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  Romulanermaske - Star Trek Picard
Geschrieben von: Sareth - Feb-Wed-2020, 02:11 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

https://intl.startrek.com/videos/anatomy-of-a-romulan

Also, die Technik hat echt Fortschritte gemacht. Meine Güte, wie sie die Augenbrauen herstellen....!!!

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  Griff in die Geschichte - Zuhause - Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Feb-Mon-2020, 02:31 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

===========  An Bord der Picard  ==========
 
Nachdem Howy sein Schiff in eine stabile Umlaufbahn um die Erde gebracht hatte, die tatsächlich ihre Heimat war, verdrückte er sich erst einmal in seine Beobachtungskuppel.
 
Wie oft hatte er hier gesessen und den geradezu unglaublichen Blick auf die beiden Galaxien genossen, als ihr Schiff zwischen dem Andromeda-Nebel und ihrer eigenen Milchstraße gestrandet war.
Und trotzdem hatte er immer Heimweh gehabt nach dem kleinen blauen Planeten, der da irgendwo im Sternengewirr steckte und unbeirrt seine Bahn zog.
 
Und jetzt lag dieser Planet fast Bild füllend unter ihm, und die ersten kleineren Schiffe trafen ein, um die Picard zu überprüfen.
Und auch die erste Delegation war angekündigt, die in wenigen Minuten ankommen würde, darunter der andorianische Föderationspräsident persönlich, der es sich nicht nehmen lassen wollte, als Erster die Picard zu begrüßen und sich damit natürlich vorteilhaft ins Licht zu rücken, denn seine Neuwahl stand unmittelbar bevor.
 
Irgendwie war Howy mit sich nicht richtig im Reinen, was seine Gefühle betraf. Einerseits war er natürlich überglücklich, daß sie es geschafft hatten.
‚Against all Odds‘ hatten sie geradezu unglaubliche Gefahren und Abenteuer bestanden. Eigentlich mehr, als er sich erhofft hatte, als er auf der Picard anheuerte. Und auch er selber durfte zeigen, was in ihm steckte, wobei er sich, so im Nachherein betrachtet, eigentlich über sich selber wunderte, denn er hätte es sich niemals zugetraut, in Gefahrensituationen ruhig und überlegt (manchmal allerdings auch nicht) zu handeln.
Aber sein Großmuttchen hatte recht behalten, als sie ihm mitgab, daß er aus einer langen Reihe von Seefahrern stammen würde, die alle ihr Bestes gegeben hatten, teilweise sogar so berühmt geworden waren, daß es noch heute Gedenktafeln oder –steine für sie in seinem Heimatdorf gab.
 
Er mußte sich fast gewaltsam aus diesen Träumen reißen, denn durch das Schiff hörte man das Signal, sich in der Shuttlebay zu versammeln.
 
 
========== In der Shuttlebay  ==========
 
Da standen sie nun.
Die ganze Besatzung der Picard, wenn man von denen absah, die zurückgeblieben waren.
Aber es waren relativ Wenige.
Alle anderen standen im besten Wichs.
Mort hatte die Deerns und Jungs noch einmal inspiziert, ob die Paradeuniformen korrekt saßen und  ja nicht ein einziges Staubkorn auf den Stiefeln zu entdecken sei, denn man mußte sich in ihnen spiegeln können.
Und auch die Formation stand bis auf einen Millimeter exakt da.
Mort war schon etwas stolz auf diese Crew, auch wenn er selber ja noch nicht auf seiner Heimatwelt angekommen war.
 
Und dann öffnete sich die Heckklappe des Shuttles und allen voran betrat der Präsident den Hangarboden.
An seinen Fühlern sah man, daß er auch ziemlich aufgeregt war.
Er und die beiden Botschafter nahmen die vorbereitete Position an dem improvisierten Rednerpult ein, und tiefe Stille fiel über den Raum.
 
Mort kommandierte: „Die Augen links!“
Ein Ruck ging durch die Besatzung und sie standen da wie die Zinnsoldaten.
Man sah Sokar an, daß er stolz auf seine Frauen, Männer und andere Wesen war, denn jeder Einzelne hatte zum Erfolg ihrer Mission beigetragen.
Und auch Vandenberg, der auf der anderen Seite der Crew stand, ähnelte einer antiken Götterstatue.
 
Der Präsident räusperte sich.
Er blickte hoheitsvoll auf die Besatzung.
„Es ist mir eine große Ehre, an diesem unglaublichen Moment der Föderationsgeschichte persönlich teilnehmen zu dürfen.
Nach so vielen Jahren des Bangens und der Hoffnung, aber auch der aktiven Arbeit Vieler hier auf der Erde, die das ‚Projekt Brieftaube‘ organisiert und am Leben erhalten haben, sind sie wieder zurückgekehrt.
Leider waren die beiden Hauptorganisatoren Sareth T’Khellian und Charles McGregor so kurzfristig unabkömmlich (er vergaß, daß er Beide gar nicht eingeladen hatte, an diesem Empfang teilzunehmen), so daß wir sie hier nicht begrüßen können, aber dafür haben wir zwei wichtige Botschafter hier. Den des Romulanischen Imperiums und den der Phalan, aus deren Reich ja ein Mitglied die Abenteuer der Picard miterlebt hat.“
 
Wenn man genau darauf geachtet hätte, wäre das laute Schnurren von Srri zu hören gewesen. Ihr buschiger Schwanz wedelte aufgeregt hin und her.
 
