| Hallo, Gast |
Du musst dich registrieren bevor du auf unserer Seite Beiträge schreiben kannst.
|
| Aktive Themen |
Federation communication ...
Forum: *** UFP ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Fri-2026, 04:10 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 21
|
BdZ Log 19 - Sareth / NPC...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Sareth
Oct-Fri-2026, 11:58 AM
» Antworten: 0
» Ansichten: 17
|
INN News - Eilmeldung
Forum: *** INN - Independent News Network ***
Letzter Beitrag: Richard von Rabenstein
Oct-Thu-2026, 09:25 PM
» Antworten: 1
» Ansichten: 16
|
BdZ Log 18 Varok / NPC's
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Varok
Oct-Fri-2026, 07:50 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 38
|
BdZ Log 17 / LaSalle
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Fri-2026, 11:13 AM
» Antworten: 0
» Ansichten: 44
|
BdZ Log 16 Varok / LaSall...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Varok
Oct-Fri-2026, 02:08 AM
» Antworten: 0
» Ansichten: 40
|
BdZ Log 15 / LaSalle
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Thu-2026, 05:45 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 48
|
BdZ Log 14 Mort Caldred
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Richard von Rabenstein
Oct-Wed-2026, 11:18 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 50
|
Federation communication ...
Forum: *** UFP ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 06:44 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 23
|
BdZ Log 13 / NPC
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 12:59 PM
» Antworten: 0
» Ansichten: 56
|
|
|
| Hinterhalt Log 18 NPC/ XO |
|
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jun-Sun-2019, 12:58 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Antworten (5)
|
 |
USS Picard / Jeffries Röhre 42/a4 in der Nähe der Brücke
Ophran Pak musste zugeben, dass das Gefühl der in ihm aufsteigenden Wut belebend wirkte.Trotzdem war die Situation alles andere als belebend. Der so sorgfältig ausgearbeitete Plan ging gerade in den Orkus. Man war eingekreist. Der Gegner übernahm über immer mehr Systeme die Kontrolle. Zwar war Trakas kurz davor, die Kommandoleitungen zur Brücke zu unterbrechen und damit wieder die Kontrolle zu übernehmen, aber das würde nur temporär helfen. Der Gegner begann einen ungewohnt heftigen Widerstand zu leisten. Immerhin hatte Ophrat es geschafft, mit Hilfe eines Kopplungseffekts die Picard am Flüchten zu hindern. Wakan Wren war an Bord von Ophrats Schiff verblieben, um für den Notfall Maßnahmen ergreifen zu können. Und genau das tat man jetzt. Auch wenn dies den Maschinenkern von Ophrats Schiff endgültig ruinieren würde. Jetzt war man eben zum Erfolg verdammt.
Trakas fluchte leise vor sich hin.
Tk: Diese widerlichen Nifte haben mehrstufige Verschlüsselungen im Einsatz. Ich komme von hier aus nicht weiter.
OP: Dann müssen wir sie zwingen, sich zu ergeben.
Tk: Ophrat, wir sind in der Unterzahl!
OP: Ja, aber bald werden diese Herrschaften nicht mehr kämpfen können. Hast Du Zugriff auf die Umweltkontrollen?
TK: Nur noch begrenzt. Die Primärsysteme sind gesperrt. Ich kann höchstens auf ein sekundäres System zugreifen und das auch nur auf einige Ersatzroutinen.
OP: Das müssen die Herrschaften ja nicht wissen. Und auf was hast Du Zugriff?
TK: Ein Feuerlösch-Ersatzsystem. Sprinkleranlage.
OP: Wir sind hier einem Schiff, korrekt?
TK: Ja!
OP: Und so ein Schiff ist gasdicht, korrekt?
TK: Sicher.
OP: Und wir haben neben den Lungen noch unsere Kiemen, korrekt?
Trakas lächelte böse.
Tr: Ich weiß, worauf Du hinaus willst. Ein Feuerlöschsystem arbeitet wohl auch in, durch Kraftfelder abgesicherten Bereichen.
In diesem Augenblich ertönte wieder Sokars Stimme:
<Ich wiederhole. Hier spricht der Kommandant der USS Picard. Wir haben sieben ihrer Leute in sicherem Gewahrsam, den Maschinenraum unter Kontrolle und dieses Schiff wird sich ohne meine Kommandocodes keinen Millimeter bewegen. Geben Sie auf, strecken Sie die Waffen. Ich verspreche, Sie werden ein faires Verfahren erhalten.>
Ophrat klinkte sich in die Comverbindung ein.
OP: Captain, nachdem Sie und Ihre Crew, trotz unserer Großzügigkeit und anstatt sich in das Unvermeidbare zu fügen, so überaus rüde gehandelt haben, ist meine Geduld am Ende. Sie werden jetzt für Ihre Uneinsicht bestraft. So wie man ungezogene Kinder bestraft. Sie und Ihre Crew werden jetzt versaufen wie die Kwibats!
Takras flache Hand schlug auf das Sensorfeld und zertrümmerte es dabei. Aus den Deckendüsen der Sprinkleranlage ergoss sich jetzt schiffsweit Wasser uns begann die Korridore zu fluten.
OP: Lass uns in den Nachbargang gehen und dort abwarten. Sie werden um Gnade betteln, wenn sie mit ihren Köpfen an die Decke stoßen.
Ophrat öffnete schwungvoll ein Schott und starrte direkt in die Augen des ebenso verblüfften Mort Caldred.
OP: Bei dem Ei das mich barg…..
Mit einem lauten Brüllen warf sich Mort auf Ophrat, doch dieser wich blitzschnell zu Seite aus und ließ sich in einen Schacht fallen. Takras Hand zuckte zu seiner Hüfte, doch ein glühend heißer, greller Lichtstrahl traf seine Hand, ein weiterer Schuss zischte knapp an Takras Kopfkamm vorbei.
Vandenbergs dritter Schuss wäre sicherlich tödlich gewesen, doch versagte die improvisierte Waffe, welche Mort noch irgendwo gefunden und an Vandenberg weiter gegeben hatte, ihren Dienst. Doch davon bekam Takras nichts mehr mit, denn auch er hatte sich in den Schacht fallen lassen. Hinter ihm schloss sich eine gepanzerte Luke.
Vandenberg fluchte. Da hätte man sich geduldig an 2 der Gegner heran gearbeitet und dann dass!
Va: Guter Arbeit, Mister Caldred. Statt den Feind fest zu nehmen, verscheuchen Sie ihn.
MC: Sir, beim nächsten Mal breche ich diesem Ophrat das Genick.
Doktor D´Varo starrte auf die gepanzerte Luke.
DV: Wo führt dieser Schacht denn hin?
MC: Zu den Replikator-Speichereinheiten.
Va: Wie wir während unseres Aufenthaltes in der KS erfahren konnten, sind Transportersysteme bei diesen Herrschaften unbekannt.
MC: Ja, aber trotzdem könnten die beiden da unten Probleme machen. Man denke nur an die beiden AM-Zwischenspeicher,
Va: Richtig. Wir sollten jetzt zur Brücke zurück kehren. Sonst ertrinken wir hier noch. Im übrigen hat dieser Plasmaschneider, den Sie mir ds ausgeliehen haben, recht gut funktioniert.
Mort zeigte ein zahniges Lächeln.
MC: Ja, manches Werkzeug kann man auch Zweckentfremden. Aber.....
Va: Ich weiß. Ich werde mir einen Phaser besorgen. Auch wenn man damit keine Schrauben lösen kann.
|
|
|
| Friedensinitiative II Log 9 Lhoal |
|
Geschrieben von: Turan - Jun-Fri-2019, 07:10 PM - Forum: *** Ch'Rihan ***
- Antworten (1)
|
 |
*** Auf Quo'nos ***
Die Frau hatte Lhoal zu einem alten Häuserkomplex geführt, der mit abenteuerlichen Holz- und Wellblechkonstruktionen über das zulässige Maß hinaus erhöht worden war. Leitern an der Außenseite führten zu den Zusatzgeschossen. Auch im großen Innenhof des früher einmal reichen Anwesens waren weitere Behausungen errichtet worden, neben denen dürre Stangen die illegal angezapften Stromleitungen hielten. Boden und Wohnungseingange waren in Anbetracht der Umstände relativ sauber; anfallenden Müll hatte man draußen in großen Tonnen gestapelt.
