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  Zwischenlog 14 Anselmus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jun-Fri-2019, 07:18 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

==========  Irgendwo auf Stratarura  ==========
 
Anselmus fluchte ziemlich gegen alle frommen Regeln, so daß sogar Herodes, der zu seinen Füßen lag, die Ohren spitzte.
Er wußte, daß sein Herr ziemlich schlechter Laune war, aber er wußte ebenso gut, daß dieser das nie an ihm auslassen würde.
Zwischen diesen Beiden herrschte ein absolutes Vertrauensverhältnis, wozu man weder Befehle oder gar Strafen benötigte.
Allerdings hatte er nichts dagegen, ab und zu auch mal gelobt oder intensiv gekrault zu werden.
Er legte die lange Schnauze auf seine Vorderpfoten und schlief, was ihn aber nicht daran hinderte, immer aufmerksam auf Alles zu lauschen, was sich in ihrer Umgebung abspielte, denn auch er wußte, daß man Nichts und Niemandem trauen durfte.
Deshalb fraß er auch nur Dinge, die er sich selber erjagt oder von Anselmus bekommen hatte, egal, wie hungrig er war, und das kam, besonders in den letzten Wochen ziemlich häufig vor.
 
„Wie ist es bloß möglich, daß man, wo immer man anlandet, auf einen noch trostloseren Planeten trifft, als von dem man kam?“ sinnierte unser Mönchlein.
Gab es denn nirgends mehr einen dieser dämlichen Kugeln, auf denen das Wetter gut, die Menschen freundlich und reichlich leckeres Essen vorhanden war? Offensichtlich nicht, denn Stratarura war noch um Einiges grottiger als der Vorgänger, und das durfte schon was heißen.
 
Es regnete hier zwar nicht, dafür war es heiß und derart trocken, daß der Boden irgendwie nur aus Staub bestand, der so fein war, daß er durch alle Poren drang.
Egal, wo man Schutz suchte, er war da und überzog alles mit einer dicken knirschenden Schicht, was besonders unangenehm zwischen den Zähnen war.
 
Direkt nach der Landung des Frachters war er zum ‚Terminal‘ dieses gottverlassenen Fleckens marschiert, um sich nach der ‚Clover 13‘ zu erkundigen, nur um zu erfahren, daß diese zwar kurz gelandet war, um Treibstoff und Proviant zu laden, dann aber weitergeflogen war.
 
„Wohin?“ fragte Anselmus.
 
„Woher soll ich das wissen?“
 
„Die Vorschriften sagen, daß die Schiffe immer ihren neuen Zielort angeben müssen, wenn ich mich nicht irre?“
 
„Und? Wer, bitte, soll das kontrollieren?
Solange die genügend viel Bares rüberwachsen lassen, fragt Niemand nach dem ‚Woher‘ und ‚Wohin‘.“
 
„Woher interessiert mich nicht. Das weiß ich, aber das Wohin möchte ich wissen.“
 
Der Clerk zuckte die Acheln.
 
„Hat denn jemand das Schiff verlassen? Wenn ja, müßte er hier durchgekommen sein? Vielleicht so ein ziemlich großer Kerl mit sehr hellen Haaren?“
 
„Da kann ich dir eine ganz sichere Antwort geben: Nein!“
 
Anselmus wußte, daß er hier nichts Wissenswertes erfahren würde. Der Kerl war viel zu unterbelichtet, um überhaupt Irgendetwas mitzubekommen, aber vielleicht saß er ja gerade deswegen auf diesem Posten?
Er hatte ein echtes Problem, denn er saß hier und hatte keinen Schimmer, wohin Rabenstein auf und davon war.
Aber da er ja ein Gefangener war, hätte man ihn wohl  kaum gefragt, wo er denn hinwollte.
Aber der Mönch konnte nicht ewig hier sitzen bleiben und mußte unbedingt herausbekommen, wohin die Clover 13 unterwegs war.
 
Er verließ das Gebäude und wanderte langsam in Richtung dessen, was sich die Hauptstadt schimpfte und auf den Namen ‚Andalusia‘ hörte.
Irgendwie hatten die früheren Kolonisten auch der letzten Hölle immer paradiesische Namen gegeben.
 
Gleich zu Beginn des Kaffs lag ein Laden, oder besser eine Bude, die kurz vor dem Zusammenbruch stand, aber in der man offenbar was kaufen konnte, das dem Lebenserhalt diente.
Anselmus signalisierte Herodes, draußen vor der Tür zu bleiben, und betrat den Laden, der sich ‚The First Supermarket‘ nannte.
Auch drinnen sah man zunächst nur Staub, unter dem sich ein paar Regale abzeichneten, auf denen Irgendetwas lag.
Was, konnte man erst feststellen, wenn man die Staubschicht entfernt hatte.
 
Unser Mönch räusperte sich: „Haben Sie hier irgendwo etwas Trink- und Eßbares?“
 
Ein dürres Männchen grinste schief: „Bin ich allwissend? Bin ich dein Diener? Such doch selbst!“
 
„Du solltest dich mal einer etwas größeren Höflichkeit einem Gottesmann und Kunden gegenüber befleißigen, sonst landest du in der Hölle.“
 
„Schlimmer als diese hier kann die auch nicht sein. Aber dahinten ist ein Stapel mit Wasserkanistern.“
 
„Hast du auch was Ordentliches zu Trinken?“
 
„Fusel? Klar. Aber wir haben hier nur eine Sorte. Diese.“ Er stellte eine Flasche auf die Theke vor sich.
„Selbst gebrannt.“
 
„Soll mich das beruhigen?“ Anselmus hob die Flasche hoch und pustete das Etikett frei: „Feuer des Elias“ stand da zu lesen.
„Immerhin zeigst du eine gewisse Bibelfestigkeit, mein Sohn. Ich nehme davon zwei Pullen.“
 
„Die Bibel war das einzige Buch, was meine Großmutter besaß. Und sie las mir dauernd daraus vor.“
 
„Eine gottesfürchtige Frau. Gott hab sie selig. Ich hoffe, du hast den Inhalt der Bibel nicht nur für die Benennung deines Schnapses genutzt, sondern auch zu deiner inneren Stärkung.“
 
Er ging in die Ecke, wo das Wasser stand und nahm sich zwei 5-Liter-Kanister. Er überprüfte die Versiegelung und tauschte eine wieder um, denn der Verschluß war gebrochen, und er hatte alles Mögliche vor, nur nicht, sich im besten Fall einen Scheißer einzuhandeln oder gar Schlimmeres.
 
Er fand noch ein Regal, in dem allerlei Konserven lagen, darunter Corned Beef, das wohl auch Herodes schmecken würde.
Davon packte er 10 Konserven zusammen.
Dann noch ein paar Bohnen, die man mit dem Fleisch kochen konnte.
 
„Hast du eine Ahnung, wo man als Mann der Kirche sein müdes Haupt zur Ruhe legen könnte? Vielleicht muß ich ein paar Tage hier bleiben.“
 
„Es gibt draußen vor der Stadt ein Kloster. Das nennt sich „Abtei der Heiligen Jungfrau Maria von Emmandu“.
Da soll mal einem Kind diese Jungfrau erschienen sein und durch ihn den Auftrag zur Gründung des Klosters gegeben haben.“
 
Der Mann ging an die Tür und zeigte in eine Richtung, wo es nur Staub zu sehen gab.
 
„Da. Du mußt etwa eine halbe Stunde laufen.“
 
Anselmus klaubte die nötigen Kredits aus seiner Kutte und verließ den ‚Supermarkt‘.
Herodes erhob sich und blickte neugierig sein Herrchen an.
 
„Ja, ich habe was, keine Sorge. Ich hoffe, daß das Zeug dir und mir schmeckt. Aber wir Beide wissen ja: Der Hunger treibt’s rein. Und wir haben Hunger.“
 
Sie suchten sich ein halbwegs geschütztes Plätzchen und Anselmus holte eine der Konserven aus dem Beutel.
Dann griff er zu einem schweren Messer, das er in seiner Kutte an einem Strick hängen hatte, und rammte die Klinge in das Metall der Dose und öffnete diese.
 
Dann polkte er den Fleischbrocken aus dem Behälter und legte ihn vor Herodes, der heftig mit dem Schwanz wedelte.
 
Er besaß zwar einen Topf, aber mangels Holzes oder anderem Brennmaterial mußte eine warme Mahlzeit ausfallen, was Herodes aber egal war. Der Inhalt einer ganzen Dose verschwand mit dem ersten Biß. Eine zweite und dritte Dose folgte.
Erst dann konnte sich Anselmus selber versorgen.
 
Danach schüttete er Wasser in den Topf, das Herodes gierig trank.
Es war zwar genauso heiß wie die Luft, aber war wenigstens flüssig.
Danach nahm Anselmus noch einen langen Zug aus der Schnapspulle. Er hustete, denn das Zeug war ziemlich heftig, aber auch das war besser als nichts.
 
„Wir müssen los.“
Herodes rieb seinen Schädel gegen Anselmus Beine und trabte los, nachdem sein Herrchen ihm die grobe Richtung gezeigt hatte.
 
Die angebliche halbe Stunde dehnte sich auf immerhin fast zweieinhalb Stunden aus, wobei der Mönch schon glaubte, sie hätten sich im Staub verlaufen, aber die feinen Sinne des Hundes hatten gespürt, daß es da draußen eine Ansiedlung gab und hatte seinen Herrn zielsicher dorthin geführt.
 