„Seit der Nachricht, sie Alle und die Picard seien verschollen, haben wir alles darangesetzt, sie zu finden und zurückzuholen (auch hier hielt er sich nicht wirklich korrekt an die Tatsachen) und der Erfolg gibt uns jetzt recht, denn wir haben immer an ihre Rückkehr geglaubt.
Meine Regierung hat jede Möglichkeit ausgeschöpft, um zu helfen, ihr Schiff zurückzuholen.
Und es gelang.
Und es erfüllt mich mit Stolz, den Helden der Föderation zu begegnen.
Sie Alle haben dem Namensgeber eures Schiffes Jean-Luc Picard alle Ehre erwiesen.
Ihr alle habt den Geist der Föderation hoch gehalten: Zusammenzuhalten im Geist der Freiheit!
Einer für alle und alle für Einen!
Keiner wird zurückgelassen.“
 
Howy mußte hier an die Kameradinnen und Kameraden denken, die sie zurücklassen mußten.
 
„Sie alle werden sich jetzt erst einmal wieder zuhause zurechtfinden müssen, aber die Erde und auch die anderen Föderationswelten werden ihnen einen feierlichen Empfang bereiten.
Und ich kann ihnen allen jetzt schon sagen, daß es selbstverständlich Beförderungen geben wird.
Und wir sind natürlich schon ungeheuer gespannt auf die Berichte und persönlichen Erzählungen all der Abenteuer, die sie alle erlebt haben.
Alle Medien stehen schon bei Fuß und werden sie mit Interviewanfragen überschütten.“
 
Dabei blickte er stolz in die auf ihn gerichteten Kameras von INN und den anderen Nachrichtenagenturen.
 
Howy überlegte, wie viel dieser Mann wohl tatsächlich zu ihrer Rückkehr beigetragen hatte.
Wahrscheinlich eher weniger, wie er die Politiker allgemein einschätzte.
Schon sein Großmuttchen hatte immer gesagt, daß diese Kaste von Wesen diejenigen seien, denen man am wenigsten trauen sollte, denn deren Versprechen seien Schall und Rauch. Jedenfalls eine Sekunde nach den Wahlen.
 
„Ich möchte sie alle nicht weiter mit langweiligen Reden beanspruchen.
Die Crew wird zunächst einmal in San Francisco einquartiert, denn natürlich müssen extensive gesundheitliche Untersuchungen vorgenommen werden, und auch Befragungen werden stattfinden, bevor man sie in Ihre Heimat entlassen kann.
Und ihr treues Schiff wird wohl, zusammen mit den berühmten Schiffen der Enterprise oder der Saipan ins Museum kommen, um zukünftigen Generationen das Heldentum zu zeigen, zu dem unsere ruhmreiche Föderation fähig ist.
Ich danke ihnen und wünsche ihnen eine glückliche Zukunft.“
 
Mort brüllte: „Hurra! Hurra!“
Und alle folgten.
 
Danach gab es für alle echten Champagner. Da ließ sich der Präsident nicht lumpen.
 
 
==========  Nessmersiel nahe Norden in Ostfriesland  ==========
 
Nach endlosen Stunden und Tagen der Berichte (manchmal hatte das Alles mehr Ähnlichkeiten mit einem polizeilichen Verhör) waren sie entlassen worden.
 
Und jetzt senkte sich das kleine Shuttle langsam auf einen Acker vor dem großen Seedeich bei Nessmersiel herab.
Irgendwie sah alles genauso aus, wie er es vor Jahren verlassen hatte.
Irgendwie schien hier die Zeit sowieso stillzustehen, denn wenn man den Häusern und den Schafen davor glauben durfte, hätte das auch von 500 Jahren nicht anders ausgesehen.
Die Ostfriesen waren eben schon immer darauf bedacht, ihre Traditionen zu bewahren und selbst ihre Sprache wurde gepflegt, auch wenn mancher junge Mensch damit nur holperig zurecht kam.
Dickköpfigkeit hatte seit vielen Jahrhunderten diese Gegend geprägt.
 
Howy kam es vor, als ob er träumte, denn so viele Jahre lagen zwischen seinem letzten Besuch und diesem hier.
Der Deich war überfüllt mit Menschen, die zur Feier des Tages ihre alten Trachten trugen.
Eine Kapelle spielte ein altes Seemannslied, als er langsam aus dem Cockpit stieg.
Irgendwie gab es keine Raummannslieder, stellte er dabei fest.
Jubel brauste auf, was ihm mächtig peinlich war.
 
Auf der Deichkrone stand ein riesiges Plakat:
„Nessmersiel begrüßt seinen großen Helden Hohardus Edzardus!“
 
Ein Marsch brauste auf, und eine Gruppe von Kindern rannte auf ihn zu und überschüttete ihn mit Blumen.
Und die Honoratioren des Dorfes traten auf ihn zu und schüttelten ihm die Hände.
Reden wurde keine gehalten, denn diese Menschen hier waren der Überzeugung, daß man nicht zu viel quatschen sollte und brauchte.
Ihr Held würde auch ohne dieses wissen, was man über ihn denken würde.
 
Im Triumphzug ging es zum Dorfgasthof, wo ein Festmahl wartete und ungeheure Mengen echten herrlich frischen friesischen Bieres.
 
Das ganze Dorf war ein Blumenmeer und selbst die Pferde waren geschmückt.
 

