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  Hinterhalt Log 2 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - May-Mon-2019, 06:44 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

(Beim Lesen das hier hören:

https://www.youtube.com/watch?v=oJXksJxX...I&index=15  )


==========  Unterwegs in Richtung Heimat  ==========
 
Da er in diesem Moment eh nichts machen konnte, was die Rettung und Versorgung der fremden Schiffbesatzung betraf, hatte sich Howy an seinen Lieblingsplatz zurückgezogen: Der Beobachtungskuppel der Astronavigation.
Man würde ihn schon informieren, wenn es Wichtiges gab.
 
Hier hatte er seine Ruhe.
Hier liefen alle SEINE Fäden zusammen.
Hier bestimmte er, was zu geschehen hatte.
Hier entschied ER, welchen Kurs die Picard nehmen sollte, um endlich nach Hause zu kommen.
Und es war eigentlich der einzige Platz an Bord, wo er, wenn er die gesamte Beleuchtung ausschaltete, wie im freien Raum saß und den spektakulären Ausblick genießen konnte, denn das ‚Glas‘ der Kuppel war absolut reflexionsfrei und ließ deshalb einen ungestörten Blick nach draußen zu.
Man hatte geradezu einen 3-D-Effekt, denn die Klarheit gab dem bloßen Auge einen wirklich ungeheuren Tiefeneindruck des Alls um ihn herum.
Das konnte manchmal sogar ein wenig erschreckend sein.
Wenn er es wollte, konnte er die meisten Daten auch auf die Kuppel projezieren lassen, so daß man sie besser mit den tatsächlichen Gegebenheiten in Einklang bringen konnte. Zum Beispiel Kursdaten, Strahlungsquellen oder gefährliche Körper in der näheren Umgebung.
 
Die Andromeda Galaxie war im Moment aus seiner Perspektive nicht zu erkennen, dafür aber füllte jetzt die Milchstraße seinen ‚Himmel‘ fast vollständig aus.

[Bild: potw1711a.jpg]
 
Er rief sich noch einmal die grundsätzliche Aufteilung ihrer Heimat-Galaxie ins Gedächtnis.

[Bild: milchstrasse.jpg]

Als sein Vorfahr und Namensgeber Hohardus Edzardus Eilers zur See fuhr, wußte man noch nicht einmal, daß die Milchstraße ein eigenes riesiges Sternsystem war und das auch der Andromeda Nebel  oder der Dreiecksnebel M 101 solche riesigen Sternsysteme waren, oder wie weit sie voneinander getrennt waren.

 

Eigentlich hatte er schon immer mal vorgehabt, der ‚normalen‘ Besatzung Führungen zu geben, um ihnen den wirklich spektakulären Blick auf ihre Heimat näherzubringen, denn es war bisher nur sehr wenigen Raumfahrern der Föderation gegönnt gewesen, diese Galaxie in ihrer ganzen Schönheit von außen her zu genießen.

Natürlich konnte man sich ein Bild machen, wenn man aus den großen Fernstern von 10 vorne blickte, oder auf der Brücke über den Screen, aber der war nicht real, sondern nur eine Projektion.

 

Außerdem näherten sie sich auch dem Halo der Milchstraße, der aus etwa 200 Kugelsternhaufen bestand. Und einer von ihnen begann das Blickfeld zu füllen. Noch war er klein, aber er würde in wenigen Tagen schon mindestens 10° Durchmesser erreichen, was ein toller Anblick sein würde.

 

Hier eine Darstellung des Halos rund um die Milchstraße:


[Bild: milchstrasse2.jpg]

Wenn er eines seiner Teleskope einsetzte, von denen er außen an der Hülle mehrere hatte, dann zeigte dieser Kugelhaufen jetzt schon ein paar spektakuläre Einzelheiten.

[Bild: 260px-A_Swarm_of_Ancient_Stars_-_GPN-2000-000930.jpg]

Kugelsternhaufen gehörten, zumindest rein optisch gesehen, zu den ältesten Sternsystemen mit sehr bemerkenswerten Sterntypen. Es gab, bis auf sehr wenige Ausnahmen, nahezu keine jungen Sterne in ihnen.
Es fehlte an Gas und Staub, um neue entstehen zu lassen, was wahrscheinlich an den exzentrischen Bahnen lag, die durch die Milchstraße hindurch liefen, wobei bei jedem Durchlauf die schwerere Galaxie dem kleineren Kugelhaufen seinen Staub entzog, weshalb keine neuen Sterne entstehen konnten.
 
Da man bisher nur sehr wenige Untersuchungen über Kugelsternhaufen durchgeführt hatte, nutzte er jede freie Minute, um so viele Daten wie möglich zu sammeln und sie in den Bordcomputer einzugeben.
Am liebsten hätte er den Captain gebeten, einen kleinen Umweg einzulegen und durch den Haufen hindurch zu fliegen, aber er wußte, daß er sich damit den Unmut der restlichen Crewmitglieder zuziehen würde.
 
Gott sei Dank hatte man wegen der Rettung der fremden Besatzung den Kurs kaum ändern müssen, so daß Howy sich jetzt auf seinem Holodisplay die Rundumsituation darstellen ließ und den geplanten Kurs anlegte.
Bis zur Position der Erde waren es noch 25.365 Lichtjahre.
Die Flugdauer hing natürlich von vielen Faktoren ab: Zunächst einmal vom WARP-Faktor und wie lange man diesen durchhalten konnte.
Allerdings war die errechnete Flugzeit immer noch ernüchternd lang.
Selbst bei einer Dauergeschwindigkeit von WARP 9 war die zu erwartende Flugdauer unter normalen Umständen nicht erträglich:

[Bild: WARP-Flugzeit_zps6h7r0cm1.png]

So sah er es im Moment als seine Hauptaufgabe an, eine Arx-Straße zu finden, die es der Picard ermöglichen würde, in erheblich kürzerer Zeit die Strecke zurückzulegen.
Bisher aber konnte er keine Anzeichen für eine finden.
Leider hatten ihm da auch die Ashani nicht weiterhelfen können oder wollen.
Allerdings gab es da noch die Hoffnung, die neue Technik doch noch für die Picard nutzbar zu machen, aber noch bei WARP 9,99 waren es über 16 Jahre.
Sie hatten zwar einen sogenannten FOLD-Antrieb an Bord, der Geschwindigkeiten im Transwarp-Bereich ermöglichte, aber diese Antriebsart konnte nicht über einen längeren Zeitraum genutzt werden.
Und selbst mit dem würde die Flugzeit immer noch bei über 2,5 Jahren liegen.
 
