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KI Die Dritte - Romulaner...
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BdZ Log 7 Sareth
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BdZ Log 7 Sareth
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BdZ Log 6 / LaSalle / NPC
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KI die ZWEITE
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BdZ Log 5 - Sareth
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Redneck Star Trek =)
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Lifeblog von der ARTEMIS ...
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KI bemüht
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| ISDA Log 14 - Nalae |
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Geschrieben von: Nalae D'Varo - Aug-Wed-2018, 09:39 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Antworten (4)
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Lager der Freiheitskämpfer
„Das sieht geil aus, oder? Diese Uniformen machen echt was her!“
Nalae stolzierte im Lagerbereich vor dem Höhlensystem auf und ab und betrachtete sich dabei in der Glasscherbe.
„Das habe ich exzellent gelöst, eins a! Wenn ihr alle auffliegt – ich ganz sicher nicht.
Ich muss zugeben, so primitiv du auch bist, das ist gar kein schlechter Plan“, wandte sie sich an Sokar.
Dieser war inzwischen ebenfalls uniformiert und frisch rasiert.
„Jetzt siehst du zumindest nicht mehr aus wie'n Penner, aber dafür wie so ein Unteroffizier, der bei seinem Commander für eine Beförderung lutscht.“
„Tr'Kovath wartet schon in der Krankenstation! Du hast ewig gebraucht. Los, kümmer dich um seinen Ident-Chip, wir haben keine Zeit für so einen Unsinn“, entgegnete Sokar.
„Das geht jetzt flott, ansonsten muss ich dich 'motivieren'.“
In der „Krankenstation“
Rewdak Tr'Kovath setzte sich betont lässig auf die abgenutzte Bahre.
„Na Kleine, wo soll das Ding denn hin?“, fragte er schief grinsend und zog die Augenbrauen nach oben.
„An deiner Stelle würd' ich aufpassen, hier sind 'ne Menge spitzer Gegenstände“, erwiderte Nalae.
Rewdak lachte nur dreckig.
Während Nalae ihm den Chip einpflanzte musterte er sie eindringlich und fuhr mit der Zunge betont langsam über seine Lippen.
„So, und jetzt raus!“, sagte die Romulanerin nach getaner Arbeit und wies auf den Höhlenausgang.
„Jaja, so sind se alle..erstmal rumzicken“, entgegnete Rewdak, drehte sich beim Verlassen der Höhle um und warf ihr einen Luftkuss zu.
Kurz nach Rewdaks Verschwinden betrat Sokar den Höhlenraum.
„Mir fehlen noch ein paar Stirnwülste, die machst du jetzt, aber zackig.
„Und wenn mir danach irgendetwas fehlt, dann bist du tot, D'Varo.“
„Ach ja?“
Nalae tänzelte nervös um die Bare herum, fuhrwerkte hektisch mit ihren Instrumenten herum und biss sich dabei dauernd auf die Unterlippe.
„Und wie willst du das anstellen, Vulkanier?“
„Das ist mein Geheimnis. Aber ich garantiere dir, ich habe eine sehr effiziente Methode. Und den Ident-Chip wirst du mir nebenbei auch gleich implantieren.“
Dass er ihr, gleich Mahan und Haddus, einen Giftchip implantiert hatte, verriet Sokar der Ärztin lieber nicht.
Eine Stunde später.
„Du bist als Romulaner auch nicht überzeugender, aber ich hab mich bemüht.“
Sokar warf einen Blick in die Spiegelscherbe und überzeugte sich von Nalaes Werk.
„An dir rumzubasteln ist auch eher so angenehm wie eine Hirnsondierung. Also ein bisschen Dankbarkeit wäre angemessen“, sagte die Romulanerin, während sie von den benutzten Werkzeugen schlampig etwas grünes Blut mit einem alten Lappen abwischte.
Wäre sie nicht so eine fähige Ärztin, hätte Sokar sie längst seinem Leibwächter zum Spielen übergeben.
Was hatte Haddus ihm da nur angeschleppt?!
Er stöhnte genervt auf und knallte die Spiegelscherbe auf den Metalltisch neben ihm.
„Unser Schiff wird bald da sein“, entgegnete er.
„Wenn du nicht fertig bist bis dahin ist das nicht meine Verantwortung.
„Ey Alter, was ist mit meinem Chip?“
Nalae baute sich vor Sokar auf.
„Da is'n bisschen was schiefgelaufen. Ich nehm' dich mit weil wir 'ne Ärztin brauchen, versuchen so'n Teil unterwegs aufzutreiben oder sowas“, antwortete Sokar gleichgültig.
Er rechnete mit einem Wutausbruch seitens der Romulanerin, doch diese zeigte ihm nur eine romulanische, äußerst beleidigende Handgeste und drehte sich um.
Kurz darauf
Das Schiff, welches der Partner ihnen übersendete, war ein Shuttle, deutlich erkennbar der Galae Rihanha zugehörig.
Es sollte sie zu dem Kreuzer bringen, zu dem romulanischen Verbindungsschiff, auf dem „Khaiell Tr'Talevo“ und dessen „Leibwächter“ dienen sollten.
„Khaiell Tr'Travelo, hab ich kapiert“, entgegnete Nalae gelangtweilt, während sie ihren Sicherheitsgurt befestigte und sich Rewdak und Sokar sich an Bord des Shuttleschiffs begaben.
Sokar packte sie am Kragen.
„TA-LE-VO! Wenn wir wegen deinem zerfressenen Schwammhirn auffliegen wirst du dir wünschen, diesen Sektor nie betreten zu haben!“
„Jaja. Tar-...tra...hab ja 'n paar Stunden Zeit, die ich mit euch beiden hier im Shuttle verbringen muss. Stundenlanges Waterboarden ist dagegen ein Vergnügen.“
Rewdak ließ sich schwungvoll auf den Sitz neben sie fallen und grinste vielsagend.
„Ich finde, es gibt Schlimmeres.“
Sokar ergriff den Lauf eines stattlichen Disruptorgewehrs und schlug Rewdak mit dem Knauf gegen den Oberschenkel.
Der Romulaner verbiss sich den Schmerz - er war einiges gewohnt, aber der Alte hatte einen Schlag im Leibe, den man auf den ersten Blick nicht vermuten würde.
„Rückst ein bisschen mehr nach rechts! Solang ICH hier drin bin ist das ein Transportmittel und kein orionischer Swingerclub!!“
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| ISDA Log 13 Haddus |
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Geschrieben von: Hohardus Edzardus - Aug-Wed-2018, 05:25 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Antworten (2)
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========== Noch im Lager der Aufständischen ==========
Haddus drehte sich vor einem zerbeulten Blechspiegel und betrachtete sein neues Äußeres, erstellt durch eine Holomaske, die keine Wünsche übrig ließ und seinem Original in jeder Hinsicht nachgebildet war.
Grundsätzlich gestaltete sich der Anblick zu seiner Zufriedenheit, da er größten wert auf ein gutes Aussehen legte, denn er war schon ein wenig eitel, wie er sich zugestehen mußte.
Aber wenn er denn eines Tages ins Gras würde beißen müssen oder gar öffentlich gehenkt werden sollte, sollte er schon als sehr gut aussehender Terrorist in die Analen eingehen. Das war er den Medien und sich selbst schuldig.
