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KI Die Dritte - Romulaner...
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BdZ Log 7 Sareth
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BdZ Log 7 Sareth
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BdZ Log 6 / LaSalle / NPC
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KI die ZWEITE
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BdZ Log 4 / LaSalle / NPC...
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Redneck Star Trek =)
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KI bemüht
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| Hinterhalt Log 22 / XO |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jul-Sat-2019, 08:44 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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USS Picard / Brücke
„Eine Einstellung der Feindseligkeit ist für uns BEIDE von Interesse, also deaktivieren Sie Ihre Waffen und lassen Sie uns reden."
Sokars Worte hingen minutenlang in der Luft. Dann meldete sich Walthers, der diensthabende Com-Offizier.
Wa: Sir, wir werden gerufen. Nur Audio.
So: Lassen Sie hören.
Die tiefe, krächzende Stimme jenes Reptoloiden war zu hören, welcher schon in Doktor D´Varos Aufzeichnung zu sehen gewesen war.
<Es gibt nichts zu reden. Entweder Sie übergeben das Schiff, oder wir werden Sie vernichten.>
Mit einem Knacken wurde der Kanal geschlossen. Sokar musste zugeben, dass allmählich so etwas wie Ärger in ihm aufstieg. Etwas Neues, ungewohntes.
So: Nun, man schein an Verhandlungen nicht interessiert zu sein. Vorschläge?
Vandenberg kratze sich am Kopf und blickte finster auf seine Konsole.
Va: Sie bezeichnen sich selbst als Krieger. Als die letzten ihrer Art. Solche Gruppen sind meist nur dann zugänglich, wenn ihr Gesprächspartner von ihnen nicht nur als gleichwertig, sondern auch als nützlich für die eigenen Interessen wahr genommen wird. Und das Ganze muss ehrenvoll ablaufen.
So: Korrekt. Wir stellen für sie derzeit nur eine Beute da.
Howy, welcher mittlerweile auf der Brücke aufgetaucht war, schüttelte den Kopf.
Ho: Stare.
So: Stare ?
Ho: Stare Sir. Star, der Vogel. Die Picard ist derzeit in der gleichen Situation wie ein Star, der seinen Schwarm verloren hat und sich mit einem Raubvogel herum schlagen muss.
Sokar blieb wie erstarrt stehen. Dann blickte er zu Vandenberg.
Ho: Was wäre, wenn aus einem Star und einem Raubvogel 2 Stare werden?
Vandenberg dachte eine Weile nach. Dann gab er ein mürrisches, aber überraschtes Brummen von sich.
Va: Das käme auf einen Versuch an.
Sokar nickte langsam.
Va: Mr. Edzardus, ich gebe es ja nur ungern zu, aber bisweilen kennt Ihre Genialität keine Grenzen.
Ho: Ähm Danke Sir. Aber was habe ich denn so Geniales von mir gegeben?
Va: Ihre Vogelanalogie. Was machen Vögel, um sich gegen Räuber zu schützen?
Ho: Nun, sie bilden Schwärme.
Va: Was würde wohl passieren, wenn unserer Kontrahenten plötzlich mit einem Gegner konfrontiert werden würden, welcher sie einfach und ehrlos aus dem Universum wischen könnte, sie aber in Zusammenarbeit mit uns durchaus eine Chance hätten.
Ho: Tut sich nur die Preisfrage auf, woher ein solcher Gegner stammen soll.
Sokar blickte lange auf den Hauptschirm. Dann drehte er sich langsam zu Howy um.
So: Das Universum wird der Gegner sein. Es wird ein Gegner sein, den man mit Waffen nicht bekämpfen kann.
Ho: Ein Naturphänomen also. Doch wo soll das her kommen? In diesem Sektor gibt es weit und breit nichts, was uns auch nur annähernd gefährlich werden könnte.
So: Dann werden wir eben etwas hervorrufen, was so gefährlich ist, dass die Zusammenarbeit mit uns, die einzige Chance für diese Herrschaften darstellt.
Va: Mhm, wie wäre es mit einem temporalen Warpsturm.
So: Ein temporaler Warpsturm ist ein theoretisches Ereignis, welches in der Natur noch nie beobachtet wurde. Dazu muss ein Anomalie eines Warpfeldes mit einer massiven Freisetzung von Chronitonpartikeln einher gehen. Und das ist…..
Sokar eilte zu einer Konsole.
So:….sogar möglich. Wenn wir einen unserer Torpedos mit einem Quantensprengkopf ausstatten könnten und dieser durch eine Chroniton-Quelle ergänzt wird, könnte man zumindest für Sensoren einen temporalen Warpsturm simulieren. Und da unsere Schildmatrix variabel ist, könnten wir beide Schiffe solange vor dem Sturm schützen, bis beide Schiff das Gebiet verlassen haben.
Ho: Aber wo sollen wir eine Chronitonenquelle her nehmen?
Va: Man könnte aus einem der Musterpuffer den Speicher ausbauen und die ihn so einstellen, dass ein Muster schlagartig zerfällt. Dabei werden Chronitonen frei.
So: Korrekt. Dies sollte für einen spektakulären Effekt sorgen.
Ho: Einen Effekt von dem nur wir wissen, dass er harmlos ist.
Nalae rümpfte die Nase.
Na: Bei diesem ach so genialen Plan gibt es nur ein Problem
So: Ich bin mir dessen bewusst Doktor. Die Vorbereitungen für so etwas benötigen Zeit. Des Weiteren würde der Start eines solchen Torpedos nicht unbemerkt bleiben.
Va: Sir, es gibt da gewisse Regularien, welche bei der Übergabe eines Schiffes zu beachten sind und durchzuführen sind. Zum Beispiel der Versand des Logbuchs.
So: Ganz recht.
Na: Wie lange würde denn die Modifikation eines Torpedos dauern?
So: 2 Stunden.
Nalae grinste böse.
Na: Es könnte da eine Vorschrift geben, dass vor Übergabe des Schiff alles kontaminierte Bio-Material von Bord geschafft werden muss.
Va: Natürlich in einem Torpedo.
Na: Natürlich.
So: Gut. Mr. Vandenberg, Sie und Mr. Tr´Kovath kümmern sich um den Musterpuffer. Mr. Caldred, laut Inventarliste haben wir noch einen Quantensprengkopf aus der Testphase des Schiffes. Setzen Sie ihn in einen Torpedo ein und bereiten Sie alles für die weiteren Modifikationen vor. Mr. Edzardus, berechnen Sie für den Torpedo eine Zielpositionm von der aus ein Sturm sich nähern könnte. Mr. Walthers, rufen Sie die Reptiloiden. Ich werde uns jetzt Zeit verschaffen und die „Übergabemodalitäten“ verhandeln.
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| Hinterhalt Log 21 - Sokar |
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Geschrieben von: Sokar - Jul-Wed-2019, 04:19 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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NRPG: Sokar ist ja schließlich Exobiologe
RPG:
*** USS Picard / Nähe der Brücke ***
Sokar hatte den erfolgreichen Abschuss des Torpedos nicht beobachten können, aber Marlow, der vor einem der geöffneten Panels kniete, nickte ihm zu und hob den Daumen. "Sensoren melden energetischen Kontakt und Zündung!"
Der Captain klopfte auf seinen Kommunikator. "Tr'Kovath, können Sie mich hören?" Der Empfang hier in der Nähe der Brücke war noch immer nicht der Beste; irgendwo musste noch ein Störfeld sein. Aber immerhin bekam er Kontakt.
+Systeme arbeiten normal, Sir. Ich versuche gerade, die Schilde zu etablieren. Schätze wir haben volle Kapazität in fünf Minuten.+
"Danke. Wir versuchen, uns Zugang zur Brücke zu verschaffen, Sokar Ende."
"Ich habe die beiden Lebenszeichen wieder," sagte Marlow und rappelte sich hoch. "Sie sind tatsächlich im Zuleitungssystem zu den Replikatoren. Hätte ich nie gedacht, dass man sich von da aus in das Sprinklersystem hacken kann...!"
"Können Sie die Stromzufuhr in diesen Bereich unterbrechen?"
" Von hier nicht, aber vom Wartungstunnel da drüben..." Marlow löste bereits die Abdeckplatte.
Sokar strich sich die nassen Haare aus dem Gesicht. Die Picard ähnelte einem Paradies für Ferengi. Er konnte weder Ferenginar, das er einmal besucht hatte, noch der Regenzeit im Allgemeinen etwas abgewinnen. Der Sprühregen kribbelte auf der Haut. Seine Gedanken verhielten. Haut... Da war etwas... etwas, an das er sich erinnern musste... Etwas, das von immenser Wichtigkeit jetzt war... Er konzentrierte sich, versuchte, das Wasser auszublenden und das Wissen, das er als nebensächlich in einem Schubfach seines Geistes abgelegt hatte, zu extrahieren. Und dann stand es ihm plötzlich vor Augen! Eine unscheinbare Formel in Dr. D'Varos Bericht kurz nach Ankunft der Fremden auf ihrer Krankenstation.
