Oct-Thu-2020, 09:47 PM
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Nov-Sun-2020, 04:07 PM von Sareth.)
NRPG: LaSalle, wenn irgendwas nicht passt, bitte melden, habe ja komplett deinen Chara geschrieben.
RPG:
*** Erde/ Rom / Congregatio Universalis / Arresttrakt ***
LaSalle verfolgte teilnahmslos die Performance von Karim Ravienna im Agoniesimulator. Die Angelegenheit begann den Großinquisitor etwas zu langweilen. Leider waren die neuen Mindsifter, die der Tal Shiar freundlicherweise überlassen hatte, für Menschen noch nicht einsatzfähig. Es nützte ja nichts, wenn der Delinquent starb, ohne seine Informationen preisgegeben zu haben.
Ach ja, LaSalle gestattete sich einen Anfall von Nostalgie. Vielleicht wären die altmodischen Folterkammern effizienter gewesen… Auf jeden Fall wollte – oder konnte – Ravienna nichts zur Frage nach Richard von Rabensteins Verbleib sagen. Es mochte tatsächlich sein, dass er nichts wusste. In diesem Fall hatte sein geschätzter Kollege aus dem Archiv schlichtweg gelogen. LaSalle machte eine mentale Notiz, den Herrn als nächstes einzuberufen. Dann fuhr er den Simulator auf Stufe eins herunter, wartete ab, bis sein Opfer etwas Atem geschöpft hatte und sagte dann mit milder Stimme: „Sie wissen nicht, was das Ziel des Verräters war. Gut, ich glaube Ihnen.“
Ravienna starrte ihn an, nicht fähig, irgendetwas zu erwiedern.
„Aber vielleicht erinnern Sie sich, was er im Arkanarchiv gesucht hat? Nach welchem Begriff hat er gefahndet?“
Ravienna schüttelte den Kopf.
„Denken Sie gut nach. Helfen Sie sich selbst. Sie hatten die Suchanfrage auf dem Schirm, bevor sich das Alarmsystem zugeschaltet hatte.“
„Erinnere… mich… nicht…“
LaSalle seufzte und erhöhte die Stufe wieder. Aber nein, er hatte eigentlich keine Zeit. Das begann wirklich unerquicklich zu werden! Er rief einen seiner Adjudanten und instruierte ihn, das Verhör zu übernehmen, und alles, absolut alles aufzunehmen, was dahin deutete, dass Von Rabenstein eventuell mehr als er selbst über Projekt T wusste – denn bisher war ihm nicht gelungen, die auf seinen Amtsvorgänger Valentinian Constantius codierten Files zu öffnen. Hier war ein ganz spezieller Schlüssel notwendig, und den besaß er nicht. Er beschloss, sich einem anderen Projekt zu widmen zu Entspannung. So ein Verhör konnte ganz schön anstrengend werden auf Dauer.
Karim Ravienna, der Bibliothekar, der sein bisheriges Leben zwischen alten Büchern und Speicherbänken zugebracht hatte, bereitete sich auf das Martyrium vor…
***Später / Amtszimmer des Großinquisitors***[/b]
Liebevoll streichelte Rufus LaSalle über das antike Papier, das er soeben auf seinem Schreibtisch entfaltet hatte. Ein vergessenes Dekret aus dem frühen 21. Jahrhundert. Es war bei einer Routineprüfung der Archive zufällig aufgetaucht.
Er läutete nach seinem Sekretär.
„Gratian… wie stehen Sie eigentlich zur Frage genetischer Eingriffe bei Menschen?“
Der junge Asiate hüstelte, sichtlich aus dem Konzept gebracht. Man wusste nie, worauf sein Vorgesetzter hinaus wollte! Und er brachte es mit meisterhafter Raffinesse gern so weit, dass man sich eigenhändig das Todesurteil unterzeichnete. „In welcher Beziehung, Eminenz?“ fragte er daher vorsichtig.
„In der Beziehung, dass Eltern ihre ungeborenen Kinder gern maßschneidern.“
„Nun… ja, es gibt… nun… es gibt kein imperiales Dekret dagegen… soweit mir bekannt ist, Eminenz. Besonders die Familien mit militärischer Tradition achten darauf, dass ihre Söhne und Töchter kräftig, wohl koordiniert und ausdauernd sind."
LaSalle drehte den antiken Füllfederhalter, der zur Ausstattung seines Schreibtisches gehörte, spielerisch zwischen den Fingern. „Da hilft man gern auch mal mit Alien-DNA nach, so ist es doch, oder?“
Gratian fühlte seine Hände kalt werden. Hatte der Großinquisitor etwas über ihn herausgefunden, was er selbst nicht wusste?!
