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Federation communication ...
Forum: *** UFP ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Fri-2026, 04:10 PM
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BdZ Log 19 - Sareth / NPC...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Sareth
Oct-Fri-2026, 11:58 AM
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INN News - Eilmeldung
Forum: *** INN - Independent News Network ***
Letzter Beitrag: Richard von Rabenstein
Oct-Thu-2026, 09:25 PM
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BdZ Log 18 Varok / NPC's
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Varok
Oct-Fri-2026, 07:50 PM
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BdZ Log 17 / LaSalle
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Fri-2026, 11:13 AM
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BdZ Log 16 Varok / LaSall...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Varok
Oct-Fri-2026, 02:08 AM
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BdZ Log 15 / LaSalle
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Thu-2026, 05:45 PM
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BdZ Log 14 Mort Caldred
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Richard von Rabenstein
Oct-Wed-2026, 11:18 PM
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Federation communication ...
Forum: *** UFP ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 06:44 PM
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BdZ Log 13 / NPC
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 12:59 PM
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| Friedensinitiative II - Abschlusslog |
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Geschrieben von: Turan - Oct-Tue-2019, 01:35 PM - Forum: *** Ch'Rihan ***
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*** Auf dem Weg nach Ma'mak***
In ihrem abenteuerlich aussehenden Fluggerät, das mit seinem rostigen, verbeulten Äußeren alle täuschen konnte, die Baru, seinen Schöpfer nicht kannten, waren Maag und Lhoal unterwegs ins Sperrgebiet.
Die Nachrichten, die der Bordempfänger zwischen durch immer einmal bruchstückhaft auffing, verhießen nichts Gutes. Das Reich schien derzeit ohne handlungsfähige Regierung zu sein und Separatisten und Unzufriedene nutzten die Gunst der Stunde. Derzeit hatte ein alter Kriegsveteran das Gebäude des Hohen Rates besetzt und drohte den Romulanern mit Krieg. Eine Spionagesonde sei abgefangen worden, hieß es. Seitens Ch'Rihan war ein Dementi gekommen; es habe sich lediglich um eine Suchsonde gehandelt, die nach Prätor tr'Kaleh fahnden sollte. Die Prokonsulin hatte mit 'ernsten Maßnahmen' gedroht, wenn nicht endlich 'vollumfängliche Aufklärung' über das Attentat erfolgte. Doch die Region von Ma'mak war in der Hand eines Warlords, der sich um nichts als eine eigene glorreiche Fama sorgte...
"Wir sind in zwei Minuten im Sperrgebiet," brummte Maag und studierte die Anzeigen auf seinem altertümlichen Display. "Das bedeutet: in Feuerreichweite. Ich aktiviere die Panzerung und die Tarnung."
Lhoal, der neben ihm im Copilotensitz saß, überwachte Sensoreninput und Waffensysteme. Obwohl er schon nach ein paar Flugminuten die klingonischen Zeichen wieder aus dem Gedächtnis abrufen konnte, machte ihm der unorthodoxe Aufbau des Schiffchens zu schaffen. Schaltpläne, Subroutinen - nichts war, wie man es erwartet hätte. Das mochte bei Hackern seine Vorteile haben, aber in seinem Fall bedeutete es eine zusätzliche Hürde. Plötzlich heulte ein Alarm auf. Maag trat gegen eines der Panels. Der Ton stoppte, aber das Warnsignal blieb.
"Wir haben ein Kühlflüssigkeitsleck im zweiten Tank," rief Lhoal, während er hastig das Ausmaß des Schadens einzuschätzen versuchte. Das Loch schien minimal. Vielleicht hatte sich eine Schraube gelöst und war gegen den Tank geprallt.
Maag grollte einen Fluch gegen Baru, dessen Handwerk wohl nicht mehr das war, was es früher gewesen war und warf einen Blick auf die Anzeigen. Sie verloren Kühlflüssigkeit. Nicht viel, und es war auch nicht gefährlich - aber fatal für ihre Tarnung! "Verdammt, wir werden wie ein Nordlicht leuchten!" Der Klingone riss das Steuer hoch, aber im selben Moment schrammten die ersten Schüsse über den Bauch ihres Fluggeräts.
Lhoal fühlte sich gegen die Sitzlehne gepresst, und in der nächsten Sekunde gegen die Stahlbügel der Gurte, als Maag das Schiff wieder herumriss. Lhoal versuchte, die Bordkanonen auf die Batterie auszurichten, die sie unter Beschuss genommen hatte. Feuerblitze tanzten über Schneefelder und dunkle Geschützkuppeln.
"Haah! Das macht doch mal wieder Spaß!" brüllte Maag. "Gib ihnen Saures, Spitzohr!"
Aus dem Bordlautsprecher klang die Aufforderung sich zu ergeben und zu landen. Aber das war natürlich keine Option. Das geplagte Schiff geriet arg in Bedrängnis, aber die Panzerung hielt, trotz eines Torpedoeinschlages, der den Unterbau und die Landekufen demolierte.
Endlich waren sie aus der Reichweite der Separatistenstellungen. Die rote Kühlflüssigkeit wie eine Blutspur hinter sich herziehend, setzte das Schiff seinen Flug fort. Nach einer Weile wagten sie sich wieder tiefer und schwebten bald über der Ruine, die einst Ma'mak gewesen war. Wie ein großer hohler Zahl reckten sich die geschwärzten Mauerreste nach oben.
Maag war plötzlich ganz still. „Eines unserer ältesten Heiligtümer… Wer kann soetwas getan haben…“ sagte er dann, während sie tiefer und tiefer gingen.
„Ein Barbar – ganz gleich, wer der Täter war,“ antwortete Lhoal. Das Schiff setzte auf. Eine Fontäne aus Eiskristallen wirbelte gegen die Cockpitfenster. „Es sah nach einer Antimaterieexplosion aus, aber das kann täuschen. Die Spezialisten werden es sicher herausfinden.“
„Ja, wenn es keinen Krieg gibt und es bald überall so aussieht!“
"Ich suche nach Lebenszeichen..." Die Außentemperatur betrug minus 50 Grad und gerade schien sich ein neuer Sturm zusammen zu brauen. Wenn irgendjemand diesen Anschlag überlebt hatte, waren seine Chancen angesichts des Klimas in dieser Region gering. Lhoal erhöhte den Suchradius. Ein schwaches klingonisches Signal war zu erkennen, knappe sechzig Meter tief unter Fels und Trümmern... Beim nächsten Durchgang erfasste er eine Gruppe Klingonen, die sich Richtung Klosterruine bewegten. Vielleicht eine Suchmannschaft. Er richtete die Sensoren neu aus. Eine rihannische Biosignatur müsste doch...
"Ich habe ihn!"
"Was?!"
"Etwa 5,6 km von hier.... ein Rihanha und zwei Klingonen!" Hoffentlich keine Geiselnahme! Er ließ sich das Terrain über die Anzeige schalten. Die drei blinkenden Punkte, ein violetter, zwei blaue, bewegten sich langsam entlang eines Kliffs in RIchtung des Dorfes. "Ich versuche, ihn zu kontaktieren!"
Eigentlich müsste Turan einen Kommunikator tragen, aber nach allem, was geschehen war, könnte er beschädigt oder abhanden gekommen sein. Lhoal fühlte, wie die Anspannung sein Inneres umklammerte, während er das kleine Gerät an seinem Handgelenk aktivierte. Das rihannische Delegationsteam besaß ein eigenes autarkes Komlink. Er gab seinen Code ein, doch die Anzeige zur Kontaktherstellung mit dem anderen Kommunikator unterblieb. Ein Sperrfeld oder irgendeine Störung? Oder war Turans Komlink tatsächlich beschädigt?
Er versuchte es noch einmal und endlich bekam er Kontakt. "Prätor Tr'Kaleh? Hier spricht Senator tr'Khellian. Können Sie mich hören?"
Es knackte und rauschte, ein paar Lautfetzen waren zu hören, kurz darauf aber deutlich: +...Tr'Khellian, wo sind Sie?+
"Gute sechs Kilometer von Ihrem Standort, in einem Schiff. Sind Sie wohlauf?"
