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  100 Sterne einfach verschwunden !?
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Dec-Sat-2019, 02:32 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

Hatte 'Q' da einen schlechten Tag?

Spaß beseite: Die Einwirkung intelligenter Lebensformen wird da durchaus diskutiert.

Hier der Beitrag dazu in den Heise-News:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/....link.link

Schon 2016 erschien ein Bericht dazu auf der Seite 'Sciencealert':
https://www.sciencealert.com/how-mysteri...alien-life

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  Gedächtnislöschung mithilfe Genmanipulation und Proteinen
Geschrieben von: Sareth - Dec-Sat-2019, 09:34 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

Ich habe gestern gefahndet, wie man das Problem lösen kann mit der Löschung...
Dabei habe ich diesen schon etwas älteren Artikel gefunden, dass man tatsächlich mithilfe von Proteinen bei genmanipulierten Mäusen das Gedächtnis löschen konnte. Na, das habe ich dann flugs angewendet!

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mens...86141.html

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  Griff in die Geschichte Log 20 - Sokar
Geschrieben von: Sokar - Dec-Sat-2019, 08:39 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Erde / Südtunesien ***
 
Bei der genauen Abstimmung mit dem Transporterchief der 'Picard', Dr. Val'Kara und dem MHN hatte Sokar eine leichte Änderung ihres Planes vorgenommen. Es war klar geworden, dass es unmöglich sein würde, den gesamten Stamm auf das Schiff zu beamen, dort ihr Gedächtnis zu löschen und sie dann wieder zurück zu transportieren. Und lediglich einen Teil zu 'verarzten' hätte bedeutet, das unweigerlich der andere Teil auf den Transportvorgang aufmerksam geworden wäre, oder zumindest die mehrere Stunden andauernde Abwesenheit ihrer Stammesgenossen bemerkt hätte. Nein, ein Transfer musste unter diesen Bedingungen schnell gehen, so schnell, dass er kaum bemerkt werden konnte. Nur dann hätten sie Aussicht auf Erfolg!
 
Das MHN - oder besser gesagt Doc Holliday, wie sich das Hologramm in einer unerfindlichen Laune einmal getauft hatte - hatte die rettende Idee: man würde die Leute mit dem Transporter erfassen, allerdings nicht auf der 'Picard' rematerialisieren lassen, sondern sie im Musterpuffer speichern. Jedem einzelnen Muster sollte der Code einer bestimmten Proteinsequenz zugefügt und dann die Stammesmitglieder zurück gebeamt werden. Die Proteinsequenz sollte sich nach der Materialisierung von selbst aktivieren und innerhalb der nächsten halben Stunde für eine Löschung des Gedächtnisses sorgen.
 
Leider konnte man sich dabei nur auf Ergebnisse einer Forschergruppe stützen - für eigene Simulationen blieb gar keine Zeit. Ein Risiko, das Sokar nicht gern einging. Aber so wie die Dinge standen, war es die einzige Möglichkeit. Das MHN hatte versichert, dass das Schlimmste, was passieren konnte, war, dass sich einige Leute im Unterbewusstsein erinnerten und die Ereignisse in Träumen wieder auftauchten. Val'Kara, die auch bereits einen Blick auf das geplante Ablaufprotokoll hatte werfen können, bestätigte dies.
 
Und so fanden sich Sokar, Marlow und Dr. D'Varo zum Abschiedsessen im großen Zelt des Scheichs ein. Die Ältesten des Stammes und weitere Männer hatten auf den weichen Teppichen rings um die Schüsseln mit Essen Platz genommen, einige Frauen warteten diensteifrig im Hintergrund. Die übrigen Frauen und die Kinder hielten sich neugierig rings um das Zelt auf; nur einige Mütter waren bei ihren Babies in den Zelten.
 
Von den großen Platten mit Couscous stieg Dampf auf. Daneben lag gekochtes Hühnerfleisch, Zwiebeln, Datteln, Linsen mit Koriander und sehr klebrig und süß aussehende Kuchen. Der Scheich, ganz in Weiß gekleidet mit einem prächtigen Krummdolch in der Schärpe, sprach ein Dankgebet für die Genesung seines Sohnes und eröffnete das Festessen, indem er als Erster zugriff. Der neben ihm sitzende Sohn folgte seinem Beispiel.
Sokar aß höflicherweise ein paar Bröckchen, obwohl es ihm widerstrebte, Essen mit den Fingern anzufassen. Dr. D'Varo war nach dem in München erlebten Desaster ebenfalls sehr vorsichtig. Sie konnte aber nicht verhindern, dass ihr eine dickliche Beduinenfrau eines der Honig-Küchlein geradezu in den Mund schob. Lediglich Marlow hatte keine Bedenken, sondern langte tüchtig zu. Wenn schon, denn schon, schien er sich zu sagen - und immerhin war es einmal kein Replikatormenü!
 
Sokar wartete auf den günstigsten Moment. So dicht gedrängt, wie sie alle hier saßen, war es gar nicht nötig, dass weiterer Körperkontakt hergestellt wurde. Der Transporterchief war instruiert, auf ein verabredetes Codewort mit dem Transfer zu beginnen. Sokar nippte am heißen Tee - das Einzige, was seiner Geschmacksempfindung nach angenehm war -, sah sich noch einmal in der Runde um, suchte Augenkontakt mit Marlow und dann der ihm gegenüber sitzenden Dr. D'Varo. Die Ärztin nickte kaum merklich. Marlow hustete zum Zeichen, dass auch er bereit war. Sokar tat, als müsse er kurz seinen Kragen lockern und aktivierte dabei seinen kleinen Kommunikator.
"Ich möchte Ihnen danken für die große Gastfreundschaft," sagte er.
Das war das Stichwort. Im nächsten Moment lösten sich alle Anwesenden in der Energie des Transporterstrahls auf.
 
 
*** Transporterraum der 'Picard' ***
 
Sokar, Marlow und D'Varo materialisierten und verließen das Transporterpad.
"Ah, tut gut, wieder hier zu sein!" kommentierte Marlow. "Auch wenn das Essen nicht schlecht war! Aber dieser Sand....! - Ich gehe gleich runter ins Labor und schaue, wie die Aufbereitung unseres Urans Fortschritte macht!"
 
"Gute Idee, unsere Energiereserven schleifen am Boden," antwortete der Transporterchief. "Zumal nach der Aktion jetzt."
 
