Rihannsu

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Denkmal für S'Task und die Auswanderer auf ChRihan

Geschichte

Frühphase

Die Romulaner stammen von Vulcan. Sie verliessen den Planeten während der Reformation von Surak, ca. im 3. Jahrhundert irdischer Zeitrechnung, da sie dessen konsequente Friedenspolitik als unangemessen den Gefahren des Alls und fremder Spezies gegenüber betrachteten. Nach einigen heftigen Konflikten machten sich Suraks Gegner in einigen grossen Generationenschiffen auf den Weg, eine neue Heimat zu suchen.((Star Trek TOS-Roman: Duane, D., Morwood, P.: Die Romulaner (The Romulan way)) Über 100 Jahre reisten sie mit ihren noch nicht warp-fähigen Schiffen, ehe sie endlich einen bewohnbaren und besiedlungsfähigen Planeten erreichten, den sie Ch'Rihan nannten. Die ersten Jahrzehnte der Besiedlung waren von heftigen Rivalitäten und Kämpfen gekennzeichnet. Der Schwesterplanet des Doppelsystems, Ch'Havran, eine im Grunde für humanoides Leben ungeeignete Welt mit gebundener Rotation, wurde als Strafkolonie für politische Gegner, in Fehden Besiegte und alle Arten von Verbrechern eingerichtet.(Star Trek Roman: Sherman, J., Shwartz, S.: Vulcans Soul Book III, Epiphany)). Nach der relativen Konsolidierung der Strukturen auf Ch'Rihan in einem Clansystem begannen die ersten Expansionsmassnahmen nach aussen, zunächst, um das Raumgebiet gegenüber (möglichen) Angriffen zu sichern, aber auch, weil man es als Bestimmung des romulanischen Volkes ansah, die umliegende Galaxis zu 'zähmen'. Die Erhöhung der Macht des eigenen Clans wurde aber sehr bald ein grösserer Motivator. Mit der Entwicklung des Warpantriebs wurde es möglich, die Expansion weiter auszudehnen, dennoch blieb das Romulanische Reich auf einen relativ kleinen Raumbereich beschränkt. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts irdischer Zeitrechnung begann sich das paritätische Clansystem als inadäquat für die Regierung zu erweisen und man wählte einen Imperator aus der Mitte der mächtigsten Familien, der zur Verwaltung wiederum einen Senat einrichtete. Das Imperatorenamt wurde nach und nach zu einer erblichen Würde, was der politischen Stabilität erheblich schadete. Das Ergebnis war ein Militärputsch, der den letzten Imperator stürzte und ein Dreikammersystem einführte, bestehend aus Oberem und Unterem Senat und Prätoriat mit den beiden Machtstützen Militär und Tal Shiar an der Seite.

Der Krieg mit der Erde und die Etablierung der Neutralen Zone

Der Erste Kontakt mit Menschen fand im Jahre 2152 statt, als die Enterprise unter dem Kommando von Captain Jonathan Archer unwissentlich in romulanisches Territorium einflog.(Star Trek Enterprise, Folge: Minefield) Von diesem Zeitpunkt an beobachteten die Romulaner die Terraner und deren Aktivitäten mit ausgesprochenem Misstrauen. 2154 irdischer Zeitrechnung versucht eine Taskforce des Imperiums die Diplomatischen Gespräche der 'Babel-Conference', deren erklärtes Ziel die Zusammenarbeit zwischen Andorianern, Vulkaniern, Tellariten und Menschen und die Formierung eines gegenseitigen Beistandspaktes ist, zu verhindern, da man auf Ch'Rihan diese Machtkonzentration als Bedrohung ansieht. (Star Trek Enterprise, Folge: Babel One). Die Aktion misslang und mündete im Gegenteil in einem Vorantreiben der Koalitionsbestrebungen der interstellaren Mächte. Eine weitere Verhärtung der Fronten folgte. Ein unglücklicher Zwischenfall liess 2162 das terranische Schiff Endeavour im Gebiet des Romulanischen Imperiums bei Cheron IV stranden.Star Trek RPG-Book: The Way of D'Era) Es kam zu einer Auseinandersetzung, nach der die Endeavour schwer beschädigt fliehen konnte. Auf Romulanischer Seite sprach man von bewusster Verletzung territorialer Rechte und Spionageversuchs, auf Seiten der Erde (und bald auch ihrer Verbündeten) hiess es demhingegen, die Romulaner seien auf ein brutales Massaker und einen Kriegsgrund aus gewesen. Ein Flottenverband der Föderation wurde nach Cheron IV entsandt, um entsprechend Macht zu demonstrieren, die Situation geriet jedoch ausser Kontrolle und der Verband wurde fast vollständig zerstört. Der - niemals offiziell erklärte - Krieg begann und zog sich für fünf Jahre mit wechselnden Erfolgen hin. Letztlich gaben aber die grösseren Ressourcen der Föderation und die zum Teil überlegene Antriebstechnik den Ausschlag. Der Krieg endete ironischerweise dort, wo er begonnen hatte, bei Cheron IV. Nach ihrer Niederlage mussten die Romulaner den festgelegten Verträgen zustimmen. Als Pufferzone zur Föderation wurde die 'Neutrale Zone' etabliert, die ein Durchflugsverbot für Schiffe beider Mächte enthielt. Die Romulaner zogen sich komplett aus der interstellaren Politik zurück und begannen sich erst in der zweiten Hälfte des 24. Jahrhunderts wieder einzumischen. Die Beziehungen zu den übrigen Mächten blieben aber von grossem Misstrauen bis Feindseligkeit gekennzeichnet, wobei der Tomed-Zwischenfall 2311 den Tiefpunkt und die Zementierung der Vorurteile beider Seiten darstellte.

