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  Schlechte Nachrichten für DIE ORVILLE !
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jul-Mon-2019, 05:33 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (2)

Die Macher dieser tollen Serie haben sich entschlossen, diese aus dem freien TV-Programm zu nehemen und ebenfalls streamen zu lassen!
Hulu heißt der Sender, von dem hier in good old Germany wahrscheinlich noch nie jemand gehört hat.

Und das heißt auch noch, daß wir, wie wir alle hofften, nicht mehr in diesem Jahr die nächsten Folgen sehen werden, sondern erst ENDE 2020!

https://tvseriesfinale.com/tv-show/the-o...x-to-hulu/

Die Leserbriefe sind auch entsprechend.
Ich selber habe auch einen reingesetzt!

Es ist überhaupt derzeit eine echte Pest, daß ALLE etwas besseren Serien nur noch über Bezahlangebote gezeigt werden, und das dann auch noch mit lächerliche 8, 10 oder bestenfalls 14 Folgen, anstelle von 20, 22 oder gar 25 Folgen, wie es früher mal war!

OK, Discovery brauchte Niemand, aber die Picard-Serie wird in Europa auch nur im Bezahl-TV Amazon Prime zu sehen sein!
Prima für die Einschaltquoten!
Dann wird es von der wohl auch höchstens 20 Folgen geben. Klasse!

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  Friedensinitiative II Log 10 - Lhoal
Geschrieben von: Turan - Jul-Sun-2019, 07:24 PM - Forum: *** Ch'Rihan *** - Keine Antworten

*** Quo'nos / Hauptstadt / Vorstadtviertel ***

 
Lhoal wollte die kleine Mischlingsgemeinde auf keinen Fall jetzt allein lassen, obwohl er natürlich wusste, dass in Fällen wie diesen seine Order lautete, soll schnell wie möglich Kontakt zu seiner Delegation zu suchen und zum Schiff zurück zu kehren. Aber diese Möglichkeit war ihm keine Option. So wie der Familienpatriarch Ral ihm die Lage geschildert hatte, waren die rihannischen Mischlinge hier in der Situation einer marginalisierten Gruppe - und Gruppen wie diese pflegten in Zeiten der politischen Unsicherheit und des Aufruhrs stets das erste, weil gefahrlos zu erreichende, Opfer für den angestauten Zorn der Einheimischen zu sein.
 
Aus den öffentlichen Nachrichtensystemen klangen sich widersprechende Fetzen durch die engen Gassen. Parolen heizten die schwüle Sommernacht an. Kanzler Kvorag war ermordet - der Prätor hatte ihn ermordet - romulanische Truppen seien über die Grenze vorgedrungen - der Hohe Rat war von Feinden unterwandert - Gift wurde in die Atmosphäre geleitet.... immer wilder wurden die Gerüchte, die zu Rals Familie und den anderen Mischlingen drangen. In den letzten Minuten hatten viele von ihnen in dem relativ gut befestigten und mit starken Mauern versehenem ehemaligen Herrensitz Zuflucht gesucht. Sie standen und saßen im Hof zwischen den Slumhütten; die kleineren Kinder hatte man ins Innere des Hauses gebracht.
 
"In der Oberstadt gibt es Straßenkämpfe zwischen den Angehörigen des Hauses Zv'ogh und Barki," berichtete ein junger Mann gerade, während eine Frau versuchte, seine Kopfverletzung zu verbinden. Ein Projektil aus einer Schleuder hatte ihn getroffen. "Sie beschuldigen sich gegenseitig, Kvorag ans Messer geliefert zu haben. Und die Hardliner von der Klingonischen Schwarzen Front werfen Brandbomben." Hinter ihm verbarrikadierten Männer und Frauen Eingangstor und Fenster im Erdgeschoss. Das würde den Mob wenigstens etwas aufhalten...
 
"Die nutzen jede Situation zum Krawall," sagte Ishka und wandte sich zu Lhoal, der die ganze Zeit versuchte, jemanden aus der Delegation zu erreichen. "Senator, Sie sollten nicht länger hier bleiben. Niemand kann für Ihre Sicherheit garantieren. Ich kenne die Tunnelsysteme unter der Stadt gut, ich könnte Sie zu einem Transporterpunkt schleusen, von dem aus Sie zu ihrem Schiff beamen können."
 
"Ich sagte, ich bleibe." Er legte den Transceiver zur Seite und starrte in den Nachthimmel hinauf, der einen unnatürlichen Feuerschein widerspiegelte. Wie steht es derzeit auf Ch'Rihan? Wie geht es Melissa? Ihre Delegation war hier hergekommen, um den Grundstein für einen dauerhaften Frieden zu legen. Und nun? Nun schien sich alles in einer Spirale der Gewalt aufzuheizen, die nur im Krieg enden konnte!
 
Wie um seine Gedanken zu bestätigen, krachte etwas gegen das verrammelte Eingangstor. In dem sonstigen Lärm waren nur die Worte "Verräter" und "Spitzohrpack" auszumachen. Schüsse wurden in die Luft gefeuert. Ein Baby begann zu schreien. Einige junge Leute sammelten  sich am Tor, mit allem möglichen, was als Waffe zu gebrauchen war, in der Hand und bereit, den Krawallbrüdern draußen im Namen von Ehre und Familie eine ordentliche Schlacht zu liefern. Nichts unterschied sie in diesem Moment von den reinblütigen Klingonen auf der anderen Seite. Sie blickten abwartend zum Familienoberhaupt. Ral tr'Vorhal sah die Lage nüchtern genug, ihren Kampfesmut einzudämmen - und noch gehorchten sie.
 