+Ja, dank zweier Mönche des Klosters. Aber Kanzler Kvorag benötigt Hilfe. Haben Sie einen funktionierenden Transporter?+
Lhoal sah zu Maag der nickte. "Sollte der Fall sein."
"Exzellenz? Hören Sie? - Wir haben einen Transporter, aber wir prüfen seine Funktionalität. Ich melde mich wieder. Bitte bleiben Sie, wo Sie sind."
...
Eine gute dreiviertel Stunde später standen Turan, Kvorag und die beiden Mönche sicher im Cockpit des kleinen Schiffes und Maag schaltete den Transmitter ein, um der Öffentlichkeit die rettende Nachricht zu überbringen. Kurz darauf erschien auf zahlreichen öffentlichen Bildschirmen auf Quo'nos und auf den romulanischen und klingonischen Schiffen im Orbit das Bild von Kanzler Kvorag und Prätor Tr'Kaleh. Gezeichnet von den jüngsten Ereignissen wirkten sie wie zwei Waffenbrüder nach der Schlacht:
"Nach langer Arbeit und Verhandlungen, und ALLEN Widrigkeiten zum Trotz, allen Machenschaften der Feinde unserer Völker, der Feinde dieses Friedens, verkünden wir, Kvorag von Quo'nos, Kanzler des Klingonischen Reiches, und Turan, Prätor des rihannischen Imperiums, Frieden zwischen unseren Völkern!"
Kvorag riß Turans Arm in der traditionellen Siegesgeste nach oben.
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| Griff in die Geschichte Log 13 - Nalae |
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Geschrieben von: Nalae D'Varo - Oct-Sun-2019, 10:23 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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Erde / Südtunesien / ca. 24 Stunden nach Sokars Begegnung mit Pierre Dubois
Nalae blinzelte und blickte sich verwirrt um, nachdem sie an Sokars Standort materialisiert war.
„Ach du meine Güte, das ist ja wirklich nicht meine bevorzugte Klimazone!“, sagte sie, als sie durch den Sand zu Sokar stapfte.
„Wo sind wir denn hier gelandet? Sieht ja aus wie auf Ihrem Heimatplaneten, Captain!“
„Wir befinden uns in Südtunesien, Doktor“, erwiderte Sokar.
„Nun, was auch immer das hier für ein Land sein mag, es interessiert mich brennend, wie diese Notsituation an diesem menschenverlassenen Ort zustande gekommen ist“, erwiderte Nalae. „Meine Kleidung ist leider nicht sehr wüstenfreundlich. Wir sollten schnell zur Tat schreiten, bevor mich ein Hitzschlag ereilt.“
„Mr. Marlow wurde entführt“, begann Sokar.
„Der Enkel eines ortsansässigen Scheichs wurde durch eine Projektilwaffe verletzt. Nun verlangt man medizinische Hilfe unter der Androhung, dass Marlow etwas zustößt, wenn wir der Forderung nicht nachkommen. Deshalb habe ich Sie gerufen, Doktor. Selbstverständlich muss im Folgenden bei allen beteiligten Personen eine Gedächtnislöschung vorgenommen werden.“
„Wenn wir nur Marlow da heil rausbekommen“, antwortete Nalae.
„Mir schwant übles. So etwas artet meistens in noch größere Schwierigkeiten aus.“
„Es ist nicht besonders sinnvoll, Zeit und Energie in Spekulationen zu investieren“, sagte Sokar, der sehen konnte, dass sich der Mann, der sich als „Pierre Dubois“ vorgestellt hatte, ihrer Position näherte – erneut mit den zwei Bewaffneten im Schlepptau.
„Wo ist die versprochene medizinische Hilfe?“, fragte dieser ohne Umschweife.
„Steht genau vor ihnen“, antwortete Nalae, die misstrauisch von dem Neuankömmling gemustert wurde.
„Ich habe Medikamente in dieser Tasche, die das Leben vom Enkel des Scheichs retten werden“, versprach sie.
„Führen Sie uns hin.“
Nach einem fünfzehnminütigen Marsch erreichte die kleine Gruppe ein Lager, das um eine ansehnliche Oase herum aufgeschlagen war.
Es bestand aus Beduinenzelten, von denen einige mit satten Farben und goldenen Ornamenten versehen waren.
Kamele zogen ihre Bahnen entlang des klaren Wassers und verbrachten ihre Zeit mit Trinken und Grasen.
„Ich habe noch nie so seltsame Tiere gesehen“, flüsterte Nalae Sokar zu, als man ihnen plötzlich bedeutete, stehen zu bleiben.
„Nur die Ärztin“, sagte einer der Bewaffneten und deutete auf eines der Zelte.
Ohne weitere Umschweife bedeutete man ihr, dass sich dortdrin der Verletzte aufhalten musste. Nalae warf Sokar einen Blick zu, der ihr zunickte.
Wenn ich die einzige Hoffnung für den Enkel des Scheiches bin, werden sie mich schon nicht hinrichten...aber der Captain?, dachte sie beunruhigt.
Dennoch, so wie sie Sokar kannte, würde er bereits ahnen, was sie dachte.
Einer der Männer – der andere verblieb bei Sokar – und der seltsame Monsieur Dubois folgten ihr ins Zelt.
„Ich arbeite lieber alleine“, wagte Nalae einen Versuch, doch dieser war natürlich aussichtslos.
Unter den Argusaugen von Dubois und dessen Begleiter kniete sie sich neben den verletzten Jungen und öffnete ihre Tasche.
„Ein Streifschuss, der nur das Muskelgewebe getroffen hat. Das ist schnell getan“, sagte sie und kramte verschiedene Regenrationsgeräte aus ihrer Tasche.
Mit Faszination sah man dabei zu, wie Nalaes Geräte die Wunde immer mehr verschwinden ließen, bis nach einer Behandlung von etwa zwanzig Minuten nichts mehr zu sehen war.
„Nun eine Medizin um das Fieber zu senken“, kommentierte Nalae und verabreichte dem Jungen ein Hypospray, der von seiner Behandlung nur sehr wenig mitbekam.
„Er braucht noch etwa einen Tag Ruhe, dann wird er wieder wohlauf sein!“, versprach die Ärztin.
Die beiden Männer, die soeben Zeuge von Nalaes Behandlung geworden waren, waren stumm vor Erstaunen.
„Das ist unglaublich. Die Wunde ist vollkommen geheilt!“, stellte Dubois fest, als er den Arm des Jungen näher inspizierte.
„Auch das Fieber scheint zurückzugehen. Ich habe nicht im Mindesten erahnen können, dass es irgendwo in der Welt derartig fortschrittliche Medikamente und Geräte gibt!“
„Ja, ich bin auch jedes Mal aufs Neue über den Fortschritt erstaunt, den die Wissenschaft so macht. Können wir jetzt gehen? Der Deal ist durch“, antwortete Nalae.
„Sie können sich darauf verlassen, dass der Junge nicht mehr in Lebensgefahr schwebt, wie Sie ja selbst sehen.“
„Moment“, erwiderte Dubois, der den Ausgang des Zeltes versperrte.
„Der Scheich wird überaus erfreut sein, wenn diese Kunde ihn erreicht. Allerdings bin ich mir mehr als sicher, dass er auf derartige Medikamente nicht mehr verzichten will, wenn er davon erfahren hat.“
„Nun, nun, ich bin Ärztin, ich vertreibe keine pharmazeutischen Güter, ich wende sie nur an. Ich kann Ihnen die nicht massenhaft beschaffen, auch wir Ärzte verfügen nur über ein geringeres Kontingent an Medikamenten, Sie können sich vorstellen, dass diese sehr teuer sind und -“
„Geld ist kein Problem für einen Scheich“, antwortete Dubois.
„Nun, da müssen Sie sich wohl an den Hersteller wenden“, antwortete Nalae.
