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  NASA Earth-Defence !
Geschrieben von: Sareth - Apr-Tue-2020, 11:38 AM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

Wie NASA versucht, die Erde vor Asteroiden zu schützen!
Sehr interessant.

https://www.facebook.com/NASA/videos/222...live_video

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  Das Athean-Komplott Log 11 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Apr-Fri-2020, 08:51 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Quartier von Admiral T'Khellian ***

 
Ich hatte einen langen Tag hinter mir, und da wir in etwa sieben Stunden in Sensorreichweite zum Sektor des Verschwindens der USS Tscherenkow sein sollten, beschloss ich, mir ein paar Stunden Schlaf zu gönnen. Obwohl ich ja erst knappe drei Tage an Bord war, fühlte ich mich in meinem Quartier schon einigermaßen heimisch. Der bordeigene Gärtner hatte eine große Camelie an meinem Kopfende platziert, deren Farbe einen wunderbaren Kontrast zu den blauen Stoffbezügen bildete. Ich holte die Bettwäsche aus dem dafür vorgesehenen Kasten, breitete alles aus und machte es mir gemütlich. Eine Weile kreisten meine Gedanken noch um die Rätsel, mit denen wir auf dieser unserer ersten Mission konfrontiert waren. Ich dachte an Charlie, dem ich aus Sicherheitsgründen natürlich nicht alles erzählen konnte... Aber dann gelang es mir doch, einzuschlafen.
 
*** Sechs Stunden später ***
 
Ich saß bei einem kleinen  Frühstück - Croissants und Kaffee - und sah mir dabei den letzten Bericht von LaSalle durch. Er hatte gründlich alles abgeprüft, was die Tscherenkow und Cairncross betraf, dabei aber nichts gefunden, was unseren Nachforschungen in irgendeiner Weise einen Aufhänger gegeben hätte. Oder etwa doch? Relativ oft kam der Phyleilakrieg im Bericht vor. Ich hatte das Gefühl, dass dort ein Anker lag... Aber natürlich konnte ich mich nicht von bloßen 'Gefühlen' leiten lassen. Also begann ich, die Phyleila-Einträge genauer unter die Lupe zu nehmen - wobei ich mein angebissenes Croissant völlig vergaß und nur ab und zu nach der Kaffeetasse angelte.
 
Das Massaker auf Tanrien IV.... wo hatte ich gerade noch darüber gelesen? Ach ja, in der Publikationsliste meiner XO. Sie hatte dort einen Bruder verloren. Und das ehemalige Crewmitglied der Tscherenkow aus der Nachrichtenabteilung - wie war sein Name? Vabin Kalatharis, ein Andorianer. Ein paar Clearancefreigaben später hatte ich festgestellt, dass es in seiner Akte einige Ungereimtheiten gab, genauer gesagt, Lücken, und dass er offenbar einen Freund in hohen Positionen hatte, der ihm half eine unehrenhafte Entlassung zu einem ehrenvollen Abschied zu 'wandeln'. Gut, das brachte mich eigentlich keinen Schritt weiter! Dennoch, Kalatharis verlegte seinen Wohnsitz in den Athean-Sektor, genauer gesagt nach Athean Prime, Sillian City....
Interessant.
 
Mein Kom-Terminal zirpte. Ich schloss die Uniformjacke, warf einen Blick in den Spiegel, ob ich präsentabel genug war, und aktivierte die Verbindung. Es war Gouverneur Cairncross persönlich!
 
+Admiral, es tut mir leid, dass ich Sie erst jetzt erreichen kann, + Cairncross war ein schlanker Mann Mitte sechzig, mit kurzem grauen Haar und gewinnenden Gesichtszügen, auf die er oft und gern sein 'Landesvaterlächeln' zu zaubern pflegte. + Ich bedaure die Unannehmlichkeiten, die das Verschwinden der USS Tscherenkow ausgelöst hat, zutiefst. Seien Sie versichert, dass ich Ihnen jede erdenkliche Hilfe bei der Suche gewähren werde. +
 
"Ich danke Ihnen, Gouverneur. Bisher konnte meine Crew noch keine Hinweise finden, was überhaupt geschehen ist, aber wir werden in knapp einer halben Stunde in Sensorreichweite sein."
 
+Ich kann Ihnen zwei Schiffe meiner Sicherheitsflotte zur Seite stellen.+
 
Wachhunde oder Helfer? Ich musste diplomatisch vorgehen... " Im Augenblick wäre das eine unnötige Bindung von Ressourcen. Sobald ich verlässliche Daten habe und einen etwaigen Suchradius bestimmen kann, werde ich auf Ihre Hilfe zurück kommen." Und Sie dabei genau im Auge behalten.
 
Cairncross nickte. + Ich möchte Sie bitten, Admiral, etwas mäßigend auf den Föderationsrat einzuwirken...+
 
Nun, im Föderationsrat kann ich kaum viel ausrichten.
 
+... die derzeitige Kampagne gegen mich gleicht einer mittelalterlichen Hexenjagd. Ich habe nichts mit dem Verschwinden Ihres Schiffes zu tun...+
 
Ich bemerkte, dass er "Ihres Schiffes" anstatt "unseres Schiffes" sagte. Ein Zeichen, dass er sich nicht mehr so ganz der Föderation zugehörig betrachtete?
 
+... und die Bürger hier im Athean-Sektor fühlen sich brüskiert, in die Rolle von Sündenböcken abgedrängt. Ich fürchte, das wird die Beziehungen noch weiter belasten, und es gibt wenig, was ich dagegen tun kann, wenn seitens des Föderationsrates nicht deutliche Signale kommen.+
 
"Ich werde der Ratssprecherin meine Meinung über die Situation mitteilen, Gouverneur. Aber wir müssen vermeiden, dass Sie die Ansicht erwecken, mit einem Volksaufruhr zu drohen. Da verstehen wir uns doch richtig?"
Ja, er verstand meinen 'dezenten' Hinweis. Nach ein paar weiteren höflichen Floskeln war das Gespräch beendet.
Ich stellte die Reste meines Frühstücks in den Recycler und begab mich zur Brücke.
 
 
*** USS Picard / Brücke / Einige Zeit später ***
 
Der Hauptschirm zeigte ein Bild trügerischen Friedens. Wir waren seit einer halben Stunde in Sensorreichweite und an den entsprechenden Stationen herrschte emsige Betriebsamkeit. Mr. Edzardus hatte angedeutet, es könne sich um ein temporales Phänomen handeln, und in diesem Fall müssten wir jetzt eindeutige Hinweise entdecken können. Ebenso für eine Phasenverschiebung, die entsprechende Spuren in den tieferen Subraumschichten hinterlassen haben müsste.
 
Fest stand, dass ein Schiff nicht einfach im Nichts verschwunden sein konnte. Das widersprach den Gesetzen der Physik. Wenn sie nicht zerstört worden war - und das konnten wir unterdessen feststellen, es gab keinerlei Trümmer oder Strahlungsreste oder organische Materie im anvisierten Bereich - MUSSTE die Tscherenkow irgendwo sein.

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  Das Athean Komplott / Log 10 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Apr-Wed-2020, 11:41 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

USS Picard/Strategielabor

LaSalle musste zugeben, dass diese Mission interessanter zu werden schien, als er gedacht hatte. Das Verschwinden der Tscherenkow war kein alltäglicher Fall.
Die Schiff war unterwegs von Bolarus nach Ilmoria, mit einem Zwischenstop auf Risa. Soweit , so gut. Aber nach dem ersten Sprung von Risa weg, hätte sie sich bei Nav-Boje CA44n melden müssen. Was niemals geschah. Dafür hatte sie sich dann bei einer Boje in einem anderen Sektor gemeldet: CY51Na. Nun gut, viele Wege führten nach Ilmoria und für Umwege waren die Schiffe der SSL bekannt.Das Schiff war aber auf der kurzen Strecke zwischen 2 Nav-Bojen von der Bildfläche verschwunden. Anzeichen für ein Versagen der Bojen oder eventuelle Manipulationen an ihnen waren keine zu erkennen, zumal sich andere Schiffe ja auch regulär registriert hatten. Im Holoscreen schwebte der Auszug aus Howys Analyse.
 