Er mußte sich unbedingt mal mit den Tr’Kovath-Brüdern näher unterhalten, ob die Beiden denn nun etwas aus dem romulanischen Shuttle oder der Ashani-Technik übernommen hätten, um ihnen etwas mehr Geschwindigkeit unter dem Arsch machen zu können. Und zwar über längere Zeit hinweg.
An der nötigen Energie konnte es eigentlich nicht mangeln, da sie die romulanische Technik der Speicherung und Anzapfung einer Singularität besaßen, aber es war eben die Technik, die eine derartige Beanspruchung über einen längeren Zeitraum kaum durchhielten.
 
Er riß sich zusammen und nahm erst einmal einen gewaltigen Schluck Ractajino, der so stark war, daß der Löffel stehen blieb.
Er hatte neben diesen Arbeiten aber auch noch anderes Wichtiges zu tun, wie zum Beispiel in der Flugbahn liegende größere Ansammlungen dunkler Materie, die durch ihre Gravitation der Picard durchaus gefährlich werden konnten, zu registrieren. Denn schon minimalste Abweichungen vom Kurs könnten bei der hohen Geschwindigkeit riesige Kursabweichungen bewirken, und es war seine Aufgabe als Navigator, das Schiff und dessen Besatzung sicher durch das All zu bringen.
 
Es war seine Aufgabe, die Gefahren schon zu ahnen, bevor sie eintraten.
Allerdings bezog sich das natürlich nur auf die Situation im All selbst. Denn es hatte sich immer wieder erwiesen, daß der größte Unsicherheitsfaktor der Mensch oder besser das Lebewesen war.
 
Aber auch die Technik stellte sie oft vor die größeren Probleme, wie man ja an ihrem eigenen Schicksal sehen konnte.
Verschollen im All, ohne die Möglichkeit wenigstens nachhause zu telefonieren oder den Angehörigen eine Nachricht zukommen zu lassen.
Er wußte, daß die Zurückgebliebenen versuchten, sie zu finden und ihnen Nachrichten zu schicken und umgekehrt, aber keiner wußte wirklich genau, ob Irgendetwas von ihren Sendeversuchen die Heimat erreichte.
 
Er lehnte sich zurück und nahm einen langen Zug aus seinem Becher.
Wenigstens hatten sie jetzt ein bißchen Ruhe, um sich von dem Streß der letzten Wochen ein wenig zu erholen.

Sokar hatte sogar die Holodeckzeiten für Jeden verlängert, damit man sich Abwechslung verschaffen konnte. Und auch die Replikatoren liefen derzeit wieder so, daß man wenigstens ab und zu mal sein Lieblingsessen genießen konnte.
Das hatte die Moral der Crew deutlich verbessert, und Howy hoffte natürlich, daß das auch so bleiben würde.
 
Er lud alle seine Daten auf ein PADD und machte sich auf den Weg runter zur Brücke.

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  Zwischenlog 13
Geschrieben von: Sokar - May-Sun-2019, 08:29 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

NRPG: Ich musste ja auch mal klären, was Sokar die letzten zwei Jahre seit Ende der ersten Staffel so gemacht hat. Und dabei fiel mir ein, dass ich damals vor 10 Jahren nie drüber geschrieben hatte, wie Lhoal tr'Khellian im Spiegel eigentlich von Vanguard entkommen ist... =D

 
Hintergrundinfos zu Lhoal: http://www.uss-saipan.de/mediawiki/index..._(Spiegel)
 
RPG:
*** Vanguard / ehem. Straflager ***
 
Die Hitze stieg, wurde zu einer verdörrenden, dann Haut und Lungen versengenden Gewalt, brennend, alles Lebendige zu einem glühenden Schmerz zerschmelzend...
Sokar fuhr mit einem Schrei aus dem Schlaf und bekam im nächsten Moment einen Tritt gegen die Brust, der ihn an das Metallgestänge der Wand warf. "Maul halten, Assel! Will pennen!"
 
Sokar zog die Beine eng an den Körper, schlug die Arme darum und konzentrierte sich, seinen Atem zu beruhigen. Um sein Gesicht bildeten sich weiße Kondenswölkchen, die an seinen verfilzten Haaren und dem Metall in seiner Nähe als Eiskristalle hängen blieben. Es war eine absurde Ironie, dass ihn der Alptraum zu verbrennen gerade hier heimsuchte, wo die tägliche Gefahr vor allem darin bestand zu erfrieren. Er erinnerte sich nicht mehr, wann er sich das letzte Mal wirklich warm gefühlt hatte. Hier in der Eiswüste von Vanguard war alles kalt und feucht, oder noch kälter und feuchter. Die spärlichen Heizsysteme waren seit langem ausgefallen und nach der Meuterei hatten die Gefangenen alles verfeuert, was sich irgendwie verfeuern ließ. Aber mittlerweile war nichts mehr da. Auf der lebensfeindlichen, mit toxischen Gasen überlagerten Oberfläche des Planeten wuchsen höchstens ein paar extremophile Bakterienkulturen und Algen an sehr günstigen Stellen.
 
Und auf den letzten Ölvorräten sitzen Tr'Khellian und seine Killer.
 
Der Vulkanier biss die Zähne zusammen, um ein Klappern zu unterdrücken und wünschte sich beinahe in seinen Alptraum zurück. Die letzten Minuten auf der ISS Choctaw hatten sich für immer in sein Bewusstsein eingebrannt, buchstäblich. Ganz abgesehen von den Narben auf seinem Rücken und seinem linken Arm...
Dieser terranische Schlächter Van Zandt hatte seine Gefangenen auch noch als Schutzschild benutzt, als der Angriff das Schiff traf. Ja, Sokar war sich sicher, dass es ein Angriff war, mit dem man Beweise vernichten wollte. Den Beweis nämlich, dass Flottenkommissar Vandenberg und Inquisitor von Rabenstein nicht mehr unter den Gefangenen waren.... Irgendwer im terranischen Imperium hatte die beiden Amtsträger aus der Schusslinie geholt - und um das zu decken, sollte der Rest der Gefangenen, er, Rewdak, Howy und eine große Anzahl Sympathisanten von der ISS Picard inklusive Van Zandts und seiner Männer Vakuum atmen! So lief das Ganze, dachte der Vulkanier zynisch. Und dieser scheinheilige Inquisitor, der immer tat, als ob er die galaktische Moral gepachtet hätte, machte sich wahrscheinlich unterdessen ein schönes Leben mit dieser romulanischen Irren!
 