„Allerdings wird Ihrem Scheich das nicht viel nützen, denn für diese Art von Medikamenten braucht es Ärzte, die für ihre Anwendung ausgebildet wurden.“
„Das ist mitnichten ein Problem“, entgegnete Dubois während die Gruppe im Verlaufe des Gesprächs das Zelt verließ, da er offenbar Sokar in den Diskurs mit einbinden wollte:
„Mr. Sokar, Sie sind frei und Ihren Markow können Sie auch mitnehmen. Dies ist jedoch an eine kleine Bedingung geknüpft, über die wir uns sicher einigen können: Ihre fähige Frau Ärztin wird bei uns bleiben. Der Scheich wird gewillt sein, eine großzügige Anzahl an Kamelen für sie zu bezahlen – wie Sie also sehen, machen Sie ein gutes Geschäft dabei. Desweiteren wird er Interesse daran haben, diese Wundermittel zu importieren, die sie angewendet hat, um in so kurzer Zeit das Leben von Hafi zu retten!“
„Moment, das war keinesfalls Teil unserer Abmach-“, setzte Nalae an, Sokar hob jedoch leicht die Hand und unterbrach ihren Protest.
Wenn wir es irgendwie hinbekämen, alle Beteiligten an Bord der Picard in die Krankenstation zu beamen und ich könnte einfach ihr Gedächtnis löschen, grübelte die Ärztin.
Ich kann nur hoffen, dass der Captain denselben Einfall hat – aber auf seine Denkfähigkeit war ja bis immer Verlass! Nur ganz ruhig bleiben, Nalae...
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| Friedensinitiative II - Log 13 |
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Geschrieben von: Turan - Oct-Fri-2019, 06:02 PM - Forum: *** Ch'Rihan ***
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*** Quo'Nos / Ruine des Klosters Ma'mak ***
Turan hatte seinen Schutzpanzer aus Nanopolymer so modifiziert, dass die Fußsohlen eine Art Steigeisen ergeben hatten, mit deren Hilfe er sich langsam aber stetig in dem eingestürzten Gang nach oben kämpfte. Als er etwa die Hälfte hinter sich gebracht hatte, hörte er plötzlich knapp zwei Meter über sich auf der gegenüberliegenden Seite ein Poltern. Dann regnete Staub und Geröll herunter. Er klammerte sich an den allzu glatten Stein. Wenn er den Halt verlor - dann war schlichtweg alles verloren. Für ihn, für Kvorag, für das Klingonische und Romulanische Reich.
Einen Moment später stoppte der Steinregen. Turan wischte sich über das Helmvisier und blickte nach oben. Dort erkannte er jetzt in einer halbrunden Öffnung ein klingonisches Gesicht, in dem sich Erstaunen malte.
"Ich brauche Hilfe!" rief Turan und deaktivierte das Nanopolymer des Helmes. Im gleichen Augenblick fuhr ihm durch den Kopf, dass das vielleicht nicht die klügste Reaktion gewesen war... Immerhin wusste niemand von seiner Anwesenheit hier... Der überraschte Schrei des Klingonen "Ein Romulaner!" gab ihm Recht. Eines der ältesten und berühmtesten Heiligtümer des Reiches war offenbar dem Erdboden gleich gemacht worden - und nun kletterte ein Romulaner durch die Trümmer! Das konnte den jungen Burschen da oben rasch zu falschen Schlüssen verleiten. Ehe Turan zu einer Erklärung ansetzen konnte, tauchte ein zweiter Klingone in der Öffnung auf, älter und mit der typischen Mönchskleidung von Ma'mak bekleidet. Auch er blaffte etwas Mürrisches nach unten.
"Hören Sie! Ich bin Turan tr'Kaleh, Prätor des Romulanischen Imperiums! Und auf der Ebene unterhalb dieses Ganges befindet sich Ihr Kanzler Kvorag und benötigt dringend Hilfe! Wir waren hier, um an einem sicheren Ort zu verhandeln... der sich leider nicht als so sicher heraus gestellt hat." Er merkte, wie sein rechter Fuß abglitt und versuchte, sich besser einzustemmen. Seine Muskeln begannen heftiger zu schmerzen und es war ihm klar, dass er sich in dieser Stellung nicht mehr lange halten konnte.
Die Klingonen wechselten ein paar rasche Worte. Waffen hatten sie offenbar nicht dabei - oder sie zogen es vor, sie nicht zu benutzen.
Der Tal Shiar hätte nicht so schlampig gearbeitet und irgendwen am Leben gelassen, kommt schon, das muss euch klar sein! rief Turan den beiden in Gedanken zu. Und ganz besonders würde keiner ihrer Agenten hier hängen!
Schließlich gab Kvorags Röhren den Ausschlag. Man konnte den Inhalt seines Rufes zwar nicht genau verstehen, aber seinen Landsleuten war klar, dass dort einer der Ihren Hilfe brauchte. Turan hörte etwas klacken, und dann baumelte ein dickes Seil vor seinem Gesicht. Alle verbliebene Kraft zusammen nehmend packte er zu, erst mit der linken Hand, dann mit der rechten. Er war froh, dass die Handschuhe automatisch die Klammerbewegung unterstützten, denn seine Finger fühlten sich halb erfroren an.
Wenig später hievten ihn die beiden Klingonen in den Durchbruch. Der Jüngere reichte ihm eine Feldflasche, dann noch etwas, das schmeckte wie getrocknetes gepresstes Obst in Targsoße. Hauptsache, es hat Proteine, dachte Turan und fühlte beinahe schon, wie seine Kräfte zurück kehrten. "Können Sie etwas davon zu Kvorag hinunter lassen? Und haben Sie irgendwelche Maschinen, um den Gang zu verbreitern? Weiter unten sind alle Ausgänge verschüttet."
"Nahrung und Wasser sind kein Problem..." Der ältere Mönch suchte nach der korrekten Anrede, während er schon eine Tasche befüllte. "Exzellenz. ... Aber wir haben kein schweres Gerät. Nur eine Schaufel und eine Brechstange. Wir waren unterwegs, um die heiligen Rollen zu bergen. - Haben Sie noch weitere Opfer gesehen? Die meisten unseres Konvents konnten sich aus eigener Kraft retten, aber einige vermissen wir noch."
Turan schüttelte den Kopf. "Aber wir waren auch sehr tief im Inneren der Anlage."
"Und Sie sind tatsächlich der romulanische Prätor?" Der junge Mönch betrachtete ihn ungläubig, während er ihm ein weiteres Stück des Fruchtbrotes reichte.
"Ja. Und ich schätze, dass sich in den letzten drei Tagen schon die Nachricht meines Todes verbreitet hat und die Flotten unserer beiden Völker sich mit scharfen Waffen gegenüber stehen..." Wenn nicht schon Schlimmeres geschehen ist...
Der ältere Klingone rief seinen Adepten mit einem kurzen Grollen zur Ordnung. Neugier war hier keine Tugend. Dann erwiderte er: "Wir sind sehr abgeschieden hier. Wir haben Geschützfeuer gehört und gesehen weiter unten in der Ebene, und ein Luftgefecht. Aber das waren die Separatisten von G'MorH." Er gestattete sich ein spitzbübisches Lächeln. "Ich habe sie an den Geräuschen ihrer Bordgeschütze erkannt. Und die anderen trugen die Abzeichen des Hohen Rates."
"Ist hier irgendwo ein Transmitter erreichbar? Einer, mit dem ich eine Nachricht zumindest in den Orbit schicken kann?"
"Im Dorf unten, denke ich. Da müssen wir ohnehin zurück, um Bergungsgerät für unseren Kanzler zu beschaffen."
"Oder... ein Transporter? Möglicherweise können wir ihn heraus beamen?"
Die beiden Mönche schüttelten den Kopf. "Transporter gibt es hier nicht. Wir lehnen das ab, und die Leute im Dorf sind zu arm."
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| Griff in die Geschichte Log 12 Hohardus Edzardus |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Oct-Mon-2019, 05:58 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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========== München, Odeonsplatz , 9. November 1923 ==========
Es war etwa 12 Uhr mittags.
Howy hatte sich auf die Stufen der Theatinerkirche gesetzt und betrachtete die Entwicklungen auf dem Platz.
Rechts von ihm stand die berüchtigte Feldherrnhalle und gegenüber von ihm die Residenz.
Dann war da noch der ‚Bazar‘, der damals oder jetzt, das Haupteinkaufszentrum der Münchner war.
Und links am Ende des Platzes stand das Siegestor.
In einer kleinen Seitentür ihm gegenüber in den Schatten gedrückt stand Vandenberg zusammen mit Val’Kara.