Nur wenig später blendete sie das Scheinwerferpaar eines Gleiters. Das Fluggerät senkte sich langsam in der Mitte des Hofes nieder, zwang die hier Stehenden, zurück zu weichen und sich gegen die Wände zu drücken. Lhoal erkannte ein Wappen auf der Seite des Gleiters, der schon deutliche Kampfspuren trug, konnte es aber keinem Haus zuordnen. Dann hörte er ein dumpfes metallisches 'Klonck', gefolgt von einem zweiten und dritten. Jemand warf mit Steinen auf den Gleiter! Er konnte nicht sehen, woher der 'Angriff' kam. Ral brüllte einen Befehl zur Mäßigung, aber in diesem Moment öffnete sich die Luke des Gleiters und zwei Handvoll bewaffneter Klingonen quoll heraus. Lhoal hatte Mühe, sich durch die drängenden Leute einen Weg zum Geschehen zu bahnen, denn plötzlich zischten Schüsse, hallten Schreie durch den Komplex und vorn kam es zum Handgemenge. Er hörte etwas von "Umsiedlung".
 
"Wir haben nichts getan!" Das war Rals Stimme.
 
Als Lhoal den Landeplatz erreichte, erfasste sein Blick einen Klingonen in Uniform, der seinen Disruptor auf Rals Brust drückte. Einem in der Nähe stehenden Krieger lief Blut über das Gesicht, und zwei, drei Gestalten waren am Boden, bewusstlos oder tot.
Lhoal hob die Arme und rief so laut er konnte: "Stop! Hört mir zu!"
 
"Ah?! Wenn haben wir da?!" Der Klingone mit der Waffe fuhr zu ihm herum und bleckte die Zähne. "Ein romulanischer Spion! Hier, um deine Hündchen abzurichten? Aber nicht mit mir!" Die Mündung des Disruptors drückte sich in Lhoals Gewand.
 
"Mein Name ist Lhoal tr'Khellian und ich bin Mitglied der rihannischen Delegation. Diese Leute stehen unter meinem Schutz. Wer sich an mir oder ihnen vergreift, riskiert einen interstellaren Krieg."
 
Einer der Klingonen lachte röhrend. "Krieg?" blaffte der offensichtliche Anführer Lhoal entgegen. "Ich kann es kaum erwarten! Und diesmal wird euch die Föderation nicht den Hintern retten!" Er machte eine kurze Kopfbewegung in Richtung eines seiner Leute. "Los, aktiviere den Transporterverstärker und schnapp dir die ersten!" Er griff Ishka.
 
"Zur Seite! Verflucht! Hast du Gras in den Ohren?!" Ein breitschultriger, grauhaariger Klingone stapfte durch die Menge und stieß dabei den Uniformierten, der Ishka festhielt, in die Seite. Die Frau befreite sich und floh ins Halbdunkel. "Hab ich hier was von Tr'Khellian gehört?"
 
"Der Kerl da vorne, Oberst."
 
Der Klingone und der Rihanha musterten sich. Allmählich zeichnete sich ein Grinsen in den Zügen des Klingonen ab. "Lhoal! Natürlich, nur du kannst so verrückt sein!" Er ließ seine ledergepanzerte Hand auf die Schulter des Senators fallen.
 
Lhoal runzelte die Stirn. Die Sichtverhältnisse waren so schlecht... aber die Stimme...
 
"Was ist eh, erkennst du Maag nicht mehr, du lausiges Spitzohr?!" Die zweite gepanzerte Hand senkte sich auf die andere Schulter und er fühlte sich geschüttelt.
 
"Maag? Bei den Elementen!" Einer der Wachmänner auf K'Muna, die von ihrer Regierung samt den Gefangenen dort sitzen gelassen worden waren!
 
Lhoal immer noch fest im Griff drehte sich der klingonische Oberst wieder um. "Hört mir gut zu, Männer! Mit diesem Mann habe ich die letzte magere Ratte geteilt! Wer Hand an ihn legt, den hänge ich an seinen Eingeweiden auf - verstanden?!"


[Bild: Lhoal-klein.jpg]

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  Lesesessel
Geschrieben von: Sareth - Jul-Fri-2019, 10:44 AM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Nachdem ich die letzten Monate so ein wenig in klassischer SF gelesen habe, muss ich das mal loswerden zum Thema "Vorstellungsreichtum von SF-Autoren". Wir freuen uns ja immer wieder, wenn so ein Startrek-Gadget heute schon allmählich Wirklichkeit wird (Pads, Universaltranslator, Hypospray, Touchscreen...) und ich finde immer großartig, wie die Autoren und ihre Berater doch Dinge voraussehen und aus dem bereits Vorhandenen extrapolieren konnten.

Kürzlich habe ich ein wirklich negatives Beispiel in Punkto Vorstellungreichtum gelesen: "Tod aus der Zukunft" von Clifford Simak (ein berühmter Autor immerhin) aus den 1950er Jahren. Abgesehen von der verworrenen Story und den unklaren Charas spielt der Roman 4000 (!) Jahre in der Zukunft und die Menschheit hat das Universum erobert; es gibt Androiden oder besser künstlich gezüchtete Menschen (der Unterschied scheint dem Autor nicht klar zu sein). Damit verließ die Imagination ihn offenbar schon, denn auch 4000 Jahre in der Zukunft sprechen die Menschen Englisch, verstehen problemlos 4000 Jahre alte Schriftstücke, rauchen Pfeife, sitzen in Autos mit quietschenden Bremsen, lesen Papierzeitungen, benutzen Telefonbücher und Tintenfässer.