==========  Ein paar Stunden später  ==========

 
 Howy saß bei seinem Großmuttchen vor ihrem uralten Haus.
Sie war etwas faltiger geworden, aber der Stolz auf ihren Jungen war deutlich zu sehen.
Aber auch sie brauchte darüber nicht viele Worte zu verlieren.
Die Beiden hatten sich in die Arme geschlossen und lange gedrückt, und jetzt saßen sie auf dem alten Platz, an dem die Familie seit Jahrhunderten ihren Nachmittagstee genoß.
Die Porzellankanne dampfte und die alte Dame ließ es sich nicht nehmen, Howy persönlich nach alter Sitte den Tee zu reichen, der selbstredend auch echten frischen Tee zubereitet war, und nicht etwa aus Teebeuteln. *)
Erst kam Sahne in die Tasse und dazu Kluntjes, und erst dann der spezielle Ostfriesische Tee, von dem alle felsenfest überzeugt waren, daß es der Beste auf diesem Globus sei. Das überhaupt die Friesen die einzige wirkliche Teenation seien.
Umgerührt wurde selbstverständlich nicht, denn dadurch wurde der Tee Schluck für Schluck süßer.
 
Wortlos nippten Beide an ihren Tassen, bevor Howys Großmuttchen etwas sagte:
„Ich wußte immer, daß du eines Tages wiederkommen würdest.
Und ich wußte ebenso, daß ich stolz auf dich sein würde und dürfte.
Und jetzt bist du da.
Deine Vorfahren werden jetzt von da oben auf dich blicken und zufrieden sein.“
 
Mehr sagte sie nicht, aber ihr liebevoller Blick sagte Howy Alles.
 
Er war zuhause!
Wirklich zuhause.

*) Kleine Spitze gegen Picard in der 2. Folge der neuen TV-Serie!

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  Buchtip "Star Trek Costumes"
Geschrieben von: Sokar - Feb-Sun-2020, 08:44 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Ich möchte euch das Buch "Star Trek Costumes", Erscheinungsjahr 2015, empfehlen. Neupreis etwa 60 $, gebraucht etwa 30.

Das bietet nicht nur viele lustige und interessante Hintergrundinfos zu Design und Mode der diversen Serien und Filme, sondern vor allem sehr viele detailgetreue Aufnahmen der Kleidung - nicht nur in Filmausschnitten, sondern gut ausgeleuchtet als Requisite. Ein Muss, wer selbst was nachschneidern und nachbauen will!

[Bild: StarTrek-Costumes-Titel.jpg]

[Bild: StarTrek-Costumes-Seiten1.jpg]

[Bild: StarTrek-Costumes-Seiten2.jpg]

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  Griff in die Geschichte - Abschlußlog Sokar
Geschrieben von: Sokar - Feb-Sun-2020, 08:01 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** USS Picard / Brücke ***
 
Sokar wartete. Endlos schienen die Sekunden. Hatten die Leute von der Sektion 31 die Kapsel mit seiner Nachricht und den Koordinaten öffnen und verstehen können? Oder war sie doch korrodiert und zerstört? Oder... nie entdeckt worden, weil sie eben 50 Zentimeter neben der Baggerschaufel gelegen hatte?
In diesem Fall würde er umsonst warten. Seine Hände legten sich eng um die Lehnen des Kommandantensessels und er bemühte sich, die Anspannung nicht zu deutlich werden zu lassen. Seine Crew war angespannt genug. Sie verließen sich auf ihn. Und sie gaben ihr Bestes. Er musste der Ruhepol, das kraftspendende Zentrum für sie alle sein.
 
Sokar richtete den Blick erneut auf den Schirm, der jedoch keinerlei Ablenkung bot. Howy wartete auf den Befehl zur Zündung des Torpedos, der den temporalen Sperrschirm aufbauen sollte und sie am richtigen Platz zur richtigen Zeit in das normale Kontinuum katapultieren sollte. Wenn  nicht bald der Leitstrahl aus der Zukunft eintraf, würde es keine Möglichkeit mehr geben, den temporalen Sperrschirrm korrekt zu kalibrieren.
Seine Sinne waren so konzentriert, dass er regelrecht zusammen zuckte, als ein Signal auf seinem kleinen Armlehnenschirm aufblinkte. Eine rasche Fingerbewegung - die Zahlenkombination und ein komplexes geometrisches Fraktal. Der Leitstrahl! Er sandte die Informationen zur Navigationskonsole.
 
"Countdown beginnen!" Der Computer begann zu zählen. Alle Stationen meldeten nacheinander Bereitschaft.
"Mr. Edzardus, Flügel auf Transitposition bringen. Fertigmachen zum Abfeuern des Torpedos!"
...
 
Das blaue pulsierende Leuchtfeuer, der Leitstrahl, erlosch. Die Schwärze machte dem glitzernden Sternenteppich Platz. Die Picard trat aus dem Nicht-Sein zurück ins Sein.
 
Sokar erwachte von einem schrillen Geräusch, das ihn im ersten Moment an das Kreischen eines vulkanischen Djarik erinnerte und das im nächsten Moment als das Muster des Roten Alarms identifizierte. Roter Alarm. Ich bin an Bord eines Schiffes der Föderation. Die USS Picard... Nur allmählich fügten sich bruchstückhafte Erinnerungen zu einem organischen Ganzen zusammen. Das Hellrun-Manöver... der Leitstrahl aus der Zukunft... Stimmen klangen an sein Ohr, dann erstarb das Alarmgeräusch. "Maschinen stopp!"
Die Bestätigung kam von Marlow und für einen Moment taumelte die Picard, ehe sich die Stabilisatoren anschalteten.
 
Noch etwas verschwommen nahm Sokar seine Umgebung und die Mitglieder der Crew wahr. Auch die anderen hatten mehr oder weniger mit der Desorientierung infolge der temporalen Verschiebung zu kämpfen. Die drängendste Frage von allen aber war, wo und vor allem WANN befanden sie sich?
"Mr. Edzardus, Status?" brachte Sokar noch etwas mühsam hervor.
 
