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  Hinterhalt Log 9 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - May-Wed-2019, 12:34 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard – Nalaes Quartier

„....Wir machen doch alle nur unsere Arbeit, oder? Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und entschuldige mich schon jetzt für alle eventuell auftretenden Unannehmlichkeiten. Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Crew, noch einen schönen Tag.“

Nalae traute ihren Ohren kaum.
Vor kurzem noch hatten diese scheinbar harmlosen Wesen in ihrer Krankenstation gelegen und nun wollten sie die Picard übernehmen?
Was war in der Zwischenzeit geschehen, während sie geschlafen hatte?!
Mit der Vorahnung, dass dieser Versuch erfolglos bleiben würde, versuchte sie, den Captain zu kontaktieren – der Computer jedoch gab nur eine einzige Antwort:
„Es tut mir leid, aber Ihre Autorisation wurde anulliert.“

„Dann muss ich wohl oder übel nachsehen, was da los ist“, stellte die Ärztin fest und schnappte sich den Phaser, der in der obersten Schublade ihres Nachttisches lag.

Doch die Waffe zu entsichern war erfolglos und fruchtete nur in einem Geräusch das klang, als ob jemand Soda in ein Relais kippte.

„Na klasse!“, schnaubte Nalae.

Sie ging ins Schlafzimmer und öffnete einen kleinen Tresor, der dort in die Wand eingebaut war.
Darin befand sich nichts weiter als eine reich verzierte, mehr als ein Meter lange und schmale Schatulle.
Vorsichtig entnahm die Rihanha sie dem Tresor und trug sie zum Tisch im Wohnbereich.
Als sie sie öffnete offenbarte sich ihr dort auf einem samtenen Grund eine Klinge. Mit dem verzierten, metallenen Griff, in den ein grüner Edelstein eingelassen war, maß sie fast einen Meter.
Das blanke, unversehrte Metall blitzte im Deckenlicht auf als die Ärztin die Klinge aus der Scheide zog.

Nalae nahm sie vorsichtig und wendete sie in der Hand.
„Tja, anders geht es nicht“, seufzte sie.

Der Ehrendolch der Familie D'Varo musste nun als Mittel zur Verteidigung herhalten – zumindest so lange, bis Nalae eine funktionsfähige Schusswaffe gefunden hatte.
Das Problem war – was würde sie im Falle eines Angriffs tun?
Es würde ihr nicht viel anderes übrig bleiben als wie wild mit der Stichwaffe vor der Nase des Gegners herumzufuchteln.
Vielleicht wäre es klüger, in den waffenlosen Nahkampf überzugehen, aber so ganz unbewaffnet dort hinaus? Nein, das war ihr nichts!
Die Frage war nur: Wie war die Lage an Bord? Und vor allem, wo sollte – ja, wo konnte sie überhaupt hin?

Vorsichtig wagte sie einen ersten Schritt auf den Gang dessen flackernde Beleuchtung verriet, dass es in der Tat einige Fehlfunktionen auf dem Schiff geben musste.
Sabotage oder ein Unfall?

Mit klopfendem Herzen begab sie sich zum Turbolift. Sein Glück konnte man ja schließlich wagen, wenn es auch aussichtslos erschien.
Auf Nalaes Anfrage hin gab der Computer ein widerwilliges Geräusch von sich.

„Na, vielen Dank auch“, entgegnete die Rihanha und seuzfte.
Sie betrachtete die Klinge in ihrer Hand.
Ein großer Lederriemen machte es ihr immerhin möglich, sie über die Schulter zu hängen.

„Ich komme mir gerade vor wie in einem ganz schlechten Fantasy-Roman“, murmelte die Ärztin, während sie eine Stiege zu den Jeffreys-Röhren emporkraxelte.

Wenn sie jetzt mit einem Schwert auf dem Rücken durch das Schachtsystem der Picard kroch, was würde als nächstes kommen?
Untote Aliens? Oder außerirdische Zauberer?

Nalae wusste, wo sie hin wollte: Zur Krankenstation. Schließlich war dies der letzte Aufenthaltsort ihrer Gäste und sie ahnte, dass diese etwas mit den seltsamen Zwischenfällen zutun haben mussten.
Durch den Schacht könnte sie zumindest einen Blick hineinwerfen und die Lage überblicken. Außerdem konnte sie sich vorstellen, dass ihre Kollegen dasselbe Ziel haben würden und schließlich musste man sich ja irgendwie finden!

Mithilfe von Lageplänen, die in regelmäßigen Abständen in den Röhren der Picard angebracht waren, kroch und kletterte Nalae durch die Eingeweide des Schiffes.

Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte sie den Zugang der Krankenstation, der durch eine Art Gitter gesichert war. Mit ein paar Eingaben auf der danebenliegenden Konsole könnte man ihn einfach öffnen, aber den Elementen sei Dank bot er auch so einen kleinen Einblick auf das Krankenzimmer – und tatsächlich:
Die vermaledeiten Echsenwesen hatten ein schreckliches Chaos in iherer sonst so akribisch geordneten, gehegten und gepflegten Station angerichtet!

Diese Kllhe!, fluchte sie in Gedanken.

Ihr bolianischer Assistent lag gefesselt und geknebelt in einer Ecke.
Medizinische Geräte lagen auf dem Boden verstreut herum.

„Meine-“, wollte Nalae fauchen, unterbrach sich jedoch noch rechtzeitig und setzte ihre Tirade in Gedanken fort.

Meine sorgsam einsortierten Medikamente und Geräte! Das darf nicht wahr sein! Da bringe ich meinen Leuten monatelang bei, wo jedes einzelne Ding hingehört und dann das!
Vandalen!
Ich weiß gerade nicht, was mich davon abhält -
na, vermutlich mein Überlebensinstinkt.

Sie sah, wie die Weltraum-Echsen sich offenbar angeregt und guten Mutes in ihrer seltsamen Sprache unterhielten.
Die Tür war mithilfe von Mobiliar völlig verbarrikadiert worden – was bedeutete, ihre Freunde würden sich den Zugang mühsam erarbeiten müssen, es sei denn, sie hätten sich vielleicht auch für die Jeffreys-Röhren entschieden.

Doch was nun?

Nalae beschloss, zu warten.
Übereifriger Aktionismus könnte sowohl ihr Leben als auch das ihres Assistenten kosten.
Sie war sich relativ sicher, dass ihre Kollegen bald am Ort des Geschehens auftauchen würden.

Etwa dreißig Minuten später.

Die Geduld der Ärztin sollte belohnt werden.