Aber Sokar musste zugeben, dass Van Zandts Gemeinheit nur noch von seiner Gier nach Anerkennung übertroffen worden war, die ihn dazu gebracht hatte, seine beiden wertvollsten Gefangenen (Sokar und Rewdak) zu 'retten', um mit ihrer Hilfe Orden und Beförderung zu kassieren. Sokar verzog das Gesicht zu einem lautlosen Lachen im Gedanken daran. Eine weitere Ironie dieses wahnwitzigen Universums! Van Zandt hatte sie beide nach Vanguard gebracht, bis die Formalitäten erledigt waren. Dort, bevor sich die Schotts des Hochsicherheitstrakts hinter ihm geschlossen hatten, hatte Sokar Rewdak zuletzt gesehen. Nun, der Kerl war ihm egal - bedauerlich nur, dass er ihn damals nicht gleich erschossen hatte, diesen romulanischen Bastard! Unterdessen mochte Rewdak tot sein. Er hatte ihn jedenfalls seit der Meuterei der Gefangenen etwa drei Wochen nach seiner Einschließung nicht mehr gesehen. Und in den folgenden Stunden des Chaos waren eine ganze Menge Leute draufgegangen, vom Wachpersonal wie von den Gefangenen. Man hatte die Leichen einfach rauf an die Oberfläche gebeamt, in Ermangelung irgendwelcher anderer Ideen.
 
Das war vor gut zwei Jahren gewesen. Damals hatte Sokar sich ausgerechnet, mit ein paar Gesinnungsgenossen ein Shuttle zu kapern und entkommen zu können. Doch die Borg hatten ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Von einem Tag auf den anderen war Vanguard von der Allianz abgeschnitten und befand sich im Feindesland. Es kamen zwar keine Truppen der Allianz, um an den aufständischen Gefangenen Vergeltung zu üben, aber es kamen auch keine Versorgungstransporter mehr. Keine Nahrung, kein Öl, kein Dilithium für den Reaktor. Nach einem Monat brach die Hölle los, und wer bis dahin geglaubt hatte, Vanguard sei der übelste Ort der Galaxis, fand sich bald eines Besseren belehrt - wenn ihm Zeit blieb, darüber nachzudenken.
 
Die metallenen Bodenplatten trugen das Vibrieren von Schritten näher. Dann huschte der Schein von funzeligen Taschenlampen und handgemachten Öllampen durch das Gewirr von Leitern, Rohren und Bettgestellen im alten Gefängnistrakt. Die Stimme und das Schrittmuster warn eindeutig. Sokar erkannte Lhoal tr'Khellian, noch bevor der Romulaner zu sehen war. Er und sein Gefolge waren wieder auf der Suche nach versteckten Vorräten und Waffen.
Sokar rutschte so tief in das Halbdunkel seiner Ecke wie nur irgend möglich. Er klaubte seit Wochen Einzelteile für eine Projektilwaffe zusammen, und er trug alles an seinem Körper.
 
Tr'Khellian war schlau; er war ein Kämpfer, ein Überlebender wie Sokar selbst. Und er war gefährlich! Man munkelte, dass er eine Sammlung klingonischer Wirbelknochen hatte; dass er jedem klingonischen Rebellen eigenhändig einen Wirbel heraus schnitt und ihn an einer langen Kette drapierte. Der ehemalige Special Ops der Romulaner war einen Tag nach der Meuterei in die Hände der Aufständischen gefallen, und allein, dass er überlebt hatte, bewies, zu was er fähig war. Ja, dort kam er, wie eine Ausgeburt der Unterwelt mit seiner handgeschmiedeten Metallmaske vor der linken Gesichtshälfte und einer zusammengeschusterten riesigen Projektilwaffe in der rechten Hand. Hinter ihm marschierten drei andere, zwei Rommies, ein Terraner, auch sie mit handgefertigten Knarren und Spießen bewaffnet.
 
Ich muss überleben für meinen Sohn dachte Sokar. Ich muss ihn finden. Ich muss überleben. Er wiederholte die Worte wie ein Gebet, während er Tr'Khellians Kommando musterte. Etwas war anders als sonst... Sein Gesichtsausdruck...
 
Abrupt feuerte Tr'Khellian einen Schuss an die Decke ab. Betonstaub rieselte herunter. "Alle mal herhören!" brüllte er dann. "Zwei Kilometer von hier ist ein Borg-Scoutschiff runter gegangen. Wir können hier hocken wie die Drvaaki in ihren Bauen und auf die Klauen des Jägers warten. Oder wir können versuchen, die verdammte Blechbüchse zu erobern, die uns von diesem erbärmlichen Müllhaufen wegbringen kann!"
 
Sokar musterte den Romulaner und hielt den Atem an. Ein Schiff? Mit Borg? Tote Borg... oder lebende Borg? Deaktivierte oder aktive Nanosonden? Ich muss meinen Sohn finden.
 
Lhoal tr'Khellian grinste böse. "Ich weiß, was ich tue. Und ihr? Habt ihr die Hosen voll? Je mehr Leute wir sind, desto mehr Chancen haben wir." Die ersten zerlumpten Gefangenen, Angehörige diverser Spezies, lösten sich aus den Schatten, während der Romulaner weitersprach. "Klar werden eine Menge von euch draufgehen. Aber HIER verreckt ihr so oder so."
 
Sokar war aufgestanden und schritt langsam auf Tr'Khellian zu.
 
"Ah! Rihanha?" raunzte der kurz.
 
"Vulkanier," antwortete Sokar und schob die Kapuze zurück. Das ließ ihn etwas sinken in Tr'Khellians Meinung, aber dennoch nickte er.