"Mr. Marlow!" Mit wenigen Schritten war Sokar bei dem Techniker, der schon in der Röhre verschwunden war. "Mr. Marlow! Unterbrechen Sie keinesfalls den Strom zum Replikatorsystem! Hören Sie mich?!"
Erst erschienen die Schuhsohlen, dann die Beine und schließlich auch Marlows Körper und Kopf, aus dem ihn ein ungläubiges Augenpaar musterte. "Dann kriege ich die Sprinkler nicht abgestellt, Captain."
"Das ist mir klar. Sie sollen die Unterbrechung auch nur noch ein paar Minuten hinauszögern und vorher einen schwachen Impuls im Bereich von 3mA über die Abschirmsysteme schicken."
Marlows Blick wurde noch skeptischer. "Ich soll die Abschirmung unter Strom setzen?"
"Ja, das habe ich doch gerade gesagt."
"Hm, nun ja, wir können die Burschen da drin grillen, aber sicher nicht mit 3mA..."
"Das ist auch nicht meine Absicht." Wie immer fand Sokar die blumige Ausdrucksweise des DCEO verwirrend. "Aber auf der Haut der Echsen befindet sich eine dünne Schicht Eryomyzin, das sich bei Kontakt mit elektrischen Strömen kurzzeitig verfestigt. Das bedeutet, dass wir sie effektiv immobilisieren können und nicht innerhalb der Hauptzuleitung ein Handgemenge anstellen müssen."
"Ah, ja..." Marlow hatte keine Ahnung, was Eryomyzin war, aber es war ihm egal, solange er nur den verdammten Nieselregen endlich abstellen konnte. Also kroch er wieder in den Wartungstunnel, um Sokars Anweisungen durchzuführen.
*** Etwas später /Replikator-Hauptzuleitung ***
Marlow quetschte sich an die schmale Leiter, während Sokar an ihm vorbei auf den kleinen viereckigen Knotenpunkt blickte, auf dem jetzt zwei Reptiloiden lagen, die sie wütend anstarrten.
"Gute Arbeit."
"Wir sollten uns beeilen, ehe die Wirkung nachlässt!" Marlow hangelte sich auf die Plattform. Er hatte am Gürtel eines der Reptiloiden ein kleines Gerät erspäht und ein Verdacht kroch in ihm hoch. Rasch löste er das Objekt aus seiner Halterung, betrachtete es kurz und 'deaktivierte' seine blinkenden Anzeigen dann mit einem entschlossenen Wurf gegen die Wände. Das Gerät knackte, ein kleines Rauchwölkchen löste sich, und die Einzelteile schlugen auf der Plattform auf. "Das war der Grund für dieses merkwürdige wandernde Kraftfeld!" rief der Techniker Sokar zu.
Der kontaktierte geistesgegenwärtig den Maschinenraum - ja, die Verbindung klappte störungsfrei. Und auch einer Erfassung der beiden Reptiloiden mit dem Transporter stand jetzt kein Hinderniss mehr im Wege. Einen Moment später dematerialisierten die Gefangenen und wurden bei ihren Kameraden im Frachtraum in sicherem Gewahrsam wieder abgeladen.
Und Sokar und der DCEO konnten sich ungehindert und vor allem unbeeinträchtigt von der Sprinkleranlage auf die Brücke begeben.
*** USS Picard / Brücke ***
Die Absaug- und Trockenvorrichtungen hatten soeben mit einem leisen Surren ihre Arbeit begonnen, als Sokar und Marlow durch die Tür traten.
"Schön, Sie gesund wieder zu sehen!" Vandenberg räumte den Captains Chair. "Und danke für das Machtwort an Petrus!" Er wies auf die Sprinkleranlage.
Sokar versagte es sich, nach der Bedeutung dieser absurden Metapher zu fragen, denn das eingefrorene Bild des Reptiloiden auf dem Hauptbildschirm forderte seine Aufmerksamkeit. "Status?"
"Sie drohen, uns in die Luft zu sprengen, wenn wir Ihnen das Schiff nicht übergeben," antwortete Vandenberg.
"Und ich habe Ihnen gerade versucht, klar zu machen, dass es eine andere Lösung geben muss," mischte sich Dr. D'Varo ein. "Scheinbar sind sie die letzten einer Spezies und einem Krieger-Ehrenkodex verpflichtet. Hören Sie selbst." Sie spielte die letzte Konversation mit dem Reptiloidenschiff ein.
Sokar setzte sich. "Öffnen Sie einen Kanal! - Hier spricht Sokar von Vulcan, Kommandant der USS Picard. Wir haben alle Ihre Kameraden fest gesetzt. Wenn Sie uns zerstören, werden Sie sie ebenfalls töten. Wir sind nicht an Ihrer Vernichtung interessiert, aber wir werden und wir können uns verteidigen, wie Sie gemerkt haben. Eine Einstellung der Feindseligkeit ist für uns BEIDE von Interesse, also deaktivieren Sie Ihre Waffen und lassen Sie uns reden."
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| Hinterhalt Log 20 - Nalae |
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Geschrieben von: Nalae D'Varo - Jul-Sun-2019, 03:04 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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USS Picard / Brücke
Nalae schaute auf ihre Stiefel hinunter, die inzwischen bis zum Knöchel in Wasser standen.
„Na, ein Glück sind die Wasserdicht“, murmelte sie.
„Offenbar ist auf diesem Schiff die Regenzeit angebrochen.“
„Ja, sehr witzig!“, schnaubte der XO, während Mort der einzige war, der sich ob der feuchten Umgebung gar nicht unwohl zu fühlen schien.
„Wir sollten lieber schnell eine Lösung finden, Rihannsu haben nämlich keine Kiemen“, antwortete Nalae.
„Offenbar haben Mahan und Howy irgendwas gedreht, sodass das Wasser nicht mehr ganz so schnell rausschießt wie vorher, aber eine Ewigkeit haben wir nicht Zeit.“
„Ja, dann unternehmen Sie doch etwas, Doktor, und quatschen Sie keine Opern!“
Nalae rümpfte die Nase, als sie den Kopf in Richtung des gereizten Vandenbergs drehte, der schon die ganze Zeit fluchend auf eine Konsole einhackte.
„Was versuchen Sie da?“
„Wonach sieht's denn aus? Ich versuche, die Traktorstrahlphalanx der Piraten zu unterbrechen, damit wir hier nicht mehr festhängen! Allerdings...vergebens. Es rührt sich nichts. Ich bekomme das Ding über keinen Weg gestört oder unterbrochen!“
„Nun, man scheint dort drüben technologisch doch recht weit entwickelt zu sein“, antwortete die Ärztin, die das Schiff durch den Hauptbildschirm betrachtete, während das Wasser an ihren Beinen immer höher kroch.
„Ich fühle mich wie auf dem Wattenmeer der Apnexsee“, sagte sie, während sie über die Brücke watete.
Mort Caldred sah recht entspannt an seinem Platz aus, seine Schwanzspitze und seine Füße waren in das Nass getaucht und auch Gizmo, der die Schulter des Sicherheitschefs verlassen hatte, war offenbar in seinem Element und nahm ein Bad.
Mit einemmal konnte die Brückencrew beobachten, wie ein Objekt die Picard verließ – es war ein Neutronentorpedo, der direkt auf den Traktorstrahl des Piratenschiffes zusteuerte.
Mit einer ansehnlichen Explosion detonierte er darin und ließ den Strahl in sich zusammenbrechen.
„Genial!“, freute sich Nalae.
„Das war bestimmt Mahans Idee!“
„Das bedeutet wohl, Mahan und Howy haben Kontakt zum Captain herstellen können“, schlussfolgerte Mort.
Für einen Moment herrschte Stille.
Irgendwo auf dem Schiff waren also noch Piraten auf freiem Fuß und fluteten die Picard – das war problematisch, aber nicht unlösbar, zumal der Traktorstrahl jetzt Geschichte war.
Das Wasser war lediglich ein Verzweiflungsakt seitens der Echsen, da man bereits auf gutem Weg war, die Kontrolle über das Schiff wieder zu erlangen.
Plötzlich meldete ein Offizier eine eintreffende Nachricht, die sie von dem Piratenschiff aus erreichte.
„Auf den Schirm!“, ließ der XO überrascht vernehmen.
Ein vom Alter gezeichneter Reptiloid erschien auf dem Bildschirm.
Deine dunkelrote Schuppenhaut wirkte rauh und und furchig wie eine Gebirge, zwei kalte, graue Augen starrten aus tiefen Höhlen.
„Übergeben Sie uns Ihr Schiff, sonst werden wir es wie eine lästige Fliege an der Wand von der Landkarte wischen“, sagte er langsam mit einer tiefen, kratzigen Stimme, in der jedes Wort klang, als würde es tief aus der Kehle der Echse dringen.