CY51Na --> 200467,2 USS Cannough --> Kurs 363.507 folgt gemeldetem Kurs
CY51Na --> 200468,8 USS© Tscherenkow --> Kurs 205.265 folgt gemeldetem Kurs
CY51Na --> 200478,6 VIGTS305 --> Kurs 205.261 folgt gemeldetem Kurs
CY53p--> 200501,2 VIGTS305 --> Kurs 205.261 folgt gemeldetem Kurs
CY53p--> 200501,2 IKS N´garough --> Kurs 343.041 folgt gemeldetem Kurs
Reg. Anfrage an CY53p für den Zeitraum 200467,2 - 200508 : Schiff USS© Tscherenkow NCCV 41325
CY53P: Keine Daten verfügbar, kein Kontakt im gegebenen Zeitraum
Kontaktrundfrage an Bojen Bereich CY5 ->Schiff USS© Tscherenkow NCCV 41325 für den Zeitraum ab 200467,2 bis-> aktuelle Sternzeit
CY53P --> Keine Daten verfügbar, kein Kontakt im gegebenen Zeitraum
CY53R -->  Keine Daten verfügbar, kein Kontakt im gegebenen Zeitraum
CY54A -->  Keine Daten verfügbar, kein Kontakt im gegebenen Zeitraum
 
.
.
C56Yx -->  Keine Daten verfügbar, kein Kontakt im gegebenen Zeitraum
 
 
Wenn es keine Daten von externen Quellen gab, was gaben dann die Archive her?
Lasalle fing bei der USS Tscherenkow selbst an.
Die USS Tscherenkow war eines der letzten noch in Dienst befindlichen Schiffe der Galaxy-Klasse. Die Originalkennung war NCC-41325 gewesen. Das Schiff hatte fast 20 Jahre unter dem Kommando von Captain Jalaba aí N´tekan gestanden, bevor es ausgemustert worden war. Vor 10 Jahren hatte Maurice Sendak, Gründer und Vorsitzender von Sendak Spacelines, das Schiff gekauft und zu einem Luxus-Kreuzfahrtschiff ‚mit Nostalgieflair‘ umgebaut. Dabei war alle militärische Hardware entfernt worden. Anstelle der Phaserbänke hatte man Laserprojektoren eingebaut, die ein farbenprächtiges Feuerwerk im All veranstalten konnten, aber sonst nichts weiter. Laser galten als harmlos im Raumfahrtbereich.Zwar wurden auch heute noch, im Zeitalter effizienter Phasersysteme, Laser als Waffen genutzt, doch gab es nur 2 Anlagen, bei denen Laser als Waffensystem montiert waren. Und bei diesen System handelte es sich ausschließlich um Backup-Systeme der planetaren Verteigungs-Phalanxen auf der Erde und auf Vulkan.Nur der sehr wirkungsvolle Navigationsdeflektor der Tscheremkow war von der ursprünglichen Ausstattung übrig geblieben
Das Schiff war also wohl genau das, was sie vorgab zu sein: Ein „Vergnügungsdampfer“.

Nächster Punkt war die Crew. Was gab es über sie zu wissen?
Kommandant der Tscherenkow war seit 2 Jahren Captain Jordan Hendricks. Ein bei seinen Crews äußerst beliebter und dazu noch hochdekorierter ehem. Offizier der Sternenflotte. Reporterin Holly Hunter hatte ihn einmal als den fähigsten Kommandanten seit Jean-Luc Picard bezeichnet. Er sei sogar mehr Picard gewesen, als Picard selbst.
Auf dem Holoscreen erschien das Bild eines durchtrainierten Mannes mittleren Alters mit einer wilden Mähne schwarzen Haares. „Conan der BlahBlah“ ging es LaSalle durch den Kopf. Er hatte Hendricks einmal bei einer Schulung getroffen. Das Problem war, dass Hendricks gerne redete, wenn auch recht geistreich, aber einfach zu viel. Und trotzdem hätte er es sicher zum Commodore gebracht, wäre er nicht vorher ausgeschieden. Angeblich weil er „etwas Ruhe“ brauchen würde. Nun, immerhin war der Job bei SSL wesentlich lukrativer als bei der Flotte.
Dann gab es da noch den XO des Schiffes. Ein Mann mit einem unmöglich langen Namen:
Sir Edward Henry Norman Geoffrey Montaugh, der Dritte, Earl of Chesterton, Sohn des Duke of Montaugh. Spitzname: der eitle Eddy oder bei der Crew der Tscherenrenkow „Captain Bligh Junior“
Laut den Personaldaten hatte Montaugh sich seine Raumfahrer-Erfahrung bei der Menkalinan Corp geholt und war dann, vor 4 Jahren, zu SSL gewechselt. Er galt als mürrischer, verschlossener , bei seiner Crew gefürchteter Offizier, welcher jedoch zu den Passagieren wohl die Höflichkeit selbst war.
Und dann gab es da noch den Grund für die ganze Aufregung. Der Grund, warum ein vermisstes Zivilschiff nicht von der FLEA sondern von der Sternenflotte gesucht wurde:
Jusuf Ibn’Shalat, 2. Maat an Bord der Tscherenkow und Sohn des Außenministers der Föderation. Jusuf, ein Absolvent der Sternenflottenakademie, war nach einem Abschluss mit Auszeichnung, nicht zur Sternenflotte gegangen, sondern führte sein Studium an der zivilen Akademie der Handelsbehörde FTA fort. In ein paar Jahren würde er dann wohl das Offizierspatent in der Tasche haben und eine zivile Laufbahn einschlagen, sehr zur Freude seines Vaters und wohl zum Ärger des OBH der Sternenflotte.
Gab es Verbindungen zwischen Cairncross und diesen drei, oder weiteren Crewmitgliedern der Tscherenkow? So wie es aussah nicht. Und doch war die Tscherenkow in diesem Gebiet verschwunden. Einem Gebiet, in dem sie eigentlich nichts zu suchen hatte.
Auch die Untersuchung weiterer Daten der Crew und der Passagiere förderte keine Verbindungen zum Athean-Sektor, oder zu Cairncross zu Tage.
Also begann LaSalle in der Vergangenheit der USS Tscherenkow zu suchen.
Während seiner Zeit bei der Sternenflotte waren Schiff und Crew für immerhin 14 Erstkontakte und 3 Systementdeckungen verantwortlich gewesen. Das Schiff war 2 Mal in Gefechte verwickelt gewesen: Einmal gegen eine Einheit des Dominions und einmal gegen ein Schiff des Maquis. Nichts Außergewöhnliches also. LaSalle unterzog nun auch die zugänglichen Logbücher der Tscherenkow einer Untersuchung. Nach hunderten von Einträgen fand sich nichts Besonderes, oder etwas doch? Nach dem letzten Array-Day der Tscherenkow auf SB23 fehlten 2 Tage im Logbuch. Konnte es hier einen Ansatzpunkt geben? Nun, es gab viele Gründe für das Fehlen von Logbucheinträgen. Also forschte LaSalle weiter nach; fand aber nur einige belanglose Vorfälle.Gab es irgendetwas bezüglich der ehem. Besatzung der Tscherenkow zu finden? Auch dies förderte zunächst nichts erhellendes zu Tage. Es gab lediglich den Vermerk eines 2nd Lt der Nachrichtenabteilung der Tscherenkow über ein Massaker auf Tanrien IV während des Phyleila-Krieges. Doch weitere Informationen waren nicht zu finden.
Ein Com-Meldung unterbrach LaSalles Forschungsarbeit. Commander Langtsar meldete sich.
 
CL: Commodore LaSalle, Sir. Sie wollten informiert werden, sobald wir in Sensorrreichweite des ersten Markers des Athean-Sektors uns befinden.
LS: Korrekt Commander.
CL: Wir sind in Reichweite.
LS: Ich komme auf die Brücke.
CL: Ich weiß zwar nicht, ob das notwendig ist, aber wie Sie wünschen, Sir.
 
Die Verbindung wurde beendet.
LaSalle musste grinsen. Ja, da hatte jemand gerade noch die Kurve gekriegt.

