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  Griff in die Geschichte LOG 17 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Nov-Fri-2019, 07:10 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  9. November 1923, München, Odeonsplatz, etwa 8 Uhr abends  ==========
 
Howy hatte über den Kommunikator mitbekommen, daß Mort schwer verletzt war und Vandenburg und Tr’Kovath Jagd auf Gerschoni machten.
Er hatte sogar die Worte der Beiden oben auf dem Dach von Nummer 6 gehört und mitbekommen, daß ihr Mann einfach so ‚verschwunden ‚ war.
Aber Niemand verschwand ‚einfach so‘, das war ihm klar.
Wahrscheinlich hatte er die Reste eines Dämpfungsfeldes genutzt, das auch ihn bisher geschützt hatte.
 
Deshalb rannte er über den Platz, ohne auf die Rufe einiger Uniformierter zu achten, die in ihm wohl einen flüchtigen Hitleristen sahen.
„Halt, oder wir schießen!“ brüllten sie, aber Howy ließ sich nicht beeindrucken, obwohl er mehrere Kugeln in sein Schutzfeld einschlagen fühlte.
 
Einer der Beamten rief noch seinem Kollegen zu, er sei sich sicher, ihn mehrfach getroffen zu haben, aber dann hatte er sie abgehängt.
Durch eine kleine Seitenstraße versuchte er, den Hinterhof von Haus 6 zu erreichen. Er quetschte sich durch einen schmalen Spalt in einer Mauer, von wo aus er den Hof einsehen konnte, aber Gerschoni war weit und breit nicht zu sehen.
Auch seine Scans liefen ins Leere. Auch nicht das kleinste Signal.
Vandenburg hatte ihm noch mitgeteilt, daß der Masker ihres Gesuchten wohl dabei war, seinen Geist aufzugeben, was die Suche eigentlich erleichtern sollte, aber es gab keine Reaktion seines Gerätes.
 
Überall in den Straßen wimmelte es von Polizei und Militär, die nach versprengten Hitleranhängern suchten. Wenn sie glaubten, welche erwischt zu haben, schlugen sie diese zusammen und warfen sie auf LKWs, die sie dann wohl zu einem Gefängnis transportieren würden.
Überall standen Sanitätsautos, um die vielen Verletzten in die Krankenhäuser zu fahren, und da plötzlich hörte er ein großes Geschrei einer offensichtlich älteren Dame: „Hilfe! Polizei! Kommen Sie schnell! Ich habe bei mir in der Wohnung einen verwundeten Nazi. Nehmen Sie ihn fest!“
 
Zwei Uniformierte zogen ihre Pistolen und folgten der Frau zu ihrem Haus, als aus dessen Eingang ein Mann gesprungen kam und beide umstieß:
„Mich bekommt ihr nicht, ihr Schweine!“
 
Howy erkannte ihn sofort. Es war Gerschoni.
Er hinkte und hielt sich den Arm, aber er rannte mit allen seinen Kräften auf eines der Sanitätsfahrzeuge los, dessen Fahrer gerade ein paar Verletzte am Boden versorgte.
Er sprang auf den Sitz und startete den Motor.
„Woher wußte er, wie man das macht?“ fragte sich Howy und versuchte,  hinten aufzuspringen.
Dabei hätte er sich fast alles gebrochen, aber er schaffte es mit Müh und Not, sich an einem der Griffe festzuhalten.
 
Gerschoni raste mit Vollgas die Straße herunter, bis er von einer kleinen Gruppe zum Halten gezwungen wurde.
„Sie nehmen uns mit!“ brüllte einer der Männer.
Gerschoni sah sich gezwungen, der Aufforderung Folge zu leisten, denn er besaß kein Schutzfeld mehr und mehre Läufe von Projektilwaffen waren auf ihn gerichtet.
Daß Howy hinten am Wagen hin, erregte keine Aufmerksamkeit, denn der war offensichtlich auch aus dem Polizeikessel auf diese Weise geflohen, also einer von ihnen.
Sie öffneten die große Tür hinten und kletterten hinein, wobei sie Howy einfach mit reinschoben, was dieser zunächst natürlich gar nicht gut fand.
Dann aber stoppte ihm der Atem.
Der Mann, der da eben die Befehle gegeben hatte, war ein relativ kleiner schwarzhaariger Mann mit einem Bärtchen über der Oberlippe.
Adolf Hitler persönlich mit einigen Getreuen.
 
Dann öffnete sich die Tür noch einmal, und man schob Gerschoni auf die Ladefläche.
Howy verdeckte sein Gesicht, denn er wollte nicht, daß dieser Kerl ihn bemerken würde.
Ein paar von Adolfs Freunden hatten jetzt das Steuer übernommen und fuhren mit hoher Geschwindigkeit aus der Stadt.
 
Hitler zischte: „Habt ihr denen gesagt, daß wir nach Uffing am Staffelsee fahren?
Da hat ein Kamerad von mir, der ‚Putzi‘,  ein Landhaus, wo wir uns zunächst verstecken können. Er ist uns wohlgesonnen und wird uns nicht verpfeifen.
 
Das hatte wohl keiner gewußt, weshalb ein Kamerad von Adolf mit einem harten Gegenstand die kleine Scheibe zum Fahrerhaus einschlug und den Zielort rüberbrüllte.
Etwa 70 km südlich von München sollte das sein.
 
(Aus WIKIPEDIA: Ernst Franz Sedgwick Hanfstaengl, genannt „Putzi“, war ein deutsch-amerikanischer Geschäftsmann, Kunsthändler, politischer Aktivist und Politiker. Er wurde vor allem als finanzieller Unterstützer und Freund Hitlers in den 1920er-, als Auslands-Pressechef der NSDAP in den 1930er-Jahren und später als Mitarbeiter Franklin D. Roosevelts bekannt.)
 
Howy sah zu seinem großen Erschrecken, daß auch Gerschoni inzwischen bemerkt hatte, mit wem er den Krankenwagen teilte.
Er grinste wie ein Honigkuchenpferd und konnte offensichtlich das Ausmaß seines Glücks kaum begreifen.
 
Howy wartete darauf, daß er einen Angriff starten würde, aber zunächst verhielt sich der potentielle Attentäter ruhig und wartete wohl auf eine bessere Gelegenheit.
Es konnte aber auch daran liegen, daß er möglicherweise keine Waffe mehr besaß. Er hatte diese vielleicht bei seinem Sturz oder dem Zusammentreffen mit den Polizisten verloren, jedenfalls blieb er untätig.
 
