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  Hinterhalt Log 15 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Jun-Wed-2019, 09:27 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard | Jeffreys-Röhren


Der Weg durch die Tunnel erschien endlos lang, besonders mit diesem plötzlich irgendwie gruselig erscheinenden Vandenberg, dessen mordlüsterner Blick Nalae nicht aus dem Kopf ging.

„Wenn irgendwelche Reptos auf dem Weg zur Brücke sind, müssen wir ihnen definitiv zuvorkommen“, sagte die Ärztin.

„Wir müssen einen Weg finden, die Lage auf der Brücke vorher zu bestimmen, denn unsere Phaser funktionieren noch immer nicht“, warf Mort ein.

„Wenn wir da einfach auftauchen machen die mit uns kurzen Prozess.“

„Mein Tricorder funktioniert noch ganz hervorragend“, sagte Nalae mit einem Zwinkern.

„Meine Knie lösen sich langsam auf! Wissen Sie, wo ich gerade gerne wäre?
In meinem Quartier. Vor dem Fernseher. Mit einer schönen, großen Tüte Lays Paprika Scharf und einem Glas – He. Was soll das jetzt?!“

Die mechanisierte Luke vor ihnen verweigerte den Durchlass.

Nalae drückte hastig auf dem Eingabefeld neben der Durchgangsluke herum, doch das gab nur widerwillige Laute von sich.
Die anderen Luken hatten sich doch problemlos geöffnet?

„Verdammt“, zischte Mort.
„Haben die Echsen etwa Lunte gerochen?“

Er versuchte in seiner Wut, die Luke mit einem gewaltigen Tritt zu durchbrechen, was natürlich nur in einem gewaltigen Krachen endete.

Nalae schaute auf den Plan am Wandterminal.

„Wir sind nicht weit von der Brücke entfernt, 300 Meter vielleicht.
Howy und Mahan sind auf dem Weg zum Maschinenraum, demnach wäre es möglich, dass sie ebenfalls feststecken und die restlichen Piraten die Brücke vor uns erreicht haben. Wenn dem so ist, sind wir definitiv am Arsch.“

„Wenn ich hier raus bin, gibt es Echsen-Ragout!!“, brüllte Vandenberg mit hochrotem Kopf.

Nalae wusste, wenn Vandenbergs Wut-Ader an der Stirn sichtbar wurde, wurde es ungemütlich.

„Hätten Sie mich bloß nicht daran gehindert, den ganzen Haufen zu Gefriergemüse zu verarbeiten, Sie...Sie...!“

„Also jetzt beruhigen Sie sich mal, Mr. Vandenberg!“, rief Nalae beschwichtigend und erinnerte sich daran, dass sie es aufgrund ihrer romulanischen Physiologie durchaus mit ihm aufnehmen könnte im Notfall – doch was war mit dem XO nur los? Irgendetwas stimmte nicht.
Sie nahm den Tricorder zur Hand, doch das Gerät konnte nichts Ungewöhnliches feststellen.

„Was soll diese Scannerei denn jetzt bringen?!“, fragte Vandenberg.

„Mir reicht es auch! Wenn wir hier jemals rauskommen garantiere ich für nichts“, knurrte Mort.

„Meine Herren, ich muss Sie höflich aber bestimmt zur Ruhe bitten“, sagte Nalae.
Es war ja eher ungewöhnlich, dass sie nicht diejenige war, die an die Decke ging, sondern ihre Kollegen.
Eine wirklich vertrackte Situation.

Der Bolianer schien zumindest nicht von dieser seltsamen Gereiztheit betroffen zu sein, denn er schaute nur ratlos in die Runde.

Nalae scannte die Luke mit dem Tricorder um festzustellen, was die Ursache des Defektes sein könnte – als diese unverhofft aufsprang.

„Das Glück ist auf unserer Seite!“, jubelte die Rihanha.

„Ist es möglich, dass Howy und Mahan es zum Maschinenraum geschafft haben?!“

„Irrelevant. Ich hoffe nur, dass Sie alle Hunger mitgebracht haben, denn gleich gibt es Reptilien-Barbecue“, sagte Vandenberg, jetzt recht ruhig.

„Viele Möglichkeiten...“

Nalae warf ihm lediglich einen unsicheren Blick über die Schulter zu, während sie ihren Weg fortsetzten.


Nach gut fünfzehn weiteren nervenraubenden Minuten hatten sie es endlich geschafft:
Diese Luke vor ihnen würde den Zugang zur Brücke ermöglichen!

Nalae aktivierte ihren Tricorder.

„Nur menschliche, romulanische und ein tellaritisches Lebenszeichen“, stellte sie erleichtert fest.

„Die Brückencrew ist also noch am Leben.“

„Na dann los!“, drängte Mort.

„Wir müssen damit rechnen, dass uns diese Brut auf der Brücke überrascht“, wandte Vandenberg ein.

„Und wir haben lediglich Ihre romulanische Klinge. Das könnte etwas schwierig werden, auch wenn Mr. Caldred damit sicherlich ein wenig Echsen-Aufschnitt herstellen könnte.“

„Das Risiko müssen wir eingehen, wir müssen unbedingt die Brücke halten!“, sagte Mort.

„Oder wollen Sie sich feige in der Jeffreys-Röhre verkriechen, Mr. Vandenberg?“

„Wir gehen jetzt!“, rief Nalae dazwischen um den aufkommenden Konflikt im Keim zu ersticken. „Und bei nächster Gelegenheit kommen Sie mal in meiner Krankenstation vorbei.

Man konnte sagen, dass die Freude der Brückenbesatzung groß war als sie sahen, wie Vandenberg, Nalae, ihr Assistent und Mort durch den Schacht in die Brücke kletterten.

„Ich hoffe, Mahan und Howy sind tatsächlich durchgekommen“, sagte Nalae.

Nur die beiden können die Subsysteme vom Maschinenraum her wieder herstellen. Das wird allerdings auch einige Zeit kosten.“

„Wenn ein Teil der Echsen auf dem Weg hierher ist und die anderen zum Maschinenraum, dann haben sie kaum eine Chance. Es sind nur noch fünf übrig, der Rest sitzt ja nach Ihrer Aktion auf der Krankenstation fest“, bemerkte die Navigatorin.
„Die machen wir fertig! Im Maschinenraum sind sicherlich auch noch ein paar Mann.“

„Allerdings sind sie bewaffnet, wir nicht...bis auf...Dr. D'Varos Buttermesser“, bemerkte Vandenberg.

„Bitte?! Was sagten Sie da gerade, Sie Milchgericht? Das ist eine Ehrenklinge! Mindestens 10 Generationen alt! Mein Ur-ur-ur-ur-Großvater würde Ihnen dafür die Ohren lang ziehen, Sie ungehobelter-“

„Ich würde sagen, Dr. D'Varo ist wieder in ihrem Normalzustand angelangt“, bemerkte Mort trocken.

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  Hinterhalt Log 14 XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jun-Sat-2019, 04:40 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Jeffries-Röhre 12/22
 
Fesseln waren etwas, was Vandenberg absolut nicht ausstehen konnte. Und deswegen nagte seine kurze Gefangenschaft an ihm. Ein Gefühl stieg in Vandenberg auf, welches er schon lange nicht mehr wahrgenommen hatte: Eiskalte Wut gepaart mit Rachegelüsten. Keine gute Kombination.
Die Gruppe war an einem der zentralen Verteilerpunkte der Jeffries-Röhre angekommen. Mort setzte sich auf ein Filtergehäuse und gab ein Knurren von sich.
 
Mo: Wenn ich diesen Ophrat in die Finger kriege.

Nalae schüttelte den Kopf.

Na: Nur die Ruhe. Hier muss man mit kühlem Kopf ran gehen.
 
