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KI Die Dritte - Romulaner...
Forum: *** Visuelle Kommunikation ***
Letzter Beitrag: Sareth
Jul-Thu-2026, 11:20 AM
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BdZ Log 7 Sareth
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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Jun-Sun-2026, 08:52 PM
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BdZ Log 7 Sareth
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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Jun-Sun-2026, 08:51 PM
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BdZ Log 6 / LaSalle / NPC
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Sareth
Jun-Mon-2026, 10:23 AM
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KI die ZWEITE
Forum: *** Visuelle Kommunikation ***
Letzter Beitrag: Sareth
May-Sat-2026, 09:43 PM
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BdZ Log 5 - Sareth
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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Apr-Thu-2026, 04:24 PM
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BdZ Log 4 / LaSalle / NPC...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Apr-Sat-2026, 12:00 AM
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Redneck Star Trek =)
Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Apr-Tue-2026, 11:33 AM
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Lifeblog von der ARTEMIS ...
Forum: *** Science News ***
Letzter Beitrag: Sareth
Apr-Sun-2026, 07:46 PM
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KI bemüht
Forum: *** Visuelle Kommunikation ***
Letzter Beitrag: Sareth
Apr-Sun-2026, 07:31 PM
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| Friedensinitiative II Log 12 / Lhoal |
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Geschrieben von: Turan - Sep-Sun-2019, 05:48 PM - Forum: *** Ch'Rihan ***
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*** Quo'nos / Hauptstadt / Nächster Tag ***
Während sich Maag und Lhoal, die beiden ungleichen Schicksalsgefährten aus dem Gefangenenlager von K'Muna, auf den Weg machten, nahmen die Unruhen in der Hauptstadt immer bedrohlichere Ausmaße an. In der Annahme, Kanzler Kvorag sei tot, kämpften die Angehörigen von vier verschiedenen Häusern um die Nachfolge. Darüber hinaus gab es noch Auseinandersetzungen zwischen Progressiven und Hardlinern und ihren diversen Splittergruppen. Und wie immer in solchen chaotischen Situationen gab es noch jene Elemente, die die Gelegenheit nutzten, alte Rechnungen zu begleichen, zu plündern oder ganz einfach die sprichwörtliche Sau heraus zu lassen. An die zehn Stunden hatten Lhoal und Maag zwischen den Fronten fest gesessen.
Maag hatte dem Rihanha seinen Militärmantel mit großer Kapuze gegeben, was den Rihanha wenigstens vor flüchtigen Blicken schützte. So versuchten sie gerade, an der Straßenschlacht vorbei zu kommen, die sich die "Wahren Söhne des Kahless" mit den "Friedensjüngern" lieferten, wobei auch letztere im Augenblick kein bisschen friedlich wirkten. Pflastersteine flogen, Metallstangen krachten aufeinander und von irgendwo feuerte jemand ab und zu in die Menge, ob ein einsamer Ordnungshüter oder ein Irrer aus Spaß an der Freude, war nicht auszumachen.
Die beiden Männer drückten sich in einen Hauseingang, um einem Brandsatz zu entgehen. Der Werfer hastete gleich darauf an ihnen vorbei, erkannte die romulanischen Gesichtszüge und brüllte los, der Tal Shiar habe sie alle unterwandert. Maag packte den jungen Revoluzzer und nagelte ihn mit stahlhartem Griff an der Hauswand fest. "Hör zu, Bursche! Ich, Oberst Maag, habe diesen Gefangenen gemacht! Ich bringe ihn gerade zur Kommandantur! Und wenn du kleiner Nichtsnutz verursachst, dass der Kerl mir abhaut, dann wird nicht mal Kahless dir helfen! VERSTANDEN?"
Von der Uniform eingeschüchtert bedeutete der Youngster seinen Kumpanen, sich zurück zu halten. Maag griff seinen 'Gefangenen' am Arm und stieß ihn mit einer Kanonade saftiger Flüche vorwärts um die nächste Ecke.
"Das war knapp. Wie weit ist es noch?"
"Boru hat seine Werkstatt gleich in der Nächsten Straße... hatte sie zumindest, meine ich, als ich ihn vor vier Jahren zuletzt besucht habe."
Lhoal fand die Antwort wenig Vertrauen erweckend, doch was blieb ihm übrig? Wenig später erreichten sie tatsächlich ein Tor, über dem ein rostiges Schild Fahrzeugreparaturen und Schmiedearbeiten aller Art verhieß. Vom Wind bewegt, quietschte es in seiner Verankerung. Aus dem dahinter liegenden Hof klangen unverkennbare Arbeitsgeräusche.
Maag grinste und schlug seinem rihannischen Begleiter auf die Schulter. "Hab ich doch gesagt. Den alten Boru trennt so schnell nichts von seinem Hammer und Schraubenschlüssel!"
Was folgte, war eine herzliche Begrüßung inmitten aufgestapelter Schrottteile, wie nur Klingonen sie fertig bringen. Nach heftigem Stirnplattenstoßen, Knüffen und freundlichem 'Alter Sack, wo warst du so lange' nahm der vierschrötige Metallwerker nun auch Maags Begleiter wahr. "Und, wen hast du mitgebracht? Bloß nicht 'nen neuen Lehrling, die können heute nichts mehr, diese Jungspunde!" Er spuckte aus. "Hab den letzten erst vorgestern mit einem Tritt in seinen -- oha, ein Spitzohr!? Maag, du dreimal ver--"
"Mein alter Kumpel aus K'Muna, Lhoal," unterbrach ihn Maag und Lhoal grüßte den Alten auf Klingonisch.
Der musterte ihn argwöhnisch. "Ist keine gute Zeit für 'ne Tour durch die Hauptstadt," brummte er dann anstatt einer Antwort.
"Boru, wir brauchen einen Gleiter, gepanzert, bewaffnet..."
"Sonst noch was, du Witzbold? Sieht das hier aus wie ein Gleiterhandel?"
"...Unregistriert," vollendete Maag. "Aus der speziellen Reserve, du verstehst schon."
"Was?" Der Schmied äugte wieder zu Lhoal.
"Er weiß Bescheid. Komm schon, Boru, wir wollen den Kanzler retten. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit!"
"Kanzler Kvorag? Hab gehört, die Rommies...ähm... hätten ihn umgelegt? Mann, was geht hier bloß ab die letzte Zeit, kann man nicht mal in Ruhe seiner Arbeit nachgehen?!" Schimpfend stapfte er eine Treppe hoch. "Wenn die Registratur davon erfährt--"
"Die erfährt nichts von deinem kleinen Nebengeschäft!" Maag folgte ihm mit einem zuversichtlichen Grinsen. "Kvorag wird dir 'nen Orden verleihen!"
"Bloß das nicht, bloß das nicht! Bloß keinen Rummel!" Auf verschlungenen Pfaden zwischen den Hinterhäusern hatten sie ein eingezäumtes Areal erreicht. Boru zog ein Gerät aus der Tasche und betätigte einige Schalter. Ein kurzes Knistern war zu hören und der eben noch lediglich mit Mülltonnen bestückte Platz offenbarte an deren Stelle zwei Objekte - die allerdings aussahen, als seien sie gerade aus eben diesen Mülltonnen gezogen worden.
"Der da hinten ist noch nicht fertig," erklärte Boru und blieb vor dem ersten Konglomerat aus Bauteilen stehen, dem er auf den rechten Flügel tätschelte.
Lhoal betrachtete das Fluggerät, das wirkte, als habe es schon den ersten klingonisch-terranischen Krieg mitgemacht, sei halb auseinander genommen und anschließend mit Ersatzteilen von einem halben Dutzend Spezies wieder geflickt worden. Er bemühte sich, seinen Gesichtsausdruck so neutral wie möglich zu halten. Aber im Stillen dachte er, dass sie das Rennen um den Frieden wohl schon verloren hatten... Wie viele Stunden war der Unfall oder das Attentat im Kloster jetzt schon her? Er hatte das Gefühl für Zeit ebenso verloren wie für die eigene Erschöpfung.
"Ha! Lass dich nicht täuschen, mein Freund! Boru schraubt die schnellsten und widerstandsfähigsten Schiffchen zusammen. Wir haben ein paar Monate mit so einem Kahn in den Grenzregionen zur Föderation geschmuggelt! Ach, waren das Zeiten... "
"Ja, aber von den alten Zeiten kann ich nicht leben, und die Maschine hatte ich schon jemandem zugesagt. Und wenn ich mich mit dem Kerl anlegen soll, dann musst du schon was springen lassen."
"Ich zahle jeden Preis, den Sie wollen," ergriff Lhoal das Wort. Er nahm einen Chip aus einer geheimen Tasche seines Gürtels, aus dem sich ein holographisches Scheckformular entfaltete, dass er mit seinem Siegelring elektronisch aktivierte. Dann sah er wieder zu Boru auf.
Der betrachtete den Rihanha und den Scheck mit zusammen gekniffenen Augen. Er mochte ein Ganove mit gut gepflegten Kontakten zur Unterwelt sein - aber er war auch ein Klingone der 'alten Schule' und es kam für ihn nicht in Frage, in ihn gesetztes Vertrauen zu missbrauchen und etwa mehr zu fordern als ihm zustand. Allerdings... Romulaner hatten bekanntlich ein ganz anderes Verständnis von Ehre... "Ist der überhaupt gedeckt?" fragte er mit einem Fingerzeig Richtung Scheck. "Maag, bürgst du für deinen Spitzohr...freund?"
