Feb-Thu-2022, 10:10 PM
*** USS Picard / Besprechungsraum ***
Unser Technik- und Wissenschaftsteam suchte noch immer nach einer Möglichkeit, das seltsame Energiefeld, dass sich im Transporterraum der Wellington eingenistet hatte, zu isolieren, damit wir endlich die Systeme des alten Schiffes stabilisieren und die Verletzten rausbringen konnten.
Zum Glück hatte unser MHN keine weiteren Todesnachrichten überbracht! Alle übrigen auf der Krankenstation befindlichen Crewmitglieder waren am Leben, wenn sie auch neurologische Schocks und Verbrennungen erlitten hatten. Das MHN vermutete, dass ein Teil der Schäden auf einen unkompensierten Übertritt in die tieferen Subraumschichten zurück zu führen war. Und, wohl auf Kontakt mit der Energieform. Ich dachte an den Zwischenfall mit dem Crewman auf der Krankenstation zurück. Offenbar fühlte sich die Besatzung der Wellington durch etwas oder jemanden bedroht. Das Energiefeld? Es wurde Zeit, dass wir die Überlebenden auf die Picard brachten und sie hier behandeln und nach den Vorkommnissen befragen konnten!
Unterdessen wussten wir, dass auch der Kommandant der Wellington unter den Geretteten war: Captain Kvoma, wohl einer der berühmtesten Denobulaner außer dem Arzt der ersten Enterprise!
"Ich kann es noch immer kaum glauben, dass wir Kvoma persönlich begegnen sollen," sagte ich in Richtung LaSalles. "Auf der Akademie gab es in den Kursen für Kommandoethik bestimmt drei oder vier Missionen von der Wellington unter Kvoma."
"Fünf," korrigierte LaSalle. "Die waren Admiral Chens Lieblingssujet. Er setzte sie gerne in Kontrast zu James T. Kirks Herangehensweise..."
"Ja... Ich erinnere mich! Ich glaube, ich habe damals ein Essay geschrieben über vulkanische Philosophie im Kommandostil von Spock bis Kvoma."
Das Interkom summte. +Admiral?+
"Ja?" antworteten LaSalle und ich fast gleichzeitig.
+Jefferson hier, Sensorik, + kam die Meldung von der Brücke. "Der Computer hat die Analyse der Energiemuster beendet. 60-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine intelligente Lebensform handelt. Ich leite die Daten zu Ihnen.+
Einen Moment später blickten LaSalle und ich, sowie unsere Chefingenieurin auf das komplexe Wellenmuster und die zugehörigen Daten. "T'Khellian hier. Mr. Jefferson, haben Sie die Standardtestsequenz gesendet?" Die Testsequenz beinhaltete die Primzahlenreihe und einige physikalisch-mathematische Konstanten. Sie war entwickelt worden, um die Responsivität von vermuteten intelligenten Lebensformen zu bestimmen.
+ Ja, keine Reaktion bisher. +
Das hieß natürlich noch nicht, dass wir es nicht mit einer intelligenten Lebensform zu tun hatten - sie mochte nicht reagieren wollen....
"Admiral, sehen Sie das hier?" Chefingenieurin Makan war nahe an den Bildschirm getreten und ließ sich nun nacheinander einige Bereiche des Energiefeldes vergrößern. "Hier, an diesen Stellen sieht es aus, als ob sich die Energie konzentriert..."
"Ja, geradezu wie eine Art ... Tentakel," murmelte LaSalle.
Makan starrte noch einen Moment länger auf die schematische Darstellung des Energiefeldes, dann befahl sie: "Computer, Overlay der Leitungssysteme im Transporterraum 2 auf die gegenwärtige Darstellung!"
Ein komplexes System an verschiedenfarbigen Linien und Knotenpunkten bedeckte den Schirm. "Ah! Dachte ich es mir doch! Sehen Sie, die Energiekonzentration ist an diesen Verteilerpunkten am höchsten. Dort hat es sich - was immer es ist - verankert."
"Können wir es auch dazu bringen, loszulassen?" fragte LaSalle pragmatisch wie immer.
"Nun... ja... ich denke schon." Sie studierte noch einmal die Anzeigen. "Wir könnten eine kurze Umpolung in den ODNs vornehmen, das müsste meines Erachtens nach zu einer Abstoßung führen."
"Lang genug, um ein Eindämmungsfeld zu errichten... " überlegte ich. "Aber können wir ausschließen, dass wir die potenzielle Lebensform schädigen oder gar Schlimmeres?" Kurz ging mir durch den Kopf, dass wir hier ein Paradebeispiel für den Akademiekurs Kommandoethik hatten: einerseits mussten wir schnellstens die Verletzten bergen und das Schiff stabilisieren, ehe es doch noch zu unvorhergesehenen Kettenreaktionen kam. Andererseits mussten wir aber auch die Rechte von etwas wahren, was zu 60 Prozent intelligentes Leben war. Im Zweifelsfall würde ich mich für die Crew der Wellington entscheiden, aber noch stellte sich diese Frage nicht in dieser absoluten Brisanz. Noch hatten wir etwas Spielraum... Zumindest für einen Versuch.
"Ich denke, das dürfte kein Problem darstellen," erwiderte die Chefingenieurin. "Es ist vielleicht vergleichbar damit, wenn man auf eine heiße Oberfläche fasst. Man zuckt zurück, aber verbrennt sich nicht gleich. Wenn wir das Ganze unter 0,3 Sekunden halten..."