Vandenberg hatte sich vor einen Schrank gestellt und diesen geöffnet. Einige akkurat verlegte Rohre und Ventile waren zu sehen. Vandenbergs Gesichtsausdruck hatte etwas Diabolisches angenommen.
 
Va: Der Hauptverteiler für die Cryo-Systeme des Schiffes. Es wäre nicht schwer, gewisse Bereiche des Schiffes bis auf minus 180 Grad herunter zu kühlen. Unsere Gäste würden bestens konserviert werden.
Na: Das wäre aber glatter Mord.
 
Mort grunzte.
 
Mo: Na und? Diese Herrschaften sind auch nicht gerade zimperlich mit uns umgegangen.
Va: Richtig Mr. Caldred, vollkommen richtig.
 
Vandenbergs Finger flogen über das Eingabe-Display des Verteilers.

Va: So, die Flutung ist vorbereitet.
 Na: Mr. Vandenberg, Sie können doch nicht…
Va: Ich kann!
 
Vandebergs Hände legten sich auf den Ventil-Hauptschalter.
 
Va: Reptilien on the rocks!
 
Nalae glaubte, so etwas wir Mordlust in Vandenbergs Augen zu sehen.
 
Na: Ich kann Sie ja verstehen. Aber wir sollten uns so verhalten, wie es sich für Sternenflottenoffiziere gehört. Selbst wenn der Gegner sich nicht nach unseren moralischen Vorstellungen richtet.
Va: Normalerweise wäre das richtig. Aber in diesem Falle will man uns direkt ans Leder. Und das werde ich NICHT zu lassen.
Mit einem leisen Klicken ging das Hauptventil in Öffnungsbereitschaft. Vandenbergs Hand lag bereits auf dem Entsicherungshebel der Schnellöffnung.
Na: Vandenberg, wenn Sie das tun, sind Sie nicht besser als diese Piraten. Und wenn wir es zu lassen, dass Sie es tun, sind wir es genauso wenig!
 
Vandenbergs Finger lag auf dem Knopf der Entsicherung.  30 Sekunden lang war nur der leise Alarmton  der Entriegelung zu hören. Dann sank die Hand des XO langsam nach unten.

Mo: Aber…
Va: Nein, Mr. Caldred. Doktor D´Varo hat recht. Es wäre unpassend.
Nalae atmete hörbar auf.
Na: Lassen Sie uns zur Brücke gehen.
 
Nalae kroch weiter durch den Tunnel, während Mort verwirrt auf Vandenberg blickte. Dann vernahm er Vandenbergs leises Murmeln.
 
Va: Nein, es wäre unpassend. Zu schnell. Zu gnädig. Aber…
 
Selbst dem abgehärteten Mort lief bei Vandenbergs Gesichtsausdruck und Tonfall ein Schauer den Rücken hinunter.
 
Va: Da gibt es viele Möglichkeiten.

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  Hinterhalt Log 13 - Sokar / Mort
Geschrieben von: Sokar - Jun-Fri-2019, 12:44 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: Hab mir gedacht, warum soll es eigentlich keine solche Notfallkits und Erste-Hilfe-Kits geben, wie auf Flughäfen z.B. oder eben in öffentlichen Gebäuden...

RPG:

*** Im Shuttlehangar / Während der Ereignisse in der KS ***

Vorsichtig spähte Randy Marlow um die linke Ecke des Hangartores, Sokar um die rechte. Sie waren so gewöhnt, dass ihnen sensible Sensorik zur Verfügung stand, dass sie sich jetzt fast blind vorkamen, wenn sie sich nur auf die Sinne ihres Körpers verlassen mussten. Aber es war nichts zu sehen und zu hören, so sehr sich der Vulkanier auch konzentrierte. Kein verdächtiger Schatten zwischen den Shuttles und fahrbaren Wartungskonsolen, kein Atem- oder sonstiges Geräusch. Natürlich gab es Tarnsysteme, natürlicher und technischer Art. Aber hätten die Fremden über soetwas verfügt, wären sie von Anfang an genutzt worden und sie hätten nicht erst versucht, sich als dankbare Gäste einzuschmeicheln, schlußfolgerte Sokar logisch. Demnach bestand eine 95,8prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Hangar tatsächlich leer war und ihr Weg frei.

Sokar machte Marlow ein Zeichen sich links herum zu prischen, während er sich rechter Hand an den Plasmaleitsystemen auf den Weg zum nächstgelegenen Shuttle machte. Bald hatten sie das mittelgroße Fluggerät erreicht. Marlow rollte sich filmreif wie ein MACO unter vollem Beschuss über den Boden, rutschte unter die Luke und angelte mit dem Arm nach oben, um sie zu öffnen. Er schlüpfte hinein und Sokar folgte ihm mit raschen Schritten.

"Welchen Zweck hatte diese sportliche Einlage eben, Mr. Marlow?"

"Naja, ich muss meine Grundausbildung ja mal irgendwo zum Einsatz bringen." Marlow, der sich plötzlich etwas dumm vorkam, nahm neben dem Captain Platz und suchte seine Verlegenheit durch hastige Aktivität zu kompensieren. "Computersysteme des Shuttles sind nicht kompromittiert," stellte er erleichtert fest.

Sokar verriegelte die Luke und aktivierte die Sensoren des Shuttles. Zehn Reptiloiden waren an Bord der Picard gebracht worden. Jetzt konnten die Biosensoren noch fünf von ihnen in der Krankenstation ausmachen, drei waren im Maschinenraum und zwei auf dem Weg zur Brücke. Wenn es ihnen gelang, die Lebenserhaltung zu übernehmen... Er scannte nach den Kommunikatoren von Vandenberg, Caldred, Tr'Kovath, Howy und der Geisel. Das Ultimatum würde in 4 Minuten ablaufen. Die Angaben des Computers ließen ihn überrascht die Augenbrauen heben.

"Sir? Üble Nachrichten?"

"Keineswegs. Wie auch immer es gelungen sein mag, die bolianische Geisel ist offenbar frei und derzeit mit Mr. Vandenberg, Mr. Caldred und Dr. D'Varo unterwegs. Es scheint, dass sie Richtung Brücke unterwegs sind. Mr. Tr'Kovath und Mr. Edzardus sind auf dem Weg in den Maschinenraum."

"Dann laufen sie in eine Falle!"

"Nicht unbedingt. Können Sie die Funksysteme des Shuttles an die schiffsweiten Lautsprecher koppeln?"

Marlows Hände flogen über seine Konsole. "Sie haben die Komkanäle geblockt, aber die unteren Frequenzen ausser Acht gelassen.... wenn ich die Trägerwelle ummoduliere und den Subraumamplifier isoliere, dann... - wahrscheinlich werden Sie etwas seltsam klingen, Sir."

"Das ist gleichgültig, solange ich zu verstehen bin. Machen Sie sich an die Arbeit. Ich versuche,  Zugriff auf die Sperrfelder zu erhalten.... Hm.... Interessant. Die Krankenstation ist verriegelt. Dr. D'Varo scheint einen romulanischen Code benutzt zu haben, den die Reptiloiden nicht angehen können. Zumindest im Moment müssen wir uns um die dort sitzenden Gegner wohl keine Gedanken machen."

"Ich hab es, sollte funktionieren," verkündete Marlow und wies auf die Kom-Taste auf der Pilotenkonsole im Cockpit. "Bereit?"

Sokar nickte und aktivierte die Verbindung. "Crew der Picard, hier spricht Captain Sokar. Piraten versuchen, unser Schiff zu übernehmen. Es handelt sich um die gestern geborgenen Reptiloiden. Vermutlich fünf Individuen sind noch auf freiem Fuß, Richtung Maschinenraum und Brücke. Bleiben Sie in ihren Quartieren beziehungsweise an ihren Stationen und halten Sie das Notfall-Sauerstoffversorgungskit bereit."