Im Vergleich dazu zwei Erzählungen von Kurd Laßwitz aus den 1870er Jahren (ja, 1870er!), also vor dem ersten Auto und Flugzeug! Die beiden Geschichten spielen einmal im 24. und einmal im 39. Jahrhundert, es gibt diverse Flugmaschinen, im 39. auch Computer, neuartige künstliche Werkstoffe, die ultrahart, aber biegsam und durchsichtig sind. Nahrung wird über eine Art "Replikator" aus Basisbaustoffen künstlich erzeugt und somit keine Tiere mehr getötet, Nachrichten "erscheinen von selbst" auf einem großen Tableau im Restaurant. Auch über die Weiterentwicklung der Kunst macht er sich Gedanken; die Frauen sind selbstverständlich gleichberechtigt. Im 39. Jhd. werden die Menschen mittels gezielter Einflussnahme auf das Gehirn quasi programmiert für ihre spätere Aufgabe und sie haben ein Gerät, dass sie über Gehirnströme beruhigt, eine Art Droge. Pflanzen gibt es kaum noch, und Sauerstoff muss künstlich hergestellt werden (wobei er dieses Problem eher ästhetisch auffasst, nicht als Dystopie; er konnte sich die tatsächlichen Ausmaße so einer Klimaveränderung wohl nicht vorstellen). Die Menschheit hat auch eine Universalsprache und es bedarf Archäologen, um alte Sachen zu entschlüssen.

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  Der UNIVERSALTRANSLATOR !
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jul-Wed-2019, 02:00 PM - Forum: *** Science News *** - Antworten (2)

https://www.enence-translate.com/Enence/...gLEOvD_BwE

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  THE ORVILLE wurde als 'Beste SF-Serie' nominiert!
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jul-Wed-2019, 11:00 AM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Keine Antworten

http://www.orvillecentral.com/2019/07/16...WPoYPk4cPA

The Orville wurde als 'beste SF-TV-Serie' für den 'Saturn' nominiert!

Von ST-Discovery ist da nicht s zu sehen.

Das könnte natürlich daran liegen, daß Discovery nicht im freien TV läuft, obwohl einige nominierte Serien auch Streaming-Serien sind, wie zB 'Stranger Things'.

Und ORVILLE wurde ebenfalls im Bereich des EMMYS für beste Special-Efects' nominiert!
Nur mal so, weil die ja immer behaupten, die gäbe es in dieser Serie nicht.

http://www.orvillecentral.com/2019/07/16...l-effects/

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  Schmutzige Hände Log 3 - Sareth
Geschrieben von: Sareth - Jul-Tue-2019, 11:38 AM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Erde / San Francisco / Presidio / Apartment von Admiral T'Khellian ***

Es hatte ein festliches Abendessen anlässlich ihres Hochzeitstages sein sollen, aber nun überschatteten die Ereignisse auf Quo'nos doch den milden Schein der Kerzen.

"Das Oberkommando hat mir alle bereits bewilligten Ressourcen für das Picard-Rückholprojekt entzogen," berichtete Sareth und stocherte in ihrem Fischfilet. "Aufgrund der 'aktuellen politischen Lage'". Sie imitierte die leicht näselnde Stimme des OBH. "Endlich hat er einen Grund gefunden!"

"Glaubst du, dass der Bündnisfall eintreten wird?" fragte Charlie.

"Schwer zu sagen. Bisher scheinen die Klingonen eine falsche Entscheidung nach der anderen zu treffen. Sie verweigern den rihannischen Suchkommandos den Zutritt zum Areal und die eigenen Hilfsmannschaften können nicht vordringen, weil einer der lokalen Warlords die Transporter jammt und die Luftwege mit FLAK blockiert. Und der Hohe Rat ist mit Streitigkeiten untereinander beschäftigt. Angeblich weiß noch niemand, was in diesem Kloster eigentlich vorgefallen ist."

"Was ist mit Prokonsul T'Korahl? In ihrem letzten Statement machte sie mir den Eindruck einer ziemlichen Hardlinerin."

"Naja, sie ist eine Parteigängerin Turans, sonst säße sie nicht in dem Amt, darauf hat er geachtet. Aber sie ist genauso politischen Zwängen ausgesetzt. Der letztens abberufene Militärattaché Tr'Vorkath gehört zu einem alten und einflussreichen Haus. Und gerade jetzt macht dieser furchtbare Dalok Rul wieder Stimmung!"

Charlie stieß scharf die Luft aus und verdrehte die Augen. "Ja, ein Kotzbrocken. Als ob er Turan nicht sofort über die Klinge springen lassen würde - aber plötzlich ist er der Verteidiger der Ehre des Prätors! Dieser Schleimbeutel! Ich begreife nicht, warum der noch frei rumläuft. Der Tal Shiar ist doch sonst nicht so langmütig."

"Wenn sie ihn von der Bildfläche verschwinden lassen, sehen sich seine Anhänger erst recht bestärkt. Aber ich nehme an, T'Korahl, wird sich das nicht mehr lang bieten lassen, gerade jetzt nicht. Wenn sie die Föderation brauchen gegen die Klingonen, kann Rul nicht seine Haßtiraden ablassen."

Charlie nahm einen Schluck aus seinem Bierglas. "Bah, schmeckt auch nicht mehr wie früher. Gibt es schon Kriegsrationen im Replikatorsystem, bevor irgendwo ein Schuss gefallen ist?! - Wie dem auch sei, sowohl Kanzler Kvorag als auch Turan stehen vermutlich auf einer erklecklichen Reihe von Todeslisten. Jeder könnte hinter dem Anschlag stecken..."

"Und wenn es ein Unfall war ... könnte jeder die Lage ausnutzen, in dem er es als Anschlag verkauft." Sareth seufzte. "Wenn wenigstens unabhängige Beobachter in das Gebiet gelassen würden!"

"Hast du was von Lhoal gehört?"

Sie schüttelte den Kopf. "Er ist definitiv nicht mit zurück an Bord zu der übrigen rihannischen Delegation gebeamt. Der Stadtpräfekt von Quo'nos hat mitgeteilt, dass er den Aufenthalt der Delegation am fraglichen Tag gegen 5 Uhr abends verlassen hat, Ziel unbekannt. Und 'der Prätor möge halt besser auf seine Laufburschen aufpassen'."

"Sehr hilfreich!"

"Ich... denke nicht, dass meinem Bruder was passiert ist. Soweit ich weiß, hatte er den Auftrag, mit einer Gruppe rihannisch-klingonischer Abstammung in Kontakt zu treten. Auf jeden Fall spricht er perfekt klingonisch und tritt so leicht in keine Falle."