Tr’Kovath war direkt auf dem Dach der Halle postiert, auch um ihnen im Zweifelsfall den Rückzug zu sichern.
Von Mort konnte er nichts erkennen, da sich dieser der direkten Gruppe um Hitler anschließen wollte, wenn sein Plan aufgehen sollte.
Man hörte zwar schon die ersten Marschierer, aber die Marschkolonne selber war noch nicht zu sehen.
Aber in nahezu jedem Fenster und auf jedem Balkon standen Schaulustige, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten.
Und sie würden, wie Howy natürlich wußte, auf ihre Kosten kommen.
Nur die Mitglieder der Picard wußten, daß sie hier in diesem Moment bei einem der Schlüsselereignisse der Weltgeschichte dabei waren, denn auch wenn dieser Putsch zunächst in einer Niederlage endete, so war er doch der Beginn des unaufhaltsamen Aufstiegs Hitlers zur Macht.
Tatsächlich waren aus der Richtung des Wehrkreiskommandos schon Schüsse zu hören, wo Röhm mit etwa 400 Genossen das Gebäude besetzt hatte. Er hoffte auf Unterstützung von sympathisierenden militärischen Einheiten, die aber nie kamen.
Regierungsloyale Verbände der Reichswehr und der Bayerischen Landespolizei versuchten dort, die Putschisten zu vertreiben oder gefangen zu nehmen, wobei auch schon die ersten zwei von denen erschossen wurden.
Alle Mitglieder der Picard hatten ein Schutzfeld um sich errichtet, denn die Luft würde auch hier auf dem Odeonsplatz recht bleihaltig werden.
Die anderen Zuschauer aber machten einen recht sorglosen Eindruck. Sie erwarteten ein ordentliches Spektakel, über das man hinterher im Bierkeller prima diskutieren konnte.
Aus der Richtung des Siegestores hörte man nun die Marschierer herankommen. Sie sangen Kampflieder und die Nationalhymne.
Und es war schon eindrucksvoll, wie viele sich entschlossen hatten, Hitler zu unterstützen.
Den Quellen nach waren es etwa 3000, was Howy bestätigen konnte, auch wenn er natürlich keine Chance hatte, die Marschierer tatsächlich zu zählen.
Die Meisten trugen Altagskleidung, aber es gab eine ganze Reihe Männer in SA-Uniformen, die bewaffnet waren, diese liefen rechts und Links von zwei Männern, die den Zug anführten: Hitler und General Ludendorff, beide in Zivil.
Zumindest die Männer in den ersten Reihen trugen Hakenkreuzbinden um den Arm und viele schwenkten die Fahnen der Nazis.
Und an einigen Häusern entfalteten sich jetzt ebenfalls Fahnen.
Es war offensichtlich, daß die Unterstützung durch die Bevölkerung groß war.
Einer der SA-Männer direkt neben Hitler war Johann Mooseder alias Mort, wie Howy inzwischen deutlich erkennen konnte.
Neben ihm Hitlers persönlicher Leibwächter Ludwig Graf.
Dann plötzlich erschienen etwa 130 Mann der Landespolizei aus einer kleinen Seitenstraße, die sogar eine Kanone und Maschinengewehre in Stellung brachten, und riegelten den Platz ab.
Ludendorff befahl den Putschisten in die Perusastraße und dann in die Residenzstraße abzuschwenken, wobei sie weiterhin lautstark patriotische Lieder sangen, wie ‚Die Wacht am Rhein‘.
Ein größerer Kordon von Polizisten sperrte die Residenzstraße, um den Zug nicht durchzulassen, aber die Demonstranten durchbrachen diese Linien, ohne daß es zu Gefechten kam. Sollten die etwa auch unter den Beamten Sympathisanten haben?
========== 12.45 Uhr ==========
Howys Scanner fiepte, und als er darauf sah, stellte er fest, daß Gerschoni in der Nähe sein mußte. Aber so sehr er sich auch bemühte, er konnte ihn nicht erkennen.
Er meldete das umgehend Vandenberg, der dieses Signal auch schon bemerkt hatte.
„Stellung halten! Falls er auftaucht, unschädlich machen. In dem Gedränge wird kaum jemand deine Waffe bemerken, zumal ja Niemand so etwas kennt und eben als Waffe identifizieren kann.“
Konnte es sein, daß Gerschoni sich ebenfalls getarnt hatte.
Er wußte nicht, ob dieser einen Holo-Emitter mitgenommen hatte.
In einer der anderen Seitenstraßen sah er jetzt Reiterei der Polizei sich formieren, die mit Lanzen ausgerüstet waren.
„Gute Güte! Die wollen die Sache aber auch mit aller Gewalt beenden,“ zischte Howy.
Dann fiel ein einzelner Schuß und unser Navigator sah, wie einer der Polizeiführer zusammenbrach. Irgendjemand hatte auf ihn geschossen.
Und als er etwas genauer hinsah und eine elektronische Sichtverstärkung, die auf seine Augenlinsen gesetzt war, aktivierte, sah er ihr Crewmitglied, und es war offensichtlich, daß dieser geschossen hatte.
In den Analen würde später stehen, der Schütze sei unbekannt.
Howy überlegte, warum er das getan hatte, denn auch Gerschoni wußte über den tatsächlichen Ablauf des Ereignisses, und er wußte ebenfalls, daß es genau dieser Schuß war, der das Desaster heraufbeschwor.
Das hatte er, um kein Risiko mit der Ereignislinie einzugehen, selber provoziert, denn er wollte das entstehende Chaos nutzen, um an Hitler heranzukommen und seinen Plan in die Tat umzusetzen.
Howy verlor ihn in dem entstehenden Gedränge aus den Augen und meldete das auch an Vandenberg, der wohl jetzt versuchte, Gerschoni zu folgen.
Und dann begannen sich die Ereignisse zu überschlagen.
Die Polizisten knieten nieder und eröffneten das Feuer gezielt auf die vorderste Linie der Demonstranten.
(Hier wird Mort aus seiner Sicht weiter erzählen)
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| Griff in die Geschichte / Log 11/ NPC/XO |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Oct-Sat-2019, 01:16 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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Erde / Südtunesien
Der Sandsturm hatte sich größtenteils gelegt, doch waren die Luft und der Horizont noch immer in einen orange-gelben Nebel getaucht, durch den die untergehende Sonne golden leuchtete.
Sokar hatte den Tag im Schatten und Schutz eines Felsvorsprungs verbracht. Meditierend ,reflektierend und das Bohrnetz überwachend. Jetzt war der Abend gekommen und es wurde Zeit Marlow, welcher in einem Hitzeschutzzelt schlafend verbracht hatte, zu wecken. Er sollte die Nachtschicht absolvieren.
Laut den Daten der Bodensensoren würde man noch mindestens 2 Nächte benötigen, um genügend Material zu sammeln, da es sich als notwendig erwiesen hatte, tiefer zu bohren, als gedacht. Und die Zeit drängte, buchstäblich.
Sokar begab sich in Richtung des Zeltes, doch zu seiner Überraschung befand sich Marlow weder im Zelt, noch in der mitgebrachten Sanitäreinheit. Halb verwehte Fußspuren vom Zelt eine Düne hinauf waren eindeutig Marlow zuzuordnen. Und das bedeutete Probleme. Sokar blieb nichts anderes übrig, als ein Überlebenspack und einen Phaser aus dem Zelt zu nehmen und den Spuren zu folgen.
Es war schon außergewöhnlich, dass sich Marlow, während eines Sandsturmes, auf eine Exkursion begeben hatte. Und das während seiner Dienstzeit und ohne Sokar vorher zu informieren. Und selbst das Survival Pack war im Zelt verblieben.
Die Spuren zogen sich gut 2 km die Düne hinauf und in einen Wadi-ähnlichen Kessel. Dort tauchten plötzlich weitere Spuren auf. Diese neuen Fußabdrücke stammten deutlich erkennbar nicht von den adaptiven Sohlen der Sternenflottenstiefel, sondern von mehreren unterschiedlichen, sehr weichen Sohlen. Es fanden sich auch diverse Schleifspuren, sowie Marlowes Sonnenschutzkappe auf dem Boden. Eindeutig Kampfspuren, Was also war hier vorgefallen? Was konnte man aus den Spuren lesen?
