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  Zwischenlog 28 / Vandenberg
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Aug-Sat-2020, 10:52 AM - Forum: *** Spiegeluniversum *** - Antworten (1)

Auf dem Frachter Rohangus
 
Der Raum roch nach Metall. Von den weißgekachelten Wänden und dem Boden aus Edelstahl strahlte mitleidlos das grelle Licht der extrem starken Deckenbeleuchtung herab. Dieser Raum hatte die Anmutung eines Schlachthofes und genau das war sein Zweck.
Die beiden Wachen stießen Richard von Rabenstein hart in den Rücken, um seinen Gang zu beschleunigen Als ob dies etwas nutzen wurde. Richards Hände waren mit Handschellen auf den Rücken gefesselt. Seine Fußgelenke waren so eng zusammengekettet, das Richard kaum Laufen konnte.
Am Ende des Raums, auf einem Fundament, aufgebaut vor einer Empore mit einem Richtertisch, stand das stählerne Gerüst einer Guillotine. Die Energieklinge am hochgezogenen Fallschlitten, war bereits aktiviert und leuchtete stechend blau. Ein Anblick von grotesker Schönheit pervertierter Technologie.
Auf dem Empore saß, schwarz gekleidet, ein schlanker Mann, dessen Bewegungen etwas graziles, aber dämonisches an sich hatten. Passend zum Anlass trug er ein blutrotes Halstuch.
Richard konnte noch die, neben dem Richtertisch schwebenden Hologramme der feisten Gesichter jener Kleriker erkennen, welche als Geschworene in seinem Prozess eine Rolle gespielt hatten. Oh ja, es war ein Schauprozess. Und das Urteil hatte von Anfang an festgestanden. Tod in den Katakomben Roms.
Neben dem Gerüst der Guillotine stand ein ebenfalls schwarz gekleideter Mann, dessen Gesicht durch eine Maske verdeckt war: Der Scharfrichter. In der Hand hielt er locker die Kontrollbox der Guillotine
LaSalle lächelte dünn. Dies war zwar ein Tag größten Triumphs für ihn, aber augenscheinlich langweilte sich der Großinquisitor.
 
LS: Richard von Rabenstein. Willkommen zur Ihrer Abschiedsparty. Ich danke Ihnen für die Einladung.
 
Richard lächelte bösartig.
 
Ri: Das Vergnügen ist ganz meinerseits. Wie ich sehe, sind sie zu altmodischen Methoden zurück gekehrt?
LS: Ach wissen Sie, eine Enthauptung hat so etwas archaisch symbolisches. Was glauben Sie, welche Einschaltquoten Ihre Exekution in den diversen Execution-Channels bringen wird? Aber genug geredet. Ich möchte heute noch etwas Golf spielen.
Ri: Ah ja, mit meinen Kopf?
LS: Wer weiß? Eventuell bis zum 1. Cut? Fangen wir also an. Show must go on.
 
Eine leiernde Computerstimme rasselte noch einmal das Todesurteil gegen Richard von Rabenstein, wegen Heräsie, Rebellion und Konspiration gegen die Kirche herunter, dann stießen die beiden Wachen Richard hart auf die stählerne Liege der Guillotine und schnallten ihn fest. Die Liege wurde nach vorne geschoben und Richards Hals mittels dem Oberteil der Lünette direkt unter dem Fallschlitten mit den beiden Plasmaprojektoren der Energieklinge fixiert. Alles war bereit.

LS: Sie werden sehen: Sie werden kaum etwas spüren. Nur einen leichten Luftzug im Nacken. So sagt man jedenfalls.
Ri: Vielleicht sollten Sie es einmal ausprobieren?
LS: Oh, Richard, höre ich da einen Anflug von Bitterkeit? Kommen Sie. Sie hätten das Gleiche mit mir gemacht, wenn Sie die Gelegenheit nicht verpasst hätten. So ist das Spiel.
Ri: Ja, mit größter Wahrscheinlichkeit. Aber ich hätte Ihren Abgang mit wesentlich mehr Stil inszeniert.
LS: Ich bin ein einfacher Mann der Kirche. Ich arbeite mit soliden Mitteln. Aber keine Sorge. Ihren kleinen Freund, den fetten Mönch, werde ich nicht in diese Kammer bringen. Er wird ganz normal am Galgen baumeln. Ist auch viel besser für Moral in der Kirche. So, noch irgendwelche letzte Worte?
Ri: Eines Tages wird Sie jemand beseitigen, LaSalle. Und dann werden Sie im Stovokor verrotten!
LS: Der einzige, der mich noch stoppen könnte, ist evtl. DeRaaf. Und der hat derzeit andere Dinge zu tun. Sie mein Freund spielen hier nicht mehr mit. Dies ist heute Ihre letzte Episode. Viel Spaß auf Ihrer Reise zur Hölle. Die letzte Ölung haben Sie sich ja wohl selbst gegeben. ANFANGEN!
 
LaSalle gab dem Scharfrichter einen Wink, die betätigte den Bereitschaftsknopf auf der Kontrollbox. Wasser schoss aus Düsen rum um das Gerüst. Dann betätigte der Scharfrichter den Auslöseknopf. Man hörte kurz eine Audio-Bestätigung der Guillotinensteuerung <coupe´> und dann ein scharfes Klicken. Das elektrische Mouton gab den Schlitten mit der Klinge frei, diese glitt in ihren Führungsschienen herunter und…..
 
…. Richard erwachte aus diesem unangenehmen Traum. Er öffnete die Augen und starrte in das Halbdunkel seiner Kabine auf dem uralten Frachter. Von Schmidt-Rottloff hat ihn und Bruder Anselmuns, nach der Befreiung aus dem Hochsicherheitsgefängnis auf Epsilon Eridanus, an Bord der Rohangus gebracht. Man würde beide in Sicherheit bringen und dort würde Richard auf Vandenberg treffen. Nur wo dieser sichere Ort sich befand, das hatte von Schmidt-Rottloff Richard nicht verraten. Aus Sicherheitsgründen. Und jetzt flogen sie bereits 2 Monate kreuz und quer durch en imperialen Raum. Wohl um Verfolger abzuschütteln.
Richard starrte an die Decke. Nur das leichte Klappern eines Luftauslasses der Klimaanlage war zu hören. Und die kaum vernehmbare, immerwährende Vibration des Antriebs war zu spüren.
Wären die hin-und wieder kehrenden Alpträume nicht, könnte Richard sich nicht beschweren. Er war am Leben, bekam jeden Tag 3 Mahlzeiten und selbst Bruder Anselmus Hund wurde ausnehmend gut behandelt.
Ja, er war am Leben. Aber war derzeit zur Untätigkeit verdammt. Außerdem war er seines Netzwerkes beraubt, abgeschnitten von den Geschehnissen in der Galaxis. Und was ihm am wenigsten behagte, war die Tatsache, dass er Vandenberg sein Leben verdankte. Warum ausgerechnet Vandenberg? Das Schicksal konnte manchmal ein Dreckskerl sein.
 
Richard mochte kein Navigator sein, aber er hatte, bei seinen vielen Reisen, ein Gespür für die Veränderung von Frequenzen eines Antriebs entwickelt. Und der Antrieb der Rohangus lief jetzt eindeutig im Leerlauf. Das konnte nur zwei Dinge bedeuten.
Das Signal des Wandcoms unterbrach Richards Gedankengänge. Die Stimme von Captain Erskine, dem Kommandanten des Frachters war zu hören.
Er: Euer Exzellenz, kommen Sie bitte auf die Brücke. Wir sind am Ziel.
Richard von Rabenstein legte die schmucklose Bordkleidung, welche man ihm nach der Flucht zur Verfügung gestellt hatte,  an und begab sich auf die Brücke.
 
Auf dem Screen war ein braun-grüner Planet zu erkennen. Nichts Besonderes. Die Positionsangaben zeigten, dass man sich in den Badland, der absoluten Randzone des Imperiums befand. Hier gab es Gravitationsanomalien, schwarze Löcher und eine Unzahl an Gesetzlosen. Und hier hatte sich noch nie ein Schiff der Flotte, geschweige denn der Inquisition blicken lassen. Dazu war dieses Gebiet einfach zu unwichtig. Der Planet auf dem Screen, war so tief in dieser Zone vergraben, das selbst der Generalastronom der Flotte ihn wohl nicht kannte.
Richard sprach Captain Erskine an.
 
Ri: Was sehe ich mir hier an?
Er: Malastair 4. Die Treppe zur Bosheit. Sehr frei aus dem Badlandsjargon übersetzt.
 
Richard horchte auf.
 
Ri: Malastair ist ein Mythos.
Er: Mag sein, aber wir sind jetzt hier.
Ri: Um was zu tun?
Er: Sie treffen sich hier mit Vandenberg. Packen Sie Ihre Sachen. Sie erhalten ein Shuttle und die Koordinaten des Treffpunktes. Und seien Sie bitte so freundlich und nehmen diesen Mönch und seinen Hund mit. Die beiden fressen mir die Haare vom Kopf.
Ri: Ich werde mit dem größten Vergnügen Ihr Schiff verlassen. Was haben Sie dann vor?
Er: Weiterfliegen. Nie lange an einem Ort bleiben. Show a low profile. Das ist die beste Lebensversicherung. Nun Euer Exzellenz, passen Sie auf sich auf.
Ri: Ich danke Ihnen für Ihre Gastfreundschaft.
 
--------------------------------------------------------

 
Ortswechsel:
 
Auf Malastair 4
 
2 Stunden später.
 
Der Wind hatte mindestens Stärke 8 und blies den rötlichen Sand wie ein Sandstrahler vor sich her. Die Luft roch nach Metall. Das lag an den großen Mengen Eisenoxyds, mit welchem der Sand durchsetzt war. Die Koordinaten, welche man Richard gegeben hatte, hatten ihn und Anselmus zu einer Oase mitten in der Wüste geführt. Nach dem monatelangen Raumflug war jedoch selbst diese Wüste ein erhebender Anblick. Und natürlich das Objekt, welches direkt in der Oase stand. Ein futuristisch anmutendes, graues Schiff, nicht größer als die Rohangus. Richard begann entschlossen in Richtung des Schiffes zu marschieren, Anselmus und seinen Hund im Schlepptau
Etwa 50 Meter von Richard und Anselmus entfernt, war jetzt eine Gestalt in Vollpanzerung aufgetaucht. Herodes, Anselmus Hund, knurrte laut und raste dann, wie ein abgeschossener Pfeil, auf die Gestalt zu. Anselmus war entsetzt.

An: Herodes, wirst Du wohl herkommen? Was ist das für ein Benehmen?

Doch Herodes schien nicht zu hören. Er überbrückte die 50 Meter mit wenigen Sprüngen. Doch statt die Gestalt zu attackieren, blieb er abrupt stehen. Die Gestalt kniete sich vor Herodes nieder und begann den Hund zu streicheln. Anselmus war verblüfft.

An: Das, das kann nicht sein!
 
Die Stimme einer Frau ertönte aus dem Helmlautsprecher.
 
< Meine Herren, Sie werden an Bord der Dark  Mirror erwartet. Bitte folgen Sie mir>

Richard nickte langsam mit dem Kopf.

Ri: Ich kenne diese Stimme. Das ist Schwester Agathea, vom Orden der ewigen Büßerinnen
.
An: Ist das jene Frau, welche sich damals um Herodes gekümmert hat?
Ri: Ganz recht.
An: Deswegen hat Herodes sie nicht angegriffen!
Ri: Mhmmm, welch bemerkenswerte Begegnung.
An: Inwiefern?
Ri: Nun, eigentlich ist Schwester Agathea seit 4 Jahren tot. Kommt mit Bruder Anselmus. Das wird eine  interessante Begegnung.
 
---------------------------------------------------------
 
Ortswechsel:
 
Auf Malastair 4 / ISS Dark Mirror / Brücke
 
Wo immer sich Vandenberg die letzten Monate herumgetrieben hatte und woher er auch immer dieses Schiff hatte, sein Geschmack hatte sich um das hundertfache verbessert. Soviel musste Richard zu geben. Das Design vermittelte den Eindruck großen Luxus für den Geist, jedoch weniger für den Körper.
Vandenberg saß in der Mitte der Brücke. Im harten Deckenlicht konnte man den ehem. Flottenkommissar genau erkennen.Seine Gestalt hatte sich verändert. Er wirkte älter, nicht mehr ganz so agil wie bei der letzten Begegnung. Sein Haar war grauer geworden, die Gesichtszüge schärfer und härter. Die gesamte Gestalt atmete so etwas wie Zynismus, wenn so etwas bei einem Körper möglich war. Vandenbergs  Stimme mit der er jetzt Richard von Rabenstein ansprach, hatte etwas Grollendes. Fast so wie ein Gewitter in weiter Ferne.

Va: Willkommen Richard von Rabenstein, willkommen Bruder Anselmus. Es ist schon etwas Zeit vergangen, seit unserem letzten Treffen,
Ri: Das ist zutreffend. Interessantes Schiff, welches Sie da haben.
Va: Ja, manche Dinge findet man eben an den ungewöhnlichsten Orten.
Ri: Es fragt sich eben nur wo.
Va: Wie ich erkenne, haben Sie viele Fragen!
 
Richard lächelte dünn.
 
Ri: In der Tat, die habe ich.

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  Titelmusik fürs Spiegeluniversum
Geschrieben von: Sareth - Aug-Sat-2020, 07:07 PM - Forum: *** Visuelle Kommunikation *** - Keine Antworten

...ich hab das gerade wieder gefunden.... könnte ja geradezu ein Theme für meinen Inquisitor sein. Ich hatte vor, ihn auch noch ein wenig fanatischer zu gestalten. Vielleicht ist er jetzt zu nett.


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  Star Trek "Lower Decks"
Geschrieben von: Sareth - Aug-Tue-2020, 08:24 PM - Forum: *** Star Trek und Sci Fi im TV und Kino *** - Antworten (1)

So, erste Folge der neuen Zeichentrickserie Lower Decks gesehen!

Über den Inhalt möchte ich nichts weiter verraten, außer, dass es um eine Reihe mehr oder minder nervöse Ensigns und NEulinge an Bord geht, die in der zweiten Reihe stehen und irgendwie nie die Beachtung bekommen, die sie verdienen... Die Story war auch soweit ok, als es ja eine Kinderserie sein soll.

POSITIV:

Star Trek sieht wie Star Trek aus, also die Klingonen, Trill, Benziten... das Schiff... passt gut in die TNG/VOY/DS9-Era. Dialoge und Star Trek-Feeling - für einen Kindercomic ok, sehr gut fand ich z.B., dass diese Riesenspinne nicht einfach abgeschossen wird, sondern gerettet werden muss.

NEGATIV:

Die Graphik .... Schiffe und Weltraum sah (gewollt ???) aus wie von einem 12-jährigen Fan am Computer gebastelt, die Zeichnung der Leute, naja, eher so Simpsons-mäßig. Gar nicht mein Fall.
Am Schlimmsten fand ich das super-hektische Gequassel. Mal ist ja ok, aber das ging 25 Minuten so, als hätten sämtliche Charas Amphetamine geschluckt. War mir zu viel, ehrlich gesagt.

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  Nasa-Rover „Perseverance“ ist auf dem Weg zum Mars
Geschrieben von: Sareth - Jul-Thu-2020, 03:08 PM - Forum: *** Science News *** - Keine Antworten

...wird aber erst in sieben Monaten ankommen.

Immer noch geht es um die Suche nach Leben. Spezielle Bohrer und Experimente sind an Bord, aber auch ein kleiner Helikopter. Hoffen wir, dass alles gut geht und der Rover weich landet!

Hier gibt es mehr zu der Mission: https://mars.nasa.gov/mars2020/

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  ABSCHLUSSLOG Athean-Komplott
Geschrieben von: Sareth - Jul-Thu-2020, 03:03 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

NRPG: wir wussten das mit Warners falscher Identität ja eigentlich schon...

RPG:
*** Athean Prime / Gouverneurspalais ***

Gouverneur Cairncross, oder wie er sich selbst offenbar gern sah, der Präsident der Athean Assembly, hatte LaSalle und mich mit einem ganzen Konglomerat an Verschwörungstheorien konfrontiert. Einer Sternenflotte, die eine Art Schattendasein führte und unabhängig operierte, korrupten Politikern, Vertuschung von Kriegsverbrechen. Die Thesen hörten sich auf den ersten Blick schlüssig an, doch waren sie von haarfeinen Verbindungen und Annahmen gestützt, die in sich zusammen fallen konnten, sobald auch nur eine Karte des Kartenhauses heraus gezogen wurde. Die Fakten, die LaSalle und ich über den Phyleilasektor und seine Finanzlage wussten – aus leidvollen langen Sitzungen und Budgetdiskussionen – hatten bereits zwei Karten entfernt. Und es war ganz einfach absurd zu glauben, eine solche enorme Verschwörung hätte unbemerkt über Jahrzehnte existieren können. Da waren die Verschwörungstheoretiker wie all ihre ‚Vorfahren‘ der vergangenen Jahrhunderte in ihre eigene Falle getappt, das sie überall dort, wo es keine Beweise gab, dies als Beweis ihrer Theorien ansahen!

Ich hob den Blick von dem Padd mit den kurzen Ausführungen, das Cairncross mir eben gereicht hatte und gab es an LaSalle weiter.  Aus dem Augenwinkel sah ich, wie sich seine Augenbrauen schon beim zweiten Satz spöttisch hoben.

„Was ich dazu sage, Gouverneur,“ begann ich ohne Rücksicht auf seine eigene Titulatur, „ist, dass Sie in einem Punkt richtig liegen, genau wie Captain Hendricks. Es gab in der Tat irreguläre Einsätze einer Vigilantengruppe im Phyleilakrieg. Dieser Angelegenheit werden wir mit Hilfe der Zeugenaussagen von Hendricks und Marvin Albras auf den Grund gehen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Wir kennen seinen Namen: Pal Miruulinnen, Ihnen auch bekannt als Ovid Warner.“

Cairncross Gesichtszüge entgleisten. „Das ist ja… vollkommener Irrsinn! Ich kenne Warner seit Jahren, ich habe ihn von der Sicherheit überprüfen lassen!“

„Nun, es sind immer die in der nächsten Nähe, die zur Gefahr werden, nicht die Feinde, die man sowieso im Auge behält. Und daher-“
Mein Kommunikator unterbrach mich. Es meldete sich ein sehr aufgeregter Hohardus Edzardus und bat, ungestört mit mir sprechen zu können. „Wenn Sie mich bitte einen Moment entschuldigen, meine Herren…“ Ich trat hinaus ins opulente Vestibül an einen Springbrunnen, der gleichzeitig als natürliche Abhörsicherung wirken konnte. „Nun, schießen Sie los!“

+Ja, der Schuß wird den Gouverneur rückwärts umblasen! Hören Sie zu, ich habe hier einen alten Kumpel aus Vegas Taxiservice getroffen, der letzte Zeit ein paar merkwürdige Leute in den Athean Sektor kutschiert hat. Und außerdem Bekanntschaft mit einigen der Hetzparolen geschlossen, die gerade so im Umlauf sind. Hier werden seit Wochen gezielt falsche Nachrichten verbreitet und auch Unterlagen gefälscht. Da ist ein ganzes gut organisiertes Anti-Föderations-Netzwerk am Laufen… +

Ich hörte ihm zu und hoffte, dass dies nicht eine weitere Verschwörungstheorie werden würde, von denen dieser Sektor ein unangenehm hohes Maß aufzuweisen hatte.  Aber einige Minuten später war mir klar, dass er oder besser sein Taxifliegerkumpel etwas Brisantes ausgegraben hatten. Ich befahl den beiden, sich  mit den gesicherten Beweisen umgehend zur Captains Yacht zu begeben und das gesamte Datenpaket sowohl zum OBH der Sternenflotte als auch zur DIA zu senden. Anschließend sollten sie starten und den Transporter für uns bereit halten, falls wir hier irgendwelche Schwierigkeiten bekommen sollten. Dann begab ich mich zurück zum Gouverneur und LaSalle.

Mein Strategischer Berater hatte unterdessen offenbar noch einige andere Details aus dem Kommuniqué des Gouverneurs seziert, denn Cairncross stand mit düsterer Miene am Fenster.

„Exzellenz, Commodore: ich habe die Beweise, dass Ihr Berater sich nicht nur hinter einer falschen Identität verbirgt, sondern auch in einer Schlüsselrolle an den jüngsten Hetzkampagnen und in einer Korruptionsaffäre beteiligt ist. Sie sollten umgehend seine Verhaftung veranlassen, da Verdunklungs- und Fluchtgefahr besteht.“

Cairncross schien von den Ereignissen völlig überrumpelt. „Ich kann es nicht fassen. Dieser perfide… mir fehlen die Worte. Ich kann keinen Haftbefehl ausstellen.“

„Nun, aufgrund meiner Ermächtigung von der DIA bin ich dazu autorisiert.“ LaSalle trat Richtung Schreibtisch. „Verbinden Sie mich mit Ihrem Oberjustiziar!“

Cairncross nickte und trat ans Interkom, authentifizierte sich und stellte die Verbindung her.

 
*** Einen Tag später / Gouverneursbüro ***

Unterdessen war Ovid Warner in Untersuchungshaft und die Staatsanwaltschaft stellte ihr üppiges Dossier gegen ihn zusammen. Entgegen meiner Befürchtungen war LaSalle und mir nichts passiert – im Gegenteil, dem Gouverneur schien daran gelegen, uns unseren restlichen Aufenthalt in der Gästesuite so angenehm wie möglich zu gestalten.