Man mußte es Sokar lassen. Er bereitete wirklich jede Aktion extrem sorgfältig vor, und gerade in diese hatte er sehr viel Gehirnschmalz investiert, wie Haddus ihm neidlos zugestehen mußte, denn er wußte natürlich sehr genau, daß es ungeheuer schwierig war, durch all die Kontrollen, Scans und leiblichen Überprüfungen unerkannt zu kommen. Die in der imperialen Flotte waren ja keine Dummies und gingen kein Risiko ein, zumal sie genau wußten, daß der Gegner überall lauern konnte. Und da war Alles bei: Genetischer Test, Iris-Kontrolle und auch einige Fangfragen zur Identität der Person, und das war eigentlich das Schwierigste, denn was wußte man schon von der Vergangenheit der Person, die man darstellte?
Haddus war ein hochausgebildeter Navigationsspezialist und Pilot auf nahezu allen Schiffsarten der Flotte. Und er kannte sich ebenfalls auf allen wichtigen Schiffstypen ihrer Aliierten, den Romulanern aus, aber auch auf vielen ihrer Gegner.
Und so mußte der Charakter auch seinen Fähigkeiten entsprechen, das war klar. Haddus selber hatte auf Schiffen der imperialen Flotte gedient und kannte jedes Procedere, so daß ein sicheres Benehmen an Bord kein Problem darstellen würde, wohl aber die Position, die er einnehmen mußte, nämlich die eines Navigators oder Piloten.
Und wie es das Schicksal wollte, lief ihm ein Typ in einer Kaschemme über den Weg, der genau in sein Schema paßte: Er war von der richtigen Größe, hatte an der gleichen Akademie studiert und war Deutscher von seiner Herkunft: Adolf Kaiser. Daß er Deutscher war, war ebenfalls gut, denn so konnte Haddus kaum auffallen, da er natürlich diese Sprache als seine Muttersprache empfand, obwohl natürlich Standard seine eigentliche war. Aber bei sich zuhause wurde ausschließlich Deutsch gesprochen. Und sein Vater und sein Großvater waren der tiefsten Überzeugung, daß eigenlich eben diese Sprache hätte zum Standard ausgewählt werden müssen.
Und dieser Typ verkündete auch noch lauthals, er habe den Job seines Lebens gefunden, weil er auf die ISS Picard kommandiert worden sei, dem besten und stärksten Kampfschiff des Imperiums. Er solle in etwa 2 Wochen auf der Station SB 245 sein und dort mit einigen anderen Crewmitgliedern an Bord der Picard gehen.
Der Blödmann hatte sogar alle seine Transferpapiere, sein Bordbuch und sonstiges bei sich.
Ein echter Glücksfall.
Er hatte den Typen in einen Hinterhof gelockt und ihn erst einmal in einen tiefen Schlaf versetzt. Dann hatten sie ihn zu Nalae gebracht, denn sie sollte ihm scannen und ihm soviel Erinnerungen entziehen, wie es nur irgend möglich war.
Haddus hatte da zum ersten Mal gesehen, wieviel Spaß es dieser Dame machte, ihrem 'Opfer' in nicht narkotisiertem Zustand sein Gehirn zu leeren!
Und als die Prozedur beendet war, saß da nur noch ein lebendes Gemüse, das gerade mal von den Basisfunktionen am Leben erhalten wurde.
Besonderes Mitleid hatte Haddus mit dem Heini nicht, wohl aber bewunderte er die Geschicklichkeit Nalaes. Die wußte tatsächlich, was sie tat. Der Kerl hatte eben einfach das Pech gehabt, am falschen Ort zur falschen Zeit gewesen zu sein, und dazu war er auch noch ein Prahlhans, der mit sich hausieren ging.
Und dann wurde er selber von ihr in eine spezielle Aparatur gespannt mit einer Art Kochtopf auf dem Schädel, der eine künstliche Gehirnverschmelzung durchführte und ihm das Gedächtnis seiner neuen Person einspielte.
Er hoffte nur, daß er da nicht mal seine eigene Identität und die dieses Mannes durcheinanderbringen würde. Er stellte zum Beispiel fest, daß dieser Kerl für alte deutsche Schlager aus den 1980ern schwärmte. Ok Gott, das würde er im Kopf nicht aushalten.
Und dann liebte er Essen, die er haßte wie die Pest, wie zum Beispiel Saumagen oder Leber!
Er hoffte sehr, daß er das Alles irgendwie würde umgehen können.
Aber optisch gab er was her. Er würde sicherlich bei der Damenwelt an Bord der Picard gut ankommen, da war er sich sicher.
Er fühlte sich sehr unternehmenslustig und hatte Bock darauf, endlich anzufangen.
Allerdings gab es, wie immer vor solchen größeren Unternehmungen, endlos lange Einführungen und Instruktionen von Sokar, in denen er genau erklärte, wie sie an Bord vorgehen sollten und müßten. Er wollte keinerlei Alleingänge, und sollte etwas schiefgehen, dann würde er gnadenlos von dem Tötungschip Gebrauch machen, wobei er selber ebenfalls einen implantiert hatte, den Nalae auslösen sollte im Zweifelsfall. Solche Chips hatten sich bei ihren Aktionen als sehr nützlich erwiesen, dann natürlich kam es immer mal wieder vor, daß einer der Kameraden in Gefangenschaft geriet, und alle wußten, was das bedeutete für einen, wenn man erst einmal in einer imperialen Verhörzelle gelandet war.
Insbesondere die Inquisition war da berüchtig für. Man munkelte sogar, daß die liebend gerne mittelalterliche Foltermethoden anwandten, da denen Agonie-Zylinder etc. einfach zu primitiv und viel zu sauber waren. Da sollte gerne schon auch mal ein wenig Blut spritzen und gellende Schreie das geübte Ohr entzücken.
Aber auch die Abwehr der Flotte war keinesfalls zimperlich. Das wußte Haddus auseigener Erfahrung, denn er war mal in deren Hände gefallen. Aber mit Hilfe von einigen Kameraden war ihm gerade noch rechtzeitig die Flucht aus den Verhörkellern gelungen, was Etlichen vom Wachpersonal das mickerige Dasein beendet hatte.
========== Flug zur Raumstation SB 245 ==========
Auch die Ankunft war bis ins kleinste Detail geplant.
Zunächst sollten nur Haddus und Mahan Tr'Kovath zur Starbase, denn die Anderen waren erst einige Tage später für den Transportflug vorgesehen.
Das paßte gut in den Plan, denn die Beiden sollten sich erst einmal mit allen Gegebenheiten, vor allem aber mit der Kommunikation usw. vertraut machen, um irgendwelchen Problemen zuvorkommen zu können.
Es ging ja nicht einfach so, daß die alle vom gleichen Planeten und dem gleichen Raumhafen her kamen. Sie mußten natürlich verschiedene logische Reisewege hinter sich gebracht haben, bis sie auf dem kleinen gottverlassenen Brocken angekommen waren, wo schon das imperiale Shuttle sie abholen sollte. Schließlich waren ihre 'Originale' ja an verschiedenen Standorten gewesen, oder sollten von Romulus her kommen.