„Das werde ich niemals zulassen, du widerliches Gekreuch“, antwortete Vandenberg in ungewohnter Manier.
„Lieutenand, Waffen scharf! Auge um Auge, Zahn um Zahn!“
„Sir, das wäre nicht empfehlenswert“, entgegnete Caldred, der sofort seine Station besetzt hatte.
Es war ein seltsamer Anblick, wie die Brückenoffiziere in dieser ernsten Situation durch das Wasser waten und plantschen mussten.
„Sie haben definitiv eine Bewaffnung, die es mit unserer locker aufnehmen kann und solange es noch einen anderen Weg gibt, diesen Konflikt zu lösen, wäre dieser definitiv zu bevorzugen, meinen Sie nicht?"
„Was ist es, dass Sie so verzweifelt versuchen, unser Schiff zu kapern?!“, fragte Nalae nun – bei dem vorherrschenden Chaos und angesichts der lebensbedrohlichen Situation erschien es ihr nicht als abwegig, sich nun einfach in das Gespräch einzumischen.
Der Captain des Piratenschiffes drehte seinen Kopf langsam in ihre Richtung und erwiderte nichts.
„Technologisch ist es für eine Spezies wie Ihre doch gar keine Besonderheit und optisch macht es auch nicht wirklich etwas her“, fuhr die Rhianha fort.
„Es sieht aus wie eine Untertasse mit angeklebten Zahnstochern!“
„Wenn du es genau wissen willst, kleine Weichhaut“, grollte es aus der Kehle des Captains, „unsere Heimatwelt vernichtet im Sturm eines grausamen Krieges, sind wir die letzten Überlebenden eines blutigen Genozids, unserer Schiff das letzte, das Existiert. Die Asche unserer Kinder schon lange im Wind verweht – doch sind wir ein Kriegervolk und solange einer von uns noch atmet, werden wir weiter existieren und unser Reich erneut aufbauen, selbst wenn es nur Staub und Asche sind, die wir dafür in den Händen halten - und euer Schiff wird das erste unseres neuen Bataillons sein.“
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| Hinterhalt Log 19 Hohardus Edzardus |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jul-Wed-2019, 08:09 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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========== Maschinenraum der USS Picard ==========
Mahan fluchte, und auch Howy blickte nach oben, wo aus den Düsen des Sprinklersystems Wasser spritzte.
Im Nu waren sie und die anderen durchweicht.
„Stell das ab!“ zischte Howy in Richtung Mahans.
„Leichter gesagt, als getan,“ grunzte der zurück.
Gott sei Dank waren natürlich alle Geräte gut isoliert gegen Feuchtigkeit, so daß diese selbst unter Wasser funktionieren würden. Auch die Wassermengen, die auf sie herunter rieselten, hielten sich in Grenzen und ließen ihnen genug Zeit zu reagieren.
„ich erhöhe zunächst einmal den Luftdruck, so daß das Wasser sehr viel langsamer fließen kann, als es das unter Normaldruck tun würde.
In alten Zeiten nannte man das beim Unterwasserbau ‚Caisson-Technik‘. Dazu erhöhe ich die Absorbtionsrate der Umweltbedingungen für die Luftfeuchtigkeit, denn eigentliche Abläufe im klassischen Sinn gibt es an Bord eines Raumschiffs natürlich nicht.
Ein Wassereinbruch dürfte bei Raumschiffen eher selten sein.“
Howy mußte lachen: „Das dürfte wohl stimmen, denn diese sind per se eher selten unter Wasser.
Bei der alten Enterprise hatte sich diese mal unter das Wasser gelegt, um sich unsichtbar zu machen, aber das war wohl auch das erste und einzige dieser Manöver. Kirk hatte diese glorreiche Idee, aber sie wurde danach nie wieder genutzt.“
Mahan nickte: „Ja, war damals keine schlechte Idee, funktioniert aber nur bei einem sehr primitiven Volk.
Diese Piraten sind da aber schon etwas weiter und kennen sich offensichtlich mit Computern ziemlich gut aus.
Trotzdem sollten wir sie überlisten können.“
Mahan tippte wie ein Irrer auf seiner Konsole herum, und kurz danach zeigte das Luftdruckmeßgerät schon das 1,5 fache des Üblichen an, was man auch sofort an der Wassermenge bemerkte, die aus den Düsen gedrückt wurde.
„1,5 bar. Das würde einem Luftdruck in 15 m Wassertiefe entsprechen, also leicht erträglich für Humanoide.
Hast du schon mal getaucht, Howy?“
„Klar, wenn man aus einer Seefahrerfamilie kommt, gehört Schwimmen und Tauchen dazu, wie die Luft zum Atmen.“
„Ich belasse es erst einmal dabei, denn das reicht zunächst, um unsere Schwimmfähigkeiten erst in einiger Zeit testen zu müssen.“
Man merkte Mahan an, daß er mit sich sehr zufrieden war.
Auf dem Boden hatte sich inzwischen eine Lache gebildet, die aber noch nicht so schlimm war.
Sie zogen einfach die Schuhe aus.
„Na, wenn das nicht gut gegen Käsefüße ist?“ lachte Howy. „Wurde sowieso mal wieder Zeit, meine Schweißmauken anzufeuchten. Schließlich sind wir jetzt schon eine ganze Weile ohne Pause in Aktion.
Irgendwie brauche ich erst einmal eine riesige Tasse superstarken Ractajino.“
Er ging an einen Replikator, der gleich neben ihnen an der Wand war, mußte aber zu seinem Mißlieben feststellen, daß der nicht funktionierte.
„Was ist denn mit dem los? Funktioniert hier eigentlich noch irgendetwas so, wie dafür, wofür es erdacht und gebaut war?“
„Wenn solche Kapeiken wie die Piraten ihre Tentakel drin haben, muß das Ganze ja zusammenbrechen.“
Mahan tippte auf seiner Konsole herum: „Irgendwie sieht es danach aus, als ob Jemand von innen heraus daran herumfummelt. Aber welcher Trottel steigt denn schon in das Replikatorsystem rein, ohne große Not?“
Howy grinste: „Vielleicht versucht ja einer dieser Banditen über die Computer des Replikatorsystems an unsere Lebenserhaltung heranzukommen?“
„Könnte so sein, aber ich denke, wir haben Wichtigeres zu tun, als Ractajino herstellen zu können, oder?
Wir haben da schließlich noch den Traktorstrahl des Piratenschiffes, der uns derzeit an die Leine legt.
Das war schon ziemlich clever, wie die ihre Notlage vorgetäuscht haben.“ Mahan versuchte ein paar Einstellungen.
„Wir müssen versuchen, den Hauptdeflektor zu deaktivieren, denn die scheinen ihn zu nutzen, um uns festzuhalten.“
Mit dem Deflektor und seinen Untersystemen kannte sich Howy ziemlich gut aus, denn er nutzte diese oft für seine astronomisch-astronautischen Messungen.
Er ließ das Holo sich aufbauen und versuchte immer wieder die Subroutinen des Emitters zu unterbrechen.
„Das Schiff der Piraten scheint besser zu sein, als wir es zunächst gedacht haben, denn die Leistung, die es benötigt, um uns festzuhalten, ist schon beachtlich.
Die Picard könnte das höchstens für 5 bis 7 Minuten durchhalten, dann wären auch die letzten Speicher erschöpft.“
Mahan nickte: „Aber für die geht es jetzt um Alles oder Nichts. Da werden die schon die letzten Reserven aus ihrem Kahn holen.“
Howy starrte auf das Display: „Wie wäre es, wenn wir einen Neutronentorpedo direkt in den Strahl schießen und dort explodieren lassen?
Die kurzzeitig freigesetzte Energie würde den Strahl kurz unterbrechen, was reichen sollte, um uns aus deren Reichweite zu manövrieren.“
Mahan grinste: „Cleveres Kerlchen, Howy. Hätte ich dir gar nicht zugetraut, um ehrlich zu sein.“
„Da kannst du mal sehen, wie man sich täuschen kann.
Tut sich bloß die Frage auf, woher so ein Teil nehmen, wenn nicht stehlen?
Zu den Waffen haben wir von hier aus keinen Zugriff und auch keine Autorisierung.
Was nun spricht Zeus?“
Mahan nickte: „Wir brauchen eine Verbindung mit dem Captain oder Vandenberg. Aber wir können die noch nicht einmal genau lokalisieren.“
Der Captain, zusammen mit Marlow, war auf Deck 3 beim letzten schiffsinternen Ort-zu-Ort-Beamvorgang materialisiert, aber sie hatten keine Ahnung, ob er so einen Angriff auch von dort autorisieren könnte, da es schon eines ordentlichen Terminals bedurfte, um die Einsatz zu organisieren.
Es gab solche für außerordentliche Notfälle an verschiedenen Knotenpunkten, aber die mußten eben erreichbar und auch intakt sein.
