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Federation communication ...
Forum: *** UFP ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
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BdZ Log 19 - Sareth / NPC...
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
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Oct-Fri-2026, 11:58 AM
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BdZ Log 18 Varok / NPC's
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BdZ Log 17 / LaSalle
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BdZ Log 16 Varok / LaSall...
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Oct-Fri-2026, 02:08 AM
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BdZ Log 15 / LaSalle
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Oct-Thu-2026, 05:45 PM
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BdZ Log 14 Mort Caldred
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Federation communication ...
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BdZ Log 13 / NPC
Forum: *** USS Jean-Luc Picard ***
Letzter Beitrag: Robert Vandenberg
Oct-Wed-2026, 12:59 PM
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| ISDA Log 4 Haddus der Freiheitskämpfer |
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Geschrieben von: Sareth - Jul-Mon-2018, 12:08 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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========== Camp der FREIHEITSKÄMPFER ==========
Schon in anderen Paralleluniversen galt der alte Spruch:
"Was dem einen sein Terrorist, ist dem Anderen sein Freiheitskämpfer".
Haddus schäumte vor Wut! Er war wirklich kurz davor, seinen Phaser zu ziehen und Sokar in den Orkus zu befördern.
Was erlaubte sich dieser Drecksack eigentlich?
Fühlte er sich als was Besseres, nur weil er der Übzeugung war, daß die Vulkanier der Gipfel der Schöpfung seien? Und er, Haddus 'nur' ein Terraner?
Immerhin war es das 'Terranische Imperium', das die Galaxis beherrschte. Wobei sie allerdings auch die Romulaner, die ihre einzigen Aliierten waren, als Untermenschen, oder besser als 'Unterwesen', einordneten. Nicht viel besser als Haustiere.
Aber man benötigte diese und ihre starke Flotte, so daß man das nicht offen aussprechen konnte. Aber es drangen immer mal wieder Aussprüche des Imperators zu ihnen, die dessen Vorstellungen von den Romulanern klar umrissen.
Sollte das Imperium endgültig die Kontrolle über die Galaxis errungen haben, so wären die Romulaner die Ersten, die man als Sklaven nutzen würde.
Aber Sokar nannte sich einen 'Widerstandskämpfer gegen das Imperium' und behauptete, er würde Haus, Hof, seine Familie und seine Ehre dafür hergeben!
Und trotzdem hatte er, wie Haddus felsenfest glaubte, die gleichen Gedanken ncht nur den Terranern gegenüber, sondern auch seinen eigenen Verwandten, den Romulanern, die auch für ihn minderbemittelte Schwachköpfe waren, die es zu nutzen galt und nach Gebrauch wegwarf! Das galt auch für die anderen Spezies, die er für sich arbeiten ließ, solange sie ihm nützten. Wenn nicht, wurden sie entsorgt.
Haddus hatte in seiner Gruppe viele Romulaner, die ihm treu zur Seite standen und bei jeder Aktion Kopf und Kragen riskierten. Da waren auch und vor allem Nalae und Tr'Kovath. Nalae war als Medizinerin unübertroffen. Sie kannte jeden Trick und jede Methode, wie man nicht nur Kranke und Verwundete heilen, sondern auch Gefangene zum Singen bringen konnte.
Und Tr'Kovaths technische Kenntnisse waren einfach unersetzbar! Wo immer es ein Problem gab, fand er eine Lösung. Und zwar eine, die man mit den gegebenen primitiven Hilfsmitteln durchführen konnte.
Und Sokar wußte das auch! Er wußte ebenfalls, daß er keine einzige Aktion würde durchführen können, ohne ihn und seine Gruppe, denn sie waren die Einzigen mit wirklicher Kampferfahrung und dem unbeirrbaren Willen, die Aktion zu Erfolg zu führen. Und die lange Reihe von Erfolgen konnte sich sehen lassen.
OK,die letzte Aktion war kein wirklicher Bringer, aber die Gegner sollten wissen, daß sie nirgends und zu keiner Zeit sicher waren.
Die Gegner der Terraner würden zuschlagen, wo immer und wann immer es ihnen paßte! Und sie würden gnadenlos vorgehen, ohne jede Rücksicht auf Verluste, egal, ob es Militärs oder Zivilisten waren, denn der Terror sollte sich auch und gerade in der Zivilbevölkerung ausbreiten.
