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Federation communication ...
Forum: *** UFP ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Fri-2026, 04:10 PM
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BdZ Log 19 - Sareth / NPC...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Sareth
Oct-Fri-2026, 11:58 AM
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INN News - Eilmeldung
Forum: *** INN - Independent News Network ***
Letzter Beitrag: Richard von Rabenstein
Oct-Thu-2026, 09:25 PM
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BdZ Log 18 Varok / NPC's
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Varok
Oct-Fri-2026, 07:50 PM
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BdZ Log 17 / LaSalle
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Fri-2026, 11:13 AM
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BdZ Log 16 Varok / LaSall...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Varok
Oct-Fri-2026, 02:08 AM
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BdZ Log 15 / LaSalle
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Thu-2026, 05:45 PM
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BdZ Log 14 Mort Caldred
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Richard von Rabenstein
Oct-Wed-2026, 11:18 PM
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Federation communication ...
Forum: *** UFP ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 06:44 PM
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BdZ Log 13 / NPC
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 12:59 PM
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| Short Treks |
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Geschrieben von: Sareth - Oct-Wed-2019, 12:18 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino ***
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Von den Short Treks war ich ja voriges Jahr schon begeistert.
Jetzt ist die neue Staffel gestartet, angefangen mit "Q & A", das den ersten Tag von Mr. Spock auf der Enterprise schildert (also, wie er als Ensign an Bord kommt). Wirklich gut, auch wie da ganz subtil die Entwicklung der Serie vom 1. Pilotfilm zum 2. mit eingebracht wurde. Wir erinnern uns, dass ja zuerst "Number One" die kühle, logische Person sein sollte, und erst, als das Studio eine Frau als XO nicht wollte, diese Charaktereigenschaften auf Spock übertragen wurden.
Einziges Prob, das ich immer noch hab: in welchem leeren Hyperraum verkehren diese Turbolifte???
Ansonsten wie gesagt, sehr schön, auch das Schiffsdesign. Ich konnte sogar einige der bunten "Bonbonknöpfe" auf der Brücke erkennen.
Der nächste Short Trek soll von Tribbles handeln.... =)
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| Griff in die Geschichte Log 9 - Nalae |
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Geschrieben von: Nalae D'Varo - Oct-Tue-2019, 09:38 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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NRPG: Ich habe mich jetzt mal um das Hitlerzeug ein bisschen drumrumgeschrieben.
1. Siehe Nalaes Argumentation im Log (meiner Meinung nach wäre jede Abweichung von der Geschichte, die in Zeitungen stehen könnte und dann auch in Geschichtsbüchern schwierig, ehrlich gesagt würde ich ungerne etwas schreiben worin ich mir nach eingehender Überlegung nicht sicher bin.)
2. Ich wollte nicht die ganze Zeit sowas extrem Hitler-zentriertes schreiben, also ich persönlich brauchte da mal etwas Auflockerung um ehrlich zu sein
3. Ich überlasse euch die Entscheidung, ob Mahan und Nalae am nächsten Tag wieder einsatzfähig sind 
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„So, jetzt habe ich aber erstmal die Schnauze voll von Nazi-Emblemen“, sagte Nalae und entledigte sich der Armbinde.
„Die Veranstaltung war ja mal voll der Reinfall.“
„Hätte man sich ja denken können, dass Mr. Gerschoni heute seinen Plan nicht in die Tat umsetzen wird. Andererseits mussten wir ja sichergehen“, antwortete Mahan.
„Wir sollten bedenken, dass es beim morgigen Marsch zu einer Schießerei kommen wird“, warf Mort ein.
„Zu diesem Zweck sollten wir von der Picard mobile Schildemitter anfordern. Es wäre unserer Mission nicht zweckdienlich, wenn jemand von uns durchlöchert wird.“
„Ein guter Vorschlag“, sagte Vandenberg.
„Wir werden uns morgen um 12 Uhr erneut hier einfinden und am Marsch auf die Münchner Feldherrnhalle teilnehmen. Ich gehe stark davon aus, dass Gerschoni den Moment der Eskalation nutzen wird um Hitler – wie auch immer – den Garaus zu machen. Wie genau er sich das vorstellt, wird wohl bis zum Schluss offen bleiben.
Fürs erste sollten wir uns zurück zu unserem Unterschlupf begeben.“
„Wir können nur hoffen, dass wir auf dem Rückweg von Ausweispapier-Fanatikern verschont bleiben“, schnaubte Howy während sie sich an das altertümliche Gefährt begaben.
„In jedem Fall wird mir wieder furchtbar übel!“, sagte Nalae, die ihren Hut festhielt während das Gefährt mit lautem Knattern und Knallen über die Straßen rumpelte.
Es dauerte nicht lange, da war das fast schrottreife Gefährt beim Unterschlupf der Truppe angelangt.
„Mir wird echt unwohl, wenn ich an morgen denke“, sagte Nalae.
„Jake darf überhaupt nichts machen, rein gar nichts darf mit der Zeitlinie intervenieren. Selbst wenn wir es verhinderten, könnte es Auswirkungen auf das folgende Geschehen haben. Nehmen wir einmal an, irgendetwas passiert, egal was – wir wissen ja trotzdem nicht, ob sich das eventuell auf Hitlers Denken oder Handlungen auswirkt. Oder das eines anderen. Wir können ja schließlich nicht in die Zukunft gucken!“, bemerkte sie mit einem Augenrollen, während sie sich die Schuhe von den Füßen riss um selbige mit einem Hautregenerator zu behandeln. Die Ärztin seufzte erleichtert auf, als die Blasen endlich verschwanden.
„Das Schlimmste an dieser Mission sind wirklich die Schuhe!“
„Vandenberg an Picard. Fünf Leute zum Hochbeamen“, sprach der XO in seinen Kommunikator und betätigte ihn erneut, als er feststellen musste, dass keine Verbindung zustande kam.
„XO Vandenberg an Picard. Hören Sie mich? Verdammt.“
„Keine Verbindung?“, wollte Howy wissen.
„Ich verstehe das nicht, es gab keinerlei Schwierigkeiten bis jetzt“, entgegnete Vandenberg.
„Wenn wir Pech haben, müssen wir uns über Nacht irgendwo einquartieren.“
„Och nöö. Ich habe mich so auf mein Bett gefreut“, ließ Nalae vernehmen. „Auch das noch!“
Doch kein Mitglied des Außenteams war darin erfolgreich, die Picard zu kontaktieren.
„Wir müssen wieder in die Innenstadt und eine Übernachtungsmöglichkeit finden“, beschloss Vandenberg.
„Immerhin sind wir so in der Nähe des Geschehens.“
„Wir haben wenigstens genug Geld um uns so richtig was zu gönnen“, sagte Mort und zog einen Haufen Scheine aus seiner Hosentasche.
Die Truppe steuerte ein großes Gebäude in der Innenstadt an, dessen Interieur einen nur in bloßes Erstaunen versetzen konnte.
Man sah sich üppigen Verzierungen an Wänden und errichteten Säulen gegenüber, Ornamenten an der hohen Decke, glitzernde Kronleuchter schienen auf die fünf herab, die sich im Marmorboden widerspiegelten.
Große Wendeltreppen offenbarten sich, die mit ebenfalls reich verzierten und fein gearbeiteten Geländern in die höheren Stockwerke des Hotels führten.
„Sie wünschen?“, fragte der Portier und musterte das Außenteam demonstrativ, während er seinen Zwicker dabei festhielt.
„Wir benötigen eine Unterkunft für die Nacht, genauer gesagt...“, begann Vandenberg.
„Oh, das tut mir sehr leid, aber wir sind vollkommen ausgebucht. Voll-kommen!“, erwiderte der Portier.
Mort trat wortlos hervor und angelte den Batzen Scheine aus seiner Westentasche.
„Ist das genug?“
„Wieviele Zimmer benötigen Sie?“
In einem der Hotelzimmer
Nalae setzte sich schwungvoll auf die Matratze des üppigen, verzierten Doppelbettes und drückte sie prüfend.
„Nicht so rückenfreundlich wie die auf der Picard, aber durchaus sehr annehmbar für eine Nacht!“, schlussfolgerte sie.