Haddus, oder besser Adolf, schritt weit aus über das gerissene Betonfeld, das sich hier großspurig 'Raumhafen' nannte. Außer ein paar Einrichtungen zur Versogung von Raumschiffen und ein paar Bars und fragwürdigen Etablissements, die sich 'Hotel' schimpften, gab es hier nichts. Massenweise nicht näher identifizierte Mitbewohner der Zimmer hatten sie in der letzten Nacht erleben dürfen.
Haddus kratzte sich jetzt noch ohne Pause.
Haddus, und Mahan Tr'Kovath näherten sich vollkommen ruhig dem Shuttle. Es würde hier zwar schon erste Scans geben, die aber keinen Vergleich standhielten mit dem, was auf der Sternenbasis oder gar auf der Picard auf sie wartete.
Die Heckklappe war geöffnet und sie kletterten an Bord. Jeder mußte kurz stoppen, als der Bordscanner sie erfaßte: "Scan fertig. Leutnant Adolf Kaiser. Auf dem Transfer zur SB 245. Bitte treten Sie ein, Sir."
Mahan ging es nicht schlechter. Auch er passierte diesen ersten Test ohne jede Mühe. Ein junger Kadett wies ihnen ihre Plätze zu.
Mit ihnen saßen noch 9 Personen auf ihren Sitzen.
Aber der Abflug verzögerte sich noch, weil zwei weitere Passagiere zunächst nicht auffindbar waren.
Endlich hatte man sie gefunden. Den einen in einem Puff unter sehr kompromittierenden Umständen (er trug wenig mehr als seine Unterhose) und der Andere war im Halbdelirium, da er trotz Reisetermin zu tief in die Flasche mit Romulan Ale gekuckt hatte. Für Beide würde es ein sehr unangenehmes Nachspiel geben. Das war sicher.
Dann ging es endlich los. Während des langen Fluges von etwa 29 Stunden gab es keinerlei Unterhaltung und kaum etwas zu essen. Lauwarmes Wasser aus dem Tank und ein paar Kekse. Das war alles, was diese 'Never Come Back Airlines' seinen Passagieren bieten wollten.
"Scheiß Service!" beschwerte sich Haddus oder besser Adolf, was aber mit einem Achselzucken beantwortet wurde.
========== Ankunft auf SB 245 ==========
Nach einem endlosen Flug erreichten sie die Station.
Haddus hatte alle Mühe, sich aus dem Sitz zu erheben, um sich mal für kleine Jungs zu begeben, so weh taten ihm alle Knochen, und auch Mahan neben ihm ging es nicht besser.
Mahan grunzte: "Wir sollten einen höheren Anteil an der Erfolgsprämie verlangen. Kann sich die imperiale Flotte denn nicht einmal ein paar ordentliche Sitze leisten?"
"Gelobt sei, was hart macht, mein Guter! Wie hieß das mal früher in Deutschland? 'Zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl und schnell wie ein Windhund'."
"Was waren das denn für Hirnis?"
Das Shuttle machte eine leichte Kurskorrektur und jetzt sah man auch die Station aus den winzigen Fenstern.
Mahan grinste: "Irgendwie ein Wunder, daß dieses Teil hier immer noch herum fliegt. Von welchen Schrottplätzenden der Galaxis haben die das Teil denn zusammengefriemelt?"
Haddus grinste: "Ich finde, das sieht genauso aus, wie der Zustand des Imperiums tatsächlich ist: Komplett verrottet!"
Der Pilot des Shuttles meldete: "Bitte machen Sie sich und Ihre Sachen fertig zum Aussteigen. Wir docken in 5 Minuten an und das Aussteigen sollte so zügig wie möglich von statten gehen."
"Sonst noch Wünsche?" nörgelte Haddus. "Haben die wenigstens einen Roboter, der mein Gepäck trägt? Die erwarten doch wohl hoffentlich nicht, daß ich den ganzen Kram selber durch die halbe Station schleppe? Und ich wette 100 : 1, daß die hier kein Punkt-zu-Punkt-Transportsystem haben."
Das Shuttle dreht sich und dockte mit der Heckklappe an der Station an.
"Welcome on Space Station SB 245, the most frequented station all over the Galaxy. Please prepare Your luggage for custom inspection! Later please follow the procedure for personal inquiries! And hold all your travel documents ready. Thank you. Have a pleasant stay on SB 245!"
Haddus lupfte seine riesige Seekiste, die ein uraltes Erbstück seines tatsächlich zur See fahrenden Ahnen Hohardus Edzardus Eilers war, auf die Schulter. Dazu noch diverse kleinere Taschen und Beutel.
Auch Mahan war nicht weniger bepackt, denn schließlich sollten sie an Bord der Picard für längere Zeit offiziell Dienst tun, und da mußte man schon mal was mitschleppen. Und diese alte Kiste hatte Haddus immer gute Dienste geleistet und auch Glück gebracht. Deswegen bewegte er seinen Arsch nirgends hin ohne eben diese.
Sie folgten den anderen Passagieren und kamen in eine größere Halle, in der man sein Gepäck auf ein Band legen mußte.
Es wurde nicht einfach nur gescant, sondern mit Hilfe aller möglichen Detektoren auf nahezu alle Stoffe hin untersucht, die illegal waren.
Und schließlich wurden die Sachen auch noch geöffnet und man mußte jedes Stück einzeln herausnehmen, damit die Schlickgriffel des Personals diese noch einmal intensiv begrabschen konnten.
Danach ging es einen markierten Gang hindurch, der an den Wänden lauter Parolen zeigte: 'Mit dem Imperium zum ewigen Sieg!' oder 'Der Imperator, unser Aller Vater, Bruder und Vertrauter!'.
Dann aber zuckte Haddus zusammen: An der Gangwand hing ein riesiges Poster, das eindeutig IHN zeigte. So wie er leibte und lebte. Und das auch noch dreidimensional! Das Foto drehte sich, wenn man den Blickwinkel änderte.
Und dann hatten die noch ein Foto gewählt, das äußerst unvorteilhaft war. Eines der Fotos von seinem letzten Knastaufenthalt.
Haddus war beleidigt. Immerhin stand darunter:
'Gesucht, tot oder lebendig: Haddus Edzard.
Meist gesuchter Terrorist im Sektor Tantalus Prime und in anderen ebenfalls.
Wer ihn ergreift oder zu seinem Ergreifen beiträgt wird mit 1,5 Mio. Kredits belohnt!
Allerdings seien Sie vorsichtig. Der Bandit ist bewaffnet und zögert nicht zu schießen! Informieren Sie also, wenn sie ihn sehen, lieber die Ordnungskräfte.'
Und bei so einem ordentlichen Kopfgeld, das ihm zeigte, daß man ihn ernst nahm, war so ein schnödes Bild wirklich eine Schmach! Da hätte man schon mal etwas Besseres besorgen können.
Aber immerhin war er wer auf der Bestsellerliste des Imperiums.
Mahan grinste: "Du siehst echt schnuckelig aus auf dem Bild, wenn du mich fragst:"
"Du willst wohl eine gelangt bekommen?"
"Versuch es!"