 
==========  In der Abtei der Heiligen Jungfrau Maria von Emmandu  ==========
 
Aus dem Staub tauchten die Umrisse eines größeren Gebäudes auf, zu dem auch ein Turm gehörte, den man mit etwas Fantasie einen Glockenturm nennen konnte.
Ein großes Kreuz zierte seine Spitze.
 
„Ein Platz des Glaubens in dieser Einöde. Man soll es kaum glauben.
Gleich werden wir uns in den Schatten setzen und uns ein wenig ausruhen.“
Er tätschelte den riesigen Kopf des Hundes.
 
Das Eingangstor war schnell gefunden.
Es gab ein kleines Fenster und darunter einen schweren Klopfer, der auch einen Höllenlärm verursachte, als Anselmus ihn gegen die Tür fallen ließ.
Er wiederholte das noch ein paarmal.
 
Trotzdem dauerte es mindestens 15 Minuten, bevor sich das Fensterchen öffnete und ein Gesicht mit einer Hakennase herauslugte.
 
„Was willst du?“
 
„Gelobt sei Jesus Christus, Bruder, ich bin ein Diener unseres Herrn Jesus, wie du an meiner Kutte erkennen kannst.
Ich bin hier gestrandet und brauche eine Unterkunft für mich und meinen Hund.“
 
„Das kann jeder behaupten.
Wie heißt unser derzeitiges Kirchenoberhaupt oder Großinquisitor?“
 
„Richard von ….. Äh, soweit ich informiert bin, haben wir derzeit keinen, da unser aller gepriesener Constantinus in die Gefilde der Sterblichen befördert wurde. Vielleicht La Salle?“
 
„Ich sehe, du bist wenigstens ein wenig informiert. Ich werde jetzt dem Abt über dich berichten, der dann deinen Einlaß erlauben wird. Oder auch nicht.
Du mußt verstehen, Bruder, daß man in diesen Zeiten gar nicht vorsichtig genug sein kann.“
 
„Aber beeil dich. Es ist verdammt heiß hier draußen.“
 
Die Klappe schloß sich und wieder mußten die Beiden verdammt lange warten, bis sich ein Schlüssel knarrend im Schloß drehte und das Tor quietschend geöffnet wurde.
 
Die Adlernase war es wieder: „Ich bin Bruder Theodosius. Folge mir!“
 
Im Halbdunkel des Ganges war es wenigstens etwas kühler, als in der prallen Sonne draußen.
Sie betraten den Kreuzgang, oder das, was sein Führer so bezeichnete.
 
„Abt Aloysius ist im Garten. Der Hund darf da nicht mit.“
 
Anselmus signalisierte Herodes, er müsse hier bleiben, was dieser gerne tat, weil es im Gang deutlich kühler als draußen war, und selbst der Staub schien hier weniger zu sein.
Trotzdem beobachtete er seinen Herrn, soweit es ging.
 
Man mochte es kaum glauben, aber der Abt, ein älterer Mann, saß unter einem Rosenbusch, der sogar ein paar spärliche Blüten zeigte, sonst aber mit Staub überzogen war.
 
Anselmus kniete nieder und grüßte den Mann ehrerbietig.
 
„Erhebe dich, mein Sohn. Was führt dich zu uns in die Einsamkeit?“
 
Anselmus erzählte eine kurze aber wohl glaubhafte Geschichte, daß er auf der Suche nach einem Außenposten der Inquisition sei, um zu erfahren, ob das Konklave denn nun schon einen neuen Großinquisitor gewählt habe.
Er wolle sich voll in den Dienst dieses Herren stellen (war ja auch gar nicht mal gelogen, wofür er sich selber lobte) und ihm mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen zu Diensten sein.
 
„Ein löbliches Vorhaben, mein Sohn, aber soweit ich weiß, wurde La Salle gewählt.“
 
„Dieses unlautere, betrügerische Arschloch und Gernegroß.“ dachte unser Mönchlein wenig fromm.
„Laut sagte er: „Ja, der große La Salle. Ein starker Mann und Retter der Kirche.
Ich möchte ihm dienen, weshalb ich zu ihm will. Ich weiß nur nicht, wo es hier in der Nähe einen Außenposten der Inquisition gibt?“
 
In diesem Augenblick begann ein dünnes Glöckchen zum Gebet zu rufen.
 
„Darüber sprechen wir später. Gleich haben wir das 3. Brevier, die Terz, und wie du weißt, müssen wir diese Stundengebete einhalten.
Bruder, wie wäre es, wenn du dieses leiten würdest?“
 
Anselmus hätte fast einen Schluckauf bekommen:
„Vater, es ist viele Jahre her, daß ich selber dieses durchgeführt habe. Meist war ich alleine auf Mission in den entfernten Winkeln dieser Galaxis, so daß ich meine Gebete fast immer alleine durchführen mußte.“
 
„Das macht nichts, mein Sohn. Der Herr wird dich leiten und dir die Kraft geben. Und wir haben mal etwas Abwechslung in dieser Einöde, in die uns unsere Heilige Jungfrau Maria hinbeordert hat. Komm!“
 
Langsam trottete Anselmus hinter dem Abt her, krampfhaft darüber nachdenkend, wie er das machen sollte. Er erinnerte sich nur sehr dunkel an den Ablauf der Texte der Stundengebete, denn er hatte kaum oder gar nicht an einem tatsächlichen klösterlichen Leben teilgenommen.
Aber er war gut im improvisieren, und konnte ja immer, falls was nicht korrekt sein sollte, es darauf schieben, daß das bei seinem Kloster irgendwo im Gamma-Quadranten eben so gehandhabt wurde.
Außerdem wurden die Texte ja eigentlich abgelesen.
 
Insgesamt waren es 18 Mönche, die sich dem Abt und ihm anschlossen. Und dieser Truppe folgte Herodes, der sich durch die Kirchentür drückte und sich dort niederließ, weil es hier noch deutlich kühler als draußen im Kreuzgang war.
Außerdem hatte er es sehr ungern, wenn er seinen Herrn nicht im Blickwinkel hatte.
 
Der Abt stellte Anselmus kurz vor und überließ es dann ihm, das Brevier durchzuführen.
Gott sei Dank war es nur ein Kurzbrevier, welches unser Mönchlein recht gut hinter sich brachte.
 
Schon vor dem Gebet signalisierte ihm sein Magen, daß es Zeit wurde, etwas einzuwerfen, aber nach dem Gebet war es dann auch soweit, sich im Refektorium zu versammeln.
Allerdings war der Fraß, den man ihm in einer Holzschale mit einem Holzlöffel vorsetzte, keineswegs Appetit anregend. Irgendeine indefinierbare Pampe, bei der er besser nicht nachfragte, was da so die Ingredientien seien. Aber der Hunger treibt’s rein.
 
Nach dem Mal forderte der Abt ihn wieder auf, mit ihm in das zu kommen, was die den ‚Garten‘ nannten.
„Du möchtest also dem großen La Salle dienen?“
 
„Ja, Hochwürden. Aber ich weiß nicht, wo es hier in der Nähe Niederlassungen der Inquisition gibt?“
Insgeheim hoffte er, daß Rabenstein, wie auch immer er das anstellen könnte, zu so einer Institution gehen würde, um von dort aus seine Fäden zu spinnen.
Er schätzte ihn durchaus so ein, daß er zunächst den Speichellecker spielen oder wenigsten nach außen hin zugeben würde, daß der Bessere gesiegt habe.
Danach würde er dann weiter sehen.
Sollte er noch ein Gefangener sein, würden die ziemlich sicher versuchen, ihn gegen Lösegeld an die Inquisition zu verscherbeln, denn La Salle hatte ein größeres Kopfgeld auf ihn ausgesetzt.
 
„Nun, die nächste Niederlassung der Inquisition ist auf Epsilon Eridani 4.
Das ist etwa 2 Flugwochen von hier. Das ist nicht gerade die schönste Niederlassung, aber es gibt dort ein großes Inquisitionsarchiv. Und wie es gerade der Zufall will, werde ich übermorgen dort hinfliegen, weil ich einige Dokumente suchen muß, die unser Kloster hier betreffen, weil es Streitigkeiten über die Gründung und den Besitz gibt.
Leider sind uns die entsprechenden Urkunden bei einem Brand vor fünf Jahren verlorengegangen, aber ich weiß, daß es dort Duplikate gibt, die ich dringend benötige.
Wenn du möchtest, kannst du mich begleiten, mein Sohn. Du könntest die Zeit gut zu contemplativen Übungen nutzen.“
 
Anselmus wußte sich vor lauter Glück kaum zu fassen, behielt aber seine äußere Fassung: „Das wäre zu schön um wahr zu sein.“
Insgeheim versprach er, dem Herrn Jesus ein Opfer darzubringen, dafür, daß er ihm immer in letzter Sekunde hilfreich in die Seite trat.
 
[Bild: anselmus2.jpg]

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  Kulturelle Unterschiede Föderation -Romulaner
Geschrieben von: Sareth - Jun-Fri-2019, 01:32 PM - Forum: *** RPG-Hintergrund-Infos *** - Keine Antworten

Hatte das schon mal an anderer Stelle gepostet, aber eigentlich gehört es ja hier hin. Hatte mir vor einigen Monaten da mal Gedanken drüber gemacht.