Nach einer kurzen Pause sah sie Mahan an, mit dem sie sich das Zimmer teilte.
„Denkst du das, was ich denke?“, fragte sie.
Mahan musterte sie, grinste und näherte sich ihr.
„Ich glaube schon“, sagte er und streckte seine Hände nach ihren aus, als sie sich plötzlich erhob.
„Ich habe unfassbaren Kohldampf! Ich muss dringend etwas essen, etwas Richtiges, Anständiges! Du etwa nicht?“
„Jetzt wo du es sagst...könnte ich auch einen Happen vertragen.“
Die Küche des Luxushotels bot eine reichhaltige Auswahl an Speisen an.
Nalae blickte sich in dem gewaltigen Speisesaal um, der sie erneut in Erstaunen ob seines Ausmaßes und seiner atemberaubenden Architektur versetzte.
Sie bewegte sich auf einen Tisch zu, an dem ein wohlbeleibter Herr recht lautstark und mit Geschwindikgkeit sein Abendmahl verzehrte.
„Entschuldigen Sie, werter Herr, was ist das?“, fragte Nalae.
Der Mann, um dessen breiten Hals eine Serviette gebunden war, sah von seinem Teller auf und starrte Nalae an, als würde er sehen, dass sie nicht von diesem Planeten stammte.
„Guade Frau, des is a Schweinshoaxen mid Sauerkraut“, antwortete er mit vollem Mund und wendete sich dann wieder seinem Mahl zu.
Die beiden hatten an einem der Tische platzgenommen und es dauerte nicht lange, da wartete der Kellner auf um die Bestellung entgegen zu nehmen.
Er schaute halbwegs entsetzt drein als er sah, dass Nalae ihr Essen selbst bestellte.
„Ich hätte gerne a Schweinshoaxen mit Saukraut“, sagte sie so seriös wie sie es nur fertigbrachte während sie versuchte, den Namen des so gut aussehenden Gerichtes aus ihrem Gedächtnis abzurufen.
„Sauerkraut, meinen Sie, meine Dame? Sehrwohl. Der Herr?“
„Ich nehme dasselbe.“
„Trinken?“
Nalae sah sich hastig im Saal um. Daran hatte sie nicht gedacht.
„Das, was dieser Herr dort trinkt“, sagte sie in ihrer Hilflosigkeit.
„Ein Hefeweizen“, murmelte der Kellner während er sich das notierte und mit einem inneren Kopfschütteln daran dachte, dass er schon seltsamere Touristen getroffen hatte.
„Dasselbe“, ließ Mahan vernehmen.
Etwa eine halbe Stunde später.
„Einfach großartig“, sagte Nalae kauend, „ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich jemals original deutsches Essen im 20. Jahrhundert genießen darf! Weißt du, Mahan, das kann ich mir nicht entgehen lassen. Ich habe da noch so etwas richtig Gutes in einer dieser Glasvitrinen gesehen, irgendwas mit Studel, das muss noch reinpassen!“
Wieder im Hotelzimmer.
„Mir ist heiß und übel“, sagte Nalae, die in voller Montur auf dem Bett lag.
Mahan seufzte.
„Ich habe das prophezeiht, du hast gerade für ein ganzes klingonisches Kampfgeschwader gegessen!“
„Es war so …. lecker.“
Mahan drückte Nalae eine Tasse Pfefferminztee in die Hand, bevor er sich seiner Stiefel entledigte.
„Ich weiß nicht, irgendwie ist mir auch übel“, gestand er.
„Ist es schlimm?“, murmelte Nalae in das Kissen.
„Es ist...“
Mit einem Rülpser verschwand Mahan im Badezimmer, in das Nalae ihm nur wenige Minuten später folgte.
„Mach platz, ich muss mich überg-" sie konnte den Satz kaum beenden und schubste Mahan in ihrer Hast ein Stück zur Seite - was ihn nicht daran hinderte, sich seines Mageninhalts zu entledigen.
Nalae suchte nach vollbrachter Tat den Tricorder aus ihrer Tasche.
„Ich glaube, wir vertragen dieses Fleisch nicht. Keine Ahnung, das von irgendeinem terranischen Tier. Wir haben gar keine Enzyme, um das zu verdauen“, stellte sie nach einem kurzen Scan fest.
„Und ich habe überhaupt keine Medikamente dafür hier!“
„Entschuldigen Sie die Störung, XO, aber es könnte ein wenig schwierig werden mit unserer Anwesenheit morgen“, funkte Nalae Vandenberg über den Kommunikator an.
„Die Begründung interessiert mich brennend“, entgegnete der XO.
„Durch unbekanntes terranisches Fleisch induzierte Diarrhö und Erbrechen“, antwortete Nalae.
„Ist das Ihr Ernst, Doktor?“
Nalae schluckte. „Ja, Sir“, gab sie von sich und versuchte, so wenig gequält wie möglich zu klingen.
Vandenberg war nicht amüsiert. Die Romulaner hatten sich mit guter Deutscher Hausmannskost den Magen verdorben und das einen Tag vor dem Marsch auf die Feldherrnhalle.
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| Griff in die Geschichte Log 8 Hohardus Edzardus |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Oct-Fri-2019, 03:01 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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========== Abend des 8. November 1923 – Bürgerbräukeller ==========
Alle waren sich einig, daß sie zu dieser Veranstaltung gehen müßten, denn sie vermuteten, daß auch Jake Gerschoni da auftauchen würde, denn die Teilnahme und eine Rede Hitlers war angekündigt worden.
Sie wußten aus der Datenbank, daß die Lage in Bayern extrem zugespitz war. Bayern hatte sich de facto von der Weimarer Republik getrennt und Hitler wollte diese Situation für sich ausnutzen und einen Putsch anzetteln.
Und dieser würde heute verkündet werden.
Hitler und General Ludendorf hatten diesen Zeitpunkt gewählt, weil sie sich sicher waren, zumindest große Teile des Offizierschorps in München und Bayern auf ihrer Seite stehen zu haben.
Es war nicht sehr weit bis zum Bürgerbräukeller. Und schon von Weitem stellten sie fest, daß es schwierig werden würde, überhaupt noch einen Platz im Saal zu bekommen.
Und von Gerschoni war weit und breit nichts zu erkennen. Die Scanner zeigten schlicht nichts.
„Trotzdem, der Kerl ist da drin oder kommt,“ stellte Howy fest. „Das dürfte eine der seltenen Chancen sein, in die Nähe Hitlers zu kommen. Wir müssen da rein!“
Das Team hatte sich noch schnell auf der Picard ein paar Nazi-Memorabilien herstellen lassen. So trugen alle jetzt Armbinden mit einem Hakenkreuz drauf und kleine Fähnchen.
Und als sich ihnen ein breitschultriger SA-Mann in den Weg stellte, machte das offensichtlich Eindruck, denn er ließ die kleine Gruppe unkontrolliert durch.
„Es ist ja kaum zu glauben,“ stöhnte Howy, „endlich mal keine Kontrolle und das Vorzeigen von irgendwelchen Papieren. Ich wüßte auch gar nicht, welche wir denn diesmal hätten vorzeigen müssen? Ein Parteibuch etwa? Gab es das denn damals … äh … heute überhaupt schon?
Irgendwie erinnert mich diese Zeit hier an einen alten Spruch: Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare! Formulare!“
Nalae lachte: „Ist doch egal. Die Hauptsache ist, daß unsere Ausstattung offensichtlich sehr überzeugend war und wir drinnen sind.“
Der Saal war ein Meer von Hakenkreuzflaggen und das Gedränge war unglaublich.
Nahezu alle Anwesenden trugen Insignien der NSDAP.
Und alle hatten einen Krug Bier in der Hand.
Howy grinste: „Ich denke, wir sollten uns ebenfalls mit so einem Glas bewaffnen, denn sonst könnten wir negativ auffallen.“
Er hatte schon ein paar dieser Geldscheine aus der Tasche gezogen, auf denen geradezu unglaubliche Summen standen, aber das erwies sich als unnötig, denn die Getränke wurden von der Partei gesponsert.