Es läutete an der Tür. Sareth ging, um zu öffnen und erblickte erstaunt ihren Sohn.

"Guten Abend, Ma! Charlie, hallo! Ich weiß, ihr hattet heute sicher einen gemütlichen Abend geplant--"

"Nun, die Ereignisse haben uns da ohnehin einen Strich durch die Rechnung gemacht!" rief Charlie näherkommend. "Hallo, Hdaen!"

 "Ich wollte eigentlich erst morgen vorbei schauen, aber..." Der junge Mann in rihannischer Uniform seufzte. "Ich habe den Rückrufbefehl aus dem Urlaub erhalten und muss mich umgehend auf der Orbitalstation zum Transfer melden."

Keine guten Nachrichten. Sareth fiel es schwer, ihren Sohn loszulassen. "Hast du wenigstens noch Zeit für einen Kaffee?"

Hdaen schüttelte den Kopf. "Nein, ich hab schon einen Expresszug verpasst, um hier rauf zu kommen."

"Ich schicke dich mit meiner Transporter-Karte vom Transferpoint hier im Presidio. Dann haben wir noch einen Moment..."

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  Hinterhalt Log 22 / XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jul-Sat-2019, 08:44 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Brücke
 
„Eine Einstellung der Feindseligkeit ist für uns BEIDE von Interesse, also deaktivieren Sie Ihre Waffen und lassen Sie uns reden."
 
Sokars Worte hingen minutenlang in der Luft. Dann meldete sich Walthers, der diensthabende Com-Offizier.
 
Wa: Sir, wir werden gerufen. Nur Audio.
So: Lassen Sie hören.
 
Die tiefe, krächzende Stimme jenes Reptoloiden war zu hören, welcher schon in Doktor D´Varos Aufzeichnung zu sehen gewesen war.
 
<Es gibt nichts zu reden. Entweder Sie übergeben das Schiff, oder wir werden Sie vernichten.>
 
Mit einem Knacken wurde der Kanal geschlossen. Sokar musste zugeben, dass allmählich so etwas wie Ärger in ihm aufstieg. Etwas Neues, ungewohntes.
 
So: Nun, man schein an Verhandlungen nicht interessiert zu sein. Vorschläge?
 
Vandenberg kratze sich am Kopf und blickte finster auf seine Konsole.
 
Va: Sie bezeichnen sich selbst als Krieger. Als die letzten ihrer Art. Solche Gruppen sind meist nur dann zugänglich, wenn ihr Gesprächspartner von ihnen nicht nur als gleichwertig, sondern auch als nützlich für die eigenen Interessen wahr genommen wird. Und das Ganze muss ehrenvoll ablaufen.
 
So: Korrekt. Wir stellen für sie derzeit nur eine Beute da.
Howy, welcher mittlerweile auf der Brücke aufgetaucht war, schüttelte den Kopf.
 
Ho: Stare.
So: Stare ?
Ho: Stare Sir. Star, der Vogel. Die Picard ist derzeit in der gleichen Situation wie ein Star, der seinen Schwarm verloren hat und sich mit einem Raubvogel herum schlagen muss.
 
Sokar blieb wie erstarrt stehen. Dann blickte er zu Vandenberg.
 
Ho: Was wäre, wenn aus einem Star und einem Raubvogel 2 Stare werden?
Vandenberg dachte eine Weile nach. Dann gab er ein mürrisches, aber überraschtes  Brummen von sich.
 
Va: Das käme auf einen Versuch an.
 
Sokar nickte langsam.
 
Va: Mr. Edzardus, ich gebe es ja nur ungern zu, aber bisweilen kennt Ihre Genialität keine Grenzen.
Ho: Ähm Danke Sir. Aber was habe ich denn so Geniales von mir gegeben?
Va: Ihre Vogelanalogie. Was machen Vögel, um sich gegen Räuber zu schützen?
Ho: Nun, sie bilden Schwärme.
Va: Was würde wohl passieren, wenn unserer Kontrahenten plötzlich mit einem Gegner konfrontiert werden würden, welcher sie einfach und ehrlos aus dem Universum wischen könnte, sie aber in Zusammenarbeit mit uns durchaus eine Chance hätten.
Ho: Tut sich nur die Preisfrage auf, woher ein solcher Gegner stammen soll.
 
Sokar blickte lange auf den Hauptschirm. Dann drehte er sich langsam zu Howy um.
 
So: Das Universum wird der Gegner sein. Es wird ein Gegner sein, den man mit Waffen nicht bekämpfen kann.
Ho: Ein Naturphänomen also. Doch wo soll das her kommen? In diesem Sektor gibt es weit und breit nichts, was uns auch nur annähernd gefährlich werden könnte.
So: Dann werden wir eben etwas hervorrufen, was so gefährlich ist, dass die Zusammenarbeit mit uns, die einzige Chance für diese Herrschaften darstellt.
Va: Mhm, wie wäre es mit einem temporalen Warpsturm.
So: Ein temporaler Warpsturm ist ein theoretisches Ereignis, welches in der Natur noch nie beobachtet wurde. Dazu muss ein Anomalie eines Warpfeldes mit einer massiven Freisetzung von Chronitonpartikeln einher gehen. Und das ist…..
 
Sokar  eilte zu einer Konsole.
 
So:….sogar möglich. Wenn wir einen unserer Torpedos mit einem Quantensprengkopf ausstatten könnten und dieser durch eine Chroniton-Quelle ergänzt wird, könnte man zumindest für Sensoren einen temporalen Warpsturm simulieren. Und da unsere Schildmatrix variabel ist, könnten wir beide Schiffe solange vor dem Sturm schützen, bis beide Schiff das Gebiet verlassen haben.
Ho: Aber wo sollen wir eine Chronitonenquelle her nehmen?
Va: Man könnte aus einem der Musterpuffer den Speicher ausbauen und die ihn so einstellen, dass ein Muster schlagartig zerfällt. Dabei werden Chronitonen frei.
So: Korrekt. Dies sollte für einen spektakulären Effekt sorgen.
Ho: Einen Effekt von dem nur wir wissen, dass er harmlos ist.
 