========== Kontrollraum ==========
"Bitte warten Sie alle an der weißen Linie auf dem Boden und kommen Sie nach vorne, wenn Sie aufgerufen werden. Vorher ziehen Sie bitte noch eine Nummer." Die Stimme kam von einem Tonträger, aber man hätte ja auch eine sexy Frauenstimme nehmen können. Stattdessen war das eine, die jedem bärbeißigen Schleifer bei den Marines alle Ehre gemacht hätte.
Mahan stand in der Reihe neben Haddus.
Er hatte schon pflichtbewußt alle seine Papiere in der Hand, während Haddus darüber nachsann, ob es hinter der Schranke irgendwo ein kaltes Bier geben könnte?
"Der nächste bitte! Lieutnant Kaiser. Treten Sie bitte vor!"
Haddus tat, wie ihm geheißen.
"Bitte schauen Sie in den Scanner oben links. Blinzeln Sie zweimal und öffnen dann die Augen so weit Sie können, damit der Iris-Scan funktioniert.
Und nun legen Sie Ihren rechten Daumen auf den Scanner und das Blutabnahmegerät für den DNA-Test.
Haddus tat wie ihm geheißen.
Im rechten Daumen hatte Nalae ein kleines Säckchen mit der entsprechenden DNA seines personellen Vorgängers reinoperiert.
Die winzige Nadel stach zu und das Gerät arbeitete für etwa 15 Sekunden und gab dann grünes Licht.
"Wie hieß Ihr erstes Haustier, Sir?" Auf Deutsch!
"Muschka, Sir!"
"Sehr gut. Sie können durch. Melden Sie sich bitte in etwa 1 Stunde beim Quartermaster des Schiffes, der Ihnen Ihre Kabine zuteilen wird, denn Ihr Schiff, auf das Sie sollen, wird erst in etwa 2 Tagen ankommen. Da hat sich was verzögert. Aber wir haben hier viele Möglichkeite der Unterhaltung."
"Das glaube ich Ihnen sofort, Sir."
In der Linie neben sich, auf der sich Mahan befand, ging es auch schnell, und Tr'Kovath stand bald neben ihm.
"Wir sollten versuchen, eine gemeinsame Kabine zu bekommen. Neben mir stand da gerade ein unglaublich stinkender Tellarianer, mit dem ich keinesfalls ein Zimmer teilen möchte!"
"Laß uns erst einmal ein Bier trinken. Ich bin kurz vor dem Verdursten."
Mahan nickte.
Beide schlossen ihr Gepäck in einen Locker und folgten einem Schild auf dem zu lesen stand:
"Bar zum Tor der galaktischen Wunder. Hier werden Ihre Träume wahr!"
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| INN - Kurznachrichten - 2016 |
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Geschrieben von: Sareth - Aug-Wed-2018, 02:31 PM - Forum: *** INN - Independent News Network ***
- Keine Antworten
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(Original gepostet von Sareth 2016, während der Mission "Händler zwischen den Welten" und "Alte Spuren" auf Ch'Rihan)
=== Ch'Rihan / Ra'tleifih ===
Nachdem eine gestrige öffentliche Untersuchung jedwede Zweifel ausgeräumt hat, Prätor Turan tr'Kaleh könnte während der jüngsten Feierlichkeiten auf Vulcan durch einen Klon, Formwandler oder eine andere Lebensform ersetzt worden sein, wandte sich Seine Exzellenz heute mit einer Regierungserklärung an die interstellare Presse. Eine Reform des Tal Shiar sei in Angriff genommen worden, hieß es, die die strukturelle Aufteilung der Behörde und ihre Kompetenzen beträfe. Des Weiteren untersucht ein Sonderausschuss die Kontrollmöglichkeiten und Rechenschaftspflicht gegenüber der Regierung. Einzelheiten über die Reform sind allerdings unter Verschluss. Der Senat berät zur Stunde über Maßnahmen gegen Korruption im Zusammenhang mit interstellaren Wirtschaftsaufträgen. Ein zweiter Sonderausschuss prüft die mögliche Verwicklung von Mitgliedern des Tal Shiar in die Korruptionsaffäre.
=== Telka IV / Neutrales Gebiet zum Neuen Dominion ===
Die Botschafter der Föderation, Karl Voigt und Vin'Zahn Kar't'ani sind auf Telka IV eingetroffen, um dort die Verhandlungen mit den Abgesandten des Neuen Dominion fortzuführen. Auf der Tagesordnung stehen Fragen der Abrüstung, der Besiedlung von Grenzplaneten und die Nutzung planetarer Ressourcen in umstrittenen Territorien.
=== Ihma-Seuche im Breen-Hoheitsgebiet ===
Nach Bestätigung des Ihma-Virus auf Schiffen und in Kolonien der Breen wurde das Gebiet für den zivilen und militärischen Verkehr unter Quarantäne gestellt. Verhandlungen über medizinische und wirtschaftliche Hilfslieferungen sind eingeleitet worden. Die Breen reagierten allerdings mit der erwarteten Zurückhaltung. Ein Sprecher des Interstellar Medical Service von Denobula äußerte sich heute morgen, die Zustände seien katastrophal und ein schneller Weg der Hilfe muss dringend gefunden werden, notfalls an der Politik vorbei.
=== USS Jean-Luc Picard entdeckt? ===
Bisher unbestätigten Berichten zufolge ist einem kleinen unabhängigen Forscherteam der Nachweis gelungen, dass das seit zwei Jahren vermisste Forschungsschiff des Starfleet Exploration Council, die experimentelle Jean-Luc Picard, noch existiert und seine Besatzung am Leben ist. Das Schiff soll sich in einem Gebiet zwischen der Milchstraße und der Andromedagalaxie befinden. Eine Pressekonferenz der Leiterin des Projekts, Admiral Sareth t'Khellian, ist für morgen geplant. Während die Social Media im Subraumfunk bereits von Glückwünschen überfluten, mahnten offizielle Stellen zur Zurückhaltung. Vor allem eine Rückführung der Picar sei, so Professor Maharbal vom Wissenschaftsrat der Föderation, sehr zweifelhaft.
=== Alte Schriften aus der Zeit der Auswanderung auf Ch'Rihan entdeckt ? ===
Auf einem privaten Tempelgelände auf Ch'Rihan wurden Schriften entdeckt, die möglicherweise aus der Zeit der Ankunft der ersten Schiffe von Vulkan stammen. Dies wäre eine Sensation vergleichbar mit der Auffindung der originalen Schriften Suraks von Vulkan Mitte des 22. Jahrhunderts oder der Entdeckung eines der Auswandererschiffe Ende des vorigen Jahrhunderts. Bisher hält sich der Finder des Schatzes, ein rihannischer Senator, jedoch sehr bedeckt. Anfragen der vulkanischen M'Daran-Bibliothek und von interstellaren Archäologen blieben unbeantwortet. Der rihannische Dissident Milak Tr'Vek bezeichnete den Fund als Ablenkungsmanöver von der derzeitigen Regierungskrise.
=== Diesjährige Soy'pa Ice-Ralley auf Andor begonnen ===
Mit mehr als 300 Teilnehmern aus der Föderation, dem rihannischen und klingonischen Reich hat heute die berühmte Soy-pa Ralley auf Andor begonnen. Den Teilnehmern in vierrädrigen Bodenfahrzeugen steht eine fünftägige Fahrt über das nördliche Plateau bevor, mit Temperaturen zwischen -50 und -20 Grad Celsius. Die Ralley, die an die Flucht eines andorianischen Republikaners vor einem Warlord vor über 1000 Jahren erinnert, hat sich innerhalb der letzten hundert Jahre aus einem lokalen Festival entwickelt.