*** Auf dem Weg zur Brücke ***

Dr. D'Varo hatte ein der in regelmäßigen Abständen in den Gängen angebrachten "Erste-Hilfe-Köfferchen" aus seiner Verankerung gerissen und durchwühlte den Inhalt nach einem brauchbaren Mittel, um die befreiten Geiseln von der rosa Drogenwolke wieder auf den harten Boden der Tatsachen herunter zu bringen. Sie fand eine Hypospraykapsel gegen allergische Schocks und Vergiftungen und entschied, dass es die beste Option war.

Als erstes verabreichte sie ihrem bolianischen Sanitäter das Mittel, dann Vandenberg und schließlich Mort, der sich zischend und knurrend zu wehren versuchte. Es war keine Zeit geblieben, das Mittel auf die Physiognomien der drei Spezies abzustimmen, aber sie hoffte einfach, dass die Elemente ihr gewogen sein mochten.
Plötzlich drang ein tiefes Brummen aus den Schiffslautsprechern, und dann eine Stimme, die vertraut, und doch irgendwie verfremdet klang: + ... spricht Captain Sokar...+

"Bahhh was ist das für ein Lärm?!" Mort Caldred presste die Hände gegen den Schädel und seine Schwanzspitze mit den Giftstacheln zuckte nervös.

"Ruhe!" D'Varo hielt ihrem Sani, der gerade wieder eine Melodie summte, kurzerhand den Mund zu.

+...auf freiem Fuß, Richtung Maschinenraum und Brücke .... Halten Sie das Notfall-Sauerstoffversorgungskit bereit...+

Mort wurde langsam wieder er selbst. "Dieses heimtückische Völkchen... ist auf dem Weg... zur Brücke?" Er fluchte unübersetzbar in seiner Muttersprache. "Die sollen mal-- Dr. D'Varo, was haben Sie uns verpasst, bei allen Göttern und Dämonen der Galaxis?"

"Nur etwas Pflanzenextrakt. Tut mir leid, war aber die einzige Möglichkeit, Sie Helden heil raus zu bekommen."

"Das muss ich mal näher prüfen," brummte Vandenberg und massierte sich ebenfalls die Schläfen. "...was Sie da so anbauen..."

"Traditionelle Heilpflanzen."

Mort machte sich an seinem Phaser zu schaffen, stellte aber fest, dass das Dämpfungsfeld immer noch aktiv war und der Rest seiner antiken Waffensammlung in seinem Quartier. Nun gut - er war wutgeladen genug, um es mit dem Gegner auch so aufzunehmen! Von denen würde keiner seinen Fuß auf die Brücke setzen! Er bewegte sich vorwärts und kollidierte mit einem knisternden Energiefeld. Das Problem war also noch nicht gelöst.

"In die Jeffriesröhren!" hörte er den XO befehlen.

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  Evolution des Spiegel-Universums !
Geschrieben von: Sareth - Jun-Sun-2019, 07:18 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Spannendes Essay über die Entwicklungen der Spiegel-Folgen in den entsprechenden Serien:

https://intl.startrek.com/news/evolution...r-universe

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  Zwischenlog 14 Anselmus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jun-Fri-2019, 07:18 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

==========  Irgendwo auf Stratarura  ==========
 
Anselmus fluchte ziemlich gegen alle frommen Regeln, so daß sogar Herodes, der zu seinen Füßen lag, die Ohren spitzte.
Er wußte, daß sein Herr ziemlich schlechter Laune war, aber er wußte ebenso gut, daß dieser das nie an ihm auslassen würde.
Zwischen diesen Beiden herrschte ein absolutes Vertrauensverhältnis, wozu man weder Befehle oder gar Strafen benötigte.
Allerdings hatte er nichts dagegen, ab und zu auch mal gelobt oder intensiv gekrault zu werden.
Er legte die lange Schnauze auf seine Vorderpfoten und schlief, was ihn aber nicht daran hinderte, immer aufmerksam auf Alles zu lauschen, was sich in ihrer Umgebung abspielte, denn auch er wußte, daß man Nichts und Niemandem trauen durfte.
Deshalb fraß er auch nur Dinge, die er sich selber erjagt oder von Anselmus bekommen hatte, egal, wie hungrig er war, und das kam, besonders in den letzten Wochen ziemlich häufig vor.
 
„Wie ist es bloß möglich, daß man, wo immer man anlandet, auf einen noch trostloseren Planeten trifft, als von dem man kam?“ sinnierte unser Mönchlein.
Gab es denn nirgends mehr einen dieser dämlichen Kugeln, auf denen das Wetter gut, die Menschen freundlich und reichlich leckeres Essen vorhanden war? Offensichtlich nicht, denn Stratarura war noch um Einiges grottiger als der Vorgänger, und das durfte schon was heißen.
 
Es regnete hier zwar nicht, dafür war es heiß und derart trocken, daß der Boden irgendwie nur aus Staub bestand, der so fein war, daß er durch alle Poren drang.
Egal, wo man Schutz suchte, er war da und überzog alles mit einer dicken knirschenden Schicht, was besonders unangenehm zwischen den Zähnen war.
 
Direkt nach der Landung des Frachters war er zum ‚Terminal‘ dieses gottverlassenen Fleckens marschiert, um sich nach der ‚Clover 13‘ zu erkundigen, nur um zu erfahren, daß diese zwar kurz gelandet war, um Treibstoff und Proviant zu laden, dann aber weitergeflogen war.
 
„Wohin?“ fragte Anselmus.
 
„Woher soll ich das wissen?“
 
„Die Vorschriften sagen, daß die Schiffe immer ihren neuen Zielort angeben müssen, wenn ich mich nicht irre?“
 
„Und? Wer, bitte, soll das kontrollieren?
Solange die genügend viel Bares rüberwachsen lassen, fragt Niemand nach dem ‚Woher‘ und ‚Wohin‘.“
 
„Woher interessiert mich nicht. Das weiß ich, aber das Wohin möchte ich wissen.“
 
Der Clerk zuckte die Acheln.
 
„Hat denn jemand das Schiff verlassen? Wenn ja, müßte er hier durchgekommen sein? Vielleicht so ein ziemlich großer Kerl mit sehr hellen Haaren?“
 
„Da kann ich dir eine ganz sichere Antwort geben: Nein!“
 
Anselmus wußte, daß er hier nichts Wissenswertes erfahren würde. Der Kerl war viel zu unterbelichtet, um überhaupt Irgendetwas mitzubekommen, aber vielleicht saß er ja gerade deswegen auf diesem Posten?
Er hatte ein echtes Problem, denn er saß hier und hatte keinen Schimmer, wohin Rabenstein auf und davon war.
Aber da er ja ein Gefangener war, hätte man ihn wohl  kaum gefragt, wo er denn hinwollte.
Aber der Mönch konnte nicht ewig hier sitzen bleiben und mußte unbedingt herausbekommen, wohin die Clover 13 unterwegs war.
 
Er verließ das Gebäude und wanderte langsam in Richtung dessen, was sich die Hauptstadt schimpfte und auf den Namen ‚Andalusia‘ hörte.
Irgendwie hatten die früheren Kolonisten auch der letzten Hölle immer paradiesische Namen gegeben.
 
Gleich zu Beginn des Kaffs lag ein Laden, oder besser eine Bude, die kurz vor dem Zusammenbruch stand, aber in der man offenbar was kaufen konnte, das dem Lebenserhalt diente.
Anselmus signalisierte Herodes, draußen vor der Tür zu bleiben, und betrat den Laden, der sich ‚The First Supermarket‘ nannte.
Auch drinnen sah man zunächst nur Staub, unter dem sich ein paar Regale abzeichneten, auf denen Irgendetwas lag.
Was, konnte man erst feststellen, wenn man die Staubschicht entfernt hatte.
 
