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  'Project Blue Book' and 'Roswell, New Mexico'
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Apr-Fri-2020, 05:21 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Da die Serie Picatd wohl ganz offensichtlich bei den Fans zu einem größeren Desaster (wenn das tatsächlich möglich sein sollte?) als Discovery wurde, was man vor allem daran ersehen kann, daß auf allen offiziellen Seiten die Kommentarfunktionen gesperrt wurden, gibt es aber Hoffnung für die darbenden TV-Glotzer:

Seit 2019 gibt es zwei Serien, die sich beide mit 'UFOs' beschäftigen, wobei beide Serien eigentlich komplett unterschiedlich sind, aber doch zeigen, daß man schon nach wenigen Episoden gefangen ist in der geschichte und den Charakteren.

Während Roswell das Schicksal einiger bei dem Crash zurückgebliebenen Aliens behandelt, die versuchen, sich unerkannt in der Gesellschaft zu bewegen und zu überleben, weil sie sonst - sicherlich nicht zu Unrecht - befürchten, auf dem Seziertisch zu landen,
handelt Blue Book von 'tatsächlichen' Fällen, die in der Untersuchung der Airforce, die 'Blue Book' hieß zusammengefaßt waren.

Der Held dieser Geschichte ist Professor Hynek (der machte das damals tatsächlich und ist der Gründer des UFO-Forschungszentrums in Roswell), den die Luftwaffe eingestellt hat, um sich nach außen hin ein seriöses Image zu geben.
Er soll der Bevölkerung 'wissenschaftlich' erklären, daß es sich alles um 'normale' Ereignisse handelt.
Und sein Partner und Gegenspieler ist ein Airforce-Psychologe, der die Ergebnisse schon immer vorgibt, was ihm aber dann doch zunehmend schwer fällt.

Wir haben bei Roswell erst 2 Folgen und bei Blue Book 3 gesehen, und trotzdem ist man schon voll drin und fiebert mit.
Mehr noch bei Blue Book als bei Roswell.
Beide Serien aber zeigen, daß man nahezu ohne Gewalt und irre CGI-Effekte super Geschichten schreiben und sehr gute Charaktere entwickeln kann.
Man braucht eben einfach nur gute Schreiber und noch bessere Produzenten.

Trailer von Roswell und Blue Book:

https://www.youtube.com/watch?v=eTk24tf_cyY


https://www.youtube.com/watch?v=U4EmfM9isHo

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  Das Athean-Komplott / Log 7 / XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Apr-Wed-2020, 01:28 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (2)

USS Picard-B / 10 Vorne
Zeit:vor dem Meeting in Sareths Büro

Howys Hungergefühl hatte ihn aus der Wunderwelt der Sterne vertrieben und nach 10 Vorne getrieben. Denn Essen hielt auch des Navigators Leib und Seele zusammen. Jedoch waren, wie üblich vor einem Missionsstart, sämtliche Plätze bereits besetzt. Sehr zu Howyd Missvergnügen.Es war fast so, als ob die Crewmitglieder der Meinung waren, es würde während der Mission nichts mehr zu essen geben.

Howy quetschte sich zwischen den voll besetzten Tischen hindurch, Ganz hinten, an der Wand, war noch ein Tisch frei. Und ausgerechnet dort saß LaSalle und stöberte in einem Padd herum. Sei’s drum dachte Howy und schlängelte sich zum Tisch durch.

Ho: Ist der Platz noch frei, Sir?

LaSalle nickte einladend.

Ho: Sie gestatten, Sir?
LS: Seien Sie mein Gast, Mr. Edzardus.

Howy nahm Platz und aktivierte das Replikatorholo in der Tischplatte. LaSalle schien noch immer sehr vertieft in seiner Lektüre zu sein und so vergingen mind. 15 Minuten, in denen Howy bereits ein Essen halb verschlungen hatte, bis LaSalle plötzlich aufblickte und Howy kritisch betrachtete.

Ho: Sir?
LS: Eine Frage, Mr. Edzardus. Oder besser zwei Fragen, wenn Sie gestatten.
Ho: Nur zu, Sir

LaSalles Finger wies auf das Stück Fleisch auf Howys Gabel.

LS: Schmeckt das Zeug?
Ho: Nun, sagen wir, es gibt noch Luft nach oben.
LS: Das habe ich befürchtet.
Ho: Und die zweite Frage, Sir?
LS: Nun, nachdem Sie ja zu der geringen Anzahl an Menschen gehören, welche unsere Galaxis bereits verlassen haben, könnte ich mir vorstellen, dass Ihnen diese Mission eher langweilig vorkommen wird.
Ho: Nun Sir, Sie waren mit der Saipan doch auch schon in Richtung Andromeda-Galaxis unterwegs gewesen.
LS: Korrekt. Aber gegenüber Ihrer Reise war das eher Mittelstrecke. Und unsere bevorstehende Mission ist da ja wohl eher Nahverkehr. Daher möchte ich Ihre Meinung zu dieser Mission wissen.
Ho: Darf ich fragen Sir, warum?
LS: Ich erstelle ein strategisches Lagebild. Und dazu gehört es auch, die Meinungen und Anmerkungen der Experten zu jedem Gebiet zu erfassen. Und daher möchte ich Ihre fachliche Meinung zu dieser Mission erfragen.
Ho: Nun Sir, vom navigatorischen Standpunkt aus, ist der Athean-Sektor hoch interessant. Es gibt ausgedehnte Asteroidefelder, Gravitationsanomalien, ja sogar so etwas wie eine Mini-Arxstraße. Eine interessante und anspruchsvolle Aufgabe also.
LS: Sehen Sie dort irgendwelche Gefahrenpunkte?
Ho: Nun, diese Mini-Arxstraße macht mir etwas Sorgen, Sie verstehen Sir.
LS: Absolut. Nun...

<Ach, Sie sind ja auch da>

Die Stimme gehörte Commander Langtsar, welche hinter LaSalle aufgetaucht war. Howy schnellte aus seinem Sitz heraus und salutierte, was Commander Langtsar nicht einmal zu registrieren schien. LaSalle hingegen drehte sich langsam zu Langtsar um.

LS: Commander Langtsar, gesellen Sie sich doch zu uns. Ich habe Ihr Erscheinen schon wieder nicht wahr genommen. Ich werde wohl alt.
CL: Das kann schon sein Sir. Aber Sie tun etwas anderes schon wieder.
LS: Und das wäre?
CL: Meine Offiziere von ihren Pflichten abzuhalten.
LS: Das müssen Sie mir erklären, Commander.
CL: Zu den Pflichten eines Crewmitgliedes gehört auch die korrekte und konzentrierte Ernährung um immer Höchstleistung erbringen zu können. Und Sie halten Lt. Edzardus vom Essen ab...Sir.
LS: Das ist eine interessante Auslegen des einfachen Faktes einer Unterhaltung während der Mittagspause.
CL: An Bord eines phyleilanischen Schiffes wäre eine Unterhaltung währen der Essensaufnahme als ineffektives Handeln einzustufen gewesen. Gespräche kann man in seiner Freizeit führen.
LS: Eine Pause ist Freizeit.
CL: Eine Pause gehört zur Dienstzeit.
LS: Und ich habe Mr. Edzardus eine dienstliche Frage gestellt. Außerdem sind wir hier, wie ich Ihnen schon einmal auseinandergesetzt habe, an Bord eines Schiffes der Sternenflotte.
CL: Das ist grotesk.
LS: Nein Commander, das was Sie hier veranstalten ist grotesk. 
CL: Das sehe ich ANDERS!
LS: Commander, das können Sie gerne mit Admiral t´Khellian besprechen Für mich ist dieses Gespräch hiermit beendet. Sie können weg treten.

Langtsar blickte LaSalle und Howy feindselig an und verließ dann den Raum. Howy atmete tief durch und setzte sich wieder auf seinen Sessel.. LaSalle wies auf Howys Essen.

LS: Ich glaube, ich nehme das gleiche wie Sie.

————————————-

Ortswechsel:

USS PIcard-B / Strategie-Labor
Zeit: 2 Stunden später.

LaSalles Blick lief zum x-ten Mal über Commander Langtsars Dienstakte. Warum verhielt sie sich so feindselig? Was war vorgefallen? 
Nach einigem Suchen hatte LaSalle einen interessanten Anhqltspunkt gefunden. Eine Person, welche Langtsar kannte. Und nur wenige Minuten später hatte LaSalle einen Kontakt zu dieser Person hergestellt.
Auf dem Holoscreen war das markante Gesicht eines Cornels der Marines zu erkennen. Als dieser LaSalle erkannte, gab er einen genervten Brummton von sich. LaSalle grinste gehässig.

LS: Cornel Jos VanSorel. Ich freue mich auch, Sie zu sehen.
VS: LaSalle, das ist ein Kompliment und natürlich gelogen.
LS: Was macht der Phyleila-Sektor?
VS: Seitdem Sie dort nicht mehr Ihr Unwesen treiben, läuft alles normal. Wie ich hörte sind Sie jetzt Chefschwarseher auf der neuen Picard.
LS: Korrekt.
VS: Und das unter t´Khellian. Das kann ja nur schief gehen.
LS: Ja und Sie müssen die Sache dann wieder gerade ziehen.
VS: Sie silberner Nagel zu meinem Prunksarg. Was wollen Sie?
LS: Stichwort Ellini Langtsar.
VS: Eine der besten Offiziere, die ich kenne. Diszipliniert und zielstrebig. Und Sie hat etwas, was für Offiziere äußerst wichtig ist und was SIE LaSalle, nicht haben.
LS: Und das wäre?
VS: Sie hat KEINEN HUMOR.
LS: Ah dann kann ich ja noch etwas von ihr lernen. Gibt es denn auch Schwachpunkte bei ihr auf die man achten sollte?

VanSorel grinste.

VS: Ahhhh ich verstehe, Commander Langtsar gehört zu Ihrer Crew.
LS: Korrekt.
VS: Nun, wie schon gesagt, sie ist ein hervorragender Offizier.
LS: Aber?
VS: Sie hat etwas Probleme Vorgesetzte zu akzeptieren. Erst wenn diese eine Leistung zeigen, welche über dem Level von Commander Langtsar selbst liegt oder sich durchsetzen, wird sie sie anerkennen. Und dann wäre da noch etwas.
LS: Ich bin ganz Ohr.
VS: Nun, während des Krieges im Phyleila-Sektor gab es wohl eine familiäre Tragödie in ihrem direkten Umfeld. Sie hat nie direkt darüber geredet, aber sie lastet diese Tragödie scheinbar der Föderation, oder Föderationsoffizieren an. Mehr konnte ich nicht aus ihr heraus holen.
LS: Nun Cornel, ich danke Ihnen. Gruß an Unity One.
VS: Ja, seit dem Sie nicht mehr da sind, ist es hier wesentlich ruhiger, aber auch sicherer.
LS: Und bestimmt langweiliger.
VS: Das würde ich nie offen zu geben. Grüßen Sie mir Admiral t´Khellian. VanSorel Ende.
LS: Werde ich tun Danke. Picard-B Ende.