Bei den Romulanern würden wir finden:

  • eine Art Staatskult um den Prätor wie früher um Stalin oder jetzt in China - nichts Religiöses wie im Alten Rom, obwohl es sicher Opfer zum Wohle des Prätors gibt.... aber so ein säkularer Kult mit riesigen Postern an jeder Ecke und dem Bild in jedem öffentlichen Gebäude etc.
  • romulanische Leitkultur, d. h. vorrangie Vermittlung von deren Werten und deren Geschichtsauffassung in Schule und Medien
  • Tradition spielt große Rolle
  • Unterordnung von Forschung und Wissenschaft und sozialem Leben unter die Staats- bzw. Volks-Idee vorrangig vor individueller Selbstverwirklichung
  • andererseits: Sorge des Staates für seine Bewohner, keine freie Marktwirtschaft (eher so wie in China heute)
  • überall Uniformen: Schuluniform, Beamten- und Personaluniformen... überhaupt nicht so viel Modevielfalt, da es ja keine Firmen gibt, die unbedingt mit Modetrends ihren Umsatz steigern müssen [Bild: s_072.gif]
  • andere Völker können die gleichen Rechte wie die Romulaner erhalten, müssen sich aber kulturell unterordnen
  • Monumentale Bauten

In der Föderation würden wir im wesentlichen das finden, was heute in den westlichen Ländern ist, außer den Entgleisungen mit Hunger und wirtschaftlicher Ausbeutung, weil das ja laut "Roddenberry-Kanon" von der Menschheit überwunden wurde. Gibt es noch Geld? In unserem RPG ja. In ST-First Contact laut Picard nicht mehr, da scheint so eine richtige echte kommunistische Gesellschaft zu herrschen, wo die Leute arbeiten, um sich selbst zu verbessern und der Gemeinschaft zu dienen. Bei DS 9 wird aber Geld bzw. Geldähnliche Systeme auch für die Föderation erwähnt...
Also...
  • Pluralismus: eine riesige Vielzahl an Kulturen, Subkulturen und Lebenseinstellungen, geeint von den Grundprinzipien / dem Grundgesetz der Föderation als kleinstem gemeinsamen Nenner
  • Individualismus
  • Staatsapparat, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung (zumindest theoretisch) getrennt
  • Traditionen eher folkloristisch, nicht mehr als zentrale Leitkultur, spielen "offziell" keine Rolle mehr

eher schlichte, funktionale Bauten, mit speziellen Merkmalen je nach Architekt / Kultur

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  Hinterhalt Log 12 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Jun-Fri-2019, 01:15 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (5)

USS Picard | In den Jeffreys-Röhren oberhalb der KS


Nalae hatte das sich ihr darbietende Schauspiel mit Frustration beobachtet.

Na großartige Guerillia-Aktion, dachte sie.
Und ich sitze hier immer noch fest!
Das ist ziemlich sinnlos.

Allerdings waren der Rianha auch in dieser misslichen Lage die Ideen nicht ausgegangen und so kroch sie auf allen Vieren in Richtung des Schachtausgangs in ihrem Arbeitszimmer. Dieses befand sich schließlich im hinteren Bereich der Krankenstation und wie es das Schicksal wollte, war dort keines von den Echsenwesen zu sehen.

Nalae öffnete die Luke und fragte sich, ob sie wohl diesen Sprung von drei Metern nach unten schaffen würde ohne dabei das Geräusch eines umkippenden Nilpferdes zu erzeugen.
Sie würde direkt hinter ihrem Schreibtisch landen. 

Die Ärztin tat einen beherzten Sprung.
Durch die verglaste Abgrenzung zu ihrem Arbeitszimmer konnte sie leider die Echsenwesen nicht sehen – der Behandlungsraum der Krankenstation befand sich um die Ecke.
Allerdings konnte sie sich auf ihr gutes Gehör verlassen.

„Hast du das gehört, Ophran?“

„Ich habe nichts gehört“, konnte Nalae die mit Ophran angesprochene Echse antworten hören.
Sie versteckte sich hinter ihrem Schreibtisch.

„Da war vermutlich nichts!“

Puuhh.
Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine Ausbildung als Ninja gemacht zu haben, dachte sie bei sich.

Die Rianha wusste, dass sie jetzt die entscheidende Idee benötigte – raus kam sie hier nicht mehr so einfach, erwischen lassen durfte sie sich nicht, die Geiseln mussten befreit werden: Eine Ablenkung musste her!
Ihre Kameraden hasteten durch das Schiff und suchten sich gegenseitig, sie war also nun vollkommen auf sich allein gestellt.
Aber wie nur sollte sie die Piraten ablenken ohne selbst dabei in Erscheinung zu treten, zumal sie den Computer nicht benutzen konnte?

Nalae verließ ihr sicheres Versteck und schlich zu einem kleinen Wandschrank, dessen Inhalt sie genau kannte.

Es tut mir im Herzen weh, aber die Notlage erfordert ihre Opfer!

Sie holte einen Plastikbeutel hervor der mit einer Menge rosafarbener Pflanzenteile gefüllt war, die einen so starken Geruch absonderten, dass Nalaes Pupillen sich bereits beim Öffnen des Beutels weiteten.

Meine absolute Anti-Stress-Spezial-Mischung, original aus der Heimat.

Als nächstes bediente sie sich eines anderen Schrankes um ein Gerät daraus hervorzunehmen. Es handelte sich um einen Zerstäuber für Chemikalien und Medikamente, der eigentlich dazu gedacht war, bei Lungenreizungen oder Allergien das großflächige Verteilen von Medikamenten zur Inhalation zu ermöglichen.
Allerdings war es relativ gleich, was man dort einfüllte, es musste lediglich flüssig oder gasförmig sein.

Doch das war kein Problem für Nalae, denn binnen weniger Sekunden konnte sie mittels einer kleinen Destille die ätherischen Öle des romulanischen Pflänzchens zu extrahieren. Die Ärztin legte wert darauf, dass sie in der Krankenstation nicht vollkommen vom Computer abhängig war – und so besaß sie einige Geräte, die zwar modern konzipiert waren, in ihrer Funktion jedoch ganz altertümlich; beispielsweise einen Destillierapparat oder einen Mörser. 

Nalae befüllte den Zerstäuber mit der doch recht ansehnlichen Menge des Ätherischen Öles und verzichtete darauf, es mit Wasser zu verdünnen.
Vorher verpasste sie sich mittels Hypospray einen Neutraliser, der jegliche Wirkungen auf ihre Neurotransmitter instant aufheben würde.

Na großartig, jetzt habe ich nicht einmal was davon. Aber irgendjemand hier muss ja bei Verstand bleiben!

Sie schlich den kleinen Flur hintunter und erblickte die Echsen, wie sie gelangweilt in dem Chaos hockten, das sie angerichtet hatten.

Also gut.

Nalae plazierte das kleine Gerät auf dem Boden.

Für die Rettung der Picard!

Ein kleiner Knopfdruck aktivierte den Zerstäuber, der nun das ätherische Öl in einen gasförmigen Zustand versetzte und in der ganzen Krankenstation verteilte.
Nalae sendete ein Stoßgebet an die Elemente, dass die vermaledeiten Echsenwesen auf die Wirkung ebenso gut ansprechen würde wie es so ziemlich jedes humanoide Wesen tun würde.
Aus ihrem sicheren Versteck verfolgte sie nun das Geschehen.

„Ophran! Irgendetwas riecht hier sehr seltsam.“

Ophrans saurierartige Nasenlöcher weiteten sich.

„Du hast recht, Nyxcnvn! Es riecht – es riecht irgendwie...irgendwie...hihihihi. Ist dir eigentlich schonmal auf gefallen, wie komisch die Waffen von diesen Leuten aussehen?“

„Ja...haha, guck mal, wenn man das anschaltet, leuchtet das“, mischte sich eine andere Echse ein und aktivierte den Phaser.

„Boah...das leuchtet...“
Er starrte auf die in den Phaser eingelassenen Dioden und es schien nicht so, als würde er planen, in nächster Zeit irgendetwas anderes zu tun.

„Wuuhuu...“
Vandenberg begann mit dem Fingern zu schnipsen und hin und her zu wippen als würde er irgendeiner Musik lauschen.
„Das erinnert mich an etwas aus meiner Jugend!

Uhhuuhu-uhu-uhuhu, don't worry! Be happy!“

„Don't worry! Be happy!“, sprang Mort nach einer Weile mit schiefen Tönen ein.

Ophran wankte auf die gefesselten Geiseln zu und deutete auf irgendein Objekt in der Krankenstation welches ihn derart amüsierte, dass er von Lachkrämpfen geschüttelt wurde.

Seine Kumpanen hatten sich inzwischen in sitzender und liegender Position in der Krankenstation verteilt und schienen besonders angetan von Nalaes Zimmerpflanzen.

Uuhuuhuhuhu...don't worry, be happy!

„Hee, wieso seid ihr denn gefesselt? So könnt ihr gar nicht tanzen! Wir sollten tanzen!“, bemerkte einer der Piraten und machte sich daran, die Geiseln vom Ducttape zu befreien – was jedoch aufgrund der Tatsache, dass er mehrmals lachend den Halt verlor, eine Weile dauerte.