[Bild: sokar-mirror.jpg]

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  Zwischenlog 12 - Richard
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - May-Thu-2019, 02:20 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** Auf dem Mafiosischiff Clover 13 ***

Richard trat aus der Schalldusche mit einem Seufzer der Erleichterung wie ein Gefangener nach Jahren der Kerkerhaft. Die halbstündige Reinigungsprozedur plus Rasur hatte ihn zwei Replikator-Rationen für die Energie gekostet, aber das war ihm gleich gewesen. Dass sein neues Quartier diesen Luxus aufwies, war ein bedeutender Luxus und ihm mehr wert als alle Teilhaberschaft an irgendwelchen obskuren Geschäften, die der Oktopoide Galub ihm sonst noch versprochen hatte.
Er warf einen Blick in den gesprungenen Spiegel und fand, dass er begann, sich wieder ähnlich zu sehen, Deo Gratias! Vor allen Dingen verunstaltete der Neuralverstärker nicht länger sein Gesicht. Nachdem die Kontrolleinheit ohnehin im Kampf auf dem Planeten zu unrettbarem Schrott zerschmolzen war...

Er griff nach den ebenfalls neu replizierten einfachen Kleidungsstücken und zog sich an, dabei die Informationen aus dem  Speicher in seinem Amtsring Revue passieren lassend.  Ich brauche einen ungestörten Platz, um ihn noch mal zu aktivieren und in Ruhe zu studieren... aber das ist natürlich nicht hier an Bord dieses Schrottkahns. Taminus... Was bedeutet das? Ein Sternsystem oder etwas IN diesem Sternsystem? Und wo liegt es? Ich brauche ein unüberwachtes Computersystem... Er befestigte den Ring an einem Band und hing ihn sich um den Hals, unter die Kleidung. Schließlich sollte man nicht mehr Begehrlichkeiten erwecken als nötig! Wie viele seiner Vorgänger hatten diesen Ring schon getragen, fragte er sich. Das Schmuckstück war sicher mehrere hundert Jahre alt.
Und seit wann sind diese Daten in ihm versteckt? Auf wieviele meiner Vorgänger sind sie schon codiert worden? Oder ... nur auf mich? Hat Constantius etwas von Van Malnens Verrat geahnt und hier den Schlüssel versteckt, das Imperium und die Kirche zu retten?

Es klopfte. Wunderbar, man klopft wieder, ehe man zu mir vordringt! Richard öffnete den altertümlichen Hebel, der angebracht worden war, nachdem der elektronische Schließmechanismus seinen Geist aufgegeben hatte. Der junge Terraner, sein Informant, huschte herein und machte einen Kniefall.
"Keine Ehrbezeigungen hier!" zischte Richard und zog ihn auf die Füße. "Wir wissen nicht, ob wir beobachtet werden!"

"Ja, Pater Ricardus," flüsterte der Bursche, der nicht mit viel Intelligenz, aber dafür viel bedingungsloser Anhänglichkeit gesegnet worden war.

"Hast du etwas über die Romulanerin in Erfahrung gebracht, die mit mir gefangen genommen wurde? Wurde sie verhört?"


"Verhört? Wieso?" Der junge Kerl grinste dümmlich. "Sie war Samechs Beute, irgendwas von einer alten Schuld, also, Galub musste sie abtreten, und Samech sagte, er will sie verkaufen, weil dralle Spitzohrweiber derzeit gut im Kurs stehen."

Widerlich.

"Aber dann hat das Syndikat 'nen Flüchtlingskonvoi aufgebracht, und die Preise auf dem Sklavenmarkt fielen in den Keller. Außerdem hatte das Luder Samech gebissen. Na und dann hat er sie für'n saurianischen Brandy an einen Typen auf Riva Prime verhökert. Hab aber gehört, das die bei der Übergabe abgehau'n sein soll."

Also ist sie wieder auf Riva Prime. Gut, ich muss mich später darum kümmern. "Ich brauche Zugriff auf die stellare Kartographie." Wenn es hier sowas überhaupt gibt... "Das liegt in K'Moraqs Ressort, oder?"

"In ihrem was? K'Moraq liegt nur auf 'ner Stahlplatte, ist doch ne Klingonin, wenn Sie das meinen."

"Nein. Sternenkarten, Navigation. Wer hat an Bord Zugriff?"

...

*** Nächster Tag ***

Der Inquisitor hatte sich dank seiner neu gewonnenen Freiheit an den Ort begeben, der die Bezeichnung 'Kantine', die in abblätternder Farbe über der Tür gemalt war, eigentlich nicht verdiente. Während er sich Galub näherte, fragte er sich, wie man hier überhaupt irgendetwas verzehren konnte, wenn man nicht lebensmüde war...

Der Boss saß vor mehreren Tellern undefinierbaren und ganz klar noch lebendigem Inhalt und war offenbar nicht bei bester Laune. Nicht einmal zum Essen hatte er Lust. Richard spürte ohne große Anstrengung, dass Galub danach lechzte, eine Schimpfkanonande über das Universum abzulassen. Er gab ihm einen kleinen verbalen Anstoß und wartete, bis das Schlimmste vorbei war.

"Ein Desaster, wirklich," fasste Galub noch einmal zusammen. "Ich habe drei meiner Leute verloren--"

"Sie sind drei Verräter losgeworden, sehen Sie es so," fiel ihm Richard ins Wort, ehe der Oktopoide von vorn anfangen konnte.

"Ja, ja." blubberte er nun. "Aber ich hab' wegen dieser Asseln auch nur einen Bruchteil der Borgkomponenten da unten rauf holen können! Ich brauch' gar nicht auf Stratarura auftauchen; Tekvas Aufkäufer wird mich zu Targhfrass verarbeiten!"

"Vergessen Sie Tekva. Sie brauchen ihn nicht."

Aus Galubs Sprachsynthesizer klang metallisches Lachen. "Es stimmt, was man so erzählt hat, was? Dass du Tekva mit einer nicht funktionierenden Borgdrohne geprellt hast?" Ein schlabberiger Tentakel patschte gegen den Arm des Inquisitors.

"Ein jeder hat seine Geschäftsgeheimnisse."

"Hehe, ja, du gefällst mir immer mehr!"

Du mir nicht. Und jetzt habe ich schon wieder ekelhaftes Schleimzeug auf meiner Jacke!

