Nov-Tue-2024, 05:36 PM
*** Shazach / Studentenviertel ***
LaSalle hatte sich nicht zur vereinbarten Zeit zurückgemeldet, aber noch sah ich keinen Grund zur Sorge. Er war unterwegs in die Aula der Universität gewesen, wo eine Großveranstaltung stattfand. Ich konnte mir denken, dass es kaum Möglichkeiten gab, ungehindert über den Kommunikator zu sprechen.
Dafür wurde ich von Sarek von der Feynman kontaktiert. Dr. Val’Kara hatte fünf weitere Crewmitglieder zurück schicken können, doch nun gab es Probleme.
+… im Backbord-Sensorcluster hat es einen Kurzschluss gegeben, vermutlich infolge eines korrodierten Subrelais. Wir haben 24 Gelpacks verloren. Ein Team ist bereits mit ihrem Ersatz befass. Laut Auskunft von DCEO McLaren wird es bis zu zwei Stunden dauern, ehe wir die Sensoren integriert und wieder in Betrieb nehmen können. – Wie ist der Status der registrierten Antimateriereaktion? +
Ich blickte auf die Anzeige des Tricorders, den ich zur Überwachung eingerichtet hatte. „Vor zehn Minuten leichter Anstieg des Energieniveaus, seither fallend. Die Kurve weist nach wie vor auf eine ungesteuerte Reaktion hin.“
+ Halten Sie mich auf dem Laufenden! Sarek Ende. + Wie es die Art der Vulkanier war, hatte er sich nicht mit unnötigen Reden aufgehalten. Wir alle hatten wichtige Dinge zu erledigen! Ich justierte den Tricorder, um genauere Meßergebnisse bezüglich des Neutrinooutputs zu erhalten, aber im Moment war dieser Gering. Trotz der relativen Nähe des Standorts war kaum etwas aufzufangen.
In diesem Moment zirpte mein Kommunikator mit dem charakteristischen Ton, der einen Kontaktversuch ohne Personenkennung – also ohne Nennung des Namens und den zugehörigen Transpondercode – anzeigte. Ich aktivierte das Gerät. „Hallo? Hier T’Khellian.“
Dann hörte ich eine Stimme, die trotz der schlechten Verbindung unverkennbar war: Jake vn Rooyen, Captain der Feynman und mein alter Akademiekamerad!
+ Sareth?! Beim großen Vogel der Galaxis! Du hast es geschafft, eine Rettungsmission nach Spiros Alpha durchzuboxen?+
„Nun, ich habe ein paar Veteranen aus alten Saipanzeiten rekrutiert, nichts Offizielles.“ Ich war erleichtert, dass es ihm offenbar gut ging. „Wo bist du, Jake?“
+ Momentan in einem Abwasserkanal unter der Hauptstadt. Ich habe vier meiner Leute bei mir, der Rest ist im Basiscamp unter dem Luftschiffhafen. Konntet ihr Kontakt zu meiner übrigen Crew herstellen? Sind alle wohlauf? +
„Die meisten sind bereits wieder an Bord der Feynman. Aber die Reparaturen dauern noch an. Verluste haben wir bisher nicht zu beklagen. Allen geht es den Umständen entsprechend gut. Ein paar kleinere Verletzungen, viele Infektionen. Aber nichts, was auf der Krankenstation eines Schiffs der Einsteinklasse nicht gut zu behandeln wäre. Wie sieht es bei dir aus?“
+ Alles soweit im Grünen Bereich. Wieviele konntet ihr retten bisher? +
„Hundertsechzehn.“
+ Commander Sarek? +
„Ist auf der Feynman und koordiniert mit Dr. Val’Kara die noch laufenden Rettungsmaßnahmen. Die Transporter haben noch nicht volle Kapazität und auch die Sensoren arbeiten noch nicht komplett. Aber wenn ihr euch näher an die Oberfläche bewegt, müssten wir euch erfassen können.“
+ Ich übermittle die gute Nachricht an das Basiscamp, + antwortete er. + Aber mein Team und ich sind einer gefährlichen Situation auf der Spur, die behoben werden sollte, bevor wir Spiros Alpha den Rücken kehren. +
„Die Antimateriereaktion.“
+ Exakt. Habt ihr weitere Daten, worum es sich handeln könnte? +
„Leider noch nicht. Ich überwache die Situation. Sobald man auf der Feynman soweit ist, soll ein Sperrfeld errichtet werden.“
+ Ich fürchte, dass Risiko ist zu hoch, so lang zu warten. Wir sind schon ziemlich nah am Ursprung der Energiesignatur. Ich sehe mir das an, vielleicht können wir schon etwas tun. +
Ich wusste, dass Jake aus der Technik in die Kommandoebene gewechselt war und als Antriebsspezialist galt. Rasch tauschten wir die Details aus, die jeder von uns bisher hatte sammeln können – viel war es nicht. Dann entschied ich: „Ich beame zu euch mit meinem Equipment. Dann können wir auch ohne Probleme den Kontakt zur Feynman halten und rasche reagieren.“
+ Gute Idee. Aber ich warne dich. Hier ist kein besonders schönes Plätzchen für eine Romulanerin aus adligem Haus! +
Trotz der ernsten Situation musste ich lachen. Damit hatte er mich schon zu Akademiezeiten immer aufgezogen! Wir stimmten die Position ab, bei der wir uns treffen wollten und ich gab die Koordinaten in unser mobiles Transferpad ein. Bevor ich mich auf den Weg machte, versuchte ich noch einmal, ein Mitglied des „Universitäts-Teams“ zu erreichen.