"Holographische Kontrollen ausgefallen, ich schalte auf Konsolendisplay um." Auch der Navigator klang noch etwas matt. "Stellare Abgleichung läuft... ah, untere Lateralsensoren offline.... aber es sieht gut aus. Wir sind innerhalb des Sonnensystems. Mit einer Varianz von plus-minus fünf Jahren--"
 
+Unbekanntes Schiff! Sie befinden sich im Verteidigungsperimeter der Erde. Senken Sie die Schilde, deaktivieren Sie sämtliche Waffensysteme und senden Sie Ihren Identifikationscode!+ unterbrach ihn eine barsche Stimme aus dem Lautsprecher.
 
Sokar räusperte sich, während Zevlethi an der Kom ihm zunickte. "Hier spricht Captain Sokar von der USS Picard, Registrierungsnummer NCX-98189. Ich sende den Identifi--"
 
+Die Picard?! Unmöglich!+ war eine zweite Stimme aus dem Hintergrund zu hören, dann ein kurzer Wortwechsel. +Sokar, tatsächlich!+ Auch auf dem Schirm der Picard war nun ihr Gesprächspartner zu erkennen, ein dunkelhäutiger Mensch in Standard-Sternenflottenuniform mit Commanderabzeichen. "Nicht zu glauben! Wir suchen jahrelang nach euch, und jetzt taucht ihr einfach 'plopp' im Hinterhof auf, sozusagen!+
 
Wir haben es geschafft! dachte Sokar, während er das Bild seines alten Bekannten aus der Flotte in sich aufnahm. Erleichterung zeigte sich nun auch auf den Gesichtern der übrigen Brückencrew.
"Was ist das Datum?"
 
+Sternzeit 532--+
 
Die letzten Ziffern gingen im Jubel unter. Nicht nur auf der Brücke, auch in den anderen Arbeitsbereichen und Quartieren der Picard fielen sich die Leute in die Arme, klatschten und stießen Hochrufe aus. Die Lautsprecher vibrierten für einen Moment.
 
 
*** Zwei Tage später / USS Picard / Shuttlebay ***
 
Die Picard schwebte im Erdorbit. Nach den obligatorischen Sicherheits- und Quarantäneüberprüfungen und einem großen Dekontaminations-Sweep, um zu verhindern, dass von Crew oder Schiff irgendwelche unbekannten Mikroben eingeschleppt wurden, hatte sich die gesamte Crew in Galauniform in der Shuttlebay versammelt. Die verbliebenen eigenen Shuttles hatte man heraus geflogen. Denn hoher Besuch hatte sich angekündigt: der Föderationspräsident, die romulanische und die phalanische Botschafterin mit ihren jeweiligen Sicherheitsleuten.
 
Gerade putzte noch einer der kleinen Reinigungsroboter einen Ölfleck weg, um sich dann zusammen zu falten und selbständig in seine Wandhalterung einzurasten. Die sonst strahlend hellen Arbeitslichter waren auf ein angenehmeres gelbes Leuchten gedimmt worden. Und Srri, die unterwegs gerettete Phalankünstlerin, hatte es sich nicht nehmen lassen, die Wände links und rechts mit je einem ihrer farbenfrohen, irisierenden Hologemälden zu verzieren. Ja, es schien geradezu wohnlich an diesem Ort, der Notfallevakuierungen, Kämpfe und vor allem endlose Arbeitsstunden der Technikercrew gesehen hatte!
 
Der Computer verkündete das Nahen der drei Shuttles und die Sicherheitsschleusen schlossen sich. Fünf Minuten später öffneten sich die großen Hangartore und das Kraftfeld wurde deaktiviert. Die versammelte Crew verfolgte gespannt durch die großen Fenster aus transparentem Aluminium, wie zuerst das Shuttle mit den Insignien des Präsidenten landete, und dann die beiden Botschaftershuttle. Bordkatze Spocky putzte sich unbeeindruckt.
 
"Ihr werdet sicher mit einer riesigen Parade empfangen und zu 'Helden des Reiches' erklärt," flüsterte Marlow in Richtung der romulanischen Crewmitglieder. Tr'Kovath lächelte zurück. "Pass auf, wo ihr überall herum gereicht werdet, in jeder Schulklasse der Föderation!"
 
Das Sicherheitspersonal der Gäste führte einen eigenen Check durch, der Mort Caldred zu einem unwilligen Brummen veranlasste. Gizmo, der wie oft auf seiner Schulter hockte, keckerte leise. Endlich gaben die Leibwächter das Zeichen für OK und die Schotts zur Shuttlebay öffneten sich wieder. Während die Sicherheitscrew mit Mort an der Spitze ein Ehrenspalier bildete, stiegen der Föderationspräsident und die beiden Botschafterinnen aus.

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  Projekt Brieftaube Log 8
Geschrieben von: Sareth - Jan-Mon-2020, 02:10 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

*** Erde / Berlin / Hauptquartier der DIA ***


Aus den Panoramafenstern des 132. Stockwerkes schweifte der Blick weit über die Stadt, ihre alten Denkmäler und neuen  neuen Geschäfts- und Regierungsbauten und die grünen Tupfen der Parkanlagen zwischen ihnen. Es herrschte eine heitere Atmosphäre - was man von Innerhalb des Büros nicht sagen konnte.

"Wir haben keine Temporaltorpedos," hatte Rufus LaSalle, derzeitiger Interimsleiter der DIA, soeben verlauten lassen.

"Rufus, ich weiß von jemandem, der weiß, dass Sie zumindest über einige Testexemplare verfügen," erwiderte ich. "Ich weiß, dass Temporalsprengköpfe gebannt sind--"

"Gebannt unter maßgeblicher Beteiligung meiner Person, um genau zu sein."