Nalae rümpfte die Nase.
 
Na: Bei diesem ach so genialen Plan gibt es nur ein Problem
So: Ich bin mir dessen bewusst Doktor. Die Vorbereitungen für so etwas benötigen Zeit. Des Weiteren würde der Start eines solchen Torpedos nicht unbemerkt bleiben.
Va: Sir, es gibt da gewisse Regularien, welche bei der Übergabe eines Schiffes zu beachten sind und durchzuführen sind. Zum Beispiel der Versand des Logbuchs.
So: Ganz recht.
Na: Wie lange würde denn die Modifikation eines Torpedos dauern?
So: 2 Stunden.
 
Nalae grinste böse.
 
Na: Es könnte da eine Vorschrift geben, dass vor Übergabe des Schiff alles kontaminierte Bio-Material von Bord geschafft werden muss.
Va: Natürlich in einem Torpedo.
Na: Natürlich.
So: Gut. Mr. Vandenberg, Sie und Mr. Tr´Kovath kümmern sich um den Musterpuffer. Mr. Caldred, laut Inventarliste haben wir noch einen Quantensprengkopf aus der Testphase des Schiffes. Setzen Sie ihn in einen Torpedo ein und bereiten Sie alles für die weiteren Modifikationen vor. Mr. Edzardus, berechnen Sie für den Torpedo eine Zielpositionm von der aus ein Sturm sich nähern könnte. Mr. Walthers, rufen Sie die Reptiloiden. Ich werde uns jetzt Zeit verschaffen und  die „Übergabemodalitäten“ verhandeln.

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  Hinterhalt Log 21 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - Jul-Wed-2019, 04:19 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: Sokar ist ja schließlich Exobiologe


RPG:

*** USS Picard / Nähe der Brücke ***

Sokar hatte den erfolgreichen Abschuss des Torpedos nicht beobachten können, aber Marlow, der vor einem der geöffneten Panels kniete, nickte ihm zu und hob den Daumen. "Sensoren melden energetischen Kontakt und Zündung!"

Der Captain klopfte auf seinen Kommunikator. "Tr'Kovath, können Sie mich hören?" Der Empfang hier in der Nähe der Brücke war noch immer nicht der Beste; irgendwo musste noch ein Störfeld sein. Aber immerhin bekam er Kontakt.

+Systeme arbeiten normal, Sir. Ich versuche gerade, die Schilde zu etablieren. Schätze wir haben volle Kapazität in fünf Minuten.+

"Danke. Wir versuchen, uns Zugang zur Brücke zu verschaffen, Sokar Ende."

"Ich habe die beiden Lebenszeichen wieder," sagte Marlow und rappelte sich hoch. "Sie sind tatsächlich im Zuleitungssystem zu den Replikatoren. Hätte ich nie gedacht, dass man sich von da aus in das Sprinklersystem hacken kann...!"

"Können Sie die Stromzufuhr in diesen Bereich unterbrechen?"

" Von hier nicht, aber vom Wartungstunnel da drüben..." Marlow löste bereits die Abdeckplatte.

Sokar strich sich die nassen Haare aus dem Gesicht. Die Picard ähnelte einem Paradies für Ferengi. Er konnte weder Ferenginar, das er einmal besucht hatte, noch der Regenzeit im Allgemeinen etwas abgewinnen. Der Sprühregen kribbelte auf der Haut. Seine Gedanken verhielten. Haut... Da war etwas... etwas, an das er sich erinnern musste... Etwas, das von immenser Wichtigkeit jetzt war... Er konzentrierte sich, versuchte, das Wasser auszublenden und das Wissen, das er als nebensächlich in einem Schubfach seines Geistes abgelegt hatte, zu extrahieren. Und dann stand es ihm plötzlich vor Augen! Eine unscheinbare Formel in Dr. D'Varos Bericht kurz nach Ankunft der Fremden auf ihrer Krankenstation.

"Mr. Marlow!" Mit wenigen Schritten war Sokar bei dem Techniker, der schon in der Röhre verschwunden war. "Mr. Marlow! Unterbrechen Sie keinesfalls den Strom zum Replikatorsystem! Hören Sie mich?!"

Erst erschienen die Schuhsohlen, dann die Beine und schließlich auch Marlows Körper und Kopf, aus dem ihn ein ungläubiges Augenpaar musterte. "Dann kriege ich die Sprinkler nicht abgestellt, Captain."

"Das ist mir klar. Sie sollen die Unterbrechung auch nur noch ein paar Minuten hinauszögern und vorher einen schwachen Impuls im Bereich von 3mA über die Abschirmsysteme schicken."

Marlows Blick wurde noch skeptischer. "Ich soll die Abschirmung unter Strom setzen?"

"Ja, das habe ich doch gerade gesagt."

"Hm, nun ja, wir können die Burschen da drin grillen, aber sicher nicht mit 3mA..."

"Das ist auch nicht meine Absicht." Wie immer fand Sokar die blumige Ausdrucksweise des DCEO verwirrend. "Aber auf der Haut der Echsen befindet sich eine dünne Schicht Eryomyzin, das sich bei Kontakt mit elektrischen Strömen kurzzeitig verfestigt. Das bedeutet, dass wir sie effektiv immobilisieren können und nicht innerhalb der Hauptzuleitung ein Handgemenge anstellen müssen."

"Ah, ja..." Marlow hatte keine Ahnung, was Eryomyzin war, aber es war ihm egal, solange er nur den verdammten Nieselregen endlich abstellen konnte. Also kroch er wieder in den Wartungstunnel, um Sokars Anweisungen durchzuführen.