LaSalles Kommunikator gab ein do-not-disturb-Signal zurück, aber Chris Reed antwortete. Das Team war noch immer im Bereich der Aula.
+ … ich weiß nicht, ob Ihnen die „68er“ und der „Studentenaufstand“ was sagen, Admiral, im 20. Jahrhundert? +
Ich hatte nicht wirklich eine Vorstellung. „Sie sind der Geschichtsexperte mit dem Faible für das 20. Und 21. Jahrhundert. Ich fürchte, ich muss passen.“
+ Es war ein Aufstand der Jugend gegen das Establishment, verkrustete Strukturen, alte Wertsysteme und Glaubenssätze. Und soetwas scheint sich hier gerade abzuspielen. + Rasch setzte er mich über die Ereignisse der letzten zwei Stunden in Kenntnis. + … die Situation ist „volatil“, um mit Herrn von Rabenstein zu sprechen, aber LaSalle und er sind sicher, alles unter Kontrolle zu haben. +
„Das Wichtigste ist, dass es zu keiner Gewalt kommt.“ Und das wir das Problem mit der Antimaterie lösen. Eine Massenpanik und große Katastrophe wollen wir auch nicht…. setzte ich in Gedanken hinzu, während ich meinen „Ausgehmantel“ vom Haken nahm.
+ Die Leute hier sind eigentlich sehr gebildet und kulturell feinsinnig, nicht die Hau-Drauf-Sorte. Daher hoffe ich das Beste, + erwiderte Reed.
Ich berichtete von meinem Plan, zu Captain Van Rooyen zu stoßen, und mich dann wieder zu melden, sobald wir das Antimaterieproblem in Augenschein genommen hatten. Wenig später materialisierte ich in meinem bodenlangen Stadtgewand auf dem bemoosten Treppenabsatz am Rendezvouspunkt in den Abwasserkanälen. Tatsächlich war für solche Expeditionen meine Kleidung nicht wirklich passend – der Rocksaum hing schon in einem Rinnsaal.
Aber immerhin sah ich noch immer wie eine Einheimische aus, und da auch Jake und seine vier Begleiter lange Lederumhänge trugen, konnten wir notfalls unerkannt bleiben auf diesem besonderen Außeneinsatz!
---
(PS: so, Sareth wollte mal aus ihrem Zimmer raus. =) Da die Story eigentlich um das Verhältnis zur Technik/Angst vor Technik, Computern, KI ging und die Rettung der Crew der Feynman, sollte das Problem der Antimaterie auch als Nebenstory ohne weitere Probs gelöst werden. Natürlich treffen wir den armen Polizeier mit seiner antiken Kamera. Für das Team in der Uni-Aula ist mir noch nichts eingefallen…. Kann aber erst mal NPC geschrieben werden, für die Studis, die Polizei… Oder wenn euch was tolles einfällt, könnt ihr da auch weitermachen. Mir schwebt als Schluss etwas Ähnliches vor wie in der ersten Episode von Star Trek New Worlds, 1. Staffel – nur nicht so doof und banal. Also dass der Planet in die Richtung gelenkt wird, das bisherige System zu überdenken…. Oder so…)
LaSalle hatte sich nicht zur vereinbarten Zeit zurückgemeldet, aber noch sah ich keinen Grund zur Sorge. Er war unterwegs in die Aula der Universität gewesen, wo eine Großveranstaltung stattfand. Ich konnte mir denken, dass es kaum Möglichkeiten gab, ungehindert über den Kommunikator zu sprechen.