Hatten die Frauen Angst, würde sich das auf die Männer, die in der imperialen Flotte dienten oder als Marines die bodengebundenen Aktionen durchführten, auswirken.
Sie würden erheblich zögerlicher kämpfen und immer weniger einsatzfreudig sein, wenn sie wußten, daß zuhause Eltern, Frauen und Kinder in akuter Gefahr waren.
Dazu mußte Haddus allerdings auch zugestehen, daß Primärziele zunächst immer militärische Einrichtungen oder Schiffe waren.
Wenn aber dabei Zivilisten Schaden nahmen, so war das traurig aber unabwendbar! Die hatten eben Pech gehabt. Sie waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Und wenn der Verdacht bestand, einer von denen würde etwas wissen, bekam der die gleiche nette Behandlung, wie alle Uniformträger.
Aber wenn es strategisch notwendig war, griff er auch zivile Ziele an.
Andererseits war er natürlich auch intelligent genug zu wissen, daß er Sokars überlegte Planungsweise und vor allem seine Verbindungen zu anderen Völkern brauchte.
Gerade bei den Klingonen oder den Andorianern genoß er offenbar hohes Ansehen, wobei er, Haddus, allerdings auch in seiner Gruppe eine Menge heißblütiger kampfeshungriger Klingonen hatte, die keinen Bock mehr auf Warten, Zögern und 'eine ruhige Kugel schieben' hatten. Sie dürsteten nach Blut und Ehre! Und deswegen hatten sie sich Haddus' Gruppe angeschlossen, weil dieser gerne und oft zuschlug, oft auch unter höchstem Risiko für seine Männer und Frauen, aber auch für sich.
Keiner hätte je behaupten können, daß sich ihr Anführer je gedrückt hätte! Im Gegenteil!
Umso erniedringender war diese Szene gewesen, als Sokar ihn ohne Vorbereitung einfach zu Boden stieß! Vor seinen Leuten!
Aber als er zum Phaser greifen wollte, drängten diese ihn zur Ruhe und Besonnenheit.
Nalae lächelte ihn an: "Der Tag deiner Rache wird kommen, Haddus. Also bleib jetzt ruhig. Eines schönen Tages werden wir ihm dieses Gehabe in Rechnung stellen. Ich weiß ganz genau, wie er über die Romulaner denkt. Der ist keinen Schlag besser, als der Imperator oder gar die Inquisition der Terraner. Die sind derart dreckig, daß man noch nicht einmal ausspucken möchte in deren Gegenwart. Da ist meine Spucke viel zu schade für.
Ich bin ja schon gespannt, was Sokar von mir will, dieser Lackaffe und Gernegroß!"
Auch Tr'Kovath beruhigte ihn und noch ein paar seiner Kameraden.
"Laß uns unsere Aktion feiern! Immerhin hat diese beim Gegner schon einigen Schaden angerichtet. Wird überhaupt Zeit, daß wir einen ordentlichen Schnaps hinter die staubigen Kehlen schütten."
Ale Umstehenden nickten.
========== Eine Zeit später ==========
Ein Klingone, der schon einiges intus hatte, wühlte in einer seiner Brusttaschen.
"He, schaut her!"
Er hielt unübersehbar den Teil einer Nase in der Hand. Einer grünen.
"Die habe ich vor der Sprengung einem romulanischen Centurio abgeschnitten, der den Laderaum verteidigen wollte. Er lebte noch und hat ein wenig geweint. Na ja, den Rest hat dann mein Batleth erledigt, aber ich brauchte unbedingt noch ein Souvenier von dem Einsatz. Ich bringe mir jedes Mal eine Nase mit, die ich einem hohen Offizier oder Würdenträger aus der Visage geschnitten habe. Ich habe da schon eine ordentliche Sammlung. Allerdings sind mir bei unserem letzten Rückzug viele verloren gegangen. Aber nun ja, das läßt sich ja ersetzen.
Ich will ja unbedingt noch den Riecher des Imperator persönlich und des Großinquisitors besitzen, denn gerade der Letztere hat vor Kurzem einen meiner Vettern ganz übel behandelt.
Das weiß ich deswegen, weil die so freundlich waren, ihn als gut verschnürtes Paket bei seiner Frau vor die Haustür zu legen. Er hat noch 2 Stunden gewimmert, dann war es vorbei.
Die haben einfach keinen Stil, diese Säcke."