"... und dann nehme ich eine ausgiebige Dusche, um die verdammten Sandkörner loszuwerden!" Marlow verschwand im Lift, während Val'Kara gerade durch die Tür trat.
 
Mit gebieterischer Stimme forderte sie Nalae D'Varo auf, sich umgehend zum Check auf die KS zu begeben und "keine Widerrede!" Es sei schlimm genug, dass Marlow ihr entfleucht war! "Und das gilt auch für Sie, Captain."
Doch zunächst begutachtete sie mit Sokar gemeinsam das Holodisplay des Musterpuffers, in dem zahlreiche kleine Fortschrittsbalken die Einspeisung des Proteincodes anzeigten.
 
"Alles läuft nach Plan," sagte der Transporterchief. "Die Prozedur ist bei 50 Prozent der Muster schon erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt werden es ungefähr zwei Minuten werden, bis alle wieder unten sind. Dann wird kurz Aufregung herrschen... und kurz drauf wird sich keiner mehr erinnern, warum eigentlich."
 
 
*** KS der 'Picard' / Einige Zeit später ***
 
Der Checkup war abgeschlossen und das MHN deaktivierte das Quarantäneschutzfeld rings um die Liege. Sokar erhob sich und trat zu seinem XO, der ihm die letzte halbe Stunde von jenseits der Absperrung seinen Bericht gegeben hatte.
"Ich will aber doch noch Mr. Edzardus sprechen," beschloss Sokar. "Das war ein ganz schönes... wie nennt man es auf der Erde? 'Husarenstück'."
 
"Ich habe ihn zur Beförderung vorgeschlagen," antwortete Vandenberg grinsend. "Sie hätten sein Gesicht sehen sollen."
 
"Ich kann mir eine gute Vorstellung davon machen, Robert." Die Tür glitt vor ihnen auf und sie verließen die Krankenstation.
 
"In so einer Situation eine rasche Entscheidung zu fällen ohne Rücksicht auf eigene Gefährdung, dazu ist nicht jeder in der Lage. Der Junge sollte ins Kommandotraining eintreten, wenn wir wieder zurück sind," fuhr der XO fort, während sie den Gang zum Lift entlang schritten.
 
"Das klingt, als ob wir lediglich einen Schalter umzulegen bräuchten, und wir wären wieder zu Hause."
 
"Nun, wir sind ja schon am richtigen Ort. Und um bis hier her zu gelangen, haben wir enorme Hindernisse überwunden - da dürfte so ein kleiner Zeitsprung nicht der Rede wert sein!" Vandenberg lächelte und machte Sokar damit klar, dass dies eher als Scherz gemeint war. Doch andererseits - es gab ja Präzedenzfälle, wie jener der Enterprise unter Kirk.
 
"Sie haben recht," erwiderte Sokar daher, und in seinen Augen blitzte ebenfalls ein Lächeln auf.

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  Griff in die Geschichte / Log 19/ XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Dec-Sat-2019, 01:46 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

Erde / München / Abbruchhaus
 
Der Stapel an Material, welcher zurück zur Picard zu transferieren war, schien nicht abzunehmen. Obwohl das Heraufbeamen des Materials normal ablief, schien es diesmal eine Ewigkeit zu dauern, bis ein Ausrüstungsgegenstand, ja selbst der Müll seinen Weg zurück zur Picard gefunden hatte.
Doktor Val´Kara und tr´Kovath hatte man bereits zur Picard herauf geholt. Nur noch Mort Caldred und Vandenberg befanden sich im Gebäude.
Das Geräusch brechender Wände wurde immer lauter, je weiter sich die Abrissbirne in das Gebäude hinein frass. Im Ostflügel waren schon Etagenböden weggebrochen, klaffende Risse zogen sich durch alle Wände. Mort war mittlerweile dazu übergegangen, die WDPs mittels Phaser zu vernichten, nur um Zeit zu sparen.
 Endlich war auch das letzte Stück Hardware der Picard verschwunden, als der Dampfbagger, an dessen Ausleger die Abrissbirne hing, sich rasselnd in Bewegung setze. Das Stahlseil, welches horizontal von der Abrissbirne zu Maschinenhaus des Baggers verlief, spannte sich und zog die Abrissbirne bis fast zum Führerhaus heran. Mort drehte sich zu Vandenberg herum.
 
Mo: Final Blow. Wir sollten unsere Hintern von hier weg heben.
Va: Sehe ich ebenso. Vandenberg an Picard, 2 Personen hochbeamen.
Der Desintegrationsprozess fand keine Millisekunde zu früh statt. Dort wo zuvor noch Vandenberg und Mort gestanden hatten, schlug jetzt die Abrissbirne ein. Das Gebäude sackte in einer recht ansehnlichen Staubwolke in sich zusammen und begrub gnädig einen letzten Rest einer Kunststofffolie unter sich.
 
--------------------------------------------------------------------------------------
Ortswechsel:
USS Picard / Sicherheitszentrale
Zeit: 30 min später
 
Mort blickte finster auf den, in der Arrestzelle sitzenden Gerschoni, während Howy, welcher gerade ein Protokoll unterschrieben hatte, sich ein schmerzstillendes Medipack auf sein linkes Auge drückte.
Mo: Angriff auf einen Offizier bringt Ihnen noch ein paar Monate mehr ein.
 
Gerschoni schwieg und blickte finster vor sich hin. Noch finsterer wurde sein Blick, als Vandenberg eintrat. Vandenberg wandte sich zuerst. Mit zutiefst finsteren Blick, an Howy.
Va: Mr. Edzardus, ich habe Ihnen etwas mitzuteilen
Ho: Und das wäre?
Va: Was Sie da unten abgezogen haben, war unüberlegt, tollkühn, jeglichen Sicherheitsgedanken in den Wind schlagend, gegen alle Richtlinien, ungemein gefährlich und alles in allem…
Ho: Ähm Sir, ich wollte doch nur….
Va: …eine Zurschaustellung von Menschenverstand und höchsten Fähigkeiten. Ich werde Sie, sollten wird das hier überleben, zur Beförderung vorschlagen. Mein Hochachtung.
 
Howy war baff und klappte seinen Mund zu, den er gerade zu einer Verteidigungsrede geöffnet hatte.
Gerschoni grunzte nur.
Ge: Hochachtung? Tiefste Verachtung gehört sich wohl eher. Wir lassen diese Bastarde von Massenmördern wieder gewähren. Und Sie Howy, haben dafür gesorgt. Komplizenschaft für Massenmörder nenne ich das.
 