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  Gravitationswellen nachgewiesen
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Apr-Wed-2020, 09:27 AM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

https://www.heise.de/newsticker/meldung/....link.link

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  Das Athean-Komplott LOG 9 Hohardus Edzardus
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Apr-Wed-2020, 02:50 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

==========  Astrometrie der USS Picard B  ==========
 
Wenn sich Einer an Bord wohl und glücklich fühlte, dann war es Howy.
Irgendwie war er eben doch ein Sproß einer langen See- und Raumfahrerfamilie, deren Mitglieder es nie lange zuhause ausgehalten hatten.
Die Ferne und das Abenteuer riefen, und da halfen auch die gemütlichen Teestunden mit seinem Großmuttchen und die Dorffeste ihm zu Ehren nichts.
Und er war wirklich aufgeregt und blickte den sicherlich kommenden Abenteuern zufrieden ins Auge.
Mag kommen, was wolle, er war an Bord eines tollen Schiffes, das sich seines Namens würdig erweisen würde.
Und er, Hohardus Edzardus, war der Chefnavigator dieses wunderbaren Kahns.
Was, bitte, hätte er sich mehr wünschen können?
Es hatte einen herzzerreißenden Abschied von Omchen und den Dörflern gegeben, aber sein Großmuttchen hatte zu ihm gesagt: „Du bist und bleibst nun mal ein Edzardus, mein Junge, und die trieb es schon immer in die weite Welt.
Aber vergiß mich nicht und schick mir ab und zu eine Nachricht.
Und sieh zu, daß du dieses Mal etwas schneller nachhause kommst, um mir zu erzählen.“
 
Und jetzt saß er in einem bequemen Sessel in einem Navigationsholodeck.
Ja, nicht nur, daß er inzwischen mit dem Modernsten ausgestattet war, was die Technik in den letzten Jahren entwickelt hatte, sondern man hatte der Astrometrie ein eigenes Holodeck gegeben, in dem er fast alles simulieren konnte, was das Schiff und seine Bewegungen im Raum betraf.
Alles, was die Datenbanken der Föderation und der befreundeten Systeme hergaben bezüglich der astronavigatorischen Kenntnisse und Schiffsdaten war hier einprogrammiert, was ihm nahezu unendliche Möglichkeiten gab, allerdings auch viel Zeit des Einarbeitens erforderte.
Er hatte viel neu zu lernen, was nahezu jede Minute seiner Zeit brauchte. Aber auch Verbesserungen der Technik hatten sich schon herausgestellt, wozu er sich mit ihrem Chefingenieur T’Sok kurzgeschlossen hatte.
Einige Relais arbeiteten mit einer viel zu hohen Verzögerung von 1,2 Milisekunden, was bei schwierigen Kurskorrekturen nicht tolerierbar war, denn dadurch konnten sich schon Zielortdifferenzen von vielen hunderttausend Kilometern, teilweise sogar im Lichtjahrbereich herausstellen, je nach Geschwindigkeit, mit der man unterwegs war.
 
T’Sok war einer der wenigen Leute, die auch ohne langwierige Erklärungen das Problem klar erkannten und umgehend nach einer Lösung suchten.
Und so konnten sie schon nach einigen Flugtagen die Systeme soweit verbessern, daß Howy zwar noch nicht vollständig zufrieden war, aber doch ordentlich damit arbeiten konnte.
Der Rest würde sich dann sicherlich auch noch finden, bevor man in ernsthafte Probleme kommen würde.
 
Immer wieder nahm er sich vor, endlich einmal das Schiff von Bug bis Heck zu durchstöbern, denn er wollte es natürlich gut kennenlernen, aber zunächst war es seine Aufgabe, es auf dem richtigen Kurs zu halten und dort hinzubringen, wohin es befehlsgemäß sollte.
 
Und dann war da noch das Problem der Tscherenkow, an dem er derzeit arbeitete.
Sie war im Athean-Sektor verschwunden, der derzeit auch politisch Probleme bereitete.
Über diese Entwicklungen war er nur oberflächlich informiert, aber bisher waren keine direkten Zusammenhänge zwischen diesen Problemen und dem Verschwinden der Tscherenkow zu erkennen.
 
Das Schiff war auf einer Kreuzfahrt, die auf Bolarius begonnen hatte. Nach einem Zwischenstopp auf Risa hatte es sich auf einen Kurs begeben, der es nach Ilmoria hätte bringen sollen, einem Planeten, der über eine Vielzahl von Touristenattraktionen verfügte, die keine Kreuzfahrtlinie ausließ.
Allerdings lag der Athean-Sektor nicht auf der vorher geplanten Flugroute.
 
Die Flugroute war über all die Parsec gut dokumentiert durch eigene Meldungen und die von 48 Transmitter- und Navigationsboien, die automatisch alle Flugdaten der in Reichweite befindlichen Schiffe aufnahmen, speicherten und dann an Flugleitzentren übermittelten, die diese Daten innerhalb der Vertragsstaaten verteilten.
Die Schiffe übermittelten auch automatisch Zustandsberichte und im Voraus programmierte Kurskorrekturen.
Eigentlich Alles, was das Schiff selbst betraf.
 
So auch bei der Tscherenkow.
Bis zur Boie CY51Na hatte es nur Daten gegeben, die keinerlei Aufschluß über irgendwelche Probleme an Bord gaben, außer der Tatsache, daß sie sich nicht auf der eigentlichen Route befand, die im Reiseplan angegeben war.
Nun war es durchaus möglich, daß die reichen Passagiere an Bord eine Änderung des Flugplans vorgeschlagen und auch erreicht hätten, was auch solchen Schiffen durchaus öfter geschah, aber davon meldete weder die Besatzung noch der Bordcomputer irgendetwas.
Das war auf jeden Fall ungewöhnlich.
Die Boie hatte das Schiff im Blickpunkt, bis es außerhalb ihrer Reichweite gelangte.
Etwa 3 pc vorher hätte die Boie CY53p übernehmen sollen und müssen, so daß sich einige Übermittlungsdaten überschnitten hätten. Aber diese Boie meldete – NICHTS! Gar nichts!
Die Tscherenkow hatte sich niemals bei ihr angemeldet.
Was war geschehen?
 
Howy überprüfte die Funktion dieser letzten Boie, ob es irgendwelche Fehlerberichte gäbe, aber sie arbeite, jedenfalls nach dem Datenprotokoll, absolut fehlerfrei.
 
Kurz nach der Tscherenkow hatte die erste Boie noch das Taxi 305 der Firma Rollo Vega registriert, das nahezu den gleichen Kurs flog, wie das vermißte Schiff. Dieses war auch von der zweiten Boie erfaßt und verfolgt worden, ohne daß es zu Unterbrechungen oder Datenübermittlungsfehlern kam.
Und auch derzeit arbeitete sie zur vollsten Zufriedenheit.
 
Howy hatte die Taxifirma kontaktiert, ob dem Piloten etwas Ungewöhnliches aufgefallen sei, aber dieser hatte nichts Auffälliges übermittelt, außer vielleicht der Tatsache, daß er NICHTS über eine Begegnung mit der Tscherenkow ins Logbuch eingetragen hatte.
 
In der Holodecksimulation hatte er alle bekannten Daten übertragen.
Ebenso den ursprünglichen Kurs und den Punkt, an dem das Schiff vom Kurs abgewichen sein mußte.
Und der Bereich, in dem das Schiff verschwunden war. In diesem gab es eine Sonne vom Typ  A3 mit einem Planetensystem von 6 größeren Körpern, die unter der Bezeichnung AR904 lief. Die Sonne hatte keinen eigenen Namen, weil sie bisher noch uninteressant gewesen war, um sie näher zu erforschen.
Einer der Planeten von etwa Marsgröße war vom Typ M, könnte also Leben beherbergen, allerdings waren die Umstände so drastisch, daß sich bis dahin Niemand gefunden hatte, dort zu siedeln, selbst als man den ganzen Planeten kostenlos anbot, wenn man dort eine Basis errichten würde.
 
Ungewöhnlich war allerdings, daß es eine stärkere Subraumstörung in diesem Bereich gab, deren Ursprung bisher ungeklärt war, allerdings hätte die zweite Boie das Schiff noch vorher lokalisieren müssen, bevor es verschwand, wenn diese Störung schuld am Verschwinden sein sollte.
 
Subraumstörungen waren eine eher normale Sache, die immer wieder mal auftrat, wie zum Beispiel das Wurmloch bei Deep Space 9, allerdings gab es auch schon Vorfälle, bei denen Schiffe in solchen zunächst verschwunden waren, wie zum Beispiel im Fall der USS Hera, die der Bordingenieur LaForge der Enterprise D (TNG 7/3 Interface) zunächst für den Grund hielt, daß das Schiff ortversetzt worden sei. Allerdings stellte sich dann später heraus, daß es eine Lebensform war, die in dieser Anomalie lebte.
Dafür gab es aber in diesem Fall keinerlei Hinweise.
Und diese Anomalie schien auch schon ein paar Wochen alt zu sein, was die Besatzungen vorbeikommender Schiffe natürlich wußten, so selbstverständlich auch die der Tscherenkow.
Auch das Taxi wußte davon und umflog das Gebiet weiträumig.
 
Was also war an Bord des verschwundenen Schiffes geschehen?
Warum hatte es ohne Mitteilung den ursprünglichen Kurs verlassen?
Warum hatte es keinen Notruf abgesetzt? Weder automatisch noch durch die Besatzung?
 
