May-Wed-2019, 12:34 PM
USS Picard – Nalaes Quartier
„....Wir machen doch alle nur unsere Arbeit, oder? Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und entschuldige mich schon jetzt für alle eventuell auftretenden Unannehmlichkeiten. Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Crew, noch einen schönen Tag.“
Nalae traute ihren Ohren kaum.
Vor kurzem noch hatten diese scheinbar harmlosen Wesen in ihrer Krankenstation gelegen und nun wollten sie die Picard übernehmen?
Was war in der Zwischenzeit geschehen, während sie geschlafen hatte?!
Mit der Vorahnung, dass dieser Versuch erfolglos bleiben würde, versuchte sie, den Captain zu kontaktieren – der Computer jedoch gab nur eine einzige Antwort:
„Es tut mir leid, aber Ihre Autorisation wurde anulliert.“
„Dann muss ich wohl oder übel nachsehen, was da los ist“, stellte die Ärztin fest und schnappte sich den Phaser, der in der obersten Schublade ihres Nachttisches lag.
Doch die Waffe zu entsichern war erfolglos und fruchtete nur in einem Geräusch das klang, als ob jemand Soda in ein Relais kippte.
„Na klasse!“, schnaubte Nalae.
Sie ging ins Schlafzimmer und öffnete einen kleinen Tresor, der dort in die Wand eingebaut war.
Darin befand sich nichts weiter als eine reich verzierte, mehr als ein Meter lange und schmale Schatulle.
Vorsichtig entnahm die Rihanha sie dem Tresor und trug sie zum Tisch im Wohnbereich.
Als sie sie öffnete offenbarte sich ihr dort auf einem samtenen Grund eine Klinge. Mit dem verzierten, metallenen Griff, in den ein grüner Edelstein eingelassen war, maß sie fast einen Meter.
Das blanke, unversehrte Metall blitzte im Deckenlicht auf als die Ärztin die Klinge aus der Scheide zog.
Nalae nahm sie vorsichtig und wendete sie in der Hand.
„Tja, anders geht es nicht“, seufzte sie.
Der Ehrendolch der Familie D'Varo musste nun als Mittel zur Verteidigung herhalten – zumindest so lange, bis Nalae eine funktionsfähige Schusswaffe gefunden hatte.
Das Problem war – was würde sie im Falle eines Angriffs tun?
Es würde ihr nicht viel anderes übrig bleiben als wie wild mit der Stichwaffe vor der Nase des Gegners herumzufuchteln.
Vielleicht wäre es klüger, in den waffenlosen Nahkampf überzugehen, aber so ganz unbewaffnet dort hinaus? Nein, das war ihr nichts!
Die Frage war nur: Wie war die Lage an Bord? Und vor allem, wo sollte – ja, wo konnte sie überhaupt hin?
Vorsichtig wagte sie einen ersten Schritt auf den Gang dessen flackernde Beleuchtung verriet, dass es in der Tat einige Fehlfunktionen auf dem Schiff geben musste.
Sabotage oder ein Unfall?
Mit klopfendem Herzen begab sie sich zum Turbolift. Sein Glück konnte man ja schließlich wagen, wenn es auch aussichtslos erschien.
Auf Nalaes Anfrage hin gab der Computer ein widerwilliges Geräusch von sich.
„Na, vielen Dank auch“, entgegnete die Rihanha und seuzfte.
Sie betrachtete die Klinge in ihrer Hand.
Ein großer Lederriemen machte es ihr immerhin möglich, sie über die Schulter zu hängen.
„Ich komme mir gerade vor wie in einem ganz schlechten Fantasy-Roman“, murmelte die Ärztin, während sie eine Stiege zu den Jeffreys-Röhren emporkraxelte.
Wenn sie jetzt mit einem Schwert auf dem Rücken durch das Schachtsystem der Picard kroch, was würde als nächstes kommen?
Untote Aliens? Oder außerirdische Zauberer?
Nalae wusste, wo sie hin wollte: Zur Krankenstation. Schließlich war dies der letzte Aufenthaltsort ihrer Gäste und sie ahnte, dass diese etwas mit den seltsamen Zwischenfällen zutun haben mussten.