Der Romulaner versuchte es mit dem Com, aber irgendwie drangen sie nicht durch.
Gelegentlich hatten sie den Eindruck, die Stimme Vandenbergs zu vernehmen, aber außer ein paar nicht näher zu beschreibenden Flüchen war nichts zu hören.
„Was machen die bloß? Eigentlich war doch Vandenberg die Eigenkontrolle selber.“
Howy hatte eigentlich noch nie erlebt, daß der seine Selbstbeherrschung verloren hatte, aber hier übertrug das Kom immer mal wieder Sprachfetzen, die in keinem Kinderbuch widerzugeben waren.
Offensichtlich wußte ihr EinsO nicht, daß zumindest Teile seiner Kommunikation übertragen wurden.
„Hoffentlich speichert der Bordcomputer diese Sachen ab, denn das sollte man ihm mal bei einem gemütlichen Abend in 10 vorne vorspielen.“
Mahan lachte: „Gute Idee, aber bevor es soweit ist, haben wir noch Einiges zu tun.“
Das Wasser stand ihnen inzwischen etwa Knöchel hoch und war ziemlich kalt.
Dann plötzlich hatten sie eine Verbindung zu Sokar.
Howy hatte ein Problem, so schnell die nötigen Worte zu finden, um dem Captain die Möglichkeit vorschlagen zu können, damit dieser begriff, was zu tun sei.
„Captain, feuern Sie einen Neutronentorpedo direkt in den Traktorstrahl! Lassen Sie ihn genau dort explodie……“
Statik und dann Quietschen, und dazwischen immer mal wieder Vandenbergs Flüche.
„Ob er das mitbekommen und auch verstanden hat?“ fragte sich unser Navigator.
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| Hinterhalt Log 18 NPC/ XO |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jun-Sun-2019, 12:58 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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USS Picard / Jeffries Röhre 42/a4 in der Nähe der Brücke
Ophran Pak musste zugeben, dass das Gefühl der in ihm aufsteigenden Wut belebend wirkte.Trotzdem war die Situation alles andere als belebend. Der so sorgfältig ausgearbeitete Plan ging gerade in den Orkus. Man war eingekreist. Der Gegner übernahm über immer mehr Systeme die Kontrolle. Zwar war Trakas kurz davor, die Kommandoleitungen zur Brücke zu unterbrechen und damit wieder die Kontrolle zu übernehmen, aber das würde nur temporär helfen. Der Gegner begann einen ungewohnt heftigen Widerstand zu leisten. Immerhin hatte Ophrat es geschafft, mit Hilfe eines Kopplungseffekts die Picard am Flüchten zu hindern. Wakan Wren war an Bord von Ophrats Schiff verblieben, um für den Notfall Maßnahmen ergreifen zu können. Und genau das tat man jetzt. Auch wenn dies den Maschinenkern von Ophrats Schiff endgültig ruinieren würde. Jetzt war man eben zum Erfolg verdammt.
Trakas fluchte leise vor sich hin.
Tk: Diese widerlichen Nifte haben mehrstufige Verschlüsselungen im Einsatz. Ich komme von hier aus nicht weiter.
OP: Dann müssen wir sie zwingen, sich zu ergeben.
Tk: Ophrat, wir sind in der Unterzahl!
OP: Ja, aber bald werden diese Herrschaften nicht mehr kämpfen können. Hast Du Zugriff auf die Umweltkontrollen?
TK: Nur noch begrenzt. Die Primärsysteme sind gesperrt. Ich kann höchstens auf ein sekundäres System zugreifen und das auch nur auf einige Ersatzroutinen.
OP: Das müssen die Herrschaften ja nicht wissen. Und auf was hast Du Zugriff?
TK: Ein Feuerlösch-Ersatzsystem. Sprinkleranlage.
OP: Wir sind hier einem Schiff, korrekt?
TK: Ja!
OP: Und so ein Schiff ist gasdicht, korrekt?
TK: Sicher.
OP: Und wir haben neben den Lungen noch unsere Kiemen, korrekt?
Trakas lächelte böse.
Tr: Ich weiß, worauf Du hinaus willst. Ein Feuerlöschsystem arbeitet wohl auch in, durch Kraftfelder abgesicherten Bereichen.
In diesem Augenblich ertönte wieder Sokars Stimme:
<Ich wiederhole. Hier spricht der Kommandant der USS Picard. Wir haben sieben ihrer Leute in sicherem Gewahrsam, den Maschinenraum unter Kontrolle und dieses Schiff wird sich ohne meine Kommandocodes keinen Millimeter bewegen. Geben Sie auf, strecken Sie die Waffen. Ich verspreche, Sie werden ein faires Verfahren erhalten.>
Ophrat klinkte sich in die Comverbindung ein.
OP: Captain, nachdem Sie und Ihre Crew, trotz unserer Großzügigkeit und anstatt sich in das Unvermeidbare zu fügen, so überaus rüde gehandelt haben, ist meine Geduld am Ende. Sie werden jetzt für Ihre Uneinsicht bestraft. So wie man ungezogene Kinder bestraft. Sie und Ihre Crew werden jetzt versaufen wie die Kwibats!
Takras flache Hand schlug auf das Sensorfeld und zertrümmerte es dabei. Aus den Deckendüsen der Sprinkleranlage ergoss sich jetzt schiffsweit Wasser uns begann die Korridore zu fluten.
OP: Lass uns in den Nachbargang gehen und dort abwarten. Sie werden um Gnade betteln, wenn sie mit ihren Köpfen an die Decke stoßen.
Ophrat öffnete schwungvoll ein Schott und starrte direkt in die Augen des ebenso verblüfften Mort Caldred.
OP: Bei dem Ei das mich barg…..
Mit einem lauten Brüllen warf sich Mort auf Ophrat, doch dieser wich blitzschnell zu Seite aus und ließ sich in einen Schacht fallen. Takras Hand zuckte zu seiner Hüfte, doch ein glühend heißer, greller Lichtstrahl traf seine Hand, ein weiterer Schuss zischte knapp an Takras Kopfkamm vorbei.
Vandenbergs dritter Schuss wäre sicherlich tödlich gewesen, doch versagte die improvisierte Waffe, welche Mort noch irgendwo gefunden und an Vandenberg weiter gegeben hatte, ihren Dienst. Doch davon bekam Takras nichts mehr mit, denn auch er hatte sich in den Schacht fallen lassen. Hinter ihm schloss sich eine gepanzerte Luke.
Vandenberg fluchte. Da hätte man sich geduldig an 2 der Gegner heran gearbeitet und dann dass!
Va: Guter Arbeit, Mister Caldred. Statt den Feind fest zu nehmen, verscheuchen Sie ihn.
MC: Sir, beim nächsten Mal breche ich diesem Ophrat das Genick.
Doktor D´Varo starrte auf die gepanzerte Luke.
DV: Wo führt dieser Schacht denn hin?
MC: Zu den Replikator-Speichereinheiten.
Va: Wie wir während unseres Aufenthaltes in der KS erfahren konnten, sind Transportersysteme bei diesen Herrschaften unbekannt.
MC: Ja, aber trotzdem könnten die beiden da unten Probleme machen. Man denke nur an die beiden AM-Zwischenspeicher,
Va: Richtig. Wir sollten jetzt zur Brücke zurück kehren. Sonst ertrinken wir hier noch. Im übrigen hat dieser Plasmaschneider, den Sie mir ds ausgeliehen haben, recht gut funktioniert.
Mort zeigte ein zahniges Lächeln.
MC: Ja, manches Werkzeug kann man auch Zweckentfremden. Aber.....
Va: Ich weiß. Ich werde mir einen Phaser besorgen. Auch wenn man damit keine Schrauben lösen kann.
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| Friedensinitiative II Log 9 Lhoal |
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Geschrieben von: Turan - Jun-Fri-2019, 07:10 PM - Forum: *** Ch'Rihan ***
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*** Auf Quo'nos ***
Die Frau hatte Lhoal zu einem alten Häuserkomplex geführt, der mit abenteuerlichen Holz- und Wellblechkonstruktionen über das zulässige Maß hinaus erhöht worden war. Leitern an der Außenseite führten zu den Zusatzgeschossen. Auch im großen Innenhof des früher einmal reichen Anwesens waren weitere Behausungen errichtet worden, neben denen dürre Stangen die illegal angezapften Stromleitungen hielten. Boden und Wohnungseingange waren in Anbetracht der Umstände relativ sauber; anfallenden Müll hatte man draußen in großen Tonnen gestapelt.
Seine neue Bekannte versicherte Lhoal, dass die Müllabfuhr unregelmäßig aber doch immerhin komme.
Sie führte ihn durch alte Gänge mit abblätternder Farbe in einen größeren Raum im hinteren Teil des Hauses, der sich zu einem kleinen illegalen Gärtchen öffnete. Im ersten Moment erkannte Lhoal im Gegenlicht nur eine Gestalt, halb vergraben in Elektronikschrott.
