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Dämonen / Log 6 / XO - Druckversion

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Dämonen / Log 6 / XO - Robert Vandenberg - Dec-Sat-2018

USS Picard / Shuttle-Hangar
 
Sokars Schritt in Richtung des Shuttles hatte etwas Federndes, leichtes.  Vandenberg kratzte sich am Kopf. War dies ein Zeichen einer Art Vorfreude auf das Treffen mit dem ersten Administrator der Ashan? Wie auch immer, Vandenberg war nicht erbaut. Und mit einem entsprechenden Gesichtsausdruck wandte er sich auch an Sokar.

Va: Captain, es behagt mir ganz und gar nicht, dass Sie nur Mr. Edzardus begleitet. Nehmen Sie wenigstens 2 SOs mit.

Sokars Schritte verlangsamten sich etwas.

So: Ihre Sorge in Ehren, XO, aber es ist nichts zu befürchten. Die Ashan sind ein Volk, welches die Friedfertigkeit über Alles stellt. Seit Jahrhunderten gibt es bei Ihnen nicht einmal irgendeine Form von Kriminalität.
Va: Sagen die Ashan.
So: Es gibt keinerlei Anhaltspunkte, die Aussage der Ashan anzuzweifeln. Wir werden eine Zeit des fruchtbaren Austauschs von Informationen haben.
Va: Nun  gut. Aber was wollen Sie den Ashan den anbieten?
So: Nun, sie sind uns in vielem um 200 Jahre voraus, wir haben jedoch einen beträchtlichen Vorsprung in der Transportertechnologie. Ebenso sind wir Ihnen in der Schildtechnologie voraus. Was bei einer Zivilisation mit einer solchen Friedfertigkeit wie bei den Ashan nicht verwunderlich ist.
 
Vandenberg und Sokar waren inzwischen beim Shuttle angekommen. Sokar wandte sich noch einmal an Vandenberg.

So: Wir treffen uns wieder an dieser Position in genau 10 Tagen, 12 Stunden und 48 min.
Va: Nun Captain. Dann guten Flug und lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen.
So: Ich glaube nicht, dass die Ashan sportliche Übungen mit mir machen werden. Sobald wir wieder zurück sind, erwarte ich Ihre Ergebnisse der Erforschung des Singam-Nebels. Die Ashan haben diesen Nebel selbst noch nicht erforscht.
Va: Warum nicht?
So: Das sagte man mir nicht.
 
Howy kam die Heckrampe herunter marschiert und übernahm Sokars Gepäck.
 
So: Nun denn, wir brechen auf.
Va: Dann guten Flug Captain.
So: Nichts anderes habe ich vor. Erlaubnis erteilt die Picard verlassen zu dürfen?
Va: Erlaubnis erteilt, Captain.

Vandenberg begab sich hinter die Schutzbarriere, während das Shuttle die Heckrampe einfuhr und dann abhob. Wenige Sekunden später verließ die „Johannes Kepler“ den Hangar. Der XO begab sich mit einem Brummlaut zur Brücke.

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Ortswechsel:
 
USS Picard / Brücke
Zeit: 2 Tage später.
 
Das Glitzern von Millionen Partikeln erleuchtete den Frontschirm. Seitdem Sokar vor 2 Tagen die Picard verlassen hatte, war die Picard auf dem Weg zum Singam-Nebel. Der Blick auf die ersten Ausläufer des Nebels war zwar prächtig, aber vom wissenschaftlichen Standpunkt aus, eher unspektakulär. Eispartikel wohin das Auge auch reichte. Lt. Qahir, der CSO Mahan tr´Kovath derzeit vertrat gab ein Schnaufen von sich.

Qa: Eis, nichts als Eis.
 
Vandenberg grinste.

Va: Als Kind mag man zwar Eis, aber nicht unbedingt als Wissenschaftler. Zumindest kein Eis in dieser Form.
Qa: Ich habe immer Vanilleeis gemocht. Sollte ich wieder auf die Erde kommen, werde ich diese Eisdiele in Ulan Bator besuchen.
Va: Und ich werde Raymonds Diner in New York leer essen.
 
Randy Marlowe, derzeitiger Navigator und Com-Offizier meldete sich.
 
RM: Ähm Sir, so sehr ich Ihre Unterhaltung auch schätze, ich muss leider unterbrechen.
Qa: Wieso? Bekommst Du Hunger, Randylein?
RM: Nein, aber ich empfange hier ein schwaches Signal.
Qa: Der Captain?
RM: Negativ. Ein sich wiederholendes Signal. Scheint eine Art automatisierte Botschaft zu sein. Der Universaltranslator kann noch nicht viel damit anfangen. Von der Datenrate her scheint es ein reines Audiosignal zu sein.
Va: Ist die Ursprungsregion fest zu stellen?
RM: Laut den Sektor-Daten, welche wir von den Ashan erhalten haben, stammt das Signal aus einer Region, in welchem intensiv Bergbau betrieben wird. Laut der Karte aus dem Nibonez-System. Dort soll es reiche Bodenschätze und eine florierende Kolonie eines Volkes namens Dilvaarii geben.
Va: Ich erinnere mich. Die Ashan hielten uns beim ersten Kontakt für fortgeschrittene Dilvaarii.
Qa: Eventuell gibt es dort so etwas wie Trilithium?
Va: Mr. Marlowe, könnte das Signal ein Notruf sein?
RM: Das glaube ich weniger Sir. Aufgrund seiner Regelmäßigkeit halte ich es eher für eine Art Navigationssignal.
Va: Entfernung?
RM: Etwa 24 Lichtjahre.
Va: Nun gut. Schauen wir uns das einmal an. Mr. Marlowe, nehmen Sie Kurs auf die Quelle. Warp 3
 
Die Picard scherte aus dem Nebel aus und beschleunigte dann gemächlich bevor sie auf Warp ging