Sep-Sun-2022, 12:05 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Sep-Sun-2022, 07:25 PM von Robert Vandenberg.)
USS Wellington / Maschinenraum
Die Spannung hatte etwas von der sprichwörtlichen Greifbarkeit. Lt. Makani hatte das Kommunikationssystem gerade aktiviert. Vor Sareth baute sich jetzt das Holo-Interface auf, die „Leitung“ zu jener fremden Intelligenz stand.
Sareth atmete tief durch und öffnete die Verbindung.
Sa: Eins, kannst Du mich hören?
Im Holo-Display formte sich jetzt so etwas wie ein Gesicht. Eine Personalisierung, welche die Kommunikation erleichtern sollte. Es ertönte eine leise, melancholische Stimme. War hier wirklich Traurigkeit heraus zu hören, oder was es nur der Übersetzungs-Algorithmus, welcher die Impulse aus dem Energiesystem der Wellington in hörbare, übersetzte Sprache verwandelte?
1: Ja ich höre.
Sa: Unsere letzte Unterhaltung wurde leider unterbrochen.
1: Ich weiß. Die Kapazität war das Problem.
Sa: Dir ist bekannt, was mit dieses Schiff, der USS Wellington, geschehen ist?
1: Es war nicht beabsichtigt. Das Schiff wurde mit mir, als aus mir uns wurde, mitgezogen. Wir konnten nichts dagegen tun. Unser Wissen war unzureichend.
Sa: Nun, evtl. können wir ja zusammenarbeiten um eine Möglichkeit zu finden, Dich und das Schiff dahin zurück zu bringen, wo Ihr hingehört.
1: Die wäre zu präferieren.
Sa: Wärest Du in der Lage, die Situation, in der Du dich befunden hast, zu simulieren, so dass wir evtl. eine Möglichkeit finden können, diese Situation wieder herbei zu führen? Allerdings unter kontrollierten Bedingungen.
1: Dazu benötige ich mehr Wissen.
Sa: Welche Art von Wissen?
1: Sternenkonstellationen, Energieverteilungen im Raum, Raumstrukturnachweise.
Sareth schaltete die Verbindung kurz auf stumm.
Sa: Wir könnten Eins Zugriff auf die Astrometrie-Systeme der Picard bieten. Das würde evtl, die benötigte Datenerhebung beschleunigen.
LaSalle brummte ein wenig unzufrieden.
LS: Ich gebe zu bedenken, dass in den Daten der Astrometrie auch die exakten Lokalisationen aller Planeten und Basen der Föderation zu finden sind. Ich halte das für ein Sicherheitsrisiko.
Sa: Das sehe ich ähnlich, aber eine autom. Filterung der Daten ist nicht möglich, da wir ja nicht genau wissen, welche Daten Eins benötigt. Aber evtl. gibt es eine Möglichkeit.
Sareth wandte sich wieder an Eins.
Sa: Wäre es für Dich möglich, die Daten , welche Du benötigst, an uns zu übermitteln? Wir würden dann diese Daten heraussuchen und an Dich übermitteln.
1: Woher das Wissen stammt ist irrelevant.
Sa: Gut. Mr. LaSalle, ich glaube, dies wäre eine Aufgabe für Mister Munroe.
LS: Das wäre eine Möglichkeit.
Sa: Gut, dann übermittele uns bitte, welche Daten Du genau benötigst, wir kümmern uns darum.
1: Das ist akzeptabel.
LS: Das kann ja heiter werden.
----------------------------------------------------------------------------
Ortswechsel:
USS Picard B / Sicherheitzentrale
4 Stunden später.
LaSalle war sich nicht sicher, ob Mort Caldred nicht irgendwelche Drogen zu sich genommen hatte. Der Sicherheitschef grinste, als ob er nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte.
LS: Mister Caldred, was gib es denn so dringendes?
MC: Nun Sir…..wir vermissen ja noch immer 20 Crewmitglieder.
LS: Richtig.
MC: Falsch Sir. Wir vermissen Sie nicht, ich habe die Crewmitglieder gefunden.
LS: Und wo?
Mort legte mit genießerischem Gesichtausdruck LaSale ein Padd vor die Nase.