Ein Cardassianer, dem auch schon Einiges fehlte, setzte sich zu Haddus: "Es geht das Gerücht um, man habe Sokar über ein größeres Manöver informiert, das in der Gamiria-Expanse stattfinden soll. Ein Mäuschen hat mir geflüstert, daß es das größte gemeinsame Flottenmanöver der Terraner und der Romulaner werden soll. Und mein Informant will gehört haben, daß der Imperator dabei die Gelegenheit nutzen will, die romulanische Galae in eine Falle zu locken und zu vernichten, wenn sie so richtig schön ahnungslos daliegt."
Haddus nahm einen langen Zug: "Um ehrlich zu sein, glaube ich das nur sehr bedingt. Der Imperator ist kein totaler Schwachkopf, und außerdem hat er einige wenige durchaus weiter sehende Berater, die genau wissen, daß er derzeit auf die Romulaner angewiesen ist. Allerdings zutrauen würde ich dem schon ein derart hinterhältiges Verhalten. Der Mann hat ausschließlich Scheiße im Kopf. Wie kann es bloß sein, daß Ämter, wie das eines Imperators, erblich sein können?"
Ein Anderer mischte sich ein: "Die Inquisition wird ganz sicher Jemanden losschicken, der sich mit uns beschäftigen soll, und dafür soll es, wie ich hörte, einen gewissen Rabenstein geben. Der soll ein echtes Arschloch sein und extrem karrierehungrig. Will sicher mal selber Großinquisitor werden."
Haddus grinste: "Und dann ist da noch dieser Bubi, der sich Vandenburg nennt. Seines Zeichens der Flottenkomissar zur Terrorabwehr. Ich habe mal gehört, daß er eigentlich Pintske heißt, aber weil ihm das zu peinlich war, hat er den Namen Vandenburg angenommen und sich die dazugehörigen Papiere fälschen lassen, weil das ein großer Held des Imperiums vor vielen Jahrzehnten war.
Gerissen ist der Kerl und ganz sicher nicht dumm, aber er ist der größte Arschkriecher, den es je in den Grenzen des Imperiums gab. Der hat sich von ganz unten hochgeleckt. Und das Imperium umgibt sich mit solchen Typen. Klar. Weil die derart viel Dreck am Stecken haben, kann man sie leichter manipulieren. Das soll ein Originalspruch des Großinquisitors sein. Na ja, ich hoffe nur, daß wir dieses Gesocks irgendwann einmal vor dem Lauf unserer Phaser haben werden."
Es wurde noch eine lange Feier und der Schnaps floß in Strömen.
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| ISDA Log 3 Sokar |
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Geschrieben von: Sokar - Jul-Mon-2018, 12:03 PM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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*** Nicht kartographierter Planet im Niemandsland zwischen ehemaligen Cardassianischem Reich und Terranischen Imperium ***
Der Wüstenwind zerrte und rüttelte an der behelfsmäßigen Unterkunft aus Wellblech, Reflektorfolienresten und Tarnnetzen, zwischen die Reste abgestorbener Pflanzen gestopft worden waren. Die Leute, die in ihrem Innern Zuflucht gesucht hatten, störten sich nicht an den wütenden Angriffen der feindlichen Elemente. Die meisten von ihnen brachten feste Behausungen nur mit Gefängnissen der Allianz in Verbindung. Einen Großteil ihres Daseins hatten sie alle auf der Flucht verbracht, im Freien, in stickigen Frachtcontainern oder in Zelten wie diesen.
Auch der große, grauhaarige Vulkanier, der sich gerade über eine altertümliche Papierkarte beugte, war in Zelten und Verschlägen groß geworden, ebenso wie seine Eltern. Seine Großeltern hatten die Kapitulation von Vulkan im Jahre 2155 miterlebt. Sokar - oder wie ihn seine Untergebenen nannten, 'der Alte' oder seine Feinde 'der Patriarch des Terrors' - war mit seiner Truppe vor einigen Monaten auf diesem Planeten eingetroffen. Zuvor hatten sie fast die Hälfte ihrer Leute bei einer Strafexpedition der Allianz verloren. Die Männer und Frauen, die Sokar jetzt umringten, waren allesamt keine heldenhaften Rebellen gegen ein unterdrückerisches Regime, auch wenn sich der eine oder andere gern so stilisierte in den Kommuniques ihrer Sender. Die derangierte Gruppe, deren Gesichter und Körper die Spuren zahlreicher Kämpfe darboten, bestand aus gestrandeten traumatisierten Existenzen, Verbrechern, die der Justiz entkommen wollten, jugendlichen Unruhestiftern und Fanatikern, die nur eine Sache einigte: in der Allianz war kein Platz für sie.