Durch den Schacht könnte sie zumindest einen Blick hineinwerfen und die Lage überblicken. Außerdem konnte sie sich vorstellen, dass ihre Kollegen dasselbe Ziel haben würden und schließlich musste man sich ja irgendwie finden!
Mithilfe von Lageplänen, die in regelmäßigen Abständen in den Röhren der Picard angebracht waren, kroch und kletterte Nalae durch die Eingeweide des Schiffes.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte sie den Zugang der Krankenstation, der durch eine Art Gitter gesichert war. Mit ein paar Eingaben auf der danebenliegenden Konsole könnte man ihn einfach öffnen, aber den Elementen sei Dank bot er auch so einen kleinen Einblick auf das Krankenzimmer – und tatsächlich:
Die vermaledeiten Echsenwesen hatten ein schreckliches Chaos in iherer sonst so akribisch geordneten, gehegten und gepflegten Station angerichtet!
Diese Kllhe!, fluchte sie in Gedanken.
Ihr bolianischer Assistent lag gefesselt und geknebelt in einer Ecke.
Medizinische Geräte lagen auf dem Boden verstreut herum.
„Meine-“, wollte Nalae fauchen, unterbrach sich jedoch noch rechtzeitig und setzte ihre Tirade in Gedanken fort.
Meine sorgsam einsortierten Medikamente und Geräte! Das darf nicht wahr sein! Da bringe ich meinen Leuten monatelang bei, wo jedes einzelne Ding hingehört und dann das!
Vandalen!
Ich weiß gerade nicht, was mich davon abhält -
na, vermutlich mein Überlebensinstinkt.
Sie sah, wie die Weltraum-Echsen sich offenbar angeregt und guten Mutes in ihrer seltsamen Sprache unterhielten.
Die Tür war mithilfe von Mobiliar völlig verbarrikadiert worden – was bedeutete, ihre Freunde würden sich den Zugang mühsam erarbeiten müssen, es sei denn, sie hätten sich vielleicht auch für die Jeffreys-Röhren entschieden.
Doch was nun?
Nalae beschloss, zu warten.
Übereifriger Aktionismus könnte sowohl ihr Leben als auch das ihres Assistenten kosten.
Sie war sich relativ sicher, dass ihre Kollegen bald am Ort des Geschehens auftauchen würden.
Etwa dreißig Minuten später.
Die Geduld der Ärztin sollte belohnt werden.
Sie – und die ungebetenen Gäste – nahmen als bald laute Geräusche an der verriegelten Tür der KS war. Offenbar versuchte man, sich mittels roher Gewalt durch die Tür zu arbeiten.
Funken stoben und glühende Schnitte bildeten sich in der Legierung.
Ein Schneidbrenner?!
Das sah nicht nach einem von Mahans Laserwerkzeugen aus.
Nalae wendete den Blick von dem gleißenden Licht ab.
Auf der anderen Seite der Tür.
Mahan fuhr mit dem altertümlichen Gerät an der Tür entlang.
„Ich wusste nicht, dass sie so etwas haben!“, sagte Mort, der sich die Ohren zuhielt.
„Diese historischen Werkzeuge sind in jeder Hinsicht für meine Sinne äußerst unangenehm!“
„Die primitiven Werkzeuge haben unseren modernen Geräten ganz klar etwas voraus!“, erklärte Mahan gegen den Lärm. „Sie funktionieren nämlich einfach mithilfe von ganz banaler Elektrizität oder Gas! Da brauchen wir keine exotischen Quanten – die Dinger funktionieren immer!“
Die Echsenwesen wälzten sich offenbar enorm gequält auf dem Boden herum.
Vermutlich setzte ihnen der Lärm des Schweißbrenners auf ungeahnte Weise zu.
Nalae wartete gespannt und machte sich bereit, ihr Versteck zu verlassen.
Die Tür der Krankenstation krachte mit einem Scheppern in die entgegengesetzte Richtung des Möbelhaufens und offenbarte Mahan, Mort, Vandenberg und Howy den Weg in die Krankenstation.