Vandenberg drehte sich langsam zu Gerschoni um.
 
Va: Was sich gehört und was nicht haben Sie nicht zu bestimmen. Sie mein Bester haben sich ebenfalls über alle Bestimmungen hinweggesetzt und nicht nur sich selbst und Ihre Kameraden in Gefahr gebracht, nein auch den gesamten Verlauf der Geschichte gefährdet.
Ge: ICH hätte Millionen von Menschen retten können. Aber nein, solche Fanatiker wie Sie müssen ja mit der temporalen Korrektheit hier ankommen. ICH hätte den Zweiten Weltkrieg und alle seine Folgen verhindern können.
Va: Woher nehmen Sie eigentlich die Arroganz zu glauben, dass die Geschichte sich nach Ihren Wünschen richten würde? Was geschehen ist, ist geschehen. Der Ablauf lässt sich nicht ändern. Was in den Geschichtsbüchern steht, hat sich abgespielt.
Ge: Die Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben.
Va: Dies ist so ziemlich das dümmste Argument, das alle Geschichtszweifler immer dann hervorholen, wenn sie nicht mehr weiter wissen. Die Zeit ist keine Drehtür. Das habe ich Ihnen schon einmal gesagt. Man wird den Verlauf der Geschichte im Nachhinein niemals ändern können. Und man sollte es nicht einmal versuchen. Sonst wird man durch die Zeit selbst eliminiert. Die Zeit duldet keine Änderung der Hauptflussrichtung. Gerade Sie sollten das wissen. Ihre Eltern waren beide Historiker!
Und selbst wenn Sie erfolgreich gewesen wären, was wäre dann geschehen? Dann wäre nicht Hitler der Hauptprotagonist gewesen, sondern ein Märtyrer dieser Figuren. Und eine andere Person hätte den Laden übernommen. Und alles wäre so weiter gelaufen, wie es passiert ist. Der Zweite Weltkrieg, die eugenischen Kriege, der Dritte Weltkrieg usw. Treibende Kräfte waren hier Weltanschauungen und sind diese erst einmal in der Welt, kann man sie nicht dadurch ändern, indem man ihre Vertreter auslöscht, sondern indem man die Gedanken der Menschen ändert.
Ge: Pah, leeres, akademisches Gerede.
Va: Denken Sie doch was Sie wollen. Im Übrigen haben Sie aber in gewisser Weise Ihr Ziel erreicht. Sie gehen in die Geschichte ein. Als der erste Sternenflottenoffizier, der nicht wegen fahrlässigen Verstoßes gegen die temporalen Direktiven angeklagt wird, sondern wegen aktivem, vorsätzlichem Bruch der Direktiven, inklusive Gewaltanwendung. Herzlichen Glückwunsch. Mister Caldred, Mister Gerschoni bleibt in Haft. Höchste Sicherheitsstufe.
Mo: Jawohl Sir.

Vandenberg wandte sich an Howy.

Va: Wir treffen uns in 10 min. auf der Brücke. Wir haben da noch 3 Personen in der Wüste.
Ho: Ja und ein gut verstecktes Shuttle irgendwo in München.
Va: Leider auch das.

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  Comic "Picard Countdown"
Geschrieben von: Sareth - Dec-Wed-2019, 09:49 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Der erste Teil der Comicreihe "Picard-Countdown", die die Ereignisse von NEMESIS bis zur neuen Serie mit Picard erzählen soll, ist erschienen. Und natürlich musste ich ihn kaufen.

[Bild: Picard-Countdown.jpg]

Wie man sieht, ist die Artwork ganz passabel, die Leute sind als sie selbst zu erkennen, was nicht immer so ist... Von der Story her: sie setzt da ein, wo auch der erste Abrams-Kinofilm spielte, nämlich bei der drohenden Supernova im Romulussystem. Hier ist es aber nicht so, dass die Romulaner von der Gefahr nichts wissen, sondern sie wollen es nur nicht hinaus posaunen. Letztlich will aber die Föderation helfen, die bedrohten Gebiete zu evakuieren, darunter auch den Planeten, um den es hier geht. Dabei gibt es ein Problem, weil die Meinung, wer ein vernunftbegabtes und damit rettenswertes Lebewesen ist, etwas auseinandergehen....
Alles in allem ganz gut und die Romulaner verhalten sich so, wie sie sollen.

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  Zwischenlog 25 NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Dec-Wed-2019, 08:05 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

Eridanus Prime / Hochsicherheitsgefängnis EP1CC / Zellenblock AA23 / Wachstube

Maynard Coon entspannte sich. In den letzten 2 Stunden hatte es einigen Trubel gegeben. Man hatte einen fetten Mönch und diesen Renegaten von Rabenstein eingeliefert. So wie Coon die Inquisition kannte, würde man morgen mit den beiden Herrschaften so verfahren, wie die Inquisition dies immer tat:Erst ausquetschen, dann zerquetschen und die Reste per Disruptor entsorgen. Das war aber Sache des örtlichen Armeestützpunktes. Einer Garnison von 20 Mann, welche hauptsächlich zur „Behandlung“ der ganz schweren Jungs eingeteilt war. Nun, man würde die beiden „Bübchen“ morgen früh rüber bringen und dann wäre der ganze Zauber vorbei. Da konnte der fette Mönch noch so in seiner Zelle rebellieren, obwohl er ja Zellen gewohnt sein müsste. Und dieser von Rabenstein würde vor seiner Exekution sicher gerne noch meditieren. Nun, in seiner Zelle hatte er ja Zeit dazu.
Seit geraumer Zeit hatte dieser Riesenköter des Mönchs vor dem Gefängnistor herum geheult, als ob man ihn rösten würde. Jetzt war es seit ein paar Minuten still.
Coon wandte sich an seinen Untergebenen, Sergeant Hattfield.

Co: Hat jemand den Köter erschossen?
Ha: Nein Sir. Noch nicht. Hat wahrscheinlich die Lust verloren.
Co: Oder etwas lustiges gefunden. Wenn er noch einmal heult, blasen Sie ihm das Licht aus.
Ha: Jawohl Sir.

Coon setzte sich auf seinen Stuhl und legte seine Füße auf den Tisch. Noch 6 Stunden Dienst, dann würde er nach Hause gehen und seiner Frau würde ein Licht aufgehen.

Doch zunächst ging einmal das Licht im Raum aus. 