"--aber es geht um die Rettung der Crew der Picard UND des Wissens, das sie mitbringen wird."

LaSalle, mein alter XO von der Saipan, seufzte leise und im hellen Mittagslicht waren deutlich die tiefen Furchen in seinem Gesicht zu sehen, die die letzten Jahre dort gegraben hatten. "Ich wünschte, es wäre so einfach. So einfach wie damals. Aber ich bin in einem ganzen Netz von Verantwortlichkeiten gefangen. Und - ich bin nur der Interimsdirektor."

Die Art, wie er das sagte, machte mir klar, dass da jemand die Strippen zog, der sie nicht ziehen sollte, und ich dachte wieder die Informationen des Sektion 31-Agenten. Ich fand meinen Posten im Exploration Council nicht sonderlich beneidenswert, aber LaSalle hatte es noch übler getroffen. In der Tat, Beförderungen waren keine gute Sache. Aber hatten nicht alle Starfleet-Captains diese Erfahrung gemacht - von Admiral Archer über Admiral Kirk bis zu Admiral Picard und vielen anderen weniger berühmten Kommandanten?

"Aber sagen wir... wir können beide zugeben, dass es Forschungen zu Temporalsprengköpfen gab, nicht wahr? Das steht in jeder offiziellen Akte. Und wenn Sie nun zu weiteren Forschungen die Blaupausen und Spezifikationen an das Institut für Temporale Physik senden, das ist nicht untersagt, oder sehe ich das falsch?"

LaSalle lächelte dünn. "Das klingt mir nach einem klassischen romulanischen Hinterhalt, Sareth!"

"Nun, dann geraten Sie in einen klassischen romulanischen Hinterhalt, nicht wahr?"

Mein ehemaliger XO schritt in seinem Büro auf und ab und dachte nach. "Der Torpedo allein macht noch keine Zeitreise, um es so salopp auszudrücken. Sie brauchen eine Abschussvorrichtung mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Und die einzige meines Wissens je gebaute befindet sich in einem der alten Träger der dritten Flotte. Der... USS Reed, glaube ich mich zu erinnern. Und wo der jetzt ist, das ist jenseits meiner Jurisdiktion."

Ich griff seine rechte Hand und drückte sie. "Danke, Rufus. Um der alten Zeiten willen."

"Um der alten Zeiten willen. - Und jetzt, schätze ich, wollen Sie sich an die Arbeit machen!"
....


*** Zwei Tage später /Luzern / Sommervilla von Richard von Rabenstein ***

Ich hatte in Erfahrung gebracht, dass der Leiter der dritten Flotte, der Bolianer Carimz Tolwyn, ein großer Bewunderer der Literatur und Schauspielkunst und insbesondere ein Fan von Richards letzten beiden Werken war. Und so hatte ich beschlossen, meinem alten Seelenverwandten in der Schweiz einen Besuch abzustatten. Er kannte Tolwyn persönlich, im Gegensatz zu mir, die ich ihnn ur auf offiziellen Meetings von der Ferne gesehen und vielleicht etwas bedeutungslosen Smalltalk mit ihm gewechselt hatte.

Nun saßen wir auf der Veranda, genossen ein Abendessen der exquisitesten Haute Cuisine - und sprachen über einen Mann, den ich eigentlich nicht kennenlernen wollte...

"Es gibt nichts Schlimmeres für einen Künstler als ein Bewunderer, der meint, die Kunst zu lieben, in Wahrheit aber keine Ahnung von Kunst hat, glaube mir," sagte Richard. "Und Tolwyn hat den Kunstverstand einer Amöbe. Es ist peinlich, so jemanden unter meinem Fananhang zu haben. Ich fühle mich etwas schlecht, soetwas zu sagen, aber  ... Tolwyn ist sicher ein guter Militär. Ich hoffe das zumindest. Aber ...." Er schnitt ein akkurates Häppchen aus seinem Soufflé und tunkte es in das Sahnehäubchen.

"Die Frage ist, warum quält er sich dann damit herum?"

"Ich schätze, um Eindruck zu machen. Er ist ein selbstverliebter Egomane, der sich als orientalischer Potentat warscheinlich gut exponieren würde. Bei der dritten Flotte hat er eher weniger Gelegenheit dazu."

"Aber bei offiziellen Stabsessen..." gab ich mit hochgezogenen Augenbrauen zurück.  "Die Frage ist, wie komme ich an ihn heran ... oder besser, an seinen Träger mit der Torpedoabschussvorrichtung?"

"Ich nehme an, der Dienstweg ist ausgeschlossen? Du kannst ihn nicht requirieren für irgendwelche Tests?"

"Wenn ich das könnte, säße ich nicht hier."

"Oh - ich dachte, du wolltest mich besuchen?! Ich bin tief getroffen!" Er lachte und ließ den Blick über die barocken Skulpturen an der Brüstung schweifen. "Ich würde sagen, der traditionelle Weg ist in diesem Fall der Beste." Er zeigte auf eine lächelnde Flora mit Füllhorn. "Lass deinen weiblichen Charm spielen und erinnere ihn daran, dass andere vielleicht um so freigiebiger sind, und er schlecht dasteht."

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  Star Trek Picard - Erste Folge
Geschrieben von: Sareth - Jan-Sun-2020, 01:23 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (32)

Sooo, ich habe sie gestern gesehen, die lang erwartete erste Folge!