"Willst du mich beleidigen?! Ich bürge NICHT für ihn! Mein Freund braucht keinen Bürgen! Und wenn du das bezweifelst--"
"Das Haus s'Khellian ist liquide und der Scheck ist gedeckt," antwortete Lhoal, ehe die beiden alten Klingonen aneinander gerieten. "Ich bin im diplomatischen Dienst und Sie können ihn in unserer Vertretung auszahlen lassen."
"Na, wenn die mal noch lange genug steht..." Boru trug eine gemäßigte Summe in den holographischen Scheck ein, Lhoal unterzeichnete und dann wechselten der Chip und der Gleiter den Besitzer. Wenig später befand sich das Gefährt in der Luft und auf dem Weg ins Sperrgebiet von Mamak.
*** Romulanischer Warbird 'Herihor' ***
Regierender Vizekanzler Ormak hatte das Schiff mit der rihannischen Delegation aufgefordert, sich in eine Entfernung von 5 AE von Quo'nos zu begeben, aus Sicherheitsgründen. Fünf klingonische Kreuzer hielten das Schiff umzingelt, um auch sicher zu gehen, dass es sich nirgendwohin bewegte ohne Erlaubnis.
Kommandantin T'Iril stand auf der Brücke und betrachtete mit düsterer Miene die gegnerischen Schiffe. Die Klingonen behandelten sie wie Gefangene! Und nicht nur das, sie störten auch ihre Transmitter, so das kein Kontakt zu Ch'Rihan und keine selbständige Suche auf Quo'nos möglich war! Schon um die zermürbende Untätigkeit zu ertragen, berechnete sie erneut ihre Chancen, die fünf Kreuzer auszuschalten und - ja was sollte sie eigentlich tun? Eine Flucht Richtung rihannisches Reich kam nicht in Frage, solange der Prätor und Senator tr'Khellian noch irgendwo auf Quo'nos verschollen waren. Und zurück zu dem von den Elementen verfluchten Planeten war nur für einen debilen Ptakh eine Option....
Abrupt fuhr sie zu ihrer Brückencrew herum und fragte ihren ersten Offizier: "Wieviele Terix-Sonden haben wir an Bord?"
"Riov, die letzten Befehle der Prokonsulin--" setzte der XO, ein hagerer Havranha an.
"Ich KENNE die letzten Befehle, die ZU UNS DURCHGEDRUNGEN sind!" fauchte die Kommandantin zurück. "Keinerlei feindselige Akte. - Nun, Sonden sind keine Torpedos, nicht wahr? Außerdem sollten sie so getarnt sein und ihre Signatur maskieren, dass sie ohnehin nicht entdeckt werden, oder liege ich in der Interpretation der diesbezüglichen Berichte des Tal Shiar falsch?" Ihr Blick haftete auf dem Vertreter des Geheimdienstes.
"Durchaus nicht, Riov T'Iril. Terix sind die letzte Entwicklung der--"
"Gut, Details brauche ich jetzt nicht. Starten Sie zwei Sonden Richtung Quo'nos, die nach den Biosignaturen von Prätor tr'Kaleh und Senator tr'Khellian fahnden sollen."
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| Griff in die Geschichte / Log 6 / XO |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Sun-2019, 10:30 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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Erde/Europa/Deutschland/München/Vorort/Abbruchhaus
Ein trüber Abend hatte sich über die Stadt gelegt. Der Novembernebel mischte sich mit den Abgasen aus hunderten von Kaminen und Schornsteinen zu einer dicken, gelbgrauen, scharf nach Kohlenstoff riechenden Suppe.
Die Gruppe war, nach dem fehlgeschlagenen Versuch, in die Innenstadt zu gelangen, wieder in íhr Quartier zurück gekehrt. Vandenberg war nicht unbedingt bester Laune. Man war keinen Millimeter weiter gekommen. So stand er an einem der Fenster und blickte durch die zerbrochene Scheibe auf das Werk gegenüber. Wenigstens tr´Kovath konnte mit einer nützlichen Information aufwarten: Das replizierte Geld war zu alt. Nun, das war eine Sache, welche sich korrigieren ließ. Im Gegensatz zur Tatsache, dass man von Gerschoni noch immer keine Spur gefunden hatte.
Mort Caldred schlenderte zu Vandenberg und blickte ebenfalls auf die Straße hinunter.
Mo: Sir?
Va: Was gibt es ?
Mo: Sollten wir Gerschoni finden, was tun wir mit ihm?
Va: Wir führen ihn zurück zum Schiff.
Mo: Sind Sie sich sicher, daß dies richtig ist? Dass nicht eventuell die Entnahme von Gerschoni aus der Zeit gerade den Eingriff in die Zeitlinie darstellt?
Va: Nun, Gerschonis Aufenthalt in dieser Zeit ist nirgendwo dokumentiert, was nichts bedeuten muss. Aber wir können nur das tun, was vermutlich eine Änderung der Zeitlinie verhindert. Eine Garantie gibt es nie.
Mo: Und was geschieht, wenn Gerschoni sich widersetzt und das wird er, da er dies als seine Mission ansieht? Wenn es zu Äußersten kommt?
Va: Dann müssten wir sogar Gewalt anwenden und Gerschoni eventuell sogar...wie sehen Sie denn aus?
Vandenberg Ausruf galt Dr. D´Varo, welche mit einem gewaltigen Hut auf dem Kopf erschienen war. In der Hand hielt sie ein weißes Etwas welches an einem Ende glühte.
Nalae stieß Rauch aus ihrem Mund aus und hustete heftig.
Mort sprang auf, bereit sich sofort auf jeden Angreifer zu stürzen. Vandenberg schüttelte den Kopf.
Va: Doktor, Sie beschweren sich über die Luftqualität und rauchen?
Na: Wähhhh scheußlich, ja, aber das haben die Frauen in dieser Zeit bisweilen getan. Keine Sorge, ich habe ein Antitoxin dabei, welches die Wirkung von Nikotin, aber auch von Alkohol blockiert. Ich gebe Ihnen die entsprechenden Tabletten gleich mit.
Va: Und was soll das Ganze? Und warum läuft Mr. Edzardus mit dieser merkwürdigen Mütze auf dem Kopf herum?
Na: Nun, während Sie beide hier herum philosophiert haben, haben Mr. Edzardus und ich einen Plan gefasst.
Va: Ich höre?
Na: Nun, wenn Gerschoni seinen Plan umsetzen will, dann muss er an den Kern der Partei heran. Und das kann er nur auf einer entsprechenden, politischen Veranstaltung. Und er wird, wenn ich mir sein psychologisches Profil anschaue, nicht gleich beim ersten Mal seinen Plan umsetzen, sondern erst die Lage sondieren. Also wird er sich auf mehreren Veranstaltungen ein Bild machen. Und wo finden solche politischen Veranstaltungen, speziell auf lokalem Level statt? In der Innenstadt, am Abend. Und aus diesem Grund sollten wir uns in das Nachtleben dieser Stadt stürzen.
Va: Wenn ich an unseren glorreichen Versuch denke, mit einem öffentlichen Verkehrsmittel in die Innenstadt zu gelangen, dürfte das schwierig werden.
Na: Und aus diesem Grund hat Mr. Edzardus eine Lösung erarbeitet.
Va: Und die wäre?
Howie grinste böse.
Ho: Ich habe eine Fahrzeug requiriert.
Mo: Requiriert? Doch wohl nicht geklaut?
Ho: Geklaut? Nein, sagen wir geborgt.
Va: Sie waren noch einmal draußen, ohne mich zu informieren?
Mo: Verzeihung Sir, aber in diesem Falle ist die Zeit ja in jeder Hinsicht ein limitierender Faktor. Ich habe das Fahrzeug in einem Hinterhof, nicht weit von hier gefunden. Der Besitzer war nun, inkapazitiert, das Fahrzeug zu führen.
Va: Ich will keine Details hören. Lassen Sie uns aufbrechen.
———————————————
Ortswechsel:
Erde/Europa/Deutschland//München/Vorort/Vor dem Abbruchhaus
Mort blickte alarmiert auf das Fahrzeug, welches vor dem Gebäude stand.
Das Gefährt wirkte zerfleddert, war verbeult und unter dem Fahrzeug hatte sich eine ölige Pfütze gebildet.
Mo: Das ist aber nicht gerade das neuste Modell.
Ho: Ford, Modell T, Baujahr 1919.
Va: Verbrennungsmotor. Ist das Fahrzeug überhaupt einsatzbereit?
Ho: Es wird für uns genügen. Bedenken Sie bitte, in welchem historischen Abschnitt wir uns befinden.
Tr´Kovath blickte fasziniert auf das Fahrzeug.
TK: In seiner Primitivität schon fast genial.
Mort schien immer skeptischer zu werden.
Mo: Mr. Edzardus, können Sie so ein Ding überhaupt steuern?
Ho: Natürlich. Ich habe im Smithsonian-Institut sogar in einem antiken Simulator das Fahren einmal geübt.
Mo: Und aus welchem Jahr stammte der Simulator?
Ho: 2007.
Mo: Und zwischen 1923 und 2007 hat sich nichts geändert?
Ho: Ähm...wenig.
Va: Dann lassen Sie uns einsteigen. Mr. Edzardus, aktivieren Sie den Antrieb.
Ho: Äh Ja. Dieses Modell hat noch keinen elektr. Starter. Also...
Howie nahm von einem Halter an der Seite des Fahrzeuges eine Kurbel, marschierte an die Front und steckte die Kurbel oberhalb der vorderen Stoßstange in ein Loch. Dann begab es sich ans Steuer, griff unter das Lenkrad und drehte vorsichtig einen kleineres Ventil auf. Dann betätigte er einen Hebel, marschierte wieder vor das Fahrzeug, spuckte in die Hände, griff nach der Kurbel und drehte einmal heftig daran.