„Computer! Spiel …. Bob Marley! Gute alte Zeiten!“, forderte Vandenberg, der Computer jedoch gehorchte nicht, da er immer noch unter der Kontrolle der Echsen stand.

„Bitte mach...hihihihi! Kannst du machen, dass der Computer Bob Marley spielt?“

„Was für Computer, Bruder?“

Nalae betrat vollkommen unbeachtet den Raum.
Die Piraten waren damit beschäftigt, sich über Leuchtdioden zu freuen und tiefgründige Gespräche mit Zimmerpflanzen zu führen, die Geiseln wippten und schnippsten zum Takt von Vandenbergs und Morts schiefem Gesang, Ophran lag auf dem Boden und wieherte vor Lachen über die Tatsache, dass seine weggeworfene Waffe in ein Regal gekracht war und mehrere Medikamente auf den Boden geprasselt waren.

„Hey, du Vandale!“

Nalae packte Ophran und versuchte vergebens, ihn auf die Füße zu ziehen.

„Heeey Lady, warum so unentspannt?“

„Wie lautet der Autorisationscode zur Kontrolle des Schiffscomputers?“, wagte Nalae einen Versuch.

„Autorihihihihi...hast du was zu Essen? Ich habe auf einmal echt Hunger!“

„Ich habe so viel Essen wie du willst, wenn du mir den Autorisationscode verrätst.“

„Da muss ich mal scharf nachdenken...“
Ophrans Reptilienaugen verengten sich.

„Ich glaube...das war...einundrölfzig...x x x x x...D.“

Nalae ließ den Reptiloiden los, sodass er runterfiel wie ein nasser Sack.

„Na schön, egal!“
Sie schnappte sich die drei Geiseln und zerrte sie aus der Krankenstation, deren Tür sie manuell verriegelte und mit einem Sicherheitscode versah – das funktionierte auch ohne Computerkontrolle, da das Verschlusssystem der Tür manuell bedienbar war.

„Heey Nalae, das war doch so lustig dadrin!“, beschwerte sich Mort.

„Chill mal, Alte, warum der Stress?“, fragte Vandenberg, dessen Augen sich beinahe schlossen.

„Erkläre ich euch nachher“, antwortete Nalae, die die drei widerwilligen Männer den Gang hinunter schob. Sie hatte bereits eine Vermutung, wo Mahan und Howy hingegangen sein könnten.

"Erstmal bringe ich euch zu einer viel cooleren Party!"

"Party! Eine Party! Aber hoffentlich eine Chillparty, Nalae?"

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  Hinterhalt Log 11 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jun-Sat-2019, 02:12 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  An dem Zugang zur Krankenstation  ==========
 
Howy war mehr als nur mulmig im Magen.
 
"Sollten wir nicht erst einmal mit denen da drinnen verhandeln?
Immerhin haben sie damit gedroht, den guten Rend umzubringen, wenn wir ihren Forderungen nicht nachgeben.
Wenn wir hier so eindringen, ist der so gut wie tot, und ich habe nicht die Absicht, dafür verantwortlich zu sein."
 
Er umklammerte den uralten Revolver, der aber derart in seiner Hand zitterte, daß er schon eine Gefahr für ihn selbst und seine Kollegen wurde anstelle für die Piraten.
 
Mahan zischte: "Flenn nicht rum! Die werden Rend schon  nichts tun."
 
"Dein Wort in Gottes Gehörgang. Ich hoffe, du übernimmst dafür dann auch später die Verantwortung." Howy grummelte vor sich hin.
 
"Machen Sie weiter!" befahl Vandenberg.
 
 
==========  Wenig später  ==========
 
Die Tür fiel wie vorgesehen nach außen ihnen fast auf die Füße.
 
Howy riß gerade noch seinen rechten Treter weg, als die schwere Tür auf den Boden knallte: "Mann, du hättest mir den Fuß amputieren können!"
 
 
Mort und Vandenberg sprangen vorwärts, während Howy tunlichst ein wenig in deren Schatten blieb, wobei er nicht genau wußte, ob er mehr Angst vor den Piraten oder vor der Waffe in seiner Rechten hatte.
Ihr Sicherheitschef stieß einen gellenden Kampfschrei aus, was Howy an die alten Indianerfilme aus den 60ern des 20. Jhds erinnerte.
Irgendwie brauchten damals die Angreifer immer ein lautes Gebrüll, um sich Mut zu machen und den Gegner zu beeindrucken.
Was er dann aber sah, war die Tatsache, daß die Beiden plötzlich offenbar in einer Art Netz gefangen waren.
Offensichtlich ein Kraftfeld, das sie umschloß, wie ein Netz die Fische.
 
Mahan und er blieben abrupt stehen und betrachteten sich das Bild, das sich ihnen bot:
Ihre beiden heldenhaften Anführer versuchten, sich zu befreien, was aber nur Kräfte zehrte, ohne etwas zu bringen.
Dahinter sahen sie die Piraten mit einem breiten Grinsen.
Und der Sani Rend lag neben denen auf dem Boden, ganz offenbar noch am Leben, allerdings konnte er keinen Laut von sich geben, da man ihm eine  Art Pflaster quer über den Mund geklebt hatte.
 
Howy und Mahan zogen sich hinter den Türrahmen zurück, konnten aber die Entwicklungen im Auge behalten.
 
"Ihr habt wohl gedacht, wir seien ziemlich blöd." übersetzte der Translater den Anführer Ophran Pak.
"Mein Techniker ... darf ich vorstellen? Trakas .... dürfte zu den Besten seiner Zunft gehören, denn er mußte sich schon mit vielen fremden Techniken auseinandersetzen.
Eure ist  zwar in einigen Punkten besser, als das, womit wir umgehen, aber auch nicht gut genug geschützt, um Trakas letztlich Widerstand entgegen zu setzen.
Er ist einfach ein Genie in diesen Dingen.
Trotzdem bin ich sauer, weil ihr es offensichtlich darauf ankommen laßt, daß ich mein Wort wahr mache, diese blaue Kreatur tatsächlich umzubringen, obwohl ich Gewalt zutiefst verabscheue.
Aber es scheint mir, daß ihr  das Leben eurer Kameraden nicht sehr hoch einschätzt.
Aber nun ja, jetzt haben wir drei Geiseln, was unsere Position natürlich stärkt.
 
So und nun laßt ihr beiden Hübschen Alles fallen, was ihr in euren Griffeln haltet! Und zwar sofort!
Und keine Sperenzchen, wenn ich bitten darf."
 
Vandenberg und Mort folgten widerstrebend der Aufforderung, denn sie wollten Rend natürlich nicht gefährden.
 
Eine Art kleiner Traktorstrahl beförderte alle Gegenstände durch das Kraftfeld nach draußen in Richtung der Piraten.
 
"Haben die Typen noch irgendwelche Sachen in ihren Taschen, Trakas?" fragte Ophran.
 
"Nichts, Chef."
 
"Gut. Und nun mal die Pfötchen schön artig nach vorn durch das Feld gesteckt, wenn ich bitten darf.
Und bitte keine Versuche, hier die Helden zu spielen.
Das hätte nur üble Konsequenzen, wie ich euch gerne versichere.
Ein Zirp-Sytra hält immer das, was er verspricht."
 
Mort knurrte und auch Vandenberg schien gar nicht glücklich über die derzeitige Situation zu sein. Beide folgten dann aber doch der Aufforderung und streckten ihre Hände durch das Feld.
Einer der Piraten fesselte sie dann mit einem breiten Heftpflaster.
 
Ophran grinste: "Sehen unsere beiden Helden nicht schnuckelig aus?"
Seine Kameraden grölten.
 
Trakas veränderte das Feld jetzt so, daß es nur noch den Eingang versprerrte.
Ein ziemlich großer Kerl trat Vandenberg gegen das Schienbein, so daß er auf den Boden fiel.
Und mit wenigen Griffen hatte er ihn jetzt auch an den Füßen gefesselt.
 
Bei Mort zögerten sie etwas, weil dieser ja auch ein Echsenwesen war, wie sie selber.
 
"Warum arbeitest du für diese Warmblüter? Du solltest etwas mehr Ehre im Leib haben, und dich nicht mit solchen Mißgeburten einlassen."
 
Mort zischte: "Wer hier die Mißgeburten sind, werde ich jetzt lieber nicht sagen, aber ihr steht auf der falschen Seite des allgemeinen Rechtsempfindens aller halbwegs intelligenten Wesen, und deswegen würde ich niemals mit euch zusammenarbeiten."
 
"Du redest für eine Echse zuviel. Loß, leg dich hin, oder sollen wir nachhelfen?"
 
Mort tat, wenn auch sehr widerstrebend, wie ihm befohlen, weil er seine Kameraden nicht gefährden wollte, und wurde natürlich ebenfalls fixiert.
Dann zerrte man die Beiden neben Rend, der sich, trotz seiner Lage, ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Er grunzte ein paar Laute, die man aber natürlich nicht verstehen konnte, aber sowohl Mort als auch Vandenberg wußten genau, was er sagen wollte.
Und das hob deren Stimmung keineswegs.
 
 
==========  Im Gang  ==========
 
Howy sah Mahan an: "Ich denke, wir treten jetzt besser den strategischen Rückzug an.
Hier können wir derzeit kaum etwas an der Situation ändern, ohne die Anderen zu gefährden.
Vielleicht sollten wir erst einmal versuchen, mit dem Captain und den restlichen Crewmitgliedern Kontakt aufzunehmen und zu beraten, was wir jetzt tun können?"
 