Dann aber fiel Howy ein, daß er möglicherweise einen Phaser dabei hatte, den er, wenn er einen hatte, wohl tief in seinem Anzug verborgen trug.
Er könnte den überladen, und wenige Sekunden danach wäre alles, was von ihnen übrig bleiben würde, ein riesiger Krater mitten auf der Straße.
Und da würde ihm, Howy, auch sein Kraftfeld nicht nützen, denn für solche Entladungen, war es keinesfalls stark genug ausgelegt.
 
Der Wagen rumpelte über eine Landstraße, und da eine Federung nahezu nicht vorhanden war, taten Howy inzwischen alle Knochen weh, während sich Gerschoni  angeregt mit seinen Nachbarn unterhielt.
An Hitler kam er nicht heran, da dieser ganz vorne hinter der Fahrerkabine saß, und es viel zu laut war, um mit ihm zu sprechen.
 
Am zufriedenen Gesichtsausdruck seines Mannschaftskameraden aber sah er, daß dieser sein Glück kaum fassen konnte, zumal er sich sicher wähnte, seine Verfolger abgehängt zu haben.
Und darin wollte Howy ihn solange im Unklaren lassen, wie es nur möglich war.
 
Er nutzte die Zeit, um sich die Person, die die Weltgeschichte drastisch ändern würde, einmal näher anzusehen.
Und er fragte sich, wie dieser Mann, der selber klein, eher schwächlich und schwarzhaarig war, es fertig brachte, seinen Mitbürgern zu erklären, daß es die blonde starke Herrenrasse der Arier sei, die Deutschland und die Welt zum Heil führen würde?
Er hatte Hitler ja im Bürgerbräukeller erlebt und mußte zugeben, daß er hervorragend in der Lage war, diese Schwächen zu überspielen und die Menschen in seinen Bann zu ziehen, zumal diese in ihrer Not nach jedem Strohhalm griffen.
Er fragte sich wieder einmal, wie er wohl selber reagiert hätte, wenn er ‚damals‘ gelebt hätte?
 
Nach einer gefühlten Ewigkeit hielt der Laster und die Tür wurde von außen geöffnet.
Einer nach dem anderen stieg aus und streckte erst einmal die Tentakel, denn Howy war sich sicher, daß nicht nur ihm jedes einzelne Knöchelchen weh tat.
Sich im Schatten des Fahrzeuges haltend, sah er sich um und stellte fest, daß sie vor einem wirklich schönen bayrischen Haus standen.
Natürlich wußte er nicht, wer ein gewisser oder eine gewisse Putzi war, aber schön war die Hütte.

[Bild: Uffing.jpg]

 Er sah Gerschoni auf Hitler warten und sich dann zu ihm zu gesellen.
Jetzt würde er zuschlagen. Wann sonst?
So eine Gelegenheit würde er nie wieder bekommen.
Nur wie?
Howy aktivierte seinen Communicator und rief hinein: „Klarmachen! Zwei zum Beamen!“
 
Alle drehten sich nach ihm um, als Gerschoni ihn erkannte. Er hechtete auf Hitler zu und riss aus seiner Hose einen Phaser.
Gerade wollte er den Schalter auf ‚Überlastung‘ stellen, als Howy ihn ansprang.
„Er will euch alle töten!“ schrieh er und entriß Gerschoni das Teil, bevor er den Hebel umlegen konnte.
 
„Nein!“ brüllte er. „Das kannst du nicht machen! Ich muß ihn töten.“
 
Howy warf den Phaser mit gekonntem Schwung in den nahegelegenen See, umklammerte Gerschoni und brüllte, auch wenn er jetzt für ungeheuer viel Gesprächsstoff bei den Beteiligten sorgen würde: „Zwei zum Beamen!“
 
Mit einem zarten silbrigen Flimmern lösten sich beide im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auf.
 
Zurück blieben zu tiefst erschrockene und erstaunte Männer.
Sie hatte gehört, daß der eine von den Beiden gerufen hatte, er wolle Adolf töten, und sie hatten ebenfalls gesehen, daß ein anderer den daran gehindert hatte.
Sie hatten alle keine Tatwaffe gesehen, aber er hätte ja eine Art Handgranate in der Tasche gehabt haben können.
Und sie hatten alle das unheimliche Verschwinden der Beiden beobachtet.
 
„Daß mir keiner von euch diesen Vorfall irgendwo erzählt!“ knurrte Adolf.

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  Wasser auf dem Mond Europa!
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Nov-Tue-2019, 05:01 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

https://web.de/magazine/wissen/weltraum/...a-34196598

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  Zwischenlog 23 - Richard
Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Nov-Tue-2019, 04:10 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

*** Epsilon Eridani / Archiv der Inquisition / Lesesaal ***

Richard von Rabenstein saß am Terminal und förderte zu Tage, was sich fördern ließ - und das war eine ganze Menge. Dani hatte einen hochkarätigen Clearancecode fabriziert, denn sein eigener war natürlich längst deaktiviert worden. Selbst LaSalles Konferenz-Itinerar und einige interne Schreiben für die Hochinquisitoren der einzelnen Provinzen träufelte lieblich in seinen Speicherchip. Doch als er "Taminus" eingab, das ominöse Wort aus dem Hologramm, das im Amtsring des Großinquisitors gespeichert war, erschien die Meldung:
"Es liegen keinerlei Daten zum gewünschten Parameter vor. Haben Sie sich vielleicht vertippt? Bitte versuchen Sie es noch einmal!"

Danke, das ist nicht nötig... Richard zögerte einen Moment, entschied aber dann, alles auf eine Karte zu setzen. Sobald würde er keine Gelegenheit mehr haben, sich an einem Quell des Wissens laben zu können! Und er konnte einfach nicht wiederstehen, so nah am Ersehnten...
Er zog eine kleine Phiole mit seinem Blut aus der Tasche, aktivierte den Amtsring und hielt das kleine Hologramm auf die Authentifizierungspunkt des Terminals. Die Lichter des Bildschirms fielen in sich zusammen und formten in der nächsten Sekunde eine neue holographische Bedienoberfläche. In der Mitte prangte das Wappen des Großinquisitors. Richard hielt den Atem an. Er meinte das Pochen seines Herzens wie die lauten Schläge der Hauptglocke der Petersbasilika zu hören. Beinahe zitterten seine Finger, als er "Taminus" eingab.