Unser Mönch räusperte sich: „Haben Sie hier irgendwo etwas Trink- und Eßbares?“
 
Ein dürres Männchen grinste schief: „Bin ich allwissend? Bin ich dein Diener? Such doch selbst!“
 
„Du solltest dich mal einer etwas größeren Höflichkeit einem Gottesmann und Kunden gegenüber befleißigen, sonst landest du in der Hölle.“
 
„Schlimmer als diese hier kann die auch nicht sein. Aber dahinten ist ein Stapel mit Wasserkanistern.“
 
„Hast du auch was Ordentliches zu Trinken?“
 
„Fusel? Klar. Aber wir haben hier nur eine Sorte. Diese.“ Er stellte eine Flasche auf die Theke vor sich.
„Selbst gebrannt.“
 
„Soll mich das beruhigen?“ Anselmus hob die Flasche hoch und pustete das Etikett frei: „Feuer des Elias“ stand da zu lesen.
„Immerhin zeigst du eine gewisse Bibelfestigkeit, mein Sohn. Ich nehme davon zwei Pullen.“
 
„Die Bibel war das einzige Buch, was meine Großmutter besaß. Und sie las mir dauernd daraus vor.“
 
„Eine gottesfürchtige Frau. Gott hab sie selig. Ich hoffe, du hast den Inhalt der Bibel nicht nur für die Benennung deines Schnapses genutzt, sondern auch zu deiner inneren Stärkung.“
 
Er ging in die Ecke, wo das Wasser stand und nahm sich zwei 5-Liter-Kanister. Er überprüfte die Versiegelung und tauschte eine wieder um, denn der Verschluß war gebrochen, und er hatte alles Mögliche vor, nur nicht, sich im besten Fall einen Scheißer einzuhandeln oder gar Schlimmeres.
 
Er fand noch ein Regal, in dem allerlei Konserven lagen, darunter Corned Beef, das wohl auch Herodes schmecken würde.
Davon packte er 10 Konserven zusammen.
Dann noch ein paar Bohnen, die man mit dem Fleisch kochen konnte.
 
„Hast du eine Ahnung, wo man als Mann der Kirche sein müdes Haupt zur Ruhe legen könnte? Vielleicht muß ich ein paar Tage hier bleiben.“
 
„Es gibt draußen vor der Stadt ein Kloster. Das nennt sich „Abtei der Heiligen Jungfrau Maria von Emmandu“.
Da soll mal einem Kind diese Jungfrau erschienen sein und durch ihn den Auftrag zur Gründung des Klosters gegeben haben.“
 
Der Mann ging an die Tür und zeigte in eine Richtung, wo es nur Staub zu sehen gab.
 
„Da. Du mußt etwa eine halbe Stunde laufen.“
 
Anselmus klaubte die nötigen Kredits aus seiner Kutte und verließ den ‚Supermarkt‘.
Herodes erhob sich und blickte neugierig sein Herrchen an.
 
„Ja, ich habe was, keine Sorge. Ich hoffe, daß das Zeug dir und mir schmeckt. Aber wir Beide wissen ja: Der Hunger treibt’s rein. Und wir haben Hunger.“
 
Sie suchten sich ein halbwegs geschütztes Plätzchen und Anselmus holte eine der Konserven aus dem Beutel.
Dann griff er zu einem schweren Messer, das er in seiner Kutte an einem Strick hängen hatte, und rammte die Klinge in das Metall der Dose und öffnete diese.
 
Dann polkte er den Fleischbrocken aus dem Behälter und legte ihn vor Herodes, der heftig mit dem Schwanz wedelte.
 
Er besaß zwar einen Topf, aber mangels Holzes oder anderem Brennmaterial mußte eine warme Mahlzeit ausfallen, was Herodes aber egal war. Der Inhalt einer ganzen Dose verschwand mit dem ersten Biß. Eine zweite und dritte Dose folgte.
Erst dann konnte sich Anselmus selber versorgen.
 
Danach schüttete er Wasser in den Topf, das Herodes gierig trank.
Es war zwar genauso heiß wie die Luft, aber war wenigstens flüssig.
Danach nahm Anselmus noch einen langen Zug aus der Schnapspulle. Er hustete, denn das Zeug war ziemlich heftig, aber auch das war besser als nichts.
 
„Wir müssen los.“
Herodes rieb seinen Schädel gegen Anselmus Beine und trabte los, nachdem sein Herrchen ihm die grobe Richtung gezeigt hatte.
 
Die angebliche halbe Stunde dehnte sich auf immerhin fast zweieinhalb Stunden aus, wobei der Mönch schon glaubte, sie hätten sich im Staub verlaufen, aber die feinen Sinne des Hundes hatten gespürt, daß es da draußen eine Ansiedlung gab und hatte seinen Herrn zielsicher dorthin geführt.
 
 
==========  In der Abtei der Heiligen Jungfrau Maria von Emmandu  ==========
 
Aus dem Staub tauchten die Umrisse eines größeren Gebäudes auf, zu dem auch ein Turm gehörte, den man mit etwas Fantasie einen Glockenturm nennen konnte.
Ein großes Kreuz zierte seine Spitze.
 
„Ein Platz des Glaubens in dieser Einöde. Man soll es kaum glauben.
Gleich werden wir uns in den Schatten setzen und uns ein wenig ausruhen.“
Er tätschelte den riesigen Kopf des Hundes.
 
Das Eingangstor war schnell gefunden.
Es gab ein kleines Fenster und darunter einen schweren Klopfer, der auch einen Höllenlärm verursachte, als Anselmus ihn gegen die Tür fallen ließ.
Er wiederholte das noch ein paarmal.
 
Trotzdem dauerte es mindestens 15 Minuten, bevor sich das Fensterchen öffnete und ein Gesicht mit einer Hakennase herauslugte.
 
„Was willst du?“
 
„Gelobt sei Jesus Christus, Bruder, ich bin ein Diener unseres Herrn Jesus, wie du an meiner Kutte erkennen kannst.
Ich bin hier gestrandet und brauche eine Unterkunft für mich und meinen Hund.“
 
„Das kann jeder behaupten.
Wie heißt unser derzeitiges Kirchenoberhaupt oder Großinquisitor?“
 
„Richard von ….. Äh, soweit ich informiert bin, haben wir derzeit keinen, da unser aller gepriesener Constantinus in die Gefilde der Sterblichen befördert wurde. Vielleicht La Salle?“
 
„Ich sehe, du bist wenigstens ein wenig informiert. Ich werde jetzt dem Abt über dich berichten, der dann deinen Einlaß erlauben wird. Oder auch nicht.
Du mußt verstehen, Bruder, daß man in diesen Zeiten gar nicht vorsichtig genug sein kann.“
 
„Aber beeil dich. Es ist verdammt heiß hier draußen.“
 
Die Klappe schloß sich und wieder mußten die Beiden verdammt lange warten, bis sich ein Schlüssel knarrend im Schloß drehte und das Tor quietschend geöffnet wurde.
 
Die Adlernase war es wieder: „Ich bin Bruder Theodosius. Folge mir!“
 
Im Halbdunkel des Ganges war es wenigstens etwas kühler, als in der prallen Sonne draußen.
Sie betraten den Kreuzgang, oder das, was sein Führer so bezeichnete.
 
„Abt Aloysius ist im Garten. Der Hund darf da nicht mit.“
 
Anselmus signalisierte Herodes, er müsse hier bleiben, was dieser gerne tat, weil es im Gang deutlich kühler als draußen war, und selbst der Staub schien hier weniger zu sein.
Trotzdem beobachtete er seinen Herrn, soweit es ging.
 
Man mochte es kaum glauben, aber der Abt, ein älterer Mann, saß unter einem Rosenbusch, der sogar ein paar spärliche Blüten zeigte, sonst aber mit Staub überzogen war.
 
Anselmus kniete nieder und grüßte den Mann ehrerbietig.
 
