Oct-Sun-2021, 03:40 PM
NRPG: habe noch mal alles bisschen zusammen gefasst, was wir bisher schon gefunden hatten in dieser Story. Wir sollten auf jeden Fall vermeiden, dass es Zeitrisse, andere Universen, aber auch irgendwelche Bösebolde sind, die irgendwen ersetzen wollen - das hatten wir öfters schon, bzw. grade im Spiegel. Kirk muss auch irgendwie schon "Materie" haben, da er ja Sachen in der Hand hatte, oder Leute anrempelte. Hab auch noch keine wirkliche Idee, versuche aber so ein paar Richtungen aufzuzeigen.
RPG:
*** Daystrom Institute / Büro der Leiterin ***
Endlich war Leorin Sodran, die derzeitige Leiterin des berühmten Daystrom Institute, zurück. Über zwanzig Jahre war es jetzt her, dass sie als Ingenieurin auf der USS Saipan unter meinem Kommando gedient hatte. Aber wenn sie lachte, dann schien sie noch immer der jungenhafte Feuerkopf von damals, trotz der weißen Strähnen im roten Haar.
Rufus und ich setzten ihr die einzelnen Teile unseres 'Kirk-Puzzles' gerade auseinander. "... nach allen Beschreibungen die wir bisher von den fünf Begegnungen hatten, trägt dieser Kirk die selbe Kleidung und hat das selbe Alter, also kurz bevor er an Bord der Enterprise C für deren Jungfernflug ging. Es sind aber nicht immer dieselben Verhaltensmuster oder Gespräche, also auf keinen Falle eine Wiederholung."
"Keine Schallplatte mit Sprung..." sinnierte Leorin.
"Keine was?"
"Oh, so ein antiker Datenträger. Mein Sohn hat ja historische Musikwissenschaften studiert, und in der Sammlung, in der er gerade arbeitet, gibt es diese runden, schwarzen riesigen Scheiben. Und wenn sie einen Kratzer oder einen Sprung hatten, kam das Abspielgerät nicht weiter und spielte immer die selbe Sequenz. -- Aber wie gesagt, das ist hier offenbar nicht der Fall."
"Wir haben das Problem bis auf die Zwischenlagerung der Transportermusterpuffer zurück verfolgt," nahm Rufus LaSalle den Faden auf. "Und die Ausmusterung und Abgabe der alten Hardware an die Wallace Corporation, die sie für Trainingszwecke nutzt."
"Ja, die Wallace. Das muss noch unter meinem Vorgänger gewesen sein. Kurz nachdem ich den Posten übernommen hatte, gab es einige unangenehme Sachen mit der Firma, weshalb wir uns einen anderen Kontraktpartner gesucht haben."
"Unangenehm in wiefern?" Der Detektiv in Rufus war ernsthaft erwacht.
"Unlauterer Wettbewerb. Außerdem munkelte man etwas über Verbindungen zum Orionsyndikat. Daher haben wir uns von ihnen getrennt. Unterdessen gab es allerlei Umstrukturierungen in der Firma. Das gehört wohl alles der Vergangenheit an."
"Oder auch nicht..." meinte ich. "Wir vermuteten, dass die Sache irgendetwas mit getunten Holoprogrammen zu tun hat. Dass sich jemand Zugang zu den Originaldaten aus den Musterpuffern verschafft und diese dann in Programmen für den Schwarzen Markt verwendet."
"Stimmt, von solchen Deals habe ich auch schon gehört. Sollen sie kürzlich auf Ferenginar einen Schmugglering hochgenommen haben. - Haben Sie schon die Personen abgeprüft, die von der Wallace aus Zugang hatten?"
"Noch nicht, meine Abteilung arbeitet daran, Durchsuchungsbefehle zu erstellen. Aber da gibt es auch noch ein Problem: dass jemand die Transportermuster für illegale Holoprogramme nutzt, ist eine Sache. Aber WARUM um alles in der Welt lässt er seine Kreationen hier im Oberkommando los, so dass wir ja auf die Angelegenheit aufmerksam werden?" fragte Rufus und lehnte sich zurück. "Da ist irgendetwas, was wir übersehen."
"Vielleicht ein Unfall beim Hantieren mit dem Daten? Ein Racheakt von jemandem, der sich übergangen fühlte?" Ich hob ratlos die Hände.
"Ich werde auf jeden Fall alle Mitarbeiter überprüfen, die mit der Installation der Transportersysteme im Oberkommando zu tun hatten," versprach Leorin.
"Wir müssen der Sache so schnell wie möglich auf den Grund gehen," betonte Rufus. "Früher oder später wird die Presse davon Wind bekommen, und dann sehe ich schon die Schlagzeilen "Geister im Oberkommando". Im Hinblick auf die kommenden Wahlen zur Föderationspräsidentschaft sicher nicht gerade förderlich."
"Ich könnte die Transporter aufgrund einer allgemeinen Sicherheitsüberprüfung deaktivieren lassen und nur für Notfallzugänge öffnen."
