Hinterhalt Log 13 - Sokar / Mort
#1
NRPG: Hab mir gedacht, warum soll es eigentlich keine solche Notfallkits und Erste-Hilfe-Kits geben, wie auf Flughäfen z.B. oder eben in öffentlichen Gebäuden...

RPG:

*** Im Shuttlehangar / Während der Ereignisse in der KS ***

Vorsichtig spähte Randy Marlow um die linke Ecke des Hangartores, Sokar um die rechte. Sie waren so gewöhnt, dass ihnen sensible Sensorik zur Verfügung stand, dass sie sich jetzt fast blind vorkamen, wenn sie sich nur auf die Sinne ihres Körpers verlassen mussten. Aber es war nichts zu sehen und zu hören, so sehr sich der Vulkanier auch konzentrierte. Kein verdächtiger Schatten zwischen den Shuttles und fahrbaren Wartungskonsolen, kein Atem- oder sonstiges Geräusch. Natürlich gab es Tarnsysteme, natürlicher und technischer Art. Aber hätten die Fremden über soetwas verfügt, wären sie von Anfang an genutzt worden und sie hätten nicht erst versucht, sich als dankbare Gäste einzuschmeicheln, schlußfolgerte Sokar logisch. Demnach bestand eine 95,8prozentige Wahrscheinlichkeit, dass der Hangar tatsächlich leer war und ihr Weg frei.

Sokar machte Marlow ein Zeichen sich links herum zu prischen, während er sich rechter Hand an den Plasmaleitsystemen auf den Weg zum nächstgelegenen Shuttle machte. Bald hatten sie das mittelgroße Fluggerät erreicht. Marlow rollte sich filmreif wie ein MACO unter vollem Beschuss über den Boden, rutschte unter die Luke und angelte mit dem Arm nach oben, um sie zu öffnen. Er schlüpfte hinein und Sokar folgte ihm mit raschen Schritten.

"Welchen Zweck hatte diese sportliche Einlage eben, Mr. Marlow?"

"Naja, ich muss meine Grundausbildung ja mal irgendwo zum Einsatz bringen." Marlow, der sich plötzlich etwas dumm vorkam, nahm neben dem Captain Platz und suchte seine Verlegenheit durch hastige Aktivität zu kompensieren. "Computersysteme des Shuttles sind nicht kompromittiert," stellte er erleichtert fest.

Sokar verriegelte die Luke und aktivierte die Sensoren des Shuttles. Zehn Reptiloiden waren an Bord der Picard gebracht worden. Jetzt konnten die Biosensoren noch fünf von ihnen in der Krankenstation ausmachen, drei waren im Maschinenraum und zwei auf dem Weg zur Brücke. Wenn es ihnen gelang, die Lebenserhaltung zu übernehmen... Er scannte nach den Kommunikatoren von Vandenberg, Caldred, Tr'Kovath, Howy und der Geisel. Das Ultimatum würde in 4 Minuten ablaufen. Die Angaben des Computers ließen ihn überrascht die Augenbrauen heben.

"Sir? Üble Nachrichten?"

"Keineswegs. Wie auch immer es gelungen sein mag, die bolianische Geisel ist offenbar frei und derzeit mit Mr. Vandenberg, Mr. Caldred und Dr. D'Varo unterwegs. Es scheint, dass sie Richtung Brücke unterwegs sind. Mr. Tr'Kovath und Mr. Edzardus sind auf dem Weg in den Maschinenraum."

"Dann laufen sie in eine Falle!"

"Nicht unbedingt. Können Sie die Funksysteme des Shuttles an die schiffsweiten Lautsprecher koppeln?"

Marlows Hände flogen über seine Konsole. "Sie haben die Komkanäle geblockt, aber die unteren Frequenzen ausser Acht gelassen.... wenn ich die Trägerwelle ummoduliere und den Subraumamplifier isoliere, dann... - wahrscheinlich werden Sie etwas seltsam klingen, Sir."