"...Wie heißt du eigentlich, Terraner?"

"Valentinian."

"Vali...was? Kann ja keine Sau aussprechen. Ich nenne dich Val! So...." Mit leicht wiedergewonnenem Appetit schlürfte der Oktopoide einige Käfer. "Trotzdem muss ich mir ja irgendwie den Lebensunterhalt verdienen, ich und meine Leute. Und dieser Deal sollte 100.000 Credits bringen. Verflucht noch mal."

"Es gibt lukrativere Handelsgüter als Borgschrott."

"Klar, bin ja kein Idiot. Waffen! Drogen! Aber das Business hat sich Tekva reserviert."

"Informationen."

Galub starrte den Inquisitor mit zwinkernden vier Augenpaaren an.

"Nun, die Galaxis ist dreigeteilt in Autokratie von Eisn, Terranisches Imperium und ... nun, uns, die wir im Niemandsland sitzen gelassen wurden. Beinahe undurchdringliche Grenzen überall. Informationen sind mehr wert als alles andere."

"Mag sein." Galub spuckte einen Käferpanzer aus. "Aber ich bin kein Orakel."

"Aber auf Epsilon Eridani gibt es ein Archiv der Inquisition." Richard legte all seine Möglichkeiten der mentalen Beeinflussung hinter diese Worte.

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  Hinterhalt - Missionsstart - Sokar
Geschrieben von: Sokar - May-Wed-2019, 05:58 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Brücke ***
 
Die 'Picard' hatte seit etwa zwei Wochen das Gebiet der Ashani hinter sich gelassen und flog jetzt seit mehreren Tagen durch ein relativ leeres und ereignisloses Raumgebiet, in dem lediglich auf Ansammlungen dunkler Materie geachtet werden musste, die Subraumstörungen verursachten.
Die Crew war dankbar für die Ruhezeit nach den letzten aufregenden und aufreibenden Monaten. Endlich fanden Techniker und Wissenschaftler die Zeit, die angesammelten Daten zu sichten, zu katalogisieren und mit einer Aufarbeitung anzufangen. Das Exobiologenteam - mit Begeisterung unterstützt von Captain Sokar - untersuchte die Evolution der Ashani, während die Exotechniker unter Mahan tr'Kovath sich in Antriebs- und Computertechniken vertieften und deren Kompatibilität mit der konventionellen Sternenflottentechnik prüften. Die Ashani hatten ihnen einige Verbesserungen eingebaut, doch war die Frage, ob sich die Techniker auf künftigen Raumschiffen in der Heimat sich diese Neuerungen nutzbar machen konnten. Im kleinen hydroponischen Garten hatten die Spezialisten mit Samen von der Welt der Kilumi wie von diversen Planeten der Ashaniföderation alle Hände voll zu tun.
 
Die Stimmung an Bord war gut, kam man doch der Milchstraße immer näher. Die Kom hatte überdies bereits Signale aufgefangen, die allgemein als ein neuer Kontaktversuch aus der Heimat gedeutet wurden. Allerdings gab es noch zu viele Interferenzen mit der dunklen Materie im Subraum. Die Spezialisten waren der Meinung, dass es noch einige Wochen dauern könnte, ehe man 'freien Funkverkehr' erwarten könne. Nichts desto trotz wurden überall bereits eifrig Nachrichten an zu Hause verfasst. Srri, die Phalan-Kunstexpertin, hatte vor einiger Zeit die Erlaubnis bekommen, einige Bereiche des Schiffes mit dezenten Kunstwerken zu verschönern, was sie mit Hingebung in Angriff genommen hatte.
 
An diesem frühen Morgen, kurz nach Antritt der Tagesschicht, waren Howy und die Sensorikoffizierin beschäftigt, den Flug durch die erratische dunkle Materie zu plotten und gleichzeitig möglichst viele Daten für die  wissenschaftliche Auswertung zu sammeln. Counselor Janice war ebenfalls bereits anwesend und nutzte den ruhigen Morgen, um für eine Fortbildung zu lernen, während Sicherheitschef Mort Caldred mit Gizmo auf der Schulter stoisch auf den leeren Bildschirm starrte. Einzig der Sitz des Captains war noch leer - ungewöhnlich. Der Vulkanier war sonst präzise 2,5 Minuten vor seinem offiziellen Dienstantritt zur Stelle.
 
Nach drei Minuten räusperte sich Janice und flüsterte in Caldreds Richtung: "Sokar ist noch nicht da. Glauben Sie, wir--"
 
In diesem Moment öffnete sich die Tür zur Brücke. XO Vandenberg, der gerade neben DCEO Marlow an der Konsole für die Überwachung der Antriebsparameter gestanden hatte, wandte sich gemeinsam mit Janice und Mort um. Tatsächlich trat Sokar auf die Brücke. Seine Uniform wies auf der linken Seite und am Ärmel ein interessantes weißes florales Rankenmuster auf und auf dem linken Schuh klebten verräterische Flecke.
 
Vandenbergs Augenbrauen kletterten in die Höhe. Die Counselor schmunzelte, schluckte ihren Kommentar jedoch höflich hinunter. "Guten Morgen, Sir."
 
Sokar erwiderte die Grüße und nahm ohne eine Miene zu verziehen Platz. "Ich habe mit Madame Srri über die Platzierung ihrer Farbenbehältnisse und Warnungen bezüglich feuchter Wände gesprochen," erklärte er. "Ich wollte meinen Schichtbeginn wegen dieser Kleinigkeit jedoch nicht weiter verzögern. - Irgendwelche Vorkommnisse?"
 
"Nein, Sir." Vandenberg händigte ihm wie üblich das Mikropad mit dem elektronischen Übergabeprotokoll aus, und Sokar dankte.
 
Der XO war gerade an der Tür, um sich in seinen wohlverdienten Feierabend zu begeben, als die Sensorik meldete: "Ich erfasse ein Flugobjekt, etwa 60 mal 20 Meter, Hülle Duranium und andere Legierungen....Masseparameter weisen auf einen Innenraum hin... Atmosphäre Sauerstoff/Stickstoff...Lebenszeichen.... ja, da ist was, aber ziemlich erratisch."
 
"Ein Schiff..." murmelte Howy. "Wo kommen die plötzlich her?"
 