Ein lauter Knall ertönte und Mort sprang förmlich 2 Meter in die Luft, seinen versteckten Phaser ziehend und kampfbereit wieder auf seinen Füßen landend.
Ho: Tschuldigung. Fehlzündung.
TK: Mr. Edzardus, treten Sie einmal auf den Accelerator.
Ho: Gerade das wäre ein Fehler. Moment.
Wieder griff Howie zur Kurbel und diesmal sprang der Motor an und lief mit einem metallischen Klackern an.
Ho: Ha, auf gehts.
Howie sprang hinter das Lenkrad, während sich die anderen in das nicht gerade große Fahrzeug quetschten. Howie legte einen Gang ein, was das Getriebe mit einem hörbaren Krachen quittierte,
Dann gab Howie Gas, Das Ergebnis war ein gewaltiger Satz des Fahrzeuges rückwärts und gegen eine Laterne.
Va: Mr. Edzardus, ich dachte, Sie könnten dieses Fahrzeug steuern?
Ho: Nun ja Sir. Dieses Modell hat schon einen Rückwärtsgang. Jetzt aber.
Erneut gab das Getriebe ein gewaltiges Krachen von sich, dann sprang das Fahrzeug nach vorne und hielt auf eine Hauswand zu. Howie riss das Lenkrad herum und lenkte das Fahrzeug endlich auf die richtige Straßenseite.
Ho: Verzeihung, aber die Lenkung ist sehr schwergängig.
Va: Eine Frage Mr. Edzardus.
Ho: Sir?
Va: Sind Ihnen die Regeln bekannt, nach denen der Verkehr hier offensichtlich abläuft?
Ho: Nein Sir, aber ich passe mich der Umgebung an.
Va: Mhmmm...
Mo: Das kann ja heiter werden.
Mit lauten Geknatter für der Wagen davon.
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| Griff in die Geschichte Log 5 Mort Caldred |
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Geschrieben von: Sareth - Sep-Sun-2019, 08:02 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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*** In einem Münchner Vorort ***
Das Aussenteam hatte sein temporäres Quartier gefunden: ein Ort, der auf den Scans der Sonde keine Frequentierung anderer Menschen verzeichnet hatte, der sich überhaupt in einem Areal befand, in dem wenig Aktivität herrschte. Der ausgewählte Platz stellte sich als ein Abbruchhaus aus der Gründerzeit heraus, das demnächst - aber das wussten die Teammitglieder nicht - einer Erweiterung der Agfa-Werke weichen sollte. Jetzt, an einem Wochenende, herrschte auf der Baustelle trügerische Ruhe, nur die interessanten antiken Maschinen konnten bewundert werden. Durch die teilweise zerbrochenen Fensterscheiben im ersten Stock zogen nicht nur die rußigen Abgase fossiler Brennstoffe, die bei Dr. D'Varo schon zu Niesen und Hustenreiz führten, sondern auch noch einige chemische Komponenten, die sich über der Filmherstellungsfabrik lagerten.
"Wunderbar," sagte die Ärztin und lüpfte ihren langen weißen Rock etwas, um durch herab gefallene Tapetenreste, Putz und Staub zum Fenster zu treten. "Sieht aus, als wäre ich etwas overdressed für das Hotel!"
"Nun, wenigstens wird uns hier sobald niemand stören," antwortete Mort und stapelte zwei ihrer Ausrüstungskisten in einer Ecke. Aus einer entnahm er eine Scaneinheit, die Tr'Kovath mit einem mobilen Stromemitter verband. Howy untersuchte mit geradezu kindlicher Freude einen antiken Stromschalter an der Wand, der bei jeder Drehung ein enorm lautes Klacken von sich gab.
"Jungs auf dem Campingtrip..."
In der Tat platzierte Vandenberg unterdessen Nano-Einheiten, aus denen sich Zelte auffalten würden. So war wenigstens die durch Ritzen und Fenster fauchende Novemberluft kein Problem. Nalae raffte ihren Rock in eine praktischere Höhe und ging ihren Begleitern zur Hand.
"Was wird das überhaupt?" Sie deutete auf die Apparatur, an der sich Mahan und Mort zu schaffen machen.
"Gerschoni hat einen Phaser mitgenommen," antwortete der Sicherheitschef. "Zumindest fehlte einer im Inventar, Klasse II-b. Ich nehme an, dass er den benutzen will. Mit einer antiken Schusswaffe kann er nicht umgehen; Phaser ist Standard-Sicherheitstraining. Und die eingebaute Zielfokussierung auf große Distanz wird ihm helfen, sein Ziel zu erreichen. Und jeder Phaser hat eine typische Energiesignatur."
"Aber zu gering, als dass wir sie mit dem Tricorder allein anpeilen können. Also brauchen wir eine Verstärkereinheit."
"Hier haben wir außerdem einen kleinen Replikator, falls wir neue Kleidung brauchen und dem einheimischen Essen nicht trauen wollen..."
"Also ich probiere immer alles, wenn ich irgendwo in der Fremde bin, gehört doch dazu," ließ Howy sich vernehmen und Vandenberg erwiderte, ganz im Lehrertonfall seiner Tarnidentität: "Aber seien Sie immer vorsichtig und essen Sie kein rohes Obst, junger Mann!"
"Genau." Nalae nickte. "Hier wird bestimmt noch mit tierischen Fäkalien gedüngt."
....
Wenig später war das Außenteam unterwegs, um einen Transportknotenpunkt zu erreichen. Die Straßen wurden breiter und belebter, also war alles recht viel versprechend, einen solchen bald zu finden. Doch die Verkehrszeichen konnten die Besucher aus der 500 Jahre entfernten Zukunft nicht deuten und auch mit dem hiesigen Dialekt hatte der Translator zum Teil erhebliche Probleme.
Dr. D'Varo blieb stehen. "Diese Stiefel sind der reine Horror. Meine Füße bestehen glaube ich schon nur noch aus Blasen!"
"Ich kann auch nicht grade sagen, dass die Mode sehr bequem wäre," Mahan zerrte an seiner Krawatte. "Wir hätten alle Holofilter nehmen sollen."
"Ach, das nimmt einem doch den ganzen Spaß!" Howy war vor einem Schaufenster stehen geblieben, in dem Plattenkameras und eine nagelneue Leica verführerisch drapiert waren. "Seht euch das mal an! Das Teil hab ich im Smithsonian gesehen! An der Sammlerbörse zahlen sie astronomische Preise dafür und hier kostet es sicher bloss... äh, naja, auch ganz schön astronomisch, die Zahl."
"Inflation," sagte Vandenberg, und auch Howy erinnerte sich jetzt an den entsprechenden Vermerk in ihrem Briefing.
Mort starrte missmutig auf seinen getarnten Tricorder. Auch mit Verstärker war noch kein Signal ihres flüchtigen Crewmitgliedes aufzufangen. Für ihn war es hier eindeutig zu feucht und kalt und seine empfindlichen Riechschleimhäute litten genauso wie die der Ärztin. Eine fahrende Fortbewegung - das wäre wesentlich besser!Aber bisher hatten sie nur ein paar enorm stinkende, ratternde Vierradfahrzeuge entdeckt und Fuhrwerke, die von wenig Vertrauen erweckenden Tieren namens Pferde gezogen wurden. D'Varo war ganz angetan von den braunäugigen, langwimprigen Kreaturen, Mort eher nicht.
"Entschuldigen Sie, Madame," Vandenberg war einer beleibten älteren Frau im Sonntagsstaat entgegen getreten, "Können Sie uns vielleicht sagen, wo die nächste Trans... Straßenbahnhaltestelle ist?"
Die Matrone blickte ihn einen Moment baff an, fragte dann: "Grüß Gott! - De Tram moanens?"
Vandenberg und der Rest des Teams warteten hilflos auf den schweigenden Translator. Die Bajuwarin brummelte etwas und versuchte es dann erneut: "De Elektrische? Ja? Da missen's nur noch ums Eck da, bei die Metzgerei."
"Danke, sehr freundlich."
Noch ehe man sich in Richtung der Haltestelle in Bewegung setzen konnte, stürzte plötzlich ein drahtiger junger Mann auf die Gruppe zu, der mit einem mittelgroßen Köfferchen bepackt war. "Ah, Freunde der Fotografie!" rief er, über das ganze Gesicht strahlend. "Glauben Sie an den Zufall? Ich nicht! Das Schicksal hat unsere Wege kreuzen lassen, glauben Sie mir! - Sie, Herr Professor," Er griff Vandenberg am Ärmel. "Sie sind doch ein Professor, für sowas hat Franz Weller doch ein Auge, einen Kennerblick, sozusagen!"
Mort fragte sich, was das sollte und bereitete sich innerlich auf eine Reihe von Situationen vor, die eine gewalttätige Auseinandersetzung und schnelles Entkommen beinhalteten. Natürlich hatte jeder von ihnen einen Notfalltransporter, aber den wollten sie nicht gerade vor der Menge Leute einsetzen, die hier unterwegs war.