"Mein Vater Ral," sagte sie und trat einige Schritte in Richtung Fenster. "Vater? Wir haben einen Gast!"
"Gast?" knurrte eine kratzige Stimme. "Wenn es wieder der Gerichtsvollzieher ist, sage ihm, wir können sowenig zahlen wie das letzte Mal und der Fek'Ihr soll ihn holen!"
"Es ist Senator Tr'Khellian von Ch'Rihan,Vater."
Jetzt stand der alte Mann so abrupt auf, dass er seinen Schemel umwarf und drehte sich in Richtung der Ankömmlinge. Lhoal erkannte ein beinahe romulanisches Gesicht, umrahmt von grauen Locken, die im Nacken von einem Band zusammen gehalten wurden. Er verneigte sich höflich und der Alte erwiderte den Gruß, ehe er ihm langsam, aber aufrecht wie ein General entgegen kam.
"Ral tr'Vohar heißt Sie in seinem Haus willkommen, Senator," sagte er auf Rihansa.
"Ich fühle mich geehrt und danke Ihnen."
Ral brummte. "Nun, ich kann mir denken, dass es eine große Überwindung für Sie darstellt, diese... Bruchbude zu betreten."
"Es ist kein Problem," versicherte Lhoal und kam sich plötzlich trotz seiner extra für den Besuch in diesem Viertel angezogenen einfachen Kleidung fehl am Platz vor. "Ich freue mich, Sie und Ihre Familie zu treffen - schließlich bin ich Ihretwegen gekommen."
"Soso, meinetwegen. - Ishka, bring uns etwas zu essen und zu trinken!" Seine Augen blitzten kurz unter den buschigen Brauen. "Keine Sorge, hier gibt es kein Lebendfutter, wir vertragen das nicht so gut. Er wies Lhoal in Richtung der Sitzbank vor dem Fenster.
"Sie sind also hier, weil der Prätor unsere Hilferufe vernommen hat und uns nach Ch'Rihan bringen wird?"
"Ja, ich bin im Auftrag des Prätors hier," antwortete Lhoal vorsichtig. "Ich möchte sehen, wie eure Lebensumstände verbessert werden können. Ich war viele Jahre auf K'Muna gefangen. In den letzten Jahren, als das Lager unversorgt blieb, haben Rihannsu und Klingonen gelernt, zusammen zu arbeiten und alten Hass zu überwinden. Ich glaube fest daran, dass es möglich ist, unseren beiden Völkern eine gemeinsame Zukunft zu geben. Und Ihre Leute könnten ein Zeichen für diese Zukunft werden."
"Ich will Ihnen etwas sagen, Senator. Ich bin auf Carraya geboren worden. Mein Vater war Rihanha, meine Mutter Klingonin. Ich bin im Glauben erzogen worden, dass es eine gemeinsame Zukunft für unsere beiden Völker gibt. Dieser Glauben ist gestorben, was sage ich, ermordet, worden im Krieg. Für mich, meine Familie und alle die sind wie wir, gibt es hier keine Zukunft mehr." Er achtete gar nicht darauf, wie seine Tochter einen Teller mit Obst und etwas Pastetenartiges vor sie absetzte. "Wir sind keine vollberechtigten Bürger im klingonischen Reich! Unsere Kinder bekommen keine ordentliche Ausbildung, weil niemand sie an seinen Schulen haben will. Wenn sie erwachsen sind, finden sie keinen Ausbildungsplatz und keine Arbeit. Man spuckt uns auf der Straße ins Gesicht, befördert uns nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und vor Gericht sind sowieso nur wir schuld, die 'Unberührbaren'. Nein, Senator, hier gibt es für uns keinen Platz. Wir wären längst geflohen, wenn wir irgendwelche Mittel gehabt hätten."
Lhoal verstand den Groll und den Kummer des alten Mannes, aber ihm war auch klar, dass er und seinesgleichen sich vermutlich sehr utopische Vorstellungen vom Romulanischen Reich machten. Er aß ein paar Bissen, während er sich bemühte, seine Gedanken in die richtigen Worte zu kleiden. "Es ist wahr, dass Ihr nach den unseren Gesetzen Rihannsu seit und Vollbürger des Reiches mit allen Rechten. Aber ... viele Rihannsu werden euch ansehen und lediglich Klingonen in euch sehen. Es gibt auch bei uns sehr viel Mißgunst und Haß gegen das, was anders ist. Meine Frau ist eine Terranerin, und sie musste das erst kürzlich erleben. Viele Leute suchen einfach einen Sündenbock, wenn es ihnen schlecht geht, oder wenn sie glauben, es könnte ihnen besser gehen ohne 'die Anderen'."
Ral starrte zur Seite. "Sie sind also hier, um mir höflich zu sagen, dass für uns niemand seine politische Karriere aufs Spiel setzen will. Auch der hochgelobte Prätor Tr'Kaleh nicht, der Gleichberechtigung für die Havrannsu durchgesetzt hat!"
Erst jetzt bemerkte Lhoal, das der alte Mann auf den Schreibtisch blickte, und dort hinter dem Elektronikschrott ein Bild des Prätors hing. "Nein, das ist nicht, was ich Ihnen sagen will. Ich... " er seufzte. "Ich fürchte, ich bin nur einfach kein guter Politiker."
"Wenn Sie unter Politiker jemanden verstehen, der einem faule Fische als Sahnekuchen verkauft - dann nicht." Ral wandte sich ihm wieder zu. "Mein Vater hat immer von Ch'Rihan erzählt, vor allem von der Hauptstadt, den Alleen, dem Prätoriatspalast, dem Hafen, den weißen Häusern und Skulpturen; wie hell und sauber und prächtig alles ist."
"Rat'leihfih ist eine prachtvolle Stadt, das stimmt. Aber auch wir haben unsere Problemviertel mit nicht so weißen Häusern und Graffiti statt Skulpturen. Was ich sagen will, ist einfach..."
Ral lachte. "Sie wollen sagen, dass wir unsere Erzählungen immer noch ein bisschen schöner, weißer und großartiger gemacht haben und wenn wir die Wahrheit sehen, mächtig enttäuscht sein werden, weil das Paradies Flecken hat?" Er legte die Hand auf Lhoals Schulter. "Ist es so, Senator?"
"Ich--"
Ein etwa zwölfjähriger Junge, der in den Raum stürmte, unterbrach ihn. Er schwenkte einen kleinen Subraumempfänger und sprudelte hastige Worte auf Klingonisch hervor, die Lhoal so schnell nicht verstand. Aber an Rals entsetztem Gesichtsausdruck erkannte er, dass etwas vorgefallen sein musste. Der Junge fummelte an dem altertümlichen, geflickten Apparat herum und nun waren verzerrte Worte auf Föderationsstandard zu hören. Föderationssender waren verboten - aber danach zu fragen, blieb keine Gelegenheit.
"Chevk hier sagt, sie hätten eine Sondersendung wegen eines Bombenanschlags und dass die Rihannsu ihre Truppen in Verteidigungsbereitschaft versetzt haben. Aber wir verstehen nicht genug Föderationsstandard! In den klingonischen Medien ist nichts zu hören!"
"Geben Sie her!" Lhoal griff das kleine Gerät und drehte behutsam am Empfängerknopf, bis die Nachrichtensprecherin besser zu verstehen war.
+... schwere Zerstörungen im Kloster von Mamak angerichtet hat. Eines der Nationalheiligtümer des Klingonischen Reiches... Rettungsmannschaften auf dem Weg... + Lhoal wurde kalt. +... Noch unbestätigten Berichten zufolge befanden sich sowohl der neue Kanzler Kvorag als auch der Prätor des Romulanischen Sternenimperiums vor Ort, als der Sprengsatz gezündet wurde.+
Elemente, das KANN nicht passiert sein! Wer wusste, dass sie dort sind???
+...romulanische Delegation sofort auf ihr Schiff zurück beordert. Von Ch'Rihan ließ Prokonsul T'Korahl verlauten, dass eine umgehende Untersuchung...+
"Was ist los? Was ist passiert?"
"Ein Alptraum..."
+...berichten von neuerlichen Machtkämpfen der Angehörigen der hohen Häuser auf Quo'nos. Vizekanzler Barki hat den Ausnahmezustand verhängt.+
Lhoal blickte auf und sah, dass sich der Raum gefüllt hatte mit Neugierigen.
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| Urknall, Weltall und das Leben |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jun-Fri-2019, 10:39 AM - Forum: *** Buch- und Netztips ***
- Antworten (1)
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https://urknall-weltall-leben.de/
Wer sich regelmäßig und sehr unterhaltsam über die neuesten Ergebnisse der astronomischen Forschungen informieren möchte, sollte unbedingt diese Seite anklicken, wo man teils auf sehr hohem, aber auch durchaus für Laien verständlichen Niveau informiern kann.
