Aug-Sat-2020, 03:28 PM
NRPG: ich möchte noch mal drauf hinweisen, dass wir in unserem RPG dieses Ex-Borg-Ausweiden-Zeug hatten, bevor Star Trek Picard damit anfing. Deshalb fühle ich mich auch nicht als Plagiator^^
RPG:
*** Malastair 4 / ISS Dark Mirror / Brücke ***
Richard von Rabenstein erinnerte sich, dass Vandenbergs Name einige Male in den Dokumenten aufgetaucht war, auf die er im Archiv der Inquisition zugegriffen hatte. Und zwar in unzweideutigen Zusammenhängen. Der ehemalige Flottenkommissar hatte jemandes Pläne durchkreuzt, und dieser jemand war darauf aus, ihn zu eliminieren. LaSalle? Oder dessen Strippenzieher, der Großkanzler? Auf jeden Fall war Vandenberg von seinem Posten entfernt worden, und soweit er wusste, wenig später einem Mordanschlag entgangen. Nun – das geschah heutzutage ja allenthalben, das war höchstens noch eine Fußnote in den Annalen wert!
Dennoch schien Robert Vandenberg noch Zugang zu Ressourcen zu haben. Mehr als ich zumindest derzeit. Der erwählte Großinquisitor richtete den Blick wieder auf den Mann im Captains Chair.
„In der Tat habe ich Fragen. Warum Sie Anselmus nach mir gesandt haben, wäre eine davon. Warum Sie mich aus dem Hochsicherheitstrakt befreit haben, eine weitere.“ Richard verabscheute es, in jemandes Schuld zu stehen, ganz besonders, wenn er dessen Motive nicht deuten konnte. Und irgendwie hatte sich Vandenberg mental abgeschirmt.
„Ah, ich gebe zu, ich habe auf diese wortreiche Dankesbezeugung gewartet.“ Der ehemalige Flottenkommissar kräuselte die Lippen zu einem angedeuteten Lächeln. „Sie spielen immer noch das alte Spielchen, Exzellenz?“ Er betonte den Titel.
„Ich spiele nicht mehr als Sie. Immerhin blicken wir nicht gerade auf eine langjährige Freundschaft zurück. – Bekommt man Abschirmungstechniken an den selben Orten, an denen solche Schiffe… lagern?“ Richard machte eine Handbewegung über die Brücke. „Wer sagt mir, dass sie nicht von einer der zahllosen Fraktionen, die sich auf dieser Müllhalde des einstigen Imperiums um die Brocken balgen, bezahlt werden, um mich jemandem auszuliefern? Kopfgeldjagd soll derzeit ein einträgliches Geschäft sein.“
„Ja, das kam mir auch zu Ohren. Aber wir sollten unsere Zeit nicht mit Wortgeplänkel verschwenden. Ich denke, wir haben einen gemeinsamen Feind.“
„Haben wir das?“
Vandenberg kam nicht zu einer Antwort, den in diesem Moment glitten die Lifttüren rechter Hand zur Seite und ein jüngerer Offizier trat ein, salutierte und meldete zackig: Sir! Die letzte Testreihe mit den Borgdrohnen war zu 60 Prozent erfolgreich! Die übrigen 40 Prozent wurden terminiert, Sir!“
„Sehr gut, Uljanow. Dr. Ismaili soll fortfahren. Wegtreten!“
Der Offizier salutierte, schlug die Hacken zusammen und entfernte sich.