Franz Weller indes hatte sein Köfferchen abgestellt und entnahm ihm keine Waffe sondern mehrere Hefte aus Papier und kleine Döschen. Will er uns irgendwas verkaufen? Kosmetik vielleicht, Medizin? Die Dosen sahen einigen Behältnissen in der Krankenstation der Picard ähnlich. Mist, der will uns nicht etwa Drogen--
"...aber Fotofreunde, was sage ich, Fotografen wie Sie, meine Herren, werden den Vorzug dieser Erfindung sofort erkennen!" Nalae bedachte er mit keinem Blick, Frauen verstanden ohnehin nichts von der Technik. "Und Sie mein Herr Professor, haben Sie nicht auch schon einmal gewünscht, ihren lieben Schülern die Errungenschaft des Lichtbildes in aller Pracht zeigen zu können, aber ach - es mangelte wie so oft am Gelde? Doch damit ist jetzt Schluss! Dank dieser neuen Erfindung aus Frankreich!" Mit geübter Hand öffnete Franz Weller eine der Döschen und entrollte ein kleines Kunststoffband. Dabei schmetterte er, als habe er das Ei des Kolumbus selbst entdeckt: "Ein Stehfilmband! Nie mehr kiloweise Glasdiapositive schleppen, nie mehr Unordnung bei der Vorführung! 50 Bilder passen auf ein Filmband! Klein, leicht und billig ist das Stehfilmband von Weller!"
Vandenberg versuchte sich höflich zu entwinden. "Danke, aber wir haben leider ein dringende Ver--"
"Oh, kein Problem," rief der umtriebige Vertreter der neuesten Medientechnologie. "Hier, nehmen sie einen Prospekt meiner Firma, oder auch gleich zwei!" Er drückte Vandenberg und Howy je ein Heftchen in die Hand. "Ihre Schüler werden begeistert sein, Herr Professor! Hier, nehmen Sie doch ein Probeexemplar mit und denken Sie dran: Filmstehbilder von Weller sind die Besten auf dem Markt und die billigsten! Da steht auch unsere Fernsprechnummer! Auch einen entsprechenden Projektor können Sie bei uns preiswert erstehen oder ihn auch leihen. Bestellen Sie bald, die Preise werden steigen!" Franz Weller verschwand in dem Fotoatelier.
"Puh..." machte Dr. D'Varo. "Der muss beim Großen Nagus in die Lehre gegangen sein..."
"Nee," grinste Howy, " von dem könnte der Große Nagus noch was lernen!"
Vandenberg stopfte das Filmband in seine Jackentasche und man machte sich gemeinsam auf zur Trambahn, wo schon einige Menschen warteten, alle im Sonntagsstaat, denn man war auf dem Weg von oder zur Kirche. Endlich kam das Gefährt mit lautem Klingeln um die Kurve und hielt. Einer nach dem anderen stieg ein, während der Schaffner die Runde machte. "Fahrkartn? Wer braucht noch a Fahrkartn?"
Die Mitglieder des Außenteams beobachteten den Uniformierten voller Interesse, bis er sich vor ihnen aufbaute und nach ihren Tickets fragte.
Mort beschlich das ungute Gefühl, dass sie etwas Wesentliches übersehen hatten. Durften nur Einheimische die Bahn benutzen? Brauchten Sie ihre Ausweise? Ja, das musste es sein! Er griff in die Tasche seines Jackets und holte den Reisepass hervor.
Der Schaffner zog die Brauen zusammen, aber dann erzitterte sein Schnauzbart unter einem heftigen Lachen. "Norwegen? Haha, jo mei! Aba Fahrkartn missen's doch kenna do im Nordn? Also, koa Fahrkartn.... Alle z'samm?"
Mort nickte. "Ja, wir wollen in die Innenstadt. Zum Rathaus." Der Schaffner nannte eine Summe, und Mort begriff, dass man hier TICKETS für GELD kaufen musste, ehe man das Verkehrsmittel nutzen durfte. Nun ja, dafür war Vorsorge getroffen worden! Er griff in die andere Tasche und holte ein kleines Bündel Scheine heraus, von dem er nun sorgsam die obersten beiden Banknoten herunter nahm und dem Schaffner reichte.
Diesem rutschte das Lachen aus dem Gesicht. Er grummelte, ob man ihn veräppeln wolle oder ob heut das Irrenhaus Ausgang habe. Das Geld wollte er nicht nehmen, statt dessen expedierte er das Außenteam aus dem Wagen. Und dann fuhr die Bahn ohne sie ab.
"Es muss an den Scheinen gelegen haben," murmelte Mort und betrachtete das Papier ungläubig.
"Vielleicht zu groß? Ich habe mal was von Wechselgeld gehört, in einem alten terranischen Film, das man immer haben musste," sagte Nalae.
(PS: ich dachte mir, sie haben Geld von 1900, was halt nicht mehr gültig ist )
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| Griff in die Geschichte / Log 4 / XO |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Sat-2019, 12:01 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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Erde/Europa/Deutschland/München/Haidhausen/Gastwirtschaft "Hirschenbräu"
Es war noch früher Morgen und trotzdem hatte das unfreundliche Novemberwetter bereits einige Passanten in die Gastwirtschaft getrieben. Die Luft in der Gaststube war stickig. Kalter Rauch vom Vorabend mischte sich mit dem Geruch eines schlecht ziehenden Kohleofens, schalem Bier und dem Qualm minderwertiger Zigarren, welche von 4 hitzig diskutierenden Männern, welche an einem Seitentisch saßen, konsumiert wurden.
Zu den vom Wetter herein Getriebenen gehörte auch ein Mann mittleren Alters. Er trug abgewetzte Kleidung und auf seiner Anzugsjacke Ärmelschoner. Dieser Mann wirkte wie ein überarbeiteter Buchhalter und genau dies war auch beabsichtigt.
Wäre Jake Gerschoni Historiker, so würde er jetzt die Atmosphäre in sich aufnehmen. Stattdessen suchten seine Sinne nach einem Ansatzpunkt, um seinen Plan voran zu bringen. Und die Wortfetzen, welche von jenem Seitentisch zu seinem Ohr drangen, schienen genau diesen Ansatzpunkt zu bieten.
Erich Kupfelmüller, ein kräftig gebauter Mitvierziger schien vor Wut zu platzen. Jedenfalls dröhnte seine Stimme wie ein explodierender Bass durch die Stube.
EK: Dr Reichsexekution hamm se gegen Thüringen erlassen. Reichsexekution nennt sich dess. Das is noch vui zu harmlos. Exekution joaa , aba ganz anners müsst des geben! Midda Guijotin müsst ma des ganze linge Pack ausrotten!
Um seine Worte zu unterstreichen ließ er seine Handkante auf die Tischplatte förmlich aufschlagen.
Sein Gesprächspartner, Ewald Hohenfelser, arbeitsloser Brauer, kicherte böse.
EH: Das wird bald passieren. Wenn alles klar geht, sind wir die bald los und dann kommen bessere Zeiten! Wirst schon sehen.
EK: Na wenn as so kommt. Herr Wirt, wollens uns hier verdurschden lassen oda sinn ma bei da Preiss?
Gerschoni musste innerlich lächeln. Hier schien sich gerade eine Tür geöffnet zu haben.
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Ortswechsel: Erde/Europa/Deutschland/München München/Haidhausen/Rosenheimer Straße
Niemand hatte das kurze Flimmern der Luft in der Nebenstraße gesehen und so nahm auch niemand von den 5 Personen Notiz, welche an diesem regenerischen Morgen aus der Nebenstraße auf die Rosenheimer Straße traten
Vandenberg, Caldred, Dr. D'Varo, Howard Edzardus und Dr. Tr'Kovath schlenderten gemächlich die Straße herunter. Nalae D´Varo packte scheinbar gelangweilt einen Spiegel aus und blickte dann entsetzt auf die dort angezeigten Umweltdaten.
DV: Das ist ja unglaublich. Die Luft ist ja förmlich mit Giftstoffen übersättigt. Wie kann man hier leben?
Mort Caldred nickte langsam.
MC: Es gibt Schlimmeres.
Vandenberg brummte unzufrieden.
Va: Merken Sie sich bitte Ihre Tarnexistenzen. Mr. Caldred. Sie heißen Morden Calder, stammen aus Norwegen und sind ein ehem. Bauleiter. Doktor Tr´Kovath, Sie heißen Korbinian Kowatt und sind beim Institut für Rundfunk angestellt. Mr. Edzardus: Sie sind ehem. Steuermann eines U-Bootes und nun an der Sternwarte zu München angestellt. Doktor D´Varo, Sie sind Angestellte bei der Bahn und meine Wenigkeit stellt einen schlecht bezahlten Gymnasiallehrer da.
Nalae grinste frech beim Anblick von Vandenbergs Aufzug.
Na: Sie sehen aus wie dieser Professor Knörz aus dieser Novelle, wie hieß sie noch gleich? Das Feuerzangenbowling.
Va: Die Feuerzangenbowle! Und ja, diese Kleidung ist so etwas wie eine Berufskleidung.
Vandenberg blickte sinnend auf seinen, als Taschenuhr getarnten Tricorder.
Va: Mhm, normalerweise sollten wir eine Chroniton-Varianz sehen. Aber….scheinbar hat sich Gerschonis Varianz angepasst. Das wird die Suche stark erschweren.
Caldred schnaubte verächtlich.
MC: Dieser widerliche Nift. Er ist vor 2 Stunden in einem Waldgebiet gelandet. Soweit konnten wir ihn verfolgen. Doch um seinen, wie auch immer gearteten Plan durchzuziehen, muss er zum nächsten Transportzentrum gelangen. Und das kann nur hier sein. Also muss er sich hier irgendwo aufhalten.
Na: Wir sollten uns zuerst eine Unterkunft suchen und uns dann aufteilen.
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| Griff in die Geschichte Log 3 - Nalae |
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Geschrieben von: Nalae D'Varo - Sep-Thu-2019, 07:14 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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USS Picard – Krankenstation
„Mr. Gerschoni ist eigentlich sonst ein sehr unauffälliger Mitarbeiter gewesen, sehr gut aber mit einem gewissen Mangel an Sozialkompetenzen“, sagte Mahan, der Nalae in seiner Pause in der Krankenstation besuchte, die gerade nichts zutun hatte. Sie räumte und sortierte herum obwohl dies eigentlich nicht Not tat. Aber aufgrund der momentanen Lage konnte die Ärztin einfach nicht stillsitzen. „Ich bin sehr überrascht, dass er auf einmal so freidreht“, fuhr Mahan fort.