======= ACHTUNG - SPOILER =======

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem, was bisher geboten wurde. Plot macht neugierig. Die Sache mit den Androiden, die plötzlich in Massen da waren und dann wieder gebannt wurden, erinnerte zwar etwas sehr an I, Robot und Blade Runner.... zumal bis ST Nemesis es ja nur Data als einzigen seiner Art gab, und nun 5 Jahre nach Nemesis so viele, dass sie Amok laufen konnten... (da Picard 20 Jahre nach der romulanischen Supernova spielt und die Supernove ungefähr 5 Jahre nach Nemesis, oder sogar weniger). Aber da wird vielleicht noch etwas erklärt.

Sehr viele schöne Visuals und Reminiszenzen, vor allem auf dem Weingut und  im Archiv/Museum. Das war richtig herzerwärmend mit den ganzen Memorabilien. (Und ich muss sagen, wir hatten hier im RPG ein solches Museum mit der Saipan viel eher, genau wie Reporter =) FNN - einfach herrlich, mit den kleinen fliegenden Kameras und so.
Auch sonst waren die Specialeffects sehr sehenswert, drängten sich aber nicht in den Vordergrund. Kann man heute halt ganze Städte richtig gut generieren, das war früher mit einem Mattepainting problematischer. Der Borgcube dann am Ende mit den kleinen Bird of Preys - das war was fürs Auge.

Martial Arts - naja, scheint keine moderne Produktion mehr ohne auszukommen, egal of SciFi oder Mittelalter. Das sollte nicht überhand nehmen. Immerhin gabs schon vor dem Intro vier Tote!

Positiv überrascht bin ich auch, dass es ENDLICH geschafft wurde, die Romulaner offenbar mit und ohne Stirnzeichnung zu bringen, das einzig Sinnvolle.

Auf der Negativseite muss ich ganz klar das einfallslose Kostümdesign vermerken. Krawatten? Kittel mit Revers und Knöpfen? War ihnen da das Geld ausgegangen? Die Zivilklamotten sahen in weiten Teilen so aus wie Anfang 21. Jhd. Die letzte Krawatte hab ich in Enterprise 2153 gesehen bisher.... Außerdem zum Teil die Sprache, mit Slangausdrücken von jetzt wie "Dude", "cool". (Was ich auch bei Orville bemängele). Ich fand die Anweisungen zur Nutzung zeitgenössischer Sprache aus den alten ST-Bibeln, die ich hier ja auch im Forum gepostet hatte, gut: solche Modeworte NICHT zu benutzen, weil die irgendwann altmodisch sind. Wir benutzen ja auch nicht mehr Modeworte aus den 80ern. In 500 Jahren wird man sicher nicht mehr "cool" sagen.

Last but not least: es gab das erste Taxi zu sehen! Eine Freude für Rollo Vega!

[Bild: Picard-Taxi.jpg]

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  +++++++++++++++INN News - Nachrichten aus der Föderation++++++++++++++++++
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jan-Sat-2020, 08:40 PM - Forum: *** INN - Independent News Network *** - Keine Antworten

Paris / Erde und Sillian City / Planet Athean

Im Beisein von Admiral Fellows, dem derzeitigen Kommandanten der Sicherheitseinheiten der Föderation im Phileila-Sektor, sowie dem derzeitigen Gouverneur des Sektors, Fernando Ramirez Villa, fanden heute in Paris die Gedenkfeierlichkeiten zum zehnten Jahrestag des Ausbruchs des Krieges im Phileila-Sektor statt. Vor zehn Jahren war es zu ersten Angriff der Truppen der damaligen Hegemonie von Phileila auf den Agrarplaneten Devlan IX gekommen.
Im Zuge der 40-tägigen Auseinandersetzung kam es zu einer sehr hohen Anzahl von zivilen Opfern. Der Krieg endete mit der völligen Vernichtung der Streitkräfte Philieilas und der Okkupation des Gebietes durch die Föderation. Gouverneur Villa sprach davon, dass die  Bevölkerung Phileilas diejenigen ihrer gerechten Strafe zugeführt habe, die diesen Krieg verschuldet hätten. Phileiila sei heute eine Burg des Friedens und bewahrender Hort der Ideale der Föderation. Unter der Leitung der Föderation wäre Phileila heute in einer besseren Position als je zuvor.
Gouverneur Villa wird in 2 Jahren sein Amt routinemäßig an einen , von Phileila selbst stammenden und von den Bewohnern des Sektors gewählten Nachfolger abgeben.


Indes gab es auch kritische Stimmen zu diesem Jahrestag: Gouverneur Edwin Cairncross, derzeitiger Verwaltungschef des Athean-Sektors sprach während einer Rede in Sillian City davon, dass dem Phileila-Sektor Zitat „Geld in den Hintern geblasen werde“ während einer der ältesten und bevölkerungsreichsten Sektoren der Föderation einfach vergessen würde. Subventionen würden ausbleiben, Mittel würden gestrichen und die Infrastruktur würde immer schneller zerfallen. Dies führe natürlich zur Abwanderung der Industrie, doch würde man dies auf den Zentralwelten ignorieren. Cairncross pochte auf Gleichbehandlung der Sektoren und meinte weiterhin Zitat „ dass es vielen Sektoren eventuell im romulanischen Reich besser gehen würde, als in der Föderation“ Zitat Ende und dass es vor allem für die Randsektoren Zeit sei, ihre Position innerhalb der Föderation zu überdenken. 

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  Projekt Brieftaube Log 7 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Jan-Wed-2020, 08:53 PM - Forum: *** UFP *** - Antworten (4)

*** USA / Roswell / 1957 ***

Aus dem kleinen Radio quäkte der neueste Hit von Buddy Holly. John "Bluebell" Penders drehte missmutig an der Senderwahl und angelte mit der anderen Hand nach einer neuen "Luckies". Der Ventilator an der Decke gab gequälte Geräusche von sich im verlorenen Kampf gegen die stickige Mittagsluft. Draußen flimmerte die Hitze über dem staubigen Wüstenboden.