LaSslle nickte langsam. Die Sache nahm allmählich Fahrt auf.

—————————————-

Ortswechsel:

USS Picard-B / Maschinenraum
Zeit: 1 Stunde später.

LaSalle hatte sich in den Maschinenraum begeben und sich dort still in eine Ecke gesetzt. Er beobachtete minutenlang den neuen CEO T´Sok bei der Arbeit und besonders bei der Routine-Status-Überwachung des SP2-Accelerators. Dann stand LaSalle auf und schlenderte zu T´Sok.

LS: Lt. T´Sok, hätten Sie einen Moment Zeit?

T´Sok drehte sich zu LaSalle um und salutierte zackig.

TS: Commodore Sir, natürlich Sir.
LS: Nun, das Oberkommando legt gesteigerten Wert darauf, dass das neue Antriebssystem perfekt funktioniert. Denn das System ist ein wichtiger Baustein zum Gelingen dieser Mission
TS: Sir, es wird einwandfrei arbeiten.
LS: Davon bin ich überzeugt, Mr. T´Sok. Jedoch gibt es in der Flotte Kreise, welche es nur all zu gerne sehen würden, das diese Mission scheitert. Der OBH und ganz speziell Verteidigungsminister DeRaaf wollen genau dies verhindern. Auch deshalb bin ich hier an Bord. 
TS: Ich verstehe, Sir.
LS: Wenn Sie also Anomalien an System fest stellen, gleichgültig welcher Art, bitte sofort Meldung an mich und Admiral t´Khellian. Dies ist sehr wichtig.
TS: Jawohl Sir.
LS: Danke, ich verlasse mich auf Sie und...

< NICHT SCHON WIEDER SIE>

LaSalle drehte sich um. Hinter ihm stand XO Langtsar.

CL: Haben Sie mich schon wieder nicht gesehen? Sie stören ja schon wieder meine Offiziere!

LaSalle beschloss, es einmal etwas anders zu versuchen.

LS: Können Sie keine Meldung machen wenn Sie ankommen, Commander?
CL: Doch, aber...
LS: STILLGESTANDEN! MELDUNG!

Langtsar stand gerade wie eine Salzsäule und salutierte dann zackig.


CL: Comamnder Langtsar,Sir. Ich habe eine eine Frage Sir.
LS: Stehen Sie bequem. Also?
CL: Sir, darf ich fragen, was Sie hier tun?
LS: Ja, das dürfen Sie. Ich habe soeben ein dienstliches Gespräch mit unserem CEO geführt.
CL: Und hätten Sie dieses Gespräch nicht mit mir führen können?
LS: Sind Sie Expertin für SP2-Acceleratoren?
CL: Nein Sir.
LS: Also.
CL: Nun Sir, mir gefällt Ihre Fragerei nicht.
LS: Ich gehe hier meiner Aufgabe nach.
CL: Und worum geht es dabei genau?
LS: Es gibt gewisse Gefahrenmomente für diese Mission.
CL: Ja, und Sie sind eine dieser Gefahren, in meinen Augen Sir.
LS: Ach ich bin einen Gefahr?Ich fühle mich geschmeichelt. Und in wie fern bin ich eine Gefahr, Commander?
CL: Sie sind einfach ein Störfaktor.
LS: Das erklärt dann evtl. die Tatsache, warum Sie versucht haben, meine Dienstakte aufzurufen. Mein Vorname schreibt sich hinten übrigens nur mit einem S, nicht mit zwei. Rufus nicht Rufuss.
CL: Pah.
LS: Ich warne Sie zum letzten Mal, Commander. Passen Sie auf Ihren Tonfall auf. Und wegen Ihrer Befürchtungen meinetwegen begeben Sie sich jetzt umgehend, wie es sich gehört, zu Admiral t´Khellian und machen Meldung. Das ist eine Befehl. Haben Sie mich verstanden, Commander?
CL: Allerdings, Sir. Allerdings...

Bevor Langtsar weiter sprechen konnte, ertönte das Intercom. Nort Caldreds Stimme ertönte.

MC: Alle Crewmitglieder bitte zum Haupthangar zwecks Inspektionsaufstellung. Commander Langtsar und Commodore DeRaaf, bitte zur Personalabnahme. Admiral t´Khellian hält im 20min. eine Rede bezüglich unserer Mission. Commodore LaSalle, die Taktik und Sicherheitsabteilung sind in 40min. bereit zu Sec-Überprüfung.

LS: Wie Sie hören, werden wir erwartet. Und eine Admiralin sollte man nicht warten lassen. Lt. T´Sok, Commander Langtsar, nach Ihnen.

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  Das Athean Komplott Log 6
Geschrieben von: T'Sok - Apr-Tue-2020, 03:38 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (1)

USS Picard B - 10 Vorne

T'Sok hatte es sich, kurz nachdem ihm sein Quartier zugewiesen wurde, im 10 vorne gemütlich gemacht und aß in ruhe eine Portion Pok Tar. Er beobachtete das rege Treiben der langsam eintrudelnden Crewmitglieder, welche sich verunsichert umsahen und die Gelegenheit nutzten, um erste Kontakte zu knüpfen. Viele schienen frisch von der Akademie zu kommen, für diese war es eine große Ehre und nahezu überwältigend, unter so einem erfahrenen und hochdekorierten Offiziersstab zu dienen. T'Sok aß sein Pok Tar auf und verließ das 10 Vorne, als es ihm zu hektisch wurde. Er würde noch genug Hektik im Maschinenraum haben, immerhin waren nahezu alle Offiziere der USS-Picard A Transferiert worden und laut der Berichte, welche er aufmerksam studiert hatte, war davon auszugehen, dass sie es mit einer gewissen Regelmäßigkeit schafften, sich in schwierige Situationen zu manövrieren. Das konnte ja spannend werden. Auf dem Weg zum Maschinenraum traf er auf Admiral T'Kellian, welche sich gerade mit einem groß gewachsenen Reptiloiden unterhielt. "Ah, unser neuer Techniker." Begrüßte sie ihn.
"Darf ich vorstellen? S'Tok, er hat das Kommando im Maschinenraum. S'Tok, das ist Mort, unser Taktischer Offizier."
"T'Sok, Madam Admiral."
"Ich bitte um verzeihung?"
"Mein Name ist T'Sok, Madam."
"Verzeihung, T'Sok, natürlich", antwortete Admiral T'Khellian.

"Ich würde mir gerne den Maschinenraum ansehen", sagte T'Sok. "Es wäre sicher nicht verkehrt, wenn ich mich etwas in meinem neuen Arbeitsplatz auskenne bevor es losgeht."
"Selbstverständlich, gerne", antwortete Admiral T'Khellian. "Nehmen Sie sich alle Zeit die sie brauchen." T'Sok verabschiedete sich mit einem leichten Nicken, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, und machte sich auf den Weg zum Maschinenraum.

Kurze Zeit später im Maschinenraum

T'Sok fand sich alleine im Maschinenraum wieder. Er genoss die Stille, die bestimmt nicht lange währen würde. Mit einer gleichgültig anmutenden Routine sah er sich die einzelnen Systeme an, die er über die Hauptkonsole aufrief. Er begutachtete den neuen EFI-64 Warpaggregator, der die Energie des Warpkerns in die schlanken, am Heck des Schiffes angebrachten Gondeln leiten würde, sowie die DFS Phasenüberbrückung, welche ein Zeugnis der Schönheit föderaler Ingenieurskunst war. Natürlich durfte auch ein OEM-Modul nicht fehlen, mithilfe welchem der Warpkern abgeschirmt wurde, sollte es einmal brenzlig werden. Er beobachtete die Werte genau, als er eine kleine Unregelmäßigkeit in der SMB Matrix finden konnte. Diese würde im Ernstfall ein Problem werden, doch es war nichts, was er nicht schnell behoben bekommen hätte.
Das Highlight des Maschinenraums war jedoch ein anderes Objekt, dem der Vulkanier sich langsam näherte. Zugegebenermaßen, er konnte nicht verstehen, wie jemanden dieses Gerät nicht in Erstaunen versetzen konnte. Ein SP-2-hybridisierter, tetraedisch-oktagonaler Beschleuniger. Nach Aktivierung des Ringflips waren damit Geschwindigkeiten möglich, von denen vorherige Raumschiffe der Föderation nur hatten träumen können. Er befand sich momentan leise surrend im Ruhestatus und hatte die Sesselkonformation eingenommen.
In T'Soks Gesicht spiegelte sich seine Vorfreude wieder, die ein aufmerksamer Beobachter an der minimalen Kräuselung seines Mundwinkels hätte erkennen können.

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  Athean-Komplott Log 5 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Apr-Sat-2020, 08:10 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

Die Präsidentin der Föderation stand vor dem Hauptquartier der Sternenflotte.

..."Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Föderation der Planeten, ehrenwerte Gäste des Rihannischen Reiches und des Klingonischen Imperiums, geschätzte Vertreter von Ferenginar, es ist mir eine Ehre, heute die neue USS 'Jean-Luc Picard' - B ihrem Dienst zu übergeben! Einem Dienst, der sie zu einem, wie ich und alle, die an ihr gearbeitet haben, hoffen, neuen Aushängeschild der Allianz und ihrer Mitgliedswelten machen wird!"...
 
*** USS Picard-B / Brücke ***
 
Meine Seniorcrew war vollständig versammelt. Ich ließ den Blick über sie alle schweifen, erntete ein Lächeln, das von breit und glücklich bei meinem Navigator bis zu reserviert und kaum merklich bei LaSalle und meinem Sicherheitschef reichte. LaSalle als strategischer Berater saß links von mir, meine XO Commander Langtsar rechts. Sie war die einzige Person, deren grauhäutiges Gesicht und Augen unbewegt blieben. Wie eine Statue. Sie starrte geradezu geradeaus - wahrscheinlich sah sie das kleinste Zwinkern als Lapsus in der militärischen Performance. Es würde das erste Mal sein, dass ich so eng mit einer Phyleilanerin zusammen arbeiten musste. LaSalle hatte mir bereits von zwei 'Dissonanzen in der Arbeitsauffassung' berichtet, und ich wusste, dass einige Crewmitglieder sich lieber rasch irgendwie unsichtbar machten, wenn sie Langtsars Absätze den Gang entlang trommeln hörten.
Nun - das würde ich nicht dulden. Auf meinem Schiff herrschte kein Klima der Angst! Ich brauchte mitdenkende, sich ernst genommen fühlende Kollegen, keine "Ja, Sir, nein, Sir" brüllende Maschinen. Andererseits durfte und wollte ich meine XO nicht abservieren. Sie war das Bindeglied zwischen mir und der Crew. Sie musste die Kompetenzen nutzen, die ich aus ihrer Akte kannte - aber sie musste auch ihre Grenzen kennenlernen. Die Reise zum Athean-Sektor würde einige Tage in Anspruch nehmen, wir würden also Zeit haben, dieses Problem anzugehen...
 