"Das ist gleichgültig, solange ich zu verstehen bin. Machen Sie sich an die Arbeit. Ich versuche,  Zugriff auf die Sperrfelder zu erhalten.... Hm.... Interessant. Die Krankenstation ist verriegelt. Dr. D'Varo scheint einen romulanischen Code benutzt zu haben, den die Reptiloiden nicht angehen können. Zumindest im Moment müssen wir uns um die dort sitzenden Gegner wohl keine Gedanken machen."

"Ich hab es, sollte funktionieren," verkündete Marlow und wies auf die Kom-Taste auf der Pilotenkonsole im Cockpit. "Bereit?"

Sokar nickte und aktivierte die Verbindung. "Crew der Picard, hier spricht Captain Sokar. Piraten versuchen, unser Schiff zu übernehmen. Es handelt sich um die gestern geborgenen Reptiloiden. Vermutlich fünf Individuen sind noch auf freiem Fuß, Richtung Maschinenraum und Brücke. Bleiben Sie in ihren Quartieren beziehungsweise an ihren Stationen und halten Sie das Notfall-Sauerstoffversorgungskit bereit."


*** Auf dem Weg zur Brücke ***

Dr. D'Varo hatte ein der in regelmäßigen Abständen in den Gängen angebrachten "Erste-Hilfe-Köfferchen" aus seiner Verankerung gerissen und durchwühlte den Inhalt nach einem brauchbaren Mittel, um die befreiten Geiseln von der rosa Drogenwolke wieder auf den harten Boden der Tatsachen herunter zu bringen. Sie fand eine Hypospraykapsel gegen allergische Schocks und Vergiftungen und entschied, dass es die beste Option war.

Als erstes verabreichte sie ihrem bolianischen Sanitäter das Mittel, dann Vandenberg und schließlich Mort, der sich zischend und knurrend zu wehren versuchte. Es war keine Zeit geblieben, das Mittel auf die Physiognomien der drei Spezies abzustimmen, aber sie hoffte einfach, dass die Elemente ihr gewogen sein mochten.
Plötzlich drang ein tiefes Brummen aus den Schiffslautsprechern, und dann eine Stimme, die vertraut, und doch irgendwie verfremdet klang: + ... spricht Captain Sokar...+

"Bahhh was ist das für ein Lärm?!" Mort Caldred presste die Hände gegen den Schädel und seine Schwanzspitze mit den Giftstacheln zuckte nervös.

"Ruhe!" D'Varo hielt ihrem Sani, der gerade wieder eine Melodie summte, kurzerhand den Mund zu.

+...auf freiem Fuß, Richtung Maschinenraum und Brücke .... Halten Sie das Notfall-Sauerstoffversorgungskit bereit...+

Mort wurde langsam wieder er selbst. "Dieses heimtückische Völkchen... ist auf dem Weg... zur Brücke?" Er fluchte unübersetzbar in seiner Muttersprache. "Die sollen mal-- Dr. D'Varo, was haben Sie uns verpasst, bei allen Göttern und Dämonen der Galaxis?"

"Nur etwas Pflanzenextrakt. Tut mir leid, war aber die einzige Möglichkeit, Sie Helden heil raus zu bekommen."

"Das muss ich mal näher prüfen," brummte Vandenberg und massierte sich ebenfalls die Schläfen. "...was Sie da so anbauen..."

"Traditionelle Heilpflanzen."

Mort machte sich an seinem Phaser zu schaffen, stellte aber fest, dass das Dämpfungsfeld immer noch aktiv war und der Rest seiner antiken Waffensammlung in seinem Quartier. Nun gut - er war wutgeladen genug, um es mit dem Gegner auch so aufzunehmen! Von denen würde keiner seinen Fuß auf die Brücke setzen! Er bewegte sich vorwärts und kollidierte mit einem knisternden Energiefeld. Das Problem war also noch nicht gelöst.

"In die Jeffriesröhren!" hörte er den XO befehlen.
[Bild: sokar.jpg]
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Hinterhalt Log 13 - Sokar / Mort - von Sokar - Jun-Fri-2019, 12:44 PM

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