserer Verfassung als jetzt nach zweieinhalb Hungertagen und anderthalb schlaflosen Nächten.
"Lass' uns endlich mal ... Spass haben in dem ... öden Loch hier!"
Richard prallte mit dem Rücken gegen die Wand.
"Wovor hast du Angst? Niemand wird's dem Imperator erzählen..." Ihre Arme legten sich um seinen Hals. ".... oder dem Großinquisitor..."
"ICH bin der Großinquisitor!" stieß er hervor und bekam endlich die Wasserschale auf dem Tisch zu fassen. Mit einer ungelenken Bewegung kippte er sie Nalae gegen den nackten Rücken.
Sie kreischte erschrocken, ließ ihn aber immerhin los und stolperte zurück. "Großinquisitor! Du bist ein Betrüger...der in einem alten Wrack haust, in dem es durch die.. die Decke pisst!" Ihre Emotionen begannen, in Wut umzuschlagen. "Der...der sich mit Psychotricks Essen ergaunert!"
"ICH bin der Großinquisitor!" wiederholte Richard und umklammerte den Ring, der an einem Band um seinen Hals hing. "Und mindestens zwei Leute sind gestorben, nur um mir die Nachricht zu überbringen!"
"Soweit ich gehört habe...*hicks*" Nalae fluchte, griff die Flasche mit dem Tamariskensaft und nahm einen großen Schluck. "Hat der Kanzler schon einen and'ren für den Arschkriecherjob... und der lässt die Köpfe rollen... pling...pling...pling."
Ja. LaSalle. Richard fühlte eine heiße Flamme des Zorns in sich auflodern. Ehe er sich in den Griff bekommen konnte, hatte sie sich in einem wütenden Fußtritt gegen einen rostigen Spind entladen.
"Ah, du bist so sexy, wenn du wütend bist!"
Er griff sie am Arm ohne Rücksicht auf Verluste. "Die Köpfe rollen? Aber ICH habe überlebt, Nalae."
"Überleben alleine...reicht nich' !"
Er starrte ihr ins Gesicht. Plötzlich unfähig, sich zu rühren wie das hynotisierte Opfer einer Schlange riss sie ihre Augen weit auf.
"Ich bin der gewählte und rechtmäßige Inquisitor Maximus. Und ICH werde meine Karriere nicht diesem verräterischen Schwarzkünstler opfern, der die Kirche und das Imperium ihren Mördern ausgeliefert hat! Ich werde eines Tages an dem Platz stehen, für den ich bestimmt bin," flüsterte er und bugsierte sie Richtung Tür. "Und DU wirst an dem Platz stehen, der für dich bestimmt ist." Als meine Ruhmeskrone.
Er riss die Tür auf und eisiger, widerlicher Regen klatschte ihnen beiden entgegen.
Unter dem Schock des Eiswassers prustete Nalae und versuchte, sich seinem Griff zu entwinden. Aber er war viel zu sehr damit beschäftigt, das emotionale Chaos um und in ihm zu ordnen und unter Kontrolle zu bekommen, um auf ihre Proteste zu achten. "Aber du hast recht. Überleben allein reicht nicht."
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| Zwischenlog 2 Rabenstein |
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Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Feb-Sat-2019, 11:03 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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*** Riva Prime, ehemalige Kolonie des terranischen Imperiums ***
Richard von Rabenstein unterdrückte seinen Widerwillen, als er die Spelunke betrat. In den vergangenen zwei Jahren hatte er festgestellt, dass er in der Lage war, ein Erhebliches an Dreck und Unbill zu ertragen, wenn er sich nur vergegenwärtigte, dass es für einen höheren Zweck war - und darauf achtete, Handschuhe zu tragen. Und zu überleben war eben eine Grundvoraussetzung für besagten höheren Zweck, den er keineswegs aus den Augen verloren hatte.
Zwei trübe Neonlampen, die von den Exkrementen toter Insekten bedeckt waren, warfen ein kränklich-braunes Licht in den Verschlag, der sich 'Mechatronics Merchandising' schimpfte. Von der Decke hingen diverse Bauteile, Borg- und sonstigen undefinierbaren Ursprungs, aber auch irgendwelche schamanistischen Bündel mit Knochen und Federn. Manche beklagenswerte Existenz schien zu glauben, dass Zauberwerk gegen Attacken der Borg oder Pestilenzen half...Erschreckend schnell war die Zivilisation in den Abgrund gerutscht, fand Richard.