Eines stand jedenfalls fest: Es hatte keine Explosion an Bord gegeben, denn es gab keinerlei Trümmer in diesem Bereich.
Außerdem hätte die Black Box des Schiffes automatisch senden müssen, denn diese überlebte auch Warpkernbrüche.
Es hatte bisher in der Geschichte der Raumfahrt noch keinen nachgewiesenen Fall gegeben, daß die Black Box zerstört worden wäre, egal, ob die Katastrophe im Kriegsfall oder durch andere Ereignisse hervorgerufen wurde.
 
Könnte das Fehlen von Trümmern ein Zeichen dafür sein, daß das Schiff in eine andere Dimension oder Zeitschleife geraten sei?
Howy ging in das Litheraturarchiv, um sich mit einer möglichen Zeitkorrelation auseinanderzusetzen.

Er las in einem Beitrag über Quantenmechanik: „Es werden Bewegungsgleichungen für Makroobservable hergeleitet. Damit werden Zufallskräfte definiert. Den Zufallskräften entsprechen HERMITEsche Operatoren. Die Transportkoeffizienten lassen sich nicht als normale Zeitkorrelation der den Operatoren entsprechenden Observablen deuten, wohl aber als Zeitkorrelation der Zufallskräfte selbst in einer Gesamtheit von Gesamtheiten, die durch formale Zerlegung der mikrokanonischen Gleichgewichtsgesamtheit in reine Gesamtheiten entsteht.“
 
Ihm schwindelte ein wenig, aber könnte darin eine mögliche Erklärung liegen?
Aber schon der deutsche Physiker Harald Lesch hatte dazu mal gesagt: "Es ist die Theorie, von der die Physiker selber sagen, man kann sie nicht verstehen. Es ist die Theorie, von der die Physiker sagen, man müsse sie hinnehmen."
 
Howy starrte auf die projezierte Flugbahn und die eingetragenen Daten zur Subraumstörung, die ihm bisher vorlagen.
In etwa 10 Stunden würden sie in Reichweite durch die eigenen Sensoren kommen, so daß er schon mal Nutzerzeit beantragt hatte.
Die war auch sofort bewilligt worden, da das Auffinden der Tscherenkow höchste Priorität hatte, weil man, zumindest offiziell, einen Zusammenhang des Verschwindens mit der politischen Lage im Athean-Sektor vermutete.
Aber nach einer Entführung sah das Alles bisher nicht aus, denn da hätten die Entführer wirklich ganze Arbeit geleistet.
 
Howy kontaktierte T’Sok: „Hi, Chief. Könntest du mal zu mir raufkommen?
Ich brauche deinen technischen Rat.“
 
„Komme sofort.“ hörte er die charakteristische Stimme ihres neuen Ingenieurs, der sich dadurch auszeichnete, daß man keine langen Reden halten mußte, um ihm ein Problem darzustellen.
Und meist hatte er auch eine Lösung parat, die er dann auch umgehend in Angriff nahm.
 
Kurz darauf öffnete sich das Schott zur Holosimulation und T’Sok trat ein.
Er betrachtete sich den Raum um ihn herum.
„Nicht, daß ich weiß, wo wir uns hier befinden, aber es wird sicherlich etwas mit unserem Kurs und der Tscherenkow zu tun haben?“
 
„Richtig. Und da bin ich schon bei meinem Wunsch.
Wäre es möglich, die Sensorik noch um etwa 3,5% zu verfeinern. Und dazu noch die Wellenlängen so weit wie möglich in den Infraroten und den ultravioletten Bereich hin zu veschieben?
Es müßte doch eigentlich möglich sein, die WARP-Signatur genauer darstellen zu können, als bisher?
Vielleicht ließe sich dadurch auch der Zeitpunkt des Verschwindens genauer eingrenzen?“
 
„Grundsätzlich arbeiten alle Sensoren schon am technischen Limit, aber vielleicht könnte man da noch ein bißchen mehr herauskitzeln. Aber dafür brauche ich natürlich die Genehmigung des COs. Das kann ich nicht einfach so machen.“
 
Klar. Aber es ist wichtig, noch genauere Daten zu bekommen, bevor wir selbst in das Gebiet direkt einfliegen, denn wir kennen nicht den Grund für das Verschwinden, und ich muß zugeben, daß ich unangenehme Überraschungen, wie wir sie auf der ersten Picard erlebten, nicht noch einmal erleben möchte.
Ich weiß lieber, wohin ich fliege.“
 
T’Sok nickte.
„Ich werde gleich mal anfragen. Und wenn ich das Plazet kriege, mache ich mich umgehend daran.“
 
Auch als der Ingenieur schon einige Zeit weg war, starrte Howy immer noch auf die Flugbahn, so als ob sich ihm plötzlich die Erleuchtung auftun könnte, aber die kam leider nicht.
Dafür aber kam der XO und begutachtete die dargestellte Situation und ließ sie sich vom Navigator erklären. Auch das Problem mit der Sensorverstärkung und einer möglichen Zeitkorrelation erwähnte er.
 
Howy gab sich wirklich alle Mühe, sie zufriedenzustellen, und das Unglaubliche geschah: Sie lobte ihn!
„Es geschehen eben doch immer noch Zeichen und Wunder,“ sagte schon sein Großmuttchen immer.
 
Irgendwie hatte er das unruhige Gefühl, er würde jetzt einen riesigen ultra starken Ractajino gebrauchen, denn Tee hatte er in den letzten Monaten genug getrunken.
Und da er im Moment eh nicht weiter kam, schaltete er die Projektion ab, nicht, ohne sie vorher abgespeichert zu haben.
Danach schlenderte er in seine Kabine und gab dem Replikator den Befehl: „Ractajino, groß, doppelt stark.“

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  Das Athean-Komplott Log 8
Geschrieben von: Sareth - Apr-Tue-2020, 09:14 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

*** Besprechungsraum der USS Picard-B ***

 
Meine XO Commander Langtsar war zurück geblieben, nachdem alle anderen Seniorcrewmitglieder den Besprechungsraum bereits verlassen hatten. Sie stand vor mir, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, und versperrte mir geradezu  den Ausgang.
"Ich möchte eine Beschwerde vorbringen, Madam Admiral!" schnarrte sie.
 
"Ich höre."
 
"Commodore Rufus LaSalle, Ihr Strategischer Berater, S... Madam Admiral!"
 
Auf diese Weise würde das Gespräch sich länger gestalten, als ich im Augenblick dazu Zeit erübrigen konnte! "Ja? Worin besteht das Problem genau?"
 
"Er mischt sich in die Schiffsführung ein, maßt sich Autorität gegenüber der Crew an, die mir als standardmäßigem Bindeglied zwischen Kommandanten und Untergebenen zukommen und stört den reibungslosen Ablauf der Bordroutine. Ich habe den begründeten Verdacht, dass ihm daran gelegen ist, diese Mission zu sabotieren."
 
"Das sind eine ganze Fülle von Vorwürfen, Commander. Ich darf Ihnen versichern, dass Commodore LaSalle nichts tut, was er nicht zuvor mit mir abgesprochen hat. Ich kann auch keinerlei Probleme in der Schiffsroutine feststellen - mit Ausnahme derer, die Ihr ... Führungsstil verursacht. Ich möchte Sie deshalb dringend bitten, mit Bedacht und Umsicht zu urteilen und zu handeln."
 
"Madam Admiral, ich --"
 
"Ich bin noch nicht fertig! Wir haben eine Priorität - Eins - Situation. Ein ziviles Schiff mit High-Profile-Gästen an Bord ist in einem als instabil klassifizierten Sektor spurlos verschwunden. Ich erwarte, dass sich meine Crew an der Lösung dieses Problems unterschiedslos und nach besten Kräften beteiligt, und das schließt Sie ein, Commander. Das Oberkommando hat sie aufgrund ihres scharfen analytischen Verstandes für diese Mission empfohlen, wie ich Ihrer Akte entnehmen konnte. Setzen Sie ihn ein, um Seite an Seite mit meiner Crew die 'Tscherenkow' ausfindig zu machen. Und nicht, um Beschwerdeprotokolle über zu lange Aufenthalte auf den Toiletten zu schreiben."
 
Sie presste die Lippen zusammen und sah buchstäblich durch mich hindurch. "Madam Admiral, Ihnen wurde offensichtlich ein falsches Bild von mir vermittelt. Ich habe sehr wohl diese Mission im Auge. Mir liegt nur daran, die Effizienz dieser Crew zu steigern."
 
"Nun, in der Sternenflotte steigern wir Effizienz  nicht durch überzogenen Drill und Überwachung, sondern durch gegenseitiges Vertrauen und Anerkennung. Die Crew dieses Schiffes ist handverlesen. Es sind die besten und erfahrendsten Offiziere und zivilen Fachleute in ihren jeweiligen Gebieten. Bringen Sie Ihnen etwas von dem Vertrauen entgegen, was man Ihnen entgegen gebracht hat. Auf der Raumstation Unity beispielsweise."
 
