ISDA Log 43 Vandenberg
#1
ISS Picard / Quartier von Lt. Com Quinn
Vandenberg hatte sich 2 Tage Zeit gelassen, seinen Teil der Abmachung zu erledigen und sich um die CoS der Picard zu kümmern
Nachdem die ziemlich eindeutige Antwort auf das Betätigen der Türklingel von Lt. Com Quinns Quartier, ein gebrülltes „Herein“ war, hatte sich Vandenberg vorsichtig in den Raum begeben. Aus dem sirrenden Geräusch, welches aus der Nasszelle drang, schloss Vandenberg, dass Lt Com Quinn sich noch unter der Schalldusche befand. In einer Ecke des Quartiers stand eine Couch, die sich beim Daraufsetzen eher als ein bretthartes Etwas entpuppte, welches jedem klingonischen Gefängnis zur Ehre gereicht hätte, denn ein komfortables Sitzmöbel.
An einer improvisierten Pinwand prangte eine Unzahl von Fotos. Fotos von Lt. Kaiser. Lt. Kaiser beim trinken, Lt. Kaiser auf der Brücke usw. Eine bemerkenswerte Sammlung. Genauso bemerkenswert wie Lt. Com Quinns Auftritt. Sie trug jetzt die Uniform der Kommandoebene und anhand der Rangpins sah sie sich wohl in der Rolle des Kommandanten. Entsprechend trat sie auf.
 
Qu: Ahaa, der Flottenkommissar. Sie konnten es wohl nicht erwarten, mich offiziell zum Captain zu ernennen? Oder warum sind Sie sonst hier ?
 
Vandenberg lächelte freudlos.
 
Va: Warum wird mein Erscheinen von allen Leuten immer auf die eine oder andere Weise als Zeichen des eigenen Vorteils angesehen? Aber gut, ich bin tatsächlich gekommen, um mit Ihnen zu reden.
Qu: Natürlich!
 
Vandenberg wies auf die Fotos an der Pinwand.

Va: Befleißigen Sie sich neuerdings als Fotografin?
Qu: Der gute Adolf Kaiser. Ein besonderes Exemplar seiner Gattung. Nein, das ist rein beruflich. Dieser dahergelaufene Köter ist mir mit seinem vorlauten Mundwerk ein Dorn im Auge. Und Sie haben ihm auch noch das Kommando übertragen, mit Verlaub gesagt, Sir. Aber das wird sich ja heute ändern.
Va: Sind Sie sich da so sicher?
Qu: Nun, ich bin ranghöher als Kaiser.
Va: Sie haben aber keinerlei Erfahrung in Sachen Schiffsnavigation. Und daher bleibt Kaiser erst einmal Vertreter der Schiffsleitung.
 
Quinn kicherte verächtlich.

Qu: Wenn es denn sein muss. Dann soll dieser grüne Junge, der sich noch nicht einmal selbst den Hintern abwischen kann, seine Show hier abziehen.
Va: Keine Sorge Lt. Com. Bei der Sterberate an Bord dieses Schiffes werden Sie bald Ihre Chance haben.
Qu: Das könnte aber auch Sie, oder den Herrn Inquisitor treffen. Und ich kann nicht immer auf Sie achten.
Va: Tjaaa. Das sollten Sie aber. Wenn mir, oder von Rabenstein etwas zu stößt, enden Sie im Schmerzverstärker. Auf bald.
 
Vandenberg hatte sich zur Tür begeben. Als diese sich öffnete, drehte sich Vandenberg und wandted sich, maliziös lächelnd, an Quinn.

Va: Sie könnten es aber auch anders versuchen.
Qu: Was versuchen?
Va: Auf zu steigen. Einen Kandidaten kennen Sie ja schon.
Vandenberg wies auf die Pinwand.
Qu: Bei allem notwendigen Respekt, Sir. Aber meine Bettgenossen sind immer wohlausgesucht. Und keine vor allem keine schmierigen Schuljungen.
Va: Natürlich!
Vandenberg verließ das Quartier. Als sich hinter ihm die Tür schloss, glaubte er das Geräusch splitternden Glases zu hören. Vandenberg grinste böse.Die Saat war gelegt.
 
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Ortswechsel: ISS Picard / Brücke
 
Scheinbar gefiel sich Lt. Kaiser in der Rolle des Captains. Er saß  auf dem Kommandantensessel wie Kaiser Artemus auf seinem Thron und gab ab und zu schneidige Kommandos. Vandenberg stand bereits seit 5 min. hinter des Sessel, bevor sich Kaiser, oder besser Haddus, langsam zu ihm umdrehte.
Ha: Ahhh unser Interinmscaptain ist ja auch schon da.
 