„Aber… es gibt kein Gesetz, was definiert, bis wann man Terraner ist, nicht wahr?“
„Ja… nun… Beim Militär ist es Usus, von 95 Prozent auszugehen,“ antwortete der Sekretär nervös. „Soweit mir bekannt ist. Soll ich einen … ähm… Nachforschungsauftrag anstoßen?“
„Nein, nicht nötig.“ LaSalle entließ ihn, wohl wissend, dass er dem jungen Mann zu einem neuen Hobby namens Genealogie verholfen hatte. Er lehnte sich zurück, ließ den Blick über das Historiengemälde mit der Schlacht an der Milvischen Brücke schweifen und schwelgte dabei in Vorfreude.
Gesetz? Oh doch. Es gibt eines, und ich habe es gerade gefunden. 98 Prozent. Wie würde wohl das Verhältnis bei seiner Nemesis Richard von Rabenstein ausfallen? Aber eigentlich war es gleichgültig, denn er könnte an den im Archiv gespeicherten Daten ja die eine oder andere Veränderung vornehmen… Ich sorge dafür, dass du amtsunfähig wirst, mein geschätzter Freund!
Er nahm Zugriff auf die entsprechenden Personalakten seiner heiligen Behörde und musste einen Moment später feststellen, dass die Unterlagen zu seinem Gegenspieler gesperrt waren. Und zwar auf einem Level, das ihm – IHM ! – tatsächlich keinen Einblick erlaubte! Rufus LaSalles Vorfreude wandelte sich in Zorn. Er lenkte seine Schritte wieder in Richtung des Liftes zum Arresttrakt , um sich beim Verhör etwas abzureagieren. Und als nächstes, nahm er sich vor, würde er einen Höflichkeitsbesuch im Oberkommando machen, bei Captain Robert Maximilian von Rabenstein….
(PS: mir ist noch nicht eingefallen, warum LaSalle eigentlich nicht längst den (vorgeblichen?) Eltern seines Gegners auf die Pelle gerückt ist um sie unter Druck zu setzen. Vielleicht habt ihr eine Idee. Aber ich dachte, dieses Rasse-Gesetz wird für viel Unruhe im Militär und bei DeRaaf sorgen, auch ohnehin).
RPG:
*** Erde/ Rom / Congregatio Universalis / Arresttrakt ***
LaSalle verfolgte teilnahmslos die Performance von Karim Ravienna im Agoniesimulator. Die Angelegenheit begann den Großinquisitor etwas zu langweilen. Leider waren die neuen Mindsifter, die der Tal Shiar freundlicherweise überlassen hatte, für Menschen noch nicht einsatzfähig. Es nützte ja nichts, wenn der Delinquent starb, ohne seine Informationen preisgegeben zu haben.
Ach ja, LaSalle gestattete sich einen Anfall von Nostalgie. Vielleicht wären die altmodischen Folterkammern effizienter gewesen… Auf jeden Fall wollte – oder konnte – Ravienna nichts zur Frage nach Richard von Rabensteins Verbleib sagen. Es mochte tatsächlich sein, dass er nichts wusste. In diesem Fall hatte sein geschätzter Kollege aus dem Archiv schlichtweg gelogen. LaSalle machte eine mentale Notiz, den Herrn als nächstes einzuberufen. Dann fuhr er den Simulator auf Stufe eins herunter, wartete ab, bis sein Opfer etwas Atem geschöpft hatte und sagte dann mit milder Stimme: „Sie wissen nicht, was das Ziel des Verräters war. Gut, ich glaube Ihnen.“
Ravienna starrte ihn an, nicht fähig, irgendetwas zu erwiedern.
„Aber vielleicht erinnern Sie sich, was er im Arkanarchiv gesucht hat? Nach welchem Begriff hat er gefahndet?“
Ravienna schüttelte den Kopf.
„Denken Sie gut nach. Helfen Sie sich selbst. Sie hatten die Suchanfrage auf dem Schirm, bevor sich das Alarmsystem zugeschaltet hatte.“
„Erinnere… mich… nicht…“
LaSalle seufzte und erhöhte die Stufe wieder. Aber nein, er hatte eigentlich keine Zeit. Das begann wirklich unerquicklich zu werden! Er rief einen seiner Adjudanten und instruierte ihn, das Verhör zu übernehmen, und alles, absolut alles aufzunehmen, was dahin deutete, dass Von Rabenstein eventuell mehr als er selbst über Projekt T wusste – denn bisher war ihm nicht gelungen, die auf seinen Amtsvorgänger Valentinian Constantius codierten Files zu öffnen. Hier war ein ganz spezieller Schlüssel notwendig, und den besaß er nicht. Er beschloss, sich einem anderen Projekt zu widmen zu Entspannung. So ein Verhör konnte ganz schön anstrengend werden auf Dauer.
