Umbra et Malleus Log 17 - Richard, NPCs
#1
NRPG: nach den ganzen Special Effects im letzten Log brauchten wir mal eine "Billigfolge", ein Kammerspiel Zwinker Im nächsten Log können sie dann ja langsam im Velconnia Belt ankommen.
 
RPG:
*** An Bord des Shuttles ***
 
Die Tore des Hangars hatten sich hinter dem Shuttle geschlossen und Colonel Hammerton, der im Pilotensitz saß, steuerte das schnittige kleine Gefährt in einem weiten Bogen über die Flotte.
 
"Das war ein gekonntes Ablenkungsmanöver," kommentierte Richard von Rabenstein.
 
"Was?"
 
"Scannen sie nach Tachyonemissionen!"
 
"Wozu?"
 
In diesem Augenblick gab es in einigen Kilometern Entfernung eine heftige Explosion. Grünliche und giftgelbe Wolken zeigten an, dass hier Warpplasma im Spiel war. Ein anderes kleines Schiff also, getarnt allerdings.
 
"Nun, das hat sich erübrigt." Richard lehnte sich in seinem Sitz zurück und presste die Lippen zusammen.
 
Hammerton scannte die Überreste und Emissionen, die sich rings um die Flotte verteilten. "Woher wussten Sie, dass da etwas ist, wenn ich fragen darf?"
 
"Was wir eben erlebt haben, war eine psionische Projektion. An Bord dieser seltsamen Schiffe waren keinerlei Lebenszeichen zu spüren. Es war ein Ablenkungsmanöver, allein dazu da, unsere Köpfe und unsere Sensoren zu beschäftigen, während sich jemand mit einem tatsächlichen Shuttle davon machte," antwortete der Inquisitor mit einem Blick auf die Anzeige vor Hammerton.
 
"Warum haben Sie das nicht gleich gesagt?"
 
"Weil ich nicht weiß, wem an Bord zu trauen war UND weil ich wissen wollte, wer dahinter steckt. - Setzen Sie Kurs, ich möchte, dass die Hinterbliebenen denken, wir hätten nichts bemerkt."
 
"Wenn das eine psionische Projektion war..." Hammerton schluckte den obszönen Fluch, der ihm auf der Zunge lag, im letzten Moment.
 
"Ich habe Ihnen doch erzählt, dass LaSalle das PsiCorps wiederzubeleben wünscht. Es scheint, dass er er mit diesem blasphemischen Unterfangen gute Fortschritte erziehlt hat."
 
"Aber für eine Projektion dieses Ausmaßes muss der Täter ganz in der Nähe gewesen sein."
 
"Exakt. Auf der ISS Dark Mirror, um es zu präzisieren." Richard wies auf die Flugbahnberechnungen, die eingefroren auf Hammertons Bildschirm zu sehen waren. "Und er oder sie muss über eine entsprechende Ausrüstung verfügt haben."
 
Der Colonel verzog unbehaglich das Gesicht und rieb sich über die Stirn. "Ich nehme an, dass erklärt auch unsere 'Alpträume'."
 
"In gewisser Weise. Trotzdem hätte Ihr Arzt die Beeinflussung feststellen müssen. Es ist also doch möglich, dass er uns belogen hat. Oder, dass er dazu gezwungen wurde."
 
"Aber wenn LaSalle einen Spitzel unter uns hatte - warum ist er dann noch nicht hier? Und warum hat niemand versucht, Sie zu entführen?"
 
Richard seufzte und wandte den Kopf auf das unspektakuläre Bild, das der vordere Schirm präsentierte. "Ich bin kein Hellseher, Colonel."
 
"Nun, meine Herren...." (Die beiden Männer im Cockpit fuhren simultan zu der weiblichen Stimme herum.) "Dann will ich Ihnen auf die Sprünge helfen. Aus dem Schatten des hinteren Schlaf- und Arbeitsbereiches trat - Schwester Agathea. Einen Disruptor mit bösartig rot glühender Anzeige in der Hand. "Ihr Transporter bedarf übrigens der Feinjustierung. Der Fernlogin war etwas kompliziert."
 
Richard bedachte sie mit einem ungerührten, eisigen Blick.
"Die selbstlose Dissidentin, die sich dem Ex-Flottenkommissar für seinen kleinen Privatfeldzug zur Verfügung stellt hat also ihre Agenda etwas modifiziert. Sieh an."
 
...
 
*** Erde / Amtsgemächer des Großkanzlers Van Malnen ***
 
"LaSalle treibt was er will! Panox-B! In die verbotene Zone! Er ist vollkommen verrückt geworden!" fauchte Van Malnen und starrte mit unterdrücktem Zorn auf seinen Gast: Captain Maximilian Robert von Rabenstein.
 
"Das ist nichts Neues," erwiderte der ohne viel Anteilnahme an dem Problem. "Sie haben Ihn in diese Position manövriert, obwohl jeder wusste, dass er ein instabiler, wahngesteuerter Egomane ist!"
 
"Soll ich Sie in die Dilithiumminen nach Rura Penthe verbannen, Von Rabenstein?!" Der Großkanzler war nahe daran, den Militär am Uniformkragen zu packen.
 
"Weil ich Ihnen wage, die Wahrheit zu sagen? Seien Sie dankbar, dass Sie nicht nur von Speichelleckern umringt sind wie der Prätor auf Romulus!"
 
Van Malnen brauchte einen Moment, sich wieder unter Kontrolle zu bekommen. In der Tat, Von Rabenstein von der Bildfläche verschwinden zu lassen, würde die Probleme nur verschlimmern. "Sie wissen, warum Sie hier sind?"
 
"Weil ich ein persönlicher Feind der Inquisition bin?"
 
Van Malnen lächelte maliziös. "Das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere ist, dass ich Sie in der Hand habe."
 
Von Rabensteins Augen verengten sich. "Meine Frau war eine Feindin des Imperiums. Ich hatte das Recht, sie zu exekutieren."
 
"Nun, aber es gibt Stimmen, die behaupten, Sie war eine eifrige Dienerin des Imperiums und Sie ein Verräter. Ich habe Zugang zu den Archiven des geschätzten verstorbenen Großinquisitors Constantius, vergessen Sie das nicht. Und nachdem sich die Dinge so wunderbar fügen..." Er fixierte den Flottencaptain. "Schaffen Sie mir LaSalle vom Hals, wie ist mir egal. Und wenn wir schon einmal dabei sind: DeRaaf gleich mit."
[Bild: Signatur-Rabenstein-neu.jpg]
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