=== Opernfestspiele auf Quo'nos ===
Auf Quo'nos haben die diesjährigen Opernfestspiele begonnen. Neben traditionellen Werken der klingonischen Literatur werden diesmal auch erstmalig Teilnehmer anderer Kulturen zugelassen. Mit Spannung erwartet wird die arcturische Inszenierung des "Ring der Nibelungen" von Wagner, aber auch die Interpretation des "Kel'Va'uma" des Ba'ku-Künstlerduos Marcya und Toha.
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| ISDA Log 12 |
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Geschrieben von: Sokar - Jul-Tue-2018, 01:43 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Antworten (1)
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*** Lager der Freiheitskämpfer ***
Sokar hatte sich in seinen privaten Bereich zurück gezogen. Vor dem Eingang des schmalen Tunnels, der zu der etwas geräumigeren Höhle führte, postierte sich sein klingonischer Leibwächter - ein wirkungsvolleres Sicherheitssystem als so manche Elektronik. Denn diese war immer manipulierbar, wie Sokar selbst immer wieder unter Beweis gestellt hatte. Ein absolut ergebener und von der Sache fanatisch überzeugter Gefolgsmann aber war unbezahlbar.
Ist diese Romulanerin auch nur annähernd so verlässlich? Und die beiden Tr'Kovaths? fragte er sich, während er seine Arbeitsunterlagen ordnete. Mahan und Haddus, die vor zwei Tagen nach Starbase 245 abgesandt hatte, waren sicherheitshalber nicht nur mit einer neuen Identität, sondern auch einem zeitgebundenen Gift-Chip versehen worden, den nur er neutralisieren konnte. Sokar fand es bedauerlich, dass es solcher Versicherungen bedurfte - aber er konnte sich keine emotionalen Schwachheiten erlauben.
Die Relaisstation war in ihren Händen. Das war gut, aber kein Grund für übermäßigen Enthusiasmus und Feierlaune. Es war lediglich der erste Schritt einer ganzen Reihe in diesem Masterplan. Und zu frühzeitige Freude führte laut der Statistik dazu, dass man bei den kommenden Schritten fehltrat... Die Relaisstation würde dafür sorgen, dass die in die Welt gesetzten Fehlinformationen weitere Verbreitung fanden und ihrer Rebellentruppe ermöglichen, an die jeweils neuesten Codes der Allianzmitglieder zu gelangen. Schiffscodes, persönliche Authentifizierungen... die alle in mehr oder minder dichten Verschlüsselungen über die Relais gesendet wurden. Etwas weniger dicht bei einem Manöver, denn schließlich mussten sich die Partner ja irgendwie verständigen.
Sowie Haddus und Mahan an Bord der ISS Picard waren, würde Phase zwei beginnen. Sokar setzte sich und hielt einen langen Augenblick inne. Seine sehnigen Hände lagen auf den ausgebreiteten Padds und Papierunterlagen, aber sein Blick schien die Höhlenwände zu durchdringen und in weite unergründliche Ferne zu schweifen. Es würde das erste mal seit langen Jahren sein, dass er persönlich eine Aktion anführte. Normalerweise plante er lediglich, vernetzte, rekrutierte über Mittelsmänner und narrte seine Verfolger. Schon vor Jahren machte der makabre Witz die Runde, das auf den 'Patriarchen des Terrors' ausgesetzte Kopfgeld sei höher als das Bruttoeinkommen des Terranischen Imperiums und er solle sich doch fangen lassen, weil das den Gegner in den Ruin treiben würde. Sowohl die Terraner als auch die Romulaner hatten schon mehrfach Einsatzkommandos ausgeschickt - und doch stets nur kalte Spuren oder Hologramme angetroffen. Sokar war immer entkommen, auch wenn das manchmal sehr knapp gewesen war.
Und jetzt werde ich mich mitten unter meine Feinde begeben... Aber es ist notwendig.
*** Einige Stunden später ***
Wo bleibt der Kontakt? Sokar wollte es sich nicht eingestehen, doch griff zunehmend Unruhe in ihm Raum. Er hatte sich diesmal auf ein riskantes Manöver eingelassen. Zu riskant vielleicht? War er dem Gegner in eine ausgeklügelte Falle getappt? Er besaß einen Backup-Plan, doch der war riskant und würde die gesamte Operation zum Scheitern bringen... Er beschloss, in der 'Krankenstation' nachzusehen, ob wenigstens Nalae einsatzbereit war, WENN es soweit war.
Immerhin zwei Koffer mit medizinischer Ausrüstung hatte sie zusammen gepackt, darüber hinaus stapelten sich diverse andere Gerätschaften auf dem Boden. Nalae selbst stand in einer Galae-Uniformunterwäsche vor einer Spiegelscherbe und kämpfte mit ihrer Frisur.
"Eh! Was ist mit anklopfen?!" fauchte sie, als sie Sokars Gestalt im Spiegel entdeckte. "Ist das hier üblich, das jeder bei jedem reinlatscht?"
Er berührte symbolisch die Felswand mit der Faust. "Ihre Frisur ist unpassend, D'Varo. Abschneiden wäre besser."
Sie funkelte ihn an wie eine sprungbereite Raubkatze, die ihrem Opfer die Krallen in die Augen graben will. "Und mit DEINER Aufmachung kannst du höchstens einen Obdachlosen in Ki'Baratan geben! Lächerliche Scheiße hier, alles!" Sie stieß mit dem Fuß gegen die zusammen getragenen Geräte. "Was soll das überhaupt, eh?! So'n Mist!"
Ihre Reaktion bestätigte Sokar in seiner Vermutung, dass die Romulanerin 'irgendwas' schluckte. "Sorgen Sie dafür, dass Sie dabei haben, was auch immer Sie 'brauchen', haben wir uns verstanden?"
"Was ich brauche, hab ich immer dabei!" Nalae klopfte auf ihre linke Hüfte, wo sie einen ansehnlichen Dolch umgeschnallt hatte. "Soll ich mal zeigen, wie's funktioniert?!"
Sie wurden unterbrochen von Sokars Leibwächter, der einen jungen Ktarianer mit sich schleppte. Der Kontakt! Mit einer letzten Aufforderung an Nalae, zügig den Rest zu packen, folgte Sokar den Neuankömmlingen.
....
Zurück in Sokars privatem Bereich öffnete der Ktarianer eine kleine Schatulle.
"Was hat so lange gedauert?" fragte Sokar. "Ich habe dich vor einem Tag erwartet!"
"Unser Kontaktmann beim Tal Shiar war aufgeflogen. Ich musste ein neues Netz knüpfen."
Das gefällt mir gar nicht.
Im Licht der Tranfunzel glitzerten zwei winzige Kristalle wie kostbare Edelsteine. "Hier sind die Ident-Marker," sagte er.
Nur zwei? Sokar ließ ein Prüfgerät über die kleinen Objekte gleiten.