Von Jake war nirgends auch nur die kleinste Spur zu entdecken, und doch mußte er hier sein, da waren sich alle sicher.
Plötzlich wurde es grabesstill.
Ein Mann betrat das Podium am Ende des Saales. Es war Gustav von Kahr. Er war nach der faktischen Loslösung Bayerns von der Weimarer Republik zum Generalstaatskommissar mit diktatorischen Vollmachten ernannt worden und hatte die Befehlsgewalt über die bayerischen Teile der Reichswehr.
Noch am 20. Oktober hatte er verkündet:
„Es heißt für uns nicht: Los von Berlin! Wir sind keine Separatisten. Es heißt für uns: Auf nach Berlin! Wir sind seit zwei Monaten von Berlin in einer unerhörten Weise belogen worden. Das ist auch nicht anders zu erwarten von dieser Judenregierung, an deren Spitze ein Matratzeningenieur (Anm.: damit war Reichspräsident Friedrich Ebert gemeint) steht. Ich habe seinerzeit gesagt: In Berlin ist alles verebert und versaut, und ich halte das auch heute noch aufrecht.“
Er stand aber einem Putschversuch Hitlers skeptisch gegenüber und forderte in seiner Rede die Anwesenden auf, sich zurückzuhalten und die Entwicklungen in Bayern abzuwarten.
Da plötzlich wurde die Saaltür aufgerissen und Hitler, Ludendorf, Göhring und weitere Typen stürmten herein.
Hitler zog eine Pistole und schoß in die Decke, daß der Putz rieselte, um sich Aufmerksamkeit zu schaffen, was ihm natürlich gelang.
Nalae hatte sich ein wenig an Mahan gekuschelt um sich sicherer zu fühlen, außerdem standen sie dicht bei Mort, denn er schaffte es, sich trotz des Gedränges von etwa 3000 Menschen ein wenig Raum zu verschaffen.
Seine Muskeln waren ja unter dem Holobild auch nicht zu erkennen.
Howy grunzte: „Wenn es hier jetzt eine Schlägerei gibt, sehen wir alt aus ohne irgendwelche Schutzfelder um uns herum.
Das ist ja wie im Holodeck ohne Sicherheitsprogramme.
Man stelle sich mal vor, ich würde hier jetzt um mein bißchen Leben kommen? Was wäre dann mit der Picard in ferner Zukunft?“
Vandenberg hob die Braue: „Ich denke, die würde im Zweifelsfall auch ohne Sie fliegen.“
„Sehr beruhigend,“ bemerkte Howy, sich dann aber doch wieder auf die Ereignisse konzentrierend, wobei Alle versuchten, die Massen zu beobachten, um Jake eventuell rechtzeitig entdecken zu können. Aber bisher vergeblich.
Wollte er vielleicht erst einmal die Lage peilen und dann vielleicht morgen zuschlagen?
Inzwischen trieb Hitler Kahr und zwei weitere Männer, die Howy nicht identifizieren konnte, in ein Nebenzimmer, und er erinnerte sich nicht daran, über die Geschehnisse dort in der Datenbank etwas gelesen zu haben, aber er hatte sich auch nicht derart tief in die Materie versenkt, wie er zugeben mußte.
Kurz darauf tauchten die Leute wieder auf, und Kahr und die beiden anderen forderten die Menge auf, den für morgen geplanten Staatsstreich zu unterstützen und auf dem Odeonsplatz zum großen Marsch auf die Feldherrnhalle zu erscheinen und dem deutschen Volk zu zeigen, was der Wille eben dieses sei!
Hitler und Ludendorf standen hinter den Dreien und lächelten maliziös, denn sie waren vom Erfolg ihrer Aktion überzeugt.
Deutschland lag nach dem großen Krieg in Scherben. Das Gros der Kohlenproduktion des Rheinlandes und des Saarlandes ging als Reparationen nach Frankreich.
Die Arbeiter dort waren aufgestanden, aber alles war vergeblich gewesen, denn die Politiker der Weimarer Republik hatten sie im Stich gelassen. Jedenfalls fühlten sie sich so.
Massenarbeitslosigkeit herrschte in allen Teilen des Landes und eine Hyperinflation tat ihr Übriges, um die Unzufriedenheit der Bevölkerung anzufachen und nach Alternativen zu suchen.
Davon gab es eigentlich nur zwei: Die von den Kommunisten unter Karl Liebknecht vorgeschlagenen Reformen, die durchaus auch ein wieder erstarktes Großdeutschland vorsahen und die Forderungen Hitlers, der einen Nationalen Sozialismus versprach.
In dem Parteiprogramm von 1920 hatte er Dinge versprochen, die natürlich auch und gerade bei der Arbeiterklasse auf fruchtbaren Boden fielen.
Das Alles sprach das Gefühl der Menschen, die bis über die Ohren im Dreck steckten, mehr als nur an.
Sie sahen und erlebten ‚das süße Leben‘ der Reichen, wo immer sie hinsahen.
Abends sahen die großen Städte aus, als habe es den Krieg nie gegeben. Überall Lichter, feiernde Menschen und Jubel, Trubel, Heiterkeit.
Sie hatten ihren Kopf in den fürchterlichen Grabenschlachten an der Marne hingehalten, während die Bonzen da oben lachten, feierten und schwelgten.
Sie erlebten tagtäglich, wenn sie denn zu den Glücklichen zählten, die Arbeit hatten, daß das Geld, das sie am Schichtende ausbezahlt bekamen, schon am nächsten Morgen nichts mehr wert war.
Niemand kümmerte sich um die vielen verwundeten Heimkehrer, die die Straßenränder bettelnd bevölkerten.
Niemand merkte mehr als die heimgekehrten Soldaten, daß der ‚Dank des Vaterlandes‘ nur eine leere Worthülse war, während eine bestimmte Kaste Menschen ungeheuer vom Krieg profitiert hatte.
Aufstände waren häufig, und die Politik hatte als einzige Antwort darauf das Zusammenschießen der Demonstranten, wie es in Berlin, Altona oder anderswo geschehen war.
Und da kam ein Mann wie Hitler, der sich damit brüstete, NUR 'ein einfacher Frontsoldat‘ gewesen zu sein und auch ein begnadeter Redner war, der dem Volk auf’s Maul schaute und in der Lage war, dessen Gefühle anzusprechen, gerade richtig, um ihnen wieder Hoffnung zu geben.
Daß dabei auch die Juden angegriffen und als Schuldige des Desasters genannt wurden, wollte man nicht wirklich wahrhaben oder glaubte es.
Gerade war die sozialistische Bayerische Regierung unter Eisner gescheitert und die Bayerische Räterepublik zusammengeschossen worden, und die Bevölkerung forderte die Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung auch mit totalitären Mitteln.
Und Hitler versprach genau dieses.
Folgende Punkte des Parteiprogramms von 1920 waren besonders beliebt:
- Gemeinnutz geht vor Eigennutz.
- Einziehung der Kriegsgewinne
- Verstaatlichung der Banken
- Gewinnbeteiligung an Großbetrieben
- Bessere Altersversorgung
- Kommunalisierung der großen Kaufhäuser zugunsten von Kleinbetrieben
- Vergabe öffentlicher Aufträge
- Eine Bodenreform
- Die Todesstrafe für Wucherer und Schieber
- Bildung für Alle
- Förderung des Sports
- Ein besserer Kinder- und Mütterschutz
- Verbot der Jugendarbeit
Im Saal kochte die Stimmung.
Alles brüllte und forderte die Vernichtung der Regierungen, egal ob in Bayern oder in ganz Deutschland.
Man ließ Hitler und Ludendorf hoch leben und versprach Gefolgschaft bis in den Tod und die Teilnahme am morgigen Marsch und bis zur endgültigen Machtergreifung durch Hitler.
Und dann erhob auch dieser das Wort an die Anwesenden, und Howy mußte sich eingestehen, daß er schon ziemlich fasziniert war, auch wenn er wußte, welches Leid dieser Mann letztlich über das deutsche Volk und die Welt bringen würde. Reden konnte der Mann, wie nur Wenige. Frei und mit einem Pathos, das die Gefühle der Anwesenden tief traf.