„Experimente mit Drohnen?“ wiederholte Richard angewidert. „Es sind Wesen ohne Seele, die den Anschein von Leben erwecken und in Wahrheit tot sind. Das ist Häresie.“
„Es sind Hardware-Ressourcen, Exzellenz, in einer Zeit, da diese rar sind.“
Diese ganze Angelegenheit weckte düstere Erinnerungen in ihm – an diesen widerwärtigen, armseligen Planeten im Niemandsland, auf dem er monatelang gestrandet war. Gezwungen, sich mit Betrügereien über Wasser zu halten, und schließlich auch mit dem Verkauf einer dieser vermaledeiten Drohnen, was ihn selbst in die Hände eines Verbrechersyndikats gebracht hatte. Erinnerungen, die er lieber vergessen hätte, wenn nur irgend möglich! Bisher hatten ihm die Bußübungen dazu aber noch nicht verholfen. „Es sind Werkzeuge des Bösen! Es ist und bleibt Häresie, Vandenberg.“
Der ehemalige Flottenkommissar musterte seinen Gast mit leichter Irritation. Aber schon zeigte Richards Gesicht wieder die gewohnte Unnahbarkeit. Vandenberg seufzte leise. „Häresie? Ich hörte, LaSalle will das Psi-Corps wieder errichten. DAS ist Häresie. Und zwar eine, die dem Widerstand sehr rasch jede Möglichkeiten nehmen könnte.“
Das Psi-Corps?! Sanctissima Trinitas! Deshalb die Expedition nach Panox-B…
Die im Archiv gefundene Prioritätsmeldung war etwas kryptisch gewesen, aber nun wurde sie klarer. Den himmlischen Mächten sei Dank hatten LaSalles ‚Missionare‘ das Zeitliche gesegnet, ehe sie dort ankamen. Und jetzt hatten die Romulaner ein Minenfeld gelegt…
„Geschockt, Exzellenz? Wie ich sagte, wir haben einen gemeinsamen Feind. Und wir sollten zusammen arbeiten, um ihm das Handwerk zu legen, solange wir das noch können.“
Richard trat an das Panoramafenster, das den Blick in die Wüste freigab. Der rötliche Sand glitzerte nun im Licht der beiden Monde, deren Sicheln sich über der Bergkette im Nordwesten erhoben. Die seltsamen kakteenartigen Gewächse der Oase wirkten wie schwarze Schatten aus der Unterwelt. Das Psi-Corps…
Er überlegte, ob er Vandenberg von den Daten erzählen sollte, die im Ring des Großinquisitors codiert waren. Nein, diese Informationen waren zu wertvoll, um sie so einfach preis zu geben. Außerdem hatte er ihre Bedeutung selbst noch nicht ganz extrahieren können. Das Geheimnis von Taminus würde vorerst bei dem verbleiben, für den es offenbar bestimmt war, dem Inquisitor Maximus!
„Ich habe ein Netzwerk loyaler Anhänger, die bereit sind, sich für mich zu opfern, wenn es sein muss,“ sagte er schließlich.
„Für Sie sterben mag ja heroisch sein und den Glücklichen in den Gefilden der Ewigkeit einen bevorzugten Platz einräumen,“ erwiderte Vandenberg, „was Sie aber BRAUCHEN ist jemand, der für Sie kämpft. Ich denke nicht, dass die himmlischen Heerscharen hier eingreifen werden.“
Werden Sie nicht blasphemisch… Richard drehte sich wieder um. „Und wen haben sie bei dieser Perspektive im Auge?“ Schwester Agathea vielleicht?
*** Draußen in der Oase ***
Anselmus stromerte mit Herodes durch die Oase. Dass ein Hund nuneinmal „Gassi gehen“ musste, war wirklich immer wieder von Vorteil. So konnte man ungeniert einen Blick auf dieses und jenes werfen und überall ein wenig lauschen!
Seit einigen Minuten hatte er das Gefühl, dass ihnen jemand folgte. Da Herodes nicht anschlug, konnte es eigentlich nur der Großinquisitor oder Schwester Agathea sein. Und da solches Herumschleichen nicht Art seiner Exzellenz war, blieb nur sie! Abrupt drehte Anselmus sich um – und tatsächlich stand sie einige Schritt hinter ihm, diesmal nicht in einer Kampfrüstung, sondern einen einfachen schwarzen Anzug gekleidet.
Er musste zugeben, er mochte das nicht, wenigstens vom geistlichen Standpunkt aus nicht. Er gehörte da mehr zu den Traditionalisten. Und mit dem anderen Standpunkt, der lange Beine in engen schwarzen Hosen interessant finden konnte, hatte er sich nicht zu befassen! „Spionieren Sie mir nach, Schwester?“
„Wenn ich das täte, würden Sie es nicht bemerken, Bruder Anselmus.“ Sie lächelte, und ihm wurde unbehaglich. „Ich will lediglich sicher gehen, dass Ihnen nichts passiert.“
„Ach. Ich kann schon auf mich selbst aufpassen. Und Herodes habe ich ja auch noch.“
„Aber in der Wüste hier fleucht und kreucht allerlei Gezücht. Unter dem Sand lauert es auf Beute. – Übrigens, ich bin keine Schwester mehr.“
„Soso.“ Anselmus fühlte sich noch unbehaglicher.