Ein Andorianer mit nur einem Fühler und einem Auge berichtete gerade: "Soweit ich bisher die Codes knacken konnte, spielt immer wieder die Gamiria-Expanse eine Rolle. Ich habe die Frequenzen seit vier Tagen überwacht. Da ist auf jeden Fall was im Busch. Massive verschlüsselte Befehle. Außerdem Schiffsbewegungen bei den Rommies und den Terranern."
"Hm. Da ist nichts außer Subraumstörungen," brummte ein Klingone, Sokars 'Leibwächter' wenn man so wollte. "Kenne ich aus meinen Schmugglertagen."
"Der Großkanzler und der Prätor scheinen da anderer Meinung zu sein." Sokar konsultierte ein altertümliches Padd zusätzlich zu seiner Papierkarte, um Informationen zu Gamiria abzurufen. Hatte die Allianz Gründe, sich dort zu sammeln? Drohte eine Invasion einer unbekannten Macht?
Laute Rufe aus dem Lager draußen störten Sokars Überlegungen. Im selben Moment wurde die Zeltplane vor dem Eingang des Verschlages zurück gezogen und eine Cardassianerin in Kriegsbemalung lugte herein. "Kommandant! Haddus ist wieder da!"
Sokar stieß sie und zwei weitere seiner Leute mit einer heftigen Armbewegung zur Seite und drängte hinaus, gefolgt von dem Klingonen. In nur einigen Metern Entfernung stand der hagere junge Terraner an der Spitze seiner Truppe und grinste frech. Der Anblick ließ den ungezügelten Zorn des Vulkaniers explodieren. "Das du dich überhaupt noch hier her wagst!"
Er packte Haddus an den um die Brust geschlungenen Gurten mit den Phaserenergiezellen und fixierte dessen wasserblaue Augen. Für ihn waren diese Augen, dieses Gesicht, diese Person, die Essenz all des Terranischen, das er zutiefst hasste. Ein Faustschlag und Haddus hockte mit blutender Nase im Sand. "Ich sollte dich gleich exekutieren!"
"Das wär nich' wirklich logisch, oder!"
"Logisch ist, den Feind so effektiv wie nur möglich zu bekämpfen."
"Na und? Wir haben den verdammten Frachter gesprengt! Das hat die Kolonie auf Teralon 'ne Menge verdammte Luxusgüter gekostet! Und 'n paar von der verdammten Sicherheitstruppe sind auch in den Orkus gewandert!"
"Ihr habt einen lausigen Frachter gesprengt?!" Sokars Stiefelspitze traf Haddus in den Magen. Einige Sekundenbruchteile eher als der Terraner hatte er eine lange Klinge in der Hand, von der niemand zweifelte, dass er sie einsetzen würde. Hinter sich hörte er das vertraute Klicken einer Projektilwaffe. Seine klingonische Rechte Hand hatte Haddus genau im Visier. "EINEN Frachter. Und damit die Allianz auf uns aufmerksam gemacht! Du hast Leute und Ressourcen verschwendet!"
"Wenigstens hab ich was unternommen! Nich' immer nur rumgehockt und geplant und geplant wie manche!"
Aus dem Augenwinkel sah Sokar, wie sich unter den Anhängern des Terraners Unruhe erhob. "Ist einer von euch auch dieser Meinung?" fragte er drohend. Sein Blick blieb kurz auf einer jungen Romulanerin mit Blutrache-Tattoos haften. Er kannte sie gar nicht. Hatte Haddus sie von seinem Überfall mitgebracht?
Im Moment legte niemand es darauf an, vom 'Alten' buchstäblich in die Wüste zum Verdursten geschickt zu werden."Gut. Dann macht euch daran, alles zusammen zu packen. Wir verlegen die Basis!"