Mahan nickte: "Bloß, wie finden wir die, wenn die internen Sensoren nicht mehr funktionieren?"
 
"Gute Frage. Aber erst  einmal weg von hier."

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  Tolle Short-SF-Movies!
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - May-Thu-2019, 12:08 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Keine Antworten

Schaut euch unbedingt mal die Kurzfilme von DUST an!

Vor allem den mit den zwei süßen Robotern!

https://www.facebook.com/watchdust/video...wMDM0NTU5/

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  Hinterhalt Log 10 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - May-Wed-2019, 04:54 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Brücke USS Picard ***


Sokar war mit DCEO Randy Marlow und der Andorianerin Zevlethi an der Kom allein auf der Brücke zurück geblieben. Eine unruhige Schwingung, die er während seiner Meditation wahrgenommen hatte - Menschen würden es vielleicht als Vorahnung bezeichnen, Romulaner als Fügung der Elemente - hatte ihn dazu gebracht, auf die Brücke zurück zu kehren, noch bevor ihn der Notruf des Navigators oder des Sicherheitschefs erreichen konnte. Um hierüber zu philosophieren war jedoch jetzt nicht die Stunde. Der Captain der Picard versuchte, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen, während sein XO sich auf den Weg gemacht hatte. Doch dies wurde zunehmend schwierig.

In kurzen Abständen flammten Kraftfelder auf der Brücke auf und verschwanden sofort wieder. "Sie rerouten die Subsysteme," informierte Marlow, der soeben gezwungen wurde, von der holographischen Kontrollmatrix wieder auf Konsolsystem umzuschalten. "Offenbar haben sie eine Art Crawler über die Transportersubroutinen eingeschleust. Sehr effektiv, muss ich den Kerlen lassen. Ich versuche, sie aus den Brückensystemen auszusperren. Aber mit den ständigen Energieschwankungen..."

Sokar hatte die Kommandosubroutinen bereits gesperrt und mit einem genetischen Imprint gesichert, aber dabei durfte er es nicht bewenden lassen. Er musste Vorsorge treffen, dass weder die Technologie des Schiffes, noch das in ihren Datenbanken gespeicherte Wissen für irgendwelche aggressiven Akte in fremden Innerspezieskonflikten genutzt wurde - auch wenn es den Piraten vielleicht gelingen sollte, ihn oder ein anderes Crewmitglied zur Weitergabe von Informationen zu zwingen. Die Logik gebot, dass er so handelte. Die Logik - und die Regularien der Flotte. Und in den vergangenen Minuten hatte sich die Lage verschlechtert. Die ursprüngliche Idee, die KS mit Betäubungsgas zu fluten, war rasch fallen gelassen worden. Zum einen wussten sie nicht, ob der Gegner sich überhaupt noch dort befand. Zum anderen war die Physiologie der Reptiloiden ungleich stärker als die der Crewmitglieder - mit Ausnahme Mort Caldreds - so dass eine so hohe Dosis erforderlich gewesen wäre, die die bolianische Geisel wohl nicht überlebt hätte.

Sokar warf einen Blick auf das Chronometer. Vom Ultimatum waren 20 Minuten verstrichen. "Ms. Zevlethi, Komkontakt zur Crew oder Vandenberg? Dr. D'Varo?"

"Negativ, Sir," antwortete die Andorianerin. "Ich bekomme nicht einmal ein Niederfrequenzsignal heraus. Sie müssen ein Dämpfungsfeld aktiviert haben."

Sokar atmete tief ein und nahm alle Details der Brücke und der gerade hier tätigen Crew in sich auf. Da auch die internen Sensoren offline waren, wusste er noch nicht einmal, ob seine Crewmitglieder noch am Leben waren... Aber darüber konnte er jetzt ebensowenig nachdenken. Er musste vom schlimmsten Szenario ausgehen.

Momente wie diesen scheute jeder Sternenflottenkommandant, mochten sie noch so sehr in der Theorie darauf vorbereitet worden zu sein... Er zog einen kleinen Chip aus der um seinen Hals hängenden ID-Plakette (die von menschlichen Crewmitgliedern stets disrespektierlich Hundemarke genannt wurde) und schob ihn in das Kontrollpanel an der rechten Armlehne. Mit ruhiger Stimme gab er seinen Autorisationscode ein, wartete auf den Abgleich von Iris-Scan und genetischem Profil.
"Notfallprotokoll Sokar 1-34-Mc-56-90tt."

+Aktiv.+ antwortete die Computerstimme, doch hatte der Vulkanier den Eindruck, dass sie seltsam klang. Als ob nicht genügend Rechenkapazität für die Feinmodulierung der Sprache zur Verfügung stand.

Nur einen Wimpernschlag später verkündete Marlow: "Sie attackieren die zweite Firewall. Ich switche zum Backup und isoliere die Core-Ebene."

Sokar senkte den Blick auf das schmucklose Display mit dem noch formaleren Inhalt, das sich vor ihm entfaltet hatte. "Autozerstörungs-Sequenz aktivieren auf mein Kommando mit vereinbartem Code."

+Autorisierungscode Vandenberg, Robert erforderlich.+

"Override Notfallprotokoll Delta-Terix 230-PP-86-Sokar."

+Autorisierungscode CEO oder DCEO Level 2 erforderlich.+

Sokar nickte Marlow zu, der neben ihn trat und mit belegter Stimme die Autorisierung bestätigte. Sie waren der Heimat so nah - sollte jetzt etwa alles enden, in einem banalen Piratenüberfall, nachdem sie so vielen Gefahren getrotzt hatten?

"Es ist nur eine Sicherheit, für den absoluten Notfall," sagte Sokar.

Marlow schnaufte. "Ich weiß, Sir."

Sokar erhob sich und sicherte seine Konsole. "Und mit dieser Sicherheit im Rücken werden wir jetzt versuchen, die Kontrolle zurück zu erlangen. Wir brauchen ein unabhängiges System."

"Nun Sir... die..."

"... Shuttles," vollendeten sie gemeinsam."Ms. Zevlethi, Sie haben die Brücke. Versuchen Sie weiterhin auf jeder Frequenz, das interne Komsystem zum Laufen zu bringen. Senden Sie aller fünf Minuten ein Pingsignal an die Kommunikatoren, falls wir Lücken im Dämpfungsfeld entdecken."

"Ja, Sir."

Die Tür ließ sich nicht öffnen. Ohne weitere Worte öffnete Sokar das seitlich angebrachte Panel und entriegelte manuell. Vom Ultimatum waren 26 Minuten verstrichen.

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  Hinterhalt Log 9 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - May-Wed-2019, 12:34 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard – Nalaes Quartier

„....Wir machen doch alle nur unsere Arbeit, oder? Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und entschuldige mich schon jetzt für alle eventuell auftretenden Unannehmlichkeiten. Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Crew, noch einen schönen Tag.“

Nalae traute ihren Ohren kaum.
Vor kurzem noch hatten diese scheinbar harmlosen Wesen in ihrer Krankenstation gelegen und nun wollten sie die Picard übernehmen?
Was war in der Zwischenzeit geschehen, während sie geschlafen hatte?!
Mit der Vorahnung, dass dieser Versuch erfolglos bleiben würde, versuchte sie, den Captain zu kontaktieren – der Computer jedoch gab nur eine einzige Antwort:
„Es tut mir leid, aber Ihre Autorisation wurde anulliert.“

„Dann muss ich wohl oder übel nachsehen, was da los ist“, stellte die Ärztin fest und schnappte sich den Phaser, der in der obersten Schublade ihres Nachttisches lag.

Doch die Waffe zu entsichern war erfolglos und fruchtete nur in einem Geräusch das klang, als ob jemand Soda in ein Relais kippte.

„Na klasse!“, schnaubte Nalae.

Sie ging ins Schlafzimmer und öffnete einen kleinen Tresor, der dort in die Wand eingebaut war.
Darin befand sich nichts weiter als eine reich verzierte, mehr als ein Meter lange und schmale Schatulle.
Vorsichtig entnahm die Rihanha sie dem Tresor und trug sie zum Tisch im Wohnbereich.
Als sie sie öffnete offenbarte sich ihr dort auf einem samtenen Grund eine Klinge. Mit dem verzierten, metallenen Griff, in den ein grüner Edelstein eingelassen war, maß sie fast einen Meter.
Das blanke, unversehrte Metall blitzte im Deckenlicht auf als die Ärztin die Klinge aus der Scheide zog.

Nalae nahm sie vorsichtig und wendete sie in der Hand.
„Tja, anders geht es nicht“, seufzte sie.

Der Ehrendolch der Familie D'Varo musste nun als Mittel zur Verteidigung herhalten – zumindest so lange, bis Nalae eine funktionsfähige Schusswaffe gefunden hatte.
Das Problem war – was würde sie im Falle eines Angriffs tun?
Es würde ihr nicht viel anderes übrig bleiben als wie wild mit der Stichwaffe vor der Nase des Gegners herumzufuchteln.
Vielleicht wäre es klüger, in den waffenlosen Nahkampf überzugehen, aber so ganz unbewaffnet dort hinaus? Nein, das war ihr nichts!
Die Frage war nur: Wie war die Lage an Bord? Und vor allem, wo sollte – ja, wo konnte sie überhaupt hin?