..."Gerade in dieser Zeit wird es unverzichtbar sein, zusammen zu arbeiten um die ungeheuren technischen und wissenschaftlichen Ressourcen zu erschließen, die die Reise der ersten 'Picard' uns geschenkt hat. Dieses neue Schiff vereint nicht nur die Spitze technologischer Entwicklung der Rihannsu und der Föderation und ist damit eine großartige Bekräftigung des Nutzens unserer Allianz - nein, sie vereint auch Entwicklungen aus Zivilisationen, die wir vor einigen Jahren noch nicht einmal dem Namen nach kannten. Neues Leben und neue Zivilisationen zu entdecken, Frieden stiften - das ist die Aufgabe der Sternenflotte. Das ist die Aufgabe der 'Jean-Luc-Picard'-B in bester Tradition ihres großen Namensgebers."
 
*** USS Picard-B / Brücke ***
 
Der Preflightcheck des Jungfernfluges, eines der uralten Relikte der Flugzeug - und frühen Raumfahrtära, war ohne Beanstandungen gelaufen. Ich hatte den Startbefehl gegeben. Die Positionslichter streiften die eingefahrenen Arbeitskräne und Plattformen der Struktur. Dann floss ein blauvioletter Schimmer über alles - unser Fokussierring war aktiviert worden und schob das Schiff vorwärts. Langsam ließen wir das Raumdock von Utopia Planitia hinter uns.
 
Ich sah aus dem Augenwinkel, wie CoS Mort Caldred Commander Langtsar musterte. Sie mochten sich nicht, das zu erkennen brauchte man nicht die Expertise einer Counselor. Die auf diesem Flug übrigens fehlte. Die vorgesehene Deltanerin war bei einem Shuttleunfall verunglückt. Da sie in ein paar Wochen wiederhergestellt sein würde, wir aber auf dringenden Wunsch der Präsidentin das Problem im Athean-Sektor lösen sollten, hatten wir den Posten vorerst nicht neu besetzt.
 
Das Problem im Athean-Sektor...
Bedauerlicherweise hatte LaSalle bisher hauptsächlich herausgefunden, dass die Sache vor Ungereimtheiten strotzte. Wir nahmen beide an, dass es eine weitere Unbekannte im Hintergrund gab, die Einfluss auf Gouverneur Cairncross ausübte. Der oder die, eine Person oder eine Gruppe, die ihn vielleicht in Richtung Sezession steuerte - oder sogar erpresste. Es würde ein diplomatisches Pokerspiel werden, soviel stand fest. Cairncross hatte vor unserem Abflug Verhandlungsbereitschaft signalisiert und ich hatte ihm ein Treffen unter vier Augen angeboten. Sein Sekretär hatte das Angebot entgegen genommen und wollte es weiter leiten - seine Exzellenz sei gerade bei der Parade des Farmerfestivals auf einer der Außenwelten.
 
"Äußere Perimetergrenze Sektor 001 erreicht," verkündete Howy. "Tiefenraum-Kontaktbojen signalisieren grünes Licht. Kurs geprüft und Bahn abgeglichen."
 
Dass hieß, wir konnten den Warpantrieb aktivieren!
 
 
*** Büro des Captains / Einige Zeit später ***
 
Ich hatte soeben den kleinen Schrein zu Ehren der Elemente in einer der Wandnischen platziert. Ich teilte zwar die Religiosität vieler Rihannsu nicht, doch war es ein Geschenk meines Bruders und außerdem: Ehrfurcht vor den Elementen, die das Universum ausmachten, konnte ja auch einer Wissenschaftlerin nicht schaden!
 
In diesem Moment zirpte mein Com-Terminal. Gouverneur Cairncross?! Nein, das Symbol der Sternenflotte entfaltete sich in der kleinen Holomatrix auf meinem Schreibtisch. Wollte uns noch jemand eine gute Reise wünschen oder hatten wir etwas vergessen?
 
Commodore Varani erschien, eine Andorianerin und derzeitige Leiterin von Starfleet Security. + Admiral T'Khellian, wir haben eine ... Situation hier, die Ihren Auftrag etwas komplizierter gestalten wird. +
 
Oh, ich liebte es, wenn das Oberkommando eine 'Situation' hatte....!
 
+ Vor einer Stunde ist die USS 'Tscherenkow' als vermisst gemeldet worden, und zwar im Athean - Sektor. Die Transmitterbojen haben kein Positionssignal mehr erhalten, sie ist nicht am Zielort angekommen und es kann kein Funkkontakt mehr hergestellt werden. Keine Trümmer und kein Notruf + ...
 
 
*** USS Picard-B / Besprechungsraum ***
 
Ich schilderte der versammelten Seniorcrew die Ereignisse, soweit sie mir von Commodore Varani mitgeteilt worden waren: "Die USS Tscherenkow ist eines der letzten noch in Dienst befindlichen Schiffe der Galaxy-Klasse. Derzeit fliegt sie unter dem Signet der 'Sendak Space Lines', die sie vor zehn Jahren gekauft und zu einem Luxus-Kreuzfahrtschiff 'mit Nostalgieflair' umgebaut hat."
 
Über dem Konferenztisch schwebten jetzt holographische Aufnahmen der 'Tscherenkow', die im Originallook der 2370er Jahre hergerichtet worden war. Viele Leute mochten das. Die 'gute alte Zeit', vor dem Dominionkrieg und dem unrühmlichen Phyleilakonflikt, vor der erst jüngst beendeten verstärkten Militarisierung der Föderation, und ja... vor der Allianz mit den Romulanern! Retrostyling war in.
 
"Die USS Tscherenkow war unterwegs von Bolarus nach Ilmoria, mit einem Zwischenstop auf Risa..."
 
"Da war sie aber ganz schön vom Weg abgekommen," bemerkte LaSalle und zog die Augenbrauen zusammen. "Und überhaupt, die Farbe der Teppiche ist zu grell geraten."
 
"Solche Bemerkungen sind nicht zielführend," fauchte meine XO.
 
"Haben Sie etwas beizutragen, Commander?" fragte ich.
 
"Sir, nein Sir, im Augenblick nicht, Sir!"
 
"'Nein, Madam' reicht vollkommen. - In der Tat, die 'Tscherenkow' hatte laut Flugplan nichts im Athean-Sektor zu suchen," fuhr ich fort. "Dennoch stammt ihre letzte automatische Positionsmeldung aus diesem Bereich..." Ich rief eine Karte des fraglichen Sektors auf und markierte ein unauffällig scheinendes System mit sechs Planeten.
"Was die Lage zu einem Politikum macht: an Bord der 'Tscherenkow' befand sich Jusuf Ibn'Shalat, der Sohn des derzeitigen Außenministers der Föderation. Es gibt bereits Stimmen, die von einer Entführung sprechen und indirekt Cairncross verantwortlich machen."
 
"Haben wir schon eine Stellungnahme des Gouverneurs?" fragte Commander Langtsar.
 
"Nein, und auch keinen Funkkontakt derzeit. Die Sensoren messen eine massive Subraumstörung, aber wir sind derzeit noch zu weit entfernt, um genauere Daten zu empfangen." erklärte unser Wissenschaftschef, ein Rihanha namens Tr'Movath.
 
"Irgendwelche Meldungen von Terroristengruppierungen?"
 
"Bisher nicht. - Wir haben noch vier Flugtage, bis wir im Athean-Sektor ankommen. Wir müssen sie bestmöglichst nutzen! Mr. T'Sok," wandte ich mich an unseren Chefingenieur, "lassen Sie sich von der technischen Abteilung der Sternenflotte und von den Sendak Space Lines alle Daten zur Galaxy-Klasse und den Spezifikationen dieser Ausstattung übermitteln. Stellen Sie sich ein Team zusammen und gehen Sie die bekannten Schwachpunkte der Schiffsklasse durch."
 
Der Vulkanier nickte und machte sich einige Notizen auf seinem Padd. "Wir können bei einer Galaxy-Klasse aufgrund der fehlenden Transwarpkapazität  zumindest davon ausgehen, dass ihr kein Unfall wie der Picard - A passiert ist," sagte er.
 
"Mr. Edzardus, Mr. Tr'Movath, Sie übernehmen die Auswertung der Sensordaten, sobald wir in Reichweite sind - wahrscheinlich in etwa 13 Stunden. Prüfen Sie Präzedenzfälle von Subraumstörungen, Wurmlöchern und Phasenverschiebungen, die plötzliches Verschwinden von den Sensoren und Ortsversetzungen involviert haben."

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  Orville Comic
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Apr-Thu-2020, 04:23 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Orville Season 1.5  ist eine Zusammenfassung von 4 bisher erschienenen Comics, die uns zwei wirklich umwerfend gute Abenteuer unserer Crew erleben lassen.

Und die Zeichnungen sind ebenfalls so, daß sie die einzelnen Charas wirklich gut wiedergeben.

[Bild: OrvilleComic1.jpg]

[Bild: OrvilleComic2.jpg]

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  Das Athean-Komplott LOG 4 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Mar-Mon-2020, 06:28 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  An Bord der neuen USS Jean-Luc Picard – B  ==========
 
Da saß er nun unter der durchsichtigen Kuppel seines Traums. Um ihn rum all die vertrauten Geräte und auch ein paar neue, für die er extra eine Sonderschulung hatte machen müssen.
Aber es war sein Reich! Das war Alles, was wirklich zählte!
 
Auf zu neuen Abenteuern!
 
Er dachte an die Ereignisse der ersten Tage an Bord, die schon gezeigt hatten, daß hier ein neuer Ton herrschte, als auf der alten Picard, aber er glaubte fest daran, daß sich das schon alles einrenken würde. Vor allem, wenn sich die XO erst einmal ihre Hörner ein wenig abgeschleift haben würde.
 
Aber er war zutiefst glücklich, wieder eine große Aufgabe vor sich zu haben.
 
Er dachte an den gigantischen Ausblick auf die beiden riesigen Galaxien und die winzige Picard mitten drin. Fernab der Heimat. Und auch alle die Abenteuer kamen in Erinnerung.
Das war sein Leben, und so sollte es auch bleiben.
 