„Erhebe dich, mein Sohn. Was führt dich zu uns in die Einsamkeit?“
 
Anselmus erzählte eine kurze aber wohl glaubhafte Geschichte, daß er auf der Suche nach einem Außenposten der Inquisition sei, um zu erfahren, ob das Konklave denn nun schon einen neuen Großinquisitor gewählt habe.
Er wolle sich voll in den Dienst dieses Herren stellen (war ja auch gar nicht mal gelogen, wofür er sich selber lobte) und ihm mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen zu Diensten sein.
 
„Ein löbliches Vorhaben, mein Sohn, aber soweit ich weiß, wurde La Salle gewählt.“
 
„Dieses unlautere, betrügerische Arschloch und Gernegroß.“ dachte unser Mönchlein wenig fromm.
„Laut sagte er: „Ja, der große La Salle. Ein starker Mann und Retter der Kirche.
Ich möchte ihm dienen, weshalb ich zu ihm will. Ich weiß nur nicht, wo es hier in der Nähe einen Außenposten der Inquisition gibt?“
 
In diesem Augenblick begann ein dünnes Glöckchen zum Gebet zu rufen.
 
„Darüber sprechen wir später. Gleich haben wir das 3. Brevier, die Terz, und wie du weißt, müssen wir diese Stundengebete einhalten.
Bruder, wie wäre es, wenn du dieses leiten würdest?“
 
Anselmus hätte fast einen Schluckauf bekommen:
„Vater, es ist viele Jahre her, daß ich selber dieses durchgeführt habe. Meist war ich alleine auf Mission in den entfernten Winkeln dieser Galaxis, so daß ich meine Gebete fast immer alleine durchführen mußte.“
 
„Das macht nichts, mein Sohn. Der Herr wird dich leiten und dir die Kraft geben. Und wir haben mal etwas Abwechslung in dieser Einöde, in die uns unsere Heilige Jungfrau Maria hinbeordert hat. Komm!“
 
Langsam trottete Anselmus hinter dem Abt her, krampfhaft darüber nachdenkend, wie er das machen sollte. Er erinnerte sich nur sehr dunkel an den Ablauf der Texte der Stundengebete, denn er hatte kaum oder gar nicht an einem tatsächlichen klösterlichen Leben teilgenommen.
Aber er war gut im improvisieren, und konnte ja immer, falls was nicht korrekt sein sollte, es darauf schieben, daß das bei seinem Kloster irgendwo im Gamma-Quadranten eben so gehandhabt wurde.
Außerdem wurden die Texte ja eigentlich abgelesen.
 
Insgesamt waren es 18 Mönche, die sich dem Abt und ihm anschlossen. Und dieser Truppe folgte Herodes, der sich durch die Kirchentür drückte und sich dort niederließ, weil es hier noch deutlich kühler als draußen im Kreuzgang war.
Außerdem hatte er es sehr ungern, wenn er seinen Herrn nicht im Blickwinkel hatte.
 
Der Abt stellte Anselmus kurz vor und überließ es dann ihm, das Brevier durchzuführen.
Gott sei Dank war es nur ein Kurzbrevier, welches unser Mönchlein recht gut hinter sich brachte.
 
Schon vor dem Gebet signalisierte ihm sein Magen, daß es Zeit wurde, etwas einzuwerfen, aber nach dem Gebet war es dann auch soweit, sich im Refektorium zu versammeln.
Allerdings war der Fraß, den man ihm in einer Holzschale mit einem Holzlöffel vorsetzte, keineswegs Appetit anregend. Irgendeine indefinierbare Pampe, bei der er besser nicht nachfragte, was da so die Ingredientien seien. Aber der Hunger treibt’s rein.
 
Nach dem Mal forderte der Abt ihn wieder auf, mit ihm in das zu kommen, was die den ‚Garten‘ nannten.
„Du möchtest also dem großen La Salle dienen?“
 
„Ja, Hochwürden. Aber ich weiß nicht, wo es hier in der Nähe Niederlassungen der Inquisition gibt?“
Insgeheim hoffte er, daß Rabenstein, wie auch immer er das anstellen könnte, zu so einer Institution gehen würde, um von dort aus seine Fäden zu spinnen.
Er schätzte ihn durchaus so ein, daß er zunächst den Speichellecker spielen oder wenigsten nach außen hin zugeben würde, daß der Bessere gesiegt habe.
Danach würde er dann weiter sehen.
Sollte er noch ein Gefangener sein, würden die ziemlich sicher versuchen, ihn gegen Lösegeld an die Inquisition zu verscherbeln, denn La Salle hatte ein größeres Kopfgeld auf ihn ausgesetzt.
 
„Nun, die nächste Niederlassung der Inquisition ist auf Epsilon Eridani 4.
Das ist etwa 2 Flugwochen von hier. Das ist nicht gerade die schönste Niederlassung, aber es gibt dort ein großes Inquisitionsarchiv. Und wie es gerade der Zufall will, werde ich übermorgen dort hinfliegen, weil ich einige Dokumente suchen muß, die unser Kloster hier betreffen, weil es Streitigkeiten über die Gründung und den Besitz gibt.
Leider sind uns die entsprechenden Urkunden bei einem Brand vor fünf Jahren verlorengegangen, aber ich weiß, daß es dort Duplikate gibt, die ich dringend benötige.
Wenn du möchtest, kannst du mich begleiten, mein Sohn. Du könntest die Zeit gut zu contemplativen Übungen nutzen.“
 
Anselmus wußte sich vor lauter Glück kaum zu fassen, behielt aber seine äußere Fassung: „Das wäre zu schön um wahr zu sein.“
Insgeheim versprach er, dem Herrn Jesus ein Opfer darzubringen, dafür, daß er ihm immer in letzter Sekunde hilfreich in die Seite trat.
 
[Bild: anselmus2.jpg]

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  Kulturelle Unterschiede Föderation -Romulaner
Geschrieben von: Sareth - Jun-Fri-2019, 01:32 PM - Forum: *** RPG-Hintergrund-Infos *** - Keine Antworten

Hatte das schon mal an anderer Stelle gepostet, aber eigentlich gehört es ja hier hin. Hatte mir vor einigen Monaten da mal Gedanken drüber gemacht.



Bei den Romulanern würden wir finden:

  • eine Art Staatskult um den Prätor wie früher um Stalin oder jetzt in China - nichts Religiöses wie im Alten Rom, obwohl es sicher Opfer zum Wohle des Prätors gibt.... aber so ein säkularer Kult mit riesigen Postern an jeder Ecke und dem Bild in jedem öffentlichen Gebäude etc.
  • romulanische Leitkultur, d. h. vorrangie Vermittlung von deren Werten und deren Geschichtsauffassung in Schule und Medien
  • Tradition spielt große Rolle
  • Unterordnung von Forschung und Wissenschaft und sozialem Leben unter die Staats- bzw. Volks-Idee vorrangig vor individueller Selbstverwirklichung
  • andererseits: Sorge des Staates für seine Bewohner, keine freie Marktwirtschaft (eher so wie in China heute)
  • überall Uniformen: Schuluniform, Beamten- und Personaluniformen... überhaupt nicht so viel Modevielfalt, da es ja keine Firmen gibt, die unbedingt mit Modetrends ihren Umsatz steigern müssen [Bild: s_072.gif]
  • andere Völker können die gleichen Rechte wie die Romulaner erhalten, müssen sich aber kulturell unterordnen
  • Monumentale Bauten

In der Föderation würden wir im wesentlichen das finden, was heute in den westlichen Ländern ist, außer den Entgleisungen mit Hunger und wirtschaftlicher Ausbeutung, weil das ja laut "Roddenberry-Kanon" von der Menschheit überwunden wurde. Gibt es noch Geld? In unserem RPG ja. In ST-First Contact laut Picard nicht mehr, da scheint so eine richtige echte kommunistische Gesellschaft zu herrschen, wo die Leute arbeiten, um sich selbst zu verbessern und der Gemeinschaft zu dienen. Bei DS 9 wird aber Geld bzw. Geldähnliche Systeme auch für die Föderation erwähnt...
Also...
  • Pluralismus: eine riesige Vielzahl an Kulturen, Subkulturen und Lebenseinstellungen, geeint von den Grundprinzipien / dem Grundgesetz der Föderation als kleinstem gemeinsamen Nenner
  • Individualismus
  • Staatsapparat, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung (zumindest theoretisch) getrennt
  • Traditionen eher folkloristisch, nicht mehr als zentrale Leitkultur, spielen "offziell" keine Rolle mehr

eher schlichte, funktionale Bauten, mit speziellen Merkmalen je nach Architekt / Kultur

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  Hinterhalt Log 12 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Jun-Fri-2019, 01:15 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (5)

USS Picard | In den Jeffreys-Röhren oberhalb der KS


Nalae hatte das sich ihr darbietende Schauspiel mit Frustration beobachtet.