Seine neue Bekannte versicherte Lhoal, dass die Müllabfuhr unregelmäßig aber doch immerhin komme.
Sie führte ihn durch alte Gänge mit abblätternder Farbe in einen größeren Raum im hinteren Teil des Hauses, der sich zu einem kleinen illegalen Gärtchen öffnete. Im ersten Moment erkannte Lhoal im Gegenlicht nur eine Gestalt, halb vergraben in Elektronikschrott.
"Mein Vater Ral," sagte sie und trat einige Schritte in Richtung Fenster. "Vater? Wir haben einen Gast!"
"Gast?" knurrte eine kratzige Stimme. "Wenn es wieder der Gerichtsvollzieher ist, sage ihm, wir können sowenig zahlen wie das letzte Mal und der Fek'Ihr soll ihn holen!"
"Es ist Senator Tr'Khellian von Ch'Rihan,Vater."
Jetzt stand der alte Mann so abrupt auf, dass er seinen Schemel umwarf und drehte sich in Richtung der Ankömmlinge. Lhoal erkannte ein beinahe romulanisches Gesicht, umrahmt von grauen Locken, die im Nacken von einem Band zusammen gehalten wurden. Er verneigte sich höflich und der Alte erwiderte den Gruß, ehe er ihm langsam, aber aufrecht wie ein General entgegen kam.
"Ral tr'Vohar heißt Sie in seinem Haus willkommen, Senator," sagte er auf Rihansa.
"Ich fühle mich geehrt und danke Ihnen."
Ral brummte. "Nun, ich kann mir denken, dass es eine große Überwindung für Sie darstellt, diese... Bruchbude zu betreten."
"Es ist kein Problem," versicherte Lhoal und kam sich plötzlich trotz seiner extra für den Besuch in diesem Viertel angezogenen einfachen Kleidung fehl am Platz vor. "Ich freue mich, Sie und Ihre Familie zu treffen - schließlich bin ich Ihretwegen gekommen."
"Soso, meinetwegen. - Ishka, bring uns etwas zu essen und zu trinken!" Seine Augen blitzten kurz unter den buschigen Brauen. "Keine Sorge, hier gibt es kein Lebendfutter, wir vertragen das nicht so gut. Er wies Lhoal in Richtung der Sitzbank vor dem Fenster.
"Sie sind also hier, weil der Prätor unsere Hilferufe vernommen hat und uns nach Ch'Rihan bringen wird?"
"Ja, ich bin im Auftrag des Prätors hier," antwortete Lhoal vorsichtig. "Ich möchte sehen, wie eure Lebensumstände verbessert werden können. Ich war viele Jahre auf K'Muna gefangen. In den letzten Jahren, als das Lager unversorgt blieb, haben Rihannsu und Klingonen gelernt, zusammen zu arbeiten und alten Hass zu überwinden. Ich glaube fest daran, dass es möglich ist, unseren beiden Völkern eine gemeinsame Zukunft zu geben. Und Ihre Leute könnten ein Zeichen für diese Zukunft werden."
"Ich will Ihnen etwas sagen, Senator. Ich bin auf Carraya geboren worden. Mein Vater war Rihanha, meine Mutter Klingonin. Ich bin im Glauben erzogen worden, dass es eine gemeinsame Zukunft für unsere beiden Völker gibt. Dieser Glauben ist gestorben, was sage ich, ermordet, worden im Krieg. Für mich, meine Familie und alle die sind wie wir, gibt es hier keine Zukunft mehr." Er achtete gar nicht darauf, wie seine Tochter einen Teller mit Obst und etwas Pastetenartiges vor sie absetzte. "Wir sind keine vollberechtigten Bürger im klingonischen Reich! Unsere Kinder bekommen keine ordentliche Ausbildung, weil niemand sie an seinen Schulen haben will. Wenn sie erwachsen sind, finden sie keinen Ausbildungsplatz und keine Arbeit. Man spuckt uns auf der Straße ins Gesicht, befördert uns nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und vor Gericht sind sowieso nur wir schuld, die 'Unberührbaren'. Nein, Senator, hier gibt es für uns keinen Platz. Wir wären längst geflohen, wenn wir irgendwelche Mittel gehabt hätten."
Lhoal verstand den Groll und den Kummer des alten Mannes, aber ihm war auch klar, dass er und seinesgleichen sich vermutlich sehr utopische Vorstellungen vom Romulanischen Reich machten. Er aß ein paar Bissen, während er sich bemühte, seine Gedanken in die richtigen Worte zu kleiden. "Es ist wahr, dass Ihr nach den unseren Gesetzen Rihannsu seit und Vollbürger des Reiches mit allen Rechten. Aber ... viele Rihannsu werden euch ansehen und lediglich Klingonen in euch sehen. Es gibt auch bei uns sehr viel Mißgunst und Haß gegen das, was anders ist. Meine Frau ist eine Terranerin, und sie musste das erst kürzlich erleben. Viele Leute suchen einfach einen Sündenbock, wenn es ihnen schlecht geht, oder wenn sie glauben, es könnte ihnen besser gehen ohne 'die Anderen'."
Ral starrte zur Seite. "Sie sind also hier, um mir höflich zu sagen, dass für uns niemand seine politische Karriere aufs Spiel setzen will. Auch der hochgelobte Prätor Tr'Kaleh nicht, der Gleichberechtigung für die Havrannsu durchgesetzt hat!"
Erst jetzt bemerkte Lhoal, das der alte Mann auf den Schreibtisch blickte, und dort hinter dem Elektronikschrott ein Bild des Prätors hing. "Nein, das ist nicht, was ich Ihnen sagen will. Ich... " er seufzte. "Ich fürchte, ich bin nur einfach kein guter Politiker."
"Wenn Sie unter Politiker jemanden verstehen, der einem faule Fische als Sahnekuchen verkauft - dann nicht." Ral wandte sich ihm wieder zu. "Mein Vater hat immer von Ch'Rihan erzählt, vor allem von der Hauptstadt, den Alleen, dem Prätoriatspalast, dem Hafen, den weißen Häusern und Skulpturen; wie hell und sauber und prächtig alles ist."
"Rat'leihfih ist eine prachtvolle Stadt, das stimmt. Aber auch wir haben unsere Problemviertel mit nicht so weißen Häusern und Graffiti statt Skulpturen. Was ich sagen will, ist einfach..."
Ral lachte. "Sie wollen sagen, dass wir unsere Erzählungen immer noch ein bisschen schöner, weißer und großartiger gemacht haben und wenn wir die Wahrheit sehen, mächtig enttäuscht sein werden, weil das Paradies Flecken hat?" Er legte die Hand auf Lhoals Schulter. "Ist es so, Senator?"
"Ich--"
Ein etwa zwölfjähriger Junge, der in den Raum stürmte, unterbrach ihn. Er schwenkte einen kleinen Subraumempfänger und sprudelte hastige Worte auf Klingonisch hervor, die Lhoal so schnell nicht verstand. Aber an Rals entsetztem Gesichtsausdruck erkannte er, dass etwas vorgefallen sein musste. Der Junge fummelte an dem altertümlichen, geflickten Apparat herum und nun waren verzerrte Worte auf Föderationsstandard zu hören. Föderationssender waren verboten - aber danach zu fragen, blieb keine Gelegenheit.