 
==========  Ein paar Wochen vorher: Am Deich in Ostfriesland  ==========
 
Es war ja schön und gut, in seinem Dorf als Held gefeiert zu werden und ständig im Dorfkrug sein Bier umsonst zu bekommen, weil jeder es sich als Ehre anrechnete, ihm Einen auszugeben.
Und auch der tägliche Nachmittagstee beim Großmuttchen war zwar ungeheuer gemütlich, aber doch auch irgendwie nicht ausfüllend.
Howy war sich darüber im Klaren, daß es so nicht weitergehen konnte.
Es mußte sich was ändern in seinem derzeitigen Dasein. Und zwar sofort!
Er mußte zurück auf ein Raumschiff. Egal welches, Hauptsache wieder zurück in den Raum zu seiner Profession.
 
Natürlich verfolgte er intensiv die Meldungen aus allen Bereichen der Raumfahrt und der Politik und las auch Stellenangebote, die ihm entsprechen würden.
Da waren zwar Einige darunter, die erheblich bessere Bedingungen aufwiesen, als sein alter Job auf der Picard, aber die versprachen nur sehr wenig Adrenalin, und er mußte sich gestehen, daß er eindeutig zu jung war, um so ein Rentnerdasein durchzustehen.
 
Dann las er die ersten Artikel über die neue Picard-B, und dieses Schiff faszinierte ihn sofort. Nicht nur, daß dieser Kahn den gleichen Namen führte, wie sein letztes Schiff, sondern es entsprach in den Daten und den geplanten Aufgaben seinen Erwartungen für einen aufregenden Job.
Er sah sich schon in der Glaskanzel seiner Navigationsabteilung sitzen. Zuständig dafür, dieses Schiff überall hin und durch alle Gefahren zu navigieren.
 
Es gab allerdings ein kleines Problem: Während die alte Picard ein ziviles Schiff war, auf dem selbstredend auch zivile Crewmitglieder arbeiten konnten, war dieses Schiff ein Teil der Sternenflotte und damit trotz der wissenschaftlichen Hauptaufgabe ein Kriegsschiff, das nur Soldaten als Besatzungsmitglieder haben durfte.
Klar hatte er alle notwendigen Diplome vorzuweisen, aber er war eben kein Soldat und wollte auch keinesfalls einer werden.
Trotzdem mußte er an Bord dieses Schiffes. Das stand für ihn fest.
 
Darum setzte er sich mit seinem Captain Sokar in Verbindung, um ihn zu bitten, sich für ihn einzusetzen.
Es war ein Erlebnis, seinen alten Kommandanten wiederzusehen, und sei es auch nur in einem Holodeck-Treffen.
Und Sokar versprach ihm, ihn für diese Aufgabe zu empfehlen.
Und er hielt Wort.
 
Er schickte an alle involvierten Stellen und Personen Empfehlungsschreiben, um diesen militärischen Holzköpfen zu erklären, daß er, Hohardus Edzardus, in sehr vielen Fällen nachgewiesen habe, daß es derzeit wohl kaum einen besseren Navigator geben würde in diesem Quadranten, als eben ihn.
Er wies auch auf einen Sonderparagrafen hin, der die Einstellung von zivilem Personal bei speziellen Aufgaben durchaus vorsah, wenn es keinen gleichwertigen Ersatz in der Flotte gab.
Gerade dieser Satz machte Howy natürlich sehr stolz. Und Sokar hätte das ganz sicher nicht geschrieben, wenn er nicht dieser Überzeugung gewesen wäre.
Was er nicht wußte war die Tatsache, daß er ein ähnliches Empfehlungsschreiben auch für Mort verfaßt hatte, der sich ebenfalls um einen Job an Bord der neuen Picard beworben hatte, aber zunächst abgelehnt worden war, weil auch er kein Militär war.
 
Jetzt stand Howy vor einem bärbeißig aussehenden Captain des Rekrutierungsbüros der Sternenflotte in San Francisco.
 
„Stehen Sie nicht da wie ein Mehlsack, Mann. Können Sie denn nicht mal ein bißchen Haltung annehmen?
Warum sind bloß Zivilisten nicht in der Lage, mal korrekt zu stehen?
Und Sie denken, daß Sie auf der neuen Picard Dienst tun könnten? Sie haben nie gedient und wissen doch überhaupt nichts von den Strukturen und den Hierarchien innerhalb der Flotte.
Überhaupt sind Leute, die nie gedient haben, eigentlich raumuntauglich, wenn Sie mich fragen. Sie können doch in Notlagen überhaupt nicht disziplinarisch korrekt reagieren, wenn es drauf ankommt.“
 
„Sir, ich….“
 
„Sie reden nur, wenn Sie angesprochen werden. Merken Sie sich das!“
 
„Jawohl, Sir. Aber…“
 
„Wie konnte es nur geschehen, daß ein erfahrener Kommandant wie Captain Sokar, Ihnen ein derartiges Empfehlungsschreiben gab, das dieser auch noch an hochrangige Militärs und einflußreiche Politiker geschickt hat, darunter Admiral T’Khellian, die das Schiff kommandieren wird und an deren Ehemann Charles McGregor, der im wissenschaftlichen Bereich der Sternenflotte großen Einfluß hat.
 
„Na ja, ich….“
 
„Sie reden nur, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
Sie sind nicht der Einzige, der sich für diesen Job beworben hat. Es gibt auch noch vier weitere, die alle Soldaten sind.
Leider hat man mir den Befehl gegeben, mit den Kandidaten, zu denen Sie auch gehören sollen, eine Prüfung zu veranstalten.
Sie werden sich also morgen um 10Hundert im Gebäude 5 im 3. Stock im Simulator melden.“
 
„10Hundert. Jawohl, Sir!“
 
„Informieren Sie sich und seien Sie pünktlich. Etwas zu spät und Sie können nachhause fahren, Mann. Und lernen Sie endlich mal eine ordentliche Haltung, sonst wird das nichts in der Sternenflotte, selbst als Zivilangestellter nicht.“
 
Irgendwie hatte Howy das unruhige Gefühl, in der falschen Hologeschichte zu sitzen.
Er war durchaus der Überzeugung, an Bord der alten Picard seine Eignung als Navigator auch in schwierigen Situationen nachgewiesen zu haben, aber das Alles galt bei der Flotte offensichtlich nicht als ausreichend, solange man nicht gedient hatte.
Trotzdem wollte er unbedingt an Bord des neuen Schiffes. Da würde er sich wohl ein wenig den neuen Gegebenheiten anpassen müssen.
 
 
==========  Am nächsten Tag etwa gegen 15Hundert  ==========
 
Am Ende der Prüfung war Howy schon schweißgebadet, um ehrlich zu sein, aber er hatte auch das Gefühl, man habe ihn ganz speziell auf dem Kieker gehabt,
Vor allem der Flug durch einen Asteroidengürtel und Tarnen hinter einigermaßen großen Brocken war heftig gewesen.
Aber er hatte das Schiff nicht verloren, ja noch nicht einmal beschädigt.
Allerdings wußte er noch nicht, ob er bestanden hatte, denn die Konkurrenz war, bis auf Einen auch durchgekommen.
Man hatte ihm mitgeteilt, das Ergebnis würde er morgen in dem gleichen Büro erfahren, wo er sich schon vorher gemeldet hatte.
 
 
==========  Am nächsten Morgen um Punkt 10 Uhr  ==========
 
Es hatte sich eine kleine Schlange aus Aspiranten für die Picard gebildet, als er vor der Tür ankam, hinter der dieser Bärbeißer saß.
Er hatte das unruhige Gefühl, der Kerl würde ihn angrinsen und feststellen: „Suchen Sie sich einen anderen Job, Mann! Da wird sich schon irgendein kleiner Frachter finden, der Sie einstellt. Ganz sicher.“
 
Die Tür öffnete sich und heraus trat…?  MORT!
 
„Was um Himmels Willen tust du denn hier, Mort?“ rief ihn Howy an.
 
„Was wohl? Ich habe mich um einen Job als Sicherheitschef auf der neuen Picard beworben.“
 
„Und?“
 
„Na ja, es gab eine kleine Prüfung. Wirkliche Kinderkacke.“
 
„Mensch, spann mich nicht so auf die Folter?“
 
„Morgen geht es rauf zur Picard.“
 
„Mann. Glückwunsch! Hoffentlich klappt das bei mir auch?“
 
„Wird schon! Wir sehen uns dann morgen früh im Zubringershuttle.“
 
Irgendwann nach etwa 2 Stunden Wartezeit war er dann endlich dran, nachdem er einen Kandidaten nach dem anderen betreten, teilweise sogar heulend, aus dem Büro hatte kommen sehen.
 
Als er aufgefordert wurde, einzutreten, nahm er sofort hinter der Tür die beste Haltung an, zu der er fähig war und versuchte, stramm zu salutieren.
 
„Machen Sie sich nicht zum Kaspar, Mann! Aus Ihnen wird nie ein ordentlicher Soldat.
Aber ich habe noch etwas Hoffnung bei Ihrer neuen Vorsetzten.“
 
„Sie meinen…?“
 
„Sehen Sie zu, daß Sie morgen früh nicht das Shuttle verpassen.
Ich war allerdings erstaunt, daß Sie tatsächlich mit hervorragenden Leistungen abgeschlossen haben, wie mir das Testkommitee berichtete.
Verschwinden Sie! Ich habe noch zu tun.“
 
 
==========  Am nächsten Morgen etwa gegen 11 Uhr Standardzeit  ==========
 
Howy stand neben Mort und Beide betrachteten das Bild, das sich vor ihnen aufbaute.
Es war schon beeindruckend, wie sie da lag.
 
„Ist sie nicht wunderschön?“ stöhnte unser Navigator.
 
„Wie kann ein Schiff ‚schön‘ sein? Das ist nur eine Sache. Ein Ding. Eine Hülle. Und der Rest ist Technik.“
Von Romantik hatte Mort keinerlei Ahnung, wie Howy mal wieder feststellte.
Für den zählte nur Effektivität im Job. Sonst nichts.
 
Howy fragte sich, ob er noch andere Crewmitglieder der alten Picard treffen würde, und wie es wohl unter dem Kommando von Sareth T’Khellian sein würde.
Ein wenig erschauern tat es ihm bei der Nennung des Namens der XO. Commander Ellini Langtsar.
Die geflüsterten Geschichten über diese Dame hätten ganze Bibliotheken füllen können.
Da würde er vielleicht der Empfehlung dieses Bärbeißers Folge leisten sollen und Haltung üben.
 