Vorsichtig wagte sie einen ersten Schritt auf den Gang dessen flackernde Beleuchtung verriet, dass es in der Tat einige Fehlfunktionen auf dem Schiff geben musste.
Sabotage oder ein Unfall?

Mit klopfendem Herzen begab sie sich zum Turbolift. Sein Glück konnte man ja schließlich wagen, wenn es auch aussichtslos erschien.
Auf Nalaes Anfrage hin gab der Computer ein widerwilliges Geräusch von sich.

„Na, vielen Dank auch“, entgegnete die Rihanha und seuzfte.
Sie betrachtete die Klinge in ihrer Hand.
Ein großer Lederriemen machte es ihr immerhin möglich, sie über die Schulter zu hängen.

„Ich komme mir gerade vor wie in einem ganz schlechten Fantasy-Roman“, murmelte die Ärztin, während sie eine Stiege zu den Jeffreys-Röhren emporkraxelte.

Wenn sie jetzt mit einem Schwert auf dem Rücken durch das Schachtsystem der Picard kroch, was würde als nächstes kommen?
Untote Aliens? Oder außerirdische Zauberer?

Nalae wusste, wo sie hin wollte: Zur Krankenstation. Schließlich war dies der letzte Aufenthaltsort ihrer Gäste und sie ahnte, dass diese etwas mit den seltsamen Zwischenfällen zutun haben mussten.
Durch den Schacht könnte sie zumindest einen Blick hineinwerfen und die Lage überblicken. Außerdem konnte sie sich vorstellen, dass ihre Kollegen dasselbe Ziel haben würden und schließlich musste man sich ja irgendwie finden!

Mithilfe von Lageplänen, die in regelmäßigen Abständen in den Röhren der Picard angebracht waren, kroch und kletterte Nalae durch die Eingeweide des Schiffes.

Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte sie den Zugang der Krankenstation, der durch eine Art Gitter gesichert war. Mit ein paar Eingaben auf der danebenliegenden Konsole könnte man ihn einfach öffnen, aber den Elementen sei Dank bot er auch so einen kleinen Einblick auf das Krankenzimmer – und tatsächlich:
Die vermaledeiten Echsenwesen hatten ein schreckliches Chaos in iherer sonst so akribisch geordneten, gehegten und gepflegten Station angerichtet!

Diese Kllhe!, fluchte sie in Gedanken.

Ihr bolianischer Assistent lag gefesselt und geknebelt in einer Ecke.
Medizinische Geräte lagen auf dem Boden verstreut herum.

„Meine-“, wollte Nalae fauchen, unterbrach sich jedoch noch rechtzeitig und setzte ihre Tirade in Gedanken fort.

Meine sorgsam einsortierten Medikamente und Geräte! Das darf nicht wahr sein! Da bringe ich meinen Leuten monatelang bei, wo jedes einzelne Ding hingehört und dann das!
Vandalen!
Ich weiß gerade nicht, was mich davon abhält -
na, vermutlich mein Überlebensinstinkt.

Sie sah, wie die Weltraum-Echsen sich offenbar angeregt und guten Mutes in ihrer seltsamen Sprache unterhielten.
Die Tür war mithilfe von Mobiliar völlig verbarrikadiert worden – was bedeutete, ihre Freunde würden sich den Zugang mühsam erarbeiten müssen, es sei denn, sie hätten sich vielleicht auch für die Jeffreys-Röhren entschieden.

Doch was nun?

Nalae beschloss, zu warten.
Übereifriger Aktionismus könnte sowohl ihr Leben als auch das ihres Assistenten kosten.
Sie war sich relativ sicher, dass ihre Kollegen bald am Ort des Geschehens auftauchen würden.

Etwa dreißig Minuten später.

Die Geduld der Ärztin sollte belohnt werden.

Sie – und die ungebetenen Gäste – nahmen als bald laute Geräusche an der verriegelten Tür der KS war. Offenbar versuchte man, sich mittels roher Gewalt durch die Tür zu arbeiten.
Funken stoben und glühende Schnitte bildeten sich in der Legierung.

Ein Schneidbrenner?!
Das sah nicht nach einem von Mahans Laserwerkzeugen aus.
Nalae wendete den Blick von dem gleißenden Licht ab.

Auf der anderen Seite der Tür.

Mahan fuhr mit dem altertümlichen Gerät an der Tür entlang.

„Ich wusste nicht, dass sie so etwas haben!“, sagte Mort, der sich die Ohren zuhielt.
„Diese historischen Werkzeuge sind in jeder Hinsicht für meine Sinne äußerst unangenehm!“

„Die primitiven Werkzeuge haben unseren modernen Geräten ganz klar etwas voraus!“, erklärte Mahan gegen den Lärm. „Sie funktionieren nämlich einfach mithilfe von ganz banaler Elektrizität oder Gas! Da brauchen wir keine exotischen Quanten – die Dinger funktionieren immer!“

Die Echsenwesen wälzten sich offenbar enorm gequält auf dem Boden herum.
Vermutlich setzte ihnen der Lärm des Schweißbrenners auf ungeahnte Weise zu.

Nalae wartete gespannt und machte sich bereit, ihr Versteck zu verlassen.

Die Tür der Krankenstation krachte mit einem Scheppern in die entgegengesetzte Richtung des Möbelhaufens und offenbarte Mahan, Mort, Vandenberg und Howy den Weg in die Krankenstation.


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nrpg
ich musste an die szene denken, wo der ehemalige Cheftechniker der Orville einen Bohrer benutzt hat, um irgendeine undurchdringliche Legierung zu öffnen, daher die Idee Ultragrins

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  Hinterhalt Log 8 XO/ NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - May-Sat-2019, 10:03 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Brücke
 
Die Picard wurde von einem regelrechten Fernmelde- und Datenchaos heimgesucht. Befehle wurden entweder überhaupt nicht empfangen, oder erratisch an die falsche Abteilung weitergeleitet. Kommunikation war ohnehin nur persönlich möglich. Vandenberg, welcher leise vor sich hin fluchte, blickte auf die Überwachungsanzeige der Ops und traute seinen Augen nicht.
Va: Es ist fast so, als ob etliche Systeme nichteinfach lahmgelegt werden, nein als ob jemand versucht, die Systeme zu übernehmen, die darunter liegende Systematik jedoch nicht versteht.
 
Sokar, welcher scheinbar regungslos vor dem Hauptschirm stand, nickte langsam.
 
So: Das ist korrekt. Eine Art Virus?
Va: Ja, aber ein eher uneffektiver Virus. Statt das System zu übernehmen, lässt er die es Stück für Stück ausfallen. Ein eher unspezifischer Angriff.
So: Das erscheint mir unlogisch. Nun, wie auch immer. Mr. Vandenberg, begeben Sie sich zu Mr. Caldred. Er soll einmal unsere Gäste befragen. Eventuell ist ihnen ja das gleiche zu gestoßen.
Vandenberg nickte, stand auf und eilte zur Tür. Doch diese gab, statt sich zu öffnen, nur ein leises Stöhnen von sich. Vandenberg schenkte der Tür einen giftigen Blick und öffnete dann den Zugang zur Jeffries-Röhre. Der XO zwängte sich in den Zugangstunnel und verschwand, unter jetzt hörbar lautem Fluchen.

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Ortswechsel:

USS Picard / Gang zur Sicherheitszentrale.

Vandenberg hatte das dringende Gefühl, einmal wieder etwas für seine Fitness tun zu müssen. Und nicht nur das. Das massive Flackern der Beleuchtung ging ihm jetzt schon auf die Nerven. Auf dem Gang traf er einen vor Wut schnaubenden Mort Caldred, Mahan tr´Kovath und Howy. Und als Howy und Caldred ihm ihre Erkenntnisse mitgeteilt hatten, begann auch Vandenberg zu schauben.
 
Va: Dann wollen wir unsere Gäste einmal befragen. Und zwar etwas deutlicher.
Vandenberg zog seinen Phaser und entsicherte ihn. Doch das Gerät gab nur ein klägliches Wimmern von sich. Verblüfft starrte der XO auf die Systemanazeige.
 
Va: Zentral deaktiviert? Wie das?
 
Mort zuckte resigniert mit den Schultern.
 
Ca: Aus irgendeinem Grund ist das zentrale Subraum-Übertragungssystem ausgefallen. Und aus diesem Grund funktioniert auch die interne Kommunikation nicht mehr.
Va: Da kommt Freude auf.
Ca: Was unsere Bewaffnung betrifft, so sind unsere Optionen begrenzt. Mr. Edzardus war so freundlich eine antike Projektilwaffe zur Verfügung zu stellen und ich….
Mort zog aus seiner Tasche einen voluminösen Schlüssel hervor.
Ca:…habe für den Fall einer Meuterei vorgesorgt.
 
Caldred marschierte zu einem Servicepanel an der Wand und öffnete dies mit dem Schlüssel. Dahinter waren jetzt zwei Gegenstände, eingepackt in antikes Ölpapier, zu erkennen. Mort naahm diese aus dem Schrank und reichte eins Vandenberg und schulterte das zweite Objekt, nachdem Mahan dankend abgelehnt hatte. Vandenberg hatte das Ölpapier von dem Objekt entfernt und pfiff dann durch die Zähne.
Va: Antike, klingonische Luftdruckwaffen. Wo haben Sie denn die her?
Ca: Dienstgeheinmis, Sir.
 