Co: Was zum…

Ein ohrenbetäubender Donner erschütterte den Raum, welcher selbst in gleißend helles Licht getaucht wurde.
Ein mittleres Erdbeben ließ den Raum erbeben und warf alles, was nicht niet - und nagelfest war, zu Boden.
Mit einem lauten Pfeifen im Ohr und geblendet vom Licht fiel Coon von seinem Stuhl. Als er wieder sehen konnte, blickte er nicht nur auf die komplett fehlende Seitenwand der Wachstube, sondern auch in die Mündung einer schweren Projektilwaffe. 
Diese wurde ihm von einer Gestalt in einem dunkelgrauen Panzeranzug förmlich ins Gesicht gedrückt. Aus dem Außenlautsprecher eines Vollhelmes drang eine ruhige, elektronisch modulierte, gleichwohl Befehls-gewohnte Stimme.

„Keine Heldentaten wenn ich bitten darf, oder dein Kopf explodiert“. In welchen Zellen befinden sich von Rabenstein und dieser Mönch?

Co: Such doch selbst. Ar….

Mit einem lauten Klatschen landete die Schlinge einer Elektropeitsche auf Coons  Rücken. Ein mörderischer Schmerz durchzuckte ihn.
Die gepanzerte Gestalt gab ein Brummen von sich.

„Ich habe weder Zeit noch Lust mit Dir zu diskutieren. Entweder Du redest jetzt, oder lässt es für immer bleiben. Also?
Co: AA23/12 und 34

Das Aufleuchten  eines Phaserschusses beendete das Gespräch. Dann drangen 5 Personen, ebenfalls schwer gepanzert und bewaffnet , mit erstaunlicher Geschmeidigkeit in den Raum ein. Das Ganze vollzog sich mit bemerkenswerter, militärischer Präzision.
Die Person, welche als erste den Raum betreten hatte, gab nur ein paar knappe Befehle von sich, welche mit „Jawohl Major“ quittiert wurden. Dann schwärmten 3 Mann in Richtung der Zellen von Anselmus und Rabensteins aus, jeglichen Widerstand mit Betäubungsschüssen und dem Feuer ihrer Projektilwaffen brechend. 
Hinter dem Major wurde jetzt die Silhouette eines Sturmlandungsshuttles vom Typ MHS22 sichtbar, die waffenstarrende Schnauze des Shuttles in den Hof des Gefängnisses gerichtet. Diesem Gefährt würde sich niemand widersetzen.

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  Zwischenlog 24 Anselmus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Dec-Wed-2019, 02:03 PM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Keine Antworten

==========  Auf Eridanus Prime, Kloster zur unbefleckten Empfängnis ==========
 
Das Taxi hielt vor dem Klostertor und der Fahrer war sogar beim Entladen des Gepäcks behilflich, was ihm aber von Seiten des Abtes kein zusätzliches Trinkgeld einbrachte.
Um genau zu sein: Er bekam überhaupt keins.
Anselmus, der irgendwo ein Herz für die kleinen Leute hatte, reichte ihm zwei Kredits und nuschelte: „Fahr mit Gott, mein Junge.“
 
Dann standen sie da und der Abt schellte an der Glocke, aber trotzdem brauchten die drinnen immerhin 10 Minuten, um endlich aufzumachen.
 
Nalae hüpfte von einem Bein auf das andere: „Ich muß mal! Können die sich nicht mal beeilen?“
 
Anselmus deutete auf einen Busch in etwa 50 m Entfernung: „Der wird es tun, mein Kind.“
Damit erntete er von der Dame einen vernichtenden Blick, was aber Anselmus absolut nicht störte.
 
Dann öffnete sich ein Fensterchen in der Tür und ein Bruder starrte hindurch: „Wer da?“ fragte er.
 
Ich bin Abt Aloysius, den ihr hier zu Besuch erwartet, und jetzt beeil dich ein bißchen, denn es ist ungemütlich hier draußen.
 
Das Tor knarrte schrecklich, aber immerhin waren sie schon mal im Inneren des Klosters.
„Die Frau muß aber hier bleiben.“ beharrte der Mönch.
 
„Schon gut. Zeig ihr den Weg zum Abort, danach sehen wir weiter.“ knurrte der Abt, und der Bruder gehorchte und verschwand mit Nalae.
 
„Der Mönch wird dir eine Zelle zuweisen, Bruder Anselmus. Und in etwa einer Stunde gibt es Abendessen, wobei wir aber zuvor erst noch die Vesper feiern, wie du natürlich weißt.“
Der Abt sprach in väterlichem belehrenden Ton mit unserem Mönchlein, der natürlich ehrerbietig nickte.
Klar wußte er das Alles, aber sein Magen und der seines Hundes hingen ihm bis in die Kniekehlen. Und außerdem würde es nur Wasser zu trinken geben, obwohl er derzeit am liebsten ein ganzes Faß Rotwein gesoffen hätte.
 
Aber irgendwie ging die Zeit vorbei.
Der Bruder an der Pforte berichtete ihm, daß er Nalae in ein Haus gebracht habe, das etwa 500 m vom Kloster entfernt lag, um dort weibliche Gäste unterzubringen, was Anselmus mehr als nur recht war, denn die Nähe zu dieser Romulanerin war ihm sehr unangenehm.
 
 
==========  Einen Tag später  etwa um die gleiche Zeit  ==========
 
Es war schon dunkel geworden. Das Abendbrot vorbei und Anselmus pilgerte nun schon zum 8en Mal um den Kreuzgang.
Sein Magen knurrte erbärmlich, zumal er das magere Essen auch noch mit Herodes hatte teilen müssen, denn man lehnte es ab, einen Hund zu füttern.
Aber immerhin erlaubten sie es, daß er bei seinem Herrchen bleiben konnte.
Schließlich setzte er sich auf einen harten Stein und kraulte seinen Begleiter hinter den Ohren, der seinen riesigen Kopf auf seine Knie gelegt hatte.
Ein Leben im Kloster, das wußte er genau, kam für ihn nicht infrage.
 
Er dachte an das Treffen auf dem Raumhafen, als er, während der Abt Aloysius in einem Inquisitionsbüro war, diesen Unbekannten vom Kopfgeldjägerschiff traf, der ihm berichtet hatte, daß sie Rabenstein umgebracht hätten.
 