*** Epsilon Eridani / Archiv der Inquisition / Systemüberwachung ***

Ian Sarman, ein knochiger, sommersprossiger Mensch, zog die Augenbrauen zusammen und brummte ohne von seinem Terminal aufzusehen: "Heiliger Strohsack! Haben wir Besuch aus der Zentrale? Da ist einer mit einer Alpha 0 Alpha-Clearance unterwegs!"

Sein Kollege Karim Ravienna steckte mit dem Kopf in den Eingeweiden des Büroreplikators und antwortete nicht. Er versuchte seit Stunden, das Gerät zur Ausgabe eines Capuccino zu bewegen und erhielt lediglich Caffé Latte. Mittlerweile war sein Replikatorkontingent für die Woche aufgebraucht und er hatte noch immer kein Koffein!

"Sancta Sanctissima!" Wenn Ian auf Latein fluchte, musste es etwas Bedeutendes sein. "Der ist im Arkanarchiv des Inquisitor Maximus!"

Karim stieß mit dem Kopf an die Replikatorverschalung. "Im Arkanarchiv?" Seinen Kaffee hatte er vergessen. "Unmöglich! Von wo?"

"Platz 24!" Ian deutete auf einen der Überwachungsschirme. "Oh Gott, das ist ein Hackerangriff!!!" Er schlug auf die Aktivatoren der Sicherheitssperre. "Scheisse!"


*** Epsilon Eridani / Archiv der Inquisition / Lesesaal
***
Richard sah den holographischen Schirm erlöschen und hörte das Aufheulen des Sicherheitsalarms. Er wusste, dass ihm nur Sekunden blieben, aus dem Lesesaal zu kommen. Den Stuhl zur Seite stoßend hechtete er an der Theke und dem verdutzten Archivar vorbei zur Tür und sprang durch die Öffnung, nur Momente bevor das Kraftfeld seine volle Intensität entfaltete. Dennoch versengte ihm die Energie den Rücken des Anzugs und die Hosenbeine. Vor allem aber deaktivierte sie seinen Holofilter, wie ihm der spiegelglatte Boden zeigte. Er fischte nach dem Kommunikator in der Jackentasche, aber es kam kein Signal.

Zornig auf sich selbst rappelte er sich hoch. Er hatte einen unverzeihlichen Fehler gemacht. Er hatte sich hinreißen lassen! Er stieß einen Mitarbeiter mit Archivgut auf Antigravwagen gegen die Wand und mobilisierte alle Kraft, den nächstmöglichen Ausgang zu erreichen. Das Archiv hatte kein eigenes Sicherheitspersonal. Aber der Alarm würde die nächstgelegene Station der imperialen Polizei erreichen! E stürmte eine Rolltreppe hinunter und versuchte wieder, Dani über den Kommunikator zu erreichen. Aber das Energiefeld hatte ihn wohl deaktiviert.

Infernus maledictus! Hoffentlich war dem Speicherchip in seinen Kontaktlinsen nichts passiert, war sein nächster Gedanke. Wenn ich allerdings demnächst als Expresspaket Richtung LaSalle unterwegs bin...

...

Karim Ravienna starrte auf das Bild der Überwachungskamera. Auf den Mann, der sich aus dem Holofilter heraus geschält hatte.
Im nächsten Moment war er aus der Tür der Systemüberwachung und verriegelte den Raum von außen. Sein Kollege brüllte, ob er den Verstand verloren habe und das würde ihn seinen Job und außerdem seinen Kopf kosten - aber Ravienna handelte auf höheren Befehl! Er rannte durch den Bürotrakt, verzichtete auf den Lift - den konnte Sarman sperren - und stürmte die Treppe abwärts bis in den Hauptkorridor.

Unterdessen gab Sarman von der Sicherheitszentrale eine Aufforderung durch, Ravienna ebenso fest zu setzen wie den unautorisierten Eindringling. Eine Kollegin rief ihm nach, was los sei und ein anderer machte den Versuch, ihn aufzuhalten. Aber wer hatte schon das Verlangen, nach körperlicher Auseinandersetzung in diesen Hallen? Außerdem: wer wusste, ob die Terroristen nicht bewaffnet waren - sogar sehr wahrscheinlich waren sie das...

...

Richard war seitwärts in einen Gang ausgewichen. Ein Blick zurück ließ ihn das Kabel übersehen, das aus einem offenen Bodentank ragte, an dem gerade Wartungsarbeiten durchgeführt wurden. Er stürzte, landete unsanft auf den Knien - und wurde im nächsten Moment von zwei Händen gepackt. [/i]Gut, das war es also....[/i] Er schnaufte und wandte den Kopf, um in Augenschein zu nehmen, wer ihn erwischt hatte.

"Eminenz!" Ravienna machte eine angedeutete Verbeugung und zog Richard mit sich. "Kommen Sie! Ich bringe Sie raus!"

"Sie--"

"Ich bin ein Anhänger des Konzils und des rechtmäßig gewählten Inquisitor Maximus!" flüsterte der Archivar und fummelte mit seinem elektronischen Schlüssel an einer Tür. "Und ich bin nicht der einzige!" Die Tür öffnete sich in einen Frachttransporterraum. "Wir wussten nur nicht, dass Sie noch am Leben sind. LaSalle lässt überall verbreiten, Sie seien tot!"

Darauf kann er noch eine Weile warten! "Ich danke Ihnen..." Mehr konnte er im Augenblick nicht sagen.

Ravienna tippte auf der Transporterkonsole, deaktivierte die Sicherheitssperre für Personen. Von Ferne näherten sich Schritte. Es klang nach Polizeistiefeln. Richard presste die Lippen zusammen und schickte ein Stoßgebet zu den himmlischen Mächten.

"Habe es!" Der Archivar sprang neben den Inquisitor auf das Transporterpad. "Das wird uns irgendwo raus in den Park bringen! Wenn ich Zielkoordinaten eingebe, fangen Sie uns ab!"

"Gleichgültig. Ich habe auch einen Mann im Park warten. Bewaffnet."

"Deo Gratias!" Sie entmaterialisierten, als die Polizei in den Raum stürmte. Zwei Sekunden darauf implodierte das überladene Transporterareal und eine Nachverfolgung war nicht mehr möglich.


*** Epsilon Eridani / Archiv der Inquisition / Park ***

Polizeiandroiden schwärmten durch den Park und Suchdrohnen sausten über ihn hinweg, bereit, Transportertracker abzufeuern, die den Getroffenen sofort in eine gesicherte Zelle beamen würden. Wie bösartige kleine Hornissen zischten sie durch die Luft. Richard und sein neuer Gefolgsmann hatten Mühe, von Deckung zu Deckung zu kommen.

"Wir müssen rüber ... unter... den Schwebebahnschienen durch... die Magnetfelder stören...diese Drohnen!" keuchte Ravienna und hechtete hinter einen Busch.

Richard duckte sich unter die Brüstung eines Brunnens und versuchte immer noch, Dani ausfindig zu machen. Wenn der Bursche schlau genug gewesen war, hatte er sich aus dem Staub gemacht. Er konnte ihm jetzt jedenfalls nicht helfen. Ein Tracker krachte über ihm gegen die Brüstung und Richard wechselte schleunigst den Standort.

"Wir müssen ins ... Kloster "Zur unbefleckten Empfängnis"! zischte Ravienna. "Dort habe ich--" Weiter kam er nicht. Getroffen von einem Tracker löste sich seine Gestalt auf.

Der Inquisitor erstarrte für einen Moment, dann rannte er weiter in Richtung Schwebebahn. Schon wieder hatte sich jemand für ihn und sein Amt geopfert... Ich muss LaSalle das Handwerk legen! dachte er im Rhytmus seiner Schritte.

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  Griff in die Geschichte Log 16 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - Nov-Sun-2019, 09:12 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Erde / Südtunesien ***
 
"Ich verstehe Ihr Anliegen," antwortete Sokar auf das eben formulierte Ansinnen der Beduinen, Dr. D'Varo bei sich zu behalten. Er sagte es mit der typisch vulkanischen Emotionslosigkeit. Sein Gesprächspartner wertete es als die zeit-und ortstypische Geringschätzung von Frauen, die sich ganz einfach dem zu fügen hatten, was Mann als notwendig erachtete. "Auch meiner Regierung ist es wichtig, den ... eingeborenen Völkern die Hilfen der modernen Medizin zukommen zu lassen. Und in der Tat hatte sich die Frau Doktor ja für ein entsprechendes Programm gemeldet und es immer bedauert, nicht ausgewählt worden zu sein. Nicht wahr?"
 
Nalae zwinkerte irritiert, nickte aber dann und sagte: "Ja, nun scheinen sich ja die Elemente... ähm... das Schicksal entsprechend gefügt zu haben!" Sie rang sich ein Lächeln ab. "Wie seltsam die Wege doch manchmal sind..."
 
"Unerforschlich sind die Wege Allahs des Allbarmherzigen," sagte der Scheich und machte eine ehrerbietige Geste.
 
"Aber Sie verstehen, dass ich meiner Regierung die Nachricht mitteilen will, ehe wir diese wunderbare Fügung ..."
 
"...gebührend feiern." vollendete die Ärztin jetzt mit einem festeren Lächeln.
 
"Sie haben einen Telegrafen hier?" mischte sich Dubois wieder ein.
 
Sokar sah das verdächtige Glitzern in den Augen des ehemaligen Fremdenlegionärs und fügte hinzu: "Ja, bedauerlicherweise ein sehr altes Gerät. Der Sand hat ihm schon sehr zugesetzt."
 
"Ja, der Sand...der kriegt alles klein! Ich kann Ihnen sagen, damals in Algier--"
 
"Aber ich hoffe, eine Nachricht geht noch durch, bevor es endgültig seine Funktion einstellt. - Ich werde dann gehen." Er wandte sich um, machte einen Schritt und erwartete halb, zurück gehalten zu werden. Doch nichts dergleichen geschah. Ob die Einheimischen ihm glaubten oder nicht  - IHN betrachteten sie auf jeden Fall als minder wichtig, wenn sie nur die Ärztin hatten. Und mit einer kleinen, schlanken Frau würden sie ja allemal fertig werden...
 
So stapfte Sokar ungehindert zu seinem kleinen Lagerplatz an der dunkel aufragenden Felsformation zurück. Marlow wartete bereits auf ihn.
 
"Hier ist alles in Ordnung," rief er von oben, wo er eben die Bohrlöcher kontrolliert hatte. "Wir können die Marker aktivieren und dann kann der Transportvorgang des Urans beginnen."
 
"Gut. Aber wir haben ein weiteres Problem."
 
"Lassen Sie mich raten: die Eingeborenen wollen unseren Doc nicht mehr weglassen. Habe ich fast befürchtet. Für sie sind das die reinsten Wunder, die sie vollbracht hat! - Es tut mir leid, dass ich Sie in diese Situation gebracht habe. Aber der Sturm hatte eines unserer Rationspakete herunter gefegt, und ich wollte es wieder holen, als dieser Dubois auftauchte..."
 
"Mr. Marlow, das hat jetzt keine Relevanz mehr. Fakt ist, wir müssen Dr. D'Varo fort beamen lassen, und um eine kulturelle Kontamination zu vermeiden alle anderen, die den Beamvorgang verfolgen können, ebenfalls. Auf der Krankenstation können wir dann bei allen Personen eine partielle Gedächtnislöschung vornehmen."
 
"Hm... wir können die Leute nicht alle mit Transportermarkern  versehen. Wir müssten einen bestimmten Umkreis zur Erfassung vorgeben. Machbar ist das... aber es darf sich im entscheidenden Moment niemand aus dem Reigen lösen."
 
"Das sicher zu stellen wird unsere Aufgabe sein. - Ich informiere die 'Picard'." Sokar wollte auf den unter seinem altmodischen Khakijackett verborgenen Kommunikator klopfen, aber in diesem Moment erreichte ihn ein Ruf von Vandenberg aus München. Sein Statusbericht war alarmierend. Zwar war es gelungen, das beim Marsch auf die Feldherrnhalle geplante Attentat zu vereiteln, aber Gerschoni war noch immer flüchtig und willens, einen anderen Weg zu finden, um Hitler aus der Geschichte zu tilgen.
 
+Das Problem ist, er scheint damit Erfolg zu haben,+ berichtete der XO. + Dr. Val'Kara hat bei unseren Teammitgliedern eine wachsende Phasenvarianz in der atomaren Struktur entdeckt. Teile unserer Tau-Neutrinos fangen an, sich aufzulösen. Wir verschwinden aus diesem Raum-Zeit-Kontinuum.+
 
Logischerweise würde man dieselben Anomalien bei ihnen hier in Tunesien finden - sie hatten nur für entsprechende Tests bisher keine Gelegenheit gehabt! Und dies wiederum bedeutete... "Hat Dr. Val'Kara berechnen können, wieviel Zeit uns noch bleibt?"
 
+ Maximal 23 Stunden. Mr. Caldred versucht vom Basislager aus Gerschoni wieder anzupeilen. Er ist auf jeden Fall schwer verletzt und kann nicht weit gekommen sein. Wie ist die Situation bei Ihnen?+
 
Der Captain gab eine rasche Zusammenfassung der Geschehnisse und des Plans, die Situation zu bereinigen. "...dafür wird es unerlässlich sein, dass Sie mich innerhalb der nächsten Stunden keinesfalls kontaktieren, Robert. Das würde, wenn wir in der Runde mit den Eingeborenen zusammen sitzen, ein Verdachtsmoment mit unkalkulierbaren Folgen aufwerfen. Ich werde mich bei Ihnen melden, sobald wir zurück auf dem Schiff sind."
 
+ In Ordnung. Vandenberg Ende. +
 
Sokar setzte sich mit der 'Picard' in Verbindung. Wie befürchtet, hatte man auch dort die Phasenvarianz bereits festgestellt. Der Transportertechniker war der Meinung, dass ihnen für reibungslose Beamvorgänge höchstens noch vier Stunden blieben, weil sonst die Heisenbergkompensatoren die Varianz nicht mehr korrigieren konnten. Das bedeutete für sie hier in der tunesischen Wüste, in einer improvisierten kleinen Feier die Leute möglichst dazu zu bringen, sich an den Händen zu halten! "Mr. Marlow, wie sind Ihre Kenntnisse, was alte terranische Fest- und Feierkultur betrifft?"

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  Griff in dir Geschichte / Log 15 / XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Nov-Sat-2019, 11:50 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

1923 / Erde / München / Odeonsplatz / Hausnummer 6 / Keller /8 Uhr Abends 

Gerschoni zitterte vor Schmerzen. Seinen linken Arm würde er bald nicht mehr bewegen können und ohne Medikit konnte er die Phaserwunde an seinem Arm nicht behandeln. Er konnte daran sterben, nein er würde daran sterben. Doch er hatte noch etwas zu tun. Eine Chance hatte er noch.
Er war so nahe dran gewesen. Er hätte den gesamten Wahnsinn mit einem Schuss beenden können. Aber nein, da wie sie wieder gewesen. Seine verdammte Pedanterie. Sie hatte ihm alles vermasselt. Er wollte es perfekt machen. So als ob dieser Größenwahnsinnige, dieser Massenmörder, zufällig getroffen worden wäre. Aber nein, er hatte zu lange gewartet. Und dann waren auch noch der XO und der CSO aufgetaucht. Nur der Masker hatte Gerschoni die Flucht ermöglicht, doch jetzt war die Speicherzelle des Gerätes aufgebraucht. Es gab nur noch eine Möglichkeit. Wenn Gerschoni in die Nähe seines Zieles kam, würde er seinen Phaser überlasten, Die Explosion würde nicht nur Hitler und seine engsten Getreuen töten, sie würde mindestens 2 Häuserblocks dem Erdboden gleich machen und auch Gerschoni töten. Doch das was ein geringer Preis für das Ergebnis.

Ein brennender Schmerz durchlief Gerschoni. Er versuchte sich am Boden abzustützen, doch seine Hand schien einfach im Boden des Kellerraums zu versinken. Ruckartig zog Geschoni die Hand wieder aus dem Beton.
Nein es war keine Einbildung. Der Entkopplungsprozess hatte wohl begonnen. Gerschoni lachte bitter. Er hatte nicht mehr viel Zeit, doch die Zeit selbst würde Ihren wohl größten Wohltäter einfach löschen.
Doch dies war alle gleichgültig. Gerschoni würde jetzt seine finale Mission erfüllen. Und niemand würde in aufhalten. Nicht einmal die Zeit.

——————————————————————


Orts- und Zeitwechsel:

1923 / Erde / München / Odeonsplatz / während des Tumults

Zeit: 4 Stunden früher

Vandenberg war zu Mort geeilt, Dieser machte einen mehr als angeschlagenen Eindruck. Und dies konnte nicht nur am Treffer durch Gerschonis Phaser liegen. Doktor Valkara hatte sich von der anderen Seite genähert und kniete sich neben Mort. Ein kurzer Scan erbrachte jedoch nichts Gutes.

VK: Wir haben ein Problem.

Vandenberg konnte ungenaue Auskünfte jetzt nicht gebrauchen.

Va: Klare Informationen bitte.
VK: Na schön. Mr. Caldreds Zellstruktur beginnt, sich langsam aufzulösen.
Va: Bitte? Doch wohl nicht durch den Phasertreffer?
VK: Nein. Ich kann es noch nicht ganz erklären, aber scheinbar befinden sich unsere Molekularstrukturen nicht, oder nicht vollständig in temporaler Phase. Es ist wie bei einem fehlerhaften Beamen. Wir sind hier und doch nicht vollständig hier. Und das könnte für uns alle tödlich enden, wenn wir nicht schnell auf unser Schiff und zurück in unsere Zeitebene kommen.
Va: Wieviel Zeit haben wir? 
VK: Maximal noch 24 Stunden. Dann werden wir verblassen und verschwinden wie ein Nebel im Herbstwind.
Va: Ich weigere mich, so einfach zu verschwinden. Vorher haben wir noch etwas zu erledigen. Doktor Valkare, bringen Sie Mr. Caldred zurück zur Unterkunft. Mr. tr´Kovath soll sich mit mir treffen. Er konnte wohl den Ursprung des Schusses anpeilen.
Va: Und was tun Sie?  

In diesem Augenblick rannte ein junger Mann auf Vandeberg zu und warf ihn fast um. Der junge Mann wirkte hysterisch und schrie wie von Sinnen:

„Jessas Maria un Josef, hob enn  Woipertinger gesendet. Enn ganz en haarigen Deiwi. Unns Moi hattet voi mit Zähn, dass de meinst, es wär jedza ganz aus“

Va: Wo haben Sie dieses Ding denn gesehen?

Der junge Mann wies zitternd auf auf ein Gebäude schräg gegenüber und rannte dann davon.

VK: Der Masker, natürlich. Gerschonis Masker muss eine Fehlfunktion haben!

Vandenberg nickte langsam.

Va: Doktor, Sie haben mich eben gefragt, was ich tue.

Der XO hob seinen Spazierstock und für einen Augenblick, als der am Stock montierte Masker die Bewegung kompensierte, sah man kurz, dass es sich bei dem Spazierstock um ein Phasegewehr handelte.

Va: Ich schnappe mir Gerschoni.


Vandenberg eilte davon und verschwand in einem Hauseingang.

10 min. später hatten sich Vandenberg und tr´Kovath auf dem Dach des Gebäudes getroffen. Der Tumult auf dem Platz hatte etwas nachgelassen, doch trotzdem hörte man noch immer Schüsse. Irgendwo auf der Dachlandschaft dieser Häuserzeile hatte sich Gerschoni versteckt.
Vandenberg schlich über die linke Dachseite, tr´ Kovath sicherte die rechte Seite. Irgendwo hier oben musste sich Gerschoni befinden, es gab lediglich einen Aufgang auf der rechten Dachseite und diesen bewachte tr´Kovath.

Hier oben gab es unzählige Möglichkeiten, sich zu verstecken. Schornsteine, Dachlüfter und ähnliches, Und hinter jedem dieser Objekte konnte ein zu allem enstchlossener Gerschoni lauern.

Vandenberg kam nur langsam voran. Was umso ärgerlicher war, da ihm buchstäblich die Zeit davon lief. Doch nirgends war Gerschoni zu sehen. Vandenberg wollte gerade die Dachseite wechseln als er einen Luftzug spürte. Die einzige Warnung. 
Der Phaserschuss zischte knapp über Vandenbergs Kopf vorbei, als dieser mit einem Hechtsprung sich hinter einem Schornstein in Sicherheit brachte. 
Gerschonis Stimme war auf dem Dach leise aber deutlich zu vernehmen.

Ge:  Bleiben Sie, wo Sie sind. Sie können und werden mich nicht aufhalten.
Va: Lassen Sie den Blödsinn. Sie wissen selbst, dass Sie das, was geschehen wird, nicht ändern können. Es wird geschehen und Sie können nichts dagegen tun. 
Ge: Das ist durch nichts bewiesen.
Va; Ach kommen Sie. Schon alleine die Tatsache, dass es Sie gibt und das Sie hier sind, zeigt doch schon, dass die Zeitlinie nicht verändert wurde.
Ge: Vielleicht ist aber gerade der Fakt, dass ich hier bin, ein Beweis, dass Mann die Zeit ändern kann.
Va: Gerschoni, die Zeit ist keine Drehtür. Wir können das Geschehene nicht ändern und wir sollten es nicht einmal versuchen!
Ge: Verzeihung, aber das sehe ich anders.  Mr. tr’ Kovath kommen Sie mir nicht näher, ich sehe Sie.
Va: Gerschoni, wenn Sie jetzt aufgeben und mit an Bord zurück kehren, können wir über alles reden.
Ge: Soll ich jetzt lachen oder kotzen?
Va: Gerschoni, denken Sie an Ihren Eid gegenüber der Sternenflotte.
Ge: Hahaha, das ist ein guter Witz. Sternenflotte? Another place, another time. Falls Sie es noch nicht gemerkt haben, ich bin kein Mitglied der Sternenflotte mehr.

Ein metallisches Klimpern ertönte und Gerschonis deaktivierter Notfallkommumnikator landete auf dem Dach.

Va: Gerschoni,,,,

Mit einem lauten Brüllen sprang Gerschoni hinter einem Schornstein hervor und feuerte auf Vandenberg. Dieser feuerte fast im gleichen Augenblick zurück. Der grellblaue Strahl schlug in den Schornstein ein und sprengte ihn förmlich in die Luft. Gerschoni wurde durch die Druckwelle an den Rand des Daches geschleudert. Vandenberg kam vorsichtig hinter seiner Deckung hervor und bewegte sich mit vorgehaltener Waffe auf Gerschoni zu.

Va: Kommen Sie.

Gerschoni rappelte sich plötzlich auf. Er hielt seinen linken Arm fest, eine riesige Brandwunde war am Oberarm zu erkennen.

Ge: Leben Sie wohl, Sir!

Mit einem breiten Grinsen ließ sich Gerschoni rückwärts über die Dachkante fallen. Vandenberg war mit 2 Sätzen an der Kante doch Tr’ Kovath war noch schneller. Beide blickten vorsichtig über die Dachkante, Doch unten, auf dem Hinterhof des Gebäudes,  war nichts zu sehen. Keine zerschmetterte Leiche, keine Spur von Blut. Nichts. Gerschoni war verschwunden.

Noch 23 Stunden und 46 min.








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  Projekt Brieftaube - Log 3
Geschrieben von: Sareth - Nov-Thu-2019, 09:01 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Erde / San Francisco / Apartment von Admiral T'Khellian ***
 
Sareth öffnete die Fenster, um die frische Abendbrise herein zu lassen. Immer aufs Neue im Hochsommer war sie froh, dass sich das Sternenflotten-Oberkommando und demzufolge die Wohnungen der Admiralität zu einem großen Teil hier in dieser Stadt lagen. Das Klima war wirklich angenehm - genau die richtige Mischung zwischen Kühle und Feuchtigkeit und Sonnenwärme.
 
Hinter ihr liefen auf der Holoprojektionsfläche des Wohnzimmers die Abendnachrichten von INN. Hauptthema war natürlich der Friedensvertrag zwischen Klingonen und Rihannsu. In den vergangenen Tagen waren die historischen Worte Kanzler Kvorags und Prätor Tr'Kalehs in zahlreichen Sprachen und Dialekten auf den Telekommunikationsgeräten der verschiedensten Spezies erklungen. Schon jetzt war klar, dass dieser Moment seinen Platz in den Geschichtsbüchern finden würde. Einer dieser Momente, in denen die Geschichte auf Messers Schneide gestanden hatte. Theoretiker wagten sich kaum auszumalen, was geschehen wäre, wenn die Rettung der beiden Staatsoberhäupter nur einen halben Tag später erfolgt wäre. Beide Mächte hatten ihre Flotten in Kampfbereitschaft versetzt und ein verheerender intergalaktischer Krieg, in den die Föderation auf jeden Fall hinein gezogen worden wäre, hätte die Prosperität, wenn nicht gar die Existenz aller Bewohner des Alpha- und Betaquadranten bedroht.
 