„Ja ja, sowas kommt immer von denen, denen man es am wenigsten zutraut“, sagte Nalae. „Ehrlich gesagt, mich macht es wütend! Wenn Leute gegen Regeln verstoßen, nur weil sie den Helden spielen wollen. Eine Fußnote in der Geschichte, pff. Das ist keine moralische Debatte ob man sowas macht oder nicht! Das ist eindeutig und völlig klar, dass in einer Zeitlinie nicht herumgepfuscht wird. Die temporale Direktive gibt’s ja nicht nur so zum Spaß. Wer aus reinem Heldenmut da interveniert und so einen begrenzten Horizont hat, ist auf einem Raumschiff nicht gut aufgehoben. “
„Vielleicht können wir das nicht vollumfänglich verstehen, weil es nicht die Geschichte unseres Planeten ist“, antwortete Mahan.
Der hatte die Ruhe weg. Wie immer. Nalae staunte stets darüber, wie er das machte.
„Weißt nicht!“, schnaubte die Rihana. „Ich gehe immer lieber auf Nummer sicher wenn ich nicht vorhersehen kann, welche Konsequenzen mein Handeln auf meine Umwelt hat....was macht denn dieser Hautregenerator hier? Ich habe doch zigmal gesagt, der gehört in Schublade 354.6b, das kann man sich doch wohl merken! Was machen wir denn jetzt wegen dem? Irgendetwas muss man doch machen.“
Das dachte sich Sokar auch. Für diese schwierige Angelegenheit rief er etwa zehn Minuten später die Brückencrew zu einer Konferenz zusammen.
„Es bleibt uns nicht viel Zeit“, sagte der Captain, der mit hinter dem Rücken verschränkten Armen vor dem Konferenztisch stand.
„Mr. Gerschoni wird Deutschland auf der Erde in schätzungsweise 45 Minuten erreicht haben. Es liegt uns keine Information darüber vor, wie er seinen Plan in die Tat umzusetzen gedenkt. Allerdings haben wir durch Radioübertragungen in Erfahrung bringen können, dass wir uns im Jahr 1923 nach Christus terranischer Zeitrechnung befinden. Dies war ein äußerst prägendes Jahr für den politischen Aufstieg Adolf Hitlers. Ein perfekter Zeitpunkt für Mr. Gerschonis Vorhaben – da es weitaus einfacher sein dürfte, gegen Hitler vorzugehen als zu dem Zeitpunkt, an dem Stauffenberg sein Attentat durchführte.“
„Bitte was?“, fragte Nalae und auch Mort und Mahan schienen leicht beeindruckt.
„Captain, das haben Sie doch jetzt nicht einfach mal eben so aus Ihrem Gedächtnis abgerufen, oder etwa doch?“, fragte die Ärztin ungläubig.
„Die Geschichte der Erde in Erfahrung zu bringen erschien mir äußerst sinnvoll, da ich seit langer Zeit mit den Terranern zusammenarbeite“, antwortete Sokar mit einer hochgezogenen Braue, da er Nalaes Erstaunen offenbar nicht nachvollziehen konnte.
Nalae beugte sich zu Mahan und flüsterte: „Ich hab noch ein bisschen Oberstufenwissen über die Geschichte von Romulus im Hinterkopf.“
„Wie dem auch sei. Wir werden Mr. Gerschoni aufhalten müssen“, fuhr Sokar ungeachtet der Unterbrechung weiter. „Mr. Vandenberg, Mr. Caldred, Dr. D'Varo, Mr. Edzardus und Dr. Tr'Kovath, Sie werden das Außenteam für diese Mission bilden. Es ist vonnöten, dass Sie sich dieser Epoche angemessen kleiden. Für diesen Zweck stellen der Computer und das Holodeck eine Bandbreite an Informationen dar, die Sie nutzen können, um sich eine entsprechende Kostümierung zu replizieren.
„Mort im Tweed-Dreiteiler?!“, Nalae konnte sich nicht beherrschen und prustete los, woraufhin sie einen grimmigen Blick des Reptiloiden erntete.
„Dr. D'Varo, bitte versuchen Sie, Ihre Emotionsäußerungen ein wenig einzudämmen“, bemerkte Sokar beiläufig.
„Ich wollte gerade erklären, dass Mr. Caldred einen Holo-Emitter erhalten wird. Meinen Einschätzungen zufolge sollten wir nicht mehr als drei Tage benötigen um Mr. Gerschoni zu finden. Der Emitter besitzt genügend Energie für diesen Zeitraum. Sollte dies nicht ausreichend sein, werde ich Mr. Caldred natürlich vorher wieder zur Picard abberufen."
Der Captain pausierte einen Augenblick.
"Ihnen allen ist die temporale Direktive selbstverständlich bekannt. Ich möchte noch einmal mit besonderer Deutlichkeit hervorheben, dass diese Direktive ausnahmslos einzuhalten ist, ungeachtet Ihrer persönlichen moralischen Vorstellungen. Jeglicher noch so minimale Eingriff in den zeitlichen Ablauf dieser Epoche wäre nicht zu verantworten. Bitte bedenken Sie das, während Sie sich dort unten aufhalten. Versuchen Sie, möglichst unbemerkt zu bleiben und das Geschehen nicht zu beeinflussen. Es ist von größter Wichtigkeit, dass Mr. Gerschoni unbeschadet zurück kommt und dass er gefunden wird, bevor er seinen Plan in die Tat umsetzt."
„Ich finde das gar nicht so schlecht“, murmelte Nalae, die vor einem Haufen Kleidung stand, der den Boden ihres Quartieres bedeckte.
„Die Mode war zwar unpraktisch, aber schick. Elemente, wie oft trage ich Röcke oder Kleider? Das wird sehr ungewohnt. Ich muss darauf achten, mich wie eine Dame zu bewegen, sonst falle ich auf.“ Sie griff in den Klamottenstapel und zog ein – Etwas heraus.
Ein langes, beiges Chiffonkleid mit geriffeltem Rockteil und kurzen Ärmeln aus Spitze. Dazu ein paar weiße Handschuhe, die bis über den Ellenbogen reichten. Das war doch nicht übel! Eine blickdichte Strumpfhose und ein paar flache Schuhe – auf gar keinen Fall Absätze für eine Mission – und natürlich eine üppige weiße Kappe mit Blumenmuster, um die Stirnhügel und die Ohren zu verbergen.
Nalae drehte sich zufrieden vor dem Spiegel und zupfte das Kleid zurecht.
„Ach ja – der letzte Touch, der fehlt ja noch. Die Wohlhabenden haben sich damals tote Tiere um den Hals gehängt.“
Mit diesen Worten drapierte sie die replizierten Überreste eines Hermelins um ihre Schultern.
„Ja. Doch. Macht was her.“ Sie nickte.
Fünf Minuten später ging die Klingel an ihrem Quartier.
Als Nalae die Tür öffnete, trat sie voller Erstaunen einen Schritt zurück und ihre Mundwinkel formten sich zu einem breiten Grinsen.
„WAS DENN?“, fragte Mahan und verzog das Gesicht um zu zeigen, was er von der Herrenmode des irdischen 20en Jahrhunderts hielt.
Er trug eine schwarze Anzugjacke über einem weißen Hemd, dazu eine weit geschnittene Hose mit Bügelfalten und ein paar matte Herrenschuhe. In der rechten Hand hielt er einen Panamahut.
Um seinen Hals war irgendetwas Undefinierbares gewickelt.
„Nichts. Ich finde...ehrlich gesagt finde ich, du könntest das öfters anziehen“, sagte Nalae und sie sah dabei so aus, als ob sie das ganz ernst meinte.
„Im Leben nicht!“, antwortete der Romulaner und griff an das Ding an seinem Kragen. Eine Krawatte, die er in einem einfachen Knoten um seinen Hals gebunden hatte. „So unbequem ist nicht einmal meine Paradeuniform.
Was soll dieses Mordgerät hier? Das erwürgt einen ja! Du musst mir helfen Nalae, ich kriege es beim besten Willen nicht so hin wie es auf dem Bild aussieht!“
„Ja, ja, du hast noch gar nichts zu meinem Outfit gesagt!“, antwortete Nalae und wedelte mit dem einen Ende des Hermelins in Mahans Gesicht herum.
„Was IST das für ein Ding?! Das hat Krallen!“, quietschte Mahan und wich zurück.
„Es ist jedenfalls flauschig“, antwortete die Ärztin und begann, Mahans Krawatten-Debakel zu entknoten.
„Ich muss sagen, bis auf diesen Wischmopp gefällt mir deine Kleiderwahl ganz fabelhaft“, sagte der Rihanha und grinste.
„Dr. D'Varo, Dr. Tr'Kovath, 16 Uhr ist nicht 16:05“, sagte Vandenberg, als die beiden in Eile im Transporterraum eintrafen.
„Bitte entschuldigen Sie die Verspätung XO, die terranische Kleiderordnung birgt so ihre komplizierten Details“, antwortete Nalae und rückte ihre Kappe zurecht während sich das Außenteam auf der Transporterplattform aufstellte. Wenige Sekunden später gab Vandenberg den Befehl zum Beamen.
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| Griff in die Geschichte - Log 2 Hohardus Edzardus |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Sep-Thu-2019, 02:03 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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========== Kurz zuvor ==========
Sokar versuchte es mit allen Mitteln, Jake von seinem Vorhaben abzuhalten.
