Umbra et Malleus / Log 8 / Vandenberg / NPC
#1
ISS Dark Mirror / Tür von Richard von Rabensteins Quartier
 
"- Sagen Sie… wie ist eigentlich Schwester Agathea zu Ihnen gestoßen?“
 
Richard von Rabensteins Frage hin wie schwerer Zigarrenrauch in der Luft. Vandenberg grinste gehässig.
 
Va: Nun, eigentlich könnten Sie sie ja selbst fragen, aber wenn Sie es wirklich wissen wollen: Sie war Teil einer Gruppe von Dissidenten, welche versucht hatten, dieses Schiff zu stehlen.

Richard lächelte freudlos.
 
RR: Nein so etwas. Wer wäre so tollkühn, Ihnen etwas zu entwenden?
Va: Ihre Fähigkeit zur Ironie hat in letzter Zeit etwas nachgelassen, Euer Exzellenz.
RR: Und was wurde aus den Dissidenten?
Va: Sie sind Teil dieser Crew.
RR: Vandenberg, dein väterlicher Freund und Helfer.
Va: Wo wir bei  gerade Helfern sind: Wir setzen gerade Kurs auf Damalan. Eventuell verhilft dies Ihnen ja zur gewissen inneren Ruhe.
RR: Zu gütig. Mir würde derzeit jedoch etwas für meinen Magen zur inneren Ruhe gereichen.
Va: Die Offiziersmesse steht Ihnen zur Verfügung. Ich empfehle Menü 4.
RR: Ich danke Ihnen für Ihre Empfehlung.

Vandenberg nickte und enteilte. Am Gangkreuz blieb er stehen und wandte sich zu Richard um.
 
Va: Ach ja, Euer Exzellenz. Noch eine Kleinigkeit. Eine Petitesse der Geschichte. Ist Ihnen bekannt, dass Damalan einen Nachbarplaneten hatte? Das Gerücht geht um, dieser Planet habe sich auf Wanderschaft begben. Und einige Leute behaupten, dieser Planet hätte den Namen Taminan  getragen. Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit.

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Ortswechel: Erde/ Rom / Congregatio Universalis / Büro des Großinquisitors
 
LaSalle war nicht erbaut. Die transzendente Stimmung, welche er so liebte, hatte sich bisher nicht eingestellt. Vor einer Stunde war von einem Treffen des Hochkonzils zurückgekehrt. Wie immer hatte dieses Konzil in einem Streit zwischen ihm und DeRaaf geendet. DeRaaf mochte ein hervorragender Stratege sein, aber er war auch ein Technokrat und stur wie ein Stück Duralstahl. Und daher dummerweise brandgefährlich. Derzeit kam LaSalle an DeRaaf nicht vorbei. Und ob dies überhaupt möglich war, lag in den Nebeln der Zukunft verborgen.
Und VanMalnen? Nun, dieser selbsternannte Großkanzler war nichts anderes als ein leicht zu manipulierender Idiot. Ein selbstgefälliger und zu selbstsicherer Narr. Nichts anderes als ein Werkzeug, ein Instrument, welches in den Händen eines erfahrenen Spielers eine herrliche Melodie von sich zu vergeben vermochte. Und während DeRaaf auf VanMalnen eher Basstöne spielte, so war nur LaSalle in der Lage, wahre Meisterwerke zu spielen. Und dies sollte auch so bleiben. Kein anderer Spieler durfte sich zu LaSalle gesellen. Schon gar nicht solche atonalen Figuren, wie Richard von Rabenstein.
Doch derzeit gab es wichtigere Dinge zu bedenken. Das was man auf Panox-B gefunden hatte, war nicht unbedingt ein Grund zur Freude gewesen. Doch wenn Lasalles Pläne reifen würden, wäre auch dies nur eine Notiz am Rande. Doch der Schlüssel zu allem war jene merkwürdige Notiz „Projekt T“ in den Archiven der Inquisition. LaSalles Schergen waren ausgeschwärmt um mehr darüber zu erfahren, jedoch gab es bisher nur wenig Substanzielles. Nun, auch hier musste man warten.
Ein Signal ertönte.
 
LS: Herein!

Die Tür öffnete sich und eskortiert von 4 Wachen und einem Offizier der Inquisitionsgarde ,wurde ein Mann in zerfetzter Kleidung in den Raum geführt. Karim Ravienna, jener Mann, welcher auf Epsilon Eridani Richard von Rabenstein zur Flucht aus dem Archiv der Inquisition verholfen hatte.

LS: Ah..Bruder Ravienna, Ich bedauere, dass man Sie solange in einem nicht angemessenen Quartier untergebracht hat. Wie ich bemerke wäre auch ein reinigendes und desinfizierendes Bad angebracht. Aber keine Sorge, ich werde für Ihr Wohlbefinden sorgen.
 
Ravienna schwieg, drehte den Kopf nur zu einem Wandschrank.
 
LS: Ah ich sehe. Die alte Mär. Nun entgegen landläufiger Behauptungen lagere ich nicht die Köpfe meiner Gegner in Schränken ein. Nur ein paar Schädel von Personen, welche sich unfreundlicher Weise der Befragung durch Suizid entzogen haben. Aber wir beide werden uns jetzt wie gesittete Menschen unterhalten. Wir werden eine Reise unternehmen. In die Welten in welche Richard von Rabenstein wohl hin entfleucht ist. Wenn Sie kooperieren. Wenn nicht, nun dann wird es eine Reise in neue, nie gekannte Welten des Schmerzes und der Agonie werden: Für mich als Beobachter, für Sie als Reisenden. Es liegt ganz bei Ihnen.
 
 
 
 
 
 
[Bild: Signatur-Waltham.jpg]
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