Nun stand der Aufbruch an und ich hatte Cairncross noch einmal in seinem Amtszimmer aufgesucht. Mein Blick erfasste das „Präsidenten“-Schild im Papierkorb aus Stahlgeflecht und das Buch, das der Gouverneur gerade  umgedreht auf den Schreibtisch legte.

„Die ‚Melusinen der Ehre‘?“

„Eine passende Lektüre für meine Situation,“ antwortete er.  „Richard von Rabenstein hat wirklich ein überaus scharfes Gespür für die Abgründe der menschlichen und sonstigen Existenzen. – Wie dem auch sei,“ er erhob sich, „ich werde mein Amt zur Verfügung stellen, angesichts der Ereignisse.“

„Das würde ich mir reiflich überlegen. Immerhin kennen Sie jetzt ihre Feinde, und die Fallen, die man Ihnen ausgelegt hatte. Aber Warner war nicht allein, und er und sein Netzwerk hat bedauerlicherweise viel Unkraut gesät in den letzten Monaten. Die Bevölkerung Ihres Sektors braucht jetzt jemanden, der die Machenschaften durchschaut und gegensteuern kann! Ist das nicht auch das, was der Held der ‚Melusinen‘ letztlich macht? Sich standhaft dem Sturm entgegenstellen, allen Widrigkeiten zum Trotz. Und ich hoffe doch, dass dies…“ Ich wies auf das Schild im Papierkorb, „auf dem sprichwörtlichen Müllhaufen der Geschichte gelandet ist?“

Cairncross lachte freudlos. „Ja, die Träume von Glorie und Glanz … Schall und Rauch. Wissen Sie, ab und zu, und eigentlich immer mehr, beneide ich Sie und die anderen Kommandanten der Sternenflotte. Heute sind Sie da, greifen ein, retten die Welt – und morgen fliegen Sie wieder ab und überlassen die alltägliche Mühsal den Instanzen vor Ort.“

„Ja, das Privileg des Captains, wenn Sie so wollen. – Es wird Zeit. Leben Sie wohl, Gouverneur.“ Ich streckte ihm die Hand entgegen und er schüttelte sie kurz.

„Leben Sie wohl, Admiral.“

 
*** Einige Tage später / An Bord der USS Picard B / Brücke ***

Wir hatten die „Tsherenkow“ im Schlepp und kamen demzufolge nur langsam voran. Das wiederum war eine doppelte Herausforderung, denn wir hatten ja die Passagiere des Luxusliners unter nicht ganz so luxuriösen Bedingungen an Bord. Und die konnten sehr ungnädig werden…

Soeben öffnete sich die Tür des Turbolifts der Brücke und mein Sicherheitschef Mort Caldred trat ein. Sein Gesichtsausdruck ließ gar keinen Zweifel, dass er wieder mit einer solchen Beschwerde konfrontiert worden war.

„Ja, Mr. Caldred?“ fragte ich. „Wessen Anwalt droht uns diesmal mit einer Klage?“

„Priis Cavalt, Vorstandsmitglied bei Menkalinan,“ antwortete Caldred säuerlich. „Ich habe seine Sprößlinge darauf hingewiesen, dass die Gänge des Schiffes kein Platz zum Federball spielen sind.“

„Nun, morgen sind wir bei der Orbitalwerft und übergeben einen Großteil der Passagiere an die dort eingetroffenen Privatyachten und Vegas Taxiservice.“

Howy wandte sich von der Navigationskonsole um und grinste: „Ja, für die gibt es jetzt einige gute Touren. Irgendeiner profitiert immer!“

Ich kam nicht zum Antworten, denn das Interkom piepte und einer der Bordingenieure meldete sich: + Ich wollte Ihnen nur die Beschwerde weiterleiten, Admiral. Der replizierte Kaffee sei nicht aromatisch genug.+

Wir seufzten beinahe unisono.

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  Das Athean-Komplott / Log 24 / NPC / Howy
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jul-Sun-2020, 12:45 AM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

Athean Prime / Silian City / Nähe des Raumhafens

Pavel Kortschnois Taxi war ein älteres, typisches VAG-Modell und daher noch nicht neuronal vernetzt. Pavel hatte daher etwas Mühe in das Gefährt hinein zu kriechen, was auch mit Pavels nicht unerheblichen Bauchumfang zu tun hatte und die Systeme hoch zu fahren. So dauerte es einige Minuten bis Pavel und Howy, welcher sich in den Sitz neben Pavel gequetscht hatte, die Daten zu jenem Fahrgast gefunden hatten, dessen Signatur Pavel erkannt hatte.
Pavel grinste breit.

PK: Das ist er. John C. Poabst.

Howy schüttelte den Kopf.

Ho: Nie gehört.
PK: Mal sehen, was die Community so über ihn weiss,

Pavel aktivierte ein 2. Holodisplay und loggte sich in das Netzwerk der Taxigilde der KMC ein.

PK: Mhmm John C. Poabst. War einmal Mitglied der Sternenflotte. 2. Flotte. War ihm zu wohl zu lasch, ist dann zur 3. Flotte gegangen. Har dort jedoch nicht den Anforderungen genügt. Hihi, hat sich wohl schon als Captain gefühlt und sich mit seinem Captain, einem gewissen Steve Smith angelegt. Der hat ihm dann persönlich eine Tracht Prügel erteilt. Poabst wurde dann zum Innendienst nach Berlin versetzt. Dort hat er dann einen illegalen Waffenhandel aufgezogen und ist auf die Schnauze gefallen. Wurde von der DIA hopp genommen, bekam 5 Jahre Haft auf Charon. Nach seiner Entlassung kam er dann bei Sellin Security Services unter.  Scheint nicht gerade das hellst Licht auf der Torte zu sein.
Ho: Hat der Kerl irgendwelche Verbindungen? 
PK: Muss er. Kam als VIP-Flug-Auftrag zu mir,  Der Auftraggeber war ein gewisser Piter Groot.
Mal sehen. Ja, da ist er . Piter Groot. Sieh sieh an. Piter Groot ist Projektleiter bei der Beratungsfirma Starhawk-Foundation. Sein Projekt: Einrichtung von Sektorflotten in Gebieten, in denen sich eine permanente Flottenpräsenz durch reguläre Einheiten der Sternenflotte nicht lohnt. Und der erste Sektor in dem dieses Verfahren durchgeführt werden soll ist der Athean-Sektor. Und Groot hat Poabst mit der lokalen Projektleitung beauftragt.
Ho: Aber was hat Poabst mit dieser üblen Propaganda zu tun?
PK: Moment, da gibt es noch weitere Querverbindungen. Piter Groot hat einen Bekannten, einen gewissen Walden Pelter.
Ho: Ist das nicht dieser Medienmogul?
PK: Japp. Zumindest sieht er sich als Medienmogul. Und sein bevorzugter Kunde ist die SFP!
Ho: Das wurde die Fakt erklärten, das jemand einen Propagandasender zur Verfügung hat. Aber was will derjenige, welcher hinter allein steckt, dadurch gewinnen?
PK: Lass uns einmal weiter sehen. Das Taxigildennetzwerk ist unabhängig, verschlüsselt und fast so weit reichend wie der Tal Shiar....mhmm...das ist interessant. Pelter seinerseits scheint jede Menge Aktien an diversen Rüstungsfirmen zu besitzen. Das wäre ja nichts Besonderes aber.....hui....