Die XO sog die Luft durch die Nase, war aber zu sehr Militär, um sich dem, was sie als einen direkten Befehl erkannte, zu widersetzen. "Jawohl, verstanden."
 
"Noch etwas, Commander?"
 
"Nein, Madam Admiral!"
 
"Gut, wegtreten!"
 
Ich gestattete mir einen leisen Seufzer, als sich die Türflügel endlich hinter ihr geschlossen hatten. Mir war klar, dass sich mit dieser Unterredung die Auseinandersetzungen nicht automatisch in Luft auflösen würden. Aber ich hoffte, die Dissonanzen würden genug abebben, um einen reibungslosen Missionsverlauf und die Lösung unserer Situation zu ermöglichen! Ich deaktivierte mein Terminal am Besprechungstisch und die Holomatrix, dann verließ ich den Besprechungsraum in Richtung meines Büros. Ich wollte noch einmal versuchen, Gouverneur Cairncross zu erreichen. Außerdem musste ich versuchen, den Sprecher des Föderationsrates zu erwischen...
 
 
*** Im Gang ***
 
Ich war zu Fuß gegangen, schon um mir etwas Bewegung zu verschaffen und meine Gedanken zu ordnen. Dabei musste ich zu meiner Freude feststellen, dass die Innendekorateure bei der Picard-B beste Arbeit geleistet hatten: subtile Beleuchtung und dezente Farbgebung, minimale Ornamentik - alles leistete seinen Beitrag zu einem Klima der Konzentration, hatte aber auch einen nicht zu unterschätzenden 'Wohlfühlfaktor'. Schließlich arbeitete die Besatzung hier Monate ohne ausgedehnten Urlaub, optimale Arbeitsbedingungen waren essentiell. Nun, außer vielleicht für Commander Langtsar, die sich vermutlich in einem mit grellen Strahlern bestückten nackten Metallrahmen als Schiff wohler fühlen würde... Ich musste schmunzeln.
Aber nein - ich wollte nicht solche Vorurteile hegen. Das würde uns nicht weiterbringen!
 
Vor meinem Büro erwartete mich Mort Caldred, mein Sicherheitschef. Mit seinen traditionellen Schmuckgürteln, die in X-form über die nackten Schultern gelegt waren, und seinen über zwei Metern Größe war er schon eine beeindruckende Gestalt - genau am richtigen Platz im Sicherheitsbüro! Das Padd in seiner rechten Hand wirkte wie ein viel zu kleines Kinderspielzeug.
 
"Admiral, kann ich Sie kurz sprechen? Unter vier Augen?"
 
Ich nickte und bat ihn in mein Büro.
 
Er vergewisserte sich, dass die Kraftfelder aktiviert waren, die ein Abhören dieses Raumes verhinderten und sagte dann, immer noch leise, als fürchte er, im Schrank könnte ein Spion hocken: "Ich habe Hinweise auf zwei unautorisierte Funkkontakte aus Commander Langtsars Quartier." Er legte das Padd vor mich. "Sehr geschickt getarnte Signale, in Code."
 
"Ziel?"
 
"Noch nicht klar. Aufgrund der benutzten Trägerfrequenz würde ich sagen, jemand an Bord. Oder jemand auf einem Schiff in der Nähe. - Soll ich Langtsar überwachen?"
 
Ich überlegte einen Moment. "Nein, dafür besteht noch kein Anlass. Noch können wir nicht zwingend auf einen feindlichen Akt schließen, Mr. Caldred. Es könnte sich auch um eine delikate persönliche Angelegenheit handeln... Versuchen Sie, das Ziel der Nachrichten heraus zu bekommen. Aber diskret."

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  'Project Blue Book' and 'Roswell, New Mexico'
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Apr-Fri-2020, 05:21 PM - Forum: *** Buch- und Netztips *** - Keine Antworten

Da die Serie Picatd wohl ganz offensichtlich bei den Fans zu einem größeren Desaster (wenn das tatsächlich möglich sein sollte?) als Discovery wurde, was man vor allem daran ersehen kann, daß auf allen offiziellen Seiten die Kommentarfunktionen gesperrt wurden, gibt es aber Hoffnung für die darbenden TV-Glotzer:

Seit 2019 gibt es zwei Serien, die sich beide mit 'UFOs' beschäftigen, wobei beide Serien eigentlich komplett unterschiedlich sind, aber doch zeigen, daß man schon nach wenigen Episoden gefangen ist in der geschichte und den Charakteren.

Während Roswell das Schicksal einiger bei dem Crash zurückgebliebenen Aliens behandelt, die versuchen, sich unerkannt in der Gesellschaft zu bewegen und zu überleben, weil sie sonst - sicherlich nicht zu Unrecht - befürchten, auf dem Seziertisch zu landen,
handelt Blue Book von 'tatsächlichen' Fällen, die in der Untersuchung der Airforce, die 'Blue Book' hieß zusammengefaßt waren.

Der Held dieser Geschichte ist Professor Hynek (der machte das damals tatsächlich und ist der Gründer des UFO-Forschungszentrums in Roswell), den die Luftwaffe eingestellt hat, um sich nach außen hin ein seriöses Image zu geben.
Er soll der Bevölkerung 'wissenschaftlich' erklären, daß es sich alles um 'normale' Ereignisse handelt.
Und sein Partner und Gegenspieler ist ein Airforce-Psychologe, der die Ergebnisse schon immer vorgibt, was ihm aber dann doch zunehmend schwer fällt.

Wir haben bei Roswell erst 2 Folgen und bei Blue Book 3 gesehen, und trotzdem ist man schon voll drin und fiebert mit.
Mehr noch bei Blue Book als bei Roswell.
Beide Serien aber zeigen, daß man nahezu ohne Gewalt und irre CGI-Effekte super Geschichten schreiben und sehr gute Charaktere entwickeln kann.
Man braucht eben einfach nur gute Schreiber und noch bessere Produzenten.

Trailer von Roswell und Blue Book:

https://www.youtube.com/watch?v=eTk24tf_cyY


https://www.youtube.com/watch?v=U4EmfM9isHo

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  Das Athean-Komplott / Log 7 / XO
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Apr-Wed-2020, 01:28 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (2)

USS Picard-B / 10 Vorne
Zeit:vor dem Meeting in Sareths Büro

Howys Hungergefühl hatte ihn aus der Wunderwelt der Sterne vertrieben und nach 10 Vorne getrieben. Denn Essen hielt auch des Navigators Leib und Seele zusammen. Jedoch waren, wie üblich vor einem Missionsstart, sämtliche Plätze bereits besetzt. Sehr zu Howyd Missvergnügen.Es war fast so, als ob die Crewmitglieder der Meinung waren, es würde während der Mission nichts mehr zu essen geben.

Howy quetschte sich zwischen den voll besetzten Tischen hindurch, Ganz hinten, an der Wand, war noch ein Tisch frei. Und ausgerechnet dort saß LaSalle und stöberte in einem Padd herum. Sei’s drum dachte Howy und schlängelte sich zum Tisch durch.

Ho: Ist der Platz noch frei, Sir?

LaSalle nickte einladend.

Ho: Sie gestatten, Sir?
LS: Seien Sie mein Gast, Mr. Edzardus.

Howy nahm Platz und aktivierte das Replikatorholo in der Tischplatte. LaSalle schien noch immer sehr vertieft in seiner Lektüre zu sein und so vergingen mind. 15 Minuten, in denen Howy bereits ein Essen halb verschlungen hatte, bis LaSalle plötzlich aufblickte und Howy kritisch betrachtete.

Ho: Sir?
LS: Eine Frage, Mr. Edzardus. Oder besser zwei Fragen, wenn Sie gestatten.
Ho: Nur zu, Sir

LaSalles Finger wies auf das Stück Fleisch auf Howys Gabel.