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nrpg
ich musste an die szene denken, wo der ehemalige Cheftechniker der Orville einen Bohrer benutzt hat, um irgendeine undurchdringliche Legierung zu öffnen, daher die Idee
„....Wir machen doch alle nur unsere Arbeit, oder? Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und entschuldige mich schon jetzt für alle eventuell auftretenden Unannehmlichkeiten. Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Crew, noch einen schönen Tag.“
Nalae traute ihren Ohren kaum.
Vor kurzem noch hatten diese scheinbar harmlosen Wesen in ihrer Krankenstation gelegen und nun wollten sie die Picard übernehmen?
Was war in der Zwischenzeit geschehen, während sie geschlafen hatte?!
Mit der Vorahnung, dass dieser Versuch erfolglos bleiben würde, versuchte sie, den Captain zu kontaktieren – der Computer jedoch gab nur eine einzige Antwort:
„Es tut mir leid, aber Ihre Autorisation wurde anulliert.“
„Dann muss ich wohl oder übel nachsehen, was da los ist“, stellte die Ärztin fest und schnappte sich den Phaser, der in der obersten Schublade ihres Nachttisches lag.
Doch die Waffe zu entsichern war erfolglos und fruchtete nur in einem Geräusch das klang, als ob jemand Soda in ein Relais kippte.
„Na klasse!“, schnaubte Nalae.
Sie ging ins Schlafzimmer und öffnete einen kleinen Tresor, der dort in die Wand eingebaut war.
Darin befand sich nichts weiter als eine reich verzierte, mehr als ein Meter lange und schmale Schatulle.
Vorsichtig entnahm die Rihanha sie dem Tresor und trug sie zum Tisch im Wohnbereich.
Als sie sie öffnete offenbarte sich ihr dort auf einem samtenen Grund eine Klinge. Mit dem verzierten, metallenen Griff, in den ein grüner Edelstein eingelassen war, maß sie fast einen Meter.
Das blanke, unversehrte Metall blitzte im Deckenlicht auf als die Ärztin die Klinge aus der Scheide zog.
Nalae nahm sie vorsichtig und wendete sie in der Hand.
„Tja, anders geht es nicht“, seufzte sie.
Der Ehrendolch der Familie D'Varo musste nun als Mittel zur Verteidigung herhalten – zumindest so lange, bis Nalae eine funktionsfähige Schusswaffe gefunden hatte.
Das Problem war – was würde sie im Falle eines Angriffs tun?
Es würde ihr nicht viel anderes übrig bleiben als wie wild mit der Stichwaffe vor der Nase des Gegners herumzufuchteln.
Vielleicht wäre es klüger, in den waffenlosen Nahkampf überzugehen, aber so ganz unbewaffnet dort hinaus? Nein, das war ihr nichts!
Die Frage war nur: Wie war die Lage an Bord? Und vor allem, wo sollte – ja, wo konnte sie überhaupt hin?
Vorsichtig wagte sie einen ersten Schritt auf den Gang dessen flackernde Beleuchtung verriet, dass es in der Tat einige Fehlfunktionen auf dem Schiff geben musste.
Sabotage oder ein Unfall?
Mit klopfendem Herzen begab sie sich zum Turbolift. Sein Glück konnte man ja schließlich wagen, wenn es auch aussichtslos erschien.
Auf Nalaes Anfrage hin gab der Computer ein widerwilliges Geräusch von sich.
„Na, vielen Dank auch“, entgegnete die Rihanha und seuzfte.
Sie betrachtete die Klinge in ihrer Hand.
Ein großer Lederriemen machte es ihr immerhin möglich, sie über die Schulter zu hängen.
„Ich komme mir gerade vor wie in einem ganz schlechten Fantasy-Roman“, murmelte die Ärztin, während sie eine Stiege zu den Jeffreys-Röhren emporkraxelte.
Wenn sie jetzt mit einem Schwert auf dem Rücken durch das Schachtsystem der Picard kroch, was würde als nächstes kommen?
Untote Aliens? Oder außerirdische Zauberer?
Nalae wusste, wo sie hin wollte: Zur Krankenstation. Schließlich war dies der letzte Aufenthaltsort ihrer Gäste und sie ahnte, dass diese etwas mit den seltsamen Zwischenfällen zutun haben mussten.