„Der Allmächtige hat mich zu einer neuen Aufgabe berufen.“
(PS: ich dachte, sie gehört vielleicht zu dieser geheimen Truppe…)
RPG:
*** Malastair 4 / ISS Dark Mirror / Brücke ***
Richard von Rabenstein erinnerte sich, dass Vandenbergs Name einige Male in den Dokumenten aufgetaucht war, auf die er im Archiv der Inquisition zugegriffen hatte. Und zwar in unzweideutigen Zusammenhängen. Der ehemalige Flottenkommissar hatte jemandes Pläne durchkreuzt, und dieser jemand war darauf aus, ihn zu eliminieren. LaSalle? Oder dessen Strippenzieher, der Großkanzler? Auf jeden Fall war Vandenberg von seinem Posten entfernt worden, und soweit er wusste, wenig später einem Mordanschlag entgangen. Nun – das geschah heutzutage ja allenthalben, das war höchstens noch eine Fußnote in den Annalen wert!
Dennoch schien Robert Vandenberg noch Zugang zu Ressourcen zu haben. Mehr als ich zumindest derzeit. Der erwählte Großinquisitor richtete den Blick wieder auf den Mann im Captains Chair.
„In der Tat habe ich Fragen. Warum Sie Anselmus nach mir gesandt haben, wäre eine davon. Warum Sie mich aus dem Hochsicherheitstrakt befreit haben, eine weitere.“ Richard verabscheute es, in jemandes Schuld zu stehen, ganz besonders, wenn er dessen Motive nicht deuten konnte. Und irgendwie hatte sich Vandenberg mental abgeschirmt.
„Ah, ich gebe zu, ich habe auf diese wortreiche Dankesbezeugung gewartet.“ Der ehemalige Flottenkommissar kräuselte die Lippen zu einem angedeuteten Lächeln. „Sie spielen immer noch das alte Spielchen, Exzellenz?“ Er betonte den Titel.
„Ich spiele nicht mehr als Sie. Immerhin blicken wir nicht gerade auf eine langjährige Freundschaft zurück. – Bekommt man Abschirmungstechniken an den selben Orten, an denen solche Schiffe… lagern?“ Richard machte eine Handbewegung über die Brücke. „Wer sagt mir, dass sie nicht von einer der zahllosen Fraktionen, die sich auf dieser Müllhalde des einstigen Imperiums um die Brocken balgen, bezahlt werden, um mich jemandem auszuliefern? Kopfgeldjagd soll derzeit ein einträgliches Geschäft sein.“
„Ja, das kam mir auch zu Ohren. Aber wir sollten unsere Zeit nicht mit Wortgeplänkel verschwenden. Ich denke, wir haben einen gemeinsamen Feind.“
„Haben wir das?“
Vandenberg kam nicht zu einer Antwort, den in diesem Moment glitten die Lifttüren rechter Hand zur Seite und ein jüngerer Offizier trat ein, salutierte und meldete zackig: Sir! Die letzte Testreihe mit den Borgdrohnen war zu 60 Prozent erfolgreich! Die übrigen 40 Prozent wurden terminiert, Sir!“
„Sehr gut, Uljanow. Dr. Ismaili soll fortfahren. Wegtreten!“
Der Offizier salutierte, schlug die Hacken zusammen und entfernte sich.