„Was machen wir jetzt bloß, Herodes? Wenn Rabenstein tatsächlich tot ist, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als irgendwo in ein Kloster zu gehen oder eine Pfarrstelle anzunehmen, die aber in aller Regel in den verlassensten Gegenden dieser Milchstraße liegen.“
Und was würde La Salle tun, sollte er herausbekommen, daß er ein Helfer Rabensteins war?
Er sah sich schon auf einem Scheiterhaufen stehen, aber würde das wenigstens ausreichen, um als Märtyrer zu sterben und heilig gesprochen zu werden?
Eher wohl nicht.
Mit dem Abt wieder zu dessen Kloster zurückzukehren, gefiel ihm auch erst recht nicht, denn er konnte den Typen nicht ausstehen..
Irgendwie schleimig. Unter so einem wollte er auf keinen Fall dienen.
 
Da schellte es an der Klosterpforte.
Anselmus erhob sich und ging hin, um zu sehen, wer da um diese späte Zeit noch Einlaß forderte?
Da der Bruder Türsteher noch nicht da war, öffnete er vorsichtig das Fensterchen und plierte hinaus in die Dunkelheit.
 
Trotz der Tranfunzel an der Mauer konnte er nur einen dunklen Schemen erkennen, der allerdings zu einem ziemlich großen Mann gehörte.
 
„Mach auf, Bruder! Ich brauche ein Lager für die Nacht.“
 
„Ich kann dir nicht öffnen, Kamerad, denn ich bin auch nur Gast hier, aber der Bruder Türsteher wird sicherlich gleich kommen. Gedulde dich noch einen Moment.“
 
Anselmus hatte das unruhige Gefühl, die Stimme des Mannes da draußen zu kennen, aber er schob diesen Gedanken zur Seite. Hier konnte Keiner sein, den er kannte.
Dann hörte er das Schlurfen des sich nähernden Mönchs.
Auch der plinste durch die Luke und fragte ziemlich unfreundlich: „Was willst du? Wir haben keinen Strohsack mehr frei.“
 
„Ich schlaf auch auf dem Boden, aber mach endlich das Tor auf. Es ist kalt hier draußen.“
 
Der Mönch hob den Riegel aus der Halterung und öffnete die Tür.
Der Fremde trat ein.
„Warte hier! Ich muß dem Prior bescheid geben, daß er dir eine Zelle zuweist. Und Fremde dürfen nur eine Nacht bleiben, damit du es weißt.“
 
„Ich verschwinde morgen vor Sonnenaufgang, Bruder. Ganz bestimmt.“
Der Mann hielt sich im Dunkeln, wie Anselmus bemerkte.
Offensichtlich wollte er nicht erkannt werden.
Aber warum?
 
„Komm mit mir in den Kreuzgang, wo du warten kannst, mein Sohn.“
Er wies dem Fremden den Weg und dieser folgte ihn.
 
„Der dickliche Mönch vom Raumhafen.“
Rabenstein war keineswegs freudig überrascht, ihn hier zu treffen.
Was machte dieser Kerl hier?
Bisher hatte er ihn wohl nicht erkannt, aber es war sicherlich nur eine Frage der Zeit, wenn man wußte, wer er war, darüber war er sich im Klaren.
Und dann hätte er ein ziemliches Problem, denn hier unerkannt wieder wegzukommen, war nahezu unmöglich, vor allem, weil sein Bild inzwischen natürlich schon überall an den Wänden hing, einschließlich des Raumhafens und aller anderen behördlichen Lokalitäten. Kaum ein Nachrichtenschirm würde sein Konterfei nicht ausstrahlen.
Und La Salle wäre sicherlich auch längst informiert und würde seine Häscher schon losgeschickt haben, da war er sich ganz sicher.
 
„Komm, setz dich hierher, mein Sohn.“ Anselmus wies ihm eine steinerne Bank zu und hockte sich neben ihn.
Der Mann versuchte, sich im Schatten zu halten, aber dann war er doch unvorsichtig genug, nur einen Bruchteil einer Sekunde den Schein einer flackernden Kerze auf sein Gesicht fallen zu lassen.
 
Unser Mönchlein schnappte nach Luft: „Monsignore von Rabenstein! Was machen Sie hier?“
Er fiel vor Rabenstein auf die Knie.
„Die gnädige Herr Jesus hat Sie zu mir geführt! Ein Wunder! Eben noch habe ich verzweifelt darüber nachgedacht, wie es mit mir weitergehen soll, und jetzt habe ich Sie gefunden.“
 
„Willst du mich denn nicht an La Salle verraten? Du würdest eine große Belohnung bekommen.“
 
„Da sei der ‚Gott sei bei uns‘ zwischen, Vater! Ich suche Sie doch schon so lange, um Ihnen zu helfen, wenn ich kann. Und auch Vandenberg sucht Sie, um La Salle eins auszuwischen.“
 
„Und ich dachte, du seihst einer von La Salles Spionen. Wie man sich doch täuschen kann.“
 
„Aber, Monsignore, am Flughafen hat man mir erzählt, Sie seien tot. Man habe Sie durch die Luftschleuse des Ganovenschiffes geworfen? Und der hatte als Beweis Ihren Siegelring?“
 
„Meinst du diesen hier?“ Rabenstein zog den Ring an der Kette aus dem Hemd hervor.
„Das war ich. Mein Holomarker funktionierte da noch. Und nun steh endlich auf!
Wenn die anderen Mönche oder der Prior kommt und sehen dich so, werden sie sich fragen, warum du da am Boden kriechst? Ich werde dir später erzählen, was geschehen ist.“
 
„Das stimmt.“ Anselmus erhob sich mühsam. „Wir können nur hoffen, daß die Sie nicht kennen.
Außerdem ist die Frage, wie sie es mit La Salle halten oder mit Ihnen?“
 
In diesem Moment hörten sie Schritte und der Prior in Begleitung des Abtes, mit dem Anselmus gekommen waren, näherte sich.
 
„Oh, ein weiterer Gast. Heute scheint unser Kloster ja sehr gefragt zu sein, aber Gastfreundschaft ist bei uns ein hohes Gut, und der ehrwürdige Pilger will versorgt sein.
Ich habe den Bruder Küchenmeister schon angewiesen, dir ein Abendmahl zu machen und der Kellermeister wird dir etwas Ordentliches zu Trinken bringen. Danach wird man dir eine Zelle zuweisen, damit du dein müdes Haupt zur Ruhe legen kannst. Du hast ja sicherlich einen langen und anstrengenden Weg hinter dir.“
 
Der Prior faßte Rabenstein am Ärmel und zog ihn mit sich, so daß keine Aussicht mehr bestand, sich im Dunkeln zu halten.
 