Dafür wurde ich von Sarek von der Feynman kontaktiert. Dr. Val’Kara hatte fünf weitere Crewmitglieder zurück schicken können, doch nun gab es Probleme.
+… im Backbord-Sensorcluster hat es einen Kurzschluss gegeben, vermutlich infolge eines korrodierten Subrelais. Wir haben 24 Gelpacks verloren. Ein Team ist bereits mit ihrem Ersatz befass. Laut Auskunft von DCEO McLaren wird es bis zu zwei Stunden dauern, ehe wir die Sensoren integriert und wieder in Betrieb nehmen können. – Wie ist der Status der registrierten Antimateriereaktion? +
Ich blickte auf die Anzeige des Tricorders, den ich zur Überwachung eingerichtet hatte. „Vor zehn Minuten leichter Anstieg des Energieniveaus, seither fallend. Die Kurve weist nach wie vor auf eine ungesteuerte Reaktion hin.“
+ Halten Sie mich auf dem Laufenden! Sarek Ende. + Wie es die Art der Vulkanier war, hatte er sich nicht mit unnötigen Reden aufgehalten. Wir alle hatten wichtige Dinge zu erledigen! Ich justierte den Tricorder, um genauere Meßergebnisse bezüglich des Neutrinooutputs zu erhalten, aber im Moment war dieser Gering. Trotz der relativen Nähe des Standorts war kaum etwas aufzufangen.
In diesem Moment zirpte mein Kommunikator mit dem charakteristischen Ton, der einen Kontaktversuch ohne Personenkennung – also ohne Nennung des Namens und den zugehörigen Transpondercode – anzeigte. Ich aktivierte das Gerät. „Hallo? Hier T’Khellian.“
Dann hörte ich eine Stimme, die trotz der schlechten Verbindung unverkennbar war: Jake vn Rooyen, Captain der Feynman und mein alter Akademiekamerad!
+ Sareth?! Beim großen Vogel der Galaxis! Du hast es geschafft, eine Rettungsmission nach Spiros Alpha durchzuboxen?+
„Nun, ich habe ein paar Veteranen aus alten Saipanzeiten rekrutiert, nichts Offizielles.“ Ich war erleichtert, dass es ihm offenbar gut ging. „Wo bist du, Jake?“
+ Momentan in einem Abwasserkanal unter der Hauptstadt. Ich habe vier meiner Leute bei mir, der Rest ist im Basiscamp unter dem Luftschiffhafen. Konntet ihr Kontakt zu meiner übrigen Crew herstellen? Sind alle wohlauf? +
„Die meisten sind bereits wieder an Bord der Feynman. Aber die Reparaturen dauern noch an. Verluste haben wir bisher nicht zu beklagen. Allen geht es den Umständen entsprechend gut. Ein paar kleinere Verletzungen, viele Infektionen. Aber nichts, was auf der Krankenstation eines Schiffs der Einsteinklasse nicht gut zu behandeln wäre. Wie sieht es bei dir aus?“
+ Alles soweit im Grünen Bereich. Wieviele konntet ihr retten bisher? +
„Hundertsechzehn.“
+ Commander Sarek? +
„Ist auf der Feynman und koordiniert mit Dr. Val’Kara die noch laufenden Rettungsmaßnahmen. Die Transporter haben noch nicht volle Kapazität und auch die Sensoren arbeiten noch nicht komplett. Aber wenn ihr euch näher an die Oberfläche bewegt, müssten wir euch erfassen können.“
+ Ich übermittle die gute Nachricht an das Basiscamp, + antwortete er. + Aber mein Team und ich sind einer gefährlichen Situation auf der Spur, die behoben werden sollte, bevor wir Spiros Alpha den Rücken kehren. +
„Die Antimateriereaktion.“
+ Exakt. Habt ihr weitere Daten, worum es sich handeln könnte? +
„Leider noch nicht. Ich überwache die Situation. Sobald man auf der Feynman soweit ist, soll ein Sperrfeld errichtet werden.“
+ Ich fürchte, dass Risiko ist zu hoch, so lang zu warten. Wir sind schon ziemlich nah am Ursprung der Energiesignatur. Ich sehe mir das an, vielleicht können wir schon etwas tun. +
Ich wusste, dass Jake aus der Technik in die Kommandoebene gewechselt war und als Antriebsspezialist galt. Rasch tauschten wir die Details aus, die jeder von uns bisher hatte sammeln können – viel war es nicht. Dann entschied ich: „Ich beame zu euch mit meinem Equipment. Dann können wir auch ohne Probleme den Kontakt zur Feynman halten und rasche reagieren.“
+ Gute Idee. Aber ich warne dich. Hier ist kein besonders schönes Plätzchen für eine Romulanerin aus adligem Haus! +
Trotz der ernsten Situation musste ich lachen. Damit hatte er mich schon zu Akademiezeiten immer aufgezogen! Wir stimmten die Position ab, bei der wir uns treffen wollten und ich gab die Koordinaten in unser mobiles Transferpad ein. Bevor ich mich auf den Weg machte, versuchte ich noch einmal, ein Mitglied des „Universitäts-Teams“ zu erreichen.