"Khaiell tr'Talevo, Special Ops der prätorialen Garde, Spezialist für Kryptographie und Kommandoroutinen," berichtete der Ktarianer grinsend und fuhr sich durch die strähnigen Haare. "Prätor tr'Kalehs bester Mann für die Operation."
"Wo ist der echte Tr'Talevo?"
"Im Recycler von Kimoon Prime... äh naja, jetzt vielleicht schon auf dem Tisch von den Durchreisenden. - Nächster Marker ist für Tr'Kovath, Tr'Talevos Leibwächter. Nicht so spektakulär, kannst du selber lesen." Er war respektlos wie immer. "Problem war das Frauenzimmer - die Kleine, die ich eben gesehen habe, eh? - Naja, ich hab die Meldung etwas spät bekommen, dass ich der auch noch 'nen Marker besorgen soll. Da ging nichts mehr mit dem Dealer. Nimm sie als deinen Bettwärmer mit und fert--"
Die Worte des Ktarianers endeten in einem schmerzhaften Schrei, als Sokar seinen Arm gepackt und ihn gegen die Wand gestoßen hatte. "Ich bezahle dich nicht für deine schmutzige Fantasie!" Der Ktarianer wimmerte. "Ich bezahle dich auch nicht dafür, dass du deinen Auftrag nicht ordentlich erfüllst. Und dir Geld in die eigene Tasche wirtschaftest!"
"Ahhh, aber... ich.... ahhh, bittteee....das war nur ein Irr....ahhh...."
Sokar stieß ihn in die Arme seines Leibwächters. Der wusste, was er zu tun hatte. Sokar würdigte den jammernden Ktarianer keines Gedankens mehr. Er schloss die Schatulle, gab über das Funkgerät Tr'Kovath Bescheid und befahl, sich ohne weitere Verzögerung in der 'Krankenstation' zu melden. D'Varo würde ihnen die Marker einsetzen, die bei Transportervorgängen und sonstigen Scans die falsche Identität übermittelten. Und dann... Er fuhr sich übers Gesicht und stimmte D'Varo zu, dann war auf jeden Fall ein Besuch beim Barbier fällig. Erst danach kam Phase drei: das Schiff, das ihnen ihr neuer Partner zukommen lassen wollte...
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| ISDA Log 11 - Nalae |
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Geschrieben von: Nalae D'Varo - Jul-Mon-2018, 01:06 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Antworten (3)
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Unkartographierter Planet im Niemandsland
„Die Relaisstation Alter, wir wollen zur Relaisstation Terix Prime. Sag mal, hast du nicht zugehört, du Pisslappen?“
Rewdak Tr'Kovath musterte Nalae mit einem Blick, der irgendwo zwischen abgrundtiefer Verachtung und Neugierde lag.
„Natürlich habe ich zugehört!“, log Rewdak.
„Wieso Relaisstation, was für Relaisstation?“
„Wir zerficken die Kommunikationsnetzwerke vom Tal Shiar und dem Imperium hin und wieder um ihnen auf die Nerven zu gehen. Besetzen oder zerstören sie nacheinander, damit die Kommunikation erschwert wird. Außerdem vernetzen wir die von uns eroberten Stationen um unsere eigene Kommunikation auszubauen“, erklärte Nalae um im Folgenden einen gewaltigen Nackenklatscher von Sokar zu kassieren.
„Jetzt reicht es mit dieser Wortwahl!“, deklarierte er.
Nalae starrte Sokar wutentbrannt an.
„Irgendwann ist er dran“, zischte sie Rewdak zu.
Relaisstation Terix Prime
Das Shuttle mit Sokar, Nalae, Rewdak und ein paar weiteren Männern zur Verstärkung war nicht mehr weit vom Orbit der angepeilten Relaisstation entfernt.
„Wir sondieren die Lage mit einer mobilen Tarnvorrichtung und platzieren die Thalaronstrahlenbomben mit Fernzündung in der Station“, erklärte Sokar.
„Rewdak und Nalae, ihr begleitet mich. Der Rest passt auf, dass hier niemand andockt.“
Die drei schlichen sich durch die grauen Gänge der Station.
Viel war nicht los.
Ein paar Offiziere in imperialer Uniform verrichteten ihre Arbeit, tippten beiläufig auf Konsolen herum, schlenderten die Gänge hinab oder vertrieben sich die Zeit mit Smalltalk.
„Was für ein Haufen Saftsäcke, viel zu einfach“, flüsterte Nalae.
„Für die bräuchten wir nichtmal die Bomben.“
„Kannst ja alle im Alleingang erledigen, du arrogante -“, entgegnete Rewdak, Sokar warf ihnen jedoch einen sehr düsteren Blick zu, der beide verstummen ließ.
An zentralen Punkten brachten sie die Thalaron-Bomben an. Zehn davon würden genügen, um sämtliches Leben auf der Station auszulöschen.
Die drei verteilten sich auf der kleinen Relaisstation und platzierten die Bomben an den Stellen, die sie vorher auf einer selbst angefertigen Karte markiert hatten.
Jede imperiale Relaisstation war praktisch auf die gleiche Weise konstruiert – dies machte Angriffe dieser Art äußerst einfach.
Warum ein Feuergefecht mit vielen Verlusten riskieren, wenn man doch so sauber, still und leise in großen Mengen töten konnte?
Sokar hatte nichts gegen ein paar von Hand erledigte Tötungen einzuwenden, jedoch standen Effizienz und Taktik für ihn an erster Stelle – Spaß an der Arbeit war ein Luxus!
„Hochbeamen“, befahl der Vulkanier, nachdem die letzte Bombe platziert war.
Sie befanden sich alsbald wieder im Shuttle – das einzige der Rebellengruppe, das mit einer Tarnvorrichtung ausgestattet worden war und stets für Einsätze dieser Art genutzt wurde.
Inzwischen waren noch drei weitere Shuttles mit Verstärkung eingetroffen.
Die Männer und Frauen sollten die Station besetzen und verteidigen sobald die Offiziere des Imperiums ihren letzten Atem gehaucht hatten.
„Ich will zugucken!“, sagte Nalae.
„Keine Zeit jetzt noch 'ne Liveübertragung einzurichten!“, grunzte Sokar und aktivierte die ferngesteuerten Bomben mit wenigen Handbewegungen auf dem Schaltpult.
Nalae verschränkte frustriert die Arme und starrte mit bösem Blick durch das Panoramafenster in den Weltraum.
„Die ganze Mühe und nichtmal 'ne Belohnung!“
„Macht ihr das immer so?“, fragte Rewdak.
„Je nachdem, was so da ist. Manchmal nehmen wir auch Giftgas oder Biowaffen. Das ist sauberer – bei Thalaronstrahlung müssen wir die regelrecht auffegen.
Aber andererseits müssen wir uns dann vorher nicht um die Filter-und Belüftungssysteme kümmern, das ist sehr praktisch.“
„Jungs, rüber und saubermachen“, befahl Sokar den restlichen Männern.
„Seht zu, dass die Station unter unserer Kontrolle bleibt!
Wenn wir Glück haben, kriegen die eine ganze Weile nichts mit. Das Ding hier ist relativ abgelegen. Sorgt dafür, dass sie mit unseren restlichen Stationen vernetzt wird.“
Das Shuttle mit den drei Rebellen machte eine Kehrtwende und nahm den Kurs zum Lager auf.