An der Ladentheke lungerte ein dürrer Mensch mit spärlichem Haar und einer Augenklappe. Neben ihm stand ein Topf mit gegorenen Vari-Blättern, der Droge des kleinen Mannes. Hinter ihm im Halbdunkel stapelten sich Kisten und Boxen und halb auseinander genommene Hardware. Auch die Umrisse eine Borgdrohne, die in Ketten an der Wand verankert war, konnte der Inquisitor erkennen.
"Was kann'ch für Sie tun?" näselte der Mensch. Sein Geruch und seine äußere Erscheinung wiesen darauf hin, dass er sich vor nicht allzulanger Zeit an billigem Fusel gütlich getan hatte, aber auf körperliche Reinigung offenbar nicht sonderlich Wert legte.
Richard blieb in gebührendem Abstand stehen, versuchte, nicht allzuviel der nicht vorhandenen Luft einzuatmen. "Ein adäquates Tauschobjekt für meine Ware."
"Ah, ähem, so, was hab'n Sie denn anzubieten?"
Der Mann strahlte Nervosität aus, das war selbst für einen Nicht-Empathen zu bemerken. Er war unruhig. Warum? Ein Kunde war eigentlich kein Anlass, diese Art von Gefühle zu hegen... es sei denn.... Richards Augen wanderten über die drapierten Waren, so gut das bei den herrschenden Lichtverhältnissen möglich war. Dabei entdeckte er einige kleine Silberlack-Spritzer auf dem Tresen und an der rechten Hand des Verkäufers. Hatte er versucht, irgendwelche Waren mit einem neuen Anstrich zu versehen, um sie neu aussehen zu lassen? Oder um abgefeilte Registriernummern zu übertünchen? Auf jeden Fall wurde der Kerl immer nervöser und ängstlicher - auch wenn er sich jetzt zurücklehnte und gelangweilt auf den Variz-Blättern kaute. Ganz klar, er hatte etwas zu verbergen.
"Wollen Sie was kaufen, oder wollen Sie bloß glotzen, heheh? Eyeshopping is' hier nur montags. Da is' Ruhetag."
"Ja, das ist ja auch nötig, wenn man seinen eigenen Laden hat. - Was ist das denn dort oben? Ein Transmitter-Equalizer?"
"Ja, woll'n Sie mal sehen das Teil? - Eigner Laden, ja schön wärs. Früher hat der Staat einem mit der Steuer das Fell über die Ohren gezogen...." Der Verkäufer angelte im Dunkeln nach dem Bauteil und gab dabei frei Haus die Informationen, nach denen der Inquisitor gefischt hatte: "Und jetzt hab' ich wieder einen, der alles kassiert, Staat oder nicht, machst du nur den Max als kleiner Händler..."
Richard drehte das Bauteil in behandschuhten Fingern ohne zu wissen, was es war. Dafür lauschte er, wie sich der Händler seinen eigenen Strick drehte, an dem er ihn demnächst zappeln lassen würde. Er verströmte jetzt weniger Angstgefühle, stattdessen schien er Vertrauen gefasst zu haben. Sehr gut. Er legte das Bauteil zurück auf den Tresen. "Wissen Sie.... eigentlich bin ich auf der Suche nach etwas von substantiellerem Wert."
"Häh?"
"Etwas, das sich gewinnbringend anlegen lässt in diesen Tagen."
"Heheh...ja, warum haben Sie das nich gleich gesagt, Mann? Ich hab da hinten 'ne Holosammlung--"
Du wirtschaftest ein bisschen in die eigene Tasche, nicht wahr? "Wir Terraner müssen zusammen halten, finden Sie nicht auch?"
"Absolut! Absolut!"
Der Inquisitor spürte eine Welle von Sympathie. Es war geradezu langweilig, wie dieser minderbemittelte Kretin auf die simpelsten Tricks hereinfiel! "Deshalb bin ich zu Ihnen gekommen. Nicht zu einem dieser räudigen Aliens." Der Verkäufer kicherte und verstummte abrupt, als Richard einen kleinen viereckigen Behälter mit blinkenden Anzeigen auf den Tresen schob, nicht, ohne sich vorher verschwörerisch Richtung Tür umzublicken. "Biomimetisches Gel Klasse A, hochkonzentriert."
Der Verkäufer streckte die Hand aus.
Ah... Gier ist so ein widerliches, abstoßendes Gefühl... "Stopp." Richard zog den Behälter aus der Reichweite der schmutzigen Hand mit den von Variz-Blättern blau gefärbten Fingerspitzen. "Ich sagte ja, ich will einen entsprechenden Gegenwert."
Irgendwo in den Tiefen des Ladens, der sich mindestens über zwei Stockwerke des abgestürzten Borgschiffes erstreckte, klang ein Geräusch. Der Verkäufer zuckte zusammen, und seine Angst war um das Doppelte größer zurück. "Äh, na klar, beeilen wir uns, he? Sie hab'n sicher auch nicht den ganzen Tag Zeit!"
Aber du hast offenbar noch viel weniger. "Ich bin interessiert an der Drohne."
"Der...der Cyborg? Eh, Mann, aber der ist mindestens 5 Kanister Deutherium oder 2 Kapseln Antimaterie wert - auch unter Brüdern, heheh." Er sah sich wieder um. Das Geräusch verunsicherte ihn.
Richard schabte wie zufällig über einen der silbrigen Punkte auf der Theke. "Das sollten Sie wegputzen, ehe Ihr Boss dahinterkommt." Das Panik-Level seines Gegenüber schoss in die Höhe. Volltreffer!
"Woher...?" Der Verkäufer begann hastig zu schrubben.
"Ach kommen Sie - von Mensch zu Mensch!" Der Inquisitor rang sich ein Lachen der Kategorie 'jovial' ab. "Sie haben einen hervorragenden Deal vor der Nase - nutzen Sie ihn, EHE ihr mieser Alien-Boss wieder alles für sich kassiert! Das hier," Er tätschelte die kleine Box, "ist in gewissen Kreisen locker 10 Kanister wert. Und ich schätze, Sie haben diese Kontakte."
"Ja... ja klar. Auf mich kann man sich immer verlassen, von Mensch zu Mensch!"
Oder von Betrüger zu Betrüger. "Deal?"
Der Verkäufer nickte und wandte sich um, um die Drohne aus ihren Fesseln zu lösen. Richard fühlte ein unangenehmes, seine Konzentration ungemein störendes Magenknurren. Es wurde wirklich Zeit, etwas zu Essen zu organisieren.
Die apathische Drohne hing wie eine Leiche über dem Tresen, bis der Verkäufer ihr einen Akku in den Rückenteil der Rüstung schob und die Biofunktionen ihres humanoiden Teils mit einem Hypospray aktivierte. Mit steifen Bewegungen richtete sich das Maschinenwesen auf, öffnete die Augen und starrte leer an Richard vorbei. Ein seelenloses Etwas.
Der Inquisitor warf dem Verkäufer die kleine Box zu. "Du hast den Borg für 5 Kanister verkauft, denke dran."
"Klar! Hehe! Bin ja nicht blöd!" Er bemerkte einen weiteren silbrigen Fleck und schabte ihn weg. "Vielleicht seh'n wir uns mal wieder!"
Ich hoffe nicht.
"Wir Terraner müssen zusammenhalten!"
Richard nickte knapp und war mit dem Borg aus der Tür. Angesichts des Gestanks in der Spelunke kam ihm selbst der Mief hier draußen im Verkaufszentrum angenehm vor. Trotzdem blieb das flaue Gefühl im Magen. Heilige Dreifaltigkeit, ich bin wirklich hungrig! Wovon ernähren sich eigentlich diese Typen? Er streifte den neben ihm marschierenden Borg mit einem Blick. [/i]Von Strom?[/i] Nun, er würde kein theologisches Essay darüber schreiben. Wichtig war nur, die Drohne gegen genügend Latinum und Edelsteine einzutauschen, die ihm und Nalae Essen und wenn möglich eine Schiffspassage verschaffen konnten.
*** Etwas später / Oberstadt / Sklavenmarkt ***
"Die Drohne scheint in gutem Zustand, was willst du für sie haben?" raunzte der Tellarit in Richards Richtung, wohl gewohnt, von desperaten Leuten Ware weit unter dem Wert abkaufen zu können.
"Ich verkaufe nicht," antwortete der Inquisitor, wie er es auch schon den drei oder vier anderen Händlern hier mitgeteilt hatte. Ja, Drohnen waren offenbar rar geworden in den letzten Wochen, nachdem die vorhandenen nicht gut genug gepflegt worden waren! "Das ist mein persönlicher Bodyguard."
"Ach was? Naja, du siehst ja auch aus, als könntest du einen brauchen! Vielleicht sollte ich dich umblasen und mir den Borg einfach holen?"
"Das würden Sie vermutlich nicht überleben."
Der Tellarit wollte es nicht darauf ankommen lassen und ließ ihn stehen. Richard schlenderte weiter über den Sklavenmarkt, heuchelte ab und an Kaufinteresse, ließ aber vor allem immer wieder hören, wie schwer derzeit an gute Drohnen zu kommen war, noch dazu an kampffähige und verhielt sich wie der unerfahrenste Goldgräber, der jedem von seinem Fund erzählt. Wie erwartet hatte sich die Nachricht binnen kurzen herum gesprochen und ein Ferengi steuerte auf ihn zu, den er als Oberhaupt des Tekva-Syndikats kannte. Eine Person mit genügend goldgepressten Latinum, um sich seine Yacht damit auskleiden zu lassen...
"Ich habe gehört, du hast eine wertvolle Drohne, Terraner?!" Er sonnte sich in seiner Selbstsicherheit, ja er suhlte sich geradezu darin.
"Ja. Aber die Summe, für die ich sie hergebe, ist auf dieser Schlammkugel von Planeten nicht zu haben, Großohr. Lass mich also in Ruhe."
Wie erwartet war ein 'Nein' nicht akzeptabel. Der Ferengi konnte es sich nicht leisten, in Gegenwart seiner Speichellecker und dubiosen Geschäftspartner derart sein Gesicht zu verlieren, dass er KEINEN erfolgreichen Geschäftsabschluss erreichte.
"Was soll das heißen, du Krähe? Verbreitest du hier, ich sei nicht flüssig?!"
"Nun, ich weiß, dass das Syndikat kürzlich ein paar Ladungen Schmuggelgut an die imperiale Polizei verloren hat...."
Aufruhr unter den Umstehenden. Geld und Ehre sind immer die empfindlichsten Stellen. Da kann man euch wunderbar manipulieren. Ein kurzes Streitgespräch noch, während dem er abbröckelndes Selbstbewusstsein und wachsende Angst vortäuschte - und ein Beutel mit Latinum flog Richard vor die Füße.
"So, und jetzt her mit der verdammten Drohne!"
Richard hob den Beutel auf, überflog die Menge der enthaltenen Streifen und schätzte, dass es dreimal so viel war, wie das seelenlose Maschinenwesen neben ihm wert war. Dann hob er mit kläglichem Gesichtsausdruck den Kopf. "Aber... die Drohne ist alles, was ich habe... und ... und..."
Die Umgebung brach in Gelächter aus. "Na, das ist dir dann eine Lehre, mit wertvollem Gut nicht so herum zu prahlen, Terraner!" röhrte ein Andorianer und spuckte aus.
"Aber... er ist ein Bodyguard."
"Jetzt ist er MEIN Bodyguard. - Was sind die Kommandocodes?"
"Soral... Terix..." zählte Richard auf romulanisch und tastete unter seinem Mantel nach dem portablen Transporter.
"Und weiter? Willst du mich an der Nase rumführen, terranischer Abschaum?"
Altissimus! Die Energiezelle ist doch nicht etwa leer? Aus dem Augenwinkel sah Richard ein paar Waffenmündungen. Der Andorianer sprang vor, ballte die Faust, setzte zu einem Schlag an -- und landete nur in der Leere.
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Richard materialisierte knapp außerhalb des Marktes. Für mehr hatte die Energie des Transporters nicht mehr gereicht. Er verstaute die einzelnen Latinumstreifen an diversen Plätzen an seinem Körper und steuerte den nächstgelegenen Lebensmittelhändler an. Er kaufte reichlich ein und nahm dann ein Taxi zu den Aussenbezirken, um kein Risiko einzugehen.
Einige Stunden später erreichte er erschöpft das Schiffswrack, das Nalae und ihm die letzten Wochen Zuflucht geboten hatte.
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