Rufus und ich nickten. Eine gute Idee...
*** Richard von Rabensteins Wohnsitz ***
Ich sah mich um in dem geräumigen Wohnzimmer, von dem aus elegant geschwungene Stufen in die übrigen Etagen führten. Die großen ovalen Fenster gaben den Blick frei über das südchinesische Meer, das sich etwa 50 Meter unterhalb des Felsvorsprungs erstreckte. Eine aparte Lage. Innerhalb dieser Wohnoase war alles in warmen Holz- und Goldtönen gehalten, aus denen die ornamentalen Reliefs in Blaugrün über der Couch und dem Bücherregal hervorstachen.
"Die Arbeiten eines bolianischen Künstlers," erklärte Richard, während er aus der exquisiten Hausbar eine exquisite Flasche nahm. "Es freut mich, dass du kommen konntest, zur Einweihung meines neuen Domizils, sozusagen."
"Nun, nach dieser ganzen Geisterjagd und den Budgetsitzungen..."
"...wärst du in jede Hütte gekommen?" Er lächelte und reichte mir ein Glas mit Champagner.
"Nun... das hätte ich mir überlegt. Aber das ist schon ein Wahnsinnsplatz hier, muss ich zugeben. Etwas anderes als die Dienstwohnungen in San Francisco!"
"Ich habe lange mit dem Architektenbüro über den Plänen gesessen. Aber ich denke, es kommt meiner Vision eines geistigen Refugiums nahe. - Und wie steht es mit dem James T. Kirk - Problem im Oberkommando?"
Ich seufzte. "Leider sind wir nicht wirklich weiter gekommen. Vor allem, was das Motiv betrifft... sollte es KEIN Unfall sein. Wer, warum, wieso lässt Kirk auftauchen? Ehrlich gesagt, das verursacht mir schlaflose Nächte. LaSalle ermittelt, aber darüber darf ich natürlich nicht sprechen."
"Könnte es sein, dass jemand versucht, auf irgendwelche Missstände in der Föderation oder der Flotte aufmerksam zu machen, indem an die 'gute alte Zeit' unter Kirk erinnert wird?" überlegte Richard. "Was sagt dieser Kirk denn?"
"Nichts, was in diese Richtung denken lassen könnte. Einfach Belanglosigkeiten, die man austauschen würde, wenn man Kollegen auf dem Flur begegnet. Dass heißt... einer der Zeugen, ein Kadett, sagte, Kirk hätte ein Shuttle geordert...." War das ein Ansatzpunkt?
"Hat schon jemand versucht, an so einer Sichtung Messungen vorzunehmen? Wahrscheinlich eine redundante Frage, aber..."
"Dafür waren alle Begegnungen zu kurz. Und bisher hatte niemand zweimal das Vergnügen."
"Hm... Das ist fast wie eines dieser antiken Mysteryspiele!"
RPG:
*** Daystrom Institute / Büro der Leiterin ***
Endlich war Leorin Sodran, die derzeitige Leiterin des berühmten Daystrom Institute, zurück. Über zwanzig Jahre war es jetzt her, dass sie als Ingenieurin auf der USS Saipan unter meinem Kommando gedient hatte. Aber wenn sie lachte, dann schien sie noch immer der jungenhafte Feuerkopf von damals, trotz der weißen Strähnen im roten Haar.
Rufus und ich setzten ihr die einzelnen Teile unseres 'Kirk-Puzzles' gerade auseinander. "... nach allen Beschreibungen die wir bisher von den fünf Begegnungen hatten, trägt dieser Kirk die selbe Kleidung und hat das selbe Alter, also kurz bevor er an Bord der Enterprise C für deren Jungfernflug ging. Es sind aber nicht immer dieselben Verhaltensmuster oder Gespräche, also auf keinen Falle eine Wiederholung."
"Keine Schallplatte mit Sprung..." sinnierte Leorin.
"Keine was?"
"Oh, so ein antiker Datenträger. Mein Sohn hat ja historische Musikwissenschaften studiert, und in der Sammlung, in der er gerade arbeitet, gibt es diese runden, schwarzen riesigen Scheiben. Und wenn sie einen Kratzer oder einen Sprung hatten, kam das Abspielgerät nicht weiter und spielte immer die selbe Sequenz. -- Aber wie gesagt, das ist hier offenbar nicht der Fall."
"Wir haben das Problem bis auf die Zwischenlagerung der Transportermusterpuffer zurück verfolgt," nahm Rufus LaSalle den Faden auf. "Und die Ausmusterung und Abgabe der alten Hardware an die Wallace Corporation, die sie für Trainingszwecke nutzt."
"Ja, die Wallace. Das muss noch unter meinem Vorgänger gewesen sein. Kurz nachdem ich den Posten übernommen hatte, gab es einige unangenehme Sachen mit der Firma, weshalb wir uns einen anderen Kontraktpartner gesucht haben."
"Unangenehm in wiefern?" Der Detektiv in Rufus war ernsthaft erwacht.