Kortschnoi pfiff durch die Zähne.

Ho: Was ist?
PK: Pelter war einmal Mitglied der Sternenflotte. Und zwar Teil des Special-Operations Unit 4. Besser bekannt als Agressor-Service. Spezialität: False Flag Operations. Interessanter Weise wurde die Truppe vor dem Phyleila-Krieg aufgelöst, Das wurde jedoch nie publik gemacht, bis Pelter in einem Interview mit INN darüber geplaudert hat. Das war vor 7 Jahren. Gab einen Riesenskandal.  Der Verteidigungsminister musste damals zurück treten und DeRaaf hat das Amt dann ja übernommen. Pelter scheint Verbindungen hier zu haben. Mhmm....Merkwürdig......mehr scheint nicht da zu sein. Aber...dieser Typ hier...er taucht bei all den Kerls die wir hier sehen immer als Verbindung, oder Geldgeber, oder Fürsprecher auf.
Ho: Und wer ist das?
PK: Keine Ahnung Howy. Name sagt mir nichts. Ein gewisser Ovid Warner.

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  Das Athean-Komplott Log 23
Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Jul-Sun-2020, 08:46 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Keine Antworten

Nrpg: ich versuche, ein wenig im Stil von Howy zu schreiben... ein zwei logs noch für den Chara + das Abschlusslog, wenn die Mission vorbei ist.
 
RPG:
 
*** Athean Prime / Sillian City ***
 
Mann, das war ja echt ein Ding! Während ich durch die Straßen der Hauptstadt strolchte, ging mir immer wieder die Sache mit Hendricks und dem Massaker und den Phyleilanern durch den Kopf. Was wurde da blos für ein übles Süppchen gekocht? Ich hoffte, meine Kommandantin und LaSalle bekamen was raus da beim Gouverneur. Aber eigentlich traute ich solchen Politikern ja sowieso keinen Steinwurf weit! Die schlängelten sich immer so durch und konnten stundenlang reden ohne eigentlich was zu sagen. Da hatte sich vermutlich in den letzten Jahrhunderten nichts dran geändert!
 
Hier in der Stadt fiel mir auf, dass es den Leuten wirklich sehr gut ging. Klar, Not und Mangel gab es nirgends mehr in der Föderation, außer vielleicht in kleinen Fundamentalistenkolonien, die partout auf Technik verzichten wollten und dann eben auch die Probleme der Vorväter hatten. Aber hier herrschte wirklich Luxus, das sah man an den Läden, an den teuren Materialien, die überall verbaut worden waren. Kein Zweifel, der Athean-Sektor florierte! Aber wie es oft so ist, ging es den Leuten vielleicht ZU gut. Sie hatten Sorge, ihren Wohlstand und ihre Privilegien irgendwie zu verlieren. Das sie vielleicht ein paar Prozente mehr abgeben müssten, an Phyleila beispielsweise, Aufbauhilfe! Daher ja auch die Gerüchte mit den angeblichen riesigen Ressourcen auf Phyleila, die man unter der Hand hielt.
 
Überhaupt fiel mir auf, dass hier eine Menge Verschwörungstheorien unterwegs zu sein schienen:
Ich lehnte mich gegenüber von einem Café an eine antik aussehende Laterne und beobachtete, was so abging, als plötzlich irgendwas an mir kleben blieb! Eine Zettel, wie ich im nächsten Moment feststellen durfte, der wohl vor kurzem an eben diese Laterne geklebt worden war und nicht richtig gehaftet hatte. Dass heisst, an MIR haftete er schon! Nach etwas Mühe hatte ich das klebrige Ding auf einem nahen Blumenbottich abgestreift und konnte lesen, was drauf stand: Die Föderation betrügt uns! Die Föderation belügt uns! Lasst es euch nicht gefallen!
Es folgte ein Code für das örtliche Newsfeed-System.
 
Aha, da wollte ich doch mich da mal einloggen!
 
Ich kam aber nicht dazu, denn in diesem Moment brüllte jemand: "Hohardus Edzardus, bist das wirklich du oder trügen mich meine schwachen Äuglein?!"
 
Ich drehte mich um und sah einen rundlichen Typen mit Schnauzbart in der Dienstweste von Rollo Vegas Intergalaktischem Taxiservice. Pavel Kortschnoi, mein alter Fluglehrer und Kumpel bei Vega's! Wir umarmten uns und klopften uns auf die Schultern. "Die Welt ist ja wirklich klein! Was machst du denn hier?"
 
"Na, einen Kunden abliefern, was sonst. Und du? Schon wieder auf großer Fahrt? War dir der kleine Trip mit der ersten Picard noch nicht genug?" Pavel grinste und schob mich in Richtung des Cafés, wo wir erst mal zwei große  Becher Raktajino bestellten. Der Kellner war für einen Moment irritiert, klingonische Getränke wurden hier wohl nicht so oft geordert.
 
"Och, du weißt ja, mich lockt das Abenteuer. Mal so eine Auszeit ist okay, aber immer nur auf dem Deich sitzen ist nicht mein Fall. Ich muss raus in die Welt, oder besser gesagt den Weltraum!" Ich erzählte, was wir auf dieser Mission erlebt hatten, und wie meine Technikkollegen und ich die vermisste USS Tscherenkow zurück geholt hatten.
 
"Was hier abgeht, ist ja eine ganz undurchsichtige Sache," meinte Pavel und schlürfte seinen Raktajino. "Habe die letzte Zeit öfter hier zu tun gehabt, Stammkunden."
 
"Ja, erzähl!"
 
"Naja, wie du schon sagtest, diese ganzen Verschwörungstheorien, die im Umlauf sind: der Gouverneur will die Föderation verlassen, die Föderation schiebt den Phyleilanern Mittel hinten rein, die Sektorflotte, etc. pp. Jeden Tag scheint was neues Absurdes im Netzwerk aufzutauchen. Und das Schlimmste ist, irgendwelche Anhänger finde auch die bekloppteste Theorie! Gestern las ich irgendwo, die Föderation wolle den Subraum verminen!"
 
"Das muss doch irgendwer steuern! Tut sich die Fünf-Dollar-Preisfrage auf, wer und wozu?" Kurz ging mir durch den Sinn, dass ich eigentlich nicht wusste, was ein "Fünf-Dollar" sei, und dass ich das mal recherchieren musste, wenn ich zurück auf der 'Picard' war.
 
"Vielleicht jemand, der davon profitiert, dass der Gouverneur abgesägt wird, weil er selber nach oben will... Oder jemand, der Unfrieden zwischen den Romulanern und der Föderation säen will. - Was hast du denn da?"
 
"Einen Zettel. Klebte drüben an der Laterne. Will mich gleich mal einloggen und gucken, was die so verbreiten." Ich zog mein Kompad aus der Tasche, aktivierte es und gab den Code ein. Ein kleines Hologramm entfaltete sich, und schon auf den ersten Blick sahen Pavel und ich, dass da übelste Hasstiraden verbreitet wurden. "Schau dir das an! Dass die noch keiner abgeklemmt hat...!"
 