Vom Dominionkrieg 2373-2375 zur Allianz mit der Föderation

Durch die Invasion des Dominion aus dem Gamma-Quadranten bedroht, suchten die Bündnismächte des Alphaquadranten, Föderation und Klingonen, auch die Unterstützung des Romulanischen Imperiums gegen den Gegner. Doch dieses schloss zunächst einen Nichtangriffspakt mit dem Dominion und hielt sich abseits. Erst die Aufdeckung eines Infiltrationskomplotts des Dominion brachte den Senat dazu, an der Seite der ehemaligen Gegner zu kämpfen und machte endlich den Sieg gegen die Formwandler und den 'Vertrag von Bajor' möglich.(Star Trek Deep Space Nine-Dominionkrieg [1]) Im letzten Drittel des 24. Jahrhunderts kam es infolge der materiellen und personellen Verluste im Dominion-Krieg zu einer wirtschaftlichen Regression und Verarmung weiter Teile des Reiches. Dies und der gravierende Mangel an polizeilichen und militärischen Einsatzkräften begünstigte den Staatsstreich und die Rebellion der Havrannsu von 2379 (Star Trek Nemesis). In nächsten zwei Jahrzehnte waren von weitgehender politischer Anarchie gekennzeichnet und dem romulanisch-klingonisch-föderativen Krieg, in dessen Folge der damals amtierende Prätor eine militärische Allianz mit der Föderation schloss. Erst zu Beginn des 25. Jahrhunderts gelang die erneute dauerhafte Etablierung der senatorialen Regierung.

Aktuelles Politisches System

Regiert wird von einer Tri-Kammer, bestehend aus dem Unteren Senat, dem Oberen Senat als Legislative und dem Prätoriat als Exekutive. Im Unteren Senat sitzen die gewählten Vertreter aus den einzelnen Segmenten des Reiches sie erarbeiten und verabschieden die Gesetze. Der Obere Senat wird von den Mitgliedern der Adelshäuser gestellt. Sie haben Vetorecht bei den Entscheidungen des Senats. Die Kolonien werden von Gouverneuren geleitet, die vom Senat berufen werden. Der Prätor wird vom Senat gewählt. Er steht der Exekutive vor und ist das Oberhaupt der Streitkräfte, weswegen er in zahlreichen Fällen aus dem Militär erhoben wird. Er darf ebenfalls Gesetzesvorschläge an den Senat richten und hat Vetorecht, sobald die Entscheidungen des Senats militärische Belange berühren. In speziellen Fällen kann der Senat über ein Misstrauensvotum den Prätor absetzen.

