Ki - Ketzerei Log 28 - Sareth / NPCs
#1
NRPG: Atarver hatte das von ihm gezündete Problem vergessen…

RPG:

*** Spiros Alpha / Universität / Aula / Hinterer Bereich ***

Im letzten Moment, bevor Barnes Atarver auf die Bühne trat, um Teil des heroischen Augenblicks, seines heroischen Augenblicks an der Wende zur Zukunft des Planeten zu werden – im letzten Moment fiel ihm das Hindernis ein: „Es gibt…“ Er räusperte sich. „Ein… gewisses… ein Problem.“

„Welcher Art?“ fragte LaSalle zurück.

„Nun. Ich habe… um meine Feinde aus der Reserve zu locken… eine der alten Maschinenparks… Ich habe etwas in Gang gesetzt, um dass ich mich zuerst kümmern sollte..“ Er schnaufte. „Ich habe die Kühlleitungen unterbrochen und… Nun….“

„Die Antimateriereaktion…“ flüsterte Reed kaum hörbar in LaSalles Richtung, und dieser hatte auch sofort die Situation erfasst. Er nickte ihm zu.
„Machen Sie sich keine Sorgen, das haben wir um Griff,“ gab Reed zurück.

„Tatsächlich? Aber wie-„

„Wir sind die Protektion, Sir. Wir haben die Augen und Ohren überall. Zum Wohle der Gemeinschaft.“

Rufus LaSalle runzelte kurz die Stirn, aber der Slogan, den Reed sicher aus einem dieser alten Science-Fiction Filme hatte, traf offenbar ins Schwarze.

„Ah, selbstverständlich! Sehr löblich!“

„Das haben wir nur Ihnen zu verdanken, Sir! Was Sie uns gelehrt haben. Nun gehen Sie und unterstützen Sie Seine Spektabilität bei der Einleitung einer neuen Ära!“ ermunterte Reed.

Endlich war Atarver aus der Tür. Reed atmete hörbar aus und wieder ein, dann berührte er seinen Kommunikator. +Reed an T’Khellian.+


*** Gleichzeitig / In den Katakomben unter der Stadt ***

Ich stapfte an der Seite von Captain Jake Van Rooyen und seinem kleinen Team in Richtung der Innenstadt und der Quelle der Antimaterierektion. Unter dem Luftschiffhangar bereitete sich der Rest seiner Gruppe unterdessen auf den Rücktransport zur Feynman vor, packte Ausrüstungsgegenstände zusammen und beseitigte Spuren, die die Anwesenheit von Außenweltlern verraten hätten, sollte jemals ein Einheimischer durch diese alten Katakomben strolchen. Auch unter den Crewmitgliedern der Feynman, die jetzt mit uns noch unterwegs waren, herrschte freudige Erwartung.

Endlich wieder ordentlich duschen und baden, vertrautes „frisches“ sauberes Essen aus den Replikatoren, ergonomische Sitz- und Schlafgelegenheiten, und was sonst das 25. Jahrhundert an Annehmlichkeiten bot!
Ich hatte Jake gerade berichtet, auf welche abenteuerliche Weise wir nach Spiros Alpha gekommen waren, und er musste trotz der angespannten Situation lachen. „Das sieht dir ähnlich, Sareth! Du warst ja schon auf der Akademie immer für unkonventionelle Lösungen zu haben. Wenn es herauskommt…“

„Wird man mich sicher auf einen Frachter strafversetzen!“ schmunzelte ich. „Aber schließlich konnte ich dich und die Feynman-Crew nicht im Stich lassen. Und solang wir es schaffen, unsere Anwesenheit hier vor den Leuten geheim zu halten, haben wir dieses Regulativ nicht verletzt.“

Dadvin, der bolianische Techniker, war stehen geblieben und prüfte die Daten, die ihm sein Tricorder lieferte. „Jenseits dieser Wand liegt die Energiequelle. Ich messe gerade wieder einen leichten Anstieg im Neutrinoniveau.“

Ich trat neben ihn und überprüfte mit einem eigenen Radar- und Infrarotscan die Räumlichkeiten hinter der Wand. „Dort ist ein etwa 500 Quadratmeter großer Raum mit mehreren Seitenkammern. Symmetrische Anlage größerer Komponenten, vermutlich Computertürme und weitere Maschinen.“ Ich projizierte das Ergebnis des Scans auf den Holoemitter des Tricorders, so dass auch die anderen den Lageplan erkennen konnten. In der Mitte der bläulichen Linien zeichnete sich eine kreisförmige Komponente ab. Unsere Strahlungsquelle.

„Sieht nach einer klassischen Anordnung für eine Carter-Perotti-Versuchsanordnung aus,“ murmelte Jake. „Irgendwelche Anzeigen, die auf anwesende Personen hindeuten?“

„Negativ.“

„Gut. Dann bohren wir zuerst ein Loch hier über dem Boden, und schicken die Kamera durch. Ich will kein Risiko eingehen. Auch, was die alten Stromleitungen anbelangt. Ensign Dadvin, übernehmen Sie das!“

Während der junge Bolianer seinen Phaser entsprechend justierte, um die Wand zu durchbohren, erreichte mich ein Ruf von Chris Reed: + Wir haben den Schuldigen unseres Antimaterieproblems ausfindig gemacht, + berichtete er. + Der Leiter der hiesigen Polizeibehörde persönlich, ein gewisser Atarver. Er sagte etwas von unterbrochenen Kühlleitungen. +

Ich warf einen Blick auf meinen Tricorder. „Das passt zu den Anzeigen. Es ist keine gezielte Reaktion.“

+ Wir konnten weiter nichts tun, ohne unsere Tarnung auffliegen zu lassen. Wie ist Ihr Status bei der Angelegenheit? +

„Wir schaffen uns gerade Zugang. Und die Lage bei Ihnen an der Universität?“

+ Alles innerhalb der Parameter. Keine Unruhe, keine Gewalt. Mr. Von Rabenstein und Mr. Atarver haben gerade den Auftritt ihres Lebens. Wir mussten die Erste Direktive etwas fluide auslegen. +

Im Hintergrund hörte ich LaSalle etwas murmeln. „Ich habe Vertrauen in Sie alle, dass Sie das richtige Augenmaß bewahren. – Wir haben die ersten Kameradaten!“ Ich wandte mich der Holoanzeige auf dem Tricorder von Ensign Dadvin zu. „Das sieht gut aus. Wir erweitern den Zugang und gehen dann rein.“ Ich beendete den Komkontakt.

Wenig später hatten die Phaser den Mauerdurchbruch weit genug geöffnet, dass unser Team in den dahinter liegenden Raum steigen konnte. Vorsichtig sahen wir uns um. Die Scheinwerfer rissen ein Ambiente aus dem Dunkel, auf das jedes Technik- und Computermuseum der Föderation neidisch gewesen wäre. Fast alle Bildschirme und Anzeigen waren zwar erloschen und von einer dicken Staubschicht bedeckt, doch ließ sich erahnen, wie sie einst geschäftig gebrummt und gezirpt haben mussten.
Der Scanner erfasste die Kabelstränge noch weit jenseits der Mauern. Ich vermutete, so dicht wie wir bei der Universität waren, dass dies vielleicht ein altes Laboratorium gewesen war. Die Kabel waren sicher an das alte Stromnetz der Stadt angeschlossen – was die Gefahr nun noch erhöhte.

„Hier war definitiv erst vor kurzem jemand zugange,“ sagte ich, und wies auf die Fußabdrücke im Staub und die Fingerabdrücke auf einer der Konsolen neben der ringförmigen Anordnung im Zentrum.
Jake hatte unterdessen eine tragbare Energiequelle angebracht. Ensign Dadvin pustete Staub von einem Bildschirm und hielt die Translatoreinheit über die langsam zum Leben erwachenden Anzeigen. Der Reaktor, oder was es auch immer genau war, lag noch einige Meter tief im Boden. Arbeiteten wir schnell genug, stellte die Strahlung keine Gefahr für uns dar.

Ich kontaktierte die Feynman. „Commander Sarek, T’Khellian hier. Wir sind jetzt an der Quelle. Können Sie unsere Koordinaten präzise erfassen?“

+ Ja, die Sensoren arbeiten wieder mit maximaler Effizienz. Im Notfall können wir auch von der Feynman aus ein Sperrfeld um die kritische Zone errichten und das kritische Objekt neutralisieren. Dabei kann aber eine optische Inkursion nicht ausgeschlossen werden. +

Bedeutete, auf dem Planeten würde man sehen, dass aus dem Orbit etwas nach unten strahlte. Möglicherweise würde man auch die Feynman entdecken, da sie sich entsprechend positionieren musste. „Danke, Commander, wir halten uns diese Option für den Notfall offen.“

In diesem Moment hörten wir unverkennbare Schritte, die sich ebenso unverkennbar näherten. Geistesgegenwärtig bedeutete Jake unseren beiden deutlichen Alien-Teammitgliedern, Dadvin und einer Andorianerin, in der Dunkelheit zurück durch den Mauerspalt zu schlüpfen.

Schon knarrte eine Tür, dann eine zweite – und dann stand ein junger Mann in der Uniform der Protektion vor uns, ein großes kastenförmiges Etwas mit einer Linse in der Hand.
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PS: die Aufgabe ist, dass die Leute von Spiros Alpha nicht erfahren, dass da Aliens unter ihnen waren =)
[Bild: Sareth-neu.jpg]
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