Na großartige Guerillia-Aktion, dachte sie.
Und ich sitze hier immer noch fest!
Das ist ziemlich sinnlos.

Allerdings waren der Rianha auch in dieser misslichen Lage die Ideen nicht ausgegangen und so kroch sie auf allen Vieren in Richtung des Schachtausgangs in ihrem Arbeitszimmer. Dieses befand sich schließlich im hinteren Bereich der Krankenstation und wie es das Schicksal wollte, war dort keines von den Echsenwesen zu sehen.

Nalae öffnete die Luke und fragte sich, ob sie wohl diesen Sprung von drei Metern nach unten schaffen würde ohne dabei das Geräusch eines umkippenden Nilpferdes zu erzeugen.
Sie würde direkt hinter ihrem Schreibtisch landen. 

Die Ärztin tat einen beherzten Sprung.
Durch die verglaste Abgrenzung zu ihrem Arbeitszimmer konnte sie leider die Echsenwesen nicht sehen – der Behandlungsraum der Krankenstation befand sich um die Ecke.
Allerdings konnte sie sich auf ihr gutes Gehör verlassen.

„Hast du das gehört, Ophran?“

„Ich habe nichts gehört“, konnte Nalae die mit Ophran angesprochene Echse antworten hören.
Sie versteckte sich hinter ihrem Schreibtisch.

„Da war vermutlich nichts!“

Puuhh.
Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine Ausbildung als Ninja gemacht zu haben, dachte sie bei sich.

Die Rianha wusste, dass sie jetzt die entscheidende Idee benötigte – raus kam sie hier nicht mehr so einfach, erwischen lassen durfte sie sich nicht, die Geiseln mussten befreit werden: Eine Ablenkung musste her!
Ihre Kameraden hasteten durch das Schiff und suchten sich gegenseitig, sie war also nun vollkommen auf sich allein gestellt.
Aber wie nur sollte sie die Piraten ablenken ohne selbst dabei in Erscheinung zu treten, zumal sie den Computer nicht benutzen konnte?

Nalae verließ ihr sicheres Versteck und schlich zu einem kleinen Wandschrank, dessen Inhalt sie genau kannte.

Es tut mir im Herzen weh, aber die Notlage erfordert ihre Opfer!

Sie holte einen Plastikbeutel hervor der mit einer Menge rosafarbener Pflanzenteile gefüllt war, die einen so starken Geruch absonderten, dass Nalaes Pupillen sich bereits beim Öffnen des Beutels weiteten.

Meine absolute Anti-Stress-Spezial-Mischung, original aus der Heimat.

Als nächstes bediente sie sich eines anderen Schrankes um ein Gerät daraus hervorzunehmen. Es handelte sich um einen Zerstäuber für Chemikalien und Medikamente, der eigentlich dazu gedacht war, bei Lungenreizungen oder Allergien das großflächige Verteilen von Medikamenten zur Inhalation zu ermöglichen.
Allerdings war es relativ gleich, was man dort einfüllte, es musste lediglich flüssig oder gasförmig sein.

Doch das war kein Problem für Nalae, denn binnen weniger Sekunden konnte sie mittels einer kleinen Destille die ätherischen Öle des romulanischen Pflänzchens zu extrahieren. Die Ärztin legte wert darauf, dass sie in der Krankenstation nicht vollkommen vom Computer abhängig war – und so besaß sie einige Geräte, die zwar modern konzipiert waren, in ihrer Funktion jedoch ganz altertümlich; beispielsweise einen Destillierapparat oder einen Mörser. 

Nalae befüllte den Zerstäuber mit der doch recht ansehnlichen Menge des Ätherischen Öles und verzichtete darauf, es mit Wasser zu verdünnen.
Vorher verpasste sie sich mittels Hypospray einen Neutraliser, der jegliche Wirkungen auf ihre Neurotransmitter instant aufheben würde.

Na großartig, jetzt habe ich nicht einmal was davon. Aber irgendjemand hier muss ja bei Verstand bleiben!

Sie schlich den kleinen Flur hintunter und erblickte die Echsen, wie sie gelangweilt in dem Chaos hockten, das sie angerichtet hatten.

Also gut.

Nalae plazierte das kleine Gerät auf dem Boden.

Für die Rettung der Picard!

Ein kleiner Knopfdruck aktivierte den Zerstäuber, der nun das ätherische Öl in einen gasförmigen Zustand versetzte und in der ganzen Krankenstation verteilte.
Nalae sendete ein Stoßgebet an die Elemente, dass die vermaledeiten Echsenwesen auf die Wirkung ebenso gut ansprechen würde wie es so ziemlich jedes humanoide Wesen tun würde.
Aus ihrem sicheren Versteck verfolgte sie nun das Geschehen.

„Ophran! Irgendetwas riecht hier sehr seltsam.“

Ophrans saurierartige Nasenlöcher weiteten sich.

„Du hast recht, Nyxcnvn! Es riecht – es riecht irgendwie...irgendwie...hihihihi. Ist dir eigentlich schonmal auf gefallen, wie komisch die Waffen von diesen Leuten aussehen?“

„Ja...haha, guck mal, wenn man das anschaltet, leuchtet das“, mischte sich eine andere Echse ein und aktivierte den Phaser.

„Boah...das leuchtet...“
Er starrte auf die in den Phaser eingelassenen Dioden und es schien nicht so, als würde er planen, in nächster Zeit irgendetwas anderes zu tun.

„Wuuhuu...“
Vandenberg begann mit dem Fingern zu schnipsen und hin und her zu wippen als würde er irgendeiner Musik lauschen.
„Das erinnert mich an etwas aus meiner Jugend!

Uhhuuhu-uhu-uhuhu, don't worry! Be happy!“

„Don't worry! Be happy!“, sprang Mort nach einer Weile mit schiefen Tönen ein.

Ophran wankte auf die gefesselten Geiseln zu und deutete auf irgendein Objekt in der Krankenstation welches ihn derart amüsierte, dass er von Lachkrämpfen geschüttelt wurde.

Seine Kumpanen hatten sich inzwischen in sitzender und liegender Position in der Krankenstation verteilt und schienen besonders angetan von Nalaes Zimmerpflanzen.

Uuhuuhuhuhu...don't worry, be happy!

„Hee, wieso seid ihr denn gefesselt? So könnt ihr gar nicht tanzen! Wir sollten tanzen!“, bemerkte einer der Piraten und machte sich daran, die Geiseln vom Ducttape zu befreien – was jedoch aufgrund der Tatsache, dass er mehrmals lachend den Halt verlor, eine Weile dauerte.

„Computer! Spiel …. Bob Marley! Gute alte Zeiten!“, forderte Vandenberg, der Computer jedoch gehorchte nicht, da er immer noch unter der Kontrolle der Echsen stand.

