ISDA Log 56 Vandenberg
#1
ISS Picard / Quartier Robert Vandenbergs
 
Wem Vandenberg die Ausgangsperre zu verdanken hatte, war sehr schnell klar geworden. Eine kurze Anfrage und natürlich von Rabenstein Durchsage hatten die Lage nur allzu klar gemacht. Doch wenn dieser widerliche Nift von Adolf Kaiser dachte, er hätte Ruhe vor Vandenberg hatte dieser sich getäuscht. Vandenberg eilte zu seinem Koffer. Ein Mitarbeiter der Flottensicherheit hatte Vorsorge zu treffen. Und dies hatte Vandenberg getan. Man konnte ja nie wissen. Und manchmal war eine anerzogene Paranoia eben auch sehr nützlich.
Vandenberg war sich sicher, dass Kaiser vor der Raumsperre alle Waffen aus dem Quartier entfernt hatte. Aber nur jene, welche er als Waffe erkannte. Und aus diesem Grunde eilte Vandenberg zu seinem Koffer und zog aus dem Deckel ein Scharnier heraus. Kombiniert mit einer scheinbaren Kästchen zur Aufbewahrung von Rangabzeichen und einem würfelförmigen Energiespeicher ergab das Ganze eine schöne Projektilwaffe, 10 Schuss, Micro-Raks mit Aufschlagzünder. Standard-Notfall-Ausrüstung. Das sollte genügen. Damit konnte man sicherlich nicht gegen einen ganzen Sicherheitstrupp vorgehen, aber gegen eine Tür. Und außerdem war die Detonation nicht anpeilbar, da sie keine Energieschocks auslöste.
Vandenberg ging hinter seinem Bett in Stellung, dann zielte er auf die Tür und feuerte.

Der Knall war ohrenbetäubend, zeigte jedoch Wirkung. Im Öffnungsmechanismus der Tür prangte ein Loch. Vandenberg schob die Tür mit Mühe auf und schob sich vorsichtig. auf den Gang hinaus. Die Detonation hatte man wohl gehört, denn schon kam ein SO um die Ecke. Ob dieser zu Kaisers Spießgesellen gehörte, war Vandenberg herzlich egal. Der SO sah Vandenberg stieß einen Schrei aus und zog seinen Phaser. Doch Vandenbergs Schuss war schneller. Der Kopf des Mannes zerplatzte wie eine Wassermelone, die von einem Hammer getroffen worden war. Vandenbergs Projektil hatte sein Ziel gefunden.

Vandenberg nahm den Phaser des Toten an sich und beförderte den Kommunikator des Mannes in einen Mülldesintegrator. Jetzt galt es sich, um von Rabenstein zu kümmern. Ganz gleich, wie Kaiser es angestellt hatte, die Crew folgte derzeit offenbar noch seinen Befehlen. Also konnte Vandenberg nur Verstärkung in von Rabenstein finden. Das Quartier des Inquisitors befand sich auf der anderen Seite des Ganges. Dem gelben Alarm zu Folge gab es Sicherheitsalarm. Also hatte Vandenberg bestenfalls 2 min. Zeit.
Vor von Rabenstein Quartier gab es keine Wache. Man hatte sich wohl auf die Verriegelung der Tür verlassen. Die Tür würde Vandenbergs improvisierter Waffe nicht standhalten. Aber wie konnte man verhindern, dass die Explosion der Tür dem Inquisitor den Kopf abriss? Nun, man konnte es mit einem alten Kommunikationsmittel versuchen. Morsecode. Dieses sollte man ja dem Inquisitor beigebracht haben.  Mit dem Magazin seiner improvisierten Waffe klopfte Vandenberg gegen die Tür und sendete ein deutliches ACHTUNG!!! Dann feuerte er auf die Tür von von Rabensteins Quartier
 
Das Ergebnis war eine zerstörte Tür und ein etwas derangierter Inquisitor.
 
Vandenberg grinste gehässig.
 
Va: Hochwürden? Heute etwas lässig im Outfit?
Ra: Ich muss zugeben, ich freue mich über Ihr Auftauchen. Wie Sie das gemacht haben, werden Sie mir wohl noch verraten.
 
Vandenberg warf dem Inquisitor den Phaser zu.
 
Va: In etwa 1 Minute wird es von SOs hier nur so wimmeln
Ra: Mit einem Phaser und einer, mhm Waffe, kommen wir nicht weit.
Va: Deswegen begeben wir uns auf die Suche nach etwas aus dem Quartier des Captains.
Ra: Die Waffenschränke dort sind sicher leer geräumt.
Va: Ja die Schränke, aber nicht Salazars persönliche Kiste. Dieses sollte zumindest einen Fusionsphaser beinhalten.
Ra: Woher wissen Sie das?
Va: Quinn!
Ra: Ahja.
Va: Dann mal los.
Ra: Und wie wollen Sie an Salazars Kiste heran kommen?
Va: Quinn hat sie beschlagnahmt. Zusammen mit diversen anderen Waffen.
Ra: Ja, aber…
Va: Quinn hat ihre „Beute“ nicht im Sicherheitsbüro untergebracht, aber jeder Offizier hat ein privaten Lagerbereich im Schiff. Und Quinn hat sich die Kabine des Hafenmeisters zu eigen gemacht.
Ra: Wenn ich mich an die Pläne richtig erinnere, liegt diese im Bereich von Deck 5. Da unten gibt es weder Licht noch einen Turbolift.
 
Vandenberg wies auf ein Gitter im Boden.
 
Ra: Das ist nicht Ihr Ernst. Das ist der Zugang zum Sanitärsystem des Schiffes.
Va: Durch die Enge zum Erhabenen, Euer Eminenz.
 
Von Rabenstein bekreuzigte sich, zuckte einmal mit den Schultern, wartete bis Vandenberg das Gitter geöffnet hatte und sprang dann in den Schacht. Vandenberg folgte ihm, nicht ohne vorher das Gitter wieder geschlossen zu haben.

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Und unbemerkt von Allen näherte sich allmählich ein Schatten der Picard. Ein schweres Sturmshuttle der ISS Raven. An Bord: Colonel Nikodemus VanZandt und sein 20 Mann starkes „Desinfektionsteam“. Bald würde die Picard in Reichweite sein.
[Bild: Signatur-Waltham.jpg]
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