Sie – und die ungebetenen Gäste – nahmen als bald laute Geräusche an der verriegelten Tür der KS war. Offenbar versuchte man, sich mittels roher Gewalt durch die Tür zu arbeiten.
Funken stoben und glühende Schnitte bildeten sich in der Legierung.

Ein Schneidbrenner?!
Das sah nicht nach einem von Mahans Laserwerkzeugen aus.
Nalae wendete den Blick von dem gleißenden Licht ab.

Auf der anderen Seite der Tür.

Mahan fuhr mit dem altertümlichen Gerät an der Tür entlang.

„Ich wusste nicht, dass sie so etwas haben!“, sagte Mort, der sich die Ohren zuhielt.
„Diese historischen Werkzeuge sind in jeder Hinsicht für meine Sinne äußerst unangenehm!“

„Die primitiven Werkzeuge haben unseren modernen Geräten ganz klar etwas voraus!“, erklärte Mahan gegen den Lärm. „Sie funktionieren nämlich einfach mithilfe von ganz banaler Elektrizität oder Gas! Da brauchen wir keine exotischen Quanten – die Dinger funktionieren immer!“

Die Echsenwesen wälzten sich offenbar enorm gequält auf dem Boden herum.
Vermutlich setzte ihnen der Lärm des Schweißbrenners auf ungeahnte Weise zu.

Nalae wartete gespannt und machte sich bereit, ihr Versteck zu verlassen.

Die Tür der Krankenstation krachte mit einem Scheppern in die entgegengesetzte Richtung des Möbelhaufens und offenbarte Mahan, Mort, Vandenberg und Howy den Weg in die Krankenstation.


-----------
nrpg
ich musste an die szene denken, wo der ehemalige Cheftechniker der Orville einen Bohrer benutzt hat, um irgendeine undurchdringliche Legierung zu öffnen, daher die Idee Ultragrins

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  Hinterhalt Log 8 XO/ NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - May-Sat-2019, 10:03 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Brücke
 
Die Picard wurde von einem regelrechten Fernmelde- und Datenchaos heimgesucht. Befehle wurden entweder überhaupt nicht empfangen, oder erratisch an die falsche Abteilung weitergeleitet. Kommunikation war ohnehin nur persönlich möglich. Vandenberg, welcher leise vor sich hin fluchte, blickte auf die Überwachungsanzeige der Ops und traute seinen Augen nicht.
Va: Es ist fast so, als ob etliche Systeme nichteinfach lahmgelegt werden, nein als ob jemand versucht, die Systeme zu übernehmen, die darunter liegende Systematik jedoch nicht versteht.
 
Sokar, welcher scheinbar regungslos vor dem Hauptschirm stand, nickte langsam.
 
So: Das ist korrekt. Eine Art Virus?
Va: Ja, aber ein eher uneffektiver Virus. Statt das System zu übernehmen, lässt er die es Stück für Stück ausfallen. Ein eher unspezifischer Angriff.
So: Das erscheint mir unlogisch. Nun, wie auch immer. Mr. Vandenberg, begeben Sie sich zu Mr. Caldred. Er soll einmal unsere Gäste befragen. Eventuell ist ihnen ja das gleiche zu gestoßen.
Vandenberg nickte, stand auf und eilte zur Tür. Doch diese gab, statt sich zu öffnen, nur ein leises Stöhnen von sich. Vandenberg schenkte der Tür einen giftigen Blick und öffnete dann den Zugang zur Jeffries-Röhre. Der XO zwängte sich in den Zugangstunnel und verschwand, unter jetzt hörbar lautem Fluchen.

-----------------------------------------
 
Ortswechsel:

USS Picard / Gang zur Sicherheitszentrale.

Vandenberg hatte das dringende Gefühl, einmal wieder etwas für seine Fitness tun zu müssen. Und nicht nur das. Das massive Flackern der Beleuchtung ging ihm jetzt schon auf die Nerven. Auf dem Gang traf er einen vor Wut schnaubenden Mort Caldred, Mahan tr´Kovath und Howy. Und als Howy und Caldred ihm ihre Erkenntnisse mitgeteilt hatten, begann auch Vandenberg zu schauben.
 
Va: Dann wollen wir unsere Gäste einmal befragen. Und zwar etwas deutlicher.
Vandenberg zog seinen Phaser und entsicherte ihn. Doch das Gerät gab nur ein klägliches Wimmern von sich. Verblüfft starrte der XO auf die Systemanazeige.
 
Va: Zentral deaktiviert? Wie das?
 
Mort zuckte resigniert mit den Schultern.
 
Ca: Aus irgendeinem Grund ist das zentrale Subraum-Übertragungssystem ausgefallen. Und aus diesem Grund funktioniert auch die interne Kommunikation nicht mehr.
Va: Da kommt Freude auf.
Ca: Was unsere Bewaffnung betrifft, so sind unsere Optionen begrenzt. Mr. Edzardus war so freundlich eine antike Projektilwaffe zur Verfügung zu stellen und ich….
Mort zog aus seiner Tasche einen voluminösen Schlüssel hervor.
Ca:…habe für den Fall einer Meuterei vorgesorgt.
 
Caldred marschierte zu einem Servicepanel an der Wand und öffnete dies mit dem Schlüssel. Dahinter waren jetzt zwei Gegenstände, eingepackt in antikes Ölpapier, zu erkennen. Mort naahm diese aus dem Schrank und reichte eins Vandenberg und schulterte das zweite Objekt, nachdem Mahan dankend abgelehnt hatte. Vandenberg hatte das Ölpapier von dem Objekt entfernt und pfiff dann durch die Zähne.
Va: Antike, klingonische Luftdruckwaffen. Wo haben Sie denn die her?
Ca: Dienstgeheinmis, Sir.
 
Howy betrachtete die etwas klobige Waffe skeptisch. Sie ähnelte einem etwa 1m langen, dicken ovalen Rohr. Auf das Rohr aufgesattelt befand sich ein massives Kästchen aus Stahl und darauf wiederum ein kleiner Trichter. An der Seite des Kästchens war ein kräftiger Hebel in einer Schiene montiert, dahinter eine Art Abzug.
 
Ho: Drucklufterzeugung per Federkraft und Kolben. Schon klar. Aber was ist mit Reichweite und Munition?
Ca: Die Reichweite beträgt etwa 25m. Die Waffe hat eher die Wirkung einer Schrotflinte. Und als Munition kommt alles in Frage, was spitz und aus Metall ist und oben in den Ladetrichter passt. Nägel, Werkzeug etc. Diese Waffe arbeitet rein mechanisch.
Va: Ein Pfefferstreuer.
Ca: Exakt, Sir. Und als Munition nehmen wird das hier.
 