LS: Schmeckt das Zeug?
Ho: Nun, sagen wir, es gibt noch Luft nach oben.
LS: Das habe ich befürchtet.
Ho: Und die zweite Frage, Sir?
LS: Nun, nachdem Sie ja zu der geringen Anzahl an Menschen gehören, welche unsere Galaxis bereits verlassen haben, könnte ich mir vorstellen, dass Ihnen diese Mission eher langweilig vorkommen wird.
Ho: Nun Sir, Sie waren mit der Saipan doch auch schon in Richtung Andromeda-Galaxis unterwegs gewesen.
LS: Korrekt. Aber gegenüber Ihrer Reise war das eher Mittelstrecke. Und unsere bevorstehende Mission ist da ja wohl eher Nahverkehr. Daher möchte ich Ihre Meinung zu dieser Mission wissen.
Ho: Darf ich fragen Sir, warum?
LS: Ich erstelle ein strategisches Lagebild. Und dazu gehört es auch, die Meinungen und Anmerkungen der Experten zu jedem Gebiet zu erfassen. Und daher möchte ich Ihre fachliche Meinung zu dieser Mission erfragen.
Ho: Nun Sir, vom navigatorischen Standpunkt aus, ist der Athean-Sektor hoch interessant. Es gibt ausgedehnte Asteroidefelder, Gravitationsanomalien, ja sogar so etwas wie eine Mini-Arxstraße. Eine interessante und anspruchsvolle Aufgabe also.
LS: Sehen Sie dort irgendwelche Gefahrenpunkte?
Ho: Nun, diese Mini-Arxstraße macht mir etwas Sorgen, Sie verstehen Sir.
LS: Absolut. Nun...

<Ach, Sie sind ja auch da>

Die Stimme gehörte Commander Langtsar, welche hinter LaSalle aufgetaucht war. Howy schnellte aus seinem Sitz heraus und salutierte, was Commander Langtsar nicht einmal zu registrieren schien. LaSalle hingegen drehte sich langsam zu Langtsar um.

LS: Commander Langtsar, gesellen Sie sich doch zu uns. Ich habe Ihr Erscheinen schon wieder nicht wahr genommen. Ich werde wohl alt.
CL: Das kann schon sein Sir. Aber Sie tun etwas anderes schon wieder.
LS: Und das wäre?
CL: Meine Offiziere von ihren Pflichten abzuhalten.
LS: Das müssen Sie mir erklären, Commander.
CL: Zu den Pflichten eines Crewmitgliedes gehört auch die korrekte und konzentrierte Ernährung um immer Höchstleistung erbringen zu können. Und Sie halten Lt. Edzardus vom Essen ab...Sir.
LS: Das ist eine interessante Auslegen des einfachen Faktes einer Unterhaltung während der Mittagspause.
CL: An Bord eines phyleilanischen Schiffes wäre eine Unterhaltung währen der Essensaufnahme als ineffektives Handeln einzustufen gewesen. Gespräche kann man in seiner Freizeit führen.
LS: Eine Pause ist Freizeit.
CL: Eine Pause gehört zur Dienstzeit.
LS: Und ich habe Mr. Edzardus eine dienstliche Frage gestellt. Außerdem sind wir hier, wie ich Ihnen schon einmal auseinandergesetzt habe, an Bord eines Schiffes der Sternenflotte.
CL: Das ist grotesk.
LS: Nein Commander, das was Sie hier veranstalten ist grotesk. 
CL: Das sehe ich ANDERS!
LS: Commander, das können Sie gerne mit Admiral t´Khellian besprechen Für mich ist dieses Gespräch hiermit beendet. Sie können weg treten.

Langtsar blickte LaSalle und Howy feindselig an und verließ dann den Raum. Howy atmete tief durch und setzte sich wieder auf seinen Sessel.. LaSalle wies auf Howys Essen.

LS: Ich glaube, ich nehme das gleiche wie Sie.

————————————-

Ortswechsel:

USS PIcard-B / Strategie-Labor
Zeit: 2 Stunden später.

LaSalles Blick lief zum x-ten Mal über Commander Langtsars Dienstakte. Warum verhielt sie sich so feindselig? Was war vorgefallen? 
Nach einigem Suchen hatte LaSalle einen interessanten Anhqltspunkt gefunden. Eine Person, welche Langtsar kannte. Und nur wenige Minuten später hatte LaSalle einen Kontakt zu dieser Person hergestellt.
Auf dem Holoscreen war das markante Gesicht eines Cornels der Marines zu erkennen. Als dieser LaSalle erkannte, gab er einen genervten Brummton von sich. LaSalle grinste gehässig.

LS: Cornel Jos VanSorel. Ich freue mich auch, Sie zu sehen.
VS: LaSalle, das ist ein Kompliment und natürlich gelogen.
LS: Was macht der Phyleila-Sektor?
VS: Seitdem Sie dort nicht mehr Ihr Unwesen treiben, läuft alles normal. Wie ich hörte sind Sie jetzt Chefschwarseher auf der neuen Picard.
LS: Korrekt.
VS: Und das unter t´Khellian. Das kann ja nur schief gehen.
LS: Ja und Sie müssen die Sache dann wieder gerade ziehen.
VS: Sie silberner Nagel zu meinem Prunksarg. Was wollen Sie?
LS: Stichwort Ellini Langtsar.
VS: Eine der besten Offiziere, die ich kenne. Diszipliniert und zielstrebig. Und Sie hat etwas, was für Offiziere äußerst wichtig ist und was SIE LaSalle, nicht haben.
LS: Und das wäre?
VS: Sie hat KEINEN HUMOR.
LS: Ah dann kann ich ja noch etwas von ihr lernen. Gibt es denn auch Schwachpunkte bei ihr auf die man achten sollte?

VanSorel grinste.

VS: Ahhhh ich verstehe, Commander Langtsar gehört zu Ihrer Crew.
LS: Korrekt.
VS: Nun, wie schon gesagt, sie ist ein hervorragender Offizier.
LS: Aber?
VS: Sie hat etwas Probleme Vorgesetzte zu akzeptieren. Erst wenn diese eine Leistung zeigen, welche über dem Level von Commander Langtsar selbst liegt oder sich durchsetzen, wird sie sie anerkennen. Und dann wäre da noch etwas.
LS: Ich bin ganz Ohr.
VS: Nun, während des Krieges im Phyleila-Sektor gab es wohl eine familiäre Tragödie in ihrem direkten Umfeld. Sie hat nie direkt darüber geredet, aber sie lastet diese Tragödie scheinbar der Föderation, oder Föderationsoffizieren an. Mehr konnte ich nicht aus ihr heraus holen.
LS: Nun Cornel, ich danke Ihnen. Gruß an Unity One.
VS: Ja, seit dem Sie nicht mehr da sind, ist es hier wesentlich ruhiger, aber auch sicherer.
LS: Und bestimmt langweiliger.
VS: Das würde ich nie offen zu geben. Grüßen Sie mir Admiral t´Khellian. VanSorel Ende.
LS: Werde ich tun Danke. Picard-B Ende.

LaSslle nickte langsam. Die Sache nahm allmählich Fahrt auf.

—————————————-

Ortswechsel:

USS Picard-B / Maschinenraum
Zeit: 1 Stunde später.

LaSalle hatte sich in den Maschinenraum begeben und sich dort still in eine Ecke gesetzt. Er beobachtete minutenlang den neuen CEO T´Sok bei der Arbeit und besonders bei der Routine-Status-Überwachung des SP2-Accelerators. Dann stand LaSalle auf und schlenderte zu T´Sok.

LS: Lt. T´Sok, hätten Sie einen Moment Zeit?

T´Sok drehte sich zu LaSalle um und salutierte zackig.

TS: Commodore Sir, natürlich Sir.
LS: Nun, das Oberkommando legt gesteigerten Wert darauf, dass das neue Antriebssystem perfekt funktioniert. Denn das System ist ein wichtiger Baustein zum Gelingen dieser Mission
TS: Sir, es wird einwandfrei arbeiten.
LS: Davon bin ich überzeugt, Mr. T´Sok. Jedoch gibt es in der Flotte Kreise, welche es nur all zu gerne sehen würden, das diese Mission scheitert. Der OBH und ganz speziell Verteidigungsminister DeRaaf wollen genau dies verhindern. Auch deshalb bin ich hier an Bord. 
TS: Ich verstehe, Sir.
LS: Wenn Sie also Anomalien an System fest stellen, gleichgültig welcher Art, bitte sofort Meldung an mich und Admiral t´Khellian. Dies ist sehr wichtig.
TS: Jawohl Sir.
LS: Danke, ich verlasse mich auf Sie und...

< NICHT SCHON WIEDER SIE>

LaSalle drehte sich um. Hinter ihm stand XO Langtsar.

CL: Haben Sie mich schon wieder nicht gesehen? Sie stören ja schon wieder meine Offiziere!

LaSalle beschloss, es einmal etwas anders zu versuchen.

LS: Können Sie keine Meldung machen wenn Sie ankommen, Commander?
CL: Doch, aber...
LS: STILLGESTANDEN! MELDUNG!

Langtsar stand gerade wie eine Salzsäule und salutierte dann zackig.


