Dämonen Log 7 - Nalae
#1
USS Picard

Die Picard befand sich auf dem Weg zur Quelle des unbekannten Signals.
In den vergangenen Stunden hatte Nalae es geschafft, ihren Patienten wieder auf die Beine zu bringen. Es war eine nicht ganz einfache Aufgabe gewesen, ihm seine derzeitige Lage zu verdeutlichen.
Man konnte zurecht behaupten, dass Rewdak Tr'Kovath alles andere als glücklich mit seiner Lage war.

„Ich habe FAMILIE auf Ch'Rihan! Ich kann hier nicht einfach fünfzig Jahre herumfliegen und Däumchen drehen!“, ereiferte er sich.
„Was, außerdem, soll ich machen? Plasmaleitungen wienern?!“

„Nunja, sie sind doch ein hochkompetenter Wissenschaftler. Sie könnten zum Beispiel im Maschinenraum-“

„Wo? Ich soll mit meinem BRUDER in diesem Keller voller kiffender Dumpfkacheln rumhängen?“

Nalae drehte den Kopf himmelwärts und schnaufte.
„Du meine Güte, es ist jetzt eben so wie es ist!“

„Bitte? Oh, eine Ärztin mit den empathischen Fähigkeiten einer Warpspule, eine richtige Neuheit“, erwiderte Rewdak zynisch.

„Tja, ich bin so ganz nebenbei nicht nur Ihre Ärztin sondern ebenfalls Ihre Schwägerin in Spe. Und jetzt schicke ich Sie mal rüber zum guten Vandenberg, schließlich ist er momentan der ranghöchste Offizier an Bord, vielleicht hat er ja bessere Ideen und mehr Empathie als eine Warpspule!“


Brücke.

Die Picard näherte sich mit Warp 3 ihrem Ziel und hatte den Planeten Nibonez, der das rätselhafte Signal entsendete, binnen kurzer Zeit erreicht.

„Scannen Sie die Oberfläche, Mr. Marlowe“, befahl Vandenberg.

„Seltsam, Sir. Ich lokalisiere keine Lebenszeichen“, erklärte Marlowe nach einem kurzen Scan.

„Ich werde eine Multiphasenscan durchführen....negativ, Sir.“

„Das ist wirklich äußerst seltsam“, erwiderte Vandenberg und erhob sich von dem Platz, den üblicherweise Sokar besetzte.

„Ich werde ein Außenteam zusammenstellen; wir sollten uns das Ganze einmal aus der Nähe ansehen!“

In diesem Augenblick betrat Rewdak Tr'Kovath die Brücke und sämtliche Blicke richteten sich auf den neuen Gast.

„Man hat mir gesagt, ich solle mich bei einem...Vandenberg melden“, sagte der Rihanha.

„Wer hat das gesagt?“

„Dr. D'Varo.“

„Ach so.“

Vandenberg nickte kurz und bedeutete Rewdak dann, ihn in seinen Bereitschaftsraum zu folgen.

NRPG. Das Gespräch überlasse ich Rewdak, aber ich lege jetzt mal fest, dass es darauf hinausläuft, dass er mit auf die Außenmission kommt.
Warum und wofür darf Rewdak entscheiden Smile

RPG

Das Außenteam bestand aus Dr. D'Varo, den Tr'Kovath-Brüdern, dem Counselor, Mort Caldred, einem Geologen, einer Biologin und Vandenberg selbst, der trotz seiner Position als stellvertrendem Captain dem Besuch des Planeten beiwohnen wollte.

Ausgerüstet mit Phasern, Scanvorrichtungen und Tricordern beamten sich der Trupp direkt in die Peripherie einer größeren Stadt, welche Marlowe inmitten eines Hochplateaus hatte ausmachen können.

Planet Nibonez | Hochplateau von Dorlim | Bronzemaskenstadt

Die Luft war kalt und der Wind schnitt ihnen in die Gesichter.
Eine helle Frühjahrssonne strahlte auf verbrannte Ruinen, die sich in schierer Unendlichkeit vor den Augen des Außenteams erstreckten.
Ein absonderlicher Kontrast war dies, erwartete man doch über einer derartigen Szenerie der Verwüstung doch das fahle Licht eines grauen Himmels, so erschienen die warmen und hellen Strahlen wie ein Hohn; gab es doch kein Leben mehr, welches sie erhalten konnten.
Wolken schwarzen Qualmes stiegen hier und da aus dem verkohlten Überresten der einst florierenden und glorreichen Stadt empor.
Aschepartikel und Kohlenstofffetzen füllten die Atmosphäre.
Trotz all der Zerstörung konnte man erkennen, dass diese Stadt einst lebendig gewesen war, hell und warm.
Doch irgendetwas gänzlich Unvorstellbares hatte sämtliches Leben in scheinbar kürzester Zeit einfach fortgewischt.
Dunkelheit, Tod und Zerstörung hatten sich wie ein bleierner Umhang über die Hochebene gesenkt.
Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis sich Nalae als erstes regte und das Sirren ihres Tricorders als einziges Geräusch die Grabesstille durchbrach.

„Keine Anomalien messbar“, sagte sie nur, doch auch wie die anderen schien sie noch immer wie in einer Schockstarre zu verharren.
Doch war hierfür nicht das dargebotene Ausmaß an Zerstörung verantwortlich, dessen die Crew der Picard doch schon so oft bei ihren Kontakten mit fremden Zivilisationen Zeuge geworden war.
Nein, ungleich schlimmer als die gebrochenen Mauern und Trümmerteile, welche den Boden massenhaft bedeckten, waren die reglosen Körper, die zwischen all der Verwürstung sichtbar wurden.
Wie sollte Nalae dieses Ausmaß an Groteskheit und Grauen, welches sich ihnen darbot, beschreiben?
Weder Förderationsstandard noch Romulanisch vermochten die Erscheinung der Toten in Worte fassen zu können.
So absonderlich und furchterregend dieser Anblick war, so zögerte selbst sie als Ärztin, die bereits vielerlei Gräuel gesehen hatte, an eine der Leichen heranzutreten um sie zu untersuchen.
Was aus der Ferne zu sehen war, waren diese menschlichen Überreste, an denen jedoch nichts mehr menschlich erschien.
Sie schaute zu Vandenberg herüber und schien auf eine Anweisung seinerseits zu warten oder darauf, dass irgendwer etwas sagte.
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#2
Sehr spannend!
[Bild: Sareth-neu.jpg]
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