Mort beförderte aus den Tiefen des Schranks eine Kiste und entnahm ihr 6 pfeilförmige Metallgegenstände von jeweils 5 cm Länge.
 
Ca: Andrusianische Pfeilspitzen. Nicht besonders effektiv, aber sie machen Eindruck. Habe ich irgendwann einmal bei einem Crewmitglied konfisziert und dachte mir, dass man sie einmal als Munition für diese Waffe verwenden könnte. Vorsicht damit, ich habe nur 6 Stück.
Ho: Schon einmal mit so einer Waffe geschossen?
Ca: Nein, aber das ist ja der Spaß dabei.
Va: Nun gut. Besser als nichts. Dann wollen wir uns einmal zu unseren Gästen begeben.
 
-----------------------------------------------------------

Ortswechsel:
 
USS Saipan / Krankenstation
 
Ophran Pak war nicht unzufrieden. Sein Team hatte in der Kürze der Zeit doch einiges erreicht. In der Ecke lag bewusstlos,  gefesselt und geknebelt der blauhäutige Sanitäter, die Tür zur KS war mit allerlei Mobiliar verrammelt und Technikgenie Trakas hatte sich, über ein Wandpaneel, Zugang zu den fremdartigen Systemen verschafft. Zumindestens teilweise.
Doch die Zeit lief und sie mussten nun zum dritten Teil ihres Plans übergehen. Ophran stieß Trakas an:
Op: Wie weit bist Du?
Tr: Ich habe bisher nur Zugriff auf ein Subraumsystem, dessen Funktion ich bisher nicht verstehe, Und ich kann Türen blockieren. Eventuell kann ich das Lebenserhaltungssystem stören und einige Subsysteme der Kommunikation Aber weder auf den Antrieb, noch auf die Waffensysteme habe ich Zugriff. Geschweige denn auf den Computerkern.
Op: Warum nicht?
Tr: Weil ich absolut nicht verstehe, wie die Systeme funktionieren. Die Schrift ist fremd und ich komme nur durch Logikanalyse weiter. Und das dauert. Und außerdem sind diese Typen uns technologisch soweit voraus, dass ich mir schon sehr primitiv vorkomme.
Op: Kann man über ihr Com-System mit Ihnen kommunizieren?
Tr: Ja. Zumindest über einen schiffsweiten Kanal. Ich habe so etwas wie ein Übersetzungsprogramm  gefunden und unsere Sprachroutinen aus meinem implantierten Scanner übertragen. Wenn man also keine wissenschaftlichen Diskussionen führen will, sollte der Wortschatz von 1500 Wörtern reichen. Hat mich fast 2 Tjaks Zeit gekostet.
Ophran wandte sich an den Rest seiner inzwischen erwachten Crew.
Op: LOS IHR SÄCKE. Haltet Euch kampfbereit. Trakas ,deaktiviere die Beleuchtung auf dem gesamten Schiff. Wäre dies möglich?
Tr: Ja.
Op: Dann mal los. Starte den Übersetzer und schalte mich auf den schiffsweiten Kanal.
 
Das Licht verlosch und Ophrans Stimme dröhnte durch das gesamte Schiff.
 
Op: Hier spricht Commander Ophran Pak vom Akquise-Team der Zirp-Sytra. Ich bitte die Crew dieses Schiffes kurz um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit. Zunächst möchte ich Ihnen für die Gastfreundschaft und unsere freundliche Aufnahme danken. Jedoch haben wir alle unsere Aufgaben und meine Aufgabe besteht nun einmal darin, dieses Schiff zu übernehmen. Aus diesem Grunde bitte ich Sie hiermit höflichst um die Übergabe Ihres Schiffes an uns.  Wir werden Sie auf einem Planten in der Nähe absetzen und gemäß unserer Geschäftsordnung später abholen lassen. Ersatzweise können wir auch Ihnen unser altes Schiff überlassen, welches, wie Sie eventuell in der Zwischenzeit festgestellt haben werden, noch existent ist. Es ist leider nicht mehr flugfähig, aber man kann sich darauf einrichten. Widerstand ist zwecklos, da wir, wie Ihnen sicherlich aufgefallen ist, die Kontrolle auch über Lebenserhaltungssystem haben. Wie Ihnen auch bekannt sein dürfte, sind wir Ihnen körperlich überlegen. Eines meiner Crewmitglieder hat dies, sehr zu meinem Leidwesen so ausgedrückt: Diese Nifte sind eine Beutespezies. Ich erwarte also die Übergabe Ihres Schiffes in den nächsten 90min. Ansonsten müssen wir leider die Geisel, welche sich bei uns befindet, eine Spezies in blau, exekutieren. Ich glaube jedoch, dass wir, im Geiste der Vernunft, zu einer Übereinkunft kommen werden. Wir machen doch alle nur unsere Arbeit, oder? Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und entschuldige mich schon jetzt für alle eventuell auftretenden Unannehmlichkeiten. Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Crew, noch einen schönen Tag.
 
Trakas unterbrach die Verbindung und schnaubte verächtlich
Tr: Das hätte man auch nicht so salbungsvoll ausdrücken können. Bei allen Dämonen, das klang ja eher wie eine Eröffnungsrede für ein Geschäftsessen.
Op: Was hätte ich denn sonst sagen sollen? Schiff her oder tot?
Tr: So in etwa. Und seit wann lassen wir irgendjemanden von einem Planeten abholen?
Op: Seit wann hält man Werbeversprechen?

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  Hinterhalt Log 7 Howy
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - May-Wed-2019, 05:26 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  In der Astronavigation  ==========
 
Die Picard lag regungslos im Raum, seit der Explosion des fremden Schiffes.
 
Howy saß da und grübelte.
Der herrliche Anblick über ihm ließ ihn derzeit kalt.
Er schenkte ihm keinerlei Beachtung, denn es gab ein sehr viel wichtigeres Problem: Der Verbleib des havarierten Schiffes!
Es machte Alles absolut keinen Sinn!
 
Sie hatten ganz eindeutig eine Schiffsexplosion gesehen.
Alle Sensoren hatten diese registriert, auch das war nachzuweisen.
Aber wo war jetzt das Schiff oder dessen Reste?
Das All um sie herum sollte übersäht sein mit Resten. Von ziemlich großen Teilen bis zu miskroskopischen Stückchen.
Statt dessen war der Raum …. leer!
 