CL: Comamnder Langtsar,Sir. Ich habe eine eine Frage Sir.
LS: Stehen Sie bequem. Also?
CL: Sir, darf ich fragen, was Sie hier tun?
LS: Ja, das dürfen Sie. Ich habe soeben ein dienstliches Gespräch mit unserem CEO geführt.
CL: Und hätten Sie dieses Gespräch nicht mit mir führen können?
LS: Sind Sie Expertin für SP2-Acceleratoren?
CL: Nein Sir.
LS: Also.
CL: Nun Sir, mir gefällt Ihre Fragerei nicht.
LS: Ich gehe hier meiner Aufgabe nach.
CL: Und worum geht es dabei genau?
LS: Es gibt gewisse Gefahrenmomente für diese Mission.
CL: Ja, und Sie sind eine dieser Gefahren, in meinen Augen Sir.
LS: Ach ich bin einen Gefahr?Ich fühle mich geschmeichelt. Und in wie fern bin ich eine Gefahr, Commander?
CL: Sie sind einfach ein Störfaktor.
LS: Das erklärt dann evtl. die Tatsache, warum Sie versucht haben, meine Dienstakte aufzurufen. Mein Vorname schreibt sich hinten übrigens nur mit einem S, nicht mit zwei. Rufus nicht Rufuss.
CL: Pah.
LS: Ich warne Sie zum letzten Mal, Commander. Passen Sie auf Ihren Tonfall auf. Und wegen Ihrer Befürchtungen meinetwegen begeben Sie sich jetzt umgehend, wie es sich gehört, zu Admiral t´Khellian und machen Meldung. Das ist eine Befehl. Haben Sie mich verstanden, Commander?
CL: Allerdings, Sir. Allerdings...

Bevor Langtsar weiter sprechen konnte, ertönte das Intercom. Nort Caldreds Stimme ertönte.

MC: Alle Crewmitglieder bitte zum Haupthangar zwecks Inspektionsaufstellung. Commander Langtsar und Commodore DeRaaf, bitte zur Personalabnahme. Admiral t´Khellian hält im 20min. eine Rede bezüglich unserer Mission. Commodore LaSalle, die Taktik und Sicherheitsabteilung sind in 40min. bereit zu Sec-Überprüfung.

LS: Wie Sie hören, werden wir erwartet. Und eine Admiralin sollte man nicht warten lassen. Lt. T´Sok, Commander Langtsar, nach Ihnen.

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  Das Athean Komplott Log 6
Geschrieben von: T'Sok - Apr-Tue-2020, 03:38 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (1)

USS Picard B - 10 Vorne

T'Sok hatte es sich, kurz nachdem ihm sein Quartier zugewiesen wurde, im 10 vorne gemütlich gemacht und aß in ruhe eine Portion Pok Tar. Er beobachtete das rege Treiben der langsam eintrudelnden Crewmitglieder, welche sich verunsichert umsahen und die Gelegenheit nutzten, um erste Kontakte zu knüpfen. Viele schienen frisch von der Akademie zu kommen, für diese war es eine große Ehre und nahezu überwältigend, unter so einem erfahrenen und hochdekorierten Offiziersstab zu dienen. T'Sok aß sein Pok Tar auf und verließ das 10 Vorne, als es ihm zu hektisch wurde. Er würde noch genug Hektik im Maschinenraum haben, immerhin waren nahezu alle Offiziere der USS-Picard A Transferiert worden und laut der Berichte, welche er aufmerksam studiert hatte, war davon auszugehen, dass sie es mit einer gewissen Regelmäßigkeit schafften, sich in schwierige Situationen zu manövrieren. Das konnte ja spannend werden. Auf dem Weg zum Maschinenraum traf er auf Admiral T'Kellian, welche sich gerade mit einem groß gewachsenen Reptiloiden unterhielt. "Ah, unser neuer Techniker." Begrüßte sie ihn.
"Darf ich vorstellen? S'Tok, er hat das Kommando im Maschinenraum. S'Tok, das ist Mort, unser Taktischer Offizier."
"T'Sok, Madam Admiral."
"Ich bitte um verzeihung?"
"Mein Name ist T'Sok, Madam."
"Verzeihung, T'Sok, natürlich", antwortete Admiral T'Khellian.

"Ich würde mir gerne den Maschinenraum ansehen", sagte T'Sok. "Es wäre sicher nicht verkehrt, wenn ich mich etwas in meinem neuen Arbeitsplatz auskenne bevor es losgeht."
"Selbstverständlich, gerne", antwortete Admiral T'Khellian. "Nehmen Sie sich alle Zeit die sie brauchen." T'Sok verabschiedete sich mit einem leichten Nicken, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, und machte sich auf den Weg zum Maschinenraum.

Kurze Zeit später im Maschinenraum

T'Sok fand sich alleine im Maschinenraum wieder. Er genoss die Stille, die bestimmt nicht lange währen würde. Mit einer gleichgültig anmutenden Routine sah er sich die einzelnen Systeme an, die er über die Hauptkonsole aufrief. Er begutachtete den neuen EFI-64 Warpaggregator, der die Energie des Warpkerns in die schlanken, am Heck des Schiffes angebrachten Gondeln leiten würde, sowie die DFS Phasenüberbrückung, welche ein Zeugnis der Schönheit föderaler Ingenieurskunst war. Natürlich durfte auch ein OEM-Modul nicht fehlen, mithilfe welchem der Warpkern abgeschirmt wurde, sollte es einmal brenzlig werden. Er beobachtete die Werte genau, als er eine kleine Unregelmäßigkeit in der SMB Matrix finden konnte. Diese würde im Ernstfall ein Problem werden, doch es war nichts, was er nicht schnell behoben bekommen hätte.
Das Highlight des Maschinenraums war jedoch ein anderes Objekt, dem der Vulkanier sich langsam näherte. Zugegebenermaßen, er konnte nicht verstehen, wie jemanden dieses Gerät nicht in Erstaunen versetzen konnte. Ein SP-2-hybridisierter, tetraedisch-oktagonaler Beschleuniger. Nach Aktivierung des Ringflips waren damit Geschwindigkeiten möglich, von denen vorherige Raumschiffe der Föderation nur hatten träumen können. Er befand sich momentan leise surrend im Ruhestatus und hatte die Sesselkonformation eingenommen.
In T'Soks Gesicht spiegelte sich seine Vorfreude wieder, die ein aufmerksamer Beobachter an der minimalen Kräuselung seines Mundwinkels hätte erkennen können.

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  Athean-Komplott Log 5 Sareth
Geschrieben von: Sareth - Apr-Sat-2020, 08:10 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

Die Präsidentin der Föderation stand vor dem Hauptquartier der Sternenflotte.

..."Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Föderation der Planeten, ehrenwerte Gäste des Rihannischen Reiches und des Klingonischen Imperiums, geschätzte Vertreter von Ferenginar, es ist mir eine Ehre, heute die neue USS 'Jean-Luc Picard' - B ihrem Dienst zu übergeben! Einem Dienst, der sie zu einem, wie ich und alle, die an ihr gearbeitet haben, hoffen, neuen Aushängeschild der Allianz und ihrer Mitgliedswelten machen wird!"...
 
*** USS Picard-B / Brücke ***
 
Meine Seniorcrew war vollständig versammelt. Ich ließ den Blick über sie alle schweifen, erntete ein Lächeln, das von breit und glücklich bei meinem Navigator bis zu reserviert und kaum merklich bei LaSalle und meinem Sicherheitschef reichte. LaSalle als strategischer Berater saß links von mir, meine XO Commander Langtsar rechts. Sie war die einzige Person, deren grauhäutiges Gesicht und Augen unbewegt blieben. Wie eine Statue. Sie starrte geradezu geradeaus - wahrscheinlich sah sie das kleinste Zwinkern als Lapsus in der militärischen Performance. Es würde das erste Mal sein, dass ich so eng mit einer Phyleilanerin zusammen arbeiten musste. LaSalle hatte mir bereits von zwei 'Dissonanzen in der Arbeitsauffassung' berichtet, und ich wusste, dass einige Crewmitglieder sich lieber rasch irgendwie unsichtbar machten, wenn sie Langtsars Absätze den Gang entlang trommeln hörten.
Nun - das würde ich nicht dulden. Auf meinem Schiff herrschte kein Klima der Angst! Ich brauchte mitdenkende, sich ernst genommen fühlende Kollegen, keine "Ja, Sir, nein, Sir" brüllende Maschinen. Andererseits durfte und wollte ich meine XO nicht abservieren. Sie war das Bindeglied zwischen mir und der Crew. Sie musste die Kompetenzen nutzen, die ich aus ihrer Akte kannte - aber sie musste auch ihre Grenzen kennenlernen. Die Reise zum Athean-Sektor würde einige Tage in Anspruch nehmen, wir würden also Zeit haben, dieses Problem anzugehen...
 