„Bitte mach...hihihihi! Kannst du machen, dass der Computer Bob Marley spielt?“

„Was für Computer, Bruder?“

Nalae betrat vollkommen unbeachtet den Raum.
Die Piraten waren damit beschäftigt, sich über Leuchtdioden zu freuen und tiefgründige Gespräche mit Zimmerpflanzen zu führen, die Geiseln wippten und schnippsten zum Takt von Vandenbergs und Morts schiefem Gesang, Ophran lag auf dem Boden und wieherte vor Lachen über die Tatsache, dass seine weggeworfene Waffe in ein Regal gekracht war und mehrere Medikamente auf den Boden geprasselt waren.

„Hey, du Vandale!“

Nalae packte Ophran und versuchte vergebens, ihn auf die Füße zu ziehen.

„Heeey Lady, warum so unentspannt?“

„Wie lautet der Autorisationscode zur Kontrolle des Schiffscomputers?“, wagte Nalae einen Versuch.

„Autorihihihihi...hast du was zu Essen? Ich habe auf einmal echt Hunger!“

„Ich habe so viel Essen wie du willst, wenn du mir den Autorisationscode verrätst.“

„Da muss ich mal scharf nachdenken...“
Ophrans Reptilienaugen verengten sich.

„Ich glaube...das war...einundrölfzig...x x x x x...D.“

Nalae ließ den Reptiloiden los, sodass er runterfiel wie ein nasser Sack.

„Na schön, egal!“
Sie schnappte sich die drei Geiseln und zerrte sie aus der Krankenstation, deren Tür sie manuell verriegelte und mit einem Sicherheitscode versah – das funktionierte auch ohne Computerkontrolle, da das Verschlusssystem der Tür manuell bedienbar war.

„Heey Nalae, das war doch so lustig dadrin!“, beschwerte sich Mort.

„Chill mal, Alte, warum der Stress?“, fragte Vandenberg, dessen Augen sich beinahe schlossen.

„Erkläre ich euch nachher“, antwortete Nalae, die die drei widerwilligen Männer den Gang hinunter schob. Sie hatte bereits eine Vermutung, wo Mahan und Howy hingegangen sein könnten.

"Erstmal bringe ich euch zu einer viel cooleren Party!"

"Party! Eine Party! Aber hoffentlich eine Chillparty, Nalae?"

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  Hinterhalt Log 11 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jun-Sat-2019, 02:12 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  An dem Zugang zur Krankenstation  ==========
 
Howy war mehr als nur mulmig im Magen.
 
"Sollten wir nicht erst einmal mit denen da drinnen verhandeln?
Immerhin haben sie damit gedroht, den guten Rend umzubringen, wenn wir ihren Forderungen nicht nachgeben.
Wenn wir hier so eindringen, ist der so gut wie tot, und ich habe nicht die Absicht, dafür verantwortlich zu sein."
 
Er umklammerte den uralten Revolver, der aber derart in seiner Hand zitterte, daß er schon eine Gefahr für ihn selbst und seine Kollegen wurde anstelle für die Piraten.
 
Mahan zischte: "Flenn nicht rum! Die werden Rend schon  nichts tun."
 
"Dein Wort in Gottes Gehörgang. Ich hoffe, du übernimmst dafür dann auch später die Verantwortung." Howy grummelte vor sich hin.
 
"Machen Sie weiter!" befahl Vandenberg.
 
 
==========  Wenig später  ==========
 
Die Tür fiel wie vorgesehen nach außen ihnen fast auf die Füße.
 
Howy riß gerade noch seinen rechten Treter weg, als die schwere Tür auf den Boden knallte: "Mann, du hättest mir den Fuß amputieren können!"
 
 
Mort und Vandenberg sprangen vorwärts, während Howy tunlichst ein wenig in deren Schatten blieb, wobei er nicht genau wußte, ob er mehr Angst vor den Piraten oder vor der Waffe in seiner Rechten hatte.
Ihr Sicherheitschef stieß einen gellenden Kampfschrei aus, was Howy an die alten Indianerfilme aus den 60ern des 20. Jhds erinnerte.
Irgendwie brauchten damals die Angreifer immer ein lautes Gebrüll, um sich Mut zu machen und den Gegner zu beeindrucken.
Was er dann aber sah, war die Tatsache, daß die Beiden plötzlich offenbar in einer Art Netz gefangen waren.
Offensichtlich ein Kraftfeld, das sie umschloß, wie ein Netz die Fische.
 
Mahan und er blieben abrupt stehen und betrachteten sich das Bild, das sich ihnen bot:
Ihre beiden heldenhaften Anführer versuchten, sich zu befreien, was aber nur Kräfte zehrte, ohne etwas zu bringen.
Dahinter sahen sie die Piraten mit einem breiten Grinsen.
Und der Sani Rend lag neben denen auf dem Boden, ganz offenbar noch am Leben, allerdings konnte er keinen Laut von sich geben, da man ihm eine  Art Pflaster quer über den Mund geklebt hatte.
 
Howy und Mahan zogen sich hinter den Türrahmen zurück, konnten aber die Entwicklungen im Auge behalten.
 
"Ihr habt wohl gedacht, wir seien ziemlich blöd." übersetzte der Translater den Anführer Ophran Pak.
"Mein Techniker ... darf ich vorstellen? Trakas .... dürfte zu den Besten seiner Zunft gehören, denn er mußte sich schon mit vielen fremden Techniken auseinandersetzen.
Eure ist  zwar in einigen Punkten besser, als das, womit wir umgehen, aber auch nicht gut genug geschützt, um Trakas letztlich Widerstand entgegen zu setzen.
Er ist einfach ein Genie in diesen Dingen.
Trotzdem bin ich sauer, weil ihr es offensichtlich darauf ankommen laßt, daß ich mein Wort wahr mache, diese blaue Kreatur tatsächlich umzubringen, obwohl ich Gewalt zutiefst verabscheue.
Aber es scheint mir, daß ihr  das Leben eurer Kameraden nicht sehr hoch einschätzt.
Aber nun ja, jetzt haben wir drei Geiseln, was unsere Position natürlich stärkt.
 
So und nun laßt ihr beiden Hübschen Alles fallen, was ihr in euren Griffeln haltet! Und zwar sofort!
Und keine Sperenzchen, wenn ich bitten darf."
 
Vandenberg und Mort folgten widerstrebend der Aufforderung, denn sie wollten Rend natürlich nicht gefährden.
 
Eine Art kleiner Traktorstrahl beförderte alle Gegenstände durch das Kraftfeld nach draußen in Richtung der Piraten.
 
"Haben die Typen noch irgendwelche Sachen in ihren Taschen, Trakas?" fragte Ophran.
 
"Nichts, Chef."
 
"Gut. Und nun mal die Pfötchen schön artig nach vorn durch das Feld gesteckt, wenn ich bitten darf.
Und bitte keine Versuche, hier die Helden zu spielen.
Das hätte nur üble Konsequenzen, wie ich euch gerne versichere.
Ein Zirp-Sytra hält immer das, was er verspricht."
 
Mort knurrte und auch Vandenberg schien gar nicht glücklich über die derzeitige Situation zu sein. Beide folgten dann aber doch der Aufforderung und streckten ihre Hände durch das Feld.
Einer der Piraten fesselte sie dann mit einem breiten Heftpflaster.
 
Ophran grinste: "Sehen unsere beiden Helden nicht schnuckelig aus?"
Seine Kameraden grölten.
 
Trakas veränderte das Feld jetzt so, daß es nur noch den Eingang versprerrte.
Ein ziemlich großer Kerl trat Vandenberg gegen das Schienbein, so daß er auf den Boden fiel.
Und mit wenigen Griffen hatte er ihn jetzt auch an den Füßen gefesselt.
 
Bei Mort zögerten sie etwas, weil dieser ja auch ein Echsenwesen war, wie sie selber.
 
"Warum arbeitest du für diese Warmblüter? Du solltest etwas mehr Ehre im Leib haben, und dich nicht mit solchen Mißgeburten einlassen."
 