Mahan und er starrten nach draußen: „Irgendwo muß das Schiff oder seine Reste geblieben sein? Es kann nicht angehen, daß wir nichts sehen oder gar messen können!“
 
Mort hatte sie kurz besucht, und Howy hatte ihm von ihren Ergebnissen erzählt, was den sowieso schon notorisch mißtrauischen Sicherheitschef nicht gerade beruhigte.
 
Mahan zischte: „Wir sollten uns bewaffnen, wenn du mich fragst. Wer weiß, was wir uns da an Bord gebeamt haben?“
 
Howy kratzte sich am Kopf: „Die alten Griechen würden das ein Danaer-Geschenk nennen, nach dem trojanischen Pferd. Aber wir hatten keine Wahl. Wir hätten die ja nicht einfach umkommen lassen können.
Und außerdem gab es einfach keine Zeit, irgendwelche Untersuchungen anzustellen.“
 
„Recht hast du natürlich, aber vielleicht sollten wir die Herrschaften jetzt aus der Krankenstation in den Sicherheitstrakt transferieren. Mit einem Feld der höchsten Stufe um sie herum.
 
Also: Hast du hier irgendwelche Schießedinger, um uns im Notfall wenigstens ein bißchen zu wehren?“
 
„Du weißt so gut wie ich, daß es diese Sachen nur bei Mort in der ‚Armery‘ gibt.
Aber ich habe da noch ein paar mehr als antike amerikanische Navy-Colts aus den letzten Jahren des 19. Jhds. herum liegen mit der entsprechenden Munition in meinem Quartier.
Original 44er.
Die wurden immer in der Familie an die Jungs vererbt, seit Haddus … äh … mein Urahn diese gesammelt  hatte. Ich habe damit immer mal wieder Schießübungen gemacht, aber ich muß zugeben, daß ich nicht gerade der Weltmeister im Treffen bin. Höchstens 5 von 100 Schuß lagen bei mir halbwegs im Ziel. Liegt wohl hauptsächlich an dem irren Rückschlag, den die Dinger haben.“
 
„Egal, das wissen ja unsere eventuellen Gegner nicht. Her damit!“
 
Howy hatte seine Kabine nicht weit von der Astrometrie entfernt, wohin sie rannten, und dann kramte in einer unteren Schublade und holte zwei dieser Schießeisen heraus: „Hast du denn schon mal mit so etwas geschossen? Oder wenigstens mit einer anderen alten Projektilwaffe?“
 
„Natürlich nicht, Mann! Bisher habe ich höchstens mit Schraubenschlüsseln geworfen oder zugeschlagen, aber jetzt habe ich keinen dabei.“
Er hatte virtuell so ein schweres Werkzeug in den Händen.
Dann nahm er eines der Dinger und wog es in der Hand: Ganz schön schwer, wenn man das mit einem Phaser vergleicht.“
 
Howy holte ein paar Päckchen Munition und zeigte Mahan, wie er die Revolver lud.
Dann spannte er den Hahn: „Das mußt du vorher immer machen, sonst passiert da gar nichts. Und noch was: Immer dieses Rohr von dir weg halten, sonst schießt du dir möglichweise selber in den Fuß oder noch schlimmer.“
 
„Scheiß unpraktisch, aber vielleicht wirkungsvoll, da die Knilche da wahrscheinlich nicht mit solchen Waffen rechnen.“
 
Howy grinste. Sie kehrten sofort in die Station zurück wo er sich dann aber seinen Untersuchungen sofort wieder zuwandte.
Er veränderte stetig die Scan-Frequenzen, vor allem, wenn er daran dachte, wie man in früheren Zeiten versucht hatte, getarnte Klingonenkreuzer zu ‚sehen‘, und plötzlich stutzte er: „He, Mahan, schau dir das an!“
 
Howy hatte die Meßergebnisse direkt auf sein Holo-Display projezieren lassen, und dieses zeigte jetzt, etwa im Zentrum der Projektion ein leicht vernebeltes Feld. Mehr war es  momentan nicht, aber es war klar, daß da draußen etwas war. Fragte sich nur, WAS?
 
„Wir müssen sie ‚sichtbar‘ machen.“
 
„Und wie willst du das anstellen, Mann?“
 
„Ich habe Zugriff auf einige kleinere Meßsonden. Die werden wir mit Wasser füllen und direkt bei diesem Nebel zu Explosion bringen. Eventuelle Felder sollten dann die Milliarden winziger Eiskristalle zum reagieren bringen.“
 
„Dann mal los!“ Mahan erhob sich.
 
Sie gingen in einen Nachbarraum mit einer kleinen Abschußvorrichtung für die Sonden. Jede hatte natürlich einen Laderaum für Meßinstrumente, aber dieses Mal füllten sie diese mit Containern, die nur Wasser enthielten.
Und sie stellten die internen Messgeräte auf ‚Selbstzerstörung‘ in etwa 15 Sekunden, denn das war die Flugzeit, die Howy bis zu diesem ominösen Nebel errechnet hatte.
 
Er hatte jetzt nur zwei Sonden in seinem Zugriff, aber er hoffte, das würde reichen.
Beide kamen in die Abschußvorrichtungen und wurden umgehend gestartet.
 
Danach eilten sie wieder zurück in den Beobachtungsraum und zum Display.
 
„5 … 4  … 3 … 2 … 1 … 0 !“
Beide Sondern explodierten und verteilten winzige Eiskristalle in ihrer Umgebung.
Und das Ergebnis ließ sie nicht auf sich warten.
 
„Scheiße!“ stöhnte Mahan.

„Ich ahnte es.“ grunzte Howy.
 
Für den Bruchteil einer Sekunde war klar ein ziemlich großes Schiff zu erkennen!
 
Howy griff an den Communicator:  „Howy an Brücke! Wir haben das Schiff gefunden! Etwa 2 km von uns entfernt. Ich übermittele gleich die Daten.“
 
Er preßte einige Tasten, konnte aber nicht mehr überprüfen, ob die Ergebnisse noch auf der Brücke angekommen waren, denn in diesem Moment stoppte die Kommunikation.
 
„Verdammter Mist! Computer, stell die Kommunikation wieder her!“
„Es tut mir leid (höfliche Computer nervten Howy schon seit Langem), aber Ihre Autorisation wurde anulliert.“
 
„Auf wessen Befehl hin? Ich habe eine hohe Autorisierungsstufe. Ich hätte vorher informiert werden müssen?“
 
Der Computer schwieg und meldete sich auch auf dringendstes Nachfragen nicht mehr.
 