MC: Ich habe mir die Daten der fehlenden Crewmitglieder angeschaut und dann die vorhandenen Crewmitglieder der Wellington nach diesen befragt. Und dabei erstaunliches erfahren.
LS: Und was genau?
MC: Nun Sir, rufen Sie bitte einmal die Akte von Lt. Commander Curtis Newton auf.
LaSalle suchte auf dem Padd die entsprechende Datei heraus.
LS: Ja?
MC: Dieser Mann wird als strenger Mitarbeiter des Sicherheit geschildert. Ein Hans-Dampf in allen Gassen, ein gebildeter, tatkräftiger und heldenhafter Mann. Spitzname „Captain Zukunft“ obwohl er nicht mal Captain war. Nun sollte man ja meinen, dass ein solcher Mann in der gesamten Crew bekannt ist.
LS: Lassen Sie mich raten. Dem ist nicht so.
MC: Zumindest nicht so, wie ich gedacht hatte. Einige Crewmitglieder sagten aus, ja sie hätten ihn mal gesehen, er würde aber in der C-Schicht arbeiten, die C-Schicht verortete ihn in der A-Schicht usw. Man hatte von ihm gehört, aber jemals gesehen hat man ihn nie. Und den Sicherheitschef können wir ja nicht mehr fragen.
LS: Was sagt den Captain Kvoma dazu?
MC: Nun, ich habe ihn natürlich dazu befragt. Aber Captain Kvoma konnte sich nur an den Namen des Mannes erinnern und nicht an den Offizier selbst. Was bei der beschriebenen Persönlichkeit Newtons mehr als ungewöhnlich ist. Ähnlich verhält es sich mit Lt. Daniel O´Bannon.
Er wird als zurückhaltend und ruhig beschrieben. Er sei sehr beliebt, so seine Personalakte, da er immer hilfsbereit sei. Jedes von mir befragte Crewmitglied kannte ihn, obwohl mir keiner sagen konnte, wie O, Bannon aussah, geschweige denn in welcher Abteilung und in welcher Position O´Bannon arbeitete.
Und so erging es mir bei allen vermissten Personen. Selbst bei den beiden 15 jährigen Kadetten an Bord der Welington. Lächerlich. 15 jährige waren damals noch nicht einmal auf der Akademie zu gelassen. Geschweige denn auf aktiven Schiffen.
Der Abgleich mit den Datenbanken der Sternenflotte brachte auch nur die Information hervor, dass diese Personen auf der Wellingtons stationiert seien. Nach längerer Überlegung stelle ich hiermit die These auf, dass es die verschwundenen Crewmitglieder nie gegeben hat. Diese Personen existierten und existieren nur in den Datenbanken. Es fehlen KEINE Crewmitglieder. Die angeblich verschwundenen Crewmitglieder haben NIE existiert.
LS: Aber wenn dem so ist ,wozu der Aufwand?
MC: Ich habe die Theorie, dass man den Verlust der Wellington nicht nur in Kauf genommen hatte, sondern ihn als erforderlich angesehen hat. Eben um einen casus belli herzustellen und Zeugen los zu werden..Das die Wellington dann nicht in einem heldenhaften Kampf um eine Superwafe zerstört wurde, sondern einfach verschwand, nun dies war Pech.
LS: Und darum hat man die Anzahl der Opfer künstlich erhöht und tragische Verluste inszeniert.
MC: Ja, entweder unmittelbar nach dem Verschwinden, oder vor Kurzem auf Betreiben und mit Zutun von Deventer.
LS: Dann würde aber keiner auf der Wellington die Personen kennen.
MC: Nun Sir, man kann, durch geschickte Manipulation und Informationen solche „Erinnerungen“ auch induzieren.
LS: Also hat man bereits vor dem Einsatz der Wellington Vorsorge getroffen.
MC: Deventer hat die Sache lediglich aufgefrischt.
LS: Aber warum kann sich jedes Crewmitglied nur eben diffus an Crewmitglieder erinnern, welche nie existierten?
MC: Hypnose, Konditionierung , Programmierung, Drogen, wer weiß? Wenn die Politik mitspielt, ist alles möglich.
LS: Dann melden Sie dies umgehend Fleet-Admiral t´Khellian. Das wirft ein neues Licht auf die ganze Sache.