Die Andorianerin sog scharf die Luft ein und ihre Fühler legten sich an den Kopf. "Das Strahlungsniveau ist weit über dem Level, Captain. Die haben ein Leck in den Eindämmungsfeldern. Und Plasma verlieren sie auch. Hüllenstabilität kritisch."
 
"Rufen Sie sie!"
 
"Automatischer Ruf läuft seit 30 Sekunden, Sir, keine Reaktion."
 
"Sind wir in Transporterreichweite?" fragte Sokar.
 
"Noch nicht," kam Marlowes Stimme. "Geben Sie mir noch ein paar Sekunden!"
 
Sokar benachrichtigte die Krankenstation, das man mit Verletzten einer unbekannten Spezies zu rechnen habe. Dr. Val'Kara, die gerade die Nachtschicht beendete, informierte Dr. D'Varo und versprach, selbst gleich im Transporterraum zu sein.
 
"Sind in Reichweite!" rief Marlowe und rutschte mit seinem Sessel auf den Bodenschienen in rasanter Fahrt an die Nachbarkonsole. "Leite Transportererfassung ein! Vier... sechs.... zehn singuläre Biosignale!" Fast in der selben Sekunde, in der der Transfer eingeleitet werden konnte, zerbarst das ferne Schiff in einer Explosion.
 
Für einen Moment starrte die Brückencrew entsetzt auf das rasch verglimmende Leuchten. Dann eilten Sokar, Vandenberg, Mort und die Counselor hinaus.
 
---
 
(NRPG: Diese Leute werden also mit List unser Schiff unter ihre Kontrolle bringen - und wir müssen versuchen, die Kontrolle zurück zu gewinnen, denn schließlich wollen wir nicht irgendwo hin fliegen. Los gehts!)

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  Grundlagen
Geschrieben von: Sareth - Apr-Tue-2019, 05:00 PM - Forum: GUIDELINES - Antworten (1)

Früher hatten wir die Guidelines auf der HP, im neuen Forum haben wir die zunächst vergessen. Das muss nun nachgeholt werden, falls es Interessenten gibt!

1. Schreibfrequenz

Damit ein RPG funktioniert und sich kein Frust ausbreitet, sollte jeder in der Lage sein, ein Log in 4 Wochen zu schaffen. In Notzeiten wie Prüfungsstress und Umzügen sowie Krankheit bitte 'Urlaub' nehmen. Auch das "Totschreiben" anderer Mitglieder durch fünf Logs pro Woche ist ein Spieltöter. Geben wir einander Zeit, auf einander zu reagieren!

2. Mitschreiben

Bei uns darf ein jeder Spieler auch Charaktere anderer Spieler in seine Logs integrieren und für sie mitschreiben, wenn sie sich z. B. in einem Gespräch befinden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Reaktionen des fremden Charas dessen bisheriger Charakterentwicklung und Anlegung entsprechen und er nicht "aus der Rolle fällt" (es sei denn, es gibt einen storyinternen Grund dafür und der entsprechende Spieler des Charas ist informiert)

3. Genau Lesen

Um eine in sich logische Geschichte ohne Plotholes und Charakterbrüche zu entwickeln, ist es EXTREM WICHTIG, dass immer gut mitgelesen und vor dem eigenen Log noch mal nachgelesen wird, was die Vorgänger geschrieben haben. Auf Fehler bitte aufmerksam machen und die betroffenen Logs ändern (denn am Schluss wird alles zusammengefasst und im Archiv gespeichert zum später Schmökern)

4. der Charakter

Ein jeder Mitspieler kann einen bis zwei Charaktere am selben Spielort (auf der 'Picard', im 'Spiegel'...) haben, insofern er sie zeitlich gut bedienen kann und sie nicht zu RPG-Leichen mutieren, die von den anderen Schreibern mitgeschleppt werden müssen.
Der Entwurf des Charas ist das Wichtigste bei einem RPG!  Wenn ihr einen Chara entwerft, müssen wir nicht im Vorfeld genau wissen, zu welcher Sternzeit er welchen Abschluss gemacht hat und bei welcher Mission er sich das Bein gebrochen hat Zwinker. Aber ein Grundgerüst - das im Laufe des Schreibens ausbaufähig ist - sollte errichtet werden. Die zentrale Frage lautet: was will mein Chara in diesem RPG 'erreichen'? Was hat ihn geprägt, bis die anderen Spieler ihn kennenlernen, wie ist sein Charakter?
Darüber müssen wir uns vor dem Schreiben Gedanken machen, weil wir sonst auf das Niveau gewisser Seifenopern herab sinken, bei denen sich die Charas im Laufe der Jahre 'entwickeln' wie es dem momentanen Schreiber gerade in die gewünschte Plotline passt. Wie gesagt, das muss nicht ins Detail gehen, aber fragen wir uns: was will mein Chara - was ist ihm passiert - welche Entwicklungsmöglichkeiten kann es geben?

5. Powerplay

Die Lösung von Problemen mittels 'Wundermitteln' und 'Mary-Sue-Alleskönnern' ist nicht erwünscht. Mitschreiben für andere Personen: s. oben!

6. Themen für die Plots

Wir sind ein Star Trek - RPG und wollen der Star Trek-Philosophie "erst denken, dann schießen" treu bleiben. (Ausnahme: Spiegeluniversum)  Anregungen aus anderen Science-Fiction Büchern und Serien dürfen genommen werden (es sollte aber immer subtil sein, also z.B. keine Lichtschwerter, keine speziellen Technologien, Völker und Ereignisse aus etablierten anderen SF-Universen). Innerhalb des offiziellen Star Trek-Universums sind für uns die Ereignisse bis Star Trek Nemesis relevant: also alle fünf Serien: ENT, TOS, TNG, VOY, DS9 und die Filme einschließlich Nemesis.
NICHT RELEVANT: die J.J. Abrams-Filme und Discovery, Picard, Star Trek New Worlds und Starfleet Academy.



(Bitte melden, wer hier Ergänzungen einbringen möchte!)