Wichtig sind aber natürlich die Vorträge und Filmchen der beteiligten Astronomen, die man auf deren Youtube-Kanal ansehen oder runterladen kann.
Joseph M. Gaßner und Harald Lesch u. a. schaffen es, mit billigsten Mitteln einem die schwierigsten Probleme darzustellen, wobei seine 'Früchte', die sie immer benutzen, schon legendär geworden sind.
https://www.youtube.com/results?search_q...+das+Leben
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| Hinterhalt Log 17 - Sokar |
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Geschrieben von: Sokar - Jun-Wed-2019, 11:43 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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*** USS Picard / Shuttle "Kopernikus" ***
DCEO Marlow kniete vor der geöffneten Steuerkonsole des Shuttles und tauschte gerade einen Chipsatz aus, den Sokar ihm reichte. Dann prüfte er das Ergebnis. "Gut!" Marlows Kopf kam wieder aus der Konsole zum Vorschein. "Ich habe einen Resonanzinverter mit den Stromsystemen des Hangars gekoppelt und Tr'Kovath hat einen Verstärker drauf geschaltet. Der Impuls sollte sich eigentlich--"
Das Licht flackerte kurz, für einen Sekundenbruchteil schien die künstliche Gravitation auszusetzen, was Sokar mit mit einem skeptischen Gesichtsausdruck begleitete.
"Alles klar," beruhigte Marlow und massierte sich über den Magen. "War zu erwarten, dass der Grav-Generator kurz aussetzt. Trotzdem ekliges Gefühl. Beim Zero-G-Training wurde mir einfach immer schlecht. - Jedenfalls..." Er ließ sich wieder in den Copilotensitz fallen."...sollte das Dämpfungsfeld jetzt deaktiviert sein!"
Sokar kontrollierte Sensoren und Transporter. Die Anzeigen standen auf Grün. Aus dem Maschinenraum kam eine Meldung von Tr'Kovath: +Wir haben Energie auf allen Subsystemen ausser auf Deck 1 und 2.+
Die Brücke.
Die Biosensoren sagten dem Captain, dass sein XO, Dr. D'Varo und Caldred jetzt nahe bei der Brücke waren - dann brach die Signalübertragung ab. Der Bereich der Brücke war ein weißer Fleck auf der virtuellen Landkarte der Picard. Irgendwo dort in der Nähe mussten die letzten der Piraten sein.
+Dort sind wohl die internen Sensoren systematisch zerschmolzen worden. Aber ich hab schon jemanden losgeschickt mit einem mobilen Scanner, Sir.+
Sokar prüfte eines der Displays. "Die Konvergenlinien für das Dämpfungsfeld hatten ein Maximum an den Koordinaten 23x25,6x104,3, können Sie das bestätigen?"
Tr'Kovath bejahte. +Innerhalb der Krankenstation. Sie haben den Störer wohl dort in die Systeme gepfropft.+
"Isolieren Sie den Störsender mit einem Kraftfeld. - Haben Sie Transportererfassung?"
+Überall außer auf der Brücke.+
"Erfassen Sie sämtliche Lebenszeichen der Eindringlinge in der Krankenstation und dem Maschinenraum und beamen Sie sie in das Spezialabteil von Frachtraum 2!" Der Chefingenieur bestätigte und Sokar stellte eine Verbindung in die Sicherheitszentrale her.
Es meldete sich Caldreds Stellvertreter, ein mars-stämmiger Mensch namens Louis Demorel. + Captain! Gut, Ihre Stimme wieder normal zu hören! Wir sind in Bereitschaft, bekommen gerade wieder Zugriff auf die Monitoringsysteme! +
"Schicken Sie ein vollbewaffnetes Team in Frachtraum 2, dort haben wir unsere Gäste untergebracht!"
+Mit Vergnügen!+
Sokar holte tief Atem und blickte Marlow an. "Bleibt die Brücke. Ich will sehen, ob bei diesen Leuten ein logisches Argument fruchtet..." In der Hoffnung, dass seine Worte die letzten drei noch in Freiheit befindlichen Reptiloiden erreichen würde, sandte er einen Appell: "Hier spricht der Kommandant der USS Picard. Wir haben sieben ihrer Leute in sicherem Gewahrsam, den Maschinenraum unter Kontrolle und dieses Schiff wird sich ohne meine Kommandocodes keinen Millimeter bewegen. Geben Sie auf, strecken Sie die Waffen. Ich verspreche, Sie werden ein faires Verfahren erhalten."
Keine Reaktion.
"Wahrscheinlich trauen Sie uns nicht," murmelte Marlow.
"Oder sie können uns nicht hören..." Noch ehe Sokar seinen Aufruf auf einer anderen Frequenz wiederholen konnte, ging plötzlich ein heftiger Ruck durch das Schiff.
"Haben die etwa --" Ein neuerlicher Stoß warf den DCEO und den Captain fast aus dem Sitz. Die linke Hand um die Sessellehne geklammert, aktivierte Sokar das blinkende Signal, das einen Ruf aus dem Maschinenraum anzeigte.
+Wir haben ein Problem, Sir.+ drang Tr'Kovaths Stimme aus dem Kom. + Die Sensoren registrieren eine Art Traktorstrahl vom Schiff der Piraten zu uns. Sie scheinen unseren eigenen Deflektor als Kuppler zu benutzen. Wir sind jetzt auf Gegenschub 2fach Impuls, bisher kein Erfolg. Strukturelle Integrität kann ich schätzungsweise halten bis 5fach, wäre aber nicht ratsam.+
Sokar hörte Marlow neben sich fluchen. Offenbar waren die Piraten nicht gewillt, ihre Beute so einfach aufzugeben. Entweder waren ihnen die gefangen gesetzten Kameraden egal, oder sie waren in einer wirklich verzweifelten Lage.
"An den Deflektor kommen wir nur über die Brückensteuerung. - Tr'Kovath?"
+Ich höre+
"Beamen Sie mich und Mr. Marlow so weit es geht in die Nähe der Brücke."
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| Hinterhalt Log 16 Hohardus Edzardus |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jun-Sat-2019, 08:21 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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========== Auf dem Weg zum Maschinenraum ==========
Die Korridore in Richtung Maschine waren stockfinster.
Noch nicht einmal die Notbeleuchtung brannte.
Das war clever gemacht, wie unsere beiden Helden Mahan und Howy feststellen mußten, denn natürlich hatten sie auch keine Taschenlampen dabei.
Aber sie wußten, daß es alle paar Meter Boxen in der Wand gab mit Gerätschaften und Medikamenten für die Notfallversorgung, denn beim Bau dieses Schiffes hatte tatsächlich mal Einer daran gedacht, daß es Situationen geben könnte, wo alle Energieversorgung zusammengebrochen wäre und NICHTS mehr so funktionieren würde, wie man es seit hunderten von Jahren gewohnt war.
Eigentlich waren die Notbeleuchtungen mit eigener Stromversorgung ausgestattet, was sie auch im Extremfall weiter brennen lassen sollte, aber es schien den Banditen gelungen zu sein, selbst dieses Redundanzsystem lahmzulegen.
Und es wurde auch langsam kälter und die Atemluft deutlich dünner, als sie es gewohnt waren.
„Im Moment haben wir eine Situation, wie auf der Erde in etwa 3000 Metern Höhe. Die Temperatur dürfte bei etwa 15 °C liegen mit fallender Tendenz. Muß das sein.“
Beide tasteten sich an der Wand entlang, und nach ein paar Minuten fühlte Howy eines der Fächer für die Notfallausrüstung.
„Gott sei Dank hat da wenigstens mal Einer mitgedacht und einen rein mechanischen Drehverschluß rangebaut.
Er fühlte den in eine kleine Mulde gekippte Griff und klappte in hoch, nur um ihn danach um eine halbe Umdrehung nach rechts zu bewegen.
„Sesam öffne dich!“ stöhnte Howy.
„Was redest du da für ein Blech?“ zischte Mahan.
„Aus einem uralten terranischen Märchen, das mir meine Großmutter immer erzählt hat.
Tatsächlich klappte die Luke zur Seite und Howy wühlte mit der rechten Hand in dem kleinen Raum herum, bis er eine Lampe gefunden hatte.
„Es werde Licht! Und es ward Licht!“ rezitierte er, was Mahan mit einem Stirnrunzeln quittierte.
Und wirklich erstrahlte die kleine Lampe erstaunlich hell.
„Na, das ist doch schon mal was. Jetzt brauchen wir nicht mehr wie die Blindfische durch die Gänge schleichen.“
Howy steckte noch die in einem kleinen Päckchen verklebten Ersatzakkus in die Hosentasche und nahm auch die Notrationenpackungen mit.
„Die schmecken zwar scheiße, aber werden uns eine Weile am Leben erhalten.“
Auch Mahan versorgte sich. Er griff sich auch noch ein Multi-Tool, in der Hoffnung, damit vielleicht die eine oder andere Tür öffnen zu können, die nicht auf Kommandos oder Fußtritte reagieren wollte.