„Was nun?“ knurrte Mahan. "Ich habe das unruhige Gefühl, wir werden deine Erbstücke brauchen.“

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  Hinterhalt Log 6 - Mort Caldred
Geschrieben von: Sareth - May-Wed-2019, 03:38 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Quartier von Kom-Spezialistin Feni ***


"Moment!" Die Bolianerin hastete in die Naßzelle, schnappte sich ihren Bademantel. In den wenigen Schritten schoss ihr Unerfreuliches durch den Kopf - denn warum um alles in der Welt läutete der Sicherheitschef mitten in der Nacht an ihrem Quartier?!

"Herein!" schnappte sie fast außer Atem und erhöhte den Lichtpegel in ihrem Quartier, während Mort Caldred eintrat. "Was ist los?"

"Entschuldigen Sie die Störung, ich--" Gizmos aufgeregtes Keckern unterbrach Mort, der nun erst das pelzige Wesen warnahm, das sich gerade an Fenis Beine schmiegte. Bordkater Spock behauptete sein Terrain mit zurück gelegten Ohren, gesträubtem Fell und lautem Fauchen.

"Ah... wusste nicht, dass das Pelzmonster hier ist." Er hakte Gizmos Leine an den Gürtel. Gizmo keckerte noch lauter.

"Ja, Howy ist noch im Dienst, und da übernehm' ich ihn manchmal. Erinnert mich an zu Hause. Wir hatten viele Tuvliatts in der Familie, ganz ähnliche Wesen. Aber Sie mögen Katzen ja nicht so, hab ich gehört."

Mort räusperte sich dezent. "Das hängt wohl mit unseren Spezies zusammen. - Warum ich hier bin: es handelt sich um die Sprachaufzeichnungen unserer Gäste. Ihr Partner meinte, sie könnten eine Art Code sein?"

"Code? Nun ja, wenn Sie es so ausdrücken wollen. Ich meinte eher, dass die Sprache von den Burschen irgendwie zweischichtig ist.  Also einen Subtext hat, wie ein hieroglyphisches System, das zunächst einmal aus Bild-Zeichen besteht - ein Haus oder ein Kopf, oder soetwas - die aber im Kontext noch eine oder mehrere weitere Bedeutungen haben können. Oder eine verkürzte Sprache. Ist vielleicht für einen Nicht-Linguisten etwas schwierig zu verstehen..."

"Haben Sie die Idee überprüft?"

"Nein, ich bin noch nicht dazu gekommen. Wollte in der nächsten Schicht einige Tests machen. Ich brauche erweiterten Zugang zum Hauptcomputer, und dafür muss ich mich auf der Brücke einloggen."

"Ich habe einige spezielle Decodierungsprogramme in der Sicherheitszentrale. Wir könnten die Sprachpakete durch die Analysen schicken."

"Ja, das ist definitiv eine gute Idee. Haben Sie irgendeinen Verdacht, dass mit unseren Gästen was nicht stimmt?"

Mort brummte nur, setzte dann aber hinzu: "Wie der Captain sagen würde, noch wäre es vermutlich unlogisch, ein Urteil zu fällen. -- Gizmo, Ruhe!!! -- Ich brauche mehr Fakten."

"Ich zieh mir nur schnell die Uniform an!"

...

*** Wenig später / Sicherheitszentrale der USS Picard ***

Ungeduldig warteten Mort, Feni und noch ein weiterer Sicherheitsoffizier auf die Ergebnisse der Dechiffrieranalysen. Die ersten Sprachmuster, die sich auf dem Bildschirm zeigten, schienen den Verdacht zu bestätigen.

"Da ist definitiv ein Algorithmus druntergelegt, sehen Sie?!" meinte Feni aufgeregt und wies auf diverse Buchstaben des vor ihnen ausgebreiteten Zahlen-und Buchstabenteppichs.

Mort sah nichts, aber seine ungute Vorahnung wuchs. In diesem Moment erschien im Monitoring-Hologramm gegenüber ein blinkendes Alarmsignal, gefolgt von einem dezenten Warnton.

Feni sah sich um. "Was ist das?"

"Unautorisierter Systemzugriff," erwiederte Mort, der mit zwei Schritten vor der schematischen Darstellung des Schiffes stand. "Auf der Krankenstation..." Er klopfte auf seinen Kommunikator. "Caldred an Crewman Rends!"

Nichts.

"Crewman Rends, antworten Sie!"

Feni war blaß geworden und starrte Mort mit großen Augen an.

"Computer, Crewman Rends lokalisieren!"

+Kein Zugriff auf die internen Sensoren möglich. Bitte kontaktieren Sie den Systemadministrator.+

Mort unterdrückte einen Fluch und wandte sich statt dessen an seinen Sicherheitsmann: "Gehen Sie nachsehen, was da los ist! Standardbewaffnung, Phaser auf Betäubung. Ich informiere den Captain."

[Bild: mort.jpg]

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  Friedensinitiative Log 8 - Turan
Geschrieben von: Turan - May-Fri-2019, 11:55 AM - Forum: *** Ch'Rihan *** - Keine Antworten

*** Quo'nos / Kloster von Mamak ***


Die Gespräche zwischen dem klingonischen Kanzler Kvorag und dem rihannischen Prätor Turan tr'Kaleh kamen gut voran. Es hatte sich herausgestellt, dass aller kulturellen Unterschiede zum Trotz die beiden eine gemeinsame Basis in ihren persönlichen Ansichten über "Gott und die Welt" hatten. Im Moment verhandelten sie über die Möglichkeit eines gemeinsamen Außenpostens.

"Wir sollten ihn in der neutralen Zone zwischen dem klingonischen und rihannischen Reich errichten, möglichst gleich weit von der jeweiligen Grenze entfernt und  von jeglichem Verdacht befreit, dass es um die Ausbeutung irgendwelcher natürlicher Ressourcen geht," sagte Turan.

"Und in einer Position, die die Föderation nicht für einen Affront oder Spionagevorposten hält," ergänzte Kvorag. "Wie das Gr'Haq-System..." Er aktivierte ein tragbares Holodisplay in der Mitte des runden Tisches. Es erschien ein unspektakuläres Planetensystem um einen blauen Stern.

"Ah, das Kivir-System!" rief Turan, die eingeblendeten Parameter erkennend. "Exakt dies hatte ich auch in die engere Auswahl genommen. Keine höheren Lebensformen, keine Raumanomalien, günstige verkehrstechnische Lage, in angemessener Entfernung von der Föderationsgrenze."

"Ein Kennenlernposten."

"Ein Handelsposten."

"Welche Besatzungsstärke schwebt Ihnen vor?"

"Nun-" Turan stockte. Sein sensibles vulkanoides Gehör hatte ein hochfrequentes Summen wahrgenommen. Sein Finger schnellte zu einem Knopf am rechten Handgelenk und er warf sich nach vorn Richtung des Klingonen - nur einen Sekundenbruchteil, ehe der Raum in grellweißem Licht explodierte.