„Experimente mit Drohnen?“ wiederholte Richard angewidert. „Es sind Wesen ohne Seele, die den Anschein von Leben erwecken und in Wahrheit tot sind. Das ist Häresie.“
„Es sind Hardware-Ressourcen, Exzellenz, in einer Zeit, da diese rar sind.“
Diese ganze Angelegenheit weckte düstere Erinnerungen in ihm – an diesen widerwärtigen, armseligen Planeten im Niemandsland, auf dem er monatelang gestrandet war. Gezwungen, sich mit Betrügereien über Wasser zu halten, und schließlich auch mit dem Verkauf einer dieser vermaledeiten Drohnen, was ihn selbst in die Hände eines Verbrechersyndikats gebracht hatte. Erinnerungen, die er lieber vergessen hätte, wenn nur irgend möglich! Bisher hatten ihm die Bußübungen dazu aber noch nicht verholfen. „Es sind Werkzeuge des Bösen! Es ist und bleibt Häresie, Vandenberg.“
Der ehemalige Flottenkommissar musterte seinen Gast mit leichter Irritation. Aber schon zeigte Richards Gesicht wieder die gewohnte Unnahbarkeit. Vandenberg seufzte leise. „Häresie? Ich hörte, LaSalle will das Psi-Corps wieder errichten. DAS ist Häresie. Und zwar eine, die dem Widerstand sehr rasch jede Möglichkeiten nehmen könnte.“
Das Psi-Corps?! Sanctissima Trinitas! Deshalb die Expedition nach Panox-B…
Die im Archiv gefundene Prioritätsmeldung war etwas kryptisch gewesen, aber nun wurde sie klarer. Den himmlischen Mächten sei Dank hatten LaSalles ‚Missionare‘ das Zeitliche gesegnet, ehe sie dort ankamen. Und jetzt hatten die Romulaner ein Minenfeld gelegt…
„Geschockt, Exzellenz? Wie ich sagte, wir haben einen gemeinsamen Feind. Und wir sollten zusammen arbeiten, um ihm das Handwerk zu legen, solange wir das noch können.“
Richard trat an das Panoramafenster, das den Blick in die Wüste freigab. Der rötliche Sand glitzerte nun im Licht der beiden Monde, deren Sicheln sich über der Bergkette im Nordwesten erhoben. Die seltsamen kakteenartigen Gewächse der Oase wirkten wie schwarze Schatten aus der Unterwelt. Das Psi-Corps…
Er überlegte, ob er Vandenberg von den Daten erzählen sollte, die im Ring des Großinquisitors codiert waren. Nein, diese Informationen waren zu wertvoll, um sie so einfach preis zu geben. Außerdem hatte er ihre Bedeutung selbst noch nicht ganz extrahieren können. Das Geheimnis von Taminus würde vorerst bei dem verbleiben, für den es offenbar bestimmt war, dem Inquisitor Maximus!
„Ich habe ein Netzwerk loyaler Anhänger, die bereit sind, sich für mich zu opfern, wenn es sein muss,“ sagte er schließlich.
„Für Sie sterben mag ja heroisch sein und den Glücklichen in den Gefilden der Ewigkeit einen bevorzugten Platz einräumen,“ erwiderte Vandenberg, „was Sie aber BRAUCHEN ist jemand, der für Sie kämpft. Ich denke nicht, dass die himmlischen Heerscharen hier eingreifen werden.“
Werden Sie nicht blasphemisch… Richard drehte sich wieder um. „Und wen haben sie bei dieser Perspektive im Auge?“ Schwester Agathea vielleicht?
*** Draußen in der Oase ***
Anselmus stromerte mit Herodes durch die Oase. Dass ein Hund nuneinmal „Gassi gehen“ musste, war wirklich immer wieder von Vorteil. So konnte man ungeniert einen Blick auf dieses und jenes werfen und überall ein wenig lauschen!
Seit einigen Minuten hatte er das Gefühl, dass ihnen jemand folgte. Da Herodes nicht anschlug, konnte es eigentlich nur der Großinquisitor oder Schwester Agathea sein. Und da solches Herumschleichen nicht Art seiner Exzellenz war, blieb nur sie! Abrupt drehte Anselmus sich um – und tatsächlich stand sie einige Schritt hinter ihm, diesmal nicht in einer Kampfrüstung, sondern einen einfachen schwarzen Anzug gekleidet.
Er musste zugeben, er mochte das nicht, wenigstens vom geistlichen Standpunkt aus nicht. Er gehörte da mehr zu den Traditionalisten. Und mit dem anderen Standpunkt, der lange Beine in engen schwarzen Hosen interessant finden konnte, hatte er sich nicht zu befassen! „Spionieren Sie mir nach, Schwester?“
„Wenn ich das täte, würden Sie es nicht bemerken, Bruder Anselmus.“ Sie lächelte, und ihm wurde unbehaglich. „Ich will lediglich sicher gehen, dass Ihnen nichts passiert.“
„Ach. Ich kann schon auf mich selbst aufpassen. Und Herodes habe ich ja auch noch.“
„Aber in der Wüste hier fleucht und kreucht allerlei Gezücht. Unter dem Sand lauert es auf Beute. – Übrigens, ich bin keine Schwester mehr.“
„Soso.“ Anselmus fühlte sich noch unbehaglicher.
„Der Allmächtige hat mich zu einer neuen Aufgabe berufen.“
(PS: ich dachte, sie gehört vielleicht zu dieser geheimen Truppe…)
![[Bild: Signatur-Rabenstein-neu.jpg]](http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Signatur-Rabenstein-neu.jpg)