<Sie scheinen etwas zu suchen, mein Herr?>
Die Stimme gehörte zu einer von 3 Personen, welche hinter Sokar, scheinbar aus dem Nichts des gelben Nebels aufgetaucht waren. Und obwohl sich der Sprecher alle Mühe gab, einen leicht französischen Akzent 8in seinem Englisch zu imitieren, konnte Sokar mühelos heraushören, dass es sich bei dem Sprecher um einen Iren handeln musste. Auch ohne Übersetzer. Sokar beschloss, sich langsam und vorsichtig umzudrehen.
So: In der Tat. Sälam meine Herren
Die 3 Neuankömmlinge boten ein interessantes Bild. 2 Einheimische standen mit schussbereiten Waffen, scheinbar älteren britischen Enfield-Gewehren vor Sokar, doch die dritte Person war höchst interessant anzusehen: Er trug eine verschlissene Uniform eines Sergeanten der Fremdenlegion, bar jedes Rangabzeichens. Sein Gesicht trug eindeutig die Zeichen jahrelangen Aufenthalts in der Wüste, doch seine roten Haare, welche unter seinem Kopfschutz hervorlugten und die eher ungewöhnliche Art, wie er diesen gebunden hatte, wiesen daraufhin, dass er der Sprecher mit dem gespielten Akzent war. Und er wandte sich auch gleich an Sokar.
PD: Man trifft hier selten einen Menschen und schon gar nach einem Sandsturm. Es sei denn, dieser jemand sucht etwas, oder jemanden. Ach ja, ich vergaß meine Manieren, mein Name ist Dubois, Pierre Dubois. Und mit wem habe ich das Vergnügen?
So: Sokar, Reginald Sokar ist mein Name.
PD: Soso. Und was macht ein Reginald Sokar so einsam hier draußen? Scheinbar einsam?
So: Nun, ich suche etwas.
PD: Etwas? Wohl eher jemand. Wissen Sie, es ist schon außergewöhnlich innerhalb von 5 Stunden hier 2 Ausländer zu treffen. Finden Sie nicht auch?
Dubois Stimme begann, einen leicht drohenden Unterton anzunehmen.
PD: Dürfte ich also noch einmal wissen, was Sie hier, im Gebiet meines Stammes zu suchen haben?
So: Ihres Stammes?
PD: Ich habe mich dieser Leute angenommen und kümmere mich ein wenig um ihre Organisation.
So: Dann sind Sie ein Abgesandter der Regierung?
Dubois begann schallend zu lachen.
PD: Regierung? Pah! Wir regieren uns hier selbst. Und damit zurück zu meiner Frage. Was treiben Sie hier? Nein, lassen Sie mich raten. Sie sind entweder ein Spion, obwohl Sie dann der größte Trottel von Spion wären, den ich je gesehen habe, oder Sie sind einer jener professionellen Grabräuber, welche die Kulturgüter dieses Landes für ausländische Museen rauben und sich dann Archäologen schimpfen. Oder Sie gehören zu den Prospektoren für den Eisenbahnbau. Wie Ihr Mitarbeiter behauptet hat, welchen Sie hier offensichtlich suchen.
So: Ms. Dubois, ich versichere Ihnen…
PD: Keine Sorge Mister Sokar. Wären Sie ein Spion, hätten Sie jetzt bereits eine Kugel im Kopf.
Sokar musste feststellen, dass hier nur ein Spiel mit offenen Karten erfolgsversprechend war.
So: Sie sprachen von meinem Mitarbeiter?
PD: Ja, er hat sogar Ihren Namen erwähnt, obwohl der Sie nicht Reginald Sokar, sondern nur Captain Sokar nannte. Klingt nach militärischem Dienstgrad. Sind Sie eventuell einer dieser Flyboys des Royal Air Service, welche hier ab und an einmal abstürzen und verdursten? Tja, wie auch immer. Die Wüste verzeiht keine Fehler. Und Ihr Mitarbeiter, wie hieß er noch gleich, ach ja Markow, nun er wäre aufgrund eines Fehlers beinahe beim Allmächtigen gelandet.
So: Und was soll da passiert sein?
PD: Es gibt in dieser Gegend viele üble Gestalten. Und so ein Schlag auf den Kopf kann gefährlich werden. Wie gut, dass die Leute meines Trupps hier draußen waren. Wir haben uns Markows angenommen, seine Verletzungen behandelt und ihn als Gast in unserem Camp aufgenommen.
So: Ich danke Ihnen dafür.
PD: Das meinte Ms. Markow auch. Er meinte, Sie würden sich angemessen bedanken.
So: Wenn Sie Geld wollen…
Wieder lachte Dubois, doch diesmal mit deutlich gehässigem Unterton.
PD: Was soll ich mit Geld hier draußen? Nein, mir schwebt etwas anderes vor. Mir und jenem Manne, welchem ich diene. šaiḫ Abrk-al Hallam.
So: Und was schwebt Ihnen da so vor?
PD: Wir sind seit 2 Jahren unterwegs. Und diese 2 Jahre sind nicht ohne Spuren an uns vorüber gegangen. Vor allem an unseren Beziehungen zu den anderen Stämmen. Man neidet uns unseren Reichtum. Hafi, der Enkel des šaiḫ wurde vor 4 Tagen beim Hüten der Kamele angeschossen und sein Vater durch einen Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Wir konnten des Täters habhaft werden und sein Kopf verfault in der Wüste, doch das nutzt dem Jungen nichts. Er wird sein 10. Lebensjahr nicht erleben, wenn Allah kein Wunder wirkt. Die Wunde scheint brandig zu werden und ich habe keinerlei modernen Medikamente, die dem entgegen wirken würden. Aber ich habe gehört, dass in Europa so etwas geben würde und just in diesem Augenblick tauchen Mr. Markow und Sie, Ms. Sokar auf. Wenn das mal kein Wunder ist?
So: Und wie sollte ich Ihnen da helfen?
PD: Archäologen oder Prospektoren haben immer eine größere Organisation hinter sich. Ein Basiscamp. Und da sollte es doch ein leichtes sein, Medikamente und einen Arzt oder Chirurgen aufzutreiben.
So: Und wenn nicht?
PD: Dann wird Hafi sterben und es könnte es passieren das der šaiḫ in seiner Trauer, nach seinem Sohn auch noch seinen Enkel zu verlieren, Mr. Markow die Schuld für seinen Verlust gibt. Der šaiḫ ist sehr impulsiv. Also, tun Sie es für den Jungen und für Mr. Markow. Sie haben 24 Stunden. Suchen Sie mich nicht. Das würde Ihnen und Ms. Markow schlecht bekommen. Kommen Sie mit dem Arzt und den Medikamenten in 24 Stunden wieder hierher. Keine Minute später! Und keine Sorge, Ms. Markow läuft nicht weg. Er ist sozusagen ortsgebunden. Elaleqa!
Dubois warf Sokar eine Flasche Wasser zu, dann begaben er und seine schweigenden Begleiter sich wieder zurück in die jetzt vollständige Dunkelheit einer stauberfüllten Wüstennacht.
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Ortswechsel:
Erde/Europa /Deutschland/München / Odeonsplatz /9. November
Die erste Vorhut von Hitlers Truppe war auf dem Platz erschienen, grotesk gespreizt marschierend und sich ausführend als ob sich schon an der Macht währen. Doch dies interessierte Vandenberg nur am Rande. Sein Blick schweifte immer wieder über den Platz um Gerschoni zu finden. Oder irgendetwas, was auf sein Vorhandensein hinweisen würde. Doch da war nichts festzustellen. Die gesamte Mission steckte in einer Sackgasse und die Crew drohte scheinbar Teil der Geschichte zu werden, was noch viel gefährlicher als Gerschonis Präsenz war.
Das Gröhlen von Hitlers Parteigängern wurde lauter, der Zug schien sich weiter zu nähern. Val'Kara fluchte leise auf romulanisch. Ihre Nerven schienen, seit dem Vorfall am Tage zuvor, zu vibrieren. Genauso wie Vandenbergs als Taschenuhr getarnter Kommunikator vibrierte. Vandenberg zog ihn heraus und blickte scheinbar gelangweilt auf die Schrift, die sich im Emitterfenster entfaltete.