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  Warum braucht das James-Webb-Teleskop solange ?
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Apr-Fri-2019, 12:11 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

https://www.youtube.com/watch?v=k8yRDrl76d0

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  Keine Kinder auf dem Mars ?
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Apr-Thu-2019, 09:01 PM - Forum: *** Science News *** - Antworten (2)

https://www.nationalgeographic.de/wissen...st_april19

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  Kritik bei "Heise" von Discovery Staffel 2
Geschrieben von: Sareth - Apr-Thu-2019, 12:36 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (2)

Achtung, Spoiler.... für den, der noch nicht geguckt hat und es noch vorhat.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/...06251.html

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  Israelische Mondsonde versagte !
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Apr-Thu-2019, 11:26 AM - Forum: *** Science News *** - Antworten (1)

https://edition.cnn.com/2019/04/11/middl...index.html

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  Zwischenlog 10 Anselmus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Apr-Tue-2019, 07:36 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

========== In einem Paradies, wo niemand sein wollte  ==========
(Diese Geschichte spielt einige Wochen vor dem letzten Log Rabensteins)
 
Anselmus hatte bei einer Flasche billigem Fusels in einer Spelunke, die diese Bezeichnung mehr als nur verdiente, ein bemerkenswertes Gespräch belauscht, das zwei Betrunkene am Nachbartisch geführt hatten.
 
Unter dem Tisch lag Herodes, sein treuer Wolfshund, der auch in dieser Situation immer die Umgebung beobachtete, denn er wußte, daß überall Gefahren lauerten.
Aber natürlich hatte auch er was bekommen, das in Form eines gigantischen Knochens mit viel Fleisch dran zwischen seinen Vorderpfoten lag.
 
Der eine der Kerle hatte seinem Kumpel ein Erlebnis berichtet, an dem er gerade teilgenommen hatte. Beide waren wohl Mitglieder einer Bande, die von einem gewissen Galub angeführt wurde, der sich aber offensichtlich nicht an Verabredungen bezüglich der Lohngelder zu halten gedachte.
Er erzählte seinem Nachbarn, sie hätten da einen Typen entführt, der trotz seiner schlechten Kleidung ganz offensichtlich ein ‚feiner Pinkel‘ war und nach Kohle roch. Groß und fast weißhaarig.  Und dann habe Galub ihm nur die Hälfte seines versprochenen Lohnes gegeben, was ja nun überhaupt nicht ging.
Der andere klopfte ihm verständnisinnig auf die Schulter.
 
Anselmus bekam sehr lange Ohren, aber leider begann der Kerl jetzt über alles Mögliche zu labern, nur nicht über diese Entführung.  Aber die Beschreibung des Entführten entsprach Rabenstein auf’s Tüpfelchen.
Er mußte unbedingt mehr erfahren, das verstand sich von selber.
Er signalisierte Herodes, daß sie gehen würden. Dieser erhob sich langsam, nicht ohne seinen Knochen zwischen die Zähne zu nehmen, um sich diesem später in Ruhe zu widmen.
Der Mönch warf ein paar Münzen auf den Tisch und steckte die angebrochene Flasche in die weiten Taschen seiner Kutte.
Dann trat er aus der Kneipentür und drückte sich gegenüber in eine Nische. Herodes verschwand ebenfalls, und Anselmus wunderte sich jedes Mal, wie es dieser Hund schaffte, sich einfach aufzulösen. Trotzdem wußte er genau, daß er nur wenige Meter entfernt lauerte und auf Kommandos wartete.
 
Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sich die Tür und die beiden Saufbrüder erschienen.
Nachdem sie sich umarmt hatten, trennten sie sich.
 
Anselmus blieb etwa 10 Schritte hinter dem, der von der Entführung gequatscht hatte, und als sie in einer sehr dunklen Stelle angekommen waren, pfiff er leise. Der Typ drehte sich um.
 
Aber seine verquollenen Glubscher sahen nichts. Höchstens für den Bruchteil einer Sekunde einen dunklen Schatten, der sich auf ihn stürzte und ihn zu Boden warf.
Da lag er nun auf dem Rücken, und ein gigantisches Monster stand über ihm, dessen weit geöffneter Rachen direkt über seiner Kehle war. Er hörte das tiefe Knurren und den heißen Atem und bewegte keinen Finger mehr.
 
Anselmus beugte sich über ihn: „Mein Sohn. Du darfst dich unter die wenigen Glücklichen zählen, die vor dem letzten Atemzug noch beichten dürfen, wobei ich allerdings noch nicht wirklich davon überzeugt bin, dir eine Absolution zu erteilen.
Also beichte! Und zwar zügig!
Was war das mit der Entführung, und wohin habt ihr das Opfer gebracht?“
 
„Ich weiß nicht, wovon du redest?“
 
„Herodes!“
 
Der Fang schloss sich nun direkt um den Hals des Kerls und die Reißzähne drangen ein wenig durch die Haut.
 
„Nein! Bitte nicht! Nimm das Ungeheuer von mir!“
 
„Aber nur, wenn du mir Alles berichtest, was du weiß. Und ich sagte: ALLES!“
 
„Oh, Mann. Wir sollten einen Kerl entführen. Ich habe keine Ahnung, wer das war und warum wir das tun sollten. Galub gab uns den Auftrag.“
 
„Gut. Wohin habt ihr ihn gebracht?“
 
„Zu Galubs Schiff. Was sie da mit dem gemacht haben, weiß ich nicht.“
 
„Na ja. Wie hieß das Schiff?“
 
„Ich weiß nicht. Aber es hatte ein Kleeblatt eine Zahl an der Seite. Ich glaube es war eine 13.“

„Hm, immerhin. Ist ja schon etwas. Wo hat dieser Galub sein Hauptquartier?“

 
„Ich weiß es wirklich nicht.“
 
„Du bist ein echtes Stück Dreck. Das Universum muß von Mistkriebeln wie dir gereinigt werden. Ein Gott gefälliges Tun. Herodes, beiß zu!“
 
Der Kerl kam noch nicht einmal mehr zu einem Röcheln, als sich die riesigen Kiefer um seine Kehle schlossen. Danach war er nur noch einer dieser Fleischsäcke, die hier überall als Dekoration herumlagen und um die sich niemand kümmerte.
 
 
==========  In der Halle dessen, was sich hier ‚Raumhafen‘ schimpfte  ==========
 
Unser Mönchlein stand am Schalter des ‚Abfluges‘. Dahinter hockte ein Wesen, das schon eher eine Art Vogelscheuche war, als ein vernunftbegabtes humanoides Wesen.
 
„Was kann ich für Sie tun, werter Herr? Möchten Sie einen Flug buchen?“
 
„Das könnte schon sein, aber ich kenne mein Reiseziel noch nicht. Aber ich bin mir sicher, du kannst mir bei der Auswahl helfen.“
 
„Wäre es da nicht besser, in ein Reisebüro zu gehen? Ich kenne da ein ganz ausgezeichnetes.“
 
„Nein. Ich brauche eine Auskunft über ein Schiff, das vor ein paar Stunden diesen Raumhafen verlassen haben soll.
Wenn du mir eine zufriedenstellende Antwort gibst, wird dir der Herr Jesus auch seine Dankbarkeit beweisen.“
 
„Ich glaube nicht an Jesus, oder wie ihr den nennt.“
 
„Das macht nichts, mein Bester, denn der Herr Jesus meint es mit dir Ungläubigem gut und will dir etwas geben, an das du ganz sicher glauben wirst.“
Er schob ihm ein Bündel Kreditscheine rüber, aber so diskret, daß es wirklich nur von ihnen gesehen werden konnte.
 
Der Mann bekam Stielaugen.
„Sieht du, ich war schon immer ein Meister in der Bekehrung Ungläubiger. Bist du jetzt bereit zu einer kleinen Auskunft?“
 
Der Mann nickte heftig.
 
Anselmus flüsterte zu sich selber: „Tja, mit Cash kann man wirklich auch den letzten ungläubigen Thomas überzeugen. Lieber Herr Jesus. Vielleicht hättest du zu deiner Zeit mehr damit arbeiten sollen?“
 
Der Clerk wollte das Geldbündel greifen, aber unser Mönch zog es wieder ein wenig zurück: „Erst die Ware, dann die Kohle! Das verstehst du doch hoffentlich?“
 
„Was willst du wissen?“
 
„Na ja, Hier war ein Schiff mit einem Kleeblatt und einer 13 am Bug. Du wirst dich sicherlich daran erinnern? Wohin wollten die?“
 
„Im Verzeichnis stand als Flugziel ‚Stratarura‘, das ist ein ziemlich verlorener Planet etwa 53 Lichtjahre von hier. Aber woher soll ich wissen, ob die da tatsächlich hingeflogen sind?“
 
„Wann geht der nächste Kahn da hin?“
 
Der Mann wühlte in einer Liste: „Übermorgen geht ein Frachter da hin, aber der nimmt eigentlich keine Passagiere mit.“
 
„Du wirst den Kapitän davon überzeugen, mich mitzunehmen. Es wird weder desssen noch dein Schade sein.
Denk immer daran, daß es der Herr Jesus ist, der den Gläubigen größte Dankbarkeit entgegenbringt. Selbst eine Ratte wie du, kann mit seiner Hilfe zum Seelenheil kommen.
Und wenn es klappt, bekommst du noch einmal die gleiche Summe. Aber NUR dann.“
 
Grinsend raffte der Kerl das Geldbündel an sich.
„Es gibt drüben ein kleines gemütliches Hotel, das von einer Freundin betrieben wird. Es ist sehr sauber und sie kocht ordentlich.“
 
Anselmus nickte: „Gut, und wenn du etwas hörst, bezüglich dieses Schiffes oder dem Zielplaneten, kommst du sofort zu mir. Es soll dein schade nicht sein.“
 
 
==========  Im ‚Hotel zur galaktischen Rose‘  ==========
 
Na ja, gemütlich und sauber war zwar etwas übertrieben, aber immerhin war die Bettwäsche erst höchstens 5 mal benutzt worden, was Anselmus nicht wirklich störte, aber der Fraß, den die Besitzerin kochte, war tatsächlich essbar.
 
Er hatte seine Schnapsflasche geleert und lag nun ziemlich zufrieden auf dem Bett und wollte endlich ein verdientes Nickerchen halten.
Das konnte er sich leisten, denn Herodes, der genüßlich an seinem Knochen nagte, würde getreu Wache halten. Auf den war immer Verlaß.
 
Ein paar Stunden später bollerte es an die Tür.
Herodes stand davor und knurrte leise.
„Wer da?“ fragte Anselmus.
 
„Der Mann vom Raumhafen.“
 
Anselmus entriegelte die Tür und ließ den Kerl ein.
„Was gibt es?“
 
„Der Frachterkapitän hat eingewilligt, Sie mitzunehmen.“
 
„Gut, wann geht es los?“
 
„Deswegen bin ich so schnell gekommen. Er hat die Ladung vollständig und will heute Abend um 18.00 Uhr Ortszeit starten.“
 
„Und was will er für die Fahrt haben?““
 
„Er sagte, er wäre mit 150 Kredits einverstanden, allerdings müßten Sie das fressen, was er und die Besatzung bekämen. Was Anderes gäbe es an Bord nicht.“
 
„Kein Problem. Sagen Sie ihm, ich wäre pünktlich da.“
 
Der Mann hielt die Hand auf.
 
„Ne, mein Guter, das Geld kriegst du, wenn ich im Schiff bin, vorher natürlich nicht.“
 
 
==========  An Bord der Frachters  ==========
 
Sein Kontaktmann hatte ihn direkt bis zu dem Schiff begleitet, und Anselmus gab ihm auf der obersten Stufe seinen Lohn. Und er versuchte auch nicht, in zu bescheißen, denn er hatte tatsächlich Wort gehalten, was in diesen Zeiten an einem solchen Ort nur sehr bedingt geschah. Er hatte sogar noch etwas draufgelegt.
 
Der Captain, ein bärbeißiger Tellurianer, hielt auch gleich die Hand auf, die unser Mönch mit einigen Scheinen füllte.
 
Kurz darauf hob das Schiff ab und machte sich auf den Weg. In etwa 3 Tagen Standardzeit würde es ankommen, soweit der gütige Geist der Raumfahrt ihnen beistand und natürlich Jesus, aber da war sich Anselmus sicher.
 
Er beugte sich herab und kraulte seinem Begleiter den Kopf und den Hals, was der besonders liebte. Um diesen trug er übrigens ein Halsband mit einem großen Kreuz dran.


[Bild: anselmus2.jpg]

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