Umbra et Malleus / Log 27/ Joint Log /Vandenberg /Hammerton
#1
Dark Mirror / Brücke

Der Platz, den Vandenberg gerade als sein Büro nutzte, war lediglich ein Bereich in einer Ecke der Brücke des Schiffes. Spartanisch, eher an der Bequemlichkeit des Geistes, als an jener des Körpers orientiert. Und dort hatte Vandenberg Platz genommen und blickte bei einem dampfenden Tee, welchen Vandenberg aus einem eher schmucklosen Metallbecher zu sich nahm, nach draußen, auf die langsam vorbeiziehenden Sterne.
Die Einsatzgruppe um die Dark Mirror, hatte den Bereich um Mollan verlassen und flog jetzt langsam in Richtung des Rendezvous-Punktes mit dem anderen Teil der Flotte. Die gesamte Einsatzflotte wirkte auf normale Raumreisende völlig unspektakulär, sollte man sie überhaupt auf die Scanner bekommen. Ein pfeilspitzenförmiges elegant extravagant wirkendes, dunkelgraues Schiff von der Größe einer Fregatte , umgeben von anderen Schiffen, wie zwei Frachter und einigen, eher wie schwere Shuttle wirkenden Schiffen. Entsprechend unspektakulär waren die Energiesignaturen der Schiffe. Doch schon alleine die Dark Mirror hatte genügend Feuerkraft, um es mit imperialen Korvetten und Fregatten aufzunehmen
Vandenberg war nicht unzufrieden. Er hatte zwar kein weiteres Kriegsschiff erbeuten können, jedoch neben Munition und Lebensmitteln, auch einen äußerst interessanten Gefangenen gemacht. Und um dessen weiterer Befragung würde sich Vandenberg in den nächsten Tagen kümmern.
XO Charles Pizer trat an Vandenberg heran.

CP: Sir!
Va: Was gibt es denn schönes?
CP: Nun Sir, INN hat in schönster Propagandasprache die neusten Nachrichten verkündet: Der Renegat Robert Maximilian von Rabenstein, wurde wegen crimen laesae imperialis proscribiert. Daneben wurde ein gewisser Hohardus Edzardus erwähnt, in dessen Begleitung sich von Rabenstein befände. Dieser Edzardus sei zur sofortigen Entköperung frei gegeben worden.

Vandenberg grinste.

Va: Soso, Hohardus Edzardus. Die Welt ist klein. Aber von Rabenstein? Das ist einmal eine Neuigkeit. Es scheint, als ob die Flotte mehr und mehr ihre Leistungsträger verliert. Da wird DeRaaf wieder toben und Van Malnen seinen Kopf schütteln und nur traurig, traurig murmeln. Gibt es weitere Nachrichten?
CP: Jawohl Sir. Einheiten des imperialen Militärs haben den Inquisitionsstützpunkt auf Dalanis Prime gestürmt und Inquisitor Alvern fest genommen. Ihm werden wohl die Vorbereitung eines Putsches gegen den lokalen Gouverneur vorgeworfen.
Va: Nun, das wird ihn den Kopf kosten. Man wird ihn….

Ein Signalton unterbrach Vandenberg. Von der Konsole der Raumüberwachung meldete sich en Offizier.

Va: Ich höre, Lt. Barley?
Ba: Sir, da kommt etwas angeflogen.
Va: Lt. Barley, wir sind hier nicht auf dem Viehmarkt von Shaun Hye Drücken Sie sich bitte etwas genauer aus. Das da etwas angeflogen kommt, hat uns die Sensorik ja bereits ausreichend deutlich mit geteilt.
Ba: Uh oh ja Sir. Grob gesagt, es handelt sich um einen älteren Frachter.
Va: Kurs?
Ba: In Richtung Mollan.
Va: Hat er uns schon auf dem Scanner?
Ba: Nein Sir.
CP: Sir, wenn das ein getarnter, imperialer Scout ist…
Va: Die beiden Sturmshuttle sollen ihn abfangen. Lassen Sie ein Enterteam an Bord gehen, die Crew betäuben und gefangen nehmen. Schwere Panzerung.
CP: Jawohl Sir.
Va: Interessant. Warten wir einmal ab, wer zum Essen kommt.