...

Dunkelheit. Turan versuchte, den linken Arm auszustrecken. Schmerzen pulsten durch seine Seite. Geröll und Sand rieselte von seinem Rücken. Jetzt sah er schräg über sich das flackernde Glimmen einer halb zerstörten Lampe. 
Knapp neben ihm und halb verdeckt von der geborstenen Tischplatte lag Kvorag. Auch er regte sich jetzt, hustete und brummte Flüche. Turan blickte auf den Mikrotricorder an seinem rechten Handgelenk und überprüfte die Luft auf toxische Substanzen. Als die Anzeige negativ ausfiel, deaktivierte er das Visier des Schutzhelms. Die transparenten Nanopartikel falteten sich zurück.

Ächzend stieß der Klingone die Trümmer zur Seite. Seine Uniform war an mehreren Stellen zerrissen und Blut lief ihm über das rechte Ohr. Noch etwas benommen starrte er auf den Prätor. "Sie... haben mir das Leben gerettet... Was bei Kahless ist DAS?" Kvorags Finger berührten den eng anliegenden Panzer, der unter der zerfetzten staubigen Staatsrobe sichtbar geworden war und nur am linken Arm unvollständig.

"Eine Lebensrettung meiner Sicherheitsverantwortlichen," antwortete Turan mit einem matten Lächeln. "Selbst regulierendes Nanoduranium-Polymer, basiert auf Borgtechnologie. Leider hatte ich nicht genug Vorlaufzeit zur Aktivierung."

"Sie haben mir nicht getraut, was Ihre Sicherheit anbelangte,"grollte Kvorag, fügte aber gleich mit grimmigem Zähneblecken hinzu. "Das war sehr weise, wie es scheint."

Turan befreite sich von den Resten seines Umhangs und deaktivierte die komplette Helmstruktur, um sich besser bewegen zu können. "Ganz egal, ob ich IHNEN traue oder nicht, Ihrer Umgebung traue ich  nicht. Und meine Sicherheit würde mich ohne entsprechende Schutzvorkehrungen nicht aus dem Schlafgemach treten lassen. Das nimmt mir vermutlich die Möglichkeit, einen spektakulären Heldentod zu sterben, aber ein lebender Prätor ist immer noch besser als ein toter Held."

Er sah sich um. Soweit zu erkennen war, hatte die Explosion den Raum und angrenzende Teile des Klosters zerstört. Trümmer lagen überall; die gewaltigsten Bruchstücke hatten den Ausgang verschüttet. Über ihnen hatten sich glücklicherweise einige gestürzte Säulen so verkeilt, dass sie den Durchbruch der Gewölbe darüber verhinderten. Das Knirschen und der beständig herab rieselnde Staub zeigte aber deutlich, dass dies nur eine Rettung auf Zeit war. "Wer hat davon gewusst, dass wir hier sind?"

Kvorag hatte Turans Adjudanten entdeckt, halb begraben unter Überresten des Replikatorsystems, tot ohne Zweifel. "Nur eine Handvoll Leute," antwortete er. "Außer Abt Row'Gra, und für den würde ich durch die Feuer von Grethor springen." Seine eigene Mitarbeiter war nicht zu entdecken, aber vermutlich hatte sie die herabstürzende Decke an der Tür mit sich gerissen. Auch da war es hoffnungslos, das Geröll zur Seite schieben zu wollen. Der Klingone stieß ein kurzes Heulen aus, um die Tote zu ehren wie um seinem Zorn etwas Luft zu machen. Einzig das knirschende Gebälk antwortete ihm.

Turan behielt die Antwort für sich, dass es unklug war, IRGENDJEMANDEM blind zu vertrauen. Man musste immer noch eine zweite oder dritte unabhängige Rückversicherung haben! "Was ist mit dem junge Mönch, der uns hier her geleitet hat? Vielleicht war er informiert, wer wir waren."

"Aber wer..." Kvorags Worte gingen im Getöse unter, als ein größerer Brocken von oben herunterkam und auf dem übrigen Geröll zerschellte.

"Wir sollten diese Frage vertagen, Kvorag," sagte Turan. Sie mussten schnellstens aus dieser Todesfalle heraus! "Wer auch immer dafür verantwortlich ist, ich will ihm nicht jetzt noch einen endgültigen Triumph gönnen."

"Da haben sie recht. Aber wenn ich den Verantwortlichen in die Finger bekomme, werde ich ihm jeden Knochen seines erbärmlichen Körpers einzeln brechen!" Er spuckte aus.

"Ich würde mich darauf beschränken, bei dieser Prozedur zuzusehen, aber sicher mit nicht minderer Freude."

Kvorag wies nach oben. "Wir müssen dort hinauf, von hier unten ist kein Weg nach draußen mehr möglich. Hier dahinter sind nur meterdicke Felswände."

Turan arbeitete sich vorsichtig in Richtung der geborstenen Säule vor, die schräg durch die Decke ragte. "Ich weiß nicht, wie tragfähig die noch ist." Er blickte auf seinen Tricorder. "Jede Menge Mikrofrakturen. Es könnte eng werden."

"Aber da oben hängt irgendwas. Eine Wandbespannung, glaube ich, wenn wir die zu fassen bekommen...?"

"Ich gehe als erster," entschied der Prätor. "Ich bin leichter als Sie."

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  Hinterhalt Log 5 - Mort Caldred
Geschrieben von: Sareth - May-Tue-2019, 12:22 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Astrometrie ***


Mort Caldred machte seinen Sicherheitsrundgang wie immer zu Beginn der Schicht. Im Grunde konnte er natürlich den kleinsten Winkel des Schiffes mit den Sensoren und Kamerasystemen erfassen, aber ein Marsch durch die Gänge war allemal auch für die Fitness besser!

In der Astrometrie war er überrascht, sowohl Howy als auch Mahan tr'Kovath noch anzutreffen, deren Dienstzeit vor zwei Stunden geendet hatte. "Was machen Sie denn noch hier?"

"Wir versuchen zu rekonstruieren, was mit dem Schiff unserer Gäste passiert sein könnte und sind auf einige Ungereimtheiten gestoßen," erklärte der Rihanha.
Howy fuhr fort: "Wir messen einfach nicht genügend Trümmerteile und Energiefluktuationen, wie sie nach der beobachteten Antimaterieeruption da sein müssten."

"Das ist merkwürdig."