 
Das Shuttle dockte an der Picard an und Howy schulterte seinen Seesack, ein uraltes Erbstück, das schon viele Generationen seiner Vorfahren an Bord ihrer Schiffe genutzt hatten.
Sein Großmuttchen, das tränenreich von ihn Abschied genommen hatte, hatte ihn noch mit Tonnen selbstgebackener Kekse gefüllt, und auch das Dorf hatte sich nicht lumpen lassen, ihn mit Schinken, Würsten und Bier zu versorgen, damit er die ersten Tage überleben würde.
Er hatte fast keine persönlichen Sachen mitnehmen können, wobei allerdings das Meiste davon eh in dem neu errichteten ‚Hohardus Edzardus Museum für Raumfahrt‘ gelandet war. Und eine Straße war auch noch nach ihm benannt worden. Da kam er nicht drum herum.
 
Gleich nach der Luftschleuse gab es einen Tisch, an dem eine recht ansehnliche junge Dame saß und nach intensiver Identifizierung eines Jeden, ihnen ihre Quartiere zuwies.
Und so zog er in sein Quatier, das, genau wie auf der alten Picard, ebenfalls direkt neben seiner Abteilung lag. Allerdings war es erheblich größer und komfortabler als das alte, aber er hätte auch mit einem Loch vorlieb genommen, wenn das diesen Job bedeutet hätte.
 
Er war irgendwie tatsächlich zuhause.
Die Zukunft konnte kommen.

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  Das Athean Komplott / Log 3 / LaSalle / NPC
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Mar-Sun-2020, 05:38 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: Dann wollen wir einmal etwas "Sozialproblematik-und romantik" einbringen.

RPG:
 
USS Picard-B / Strategielabor
Zeit: Später Abend des ersten Tages.

So wie es ein astrometrisches Labor an Bord der Picard- B gab, so gab es ein „Strategielabor“ offiziell als „Lageraum“ bezeichnet, an Bord des neuen Schiffes. Und dieser Raum war LaSalles Reich. Er analysierte alle verfügbaren Daten, beurteilte die Lage und gab seine Einschätzung dann an Admiral t´Khellian weiter. Zu diesem Zweck waren in dem Raum ein umfangreiches System an Signalanalysatoren, taktischen und strategischen Datenbanken und Zugriffsmöglichkeiten auf die Strategieberichte der Sternenflotte und des diplomatischen Corps bis hinauf zu Level 12 konzentriert. Hinzu kamen noch LaSalles eigene Zugriffe als hoher Offizier der DIA auf die entsprechenden Systeme. Hier konnte LaSalle nun das tun, was er am liebsten tat: Schlüsse ziehen und daraus Strategien entwickeln.
Und dies konnte äußerst interessant sein. Zumal bei einer Person wie Gouverneur Edwin Cairncross.
Auf dem Zentralholo der Analyse-Konsole schwebten die Daten zu Cairncross wie in einer Wolke. LaSalle verschob sie mit der Hand, ordnete sie zueinander, gewichtete sie und bekam dennoch kein klares Bild.
Cairncross war bisher zwar ein kritischer, aber loyaler Politiker. Er war ein fast fanatischer Gegner der SFP, er hatte sich dafür eingesetzt, dass die Sternenflotte wieder zu einem Werkzeug der Forschung werden würde, ja er war sogar ein Unterstützer der neuen Präsidentin gewesen. Warum also jetzt dieser plötzliche Schwenk zu einer Art von Totalopposition? Zumal seine Ziele ja nicht ganz klar waren. Einmal sprach er von einem Anschluss an das romulanische Reich, dann wieder von einem Zusammenschluss mit der VHU und zuletzt von der Bildung einer eigenständigen „Athean-Föderation“. Also ein völliges Wirrwarr. Eine Analyse der wirtschaftlichen Situation des Sektors lieferte auch keine Anhaltspunkte. Von Vernachlässigung durch die Föderation, oder dem Abwandern von Industrien gab es keine Spuren. Gab es etwas im taktischen Bereich?
Der Sektor hatte, wie mittlerweile viele Sektoren eine, von der Sternenflotte teilautonome Sektor-Sicherheitsflotte, die Sector-Security-Force SSF. Und wie bei vielen anderen Sektoren auch, bestand diese Flotte hauptsächlich aus älteren und leichteren Schiffstypen. Die SSFs wurden hauptsächlich gegen Piraten und einige der größeren Verbrecherorganisatoren eingesetzt und entlasteten dadurch die FLEA und die Sternenflotte. Obwohl es nur noch wenige Raumpiraten gab, denn das Geschäft lohnte sich eigentlich nicht mehr. So mancher Gouverneur benutze die SSFs auch, um zu zeigen, wie sicher sein Sektor wäre und wie hart er durchgreifen konnte.
Beim Athean-Sektor war das nicht viel anders. Die SSF des Sektors bestand aus 25 Schiffen der Steam-Runner und Miranda-Klasse. Und bemerkenswerter Weise aus 2 Ferengi-Kreuzern der Marauder-Klasse. Aber sonst gab es keine Besonderheiten. Die Sicherheitslage war äußerst stabil und ruhig. Gab es hier andere Faktoren? Lasalle rief sich die Sektor-Karte auf. Auch hier gab es nichts von Bedeutung.
Wie auch immer, in wenigen Stunden würde die Picard-B das Dock verlassen und Admiral t´Kellian benötigte wenigstens noch einen kleinen Anhaltspunkt vor ihrer „Antrittsrede“ an die Crew. LaSalle beschloss, ein wenig auf der Brücke auf Informationsfang zu gehen.

-------------------------------------------------------------------------
 
 
Ortswechsel / USS Picard-Brücke
 
Auf der Brücke war es ruhig. Die Abendschicht ließ die letzten Simulationsprogramme durchlaufen, Man wollte schließlich vermeiden, dass der Picard-B das gleiche Schicksal zustieß, wie der Original-Picard.
Howy gähnte und beobachtete mäßig interessiert, wie LaSalle scheinbar mit jedem Mitglied auf der Brücke ein kurzes Schwätzchen hielt, ihm eine gute Nacht wünschte und zum nächsten Crewmitglied ging. Nach 20 min. kam LaSalle bei Howy vorbei geschlendert, fragte ihn nach Details seiner derzeitigen Arbeit und wie er sich so fühle. Howy fand das irgendwie merkwürdig aber sehr angenehm, dass sich jemand wie LaSalle, immerhin Interimsleiter der DIA, mit ihm über die Arbeit eines CoN unterhielt. Howy wollte gerade über einige speziell Navigationsprobleme während seiner Reise mit der Picard berichten, als hinter den beiden, wie aus dem Boden gewachsen, plötzlich Commander Langtsar erschien.

CL: Ähem.

LaSalle drehte sich zu der XO herum.

LS: Guten Abend Commander. Ich habe Sie gar nicht kommen hören.
CL: Das war auch der Zweck der Übung. Darf ich fragen Sir, was Sie hier tun?
LS: Sie dürfen fragen, Commander. Im Rahmen meiner Aufgaben als Schwarzseher ähm strategischer Berater an Bord, besorge ich Informationen für die Lageanalyse.
CL: Und ist es zum Gewinnen dieser Informationen notwendig, meine Crewmitglieder bei ihrer Arbeit zu stören?
LS: Commander, wir befinden uns noch immer im Dock.
CL: Das Sir, ist mir nicht entgangen. Es ist jedoch so, dass hier wichtige Vorarbeiten für den Start geleistet werden. Und hierzu benötigen die hier anwesenden Personen ihre volle Konzentration. Ich muss also, bei allem notwendigen Respekt Sir, darauf bestehen Sie, dass Sie in Zukunft ihre Informationen von den Ihnen ohnehin zuständigen Quellen beziehen.
 
Commander Langtsar wies mit dem Kopf auf den Ausgang der Brücke.

LS: Ich verstehe.Nun, es ist Ihr Job, Commander, für die korrekten Abläufe zu sorgen.
CL: In der Tat, das ist es. Guten Tag.
 
LaSalle grinste teuflisch.

LS: Auch Ihnen einen guten Abend.
 
Dann verließ der Commodore die Brücke.
Howy hätte jetzt eigentlich ein Donnerwetter von LaSalle erwartet. Zwar kannte er den Commodore nicht persönlich, aber immerhin war der Mann Commodore und damit weit über einem Commander. Aber LaSalles Grinsen verhieß nichts Gutes.

Ho: Autsch.
 
Der Mann an der Com, ein alter Saipan-Veteran, nickte.

Co: Nicht gut, gar nicht gut. Die 2 werden kein Traumpaar mehr.

Das hatte die XO wohl mit bekommen. Sie kochte innerlich. und fauchte die beiden Offiziere mit einer schon klassischen Frage an:

CL: Haben Sie beide nichts zu tun?
Ho: Doch Mam.
CL: Na los, dann machen Sie!
 
Die XO rauschte von der Brücke.
---------------------------------------------

Ortswechsel: USS Picard-B / Strategielabor
Zeit: 20 min. später.

LaSalle hatte sich die letzten 20 min. mit einem Mitarbeiter der Astrometrie über dem Athean-Sektor unterhalten und schlenderte jetzt zum Strategielabor zurück. Zu seiner Verblüffung fand er die Tür offen vor. Und zu LaSalles noch größerer Verblüffung stand vor seinem Schreibtisch, wie eine Statue, Commander Langtsar.

LS: Commander, was verschafft mir das Vergnügen Ihres Besuches?
CL: Bevor Sie fragen Sir, ich habe meinen Authorisationscode benutzt, um die Tür zu öffnen. Ich habe mich jedoch nicht Ihrem Schreibtisch genähert.
LS: Die offene Tür ist mir nicht entgangen, Commander. Wollen Sie etwas trinken?
CL: Nein Sir.
LS: Dann nehmen Sie bitte Platz.
CL: Ich stehe lieber, Sir.
LS: Auch gut.
 
LaSalle zuckte mit den Schultern und setzte sich in seinen Sessel.
 
LS: Also, ich bin ganz Ohr!?
CL: Darf ich frei sprechen?
LS: Sicher!
CL: Was bei allen dunklen Himmeln treiben Sie auf meiner Brücke?
LS: Erstens ist es nicht Ihre Brücke und zweitens weiß ich nicht, was Sie meinen.
CL: Hören Sie doch auf. Sie fragen meine Offiziere aus, anstatt sich die Daten aus meinen Berichten zu ziehen. Sie scharwenzeln auf der Brücke herum. Sie fragen alles Mögliche ab. Aber Sie fragen nicht mich.
LS: Sie hätte ich auch noch angesprochen, Commander.
CL: Ich habe ganz entschieden das Gefühl, dass Sie gegen mich eingenommen sind.
LS: Warum sollte ich das sein?
CL: Neiden Sie mir meine Position?
LS: Warum sollte ich das?
CL:Nein, Sie sind scharf auf den Sessel in der Mitte. Scharf auf die Position als CO dieses Schiffes. Und Sie sehen mich als Konkurrentin an, weil Sie an Admiral t´Khellian nicht vorbei kommen. Ist es das?
LaSalle grinste.
LS: Sie haben tatsächlich recht, Commander. Ich bin auf eine Position scharf.
CL: Ich wusste es. Sir, das ist schäbig. Sie als Commodore…
LS: Ich werde ungern unterbrochen, Commander. Ja, ich bin auf eine Position scharf. In einem bestimmten Sessel. Nämlich in meinem bequemen Sessel zu Hause auf meiner Veranda. Ich habe alle diese Weltraum-Partys bereits hinter mir.
CL: Schutzbehauptung!
 