"Chevk hier sagt, sie hätten eine Sondersendung wegen eines Bombenanschlags und dass die Rihannsu ihre Truppen in Verteidigungsbereitschaft versetzt haben. Aber wir verstehen nicht genug Föderationsstandard! In den klingonischen Medien ist nichts zu hören!"
"Geben Sie her!" Lhoal griff das kleine Gerät und drehte behutsam am Empfängerknopf, bis die Nachrichtensprecherin besser zu verstehen war.
+... schwere Zerstörungen im Kloster von Mamak angerichtet hat. Eines der Nationalheiligtümer des Klingonischen Reiches... Rettungsmannschaften auf dem Weg... + Lhoal wurde kalt. +... Noch unbestätigten Berichten zufolge befanden sich sowohl der neue Kanzler Kvorag als auch der Prätor des Romulanischen Sternenimperiums vor Ort, als der Sprengsatz gezündet wurde.+
Elemente, das KANN nicht passiert sein! Wer wusste, dass sie dort sind???
+...romulanische Delegation sofort auf ihr Schiff zurück beordert. Von Ch'Rihan ließ Prokonsul T'Korahl verlauten, dass eine umgehende Untersuchung...+
"Was ist los? Was ist passiert?"
"Ein Alptraum..."
+...berichten von neuerlichen Machtkämpfen der Angehörigen der hohen Häuser auf Quo'nos. Vizekanzler Barki hat den Ausnahmezustand verhängt.+
Lhoal blickte auf und sah, dass sich der Raum gefüllt hatte mit Neugierigen.
|
|
|
| Urknall, Weltall und das Leben |
|
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jun-Fri-2019, 10:39 AM - Forum: *** Buch- und Netztips ***
- Antworten (1)
|
 |
https://urknall-weltall-leben.de/
Wer sich regelmäßig und sehr unterhaltsam über die neuesten Ergebnisse der astronomischen Forschungen informieren möchte, sollte unbedingt diese Seite anklicken, wo man teils auf sehr hohem, aber auch durchaus für Laien verständlichen Niveau informiern kann.
Wichtig sind aber natürlich die Vorträge und Filmchen der beteiligten Astronomen, die man auf deren Youtube-Kanal ansehen oder runterladen kann.
Joseph M. Gaßner und Harald Lesch u. a. schaffen es, mit billigsten Mitteln einem die schwierigsten Probleme darzustellen, wobei seine 'Früchte', die sie immer benutzen, schon legendär geworden sind.
https://www.youtube.com/results?search_q...+das+Leben
|
|
|
| Hinterhalt Log 17 - Sokar |
|
Geschrieben von: Sokar - Jun-Wed-2019, 11:43 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
|
 |
*** USS Picard / Shuttle "Kopernikus" ***
DCEO Marlow kniete vor der geöffneten Steuerkonsole des Shuttles und tauschte gerade einen Chipsatz aus, den Sokar ihm reichte. Dann prüfte er das Ergebnis. "Gut!" Marlows Kopf kam wieder aus der Konsole zum Vorschein. "Ich habe einen Resonanzinverter mit den Stromsystemen des Hangars gekoppelt und Tr'Kovath hat einen Verstärker drauf geschaltet. Der Impuls sollte sich eigentlich--"
Das Licht flackerte kurz, für einen Sekundenbruchteil schien die künstliche Gravitation auszusetzen, was Sokar mit mit einem skeptischen Gesichtsausdruck begleitete.
"Alles klar," beruhigte Marlow und massierte sich über den Magen. "War zu erwarten, dass der Grav-Generator kurz aussetzt. Trotzdem ekliges Gefühl. Beim Zero-G-Training wurde mir einfach immer schlecht. - Jedenfalls..." Er ließ sich wieder in den Copilotensitz fallen."...sollte das Dämpfungsfeld jetzt deaktiviert sein!"
Sokar kontrollierte Sensoren und Transporter. Die Anzeigen standen auf Grün. Aus dem Maschinenraum kam eine Meldung von Tr'Kovath: +Wir haben Energie auf allen Subsystemen ausser auf Deck 1 und 2.+
Die Brücke.
Die Biosensoren sagten dem Captain, dass sein XO, Dr. D'Varo und Caldred jetzt nahe bei der Brücke waren - dann brach die Signalübertragung ab. Der Bereich der Brücke war ein weißer Fleck auf der virtuellen Landkarte der Picard. Irgendwo dort in der Nähe mussten die letzten der Piraten sein.
+Dort sind wohl die internen Sensoren systematisch zerschmolzen worden. Aber ich hab schon jemanden losgeschickt mit einem mobilen Scanner, Sir.+
Sokar prüfte eines der Displays. "Die Konvergenlinien für das Dämpfungsfeld hatten ein Maximum an den Koordinaten 23x25,6x104,3, können Sie das bestätigen?"
Tr'Kovath bejahte. +Innerhalb der Krankenstation. Sie haben den Störer wohl dort in die Systeme gepfropft.+
"Isolieren Sie den Störsender mit einem Kraftfeld. - Haben Sie Transportererfassung?"
+Überall außer auf der Brücke.+
"Erfassen Sie sämtliche Lebenszeichen der Eindringlinge in der Krankenstation und dem Maschinenraum und beamen Sie sie in das Spezialabteil von Frachtraum 2!" Der Chefingenieur bestätigte und Sokar stellte eine Verbindung in die Sicherheitszentrale her.
Es meldete sich Caldreds Stellvertreter, ein mars-stämmiger Mensch namens Louis Demorel. + Captain! Gut, Ihre Stimme wieder normal zu hören! Wir sind in Bereitschaft, bekommen gerade wieder Zugriff auf die Monitoringsysteme! +
"Schicken Sie ein vollbewaffnetes Team in Frachtraum 2, dort haben wir unsere Gäste untergebracht!"
+Mit Vergnügen!+
Sokar holte tief Atem und blickte Marlow an. "Bleibt die Brücke. Ich will sehen, ob bei diesen Leuten ein logisches Argument fruchtet..." In der Hoffnung, dass seine Worte die letzten drei noch in Freiheit befindlichen Reptiloiden erreichen würde, sandte er einen Appell: "Hier spricht der Kommandant der USS Picard. Wir haben sieben ihrer Leute in sicherem Gewahrsam, den Maschinenraum unter Kontrolle und dieses Schiff wird sich ohne meine Kommandocodes keinen Millimeter bewegen. Geben Sie auf, strecken Sie die Waffen. Ich verspreche, Sie werden ein faires Verfahren erhalten."
Keine Reaktion.
"Wahrscheinlich trauen Sie uns nicht," murmelte Marlow.
"Oder sie können uns nicht hören..." Noch ehe Sokar seinen Aufruf auf einer anderen Frequenz wiederholen konnte, ging plötzlich ein heftiger Ruck durch das Schiff.
"Haben die etwa --" Ein neuerlicher Stoß warf den DCEO und den Captain fast aus dem Sitz. Die linke Hand um die Sessellehne geklammert, aktivierte Sokar das blinkende Signal, das einen Ruf aus dem Maschinenraum anzeigte.
+Wir haben ein Problem, Sir.+ drang Tr'Kovaths Stimme aus dem Kom. + Die Sensoren registrieren eine Art Traktorstrahl vom Schiff der Piraten zu uns. Sie scheinen unseren eigenen Deflektor als Kuppler zu benutzen. Wir sind jetzt auf Gegenschub 2fach Impuls, bisher kein Erfolg. Strukturelle Integrität kann ich schätzungsweise halten bis 5fach, wäre aber nicht ratsam.+
Sokar hörte Marlow neben sich fluchen. Offenbar waren die Piraten nicht gewillt, ihre Beute so einfach aufzugeben. Entweder waren ihnen die gefangen gesetzten Kameraden egal, oder sie waren in einer wirklich verzweifelten Lage.
"An den Deflektor kommen wir nur über die Brückensteuerung. - Tr'Kovath?"