Ein altes Omchen neben unserer Gruppe zitterte: „Ich wußte es! Er ist der Messias! Er ist zurückgekommen! Halleluja!“
Howy blickte skeptisch auf die alte Dame.
War es möglich, daß man so ergriffen sein konnte? Daß man derart gläubig diesem Rattenfänger zujubelte?
Aber dann erinnerte er sich an seine eigene Faszination noch vor wenigen Minuten.
Er versuchte, sich in die Situation der Menschen dieser Zeit hineinzuversetzen, die natürlich nichts von den zukünftigen Ereignissen wissen konnten. Irgendwie konnte er sie schon verstehen.
Vandenberg signalisierte Allen, sie sollten den Saal verlassen und sich draußen bei der Litfaßsäule sammeln, um zu beratschlagen, was nun zu tun sei.
Ein Anschlag auf Hitler hatte nicht stattgefunden, obwohl sie fest davon überzeugt waren, daß Jake dagewesen sein mußte, denn er konnte nur erfolgreich sein, wenn er die richtige Situation und die beste Gelegenheit nützen würde.
Und da könnte der morgige Marsch der idealen Hintergrund sein, denn in dem wahrscheinlichen Tohuwabohu würde er sicherlich unerkannt entkommen und die Tat auf Sicherheitskräfte schieben können.
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| Griff in die Geschichte Log 7 Sokar / Mort |
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Geschrieben von: Sokar - Oct-Thu-2019, 06:14 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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*** Erde / Südtunesien ***
Die Sonne neigte sich gen Horizont und ließ die Ausläufer der Sahara in einem kraftvollen Orange erglühen, während Gestrüpp und Felsformationen tiefschwarze lange Schatten warfen. Sokar dachte an Vulcan. Die Szenerie erinnerte ihn beinahe bis ins Detail an einen Park in der Nähe seiner Heimatstadt. Selbst die blaue Färbung des Himmels löste sich mehr und mehr in orangeroten Tönen auf und der Geruch von heißem Sand erfüllte die Luft. Eine trügerische, verlockende Vertrautheit ging von alldem aus. Hatte er deshalb darauf bestanden, Randy Marlow zu begleiten? Sokar rief sich zur Ordnung. Heimatgefühle waren fehl am Platz.
Dies ist nicht Vulcan, und vor allem: dies ist nicht meine Zeitperiode! Ich bin hier, um meine Arbeit zu tun, und nicht, um in der Schönheit der Landschaft zu versinken!
Er hob den Koffer mit dem Werkzeug auf und stieg in die kleine Felsgruppe hoch, die sich dunkel in der Nähe erhob. Einige Meter vor ihm kletterte bereits Marlow. Sie waren vor einer viertel Stunde herunter gebeamt, um einen Teil der hier befindlichen kleinen Uranlagerstätte - die erst im 21. Jahrhundert ausgebeutet werden würde - zum sicheren Transport vorzubereiten.
Unter einem kleinen Felsüberhang blieb Marlow stehen und blickte ein weiteres Mal auf seinen Tricorder. "Hier ist es günstig. Mehrere Gesteinsadern, die eine geringere Dichte als die Umgebung aufweisen. Hier können wir bohren und die Fragmentierer einbringen." Mithilfe der Fragmentierer würde es ihnen möglich sein, den entsprechenden Teil der Lagerstätte soweit von seiner Umgebung zu trennen, dass er verlust- und gefahrenfrei von der Transportereindämmung erfasst und direkt in das kraftfeldgeschützte Areal auf der Picard gebeamt werden konnte. An Bord des Schiffes arbeitete ein kleines Team unterdessen am Aufbau der Raffinerie-Einrichtung, die das Uran soweit aufbereiten sollte, dass es der Rekristallisierung des Dilithiums dienen konnte.
Sokar hatte die ersten beiden Mikrobohrer auf das Gestein gesetzt und ihre Halterung aktiviert. Mit einem leisen Surren saugten sich die kleinen Maschinen auf dem Untergrund fest. Mittels eines haarfeinen Laserstrahls würden sie in die Tiefe vordringen und anschließend Nanosonden ausschleusen, die die energetische Absperrung und Markierung vornehmen sollten. Jeder einzelne Bohrer wurde anhand der Sensorscans von der Picard auf seine korrekte Positionierung überprüft.
"Nummer Sechs 1,5 cm weiter nach rechts," sagte Sokar, und Marlow entfernte ein Büschel hartnäckigen Grünzeugs aus einer Felsritze, um den Bohrer an der Stelle einrichten zu können. Bald hatten sie zwanzig Mikromaschinen auf dem Gestein befestigt.
"Es wird schätzungsweise vier Stunden dauern," erklärte Marlow. "Aber wir sollten den Prozess überwachen. Machen wir es uns gemütlich."
"Das wäre unklug," entgegnete Sokar. "Es kommt ein Sandsturm."
Marlow konsultierte seinen Tricorder. "Woher--"
"Die Vulcanier sind eine Wüstenspezies. Es war evolutionär von Vorteil, Gefahren wie Sandstürme frühzeitig erkennen und sich bergen zu können. Wir haben einen speziellen Ohrrezeptor, der Änderungen im Luftdruck wahrnimmt und die Erhöhung der Sandpartikel in der Luft können wir mit der Nasenschleimhaut erfassen."
"Sie können einen Sandsturm riechen?!"
"Nun - ja, wenn Sie es so vereinfachen wollen. Aber wir sollten eine Schutzplane über die Bohrer breiten."
"Ja, auf jeden Fall!" Der CEO rappelte sich auf und machte sich an seinem Koffer zu schaffen. "Hoffentlich wird es nicht allzu heftig. Bin kein sonderlicher Freund von Sandstürmen... Ah, hier ist sie!" Er förderte ein handliches Paket zu Tage.
*** Währenddessen in München ***
Howy hatte es tatsächlich geschafft, das alte Auto bis in die Innenstadt zu manövrieren. Mort fühlte sich wie nach einem Hindernis-Testflug. Nur der geringen km/h-Zahl, die dieses vorsintflutliche Vehikel schaffte, war es wohl zu verdanken, dass sie keine Unfallopfer produziert hatten und dass sie selbst unbeschadet geblieben waren!
Quietschende Bremsen, ein heftiger Ruck, der ihn gegen Dr. D'Varo und ihren Hut drückte und saftige Flüche katapultierten Mort aus seinen Überlegungen in den Augenblick. Vor ihnen stand ein wuchtiger Lieferwagen voller metallfarbener Kannen auf der Ladefläche. Die Dinger erinnerten ihn irgendwie an Warpplasmacontainer.... aber das war natürlich nicht möglich.
Der Fahrer des Lieferwagens erging sich in einer Schimpfkanonade, aus der Morts Translator lediglich "Vorfahrt", "Ochse" und "Sonntagsfahrer" herausfiltern konnte, was immer die letzten beiden Worte bedeuten mochten.
Vandenberg versuchte den Streit zu schlichten, aber schon war ein uniformierter Ordnungshüter erschienen, und in seinem Schlepptau die unvermeidlichen Schaulustigen. Aus dem Augenwinkel sah Mort unterdessen, wie zwei Halbwüchsige einige der Milchkannen vom Transporter stahlen.
"Kann ich mal Ihre Papiere sehen?!"
Diese Zeit ist wirklich besessen von irgendwelchen 'Papieren'! dachte Mort. Wieso haben sie nicht eine ID-Karte, wo ALLES draufsteht, bei den Dämonen von Urama!
Der leicht nervöse Howy zeigte allerlei vor, was er in den Taschen hatte, auch eine der neu replizierten hochzahligen Banknoten - was der Ordnungshüter etwas unfreundlich zur Kenntnis nahm.
Was ist nun wieder ein 'Führerschein'? überlegte Mort. Er entsann sich, beim Briefing gehört zu haben, dass man Adolf Hitler später als 'Führer' betitelte, aber das war noch ein paar Jahre hin. Trotzdem - ging es vielleicht um eine Art Parteibuch???
"Da muss ich Sie leider bitten, mit auf die Wache--"
"Meine Güte! Is des ned Olaf Dierckson?" kreischte plötzlich eine Frauenstimme.