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Von: Sokar:
An: Team 2 / Va
Typ:Textnachricht
Betrifft: Med. Sondersituation an Einsatzort 2
Es wird Doktor D´Varo (!) hier benötigt. Alleine (!) Dringend. Zeit: ETA +2h.
Grund: Marlow. Situation gemäß Szenario 4/24. Senden Sie Dr D´Varo mit chirurg. Feld-Ausstattung und Grundmedikamenten zu mir. Wichtig: Stichwort: Gedächtnisminus.
S. Ende
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Das war eine schöne Bescherung.
Doktor Valkara, welche die Worte mitgelesen hatte, sprang auf.
VK: Ich packe meine Sachen und beame sofort zu Captain Sokar.
Vandenberg schüttelte den Kopf.
Va: Sie bleiben hier. Der Captain hat explizit nach Doktor D´Varo verlangt.
VK: Ich bin genauso qualifiziert wie Doktor D´Varo. Ich gehe!
Va: Doktor, ich warne Sie!
VK:Auf medizinischem Gebiet bin ich ranghöher und Sie können mir gar nichts befehlen.
Va: Ich habe keine Zeit mit Ihnen zu streiten. Hier geht es nicht um med. Belange sondern um eine eindeutige Anweisung des Captains. Entweder Sie gehen jetzt rüber, übernehmen den Beobachtungsplatz von Doktor D´Varo und schicken Sie hierher, oder Sie sind die längste Zeit DCMO gewesen und können sich stattdessen in Frühpension begeben.. Ist das jetzt klar?
VK: Das würden Sie nicht wagen!
Va: Wollen Sie wetten? Es ist mein Ernst! Mediziner hin oder her!
Valkara schloß ruckartig ihre Jacke und stapfte zu Nalae davon. Diese erschien 2 Minuten später. Sie grinste breit.
Na: Was haben Sie denn mit Doktor Valkara angestellt? Sie sieht aus wie eine genickte Primel.
Va: Derzeit haben wir keine Zeit für geknickte Primeln: Doktor ich habe neue Befehle für Sie.
Vandenberg hielt Nalae den Kommumikator vor die Nase.
Na: Khetcha, das ist Ernst!
Va: Allerdings.
Na: Szenario 4/24..das bedeutet Entführung und med. Notfall in einem. Und Gedächtnisminus kann nur eines bedeuten: Gedächtnislöschung. Ich hole mein Zeug.
Va: Vegessen Sie Ihre Waffe nicht!
Na: Mr. Tr'Kovath wird mich begleiten.
Va: Negativ Doktor. Sie gehen alleine, Der Captain hat verlangt, dass nur Sie und explizit Sie zu ihm kommen.
Na: Aber…
Va: Ich brauche Tr'Kovath hier! Sie werden beim Captain benötigt!
Na: Und wenn hier etwas passiert?
Va: Ist Doktor Valkara hier.
Na: Das kann ja heiter werden.!
Va: Sind Sie noch nicht weg?
Na: Schon gut. Ich eile.
Va: Und nicht vergessen! Nur Sie begeben sich zum Captain, niemand anderes.
Na: Sie wollen mich wohl los werden?
Va: Nein, aber der Captain hat seine Gründe, Sie alleine anzufordern. Also?
Na: Na wenns denn sein muss. Aye Aye Sir.
Nalae eilte zu einer abgelegenen Gasse von wo aus Sie sich ungesehen zur Picard und dann zu Sokar beamen lassen konnte.
Das Trampeln von im Gleichschritt marschierenden Stiefeln übertönte jetzt alle Geräusche. Der Haupttrupp von Hitlers 'Bataillon' war auf dem Platz erschienen.
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| Zwischenlog 22 Richard von Rabenstein |
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Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Oct-Mon-2019, 09:00 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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*** Auf Epsilon Eridani / Raumhafen ***
Richard von Rabenstein und Dani, der mit hundeähnlicher Treue an ihm hängende Terraner aus Galubs Verbrecherbande, hatten die "Clover 13" nach längerer Vorbereitungszeit verlassen und waren ohne Probleme durch die Einreisekontrollen des Imperiums geschlüpft. Das war weniger der Perfektion von Richards Holomaske zu verdanken, die den Scannern dennoch sofort aufgefallen wäre, sondern dem kleinen Köfferchen erlesenster Drogen, das bei den Kontrollen den Besitzer wechselte. Metaphysiologische Aufputschmittel waren etwas, das immer ging in diesen Zeiten, oder besser noch: gerade in diesen Zeiten der Trübsal und Tristesse...
Der blankpolierte Rumpf eines in der Nähe stehenden Gleiters spiegelte Richards neues Erscheinungsbild: Ein unauffälliger Allerweltsanzug, darüber ein unauffälliges Allerweltsgesicht mit braunen Augen, Schnurrbart und schütterem dunklen Haar. Wer mochte Dani bei seinen Programmierkünsten die Anregungen gegeben haben? Nun, das war gleichgültig, Hauptsache, das Gesicht stand auf keiner Fahndungsliste!
"Da drüben ist dieser Kerl wieder!" brummte Dani und zog den Kopf zwischen die Schultern, während er an seiner portablen Wasserpfeife sog.
"Wer?"
"Dort an der Ecke! In der Mönchskutte! Ich hab den schon hier lungern sehen, seit wir angekommen sind. Glaub, der hat uns im Visier!"
Einer von LaSalles Spionen? Der Inquisitor entsann sich des Mordkommandos auf dem Schrottplaneten. Galub und seine Crew mögen nicht wissen, wer ich bin, aber-- Seine Gedanken brachen ab. Oder wissen sie es und verhandeln über meinen Preis? Er fühlte sein Herz plötzlich rascher schlagen und sah sich nervös zu Dani um. Hatte er vielleicht...? Nein, das ist absurd. Wenn sie mich verkaufen wollten, säße ich eingesperrt auf der "Clover"! Er atmete tief durch. Und dieser Kerl da? Nein, wenn sich LaSalle nur noch solche Schergen leisten konnte, die so offensichtlich nervös waren, dann war ohnehin nicht viel zu erwarten! Er machte kehrt und schritt zielstrebig auf den dicken Mann in der Kutte zu.
Der Mönch zuckte sichtbar zusammen.
„Ich hörte, Sie haben Interesse an unserem Schiff?“ fragte Richard gerade heraus. Der andere Mann hatte Angst, das konnte er jetzt deutlich spüren. Nein, ein Kopfgeldjäger oder Spion war er nicht… oder zumindest keiner von der erfahrenen Sorte. Vielleicht aber einer, der sich eine kleine Pfründe verdienen wollte…
„Ihr sollt einen jungen Terraner an Bord der Clover haben. Den ihr vielleicht … verkaufen wollt?“
„Wir dealen nich mit Lustsklaven,“ mischte sich Dani ein und schnüffelte an seiner kleinen Pfeife.
Der fette Mönch hustete. Auf seiner Stirn glänzten kleine Schweißtropfen. Dann fischte er aus seiner Tasche einen Holochip und flüsterte kaum hörbar: „Diesen Mann suche ich.“
Richard sah in das etwa drei Jahre alte Konterfei seiner selbst. „Hm. Interessant. Die Kirche verbietet die Kopfjagd, das weißt du doch, Mönch?“
„Ja. Jaja, natürlich.“ Er wischte sich mit der Hand über die schweißbedeckte Stirn, ehe er murmelte: „Es ist immens wichtig, dass ich ihn finde!“
Das kann ich mir vorstellen! „Hast du ein Breviatus von Großinquisitor LaSalle?“
Der Mönch zwinkerte. „Ja, na klar.“ Erwiderte er dann wenig überzeugend.
„Nun, dann kannst du ihm bestellen, dass der Gesuchte bei uns durch die Luftschleuse gewandert ist. Mangelnde Obödienz.“ Einen Sekundenbruchteil zu spät merkte Richard, dass seine Wortwahl seinem Outfit nicht angemessen war. Aber der Mönch war so geschockt ob dieser Worte, dass er diesen Faux pas gar nicht bemerkt hatte.