Howy biß erst einmal in einen der Riegel, auf dem Irgendetwas von ‚Erdnüssen in Aspik‘ stand.
„Welcher Idiot hat das bloß zusammengestellt?“ knurrte er, aber erst einmal war das besser als Nichts.
Aber er nahm sich fest vor, wenn sie zurück auf ihrem Globus wären, umgehend eine üble Beschwerde einzubringen.
Sie nutzten zunächst nur eine Lampe, da sie ja nicht wußten, wie lange die Beleuchtung nicht funktionieren würde, oder ob sie diese überhaupt je wieder in Betrieb bringen könnten.
„Man kommt sich vor wie in der tiefsten Steinzeit. Was haben bloß die Menschen gemacht, als es noch keine Elektrizität gab?“ fragte Mahan laut.
„Wer konnte diesen ganzen Mist überhaupt reparieren, wenn der mal kaputt war?“
„Immerhin konnte man da noch was reparieren, wenn es kaputt war. Heute muß man immer gleich das halbe Schiff austauschen, wenn nur ein blöder Schalter oder ein Holoemitter nicht mehr funktioniert. Ich kenn mich mit alten Geräten aus, wie du weißt, und die waren so stabil, daß sie nie kaputt gingen und immer funktionierten.“
Sie waren an einen Turbolift gekommen, der aber selbstredend außer Dienst war.
„Die hätten wenigstens einen Zettel auf die Tür kleben können ‚Bitte benutzen Sie die Nottreppen!‘ Du wirst ganz schön zu tun haben, wenn das Ganze hier vorbei ist.“
Mahan grunzte zustimmend.
Sie hoben neben dem Lift eine Klappe aus der Wand und zwängten sich in das Innere der Röhre, in der eine Leiter senkrecht nach unten verlief.
„Ich kriege in diesen Dingern immer unglaublich Platzangst,“ stöhnte Howy und begann langsam abwärts zu steigen. Das zitternde Licht der kleinen Lanpe vervollständigte noch das schauerliche Szenario.
Dann erreichten sie kurz vor dem Maschinendeck einen kleinen Wartungstunnel, der über dem Maschinenraum verlief.
Mahan begann da rein zu krabbeln.
„Auch das noch!“ stöhnte Howy und zwängte sich in die verdammt enge Röhre, wobei er vor sich im wackelnden Licht der Lampe, die Mahan trug, nur dessen Hintern sah.
Er fühlte an die Tasche, die er am Gürtel trug, in der sein altertümlicher Colt steckte, aber so richtig beruhigen tat ihn das nicht.
Gerade wollte er fragen, ob es noch weit sei, denn ihm wäre schlecht, stoppte Mahan und lugte durch ein kleines Fenster hinunter in den Maschinenraum:
„Dachte ich es mir doch. Mindesten zwei der Kerle, und sie haben meine Leute gut verschnürt in eine Ecke gelegt, was unsere Aufgabe nicht gerade erleichtert.“
„Und? Was nun?“
„Wir klettern noch ein Deck tiefer und versuchen dann auf Höhe des Maschinenraums rauszukommen. Ich hoffe, das Überraschungsmoment wird uns ein wenig helfen.“
„Dein Wort in Gottes Gehörgang,“ nuschelte Howy, dem ziemlich weich in den Knien war. „Bedenke bitte, daß ich kein Nahkampftraining habe. Ich bin nur ein kleiner Navigator.“
Mahan kniete vor einer Verkleidung und fummelte mit dem Werkzeug an der Kante einer Platte herum, bis diese sich löste.
„War doch eine gute Idee, das Teil mitzunehmen. Da war mal Einer am Werk, der sich so eine Situation vorstellen konnte.“
Langsam und vorsichtig hob er das Teil an und schob es hinter sich in die Wartungsröhre. Dann zwängte er sich erstaunlich geräuschlos durch das Loch, von dem Howy gerade gedacht hatte, er würde da niemals durch passen.
Der Ingenieur mußte einen Indianer in der Verwandtschaft gehabt haben, denn er agierte ohne auch nur das kleinste Geräusch.
Howy bemühte sich, es ihm gleich zu tun.
Sie hockten jetzt hinter einer Bedienungskonsole direkt hinter den beiden Echsen.
Mahan signalisierte unserem Navigator, sie sollten aufspringen und die Echsen festsetzen.
Howy hatte seinen Revolver in der zitternden Rechten und vergaß natürlich, ihn zu spannen.
Mahan sprang auf: „Hände hoch und keine falsche Bewegung!“
Die Echsen drehten sich blitzschnell um und hechteten in Richtung Mahans, der mit dem Schraubenschlüssel einen von ihnen niederstreckte.
Die zweite aber riß ihn von den Füßen und warf ihn zu Boden. Seine Klaue schloß sich um den Hals des Technikers und begann ihn zu würgen. Er lief schon grün an, als Howy auf den Kerl zielte und abdrückte. Aber nichts geschah.
Er hatte aber keine Zeit mehr, noch den Hahn zu spannen, deshalb drehte er, so wie er es mal in einem alten Western gesehen hatte, den Colt herum, faßte ihn am Lauf und schlug der Echse den Griff heftig von hinten auf den kahlen Schädel.
Der fiel nach vorne und regte sich nicht mehr.
Mahan saß einen Moment da und holte tief Luft.
„Kein schlechter Schlag, Junge. Der hätte von mir sein können.“
Er rappelte sich auf und ging erst einmal zu seinen Leuten.
Mit dem altmodischen Messer des Werkzeuges befreite er sie: „Los, keine Müdigkeit vorschützen! An eure Positionen! Wir müssen den Kahn wieder zum Laufen bringen.“
„Da läuft aber Nichts, Sir!“ stammelte einer der Techniker. „Die Typen haben alles lahmgelegt. Wir haben auch keine Kommunikation oder überhaupt irgendeine Verbindung. Und die Zugänge sind alle blockiert.“
„Es muß eine Möglichkeit geben, das Ganze wieder unter unsere Kontrolle zu bringen.
Vor allem müssen wir zuerst einmal die Lebenserhaltung wieder herstellen, denn es fängt an, ungemütlich zu werden.“
Er ging an eine Konsole, die eigentlich mit einer eigenen Energieversorgung ausgestattet war, die ebenso eigentlich unter auch den übelsten Bedingungen autonom funktionieren sollte.
Von hier aus sollte man, selbst wenn das gesamte Schiff nicht mehr einsatzfähig sein sollte, noch die Hauptsysteme erreichen und regeln können.
Es war ein System, wie es auf Kriegsschiffen in den sogenannten Kampfbrücken eingerichtet war. So eine hatte sie auf der Picard nicht, aber als Redundanzsystem hatte man das eingebaut.
Mahan schaltete die Konsole ein und tippte seinen Code ein, und es geschahen Zeichen und Wunder: Das Teil begann zum Leben zu erwachen.
Und was das Allerbeste war: Es kam auch umgehend ein Signal rein.
Howy starrte auf die Darstellung: „Das ist der Code vom Captain!“
Mahan nickte: „Der muß irgendwo an einem Gerät sitzen, das außerhalb der normalen Schiffskontrolle ist. Bloß wo?“
Howy grunzte: „Da gibt es derzeit nur einen Platz, nämlich ein Shuttle. Die sind ja zunächst autonom, weil sie eigene autonome Systeme haben. Irgendwie muß es Sokar gelungen sein, in eins reinzukommen, es in Betrieb zu nehmen und sich in unsere Systeme einzuklinken?“
Mahan nickte: „So wird es sein. Wir müssen ihm ein Signal geben, daß wir mit ihm Verbindung haben.“
Er tippte rasend schnell ein paar Zeichen auf die Tastatur und wartete. Dann entspannte er sich, denn es kam Antwort! Und auch diese enthielt wieder die Signatur des Captains.
„Der sitzt tatsächlich in dem Shuttle. Und er hat es auch geschafft, unser Notsystem anzuzapfen und sich da reinzuhacken.
Gar nicht mal schlecht für ihn, wenn man bedenkt, daß er eigentlich nur wenig Ahnung davon hat.“
Wieder tippte er wie ein Irrer auf der Tastatur herum und übermittelte Sokar damit den Zugang zu den Hauptsystemen.
Wieder dauerte es eine Weile, was mächtig an Howys Nerven zehrte.
Aber dann begannen plötzlich auch die anderen Konsolen im Maschinenraum ins Leben zurückzukehren.
„Guter Mann!“ lobte Mahan.
In diesem Moment sprang die bewußtlos geglaubte Echse, der Howy den Colt über den Schädel gezogen hatte auf und griff Mahan an.
Howy hatte seinen geistesgegenwärtigen Moment und stellte ihm ein Bein, was ihn flach auf den Bauch legte.