Mort sah, wie sich eine junge Dame an dem Polizisten vorbeidrückte, den Blick unverkennbar auf ihn gerichtet. Hinter ihr drängten zwei weitere Damen. "Ohja, Minna, recht hast! Das ist er!"
"Meine Damen, ich muss Sie um Ordnung--"
"Aber Herr Wachtmeister! Lassen's uns doch! Erkennen's denn ned, da im Wag'n is der Dierckson, der berühmte Rennfahrer!"
"Ist mir egal, auch wenns Seine Heiligkeit wär--"
Mort stellte fest, dass der Holotechniker an Bord der Picard, der seine 'zeittypische' Holomaske kreiert hatte, sich offenbar bedenkenlos an einem historischen Konterfei aus der Datenbank bedient hatte. Ehe ihn eine der Verehrerinnen erreicht hatte, hing ihm geistesgegenwärtig Dr. D'Varo um den Hals, was die irdischen Damen zurück schrecken ließ.
Dann wandte sich die Ärztin mit ihrem süßesten Lächeln an den Polizisten. "Herr Wachtmeister, wenn Sie vielleicht heute, nur heute, eins ihrer wachsamen Augen zudrücken würden? Es war meine Schuld, dass unser Fahrer nicht aufgepasst hat. Es soll sicher nicht wieder vorkommen..."
Tatsächlich schaffte sie es, Auto und Insassen loszueisen.
"Ich entdecke ja ganz neue Talente bei Ihnen," brummte Vandenberg, während sie vorsichtig wie nur irgend möglich in eine Nebenstraße einbogen, um ihr Vehikel dort abzustellen.
"Man muss anpassungsfähig sein," kommentierte sie. "Und noch etwas, während wir dort eben standen, habe ich rasch ein Plakat gescannt, das gegenüber an der Hauswand hing." Im Schutz des Wagens entfaltete sie das Hologramm. 'Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei' war das Pamphlet überschrieben und darunter stand in altertümlich wirkenden Buchstaben 'Freiheit und Brot'."
"Eine Parteiversammlung."
"Und wir wissen auch wann und wo: nämlich heute in ... knapp 2 Stunden im Bürgerbräukeller!"
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| Zwischenlog 21 - Anselmus |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Oct-Wed-2019, 01:02 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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========== An Bord der ‘Golden Empress’ ==========
Anselmus bekreuzigte sich: „Heiliger Herr Jesus, steh‘ mir bei!
Wie kommst du zu dem Kreuz, du romulanische Hure?
Wo hast du es geklaut, um mich jetzt kirre zu machen?
Aber das wirkt bei mir nicht, denn ich bin ein Mann Gottes und werde dir schon das Maul stopfen, wenn das nicht schon der Herr Jesus tut.
Und du behauptest getauft zu sein, du spitzohriges Miststück?
Und dann noch vom Großinquisitor persönlich!“
Die Romulanerin zögerte einen Moment:
„Ich darf es dir nicht sagen, aber ich mußte Folgendes wiederholen:
‚Credo in unum Dominum Jesum Christum, filium Dei, qui propter nos homines et onmes creaturas viventes excendit de eterno.
Credo in Ecclesiam unam solam sanctam, serva Dei vivi, credo in unam baptismam in remissionem peccatorum et vitam eternam‘
Reicht dir das, du ungewaschener verlauster Dreckwanst?
Nimm lieber endlich deinen lächerlichen Köter aus meiner Nähe, sonst könnte ich ihn treten.“
Anselmus schnappte nach Luft und brauchte einen Moment, sich zu erholen.
Die Romulanerin hatte den Taufspruch fehlerfrei und dann noch auf Latein rezitiert.
Woher sollte die das wissen?
Wer sollte es gewagt haben, eine dieser teuflischen Wesen zu taufen und damit zu einer Christin zu machen?
Er zögerte: „Vom Großinquisitor La Salle?“
Warum sollte der das getan haben?
Aber sie antwortete nicht.
Es schien tatsächlich so zu sein, daß sie eine Glaubensgenossin und damit eine zu schützende und zu unterstützende Person war.
Eine Romulanerin! Kaum auszudenken!
Aber sie war nun mal in sein Leben getreten, und er mußte ihr helfen, was seine Christenpflicht war.
„Was machst du hier an Bord?“ fragte er. „Ich habe dich bisher nicht gesehen?“
„Mein kleines Schiff ging kaputt, und dieser Äppelkahn hat mich gerettet. In letzter Minute. Und jetzt bin ich hier und wurde gleich von deinem Köter angegriffen und fast verspeist.“
„Herodes würde niemals Jemanden fressen. Und erst recht keine Romulanerin. Da würde er höchsten Magenkrämpfe von kriegen.“
„Ach ja? Ich bin diesem Monster wohl nicht gut genug?“
Anselmus grinste: „Na ja, er hat schon einen guten Geschmack, wenn es ans Fressen geht, und Romulaner stehen nicht auf seinem Speiseplan.
Und? Wo willst du jetzt hin?“
„Hab ich da die Auswahl? Ich denke, ich werde erst einmal dahin müssen, wohin dieser Kahn fliegt.
Wohin geht denn die Reise, wenn ich fragen darf?“
„Nach Epsilon Eridani, falls dir das etwas sagt?“
„Keine Ahnung. Was wollen die denn da?“
„Ich will da auch hin. Das ist ein Außenposten der Inquisition.“
Anselmus bemerkte, daß die Romulanerin etwas weniger grünlich wurde, und er wußte ebenso, daß das bei Romis bedeutete, blaß zu werden.
Aber er ließ sich nichts anmerken, allerdings nährte das seine Zweifel, daß mit dieser Dame alles koscher sei.
Konnte sie eine gut trainierte Agentin sein, die sich in das Zentrum der Inquisition einschleichen wollte, aus welchem Grund auch immer?
Wollte der Talshiar etwa eine der Säulen des Imperiums schwächen oder gar zum Einsturz bringen?
Allerdings könnte er Hilfe gebrauchen, egal, woher diese auch kam, und vielleicht war sie ja genau die Hilfe, die er benötigte, um Rabenstein zu finden?
„Vielleicht verrätst du mir mal deinen Namen, mein Kind? Als Christen im Namen des Herrn werden wir zusammenhalten müssen.
Mein Name ist Anselmus. Bruder Anselmus.“
„Nalae. Nenn mich Nalae. Aber sag bitte deinem Hund, daß er mich endlich in Ruhe läßt.
Der irritiert mich mit seinem Angestarre.“
Anselmus gab seinem Hund einen Befehl, worauf er sich erst einmal hinlegte, nicht aber ohne die Dame weiterhin im Auge zu behalten.
„Er wird dich jetzt in Ruhe lassen. Es sei denn, du hättest die Absicht, mir ans Leder zu wollen. Aber versuch nicht, ihn zu streicheln.“
„Nettes Hundchen. Habt ihr wenigstens eine ordentliche Kabine?“
„Ich glaube nicht, daß es auf dem Zwischendeck dieses Schiffes solche gibt. Aber wenigstens haben wir einen eigenen abgetrennten Bereich.“
„Dann zieh ich gleich bei dir ein, Bruder.“
„Um Gottes Willen. Das geht gar nicht. Ich bin ein Mönch unserer Mutter Kirche und lebe in strengstem Zölibat.
Da darf ich noch nicht einmal einen Raum mit einer Weibsperson teilen, erst recht nicht, wenn diese von Romulus kommt.“
„Nu hab‘ dich mal nicht so. Meinst du, ich will dir an die Kutte?
Etwas mehr Geschmack solltest du mir schon zutrauen.
Aber ich habe keinen Bock drauf, mit diesem Gesocks in einem Saal zu kampieren. He, Alterchen, nun hab dich mal nicht so.
Immerhin sind wir ja jetzt so etwas wie Partner im Glauben.
Ich schlaf auch auf dem Boden.“
„Das wirst du auch müssen, denn meine Koje gebe ich dir ganz sicher nicht.“
========== Etwa 2 Wochen später ==========
Die ‚Golden Empress‘ war jetzt im Anflug an Epsilon Eridanus oder besser dessen zweiten Planeten, der das Ziel Bruder Anselmus‘ war.