LaSalle blickte in seinen Teebecher.

LS: Jetzt bin ich enttäuscht von Ihnen. Ich hätte von Ihnen mehr erwartet.
CL: Pah!
LS: Ja von Ihnen. Von jemandem, der eine solch brilliante, historisch perfekte Analyse des Krieges im Phileila-Sektor geschrieben hat. Eine Analyse, bei der beide Parteien die Prügel bekommen, welche sie verdienen.
 
Im Holo schwebte jetzt der Text eines Aufsatzes:
 
Die Phyleila-Sackgasse.

Eine historische Analyse eines klassischen Mythos von Täter und Opfer

Von:
Ellini Langtsar
 
Commander Langtsar wurde hochrot im Gesicht.
 
CL: Wo haben Sie das her? Wie konnten Sie es wagen, ohne ,meine Erlaubnis…
LS: Sie sollten ein wenig vorsichtiger beim Versenden von Dateien sein, Commander. Das File mit Ihrer Ausarbeitung hing an den Berichten an, welche Sie an mich und Admiral t´Khellian gesandt haben. Und da wir bei Ihren Berichten sind. Der fachliche Teil ist Bestens. Sie verstehen Ihr Fach als XO. Aber die Randbemerkungen und vor allem die Einträge in den Dienstakten. Sie haben bei 15 Personen Einträge durchgeführt. Zum Beispiel: Ist zu dick, sollte abnehmen. Oder: Soll sich Haare schneiden lassen. Mein Favorit ist aber: Plappermaul. Diese Einträge müssten Sie mir einmal erklären.
CL: Wir sind hier beim Militär. Und da gelten nun einmal einheitliche Regeln!
LS: Das ist nun wirklich eine Schutzbehauptung, Commander. Ich habe mir Ihre Personalakte angesehen. Sie waren XO auf der USS Wolf, einem Träger der 3. Flotte. Das ist Militär. Hier sind wir bei der 1. Flotte und hier geht es um Forschung.
CL: Flotte ist Flotte. Aber eventuell verstehen Sie das ja nicht, nach 10 Jahren Schreibtisch.
LS: Ich frage mich gerade, warum Sie so verbittert sind. Ist es, weil Sie in den letzten 5 Jahren 3mal für ein Kommando vorgesehen waren und jedes Mal abgelehnt wurden? Immer mit der fadenscheinigen Begründung, dass Ihr Vater Kommandant eines phyleilanischen Kreuzers war und Ihre Loyalität zu Sternenflotte daher unsicher? Ist es das?
CL: Sie wissen nichts. Gar nichts.
LS: Wollen Sie nicht doch einen Tee?
CL: NEIN!
LS: Nicht? Auch gut
CL: Was können Sie schon wissen über den Krieg?
LS: Schon vergessen, ich war dabei. Und außerdem haben wir den Krieg nicht begonnen.
CL: Siegerplatitüde. Die Föderation hat uns platt gemacht.
LS: Ja und dann wieder aufgebaut.
CL: Pah.Und unserern Stolz endgültig vernichtet. Wir sind nur noch Abziehbilder der Föderation.
LS: Wenn die Föderation so schrecklich ist, warum sind Sie dann zur Sternenflotte gegangen? Die Farbe der Uniform kann ja wohl nicht der Grund gewesen sein.

Commander Langtsar schwieg.

LS: Keine Antwort ist auch eine Antwort. Commander ich will Ihnen eines sagen: Ja, den Platz in der Mitte muss man sich hart verdienen. Und wenn man ihn erst einmal inne hat, dann wünscht man sich allzu oft, man hätte sich nie auf diesen Sessel gesetzt. Aber wenn man ihn sich verdient hat und bekommt ihn ungerechtfertigter Weise immer noch nicht zuerkannt, dann muss man noch härter arbeiten, um den Idioten in der Personalabteilung keine Möglichkeit mehr zu liefern einem links liegen zu lassen. Nur das hilft.
Was aber nicht hilft, ist wie ein trotziges Kind mit dem Fuß aufzustampfen und den harten Hund zu spielen. Das bringt einem nicht weiter.
CL: Spielen Sie jetzt hier Aushilfs-Counselor?
LS: Sie können meinen Rat annehmen Commander, oder es bleiben lassen. Jedoch rate ich Ihnen, durch Ihr Verhalten nicht diese Mission zu gefährden.
CL: ICH werde die Mission NICHT gefährden.
LS: Sehr schön Commander. Dann sind wir uns ja wenigstens in diesem Punkt einig. Ich will Sie dann nicht länger von Ihrer Arbeit abhalten. Ich habe die Ehre, Ihnen einen guten Abend zu wünschen.

Commander Langtsar salutierte zackig, dann wollte sie aus dem Büro eilen.

LS: Noch etwas, Commander. Nur eine Kleinigkeit. Wagen Sie es nicht noch einmal, ohne meine Erlaubnis, dieses Büro zu betreten, wenn ich nicht anwesend bin. Sonst werden Sie es bitter bereuen, Commander.
CL: Ist das eine Retourkutsche für die Szene auf der Brücke, Sir?
LS: Nein, ein guter Rat.

Langtsar musste jetzt doch schlucken, dann drehte sie sich um, stürzte förmlich davon und rannte dabei fast  Sareth um, welche gerade den Gang herunter kam.

Sa: Commander?
 
Die XO salutierte zackig, dann floh sie förmlich den Gang herunter. Sareth betrat mehr als verdutzt, das Strategielabor.
 
Sa: Was bei allen Elementen war das denn?
 
-----------------------------------------------------------------

Ortswechsel:
USS Picard-B / Gang AA38 Richtung Brücke.

Commander Langtsar fluchte innerlich. Das wäre fast schief gegangen. Sie rannte um eine Biegung und wurde plötzlich und unsanft in einen Raum gezerrt. Die XO wirbelte kampfbereit herum, dann erkannte Sie den Angreifer.

CL: Mervin Albras, was bei allen Himmeln soll das?
 
Ein Phyleilaner, in der Uniform eines Lt. des med. Dienstes grinste sie an.

MA: Hast Du Dich erschreckt, Schwesterchen?
CL: Wie oft soll ich es Dir noch sagen: Wir sind nicht verwandt.
MA: Doch, das sind wir. Im Geiste.
CL: Was treibst Du hier? Du hast doch die C- Schicht?
MA: Sozialzeit. Ich musste mal.

Mervin wurde schnell ernst.

MA: Was bei allem Teufeln des Himmels hattest Du bei LaSalle zu suchen?
CL: Ich hatte gehofft, irgendwelche Infos zu finden.
MA: Bist du wahnsinnig geworden? Ausgerechnet bei LaSalle. Der Kerl kommt von der DIA.
CL: Der Kerl nervt.

Langtsar blickte scheinbar geistesabwesend auf die Tür, den Rücken Mervin zu gewandt.

MA: Und mich nervt deine Unvorsichtigkeit. Wenn LaSalle von der Sache Wind kriegt, bist Du fällig. Der nimmt Dich auseinander und baut Dich wieder zusammen, wie es ihm beliebt. Und wenn Admiral t´Khellian davon erfährt. Sie hat Verwandte und Bekannte in der Galae und wohl auch beim Tal Shiar. Und abgeblich hat Sie sogar Kontakte zu DeRaaf. Wenn er von der Sache erfährt, dann können wir nicht nur unseren Plan vergessen. Dann sind wir alle Toast.
CL: Unser Plan, unser Plan. Verabschiede Dich endlich einmal von deinem Hirngespinst, Phyleila wieder auferstehen zu lassen. Es gibt kein mächtiges Reich mehr. Das haben unsere Eltern an die Wand gefahren. Und es wird auch nie wieder ein phyleilanisches Reich geben.
MA: Dann denke wenigstens an unseren Schwur. An unseren Blutschwur. An unsere Rache.
CL: Blutschwur. So ein Blödsinn.Ich habe nichts geschworen Ich will nur dieses Schwein finden. Aber dazu müssen wir erst einmal dort hin gelangen.
MA: Dann übertreibe es nicht. Ich rate Dir, die Sache nicht zu gefährden.
 
Langtsar reagierte unglaublich schnell,wirbelte herum packte Albras am Hals und schmetterte ihn gegen eine Schottwand.

CL: DU IDIOT! Das werde ich mir nicht ein zweites Mal anhören. ICH werde die Mission NICHT gefährden! Wenn DU es aber tust, bist DU Toast, ist das klar, Phasergehirn?

Albras rappelte sich mühsam auf.
 
CL: Heb Deinen verdammten Arsch hier raus, „Brüderchen“ und begib Dich wieder auf deinen Posten. Bevor jemand Dich vermisst.

Albras stolperte aus dem Raum.
Langtsar brauchte eine Weile, um sich zu beruhigen. Nein, so hatte sie sich das Ganze nicht vorgestellt. Sie ordnete ihre Uniform und trat dann wieder auf den Gang hinaus.

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  Das Athean Komplott / Log 2 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Mar-Fri-2020, 07:54 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard-B / Brücke / Kurz vor Sareths Ankunft
 
LaSalle schlenderte gemächlich aus dem Turbolift. Er musste sich eingestehen, dass er die Geräusche, das tieffrequente, fast nur im Unterbewusstsein wahrnehmbare Geräusch der Lüftung und die Gerüche, jene undefinierbare Mischung aus trockenem Staub und frischer Farbe, in den letzten Jahren vermisst hatte. Das leise Stimmengewirr, jenes fast nicht hörbare Knistern, wenn sich Statusholos entfalteten. Jene Subtilität der Geräusche einer in Betrieb befindlichen Brücke eines Raumschiffes, kurz vor einem Missionstart.
Und in diese Subtilität schnitt nun, wie eine Axtklinge in einen Holzscheit, eine scharfe Frauenstimme. Das war etwas, was LaSalle nun ganz und gar nicht vermisst hat. Die Stimme gehörte zu Commander Ellini Langtsar, der neuen XO des Schiffes.Die XO war eine typische Phyleilanerin: Hochgewachsen, schlank, Militär durch und durch und mit einem äußerst cholerischen Charakter ausgestattet. Ihre Uniform saß mit einer geradezu erschreckenden Präzision an ihrem Körper. Ihr Spitzname „Lady Lightning“ passte gut zu ihr, da sie gerade ein Donnerwetter über ein Crewmitglied vom Stapel liess. Das war nicht gut, schon gar nicht auf der Brücke. LaSalle beschloss, sich der Sache anzunehmen.
Commander Langtsar hatte sich ausgerechnet Howardus Edsardus, den CoN des Schiffes als Opfer ausgesucht.