..."Gerade in dieser Zeit wird es unverzichtbar sein, zusammen zu arbeiten um die ungeheuren technischen und wissenschaftlichen Ressourcen zu erschließen, die die Reise der ersten 'Picard' uns geschenkt hat. Dieses neue Schiff vereint nicht nur die Spitze technologischer Entwicklung der Rihannsu und der Föderation und ist damit eine großartige Bekräftigung des Nutzens unserer Allianz - nein, sie vereint auch Entwicklungen aus Zivilisationen, die wir vor einigen Jahren noch nicht einmal dem Namen nach kannten. Neues Leben und neue Zivilisationen zu entdecken, Frieden stiften - das ist die Aufgabe der Sternenflotte. Das ist die Aufgabe der 'Jean-Luc-Picard'-B in bester Tradition ihres großen Namensgebers."
 
*** USS Picard-B / Brücke ***
 
Der Preflightcheck des Jungfernfluges, eines der uralten Relikte der Flugzeug - und frühen Raumfahrtära, war ohne Beanstandungen gelaufen. Ich hatte den Startbefehl gegeben. Die Positionslichter streiften die eingefahrenen Arbeitskräne und Plattformen der Struktur. Dann floss ein blauvioletter Schimmer über alles - unser Fokussierring war aktiviert worden und schob das Schiff vorwärts. Langsam ließen wir das Raumdock von Utopia Planitia hinter uns.
 
Ich sah aus dem Augenwinkel, wie CoS Mort Caldred Commander Langtsar musterte. Sie mochten sich nicht, das zu erkennen brauchte man nicht die Expertise einer Counselor. Die auf diesem Flug übrigens fehlte. Die vorgesehene Deltanerin war bei einem Shuttleunfall verunglückt. Da sie in ein paar Wochen wiederhergestellt sein würde, wir aber auf dringenden Wunsch der Präsidentin das Problem im Athean-Sektor lösen sollten, hatten wir den Posten vorerst nicht neu besetzt.
 
Das Problem im Athean-Sektor...
Bedauerlicherweise hatte LaSalle bisher hauptsächlich herausgefunden, dass die Sache vor Ungereimtheiten strotzte. Wir nahmen beide an, dass es eine weitere Unbekannte im Hintergrund gab, die Einfluss auf Gouverneur Cairncross ausübte. Der oder die, eine Person oder eine Gruppe, die ihn vielleicht in Richtung Sezession steuerte - oder sogar erpresste. Es würde ein diplomatisches Pokerspiel werden, soviel stand fest. Cairncross hatte vor unserem Abflug Verhandlungsbereitschaft signalisiert und ich hatte ihm ein Treffen unter vier Augen angeboten. Sein Sekretär hatte das Angebot entgegen genommen und wollte es weiter leiten - seine Exzellenz sei gerade bei der Parade des Farmerfestivals auf einer der Außenwelten.
 
"Äußere Perimetergrenze Sektor 001 erreicht," verkündete Howy. "Tiefenraum-Kontaktbojen signalisieren grünes Licht. Kurs geprüft und Bahn abgeglichen."
 
Dass hieß, wir konnten den Warpantrieb aktivieren!
 
 
*** Büro des Captains / Einige Zeit später ***
 
Ich hatte soeben den kleinen Schrein zu Ehren der Elemente in einer der Wandnischen platziert. Ich teilte zwar die Religiosität vieler Rihannsu nicht, doch war es ein Geschenk meines Bruders und außerdem: Ehrfurcht vor den Elementen, die das Universum ausmachten, konnte ja auch einer Wissenschaftlerin nicht schaden!
 
In diesem Moment zirpte mein Com-Terminal. Gouverneur Cairncross?! Nein, das Symbol der Sternenflotte entfaltete sich in der kleinen Holomatrix auf meinem Schreibtisch. Wollte uns noch jemand eine gute Reise wünschen oder hatten wir etwas vergessen?
 
Commodore Varani erschien, eine Andorianerin und derzeitige Leiterin von Starfleet Security. + Admiral T'Khellian, wir haben eine ... Situation hier, die Ihren Auftrag etwas komplizierter gestalten wird. +
 
Oh, ich liebte es, wenn das Oberkommando eine 'Situation' hatte....!
 
+ Vor einer Stunde ist die USS 'Tscherenkow' als vermisst gemeldet worden, und zwar im Athean - Sektor. Die Transmitterbojen haben kein Positionssignal mehr erhalten, sie ist nicht am Zielort angekommen und es kann kein Funkkontakt mehr hergestellt werden. Keine Trümmer und kein Notruf + ...
 
 
*** USS Picard-B / Besprechungsraum ***
 
Ich schilderte der versammelten Seniorcrew die Ereignisse, soweit sie mir von Commodore Varani mitgeteilt worden waren: "Die USS Tscherenkow ist eines der letzten noch in Dienst befindlichen Schiffe der Galaxy-Klasse. Derzeit fliegt sie unter dem Signet der 'Sendak Space Lines', die sie vor zehn Jahren gekauft und zu einem Luxus-Kreuzfahrtschiff 'mit Nostalgieflair' umgebaut hat."
 
Über dem Konferenztisch schwebten jetzt holographische Aufnahmen der 'Tscherenkow', die im Originallook der 2370er Jahre hergerichtet worden war. Viele Leute mochten das. Die 'gute alte Zeit', vor dem Dominionkrieg und dem unrühmlichen Phyleilakonflikt, vor der erst jüngst beendeten verstärkten Militarisierung der Föderation, und ja... vor der Allianz mit den Romulanern! Retrostyling war in.
 
"Die USS Tscherenkow war unterwegs von Bolarus nach Ilmoria, mit einem Zwischenstop auf Risa..."
 
"Da war sie aber ganz schön vom Weg abgekommen," bemerkte LaSalle und zog die Augenbrauen zusammen. "Und überhaupt, die Farbe der Teppiche ist zu grell geraten."
 
"Solche Bemerkungen sind nicht zielführend," fauchte meine XO.
 
"Haben Sie etwas beizutragen, Commander?" fragte ich.
 
"Sir, nein Sir, im Augenblick nicht, Sir!"
 
"'Nein, Madam' reicht vollkommen. - In der Tat, die 'Tscherenkow' hatte laut Flugplan nichts im Athean-Sektor zu suchen," fuhr ich fort. "Dennoch stammt ihre letzte automatische Positionsmeldung aus diesem Bereich..." Ich rief eine Karte des fraglichen Sektors auf und markierte ein unauffällig scheinendes System mit sechs Planeten.
"Was die Lage zu einem Politikum macht: an Bord der 'Tscherenkow' befand sich Jusuf Ibn'Shalat, der Sohn des derzeitigen Außenministers der Föderation. Es gibt bereits Stimmen, die von einer Entführung sprechen und indirekt Cairncross verantwortlich machen."
 
"Haben wir schon eine Stellungnahme des Gouverneurs?" fragte Commander Langtsar.
 
"Nein, und auch keinen Funkkontakt derzeit. Die Sensoren messen eine massive Subraumstörung, aber wir sind derzeit noch zu weit entfernt, um genauere Daten zu empfangen." erklärte unser Wissenschaftschef, ein Rihanha namens Tr'Movath.
 
"Irgendwelche Meldungen von Terroristengruppierungen?"
 
"Bisher nicht. - Wir haben noch vier Flugtage, bis wir im Athean-Sektor ankommen. Wir müssen sie bestmöglichst nutzen! Mr. T'Sok," wandte ich mich an unseren Chefingenieur, "lassen Sie sich von der technischen Abteilung der Sternenflotte und von den Sendak Space Lines alle Daten zur Galaxy-Klasse und den Spezifikationen dieser Ausstattung übermitteln. Stellen Sie sich ein Team zusammen und gehen Sie die bekannten Schwachpunkte der Schiffsklasse durch."
 
Der Vulkanier nickte und machte sich einige Notizen auf seinem Padd. "Wir können bei einer Galaxy-Klasse aufgrund der fehlenden Transwarpkapazität  zumindest davon ausgehen, dass ihr kein Unfall wie der Picard - A passiert ist," sagte er.
 
"Mr. Edzardus, Mr. Tr'Movath, Sie übernehmen die Auswertung der Sensordaten, sobald wir in Reichweite sind - wahrscheinlich in etwa 13 Stunden. Prüfen Sie Präzedenzfälle von Subraumstörungen, Wurmlöchern und Phasenverschiebungen, die plötzliches Verschwinden von den Sensoren und Ortsversetzungen involviert haben."

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