"Wahrscheinlich arbeiten die von einer getarnten Plattform aus, haben den Transmitter vielleicht irgendwo in 'nem Asteroidenfeld geparkt, wo keiner so leicht rankommt! Ich wette ... Moment mal..." Pavel stockte und wies dann mit seinem dicken Wurstfinger auf eines der ineinander verschlungenen Signete, die die Beiträge der Benutzer in diesem Chat auswiesen. "Das hab ich schon mal irgendwo gesehen! Lass mich mal nachdenken!"
 
Pavel hatte ein fotografisches Gedächtnis, was für einen Taxichauffeur natürlich eine feine Sache war. Er besah sich einmal die Route, die er nehmen würde und  zack, hatte er sie intus!
 
"KLAR!" grunzte er plötzlich etwas zu laut. Ein paar andere Gäste des Cafés sahen pikiert zu uns rüber. Pavel senkte die Stimme. "In meinem Taxi! Der Typ, den ich die letzten Male hier her geflogen habe!"
 
"Du bist sicher?"
 
"Absolut! Lass uns schnell zur Taxe, ich habe doch die Transferdaten für den Kerl alle gespeichert. Da kommen wir den Hintermännern gleich etwas näher!"

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  Das Athean Komplott / Log 22 / LaSalle
Geschrieben von: Robert Vandenberg - Jun-Sat-2020, 04:12 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (3)

Athean Sektor / Athean Prime / Sillian City / Gebäude der Sektorregierung / Vorzimmer des Gouverneurs-Büro
 
Der Shuttle-Flug nach Athean Prime war unspekatulär verlaufen. So unspektakulär wie die Landung auf dem Raumhafen von Sillian City. Der Transfer vom Raumhafen zum Regierungs-Gebäude in der Mitte der Millionenstadt Sillian, geschah mittels eines gepanzerten Gleiters, da man aus religiösen Gründen die Nutzung von Transportersystemen ablehnte. So zumindest die offizielle Begründung. Doch nachdem überall in der Stadt die Fahnen und die Symbole des „Athean Sector Assembly“ zu sehen waren und nicht jene der Föderation, hatte Sareth die Vermutung, dass man den Föderationsoffizieren eben genau jenes zeigen wollte: Den Unabhängigkeitswillen. Ein Schelm, der Böses dabei dachte.
Der Reichtum des Planeten war überall zu erkennen. Die Gebäude und die Infrastruktur waren in bestem Zustand und alleine die Tiefgarage des Regierungs-Gebäudes, eines 150 Stockwerke-Monstrums , gereichte jener eines Luxushotels zur Ehre.
Howy war, auf Wunsch der Gastgeber, beim Shuttle geblieben und so hatte LaSalle ihm aufgetragen, sich doch einmal unauffällig unter die Leute zu mischen und sich ein wenig umzuhören.
Der Gleiter hatte seine Gäste vor einem streng bewachten Eingang abgeliefert und man hatte Sareth und LaSalle in aller Höflichkeit und formvollendet zu einem Aufzug geführt. Dieser hatte beide Offiziere in ein Vorzimmer gebracht. Eine Ordonanz hatte beide Crewmitglieder der Picard um etwas Geduld gebeten und beide mit feinsten Getränken versorgt. Nach gut 20 min. Wartezeit erschien eine hochgewachsene Person, welche Sareth doch stark an Colonel VanSorel erinnerte: Ovid Warner, rechte Hand von Gouverneur Edwin Cairncross. Warners Kleidung saß absolut perfekt, sein Gang war exakt und hatte genau jenen Grad von Energie und Effizienz, welche so typisch für viele „Politiker der 2. Reihe“ war. Doch serom Zahnpasta-Lächeln hatte etwa Unnatürliches und ähnelte eher dem eines Haies.
 
OW: Madame t´Khellian, Mr. LaSalle, seine Exzellenz, Edwin Cairncross, Präsident der Athean Sector Assembly, wird Sie nun empfangen. Bitte folgen Sie mir.
 
Warner führte die beiden Gäste in das Büro des Gouverneurs und schloss hinter beiden die Tür von außen.

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Ortswechsel:
Athean Sektor / Athean Prime / Sillian City / Gebäude der Sektorregierung / Büro des Gouverneurs
 
Der Raum war oppulent ausgestattet. 3 der 4 Wände des Raumes waren vom Boden, bis zur Decke mit Bücheregalen bedeckt, berstend vor Büchern. Die 4. Wand wurde von einem bodentiefen Panoramafenster eingenommen, vor dem Edwin Cairncross, mit dem Rücken zu seinen Gästen, stand.
EC: Sie sind also tatsächlich gekommen. Ich hätte nie gedacht, dass Captain Hendricks Idee funktionieren würde.
 
Sareth war nicht erbaut.
 
Sa: Sie hätten einen einfacheren Weg wählen können, um mit uns in Kontakt zu treten.
EC: Ja, wahrscheinlich. Aber hätten Sie dann auch zugehört?
 
Cairncross drehte sich jetzt um und für einen Augenblick war Sareth verblüfft. Dieser Mann, gut 2.10 m groß, ähnelte auf verblüffende Weise Richard von Rabenstein. Und auch seine Stimme war ähnlich. Er bat die beiden Gäste in riesigen Sesseln Platz zu nehmen.
 
EC: Fleet-Admiral t´Khellian, Commodore LaSalle, willkommen auf Athean Prime. Ich danke Ihnen für Ihr Kommen und bitte schon jetzt um Entschuldigung für die, nun etwas unkonventionelle Art der Einladung. Aber wir wussten uns nicht anders zu helfen. Auch für das delikate Thema bitte ich um Entschuldigung. Dann wollen wir einmal sehen, was die Föderation zu sagen hat.
Sa: Nun Sir, ich fürchte ich werde weder etwas sagen können, noch etwas anbieten können. Ich bin keine Politikerin oder Diplomatin. Ich bin nur ein Offizier der Sternenflotte.
EC: Oh Madame, Sie müssen Ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen. Ein Schiffskommandant ist, nein muss oftmals ein besserer Diplomat sein, als diese Berufsdiplomaten. Aber lassen Sie uns anfangen. Sie fragen sich sicherlich, was die ganze Aktion bezweckt. Warum ich Sie hier haben wollte.
Sa: In der Tat, das frage ich mich.
EC: Nun, es geht um Gerechtigkeit, um Gerechtigkeit für diesen Sektor.
Sa: Das Wort Gerechtigkeit höre ich häufig in den letzten Tagen. Zu häufig.
EC: Sie wissen, worin die Ungerechtigkeit liegt. Die Ungerechtigkeit welche uns seit Jahren angetan wurde.
Sa: Und worin liegt diese Ungerechtigkeit?
EC: Ah, Sie wollen es aus meinem Mund hören!? Nun gut. Dieser Sektor wird von der Föderation seit Jahren ausgebeutet. Ausgebeutet zu Gunsten des Phyleila-Sektors. Aber nicht um den Phyleila-Sektor wieder aufzubauen, nein. Dort wird, mit den Rohstoffen aus dem Athean-Sektor und dem gigantischen Potential des Phyleila-Sektors, eine riesige Streitmacht aufgebaut, um diese eines Tages gegen die Romulaner einzusetzen.
LaSalle musste grinsen, was Cairncross offenbar registrierte.
EC: Sie lachen, Commodore?
LS: Der Mangel an Rohstoffen und Energiequellen war der Hauptgrund für den Angriff der Phyleilaner auf die Föderation. Nicht der Überschuss an Resourcen.
EC: Woher wollen Sie das wissen?
LS: Ich war dabei.
EC: Dann hat man Ihnen einen Bären aufgebunden. Nein, der wahre Grund für den Phyleila-Krieg war sein Reichtum an Resourcen. Und da die Phyleilaner zu stolz waren, der Föderation bei zu treten, benötigte man eben einen Casus Belli.
LS: Stolz ist noch eher untertrieben.
Sa: Euer Exzellenz, aber warum sollte die Föderation sich den Phyleila-Sektor einverleiben?
EC: Es geht hier weniger um materielle Resourcen, sondern um das geistige Potential der Phyleilaner. Sie sollten das besonders gut einschätzen können, Madame t´Khellian. Wollen Sie etwas Tee?
 