Howy betrachtete die etwas klobige Waffe skeptisch. Sie ähnelte einem etwa 1m langen, dicken ovalen Rohr. Auf das Rohr aufgesattelt befand sich ein massives Kästchen aus Stahl und darauf wiederum ein kleiner Trichter. An der Seite des Kästchens war ein kräftiger Hebel in einer Schiene montiert, dahinter eine Art Abzug.
 
Ho: Drucklufterzeugung per Federkraft und Kolben. Schon klar. Aber was ist mit Reichweite und Munition?
Ca: Die Reichweite beträgt etwa 25m. Die Waffe hat eher die Wirkung einer Schrotflinte. Und als Munition kommt alles in Frage, was spitz und aus Metall ist und oben in den Ladetrichter passt. Nägel, Werkzeug etc. Diese Waffe arbeitet rein mechanisch.
Va: Ein Pfefferstreuer.
Ca: Exakt, Sir. Und als Munition nehmen wird das hier.
 
Mort beförderte aus den Tiefen des Schranks eine Kiste und entnahm ihr 6 pfeilförmige Metallgegenstände von jeweils 5 cm Länge.
 
Ca: Andrusianische Pfeilspitzen. Nicht besonders effektiv, aber sie machen Eindruck. Habe ich irgendwann einmal bei einem Crewmitglied konfisziert und dachte mir, dass man sie einmal als Munition für diese Waffe verwenden könnte. Vorsicht damit, ich habe nur 6 Stück.
Ho: Schon einmal mit so einer Waffe geschossen?
Ca: Nein, aber das ist ja der Spaß dabei.
Va: Nun gut. Besser als nichts. Dann wollen wir uns einmal zu unseren Gästen begeben.
 
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Ortswechsel:
 
USS Saipan / Krankenstation
 
Ophran Pak war nicht unzufrieden. Sein Team hatte in der Kürze der Zeit doch einiges erreicht. In der Ecke lag bewusstlos,  gefesselt und geknebelt der blauhäutige Sanitäter, die Tür zur KS war mit allerlei Mobiliar verrammelt und Technikgenie Trakas hatte sich, über ein Wandpaneel, Zugang zu den fremdartigen Systemen verschafft. Zumindestens teilweise.
Doch die Zeit lief und sie mussten nun zum dritten Teil ihres Plans übergehen. Ophran stieß Trakas an:
Op: Wie weit bist Du?
Tr: Ich habe bisher nur Zugriff auf ein Subraumsystem, dessen Funktion ich bisher nicht verstehe, Und ich kann Türen blockieren. Eventuell kann ich das Lebenserhaltungssystem stören und einige Subsysteme der Kommunikation Aber weder auf den Antrieb, noch auf die Waffensysteme habe ich Zugriff. Geschweige denn auf den Computerkern.
Op: Warum nicht?
Tr: Weil ich absolut nicht verstehe, wie die Systeme funktionieren. Die Schrift ist fremd und ich komme nur durch Logikanalyse weiter. Und das dauert. Und außerdem sind diese Typen uns technologisch soweit voraus, dass ich mir schon sehr primitiv vorkomme.
Op: Kann man über ihr Com-System mit Ihnen kommunizieren?
Tr: Ja. Zumindest über einen schiffsweiten Kanal. Ich habe so etwas wie ein Übersetzungsprogramm  gefunden und unsere Sprachroutinen aus meinem implantierten Scanner übertragen. Wenn man also keine wissenschaftlichen Diskussionen führen will, sollte der Wortschatz von 1500 Wörtern reichen. Hat mich fast 2 Tjaks Zeit gekostet.
Ophran wandte sich an den Rest seiner inzwischen erwachten Crew.
Op: LOS IHR SÄCKE. Haltet Euch kampfbereit. Trakas ,deaktiviere die Beleuchtung auf dem gesamten Schiff. Wäre dies möglich?
Tr: Ja.
Op: Dann mal los. Starte den Übersetzer und schalte mich auf den schiffsweiten Kanal.
 
Das Licht verlosch und Ophrans Stimme dröhnte durch das gesamte Schiff.
 
Op: Hier spricht Commander Ophran Pak vom Akquise-Team der Zirp-Sytra. Ich bitte die Crew dieses Schiffes kurz um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit. Zunächst möchte ich Ihnen für die Gastfreundschaft und unsere freundliche Aufnahme danken. Jedoch haben wir alle unsere Aufgaben und meine Aufgabe besteht nun einmal darin, dieses Schiff zu übernehmen. Aus diesem Grunde bitte ich Sie hiermit höflichst um die Übergabe Ihres Schiffes an uns.  Wir werden Sie auf einem Planten in der Nähe absetzen und gemäß unserer Geschäftsordnung später abholen lassen. Ersatzweise können wir auch Ihnen unser altes Schiff überlassen, welches, wie Sie eventuell in der Zwischenzeit festgestellt haben werden, noch existent ist. Es ist leider nicht mehr flugfähig, aber man kann sich darauf einrichten. Widerstand ist zwecklos, da wir, wie Ihnen sicherlich aufgefallen ist, die Kontrolle auch über Lebenserhaltungssystem haben. Wie Ihnen auch bekannt sein dürfte, sind wir Ihnen körperlich überlegen. Eines meiner Crewmitglieder hat dies, sehr zu meinem Leidwesen so ausgedrückt: Diese Nifte sind eine Beutespezies. Ich erwarte also die Übergabe Ihres Schiffes in den nächsten 90min. Ansonsten müssen wir leider die Geisel, welche sich bei uns befindet, eine Spezies in blau, exekutieren. Ich glaube jedoch, dass wir, im Geiste der Vernunft, zu einer Übereinkunft kommen werden. Wir machen doch alle nur unsere Arbeit, oder? Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und entschuldige mich schon jetzt für alle eventuell auftretenden Unannehmlichkeiten. Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Crew, noch einen schönen Tag.
 
Trakas unterbrach die Verbindung und schnaubte verächtlich
Tr: Das hätte man auch nicht so salbungsvoll ausdrücken können. Bei allen Dämonen, das klang ja eher wie eine Eröffnungsrede für ein Geschäftsessen.
Op: Was hätte ich denn sonst sagen sollen? Schiff her oder tot?
Tr: So in etwa. Und seit wann lassen wir irgendjemanden von einem Planeten abholen?
Op: Seit wann hält man Werbeversprechen?

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  Hinterhalt Log 7 Howy
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - May-Wed-2019, 05:26 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  In der Astronavigation  ==========
 
Die Picard lag regungslos im Raum, seit der Explosion des fremden Schiffes.
 
Howy saß da und grübelte.
Der herrliche Anblick über ihm ließ ihn derzeit kalt.
Er schenkte ihm keinerlei Beachtung, denn es gab ein sehr viel wichtigeres Problem: Der Verbleib des havarierten Schiffes!
Es machte Alles absolut keinen Sinn!
 
Sie hatten ganz eindeutig eine Schiffsexplosion gesehen.
Alle Sensoren hatten diese registriert, auch das war nachzuweisen.
Aber wo war jetzt das Schiff oder dessen Reste?
Das All um sie herum sollte übersäht sein mit Resten. Von ziemlich großen Teilen bis zu miskroskopischen Stückchen.
Statt dessen war der Raum …. leer!
 
Mahan und er starrten nach draußen: „Irgendwo muß das Schiff oder seine Reste geblieben sein? Es kann nicht angehen, daß wir nichts sehen oder gar messen können!“
 
Mort hatte sie kurz besucht, und Howy hatte ihm von ihren Ergebnissen erzählt, was den sowieso schon notorisch mißtrauischen Sicherheitschef nicht gerade beruhigte.
 
Mahan zischte: „Wir sollten uns bewaffnen, wenn du mich fragst. Wer weiß, was wir uns da an Bord gebeamt haben?“
 
Howy kratzte sich am Kopf: „Die alten Griechen würden das ein Danaer-Geschenk nennen, nach dem trojanischen Pferd. Aber wir hatten keine Wahl. Wir hätten die ja nicht einfach umkommen lassen können.
Und außerdem gab es einfach keine Zeit, irgendwelche Untersuchungen anzustellen.“
 
„Recht hast du natürlich, aber vielleicht sollten wir die Herrschaften jetzt aus der Krankenstation in den Sicherheitstrakt transferieren. Mit einem Feld der höchsten Stufe um sie herum.
 