Durch den Schacht könnte sie zumindest einen Blick hineinwerfen und die Lage überblicken. Außerdem konnte sie sich vorstellen, dass ihre Kollegen dasselbe Ziel haben würden und schließlich musste man sich ja irgendwie finden!
Mithilfe von Lageplänen, die in regelmäßigen Abständen in den Röhren der Picard angebracht waren, kroch und kletterte Nalae durch die Eingeweide des Schiffes.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte sie den Zugang der Krankenstation, der durch eine Art Gitter gesichert war. Mit ein paar Eingaben auf der danebenliegenden Konsole könnte man ihn einfach öffnen, aber den Elementen sei Dank bot er auch so einen kleinen Einblick auf das Krankenzimmer – und tatsächlich:
Die vermaledeiten Echsenwesen hatten ein schreckliches Chaos in iherer sonst so akribisch geordneten, gehegten und gepflegten Station angerichtet!
Diese Kllhe!, fluchte sie in Gedanken.
Ihr bolianischer Assistent lag gefesselt und geknebelt in einer Ecke.
Medizinische Geräte lagen auf dem Boden verstreut herum.
„Meine-“, wollte Nalae fauchen, unterbrach sich jedoch noch rechtzeitig und setzte ihre Tirade in Gedanken fort.
Meine sorgsam einsortierten Medikamente und Geräte! Das darf nicht wahr sein! Da bringe ich meinen Leuten monatelang bei, wo jedes einzelne Ding hingehört und dann das!
Vandalen!
Ich weiß gerade nicht, was mich davon abhält -
na, vermutlich mein Überlebensinstinkt.
Sie sah, wie die Weltraum-Echsen sich offenbar angeregt und guten Mutes in ihrer seltsamen Sprache unterhielten.
Die Tür war mithilfe von Mobiliar völlig verbarrikadiert worden – was bedeutete, ihre Freunde würden sich den Zugang mühsam erarbeiten müssen, es sei denn, sie hätten sich vielleicht auch für die Jeffreys-Röhren entschieden.
Doch was nun?
Nalae beschloss, zu warten.
Übereifriger Aktionismus könnte sowohl ihr Leben als auch das ihres Assistenten kosten.
Sie war sich relativ sicher, dass ihre Kollegen bald am Ort des Geschehens auftauchen würden.
Etwa dreißig Minuten später.
Die Geduld der Ärztin sollte belohnt werden.
Sie – und die ungebetenen Gäste – nahmen als bald laute Geräusche an der verriegelten Tür der KS war. Offenbar versuchte man, sich mittels roher Gewalt durch die Tür zu arbeiten.
Funken stoben und glühende Schnitte bildeten sich in der Legierung.
Ein Schneidbrenner?!
Das sah nicht nach einem von Mahans Laserwerkzeugen aus.
Nalae wendete den Blick von dem gleißenden Licht ab.
Auf der anderen Seite der Tür.
Mahan fuhr mit dem altertümlichen Gerät an der Tür entlang.
„Ich wusste nicht, dass sie so etwas haben!“, sagte Mort, der sich die Ohren zuhielt.
„Diese historischen Werkzeuge sind in jeder Hinsicht für meine Sinne äußerst unangenehm!“
„Die primitiven Werkzeuge haben unseren modernen Geräten ganz klar etwas voraus!“, erklärte Mahan gegen den Lärm. „Sie funktionieren nämlich einfach mithilfe von ganz banaler Elektrizität oder Gas! Da brauchen wir keine exotischen Quanten – die Dinger funktionieren immer!“
Die Echsenwesen wälzten sich offenbar enorm gequält auf dem Boden herum.
Vermutlich setzte ihnen der Lärm des Schweißbrenners auf ungeahnte Weise zu.
Nalae wartete gespannt und machte sich bereit, ihr Versteck zu verlassen.
Die Tür der Krankenstation krachte mit einem Scheppern in die entgegengesetzte Richtung des Möbelhaufens und offenbarte Mahan, Mort, Vandenberg und Howy den Weg in die Krankenstation.
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nrpg
ich musste an die szene denken, wo der ehemalige Cheftechniker der Orville einen Bohrer benutzt hat, um irgendeine undurchdringliche Legierung zu öffnen, daher die Idee