"Um nicht zu sagen, SEHR merkwürdig. Zumal ich auch keinerlei Subraum oder Normalraumphänomene wie Spalten, Dimensionsbrüche, Mikrosingularitäten oder irgendwas in der Art feststellen konnte," fuhr Howy fort. "Also, um's kurz zu sagen, da kann nichts verschwunden sein."

"Also testen wir die Möglichkeit, welche hypothetischen Materialien unter welchen Umweltbedingungen auf eine Weise koagulieren, die den scheinbaren Masseverlust erklärt."

Mort war kein sonderlicher Experte auf dem Gebiet der Exotechnik, Astrometrie und Navigation. Dafür kam ihm eine andere Idee: "Was, wenn da einfach nichts war?" Er griff Gizmo, der begonnen hatte, von Instrument zu Instrument zu klettern und setzte ihn wieder auf seine Schulter.

"Dann hätten entweder unsere Sensoren gesponnen oder die Typen haben absichtlich falsche Signale gesendet. Aber ganz klar war da vorher ein Schiff, und das ist jetzt nicht mehr da - oder Mahan?"

"Da ist nichts, was wir momentan erfassen können," drückte sich der Rihanha vorsichtig aus. "Es gibt aber - theoretisch - gewisse Tarntechnologien..."

Mort wandte sich zur Tür, ehe der Spezialist zu fachsimpeln anfing. "Ich werde einfach noch mal in der Krankenstation vorbei schauen. Vielleicht gibt es ja  Fortschritte in der Kommunikation. - Und: Sie wissen, unser Captain siehts es nicht gerne, wenn Sie ungenehmigte Nachtschichten fahren und früh dann gähnend an der Konsole sitzen." Er entblößte seine spitzen Eckzähne zu einem Grinsen.


*** USS Picard / Krankenstation ***

Da es im Moment keine Notfälle gab, hatte auf der KS nur ein Sanitäter Dienst. Dr. Val'Kara war im Bereitschaftsraum und Dr. D'Varo hatte sich mit Schichtende in ihr Quartier begeben. Der Sani, ein junger Bolianer, war mit einer Handarbeit beschäftigt, die ein kompliziertes Nadelsystem beinhaltete und entfernt dem irdischen Stricken ähnelte. Einer der Fremden betrachtete ihn dabei interessiert, die andern schliefen offenbar.

"Na, alles klar hier?"

"Hallo, Mort. Ja, alle Biowerte sind schon fast wieder im Normbereich. Das Problem mit der unverträglichen Nahrung hat Nalae heute gelöst, zum Glück. War ja auch kein Spaß, ich musste da ja immer wegputzen. Unsere Freunde könnten eigentlich nach Hause - wenn wir wüssten, wohin.

"Also gibt es keine Fortschritte mit der Verständigung?"

"Val'Kara hat es mit Piktogrammen versucht." Der Sani wies auf einige Folien mit Zeichnungen. "Das klappte ganz gut, wir machen morgen weiter."

Mort hatte das Gefühl, beobachtet zu werden. Er wandte sich um - der fragliche Reptiloide schlief jedoch. "Wie ist das möglich, dass der Translator nicht funktioniert? Wir können die Sprachen von Xindi-Insektoiden und Hortas damit übersetzen, und auf unserer Reise haben wir bisher alle Sprachen der neuen Spezies übertragen können, denen wir begegnet sind."

"Keine Ahnung, ich bin Labortechniker und Sanitäter," seufzte der Bolianer.
Weiter hinten regte sich einer der Patienten, dann klirrte es. Der Sani stand auf, legte die Strickarbeit beiseite und sah nach, ob alles in Ordnung war. Tatsächlich war dem Patienten wohl nur das Wasserglas aus der Hand gerutscht. Er machte entschuldigende Gesten und griff dann den Arm des Bolianers, um dessen Hand mit der Stirn zu berühren. Dabei stieß er leise klickende und fauchende Laute aus.

Der Sani klopfte dem Mann beruhigend auf die Schulter und machte sich dann daran, die Scherben wegzuräumen. "Meine Freundin Feni von der Kom sagt, es ist gerade so, als ob sie keine komplette Sprache haben, oder ihre Sprache irgendwie verkürzt haben - Mort?"

Der Sicherheitschef wandte sich wieder um. Er hatte nicht nur das Gefühl, das er von den anderen Reptiloiden beobachtet wurde, sondern auch, dass sie sich in seiner Gegenwart anders verhielten. Sie vermieden zum Beispiel einen direkten Blick- oder auch Körperkontakt- und: sie sprachen nicht mit ihm. Erst in diesem Moment wurde ihm das wirkich klar. Aber was hatte das zu bedeuten? Weil ich so ähnlich bin wie sie? Aus irgendeinem Tabu heraus?

"He, Mort, über was meditierst du?" Der Sani lachte und kippte die Glasreste in den Recycler.

"Nichts." Er hatte noch nichts Verwertbares. "Sie hat den Eindruck, ihre Sprache ist verkürzt?"

"Naja, wie hat sie es ausgedrückt? Verschachtelt, wie eine Kurzschrift."

Wie ein Code? Mort beschloss, sich einmal mit Feni, Bolianerin wie ihr Freund, zu unterhalten. Sie hatte vermutlich jetzt keinen Dienst, aber die Sache schien ihm dringlich genug. Wenn sich die Verdachtsmomente erhärteten, würde er XO Vandenberg informieren, spätestens aber früh den Captain...

[Bild: Mort.jpg]

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  Orville wurde verlängert!
Geschrieben von: Sokar - May-Mon-2019, 09:09 AM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (2)

Season 3 von derOrville wurde genehmigt!

https://tvseriesfinale.com/tv-show/the-o...r-2019-20/

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  Hinterhalt Log 4 NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - May-Sat-2019, 08:53 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (1)

USS Picard / Krankenstation
 
Es war ruhig in der Krankenstation. Nur das leise Summen der med. Geräte war zu hören. Ophran Pak zog den fremdartigen Geruch in sich ein und öffnete erst dann langsam die Augen. Niemand war zu sehen. Sehr gut. Und offenbar waren diejenigen, die sie gerettet hatten,nicht in der Lage, Ophran und seine Leute zu verstehen. Noch besser. Doch bei dem Level an Technik um Ophran herum, war davon auszugehen, dass es Überwachungsanlagen gab. Und das die Sprachbarriere bald durchbroch sein würde. Also galt es weiterhin, vorsichtig zu sein. Ophran blieb also auf der ungewohnt weichen Liege und sprach einen seiner Leute , welcher links von ihm lag, an.
 