"Unlauterer Wettbewerb. Außerdem munkelte man etwas über Verbindungen zum Orionsyndikat. Daher haben wir uns von ihnen getrennt. Unterdessen gab es allerlei Umstrukturierungen in der Firma. Das gehört wohl alles der Vergangenheit an."
"Oder auch nicht..." meinte ich. "Wir vermuteten, dass die Sache irgendetwas mit getunten Holoprogrammen zu tun hat. Dass sich jemand Zugang zu den Originaldaten aus den Musterpuffern verschafft und diese dann in Programmen für den Schwarzen Markt verwendet."
"Stimmt, von solchen Deals habe ich auch schon gehört. Sollen sie kürzlich auf Ferenginar einen Schmugglering hochgenommen haben. - Haben Sie schon die Personen abgeprüft, die von der Wallace aus Zugang hatten?"
"Noch nicht, meine Abteilung arbeitet daran, Durchsuchungsbefehle zu erstellen. Aber da gibt es auch noch ein Problem: dass jemand die Transportermuster für illegale Holoprogramme nutzt, ist eine Sache. Aber WARUM um alles in der Welt lässt er seine Kreationen hier im Oberkommando los, so dass wir ja auf die Angelegenheit aufmerksam werden?" fragte Rufus und lehnte sich zurück. "Da ist irgendetwas, was wir übersehen."
"Vielleicht ein Unfall beim Hantieren mit dem Daten? Ein Racheakt von jemandem, der sich übergangen fühlte?" Ich hob ratlos die Hände.
"Ich werde auf jeden Fall alle Mitarbeiter überprüfen, die mit der Installation der Transportersysteme im Oberkommando zu tun hatten," versprach Leorin.
"Wir müssen der Sache so schnell wie möglich auf den Grund gehen," betonte Rufus. "Früher oder später wird die Presse davon Wind bekommen, und dann sehe ich schon die Schlagzeilen "Geister im Oberkommando". Im Hinblick auf die kommenden Wahlen zur Föderationspräsidentschaft sicher nicht gerade förderlich."
"Ich könnte die Transporter aufgrund einer allgemeinen Sicherheitsüberprüfung deaktivieren lassen und nur für Notfallzugänge öffnen."
Rufus und ich nickten. Eine gute Idee...
*** Richard von Rabensteins Wohnsitz ***
Ich sah mich um in dem geräumigen Wohnzimmer, von dem aus elegant geschwungene Stufen in die übrigen Etagen führten. Die großen ovalen Fenster gaben den Blick frei über das südchinesische Meer, das sich etwa 50 Meter unterhalb des Felsvorsprungs erstreckte. Eine aparte Lage. Innerhalb dieser Wohnoase war alles in warmen Holz- und Goldtönen gehalten, aus denen die ornamentalen Reliefs in Blaugrün über der Couch und dem Bücherregal hervorstachen.
"Die Arbeiten eines bolianischen Künstlers," erklärte Richard, während er aus der exquisiten Hausbar eine exquisite Flasche nahm. "Es freut mich, dass du kommen konntest, zur Einweihung meines neuen Domizils, sozusagen."
"Nun, nach dieser ganzen Geisterjagd und den Budgetsitzungen..."
"...wärst du in jede Hütte gekommen?" Er lächelte und reichte mir ein Glas mit Champagner.
"Nun... das hätte ich mir überlegt. Aber das ist schon ein Wahnsinnsplatz hier, muss ich zugeben. Etwas anderes als die Dienstwohnungen in San Francisco!"
"Ich habe lange mit dem Architektenbüro über den Plänen gesessen. Aber ich denke, es kommt meiner Vision eines geistigen Refugiums nahe. - Und wie steht es mit dem James T. Kirk - Problem im Oberkommando?"
Ich seufzte. "Leider sind wir nicht wirklich weiter gekommen. Vor allem, was das Motiv betrifft... sollte es KEIN Unfall sein. Wer, warum, wieso lässt Kirk auftauchen? Ehrlich gesagt, das verursacht mir schlaflose Nächte. LaSalle ermittelt, aber darüber darf ich natürlich nicht sprechen."
"Könnte es sein, dass jemand versucht, auf irgendwelche Missstände in der Föderation oder der Flotte aufmerksam zu machen, indem an die 'gute alte Zeit' unter Kirk erinnert wird?" überlegte Richard. "Was sagt dieser Kirk denn?"
"Nichts, was in diese Richtung denken lassen könnte. Einfach Belanglosigkeiten, die man austauschen würde, wenn man Kollegen auf dem Flur begegnet. Dass heißt... einer der Zeugen, ein Kadett, sagte, Kirk hätte ein Shuttle geordert...." War das ein Ansatzpunkt?
"Hat schon jemand versucht, an so einer Sichtung Messungen vorzunehmen? Wahrscheinlich eine redundante Frage, aber..."
"Dafür waren alle Begegnungen zu kurz. Und bisher hatte niemand zweimal das Vergnügen."
"Hm... Das ist fast wie eines dieser antiken Mysteryspiele!"