Also: Hast du hier irgendwelche Schießedinger, um uns im Notfall wenigstens ein bißchen zu wehren?“
 
„Du weißt so gut wie ich, daß es diese Sachen nur bei Mort in der ‚Armery‘ gibt.
Aber ich habe da noch ein paar mehr als antike amerikanische Navy-Colts aus den letzten Jahren des 19. Jhds. herum liegen mit der entsprechenden Munition in meinem Quartier.
Original 44er.
Die wurden immer in der Familie an die Jungs vererbt, seit Haddus … äh … mein Urahn diese gesammelt  hatte. Ich habe damit immer mal wieder Schießübungen gemacht, aber ich muß zugeben, daß ich nicht gerade der Weltmeister im Treffen bin. Höchstens 5 von 100 Schuß lagen bei mir halbwegs im Ziel. Liegt wohl hauptsächlich an dem irren Rückschlag, den die Dinger haben.“
 
„Egal, das wissen ja unsere eventuellen Gegner nicht. Her damit!“
 
Howy hatte seine Kabine nicht weit von der Astrometrie entfernt, wohin sie rannten, und dann kramte in einer unteren Schublade und holte zwei dieser Schießeisen heraus: „Hast du denn schon mal mit so etwas geschossen? Oder wenigstens mit einer anderen alten Projektilwaffe?“
 
„Natürlich nicht, Mann! Bisher habe ich höchstens mit Schraubenschlüsseln geworfen oder zugeschlagen, aber jetzt habe ich keinen dabei.“
Er hatte virtuell so ein schweres Werkzeug in den Händen.
Dann nahm er eines der Dinger und wog es in der Hand: Ganz schön schwer, wenn man das mit einem Phaser vergleicht.“
 
Howy holte ein paar Päckchen Munition und zeigte Mahan, wie er die Revolver lud.
Dann spannte er den Hahn: „Das mußt du vorher immer machen, sonst passiert da gar nichts. Und noch was: Immer dieses Rohr von dir weg halten, sonst schießt du dir möglichweise selber in den Fuß oder noch schlimmer.“
 
„Scheiß unpraktisch, aber vielleicht wirkungsvoll, da die Knilche da wahrscheinlich nicht mit solchen Waffen rechnen.“
 
Howy grinste. Sie kehrten sofort in die Station zurück wo er sich dann aber seinen Untersuchungen sofort wieder zuwandte.
Er veränderte stetig die Scan-Frequenzen, vor allem, wenn er daran dachte, wie man in früheren Zeiten versucht hatte, getarnte Klingonenkreuzer zu ‚sehen‘, und plötzlich stutzte er: „He, Mahan, schau dir das an!“
 
Howy hatte die Meßergebnisse direkt auf sein Holo-Display projezieren lassen, und dieses zeigte jetzt, etwa im Zentrum der Projektion ein leicht vernebeltes Feld. Mehr war es  momentan nicht, aber es war klar, daß da draußen etwas war. Fragte sich nur, WAS?
 
„Wir müssen sie ‚sichtbar‘ machen.“
 
„Und wie willst du das anstellen, Mann?“
 
„Ich habe Zugriff auf einige kleinere Meßsonden. Die werden wir mit Wasser füllen und direkt bei diesem Nebel zu Explosion bringen. Eventuelle Felder sollten dann die Milliarden winziger Eiskristalle zum reagieren bringen.“
 
„Dann mal los!“ Mahan erhob sich.
 
Sie gingen in einen Nachbarraum mit einer kleinen Abschußvorrichtung für die Sonden. Jede hatte natürlich einen Laderaum für Meßinstrumente, aber dieses Mal füllten sie diese mit Containern, die nur Wasser enthielten.
Und sie stellten die internen Messgeräte auf ‚Selbstzerstörung‘ in etwa 15 Sekunden, denn das war die Flugzeit, die Howy bis zu diesem ominösen Nebel errechnet hatte.
 
Er hatte jetzt nur zwei Sonden in seinem Zugriff, aber er hoffte, das würde reichen.
Beide kamen in die Abschußvorrichtungen und wurden umgehend gestartet.
 
Danach eilten sie wieder zurück in den Beobachtungsraum und zum Display.
 
„5 … 4  … 3 … 2 … 1 … 0 !“
Beide Sondern explodierten und verteilten winzige Eiskristalle in ihrer Umgebung.
Und das Ergebnis ließ sie nicht auf sich warten.
 
„Scheiße!“ stöhnte Mahan.

„Ich ahnte es.“ grunzte Howy.
 
Für den Bruchteil einer Sekunde war klar ein ziemlich großes Schiff zu erkennen!
 
Howy griff an den Communicator:  „Howy an Brücke! Wir haben das Schiff gefunden! Etwa 2 km von uns entfernt. Ich übermittele gleich die Daten.“
 
Er preßte einige Tasten, konnte aber nicht mehr überprüfen, ob die Ergebnisse noch auf der Brücke angekommen waren, denn in diesem Moment stoppte die Kommunikation.
 
„Verdammter Mist! Computer, stell die Kommunikation wieder her!“
„Es tut mir leid (höfliche Computer nervten Howy schon seit Langem), aber Ihre Autorisation wurde anulliert.“
 
„Auf wessen Befehl hin? Ich habe eine hohe Autorisierungsstufe. Ich hätte vorher informiert werden müssen?“
 
Der Computer schwieg und meldete sich auch auf dringendstes Nachfragen nicht mehr.
 
„Was nun?“ knurrte Mahan. "Ich habe das unruhige Gefühl, wir werden deine Erbstücke brauchen.“

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  Hinterhalt Log 6 - Mort Caldred
Geschrieben von: Sareth - May-Wed-2019, 03:38 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Quartier von Kom-Spezialistin Feni ***


"Moment!" Die Bolianerin hastete in die Naßzelle, schnappte sich ihren Bademantel. In den wenigen Schritten schoss ihr Unerfreuliches durch den Kopf - denn warum um alles in der Welt läutete der Sicherheitschef mitten in der Nacht an ihrem Quartier?!

"Herein!" schnappte sie fast außer Atem und erhöhte den Lichtpegel in ihrem Quartier, während Mort Caldred eintrat. "Was ist los?"

"Entschuldigen Sie die Störung, ich--" Gizmos aufgeregtes Keckern unterbrach Mort, der nun erst das pelzige Wesen warnahm, das sich gerade an Fenis Beine schmiegte. Bordkater Spock behauptete sein Terrain mit zurück gelegten Ohren, gesträubtem Fell und lautem Fauchen.

"Ah... wusste nicht, dass das Pelzmonster hier ist." Er hakte Gizmos Leine an den Gürtel. Gizmo keckerte noch lauter.

"Ja, Howy ist noch im Dienst, und da übernehm' ich ihn manchmal. Erinnert mich an zu Hause. Wir hatten viele Tuvliatts in der Familie, ganz ähnliche Wesen. Aber Sie mögen Katzen ja nicht so, hab ich gehört."

Mort räusperte sich dezent. "Das hängt wohl mit unseren Spezies zusammen. - Warum ich hier bin: es handelt sich um die Sprachaufzeichnungen unserer Gäste. Ihr Partner meinte, sie könnten eine Art Code sein?"

"Code? Nun ja, wenn Sie es so ausdrücken wollen. Ich meinte eher, dass die Sprache von den Burschen irgendwie zweischichtig ist.  Also einen Subtext hat, wie ein hieroglyphisches System, das zunächst einmal aus Bild-Zeichen besteht - ein Haus oder ein Kopf, oder soetwas - die aber im Kontext noch eine oder mehrere weitere Bedeutungen haben können. Oder eine verkürzte Sprache. Ist vielleicht für einen Nicht-Linguisten etwas schwierig zu verstehen..."

"Haben Sie die Idee überprüft?"

"Nein, ich bin noch nicht dazu gekommen. Wollte in der nächsten Schicht einige Tests machen. Ich brauche erweiterten Zugang zum Hauptcomputer, und dafür muss ich mich auf der Brücke einloggen."

"Ich habe einige spezielle Decodierungsprogramme in der Sicherheitszentrale. Wir könnten die Sprachpakete durch die Analysen schicken."

"Ja, das ist definitiv eine gute Idee. Haben Sie irgendeinen Verdacht, dass mit unseren Gästen was nicht stimmt?"

Mort brummte nur, setzte dann aber hinzu: "Wie der Captain sagen würde, noch wäre es vermutlich unlogisch, ein Urteil zu fällen. -- Gizmo, Ruhe!!! -- Ich brauche mehr Fakten."

"Ich zieh mir nur schnell die Uniform an!"

...

*** Wenig später / Sicherheitszentrale der USS Picard ***

Ungeduldig warteten Mort, Feni und noch ein weiterer Sicherheitsoffizier auf die Ergebnisse der Dechiffrieranalysen. Die ersten Sprachmuster, die sich auf dem Bildschirm zeigten, schienen den Verdacht zu bestätigen.

"Da ist definitiv ein Algorithmus druntergelegt, sehen Sie?!" meinte Feni aufgeregt und wies auf diverse Buchstaben des vor ihnen ausgebreiteten Zahlen-und Buchstabenteppichs.

Mort sah nichts, aber seine ungute Vorahnung wuchs. In diesem Moment erschien im Monitoring-Hologramm gegenüber ein blinkendes Alarmsignal, gefolgt von einem dezenten Warnton.

Feni sah sich um. "Was ist das?"

"Unautorisierter Systemzugriff," erwiederte Mort, der mit zwei Schritten vor der schematischen Darstellung des Schiffes stand. "Auf der Krankenstation..." Er klopfte auf seinen Kommunikator. "Caldred an Crewman Rends!"

Nichts.

"Crewman Rends, antworten Sie!"

Feni war blaß geworden und starrte Mort mit großen Augen an.

"Computer, Crewman Rends lokalisieren!"

+Kein Zugriff auf die internen Sensoren möglich. Bitte kontaktieren Sie den Systemadministrator.+

Mort unterdrückte einen Fluch und wandte sich statt dessen an seinen Sicherheitsmann: "Gehen Sie nachsehen, was da los ist! Standardbewaffnung, Phaser auf Betäubung. Ich informiere den Captain."

[Bild: mort.jpg]

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