Sokar drehte sich um und ließ das Messer wieder in die Scheide gleiten. Was auch immer die folgenden Wochen bringen würden, er musste diesen Terraner los werden, diesen Entschluss fasste er in diesem Moment. Er hatte ihm nie getraut, ganz egal, was er für Geschichten über drohende Erschießungskommandos und verlorenes Duranium erzählte. ER WAR EIN TERRANER! Ein Blick aus schmalen Augen wanderte zurück zu Haddus, der sich gerade aufrappelte. Sie alle hatte er in Gefahr gebracht und brüstete sich noch damit, der Idiot! Aber... vielleicht war das ja auch genau sein Absicht gewesen?
"He! Romulanerin!" Die junge Frau mit den Tattoos machte keinen Versuch, sich in der Menge zu verdünnisieren. Das sprach für ihre Intelligenz, fand Sokar. "Ich will dich sprechen!"
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| ISDA Log 2 Robert Vandenberg |
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Geschrieben von: Sareth - Jul-Mon-2018, 11:55 AM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
- Keine Antworten
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Zalluns-Sektor / Planet Vallus / Castrum Nero / Hof der Militärbasis Valguard
Du wirst aufsteigen und eine große Menge wird Dir zujubeln. Du wirst höher steigen als alle jene dort unten. Doch dann werden sich die Tore der Hölle unter Dir öffnen. Und Du wirst in die Dunkelheit stürzen.
Ein gelangweilt wirkender Mann, Anfang 30, mit sich allmählich lichtendem Haar und einem fast geisterhaften Gesichtsausdruck, musste an die Worte jenes Tallarianers denken, als er das scharfe Klicken des Öffnungsmechanismus hörte, welcher die Falltür unter den 3 Delinquenten frei und sie dem Fall in den Tod preisgab. Gut 500 Schaulustige hatten sich um den stählernen Galgen herum versammelt, als die 3 Kriminellen hingerichtet wurden. Der Jubel, als sich die Falltür öffnete, war laut gewesen. Lauter wohl jedenfalls als die Worte jenes Tallarianers, welcher von einem der Exekutierten, eine Woche zuvor getötet worden war.
Phrophetische Worte über das Aufsteigen waren es wohl gewesen, welche der Getötete, laut Zeugenaussagen und dem Inhalt der Prozessakte von sich gegeben hatte. Und tödliche dazu. An diese Worte dachte Robert Vandenberg. Wie auch immer, man hatte die Täter, 3 Flottenangehörige, sehr schnell gefasst und verurteilt. Alles in allem saubere Arbeit. Saubere Arbeit die jener gelangweilte Mann, Robert F. Vandenberg als überwachender Flottenkommissar sicher zu stellen hatte. Immer dort, wo es in der Flotte Unregelmäßigkeiten gab, hatte der Flottensicherheitsdienst einzugreifen. Und Vandenberg war einer dieser Männer, welche ein Auge auf die Moral und die Effizienz der Flotte hatten. Disziplin, Effizienz, unbedingter Gehorsam und drakonische Strafen. Das waren die Faktoren, welche die Flotte zusammenhielten.
Drakonische Strafen schien auch der lokale Gouverneur hier zu mögen. Wegen der Tötung eines zweitklassigen Bewohners eines drittklassigen Planeten, 3 Flottenangehörige hinzurichten, nur weil der Ermordete mit der Tochter des Gouverneurs ein Verhältnis gehabt hatte, entsprach wohl noch dem Gesetz. Sie aber aufzuhängen war völlig ineffizient. Auf den großen Industriewelten hätte man die 3 wahrscheinlich in irgendeinem Gefängnis dematerialisiert , oder sie vor ein Erschießungskommando gestellt und ihre Leichen sofort entsorgt , wenn man sie nicht sowieso zu lebenslanger Sklaverei verurteilt hätte. Aber hier? Völlig ineffizient, aber dafür umso plakativer. Eine Resourcenverschwendung. Wie lange würde Gouverneur Thurston die Leichen wohl hängen lassen? 3 Wochen, 6 Wochen?. Und wie lange würde der Leiter der Militärbasis, Colonel Clifton, das wohl zu lassen? Unfähige Idioten, allesamt. Wenn es nach Vandenberg gehen würde, wäre zumindest Clifton längst in einer Strafkolonie gelandet. Aber Clifton war jetzt nicht Vandenbergs Problem. Er hatte seine Aufgabe hier erfüllt, der Prozess gegen die 3 Flottenmitglieder war korrekt verlaufen, sie hatten ihre Unschuld nicht beweisen können und damit hatte sich die Sache.