„Das habe ich wieder einmal exzellent gelöst“, sagte Sokar.
„Hoffentlich machen Tr'Kovath und Edzard ihren Job genauso anständig.“
Wieder im Rebellenlager
Sokar gönnte sich keine Pause, während Nalae eine gut verschlossene Metallkiste neben ihrem Feldbett öffnete und daraus eine Flasche mit einer dubiosen, hellrosanen Flüssigkeit hervorzog.
„Wir werden uns darauf vorbereiten, sobald wie möglich zu Edzard und Tr'Kovath aufzuschließen“, konstatierte Sokar.
„Die Infiltrierung des der feindlichen Systeme ist nunmehr unser vorrangigstes Ziel. D'Varo, wir müssen ein paar medizinische Güter mitnehmen, für den Notfall. Und schauen Sie, wieviele Uniformen von der Galae wir haben, wir werden eines ihrer Verbindungsschiffe unterwandern.
Tr'Kovath, Sie werden uns auch begleiten. Falls es zu kämpferischen Auseinandersetzungen kommt, brauche ich Ihre Erfahrung und Fähigkeiten. Ebenso wie die Ihren als Ärztin, Dr. D'Varo.“
„Jaja, Infiltrierung, Uniform, diesdas, ich habe gearbeitet, jetzt ist Mittagspause“, antwortete Nalae, die es sich auf Sokars „Konferenztisch-Stein“ bequem gemacht hatte und das Getränk in der Flasche probierte.
Rewdak nahm ihr die Flasche aus der Hand und genehmigte sich einen stattlichen Schluck.
„Schonmal was von Fragen gehört du unhöflicher Sohn einer Sseikea?!“
Nalae sprang auf und verpasste ihm einen gewaltigen Tritt in die Lendengegend - was darin resultierte, dass sie schmerzerfüllt aufschrie.
Rewdak grinste zufrieden und klopfte auf seinen Kampfpanzer.
„Mittagspause ist beendet“, sagte Sokar teilnahmslos, griff sich Nalae, die sich nicht entscheiden konnte, ob sie vor Wut oder Schmerz schreien sollte und schleifte sie in Richtung der „Krankenstation“. Diese war eigentlich nur ein Höhlenabschnitt, eingerichtet mit einer rostigen, wenig vertrauenswürdig aussehenden Bare, ein paar Kisten und metallenen Tischen, auf denen allerhand spitze, scharfe, gebogene und gezackte Werkzeuge lagen.
„Du hast zu tun!“
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| ISDA Log 9 Vandenberg |
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Geschrieben von: Sareth - Jul-Mon-2018, 12:16 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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ISS Picard / Hangar
Das Design der ISS Picard hatte von einem rein technischen Stand aus gesehen, etwas durchaus Interessantes. Für Vandenberg war jedoch nur die Zweckmäßikeit maßgebend. So Zweckmäßig wie die Uniform, welcher er trug und die sich von Zivilkleidung nur durch das Flottenabzeichen am Revers unterschied.
Robert Vandenbergs Dienstkleidung war so dunkelgrau wie die Farbe seines Shuttles, welches soeben durch die Hangartore der Picard eingeschwebt war. Und obwohl es sich um den gleichen Typ wie jenes Shuttle der Inquisition handelte, welches bereits im Hangar stand, so wirkte Vandenbergs Shuttle neben jenem der Inquisition stehend, wie ein Stück Kohle neben einem Diamanten. Statt eleganter schwarzer Flächen, nur graue Tarnfarbe und einige winzige weiße Abzeichen und Staffelnummern. Beides, das Shuttle und Vandenbergs Uniform wirkten so schlicht, dass es fast schon wieder pathetisch wirken konnte.
Kaum war Vandenbergs Shuttle zum Stillstand gekommen, öffnete sich die Heckrampe und 2 schwer bewaffnete Marinesoldaten marschierten die Rampe hinunter. Unten blieben sie stehen, standen stramm und hielten dann ihre Waffen im Anschlag. Vandenberg schlenderte die Rampe hinunter und blickte sich um. Niemand hatte von seiner Landung Notiz genommen, was bei der Präsenz eines Shuttles der Inquisition nicht unbedingt ungewöhnlich war. Daher wandte sich Vandenberg an einen Leutnant der Deckscrew.
Va: Lt. wo ist Captain Salazar?
Lt: Ähm Sir, wahrscheinlich auf dem Weg hierher. Wir wurden leider nicht über Ihre Ankunft informiert.
Va: Das habe ich gemerkt. Gut. Tanken Sie mein Shuttle auf, dann melden Sie meine Ankunft dem Captain.
Lt: Jawohl Sir.
Vandenberg ließ den Leutnant stehen und marschierte durch ein Schott, nur um fast mit Captain Salazar zusammen zu stoßen.
CS: Uh äh Sir. Sie sind schon angekommen?
Va: Offenbar.
CS; Nun, wir wurden erst vor 15 min. über Ihr Erscheinen informiert.
Va: Das haben Kontrollbesuche so an sich. Warum befand sich die Picard nicht an ihrem designierten Bereitstellungort? Wir haben fast 60 min. nach Ihnen gesucht.
CS: Nun, wir hatten Befehl, dem Shuttle der Inquisition entgegen zu fliegen.
Va: Und von wem stammte der Befehl?
CS: Vom Shuttle der Inquisition.
Va: Und nicht von der Flottenleitung?
CS: Nein Sir.
Vandenberg nahm seine dunkle Sonnenbrille ab und blickte Captain Salazar streng an.
Va: Captain Salazar, dies ist ein Schiff der 1. Flotte, wenn ich mich nicht irre?
CS: Das ist korrekt Sir.
Va: Also kein Schiff der Inquisition, korrekt?
CS: Jawohl Sir!
Va: Seit wann nehmen Schiffe der Flotte Befehle von Mitgliedern der Inquisition ohne Freigabe der Flottenleitung an? Und ich erinnere mich nicht, eine solche Freigabe gelesen zu haben.
CS: Nun Sir, ich dachte, wenn ein Inquisitor an Bord kommt..
Vandenberg schnitt Salazar brüsk das Wort ab.
Va: 10 Pluspunkte für gutes Benehmen, 100 Minuspunkte für Befehlsbefolgung. Sie haben gegen ausdrückliche Befehle von Admiral DeBruine gehandelt. Sollte dies noch einmal geschehen, werde ich das melden.
CS: Gedenken Sie länger zu bleiben, Sir?
Va: So lange mein Auftrag dauert.
CS: Und wie lange wird dies sein?
Va: Bis er erledigt ist.
CS: Nun, dann bitte ich Sie, mir zur Beobachtungslounge zu folgen, bis wir Ihr Quartier vorbereitet haben. Wir sind derzeit etwas im Zeitdruck, durch die , nun ja, Sie wissen schon.
Va: Ich kann es mir vorstellen, ja. Die Aufnahme von ungebetenen Gästen.
CS: Aber Sir. Natürlich sind Sie hier an Bord herzlich willkommen. Es ist nur so, wir müssen noch zu SB 245.
Va: Warum?