CL: Und wenn ich Ihnen sage, dass diese Einheit funktioniert, dann funktioniert sie.

Howy war empört.
 
Ho: Bei allem notwendigen Respekt Mam, aber diese Holoeinheit muss erst noch einmal auf mich kalibriert werden. Sonst sehe ich alles doppelt.
CL: Bei anderen Crewmitgliedern funktioniert das auch ohne vorhergehende Einmessung. Sie haben wohl die letzten paar Jahre hinterm Mond verbracht?
Ho: Wenn Sie wüssten, Mam.
CL: Hier gibt es keine Extrawürste. Ich werde Sie..
 
LaSalle räusperte sich.
 
LS: Ähem..
CL: Was wollen Sie? Sie sehen doch ich bin…
LS: Diesen Ton bin ich nicht gewohnt, Commander.
CL: Oh Commodore LaSalle, ich habe Sie nicht erkannt, Sir.
LS: Sie haben offensichtlich eine Meinungsverschiedenheit mit unserem Chefnavigator?
CL: In der Tat, die habe ich, Sir.
LS: Und worum geht es?
CL: Mr. Edzardus gibt an, dass seine Enviro- Holoeinheit erst noch einmal auf ihn kalibriert werden müsse, sonst sähe er alles doppelt.
LS: Und wo ist das Problem?
CL: Bei anderen Crewmitgliedern funktioniert das auch ohne vorhergehende Einmessung.
LS: Mr. Edzardus, ist die nicht auf Sie angepasste Einstellung ein großes Problem bei der Navigation, hindert Sie also, an der Erfüllung Ihrer Aufgaben als leitender Navigator an Bord?
Ho: In der Tat Sir, das ist ist ein Problem.
LS: Nun, ich sehe kein Problem darin, diese Problem aus der Welt zu schaffen, Commander. Lassen Sie bitte diese Einheit neu kalibrieren.
CL: Dann verstehe ich nicht Sir, warum bei anderen Crewmitgliedern die Holo-Einheiten ohne Kalibrierung arbeiten.
LS: Das verstehe ich auch nicht, aber hier ist es offensichtlich der Fall, dass das System eben nicht so arbeitet, wie es soll. Also bitte lassen Sie es neu einstellen, damit wir uns um andere Dinge kümmern können. Mr. Edzardus, Sie, ich usw.
CL: Bei allem notwendigen Respekt, Sir. Aber die Crew dieses Schiffes ist eine Enheit, eine verschworene Gemeinschaft. Da gibt es für niemanden Extrawürste. Wir alle müssen funktionieren wie eine Maschine, damit wir Überleben. Was für alle gilt, gilt für alle, da darf niemand aus der Reihe tanzen. Auch nicht beim kleinsten Detail, Sir.
LS: Commander Langtsar, das haben Sie sehr schön ausgedrückt. Und bei einem Kampfeinsatz stimmt dies alles. Aber wir hier sind hier an Bord eines Forschungsschiffes und nicht in einem Schützengraben. Wir kämpfen derzeit nicht ums Überleben, sondern allenfalls mit nicht korrekt eingestellten Systemen. Ihre Einstellung zum Dienst in allen Ehren Commander, aber man sollte bei der Beachtung von Details mit Augenmaß arbeiten, sonst läuft man all zu gerne Gefahr, den Überblick über das Gesamte zu verlierem.
CL: Ist das ein Befehl, Sir?
LS: Nein ein Rat. Ich spreche da aus Erfahrung. Ein Befehl ist es aber, dass Sie Mister Edzardus Holo-Einheit in Ordnung bringen lassen. Danke.
 
LaSalle nickte Howy zu und begab sich Richtung Transporterraum
Commander Langtsar wandte sich, sichtlich erzürnt, an Howy.

CL: Sie haben doch den Commodore gehört! Lassen Sie den Schrott reparieren und kommen Sie mir nicht mehr unter die Augen damit. Sie haben die Brücke.Ich bin im Maschinenraum.
 
Die XO rauschte zum Turbolift. Howy musste grinsen, Sicherlich bedauerte die XO es, dass man die Lifttüren nicht zu schlagen konnte.

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  Das Athean-Komplott MISSIONSSTART
Geschrieben von: Sareth - Mar-Thu-2020, 10:14 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: Charlie wollte nicht mitschreiben, da der Chara und Howie doch sehr ähnlich sind.

RPG:
*** Erde / San Francisco / Apartment von Admiral T'Khellian ***

Ich blickte auf den altmodischen Papierumschlag in meinen Händen, der gerade auf ebenso altmodische Art durch einen Kurier überbracht worden war. Der Absender signalisierte mir das Oberkommando der Sternenflotte. Der Inhalt versetzte mich einen Moment später in Erstaunen...
Nach dem überraschenden Gespräch unter zwei Augen mit der Präsidentin vor drei Tagen hatte ich damit gerechnet, einen diplomatischen Sonderauftrag zu erhalten. In den Athean-Cluster, dessen Gouverneur mit Sezession und einer Angliederung an das Romulanische Reich drohte. Da brauchte man natürlich jemanden wie mich, der für Rihannsu-Freunde ebenso glaubhaft war wie für die Föderation. Das hatte mir eingeleuchtet, und ich hatte mich der Präsidentin und dem Oberkommando zur Verfügung gestellt. Aber das hier...! Das war mehr als unerwartet!

"Was ist es?" rief Charlie von drinnen und ich trat mit dem Brief zurück in unser Apartment.

"Sie haben mir das Kommando übertragen."

"Über den Athean-Sektor?!" Er sah von seinem Arbeitsplatz auf, über dem mehrere Hologramme seines derzeitigen Forschungsprojektes schwebten.

"Nein, über die Picard-B."

"Die Picard-B?" Er sprang auf und trat auf mich zu. "Das ist ja unglaublich!"

"Ich kann es auch kaum fassen! Sie lassen mich fast zwanzig Jahre einen Schreibtisch kommandieren... ich habe mich mit Ressourcenverteilungen, Personalplänen, Anträgen und endlosen Sitzungen herum geschlagen... und jetzt..." Jetzt bekam ich tatsächlich die Möglichkeit, wieder DA DRAUSSEN etwas zu bewegen, unterwegs zu sein, um unbekannte Welten zu erforschen oder die Belange bekannterer zu regeln! Ich musste zugeben, ein wenig fühlte ich mich wie ein Gefangener, dem gerade vorzeitige Entlassung verkündet wurde. Natürlich war das nicht gerecht. Ich hatte einen wichtigen Posten ausgefüllt, ich hatte mehrere Projekte des Exploration Council durchgesetzt. Aber dennoch...! Ein neues Kommando. Und die Picard-B! Aber das bedeutete auch...

"Dann werden wir auf unbestimmte Zeit getrennt sein, Charlie."

"Aber wir sind ja keine Teenager mehr. Wir können eine Beziehung auch über Lichtjahre hinweg aufrecht erhalten. - Nein, denke nicht eine Sekunde darüber nach, dieses Kommando abzulehnen!"

"Oha, du bist froh, wenn deine Frau aus dem Haus ist oder?" rief ich mit gespieltem Zorn.

"Natürlich. Dann kann ich endlich mit meinen Forscherkollegen bis früh hier zusammen sitzen und arbeiten, fluchen und Raktajino trinken! Wir sind gerade kurz vor dem Durchbruch mit dem neuen Projekt. Nein, im Ernst. Ich bin ja nicht umsonst aus der Flotte ausgetreten und in die zivile Forschung gegangen. Außerdem bin ich  allmählich zu alt für explodierende Konsolen und Ereignishorizonte hautnah."

"Na hör' mal!" Ich knuffte ihn in die Seite. Dann standen wir einen Moment lang schweigend und aneinander geschmiegt in unserem Wohnbereich.

"Wann soll es losgehen?" fragte Charlie schließlich.

"In einer Woche."

"Gut, dann haben wir noch einige Tage Zeit für einen kleinen Urlaub! Rasch, lass uns packen!"

....

*** Eine Woche später / USS Picard-B / Transporterraum ***

Der Eindämmungsstrahl gab mich auf der Transporterplattform frei und ich spürte jenes besondere Kribbeln in der Magengegend wie ein Kind bei seinem ersten Schultag. Mein Schiff! Für weitere enthusiastische Gefühle blieb mir keine Zeit. Rufus LaSalle kam mir entgegen und ich trat hinunter auf den blaugrauen Teppichboden des Transporterraumes.

"Willkommen an Bord, Sareth!" Mein ehemaliger CoS und ehemaliger Interimsleiter der D.I.A. war etwas rundlicher um die Taille geworden und der Haaransatz hatte sich weiter nach hinten verschoben. Ansonsten aber war er ganz der Alte. "Sie haben sich kaum verändert!"

"Keine Schmeicheleien - wir sind nicht mehr im Oberkommando!"

"Nun, ich muss es wissen, schließlich habe ich mir vor ein paar Tagen neue Linsen einsetzen lassen." Er lächelte sein unnachahmlich hintergründiges Lächeln. "Damit mir nichts mehr entgeht. Besonders nicht auf dieser Mission."

Ich nickte dem Transporterchief am anderen Ende des geräumigen Areals zu, eine junge dunkelhäutige Frau, dann folgte ich Rufus durch die Tür. "Ist die übrige Crew schon an Bord?"

"Ich habe Ihnen die kompletten Akten auf Ihr Terminal im Büro leiten lassen - aber wahrscheinlich kennen Sie die meisten schon. S'Tok von Vulkan ist unser Chefingenieur. Hervorragende Referenzen. Nach Captain Sodran war er das Beste, was wir bekommen konnten, und Sodran war außerhalb aller Reichweite. Dem CMO sind Sie ja auch schon über den Weg gelaufen, habe ich gehört."

"Ja, ein Zevarroide. Wird interessant werden."

"Solange ich nicht krank werde sicher. - Dann haben wir noch einen alten Bekannten von der ersten Picard, den Sokar uns empfohlen hat: Navigator Hohardus Edzardus."

"Was ist mit dem ersten Offizier? Haben wir Karen Valkovich durchbekommen?"