"Gut. Starten Sie den Versuch!"
Unser Technik- und Wissenschaftsteam suchte noch immer nach einer Möglichkeit, das seltsame Energiefeld, dass sich im Transporterraum der Wellington eingenistet hatte, zu isolieren, damit wir endlich die Systeme des alten Schiffes stabilisieren und die Verletzten rausbringen konnten.
Zum Glück hatte unser MHN keine weiteren Todesnachrichten überbracht! Alle übrigen auf der Krankenstation befindlichen Crewmitglieder waren am Leben, wenn sie auch neurologische Schocks und Verbrennungen erlitten hatten. Das MHN vermutete, dass ein Teil der Schäden auf einen unkompensierten Übertritt in die tieferen Subraumschichten zurück zu führen war. Und, wohl auf Kontakt mit der Energieform. Ich dachte an den Zwischenfall mit dem Crewman auf der Krankenstation zurück. Offenbar fühlte sich die Besatzung der Wellington durch etwas oder jemanden bedroht. Das Energiefeld? Es wurde Zeit, dass wir die Überlebenden auf die Picard brachten und sie hier behandeln und nach den Vorkommnissen befragen konnten!
Unterdessen wussten wir, dass auch der Kommandant der Wellington unter den Geretteten war: Captain Kvoma, wohl einer der berühmtesten Denobulaner außer dem Arzt der ersten Enterprise!
"Ich kann es noch immer kaum glauben, dass wir Kvoma persönlich begegnen sollen," sagte ich in Richtung LaSalles. "Auf der Akademie gab es in den Kursen für Kommandoethik bestimmt drei oder vier Missionen von der Wellington unter Kvoma."
"Fünf," korrigierte LaSalle. "Die waren Admiral Chens Lieblingssujet. Er setzte sie gerne in Kontrast zu James T. Kirks Herangehensweise..."
"Ja... Ich erinnere mich! Ich glaube, ich habe damals ein Essay geschrieben über vulkanische Philosophie im Kommandostil von Spock bis Kvoma."
Das Interkom summte. +Admiral?+
"Ja?" antworteten LaSalle und ich fast gleichzeitig.
+Jefferson hier, Sensorik, + kam die Meldung von der Brücke. "Der Computer hat die Analyse der Energiemuster beendet. 60-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine intelligente Lebensform handelt. Ich leite die Daten zu Ihnen.+
Einen Moment später blickten LaSalle und ich, sowie unsere Chefingenieurin auf das komplexe Wellenmuster und die zugehörigen Daten. "T'Khellian hier. Mr. Jefferson, haben Sie die Standardtestsequenz gesendet?" Die Testsequenz beinhaltete die Primzahlenreihe und einige physikalisch-mathematische Konstanten. Sie war entwickelt worden, um die Responsivität von vermuteten intelligenten Lebensformen zu bestimmen.
+ Ja, keine Reaktion bisher. +
Das hieß natürlich noch nicht, dass wir es nicht mit einer intelligenten Lebensform zu tun hatten - sie mochte nicht reagieren wollen....
"Admiral, sehen Sie das hier?" Chefingenieurin Makan war nahe an den Bildschirm getreten und ließ sich nun nacheinander einige Bereiche des Energiefeldes vergrößern. "Hier, an diesen Stellen sieht es aus, als ob sich die Energie konzentriert..."
"Ja, geradezu wie eine Art ... Tentakel," murmelte LaSalle.
Makan starrte noch einen Moment länger auf die schematische Darstellung des Energiefeldes, dann befahl sie: "Computer, Overlay der Leitungssysteme im Transporterraum 2 auf die gegenwärtige Darstellung!"
Ein komplexes System an verschiedenfarbigen Linien und Knotenpunkten bedeckte den Schirm. "Ah! Dachte ich es mir doch! Sehen Sie, die Energiekonzentration ist an diesen Verteilerpunkten am höchsten. Dort hat es sich - was immer es ist - verankert."
"Können wir es auch dazu bringen, loszulassen?" fragte LaSalle pragmatisch wie immer.
"Nun... ja... ich denke schon." Sie studierte noch einmal die Anzeigen. "Wir könnten eine kurze Umpolung in den ODNs vornehmen, das müsste meines Erachtens nach zu einer Abstoßung führen."
"Lang genug, um ein Eindämmungsfeld zu errichten... " überlegte ich. "Aber können wir ausschließen, dass wir die potenzielle Lebensform schädigen oder gar Schlimmeres?" Kurz ging mir durch den Kopf, dass wir hier ein Paradebeispiel für den Akademiekurs Kommandoethik hatten: einerseits mussten wir schnellstens die Verletzten bergen und das Schiff stabilisieren, ehe es doch noch zu unvorhergesehenen Kettenreaktionen kam. Andererseits mussten wir aber auch die Rechte von etwas wahren, was zu 60 Prozent intelligentes Leben war. Im Zweifelsfall würde ich mich für die Crew der Wellington entscheiden, aber noch stellte sich diese Frage nicht in dieser absoluten Brisanz. Noch hatten wir etwas Spielraum... Zumindest für einen Versuch.
"Ich denke, das dürfte kein Problem darstellen," erwiderte die Chefingenieurin. "Es ist vielleicht vergleichbar damit, wenn man auf eine heiße Oberfläche fasst. Man zuckt zurück, aber verbrennt sich nicht gleich. Wenn wir das Ganze unter 0,3 Sekunden halten..."
"Gut. Starten Sie den Versuch!"