Vandenberg, drehte dem Galgen den Rücken zu und marschierte über den staubigen Hof zum stark gesicherten Tor. Trotz seiner Zivilkleidung erkannten die Wachen ihn an dem winzigen Abzeichen am Kragen seines Mantels und gaben den Weg frei: Eine Waage, deren Zunge in einem Schwert auslief, welches einen Kreis durchbohrte. Das Zeichen der Flottensicherheit- und justiz. Gefürchtet und gehasst. Und sehr effizient.
Hinter dem Tor herrschte eher gelangweilter Müßiggang. Einige Händler versuchten Ersatzteile zweifelhafter Herkunft zu verkaufen, ein Mitglied einer lokalen Taschendiebesbande stritt sich mit einem Bettler, das normale Leben auf einem Hinterwäldlerplaneten also.
Vandenberg war noch nicht weit gegangen, als ihm eine Unregelmäßigkeit hinter ihm auffiel. Er beschleunigte seinen Gang, bog um eine Ecke und blieb dann abrupt stehen. Die Person, welche förmlich auf ihn auflief, hatte sich noch nicht einmal ansatzweise die Mühe gegeben, ihre Verfolgung Vandenbergs zu kaschieren. Nein. Vandenberg blickte direkt in das Gesicht eines jungen, recht feisten Priesters, welcher den Flottenkommissar frech angrinste.
Va: Bruder Anselmus. Welchem Umstand darf ich es verdanken, dass Sie eine so große Anhänglichkeit an mich entwickeln?
BA: Oh, ich habe Sie bei der Exekution gesehen und wollte mich nur erkundigen, was Sie von der Exekution halten.
Va: Das Urteil ist korrekt, die Ausführung mangelhaft.
BA: Warum?
Va: Viel zu aufwendig. Resourcenverschwendung. Ein Disruptorschuss hätte genügt.
BA: Oha, höre ich da Kritik am Justizsystem? Das wird einigen Leuten nicht gefallen.
Va: Nicht mein Problem.
Amselmus lächelte maliziös.
BA: Man kann nie wissen, was passiert.
Va: Exakt.
BA: Nun denn, ich bete für Ihr Seelenheil.
Va: Und ich für das Ihrige.
BA: Bitte?
Va: Auch Mitarbeiter der Inquisition sind nicht unsterblich. Nicht einmal inoffizielle. Guten Tag.
Vandenberg ließ den Priester stehen und wandte seine Schritte der örtlichen Militärpräfektur zu. Kaum hatte er den schattigen Innenhof des Gebäudes erreicht, trat ein junger Offizier auf ihn zu, salutierte zackig und überreichte Vandenberg einen Chip. Vandenberg entließ den Offizier und begab sich eine Ecke des Innenhofs. Dann schob er den Chip in ein Interfaceimplantat an seinem Handgelenk und wartete bis ein winziges Hologramm sich entfaltete. Vandenberg gab seinen persönlichen Code ein, wartete bis der DNA-Abgleich stattgefunden hatte und las dann den Text der Nachricht: Neue Befehle. Er hatte sich umgehend zur Erde zu begeben.
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Orts- und Zeitwechsel:
Erde / Südengland / Portsmouth / HQ der imperialen Flotte / Campus 2AA / Büro von Commodore Valen
2 Wochen später.
Commodore Alexander Valen ließ sich seufzend in seinen Sessel zurückfallen und deaktivierte das Holo von Vandenbergs Bericht. Dann schüttelte er den Kopf und blickte Vandenberg scharf an.
AV: Schade, sehr schade um den guten Clifton. Ich hielt ihn für fähiger. Wie auch immer, ich habe hier eine neue Aufgabe für Sie.
Va: Und die wäre?
AV: Ist Ihnen die Gamiria-Expanse ein Begriff?
Va: Weniger.
AV: Mir eben auch nicht. Aber die Regierung hat in Ihrer unglaublichen Größe beschlossen, dort ein Manöver abzuhalten. Zusammen mit diesen Ratten der Galae, unseren sogenannten Alliierten. Ich möchte, dass Sie ein Auge auf die Sache haben, da es Gerüchte gibt, dass sich einige Flottenangehörige zu den Rebellen von Maw absetzen wollen. Und auch die Nattern von der Inquisition, diese parfümierten Bischöfe, könnten bereits längsseits gekommen sein. Wo immer Dung seinen Gestank aufsteigen lässt, tauchen sie auf.
Va: Ich werde mir die Sache ansehen.