+Ich höre+
"Beamen Sie mich und Mr. Marlow so weit es geht in die Nähe der Brücke."
|
|
|
| Hinterhalt Log 16 Hohardus Edzardus |
|
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jun-Sat-2019, 08:21 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
|
 |
========== Auf dem Weg zum Maschinenraum ==========
Die Korridore in Richtung Maschine waren stockfinster.
Noch nicht einmal die Notbeleuchtung brannte.
Das war clever gemacht, wie unsere beiden Helden Mahan und Howy feststellen mußten, denn natürlich hatten sie auch keine Taschenlampen dabei.
Aber sie wußten, daß es alle paar Meter Boxen in der Wand gab mit Gerätschaften und Medikamenten für die Notfallversorgung, denn beim Bau dieses Schiffes hatte tatsächlich mal Einer daran gedacht, daß es Situationen geben könnte, wo alle Energieversorgung zusammengebrochen wäre und NICHTS mehr so funktionieren würde, wie man es seit hunderten von Jahren gewohnt war.
Eigentlich waren die Notbeleuchtungen mit eigener Stromversorgung ausgestattet, was sie auch im Extremfall weiter brennen lassen sollte, aber es schien den Banditen gelungen zu sein, selbst dieses Redundanzsystem lahmzulegen.
Und es wurde auch langsam kälter und die Atemluft deutlich dünner, als sie es gewohnt waren.
„Im Moment haben wir eine Situation, wie auf der Erde in etwa 3000 Metern Höhe. Die Temperatur dürfte bei etwa 15 °C liegen mit fallender Tendenz. Muß das sein.“
Beide tasteten sich an der Wand entlang, und nach ein paar Minuten fühlte Howy eines der Fächer für die Notfallausrüstung.
„Gott sei Dank hat da wenigstens mal Einer mitgedacht und einen rein mechanischen Drehverschluß rangebaut.
Er fühlte den in eine kleine Mulde gekippte Griff und klappte in hoch, nur um ihn danach um eine halbe Umdrehung nach rechts zu bewegen.
„Sesam öffne dich!“ stöhnte Howy.
„Was redest du da für ein Blech?“ zischte Mahan.
„Aus einem uralten terranischen Märchen, das mir meine Großmutter immer erzählt hat.
Tatsächlich klappte die Luke zur Seite und Howy wühlte mit der rechten Hand in dem kleinen Raum herum, bis er eine Lampe gefunden hatte.
„Es werde Licht! Und es ward Licht!“ rezitierte er, was Mahan mit einem Stirnrunzeln quittierte.
Und wirklich erstrahlte die kleine Lampe erstaunlich hell.
„Na, das ist doch schon mal was. Jetzt brauchen wir nicht mehr wie die Blindfische durch die Gänge schleichen.“
Howy steckte noch die in einem kleinen Päckchen verklebten Ersatzakkus in die Hosentasche und nahm auch die Notrationenpackungen mit.
„Die schmecken zwar scheiße, aber werden uns eine Weile am Leben erhalten.“
Auch Mahan versorgte sich. Er griff sich auch noch ein Multi-Tool, in der Hoffnung, damit vielleicht die eine oder andere Tür öffnen zu können, die nicht auf Kommandos oder Fußtritte reagieren wollte.
Howy biß erst einmal in einen der Riegel, auf dem Irgendetwas von ‚Erdnüssen in Aspik‘ stand.
„Welcher Idiot hat das bloß zusammengestellt?“ knurrte er, aber erst einmal war das besser als Nichts.
Aber er nahm sich fest vor, wenn sie zurück auf ihrem Globus wären, umgehend eine üble Beschwerde einzubringen.
Sie nutzten zunächst nur eine Lampe, da sie ja nicht wußten, wie lange die Beleuchtung nicht funktionieren würde, oder ob sie diese überhaupt je wieder in Betrieb bringen könnten.
„Man kommt sich vor wie in der tiefsten Steinzeit. Was haben bloß die Menschen gemacht, als es noch keine Elektrizität gab?“ fragte Mahan laut.
„Wer konnte diesen ganzen Mist überhaupt reparieren, wenn der mal kaputt war?“
„Immerhin konnte man da noch was reparieren, wenn es kaputt war. Heute muß man immer gleich das halbe Schiff austauschen, wenn nur ein blöder Schalter oder ein Holoemitter nicht mehr funktioniert. Ich kenn mich mit alten Geräten aus, wie du weißt, und die waren so stabil, daß sie nie kaputt gingen und immer funktionierten.“
Sie waren an einen Turbolift gekommen, der aber selbstredend außer Dienst war.
„Die hätten wenigstens einen Zettel auf die Tür kleben können ‚Bitte benutzen Sie die Nottreppen!‘ Du wirst ganz schön zu tun haben, wenn das Ganze hier vorbei ist.“
Mahan grunzte zustimmend.
Sie hoben neben dem Lift eine Klappe aus der Wand und zwängten sich in das Innere der Röhre, in der eine Leiter senkrecht nach unten verlief.
„Ich kriege in diesen Dingern immer unglaublich Platzangst,“ stöhnte Howy und begann langsam abwärts zu steigen. Das zitternde Licht der kleinen Lanpe vervollständigte noch das schauerliche Szenario.
Dann erreichten sie kurz vor dem Maschinendeck einen kleinen Wartungstunnel, der über dem Maschinenraum verlief.
Mahan begann da rein zu krabbeln.
„Auch das noch!“ stöhnte Howy und zwängte sich in die verdammt enge Röhre, wobei er vor sich im wackelnden Licht der Lampe, die Mahan trug, nur dessen Hintern sah.
Er fühlte an die Tasche, die er am Gürtel trug, in der sein altertümlicher Colt steckte, aber so richtig beruhigen tat ihn das nicht.
Gerade wollte er fragen, ob es noch weit sei, denn ihm wäre schlecht, stoppte Mahan und lugte durch ein kleines Fenster hinunter in den Maschinenraum:
„Dachte ich es mir doch. Mindesten zwei der Kerle, und sie haben meine Leute gut verschnürt in eine Ecke gelegt, was unsere Aufgabe nicht gerade erleichtert.“
„Und? Was nun?“
„Wir klettern noch ein Deck tiefer und versuchen dann auf Höhe des Maschinenraums rauszukommen. Ich hoffe, das Überraschungsmoment wird uns ein wenig helfen.“
„Dein Wort in Gottes Gehörgang,“ nuschelte Howy, dem ziemlich weich in den Knien war. „Bedenke bitte, daß ich kein Nahkampftraining habe. Ich bin nur ein kleiner Navigator.“
Mahan kniete vor einer Verkleidung und fummelte mit dem Werkzeug an der Kante einer Platte herum, bis diese sich löste.
„War doch eine gute Idee, das Teil mitzunehmen. Da war mal Einer am Werk, der sich so eine Situation vorstellen konnte.“
Langsam und vorsichtig hob er das Teil an und schob es hinter sich in die Wartungsröhre. Dann zwängte er sich erstaunlich geräuschlos durch das Loch, von dem Howy gerade gedacht hatte, er würde da niemals durch passen.
Der Ingenieur mußte einen Indianer in der Verwandtschaft gehabt haben, denn er agierte ohne auch nur das kleinste Geräusch.
Howy bemühte sich, es ihm gleich zu tun.
Sie hockten jetzt hinter einer Bedienungskonsole direkt hinter den beiden Echsen.
Mahan signalisierte unserem Navigator, sie sollten aufspringen und die Echsen festsetzen.
Howy hatte seinen Revolver in der zitternden Rechten und vergaß natürlich, ihn zu spannen.
Mahan sprang auf: „Hände hoch und keine falsche Bewegung!“
Die Echsen drehten sich blitzschnell um und hechteten in Richtung Mahans, der mit dem Schraubenschlüssel einen von ihnen niederstreckte.