Er antwortete nicht einmal.
Das Sicherheitsteam hatte ebenfalls versucht, auf den Hangar zu kommen und die Startsequenzen zu unterbrechen, aber auch das hatte er geschickt verhindert, und als sie dann endlich dabei waren, zum Shuttle vorzudringen, war der Hangar schon vakuumisiert, und Anzüge anzulegen, hatten sie keine Zeit mehr.
Das Shuttle, und mit ihm Jake, war fort.
Und auch die Aktivierung eines Traktorstrahls kam zu spät.
========== Brücke der USS Picard ==========
„Zuhause und doch so fern!“ Howy grunzte, und die anderen auf der Brücke nickten.
„Jetzt brauchen wir nur noch die Zeit manipulieren, und wir sind wirklich da.
Allerdings würde ich mir gerne mal Ost-Friesland ansehen, wie es 500 Jahre vor meiner Zeit dort aussieht, aber das wird wohl nichts werden. Leider.“
Er hatte inzwischen die Picard in eine Position auf der Rückseite des Mondes gebracht, wo sie in einem synchronen Orbit lag.
Da war sie sicher vor einer, wenn auch sehr geringen Möglichkeit, von irdischen Astronomen dieser Zeit entdeckt zu werden.
Es war das Mount Wilson Teleskop in Kalifornien, das damals den Titel ‚größtes Teleskop‘ für sich in Anspruch nehmen konnte.
https://en.wikipedia.org/wiki/Mount_Wilson_Observatory
Howy erinnerte sich an die Fakten um dieses damals riesige Teleskop mit 100 Inches oder 2,5 m! Schon 100 Jahre später lagen terrestrische Teleskope bei irgendwo 25 – 30 Metern! Dazu freifliegende Geräte im Weltraum.
Dieses Teleskop war es, mit dem Edwin Hubble nachwies, daß der Andromeda Nebel eine eigene Galaxie außerhalb der Milchstraße war.
Howy, den diese alten Geräte schon immer fasziniert hatten, hatte sich die meisten dieser historischen Geräte selber angesehen, und man hatte es ihm sogar mal erlaubt, eine ganze Nacht das später größte Teleskop auf dem Palomar mit 5 Metern alleine zu nutzen.
Was für ein Erlebnis!
Selbst mit diesen Geräten war eine Entdeckung der Picard auch auf der Vorderseite des Mondes nahezu unmöglich, aber Sokar wollte kein Risiko eingehen.
Sie hatten eines der Shuttles auf einer Bahn vor der Vorderseite des Mondes positioniert und dazu noch zwei kleine Satelliten, die die Kommunikation mit der Picard aufrecht erhielten.
Dazu hatten sie auch noch einen geostationären in 30.000 km Höhe über der Erde positioniert, der viel zu klein war, um entdeckt zu werden.
Er sollte für eine lückenlose Kommunikation zwischen einem möglichen Außenteam und der Picard sorgen.
Da es zu dieser Zeit schon die ersten Ansätze von Radioübertragungen und Funk gab, nutzten sie nur Hyperfrequenzen, von deren Existenz damals noch niemand etwas ahnte.
Man wollte ja nicht ganz aus Versehen abgehört werden.
Eigentlich war alles ziemlich perfekt, wenn man vom Problem Jake Gerschoni absah.
Was war in diesen Kerl gefahren?
Warum hatte er ein Shuttle gestohlen und war ganz offensichtlich in Richtung Erde geflogen, und zwar genau ins Herz Europas. Nach Deutschland.
Was wollte er dort?
Bei einer Durchsuchung seines Quartiers hatte man ein Schreiben von ihm gefunden, das Licht auf seine Beweggründe warf, aber auch die Probleme und Sorgen verzigfachte, mit denen sie derzeit konfrontiert waren.
Und es muß ein sehr plötzlicher Entschluß gewesen sein, den er keinem seiner wenigen Freunde mitgeteilt hatte.
„Liebe Crewmitglieder.
Liebe Freunde.
Es tut mir leid, wenn ihr jetzt wegen mir Probleme habt, aber ich konnte nicht anders handeln, denn mein Gewissen zwingt mich, die Gelegenheit zu nutzen, um vielen Millionen Menschen in Europa und der Welt das Leben zu retten.
Wir alle wissen, daß gerade in den Jahren, in denen wir hier gestrandet sind, ein Mann namens Adolf Hitler versuchen wird, an die Macht zu kommen, was ihm letztlich auch gelingt.
Und die Resultate dieser Machtergreifung kennen wir auch: Es wird den 2. Weltkrieg geben, der rund um den Globus viele Menschen ins Elend stürzen und das Leben kosten wird.
Und es wird die systematische Vernichtung der Juden, der Sinthi und Roma, Schwulen, Kommunisten und anderer Widerständler geben.
Ich habe es mir gut überlegt und weiß, was meine Tat, sollte sie erfolgreich sein, mit uns und der Erde machen würde.
Ich weiß nicht, wie sich der Lauf der Dinge verändern würde. Vielleicht gäbe es die Föderation nicht oder überhaupt keine interstellare Raumfahrt.
Möglicherweise würde ich gar nicht existieren, auch wenn das ein Widerspruch in sich wäre, da ich ja sonst nicht diesen Plan ausführen könnte.
Ich bin aber zu dem Schluß gekommen, daß die Menschheit im Großen nur davon profitieren würde, wenn Hitler gar nicht erst an die Macht käme und der 2. Weltkrieg nie stattgefunden haben würde.
Deshalb habe ich mich entschlossen, die Regeln auf diesem Schiff zu brechen und eines der Shuttle zu stehlen, denn ohne dieses könnte ich nicht nach Deutschland kommen.
Bitte versucht nicht, mich an meinem Plan zu hindern.
Ich werde alles daran setzen, es euch schwer zu machen, mich zu finden, denn ich bin mir sicher, zum Wohle der Menschheit zu handeln.
Ich wünsche euch allen eine gute Rückkehr zur Erde in die Zeit, aus der wir kamen.
Es wird sicherlich Manches nicht so sein, wie ihr oder wir es kannten, aber trotzdem werdet ihr wieder zuhause sein. Möglicherweise in einem besseren, da auch die Nachfolgekriege wahrscheinlich nie stattgefunden hätten.
Da ich sicherlich nicht zurückkommen werde, grüßt meine Familie, sofern es diese noch gibt und erzählt ihnen von dieser Tat, die ich einzig zum Wohle der Menschheit durchgeführt habe.
Sicherlich werde ich nur eine Fußnote in der Geschichte bleiben, als der Mann, der das Attentat auf Hitler machte, aber ich selber werde mit einem guten Gewissen sterben.
Lebt lang und gedeiht!
Jake Gerschoni“
Der Inhalt dieses Briefes sprach sich natürlich wie ein Lauffeuer an Bord herum.
Nur wenige Minuten nach dessen Auffinden, kannte jeder den Inhalt, und natürlich gab es kein anderes Gesprächsthema mehr, als dieses geplante Attentat und die Möglichkeiten es zu verhindern oder gar doch lieber zuzulassen.
Hitzige Debatten entflammten überall auf dem Schiff.
‚Pro‘ und ‚Contra‘ wurden diskutiert, wobei die Meisten versuchten, sich vorzustellen, wie ihre Erde und ihre Heimat wohl aussehen würde, wenn Jake erfolgreich wäre.
Das Ganze betraf natürlich durchaus auch die Crewmitglieder, die nicht von Terra stammten, denn eine grundlegend andere Entwicklung konnte ja auch bewirken, daß es viele Entwicklungen auf ihren Heimatplaneten nicht gegeben hätte, die für den heutigen Stand essentiell waren.
Wie bei Zeitreisen immer, und Jake das ja auch schon angesprochen hatte, wäre vielleicht auch ihre eigene Existenz oder die der Picard infrage gestellt.
Zeitreisen beinhalteten immer Paradoxa, über die Laien und Wissenschaftler schon immer diskutiert hatten seit es Science Fiction gab.
War es zum Beispiel möglich, sich selber zu begegnen und mit sich selbst zu interagieren?
Manche behaupteten, das sei nicht möglich, andere aber waren überzeugt davon, daß ein Zeitreisender durchaus sein eigener Urgroßvater oder Vater sein könnte.
Das war in unserem Fall ausgeschlossen, aber es konnten ja auch eigene Verwandte bei dieser Aktion zu Schaden kommen.
Andererseits würden Verwandte noch leben, die in den Kriegen gefallen waren.
Die möglichen Auswirkungen überstiegen die Vorstellungskraft der Meisten.
Es hatte ja schon viele Zeitreisen gegeben, nach denen kaum Auswirkungen berichtet wurden, aber das konnte auch nur Zufall sein, weil man eben diese Änderungen gar nicht bemerkt hatte, wenn sie nicht im direkten Umfeld stattgefunden hatten.
Es mußte eine Lösung gefunden werden!
Und Howy war sich eigentlich darüber klar, daß man Jake würde stoppen müssen, egal, was einem sein Gewissen sagte.
Aber würde man dann nicht selber zum Mörder von so vielen Menschen werden, wenn man nicht handelte, wenn sich einem eine solche Gelegenheit bot?
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| Griff in die Geschichte - Missionsstart - Sokar |
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Geschrieben von: Sokar - Sep-Sat-2019, 07:05 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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*** USS Picard / Büro des Captains ***
Zwei Tage war es jetzt her, dass Rewdak Tr'Kovath verschwunden war. Heimlich, still und leise hatte er sein Shuttle repariert und war eines Morgens Richtung Heimat gestartet. Ganz offenbar hatte er niemandem an Bord so weit getraut, ihn in die Fortschritte seiner Reparaturarbeiten einzuweihen. Sokar fand das in mehrfacher Hinsicht bedauerlich. Zum einen, weil Rewdak ohne Not die Gemeinschaft der Crew und ihre Hilfe abgelehnt hatte, und zum anderen, weil er gehofft hatte, mit den Daten des Shuttles die Rückkehr der Picard zu beschleunigen.