„Tot? Richard von Rabenstein ist tot? Und … haben Sie… Beweise?“
Der Inquisitor angelte nach dem Amtsring, der an einem Lederband um seinen Hals hing und hielt ihn dem perfiden kleinen Handlanger und Pfründenjäger unter die dicke Nase. „Glaubst du, dass hätte er freiwillig abgegeben? – So und jetzt mach‘ dich weg und lungere nicht länger an unserem Schiff herum! Das ist geschäftschädigend!“
„Genau!“ pflichtete Dani bei. „Die Kunden denken sonst, wir haben was mit der Inquisition zu tun!“
Ohne dem Mönch weitere Aufmerksamkeit zu gönnen, bestiegen die beiden Männer eines der öffentlichen Transportmittel in Richtung des Archives der Inquisition.
*** Archiv der Inquisition ***
Richard war vor knappen zehn Jahren einmal hier gewesen und erinnerte sich noch an den groben Aufbau des Gebäudes.
"Keine Sorge," sagte Dani, während sie die Schwebebahn verließen und auf das flache, von einer neobarocken Kuppel überwölbte Archiv zuhielten. "Ich hab' alles im Griff. Das Virus wird die Sicherheitssensoren gerade lang genug abschalten, dass Sie durch die Sperren kommen, Pater Ricardus."
Wie kann ein Mensch so begabt mit Computern und so beschränkt in den alltäglichen Dingen sein?!"Ich habe dir hundertmal gesagt, verwende nicht meinen Namen!" zischte er zurück.
"Die heiligen Engel werden Sie beschützen!"
"Wir wollen ihnen aber nicht noch mehr Arbeit bereiten, als sie ohnehin schon haben." Sie näherten sich dem Hauptportal, einem großen, aus weißem Marmor gemauerten Bogen mit den Insignien der Inquisition. Hinter ihm betätigte Dani eine Fernsteuerung, die den gestern über einen orbitalen Datenhub eingeschleusten Virus aktivierte und Richard betätigte die Meldeanlage.
"Raphael Toureaux, Subassistent des Koadjutors des Fürstbischofs von Luzern," stellte er sich vor.
+Grund Ihres Besuches?+
"Nachforschungen über häretische Umtriebe innerhalb der Marssiedlungen. Sekundäres Jurisdiktionsgebiets des Fürstbischofs von Luzern."
Ein kurzes Prickeln überlief ihn und signalisierte den Tiefenscan. Mit nur Nanosekunden Verzögerung löschte Danis Virus die empfangenen korrekten Daten und ersetzte sie durch das falsche Profil, bevor sie zur Überprüfung weitergeleitet wurden. Als die Pforten des Archivs sich öffneten, glitt ein feines Lächeln über die Lippen des Inquisitors. LaSalle, wenn du wüsstest, dass ich hier bin, quasi vor deinen Augen, in deinen heiligen Hallen... und mit Gottes Hilfe dabei, ein Mittel zu finden, dich zu vernichten...
Dani blieb draußen auf dem Gelände zurück und wartete auf seinen weiteren Einsatz. Während Richard sich über Laufbänder und Rolltreppen durch weiße, lichtdurchflutete Flure mit gewölbten Decken und den ab und an leuchtenden Informationsterminals bewegte, spürte er, wie sehr er dies alles vermisst hatte in den letzten Jahren. Diese Helle, die Sauberkeit, die Klarheit, die Stille!
Er betrat den Hauptsaal des Archivs - ein klassischer Raum in Lesesaaloptik mit großen Pseudofenstern, aus denen künstliches Licht hereinfiel und Gemälden an der Wand, die die Großtaten der Inquisition bei der Wissensbewahrung feierten.
Die großen Server, die dieses Wissen speicherten, standen mehrere Stockwerke tief unter diesem ätherischen Saal. An einer geschwungenen Theke, die auf einem Band blauen Lichtes zu schweben schien, wurde ihm ein Arbeitsplatz zugeteilt.
"Falls Sie etwas zu kopieren wünschen, erteilen Sie bitte einen Auftrag. Die File wird ihnen dann umgehend zugestellt," sagte der Angestellte. "Unautorisiertes Kopieren wird nach Archivgesetz Paragraph 4 Absatz 23 bestraft und hat sofortiges Erlöschen der Rechercheprivilegien zur Folge."
"Selbstverständlich. Vielen Dank."
Viele Besucher hatte das Archiv seit dem Krieg gegen die Borg nicht mehr. Außer Richard arbeiteten nur noch zwei weitere Personen an ihren Terminals. Er setzte sich, aktivierte die holographische Tastatur und den Bildschirm.
Alles ist hier, unter meinen Fingerspitzen.... alle Informationen... Geheimakten, Konferenzprotokolle, Korrespondenz-Zweitschriften... Ein Schauder der Vorfreude durchlief ihn. Die Besessenheit, Wissen über alles und jeden in der bekannten Galaxis zu sammeln, war einer der Grundpfeiler der modernen Inquisition. Wissen war Macht. Wissen ermöglichte, aus dem Hintergrund die Fäden zu spinnen und zu ziehen, jene dem Ruin zu überantworten, die man ihm überantworten wollte und jene zu erheben, die man als nützlich betrachtet. Wissen war der Motor des Seins, der Galaxis! Eine der Lektionen, die ihm Valentinian Constantius eingehämmert hatte. Leider hast du sie selbst nicht gut genug beherzigt... sonst hättest du vom Coup des Großkanzlers gewusst anstatt ihm ins offene Messer zu laufen...
Richard loggte sich mit dem an der Theke erhaltenen Code ein und kopierte über eine spezielle Linse im Auge alles, was ihm vielversprechend erschien in den dafür erweiterten Speicher seines Holofilters.
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| Griff in die Geschichte Log 10 Mort Caldred |
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Geschrieben von: Sokar - Oct-Sat-2019, 06:34 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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*** Im Hotel ***
Dr. Val'Kara war zu ihnen hinunter gebeamt und hielt - wie ihrem Naturell entsprechend - den beiden Rihannsu zuerst eine Vorlesung über unverantwortliches und unangemessenes Verhalten, ehe sie ihrer Tasche Medikamentenkapseln und Hypospray entnahm. "Habe ich nicht immer wieder vor Außeneinsätzen gepredigt, dass alle, ausnahmslos ALLE fremden Speisen vorher auf Kompatibilität zu prüfen sind? Aber nein, in ein Ohr rein, aus dem anderen raus, nicht wahr? Das Abenteuer lockt und --"
"Nun machen Sie mal halblang," brummte Nalae. "Es war eben einfach die Verlockung des Augenblicks."
"Ja, die Verlockung des Augenblicks, die hat Eva auch in den Apfel beißen lassen!" kommentierte Vandenberg aus dem Hintergrund, erntete aber aufgrund der Unkenntnis terranischer Religionsmythologie bei den übrigen Anwesenden nur verständnislos Blicke.
Mort saß gegenüber im Sessel, ließ den Blick über die seiner Meinung nach gruslige Tapete schweifen und dachte über sein eigenes Problem nach, das den Namen Olaf Dierckson trug. Mit dem Gesicht eines berühmten Rennfahrers herum zu laufen, zu dem der Name im gefälschten Pass nicht passte war nicht gerade der Weg, unauffällig seine Mission zu erfüllen. Da musste etwas getan werden, und zwar schnell. Daher hatte er vor einer knappen Stunde an das Zimmer D'Varos und Tr'Kovaths geklopft, um den CEO um eine Umprogrammierung des Holofilters zu bitten. Gefunden hatte er zwei Häufchen Elend, die sich am terranischen Essen der Vergangenheit vergiftet hatten. Nun, er war schon immer der Meinung gewesen, dass die humanoiden Spezies diesbezüglich überempfindlich waren...
Tr'Kovath sah schon etwas weniger blass um die Nase aus. Vielleicht konnte er sich ja bald an die Arbeit machen. Mort zog aus Langerweile den Tricorder und prüfte nach Gerschoni. Nichts! Der Kerl musste sich irgendwo aufhalten, wo der Scanner nicht durchdringen konnte...
Plötzlicher Lärm vor den Fenstern rissen den Sicherheitschef aus seinen Überlegungen. Da schrie jemand um Hilfe!