Die zweite aber riß ihn von den Füßen und warf ihn zu Boden. Seine Klaue schloß sich um den Hals des Technikers und begann ihn zu würgen. Er lief schon grün an, als Howy auf den Kerl zielte und abdrückte. Aber nichts geschah.
Er hatte aber keine Zeit mehr, noch den Hahn zu spannen, deshalb drehte er, so wie er es mal in einem alten Western gesehen hatte, den Colt herum, faßte ihn am Lauf und schlug der Echse den Griff heftig von hinten auf den kahlen Schädel.
Der fiel nach vorne und regte sich nicht mehr.
Mahan saß einen Moment da und holte tief Luft.
„Kein schlechter Schlag, Junge. Der hätte von mir sein können.“
Er rappelte sich auf und ging erst einmal zu seinen Leuten.
Mit dem altmodischen Messer des Werkzeuges befreite er sie: „Los, keine Müdigkeit vorschützen! An eure Positionen! Wir müssen den Kahn wieder zum Laufen bringen.“
„Da läuft aber Nichts, Sir!“ stammelte einer der Techniker. „Die Typen haben alles lahmgelegt. Wir haben auch keine Kommunikation oder überhaupt irgendeine Verbindung. Und die Zugänge sind alle blockiert.“
„Es muß eine Möglichkeit geben, das Ganze wieder unter unsere Kontrolle zu bringen.
Vor allem müssen wir zuerst einmal die Lebenserhaltung wieder herstellen, denn es fängt an, ungemütlich zu werden.“
Er ging an eine Konsole, die eigentlich mit einer eigenen Energieversorgung ausgestattet war, die ebenso eigentlich unter auch den übelsten Bedingungen autonom funktionieren sollte.
Von hier aus sollte man, selbst wenn das gesamte Schiff nicht mehr einsatzfähig sein sollte, noch die Hauptsysteme erreichen und regeln können.
Es war ein System, wie es auf Kriegsschiffen in den sogenannten Kampfbrücken eingerichtet war. So eine hatte sie auf der Picard nicht, aber als Redundanzsystem hatte man das eingebaut.
Mahan schaltete die Konsole ein und tippte seinen Code ein, und es geschahen Zeichen und Wunder: Das Teil begann zum Leben zu erwachen.
Und was das Allerbeste war: Es kam auch umgehend ein Signal rein.
Howy starrte auf die Darstellung: „Das ist der Code vom Captain!“
Mahan nickte: „Der muß irgendwo an einem Gerät sitzen, das außerhalb der normalen Schiffskontrolle ist. Bloß wo?“
Howy grunzte: „Da gibt es derzeit nur einen Platz, nämlich ein Shuttle. Die sind ja zunächst autonom, weil sie eigene autonome Systeme haben. Irgendwie muß es Sokar gelungen sein, in eins reinzukommen, es in Betrieb zu nehmen und sich in unsere Systeme einzuklinken?“
Mahan nickte: „So wird es sein. Wir müssen ihm ein Signal geben, daß wir mit ihm Verbindung haben.“
Er tippte rasend schnell ein paar Zeichen auf die Tastatur und wartete. Dann entspannte er sich, denn es kam Antwort! Und auch diese enthielt wieder die Signatur des Captains.
„Der sitzt tatsächlich in dem Shuttle. Und er hat es auch geschafft, unser Notsystem anzuzapfen und sich da reinzuhacken.
Gar nicht mal schlecht für ihn, wenn man bedenkt, daß er eigentlich nur wenig Ahnung davon hat.“
Wieder tippte er wie ein Irrer auf der Tastatur herum und übermittelte Sokar damit den Zugang zu den Hauptsystemen.
Wieder dauerte es eine Weile, was mächtig an Howys Nerven zehrte.
Aber dann begannen plötzlich auch die anderen Konsolen im Maschinenraum ins Leben zurückzukehren.
„Guter Mann!“ lobte Mahan.
In diesem Moment sprang die bewußtlos geglaubte Echse, der Howy den Colt über den Schädel gezogen hatte auf und griff Mahan an.
Howy hatte seinen geistesgegenwärtigen Moment und stellte ihm ein Bein, was ihn flach auf den Bauch legte.
Gleichzeitig stürzten sich die anderen Techniker auf ihn und verschnürten ihn zu einem handlichen Paket. Und aus dieser Erfahrung lernend, taten sie das Gleiche auch mit dem anderen, der sich allerdings noch nicht gerührt hatte. Immer nach dem Motto: ‚Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste‘.
Sokar meldete ihnen, daß auch Ingenieur Marlow bei ihm war, was Mahan natürlich gut fand, weil er dann Jemanden hatte, der über Ahnung verfügte.
Marlow berichtete ihnen, daß Sokar alle Grundsysteme des Schiffes gesperrt hatte, um weitere Zugriffe der Piraten zu erschweren, und dann sendete er – aber erst, nachdem auch Mahan noch einmal seinen speziellen Code übermittelt hatte – die Zugangsdaten zu den Hauptsystemen.
„Erst mal die Lebenserhaltung, denn es wird langsam ungemütlich hier.“
Und wirklich: Nach wenigen Minuten begann es, wieder wärmer zu werden.
Howy grinste: „Vielleicht sollte man für zukünftige Notfallausrüstungen auch vorschlagen, ein paar warme Klamotten beizulegen.“
|
|
|
| Zwischenlog 15 - Sokar / Lhoal |
|
Geschrieben von: Sokar - Jun-Thu-2019, 11:46 AM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
|
 |
*** Vanguard / ehemalige Strafkolonie ***
Sokar starrte durch den schmalen Sehschlitz der verfallenen Bunkeranlage in die eisregengepeitschte Welt an der Oberfläche. Dort, in knapp 500 Meter Entfernung stand das Borgschiff. Die Hülle schien intakt zu sein und auch sonst hatte Tr'Khellian, der die 'Beute' mit einem Fernglas begutachtete, keine größeren Beeinträchtigungen erkennen können. Das Raumfahrzeug mochte terranischen Ursprungs sein, ein größeres Truppentransportshuttle vielleicht. Aber seine ursprüngliche Form war unter den zahlreichen neuen Strukturen, die wie Krebsgeschwüre überall saßen, kaum mehr auszumachen.
Wie groß war die Zahl der Gegner? Borg brauchten keine Feldbetten und keine Stühle, keine Kantine und Sanitäreinrichtungen. Das bedeutete, dass in diesem unförmigen Metallklumpen an die hundert Kreaturen auf sie lauerten. Sokar kniff die Augen zusammen. Das Schutzglas des Sichtschlitzes war geborsten und durch mikrofeine Risse drang genug von der toxischen Atmosphäre ein, dass ihm bereits die Augen brannten. Wie die meisten ihrer Truppe trug er eine alte Schutzmaske vor Nase und Mund, verstärkt mit Stofftüchern.
Sie waren knapp 40 Leute, bewaffnet mit abenteuerlichen selbstgebauten Projektil- Hieb- und Stichwaffen und einigen wenigen Disruptoren. Es war ihnen klar, dass viele von ihnen nur ein paar Meter weit kommen und krepieren würden, ehe die Borg ihnen ihre Assimilationsröhrchen in den Leib bohren konnten. Auf Vanguard war sich jeder selbst der Nächste. Wer fiel, durfte nicht damit rechnen, dass ihm jemand zu Hilfe kam.
Tr'Khellian prüfte seinen Disruptor und warf seinem ehemaligen XO, der neben ihm stand, einen Blick zu. Karatek, für immer entstellt von einer durchgestandenen Assimilation durch die Borg während des Krieges, war einer der Garanten für das Gelingen ihres Husarenstücks. "Los!" knurrte Tr'Khellian dann und unterstützte den Befehl mit einer gebieterischen Handbewegung Richtung Schott.