Unterdessen war Turan nach Ch'Rihan zurück gekehrt. INN brachte die Zusammenfassung seiner Rede vor dem Senat und dann seine Schlussworte:
+... wissen wir nicht, welche Prüfungen die Elemente in Zukunft für die Völker dieser Galaxis bereit halten. Aber wir wissen, dass wir sie mit vereinten Kräften, gemeinsam, besser werden meistern können. Wir wissen, dass die Kenntnisse, Fähigkeiten und Begabungen der Klingonen wie der Rihannsu zu einem tragfähigen Fundament einer Zukunft werden können. Wir wissen, dass uns eine neue Ära der Prosperität bevorsteht! Ein jedes Mitglied dieses Senates kann und muss seinen Beitrag dazu leisten. Ein jeder Rihannsu und ein jeder Klingone muss seinen Beitrag leisten - ganz persönlich. Dann wird diese Zukunft keine ferne Vision bleiben.+
 
Die Nachrichtensprecherin fuhr fort mit den Reaktionen aus Senat und Öffentlichkeit, die im Allgemeinen positiv waren. Schon deshalb, weil man es sich nun mit der offiziellen Richtung nicht verderben wollte. Eine kleine Gruppe von Gegnern des Friedensvertrages hatte am Kriegerdenkmal demonstriert, während am Nachmittag unter dem Vorsitz des Prätors die Konstruktion des projektierten gemeinsamen Außenpostens bekannt gegeben wurde.
 
"Das dürfte ein interessanter Arbeitsplatz werden," ließ Charlie vom Abendbrottisch verlauten.
 
"Ja, allerdings! Dagegen wird man die Situation auf der Starbase Unity als gemächlich bis langweilig bezeichnen können!" Sareth kehrte mit einer Obstschale und einem Baguette aus der Küche zurück und nahm neben ihm Platz.
 
"Ah! Leckere Boskoops!"
 
"Ja, das geht gerade noch nach dem Dinner heute mit der Admiralität. Meine Güte, acht Gänge! Wenn das zur Regel wird, müssen die Kommandantensessel und Schreibtischsessel demnächst alle eine Nummer breiter ausfallen."
 
Charlie griff einen Apfel. "Wie gut, dass die alten Sorten wieder angepflanzt werden..."
 
Die Nachrichten waren zur Situation auf Quo'nos übergangen, die sich in den letzten Tagen Kvorags Rückkehr sei Dank beruhigt hatte. Es gab zwar noch einzelne Scharmützel mit den Separatisten, besonders in der Ma'mak-Provinz, aber in der Hauptstadt herrschte wieder Ruhe und die Bevölkerung war eifrig mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Kvorag hatte eine Amnestie erlassen für jene, die sich in gebührendem Maße am Aufbau beteiligten - ein schlauer Schachzug.
Die Nachrichten fuhren mit der jüngsten Rede des Föderationspräsidenten fort, der nunmehr auch die Chancen für eine friedliche Zusammenarbeit in rosigsten Tönen beschwor.
 
"Ha, nun hör' dir das an," brummte Charlie kauend. "Nun bleibt ihm auch nichts anderes übrig, wenn er nicht wirklich schlecht auf seinem Posten aussehen und die Wiederwahl vergessen will. - Gibt es denn schon irgendwelche Hinweise, wer hinter dem Anschlag auf Ma'mak steckt?"
 
"Die Arbeit der Ermittlerkommission ist unter Verschluss," antwortete Sareth. "Ich habe lediglich munkeln gehört, dass die Separatisten verwickelt seien. Die Frage ist, ob sie allein tätig waren, oder jemand von außen sie unterstützt hat."
 
"Nun, dafür gibt es eine Menge Kandidaten... Aber nun, da die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung gebannt ist, werden hoffentlich wieder Ressourcen für die Rückführung der 'Picard' frei! Ich habe heute morgen mit einem alten Bekannten von Vegas Taxenzentrale gesprochen. Es gibt Anzeichen, dass die 'Picard' die Ausläufer der Milchstraße erreicht hat."
 
Sareth schaltete die Nachrichtenübertragung aus und ließ sich die Details berichten. "Das entspricht dem wahrscheinlichen Aufenthaltsort, den ich mit meinem Team errechnet hatte," sagte sie dann. "Das Problem ist, dass keine der Transwarpsonden, weder die von uns noch aus dem romulanischen Imperium, eine Spur der 'Picard' aufnehmen konnte. Nicht einmal  ... Trümmer. Das Schiff ist schlicht nicht im errechneten Umkreis zu finden. Wir haben den Sondierungsradius jetzt auf maximale Reichweite erhöht, bisher aber immer noch nichts entdecken können."
 
"Was ist mit der Arxstraße in Subquadrant 24b? Falls sie es bis dahin geschafft hat--"
 
"-- müsste sie schon im Alphaquadranten aufgetaucht sein. Aber keine der Monitoringbojen in und an der Arxstraße hat etwas registriert. Mit Ausnahme einer Art Chronitonwelle."
 
"Eine Chronitonwelle?!"
 
Sareth nickte. "Ich habe die Nachricht vorhin erst bekommen und wollte dir nach dem Essen davon erzählen. So, wie die Parameter aussehen, ist das Phänomen etwas völlig Neues in der Temporalen Physik. Ich treffe mich morgen mit einigen Experten."
 
"Das sieht ja aus, als ob wir die 'Picard' nicht am falschen Ort, sondern in der falschen Zeit suchen! Das würde Einiges erklären..."

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  Grundlage des ChRihan-Forums
Geschrieben von: Turan - Nov-Wed-2019, 03:51 PM - Forum: *** RPG-Hintergrund-Infos *** - Keine Antworten

http://romulan-legacy.de/

...hier steht alles zu in-Game Geschichte, Religion und Struktur des Imperiums, das für uns relevant ist. Die Grundlagen sind im RPG über die Jahre entstanden, stammen aber auch aus Büchern und Serien.