Gleichzeitig stürzten sich die anderen Techniker auf ihn und verschnürten ihn zu einem handlichen Paket. Und aus dieser Erfahrung lernend, taten sie das Gleiche auch mit dem anderen, der sich allerdings noch nicht gerührt hatte. Immer nach dem Motto: ‚Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste‘.
Sokar meldete ihnen, daß auch Ingenieur Marlow bei ihm war, was Mahan natürlich gut fand, weil er dann Jemanden hatte, der über Ahnung verfügte.
Marlow berichtete ihnen, daß Sokar alle Grundsysteme des Schiffes gesperrt hatte, um weitere Zugriffe der Piraten zu erschweren, und dann sendete er – aber erst, nachdem auch Mahan noch einmal seinen speziellen Code übermittelt hatte – die Zugangsdaten zu den Hauptsystemen.
„Erst mal die Lebenserhaltung, denn es wird langsam ungemütlich hier.“
Und wirklich: Nach wenigen Minuten begann es, wieder wärmer zu werden.
Howy grinste: „Vielleicht sollte man für zukünftige Notfallausrüstungen auch vorschlagen, ein paar warme Klamotten beizulegen.“
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| Zwischenlog 15 - Sokar / Lhoal |
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Geschrieben von: Sokar - Jun-Thu-2019, 11:46 AM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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*** Vanguard / ehemalige Strafkolonie ***
Sokar starrte durch den schmalen Sehschlitz der verfallenen Bunkeranlage in die eisregengepeitschte Welt an der Oberfläche. Dort, in knapp 500 Meter Entfernung stand das Borgschiff. Die Hülle schien intakt zu sein und auch sonst hatte Tr'Khellian, der die 'Beute' mit einem Fernglas begutachtete, keine größeren Beeinträchtigungen erkennen können. Das Raumfahrzeug mochte terranischen Ursprungs sein, ein größeres Truppentransportshuttle vielleicht. Aber seine ursprüngliche Form war unter den zahlreichen neuen Strukturen, die wie Krebsgeschwüre überall saßen, kaum mehr auszumachen.
Wie groß war die Zahl der Gegner? Borg brauchten keine Feldbetten und keine Stühle, keine Kantine und Sanitäreinrichtungen. Das bedeutete, dass in diesem unförmigen Metallklumpen an die hundert Kreaturen auf sie lauerten. Sokar kniff die Augen zusammen. Das Schutzglas des Sichtschlitzes war geborsten und durch mikrofeine Risse drang genug von der toxischen Atmosphäre ein, dass ihm bereits die Augen brannten. Wie die meisten ihrer Truppe trug er eine alte Schutzmaske vor Nase und Mund, verstärkt mit Stofftüchern.
Sie waren knapp 40 Leute, bewaffnet mit abenteuerlichen selbstgebauten Projektil- Hieb- und Stichwaffen und einigen wenigen Disruptoren. Es war ihnen klar, dass viele von ihnen nur ein paar Meter weit kommen und krepieren würden, ehe die Borg ihnen ihre Assimilationsröhrchen in den Leib bohren konnten. Auf Vanguard war sich jeder selbst der Nächste. Wer fiel, durfte nicht damit rechnen, dass ihm jemand zu Hilfe kam.
Tr'Khellian prüfte seinen Disruptor und warf seinem ehemaligen XO, der neben ihm stand, einen Blick zu. Karatek, für immer entstellt von einer durchgestandenen Assimilation durch die Borg während des Krieges, war einer der Garanten für das Gelingen ihres Husarenstücks. "Los!" knurrte Tr'Khellian dann und unterstützte den Befehl mit einer gebieterischen Handbewegung Richtung Schott.
Zwei ihrer Leute zündeten die Sprengladungen und die Bunkertür flog mit großem Getösen nach draußen. Die grotesk vermummte Truppe stürmte vor, hinaus aus dem schaurigen Kerkerloch in die Gifthölle der Oberfläche. Ein paar Borg, die sich vor dem Schiff gezeigt hatten, fielen Disruptorschüssen zum Opfer. Die Borg schienen etwas disorientiert zu sein, wie es oft bei kleinen, vom HIVE getrennten Gruppen vorkam. Aber allzu schnell war das Überraschungsmoment vorrüber und die Gegner verkeilten sich ineinander. Sokar rammte einem Borg eine Metallspitze zwischen die Panzerung, dort, wo laut Karatek eine Schwachstelle in ihren Energieschilden lag. Der Maschinenmensch brach röchelnd zusammen und hinterließ rote Blutflecken auf Sokars Umhang. Der Vulkanier wandelte sich in das, was seine Vorfahren vor Äonen gewesen waren: wilde Kreaturen, die in einer lebensfeindlichen Umgebung um ihr Überleben kämpften. Es gab nur das Vorwärts oder den Tod.
Neben ihm kämpfte Tr'Khellian. Nachdem die Disruptoren ihren Nutzen eingebüst hatten, mit einem Dolch in der rechten Hand und etwas häßlichem, klobigem und tödlich aussehenden in der linken. Sokar hatte Leute unter Drogen kämpfen sehen; Fanatiker bis zum letzten Blutstropfen. Aber Tr'Khellian ... Tr'Khellian war definitiv ein Irrer. Romulaner oder nicht - wenn ihnen jemand den Weg zu diesem verdammten Schiff bahnen konnte, dann er.
Zwischen Blut, Schneematsch, Schlamm, knisternder Elektrizität und zuckenden Servos drang das Röcheln und Gurgeln der Sterbenden und Assimilierten in den grauen Himmel. Vor Sokar ragte die dunkle Masse des Schiffes auf, so nah und doch so fern, geschützt von einer Phalanx von Borg. Ein Stoß traf den Vulkanier in den Rücken. Er stolperte nach vorn, über einen Leichnam und landete auf den Knien. In der nächsten Sekunde fiel ein Schatten auf ihn. Assimilationsröhrchen zuckten dicht vor ihm und instinktiv riss Sokar den Arm hoch und rollte zur Seite - nur im mit einem anderen Hindernis zu kollidieren. Zwei Beine in Panzerschienen. Tr'Khellian!
Im nächsten Moment durchtrennte eine scharfe Klinge den Arm des Borg. Ein weiterer Stoß durchbohrte dessen Kehle. Tr'Khellian stieß einen romulanischen Kampfschrei aus, der durch die Atemmaske klang, als grolle ein Höllenhund. Dann riss er Sokar auf die Beine.
Irgendwann war es vorbei. Der Kampfesrausch wich und machte einer umfassenden Erschöpfung platz. Sokar realisierte, dass er auf einem metallischen Gitterboden auf allen Vieren kniete, in einer Lache aus Blut, Kühlflüssigkeit und anderem Undefinierbaren. Sein ganzer Körper schien aus Schmerz zu bestehen; seine Lunge brannte und er hörte den Herzschlag in den Ohren dröhnen. Erst allmählich kam die Erkenntnis, dass er diese Wahrnehmungen nur hatte, weil er NICHT assimiliert worden war. Und er befand sich im Inneren des Schiffes. Logische Schlussfolgerung: sie hatten es geschafft. Wieviele? Er sah sich um und erkannte etwa 10 Gestalten in dem dämmrigen Raum.
Eine romulanische Stimme drang zu ihm: "....Luken sind versiegelt, überprüfe jetzt den Intermix des Antriebs." Dann war Tr'Khellian zu hören. Ihr Anführer stand wie eine apokalyptische Siegerfigur im grünlichen Licht, das von zahlreichen Alkoven ausging, auf eine Speerartige Waffe gestützt."Gut. Karatek, sieh zu, dass du diesen Schrotthaufen ins All bewegst!"
*** Einige Stunden darauf ***
Sie hatten es geschafft zu starten und Fluchtgeschwindigkeit aus dem Orbit zu erreichen. Aber damit begannen die Probleme erst. Ob das borgisierte Schiff warpfähig war, musste noch heraus gefunden werden. Karatek und ein weiterer Technikspezialist waren dabei, die Ambientalkontrollen etwas mehr dem Stand eines Normalhumanoiden anzupassen, was bedeutete, vor allem die Luftfeuchtigkeit und Wärme herunter zu regeln. Im Augenblick ging es den Flüchtlingen wie arktischen Kältebewohnern, die man plötzlich in eine Tropenhalle verfrachtet hatte.
Es gab keine Einrichtung zur Kranken- und Verletztenversorgung mehr an Bord. Also versuchten sie, offene Verletzungen mit auf niedrigste Stufe gestellten Energiewaffen und Mikroschweißern zu schließen und ansonsten vertrauten sie, dass die robuste Natur den Rest erledigen würde. Als Wasch- wie Desinfektionsmittel diente eine Reinigungsflüssigkeit, die man aus dem Leitungssystem abzapfen konnte.
Vor allem aber gab es kein Wasser und nichts zu Essen an Bord. Sie versuchten, das Kondenswasser irgendwie zu sammeln, was aber nur ungenügend gelang.
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