Zwei ihrer Leute zündeten die Sprengladungen und die Bunkertür flog mit großem Getösen nach draußen. Die grotesk vermummte Truppe stürmte vor, hinaus aus dem schaurigen Kerkerloch in die Gifthölle der Oberfläche. Ein paar Borg, die sich vor dem Schiff gezeigt hatten, fielen Disruptorschüssen zum Opfer. Die Borg schienen etwas disorientiert zu sein, wie es oft bei kleinen, vom HIVE getrennten Gruppen vorkam. Aber allzu schnell war das Überraschungsmoment vorrüber und die Gegner verkeilten sich ineinander. Sokar rammte einem Borg eine Metallspitze zwischen die Panzerung, dort, wo laut Karatek eine Schwachstelle in ihren Energieschilden lag. Der Maschinenmensch brach röchelnd zusammen und hinterließ rote Blutflecken auf Sokars Umhang. Der Vulkanier wandelte sich in das, was seine Vorfahren vor Äonen gewesen waren: wilde Kreaturen, die in einer lebensfeindlichen Umgebung um ihr Überleben kämpften. Es gab nur das Vorwärts oder den Tod.
Neben ihm kämpfte Tr'Khellian. Nachdem die Disruptoren ihren Nutzen eingebüst hatten, mit einem Dolch in der rechten Hand und etwas häßlichem, klobigem und tödlich aussehenden in der linken. Sokar hatte Leute unter Drogen kämpfen sehen; Fanatiker bis zum letzten Blutstropfen. Aber Tr'Khellian ... Tr'Khellian war definitiv ein Irrer. Romulaner oder nicht - wenn ihnen jemand den Weg zu diesem verdammten Schiff bahnen konnte, dann er.
Zwischen Blut, Schneematsch, Schlamm, knisternder Elektrizität und zuckenden Servos drang das Röcheln und Gurgeln der Sterbenden und Assimilierten in den grauen Himmel. Vor Sokar ragte die dunkle Masse des Schiffes auf, so nah und doch so fern, geschützt von einer Phalanx von Borg. Ein Stoß traf den Vulkanier in den Rücken. Er stolperte nach vorn, über einen Leichnam und landete auf den Knien. In der nächsten Sekunde fiel ein Schatten auf ihn. Assimilationsröhrchen zuckten dicht vor ihm und instinktiv riss Sokar den Arm hoch und rollte zur Seite - nur im mit einem anderen Hindernis zu kollidieren. Zwei Beine in Panzerschienen. Tr'Khellian!
Im nächsten Moment durchtrennte eine scharfe Klinge den Arm des Borg. Ein weiterer Stoß durchbohrte dessen Kehle. Tr'Khellian stieß einen romulanischen Kampfschrei aus, der durch die Atemmaske klang, als grolle ein Höllenhund. Dann riss er Sokar auf die Beine.
Irgendwann war es vorbei. Der Kampfesrausch wich und machte einer umfassenden Erschöpfung platz. Sokar realisierte, dass er auf einem metallischen Gitterboden auf allen Vieren kniete, in einer Lache aus Blut, Kühlflüssigkeit und anderem Undefinierbaren. Sein ganzer Körper schien aus Schmerz zu bestehen; seine Lunge brannte und er hörte den Herzschlag in den Ohren dröhnen. Erst allmählich kam die Erkenntnis, dass er diese Wahrnehmungen nur hatte, weil er NICHT assimiliert worden war. Und er befand sich im Inneren des Schiffes. Logische Schlussfolgerung: sie hatten es geschafft. Wieviele? Er sah sich um und erkannte etwa 10 Gestalten in dem dämmrigen Raum.
Eine romulanische Stimme drang zu ihm: "....Luken sind versiegelt, überprüfe jetzt den Intermix des Antriebs." Dann war Tr'Khellian zu hören. Ihr Anführer stand wie eine apokalyptische Siegerfigur im grünlichen Licht, das von zahlreichen Alkoven ausging, auf eine Speerartige Waffe gestützt."Gut. Karatek, sieh zu, dass du diesen Schrotthaufen ins All bewegst!"
*** Einige Stunden darauf ***
Sie hatten es geschafft zu starten und Fluchtgeschwindigkeit aus dem Orbit zu erreichen. Aber damit begannen die Probleme erst. Ob das borgisierte Schiff warpfähig war, musste noch heraus gefunden werden. Karatek und ein weiterer Technikspezialist waren dabei, die Ambientalkontrollen etwas mehr dem Stand eines Normalhumanoiden anzupassen, was bedeutete, vor allem die Luftfeuchtigkeit und Wärme herunter zu regeln. Im Augenblick ging es den Flüchtlingen wie arktischen Kältebewohnern, die man plötzlich in eine Tropenhalle verfrachtet hatte.
Es gab keine Einrichtung zur Kranken- und Verletztenversorgung mehr an Bord. Also versuchten sie, offene Verletzungen mit auf niedrigste Stufe gestellten Energiewaffen und Mikroschweißern zu schließen und ansonsten vertrauten sie, dass die robuste Natur den Rest erledigen würde. Als Wasch- wie Desinfektionsmittel diente eine Reinigungsflüssigkeit, die man aus dem Leitungssystem abzapfen konnte.
Vor allem aber gab es kein Wasser und nichts zu Essen an Bord. Sie versuchten, das Kondenswasser irgendwie zu sammeln, was aber nur ungenügend gelang.
|
|
|
| Hinterhalt Log 15 - Nalae |
|
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Jun-Wed-2019, 09:27 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
|
 |
USS Picard | Jeffreys-Röhren
Der Weg durch die Tunnel erschien endlos lang, besonders mit diesem plötzlich irgendwie gruselig erscheinenden Vandenberg, dessen mordlüsterner Blick Nalae nicht aus dem Kopf ging.
„Wenn irgendwelche Reptos auf dem Weg zur Brücke sind, müssen wir ihnen definitiv zuvorkommen“, sagte die Ärztin.
„Wir müssen einen Weg finden, die Lage auf der Brücke vorher zu bestimmen, denn unsere Phaser funktionieren noch immer nicht“, warf Mort ein.
„Wenn wir da einfach auftauchen machen die mit uns kurzen Prozess.“
„Mein Tricorder funktioniert noch ganz hervorragend“, sagte Nalae mit einem Zwinkern.
„Meine Knie lösen sich langsam auf! Wissen Sie, wo ich gerade gerne wäre?
In meinem Quartier. Vor dem Fernseher. Mit einer schönen, großen Tüte Lays Paprika Scharf und einem Glas – He. Was soll das jetzt?!“
Die mechanisierte Luke vor ihnen verweigerte den Durchlass.
Nalae drückte hastig auf dem Eingabefeld neben der Durchgangsluke herum, doch das gab nur widerwillige Laute von sich.
Die anderen Luken hatten sich doch problemlos geöffnet?
„Verdammt“, zischte Mort.
„Haben die Echsen etwa Lunte gerochen?“
Er versuchte in seiner Wut, die Luke mit einem gewaltigen Tritt zu durchbrechen, was natürlich nur in einem gewaltigen Krachen endete.
Nalae schaute auf den Plan am Wandterminal.
„Wir sind nicht weit von der Brücke entfernt, 300 Meter vielleicht.
Howy und Mahan sind auf dem Weg zum Maschinenraum, demnach wäre es möglich, dass sie ebenfalls feststecken und die restlichen Piraten die Brücke vor uns erreicht haben. Wenn dem so ist, sind wir definitiv am Arsch.“
„Wenn ich hier raus bin, gibt es Echsen-Ragout!!“, brüllte Vandenberg mit hochrotem Kopf.
Nalae wusste, wenn Vandenbergs Wut-Ader an der Stirn sichtbar wurde, wurde es ungemütlich.
„Hätten Sie mich bloß nicht daran gehindert, den ganzen Haufen zu Gefriergemüse zu verarbeiten, Sie...Sie...!“
„Also jetzt beruhigen Sie sich mal, Mr. Vandenberg!“, rief Nalae beschwichtigend und erinnerte sich daran, dass sie es aufgrund ihrer romulanischen Physiologie durchaus mit ihm aufnehmen könnte im Notfall – doch was war mit dem XO nur los? Irgendetwas stimmte nicht.