LaSalles Kommunikator gab ein do-not-disturb-Signal zurück, aber Chris Reed antwortete. Das Team war noch immer im Bereich der Aula.
+ … ich weiß nicht, ob Ihnen die „68er“ und der „Studentenaufstand“ was sagen, Admiral, im 20. Jahrhundert? +
Ich hatte nicht wirklich eine Vorstellung. „Sie sind der Geschichtsexperte mit dem Faible für das 20. Und 21. Jahrhundert. Ich fürchte, ich muss passen.“
+ Es war ein Aufstand der Jugend gegen das Establishment, verkrustete Strukturen, alte Wertsysteme und Glaubenssätze. Und soetwas scheint sich hier gerade abzuspielen. + Rasch setzte er mich über die Ereignisse der letzten zwei Stunden in Kenntnis. + … die Situation ist „volatil“, um mit Herrn von Rabenstein zu sprechen, aber LaSalle und er sind sicher, alles unter Kontrolle zu haben. +
„Das Wichtigste ist, dass es zu keiner Gewalt kommt.“ Und das wir das Problem mit der Antimaterie lösen. Eine Massenpanik und große Katastrophe wollen wir auch nicht…. setzte ich in Gedanken hinzu, während ich meinen „Ausgehmantel“ vom Haken nahm.
+ Die Leute hier sind eigentlich sehr gebildet und kulturell feinsinnig, nicht die Hau-Drauf-Sorte. Daher hoffe ich das Beste, + erwiderte Reed.
Ich berichtete von meinem Plan, zu Captain Van Rooyen zu stoßen, und mich dann wieder zu melden, sobald wir das Antimaterieproblem in Augenschein genommen hatten. Wenig später materialisierte ich in meinem bodenlangen Stadtgewand auf dem bemoosten Treppenabsatz am Rendezvouspunkt in den Abwasserkanälen. Tatsächlich war für solche Expeditionen meine Kleidung nicht wirklich passend – der Rocksaum hing schon in einem Rinnsaal.
Aber immerhin sah ich noch immer wie eine Einheimische aus, und da auch Jake und seine vier Begleiter lange Lederumhänge trugen, konnten wir notfalls unerkannt bleiben auf diesem besonderen Außeneinsatz!
---
(PS: so, Sareth wollte mal aus ihrem Zimmer raus. =) Da die Story eigentlich um das Verhältnis zur Technik/Angst vor Technik, Computern, KI ging und die Rettung der Crew der Feynman, sollte das Problem der Antimaterie auch als Nebenstory ohne weitere Probs gelöst werden. Natürlich treffen wir den armen Polizeier mit seiner antiken Kamera. Für das Team in der Uni-Aula ist mir noch nichts eingefallen…. Kann aber erst mal NPC geschrieben werden, für die Studis, die Polizei… Oder wenn euch was tolles einfällt, könnt ihr da auch weitermachen. Mir schwebt als Schluss etwas Ähnliches vor wie in der ersten Episode von Star Trek New Worlds, 1. Staffel – nur nicht so doof und banal. Also dass der Planet in die Richtung gelenkt wird, das bisherige System zu überdenken…. Oder so…)