Ein Schwebetablett tauchte neben Sareths Sessel auf. Das Tablett schien mit Auszügen aus bekannten Büchern überzogen zu sein. Und alle Texte stammten von Richard von Rabenstein. Cairncross hatte wohl Sareths Reaktion bemerkt.

EC: Ich halte Mister von Rabenstein für einen Geist, welcher in einer Reihe mit Kant oder Nietzsche steht. Aber kommen wir wieder zurück zum Thema.
Sa: Sie sprachen von einem Casus Belli.
EC: Richtig. Die Föderation benötigte einen Kriegsgrund. Man musste die Phyleilaner dazu bringen, der Föderation den Krieg zu erklären. Doch da hatte wohl ein Stratege der Föderation eine hervorragende Idee.
LS: Und um welche Idee handelte es sich da?
EC: Haben Sie schon einmal vom Massaker von Tanrien IV gehört?
Sa: Nein.
EC: Das wundert mich nicht. Denn diese Aktion wurde von der Föderation vertuscht. Man hat damals ganz bewusst die Crew eines Forschungsschiffes geopfert und einen Angriff durch phyleilanische Fanatiker provoziert. Und als die Föderation die Überlebenden evakuieren wollte, kam es zu Schusswechseln und damit zum Krieg.
 
Sareth schüttelte langsam den Kopf. Sie hatte diese Geschichte ganz anders gehört.

EC: Und damit fing alles an. Die Föderation hatte das Potential der Phyleilaner erkannt. Und sah nur den Weg des Krieges, an dieses Potential heran zu kommen. Ein geistiges Potential, welches die Föderation und die Sternenflotte zu neuen, unguten Höhen führen kann. Und um dies zu ermöglichen, wird mein Sektor, meine Planet, ausgebeutet. Und dieses Spiel werde ich, nein werden wir, nicht länger mit machen. Wir wollen nicht zu einer Föderation gehören, welche alle ihre Prinzipien über Bord wirft und zu einer Diktatur wird.
 
LaSalle Finger wies auf das Namensschild auf Cairncross Schreibtisch.
 
LS: Deshalb haben Sie auch wohl den Namen Ihres Amtes geändert. Statt Gouverneuer des Athean-Sektors steht da jetzt Präsident der Athean Sector Assembly.
EC: Korrekt, Commodore, korrekt. Und deswegen rede ich auch von der Föderation als einer fremden Organisation. Ich sehe meinen Sektor schon jetzt als im Austreten begriffen.
 
Sareth schüttelte energisch den Kopf.
 
Sa: Bei allem notwendigen Respekt, Euer Exzellenz, aber was Sie uns hier erzählen ist nichts anderes als eine krude Verschwörungstheorie. Ich war lange genug für die Administration des Phyleila-Sektors zuständig. Der Sektor war und ist auch heute noch chronisch unterfinanziert. Es gab niemals irgendwelche Finanztransfers vom oder in den Sektor aus oder in die Randsektoren.
 
Cairncross lächelte listig.

EC: Das hat man Sie nur Glauben gemacht, Madame. Wie auch immer. Sie sprachen von einer Verschwörungstheorie. Doch eine Verschwörungstheorie ist nur solange eine solche, wie es keine handfesten Beweise gibt.
 
Cairncross drückte Sareth und LaSalle jeweils ein Padd in die Hand.
 
EC: Diese Daten habe ich von einer zuverlässigen Quelle erhalten. Lesen Sie und dann werden wir sehen, wie Gandalfs Bart sich kräuselt.
 
LaSalle hüstelte. Ein sehr plumper Literaturbezug.Sareth überflog die Daten.

Sa: Sie sagen, Ihre Quelle wäre zuverlässig?
EC: Exakt.
Sa: In diesen Unterlagen wird von einem Amt für Sonderlösungen innerhalb der Sternenflotte gesprochen. So ein Amt gibt es nicht. Und ein Admiral Chester Wood ist mir nicht bekannt.
EC: Es gibt eine Sternenflotte und DIE Sternenflotte. Eventuell gehören Sie ja einer anderen Sternenflotte an?
Sa: Wenn es so etwas eine "zweite Sternenflotte", eine Flotte in der Flotte, geben würde, hätten solche Leute wie z.Bsp. DeRaaf etwas dagegen unternommen.
EC: Solange DeRaaf noch Fleet-Admiral der Sternenflotte war, hätte er sicherlich etwas unternommen. Aber jetzt ist er Politiker. Und hat daher keinen Einblick mehr in diese Parallel-Welt innerhalb der Sternenflotte und der Regierung.
Die Föderation ist nur noch ein Scherbenhaufen, ein intriganter Schatten ihrer Selbst. Und ich kann nur an Sie appellieren Madame, ziehen Sie die Konsequenzen. Ich habe es getan. Ich bin kein Kommandant eines Schiffes, welche nach der Bruchlandung in der Badewanne sitzt.  Ich habe reagiert. Ich und mein Sektor werden die Föderation verlassen. Und Sie sollten den Kampf gegen jene aufnehmen, welche die Föderation in ein Imperium verwandeln wollen. Oder aus den Rufern in den Marmorhallen, werden jene, welche die letzten Fleischreste von den Knochen der verwesenden Bestie, welche einstmals die Föderation dar stellte reißen. Ja, mancher wird mich als Saurons Mund bezeichnen, aber in diesem Strudel der Unwägbarkeiten ist die Wahrheit der Anker. Auch wenn sie weh tut.
LS: Dann dürfen Sie nur nicht das Stück Punschtorte essen.
EC: Ich sehe Commodore LaSalle, Sie mögen antike Literatur. Nun Admiral t´Khellian, wie aussagestark und erdrückend sind meine Beweise?
 
Sareth holte tief Luft, bevor sie antwortete.

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  Signaturbilder für die Picard-B
Geschrieben von: Sareth - Jun-Fri-2020, 07:10 PM - Forum: *** Visuelle Kommunikation *** - Keine Antworten

[Bild: LaSalle-neu.jpg]

Und T'Sok (ich habe dich zum Lieutenant erklärt - wir hatten das noch gar nicht irgendwie besprochen... hoff, das ist ok.)

[Bild: TSok.jpg]

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  Das Athean-Komplott Log 21
Geschrieben von: Sareth - Jun-Sun-2020, 01:42 PM - Forum: *** USS Jean-Luc Picard *** - Antworten (5)

*** USS Picard / Besprechungsraum ***

 
Ich sah in die Runde meiner versammelten Seniorcrew und ließ den Blick schließlich auf Mr. T'Sok und Mr. Edzardus ruhen. "Meine Herren, die Tscherenkow zurück zu holen war eine großartige Leistung. Ich werde eine Belobigung in ihren Akten vermerken. Das gleiche gilt für Ihre Teams!"
 