Anselmus Herz schlug ihm bis zur Kehle.
Der Prior schien Rabenstein nicht zu erkennen, aber bei dem Abt Aloysius glaubte er, ein Erkennungssignal in dessen Augen zu bemerken, allerdings sagte dieser nichts oder ließ es sich anmerken, ob er sein Gegenüber erkannt hatte oder nicht.
Wenn er ihn erkannt hatte, so ließ er es sich nicht anmerken.
 
Anselmus war sich nicht sicher, aber je mehr er darüber nachdachte, um so sicherer war er, daß der Abt Rabenstein erkannt hatte.
Aber warum sagte er dann nichts?
War er sich nicht sicher, wie der Prior oder das Kloster selbst zu Rabenstein oder La Salle standen?
Wollte er Rabenstein deshalb nicht gefährden?
 
Auch Rabenstein ließ sich nichts anmerken. Hatte er die Reaktion des Abtes gesehen? Er blieb ruhig und gelassen, ließ aber nicht erkennen, daß er ein Mann der Kirche war.
Er verhielt sich perfekt wie ein Laie, der keine Ahnung hatte, wie er sich in einem Kloster zu verhalten hatte.
Er schien die Ruhe selbst, obwohl er sich sicherlich über seine Lage im Klaren war.
 
Man führte sie in einen Raum, der eigentlich als Gesprächszimmer des Klosterabtes gedacht war, der auch kurz darauf zur Gruppe stieß.
 
Er stellte sich den Gästen vor: Ich brauche mich dem Abt Aloysius ja nicht vorstellen, da er ein häufiger Gast in unseren Mauern ist, aber unseren anderen möchte ich sagen, daß ich der Bruder Eustasius bin und die hiesige Congregation leite.
Wir haben nur sehr wenig Kontakt mit der Außenwelt, denn es ist ein Teil unseres Gelübdes, uns nicht in die große Politik und die Geschehnisse einzumischen, ganz im Gegensatz zu unserem Bruder Aloysius, der ja sehr weltgewand ist und viel herumkommt.“
 
Der Kellermeister brachte eine Flasche Rotwein und stellte Gläser auf den Tisch. Sogar Anselmus bekam eins.
Allerdings war die Menge des Weines keineswegs geeignet, Anselmus freudig zu stimmen. Er bekam deutlich weniger als die anderen. Aber da er ja unter keinen Umständen auffallen wollte, verhielt er sich still.
 
Anselmus beobachte die drei Klosterbrüder intensiv, um bei ihnen irgendwelche Reaktionen, egal ob freundlich oder feindlich festzustellen, aber er bemerkte nichts.
Das Einzige, was ihm auffiel war, daß Aloysius etwas nervös zu sein schien. Jedenfalls konnte er seine Hände nicht still halten.
 
Etwa eine halbe Stunde später erhob sich dieser und bemerkte, daß er sich zurückziehen wolle, da er einen anstrengenden Tag bei der Inquisition hinter sich habe.
Kaum war er weg stöhnte Eustasius: „Heilige Jungfrau Maria. Ich konnte es nur noch mit Mühe bei mir behalten.
Der rechtmäßige Großinquisitor persönlich bei mir in meinem bescheidenen Kloster.“
 
„Ihr habt das Erkennen aber gut unterdrücken können, lieber Abt, und ich werde, sollte ich hier wieder heil herauskommen, nicht vergessen, daß Ihr auf meiner Seite steht.
Aber es tut sich die Frage auf, wie ich hier wieder wegkomme. Und natürlich mein Begleiter Anselmus ebenfalls, denn auch er hat sich verdient gemacht um mich.“
 
Eustasius nickte: „Ich habe ein paar vertrauenswürdige Leute hier auf diesem Planeten, mit denen ich gleich nachher versuchen werde, Kontakt aufzunehmen.
Wir sind eine Art kleine Widerstandszelle gegen La Salle, aber ich darf nicht offen auftreten, da ich sonst zu viele gefährden würde.
Aber die werden einen Weg finden, Sie und den Bruder hier vom Planeten fortzubringen, ohne daß die Schergen La Salles etwas davon bemerken werden.“
 
„Und was ist mit dem Abt Aloysius? Auf wessen Seite steht er? Ich hatte zwar bisher den Eindruck, er habe mich nicht erkannt, aber das kann auch nur eine Täuschung gewesen sein.“ Rabenstein betrachtete sein Gegenüber.
 
Eustasius nickte: „Bisher hatte ich nicht den Eindruck, er hätte sich für eine Seite entschieden. Er hat sich jedenfalls mir gegenüber nicht darüber geäußert.
Allerdings gebe ich zu, daß ich ihm auch nicht meine wahren Gefühle verraten habe, denn selbst innerhalb unserer heiligen Mutter Kirche gibt es kein Vertrauen mehr.
Wir können nur hoffen, daß er Sie nicht erkannt hat.
Ich schlage vor, wir Alle begeben uns jetzt zur Ruhe, denn es könnte morgen ein anstrengender Tag werden.
Und ich versuche gleich über ein sicheres Kom einen Freund zu erreichen, der dann für einen schnellen Transport sorgen wird.“
 
Aller erhoben sich, und der Abt selber führte seine Gäste zu ihrer Zelle.
 
==========  Mitten in der Nacht  ==========
 
Ein heftiges Donnern gegen die Klostertür riß auch den letzten tief schlummernden Bruder aus seinen Träumen.
 
„Aufmachen! Polizei!
Im Namen der Inquisition! Öffnen Sie!“
 
Anselmus stand senkrecht in seiner Koje und auch Rabenstein war schon auf.
„Scheiße! Wie ist das möglich, daß die Jungs schon da sind? Was nun?“ Anselmus wäre fast über Herodes gefallen, der wie immer neben seinem Bett lag.
„Die haben uns verraten. Man kann noch nicht einmal mehr den Brüdern trauen. Was haben wir bloß für Zeiten?“
 
„Eustasius wird das nicht gewesen, wohl aber dieser Hundsfott von Aloysius.“ Richard stöhnte. „Ich hätte es merken müssen, als er sich so frühzeitig verabschiedete. Der hat sofort aus seiner Zelle die Inquisition informiert, die dann der örtlichen Polizei den Festnahmeauftrag erteilt hat, da sie ja selber keine Amtsgewalt haben oder Waffen tragen dürfen. Offiziell jedenfalls.“
 
„Was für ein Drecksack!“ stöhnte Anselmus. „Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich ihn zum Schweigen gebracht.“
 