Mort zischte: "Wer hier die Mißgeburten sind, werde ich jetzt lieber nicht sagen, aber ihr steht auf der falschen Seite des allgemeinen Rechtsempfindens aller halbwegs intelligenten Wesen, und deswegen würde ich niemals mit euch zusammenarbeiten."
 
"Du redest für eine Echse zuviel. Loß, leg dich hin, oder sollen wir nachhelfen?"
 
Mort tat, wenn auch sehr widerstrebend, wie ihm befohlen, weil er seine Kameraden nicht gefährden wollte, und wurde natürlich ebenfalls fixiert.
Dann zerrte man die Beiden neben Rend, der sich, trotz seiner Lage, ein Grinsen nicht verkneifen konnte.
Er grunzte ein paar Laute, die man aber natürlich nicht verstehen konnte, aber sowohl Mort als auch Vandenberg wußten genau, was er sagen wollte.
Und das hob deren Stimmung keineswegs.
 
 
==========  Im Gang  ==========
 
Howy sah Mahan an: "Ich denke, wir treten jetzt besser den strategischen Rückzug an.
Hier können wir derzeit kaum etwas an der Situation ändern, ohne die Anderen zu gefährden.
Vielleicht sollten wir erst einmal versuchen, mit dem Captain und den restlichen Crewmitgliedern Kontakt aufzunehmen und zu beraten, was wir jetzt tun können?"
 
Mahan nickte: "Bloß, wie finden wir die, wenn die internen Sensoren nicht mehr funktionieren?"
 
"Gute Frage. Aber erst  einmal weg von hier."

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  Tolle Short-SF-Movies!
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - May-Thu-2019, 12:08 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Keine Antworten

Schaut euch unbedingt mal die Kurzfilme von DUST an!

Vor allem den mit den zwei süßen Robotern!

https://www.facebook.com/watchdust/video...wMDM0NTU5/

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  Hinterhalt Log 10 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - May-Wed-2019, 04:54 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Brücke USS Picard ***


Sokar war mit DCEO Randy Marlow und der Andorianerin Zevlethi an der Kom allein auf der Brücke zurück geblieben. Eine unruhige Schwingung, die er während seiner Meditation wahrgenommen hatte - Menschen würden es vielleicht als Vorahnung bezeichnen, Romulaner als Fügung der Elemente - hatte ihn dazu gebracht, auf die Brücke zurück zu kehren, noch bevor ihn der Notruf des Navigators oder des Sicherheitschefs erreichen konnte. Um hierüber zu philosophieren war jedoch jetzt nicht die Stunde. Der Captain der Picard versuchte, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen, während sein XO sich auf den Weg gemacht hatte. Doch dies wurde zunehmend schwierig.

In kurzen Abständen flammten Kraftfelder auf der Brücke auf und verschwanden sofort wieder. "Sie rerouten die Subsysteme," informierte Marlow, der soeben gezwungen wurde, von der holographischen Kontrollmatrix wieder auf Konsolsystem umzuschalten. "Offenbar haben sie eine Art Crawler über die Transportersubroutinen eingeschleust. Sehr effektiv, muss ich den Kerlen lassen. Ich versuche, sie aus den Brückensystemen auszusperren. Aber mit den ständigen Energieschwankungen..."

Sokar hatte die Kommandosubroutinen bereits gesperrt und mit einem genetischen Imprint gesichert, aber dabei durfte er es nicht bewenden lassen. Er musste Vorsorge treffen, dass weder die Technologie des Schiffes, noch das in ihren Datenbanken gespeicherte Wissen für irgendwelche aggressiven Akte in fremden Innerspezieskonflikten genutzt wurde - auch wenn es den Piraten vielleicht gelingen sollte, ihn oder ein anderes Crewmitglied zur Weitergabe von Informationen zu zwingen. Die Logik gebot, dass er so handelte. Die Logik - und die Regularien der Flotte. Und in den vergangenen Minuten hatte sich die Lage verschlechtert. Die ursprüngliche Idee, die KS mit Betäubungsgas zu fluten, war rasch fallen gelassen worden. Zum einen wussten sie nicht, ob der Gegner sich überhaupt noch dort befand. Zum anderen war die Physiologie der Reptiloiden ungleich stärker als die der Crewmitglieder - mit Ausnahme Mort Caldreds - so dass eine so hohe Dosis erforderlich gewesen wäre, die die bolianische Geisel wohl nicht überlebt hätte.

Sokar warf einen Blick auf das Chronometer. Vom Ultimatum waren 20 Minuten verstrichen. "Ms. Zevlethi, Komkontakt zur Crew oder Vandenberg? Dr. D'Varo?"

"Negativ, Sir," antwortete die Andorianerin. "Ich bekomme nicht einmal ein Niederfrequenzsignal heraus. Sie müssen ein Dämpfungsfeld aktiviert haben."

Sokar atmete tief ein und nahm alle Details der Brücke und der gerade hier tätigen Crew in sich auf. Da auch die internen Sensoren offline waren, wusste er noch nicht einmal, ob seine Crewmitglieder noch am Leben waren... Aber darüber konnte er jetzt ebensowenig nachdenken. Er musste vom schlimmsten Szenario ausgehen.

Momente wie diesen scheute jeder Sternenflottenkommandant, mochten sie noch so sehr in der Theorie darauf vorbereitet worden zu sein... Er zog einen kleinen Chip aus der um seinen Hals hängenden ID-Plakette (die von menschlichen Crewmitgliedern stets disrespektierlich Hundemarke genannt wurde) und schob ihn in das Kontrollpanel an der rechten Armlehne. Mit ruhiger Stimme gab er seinen Autorisationscode ein, wartete auf den Abgleich von Iris-Scan und genetischem Profil.
"Notfallprotokoll Sokar 1-34-Mc-56-90tt."

+Aktiv.+ antwortete die Computerstimme, doch hatte der Vulkanier den Eindruck, dass sie seltsam klang. Als ob nicht genügend Rechenkapazität für die Feinmodulierung der Sprache zur Verfügung stand.

Nur einen Wimpernschlag später verkündete Marlow: "Sie attackieren die zweite Firewall. Ich switche zum Backup und isoliere die Core-Ebene."

Sokar senkte den Blick auf das schmucklose Display mit dem noch formaleren Inhalt, das sich vor ihm entfaltet hatte. "Autozerstörungs-Sequenz aktivieren auf mein Kommando mit vereinbartem Code."

+Autorisierungscode Vandenberg, Robert erforderlich.+

"Override Notfallprotokoll Delta-Terix 230-PP-86-Sokar."

+Autorisierungscode CEO oder DCEO Level 2 erforderlich.+

Sokar nickte Marlow zu, der neben ihn trat und mit belegter Stimme die Autorisierung bestätigte. Sie waren der Heimat so nah - sollte jetzt etwa alles enden, in einem banalen Piratenüberfall, nachdem sie so vielen Gefahren getrotzt hatten?

"Es ist nur eine Sicherheit, für den absoluten Notfall," sagte Sokar.

Marlow schnaufte. "Ich weiß, Sir."

Sokar erhob sich und sicherte seine Konsole. "Und mit dieser Sicherheit im Rücken werden wir jetzt versuchen, die Kontrolle zurück zu erlangen. Wir brauchen ein unabhängiges System."

"Nun Sir... die..."

"... Shuttles," vollendeten sie gemeinsam."Ms. Zevlethi, Sie haben die Brücke. Versuchen Sie weiterhin auf jeder Frequenz, das interne Komsystem zum Laufen zu bringen. Senden Sie aller fünf Minuten ein Pingsignal an die Kommunikatoren, falls wir Lücken im Dämpfungsfeld entdecken."

"Ja, Sir."

Die Tür ließ sich nicht öffnen. Ohne weitere Worte öffnete Sokar das seitlich angebrachte Panel und entriegelte manuell. Vom Ultimatum waren 26 Minuten verstrichen.

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