Karim Ravienna, der Bibliothekar, der sein bisheriges Leben zwischen alten Büchern und Speicherbänken zugebracht hatte, bereitete sich auf das Martyrium vor…
***Später / Amtszimmer des Großinquisitors***[/b]
Liebevoll streichelte Rufus LaSalle über das antike Papier, das er soeben auf seinem Schreibtisch entfaltet hatte. Ein vergessenes Dekret aus dem frühen 21. Jahrhundert. Es war bei einer Routineprüfung der Archive zufällig aufgetaucht.
Er läutete nach seinem Sekretär.
„Gratian… wie stehen Sie eigentlich zur Frage genetischer Eingriffe bei Menschen?“
Der junge Asiate hüstelte, sichtlich aus dem Konzept gebracht. Man wusste nie, worauf sein Vorgesetzter hinaus wollte! Und er brachte es mit meisterhafter Raffinesse gern so weit, dass man sich eigenhändig das Todesurteil unterzeichnete. „In welcher Beziehung, Eminenz?“ fragte er daher vorsichtig.
„In der Beziehung, dass Eltern ihre ungeborenen Kinder gern maßschneidern.“
„Nun… ja, es gibt… nun… es gibt kein imperiales Dekret dagegen… soweit mir bekannt ist, Eminenz. Besonders die Familien mit militärischer Tradition achten darauf, dass ihre Söhne und Töchter kräftig, wohl koordiniert und ausdauernd sind."
LaSalle drehte den antiken Füllfederhalter, der zur Ausstattung seines Schreibtisches gehörte, spielerisch zwischen den Fingern. „Da hilft man gern auch mal mit Alien-DNA nach, so ist es doch, oder?“
Gratian fühlte seine Hände kalt werden. Hatte der Großinquisitor etwas über ihn herausgefunden, was er selbst nicht wusste?!
„Aber… es gibt kein Gesetz, was definiert, bis wann man Terraner ist, nicht wahr?“
„Ja… nun… Beim Militär ist es Usus, von 95 Prozent auszugehen,“ antwortete der Sekretär nervös. „Soweit mir bekannt ist. Soll ich einen … ähm… Nachforschungsauftrag anstoßen?“
„Nein, nicht nötig.“ LaSalle entließ ihn, wohl wissend, dass er dem jungen Mann zu einem neuen Hobby namens Genealogie verholfen hatte. Er lehnte sich zurück, ließ den Blick über das Historiengemälde mit der Schlacht an der Milvischen Brücke schweifen und schwelgte dabei in Vorfreude.
Gesetz? Oh doch. Es gibt eines, und ich habe es gerade gefunden. 98 Prozent. Wie würde wohl das Verhältnis bei seiner Nemesis Richard von Rabenstein ausfallen? Aber eigentlich war es gleichgültig, denn er könnte an den im Archiv gespeicherten Daten ja die eine oder andere Veränderung vornehmen… Ich sorge dafür, dass du amtsunfähig wirst, mein geschätzter Freund!
Er nahm Zugriff auf die entsprechenden Personalakten seiner heiligen Behörde und musste einen Moment später feststellen, dass die Unterlagen zu seinem Gegenspieler gesperrt waren. Und zwar auf einem Level, das ihm – IHM ! – tatsächlich keinen Einblick erlaubte! Rufus LaSalles Vorfreude wandelte sich in Zorn. Er lenkte seine Schritte wieder in Richtung des Liftes zum Arresttrakt , um sich beim Verhör etwas abzureagieren. Und als nächstes, nahm er sich vor, würde er einen Höflichkeitsbesuch im Oberkommando machen, bei Captain Robert Maximilian von Rabenstein….
(PS: mir ist noch nicht eingefallen, warum LaSalle eigentlich nicht längst den (vorgeblichen?) Eltern seines Gegners auf die Pelle gerückt ist um sie unter Druck zu setzen. Vielleicht habt ihr eine Idee. Aber ich dachte, dieses Rasse-Gesetz wird für viel Unruhe im Militär und bei DeRaaf sorgen, auch ohnehin).
![[Bild: Signatur-Rabenstein-neu.jpg]](http://www.uss-saipan.de/USS-Saipan/Signatur-Rabenstein-neu.jpg)