Sokar hatte soeben seinen wöchentlichen Bericht beendet und wollte sich in sein Quartier und zur Ruhe begeben, als der Türsummer ertönte. Er war müde und es kostete ihn etwas Mühe, den aufsteigenden Unmut zu unterdrücken und statt dessen die Stimme zu einem neutralen "Herein!" zu modulieren.
Mahan tr'Kovath trat ein, von dem Sokar wusste, dass er ihn nicht um diese Zeit stören würde, wenn nicht etwas Dringliches vorlag. Im Gesichtsausdruck des Rihanha malten sich jedoch keine beunruhigenden Neuigkeiten, eher etwas wie... persönliches Unbehagen. Sokar hieß ihn Platz nehmen und wenig später kannte er das moralische Problem seines Cheftechnikers: Mahan hatte - aus Sicherheitsgründen, wie er sagte - die Tätigkeit seines Bruders überwacht und damit letztlich Zugriff auf einige zentrale Daten gewonnen.
"Ich werde nicht in der Lage sein, alles zu rekonstruieren," sagte er abschließend, "ich kann keine verschachtelte Singularität auf der Picard einrichten. Aber ich könnte einige entscheidende Modifikationen durchführen, die uns in Reichweite der nächsten Arxstraße katapultieren würden ... laut meinen Berechnungen. Damit könnten wir in wenigen Tagen die Erde erreichen. Mir ist klar, Sir, dass ich diese Informationen nicht auf dem ... nun, auf von Starfleet sanktionierten Wegen erhalten habe. Aber die Auswirkungen sind so bedeutsam, dass ich es für meine Pflicht gehalten habe, Sie trotz allem in Kenntnis zu setzen. Aber falls Sie es wünschen, kann ich alle Daten vernichten."
Sokar betrachtete das Padd, das zwischen ihnen auf dem Tisch lag. Das Padd, das die Möglichkeit barg, sie alle nach Hause zu bringen. In einigen Tagen. IN EINIGEN TAGEN! "Ich werde meine Entscheidung morgen treffen," sagte er nur.
...
Sokar las das Padd und verbrachte eine sehr unruhige Nacht. An Schlaf war nicht zu denken, nicht einmal die Meditation wollte ihn wirklich in den Zustand der benötigten Ruhe erheben. Das zeigte ihm, wie sehr er selbst auch am Ende seiner Kräfte anlangte, trotz aller mentalen Disziplin und dem einem Vulkanier eigenen Durchhaltevermögen. Er brauchte den Kontakt zu seiner Heimat, seinen Landsleuten, seiner Familie. Sechs Jahre waren sie schon unterwegs! Hatte sein ältester Sohn unterdessen von der Universität graduiert? Und welche Ausbildung hatte sein jüngster Sohn gewählt? Und seine Frau, wie mochte es ihr ergehen? Nur einmal in den letzten Jahren war ein kurzer Kontakt möglich gewesen, und auch das war schon wieder fast drei Jahre her. Wenn er die Augen schloss, sah er ihr Gesicht deutlich vor sich, ihre ganze Gestalt im Eingang ihres Hauses...
Und auch an der übrigen Besatzung zehrte die lange Reise, das war zunehmend unübersehbar. Unter den optimistischsten Berechnungen würden sie noch etwa zwei Jahre unterwegs sein. Durfte er der Crew aufgrund von ethischen Bedenken die Möglichkeit vorenthalten, eher nach Hause zu kommen? In dieser Zeit kann vieles geschehen, können womöglich weitere Crewmitglieder ihr Leben verlieren...
Sokar rief sich zur Ordnung. Lasse ich mich von meinen Emotionen leiten anstatt von logischer Überlegung?
Passieren konnte auch genügend bei einem Experiment, wie Tr'Kovaths Berechnungen es nahelegten. Er schritt ein paarmal durch sein Quartier, versuchte dann seine Meditation fortzusetzen. Schließlich aber gab er auf, trat er an das Fenster und ging Schritt für Schritt die Angaben in Tr'Kovaths Padd noch einmal durch, jede einzelne einem fiktiven Kreuzverhör unterwerfend. Vom technischen und wissenschaftlichen Standpunkt waren die Risiken vertretbar. Aber... Handele ich nach dem besten Wissen und Gewissen für meine Crew oder nicht?
Am Morgen neigte sich seine Entscheidung schon gegen einen Einsatz, und er beschloss, die ganze Angelegenheit mit seinem XO zu beraten. Vandenberg erschien, und trotz seiner Versuche, so korrekt wie immer zu wirken, entgingen Sokar die Anzeichen von Erschöpfung und Überreizung keineswegs. Als dem XO die angebotene Tasse Kaffee aus der Hand rutschte und das Getränk, begleitet von einem Fluch den Teppich tränkte, war die Entscheidung des Captains der Picard gefallen. Sie hatten vorher jede Möglichkeit genutzt, ihre Reise abzukürzen, und jetzt würden sie auch diese gebotene Möglichkeit nutzen! Als er wenig später den Entschluss verkündete, kamen keine Einwände.
*** Zwei Wochen später / Brücke ***
Anstrengende Tage lagen vor allem hinter der technischen und navigatorischen Abteilung, auch wenn die Aussicht, ihre Reise um so Vieles zu verkürzen, alle beflügelt hatte und Sokar bereits mahnen musste, sich nicht zuviel zuzumuten, weil dies wiederum die Fehlerquellen erhöhte. Es hatte eine verstärkte Eindämmung um die Singularität konstruiert werden müssen, was teilweise selbst die Energie der Lebenserhaltung gekostet hatte - die Replikatoren waren seit zwei Tagen abgeschaltet. Weil zusätzliche Kühlsysteme gelegt werden mussten, sah es nun im Maschinenraum aus wie auf einer Tiefbau-Baustelle für Rohrsysteme. Für den Navigationscomputer mussten neue Sub-Programme geschrieben werden, denn die komplexen Manöver mussten so genau ausgesteuert werden und so rasch aufeinander folgen, dass ein menschliches Eingreifen nicht mehr möglich sein würde.
Nun war der entscheidende Tag gekommen. Ein simulierter Testlauf am Computer war erfolgreich verlaufen und Sokar gab grünes Licht. Die Brückencrew inklusive der jeweiligen Ersatzleute hatte an ihren Konsolen Platz genommen - weniger, weil es etwas gab, was sie tun konnten, als um dabei zu sein. Zu sehen gab es nichts: nach dem Startbefehl Sokars aktivierte der Computer den modifizierten Antrieb und die Energie im Schiff wechselte auf Notmodus, während das gewohnte Bild des Alls auf dem Bildschirm von durchdringender Schwärze abgelöst wurde. Bei dem eingesetzen Double-Fold erreichten keinerlei Signale mehr die Sensoren; es war, als ob sich die Picard jenseits des Ereignishorizonts eines Schwarzen Loches bewegte. Auch zu spüren war nichts.
Sokar, Howy und Tr'Kovath verfolgten gespannt jede Änderung in den automatischen Anzeigen der Parameter vor ihnen. Im Notfall konnte ein Abbruch erfolgen, was allerdings unausweichlich den Verlust ihrer künstlichen Singularität zur Folge hätte.
"Ich hab' so ein surreales Gefühl, als ob ich in einer schwarzen Wattekugel eingepackt bin," murmelte Counselor Janice und die Andorianerin an der Kom nickte. "Ich merke es in den Fühlern. Ein wenig Orientierungsschwierigkeiten."
Vandenberg nickte der Bajoranerin zu, die als Ersatz an der Kom saß, damit diese übernehmen sollte.
Auch Mort, dessen Spezies ja in der Lage war, Warpfeldveränderungen wahrzunehmen, registrierte einen leichten Schwindel und Orientierungsschwierigkeiten. Noch ehe Dr. D'Varo bei ihm zu einer Prüfung der Vitalwerte angelangt war, war das Gefühl jedoch vorüber. "Alles klar," wehrte er ab.
"Wir sind wohl nicht für solche Geschwindigkeiten --ups!" Howys Ausruf galt den kurzzeitig in den roten Bereich wechselnden Stabilitätsanzeigen vor ihm. Alarm kam auch von den Eindämmungsfeldern und Sokar ließ die Energie der Lebenserhaltung zuschalten. Sekunden später normalisierten sich die Werte.
"Schwer zu sagen, was das war," meinte Howy, "schätze, wir haben ein größeres Objekt zu nah passiert, und das gab eine Änderung in der Gravimetrie. Naja - wir sind nicht rausgeflogen. In knapp 5 Minuten erreichen wir die Arxstraße. Da könnte es etwas turbulenter werden."
Die Brückencrew war bereits angeschnallt. Sokar gab noch einmal die entsprechende Order für die Besatzung im Maschinenraum und in den Quartieren.
Der Computer hatte die Geschwindigkeit automatisch herunter geregelt, trotzdem bockte das Schiff wie ein Pferd vor einem Hindernis und drehte sich buchstäblich einmal um sich selbst. Mehrere Alarme schrillten los, für einen Moment fiel die Beleuchtung völlig aus. Dann flammten die ersten Anzeigen im Dunkel wieder auf.
"Sind in der Arxstraße," kam Howys Stimme."Geschwindigkeit Warp 8."