Er sprang auf. Auch Vandenberg war schon am Fenster, und gemeinsam lugten sie durch die Gardine. Unten gab es ein Handgemenge zwischen drei Leuten. Ein Messer blitzte im Licht der Straßenlaterne. Das Opfer wurde gegen die Wand gestoßen, einer der Männer angelte in dessen Jackentaschen.
"Raubüberfall," zischte Mort und presste die Zähne aufeinander, dass es knirschte. Hier einfach zusehen zu müssen war nicht so seine Art. Andererseits durften sie sich in den Ablauf der Zeitlinie nicht einmischen und --
Der Angegriffene sackte zu Boden und hinterließ eine Blutspur an der Mauer.
"Was für eine barbarische Zeit!" entrüstete sich Val'Kara, die unbemerkt neben Vandenberg und Mort getreten war.
"Hatten Sie da irgendwelche Zweifel?" Der XO wandte sich ab.
"Ich muss da runter und dem armen Kerl helfen! Ich kann doch nicht einfach tatenlos zusehen, wie er da verblutet! Das verbietet mein Eid!" Val'Kara war schon an der Tür.
"Doc, ich befehle Ihnen--"
"Auf medizinischem Gebiet bin ich ranghöher und Sie können mir gar nichts befehlen!"
Mort wollte sich ihr in den Weg stellen, aber die Ärztin war draußen und mit zwei Schritten auf der Hintertreppe. Zwei leicht angetrunkene Hotelgäste versperrten dem Sicherheitschef den Weg. Da zur Seite stoßen und hinter ihr hersprinten keine gute Option war, grinste er die anderen Gäste gequält an und murmelte nur: "Kleine Meinungsverschiedenheit mit meiner Frau."
*** Etwas später ***
Dr. Val'Kara richtete sich mit einem Seufzer auf und schüttelte den Kopf. "Ich konnte nichts mehr für ihn tun, mit meinen beschränkten Mitteln hier. Auf der Picard, ja, aber hier..."
Vandenberg musterte den toten Mann vor ihr, die Blutflecke im Bett und auf dem Boden. "Sie hätten sich überhaupt nicht einmischen sollen. Jetzt haben wir einen Toten im Hotelzimmer und sehr wahrscheinlich gleich Polizei auf dem Hals."
"Reden Sie noch mal über unverantwortliches Handeln!" fauchte Nalae giftig von ihrem Sofa in Richtung Val'Karas. "Pah!"
"Nun." Bei Val'Kara obsiegte ihr logisches vulkanisches Erbe. "Gestorben wäre der Mann so oder so, ob unten oder hier oben. Also die Zeitlinie wurde nicht weiter beeinflusst. Spuren wie Fingerabdrücke und Blut kann ich problemlos entfernen - auch den Toten selbst, mit einem genügend großen Phaserenergiestoß. Ihre Besorgnis ist unbegründet, Mr. Vandenberg."
Mort betrachtete das Gesicht des Überfallopfers. Nichts Spektakuläres, wie es schien. Sicher kein berühmter Rennfahrer oder Schauspieler.... "Was wäre, wenn ich mir sein Konterfei ausborge?" wandte er sich an Tr'Kovath. "Ist das machbar?"
Der Romulaner nickte und Nalae nuschelte etwas von "Null Pietät."
"Aber prüfen Sie vorher, ob das nicht doch irgendeine Berühmtheit inkognito war!"
Tr'Kovath stand mit noch etwas weichen Knien auf, zückte seinen Tricorder für einen Gesichtsscan und anschließende Überprüfung der Datenbank. "Aber ich sage Ihnen gleich, aus dieser Zeit gibt es nur sehr lückenhafte Quellen. Deshalb hat mein Holoprogrammierer wohl auch diesen Rennfahrer -- Oh. Oh-ha." Der Rihanha sah auf. "Ich schätze, dass Sie Ihre Wahl noch mal überdenken sollten, Mr. Caldred."
"Wieso, wer ist es diesmal?"
Tr'Kovath hielt ihm den Holoauszug einer zeitgenössischen Tageszeitung unter die Nase. "Johann Mooseder. SA-Mann. Sollte eigentlich morgen beim Marsch auf die Feldherrnhalle sterben."
Mort las die Übersetzung des Artikels, der die morgigen Ereignisse beschrieb. Aufruhr in München. Der Marsch der bewaffneten Nationalsozialisten und ihrer Gefolgsleute durch die Stadt, das Eingreifen der berittenen Staatspolizei. Schusswechsel. Ergebnis: 16 tote Putschisten - darunter Mooseder, und einige tote Polizisten. Hitler selbst verschwunden.
Tr'Kovath sichtete die dem alten Zeitungsartikel beigegebenen historischen Erklärungen aus der Datenbank. "Zuerst wurde Hitlers Leibwächter getroffen, fünf Kugeln," fuhr er fort. "Als er fiel, warf sich Mooseder ins Schussfeld, was Hitler das Leben rettete."
"Und jetzt wird er sich nicht mehr ins Schussfeld werfen können - Hitler stirbt und wir haben eine enorme Zeitliniendivergenz, ganz ohne Gerschoni!" Vandenberg schnaufte und schritt durchs Zimmer.
"Oder Gerschoni war der Mann mit dem Messer."
"Egal." Mort straffte sich zu seiner vollen Größe. "Wir sind hier, um die Zeitlinie verlaufen zu lassen, wie sie verlaufen ist, korrekt? Also werde ich Mooseders Gesicht tragen morgen."
"Das ist vollkommen irre!" ließ Nalae verlauten.
"Das ist die logischste Lösung."
"Da muss ich ihm Recht geben," pflichtete Val'Kara Mort bei.
"Ich bin Karyaner, ich bin jedem dieser Humanoiden körperlich überlegen, ich werde mein portables Schutzfeld tragen - mir kann nicht wirklich etwas passieren."
Einen Moment lang herrschte Schweigen.
"Es ist ... irgendwie abscheulich, wenn ich mir vorstelle, dass Sie eine solche Person retten sollen..." murmelte Nalae. "Nach allem, was ich die letzten Stunden von diesem Demagogen gesehen und gelesen habe..."
"Ich rette keine Person, sondern die Geschichte. Und unsere Zukunft, Doc."
*** Nächster Tag / 9. November ***
Überall in der Stadt standen Gruppen diskutierender Menschen, wurden Reden geschwungen. Neugierige säumten die Straßen. In den geöffneten Fenstern drängten sich Leute. Sie alle warteten auf das, was zahlreiche letzte Nacht geklebte Plakate verkündeten: den Sturz der bayerischen Regierung und einen Marsch nach Berlin, um auch dort die ungeliebten Machthaber zu entfernen. Die einen Redner prophezeiten den Untergang, die anderen sahen die glorreiche Rettung am Horizont aufziehen. Gegen Mittag hatte sich ein etwa 3000 Leute umfassendes 'Bataillon' von Nationalsozialisten in Bewegung gesetzt, Hitler und sein engster Kern an Getreuen vorneweg, die Hakenkreuzflagge über ihren Köpfen.
Die Mitglieder des Aussenteams hatten sich an strategischen Punkten rings um den Odeonsplatz eingefunden - mit Ausnahme Morts, der mit unterwegs war. Laut einer kurzen Meldung schlossen sich immer mehr Münchner dem Zug an und die Stimmung wurde immer aufgeheizter.
Vandenberg und Val'Kara standen in der Nähe einer Litfassäule, Tr'Kovath, der seit seiner Tal'Shiar-Ausbildung über eine Scharfschützenlizenz verfügte, hatte sich auf einem Hausdach eingenistet. Howy stand am Schaufenster eines Zigarrenladens. Alle scannten nach Gerschoni und waren vorbereitet, ihn außer Gefecht zu setzen.
"Werter Herr? Werte Dame? Hätten Sie vielleicht eine Mark übrig?" Ein dürrer, zerlumpter Mann stand vor Val'Kara und Vandenberg. "Für mich und meine Kinder? Ich bin schon so lange ohne Arbeit... nicht, dass ich nicht will, aber es gibt eben nichts..."
Vandenberg drückte dem Bettler einige Scheine in die Hand. "Wenn ich Sie wäre, würde ich schleunigst nach Hause verschwinden. Es sieht nach Regen aus."
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