Penders hatte vor einem Jahr den Job des Leiters des Forschungszentrums von Roswell, New Mexico, übernommen. Einerseits, um so weit wie möglich weg von seiner Ex zu kommen. Andererseits aus purer Neugier und Abenteuerlust, denn natürlich hatte er die Gerüchte gehört... Ebenso natürlich waren die Dokumente von damals längst unter Verschluss, der Wüstenboden mehrfach durchpflügt und sämtliche Leute, die dabei waren, unterdessen zu anderen geheimen Projekten versetzt. Sprich - sie waren unauffindbar. Penders blies Rauchwölkchen in die Luft. Sie schwebten dezent an einigen eingestaubten Fliegerfotos vorbei. Bisher hatte sich hier nichts weiter getan. Sie arbeiteten an ihren Spionageballons gegen die Kommies, beobachteten das Wetter und führten Testflüge durch. Routinearbeit.

Klar, wenn ich DIE wäre, würde ich hier auch nicht noch mal landen... lieber in L.A. oder so, wo was los ist.... Penders gähnte und versuchte erfolglos, sich auf den vor ihm liegenden Papierkram zu konzentrieren.

In diesem Moment wurde die Tür aufgerissen. Noch bevor Penders losschnauzen konnte, es solle gefälligst angeklopft werden, stand Sgt. Weinstein vor seinem Schreibtisch. "Sir, sehen Sie mal," sprudelte der dürre, bebrillte Mann hervor. "Das hat Melrose gefunden, beim Ausschachten für die neuen Latrinen." Er legte eine längliche Kapsel auf den Tisch, die aussah wie eine überdimensionale Schrotpatrone. "Uns ist der Bohrer abgebrochen, als er drauf gestoßen ist. Keine Ahnung, was das für'n Material ist, und ich kenn' mich aus mit so was. Schließlich hab ich lange bei Ford--"

Penders wog das Objekt in der Hand und bugsierte die Zigarette in den anderen Mundwinkel. "Muss von einem der neuen Testballons sein," brummte er.

"Aber glauben Sie nicht auch, dass das--"

"Weinstein, SIE glauben doch nicht diesen Schwachsinn von den kleinen grünen Männchen?!"

"Äh, nein, natürlich nicht, Sir."

...

*** Roswell / 2436 ***

Die unterirdische Dependance der Sektion 31 war ein weitläufiges Labyrinth, dessen Ausmaße nicht einmal zu erahnen waren. Sareth fühlte sich auf unangenehme Weise in das Zentrum eines Spinnennetzes versetzt, als sie hier materialisiert war. Nun stand sie in einem funktionalen Raum mit momentan abgedunkelten -gesperrten - Holodisplays ringsum, der in bläuliches Licht getaucht war. Sie blickte auf die gewaltsam geöffnete Sondenkapsel und den daneben liegenden Kommunikator. "Und seither ist die Kapsel im Besitz der Sektion 31?"

Der neben ihr stehende grau gekleidete Agent machte eine abwägende Geste. "Nicht direkt. Ihren diversen Vorgängerorganisationen. Das ist kompliziert."

"Kompliziert" war in der vergangenen Stunde stets dann zum Einsatz gekommen, wenn er etwas nicht genau ausführen wollte. "Penders gab es an die Recon, die den Protokollen nach jahrelang versuchten, an den Inhalt zu kommen. Es gelang erst nach der Erfindung des Hochleistungslasers. Penders war damals Leiter von Project Bluebook und kurz vor der Rente. Nun, er sah das da", der Agent wies auf den Kommunikator, "und konnte eins und eins zusammenziehen."

Auf dem Schirm vor ihnen erschienen jetzt alte Fotografien, Filmausschnitte und Dokumente aus dem 20. Jahrhundert. Sareth erkannte Relikte diverser Zeitreisen von Sternenflottenpersonal, darunter jene der USS Enterprise unter Kirk und der USS Saipan. Trotz aller Vorsicht war das Sternenflottensymbol wohl einige Male vor die Linse einer Kamera geraten. "Das heißt also, seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert wusste Ihre ... Behörde Bescheid über die Möglichkeit von Zeitreisen?"

Der Agent nickte. Bei der herrschenden Beleuchtung schien es fast, als löse seine Gestalt sich in der Umgebung auf. Dann deaktivierte er den Schirm und das Kraftfeld, das die Kapsel und den Kommunikator umschloss. "Und es wurde intensiv geforscht, sie in die Tat umzusetzen." Er nahm den Kommunikator und legte ihn in ihre Hand. "Den beiliegenden Chip haben Sie ja bereits, Admiral."

Der Kommunikator Sokars, des Kommandanten der verschollenen Picard. Ein merkwürdiges Gefühl... Denn dieses Objekt hatte sich offenbar seit 1923 auf der Erde befunden, lange vor Gründung der Sternenflotte und lange vor Sokars Geburt... Aber das der Kommunikator hier war, das hieß auch, dass es der Crew gut ging und dass er ihr genau diese Nachricht hatte zukommen lassen WOLLEN.


*** San Francisco / Sareths Apartment ***

Charlie betrachtete den Kommunikator, den Sareth auf den Wohnzimmertisch platziert hatte.
"Ich fürchte, die Sektion benutzt dich, um ihre schmutzige Wäsche zu waschen."

"Hm... ein abtrünniger Agent mit krimineller Energie, um  eine temporale Katastrophe herbeizuführen ist eine zu große Gefahr. Ich muss seinen Kontakt in der Regierung finden."