*** Etwas später /Replikator-Hauptzuleitung ***

Marlow quetschte sich an die schmale Leiter, während Sokar an ihm vorbei auf den kleinen viereckigen Knotenpunkt blickte, auf dem jetzt zwei Reptiloiden lagen, die sie wütend anstarrten.

"Gute Arbeit."

"Wir sollten uns beeilen, ehe die Wirkung nachlässt!" Marlow hangelte sich auf die Plattform. Er hatte am Gürtel eines der Reptiloiden ein kleines Gerät erspäht und ein Verdacht kroch in ihm hoch. Rasch löste er das Objekt aus seiner Halterung, betrachtete es kurz und 'deaktivierte' seine blinkenden Anzeigen dann mit einem entschlossenen Wurf gegen die Wände. Das Gerät knackte, ein kleines Rauchwölkchen löste sich, und die Einzelteile schlugen auf der Plattform auf. "Das war der Grund für dieses merkwürdige wandernde Kraftfeld!" rief der Techniker Sokar zu.

Der kontaktierte geistesgegenwärtig den Maschinenraum - ja, die Verbindung klappte störungsfrei. Und auch einer Erfassung der beiden Reptiloiden mit dem Transporter stand jetzt kein Hinderniss mehr im Wege. Einen Moment später dematerialisierten die Gefangenen und wurden bei ihren Kameraden im Frachtraum in sicherem Gewahrsam wieder abgeladen.

Und Sokar und der DCEO konnten sich ungehindert und vor allem unbeeinträchtigt von der Sprinkleranlage auf die Brücke begeben.


*** USS Picard / Brücke ***

Die Absaug- und Trockenvorrichtungen hatten soeben mit einem leisen Surren ihre Arbeit begonnen, als Sokar und Marlow durch die Tür traten.

"Schön, Sie gesund wieder zu sehen!" Vandenberg räumte den Captains Chair. "Und danke für das Machtwort an Petrus!" Er wies auf die Sprinkleranlage.

Sokar versagte es sich, nach der Bedeutung dieser absurden Metapher zu fragen, denn das eingefrorene Bild des Reptiloiden auf dem Hauptbildschirm  forderte seine Aufmerksamkeit. "Status?"

"Sie drohen, uns in die Luft zu sprengen, wenn wir Ihnen das Schiff nicht übergeben," antwortete Vandenberg.

"Und ich habe Ihnen gerade versucht, klar zu machen, dass es eine andere Lösung geben muss," mischte sich Dr. D'Varo ein. "Scheinbar sind sie die letzten einer Spezies und einem Krieger-Ehrenkodex verpflichtet. Hören Sie selbst." Sie spielte die letzte Konversation mit dem Reptiloidenschiff ein.

Sokar setzte sich. "Öffnen Sie einen Kanal! - Hier spricht Sokar von Vulcan, Kommandant der USS Picard. Wir haben alle Ihre Kameraden fest gesetzt. Wenn Sie uns zerstören, werden Sie sie ebenfalls töten. Wir sind nicht an Ihrer Vernichtung interessiert, aber wir werden und wir können uns verteidigen, wie Sie gemerkt haben. Eine Einstellung der Feindseligkeit ist für uns BEIDE von Interesse, also deaktivieren Sie Ihre Waffen und lassen Sie uns reden."

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  Hinterhalt Log 20 - Nalae
Geschrieben von: Nalae D'Varo - Jul-Sun-2019, 03:04 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (5)

USS Picard / Brücke


Nalae schaute auf ihre Stiefel hinunter, die inzwischen bis zum Knöchel in Wasser standen.

„Na, ein Glück sind die Wasserdicht“, murmelte sie.
„Offenbar ist auf diesem Schiff die Regenzeit angebrochen.“

„Ja, sehr witzig!“, schnaubte der XO, während Mort der einzige war, der sich ob der feuchten Umgebung gar nicht unwohl zu fühlen schien.

„Wir sollten lieber schnell eine Lösung finden, Rihannsu haben nämlich keine Kiemen“, antwortete Nalae.
„Offenbar haben Mahan und Howy irgendwas gedreht, sodass das Wasser nicht mehr ganz so schnell rausschießt wie vorher, aber eine Ewigkeit haben wir nicht Zeit.“

„Ja, dann unternehmen Sie doch etwas, Doktor, und quatschen Sie keine Opern!“

Nalae rümpfte die Nase, als sie den Kopf in Richtung des gereizten Vandenbergs drehte, der schon die ganze Zeit fluchend auf eine Konsole einhackte.

„Was versuchen Sie da?“

„Wonach sieht's denn aus? Ich versuche, die Traktorstrahlphalanx der Piraten zu unterbrechen, damit wir hier nicht mehr festhängen! Allerdings...vergebens. Es rührt sich nichts. Ich bekomme das Ding über keinen Weg gestört oder unterbrochen!“

„Nun, man scheint dort drüben technologisch doch recht weit entwickelt zu sein“, antwortete die Ärztin, die das Schiff durch den Hauptbildschirm betrachtete, während das Wasser an ihren Beinen immer höher kroch.

„Ich fühle mich wie auf dem Wattenmeer der Apnexsee“, sagte sie, während sie über die Brücke watete.
Mort Caldred sah recht entspannt an seinem Platz aus, seine Schwanzspitze und seine Füße waren in das Nass getaucht und auch Gizmo, der die Schulter des Sicherheitschefs verlassen hatte, war offenbar in seinem Element und nahm ein Bad.

Mit einemmal konnte die Brückencrew beobachten, wie ein Objekt die Picard verließ – es war ein Neutronentorpedo, der direkt auf den Traktorstrahl des Piratenschiffes zusteuerte.
Mit einer ansehnlichen Explosion detonierte er darin und ließ den Strahl in sich zusammenbrechen.

„Genial!“, freute sich Nalae.
„Das war bestimmt Mahans Idee!“

„Das bedeutet wohl, Mahan und Howy haben Kontakt zum Captain herstellen können“, schlussfolgerte Mort.