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  Keine Beschleunigung der All-Ausdehnung und keine Dunkle Materie ?
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Nov-Fri-2019, 07:44 PM - Forum: *** Science News *** - Antworten (1)

Ich selber habe schon immer an diesen Dingen so meine Zweifel gehabt, unddamit scheine ich nicht alleine im All zu sein.

https://bigthink.com/surprising-science/...nk+Main%29

https://physicsworld.com/a/dark-energy-d...ovae-data/

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  Griff in die Geschichte Log 14 - Mort
Geschrieben von: Sareth - Oct-Thu-2019, 08:12 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Erde / München / Odeonsplatz und Umgebung 1923 ***
 
Das Chaos war losgebrochen, Schüsse und Schreie von allen Seiten. Panik. Vermutlich nur einer konnte kühl und überlegt reagieren: Mort Caldred, derzeit in der Maske des SA-Mannes Johann Mooseder. Er sah Hitlers Leibwächter getroffen zusammen sinken. In der selben Sekunde gab sein Scanner Alarm. Gerschoni! Im Umkreis von unter zwei Metern!
 
Mort sah sich um, die linke Hand an seinem Phaser, in der rechten einen der altmodischen zeitgenössischen Revolver. Kurz sah er Gerschonis Gesicht unter einem Filzhut, dann drängten sich fliehende Menschen zwischen sie. Noch ein Schuss! Mort fühlte das Prickeln seines Energiepanzers am Rücken. In schneller Folge ein weiteres Projektil. Wäre Mort von dem ersten gefällt worden - und Johann Mooseder wäre sofort tot gewesen - hätte dieser zweite Schuss Hitler in den Kopf getroffen.
 
So taumelte der Sicherheitschef der Picard rückwärts. Der Energieschild hatte auch diesen Angriff abgefangen, aber eine kurzzeitige Überlastung brachte seine Holomaske zum Flimmern. Hatte es in der allgemeinen Aufregung jemand bemerkt? Aber selbst wenn, sie würden es einer Sinnestäuschung in der Panik zuschreiben. Hoffte er zumindest.
 
Der Diktator in spe ging zu Boden, Arme griffen ihn und zogen ihn aus der unmittelbaren Gefahrenzone. Der Scanner vibrierte. Ein rascher Blick: Gerschoni war fast in Reichweite, hinter einer Straßenlaterne! Mort ging zur Verfolgung über und drängte sich durch die Masse. Das flüchtige Crewmitglied verschwand unter den Arkaden der Feldherrnhalle. Mit einem Satz war der Sicherheitschef auf seinen Fersen.
 
Dr. Val'Kara würde für die historisch korrekte Platzierung der Leiche Mooseders sorgen. Für Mort war es an der Zeit, die Identität zu wechseln. Im Schatten einer Arkade riss er sich das SA-Hemd vom Leib und wechselte den Holofilter wieder auf den Bauleiter mit dem Gesicht des norwegischen Rennfahrers.
 
Gerschoni bewegte sich auf einer Nebenstraße. Mort wollte vorwärts hasten - und kollidierte mit einem Polizisten, der von der Seite heran stürmte.
 
Für sowas habe ich keine Zeit!
 
Plötzlich musterte ihn der Polizist - Mort argwöhnte schon, der Holofilter arbeite nicht korrekt. Vielleicht sollte ich rasch --
 
"Moment mal ... Soan's ned der Dierckson? Der Rennfahrer?!"
 
Warum nicht. "Ja, und ich war gerade auf dem Weg zu meinem Hotel, als hier--"
 
"Aba des is gar koa Problem! Ich bring Sie durch die Absperrung! Geben's mir schnell a Autogramm? Für mein' Sohn? Hier...." Er zog das Foto eines breit grinsenden Siegers vor einem schnittigen Silberpfeil aus der Tasche und Mort machte einen unleserlichen Krakel darunter.
 
Unterdessen hörte der Vibrationsalarm des auf Gerschoni modulierten Tricorders auf. Verflucht! Er musste sich beeilen, durfte aber keinen weiteren Verdacht erregen. In nur wenigen Metern Entfernung führte die Polizei gerade eine größere Gruppe Demonstranten ab. Es kostete Mort einiges an Anstrengung, sich erleichtert und jovial zu verhalten und nicht seinem Instinkt zu folgen und den Polizisten außer Gefecht zu setzen. Endlich.. ENDLICH war er allein und unbeobachtet und konnte sich in einen Hauseingang verdrücken. Eine gestreifte Katze stob an ihm vorbei und von drinnen hörte er lautes Gekeife.
Aber es gelang ihm, Tr'Kovath zu erreichen. Die übrigen Mitglieder des Außenteams konnten im Augenblick wohl nicht auf seinen Ruf antworten. Der Romulaner hatte Gerschoni im Fokus und verfolgte ihn. Aber wegen der vielen anderen Leute konnte er nicht schießen.
 
Morts Annäherungsalarm begann wieder zu vibrieren. "Er bewegt sich in meine Richtung. Ich prüfe die Koordinaten und versuche ihm den Weg abzuschneiden!"
 
+Beeilen Sie sich! Er versucht offenbar, zu einer Station des Öffentlichen Transportsystems zu kommen, dann haben wir keine Chance mehr!+
 
Mort schob ein als Brille getarntes Navi über die Augen, das ihm den Stadtplan anzeigte, und setzte sich in Bewegung. Zwei Straßen weiter hatte er Gerschoni im Blick. Leider war alles voller Leute, die eilig versuchten, sich vor dem Aufruhr in Sicherheit zu bringen. Den Phaser ziehen und den Flüchtigen zu Fall bringen war für Mort ebenso unmöglich wie für Tr'Kovath, der sich gerade einige hundert Meter weiter hinten über eine Hinterhofmauer kletterte. Plötzlich war Gerschonis Signal wieder verschwunden. Irgendetwas musste den Scan beeinträchtigen! Aber weit konnte er nicht--
 
Mort fühlte, wie seine Beine unter ihm nachgaben und er einknickte. Sein Energieschutzschild knisterte bedrohlich. Gerschoni! Dieser Irre schießt hier mit einem Phaser!
 
"Onkel, brauchst du Hilfe?" Ein rotschopfiger kleiner Junge stand vor ihm.
 
Mort schüttelte den Kopf und kämpfte um sein Sprachvermögen, das der Betäubungsschuss beeinträchtigt hatte. "Bin nur... gestolpert." Mühsam rappelte er sich wieder hoch.

[Bild: mort.jpg]

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  Ferengifans aufgepasst
Geschrieben von: Turan - Oct-Tue-2019, 04:46 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Ein amerikanischer Sammler hat Kostüme und andere Requisiten in seinem Privatmuseum. Hier in seinem Blog könnt ihr einige der tollen Stücke sehen.

(Wo gibt es ein Romulanermuseum ????)

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