Nach etlichen Querelen, hatte er sich mit Nalae zusammengerauft und ihr sogar seine Koje abgetreten, da er ja grundsätzlich ein netter Kerl war und es als seine Christenpflicht ansah, aber ihr Verhältnis zu Herodes war immer noch eher gespannt, denn der fand das gar nicht gut, daß die jetzt bei ihnen schlief und überhaupt dauernd dabei war.
Allerdings war Nalae schlau genug, immer mal wieder etwas von ihrem Essen an den Hund abzutreten, was diesen etwas milder stimmte, zumal sein Herrchen das erlaubt hatte. Trotzdem bewegte sie keinen großen Zeh, ohne argwöhnisch von Herodes im Auge behalten zu werden.
Und wenn sie sich seinem Herrn zu nahe kam, ertönte ein tiefes Grollen aus seiner Kehle.
Aus dem Bordlautsprecher ertönte die Aufforderung, sich zum Ausschiffen bereit zu machen, da man in etwa 2 Stunden an der Außenstation andocken würde und die Passagiere in Transferboote umsteigen müßten.
Der Abt forderte Anselmus auf, zu ihm in seine Kabine zu kommen.
Dort deutete er auf das Gepäck und erwartete, daß Anselmus das Ganze tragen würde.
Und das war höllisch schwer.
Aber er hoffte, daß er im Schatten des Abtes weniger scharf kontrolliert werden würden. Er wollte auf gar keinen Fall auffallen, denn er war sich sicher, daß La Salle durchaus nach ihm suchen ließ.
Rabenstein würde ganz oben auf der Liste stehen, aber auch er war überzeugt davon, einen guten Platz weiter ober einzunehmen.
Mit Nalae war er übereingekommen, daß sie getrennt durch die Kontrollen gingen, denn er konnte ihr Dasein nicht wirklich begründen. Aber da sie eine gerettete Schiffbrüchige war, würde man sie schon durchlassen, es sei denn, sie stünde auch auf einer Fahndungsliste.
Allerdings befürchtete Anselmus ja selber, auf einer solchen zu stehen, möglichst noch mit Holofoto und allen sonstigen Merkmalen.
Und das könnte schon zu einem Problem werden, und er konnte ein Treffen mit Rabenstein endgültig begraben.
Er hielt sich bei der Kontrolle am Raumhafen dicht hinter dem Abt, und als man fragte, wer er sei, erklärte der Abt, das sei einer seiner Ordensbrüder und sei hier, um ihm zu dienen.
Womit er ja noch nicht einmal wirklich log, denn immerhin schleppte er gerade mindestens 50 Kilo.
Herodes beachtete Niemand.
Anselmus beglückwünschte sich ob der glücklichen Fügung des Schicksals, als es einen ziemlichen Lärm an der Nachbarstation gab, wo Nalae gerade durchwollte.
Irgendein übereifriger Beamte hatte Probleme mit ihrer Identität, aber unser Mönch konnte nicht genau verstehen, um was es ging.
Das war ihm eigentlich auch egal, denn er war sich sicher, daß er nicht wirklich traurig wäre, wenn sie wieder abhandenkommen würde, trotzdem fühlte er sich verantwortlich, griff aber nicht ein, da er kein Risiko eingehen wollte, zumal er schon durch die Kontrollen war.
„Wir werden im ‚Kloster zur jungfräulichen Empfängnis Marias‘ wohnen. Allerdings wird Nalae dort nicht direkt übernachten können, aber es gibt ein kleines Gästehaus, wo wir sie unterbringen werden,“ erklärte der Abt, und Anselmus war es recht so, zumal die Klosterinsassen mit Herodes offensichtlich kein Problem hatten.
Nalae hatte inzwischen wie auch immer ihr Einreiseproblem gelöst und traf auf die Beiden, als sie vor dem Taxistand standen und mit dem Fahrer einen Preis aushandelten, da das eine durchaus größere Strecke war.
Kurz danach erhob sich der Gleiter in Richtung des Klosters, nicht ohne daß der Abt den Wucherpreis des Kutschers auf die Hälfte reduziert hatte.
Offenbar kannte sich der mit den Preisen hier aus, so daß der Fahrer keine Chance hatte, ihn über’s Ohr zu hauen.
Und etwa eine halbe Stunde später luden sie ihr Gepäck beim Kloster aus und klopften an das Tor.
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| Friedensinitiative II Log 12 / Lhoal |
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Geschrieben von: Turan - Sep-Sun-2019, 05:48 PM - Forum: *** Ch'Rihan ***
- Keine Antworten
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*** Quo'nos / Hauptstadt / Nächster Tag ***
Während sich Maag und Lhoal, die beiden ungleichen Schicksalsgefährten aus dem Gefangenenlager von K'Muna, auf den Weg machten, nahmen die Unruhen in der Hauptstadt immer bedrohlichere Ausmaße an. In der Annahme, Kanzler Kvorag sei tot, kämpften die Angehörigen von vier verschiedenen Häusern um die Nachfolge. Darüber hinaus gab es noch Auseinandersetzungen zwischen Progressiven und Hardlinern und ihren diversen Splittergruppen. Und wie immer in solchen chaotischen Situationen gab es noch jene Elemente, die die Gelegenheit nutzten, alte Rechnungen zu begleichen, zu plündern oder ganz einfach die sprichwörtliche Sau heraus zu lassen. An die zehn Stunden hatten Lhoal und Maag zwischen den Fronten fest gesessen.
Maag hatte dem Rihanha seinen Militärmantel mit großer Kapuze gegeben, was den Rihanha wenigstens vor flüchtigen Blicken schützte. So versuchten sie gerade, an der Straßenschlacht vorbei zu kommen, die sich die "Wahren Söhne des Kahless" mit den "Friedensjüngern" lieferten, wobei auch letztere im Augenblick kein bisschen friedlich wirkten. Pflastersteine flogen, Metallstangen krachten aufeinander und von irgendwo feuerte jemand ab und zu in die Menge, ob ein einsamer Ordnungshüter oder ein Irrer aus Spaß an der Freude, war nicht auszumachen.
Die beiden Männer drückten sich in einen Hauseingang, um einem Brandsatz zu entgehen. Der Werfer hastete gleich darauf an ihnen vorbei, erkannte die romulanischen Gesichtszüge und brüllte los, der Tal Shiar habe sie alle unterwandert. Maag packte den jungen Revoluzzer und nagelte ihn mit stahlhartem Griff an der Hauswand fest. "Hör zu, Bursche! Ich, Oberst Maag, habe diesen Gefangenen gemacht! Ich bringe ihn gerade zur Kommandantur! Und wenn du kleiner Nichtsnutz verursachst, dass der Kerl mir abhaut, dann wird nicht mal Kahless dir helfen! VERSTANDEN?"
Von der Uniform eingeschüchtert bedeutete der Youngster seinen Kumpanen, sich zurück zu halten. Maag griff seinen 'Gefangenen' am Arm und stieß ihn mit einer Kanonade saftiger Flüche vorwärts um die nächste Ecke.
"Das war knapp. Wie weit ist es noch?"
"Boru hat seine Werkstatt gleich in der Nächsten Straße... hatte sie zumindest, meine ich, als ich ihn vor vier Jahren zuletzt besucht habe."
Lhoal fand die Antwort wenig Vertrauen erweckend, doch was blieb ihm übrig? Wenig später erreichten sie tatsächlich ein Tor, über dem ein rostiges Schild Fahrzeugreparaturen und Schmiedearbeiten aller Art verhieß. Vom Wind bewegt, quietschte es in seiner Verankerung. Aus dem dahinter liegenden Hof klangen unverkennbare Arbeitsgeräusche.
Maag grinste und schlug seinem rihannischen Begleiter auf die Schulter. "Hab ich doch gesagt. Den alten Boru trennt so schnell nichts von seinem Hammer und Schraubenschlüssel!"