AV: Gut. Sie haben Freigabe zum Einsatz spezieller Methoden. Noch Fragen?
Va: Ja. Die Gamiria-Expanse ist nicht gerade um die Ecke. Wie komme ich dahin?
AV: Da haben Sie völlig freie Wahl.
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Robert F. Vandenberg, Flottenkommissar
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| ISDA Log 1 Richard von Rabenstein |
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Geschrieben von: Richard von Rabenstein - Jul-Mon-2018, 11:53 AM - Forum: *** Spiegeluniversum ***
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*** Terra / Rom ***
In einem eleganten Bogen senkte sich der Gleiter und setzte auf dem Parkperimeter um die geschützte Altstadt auf. Der sommerheiße Boden Roms entließ eine kleine Staubwolke, die sich um die Landekufen kräuselte und sich auf dem schwarzen Lack des Fluggeräts ablagerte. Geräuschlos klappte die Tür aus getöntem Kunststoff nach oben aus und ein schlanker, hoch gewachsener junger Mann entstieg dem klimatisierten Halbdunkel. Richard von Rabenstein. Seine feingliedrige Hand klopfte Staubpartikel von seinem schwarzen Anzug, auf dessen linker Brustseite das Symbol der terranischen Inquisition prangte: ein Kreuz, dessen unterer Balken in einem Schwert endete, das sich durch das stilisierte Erdenrund bohrte. Das Insignum schien in der gleißenden Mittagssonne von derselben Farbe wie Richards platinblonde Haare, von deren korrekten Sitz er sich mit einer raschen Handbewegung überzeugte.
"Ich bin in fünfundvierzig Minuten zurück, warten Sie hier," befahl eine Stimme, der man anmerkte, dass ihr Träger gewohnt war, absoluten Gehorsam vorzufinden. Der im Cockpit verborgene Pilot bestätigte mit einem knappen: "Sehr wohl, Hochwürden."
Der junge Inquisitor wandte sich ohne ein weiteres Wort auf die statuengesäumte Allee und wirkte dabei, als habe ein geheimnisvoller Zauber eine der hier aufragenden Standbilder antiker Schönheit mit Leben beseelt und in eine schwarze Hülle gekleidet - und dies sowohl faktisch als auch metaphorisch.
Während er die Allee voranschritt, vorbei an den antiken Zeugnissen des alten Rom, erfasste Richard erneut jener Schauer der Erhabenheit, den er immer an diesem Ort empfand. Hier schlug das
wahre Herz des Terranischen Imperiums, hier lag seine wahre Stärke, hier hatten sich seine Wurzeln tief in die heilige Erde gegraben, um reiche Frucht über Jahrtausende zu spenden. All die armseligen Technokraten und Söldner der Flotte zehrten davon. Sie mochten es nicht wissen, sie mochten es nicht anerkennen wollen, und doch hingen sie an dieser Lebensader. Roma Eterna! Welche Größe ging nur von diesen beiden Worten aus! Aus dem mittaglichen Dunst schälte sich die alte Petersbasilika, erbaut von Kaiser Konstantin (Anm.: also nicht die jetzige, sondern der Vorgänger!) Längst schützten neben geschickt verborgenen Metallstreben spezielle Kraftfelder die 2000jährigen Mauern des imposanten Gebäudes. Aber das tat seiner beinahe magischen Strahlkraft keinen Abbruch.
Richard war ein gläubiger Mann. Natürlich war sein Glaube nicht mehr der jener Baumeister, die die Basilika errichtet und mit ihren atemberaubenden Fresken und Mosaiken verziert hatten, auf denen eine bärtige, in antike Gewänder gehüllte Gottesgestalt die Welt mit ihren Händen aus Erde knetete! Gott war für die moderne Kirche die Ur-Essenz des Universums, die hinter dem Multiversum stehende Energie, der Heilige Geist war die Kraft, die dieses gewaltige Schöpfungsgebilde in Gang hielt und Gottes Sohn war derjenige, der all die Zusammenhänge seinem auserwählten Volk offenbart hatte, um es zu Vollstreckern seines Willens zu machen. Die militärischen Erfolge des Imperiums waren für Richard ein Zeichen für die Existenz Gottes und die Korrektheit des Glaubens.