"Keine Hüllenbrüche, keine Schwerverletzten," berichtete Vandenberg, von seinem Display aufsehend. "Dr. D'Varo, übernehmen sie die umgestülpten Mägen und Beulen!" Er lächelte und auch auf den noch blassen Gesichtern seiner Kameraden begann sich langsam Erleichterung zu zeigen.
"Maschinenraum, Status?" wandte sich Sokar an Marlow, der dort seinen Dienst versah.
+Hauptantrieb ist offline, sekundäre Eindämmung futsch - sowas können wir nicht noch mal machen, oder uns fliegt alles um die Ohren. Aber sonst....+ Die Brückencrew glaubte den DCEO grinsen zu sehen, + sonst arbeitet alles. Sind auf maximalem Impuls und alle übrigen Systeme stabil. Äh... ja, und die Replikatoren können auch wieder genutzt werden, falls wer einen Kaffee braucht.+
Irgendjemand klatschte plötzlich, und dann brach allgemeiner Jubel los und die Crew fiel einander in die Arme. Sie hatten es tatsächlich geschafft! Und in ein paar Tagen würden sie zu Hause sein!
*** Zwei Tage später / Kantine ***
Es gab keine anderen Gespräche mehr. Was würden alle tun, wenn sie erst einmal auf ihren Heimatplaneten waren? Was würden ihre Angehörigen sagen, was würde man zusammen unternehmen? Es wurden Wetten geschlossen, wer auf welchen Rang befördert werden würde und was alles für Auszeichnungen man verliehen bekam - in Erinnerung an die Crew der USS Voyager, die man monatelang geradezu herum gereicht und mit diversen Ehrendoktorwürden und Orden überschüttet hatte.
In die allgemeine Vorfreude mischte sich bei manchen Crewmitgliedern aber auch Beklommenheit. Sie hatten über die Jahre Freundschaft geschlossen, und jetzt würden sich ihre Wege wohl trennen. Zunächst zumindest. Und dann ... gab es noch jene, die befürchteten, dass sich ihre jeweiligen Partner längst nach neuen Gefährten oder Gefährtinnen umgesehen hatten. Doch bald wurden all diese Sorgen und Fragen von einer anderen abgelöst...
Tevlethi, die Andorianerin von der Kom, rührte nachdenklich in ihrer Kaltschale. Mort, der sich ihr gegenüber gesetzt hatte, fragte: "Keinen Appetit heute?"
"Irgendwas stimmt nicht. Ich bekomme keine Antworten auf alle raus geschickten Meldungen! Erst dachte ich, dass die Transmitter Schaden genommen haben, aber das haben wir überprüft. Es ist absolut Funkstille in Richtung der Erde, Andoria, eigentlich überhaupt der ganzen Föderation. Naja, von Vulcan empfange ich ein Signal, lässt sich aber nicht mit den gängigen Routinen entschlüsseln. Absolut nichts auch von den Romulanern. Das ist doch nicht möglich, dass die Subraumrelais sämtlich gestört sind!"
"Hm... Howy sagte vorhin auch, dass mit der Navigation irgendwas nicht stimmt, aber das könne auch an Verwerfungen innerhalb der Arxstraße liegen."
"Trotzdem, wir müssten wenigstens die Signale der Bojen IN der Arxstraße auffangen! Nein, da stimmt was nicht." Sie schob die unberührte Kaltschale von sich. "Ich mache Meldung beim Captain."
Eine Stunde darauf war klar, was nicht in Ordnung war - und Sokar berief eine Dringlichkeitssitzung ein.
*** USS Picard / Besprechungsraum ***
Sokar stand vor seiner Seniorcrew, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, äußerlich ruhig und gesammelt wie stets. "Es kann kein Zweifel bestehen, dass wir eine temporale Verwerfung erlebt haben," sagte er. "Wir haben seit unserem Austritt aus der Arxstraße vor 45 Minuten sämtliche Sensordaten doppelt überprüft und die Position der stellaren Körper mit dem Sollstatus der Datenbank abgeglichen. Wir befinden uns am berechneten Ort, momentan noch 0,6 Lj vom terranischen Sonnensystem entfernt, aber 500 Jahre in der Vergangenheit."
Das war ein Schlag, der erst einmal verdaut werden musste. Für einige Augenblicke herrschte Grabesstille. Dann murmelte Marlow: "Zwanzigstes Jahrhundert? Ganz üble Periode...."
"Zwei Weltkriege, die ersten Atombomben, Völkermorde, globaler Terrorismus, Umweltzerstörung..." fiel Counselor Janice ein.
"Aber auch der Beginn der Weltraumfahrt," versuchte Howy gegenzusteuern.
"Können wir den Zeitrahmen einengen," wollte Vandenberg ganz sachlich wissen.
"Die Berechnungen laufen noch, es scheint alles auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinzudeuten. Wir werden in einigen Minuten Genaueres wissen; der Computer geht gerade die verfügbaren Daten aus dem vulkanischen Zentralarchiv durch. Es gab zwei Überwachungsmissionen Richtung Erde im 20. Jahrhundert, wie Sie wissen, daher ist eine große Anzahl an Korrelativdaten vorhanden. Auf jeden Fall laufen wir keinerlei Gefahr, dass wir entdeckt werden, solange wir jenseits der Plutobahn verbleiben. - Kommen wir zum Status unseres Schiffes und einer möglichen Rückkehr in unsere Zeit! Die Lebenserhaltungs-Systeme der Picard arbeiten stabil und die Reparaturen der Schäden vom Übertritt in die Arxstraße sind fast abgeschlossen. Unser Hauptantrieb ist inaktiv und wir verfügen derzeit nur über Impulsgeschwindigkeit..."
Noch ehe Sokar geendet hatte, war allen Anwesenden klar, was das bedeutete: ohne Basis-Warp war an einen temporalen Sprung nicht zu denken. Die Singularität konnte derzeit nicht angezapft werden und der Ersatzantrieb der Warpspule funktionierte nicht, da die Dilithumkristalle gesplittert waren.
*** Besprechungsraum 3 Tage später ***
Unterdessen war klar, dass sie im Jahr 1920 plus/minus 5 Jahre irdischer Zeitrechnung gelandet waren. Die vorherige Hochstimmung an Bord war in einen umso tieferen Keller gesunken, nachdem man Einblick in die Informationen über diese Periode genommen hatte. Tr'Kovath hatte eine Methode ausgegraben, bei der Dilithium mithilfe radioaktiver Felder rekristallisiert werden konnte - riskant, aber im Augenblick die einzige Option, denn alle andere benötigten Materialien waren hier entweder nicht vorhanden oder nicht herstellbar.
"Es gibt mehrere Vorkommen an Uran auf der Erde," begann Vandenberg, nachdem er im holographischen Projektionsfeld einen virtuellen Globus aufgerufen hatte. "Die meisten von ihnen werden erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entdeckt beziehungsweise ausgebeutet werden."
Auf dem Globus erschienen mehrere rote Markierungen. "Wir sollten uns die Lagerstätte aussuchen, die sowohl ein Minimum an invasiven Techniken unsererseits erfordert, als auch das Entdeckungsrisiko gering hält. Hier zum Beispiel." Er wies auf Gebiete in der Mongolei und in Afrika. "Ich schlage vor, eine getarnte Klasse 3-Sonde zu entsenden, die die Situation vor Ort prüft, ehe wir weitere Schritte unternehmen."
Sokar nickte. "Mr. Tr'Kovath, lassen Sie eine entsprechende Sonde --" Ein lauter Alarmton unterbrach ihn.
Mort warf einen Blick auf die Anzeige. "Unautorisierter Systemzugriff im Shuttlehangar."
"Im Shuttlehangar? Ich habe niemanden zu irgendwelchen Reparaturen abgestellt..." wunderte sich Tr'Kovath und runzelte die Stirn.
"Computer! Crewmitglied im Shuttlehangar identifizieren!"
+Jake Gerschoni befindet sich im Shuttlehangar- gab die synthetische Stimme gewohnt nonchalant zur Kenntnis.
"Das ist einer von meinen Technikern. Was bei den Elementen--"
Ein zweiter Warnton ertönte und nach einem hastigen Blick auf die Meldung kontaktierte Mort die Sicherheitszentrale: "Parker? Senden Sie ein Team in den Shuttlehangar! Die Freigabeprozeduren werden manipuliert!"
Tr'Kovath klopfte auf seinen Kommunikator: "Gerschoni, was tun Sie da? ... Gerschoni, antworten Sie!" Nichts.
"Er ist in einem der Shuttle!" Mort sprang auf. "Parker? - Transporterraum?"
+Marlow hier, Sir.+
"Erfassen Sie meine Koordinaten und beamen Sie mich direkt in den Hangar!"
Ein Moment verstrich, aber es geschah nichts - Mort stand immer noch im Besprechungsraum. "Marlow, was ist da los?" knurrte er.
+Eine Transportersperre... ich versuche sie zu umgehen, aber...+
Nun versuchte Sokar den Crewman im Shuttle zu erreichen. Doch es blieb erfolglos, und so steuerte der Captain mit raschen Schritten dem Lift zu. Tr'Kovath und Mort schlossen sich ihm an. Der Romulaner schüttelte den Kopf. Was ging in dem Techniker vor? Geschoni war in all den Jahren nie irgendwie aufgefallen. Er war ein ruhiger, manchmal zu ruhiger Nerd, der sich nur in den Eingeweiden der Computer wohlzufühlen schien. Vom Lift aus informierte Sokar die Counselor, schnellstens zu ihnen im Hangar zu stoßen. Von der Sicherheitszentrale aus versuchte man, die Hangartore zu blockieren, um Gerschoni am Start zu hindern.
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