Trotz der Situation lächelte Rabenstein: „Auch du darfst keine Waffe erheben gegen einen deiner Glaubensbrüder. Das weißt du doch.“
 
„So einer ist kein Glaubensbruder. Ich wette, der Herr Jesus würde mir das Beiseiteschaffen dieses Miststücks jederzeit verzeihen.
Aber was machen wir jetzt?“
 
Draußen bollerten harte Fäuste schon gegen die Zellentür: „Machen Sie auf! Widerstand ist zwecklos!“
 
Rabenstein ging zur Tür und entriegelte sie.
„Was wollen Sie? Haben Sie einen Haftbefehl?“
 
„Die Inquisition braucht keinen. Das wissen Sie ja wohl am besten.
An die Wand und Hände auf den Rücken!“
 
Herodes wollte den Polizisten anspringen, als dieser sein Herrchen fesselte, aber Anselmus rief ihn zurück, was dieses Tier in große mentale Probleme brachte, da er grundsätzlich immer seinen Herrn verteidigte.
 
Man führte die Beiden durch den Kreuzgang bis zur Klostertür, vor der ein größerer Gleiter mit Polizei-Signeten und Festbeleuchtung stand.
Man schubste sie durch die Heckklappe, wobei sie nicht darauf achteten, daß auch Herodes mit reinsprang.
 
Etliche Mönche, darunter auch die beiden Äbte betrachteten die Szene, wobei Anselmus das Grinsen in der Visage des Aloysius nicht entging, während Eustasius traurig aussah.
„Wenn ich dir je wieder begegne, dann bring ich dich um.“
Und er war sich sicher, daß Jesus ihm vergeben würde.
 
Sekunden später hob der Gleiter ab und brachte sie in den Hochsicherheitstrakt des örtlichen Gefängnisses, wobei Herodes ausgesperrt vor dem Tor blieb und laut heulte.


[Bild: anselmus2.jpg]

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  Szenen aus dem Spiegeluniversum
Geschrieben von: Sareth - Dec-Wed-2019, 01:17 PM - Forum: *** Visuelle Kommunikation *** - Antworten (1)

Diese Bilder wurden von Nalae erstellt:

Nalae d'Varo:
[Bild: Spiegel-Nalae.jpg]

Haddus:
[Bild: Spiegel-Haddus.jpg]

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  Projekt Brieftaube Log 4
Geschrieben von: Sareth - Dec-Wed-2019, 12:29 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Erde / New Berlin / Starfleet Science Counsel/ Astrometrie ***


Im Astrometrischen Zentrum hatte sich die Elite der temporalen Physik zu einem Thinktank versammelt, um ein Problem zu diskutieren, dass plötzlich so nah und doch immer noch so fern war: die USS 'Picard'.

"Lassen Sie mich die Ergebnisse noch einmal kurz zusammen fassen," sagte Prof. Dr. Juravik von der Vulkanischen Akademie der Wissenschaften am Ende seines Vortrages. "Wir haben die Varianz in der Subraumströmung mit 2,045 cS bestimmt, auslösender Faktor ein negativer Tachyonflux in der Akzeleration. Die Chronitonwelle liegt bei einem Impuls von 1,48 auf der Albright-Scala. Den folgenden Berechnungen nach müsste der temporale Ortszustand der 'Picard' in einem Bereich von 1920 bis 1925 alter irdischer Zeitrechnung liegen." Kenner seiner Mimik bemerkten, dass er verstimmt darüber war, keine genauere Angabe machen zu können. Aber Interaktionen der Chronitonpartikel mit der Arxstraße verhinderten hier auf quantenmechanischer Ebene jedes weitere Vorankommen.

"Unsere Überwachung kann das bestätigen," meldete sich der Beobachter der Sitzung, ein Beamter der T.I.A. (Temporal Integrity Agency) namens Raikenis von der Besucherbank aus. "Wir haben einen erhebliche Varianz entdeckt, die 1923 ihren Ursprung nahm, sich aber im Moment korrigiert zu haben scheint. Ich wollte nur zu bedenken geben, dass ist eine sehr ungünstige Zeitperiode."

Da für Angehörige seines Amtes eigentlich jede Zeitperiode "ungünstig" war und dieser Spruch bereits zu einem geflügelten Wort geworden war, entlockte er bei einigen der Anwesen leichtes Schmunzeln.

"Das ist uns durchaus klar," erwiderte Sareth t'Khellian, Leiterin des "Brieftaube" genannten Rückholprojekts.

"Können Sie die 'Picard' in die korrekte Zeitlinie holen, ist die Frage? Bevor sie größeres Unheil anrichtet?"

"Um das zu prüfen, sind wir hier. Rein mathematisch gesehen wäre eine Rückführung möglich. Das Albright-Theorem lässt sich sowohl für TDs (=Temporal Displacements) in die Zukunft als auch in die Vergangenheit anwenden. Aber mathematische Lösungen einer Gleichung sind das eine, ihre Umsetzung etwas anderes," antwortete Sareth. "Wie Sie wissen, wurden bisher nur Rückführungen aus der Zukunft in die relative Jetztzeit erfolgreich durchgeführt."

Der Beamte verzog das Gesicht, als habe er in eine saure Zitrone gebissen. Immerhin betraf der berühmteste Fall dieser Art die jetzt als Admiralin vor ihnen stehende T'Khellian und ihre Saipan.

"Dr. Kolath kann Ihnen das Problem von der technischen Seite erläutern."

Eine Romulanerin mittleren Alters erhob sich. "Das Problem ist die Initiierung, die vom displazierten Objekt ausgehen muss - eigentlich. Wir wissen aber nicht, ob die Crew auf der 'Picard' dazu noch in der Lage ist. Sowohl was die Kapazität der Crew als auch des Schiffes und vor allem ihrer Energiereserven anbelangt. Das sind drei Unbekannte einer Gleichung. Eine Rückführung aus der Vergangenheit in die relative Gegenwart mit einem passiven Objekt würde ... nun, ich mache es kurz: eine gewaltige Menge Energie auf unserer Seite verlangen. Das Äquivalent von einigen Dutzend Transwarpantrieben. Wir müssten sozusagen einen temporalen Magneten installieren, der die 'Picard' zu uns zieht. Eine Art Gateway."

"... das aufgrund der gewaltigen freigesetzten Energien lediglich außerhalb der Heliosphäre eingesetzt werden könnte," vollendete ein anderer Experte.