Die Spannung hatte etwas von der sprichwörtlichen Greifbarkeit. Lt. Makani hatte das Kommunikationssystem gerade aktiviert. Vor Sareth baute sich jetzt das Holo-Interface auf, die „Leitung“ zu jener fremden Intelligenz stand.
Sareth atmete tief durch und öffnete die Verbindung.
Sa: Eins, kannst Du mich hören?
Im Holo-Display formte sich jetzt so etwas wie ein Gesicht. Eine Personalisierung, welche die Kommunikation erleichtern sollte. Es ertönte eine leise, melancholische Stimme. War hier wirklich Traurigkeit heraus zu hören, oder was es nur der Übersetzungs-Algorithmus, welcher die Impulse aus dem Energiesystem der Wellington in hörbare, übersetzte Sprache verwandelte?
1: Ja ich höre.
Sa: Unsere letzte Unterhaltung wurde leider unterbrochen.
1: Ich weiß. Die Kapazität war das Problem.
Sa: Dir ist bekannt, was mit dieses Schiff, der USS Wellington, geschehen ist?
1: Es war nicht beabsichtigt. Das Schiff wurde mit mir, als aus mir uns wurde, mitgezogen. Wir konnten nichts dagegen tun. Unser Wissen war unzureichend.
Sa: Nun, evtl. können wir ja zusammenarbeiten um eine Möglichkeit zu finden, Dich und das Schiff dahin zurück zu bringen, wo Ihr hingehört.
1: Die wäre zu präferieren.
Sa: Wärest Du in der Lage, die Situation, in der Du dich befunden hast, zu simulieren, so dass wir evtl. eine Möglichkeit finden können, diese Situation wieder herbei zu führen? Allerdings unter kontrollierten Bedingungen.
1: Dazu benötige ich mehr Wissen.
Sa: Welche Art von Wissen?
1: Sternenkonstellationen, Energieverteilungen im Raum, Raumstrukturnachweise.
Sareth schaltete die Verbindung kurz auf stumm.
Sa: Wir könnten Eins Zugriff auf die Astrometrie-Systeme der Picard bieten. Das würde evtl, die benötigte Datenerhebung beschleunigen.
LaSalle brummte ein wenig unzufrieden.
LS: Ich gebe zu bedenken, dass in den Daten der Astrometrie auch die exakten Lokalisationen aller Planeten und Basen der Föderation zu finden sind. Ich halte das für ein Sicherheitsrisiko.
Sa: Das sehe ich ähnlich, aber eine autom. Filterung der Daten ist nicht möglich, da wir ja nicht genau wissen, welche Daten Eins benötigt. Aber evtl. gibt es eine Möglichkeit.
Sareth wandte sich wieder an Eins.
Sa: Wäre es für Dich möglich, die Daten , welche Du benötigst, an uns zu übermitteln? Wir würden dann diese Daten heraussuchen und an Dich übermitteln.
1: Woher das Wissen stammt ist irrelevant.
Sa: Gut. Mr. LaSalle, ich glaube, dies wäre eine Aufgabe für Mister Munroe.
LS: Das wäre eine Möglichkeit.
Sa: Gut, dann übermittele uns bitte, welche Daten Du genau benötigst, wir kümmern uns darum.
1: Das ist akzeptabel.
LS: Das kann ja heiter werden.
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Ortswechsel:
USS Picard B / Sicherheitzentrale
4 Stunden später.
LaSalle war sich nicht sicher, ob Mort Caldred nicht irgendwelche Drogen zu sich genommen hatte. Der Sicherheitschef grinste, als ob er nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte.
LS: Mister Caldred, was gib es denn so dringendes?
MC: Nun Sir…..wir vermissen ja noch immer 20 Crewmitglieder.
LS: Richtig.
MC: Falsch Sir. Wir vermissen Sie nicht, ich habe die Crewmitglieder gefunden.
LS: Und wo?
Mort legte mit genießerischem Gesichtausdruck LaSale ein Padd vor die Nase.
MC: Ich habe mir die Daten der fehlenden Crewmitglieder angeschaut und dann die vorhandenen Crewmitglieder der Wellington nach diesen befragt. Und dabei erstaunliches erfahren.