Op: Trakas, bist Du wach?
Tr: Sicher
Op: Hast Du diese Nifte gescannt?
Tr: Wäre ich ein Scanner wenn ich dies nicht getan hätte?
Op: Und?
Tr: Nun, sie sind sehr fragil. Schwächlinge geradezu. Aber wenn ich mit ihre Technik anschaue, muss ich konstatieren, dass sie uns um etliche Jahrzehnte voraus sind. Sie werden daher sicher Vorrichtungen entwickelt haben, welche ihre mangelnden physischen Kräfte ausgleichen.
Op: Und das Schiff?
Tr: Seit meiner Schlüpfung habe ich so etwas nicht gesehen. Wie gesagt, die sind uns um Jahrzehnte voraus.
Op: Gut. Soweit haben wir es bisher geschafft. Wteish wird entzückt sein.
Tr: Hoffentlich zahlt er auch gut. Die Sache ist verdammt gefährlich.
Op: Oh, es wird schon funktionieren.
Tr: Ja, nicht wie beim letzten Mal. Das wäre fast schief gegangen.
Op: Ich werde Krasop persönlich die Zunge heraus reißen, wenn er noch einmal einen solchen Fehler beim Antriebstuning macht.
Tr: Jaja. Das Ganze ist…
Op: WAS?
Tr: Mir gefällt der gesamte Plan nicht. Schau Dir diese Nifte doch an. Wir sollten uns Zugriff auf ihre Waffenkammer verschaffen und das Schiff im Handstreich übernehmen.
Op: Erstens wissen wir nicht, ob sie überhaupt Waffen haben..
Tr: Pah, Wesen mit so wenig Muskeln haben meist die dicksten Kanonen,
Op Und zweitens zahlt Wteish nur, wenn es keine Toten gab. Und wir müssen liefern. Sonst hängt Wteish unsere Häute zum Trocknen aus. Also halte Dich an den Plan, spiele den Dankbaren und es wird funktionieren.
Tr: So wie beim letzten Mal, was? Deshalb sind wir ja in dieser Situation.
Op: Tocnepil zählt nicht. Außerdem hatte ich geschlafen. Und jetzt halte die Schnauze, da kommt jemand.

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  Satellit Kepler entdeckt erdähnlichen Planeten !
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - May-Fri-2019, 10:48 AM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

http://www.thespaceacademy.org/2018/04/a...NU6V6Tgrct

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  Hinterhalt Log 3 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - May-Thu-2019, 09:48 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

Sokar, Mort, Vandenberg, Counselor Janice, Nalae und Dr. Val'Kara warteten im Transporterraum gespannt auf die Neuankömmlinge.

Die beiden Ärztinnen hielten sich bereit, die Verletzen zu versorgen, so gut es ihnen möglich war – da sie noch nicht wussten, welche medizinische Versorgung die fremde Spezies benötigen würde...

Auf der Transporterplattform materialisierten zehn Gestalten.
Die Wesen sahen, wenig überraschend, recht fremdartig aus – sie hatten Schuppen statt Haut und schienen eine Art von Reptiloiden zu sein. Ihre Schuppen schienen jedoch dunkel und recht groß, während ihre Gesichter weniger menschlich wirkten als das von Mort Caldred.
In ihren echsenartigen Antlitzen saßen große, mandelförmige Augen, deren Farben von Rot, Gelb, Orange über Grün, Türkis hin zu Weiß variierten.
Ihre Blicke wirkten durchdringend und die Absonderlichkeit ihrer Schädel machte es zusätzlich schwer, die so fremd anmutenden Mimiken zu lesen.

Dr. Val'Kara und Nalae scannten die Verletzten und ließen sie daraufhin direkt zur Krankenstation transportieren.

Auf der Krankenstation ordnete Nalae den Strahlenerkrankungen angepasste Therapien an.

Besonders gesprächig waren die neuen Gäste offenbar nicht – was allerdings wenig verwunderlich war anhand ihres Gesundheitszustandes.

„Geulden Sie sich etwa vierundzwanzig Stunden, dann können Sie sich mit unseren Neuankömmlingen unterhalten“, meldete Nalae an Sokar.

Doch Nalae sollte recht bald herausfinden, dass sich diese Kommunikation als schwierig gestaltete. Diese seltsame Spezies kommunizierte mit reptilienähnlichen Lauten.
So konnte man vielmehr ein Zischen und Klicken vernehmen denn menschliche Sprachmuster und es ergab sich, dass der Translator kläglich daran scheiterte, das Muster der Sprache zu erkennen und in sinnvolle Übersetzungen zu transferieren.

Nalae lauschte interessiert den angeregten Gesprächen der schnell gesundenden Echsenwesen während ihrer Arbeit auf der Krankenstation und musste mit Erstaunen feststellen, dass sie lange keiner Unterredung mehr gelauscht hatte, die sie nicht verstand.
War doch der Universaltranslator befähigt, auch recht komplexe Sprachen sinnvoll zu übersetzen...doch nicht in diesem Fall.

Sie dachte daran, dass man einen Konsens in der Kommunikation finden müsse, eine Basis, damit die fremden Besucher der Crew der Picard mitteilen konnten, wohin sie gebracht werden wollten.

Nalae stellte mit Erstaunen fest, wie außergewöhnlich gut die Regenerationskräft dieser Wesen waren. In ihrem Bericht vermerkte sie folgendes:

„Die Zellen der uns bislang unbekannten Wesen regenerieren sich in der etwa fünffachen Geschwindigkeit der Zellen der meisten uns bekannten humanoiden Lebensformen. Dies legt nahe, dass ihre physiologische Resilienz der unsrigen weitaus überlegen ist. Es bleibt zu hoffen, dass diese Leute friedlicher Natur sind, ansonsten könnte es sich als problematisch erweisen, sie auf unserem Schiff zu beherbergen. Aufgrund einer möglichen Überlegenheit hinsichtlich ihrer physiologischen Widerstandsfähigkeit gegenüber Krafteinwirkung, Strahlenschäden und anderen zellschädigenden Mechanismen ist anzunehmen, dass sie möglicherweise ebenfalls über eine höhere Muskelkraft verfügen als die meisten Mitglieder unserer Besatzung. So wäre es ihnen selbst in der geringen Zahl von zehn Mann möglich, einen nicht unerheblichen Schaden auf der Picard anzurichten. Es ist anzunehmen, dass die physikalischen Verhältnisse ihres Heimatplaneten sich stark von denen der Heimatplaneten der meisten unserer Besatzungsmitglieder unterscheiden.
Dies würde ihre physiologische Beschaffenheit erklären.
Ich verbleibe gespannt auf das weitere, was wir über unsere Gäste herausfinden können.“

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