Was folgte, war eine herzliche Begrüßung inmitten aufgestapelter Schrottteile, wie nur Klingonen sie fertig bringen. Nach heftigem Stirnplattenstoßen, Knüffen und freundlichem 'Alter Sack, wo warst du so lange' nahm der vierschrötige Metallwerker nun auch Maags Begleiter wahr. "Und, wen hast du mitgebracht? Bloß nicht 'nen neuen Lehrling, die können heute nichts mehr, diese Jungspunde!" Er spuckte aus. "Hab den letzten erst vorgestern mit einem Tritt in seinen -- oha, ein Spitzohr!? Maag, du dreimal ver--"
"Mein alter Kumpel aus K'Muna, Lhoal," unterbrach ihn Maag und Lhoal grüßte den Alten auf Klingonisch.
Der musterte ihn argwöhnisch. "Ist keine gute Zeit für 'ne Tour durch die Hauptstadt," brummte er dann anstatt einer Antwort.
"Boru, wir brauchen einen Gleiter, gepanzert, bewaffnet..."
"Sonst noch was, du Witzbold? Sieht das hier aus wie ein Gleiterhandel?"
"...Unregistriert," vollendete Maag. "Aus der speziellen Reserve, du verstehst schon."
"Was?" Der Schmied äugte wieder zu Lhoal.
"Er weiß Bescheid. Komm schon, Boru, wir wollen den Kanzler retten. Und es bleibt nicht mehr viel Zeit!"
"Kanzler Kvorag? Hab gehört, die Rommies...ähm... hätten ihn umgelegt? Mann, was geht hier bloß ab die letzte Zeit, kann man nicht mal in Ruhe seiner Arbeit nachgehen?!" Schimpfend stapfte er eine Treppe hoch. "Wenn die Registratur davon erfährt--"
"Die erfährt nichts von deinem kleinen Nebengeschäft!" Maag folgte ihm mit einem zuversichtlichen Grinsen. "Kvorag wird dir 'nen Orden verleihen!"
"Bloß das nicht, bloß das nicht! Bloß keinen Rummel!" Auf verschlungenen Pfaden zwischen den Hinterhäusern hatten sie ein eingezäumtes Areal erreicht. Boru zog ein Gerät aus der Tasche und betätigte einige Schalter. Ein kurzes Knistern war zu hören und der eben noch lediglich mit Mülltonnen bestückte Platz offenbarte an deren Stelle zwei Objekte - die allerdings aussahen, als seien sie gerade aus eben diesen Mülltonnen gezogen worden.
"Der da hinten ist noch nicht fertig," erklärte Boru und blieb vor dem ersten Konglomerat aus Bauteilen stehen, dem er auf den rechten Flügel tätschelte.
Lhoal betrachtete das Fluggerät, das wirkte, als habe es schon den ersten klingonisch-terranischen Krieg mitgemacht, sei halb auseinander genommen und anschließend mit Ersatzteilen von einem halben Dutzend Spezies wieder geflickt worden. Er bemühte sich, seinen Gesichtsausdruck so neutral wie möglich zu halten. Aber im Stillen dachte er, dass sie das Rennen um den Frieden wohl schon verloren hatten... Wie viele Stunden war der Unfall oder das Attentat im Kloster jetzt schon her? Er hatte das Gefühl für Zeit ebenso verloren wie für die eigene Erschöpfung.
"Ha! Lass dich nicht täuschen, mein Freund! Boru schraubt die schnellsten und widerstandsfähigsten Schiffchen zusammen. Wir haben ein paar Monate mit so einem Kahn in den Grenzregionen zur Föderation geschmuggelt! Ach, waren das Zeiten... "
"Ja, aber von den alten Zeiten kann ich nicht leben, und die Maschine hatte ich schon jemandem zugesagt. Und wenn ich mich mit dem Kerl anlegen soll, dann musst du schon was springen lassen."
"Ich zahle jeden Preis, den Sie wollen," ergriff Lhoal das Wort. Er nahm einen Chip aus einer geheimen Tasche seines Gürtels, aus dem sich ein holographisches Scheckformular entfaltete, dass er mit seinem Siegelring elektronisch aktivierte. Dann sah er wieder zu Boru auf.
Der betrachtete den Rihanha und den Scheck mit zusammen gekniffenen Augen. Er mochte ein Ganove mit gut gepflegten Kontakten zur Unterwelt sein - aber er war auch ein Klingone der 'alten Schule' und es kam für ihn nicht in Frage, in ihn gesetztes Vertrauen zu missbrauchen und etwa mehr zu fordern als ihm zustand. Allerdings... Romulaner hatten bekanntlich ein ganz anderes Verständnis von Ehre... "Ist der überhaupt gedeckt?" fragte er mit einem Fingerzeig Richtung Scheck. "Maag, bürgst du für deinen Spitzohr...freund?"
"Willst du mich beleidigen?! Ich bürge NICHT für ihn! Mein Freund braucht keinen Bürgen! Und wenn du das bezweifelst--"
"Das Haus s'Khellian ist liquide und der Scheck ist gedeckt," antwortete Lhoal, ehe die beiden alten Klingonen aneinander gerieten. "Ich bin im diplomatischen Dienst und Sie können ihn in unserer Vertretung auszahlen lassen."
"Na, wenn die mal noch lange genug steht..." Boru trug eine gemäßigte Summe in den holographischen Scheck ein, Lhoal unterzeichnete und dann wechselten der Chip und der Gleiter den Besitzer. Wenig später befand sich das Gefährt in der Luft und auf dem Weg ins Sperrgebiet von Mamak.
*** Romulanischer Warbird 'Herihor' ***
Regierender Vizekanzler Ormak hatte das Schiff mit der rihannischen Delegation aufgefordert, sich in eine Entfernung von 5 AE von Quo'nos zu begeben, aus Sicherheitsgründen. Fünf klingonische Kreuzer hielten das Schiff umzingelt, um auch sicher zu gehen, dass es sich nirgendwohin bewegte ohne Erlaubnis.
Kommandantin T'Iril stand auf der Brücke und betrachtete mit düsterer Miene die gegnerischen Schiffe. Die Klingonen behandelten sie wie Gefangene! Und nicht nur das, sie störten auch ihre Transmitter, so das kein Kontakt zu Ch'Rihan und keine selbständige Suche auf Quo'nos möglich war! Schon um die zermürbende Untätigkeit zu ertragen, berechnete sie erneut ihre Chancen, die fünf Kreuzer auszuschalten und - ja was sollte sie eigentlich tun? Eine Flucht Richtung rihannisches Reich kam nicht in Frage, solange der Prätor und Senator tr'Khellian noch irgendwo auf Quo'nos verschollen waren. Und zurück zu dem von den Elementen verfluchten Planeten war nur für einen debilen Ptakh eine Option....
Abrupt fuhr sie zu ihrer Brückencrew herum und fragte ihren ersten Offizier: "Wieviele Terix-Sonden haben wir an Bord?"
"Riov, die letzten Befehle der Prokonsulin--" setzte der XO, ein hagerer Havranha an.
"Ich KENNE die letzten Befehle, die ZU UNS DURCHGEDRUNGEN sind!" fauchte die Kommandantin zurück. "Keinerlei feindselige Akte. - Nun, Sonden sind keine Torpedos, nicht wahr? Außerdem sollten sie so getarnt sein und ihre Signatur maskieren, dass sie ohnehin nicht entdeckt werden, oder liege ich in der Interpretation der diesbezüglichen Berichte des Tal Shiar falsch?" Ihr Blick haftete auf dem Vertreter des Geheimdienstes.
"Durchaus nicht, Riov T'Iril. Terix sind die letzte Entwicklung der--"
"Gut, Details brauche ich jetzt nicht. Starten Sie zwei Sonden Richtung Quo'nos, die nach den Biosignaturen von Prätor tr'Kaleh und Senator tr'Khellian fahnden sollen."
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| Griff in die Geschichte / Log 6 / XO |
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Geschrieben von: Robert Vandenberg - Sep-Sun-2019, 10:30 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
- Keine Antworten
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Erde/Europa/Deutschland/München/Vorort/Abbruchhaus
Ein trüber Abend hatte sich über die Stadt gelegt. Der Novembernebel mischte sich mit den Abgasen aus hunderten von Kaminen und Schornsteinen zu einer dicken, gelbgrauen, scharf nach Kohlenstoff riechenden Suppe.