Sie nahm den Tricorder zur Hand, doch das Gerät konnte nichts Ungewöhnliches feststellen.
„Was soll diese Scannerei denn jetzt bringen?!“, fragte Vandenberg.
„Mir reicht es auch! Wenn wir hier jemals rauskommen garantiere ich für nichts“, knurrte Mort.
„Meine Herren, ich muss Sie höflich aber bestimmt zur Ruhe bitten“, sagte Nalae.
Es war ja eher ungewöhnlich, dass sie nicht diejenige war, die an die Decke ging, sondern ihre Kollegen.
Eine wirklich vertrackte Situation.
Der Bolianer schien zumindest nicht von dieser seltsamen Gereiztheit betroffen zu sein, denn er schaute nur ratlos in die Runde.
Nalae scannte die Luke mit dem Tricorder um festzustellen, was die Ursache des Defektes sein könnte – als diese unverhofft aufsprang.
„Das Glück ist auf unserer Seite!“, jubelte die Rihanha.
„Ist es möglich, dass Howy und Mahan es zum Maschinenraum geschafft haben?!“
„Irrelevant. Ich hoffe nur, dass Sie alle Hunger mitgebracht haben, denn gleich gibt es Reptilien-Barbecue“, sagte Vandenberg, jetzt recht ruhig.
„Viele Möglichkeiten...“
Nalae warf ihm lediglich einen unsicheren Blick über die Schulter zu, während sie ihren Weg fortsetzten.
Nach gut fünfzehn weiteren nervenraubenden Minuten hatten sie es endlich geschafft:
Diese Luke vor ihnen würde den Zugang zur Brücke ermöglichen!
Nalae aktivierte ihren Tricorder.
„Nur menschliche, romulanische und ein tellaritisches Lebenszeichen“, stellte sie erleichtert fest.
„Die Brückencrew ist also noch am Leben.“
„Na dann los!“, drängte Mort.
„Wir müssen damit rechnen, dass uns diese Brut auf der Brücke überrascht“, wandte Vandenberg ein.
„Und wir haben lediglich Ihre romulanische Klinge. Das könnte etwas schwierig werden, auch wenn Mr. Caldred damit sicherlich ein wenig Echsen-Aufschnitt herstellen könnte.“
„Das Risiko müssen wir eingehen, wir müssen unbedingt die Brücke halten!“, sagte Mort.
„Oder wollen Sie sich feige in der Jeffreys-Röhre verkriechen, Mr. Vandenberg?“
„Wir gehen jetzt!“, rief Nalae dazwischen um den aufkommenden Konflikt im Keim zu ersticken. „Und bei nächster Gelegenheit kommen Sie mal in meiner Krankenstation vorbei.
Man konnte sagen, dass die Freude der Brückenbesatzung groß war als sie sahen, wie Vandenberg, Nalae, ihr Assistent und Mort durch den Schacht in die Brücke kletterten.
„Ich hoffe, Mahan und Howy sind tatsächlich durchgekommen“, sagte Nalae.
Nur die beiden können die Subsysteme vom Maschinenraum her wieder herstellen. Das wird allerdings auch einige Zeit kosten.“
„Wenn ein Teil der Echsen auf dem Weg hierher ist und die anderen zum Maschinenraum, dann haben sie kaum eine Chance. Es sind nur noch fünf übrig, der Rest sitzt ja nach Ihrer Aktion auf der Krankenstation fest“, bemerkte die Navigatorin.
„Die machen wir fertig! Im Maschinenraum sind sicherlich auch noch ein paar Mann.“
„Allerdings sind sie bewaffnet, wir nicht...bis auf...Dr. D'Varos Buttermesser“, bemerkte Vandenberg.
„Bitte?! Was sagten Sie da gerade, Sie Milchgericht? Das ist eine Ehrenklinge! Mindestens 10 Generationen alt! Mein Ur-ur-ur-ur-Großvater würde Ihnen dafür die Ohren lang ziehen, Sie ungehobelter-“
„Ich würde sagen, Dr. D'Varo ist wieder in ihrem Normalzustand angelangt“, bemerkte Mort trocken.
|
|
|
| Hinterhalt Log 14 XO |
|
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jun-Sat-2019, 04:40 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
|
 |
USS Picard / Jeffries-Röhre 12/22
Fesseln waren etwas, was Vandenberg absolut nicht ausstehen konnte. Und deswegen nagte seine kurze Gefangenschaft an ihm. Ein Gefühl stieg in Vandenberg auf, welches er schon lange nicht mehr wahrgenommen hatte: Eiskalte Wut gepaart mit Rachegelüsten. Keine gute Kombination.
Die Gruppe war an einem der zentralen Verteilerpunkte der Jeffries-Röhre angekommen. Mort setzte sich auf ein Filtergehäuse und gab ein Knurren von sich.
Mo: Wenn ich diesen Ophrat in die Finger kriege.
Nalae schüttelte den Kopf.
Na: Nur die Ruhe. Hier muss man mit kühlem Kopf ran gehen.
Vandenberg hatte sich vor einen Schrank gestellt und diesen geöffnet. Einige akkurat verlegte Rohre und Ventile waren zu sehen. Vandenbergs Gesichtsausdruck hatte etwas Diabolisches angenommen.
Va: Der Hauptverteiler für die Cryo-Systeme des Schiffes. Es wäre nicht schwer, gewisse Bereiche des Schiffes bis auf minus 180 Grad herunter zu kühlen. Unsere Gäste würden bestens konserviert werden.
Na: Das wäre aber glatter Mord.
Mort grunzte.
Mo: Na und? Diese Herrschaften sind auch nicht gerade zimperlich mit uns umgegangen.
Va: Richtig Mr. Caldred, vollkommen richtig.
Vandenbergs Finger flogen über das Eingabe-Display des Verteilers.
Va: So, die Flutung ist vorbereitet.
Na: Mr. Vandenberg, Sie können doch nicht…
Va: Ich kann!
Vandebergs Hände legten sich auf den Ventil-Hauptschalter.
Va: Reptilien on the rocks!
Nalae glaubte, so etwas wir Mordlust in Vandenbergs Augen zu sehen.
Na: Ich kann Sie ja verstehen. Aber wir sollten uns so verhalten, wie es sich für Sternenflottenoffiziere gehört. Selbst wenn der Gegner sich nicht nach unseren moralischen Vorstellungen richtet.
Va: Normalerweise wäre das richtig. Aber in diesem Falle will man uns direkt ans Leder. Und das werde ich NICHT zu lassen.
Mit einem leisen Klicken ging das Hauptventil in Öffnungsbereitschaft. Vandenbergs Hand lag bereits auf dem Entsicherungshebel der Schnellöffnung.
Na: Vandenberg, wenn Sie das tun, sind Sie nicht besser als diese Piraten. Und wenn wir es zu lassen, dass Sie es tun, sind wir es genauso wenig!
Vandenbergs Finger lag auf dem Knopf der Entsicherung. 30 Sekunden lang war nur der leise Alarmton der Entriegelung zu hören. Dann sank die Hand des XO langsam nach unten.
Mo: Aber…
Va: Nein, Mr. Caldred. Doktor D´Varo hat recht. Es wäre unpassend.
Nalae atmete hörbar auf.
Na: Lassen Sie uns zur Brücke gehen.
Nalae kroch weiter durch den Tunnel, während Mort verwirrt auf Vandenberg blickte. Dann vernahm er Vandenbergs leises Murmeln.
Va: Nein, es wäre unpassend. Zu schnell. Zu gnädig. Aber…
Selbst dem abgehärteten Mort lief bei Vandenbergs Gesichtsausdruck und Tonfall ein Schauer den Rücken hinunter.