"Och, man tut was man kann, nicht der Rede wert," wehrte Howy ab, rot bis unter die Haarwurzeln.
 
"Es war die logischste Abfolge der Maßnahmen," kommentierte der Vulkanier, als hätten sie lediglich ein komplizierteres Menü zubereitet.
 
"... allerdings müssen wir das Feiern auf etwas später verschieben," fuhr ich fort. "Noch ist die Lage auf der Tscherenkov kritisch. Wir können nicht riskieren, die Crew noch länger auf dem Schiff zu belassen." Ich wandte mich an den CMO: "Haben Sie alles für eine Notevakuierung vorbereitet?"
 
"Die Shuttlebay und der Rekreationsbereich werden zu Notunterkünften umgerüstet. Wir sind in etwa einer halben Stunde fertig. Ich habe das MHN dupliziert, so dass wir außer unserem medizinischen Personal zwei rund um die Uhr einsatzfähige mobile Hologramme haben," erwiederte . "Ich habe erste Hinweise, dass der Aufenthalt in der Subraumtasche zu einigen zellulären und neurologischen Veränderungen geführt hat. Bevor ich genauere Prognosen abgeben kann, muss sich jedes Besatzungsmitglied der Tscherenkow aber einem Level-4-Diagnosetest unterwerfen."
 
"Wahrscheinlich müssen Sie auch erst einmal reichlich Beruhigungsmittel verordnen," sagte LaSalle. "Die Leute waren auf einer Luxuskreuzfahrt und sind dann in einen Abenteuertrip geraten. Und wenn ich mir die Crewliste vor Augen führe, wird den meisten der älteren und wohlbetuchten Herrschaften danach  nicht gestanden haben."
 
nickte. "Ja, bedauerlich, dass wir unsere Counselor noch nicht an Bord haben. Aber die MHN haben auch ein psychologisches Upgrade erfahren."
 
"Mr. T'Sok, wie ist der Status der Überprüfung der Tscherenkow? Bestehen unmittelbare Gefahren aus den festgestellten strukturellen Schäden, insbesondere, was den Warpkern und die Antimateriezuleitungen angeht?"
 
Der Vulkanier verneinte. "Wir haben in einer ersten Maßnahme zusätzliche autark versorgte Kraftfelder um die kritischen Elemente errichtet, die beständig überwacht werden. Ehe wir den Warpantrieb oder auch den Impulsantrieb wieder aktivieren, muss das ganze Schiff auf auf Mikrofrakturen und Materialkorrosion durch überstarke Subraumfelder geprüft werden. Ich schlage vor, dass wir einige hundert kleiner Sonden programmieren, die genauestens jeden Winkel prüfen."
 
"Tun Sie das! Aber beachten Sie die Datenschutzbestimmungen - die Tscherenkow ist ein ziviles Schiff, und ihre Gäste haben bestimmt allerlei herum liegen. Ich möchte keine erbosten Anwälte wegen Verletzung der Privatsphäre Schlange stehen haben."
 
"Das stellt kein Problem dar. Die Sonden sind auf strukturelle und energetische Spezifikationen eichbar, Admiral."
 
"Sehr gut. Dann --"  Das Signal des Kommunikators unterbrach mich. Es meldete sich die diensthabende Offizierin auf der Brücke. Der OBH wollte mich sprechen. "Leiten Sie das Gespräch in mein Büro! - Meine Damen und Herren, nutzen Sie die kurze Pause!" Ich erhob mich.
 
==== hier spielt jetzt LaSalles letztes Log ====
 
 
*** Wieder im Konferenzraum ***
 
Angesichts der Situation auf der Tscherenkow, wo unsere Überprüfung noch nicht abgeschlossen war, und den geretteten Passagieren, die vor einer Stunde auf die Picard gebeamt worden waren, hatte ich mich entschlossen, doch keinesfalls  mit unserem Schiff nach Athean Prime zu reisen. Stattdessen würden LaSalle und ich eines der Shuttle nehmen. Mr. Edzardus würde uns fliegen. Das Kommando auf der Picard würde wegen des ungeklärten Falles meiner XO den Regularien gemäß mein Sicherheitschef Mort Caldred übernehmen. Während ich die letzten Befehle gab, um Vorbereitungen für alle Arten Eventualitäten während meiner Abwesenheit zu regeln, meldete sich die DCMO von der Krankenstation, eine Bajoranerin namens Jeval. Captain Hendricks sei erwacht, und ich könnte kurz mit ihm sprechen...
 
 
*** Wenig später / Krankenstation ***
 
Henricks lag unter einer über ihn geklappten Diagnose- und Notfalleinheit, an der Dr. Jeval  gerade noch etwas eingestellt hatte. Bei meinem Eintreten wandte sie sich um. "Höchstens fünf Minuten, Admiral," sagte sie. "Ich habe ihn gerade stabilisiert, und ich möchte nichts riskieren."
 
"In Ordnung." Ich beugte mich über den Patienten, der nun die Augen etwas öffnete.
 
"Admiral T'Khellian... wir wollten Gerechtigkeit, nicht... keine ...keine Toten," versicherte er mir wieder mühsam. "... alles gut vorbereitet.... mit meinem Vetter, dem Captain der Tscherenkow... Aber .... die Gruppe von Albras... hat meine Codes gestohlen...."
 
"Ich glaube Ihnen." Ein kurzer Seitenblick zeigte mir, dass Dr. Jeval das Gespräch aufnahm. Dann wandte ich mich wieder Hendricks zu: "Und ich will Ihnen helfen, Gerechtigkeit walten zu lassen. Wer hat das Massaker von den Vigilantes vertuscht?"
 
"Pal Miruulinnen..."
 
Der damalige Assistent des Außenministers?!
 
"Nun, den können wir nicht mehr zur Verantwortung ziehen," ließ sich LaSalle leise vernehmen, der unterdessen auch die Krankenstation betreten hatte. "Der ist noch vor Ende des Phyleilakrieges bei einem Shuttleunfall ums Leben gekommen."
 
"Nein... nein, das sollten alle ... glauben ... "
 
Dr. Jeval wies mahnend auf die Uhr. "Mein Patient braucht Ruhe!"
 
"Einen Moment noch, nur einen Moment!"
 
"Mirulinnen..." brachte Hendricks mit großer Anstrengung heraus. "... hat seinen Tod vorgetäuscht.... und ich weiß, welche neue ... Identität..."
 
"Ich kann das nicht länger verantworten, ich muss ihm ein Sedativ geben!" Sie schob mich kurzerhand beiseite und verabreichte dem Patienten ein Hypospray.
 
"Warner...." konnte Hendricks gerade noch  hauchen. Ich drehte mich zu LaSalle um und wir dachten das gleiche: Gouverneur Cairncross' Sekretär?!
 

(PS: ich habe versucht, wieder rein zu kommen. Geht mir immer noch ziemlich schlecht. Was den Gouverneur und die Sezession anbelangt weiss ich einfach nicht, worauf das hinauslaufen soll, und was das überhaupt jetzt diesem Massaker etc. zu tun haben soll)

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