LS: Und was genau?
MC: Nun Sir, rufen Sie bitte einmal die Akte von Lt. Commander Curtis Newton auf.
LaSalle suchte auf dem Padd die entsprechende Datei heraus.
LS: Ja?
MC: Dieser Mann wird als strenger Mitarbeiter des Sicherheit geschildert. Ein Hans-Dampf in allen Gassen, ein gebildeter, tatkräftiger und heldenhafter Mann. Spitzname „Captain Zukunft“ obwohl er nicht mal Captain war. Nun sollte man ja meinen, dass ein solcher Mann in der gesamten Crew bekannt ist.
LS: Lassen Sie mich raten. Dem ist nicht so.
MC: Zumindest nicht so, wie ich gedacht hatte. Einige Crewmitglieder sagten aus, ja sie hätten ihn mal gesehen, er würde aber in der C-Schicht arbeiten, die C-Schicht verortete ihn in der A-Schicht usw. Man hatte von ihm gehört, aber jemals gesehen hat man ihn nie. Und den Sicherheitschef können wir ja nicht mehr fragen.
LS: Was sagt den Captain Kvoma dazu?
MC: Nun, ich habe ihn natürlich dazu befragt. Aber Captain Kvoma konnte sich nur an den Namen des Mannes erinnern und nicht an den Offizier selbst. Was bei der beschriebenen Persönlichkeit Newtons mehr als ungewöhnlich ist. Ähnlich verhält es sich mit Lt. Daniel O´Bannon.
Er wird als zurückhaltend und ruhig beschrieben. Er sei sehr beliebt, so seine Personalakte, da er immer hilfsbereit sei. Jedes von mir befragte Crewmitglied kannte ihn, obwohl mir keiner sagen konnte, wie O, Bannon aussah, geschweige denn in welcher Abteilung und in welcher Position O´Bannon arbeitete.
Und so erging es mir bei allen vermissten Personen. Selbst bei den beiden 15 jährigen Kadetten an Bord der Welington. Lächerlich. 15 jährige waren damals noch nicht einmal auf der Akademie zu gelassen. Geschweige denn auf aktiven Schiffen.
Der Abgleich mit den Datenbanken der Sternenflotte brachte auch nur die Information hervor, dass diese Personen auf der Wellingtons stationiert seien. Nach längerer Überlegung stelle ich hiermit die These auf, dass es die verschwundenen Crewmitglieder nie gegeben hat. Diese Personen existierten und existieren nur in den Datenbanken. Es fehlen KEINE Crewmitglieder. Die angeblich verschwundenen Crewmitglieder haben NIE existiert.
LS: Aber wenn dem so ist ,wozu der Aufwand?
MC: Ich habe die Theorie, dass man den Verlust der Wellington nicht nur in Kauf genommen hatte, sondern ihn als erforderlich angesehen hat. Eben um einen casus belli herzustellen und Zeugen los zu werden..Das die Wellington dann nicht in einem heldenhaften Kampf um eine Superwafe zerstört wurde, sondern einfach verschwand, nun dies war Pech.
LS: Und darum hat man die Anzahl der Opfer künstlich erhöht und tragische Verluste inszeniert.
MC: Ja, entweder unmittelbar nach dem Verschwinden, oder vor Kurzem auf Betreiben und mit Zutun von Deventer.
LS: Dann würde aber keiner auf der Wellington die Personen kennen.
MC: Nun Sir, man kann, durch geschickte Manipulation und Informationen solche „Erinnerungen“ auch induzieren.
LS: Also hat man bereits vor dem Einsatz der Wellington Vorsorge getroffen.
MC: Deventer hat die Sache lediglich aufgefrischt.
LS: Aber warum kann sich jedes Crewmitglied nur eben diffus an Crewmitglieder erinnern, welche nie existierten?
MC: Hypnose, Konditionierung , Programmierung, Drogen, wer weiß? Wenn die Politik mitspielt, ist alles möglich.
LS: Dann melden Sie dies umgehend Fleet-Admiral t´Khellian. Das wirft ein neues Licht auf die ganze Sache.
![[Bild: Signatur-Waltham.jpg]](http://www.uss-saipan.de/Signatur-Waltham.jpg)