Für einen Moment herrschte Stille.
Irgendwo auf dem Schiff waren also noch Piraten auf freiem Fuß und fluteten die Picard – das war problematisch, aber nicht unlösbar, zumal der Traktorstrahl jetzt Geschichte war.
Das Wasser war lediglich ein Verzweiflungsakt seitens der Echsen, da man bereits auf gutem Weg war, die Kontrolle über das Schiff wieder zu erlangen.

Plötzlich meldete ein Offizier eine eintreffende Nachricht, die sie von dem Piratenschiff aus erreichte.

„Auf den Schirm!“, ließ der XO überrascht vernehmen.

Ein vom Alter gezeichneter Reptiloid erschien auf dem Bildschirm.
Deine dunkelrote Schuppenhaut wirkte rauh und und furchig wie eine Gebirge, zwei kalte, graue Augen starrten aus tiefen Höhlen.

„Übergeben Sie uns Ihr Schiff, sonst werden wir es wie eine lästige Fliege an der Wand von der Landkarte wischen“, sagte er langsam mit einer tiefen, kratzigen Stimme, in der jedes Wort klang, als würde es tief aus der Kehle der Echse dringen.

„Das werde ich niemals zulassen, du widerliches Gekreuch“, antwortete Vandenberg in ungewohnter Manier.

„Lieutenand, Waffen scharf! Auge um Auge, Zahn um Zahn!“

„Sir, das wäre nicht empfehlenswert“, entgegnete Caldred, der sofort seine Station besetzt hatte. 

Es war ein seltsamer Anblick, wie die Brückenoffiziere in dieser ernsten Situation durch das Wasser waten und plantschen mussten.

„Sie haben definitiv eine Bewaffnung, die es mit unserer locker aufnehmen kann und solange es noch einen anderen Weg gibt, diesen Konflikt zu lösen, wäre dieser definitiv zu bevorzugen, meinen Sie nicht?"

„Was ist es, dass Sie so verzweifelt versuchen, unser Schiff zu kapern?!“, fragte Nalae nun – bei dem vorherrschenden Chaos und angesichts der lebensbedrohlichen Situation erschien es ihr nicht als abwegig, sich nun einfach in das Gespräch einzumischen.

Der Captain des Piratenschiffes drehte seinen Kopf langsam in ihre Richtung und erwiderte nichts.

„Technologisch ist es für eine Spezies wie Ihre doch gar keine Besonderheit und optisch macht es auch nicht wirklich etwas her“, fuhr die Rhianha fort.
„Es sieht aus wie eine Untertasse mit angeklebten Zahnstochern!“

„Wenn du es genau wissen willst, kleine Weichhaut“, grollte es aus der Kehle des Captains, „unsere Heimatwelt vernichtet im Sturm eines grausamen Krieges, sind wir die letzten Überlebenden eines blutigen Genozids, unserer Schiff das letzte, das Existiert. Die Asche unserer Kinder schon lange im Wind verweht – doch sind wir ein Kriegervolk und solange einer von uns noch atmet, werden wir weiter existieren und unser Reich erneut aufbauen, selbst wenn es nur Staub und Asche sind, die wir dafür in den Händen halten - und euer Schiff wird das erste unseres neuen Bataillons sein.“

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  Hinterhalt Log 19 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jul-Wed-2019, 08:09 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  Maschinenraum der USS Picard  ==========
 
Mahan fluchte, und auch Howy blickte nach oben, wo aus den Düsen des Sprinklersystems Wasser spritzte.
Im Nu waren sie und die anderen durchweicht.
 
„Stell das ab!“ zischte Howy in Richtung Mahans.
 
„Leichter gesagt, als getan,“ grunzte der zurück.
 
Gott sei Dank waren natürlich alle Geräte gut isoliert gegen Feuchtigkeit, so daß diese selbst unter Wasser funktionieren würden. Auch die Wassermengen, die auf sie herunter rieselten, hielten sich in Grenzen und ließen ihnen genug Zeit zu reagieren.
„ich erhöhe zunächst einmal den Luftdruck, so daß das Wasser sehr viel langsamer fließen kann, als es das unter Normaldruck tun würde.
In alten Zeiten nannte man das beim Unterwasserbau ‚Caisson-Technik‘. Dazu erhöhe ich die Absorbtionsrate der Umweltbedingungen für die Luftfeuchtigkeit, denn eigentliche Abläufe im klassischen Sinn gibt es an Bord eines Raumschiffs natürlich nicht.
Ein Wassereinbruch dürfte bei Raumschiffen eher selten sein.“
 
Howy mußte lachen: „Das dürfte wohl stimmen, denn diese sind per se eher selten unter Wasser.
Bei der alten Enterprise hatte sich diese mal unter das Wasser gelegt, um sich unsichtbar zu machen, aber das war wohl auch das erste und einzige dieser Manöver. Kirk hatte diese glorreiche Idee, aber sie wurde danach nie wieder genutzt.“
 
Mahan nickte: „Ja, war damals keine schlechte Idee, funktioniert aber nur bei einem sehr primitiven Volk.
Diese Piraten sind da aber schon etwas weiter und kennen sich offensichtlich mit Computern ziemlich gut aus.
Trotzdem sollten wir sie überlisten können.“
 
Mahan tippte wie ein Irrer auf seiner Konsole herum, und kurz danach zeigte das Luftdruckmeßgerät schon das 1,5 fache des Üblichen an, was man auch sofort an der Wassermenge bemerkte, die aus den Düsen gedrückt wurde.
„1,5 bar. Das würde einem Luftdruck in 15 m Wassertiefe entsprechen, also leicht erträglich für Humanoide.
Hast du schon mal getaucht, Howy?“
 
„Klar, wenn man aus einer Seefahrerfamilie kommt, gehört Schwimmen und Tauchen dazu, wie die Luft zum Atmen.“
 
„Ich belasse es erst einmal dabei, denn das reicht zunächst, um unsere Schwimmfähigkeiten erst in einiger Zeit testen zu müssen.“
Man merkte Mahan an, daß er mit sich sehr zufrieden war.
 