Va: Da gibt es viele Möglichkeiten.
|
|
|
| Hinterhalt Log 13 - Sokar / Mort |
|
Geschrieben von: Sokar - Jun-Fri-2019, 12:44 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
|
 |
NRPG: Hab mir gedacht, warum soll es eigentlich keine solche Notfallkits und Erste-Hilfe-Kits geben, wie auf Flughäfen z.B. oder eben in öffentlichen Gebäuden...
RPG:
*** Im Shuttlehangar / Während der Ereignisse in der KS ***
Vorsichtig spähte Randy Marlow um die linke Ecke des Hangartores, Sokar um die rechte. Sie waren so gewöhnt, dass ihnen sensible Sensorik zur Verfügung stand, dass sie sich jetzt fast blind vorkamen, wenn sie sich nur auf die Sinne ihres Körpers verlassen mussten. Aber es war nichts zu sehen und zu hören, so sehr sich der Vulkanier auch konzentrierte. Kein verdächtiger Schatten zwischen den Shuttles und fahrbaren Wartungskonsolen, kein Atem- oder sonstiges Geräusch. Natürlich gab es Tarnsysteme, natürlicher und technischer Art. Aber hätten die Fremden über soetwas verfügt, wären sie von Anfang an genutzt worden und sie hätten nicht erst versucht, sich als dankbare Gäste einzuschmeicheln, schlußfolgerte Sokar logisch. Demnach bestand eine 95,8prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Hangar tatsächlich leer war und ihr Weg frei.
Sokar machte Marlow ein Zeichen sich links herum zu prischen, während er sich rechter Hand an den Plasmaleitsystemen auf den Weg zum nächstgelegenen Shuttle machte. Bald hatten sie das mittelgroße Fluggerät erreicht. Marlow rollte sich filmreif wie ein MACO unter vollem Beschuss über den Boden, rutschte unter die Luke und angelte mit dem Arm nach oben, um sie zu öffnen. Er schlüpfte hinein und Sokar folgte ihm mit raschen Schritten.
"Welchen Zweck hatte diese sportliche Einlage eben, Mr. Marlow?"
"Naja, ich muss meine Grundausbildung ja mal irgendwo zum Einsatz bringen." Marlow, der sich plötzlich etwas dumm vorkam, nahm neben dem Captain Platz und suchte seine Verlegenheit durch hastige Aktivität zu kompensieren. "Computersysteme des Shuttles sind nicht kompromittiert," stellte er erleichtert fest.
Sokar verriegelte die Luke und aktivierte die Sensoren des Shuttles. Zehn Reptiloiden waren an Bord der Picard gebracht worden. Jetzt konnten die Biosensoren noch fünf von ihnen in der Krankenstation ausmachen, drei waren im Maschinenraum und zwei auf dem Weg zur Brücke. Wenn es ihnen gelang, die Lebenserhaltung zu übernehmen... Er scannte nach den Kommunikatoren von Vandenberg, Caldred, Tr'Kovath, Howy und der Geisel. Das Ultimatum würde in 4 Minuten ablaufen. Die Angaben des Computers ließen ihn überrascht die Augenbrauen heben.
"Sir? Üble Nachrichten?"
"Keineswegs. Wie auch immer es gelungen sein mag, die bolianische Geisel ist offenbar frei und derzeit mit Mr. Vandenberg, Mr. Caldred und Dr. D'Varo unterwegs. Es scheint, dass sie Richtung Brücke unterwegs sind. Mr. Tr'Kovath und Mr. Edzardus sind auf dem Weg in den Maschinenraum."
"Dann laufen sie in eine Falle!"
"Nicht unbedingt. Können Sie die Funksysteme des Shuttles an die schiffsweiten Lautsprecher koppeln?"
Marlows Hände flogen über seine Konsole. "Sie haben die Komkanäle geblockt, aber die unteren Frequenzen ausser Acht gelassen.... wenn ich die Trägerwelle ummoduliere und den Subraumamplifier isoliere, dann... - wahrscheinlich werden Sie etwas seltsam klingen, Sir."
"Das ist gleichgültig, solange ich zu verstehen bin. Machen Sie sich an die Arbeit. Ich versuche, Zugriff auf die Sperrfelder zu erhalten.... Hm.... Interessant. Die Krankenstation ist verriegelt. Dr. D'Varo scheint einen romulanischen Code benutzt zu haben, den die Reptiloiden nicht angehen können. Zumindest im Moment müssen wir uns um die dort sitzenden Gegner wohl keine Gedanken machen."
"Ich hab es, sollte funktionieren," verkündete Marlow und wies auf die Kom-Taste auf der Pilotenkonsole im Cockpit. "Bereit?"
Sokar nickte und aktivierte die Verbindung. "Crew der Picard, hier spricht Captain Sokar. Piraten versuchen, unser Schiff zu übernehmen. Es handelt sich um die gestern geborgenen Reptiloiden. Vermutlich fünf Individuen sind noch auf freiem Fuß, Richtung Maschinenraum und Brücke. Bleiben Sie in ihren Quartieren beziehungsweise an ihren Stationen und halten Sie das Notfall-Sauerstoffversorgungskit bereit."
*** Auf dem Weg zur Brücke ***
Dr. D'Varo hatte ein der in regelmäßigen Abständen in den Gängen angebrachten "Erste-Hilfe-Köfferchen" aus seiner Verankerung gerissen und durchwühlte den Inhalt nach einem brauchbaren Mittel, um die befreiten Geiseln von der rosa Drogenwolke wieder auf den harten Boden der Tatsachen herunter zu bringen. Sie fand eine Hypospraykapsel gegen allergische Schocks und Vergiftungen und entschied, dass es die beste Option war.
Als erstes verabreichte sie ihrem bolianischen Sanitäter das Mittel, dann Vandenberg und schließlich Mort, der sich zischend und knurrend zu wehren versuchte. Es war keine Zeit geblieben, das Mittel auf die Physiognomien der drei Spezies abzustimmen, aber sie hoffte einfach, dass die Elemente ihr gewogen sein mochten.
Plötzlich drang ein tiefes Brummen aus den Schiffslautsprechern, und dann eine Stimme, die vertraut, und doch irgendwie verfremdet klang: + ... spricht Captain Sokar...+
"Bahhh was ist das für ein Lärm?!" Mort Caldred presste die Hände gegen den Schädel und seine Schwanzspitze mit den Giftstacheln zuckte nervös.
"Ruhe!" D'Varo hielt ihrem Sani, der gerade wieder eine Melodie summte, kurzerhand den Mund zu.
+...auf freiem Fuß, Richtung Maschinenraum und Brücke .... Halten Sie das Notfall-Sauerstoffversorgungskit bereit...+
Mort wurde langsam wieder er selbst. "Dieses heimtückische Völkchen... ist auf dem Weg... zur Brücke?" Er fluchte unübersetzbar in seiner Muttersprache. "Die sollen mal-- Dr. D'Varo, was haben Sie uns verpasst, bei allen Göttern und Dämonen der Galaxis?"
"Nur etwas Pflanzenextrakt. Tut mir leid, war aber die einzige Möglichkeit, Sie Helden heil raus zu bekommen."
"Das muss ich mal näher prüfen," brummte Vandenberg und massierte sich ebenfalls die Schläfen. "...was Sie da so anbauen..."
"Traditionelle Heilpflanzen."
Mort machte sich an seinem Phaser zu schaffen, stellte aber fest, dass das Dämpfungsfeld immer noch aktiv war und der Rest seiner antiken Waffensammlung in seinem Quartier. Nun gut - er war wutgeladen genug, um es mit dem Gegner auch so aufzunehmen! Von denen würde keiner seinen Fuß auf die Brücke setzen! Er bewegte sich vorwärts und kollidierte mit einem knisternden Energiefeld. Das Problem war also noch nicht gelöst.
"In die Jeffriesröhren!" hörte er den XO befehlen.
|
|
|
|