"Wenn die Sektion das nicht schafft-"

"Nun, die TIA sitzt ihr im Nacken. Die alten Kompetenzstreitigkeiten." Sie trat zum Replikator und orderte zwei Tees.

"Meiner Meinung nach kann die TIA die Sektion ruhig hochnehmen. Da wären wir vielleicht in mancher Hinsicht besser dran." Charlie griff den Tee und lehnte sich zurück ins Sofa. "Das könnte dich deinen Posten kosten... mindestens."

"Das wäre ja nicht das erste Mal!" Sie lachte, aber die gewollte Leichtigkeit erstarb angesichts der Situation sofort. "Ich habe die temporalen Koordinaten der Picard im 20. Jahrhundert. Um das Schiff und seine Crew zurück zu bringen, bin ich bereit, dieses Risiko auf mich zu nehmen."

"Ein Pakt mit dem Teufel?"

"Charlie!" Sie seufzte. "Elemente, ich wünschte, ich könnte wieder an Bord eines Schiffes gehen und tun, was ein Sternenflottenoffizier eigentlich tun sollte, anstatt hier Verschwörer zu jagen!"

"Könnte es denn gelingen, die Picard heim zu holen?"

"Ich habe noch nicht alles durchgerechnet. Die Simulation, die ich heute nachmittag habe laufen lassen, war vielversprechend. Dr. Juravik von meinem Forschungsteam hatte auch einen dahin gehenden Vorschlag unterbreitet. Alles was wir brauchen, ist der Temporaltorpedo, mit dem wir den Marker setzen und die Nachricht übermitteln können."

---

(PS: Ich weiß nicht so genau, was Sareth aufdecken soll... bitte noch paar Hinweise geben, Danke)

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  Ältester bekannter Meteoreinschlagskrater auf der Erde
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jan-Tue-2020, 07:30 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

https://www.spektrum.de/news/aeltester-b...de/1700058

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  Griff in die Geschichte / Log 26 / XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jan-Wed-2020, 06:59 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard / Brücke
 
Der Countdown lief ab und kaum merklich setzte sich die Picard in Bewegung. Noch arbeitete das Navigationssystem die vorberechnete Route ab, doch in wenigen Minuten würde Howy auf Handsteuerung umschalten, um das Schiff in genau jenem Winkel um die Sonne herum zu zirkeln, welche den Einsprung in den Temporalkorridor erlauben würde. Dann und nur dann, würde der „Hellrun“ gelingen.
Sokars Stimme ertönte.

So: Mr. Edzardus, Flügel auf Transitposition bringen. Fertigmachen zum Abfeuern des Torpedos.
Ho: Flügel in Position. Zeit – 2,50 min und fallend.

Vandenberg meldete sich.

Va: Quantentorpedo Nummer 6, im Übrigen unser letzter Torpedo, in Startröhre und entschärft. Abschußbereit bei T+2 Sekunden
Ho: Geschwindigkeit erhöht sich jetzt auf vollen Impuls!

Trotz der Kompensatoren war jetzt deutlich zu spüren, dass die Picard beschleunigte. Auf dem Hauptscreen war der Glutball der Sonne zu erkennen.

Ho: Warp 2
So: Energie aus Phaserbänken und Lebenserhaltungssystem komplett abziehen und auf Schilde und SIF/TDF-System geben.

Tr´Kovath nickte nur.
 
Ho: Warp 4

Die Sonne füllte jetzt den Frontscreen aus.
 
So: Es gibt für Temporalsprünge nur eine Alarmform und ich werde ihn nur einmal auslösen. Alarm schwarz für das Schiff!

Die gesamte Beleuchtung wechselte von gelb auf ein tiefes Violett.

Ho: Erreichen des sonnennächsten Punktes des Kurses jetzt!
So: Kurs anpassen. Skimming auf Heliosphäre einleiten.
Ho: Programm läuft und passt Kurs an. Skimming jetzt.
 
Das hohe Singen der Kompensatoren und Schildgeneratoren wandelte sich in ein dunkles Grollen.

Ho: Vektor angepasst. Erreichen der kritischen Geschwindigkeit in 4, 3, 2 ,1 JETZT!
So: Handsteuerung und Maximum Warp……..

Die Picard sprang förmlich auf die Sonne zu.

So: JETZT!

Howy riss das Schiff hart um die Sonne herum, stellte die Picard kurz quer und aktivvierte dann den die Notfall-Leistung des Warp-Antriebs. Vor dem Schiff erschien ein greller Lichtpunkt, welcher sich immer weiter ausdehnte.

So: Feuer!
 
Während die Picard auf den Lichtpunkt zuraste, schoss ein winziges Objekt von ihr weg um in einem grellblauen Lichtblitz zu verschwinden. Etwas riesiges, schwarzes fraß den Himmel auf.
Es wurde dunkel um die Crew herum, Konturen schienen sich aufzulösen, schemenhafte Objekte waberten wie Nebel durch den Raum und Stimmen schienen von überall her zu flüstern. Bilder der Vergangenheit, der Gegenwart, ja vielleicht auch der Zukunft waren zu sehen. Dinge die die Crew erlebt und auch nicht erlebt hatte, Traum und Realität schienen sich zu vermischen. Dann, mit dem Klang eines gewaltigen Gongs, wurde alles in eine tiefe, scheinbar undurchdringliche Finsternis getaucht.

Nach einer nicht ermessbaren Zeit leuchtete ein winziges, bläuliches, pulsierendes Licht in der Ferne, gleich dem Licht eines Leuchtturms. Und das Licht kam näher.
Aus der Finsternis schälten sich die Konturen der Picard. Sie war am Urgrund. Und sie „stürzte hinauf“, zu dem Licht.

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