Rihannische Kultur

Ehrkonzept

Die Kultur der Rihannsu ist geprägt von der mnhei'sahe, einem besonderen Ehr/Pflicht-Konzept, das alle Aspekte des gesellschaftlichen Miteinander beherrscht. Folge dieses Ehrbegriffs ist eine aussergewöhnlich diffizile und hierarchisierte Rangstruktur innerhalb der Gesellschaft, die es beispielsweise bei der Begrüssung des Gegenüber zu beachten gilt. Auch Freigiebigkeit einem anderen Rihanha gegenüber ist Teil dieses Ehrkonzepts. Ein einem anderen Rihannsu gegebenes Versprechen geniesst einen sehr hohen Stellenwert. Gegen die mnhei'sahe zu verstossen, bedeutet Unehre und kann schwerwiegende Folgen für den oder die Schuldigen haben, beispielsweise ein Duell oder sogar eine Fehde zwischen den betroffenen Häusern. Das Pflichtgefühl ist sehr gross, und die Pflicht, dem Reich zu dienen wird stets als vorrangig vor persönlichen Interessen betrachtet. Im Falle kriegerischer Auseinandersetzungen gilt der Grundsatz, dass kein Rihanha lebend in die Hände des Feindes fallen solle, was als grosse Unehre empfunden wird. Können während einer Schlacht die Verletzten nicht geborgen werden oder besteht medizinisch keine Aussicht auf Rettung, besteht die Pflicht, den Kameraden einen ehrenvollen Tod zu geben.

Soziale Struktur

Eine Familie ist in den meisten Fällen Teil einer grösseren Struktur, des sogenannten Hauses, einer clanähnlichen Verbindung, die auf Verwandtschaftsverhältnisse bzw. Adoptivverhältnisse begründet ist. Die grossen sehr alten Adelshäuser führen ihre Abkunft bis in die Zeit der Besiedlung zurück. Jedes Haus stellt dem Reich eine eigene militärische Streitmacht zur Verfügung. Das jeweilige Oberhaupt des Hauses führt dessen Geschäfte, leitet die Politik und bestimmt die Aktionen seiner Mitglieder. Bei bestimmten Vergehen kann einem Rihannsu der Hausname und damit die Haus-Zugehörigkeit entzogen werden -- ein Status, der den Betroffenen auf eine Stufe mit den Sklaven stellt.Die Familie bzw. das familiäre Heim ist auch der einzige Platz, an welchem Rihannsu offen ihre Emotionen zeigen - es gilt als ausgesprochen schlechte Sitte und unehrenhaft, Fremde an privaten Emotionen teilhaben zu lassen. Ehen, die nach wie vor vor Geistlichen mit ssbergabe der symbolischen Armreife und dem Vollzug des tna'sahe (einer Art geistigen Verbindung) geschlossen werden, gelten auf Lebenszeit. Frauen und Männer sind absolut gleichberechtigt, Dinge aus der menschlichen Geschichte wie die Verweigerung des Wahlrechts für Frauen sind den Rihannsu fremd und völlig unverständlich. Kinderreichtum wird staatlich gefördert und die meisten Partner haben fünf oder mehr Kinder. Das älteste Kind einer Familie ist in den meisten Fällen für den Militärdienst vorgesehen.

Sklaven gibt es bereits seit Beginn der Besiedlung. Sie rekrutierten sich zunächst aus Kriegsgefangenen der besiegten Fehdepartei, wie es zum Teil auch heute noch der Fall ist. Weitere Gründe, in den Sklavenstatus herabgestuft zu werden, sind Verurteilungen durch das Gericht oder auch finanzielle Probleme. Die Mehrzahl der Sklaven ist allerdings bereits in diesem Stand geboren. Sie haben die Möglichkeit, unter bestimmten Bedingungen die Freiheit zu erlangen. Fremdspezies-Sklaven werden nur auf Kolonien oder in der Industrie, nicht im Hausdienst und schon gar nicht bei der persönlichen Aufwartung eingesetzt.

Kunst und Religion

Die Rihannsu sind ein künstlerisch und wissenschaftlich begabtes Volk. Ihre Astrophysikalische Akademie geniesst einen hervorragenden Ruf auch jenseits des Reiches. Viele Zeremonien sind von öffentlichen Musik- und Schauspieldarbietungen begleitet. Die rihannische Religion -- die allerdings im gesellschaftlichen Leben mehr und mehr in den Hintergrund zu treten beginnt -- fusst auf der Verehrung der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft, die in unterschiedlichen Anteilen in aller belebten und unbelebten Materie vorhanden geglaubt werden und deren Aktionen bestimmen. So besitzt jedes Individuum ein Element, das dessen Lebenslauf entscheidend beeinflusst. Diese Religionsform entwickelte sich in der Zeit der Auswanderung.

(Alles Aufgeführte basiert lose auf: Star Trek TOS-Roman: Duane, D., Morwood, P.: Die Romulaner (The Romulan way))