"Heee, ne Krähe, guck mal!" Von der gegenüberliegenden Straßenseite röhrte ein junger Militär, den muskelbepackten Oberkörper in einem eng anliegenden Trainingstop zur Schau stellend. Er grinste den Inquisitor mit alkoholbedingter Frechheit an, und seine beiden Kameraden grölten im Chor einen obszönen Spruch.
Richard ging weiter, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Abschaum dachte er. Minderbemittelter Abschaum aus der Gorillazucht. Anstatt auf körperlicher Kräfte sollte das genetische Programm vielleicht ETWAS mehr auf geistige Fähigkeiten achten... Der junge Inquisitor lächelte kaum merklich, als er hörte, wie hinter ihm drei Männer von plötzlicher Übelkeit gepackt wurden. Einen Moment lang spielte er mit dem Gedanken -- aber nein, er wollte sich jetzt nicht damit belästigen. Er musste sich konzentrieren auf die wirklich wichtigen Aufgaben!
Er lenkte seine Schritte diesmal nicht zur Petersbasilika, sondern zu dem Gebäude an deren südöstlicher Flanke. Auch dessen Grundmauern reichten in eine ehrwürdige Vergangenheit von fast 1500 Jahren zurück, waren aber in den folgenden Jahrhunderten mehrfach überbaut worden. Im Moment zierte eine neoklassizistische Fassade aus Stahlbeton und Glas die Zentrale der Inquisition. Auf dem Portikus, den Richard jetzt durchschritt, leuchtete eine goldene Inschrift " Inquisitionis sine gladio imperium percussus esset" - Ohne das Schwert der Inquisition wäre das Imperium mit dem Schwert zerschlagen worden.
Das Motto deckte sich mit Richards Überzeugung. Seine Organisation war das Werkzeug, dass den Glauben rein und das Imperium gesund und mächtig erhielt, in dem es alles schmutzige, marode, korrupte und zerstörerische Wirken an der Wurzel ausmerzte. Das Imperium war ein Nichts ohne die Inquisition. Und die Inquisition ... würde einst ein Nichts sein ohne ihn...
Richard von Rabenstein passierte die Biofilter und die Perimetersicherung und betrat das Foyer. Hier hielt er kurz an dem Reliquiar des Gründers seiner Organisation inne, der im Jahre 823 von Kaiser Gratianus III. den Auftrag zur Schaffung der Glaubenspolizei bekommen hatte. Dann begab er sich in den Audienzraum, wo ihn der derzeitige Großinquisitor empfing.
"Bruder Ricardus! Herzlich willkommen!" Der hagere alte Mann mit der Adlernase hob den jungen Kollegen auf, der zum traditionellen Handkuss niedergekniet war. Dann wies er in Richtung der funktionalen Sitzgruppe aus weißem Leder und ging mit federnden Schritten voran. Seine Eminenz Valentinian Constantius mochte alt und gebrechlich WIRKEN, aber Richard zweifelte keinen Moment daran, dass er ihn eigenhändig in die Gefilde der Hölle expedieren konnte, wenn es sein musste. Nun, im Augenblick bestand kein Bedarf daran.
"Ich habe einen Auftrag für dich."
"Ich bin geehrt, dass Ihr Auge auf mich, Ihren demütigsten Diener, gefallen ist."
"Lüge mich nicht an, Bruder Ricardus. Ich kenne dich, seit du ein kleines Kind warst."
Bedauerlicherweise. "Um was für einen Auftrag handelt es sich?"
"Der Großkanzler und der neue romulanische Prätor haben verkündet, im Gamiria-Expanse ein großangelegtes Manöver der Allianztruppen abzuhalten. Finde heraus, warum dort und warum jetzt. Desweiteren: Ich bin überzeugt, dass die Romulaner einen Verrat planen. Das liegt in der Natur dieser Kreaturen."
Natürlich liegt es das, sie sind eine niedere Spezies, die sich nur durch Hinterhalt in der Evolution nach vorn gebracht hat. Sie sind eine Beleidigung in der Schönheit der Schöpfung. "Ich werde ihr perfides Treiben offenlegen, Eminenz."
"Und dann sind mir noch diverse Bestrebungen in der terranischen Flotte zu Ohren gekommen. Es heißt, gewisse Kreise würden auf ein Verbot der Inquisition hinarbeiten...." Der Großinquisitor überreichte Richard eine Datenfolie. Ein rascher Blick ließ ihm einen Namen ins Auge fallen, dem er früher bereits begegnet war: Robert Vandenberg.
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