"Eine solche Anlage zu bauen würde Jahre erfordern, selbst wenn die Föderation und das Romulanische Imperium zusammen arbeiten. Unterdessen könnte der temporale Riss irreparabel werden," fuhr Sareth fort und überlegte: "Etwas anderes wäre es, wenn wir der 'Picard' eine Nachricht schicken könnten und wir unsere Bemühungen koordinieren könnten..." Sie blickte in die Runde der Versammelten. "Lassen Sie uns darüber nachdenken!" Zustimmung antwortete ihr. "Gut, dann machen wir jetzt eine kurze Pause. In einer halben Stunde sehen wir uns hier wieder!"

Die Teilnehmer der Sitzung schwärmten aus, um sich am nächstgelegenen Replikator einen Kaffee oder ein ähnlich belebendes Getränk und einen kleinen Imbiss zu holen. Draußen ging gerade die Sonne auf, und alle wussten, dass es noch ein sehr langer Tag werden würde.

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  Log 18 Mort
Geschrieben von: Sokar - Nov-Sat-2019, 10:58 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

 
Dr. Val'Kara hatte gerade Mort Caldreds Vitalwerte überprüft. Die molekulare Dissoziation hatte sich in den letzten zwei Stunden vergrößert, und auch bei ihr selbst waren die Daten alles andere als beruhigend. Wie lange blieb ihnen noch? Gerschoni war es gelungen, die Zeitlinie zu verändern. Und sie alle, ihre ganze Zukunft, löste sich buchstäblich in Nichts auf. Ohne das Raketenprogramm der Nazis kein Wettlauf zum Mond... Die Staatenblöcke auf der Erde würden sich offenbar ganz anders entwickeln. Vielleicht hatte niemand Interesse am Raumflug, oder aber die Entwicklung verlief zumindest so, dass es sie und die Föderation nicht gab. Ob wohl die Romulaner die Erde erobert hatten? Oder die Klingonen damals bald nach dem ersten Kontakt in Broken Bow, weil es keinen Captain Archer gegeben hatte? Oder die Borg, weil ihnen keine Enterprise und kein Captain Picard dazwischen gekommen war?
 
Sie trat ans Fenster und ließ den Blick über das triste angrenzende Fabrik- und Baugelände schweifen. Blaugrau gekleidete Arbeiter huschten geschäftig hin und her und ihrer Meinung nach groteske Maschinen waren unterwegs, um ihren Verrichtungen nach zu gehen - was auch immer diese sein mochten. Was zum Beispiel sollte dieses riesige Gerät anrichten, das wie eine antike Steinschleuder aussah?
Die Gedanken der Ärztin wanderten zu der seltsamen Eigenart des Universums, als Fundament großer zukunftsweisender Entwicklungen schreckliche Ereignisse zu legen. Hatte nicht auch auf Vulkan, dem Heimatplaneten ihrer Mutter, erst ein nuklearer Krieg beinahe alles zerstören müssen, ehe Suraks Philosophie der Logik auf fruchtbaren Boden fiel? Mit einem Seufzer wandte sie sich um. Zu ihrer Überraschung stand Mort am Scannerverstärker und bewegte die holographischen Kontrollen.
 
"Mr. Caldred, ich sagte, Sie sollen ---"
 
"Ich fühle mich besser, Doc. Wirklich! Vielleicht musste ich mich nur mal etwas ausruhen." Er justierte die Erfassung. "Gerschoni kann nicht vom Erdboden verswinden, oder? Wir müssen ihn finden können."
 
"Das ist ja unglaublich!"  Val'Kara war neben ihn getreten und blickte ungläubig auf ihren Medi-Tricorder.
 
"Was?" brummte der Sicherheitschef.
 
"Die Dissoziationen sind verschwunden! Ihre Moleküle sind in perfekter Ordnung! Kein Wunder, dass Sie sich besser fühlen - Sie haben nichts!  Das kann ich medizinisch nicht erklären... es sei denn..."
 
"Die Zeitlinie ist repariert," vollendeten sie beide gemeinsam. "Aber - wie? Ich kann Gerschoni noch immer nicht orten. Und wenn unser Team ihn geschnappt hat, müsste--"
 
In diesem Moment zirpte Morts Kommunikator. Es war Vandenberg. + Ich habe gute Neuigkeiten, für Sie und unsere Herrscherin der Hyposprays! Mr. Edzardus hat Gerschoni erwischt. + Er erzählte die Einzelheiten, die ihm der Navigator eben vom Schiff gemeldet hatte.
 
"Vor den Augen der Einheimischen ein Beamvorgang?!" kommentierte Val'Kara mit gerunzelter Stirn. "Das wird der Captain nicht sonderlich mögen."
 
+Er sagt, es war ein Notfall und alles andere zu riskant gewesen.+
 
"Nun, offenbar hat die Zeitlinie ja weiter keinen Schaden genommen," murmelte Mort. "Zumindest keinen für uns im Moment ersichtlichen." Ein ohrenbetäubendes Krachen übertönte seine und Vandenbergs nächsten Worte. Die Wände des Hauses erzitterten, Putz rieselte von der Decke.
 
"Ein Erdbeben?"
 
"Soweit ich weiß, ist das hier kein tektonisch unsicheres Gebiet..." antwortete Val'Kara und lief zum Fenster.
 
Mort beendete hastig die Kom-Verbindung, griff nach einem Phaser und hastete zur Tür. Es krachte erneut und ein bedrohlicher Riss fraß sich durch die Wand. 
 
"Kommen Sie zurück, Mr. Caldred! Eine Waffe wird Ihnen hier nichts nützen!" Sie wies nach draußen, wo sich das Baufahrzeug mit der Abrissbirne zu einem weiteren 'Angriff' bereit machte. "Jedenfalls kein Handphaser."
 
Der Sicherheitschef fluchte. "Sehen wir zu, dass wir das ganze Equipment transferfähig machen! Wir können nicht zulassen, dass auch nur ein Elektronikteil oder ein Kunststofffetzen in deren Hände fällt!" Er hechtete zu dem aufgebauten Scannerverstärker, wobei er fast von den Füßen gerissen wurde.
 
Val'Kara mühte sich, Zelt und Nahrungsmittel zusammen zu raffen und dabei die 'Picard' zu kontaktieren. "Das Notstromaggregat im Nachbarzimmer! Schnell! Und die WDBs (Waste-Disposal-Bags)!!!"

[Bild: mort.jpg]

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