Auf dem Boden hatte sich inzwischen eine Lache gebildet, die aber noch nicht so schlimm war.
Sie zogen einfach die Schuhe aus.
 
„Na, wenn das nicht gut gegen Käsefüße  ist?“ lachte Howy. „Wurde sowieso mal wieder Zeit, meine Schweißmauken anzufeuchten. Schließlich sind wir jetzt schon eine ganze Weile ohne Pause in Aktion.
Irgendwie brauche ich erst einmal eine riesige Tasse superstarken Ractajino.“
Er ging an einen Replikator, der gleich neben ihnen an der Wand war, mußte aber zu seinem Mißlieben feststellen, daß der nicht funktionierte.
„Was ist denn mit dem los? Funktioniert hier eigentlich noch irgendetwas so, wie dafür, wofür es erdacht und gebaut war?“
 
„Wenn solche Kapeiken wie die Piraten ihre Tentakel drin haben, muß das Ganze ja zusammenbrechen.“
Mahan tippte auf seiner Konsole herum: „Irgendwie sieht es danach aus, als ob Jemand von innen  heraus daran herumfummelt. Aber welcher Trottel steigt denn schon in das Replikatorsystem rein, ohne große Not?“
 
Howy grinste: „Vielleicht versucht ja einer dieser Banditen über die Computer des Replikatorsystems an unsere Lebenserhaltung heranzukommen?“
 
„Könnte so sein, aber ich denke, wir haben Wichtigeres zu tun, als Ractajino herstellen zu können, oder?
Wir haben da schließlich noch den Traktorstrahl des Piratenschiffes, der uns derzeit an die Leine legt.
Das war schon ziemlich clever, wie die ihre Notlage vorgetäuscht haben.“ Mahan versuchte ein paar Einstellungen.
„Wir müssen versuchen, den Hauptdeflektor zu deaktivieren, denn die scheinen ihn zu nutzen, um uns festzuhalten.“
Mit dem Deflektor und seinen Untersystemen kannte sich Howy ziemlich gut aus, denn er nutzte diese oft für seine astronomisch-astronautischen Messungen.
Er ließ das Holo sich aufbauen und versuchte immer wieder die Subroutinen des Emitters zu unterbrechen.
„Das Schiff der Piraten scheint besser zu sein, als wir es zunächst gedacht haben, denn die Leistung, die es benötigt, um uns festzuhalten, ist schon beachtlich.
Die Picard könnte das höchstens für 5 bis 7 Minuten durchhalten, dann wären auch die letzten Speicher erschöpft.“
 
Mahan nickte: „Aber für die geht es jetzt um Alles oder Nichts. Da werden die schon die letzten Reserven aus ihrem Kahn holen.“
 
Howy starrte auf das Display: „Wie wäre es, wenn wir einen Neutronentorpedo direkt in den Strahl schießen und dort explodieren lassen?
Die kurzzeitig freigesetzte Energie würde den Strahl kurz unterbrechen, was reichen sollte, um uns aus deren Reichweite zu manövrieren.“
 
Mahan grinste: „Cleveres Kerlchen, Howy. Hätte ich dir gar nicht zugetraut, um ehrlich zu sein.“
 
„Da kannst du mal sehen, wie man sich täuschen kann.
Tut sich bloß die Frage auf, woher so ein Teil nehmen, wenn nicht stehlen?
Zu den Waffen haben wir von hier aus keinen Zugriff und auch keine Autorisierung.
Was nun spricht Zeus?“
 
Mahan nickte: „Wir brauchen eine Verbindung mit dem Captain oder Vandenberg. Aber wir können die noch nicht einmal genau lokalisieren.“
 
Der Captain, zusammen mit Marlow, war auf Deck 3 beim letzten schiffsinternen Ort-zu-Ort-Beamvorgang materialisiert, aber sie hatten keine Ahnung, ob er so einen Angriff auch von dort autorisieren könnte, da es schon eines ordentlichen Terminals bedurfte, um die Einsatz zu organisieren.
Es gab solche für außerordentliche Notfälle an verschiedenen Knotenpunkten, aber die mußten eben erreichbar und auch intakt sein.
 
Der Romulaner versuchte es mit dem Com, aber irgendwie drangen sie nicht durch.
Gelegentlich hatten sie den Eindruck, die Stimme Vandenbergs zu vernehmen, aber außer ein paar nicht näher zu beschreibenden Flüchen war nichts zu hören.
 
„Was machen die bloß? Eigentlich war doch Vandenberg die Eigenkontrolle selber.“
Howy hatte eigentlich noch nie erlebt, daß der seine Selbstbeherrschung verloren hatte, aber hier übertrug das Kom immer mal wieder Sprachfetzen, die in keinem Kinderbuch widerzugeben waren.
Offensichtlich wußte ihr EinsO nicht, daß zumindest Teile seiner Kommunikation übertragen wurden.
„Hoffentlich speichert der Bordcomputer diese Sachen ab, denn das sollte man ihm mal bei einem gemütlichen Abend in 10 vorne vorspielen.“
 
Mahan lachte: „Gute Idee, aber bevor es soweit ist, haben wir noch Einiges zu tun.“
 
Das Wasser stand ihnen inzwischen etwa Knöchel hoch und war ziemlich kalt.
 
Dann plötzlich hatten sie eine Verbindung zu Sokar.
Howy hatte ein Problem, so schnell die nötigen Worte zu finden, um dem Captain die Möglichkeit vorschlagen zu können, damit dieser begriff, was zu tun sei.
„Captain, feuern Sie einen Neutronentorpedo direkt in den Traktorstrahl! Lassen Sie ihn genau dort explodie……“
 
Statik und dann Quietschen, und dazwischen immer mal wieder Vandenbergs Flüche.
 
„Ob er das mitbekommen und auch verstanden hat?“ fragte sich unser Navigator.

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