Haddus betonte das Wort Captain mit vor Ironie triefender Stimme.

Va: Ich bewundere Ihren Scharfsinn, dass Sie das bereits nach 5 min. festgestellt haben. Wie ich so rein nebenbei hörte, standen Sie in Kontakt mit der Ganelax?
Ha: Korrekt, Ssssir.
Va: Und Sie haben die Übernahme von Terroristen authorisiert?
Ha: Auch das stimmt auffallend Sir.
Va: Auf die Idee, mich als den derzeitigen Konmmandanten zu fragen, sind Sie wohl nicht gekommen?
Ha: Sie waren ja gerade nicht abkömmlich Sir. Also musste ich eben die Entscheidung treffen. Und warum auch nicht, Sir? Immerhin habe ich ja wohl dem Empire und damit auch Ihnen den Arsch gerettet. Sonst hätte es Krieg gegeben. Und das hätte Onkelchen Großkanzler nicht gefallen. Und was der gute DeRaaf dazu gesagt hätte? Oder erst recht Großadmiral Vernon? Etwas Dankbarkeit wäre da schon schön?
Va: Das Wort Respekt ist Ihnen völlig umbekannt.. Aber gut.Was schwebt Ihnen denn vor?
Ha: Nun Sir, wie wäre es mit dem Posten den ich jetzt ohnehin schon bekleide?
Va: Captain? Sie handeln wohl auch nach dem Motto „Bescheidenheit ist eine Zier doch weiter kommt man ohne Ihr?“
Ha: Man kann es ja einmal versuchen. Und immerhin habe ich ja auch noch etwas anzubieten.
Va: Und was?
Ha: Zum Beispiel über das bordansässige Geflügel!?
Va: Aha?
Ha: Ja. Ein Sonderurlaub sollte das schon drin sein, Sir. So let it flow now, Mama.
Va: Intrigen sind etwas für die großen Jungs, Mr. Kaiser. Nicht für Sie.
Ha: Das mag sein, Sir. Ich bin ein einfacher Raumfahrer, mit gewaschenem Hals.
Va: Wenn Sie nicht aufpassen, wird dieser frisch gewasche Hals bald von einer Klinge durchtrennt.
 
Haddus zuckte mit den Schultern.

Ha: Sterben müssen wir alle einmal, Sir.
Va: Nun gut. Ich denke über die Sache nach. Status?
Ha: Wir übernehmen die Gefangenen um 1900. 3 Personen. Die Daten habe ich Ihnen zugesandt.
Va: Sehr zuvorkommend. Gut. Wo ist eigentlich von Rabenstein?
Ha: In seinem Quartier, Sir. Zu seiner eigenen Sicherheit. Ich hielt es für besser, ihn dorthin eskortieren zu lassen. Mann kann bei der derzeitigen Situation hier an Bord ja nie wissen.
Va: In der Tat. Nun, ich bin in meinem Quartier. Lassen Sie mich rufen, sobald die Gefangenen an Bord sind.
Ha: Mit dem größten Vergnügen, Sir.
 
Vandenberg wandte sich zum Gehen, drehte sich dann aber noch einmal zu Haddus um.
 
Va: Ach Ja Mr. Kaiser. Was ich noch sagen wollte. Sollten Sie mich oder das Imperium hintergehen, dann werde ich Ihnen persönlich Ihren sauberen, frisch gewaschenen Hals, durchschneiden. Haben wir uns verstanden? Wie damals einem gewissen Spencer auf Cormalin.
Ha: Aber sicher doch, Sir.
Va: Also, dann gute Wacht noch.
 
Vandenberg verließ die Brücke.
 
Hatte Haddus Vandenberg bisher für einen pafümierten Schnösel gehalten, so hatte sich das Bild in den letzten Sekunden gewandelt. Cormalin: Die größte und verlustreichste Niederlage der ersten Rebellion gegen das Imperium. Vandenberg war also jene Schreckgestalt, von denen einige Überlebende des Aufstands noch immer erzählten: Der Dämon von Cormalin. Davon musste Sokar erfahren!
[Bild: Signatur-Waltham.jpg]
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#2
Mir fällt gerade auf, dass wir in den letzten Logs leider Mahan tr'Kovath auf der ISS PIcard total vergessen haben.... :/ Vandenberg sollte ja Quinn und Tr'Kovath festsetzen. Bitte vielleicht noch mit einem Satz klären, ob der jetzt festgenommen wurde und schon im Arrest auf seine Kameraden wartet.... Denn verschwinden kann er auf so einem Schiff eigentlich nicht.

Ansonsten: schöner Dialog mit Haddus!
[Bild: sokar.jpg]
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