CS: Aufnahme weiterer Crewmitglieder. Dann begeben wir uns ins Operationsgebiet.
Va: Mhm nun gut. Dann führen Sie mich in diese Beobachtungslounge.
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Ortswechsel:
ISS Picard / Beobachtungslounge
15 min. später
Vandenberg blickte aus dem Panoramafenster hinaus auf die Sterne, die langsam im Unterlichtflug an der Picard vorbeizogen. Er hatte sich auf einen niedrigen Schrank gesetzt und ordnete seine Gedanken. Die Präsenz der Inquisition und das offensichtlich verängstigte Verhalten des Captains der Picard sprachen für Probleme. Vandenberg blickte kurz auf und räusperte sich dann.
Va: Selbst ein Mitglied der Inquisition kommt nicht ohne Luft zum Atmen und ohne Ausatmen aus.
Wie lange sitzen Sie schon im Schatten, von Rabenstein?
Richard von Rabenstein schaltete ein Leselicht ein. Das punktförmige Licht fiel auf sein Gesicht. Rabenstein hatte es sich in einem Konturensessel gemütlich gemacht und lächelte maliziös.
RR: Lange genug um zu sehen, dass Sie wohl nicht zufrieden mit dem sind, was Sie hier vorgefunden haben. Willkommen Vandenberg. Lange nicht gesehen. Wie ich hörte, haben Sie, wie sagt man hier, Captain Salazar zur Sau gemacht?
Va: Das die Picard nicht an ihrem Bereitstellungsort war, habe ich wohl Ihrem Sinn für abendlichen Humor zu verdanken?
RR: Oh, Captain Salazar wollte mir nur einen kleinen Gefallen tun. Hätte ich jedoch geahnt, dass Sie auf dem Weg hierher waren&.
Von Rabenstein blickte auf Vandenbergs Sitzposition.
RR: Warum ordern Sie sich keinen Sessel?
Va: Zuviel Aufwand für die Wartezeit auf mein Quartier.
RR: Ich habe es Ihnen bei unserem letzten Treffen bereits einmal gesagt. Sie müssen die Vorteile Ihres Ranges genießen. Nur dann schätzen Sie ihn auch und können ihn richtig ausfüllen.
Va: Ein Rang ist für mich eine Funktion. Nichts anderes.
RR: Ein Rang ist ein Schlüssel zur Macht. Und Macht ist auch ein Schlüssel zu Wissen.
Va: Gehört das zu den elementaren Psalmen der heiligen Inquisition?
RR: Nein, aber zu meinen persönlichen Psalmen. Und da wir gerade von Wissen reden. Was halten Sie von der Picard?
Va: Sie macht von außen etwas her. Aber was von außen gut aussieht, kann innerlich verfault sein. Und das verfaulte muss man nach außen kehren, um es heraus zu schneiden.
Von Rabenstein lächelte ein Totenkopflächeln.
RR: Ah und das Herausschneiden ist natürlich schmerzhaft. Das erklärt das Motto Ihrer Abteilung: Durch Schmerz zur Wahrheit. Das klingt fast so gut, wie das Motto der Inquisition.
Va: Das ist ein Kompliment und deswegen natürlich nicht wahr.
RR: Nun, ich könnte Ihnen ja noch ein weiteres Kompliment machen. Die Schlichtheit Ihrer Uniform ist geradezu berückend.
Vandenberg lächelte kalt. Der Krieg der Worte hatte also begonnen. Vandenberg wies auf von Rabensteins elegante Robe.
Va: Ist das nicht ein wenig overdressed für diese Lokation?
RR: Oh, dies ist meine normale Dienstkleidung. Sie unterscheidet sich eben von der Simplizität der Einheitseinrichtungen und Uniformen der Flotte.
Va: Simplizität? Soso. Nun man könnte es auch Effektivität nennen.
RR: Ja, aber nur wenn man Effektiv mit Primitiv verwechseln würde, was Sie ja nicht tun.
Va: Ahaaa, da sind wir ja wieder bei Ihrem Lieblingsthema. Die Primitivität der Vorgehensweise der Flotte. Die Inquisition bevorzugt das Florett, die Flotte die Keule. Korrigieren Sie mich, aber so hatten Sie es wohl ausgedrückt?
RR: Ich hatte es nicht in ganz so basis-scholastische Worte gekleidet, aber ja. Der Metzger hätte Stil, wenn er Chirurg wäre. Ich entferne das Insekt aus dem Haus um es unschädlich zu machen. Ihre Truppe Vandenberg, reißt das Haus gleich mit ein.
Va: Es führt aber zum gleichen Ergebnis!
RR: Ist dem so? Ja, bisweilen in der Tat. Aber in eingerissenen Häusern kann man nicht mehr wohnen.
Va: Ja, man kann sich darin aber auch nicht mehr verstecken!
RR: Was führt Sie denn eigentlich an Bord dieses Schiffes?
Va: Routinekontrolle.
RR: Aha, die Überprüfung der Loyalität und des Corpgeistes!
Va: Da muss Ihnen wohl entgangen sein, dass ich Flottenkommissar bin, kein Politoffizier.
RR: Oh, da gibt es einen Unterschied?
Va: Ja, in der Tat, den gibt es. Und was führt Sie hierher?
RR: Oh, nur Dinge, welche Sie für überkommenen Hokus-Pokus halten. Das Seelenheil der Crew dieses Schiffes. Aber das ist für Sie ja uninteressant.
Va: Nun, auch ich habe Wurzeln in der Kirche.
RR: Ach ja?
Va: Ich glaube nur nicht daran, dass man z.Bsp. mit Geldspenden sich von seinen Sünden rein waschen kann.
RR: Oh, eine Art Puritaner also. Aber wenn Sie ein Mann des Glaubens sind, warum sind Sie kein Mann der Kirche geworden?
Va: Weil ich nicht daran glaube, dass die Kirche sich in weltliche Angelegenheiten einmischen sollte.
RR: Oh, das könnte man fast als blasphemische Worte ansehen.
Va: Nein, aber ich genieße die Vorteile meines Ranges, welcher mir erlaubt, solche Gedanken zumindest gegenüber Ihnen zu äußern. Sie wissen doch: Man muss die Vorteile eines Ranges genießen. Nur dann schätzt man ihn auch und kann ihn richtig ausfüllen.
RR: Ich könnte dies auch falsch verstehen.
Va: Oh, das werden Sie nicht.
RR: Sind Sie sich dessen so sicher?
Va: Wie sagten Sie so schön? Ein Rang ist ein Schlüssel zur Macht. Und Macht ist auch ein Schlüssel zu Wissen. Dies gehört zu Ihren persönlichen Psalmen.
Von Rabenstein war aufgestanden, hatte sein Ornat glatt gestrichen und lächelte jetzt Vandenberg dünn zu.
RR: Nun, ich habe unser Gespräch genossen. Wir müssen dies unbedingt fortsetzen. Morgen Mittag soll es ein feierliches Gelage zum Tage des Sieges über die Klingonen geben. Sie werden uns doch die Ehre geben?
Va: Sicher.
RR: Nun gut. Ich ziehe mich jetzt zurück. Es ist Zeit für das preces vespertinae. Möge der Herr mit Ihnen sein.
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Robert F. Vandenberg
Flottenkommissar
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