LaSalle schnaufte. "Leider nein. Das Oberkommando hat uns eine Phyleilanerin aufgedrückt. Im Zeichen von good-will und Inklusion und derlei Sprüchen."

Die Art, wie er das sagte, machte mir klar, dass die beiden schon aneinander geraten sein mussten. Ich war gespannt auf die Akte der Dame!

"...ansonsten haben wir an alten Bekannten noch Mort Caldred als Ihr Sicherheitschef."

Mort Caldred! Nun, dann hatte ich wohl einen ganz persönlichen Leibwächter, denn seit der Sache damals auf der Saipan fühlte er sich mir nach seinem Ehrenkodex besonders verpflichtet. Ich hoffte nur, das würde nicht zu irgendwelchen Gewissenskonflikten führen...

...

*** Büro von Admiral T'Khellian ***

Dies war also nun mein neues Büro. An Bord der Picard-B! Ich sah mich in dem ovalen Raum um, an dessen rechter Seite sich eine kleine Besprechungslounge, geschmückt mit einer Grünpflanze, öffnete. Der Tür gegenüber stand mein Schreibtisch aus transparentem Aluminium. Ich setzte meinen Koffer auf einen der Sessel in der Lounge, entnahm ihm zwei Holofotos von Charlie und mir und von meinem Sohn in Uniform der Galae und platzierte sie auf dem kahlen Schreibtisch.
Dann aktivierte ich den Kommandozugriff und die Sicherheitsclearance des Terminals und schaltete das Licht in eine angenehmere Farbtemperatur. Der erste Tag an Bord konnte beginnen!

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  Sezession! Sezession? Log 1
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Mar-Fri-2020, 12:13 PM - Forum: *** UFP *** - Keine Antworten

Athean Sektor / Athean Prime / Sillian City / Büro des Gouverneurs
 
Es war ein typischer Frühlingsnachmittag auf Athean Prime. Die Sonne schien vom Himmel, die Bevölkerung flanierte in den ausgedehnten Parkanlagen am Strand der Meeresbucht, im Yachthafen lagen einige Solarsegler und keine Wolke am Himmel störte den Blick auf die riesigen, orbitalen Dock-und Hafenanlagen, denen dieser Planet seinen Wohlstand verdanke. Den Hafenanlagen und auch den rohstoffreichen Monden um die 3 Planeten des Athean-Systems.
Der Athean-Sektor war hauptsächlich von Terranern, kurz nach dem Krieg gegen das Dominion, besiedelt worden. Athean  Prime selbst war eine reiche Welt. Sie gehörte zu den wohlhabendsten Planeten innerhalb der Föderation und der gesamte Sektor, mit seinen 38 Systemen und insgesamt 28 Milliarden Bewohnern lag in seinem Einkommen nicht weit hinter solchen „Kraftwerken“ der Föderation wie dem Sol-System oder dem Menkalinan-Cluster.
Doch so hell die Sonne vom Himmel strahlte, so finster waren jene Gedanken, welche die Stimmung im 120. Stockwerk des Sektorregierungs-Gebäudes verfinsterten.
Edwin Cairncross Hand wischte durch das Kontroll-Holo der Ambientergelung seines Büros. Das riesige Panoramafenster, mit Blick auf die Strandpromenade und den Strandpark wurde dunkel. So dunkel wie Cairncross Stimmung.
Gouverneur Edwin Cairncross war ein Vorzeige-Politiker: Mitglied der konservativen Partei FCM, skandalfrei, Förderer von Kunst und Kultur und zweifacher Familienvater. Kurzum ein Mensch, der von seinen Wählern geliebt und von der Presse, speziell von INN, eher gemieden wurde. Er war eben recht uninteressant gewesen. Bis vor ein paar Tagen. Da hatte er die neue Präsidentin der Föderation offen kritisiert und ihre Pläne zur Reform der Föderation als „unausgegorenen Blödsinn“ bezeichnet. Nun war die FCM noch nie ein Freund des Parteiprogramms der Federation Progress Party der Präsidentin gewesen, aber Cairncross Kritik war allgemeiner gewesen. Er bemängelte die Struktur der Föderation als Ganzes. Und gerade hatte ihm sein Sekretär, Ovid Warner neue Munition geliefert.
Cairncross Faust schlug krachend auf die Tischplatte des Schreibtisches.

EC: Das ist eine Ungeheuerlichkeit. Glaubt diese Präsidentin denn, die Föderation wäre ihr Privateigentum?

Warner nickte langsam.

OW: Sie haben ja schon immer gesagt, dass es in der Föderation keine Gerechtigkeit zwischen den Sektoren gibt. dass dem Phileila-Sektor Geld in den Hintern geblasen werde“ während einer der ältesten und bevölkerungsreichsten Sektoren der Föderation einfach vergessen wird. Subventionen bleiben aus, Mittel werden gestrichen und die Infrastruktur zerfällt immer schneller. Dies führt natürlich zur Abwanderung der Industrie, was man auf den Zentralwelten gekonnt ignoriert. Sie pochen auf Gleichbehandlung der Sektoren und sagten, dass es vielen Sektoren eventuell im romulanischen Reich besser gehen würde, als in der Föderation und dass es vor allem für die Randsektoren Zeit sei, ihre Position innerhalb der Föderation zu überdenken.
EC: Ovid, ich weiß was ich gesagt habe. Und dieser neuste Vorschlag der Präsidentin zeigt mir, dass ich nicht zu schwarz gesehen habe. Die Regierung der Föderation, sowie die Flottenleitung nach Bajor zu verlegen, als Zeichen der Solidarität, ist selbst als Idee schon gefährlich. Die Regierung der Föderation von der Welt weg zu verlegen, auf der sie gegründet wurde. Das ist selbst als Diskussionsanstoß, so wie die Präsidentin das ausgedrückt hat, schon Sprengstoff. Wenn die Verlegung wirklich durchgeführt wird, dann wird die Föderation implodieren. Das würde bis zum Bürgerkrieg gehen. Und ich habe kein gesteigertes Bedürfnis, das zu erleben.  Es wird Zeit.
OW: Sir, Sie wissen aber schon, was dies bedeutet?
EC: Allerdings. Hoffen wir, dass es ist nicht notwendig wird, aber treffen Sie bitte alle Vorbereitungen.
OW: Jawohl Sir.
Warner verließ eiligst das Büro. Cairncross warf sich in seinen Schreibtischsessel und aktivierte eine Com-Verbindung  zu seinem Vorzimmer.
 
EC: Miss D´Abo, seien Sie bitte so freundlich und machen mir eine Verbindung zum Oberkommandierenden der unabhängigen Sektorstreitkräfte, General Hackett, sowie zum Konsulat der KMC- Händlergilde unten in der Archer-Street.

Cairncross lief ein Schauer über den Rücken. Es hatte begonnen. War es noch aufzuhalten?

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Ortswechsel:
 
Erde / San Francisco / HQ der Sternenflotte / Büro des OBH

OBH Paul Sandford war jetzt 3 Monate im Amt. Er war der Nachfolger des Interims-OBH Doktor VanDorn, eines Zivilisten. Und jetzt musste Sandford, ehem. 3 Sterne-Admiral der Flotte, diesen Sauhaufen der sich Flotte nannte, wieder auf Kurs bringen. Wieder in Richtung Forschung, weg von dem rein militärischen. Und da waren solche Dinge, wie das Wiederauftauchen der USS Picard und die Nichteinladung t´Khellians zur Willkommensfeier der Picard, nicht gerade hilfreich.
Doch am unangenehmsten war das Erscheinen jenes Mannes, welcher am Fenster des OBH-Büros jetzt stand und intensiv seine antike Nickelbrille putzte: Felix DeRaaf, Verteidigungsminister der Föderation und damit Sandfords Vorgesetzter. Und immer wenn DeRaaf sich die Brille putzte, bedeutete dies Ärger. Und was DeRaaf Sandford soeben mitgeteilt hatte, könnte den OBH evtl. in Bedrängnis bringen.

DR: Das Verschwinden der USS Tscherenkow, einen der letzten noch im Dienst befindlichen Schiffe der Galaxy-Klasse in der Nähe des Athean-Sektors zieht Kreise. Nicht nur, dass das Schiff unter dem Kommando des bekannten und beliebten Captain Jordan Hendricks steht. Sie wissen ja, dass diese Holly Hunter ihn als den fähigsten Kommandanten seit Jean-Luc Picard bezeichnet hat. Nein, unglücklicherweise  befand sich an Bord der Tscherenkow auch noch der Sohn des Außenministers
Eigentlich sollte die Tscherenkow Handelsrouten in die KMC sondieren. Doch was hatte sie dann in  der Nähe des Athean-Sektors zu suchen? Die Regierung verlangt eine Untersuchung vor Ort durch ein hochrangiges Mitglied der Flotte und durch eine äußerst erfahrene Crew.

OBH Sandford räusperte sich.

PS: Nun Sir, Admiral Cunningham könnte das übernehmen
DR: Admiral Cunningham war in die Sache mit James Mabuntu verwickelt.
PS: Ja, der Verdacht war aber unbegründet.
DR: Niemand, der mit den unrühmlichen Vorgängen der letzten Monate in Verbindung gebracht wurde, darf eingesetzt werden. Die Präsidentin war dahin gehend sehr deutlich.
PS: Ähm nun Sir, hat die Präsidentin denn einen Wunschkandidaten?
DR: In der Tat, den hat sie. Admiral Sareth t´Khellian mit samt der ehem. Crew der USS Saipan, sofern diese Offiziere noch im Dienst sind.
PS: Nun Sir, bei allem notwendigen Respekt. Aber das wird unmöglich sein. Viele der Crewmitglieder haben feste Posten, oder die Flotte verlassen.
DR: Mister Sandford, ich habe eine hohe Meinung von Ihren Fähigkeiten. Ich bin mir sicher, dass Sie dieses Problem aus der Welt schaffen werden. Im Übrigen handelt es sich dabei nicht um einen Befehl der Präsidentin an t´Khellian, sondern um eine Bitte.
PS: Ich….verstehe.
DR: Also dann, Rückmeldung innerhalb von 4 Tagen an meinen neuen Stellvertreter.
PS: Ah…wer wäre das?
DR: Oh, Sie kennen ihn gut. Raymond DeValette.
PS: Wie Sie wünschen, Sir.
 
DeRaaf nickte kurz, dann wandte er sich um zum Gehen. An der Tür angelangt, drehte er sich noch einmal zu Sanderson um.
 
DR: Bevor ich es vergesse. Die Sternenflotte hat mich in den letzten Monaten mehrfach enttäuscht. Ich möchte nicht, dass dies noch einmal geschieht. Ich glaube, wir haben uns verstanden.
 
DeRaaf verließ das Büro.

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