Die Gruppe war, nach dem fehlgeschlagenen Versuch, in die Innenstadt zu gelangen, wieder in íhr Quartier zurück gekehrt. Vandenberg war nicht unbedingt bester Laune. Man war keinen Millimeter weiter gekommen. So stand er an einem der Fenster und blickte durch die zerbrochene Scheibe auf das Werk gegenüber. Wenigstens tr´Kovath konnte mit einer nützlichen Information aufwarten: Das replizierte Geld war zu alt. Nun, das war eine Sache, welche sich korrigieren ließ. Im Gegensatz zur Tatsache, dass man von Gerschoni noch immer keine Spur gefunden hatte.
Mort Caldred schlenderte zu Vandenberg und blickte ebenfalls auf die Straße hinunter.
Mo: Sir?
Va: Was gibt es ?
Mo: Sollten wir Gerschoni finden, was tun wir mit ihm?
Va: Wir führen ihn zurück zum Schiff.
Mo: Sind Sie sich sicher, daß dies richtig ist? Dass nicht eventuell die Entnahme von Gerschoni aus der Zeit gerade den Eingriff in die Zeitlinie darstellt?
Va: Nun, Gerschonis Aufenthalt in dieser Zeit ist nirgendwo dokumentiert, was nichts bedeuten muss. Aber wir können nur das tun, was vermutlich eine Änderung der Zeitlinie verhindert. Eine Garantie gibt es nie.
Mo: Und was geschieht, wenn Gerschoni sich widersetzt und das wird er, da er dies als seine Mission ansieht? Wenn es zu Äußersten kommt?
Va: Dann müssten wir sogar Gewalt anwenden und Gerschoni eventuell sogar...wie sehen Sie denn aus?
Vandenberg Ausruf galt Dr. D´Varo, welche mit einem gewaltigen Hut auf dem Kopf erschienen war. In der Hand hielt sie ein weißes Etwas welches an einem Ende glühte.
Nalae stieß Rauch aus ihrem Mund aus und hustete heftig.
Mort sprang auf, bereit sich sofort auf jeden Angreifer zu stürzen. Vandenberg schüttelte den Kopf.
Va: Doktor, Sie beschweren sich über die Luftqualität und rauchen?
Na: Wähhhh scheußlich, ja, aber das haben die Frauen in dieser Zeit bisweilen getan. Keine Sorge, ich habe ein Antitoxin dabei, welches die Wirkung von Nikotin, aber auch von Alkohol blockiert. Ich gebe Ihnen die entsprechenden Tabletten gleich mit.
Va: Und was soll das Ganze? Und warum läuft Mr. Edzardus mit dieser merkwürdigen Mütze auf dem Kopf herum?
Na: Nun, während Sie beide hier herum philosophiert haben, haben Mr. Edzardus und ich einen Plan gefasst.
Va: Ich höre?
Na: Nun, wenn Gerschoni seinen Plan umsetzen will, dann muss er an den Kern der Partei heran. Und das kann er nur auf einer entsprechenden, politischen Veranstaltung. Und er wird, wenn ich mir sein psychologisches Profil anschaue, nicht gleich beim ersten Mal seinen Plan umsetzen, sondern erst die Lage sondieren. Also wird er sich auf mehreren Veranstaltungen ein Bild machen. Und wo finden solche politischen Veranstaltungen, speziell auf lokalem Level statt? In der Innenstadt, am Abend. Und aus diesem Grund sollten wir uns in das Nachtleben dieser Stadt stürzen.
Va: Wenn ich an unseren glorreichen Versuch denke, mit einem öffentlichen Verkehrsmittel in die Innenstadt zu gelangen, dürfte das schwierig werden.
Na: Und aus diesem Grund hat Mr. Edzardus eine Lösung erarbeitet.
Va: Und die wäre?
Howie grinste böse.
Ho: Ich habe eine Fahrzeug requiriert.
Mo: Requiriert? Doch wohl nicht geklaut?
Ho: Geklaut? Nein, sagen wir geborgt.
Va: Sie waren noch einmal draußen, ohne mich zu informieren?
Mo: Verzeihung Sir, aber in diesem Falle ist die Zeit ja in jeder Hinsicht ein limitierender Faktor. Ich habe das Fahrzeug in einem Hinterhof, nicht weit von hier gefunden. Der Besitzer war nun, inkapazitiert, das Fahrzeug zu führen.
Va: Ich will keine Details hören. Lassen Sie uns aufbrechen.
———————————————
Ortswechsel:
Erde/Europa/Deutschland//München/Vorort/Vor dem Abbruchhaus
Mort blickte alarmiert auf das Fahrzeug, welches vor dem Gebäude stand.
Das Gefährt wirkte zerfleddert, war verbeult und unter dem Fahrzeug hatte sich eine ölige Pfütze gebildet.
Mo: Das ist aber nicht gerade das neuste Modell.
Ho: Ford, Modell T, Baujahr 1919.
Va: Verbrennungsmotor. Ist das Fahrzeug überhaupt einsatzbereit?
Ho: Es wird für uns genügen. Bedenken Sie bitte, in welchem historischen Abschnitt wir uns befinden.
Tr´Kovath blickte fasziniert auf das Fahrzeug.
TK: In seiner Primitivität schon fast genial.
Mort schien immer skeptischer zu werden.
Mo: Mr. Edzardus, können Sie so ein Ding überhaupt steuern?
Ho: Natürlich. Ich habe im Smithsonian-Institut sogar in einem antiken Simulator das Fahren einmal geübt.
Mo: Und aus welchem Jahr stammte der Simulator?
Ho: 2007.
Mo: Und zwischen 1923 und 2007 hat sich nichts geändert?
Ho: Ähm...wenig.
Va: Dann lassen Sie uns einsteigen. Mr. Edzardus, aktivieren Sie den Antrieb.
Ho: Äh Ja. Dieses Modell hat noch keinen elektr. Starter. Also...
Howie nahm von einem Halter an der Seite des Fahrzeuges eine Kurbel, marschierte an die Front und steckte die Kurbel oberhalb der vorderen Stoßstange in ein Loch. Dann begab es sich ans Steuer, griff unter das Lenkrad und drehte vorsichtig einen kleineres Ventil auf. Dann betätigte er einen Hebel, marschierte wieder vor das Fahrzeug, spuckte in die Hände, griff nach der Kurbel und drehte einmal heftig daran.
Ein lauter Knall ertönte und Mort sprang förmlich 2 Meter in die Luft, seinen versteckten Phaser ziehend und kampfbereit wieder auf seinen Füßen landend.
Ho: Tschuldigung. Fehlzündung.
TK: Mr. Edzardus, treten Sie einmal auf den Accelerator.
Ho: Gerade das wäre ein Fehler. Moment.
Wieder griff Howie zur Kurbel und diesmal sprang der Motor an und lief mit einem metallischen Klackern an.
Ho: Ha, auf gehts.
Howie sprang hinter das Lenkrad, während sich die anderen in das nicht gerade große Fahrzeug quetschten. Howie legte einen Gang ein, was das Getriebe mit einem hörbaren Krachen quittierte,
Dann gab Howie Gas, Das Ergebnis war ein gewaltiger Satz des Fahrzeuges rückwärts und gegen eine Laterne.
Va: Mr. Edzardus, ich dachte, Sie könnten dieses Fahrzeug steuern?
Ho: Nun ja Sir. Dieses Modell hat schon einen Rückwärtsgang. Jetzt aber.
Erneut gab das Getriebe ein gewaltiges Krachen von sich, dann sprang das Fahrzeug nach vorne und hielt auf eine Hauswand zu. Howie riss das Lenkrad herum und lenkte das Fahrzeug endlich auf die richtige Straßenseite.
Ho: Verzeihung, aber die Lenkung ist sehr schwergängig.
Va: Eine Frage Mr. Edzardus.
Ho: Sir?
Va: Sind Ihnen die Regeln bekannt, nach denen der Verkehr hier offensichtlich abläuft?
Ho: Nein Sir, aber ich passe mich der Umgebung an.
Va: Mhmmm...
Mo: Das kann ja heiter werden.
Mit lauten Geknatter für der Wagen davon.
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