----------------------------------------------------------

Ortswechsel:

Im Velconnia Belt / auf dem Planeten

Zur gleichen Zeit

Hammertons Blick schweifte über die Landschaft. Diese hatte den Charme eines schottischen Hochmoors nach einem Moorbrand angenommen. Der Geruch feuchten Morastes hing schwer in der Luft. Jeder Schritt wurde schwerer und schwerer, da die beiden, einsamen Wanderer immer tiefer in den Boden einsanken. Und die Bäume in der Ferne schienen nicht näher zu kommen. In etwa 10 Meter Entfernung tauchten jetzt einige knorrige Büsche mit riesigen Blättern auf. Bhansgrek-Büsche, welche sich wie Unkraut in der gesamten Galaxis verbreitet hatten. Richard von Rabenstein hatte zu Hammerton aufgeschlossen und blieb jetzt neben ihm stehen.
Ha: Nun Euer Exzellenz? Irgendwelche erhellenden Ideen?

Richard schüttelte den Kopf.

RR: Nein, bisher noch nicht. Es ist mir ein Rätsel. Lassen Sie uns weiter gehen.

Hammerton nickte und beide setzten ihren Marsch fort. Nach einigen hundert Metern senkte sich das Gelände ab. Aus dem Nebel schälte sich jetzt der Saum eines Waldes heraus. Richard wies auf den Waldrand.

RR: Lassen Sie uns dort uns neu orientieren.

Der Boden wurde jetzt etwas fester, das Buschwerk jedoch dichter und erschwerte des Vorankommen jetzt deutlich.. Richard bahnte sich seinen Weg jetzt nachhaltig durch die immer höher werdenden Büsche, als Hammerton ihn plötzlich am Arm packte und mit einem scharfen STOPP zum Stehen brachte.

RR: Was soll das?
Ha: Werde ich Ihnen in ein paar Sekunden sagen können. Sehen Sie den Bhansgrek-Busch da vorne?
RR: Ich bin nicht blind, Colonel.
Ha: Bhansgrek-Büsche blühen bei jedem Regen. Aber es blüht nur an jenen Ästen, welche direkt dem Regen ausgesetzt sind. Äste welche von anderen Ästen verdeckt sind, tragen keine Blüten. Und hier hat es wohl in letzter Zeit stark geregnet Was man ja unschwer an den blühenden Büschen erkennen kann.
RR: Ich bin weder Biologe, noch Gärtner, aber das ist selbst mir bekannt.

Hammerton wies auf einen Busch in etwa 5m Entfernung.

Ha: Dann Euer Exzellenz, erklären Sie mir doch einmal, warum bei diesem Busch an dem Ast über dem Boden so viele Blüten hängen. Und warum diese so trocken wirken, obwohl die Umgebung so feucht ist.
RR: Das ist in der Tat ungewöhnlich.
Ha: Es gibt dafür eine Erklärung. Der Ast gehört nicht zu diesem Busch.
Hammerton zückte ein Fernglas und betrachtete sich den Busch aus der Ferne genau.
Ha: Ein alter Rebellentrick. Habe ich schon des Öfteren gesehen. Und…ja..das habe ich mir gedacht.

Hammerton reichte Richard das Fernglas. Und was Richard sah, war nicht sehr erfreulich. Verdeckt durch einen abgeschnittenen Ast konnte man jetzt schemenhaft ein zylinderförmiges Objekt sehen.

Ha: Ja Euer Exzellenz, eine Nadion-Granate mit Annäherungszünder. Funktioniert wie ein überladener Phaser. Wären wir da durch marschiert, würden wir jetzt Teil des Materials sein, dessen Sprengung einen Krater von 50x20 Metern verursacht hätte.
RR: Nun….
Ha: Wir sind also nicht alleine hier.
RR: Es könnte also noch Überraschungen geben.
Ha: Exakt. Und zu diesem Behufe….Können Sie mit Waffen umgehen, Euer Exzellenz?
RR: Ich bin kein Meister darin.
Ha: Nun, Sie müssen ja keine Heldentaten eines Scharfschützen erbringen.

Hammerton beförderte aus den Untiefen seines Mantels ein Objekt hervor und reichte es Richard.

Ha: Romulanischer Disruptor. Eine einfache Waffe. Typisch romulanisch. Geradlinig und tödlich.

Richard nahm die Waffe entgegen und atmete tief ein, während Hammerton deutlich sein Fusions-Phaser-Gewehr in Anschlag brachte.
Ja, sie waren hier eindeutig nicht willkommen.
Zitieren


Gehe zu: